CH-relevante Börsenthemen Jahr 2020

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Das sind die Schweizer IPO

Das sind die Schweizer IPO-Kandidaten für 2020

Obwohl es 2019 an der Schweizer Börse fast nur aufwärtsging, wagten sich weniger Unternehmen auf das Parkett. 2020 könnte sich ein Rückstau lösen.

10.01.2020 10:15

Von Erich Gerbl

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China und die Sorge um die globale Konjunktur hielten Unternehmen rund um den Globus vor einem Sprung aufs Börsen­parkett zurück. Auch in der Schweiz ist die Zahl der Neuzugänge angesichts der traumhaften Performance an der Börse überschaubar.

Sieben Firmen sind neu kotiert, darunter zwei über den vereinfachten Weg mit einem sogenannten Direct Listing. 2018 waren es trotz der klar turbulenteren Entwick­lung an den Aktienmärkten zwölf, fünf davon Direct Listings. Auch bei der Transaktionsgrösse liegt man trotz Stadler Rail als einem der grössten Börsengänge Europas mit 3,1 Milliarden Franken deutlich unter den 3,9 Milliarden des Vorjahrs.

Doch 2020 könnte sich der IPO-Markt rund um den Globus und auch in der Schweiz wieder be­leben. "Wir erwarten, dass die IPO-Aktivitäten wieder zunehmen, sobald sich die geopolitischen Unsicherheiten entspannen", sagt Tobias Meyer, Head Transaction Accounting und IPO beim Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) in der Schweiz.

Etwa fünf IPO sind möglich

Durch die Unsicherheit landeten viele Pläne vorerst in den Schub­laden. In der IPO-Pipeline hat sich ein regelrechter Stau gebildet. In der Fachsprache ist von einem «Backlog» die Rede. Hellt sich die Stimmung auf, öffnen sich die IPO-Fenster. Laut dem EY-Experten könnte sich der Rückstau dann ­lösen. Blind gekauft wird allerdings nicht. «Die Investoren dürften 2020 wählerischer sein. Unternehmen mit IPO-Absichten müssen eine gute Equity-Story vorweisen», sagt Meyer. Nur so seien die Chancen für ein erfolgreiches Börsen­debüt gegeben.

In der Schweiz befinden sich Unternehmen laut Meyer «in Lauerstellung». Zahlreiche Firmen kursieren als Kandidaten für ein IPO: Die Software-Sicherheitsfirma Acronis aus Schaffhausen, der Küchengerätehersteller V-Zug, der Visa-Dienst­leister VFS Global, der Bankensoftware­hersteller Avaloq und einige Medizintechnikfirmen zählen dazu. Eine ­genaue Zahl von Börsenkandidaten traut man sich bei EY für 2020 nicht zu prognostizieren. Experten von J.P. Morgan rechnen mit vier bis fünf.

Fraglich ist, ob die fehlende Schweizer Börsenäquivalenz ein Problem ist: Seit dem 1. Juli dürfen in der Schweiz kotierte Aktien nicht mehr ausserhalb der Schweiz gehandelt werden. Laut Meyer hatte die fehlende Anerkennung der Schweizer Börsengesetze durch Brüssel bisher keine negativen Auswirkungen auf den Schweizer Börsenplatz. Mittel- bis langfristig seien aber offene Märkte wichtig für die Schweiz.

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In der Schweiz gibt es

In der Schweiz gibt es weniger Chefinnen als im globalen Durchschnitt

Schweizer Firmenchefs bleiben nur vier Jahre im Amt, obwohl viele von ihnen verhältnismässig jung an die Spitze wechseln. Zudem sind sie im weltweiten Vergleich nur selten weiblich. Wie kommt das?

https://www.cash.ch/news/top-news/fuehrungskraefte-der-schweiz-gibt-es-weniger-chefinnen-als-im-globalen-durchschnitt-1459876

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Welche Autos die Schweizer

Welche Autos die Schweizer 2019 kauften

Die beliebtesten Marken, die grössten Verlierer, der Trend zum Hybrid-Gefährt: Interessantes aus der Schweizer Auto-Statistik 2019.

https://www.cash.ch/news/top-news/tesla-4x4-und-deutscher-luxus-welche-autos-die-schweizer-2019-kauften-1457160

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Steuererleichterungen bremsen

Steuererleichterungen bremsen laut Seco Arbeitsplatz-Abbau

Steuererleichterungen im Rahmen der Regionalpolitik zeigen Wirkung: In strukturschwachen Gemeinden konnte der Abbau von Arbeitsplätzen in der Industrie etwas gebremst werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco).

13.01.2020 12:29

Darin wurde untersucht, welche Auswirkungen Steuererleichterungen auf die Anzahl Vollzeitarbeitsplätze im Industriesektor von schweizerischen Gemeinden zwischen 2008 und 2016 hatten. Der Bund kann jenen Unternehmen Steuererleichterungen gewähren, die in strukturschwachen Gebieten Arbeitsplätze schaffen.

Seco bestätigt Zusammenhang

Gemäss Seco bestätigt die Analyse erstmals einen kausalen Zusammenhang zwischen den Steuererleichterungen und dem Rückgang der Arbeitsplätze. Im untersuchten Zeitraum gingen im Industriesektor in den strukturschwachen Gebieten zwar Stellen verloren. Dank der Steuererleichterungen konnte der Rückgang aber abgeschwächt werden.

In den Gemeinden, wo diese zum Tragen kamen, wurden im Durchschnitt rund 30 Arbeitsplätze weniger abgebaut als in den übrigen strukturschwachen Gebieten, wie das Seco in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze im Industriesektor sei in diesen Gebieten relativ klein, weshalb die Abschwächung des Rückgangs von hoher Bedeutung sei.

Die Studie geht zudem davon aus, dass der kausale Arbeitsplatzeffekt der Steuererleichterungen tatsächlich noch grösser ist. Allerdings könne dieser wegen der tiefen Fallzahl nicht präzise berechnet werden.

(AWP)

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Schweizer Firmen erwarten

Schweizer Firmen erwarten laut CS-Umfrage keine Euro-Aufwertung

Schweizer Unternehmen gehen laut einer Umfrage von einer stabilen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft im Jahr 2020 aus.

13.01.2020 10:05

Der Euro dürfte gemäss den befragten Firmen Ende 2020 zwar relativ stabil bei knapp unter 1,10 Franken notieren. Fast die Hälfte der Unternehmen sichert sich aber gegen Währungsrisiken ab.

Die Grossbank Credit Suisse hat in ihrer Erhebung zwischen dem September und November 2019 online 1280 Schweizer KMU und Grossunternehmen befragt. Der generellen wirtschaftlichen Entwicklung stünden die Umfrageteilnehmer aus dem Dienstleistungssektor optimistischer gegenüber als diejenigen aus der Industrie, heisst es in einer Medienmitteiliung zur Umfrage vom Montag.

Erstere rechnen demnach in 34 Prozent der Fälle mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums, während Industrieunternehmen zu 41 Prozent hiervon ausgehen. Gesamthaft geht etwas mehr als die Hälfte der Befragten von einem stabilen BIP-Wachstum aus (52 Prozent) und nur gerade 11 Prozent rechnen mit einer Wachstumsbeschleunigung.

Knapp die Hälfte erwartet Zinsschritt bis 2020

Auch bei der Zinsentwicklung erwartet eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer keine Veränderung (52 Prozent) und rechnet demnach damit, dass der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Ende 2020 weiterhin -0,75 Prozent betragen wird. Derweil gehen 26 Prozent mindestens von einer weiteren Zinssenkung und 22 Prozent von einer Zinserhöhung aus.

In Bezug auf die Währung gehen die Befragten in der Umfrage davon aus, dass sich der Euro bis Ende 2020 auf 1,09 Franken einpendeln wird. Sie prognostizieren damit das zweite Jahr in Folge einen tieferen Wert als im Vorjahr - was sich im Vorjahr als richtig herausgestellt habe, schreibt die CS dazu.

Wenig volatil zeigen sich die Prognosen zum US-Dollar, die sich im Vergleich zu Ende 2018 nur geringfügig verändert haben und weiterhin auf ca. 0,99 Franken stehen. Diese Prognosen deckten sich jeweils weitgehend mit den Werten, die die Umfrageteilnehmer auch in ihrer jährlichen Budgeterstellung verwendet hätten, heisst es dazu.

43 Prozent sichern Risiken ab

43 Prozent der Umfrageteilnehmer sichern sich aktiv gegen Währungsrisiken ab. Im Durchschnitt deckt das sogenannte "Hedging" den Angaben zufolge 62 Prozent der Transaktionen in Fremdwährungen ab. Dabei zeigen sich gewisse Unterschiede zwischen typischen Importeuren und Exporteuren.

So sei der Anteil an importierenden Unternehmen, die sich gegen Währungsrisiken absichern, höher als derjenige der exportierenden Firmen.

(AWP)

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Parahotellerie verzeichnet in

Parahotellerie verzeichnet in ersten neun Monaten weniger Übernachtungen

Schweizer Jugendherbergen, Campingplätze und Ferienwohnungen haben ihren Wachstumskurs in den ersten neun Monaten 2019 nicht ganz fortsetzen können. Sie verbuchten in dieser Zeit 14,6 Millionen Übernachtungen, das sind 0,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

13.01.2020 09:56

Im dritten Quartal verzeichnete die Parahotellerie bei den Übernachtungen hingegen eine Steigerung der Logiernächte von 2,5 Prozent auf gut 6,8 Millionen, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. Davon entfallen rund 2,2 Millionen Übernachtungen auf Ferienwohnungen. Die Hälfte davon wiederum sind auf Schweizer Gäste zurückzuführen.

Kollektivunterkünfte, also zum Beispiel Jugendherbergen, verzeichneten im dritten Quartal des vergangenen Jahres 2,2 Millionen Übernachtungen. Davon gehen 1,8 Millionen auf das Konto von Schweizer Gästen. Campingplätze konnten mit 2,4 Millionen die meisten Übernachtungen der Parahotellerie verbuchen. 1,6 Millionen davon entfallen auf inländische Buchungen.

2018 war die Parahotellerie gemessen an den Logiernächten um knapp 7 Prozent gewachsen.

Die Zahlen erhebt das BFS mittels Befragung bei den Parahotellerie-Betrieben. Die definitiven Zahlen für das gesamte Jahr 2019 geben die Statistiker im Juni bekannt.

tv/tt

(AWP)

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USA setzt Schweiz wieder auf

USA setzt Schweiz wieder auf Devisen-Beobachtungsliste

Die USA beobachten die Schweiz zukünftig hinsichtlich allfälliger Währungsmanipulationen. Der Leistungsbilanz-Überschuss der Schweiz gerät damit ebenfalls in den Fokus.

14.01.2020 08:34

Die USA haben die Schweiz wieder auf ihre Liste von Staaten gesetzt, die sie in Hinblick auf potenzielle Währungsmanipulationen beobachten. Das Finanzministerium in Washington drängte die Eidgenossenschaft in einem am Montagabend herausgegebenen Bericht an den Kongress, ihre "gesamtwirtschaftliche Politik anzupassen, um die Binnenkonjunktur stärker zu fördern."

Washington verweist darauf, dass die Schweiz über einen erheblichen Leistungsbilanz-Überschuss sowie einen beträchtlichen Überschuss in der Handelsbilanz mit den USA verfügt.

Die Kreditkosten seien für die Schweiz im internationalen Vergleich indessen zwar mit am niedrigsten. Von der Fiskalpolitik werde dennoch nicht genug Gebrauch gemacht, sogar innerhalb der bestehenden Beschränkungen durch die bestehenden fiskalischen Regeln in der Schweiz.

Währungs-Beobachtungsliste

Der Franken ging im frühen asiatischen Handel bei 97,06 Rappen je Dollar seitwärts, nachdem er am Montag 0,2 Prozent zugelegt hatte; der gegenwärtige Kurs ist weniger als 1 Prozent vom jüngsten 15-Monats- Hoch entfernt. Mit der Unsicherheit im Zuge des Iran-Konflikts hatten internationale Anleger den Franken Ende Dezember als sicheren Hafen genutzt.

Auf der Währungs-Beobachtungsliste der USA stehen neben der Schweiz auch Deutschland, Japan, Südkorea, Italien, Irland, Singapur, Malaysia und Vietnam. China steht ebenfalls auf der Liste, wird im Zuge der derzeitigen Handelsgespräche nun aber nicht mehr der tatsächlichen Währungsmanipulation bezichtigt. Peking habe sich verbindlich verpflichtet, den Yuan nicht mehr abzuwerten, so das US-Finanzministerium. Die Schweiz stand bereits zwischen Oktober 2016 und Oktober 2018 auf der Beobachtungsliste Washingtons.

(Bloomberg)

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UBS-Anlagechef rät Anlegern:

UBS-Anlagechef rät Anlegern: Erwartungen senken

Nach den Prognosen der UBS werden Anleger im 2020 mit einer verhaltenen Aktienperformance rechnen müssen. Sorgen bereiten das Gewinnwachstum im Euroraum und der USA.

14.01.2020 13:37

Für den Anlagechef von UBS Global Wealth Management ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Investment in diesem Jahr derselbe wie das Mantra für eine glückliche Ehe: Senken Sie Ihre Erwartungen! Auf einer Konferenz in Singapur sagte Mark Haefele am Dienstag, Anleger sollten mit einem Niedrig-Ertrags-Umfeld rechnen, in dem sie für ihr Geld härter arbeiten und möglicherweise in Aktien umschichten müssen.

Ein Grund für die Stärke der Märkte seit Jahresbeginn bestehe darin, dass die Renditejagd Grossanleger gezwungen habe, Portfolios in Richtung Aktien und Investments abseits der Börse auszurichten.

"Die Zentralbanken fluten die Märkte mit Liquidität, was einen grossen Teil Ihrer Erträge zeitlich vorzieht", sagte der in Zürich ansässige Manager. "Das ist einfach so." Haefele schliesst sich seinen Kollegen von der Wall Street an, die in diesem Jahr Besorgnis bezüglich der Erträge geäussert haben, nachdem der MSCI All-Country World Index 2019 um 24 Prozent gestiegen war.

Dividendenstrategie gefragt

Nach den Prognosen von UBS Global Wealth Management für 2020 werden die Anleger voraussichtlich mit einer verhaltenen Aktienperformance rechnen müssen. Im Bondbereich zeigen zudem Papiere im Volumen von rund 11 Billionen Dollar weltweit Negativrenditen.

An der Börse hat UBS Wealth die stärksten Erwartungen für Asien ex-Japan: Hier rechnen die Experten mit einem Gewinnwachstum von 10 Prozent und Erträgen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich. Für US-Unternehmen gehen sie von lediglich 5 Prozent Gewinnwachstum aus, und bei Unternehmen aus dem Euroraum von einem Gewinnrückgang um 3 Prozent.

Haefele empfiehlt Dividenden ausschüttende Aktien und Unternehmen mit höherer Rentabilität, geringerem Verschuldungsgrad und geringerer Gewinnvolatilität als der Gesamtindex. "Eine Dividendenstrategie kann zusätzliche Einnahmen bringen und zum Schutz Ihres Portfolios beitragen, selbst wenn Sie gezwungen sind, in Aktien zu gehen", sagte der Investmentchef.

Der Vermögensverwalter, der ein Kapital von mehr als 2,5 Billionen Dollar verwaltet, empfiehlt, in diesem Jahrzehnt auch in 5G-Technologie und Gentherapie zu investieren. "Es wird massive Investitionen in 5G geben, insbesondere in Asien", sagte Haefele. "Sie werden in diesem Sektor Erträge erzielen, die über dem globalen BIP-Wachstum liegen."

(Bloomberg)

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Firmenkonkurse 2019 um 3

Firmenkonkurse 2019 um 3 Prozent gesunken - Neugründungen im Plus

Die Schweizer Wirtschaft entwickelt sich gut: Das zeigt sich auch anhand von Zahlen zu Konkursen und Firmengründungen. 2019 sind hierzulande weniger Firmen pleitegegangen und gleichzeitig mehr Unternehmen neu gegründet worden.

15.01.2020 09:26

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr bei über 4'691 Betrieben der Konkurs eröffnet. Das sind rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Mittwoch mit. In den vier vorangegangenen Jahren war die Zahl der Firmenpleiten jeweils gestiegen.

Hall of Shame

In vier Branchen lag das Risiko einer Firmenpleite doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Als "Hall of Shame" bezeichnet Bisnode die Holz- und Möbelindustrie, das Bau- und das Gastgewerbe und das Handwerk. Wer Schuldner in diesen Branchen hat, muss gemäss der Bisnode-Statistik mit 2,3-fach erhöhtem Risiko wegen Zahlungsausfalls durch Konkurs rechnen. Sie seien für 36 Prozent aller Insolvenzen verantwortlich.

Besonders deutlich war der Rückgang der Firmenkonkurse in der Nordwestschweiz (-13%) und im Espace Mittelland (-12%). In der Ostschweiz (-4%) und im Südwesten der Schweiz (-2%) ist der Rückgang laut Bisnode geringer ausgefallen. Am stärksten stieg die Zahl der Konkurse in Zürich (+8%), gefolgt von der Zentralschweiz (+5%) und dem Tessin (+3%).

Mehr Neugründungen

Auf der anderen Seite liessen sich im letzten Jahr total 44'612 Firmen neu ins Handelsregister eintragen. Das ist laut Bisnode ein Zuwachs von 3 Prozent.

ra/ys

(AWP)

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Wie der SNB-Negativzins die

Wie der SNB-Negativzins die Schweizer Aktienkurse beeinflusst hat

Am Mittwoch vor fünf Jahren änderte sich die Schweizer Geldpolitik radikal. Der starke Franken und die Negativzinsen haben am Aktienmarkt klare Verlierer hinterlassen - aber andernorts auch enorme Kursgewinne begünstigt.

14.01.2020 22:00

Von Marc Forster

Nicht eine, sondern zwei Massnahmen erschütterten am 15. Januar 2015 die Schweiz und die internationale Finanzwelt. Der unmittelbare Schock war die Aufhebung der Kursuntergrenze zum Euro, welche die Nationalbank seit 2011 bei 1,20 Franken verteidigt hatte.

Was Märkte, Anleger und vor allem Sparer erst mit der Zeit so richtig zu spüren begannen, war die Einführung des Negativzinses bei -0,75 Prozent. Damit will die SNB bis heute weltweit die Spekulanten vor der Flucht in den Franken abschrecken. 

Beide Massnahmen, die an jenem denkwürdigen 15. Januar 2015 beschlossen wurden, wirkten sich sofort auf die Aktienmärkte aus. Noch am selben Tag fielen die Kurse ins Bodenlose. Der Swiss Market Index verzeichnete vor fünf Jahren mit einem Tagesverlust von 8,7 Prozent den zweitschlechtesten Tag seiner Geschichte. 

Klar, der einzige Treiber sind Frankenstärke und Negativzinsen in den vergangenen fünf Jahren nicht gewesen. Aber sie prägten das Geschehen. Exportfirmen mussten sich an einen nachteiligeren Wechselkurs gewöhnen, während vor allem Finanzunternehmen eine Antwort auf die sehr tiefen Zinsen finden mussten.

Kapital fliesst weiter in die Schweiz

Fünf Jahre nach den Ereignissen vom Januar 2015 zeigt sich: Industrielle Mid und Small Caps haben an der Börse letztlich profitiert – zumindest jene, die über sehr stabile Finanzen und ein effizientes Geschäft verfügten. Das zeigt eine Auswertung von cash.ch mithilfe von Bloomberg-Daten (siehe nachfolgende Tabelle).

Aus diesem Segment gehören Lagerlogistiker Interroll und Kardex zu den zehn bestperformenden Aktien der letzten fünf Jahre. Kardex etwa erwirtschaftete 2018 drei Viertel des Umsatzes in Europa, muss also permanent mit einem ungünstigen Wechselkurs leben.

Aber die Firma hat wie viele ihre Effizenz nochmals enorm steigern müssen - was so ein Unternehmen wiederum für Aktieninvestoren attraktiv macht. Der Kurs von Kardex ist seit 2015 fast kontinuierlich angestiegen, mit Ausnahme der tiefen Delle, welche das krisenhafte zweite Halbjahr 2018 fast allen Aktien zufügte. 

Top und Flop der Schweizer Aktien seit dem 15. Januar 2015

Aktie Performance
5 Jahre
Aktie Performance
5 Jahre
Schweizerische Nationalbank +421 Prozent Relief Therapeutics -99 Prozent
Temenos +377 Prozent LumX Group -95 Prozent
Interroll +341 Prozent Aryzta -94 Prozent
BVZ Holding +334 Prozent Blackstone -93 Prozent
Edisun Power Europe +315 Prozent Santhera Pharmaceuticals -88 Prozent
Gurit +274 Prozent Kuro Biosciences -87Prozent
Straumann +255 Prozent GAM -85 Prozent
Kardex +252 Prozent Arundel -83 Prozent
Logitech +241 Prozent Perfect Holding -83 Prozent
Sika +230 Prozent Evolva -82 Prozent

Daten: Bloomberg / Stand: 14. Januar 2020, 10.15 Uhr

Die Tabelle zeigt aber auch, dass vor allem Superqualitätsaktien enorm zugelegt haben, also Firmen mit einem sehr soliden Geschäftsmodell, guten Erträgen und Cashflows sowie sehr konkurrenzfähigen Produkten. Das sind der Bankensoftwarespezialist Temenos, der Zahntechniker Straumann, der Peripheriegerätehersteller Logitech, der Bauchemiekonzern Sika oder der Pharmazulieferer Lonza.

Solchen Firmen können Minuszinsen nicht gross etwas anhaben, und mit dem starken Franken haben sie gelernt zu leben. Sie leiden, wenn, dann unter einem anderen Phänomen: Anleger haben so viel Geld in ihre Papiere gesteckt, dass diese mittlerweile recht teuer geworden sind. Denn eine Folge der Tiefzinspolitik sind auch der Anlagenotstand und hoch bewertete Aktienmärkte, wie sie im Moment überall beobachtet werden und wie sie auch mehr und mehr Anlegern Bauchschmerzen bereiten. 

Einer gewissen Ironie entbehrt es indessen nicht, dass die allerbeste Aktie seit 2015 jene der Schweizerischen Nationalbank ist. Die Zentralbank gehört zwar mehrheitlich der Eidgenossenschaft und den Kantonen, aber ein Viertel der Aktien ist an der Börse handelbar. Anleger schätzen das SNB-Papier, weil es Eigenschaften einer Obligation haben soll – und sie schätzen es so sehr, dass sich der Kurs vervierfacht hat. Die SNB selbst hat die Grundsituation mitgeprägt, die ihre Aktie so beliebt gemacht hat.

Bankaktien spüren Veränderungen deutlich

Die schlechtesten Aktien der letzten fünf Jahre eint ein Punkt mit den besten: Ihre Performance ist nur sehr bedingt vom Devisen- und Zinsgeschehen abhängig. Zwar lässt die lockere Geldpolitik weltweit massiv Geld in Aktien fliessen. Aber kleine Biotechfirmen und kleine und wenig bekannte Finanzunternehmen profitieren davon nicht.

Sie sind spekulativ getrieben und ihre Kurse sind entsprechend volatil. So haben eine forschende Firma wie Relief Therapeutics, ein Vermögenverwalter wie LumX oder ein krisengeschüttelter Backwarenkonzern wie Aryzta in fünf Jahren fast ihren ganzen Börsenwert eingebüsst.

Entwicklung von Bank- und Finanz-Aktien seit dem 15. Januar 2015 (Auswahl)

Aktie Performance
5 Jahre
Aktie Performance 
5 Jahre
Schweizerische Nationalbank +421 Prozent EFG International -45 Prozent
Partners Group +212 Prozent Credit Suisse -38 Prozent
Cembra Money Bank +104 Prozent UBS -25 Prozent
Glarner Kantonalbank +92 Prozent Banque Cantonale du Jura -10 Prozent
VP Bank +83 Prozent Bank Linth -4 Prozent
Walliser Kantonalbank +77 Prozent Basellandschaftliche Kantonalbank +1 Prozent
Vontobel +75 Prozent Graubündner Kantonalbank +1 Prozent
Banque Cantonale Vaudoise +47 Prozent Julius Bär +7 Prozent
Zuger Kantonalbank +44 Prozent Hypothekarbank Lenzburg +11 Prozent
Banque Cantonale de Genève +33 Prozent Basler Kantonalbank +16 Prozent
St. Galler Kantonalbank +25 Prozent Luzerner Kantonalbank +18 Prozent
Berner Kantonalbank +20 Prozent Valiant +20 Prozent

Daten: Bloomberg / Stand: 14. Januar 2020, 10.15 Uhr / cash.ch

Einen stärkeren Einfluss hatten die atemberaubenden Entscheidungen des Nationalbankdirektoriums vom 15. Januar 2015 auf Bankaktien. Viele von ihnen sind stark im Zinsgeschäft verankert und erwirtschaften einen gehörigen Teil des Ertrags aus der Differenz zwischen den Zinsen, die sie selber am Markt zahlen müssen, und den Zinsen, die sie Kunden für Kredite verrechnen. Da wirkt ein Absinken des Zinsniveaus natürlich negativ. 

Dies erklärt, weswegen Institute wie die Basellandschaftliche und die Graubündner Kantonalbank de facto keinen Kursgewinn im Vergleich zum Januar 2015 aufweisen. Andere stark bei Hypotheken und Krediten engagierte Banken wie die Berner Kantonalbank oder die Valiant-Gruppe haben ihren Börsenwert nicht stark gesteigert. Diese Banken und deren Aktionäre wird mit Sorge erfüllen, dass die Leitzinsen aller Voraussicht nach noch für Jahre negativ sein werden. 

Private Banking läuft - bei einigen

Besser erging es Kantonalbanken, die ein grösseres Vermögensverwaltungsgeschäft haben und dort in einem lukrativen Markt unterwegs sind: Die Genfer, Zuger und Waadtländer Staatsinstitute sind Beispiele dafür. Wer wie die Banque Cantonale Vaudoise noch viel Dividende entrichtet, ist bei den Aktionären in einer besonders guten Position und wird auch weiter ein attraktives Investment bleiben.

Während die Bank Vontobel mit einem ausgedehnten Asset Management ebenfalls elegant um die schlimmsten Folgen der Negativzinsen herumkommt, hatten Julius Bär und die Grossbanken das Nachsehen. Obwohl sie schwergewichtig Vermögensverwalter sind, spüren sie den starken Franken aufgrund ihres nach wie vor grossen in der Schweiz konzentrierten Geschäfts.

Dass UBS und Credit Suisse die dritt- und zweitschlechteste Bankaktie seit 2015 sind, hat verschiedene Gründe: Rechtsfälle, Kapitalerhöhungen, Marktturbulenzen, Regulierung und komplexe Konzernstrukturen gehören dazu. Aber die beiden Banken würden nicht – trotz eines grosszügigen Freibetrags, den die SNB gewährt – ihren Kunden heute Negativzinsen für Barvermögen abzwacken, wenn sie die Zinslage nicht auch beträfen. Amerikanische Grossbanken, die in ihrem Land keine Negativzinsen kennen, haben ihre Aktienkurse markant steigern können: Die Citigroup beispielsweise ist fast zwei Drittel mehr Wert als Anfang 2015.

Am Ende gibt es aber auch wahre Gewinner im Schweizer Markt: Cembra als Kleinkreditbank profitiert klar von den sehr tiefen Zinsen. Auch dieser Titel ist über die Jahre fast nur angestiegen. Und die Zuger Partners Group ist bei finanziell potenten Anlegern gerade wegen des Tiefzinsumfelds seit Jahren sehr gefragt: Sie ermöglicht Privatmarktinvestitionen, die eine Alternative zu tiefzinsgeplagten Investments wie Obligationen oder dem mittlerweile hoch bewerteten Aktienmarkt bieten.

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Risikobericht des WEF

Risikobericht des WEF zeichnet gefährliches Bild

Erstmals sind die fünf grössten globalen Risiken im Zehn-Jahresausblick des Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums allesamt Umweltrisiken.

15.01.2020 11:18

Es ist ein gefährliches Bild, das der Risikobericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeichnet. Massive Umweltprobleme wie die australischen Wildfeuer sowie eine Zunahme der politischen wie auch der wirtschaftlichen Konfrontationen - die Welt heutzutage hat demnach an vielen Fronten zu kämpfen.

"Die politische Landschaft ist polarisiert, der Meeresspiegel steigt und die Klimafeuer brennen", wurde Borge Brende, Präsident des WEF, am Mittwoch in einer Meldung zur Publikation des "Global Risks Report" zitiert. Vor allem längerfristig messen die in dem Bericht befragten Experten dem Lösen der Klimakrise die grösste Dringlichkeit zu. Erstmals seien die fünf grössten globalen Risiken im 10-Jahresausblick - gemessen an der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens - allesamt Umweltrisiken, teilte das WEF mit.

2020 sei das Jahr, in dem die Staats- und Regierungschefs mit der Gesellschaft kooperieren müssten, um diese "tief verwurzelten" Risiken zu bekämpfen, teilte das WEF mit. Es ruft Politiker, Unternehmen sowie die globalen Entscheidungsträger daher zur Zusammenarbeit auf.

Doch könnte diese Kooperation durchaus schwierig werden. Der Weltrisikobericht prognostiziert für 2020 nämlich auch eine verstärkte internationale Spaltung. Die geopolitischen Turbulenzen trieben die Welt in eine unruhige Zeit der Grossmachtrivalitäten, heisst es.

Klimakrise bedroht Menschheit

Dabei sind zumindest vier der fünf im 10-Jahresausblick identifizierten Risiken von Menschenhand verursacht. Ihnen könnte somit wohl zumindest teilweise mit einer Kooperation von Politik und Wirtschaft begegnet werden.

Konkret sehen die Experten das grösste Gefährdungspotential bei extremen Wetterereignissen. Gemeint sind hiermit etwa die Brände in Australien. Seit Oktober haben diese über 2,7 Millionen Hektar Land zerstört.

Mehrere Menschen kamen ums Leben und rund tausend Häuser wurden zerstört. Für einige Tierarten ist gemäss Fachleuten gar ungewiss, ob es sie nach der beispiellosen Feuerkatastrophe überhaupt noch geben wird.

Umweltschäden und -katastrophen

Ein grosses Risiko ist gemäss WEF auch das mögliche Versagen von Regierungen oder Unternehmen im Umgang mit der Klimaproblematik. In Australien etwa steht die Regierung von Premierminister Scott Morrison aufgrund ihres Umgangs mit der Feuerkatastrophe stark in der Kritik.

An dritter Stelle folgen bei den Risiken im Ranking direkt vom Menschen verursachte Umweltschäden und -katastrophen. Ein Beispiel hierfür sind Ölkatastrophen wie diejenige vom Dezember vor den Galápagos-Inseln.

Als viertgrösstes Umweltrisiko wurde der mögliche Verlust der biologischen Vielfalt oder ein Zusammenbruch von Ökosystemen genannt. Die entsprechenden Schäden seien zumeist irreversibel und hätten auch einen Rückgang an Ressourcen für die Industrie zur Folge.

An fünfter Stelle folgen schliesslich Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Vulkanausbrüche. Im Gegensatz zu den anderen Risiken sind diese Schadensursachen oftmals nicht menschengemacht.

Polarisierung der Politik

Insgesamt wurden für den Bericht, der in Zusammenarbeit mit dem Versicherungskonzern Zurich verfasst wurde, rund 750 Experten und Entscheidungsträger befragt. Sie wurden gebeten, ihre grössten Sorgen nach Wahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen zu bewerten.

Traditionell stellt das WEF den Weltrisikobericht knapp eine Woche vor Beginn des Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos vor. Es handle sich dabei um eine Art Anleitung, was 2020 und darüber hinaus die "wirklich zentralen Fragen" seien.

In Davos diskutieren vom 21. bis 24. Januar mehr als 2800 Top-Politiker, Spitzenmanager sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft unter dem Motto "Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt". Passend dazu wird erneut die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nach Davos reisen.

(AWP)

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Euler Hermes Exportindikator

Euler Hermes Exportindikator zeigt nach oben

Der Euler Hermes Export Forecast für die Schweiz hat in den vergangenen drei Monaten erheblich zugelegt. Mit -0,35 Punkten notierte er Anfang Januar deutlich höher als noch vor drei Monaten (-0,93). In den vergangenen Monaten habe der Indikator stetig zugelegt, tendiere allerdings weiterhin unter der Null-Punkte-Linie, welche auf ein langfristiges nominales Trendwachstum von 4,2 Prozent pro Jahr verweise, teilte der Spezialist für Kreditversicherungen am Donnerstag mit.

16.01.2020 08:30

Der aktuelle Barometer-Stand besagt demnach, dass die Schweizer Exporte in drei bis sechs Monaten wieder in die Wachstumszone zurückkehren sollten. Temporär dürften deshalb die offiziellen Aussenhandelszahlen eher schwach bis moderat ausfallen. Zwar zeichne sich für ganz Europa eine Besserung ab, dies jedoch auf tiefem Niveau. Weltweit stabilisierend wirke jeweils die robuste Binnenkonjunktur, welche sich in einer soliden Beschäftigung reflektiere.

Diese wiederum stütze das Konsumentenvertrauen und den effektiven Konsum. Stimulierend wirkten zudem die rekordhohen Aktiennotierungen. Die Stressindizes an den Finanzmärkten hätten zudem neue Tiefstände erreicht. Der Welthandel habe die Talsohle durchschritten und wächst nach Einschätzung von Euler Hermes 2020 um 1,7 Prozent (VJ 1,5%). Diesen Trend würden unter anderem auch steigende Frachtpreise sowie höhere Metallpreise untermauern.

Rund 100 Komponenten fliessen mit ein

Der neu lancierte Indikator, der in Zukunft quartalsweise publiziert wird, sagt den Angaben zufolge die wahrscheinliche Entwicklung der Schweizer Exporte in den nächsten Monaten voraus. Er basiere auf einer Vielzahl von Daten, die im Kontext zur Schweizer Exportindustrie relevant seien, heisst es dazu. Dabei würden Frühindikatoren der Industrie, des Transports, der Finanz- und Rohstoffmärkte sowie neue Sentiment-Indikatoren berücksichtigt. Rund 100 Komponenten fliessen in das Modell ein.

uh/ra

(AWP)

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Weko vermutet

Weko vermutet Kartellverstösse bei Ausrüstern von optischen Netzen

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) vermutet Kartellverstösse bei Ausrüstern von optischen Netzwerken. Deshalb hat sie Hausdurchsuchungen durchgeführt und eine Untersuchung eröffnet.

16.01.2020 07:53

Es gebe Anhaltspunkte für Submissionsabsprachen zwischen mehreren Unternehmen, teilten die Wettbewerbshüter am Donnerstag in einem Communiqué mit. "Die Abreden betreffen Hard- und Softwareprodukte im Bereich der optischen Netzwerke, die für die Datenübertragung per Glasfaser bei Grosskunden eingesetzt werden."

Dabei handle es sich aber nicht um die ganz grossen Ausrüster wie beispielsweise Huawei, sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Im Visier seien kleinere Firmen, die Unternehmensnetzwerke ausrüsten würden.

Ziel der Untersuchung seien eine Handvoll Firmen. Bei den meisten sei eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Namen und die genaue Zahl der betroffenen Unternehmen würden in ein paar Wochen veröffentlicht, sagte Ducrey. Die Weko sei aufgrund der Selbstanzeige einer Firma tätig geworden. Die Untersuchung solle zeigen, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen würden, hiess es weiter.

Submissionsabsprachen liegen vor, wenn Unternehmen ihr Angebotsverhalten bei der Vergabe von öffentlichen oder privaten Beschaffungen koordinieren. Typischerweise stimmen die Firmen ihre Angebote mit dem Ziel ab, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen. Das ist verboten.

(SDA)

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Stellenausschreibungen in der

Stellenausschreibungen in der Schweiz stagnieren im vierten Quartal

Die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz hat im vierten Quartal 2019 stagniert. Der Stellenmarkt verharrt damit auf einem hohen Niveau, wie eine Erhebung des Arbeitsvermittlers Adecco und der Universität Zürich zeigt.

16.01.2020 07:43

Gemessen am "Swiss Job Market Index" stiegen die Stellenausschreibungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1 Prozent an und bleiben damit praktisch unverändert. "Dies ist vor dem Hintergrund der getrübten Konjunkturlage keineswegs überraschend", lässt sich Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz, zitieren.

Gesundheitsberufe und Bau legen weiter zu

Einzig in den Gesundheits- und in den Bauberufen hätten die Stellenausschreibungen im Vergleich weiter zugenommen. Gerade der Gesundheitsbereich sei weniger stark von der Konjunkturentwicklung abhängig wie andere Berufsgruppen, heisst es dazu. Entsprechend lag die Zahl der Stellenausschreibungen im Berichtsquartal 17 Prozent höher als im vierten Quartal 2018, im Vergleich zum Vorquartal ergab sich ein Plus von 6 Prozent.

Die Zahl der Stellenausschreibungen für die Berufe von Bau und Ausbau nahm im Jahresvergleich 12 Prozent zu, im Quartalsvergleich stagnierte sie hingegen (-1%), was angesichts der Saisonabhängigkeit der Nachfrage für diese Berufe jedoch keineswegs überrasche, heisst es. Dabei nehme vor allem die Zahl der Stelleninserate für die Berufe des Ausbaus zu, wozu beispielsweise Dachdecker, Strassenbauerinnen, Heizungs- und Lüftungsmonteure oder Elektromonteurinnen gehören.

Zunahme in der Nordwestschweiz

Auch mit Blick auf die Regionen hat sich im vierten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr wenig getan. Einzig in der Nordwestschweiz konnte mit +5 Prozent ein moderater Zuwachs beobachtet werden, so die Meldung. In allen anderen Regionen lag die Jahresveränderung in einer engen Bandbreite von -1 und +1 Prozent.

Die Adecco Gruppe Schweiz veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) des Soziologischen Instituts der Universität Zürich vier Mal im Jahr den Swiss Job Market Index.

an/uh

(AWP)

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Bei europäischen Aktien

Bei europäischen Aktien wartet 2020 ein Rekord-Dividendenregen

Europäische Unternehmen dürften sich 2020 wieder besonders ausschüttungsfreudig zeigen. Daten der Allianz-Vermögensverwaltung zeigen auch, wie massiv sich Dividenden langfristig auf die Gesamtrendite auswirken.

16.01.2020 09:50

Von Manuel Boeck

Selten ist der Unterschied zwischen den Dividendenrenditen von Aktien und den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen im historischen Vergleich so gross gewesen, wie eine Studie von Allianz Global Investors festhält. Auch 2020 dürfte sich die Suche nach Renditen auf den Anleihenmärkten schwierig gestalten.

So haben insgesamt 25 Prozent der weltweit ausstehenden Anleihen eine negative Nominalrendite. Die Rendite von 60 Prozent aller ausstehenden Staatsanleihen in der Eurozone ist negativ. Bei diesen Zahlen vollkommen unberücksichtigt ist die Inflation.

In diesem Umfeld rücken Dividenden in den Vordergrund um ein regelmässiges Kapitaleinkommen zu erzielen. Allianz Global Investors erwartet für 2020 Dividendenzahlungen in der Höhe von 359 Milliarden Euro in Europa, was einem Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Schweizer Firmen schütten mehr aus

In der Schweiz ist die relative Dividendenrendite von Schweizer Aktien im 2019 (2,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr (3,4 Prozent) gesunken, wie die Allianz-Anlagespezialisten weiter festhalten. Dies liegt aber vor allem daran, dass die Aktienkurse in der Schweiz stark angestiegen sind.

Absolut gesehen haben die Schweizer Dividendentitel 2019 mehr ausgeschüttet als im Vorjahr. "Trotz der  starken Wertentwicklung des Schweizer Aktienmarktes bleibt die Dividendenrendite auf diesem Niveau  attraktiv", meint Jörg de Vries‐Hippen, Anlagechef für europäische Aktien bei Allianz Global Investors.

Aktionärsfreundliche Dividendenpolitik vor allem in Europa

Grafik: Allianz Global Investors

Europäische Unternehmen zeigen sich im internationalen Vergleich ausschüttungsfreundlich, während US-Firmen häufiger aus Aktienrückkaufprogramme zurückgreifen. Bei europäischen Aktien hat sich Untersuchungen von Allianz Global Investors zufolge der Anteil der Dividenden an der Gesamtrendite in den Jahren 1974 bis 2019 am höher erweisen als in Nordamerika oder in Asien-Pazifik-Ländern. Gemessen am Aktienindex MSCI Europe beträgt der Renditeanteil der Dividenden 37,8 Prozent. In Nordamerika waren es 29,4 Prozent, in Asien 32,3 Prozent.

Die Stabilität des Portfolios wird durch Dividenden gestärkt. Zur annualisierten Gesamtrendite tragen Dividenden zum Beispiel beim iShares Core MSCI Europe ETF ungefähr 38 Prozent bei. Aber auch beim iShares PLC iShares MSCI North America ETF sind Dividenden für einen Drittel der Gesamtperformance verantwortlich.

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Schweizer Firmen 2019 mit

Schweizer Firmen 2019 mit weniger Übernahmen

Schweizer Unternehmen und Investoren waren 2019 bei Fusionen und Transaktionen etwas weniger aktiv als im Jahr zuvor. Dank einiger Mega-Deals blieb das Transaktionsvolumen trotzdem hoch.

16.01.2020 11:45

Besonders aktiv waren die Industrie, die Konsumgüter- sowie die Life Science- und Pharmabranche, wie das Beratungsunternehmen KPMG in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie feststellt.

Insgesamt wurden im vergangenen Geschäftsjahr 402 Deals mit Schweizer Beteiligung abgeschlossen. Das sind fast ein Fünftel weniger als im Jahr 2018. Das Transaktionsvolumen blieb mit 127 Milliarden US-Dollar aber fast gleich hoch (Vorjahr133 Milliarden ).

Die zehn grössten Fusionen und Übernahmen machten zusammen fast zwei Drittel des gesamten Transaktionsvolumens aus.

Pharma mit den höchsten Beträgen

Bezüglich der Anzahl Transaktionen hatte 2019 der Industriesektor mit insgesamt 73 Deals die Nase vorn.

Die höchsten Transaktionssummen waren jedoch in der Pharma- und Life Science-Branche zu verzeichnen, deren Zukäufe und Übernahmen rund die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens ausmachten. So hat zum Beispiel die Abspaltung des Augenheilkunde-Spezialisten Alcon von Novartis mit 31 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen.

Etwas weniger Transaktionen und Fusionen, dafür insgesamt eine leicht höhere Transaktionssumme als im Industriebereich, erreichte die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche.

Schweizer Unternehmen im Ausland aktiver

Schweizer Firmen übernahmen 2019 insgesamt 173 ausländische Unternehmen. Firmen aus dem Ausland hingegen nur 107 Schweizer Firmen. Laut der KPMG-Studie liege das daran, dass Schweizer Unternehmen eine hohe Liquidität, robuste Bilanzen und ein günstiges Finanzierungsumfeld für Übernahmen und Fusionen aufwiesen.

Bei nationalen Transaktionen, also Deals zwischen Schweizer Firmen, wurde gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang verzeichnet.

Insgesamt rechnet KPMG damit, dass im aktuellen Jahr trotz eventueller Zurückhaltung wegen politischer Unsicherheiten mehr oder weniger gleich viele Transaktionen stattfinden werden.

(AWP)

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«Versicherungsaktien sind aus

«Versicherungsaktien sind aus Dividendensicht top»

Für Thomas Steinemann, Anlagechef von Bellerive, sind Versicherungsaktien erste Wahl punkto Dividenden. Die aktuellen Kursrücksetzer bei konjunktursensiblen Firmen nimmt er gelassen, wie er im Börsen-Talk sagt.

https://www.cash.ch/news/politik/thomas-steinemann-versicherungsaktien-sind-aus-dividendensicht-top-1463084

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Deutsche-Bank-Chef warnt vor

Deutsche-Bank-Chef warnt vor Börsen-Turbulenzen

Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing warnt vor unruhigen Zeiten an den Märkten.

16.01.2020 22:42

 "Turbulenzen an den Märkten sind sehr wahrscheinlich", sagte der 49-Jährige am Donnerstag laut Redetext beim Neujahrsempfang des Instituts in Berlin. "Anleger, Unternehmen und Banken sollten auf mögliche Schwankungen vorbereitet sein."

Unsicherheiten gebe es vor allem von Seiten der Weltpolitik, etwa durch den bevorstehenden Brexit, die Situation im Nahen Osten, den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington sowie die diesjährige Präsidentschaftswahl in den USA. "Wie Deutschland und Europa mit diesen Trends umgehen, wird darüber entscheiden, ob wir zu den Verlierern oder aber zu den Gewinnern dieses Jahrzehnts gehören werden."

Wichtig sei, dass die Länder Europas einen gemeinsamen Weg gingen, betonte Sewing. "Denn nur ein geeintes, starkes Europa wird mit seinen 450 Millionen Menschen überhaupt noch die Instrumente haben, um in diesem Wettstreit der großen Blöcke relevant zu sein." Um nicht abzuhängen gegenüber China und den USA müsse Europa auch in der Datenwirtschaft aufholen. "Ein schnelles 5G-Netz ist nicht nur ein nettes Extra, damit der Netflix-Stream ruckelfrei läuft – es ist essenziell für unsere wirtschaftliche Zukunft."

Sein eigenes Institut sieht Sewing inzwischen gut aufgestellt: "Wir sind bereits gut dabei vorangekommen, unsere Strategie umzusetzen. Wir halten das, was wir versprochen haben." Die Rückmeldungen von Investoren, Ratingagenturen und Analysten auf den im Sommer angekündigten Strategieschwenk seien positiv. "Natürlich ist unser Aktienkurs noch lange nicht dort, wo wir ihn uns wünschen – aber die deutliche Kurssteigerung der vergangenen Wochen zeigt, dass auch die Anleger allmählich an den Erfolg unserer Transformation glauben." Seit Anfang Januar stiegen die Titel um fast zehn Prozent auf 7,64 Euro. Im selben Zeitraum verlor der europäische Bankenindex 1,7 Prozent.

Im Sommer hatte Sewing einen Konzernumbau in die Wege geleitet, dem weltweit 18.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Dieser verschlingt mehrere Milliarden Euro, weshalb das Institut im vergangenen Jahr einen riesigen Verlustberg angehäuft hat. Die Ergebnisse stellt Sewing Ende Januar im Detail vor.

(Reuters)

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Schweiz bietet gute soziale

Schweiz bietet gute soziale Aufstiegschancen

Die Schweiz bietet laut einer neuen Studie des Weltwirtschaftsforums zur sozialen Mobilität gute Aufstiegschancen.

20.01.2020 06:49

Auf der Liste der Länder mit den besten sozialen Aufstiegschancen erreichte die Schweiz Platz 7 hinter den führenden skandinavischen Staaten und den Niederlanden. Das WEF stellte die Studie kurz vor Beginn seiner Jahrestagung in Davos vor.

Die besten Möglichkeiten für einen sozialen Aufstieg bieten dem Bericht zufolge die nordischen Länder: Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden und Island. Die Schweiz erreichte den siebten Platz in der Rangliste hinter den Niederlanden auf Platz 6.

In der Auswertung schafft Deutschland es als Elfter von 82 untersuchten Staaten nicht in die Top 10, schneidet unter den G7-Staaten aber am besten ab. Grösste Hürden für die soziale Mobilität in Deutschland sind demnach Ungleichheit bei Bildungschancen, mangelnder Zugang zu Technologie sowie Schwächen in der Lohngerechtigkeit.

Weltweit macht das WEF niedrige Löhne, mangelhafte Sozialsysteme und unzureichende Bildungschancen als grösste Barrieren für sozialen Aufstieg aus.

Soziale Mobilität gut für Volkswirtschaften

Vor allem die grossen Volkswirtschaften China, USA, Indien, Japan und Deutschland könnten nach Einschätzung des WEF enorm von sozialer Mobilität profitieren. Die globale Wirtschaft würde jedes Jahr um mehrere Hundert Milliarden Euro wachsen, so die Organisation.

Das WEF untersuchte fünf Bereiche, die zentral seien, um gleiche Aufstiegschancen zu schaffen: Gesundheit, Bildung, Technologie, Arbeit sowie Schutz und Institutionen. Die Organisation forderte, vor allem faire Löhne, sozialen Schutz, und die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen sowie bessere Arbeitsbedingungen.

"Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Ungleichheit sind tiefgreifend und weitreichend", sagte WEF-Gründer Klaus Schwab einer Mitteilung zufolge. Er nannte unter anderem ein wachsendes Gefühl der Ungerechtigkeit und sinkendes Vertrauen in Institutionen.

"Konzerne und Regierung müssen darauf mit gemeinsamen Anstrengungen antworten, um neue Wege für die sozioökonomische Mobilität zu finden und sicherzustellen, dass jeder faire Erfolgschancen hat."

(AWP)

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Wir haben sehr wohl eine

Wir haben sehr wohl eine Inflation bei Aktien

Die Notenbanken stützen sich auf ökonomische Theorien, die früher stimmen mochten – doch heute nichts mehr taugen.

19.01.2020 18:45

Von Claude Chatelain

Warum kriege ich einen Lohn, wenn ich arbeiten gehe? Müsste ich nicht dem Arbeitgeber Geld geben, dass ich arbeiten darf? Und warum muss ich Miete zahlen? Warum zahlt mir der Vermieter nicht Geld, wenn ich in seiner Wohnung hause?

Nun ist er völlig übergeschnappt, der Gopfried Stutz, denken Sie jetzt wohl. Doch genau so absurd scheint mir, dass man etwas dafür bezahlen muss, wenn man Geld auf der Bank liegen hat. Und das geschieht ja derzeit wegen der negativen Zinsen.

Sie sind eine Folge der Politik der Zentralbanken. Sie überfluten den Markt mit Geld. Steigt das Angebot an Geld, so sinkt dessen Preis, eben der Zins. Die Notenbanken wollen mit der Geldflut die Konjunktur in Schwung halten. Doch das billige Geld fliesst nur beschränkt in die Wirtschaft. Es fliesst dafür massenweise in die Finanz- und Immobilienmärkte – und treiben dort die Preise auf Rekordhöhe.

Die ökonomische Lehre sagt uns, eine Ausweitung der Geldmenge führe zu einer Inflation. Ja, gütiger Himmel, wo ist denn diese Inflation? Angesichts der Geldflut müsste sie längst galoppieren. Obwohl auch die Schweizerische Nationalbank schon seit Jahren die Geldmenge ausweitet, steigt die Teuerung nicht. Dennoch ist sie da – eben bei den Aktien und Immobilien.

Doch das haben die Notenbanken und auch die Schweizerische Nationalbank kaum im Blick. Sie schauen weiterhin vor allem auf ihr allerwichtigstes Ziel, das sie sich schon vor vielen Jahren gesetzt haben: die Steigerung der Konsumentenpreise, eben die Inflation, unter zwei Prozent zu halten.

Nur: Die Welt von heute ist nicht die gleiche wie die Welt von früher. Insbesondere die Globalisierung hat die weltweite Wirtschaft derart verändert, dass man sich nicht mehr nur auf frühere Erfahrungen stützen darf. In früheren Jahren führte eine Ausweitung der Geldmenge stets zu Inflation. In der jüngsten Zeit ist das nicht mehr passiert.

Ökonomen hinterlassen oft den Eindruck, eine exakte Wissenschaft zu vertreten. Doch Wirtschaftswissenschaft ist eine empirische Wissenschaft. Ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen basieren auf Erfahrungen und Annahmen.

Und doch halten die Notenbanken an früheren Rezepten fest, die heute angesichts veränderter Umstände ganz offensichtlich nicht mehr taugen. «Die Notenbanken sind stur», sagte jüngst Kurt Schiltknecht, ehemaliger Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank (SNB), im Schweizer Fernsehen.

Die Folge haben Sparer zu tragen. Für ihr Erspartes bekommen sie nichts mehr, oder sie müssen sogar etwas dafür bezahlen. Die Gewinner sind Aktionäre und Immobilienbesitzer, deren Vermögen noch grösser werden. Wer hat, dem wird gegeben – mit dem Segen der Schweizerischen Nationalbank.

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Bei diesen Aktien riskieren

Bei diesen Aktien riskieren IPO-Banken einen zweiten Blick

Die Lead-Managerin des Börsengangs von Medacta rät neuerdings zum Kauf der Medizinaltechnikaktie. Und die Deutsche Bank erwärmt sich plötzlich für die von ihr an die Börse gebrachte SoftwareONE-Aktie.

20.01.2020 08:19

Von Lorenz Burkhalter

Medacta und SoftwareONE sind zwar in völlig unterschiedlichen Wirtschaftszweigen zu Hause. Dennoch haben diese beiden in der Schweiz beheimateten Unternehmen eines gemeinsam: Ihre Aktien sind noch keine 12 Monate an der Börse kotiert.

Während der Börsengang von SoftwareONE von Ende Oktober aus Sicht der Anleger ein voller Erfolg ist, fällt die Zwischenbilanz bei Medacta eher ernüchternd aus. Im April letzten Jahres zu 96 Franken ausgegeben, kostete die Aktie zuletzt nur noch gut 70 Franken.

Deutsche Bank neuerdings zuversichtlicher für SoftwareONE

Das ruft nun die damals mit dem Börsengang betraute Credit Suisse auf den Plan. Sie stuft die Medacta-Aktie von "Neutral" auf "Outperform" herauf. Nach einer Erhöhung ihrer Gewinnschätzungen um durchschnittlich 6 Prozent veranschlagt die Grossbank beim Medizinaltechnikunternehmen neuerdings ein Kursziel von 90 (zuvor 77) Franken. Die Aktie habe seit einer Gewinnwarnung im Dezember deutlich schwächer als der Markt abgeschnitten und sei angesichts der intakten Wachstumsaussichten nun attraktiv bewertet, so schreibt die Credit Suisse.

Medacta ist allerdings nicht das einzige Unternehmen, bei dem eine mit dem Börsengang betraute Bank am Montagmorgen einen zweiten Blick wagt. Nur wenige Wochen nachdem die Deutsche Bank die Abdeckung der Aktie von SoftwareONE mit "Neutral" und einem Kursziel von 22 Franken aufgenommen hat, stuft sie diese mit einem Kursziel von 30 Franken auf "Buy" herauf.

Die Deutsche Bank begründet diesen Schritt einerseits mit den jüngsten Marktanteilsgewinnen des Partnerunternehmens Microsoft gegenüber dem Rivalen Amazon und andererseits mit der steigenden Bereitschaft von Unternehmen, ihre Cloud-Infrastruktur an Spezialisten auszulagern. Ihres Erachtens verfügt SoftwareONE über eine gute Ausgangslage, um von diesen beiden Trends profitieren zu können.

Ist aus Anlegersicht Zurückhaltung angebracht?

Anders als die Medacta-Aktie erfreute sich jene von SoftwareONE in den letzten Wochen grosser Beliebtheit. Am Freitag bei Börsenschluss trennten sie fast 40 Prozent vom seinerzeitigen Ausgabepreis von 18 Franken.

Es mag durchaus sein, dass die IPO-Banken mit dem von ihnen an die Börse gebrachten Unternehmen besonders gut vertraut sind und dieses womöglich besser als andere Banken beurteilen können. Nichtsdestotrotz mahnen Händler zur Zurückhaltung, wollen sie doch nicht ausschliessen, dass bei den Kaufempfehlungen durchaus auch Eigeninteressen im Spiel sein könnten.

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Gier der Anleger so hoch wie

Gier der Anleger so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr

Investoren werden durch zwei Emotionen getrieben: Angst und Gier. Zu viel der Angst und Aktien fallen tiefer als sie sollten. Zu viel der Gier und Aktien steigen in atemberaubende Höhen.

20.01.2020 14:38

Von Manuel Boeck

Der Index wird aufgrund von sieben Marktindikatoren zusammengestellt. Darunter fällt zum Beispiel der CBOE Volatility Index (VIX), welcher mit einem Wert von 12,1 momentan ein neutrales Rating hat. Das Marktmomentum hingegen, bei dem der S&P 500 mit seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 125-Tage verglichen wird, weist auf eine starke Gier der Martkteilnehmer hin. Ebenfalls auf ein extrem gieriges Marktsentiment deutet derzeit das Verhältnis der Put und Call Optionen hin. Denn: Investoren tätigen zurzeit mehr wetten auf steigende Werte.

In den vergangen drei Jahre war der Index grossen Schwankungen unterworfen. Dabei erreichen wir momentan die höchsten Werte seit zwei Jahren. Dies nachdem der Index im Spätjahr 2018 Tiefstwerte erreicht hat.

CNN Money's Fear and Greed Index, Quelle: www.money.cnn.com.

CNN Money’s Fear and Greed Index steht momentan bei 89. Da 0 ein Indikator für einen überverkauften und 100 für einen überkauften Markt steht, sollte der momentane Wert jeden Investor zum Nachdenken zwingen.

CNN Money's Fear and Greed Index Stand 20.01.2020, Quelle: www.money.cnn.com.

Die grossen drei wichtigen amerikanischen Aktienindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq verzeichnen im Januar auch dank der Geldspritzen der Notenbanken neue Höchststände. Das momentane Marktsentiment ist gerade zu Beginn der Berichtssaison problematisch, falls die Gewinnerwartungen enttäuscht werden.

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IWF: Weltwirtschaft kommt

IWF: Weltwirtschaft kommt wieder stärker in Schwung

Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr deutlich an Schwung gewinnen. Damit bleiben die Experten grundsätzlich optimistisch, wenngleich sie ein klein wenig vorsichtiger sind als bislang. Unter anderem sorge eine weiter lockere Geldpolitik, eine teilweise Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China und nachlassende Sorgen vor einem ungeregelten Austritt Grossbritanniens aus der EU für Rückenwind, hiess es im Konjunkturausblick des IWF, der am Montag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos veröffentlicht wurde. Nach Einschätzung der IWF-Experten dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3,3 Prozent wachsen, während das Wachstum für 2019 nur auf 2,9 Prozent beziffert wird.

20.01.2020 14:17

Allerdings liegen die aktuellen Erwartungen des IWF für das globale Wachstum niedriger als bei der vorangegangenen Prognose im vergangenen Oktober. Damals hatte der IWF für 2020 ein etwas stärkeres Wachstum von 3,4 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 revidierte der Währungsfonds die Wachstumsprognose auf nur noch 3,4 Prozent, nach zuvor 3,6 Prozent.

Die IWF-Experten erklärten die Prognosesenkung mit zuletzt negativen Überraschungen in einigen Schwellenländern. Der Währungsfonds verwies in dem Bericht vor allem auf die Entwicklung in Indien. Das grosse Schwellenland leidet derzeit unter heftigen politischen Unruhen und gewaltsamen Protesten, die immer stärker zu einer Gefahr für die Entwicklung in der grössten Demokratie der Welt werden.

Für Deutschland rechnen die IWF-Experten ebenfalls mit einem Anziehen der Wirtschaftsleistung. Nach einem mageren Wachstum in Höhe vom IWF geschätzten 0,5 Prozent im vergangenen Jahr rechnet der Währungsfonds in diesem Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,1 Prozent. Im Jahr 2021 dürfte Deutschland dann mit einem Plus von 1,4 Prozent wieder das Wachstumsniveau der Eurozone insgesamt erreichen./jkr/jsl/mis

(AWP)

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Franken nach Rally auch 2020

Franken nach Rally auch 2020 heiss – SNB wohl mit weniger Interventionen

Der Schweizer Franken ist laut Analysten von Bloomberg eine der heissesten Währungen des Jahres 2020, hat er doch gegenüber fast allen wichtigen Pendants zugelegt.

20.01.2020 13:14

Der Franken erreichte am Freitag gegenüber dem Euro den stärksten Wert seit April 2017 und ist mittlerweile sieben Wochen in Folge gegenüber dem Greenback gestiegen - das ist die längste Aufwärtsbewegung seit 2006. Der Franken-Anstieg unterstreicht die Wahrscheinlichkeit, dass Händler, die die Währung verkauft haben, um mit dem Geld andere Vermögenswerte zu erwerben, zunehmend ihre Carry-Trade-Positionen auflösen.

Dieser Trend zeigt sich in der Abweichung von Euro-Franken von den zehnjährigen Bundrenditen und Euro-Dollar. Das deutet darauf hin, dass Händler, die den Franken gegenüber dem Euro leer verkauft haben, um auf deutsche Anleihen zu setzen, unter Druck geraten sind.

USA-Beschwerde an die SNB

In der Zwischenzeit hat der Franken-Anstieg die realisierte Volatilität zu einem Zeitpunkt erhöht, wo sich die impliziten globalen Volatilitäten auf Rekordtiefs befinden. Der schrumpfende Spread reduziert die risikobereinigten Erträge für Franken-finanzierte Carry-Positionen. Der Franken profitiert auch von den wachsenden Erwartungen, dass die Schweizerische Nationalbank die Interventionen reduzieren könnte, sollte die Inflation anziehen und sich die Fremdwährungs-Reservesalden einem Schwellenwert nähern.

Beschwerden aus den USA - das Finanzministerium des Landes hat die Schweiz in diesem Monat wieder in die Devisenbeobachtungsliste aufgenommen - könnten auch die Zentralbank veranlassen, sensibler bezüglich Interventionsaktivität zu werden. Der Schweizer Franken ist zusammen mit Gold und den Breakeven-Inflationsraten gestiegen. Das deutet darauf hin, dass die Währung ihre Attraktivität als Absicherung gegen Inflation und globale Risiken wie die Turbulenzen in Hongkong, Spannungen im Nahen Osten und die amerikanischen Wahlen in diesem Jahr bewahren kann.

Obwohl Wetten auf den Franken in diesem Jahr bisher auf der Gewinnerseite standen, sollte erwähnt werden, dass die Währung in der Regel im Januar steigt, der auch einer der turbulenteren Monate in den letzten zehn Jahren gewesen ist.

Weniger SNB-Interventionen

Die Sichtguthaben der Schweizer Nationalbank (SNB) deuten derweil darauf hin, dass die Notenbank ihre Interventionen zurückgeschraubt hat. Der zuletzt wieder erstarkte Franken hat Spekulationen geschürt, dass die Notenbanker auf dem Devisenmarkt wieder aktiv werden. 

Nichtsdestotrotz wird die SNB laut SGKB-Anlagechef Thomas Stucki weiter punktell am Devisenmarkt intervenieren. Gegenüber Bloomberg gab er an, dass eine durchschnittliche Franken-Aufwertung von 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr für die Schweiz verkraftbar sei.  

(Bloomberg/cash)

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WEF 2020: Schweizer

WEF 2020: Schweizer Firmenchefs sind besonders pessimistisch

Die Chefs internationaler Konzerne sind mit Blick auf das Wirtschaftswachstum pessimistischer geworden. Dabei sind die Schweizer CEO laut einer Umfrage besonders besorgt.

20.01.2020 19:30

Insgesamt glauben rund 54 Prozent der hiesigen Firmenchefs, dass das weltweite Wirtschaftswachstum 2020 abnehmen wird, wie aus einer alljährlichen Manager-Umfrage des Wirtschaftsprüfers PwC hervorgeht, die am Montag, einen Tag vor dem Start des WEF, in Davos vorgestellt wurde.

Die Schweizer Firmenlenker sind damit sogar noch leicht negativer eingestellt, als ihre internationalen Pendants. Was den Ausblick für die hiesige Wirtschaft anbelangt, sind sie hingegen etwas optimistischer, wie es in der Studie heisst.

Sorgen bereiteten den Wirtschaftskapitänen ein Übermass an staatlicher Regulierung sowie die aktuellen Handelsspannungen auf der Welt, zum Beispiel zwischen den Vereinigten Staaten und China. Für Schweizer Chefs stehe auch die Angst vor Cyber-Bedrohungen weit oben auf der Sorgenliste.

69 Prozent von ihnen hätten ausserdem angegeben, dass sie befürchten, dass ihre Mitarbeiter den Herausforderungen im Rahmen des technologischen Wandels nicht gewachsen sein könnten. Trotz dieses Befunds gehöre die Schweiz allerdings zu den Ländern mit einer eher geringen Inanspruchnahme von Weiterbildungsangeboten, heisst es in der Studie.

Optimistisch für eigene Firma

Trotz des allgemein pessimistischen Ausblicks erwarten allerdings viele Chefs für ihr eigenes Unternehmen ein positives 2020. Konkret gehen gerade in der Schweiz vier Fünftel der Befragten davon aus, dass es dieses Jahr für ihre Firma aufwärts gehen wird. Weltweit waren nur 73 Prozent der Befragten hiervon überzeugt.

"Die Schweizer CEOs sehen die Entwicklung ihrer Unternehmen und der Volkswirtschaft viel optimistischer als ihre globalen Kollegen", lautet das Fazit von Andreas Staubli, Chef von PwC Schweiz, zur Umfrage. Er führt dies auf die Rechtssicherheit und den Konsens über die wirtschaftliche Situation in diesem Land zurück.

Knapp 1'600 Chefs aus 83 Ländern haben an der Studie von PWC dieses Jahr teilgenommen, darunter rund 90 aus der Schweiz.

ra/

(AWP)

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Schweizer Banken zahlen

Schweizer Banken zahlen Milliarden Negativzinsen an SNB

Seit fünf Jahren lasten die Negativzinsen deutlich auf den Schweizer Banken. Erst die höheren Freibeträge vom letzten November schaffen Entlastung.

21.01.2020 12:12

Die Schweizer Banken haben seit der Einführung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor fünf Jahren laut einer Studie bereits über 8 Milliarden Franken an die Nationalbank abgeliefert.  Allein im letzten Jahr bezahlten die Finanzhäuser eine Summe von 2 Milliarden. Die im November 2019 erhöhten Freibeträge dürften indes für etwas Entspannung sorgen.

Die Negativzinsen lasten klar auf den Schweizer Banken. Gemäss einer anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos erstellte und am Dienstag veröffentlichte Studie des deutschen Fintech-Unternehmens Deposit Solutions, sind die Zahlungen seit 2015 Jahr für Jahr angestiegen und haben im letzten Jahr mit 2 Milliarden Franken einen bisherigen Höchststand erreicht.

Im Jahr 2015, dem ersten Jahr der negativer Zinsen auf Guthaben bei der SNB, entrichteten die Schweizer Finanzinstitute noch eine Milliarde Franken an Negativzinsen.

Laut der Studie ist das Verhältnis zwischen der Höhe der bezahlten Beträge und den Gewinnen der Banken in der Schweiz wesentlich höher als in der Eurozone. So hätten die Banken hierzulande im Jahr 2018 rund 13 Prozent ihrer Vorsteuergewinne an die SNB abgeliefert, in der Eurozone betrug dieser Wert im Durchschnitt 5,6 Prozent.

Höhere Freibeträge entlasten

Es zeichne sich aber ein "Silberstreifen am Horizont" ab, da die SNB im November den Freibetrag vom 20-Fachen der vorgeschriebenen Mindestreserven auf das 25-Fache erhöhte. Dieser Schritt verringere die Belastung der Schweizer Banken, hiess es weiter.

Gemäss den Berechnungen der Studienverfasser sinke mit jeder Veränderung des Freibetrags um den Multiplikator 2,5 die Negativzinsbelastung der Banken um jeweils 270 Millionen Franken. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte auf -1,00 Prozent hätte für die Banken indes eine Mehrbelastung von 360 Millionen Franken zur Folge.

(AWP)

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Schweizer IT- und

Schweizer IT- und Telekommarkt im vergangenen Jahr gewachsen

Der Schweizer IT- und Telekommarkt hat im vergangenen Jahr Gas gegeben. Der Umsatz wuchs um 4 Prozent auf 33,8 Milliarden Franken. Das ist deutlich stärker als erwartet und hat das Wachstum der Gesamtwirtschaft deutlich übertroffen.

21.01.2020 11:17

Dies zeigt eine im Auftrag des Schweizer ICT-Branchenverbands Swico erstellte Studie des European Information Technology Observatory (EITO), die am Dienstag in Zürich vorgestellt wurde. Vor zwölf Monaten hatte EITO-Experte Axel Pols lediglich mit einem Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet.

Wachstumsmotor war erneut der IT-Markt, der im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf 22,4 Milliarden Franken zulegte. Grossen Schub verlieh die IT-Ausrüstung wie PCs oder Laptops, deren Umsatz um knapp 12 Prozent in die Höhe schoss.

Dagegen stagnierte der Schweizer Telekommarkt bei 11,3 Milliarden Franken Umsatz. Das war nur ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Im laufenden Jahr 2020 dürfte der Schwung etwas nachlassen. EITO-Experte Pols rechnet noch mit einem Wachstum des Schweizer IT- und Telekommarkt von 2,2 Prozent auf 34,5 Milliarden Franken.

jb/rw

(AWP)

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Trump sieht laut McMullen

Trump sieht laut McMullen echte Chancen für Freihandelsabkommen

US-Präsident Donald Trump sieht laut US-Botschafter Edward McMullen nach dem Treffen mit vier Bundesratsmitgliedern am Weltwirtschaftsforum in Davos "echte Chancen" für ein Freihandelsabkommen Schweiz - USA. "Mehr als nötig" sei am Treffen über das Klima diskutiert worden.

23.01.2020 08:20

"Es waren alle Schlüsselpersonen im Raum. Das gab es so noch nie. Wenn das kein Fortschritt ist", sagte McMullen in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit den CH Media-Zeitungen.

Er könne nur für die USA sprechen, stellte der Botschafter klar. Er sehe "eine gute Entwicklung": In Davos habe sich Trump mit seinen Regierungsmitgliedern persönlich Zeit genommen, um mit der Schweizer Regierung über ein Abkommen zu reden.

Freihandelsabkommen braucht Zeit

Doch: "Wenn man elf Minuten in einer solchen Runde über ein Freihandelsabkommen spricht, dann läuft man nicht mit einem Deal heraus", sagte McMullen weiter. Freihandelsabkommen bräuchten Zeit. Mit der Schweiz sei ein Deal "absolut möglich". Mit der Schweiz seien die USA viel weiter als mit der EU.

McMullen stellte aber klar, dass es keinen Deal ohne Landwirtschaft geben werde. "Das haben wir beim Start der neuen Verhandlungen erneut gesagt: Wenn wir nicht über Landwirtschaft sprechen können, dann müssen wir gar nicht beginnen." Die Schweiz kenne den Standpunkt der USA und sei bereit, Konzessionen zu machen.

In einem zweiten Interview mit Blick.ch nannte McMullen Forderungen der USA: "Ein fairer Deal würde uns zum Beispiel Zugang zum Schweizer Markt geben mit Fleischerzeugnissen. Das scheint diesmal möglich. Offene Fragen gibt es auch zur Schweizer Pharmaindustrie, die in den USA viel Geld verdient." Doch hier gebe es zum ersten Mal positive Anzeichen für eine Lösung.

Trump hatte schon vor dem Treffen mit der Schweizer Delegation gesagt, er wolle ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz. In Berichten von Schweizer Medien zu dem Treffen vom Dienstag wurden die Erwartungen dann allerdings gedämpft.

"Mehr Zeit als nötig" für Klima

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hatte nach dem Treffen in Davos gesagt, dass ein Abkommen zustande komme, wenn von beiden Seiten genügend Interesse da sei. Dazu brauche es noch Überzeugungsarbeit. Nicht nur bei der Landwirtschaft gebe es unterschiedliche Interessen. Die Gespräche gingen weiter.

Am Treffen in Davos habe die Klimadiskussion "einige Zeit" beansprucht, sagte McMullen zu CH Media. "Mehr als nötig gewesen wäre, aber das war okay für uns." Dass Sommaruga das Pariser Klimaabkommen angesprochen habe, sei "nicht sehr ergiebig" gewesen, denn "jedermann weiss, wo Präsident Trump hier steht".

Es habe auf Schweizer Seite Teilnehmer gegeben, die für die "Handelsdiskussion" mehr Zeit hätten einräumen wollen, sagte McMullen zu der Zusammenkunft.

(AWP)

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Schweiz tritt bei

Schweiz tritt bei Korruptionsbekämpfung auf der Stelle

Mit 85 von 100 Punkten steht die Schweiz im internationalen Korruptions-Ranking von Transparency International gut da. Trotz gleichbleibender Punktzahl rutschte sie aber vom Podest und belegt jetzt zusammen mit Schweden und Singapur Rang vier.

23.01.2020 06:31

An der Spitze liegen Dänemark und Neuseeland mit je 87 Punkten, gefolgt von Finnland mit einem Punkt weniger. Aber selbst diese Länder sind noch weit entfernt von der 100-prozentigen Integrität.

22 Länder haben sich seit 2012 verbessert, 21 haben sich verschlechtert. Gleich vier der G7-Nationen haben seit letztem Jahr Punkte verloren: Frankreich und die USA, die gemeinsam auf Platz 24 liegen, sowie Kanada und Grossbritannien.

Konkrete Chance zur Besserung

Die Schweiz tritt trotz gutem Resultat auf der Stelle, bedauert Transparency International in einer Aussendung vom Donnerstag. Es gebe noch erhebliche Defizite bei der Transparenz in der Politikfinanzierung, beim Schutz von Whistleblowern, bei der Geldwäschereibekämpfung und der Bestechung in Privatwirtschaft und Sport - Bereiche, welche vom Corruption Perceptions Index (CPI) gar nicht erfasst werden.

Doch Abhilfe ist möglich. "Die Politik hat 2020 die Chance, mit der Whistleblowing-Vorlage, der Revision des Geldwäschereigesetzes und der eidgenössischen Transparenzinitiative einige dieser gewichtigen Mängel anzugehen und konkrete Verbesserungen zu erzielen", sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.

Zwei Drittel liegen unter 50 Punkten

Der CPI 2019 der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International erfasst die Korruptionswahrnehmung für den öffentlichen Sektor von 180 Ländern. Er offenbart gemäss Mitteilung ein düsteres Bild: "2019 hat die Korruptionsbekämpfung weltweit keine Fortschritte gemacht; nach wie vor erreichen zwei Drittel aller Länder im CPI nicht einmal 50 von maximal 100 Punkten". Der Durchschnitt aller Länder liegt bei 43.

Als Region schneidet Westeuropa am besten ab, am schlechtesten platziert sind die Regionen Subsahara-Afrika sowie Osteuropa und Zentralasien. Die beiden Amerikas sowie Asien bilden das Mittelfeld. Schlusslichter sind Somalia mit 9, Südsudan mit 12 und Syrien mit 13 Punkten.

(AWP)

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