Vorsorge

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Vorsorge

Studie zum Vorsorge-Verhalten der Schweizer

 

Bröckelndes Vertrauen

Die Schweiz hat Japan bei der Lebenserwartung ihrer Bürger überholt.

Die Schweizerinnen und Schweizer hätten mit im Durchschnitt 82,8 Jahren die höchste Lebenserwartung weltweit, hiess es an einem Anlass der UBS am Montag zum Thema Altersvorsorge. Zudem sei zu erwarten, dass rund die Hälfte der heute 65-jährigen Frauen und mehr als ein Drittel der heute 65-jährigen Männer in der Schweiz 90 Jahre oder älter werden. Angesichts dieser Daten sei das derzeitige Rentenalter von 65 Jahren für Männer bzw. 64 Jahren für Frauen eine «Anomalie».

Die Politik hat bisher nicht adäquat auf diese Herausforderungen reagiert. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass das Vertrauen der Bürger in das international gesehen immer noch sehr robuste Altersvorsorgesystem bröckelt. Laut einer von der Bank in Auftrag gegebenen Studie zum Vorsorge-Verhalten von Personen im Alter von 45 bis 85 Jahren glauben die jüngeren Befragten im Alter von 45 bis 59 Jahren weniger als die älteren daran, dass die AHV intakt und sicher bleibt. Allerdings lag der Wert der Zustimmung hier auf einer Skala von 1 («stimme überhaupt nicht zu») bis 5 («stimme voll und ganz zu») immer noch bei einem Mittelwert von 3,4. Bei den 70- bis 85-Jährigen betrug er 4,4. Für die Studie wurden im April dieses Jahres rund 1500 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Auch bei den Pensionskassen drohen gemäss einer Publikation der Bank Lücken. Absurderweise werde in der Schweiz über die Höhe des gesetzlichen Umwandlungssatzes politisch entschieden, heisst es darin. Dieser beträgt derzeit 6,8%, mathematisch korrekt wäre aber ein Satz von 5% bis 6%.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/broeckelndes-vertrauen-1.18388994

 

Elias
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Mit einer seriösen Finanzplanung Geld sparen

Eine gute Vorsorge verlangt eine Gesamtsicht über die persönliche Lebenssituation. cash zeigt, wie man mit einer guten Finanzplanung Geld spart und gibt Tipps für die Auswahl eines geeigneten Finanzplaners.

"Ich brauche keine Finanzplanung. Das ist sowieso nur etwas für Reiche mit Millionenvermögen." Meist aus mangelnder Kenntnis über die möglichen Fragestellungen behandeln Herr und Frau Schweizer ihre persönliche Finanz- und Vorsorgeplanung äusserst stiefmütterlich. Doch spätestens wenn man so ab Mitte Vierzig in die zweite Hälfte der Berufskarriere einmündet, stellen sich immer häufiger Fragen zur langfristigen, finanziellen Absicherung für sich und seine Familie. Ob dabei der Versicherungs- oder Bankberater, den man eben kennt, wirklich weiterhelfen kann und auch den geeigneten, unabhängigen Blick wahrt, muss meist angezweifelt werden. Besser ist es, sich einem Fachmann anzuvertrauen, der sich mit der gesamten Palette der Fragestellungen auskennt und der unabhängig von Produkteanbietern arbeitet.

Fragen, um die sich ein Finanzplaner kümmert

Eine seriöse Finanzplanung beginnt mit einer eingehenden Analyse der aktuellen Lebenssituation und den eigenen Bedürfnissen und Zielen. In einem persönlichen Erstgespräch versucht der Finanzplaner ähnlich wie ein Arzt, sich ein Bild vom Klienten zu verschaffen. Er fordert alle notwendigen Daten und Unterlagen dafür ein wie familiäre Angaben, Vermögenssituation, Versicherungspolicen,  Steuererklärung oder die Angaben zur Pensionskasse. Gestützt darauf erstellt er eine Ist-Situation. Entscheidend ist dabei, dass die einzelnen Disziplinen wie Budgetsituation, Anlage-beratung, Steuerfragen, Erbrecht, Vorsorgesituation und Wohneigentum gesamtheitlich mit ihren Wechselwirkungen betrachtet und zu einem Ganzen ineinander verwoben werden. Nur so lässt sich das persönliche Optimierungspotential erkennen. Welchen Optimierungsweg man wählt, hängt direkt von den zukünftigen Zielen und Bedürfnissen ab. Als Resultat hält der Kunde einen Kompass in der Hand der aufzeigt, wie sich seine finanziellen Lebensumstände entwickeln und ob sich seine Ziele und Wünsche zukünftig realisieren lassen. Der Weg dorthin ist mit konkreten Empfehlungen versehen.

Geld sparen bei der Umsetzung des Plans

Erst nach eingehender Besprechung der Ist-Situation und dieses Finanzplanes geht es in einem zweiten Schritt in die Umsetzungsphase, bei der geeignete Versicherungs- und Bankprodukte gekauft werden. Der Finanzplaner begleitet auch die Umsetzung und zeigt mit Produktvergleichen auf, wie Geld gespart werden kann. Der Finanzplan zeigt aber oft noch viel grundsätzlicheres Potential zum Geldsparen auf.

So können beispielsweise durch das Einrichten mehrerer Säule-3a-Konti und die geschickte Planung  eines zeitlich gestaffelten Bezugs der Gelder aus der zweiten und dritten Säule mehrere tausend Franken Steuern eingespart werden. Oder man erhält bei der Frage "Lebenslange Rente versus Kapitalbezug aus der beruflichen Vorsorge" eine gezielte Antwort, weil sie auf einer Berechnung der eigenen Lebens- und Steuerumständen beruht. Eine Fehlberatung durch einen unqualifizierten Berater kann einem in dieser entscheidenden Frage buchstäblich lebenslänglich teuer zu stehen kommen. Es gibt eine Reihe weiterer Themen, bei denen mit einer guten Finanzplanung Geld gespart oder Geld besser investiert werden kann, die das zu bezahlende Beratungshonorar oft mehr als kompensieren.

Themenfelder für eine Finanzplanung

Die nachfolgende Liste gibt einen Einblick in die breite Palette an Themenfeldern, die mit einer Finanzplanung verbunden sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Budget und Liquidität

  • Wie hoch sind meine fixen und variablen Einnahmen und Ausgaben heute und zukünftig?
  • Wo habe ich Sparpotential?
  • Wie hoch soll meine Hypothek zukünftig sein?
  • Wann brauche ich zukünftig welche Geldbeträge?
  • Wann und von wo erhalte ich zukünftig meine Geldbeträge zum Leben?

Vorsorgeberatung

  • Mit wie viel Pensionskassenrente oder -kapital kann ich bei der Pensionierung rechnen?
  • Genügen die Renten aus der 1. und 2. Säule, um meinen Lebensstandard zu sichern?
  • Welche Möglichkeiten gibt es für ein zusätzliches, gesichertes Einkommen im Ruhestand?
  • Wie sieht meine Einkommenssituation im Invaliditätsfall aus?
  • Wird bei Invalidität meiner Frau oder Lebenspartnerin eine Rente oder ein Kapital bezahlt?
  • Was erhält mein Ehe- oder Konkubinatspartner im Falle meines Todes?
  • Ist meine Familie im Falle meines Todes genügend abgesichert?
  • Welche Steuern fallen für die Begünstigten bei den verschiedenen Versicherungen an?

Versicherungs- und Anlageberatung

  • Welches ist unter Berücksichtigung der Steuern meine Risikofähigkeit und -willigkeit?
  • Habe ich Potential für Direktanlagen oder eher Fonds?
  • Welcher Versicherungsschutz ist für welches Risiko notwendig?
  • Welche Versicherungsgesellschaft zahlt die besten Zinsen auf Einmaleinlagen?
  • Welches sind für meine Situation geeignete Fonds und Versicherungsprodukte?

Erbrechtliche Fragen

  • Brauche ich einen Ehevertrag oder ein Testament?
  • Wie kann ich meinen Partner über den Pflichtteil hinaus optimal begünstigen?
  • Wie regle ich meinen Nachlass möglichst steuergünstig?
  • Wen setze ich für die Teilung meines Nachlasses ein?

Wichtig ist die Erkenntnis, dass eine vollständige Finanzplanung die Fähigkeit bedingt, verschiedenste Disziplinen zu einem stimmigen Ganzen zu verknüpfen. Dafür sind eine spezielle Ausbildung und viel Erfahrung erforderlich. Nachstehende Tabelle gibt Tipps, worauf man bei der Wahl eines geeigneten Finanzberaters besonders achten sollte.

Qualitätssicherung bei der Auswahl eines Finanzplaners

 

Geschützte Titel: Finanzplaner kann sich jeder nennen. Es gibt jedoch Lehrgänge und Titel, die zumindest auf eine seriöse Ausbildung und deshalb eine gewisse Qualität des Beraters schliessen lassen wie Eidg. dipl. Finanzplanungsexperte (höchste Stufe), dipl. Financial Consultant NDS FH, Finanzplaner mit eidgenössischem Fachausweis oder die für alle geregelten Abschlüsse mögliche Zertifizierung zum Certified Financial Planner. 

 

Anbieter-unabhängige Produkteauswahl: Unabhängige Finanzplaner sind keiner Bank oder Versicherung verpflichtet und können geeignete Produkte nach den Bedürfnissen der Kunden im Markt selektieren.

Kosten für eine Finanzplanung: Was nichts kostet, ist nicht viel wert. Vertrauenswürdige Finanzplaner arbeiten auf Honorarbasis. Die Stundenansätze variieren üblicherweise je nach Vergütungskonzept zwischen 150 bis 250 Franken. Das Erstgespräch ist gratis. Darauf folgt eine detaillierte Offerte mit Kostendach und genauer Angabe, was man als Gegenwert erhält. Ein einfacher Finanzplan, der in ein paar Stunden erstellt ist, kostet ein paar hundert Franken. Komplexere Fälle, bei denen beispielsweise steuerliche und rechtliche Nachfolgeplanungen vorzunehmen sind, können auch mehrere tausend Franken kosten.

 

Offenlegung von Provisionen: Eine Gratisberatung, die durch Provisionen der angebotenen Produkte finanziert wird, ist wenig seriös. Provisionen und Kommissionen werden dem Kunden in jedem Fall offengelegt oder vergütet, damit er den "Gesamtpreis" für seine Beratung kennt.

 

Geeigneten Beratungspartner finden: Auf der Internetseite des Finanzplaner-Verbands lässt sich eine Namensliste möglicher Berater erstellen (ohne Qualitätsgewähr), die verschiedene Berufsbilder umfasst.

 

Mund zu Mund Propaganda: Bei Freunden und Bekannten nach geeigneten Beratern nachzufragen, mit welchen sie gute Erfahrungen gemacht haben, ist sicherlich nie verkehrt.

 

Qualitätsstandards für Finanzplaner: Der Finanzplaner-Verband Schweiz hat für seine Mitglieder Standesregeln entwickelt. Ob jemand Mitglied im Finanzplaner-Verband Schweiz ist, lässt sich auf der Verbands-Homepage durch Eingabe des Namens überprüfen.

http://www.cash.ch/news/top_news/mit_einer_serioesen_finanzplanung_geld_...

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 23.09.2014 - 10:42 folgendes geschrieben:


Die Schweizerinnen und Schweizer hätten mit im Durchschnitt 82,8 Jahren die höchste Lebenserwartung weltweit


 

Hmm, so gesehen war es ja (renten-technisch) von meinem Grossvater durchaus sozial, dass er damals (1973) mit 67 das Zeitliche gesegnet hat...

 

Elias
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Fürs Alterssparen richtig wählen

Wegen der steigenden Lebenserwartung wird das Geld der AHV und der beruflichen Vorsorge auf mehr Jahre aufgeteilt werden müssen. Das ergänzende private Sparen ist deshalb mehr notwendig als freiwillig.

Leistungsumfang und Zuverlässigkeit der finanziellen Altersvorsorge werden von der Schweizer Bevölkerung zunehmend kritisch beurteilt. Das Pensionierungsalter 64 Jahre für Frauen und 65 Jahre für Männer werde nicht nur angeglichen, befürchten die Teilnehmer einer aktuellen UBS-Befragung unter 45- bis 65-jährigen Personen, sondern darüber hinaus angehoben. Die jüngeren unter den Umfrageteilnehmern äussern Zweifel, dass die staatliche erste Vorsorgesäule AHV intakt bleibe und ihnen die versprochenen Leistungen dereinst werde zahlen können.

Da ist es folglich ratsam, durch individuelle Sparanstrengungen steuerlich vorteilhaft das eigene Vorsorgevermögen in Pensionskasse (zweite Vorsorgesäule) und der eigenverantwortlichen dritten Vorsorgesäule zu vergrössern. «Prioritär ist, in die Drittsäule einzuzahlen, denn der Steuereffekt gilt hier jährlich und er ist nicht kumulierbar», sagt Stefan Thurnherr, Geschäftsleitungsmitglied des VZ Vermögenszentrums.

Steueraufschub zahlt sich aus

Angestellte dürfen dieses Jahr 6739 Fr. steuersparend einzahlen, Selbständigerwerbende 20% des Nettoerwerbseinkommens, aber maximal 33’696 Fr.  Mit einem Grenzsteuersatz von bspw. 30% resultiert eine merk­liche Minderung der Einkommenssteuerrechnung. Banken bieten abhängig von ihrer Finanzierungslage unterschiedlich hohe Drittsäulenzinsen. Die gebundenen Guthaben profitieren im Umfang von 100’000 Fr. vom Konkursprivileg, und zwar ergänzend zu anderen Forderungen gegenüber der gleichen Bank. Der Einlegerschutz, den die Banken untereinander garantieren, gilt nur für gesamthaft höchstens 100’000 Fr. je Bank.

Drittsäulengelder können flexibel bis fünf Jahre vor und nach dem Pensionsalter bezogen werden. Die Auszahlung wird steuerlich erfasst, allerdings zu einem Vorzugssatz. «Vorteilhaft ist deshalb ein paralleles Führen von Drittsäulenbeziehungen bei mehreren Finanzanbietern, weil dies eine Staffelung des Kapitalbezugs erlaubt», erläutert Thurnherr.

Das Endkapital ist wegen der jahrzehntelangen Bindung massgeblich vom gutgeschriebenen Zins bzw. der erreichten Anlagerendite geprägt. «Zu oft werden Kontolösungen gewählt, womit die Kaufkraft des gesparten Geldes im ungünstigen Fall nicht einmal erhalten bleibt», beobachtet der Vorsorgespezialist. Mit Blick auf die langjährige Investmentdauer würden sich Drittsäulen-Wertschriftenanlagen empfehlen. Sie ermöglichen eine mit Pensionskassenvermögen vergleichbare diversifizierte Anlagestrategie.

Finanzdienstleister bieten dazu Mischanlagefonds oder eine Plattform, auf der aus börsengehandelten Fonds (ETF, Exchange Traded Funds) ein individuelles Portfolio gebildet werden kann. Der Aktienanteil an einem solchen Vermögen ist auf 50% begrenzt. Zu beachten ist die im Fonds oder dem ETF-Portfolio belastete Verwaltungsgebühr (TER, Total (FP 50.98 1.33%) Expense Ratio).

Das VZ Vermögenszentrum führt gemäss Thurnherr jährlich rund 15’000 Erstgespräche, die in gegen 10’000 Pensionierungsberatungen münden. Technologieunterstützte, persönliche Beratung bietet das Unternehmen Moneypark, das eine marktbreite Datenanalyse betreibt. Zu Hypotheken- und Vorsorgethemen werden aktuell monatlich bis 1500 Kundenanfragen behandelt.

«Im Vorsorgebereich aufzudecken gilt es Lücken, die bspw. als Folge von Familiengründung und der zeitweisen Verringerung des Beschäftigungsumfangs entstanden sind», sagt Moneypark-Geschäftsleiter Stefan Heitmann. Hauskredit- und Vorsorgebelange seien zunehmend verknüpft, nicht zuletzt wegen verschärfter Tragbarkeitsrechnungen und der Vorgabe einer rascheren Kreditamortisation. «Zu oft stossen wir darauf, dass Menschen zu spät mit dem ergänzenden privaten Alterssparen beginnen», resümiert Heitmann.

Wo besondere Risiken lauern

Freiwillige Zusatzzahlungen auf das eigene Pensionskassenkonto sind gegenüber Drittsäuleneinlagen in steuerlicher Beziehung weniger eingegrenzt. Deshalb können auch grössere Beträge, bspw. aus Erbschaften, für ein Aufstocken der Pensions-Anwartschaft verwendet werden. Das Ausmass einkommenssteuermindernder Einzahlungen kann jede Pensionskasse im Einzelfall auf Anfrage berechnen. Einfluss auf die Vermögensanlage besteht jedoch nicht, mit Ausnahme bestimmter Kaderpensionskassen (1e-Lösungen).

Die Vorsorgeeinrichtungen investieren das kollektiv gehaltene Vermögen in Anleihen, Aktien und Immobilien. Wertschwankungen müssen gemeinschaftlich von den Beschäftigten getragen werden. Sie haben auch das Kapital der Rentenbeziehenden zu garantieren. Nur nach der Insolvenz einer Kasse deckt der obligatorische BVG-Sicherheitsfonds die individuellen Vorsorgeguthaben.

Abzuraten von Einzahlungen ist, wenn die Vorsorgeeinrichtung finanziell instabil ist. Offensichtlich ist dies, wenn das Gesamtvermögen die bilanzierten Verpflichtungen nicht vollständig deckt. Massiv unterdeckte Kassen greifen als Sanierungsmassnahme oft auf Gering- oder Nullverzinsungen, wovon freiwillig geleistete Einkaufsbeträge oft voll betroffen sind.

Gerät eine solche Vorsorgeeinrichtung in eine Teilliquidation – bspw. weil das Unternehmen eine Sparte abstösst –, droht zudem eine Kürzung des den betroffenen Mitarbeitern zustehenden Guthabens (Freizügigkeitsleistung). Von den privatwirtschaftlichen Pensionskassen sind gemäss neuester Swisscanto-Auswertung jedoch lediglich 4% in einer Unterdeckung.

Vor freiwilligen Zusatzeinzahlungen sollte auch betrachtet werden, wie ungleich eine Kasse den jährlichen Vermögensertrag zuteilt. Den Rentnern sind zur Deckung ihrer fixen Ansprüche im Schnitt in den zurückliegenden Jahren jährlich 3,3% auf das Restkapital gutgeschrieben worden, den Beschäftigten jedoch nur rund 2%. Ein Viertel der von Swisscanto befragten Vorsorgeträger benötigt jährlich 3 bis 3,5% Rendite, um bei minimaler Zinszahlung finanziell stabil zu bleiben; ein weiteres Viertel der Kassen benötigt zur Basisleistung eine Gesamtvermögensrendite von mehr als 3,5%.

Besonders exponiert punkto ungleicher Zinszuteilung sind Versicherte in Kassen mit einem grossen Bestand von Pensionierten, da hier aggregiert die Last geschützter Zinsansprüche besonders schwer wiegt. Gemäss der Swisscanto-Umfrage weisen 18% der Pensionskassen eine ungünstige Altersstruktur auf; in 7% der Kassen sind die Berufstätigen gar in der Minderzahl.

http://www.fuw.ch/article/furs-alterssparen-richtig-wahlen-2/

 

 

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Altersvorsorge: Nur wer sät, kann auch ernten

Es ist nie zu früh, aber oft zu spät, um Massnahmen für die Vorsorge einzuleiten. Eine Anleitung in sechs Schritten.

http://www.beobachter.ch/geld-sicherheit/ahviv/artikel/altersvorsorge_nu...

 

Eine gute Zusammenstellung

 

Hier im Forum hat es einige, die keine genügende oder gar keine Vorsorge haben. Das merkt man daran, dass bei ihnen das Thema Steuern & Vorsorge nicht vorkommt oder nur pauschal erwähnt wird.

Wenn man Geld hat, sind Steuern ein wichtiges oder mindestens ein interessantes Thema. Vorallem wenn man auf Dividenden setzt.

 

 

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Was bringt Ihnen der Vorsorgeausweis?

Im Frühling werden die Vorsorgeausweise der Pensionskassen verschickt. Kaum jemand versteht den Zahlensalat.storybildFast alle Angestellten erhalten im März ihren Vorsorgeausweis. Bei nicht wenigen landet das Papier in der Schublade. Kein Wunder, denn «es ist schwierig, bei dieser Menge an Zahlen durchzublicken», sagt Albert Steck, Vorsorgeexperte bei der Migros Bank. Es lohne sich aber, über den Vorsorgeausweis Bescheid zu wissen. «Denn der grösste Teil unseres Vermögens steckt in der Pensionskasse.»

Am Beispiel eines fiktiven Vorsorgeausweises erklärt 20 Minuten, was Jahreslohn, Altersguthaben und Deckungsgrad bedeuten.

• Grunddaten in CHF
Jahreslohn 78'105
BVG-Lohn 53'430
Beschäftigungsgrad100 %

Der AHV-Jahreslohn, den der Arbeitgeber der Pensionskasse (PK) meldet, sollte Ihrem effektiven Jahreslohn entsprechen, also dem Bruttolohn gemäss Lohnausweis inklusive 13. Monatslohn, Überstunden und Zulagen. In unserem Beispiel sind es 78'105 Franken. Den BVG- Lohn berechnet die PK, indem sie vom gemeldeten AHV-Jahreslohn den BVG-Koordinationsabzug abzieht (derzeit 24'675 Franken). Dieser Betrag entspricht sieben Achtel der maximalen Rente von 28'200 Franken.

• Stand Sparkapital per 1.2.2015: CHF 50'942
Das Sparkapital umfasst alle vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber einbezahlten Beiträge inklusive Zins. Es bedeutet das Guthaben, das Sie bis Ende des letzten Jahres in Ihrer Pensionskasse angespart haben. Man kann es zusätzlich in einen obligatorischen und einen überobligatorischen Teil aufgliedern. Der erste Teil basiert auf den Beiträgen im Rahmen des BVG-Obligatoriums bis zum maximalen BVG-Lohn. Ist der Lohn höher als 59'925 Franken, wandert das Geld in den überobligatorischen Topf, welcher je nach Pensionskasse niedriger verzinst wird und also eine geringere Rendite als vom BVG vorgeschrieben aufweist.

• Jährlicher Sparbeitrag: CHF 5343
Der jährliche Sparbeitrag ist abhängig vom Alter des Arbeitnehmers: Ab 25 Jahren beträgt er 7 Prozent des versicherten Lohns, ab 35 sind es 10 Prozent, ab 45 Jahren steigt der Beitrag auf 15 Prozent und ab 55 auf 18 Prozent. Davon muss der Arbeitgeber mindestens die Hälfte übernehmen. Etliche Firmen bezahlen aber freiwillig mehr.

• Jahresbetrag für Risikoversicherung, Kosten und Sicherheitsfonds: CHF 1514
Der Risikobeitrag unterscheidet sich je nach Pensionskasse. In der Regel beträgt er etwa 3 Prozent des Lohns. Aus diesem Beitrag wird eine allfällige Invalidenrente sowie im Todesfall eine Ehegattenrente oder Waisenrente finanziert.

• Voraussichtliches Altersguthaben mit 65 inkl. 1,75 % Zins: CHF 301'677
Das voraussichtliche Altersguthaben insgesamt bei der Pensionierung entspricht einer hypothetischen Hochrechnung inklusive Zins. Dabei wird angenommen, dass der aktuelle Lohn gleich bleibt und Sie immer gleich viel arbeiten.
In unserem Beispiel entspricht die Verzinsung dem aktuellen BVG-Mindestzinssatz von 1,75 Prozent.

• Voraussichtliche jährliche Altersrente: CHF 20'514
Zur Berechnung dieser Altersrente multipliziert man das Altersguthaben mit dem sogenannten Umwandlungssatz. In diesem Beispiel haben wir den aktuellen BVG-Satz von 6,8 Prozent verwendet. Tritt die Rentenreform 2020 in Kraft, würde dieselbe Altersrente auf 18'100 Franken sinken.

• Jährliche Invalidenrente bei Krankheit:CHF 31'200
• Jährliche Ehegattenrente: CHF 9329
Zu den wichtigsten weiteren Angaben auf dem Vorsorgeausweis gehört der erlaubte Vorbezug für den Kauf von Wohneigentum. Von Bedeutung ist zudem der maximale Betrag für einen freiwilligen Einkauf in die Pensionskasse. Ein solcher Einkauf erhöht die Altersrente und lässt sich zudem vom steuerbaren Einkommen abziehen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Was-bringt-Ihnen-der-Vorsorgeausw...

 

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Das Vorsorgegeld richtig «parkieren»

Wer aus einer Firma austritt und keinen neuen Arbeitgeber hat, muss sein angespartes Pensionskassengeld auf ein Freizügigkeitskonto transferieren. cash mit den Antworten zu den dreizehn brennendsten Fragen zum Thema.

Von Pascal Züger

Was ist eine Freizügigkeitsleistung?

Die Freizügigkeitsleistung ist das persönliche Altersguthaben, welches man zum Austrittszeitpunkt aus einer Firma angespart hat und aus der Pensionskasse mitnehmen kann. Es setzt sich zusammen aus bezahlten Beiträgen in die zweite Säule von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, freiwilligen Einzahlungen (= Pensionskasseneinkäufe) sowie den angehäuften Zinsen.

Was ist eine Freizügigkeitsstiftung?

Das ist die Einrichtung einer Bank mit dem Zweck, Freizügigkeitsleistungen anzulegen und zu verwalten.

Wann braucht man ein Freizügigkeitskonto?

Nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses erfolgt automatisch auch der Austritt aus der Pensionskasse. Wer sogleich eine neue Stelle antritt, kann das Geld an seine neue Pensionskasse überweisen lassen. Ansonsten muss das Altersguthaben zwischenparkiert werden, sofern man das Pensionsalter noch nicht erreicht hat. Denn laut Gesetz muss das Geld im Vorsorgekreislauf bleiben, man kann nicht einfach darüber verfügen. Dazu kann bei einer Bank nach Wahl ein Freizügigkeitskonto eröffnet werden. Alternativ gibt es auch Freizügigkeitspolicen bei einer Versicherung (mehr dazu weiter unten).

Was, wenn nach Stellenaustritt nichts unternommen wird?

Wer sich nicht aktiv um die Eröffnung eines Freizügigkeitskontos bemüht, dem wird 6 bis 24 Monate nach Firmenaustritt das Altersguthaben automatisch bei der Stiftung Auffangeinrichtung deponiert. Diese nationale Vorsorgeeinrichtung ist ein Auffangbecken, welches jede Einzelperson aufnimmt, die weder einer Pensionskasse angehört, noch ein Freizügigkeitskonto besitzt. Die Auffangeinrichtung ist nicht gewinnorientiert und hat eine defensive Anlagestrategie. Normalerweise generiert sie deshalb eine tiefere Guthabens-Verzinsung als Banken. Aktuell beträgt die jährliche Verzinsung 0,3 Prozent.

Wo bekomme ich die beste Verzinsung?

Im Unterschied zu Pensionskassen müssen Freizügigkeitsstiftungen keinen Mindestzins vergüten. Üblicherweise ist die Verzinsung höher als auf dem Sparkonto einer Bank, aber tiefer als der Pensionskassen-Mindestzins, welcher aktuell 1,25 Prozent beträgt. Je nach Anbieter können die Zinsen teils beträchtlich schwanken. Ein Vergleich lohnt sich. Die Tabelle unten zeigt die aktuell zehn besten Anbieter in diesem Bereich. Mit 0,75 Prozent offeriert dabei die Caisse d’Epargne de Cossonay (CEDC) die höchste Verzinsung, gefolgt von der WIR Bank (0,55 Prozent) und der Bank Sparhafen Zürich (0,5 Prozent). Nicht bei den Besten anzutreffen sind die Credit Suisse (0,3 Prozent), UBS und PostFinance (beide 0,2 Prozent). Es scheint fast so, als wollen diese drei Banken wegen den Negativzinsen derzeit überhaupt keine solchen Gelder, zumal man mit "Nichtstun" bei der Stiftung Auffangeinrichtung den gleichen, beziehungsweise sogar einen leicht besseren Zinssatz bekommen würde.

Welche Kosten fallen bei Freizügigkeitskonten an?

Die Kontoeröffnung und auch die Kontoführung sind in der Schweiz bei allen Anbietern kostenfrei. Viele Freizügigkeitsstiftungen verlangen jedoch eine Gebühr bei Vorbezug der Gelder für Wohneigentum oder einer frühzeitigen Auflösung des Kontos nach weniger als einem Jahr. Vollständig kostenfrei sind unter anderem die BLKB, die Schaffhauser Kantonalbank und die WIR Bank, wie auf Moneyland.ch nachzulesen ist.

Dürfen mehrere Freizügigkeitskonten eröffnet werden?

Die Freizügigkeitsleistung darf auf maximal zwei verschiedene Freizügigkeitsstiftungen übertragen werden. Es ist nicht erlaubt, bei der gleichen Gesellschaft zwei Konten zu führen. Die Aufteilung muss bei Austritt aus der Pensionskasse erfolgen, eine nachträgliche Aufsplittung ist nicht mehr möglich. Man kann nachträglich zwar die Freizügigkeitsstiftung wechseln, muss dann aber jeweils das gesamte Kapital überweisen.

Wann darf aus dem Freizügigkeitskonto Geld bezogen werden?

Die Kapitalauszahlung erfolgt frühestens 5 Jahre vor, spätestens 5 Jahre nach dem ordentlichen Pensionierungsalter. Das Geld ist bis dann quasi gesperrt, auch Einzahlungen sind verboten. In wenigen, genau definierten Fällen sind jedoch frühzeitige Auszahlungen möglich:
•Wenn wieder eine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird (Geld geht an neue Pensionskasse)
•Wenn man sich selbstständig macht
•Bei Auswanderung aus der Schweiz in ein Nicht-EU/EFTA-Land
•Bei Auswanderung in ein EU- /EFTA-Land kann nur das überobligatorisches Kapital bezogen werden
•Bei Bezug für selbst genutztes Wohneigentum
•Wenn das angesparte Guthaben auf dem Freizügigkeitskonto geringer ist als ein Jahresbeitrag des Arbeitnehmers
•Bei Invalidität oder Tod (es erfolgt eine Auszahlung an die Erben)

Ist bei der Pensionierung ein Rentenbezug anstatt einer Auszahlung des Freizügigkeitskontos möglich?

Gelder aus Freizügigkeitskonten können üblicherweise nicht in Rentenform ausbezahlt werden. Bei einigen wenigen Freizügigkeitsstiftungen ist ein Rentenbezug zwar möglich (nur überobligatorisches Kapital), jedoch zu tieferen Umwandlungssätzen als bei der Pensionskasse. Bei der Auffangeinrichtung kann das obligatorische Kapital in Rentenform bezogen werden. Hier müssen allerdings die Fristen beachtet werden.

Sind Freizügigkeitsgelder im Falle des Konkurses der Freizügigkeitsstiftung geschützt?

Freizügigkeitsstiftungen sind nicht dem Sicherheitsfonds BVG angeschlossen, welcher Vorsorgeguthaben im Insolvenzfall der Pensionskasse schützt. In der Regel steht eine Bank hinter der Freizügigkeitsstiftung, ein Zahlungsausfall ist deshalb nicht auszuschliessen. Tritt der Konkurs ein, sind die Freizügigkeitsguthaben nicht vollumfänglich garantiert. 100'000 Franken werden jedoch privilegiert behandelt. Die Wahrscheinlichkeit der Rückerstattung dieses Geldes ist wesentlich höher als beim Restbetrag. Um besser gegen einen Konkurs abgesichert zu sein, lohnt sich die Aufteilung des Freizügigkeitskapitals auf zwei Konten. Eine weitere mögliche Schutzmassnahme ist die bewusste Wahl von Freizügigkeitsstiftungen mit Staatsgarantie, welche die meisten Kantonalbanken besitzen.

Wie findet man verlorene Freizügigkeitsleistungen?

Auf rund 632'000 Konten liegen ehemalige Pensionskassengelder, von denen die Besitzer nichts wissen (cash berichtete). Über 2,97 Milliarden Franken vergessene Freizügigkeitsleistungen verwaltete die Stiftung Auffangeinrichtung im vergangenen Jahr - so viel wie noch nie. Wer Gelder vermisst, kann kostenlos bei der Zentralstelle 2. Säule anfragen, ob er irgendwo noch Gelder besitzt. Denn: Banken, Versicherungen und die Auffangeinrichtung melden dort kontaktlose und vergessene Vorsorgeguthaben.

Kann ich die Freizügigkeitsleistung in Aktien anlegen?

Ja. Die meisten Banken bieten neben dem klassischen Freizügigkeitskonto auch Depotlösungen an, bei denen ein Teil des Guthabens in Aktien-Fonds investiert wird. Auf lange Sicht fällt so die Renditeerwartung klar höher aus, allerdings müssen auch Schwankungsrisiken in Kauf genommen werden. Eine Faustregel besagt, dass sich ab einem Zeithorizont von drei Jahren eine Aktieninvestition lohnt. Möglich ist auch ein Transfer der Gelder vom Freizügigkeitskonto in ein Freizügigkeitsdepot und umgekehrt.

Was sind Freizügigkeitspolicen?

Freizügigkeitspolicen bieten im Gegensatz zu Freizügigkeitskonten einen Versicherungsschutz beim Todesfall und werden von Versicherungsgesellschaften angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung einzuschliessen. Der eingebaute Versicherungsschutz ist jedoch nicht gratis, sondern geht in Form von Prämienkosten von der Rendite ab. Diese Risikoversicherung gibt es mittlerweile auch bei Freizügigkeitskonten von einzelnen Stiftungen.

Die zehn bestverzinsten Freizügigkeitskonten in der Schweiz

http://www.cash.ch/news/boersenticker/das_vorsorgegeld_richtig_parkieren...

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Elias
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So sorgen Sie mit 50 Jahren (noch) vor

Mit nahendem Pensionsalter wird die eigene Vermögenssituation mehr und mehr zum Thema. cash nennt Möglichkeiten, wie Menschen mit 50 Jahren oder darüber die Vorsorge beeinflussen und verbessern können.

Nicht selten haben Menschen, die schon lange im Berufsleben stehen, noch Vorsorgelücken. Entweder reichte das Geld lange nicht zum sparen, oder man war nicht gewillt genug, Geld zurückzulegen. Aber auch wer "brav" gespart hat, hat noch Möglichkeiten, auch im vorgeschrittenen Erwerbsalter die Vorsorge zu verbessern.

Beispiel A: Ein gut verdienender Angestellter, geschieden, ein Kind, mit Hochschulstudium. Sein Einkommen ist erst im Lauf der Jahre angestiegen, zudem haben die Scheidung und der Aufwand für den Lebensstandard dazu geführt, dass relativ wenig Altersguthaben angespart wurde.

Beispiel B: Ehepaar, durchschnittliches Einkommen, der Mann arbeitet 100 Prozent, die Frau 20 Prozent. Zwei Kinder im Erwachsenenalter. Beide haben in die AHV, die berufliche Vorsorge und auch in die dritte Säule einbezahlt, wobei es das Einkommen nicht erlaubte, jeweils die möglichen 6768 Franken pro Jahr in die dritte Säule einzuzahlen.

Die drei Personen in den beiden Beispielen sind Anfang 50. Ein Alter, in dem die Pensionierung näher rückt, und die Vorstellungen, wie die Zeit nach der Pension aussehen soll, konkreter werden. Für Menschen über 50 gibt es durchaus Möglichkeiten, in der Vorsorge noch neue Akzente zu setzen. Der gut verdienende Angestellte aus Beispiel A hat zwar relativ wenig angespart, verfügt aber über ein höheres Sparpotential. Bei Ehepaar aus Beispiel B besteht der Vorteil, dass die Kinder langsam auf eigenen Füssen stehen und damit auch die Sparquote steigt.

Die wichtigsten Instrumente der Vorsorge, die der Generation 50plus zur Verfügung stehen, im Überblick:

  • Pensionskassen-Einkauf: Mit der grösste Handlungsspielraum besteht beim Einkauf in die Pensionskasse. Der Vorsorgeausweis gibt an, wie gross das Einkaufspotenzial ist - oder ob es überhaupt besteht. Tendenziell ist es höher, je besser das Einkommen ist, oder auch dann, wenn das Einkommen im Lauf der Jahre deutlich angestiegen ist. Besonders für den Angestellten in Beispiel A ist es daher eine der interessanten Möglichkeiten. Einkäufe in die Pensionskasse erfolgen zum Teil auch mit der Absicht, zur Pensionierung das Kapital zu beziehen und sich das Altersguthaben nicht als Rente auszahlen zu lassen.
  • Pensionskasse überprüfen: Ratsam ist auch immer der Check der Pensionskassenleistungen. Ein gut verdienender Angestellter wie in Beispiel A kann durchaus in der Situation sein, dass er zwar viel verdient, aber ein grosser Teil seiner künftigen Rente einem tiefen Umwandlungssatz unterliegt. Ein Umwandlungssatz von 6,8 Prozent - also dass pro 100'000 Franken Altersvermögen 6800 Franken im Jahr ausbezahlt werden - gilt nur für den obligatorisch versicherten Lohn. Das so genannte Überobligatorium weist häufig einen tieferen Umwandlungssatz auf. Das Verhältnis von Obligatorium zu Überobligatorium muss also überprüft werden. Für das Ehepaar aus Beispiel B ist interessant zu wissen, wie sich möglichen Lohnausfälle wegen Krankheiten und ähnlichem auswirken, und ob die Pensionskasse oder der Versicherte das Finanzierungsrisiko trägt (so genanntes Leistungsprimat vs. Beitragsprimat). Je nach Pensionskasse lässt sich dann abschätzen, wie hoch der Bedarf an zusätzlicher Vorsorge ist.
  • Sparplan: Tief- und Negativzinsen setzen die Pensionskassen unter Druck. Manchen Pensionskassen droht eine finanzielle Schieflage. Daher suchen Vorsorgewillige auch nach Alternativen zum Pensionskasseneinkauf. Lebensversicherungsprodukte sind wegen der Tiefzinsen aber ebenfalls unter Druck geraten. Zudem: Bei Menschen über 50 ist die Laufzeit kürzer, daher ist ein Einstieg in eine Lebensversicherung auch weniger attraktiv. Lebensversicherungen können vom Kunden in aller Regel auch nur zu sehr ungünstigen Bedingungen zurückgekauft werden. Als Alternative zu Lebensversicherungen kann sich jemand für reines Sparen entscheiden, etwa in Form eines monatlichen Fondssparplanes, wie ihn die Banken anbieten. Hier ist sowohl der Zins nicht garantiert, aber das Verlustrisiko wird durch die monatliche Einzahlung ein wenig reduziert. Natürlich soll auch hier der Anlegertyp und die Anlagedauer Entscheidungsgrundlage sein.
  • Selbst anlegen: Wer angespartes Vermögen selbst anlegen will, muss sich zwangläufig mit den Finanzmärkten befassen und eine gewisse Risikofähigkeit, also finanzielle Polster, mit sich bringen: Der Angestellte aus Beispiel A ist dafür eher ein Kandidat als das Ehepaar aus Beispiel B. Ratsam ist, nur einen Teil des Geldes in Wertpapiere zu stecken: Für weniger eifrige Börsianer bieten sich einfach verständliche Fonds oder ETF an. Tipps, wie man mit einem Horizont von zehn Jahren anlegt, finden sich zum Beispiel hier
  • Dritte Säule: Die Säule 3a-Lösungen, wo pro Jahr maximal 6768 Franken steueroptimierend einbezahlt werden können, sind eine der gängigsten Mittel der persönlichen Vorsorge, allerdings auch relativ starr. Es kann kein Geld nachbezahlt werden, und ausser für Wohneigentum, selbständige Tätigkeit oder Wegzug ins Ausland lassen sich die Gelder erst frühestens fünf Jahre vor der Pension beziehen. Doch ist es möglich, mehrere Säule 3a-Konten zu haben, die sich in den Jahren vor der Pensionierung gestaffelt beziehen und mit dem Beginn der Rentenzahlungen abstimmen lassen. cash-Pensionscoach Gabor Gaspar sagt: "Wichtig bei der Vorsorge ist, sich zu fragen: Wann brauche ich welchen Betrag?"
  • Spät noch einzahlen: Empfohlen wird immer, schon früh in die Säule 3a einzubezahlen. Wer mit 50 noch gar keine Säule 3a-Konto hat, kann aber auch dann noch eines eröffnen. Gesetzt der Fall, man bezahlt die 6768 jedes Jahr ein, kommen bis zum Lebensalter 65 noch gut 100'000 Franken zusammen. Zum einen hat man 15 Jahre lang den Steuervorteil, indem die einbezahlten Beträge abziehen kann, und - zumindest theoretisch - die Verzinsung. Traditionell waren Säule-3a-Gelder im Vergleich zu Sparkonten besser verzinst, allerdings ist dieser Vorteil im Moment aufgrund der Tief- und Negativzinsen dahingeschmolzen.
  • Eigenheim: Auch ein Eigenheim ist eine Form der Altersvorsorge, aber es gilt der Grundsatz, nicht alles Geld in eine Immobilie zu stecken. Bei einem Eigenheim soll die Finanzierung überprüft und mögliche Investitionen koordiniert werden. Unliebsame Überraschungen bei der Finanzierung können so vermieden werden, und hinsichtlich Investitionen kann man wiederum Steuern sparen.

Die finanzielle Situation verbessern wird natürlich eine Erbschaft. Das Thema ist emotional und heikel und wird gerne tabuisiert. Es ist aber auch eine Tatsache, dass wegen der höheren Lebenserwartung viele Menschen in der Tat erst erben, wenn sie selber auf das Rentenalter zugehen, oder sogar nach der Pensionierung.

Der Gutverdienende aus Beispiel A muss in gewisser Weise noch das Steuer herumreissen, um seinen Lebensstandard im Alter halten zu können. Er hat den Vorteil, dass er genug Einkommen zum Sparen hat, wird sich aber möglicherweise keine Frühpensionierung leisten können. Das Ehepaar aus Beispiel B hat zwar begrenzten finanziellen Spielraum, hat aber doch noch einige Jahre Zeit, die Altersvorsorge insgesamt zu optimieren.

http://www.cash.ch/news/front/so_sorgen_sie_mit_50_jahren_noch_vor-34347...

 

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Der Zinssturz bei 3a-Konten nimmt kein Ende

Weitere Banken senken ihre Konditionen für Vorsorgesparer. Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen.

Fast im Monatsrhythmus passen die Banken die Konditionen ihrer Vorsorgekonten nach unten an. Per Anfang September hat die Raiffeisen den Zinssatz auf ihre 3a-Konten von 0,5 auf 0,375% gesenkt. Bereits im Juni hatte mit der Credit Suisse eine Grossbank einen Zinsschnitt vollzogen. Sie senkte den Satz von 0,55 auf 0,35%. Damit werden derzeit Vorsorgegelder schweizweit durchschnittlich mit 0,34% verzinst. Vor vier Jahren hatte der Durchschnittszins noch deutlich höher bei rund 1,5% gelegen.

 

zoom

Die besten Konditionen bieten immer noch kleinere Banken, die seit längerer Zeit darauf bedacht sind, Vorsorgegelder anzuziehen. Die Tessiner Banca Stato verzinst Vorsorgegelder derzeit mit 0,75%. Allerdings wird vorausgesetzt, dass man auch ein weiteres Konto eröffnet. Ebenfalls überdurchschnittliche Konditionen bieten die Bank WIR sowie die Banque CIC. Zu den wenig attraktiven Anbietern gehören Gross- und Kantonalbanken sowie die PostFinance. Mit der Bank Zweiplus und J. Safra Sarasin zahlen zwei Banken bereits seit längerer Zeit keine Zinsen mehr auf Vorsorgegelder.

Sparer müssen sich allerdings gewahr sein, dass gerade Anbieter mit guten Konditionen meist restriktive Ausstiegsklauseln haben. Bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter verlangen einzelne Banken bis zu 100 Fr., andere Institute wie die Glarner, Obwaldner und Waadtländer Kantonalbank bedingen sich eine Kündigungsfrist von sechs Monaten aus. Das erschwert die Flexibilität, falls diese Banken ihre Zinsen nach unten anpassen sollten.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die eigenen Vorsorgelösungen regelmässig einem Check zu unterziehen und gegebenenfalls zu einem Anbieter zu wechseln, der bessere Konditionen bietet. Bereits ein Unterschied des Zinses von 0,5 Prozentpunkten kann auf lange Frist erheblich sein. Allerdings werden mit den Anpassungen nach unten die Zinsdifferenzen immer kleiner. Denn ein Ende der Zinserosion im Vorsorgebereich ist noch nicht abzusehen. Die aktuell niedrigen Konditionen wegen des Tiefzinsumfelds sind aber nur ein Aspekt der 3a-Konti, I-m so happyder andere ist die Steuerersparnis.

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Ein Drittel der Schweizer ohne private Altersvorsorge

Planung

Ein Drittel der Schweizer legt privat kein Geld zur Seite, um für das Alter vorzusorgen. Marktforscher GfK nannte als häufigsten Grund dafür fehlendes Wissen über die Risiken.

Über ein Drittel der Schweizer sorgt nicht privat fürs Alter vor – hat also beispielsweise keine Säule 3a. Besonders hoch ist der Anteil jener, die sich auf die gesetzliche Vorsorge verlassen, in der Romandie.

In der französischsprachigen Schweiz beträgt der Anteil der Personen ohne private Vorsorge 42 Prozent. In der Deutschschweiz sind es 38 Prozent. Dies zeigt eine Befragung des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag der Finanzberatungsplattform Moneypark.

Weniger Zins auf Altersguthaben

Moneypark wertet dies als «beinahe fahrlässig». Schliesslich sichere die gesetzliche Vorsorge maximal 60 bis 80 Prozent des gewohnten Haushaltseinkommens. Entsprechend riskierten viele «einschneidende Lücken bei der Altersvorsorge«, heisst es in der Mitteilung vom Montag.

Dies gelte insbesondere aufgrund der politischen Entwicklung: So werfen die Altersguthaben seit diesem Jahr weniger Zins ab. Der Bundesrat hat auf Anfang Jahr den Mindestzinssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt.

Fehlendes Wissen

Mit der Altersvorsorge 2020 soll zudem der Umwandlungssatz von derzeit 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig soll zwar die AHV erhöht werden. Dies werde die Einbussen jedoch nicht vollkommen auffangen können, so Moneypark.

Der häufigste Grund für die fehlende Vorsorge sei schlicht fehlendes Wissen, heisst es in der Mitteilung. Rund ein Drittel der Befragten würden deshalb nicht privat vorsorgen. Ein Viertel sei der Meinung, dass die erste und zweite Säule ausreichend seien, um im Alter gut über die Runden zu kommen. Ein weiteres Fünftel gab an, das Geld lieber privat anzulegen. Für die Studie wurden im Februar dieses Jahres mehr als 1000 Personen befragt.

(sda/me)

 

 

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Pensionskassen starten

Pensionskassen starten schlecht ins neue Jahr

Die Finanzierungslage der Schweizer Pensionskassen hat sich im ersten Quartal 2018 leicht verschlechtert. Aufgrund einer Marktkorrektur ist der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen gesunken, wie die ZKB-Tochter Swisscanto in dem am Mittwoch veröffentlichten Pensionskassen-Monitor schreibt.

25.04.2018 10:57

Bei den privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen sank der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad um 2,7 Prozentpunkte auf 111,1 Prozent. Insgesamt verfügten 95,9 Prozent dieser Kassen über einen Deckungsgrad von 100 Prozent und mehr und lagen somit in Überdeckung. Beinahe zwei Drittel (62,2 Prozent) stehen sogar bei über 110 Prozent. Aufgrund der Marktkorrektur leicht auf 4,2 Prozent erhöht hat sich die Unterdeckung.

Auch bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung sank der Deckungsgrad im Durchschnitt und liegt nun bei 104,1 Prozent. Hier liegen laut Mitteilung 84,5 Prozent der Einrichtungen "über dem Strich" von 100 Prozent, während nur 24,5 Prozent einen Deckungsgrad von über 110 Prozent aufweisen. Eine Unterdeckung ist bei 15,5 Prozent dieser Kassen zu sehen.

Rendite von -1,67 Prozent

Die von Swisscanto erfassten Vorsorgeeinrichtungen erwirtschafteten im ersten Quartal mit ihren Kapitalanlagen eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von -1,67 Prozent. Sämtliche Anlageklassen leisteten negative Beiträge zur Rendite, wobei die negative Entwicklung vor allem auf die Anlageklasse Aktien (Schweiz: -5,22 Prozent; Welt: -2,95 Prozent), Rohstoffe (-2,19 Prozent) und Hedge Funds (-1,96 Prozent) zuzuschreiben ist.

Die Basis für den Swisscanto-Monitor bilden die Angaben zur Vermögensallokation von 507 Pensionskassen mit einem Vermögen von insgesamt 650 Milliarden Franken per 31.12.2016. Darauf aufbauend wurden von Swisscanto aufgrund der Marktentwicklung sowie der Anfang 2017 gewählten Anlagestrategien Schätzungen und Hochrechnungen vorgenommen.

(AWP)

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Wie Sie Ihre Säule 3a

Wie Sie Ihre Säule 3a aufpolieren

In der dritten Säule sind die Zinsen am Boden. Aber es gibt Möglichkeiten, die private Vorsorge attraktiver zu machen.

26.07.2018 00:05

Von Ivo Ruch

Das individuelle Sparen in der Säule 3a macht nicht mehr richtig Freude, seit auch dort die Zinsen immer weiter sinken. In den letzten zehn Jahren sind die durchschnittlichen 3a-Kontozinsen in der Schweiz von über 2 auf aktuell 0,25 Prozent gesunken.

Weil aber im hiesige Vorsorgesystem mit AHV (erste Säule) und Pensionskasse (zweite Säule) vor herausfordernden Zeiten steht – Stichworte Überalterung und Negativzins – ist die dritte Säule, also die individuelle Planung der Altersfinanzierung, nach wie vor wichtig. Eines der beliebtesten Mittel der persönlichen Vorsorge ist die Säule 3a, wo im Jahr bis zu 6768 Franken einbezahlt werden können. Der Bezug ist zwar bis wenige Jahre vor der Pensionierung gesperrt, dafür optimiert man mit dem Einzahlen die Steuerrechung.

In der dritten Säule kann die Rendite optimiert werden. Wer fähig und willens ist, in die Säule 3a einzuzahlen, sollte dazu die verschiedenen Möglichkeiten kennen. Es gibt drei Instrumente, bald könnten es sogar vier sein:

1. Zinsvergleich

Selbst bei einer simplen 3a-Kontolösung wird das Geld besser verzinst als auf einem herkömmlichen Sparkonto. Besonders wichtig ist aber der Vergleich der verschiedenen Anbieter. Denn: Bei langfristigen Investitionen, wie es die dritte Säule meistens ist, fallen schon kleine Unterschiede bei den Zinsen ins Gewicht. Grund ist der Zineszinseffekt.

Momentan beträgt der Unterschied zwischen bestem und schlechtestem Anbieter bei der Säule 3a rund 0,45 Prozent, wie Angaben des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch zeigen. Umgerechnet auf einen Anlagehorizont von 30 Jahre bei jährlichen Einzahlungen von 6768 Franken macht das eine Zinsdifferenz von fast 14'000 Franken aus.

Wichtig sind auch die Details zur Kontoführung. Bei den meisten Säule-3a-Anbietern sind Kontoführung und Auflösung kostenfrei. Doch einige verlangen Saldierungsspesen oder haben eine unüblich lange Kündigungsfrist von bis zu mehreren Monaten. Das genaue Studieren der Kontounterlagen ist deshalb unerlässlich.

Die besten Anbieter von Säule-3a-Konten

Anbieter Zinssatz, in %
WIR Bank, Clientis 0,45
Neue Aargauer Bank 0,425
Bank CIC, Bank EKI, Cornèr Bank, Saanen Bank, Bezirks-Spark. Dielsdorf 0,4
Appenz. KB, Obwald. KB 0,35
Sparhafen, Bank Cler, AEK, EEK, Schaffh. KB, Zürcher Landbank, DC Bank 0,3

Quelle: moneyland.ch, nur Anbieter ohne Spezialkonditionen wie Bankpakete oder Wohnort (Stand: 25.07.18)

2. Mit dem Aktienanteil spielen

Neben der Kontolösung gibt es die Möglichkeit, innerhalb der Säule 3a auf Wertschriften zu setzen. Auch hier können dieselben Summen einbezahlt werden (6768 Franken für Angestellte, maximal 33'840 Franken für Selbstständige). Das Geld wird dann in Anlagefonds investiert, wobei es dann in der Regel auf Aktien und Obligationen aufgeteilt wird.

Entscheidend bei der Wertschriften-Option sind ein langer Anlagehorizont und eine erhöhte Risikofähigkeit. Denn anders als Sparkonten sind die Fonds deutlich volatiler und können auch mal an Wert verlieren. Es ist dann entscheidend, eine solche Delle aussitzen zu können. Das Risiko verändert sich dabei zusätzlich, wenn man den Aktienanteil im Portfolio variiert. Faustregel: Je mehr Aktien desto riskanter der Fonds.

Mit einer stärkeren Gewichtung von Aktien nehmen langfristig aber auch die Renditechancen zu. Verschiedene Banken bieten 3a-Anlagefonds mit einer Aktienquote bis zu 75 Prozent an, bei der komplett digitalen Lösung des Fintech-Startups Viac kann der Aktienanteil gar bis auf 97 Prozent erhöht werden. Laut Vorsorgeexperten sollte bei Produkten mit einem substanziellen Aktienanteil der Anlagehorizont in der Säule 3a mindestens zehn Jahre betragen. Kurz vor der Pensionierung oder vor dem Kauf von Wohneigentum lohnen sich die risikoreicheren Anlagefonds also weniger.

3. Auf die Fondskosten achten

Bei den Anlagefonds in der Säule 3a gilt dasselbe wie bei den Konten: Vergleichen ist entscheidend. Denn die anfallenden Kosten können locker einen grossen Teil der Rendite zunichtemachen, was sich besonders bemerkbar macht in Jahren mit schwacher oder gar negativer Fondsperformance.

Zur Angabe der Kosten verwenden die Fondsanbieter gerne die Total Expense Ratio (TER) und bezeichnen sie als "Gesamtkostenquote". Die tatsächlich anfallenden Gebühren sind aber höher als die TER. Eine Studie von moneyland.ch vom letzten Dezember zeigte, dass Schweizer Vorsorgefonds durchschnittlich 1,17 Prozent pro Jahr an Gebühren verlangen. Dazu gehören auch Ausgabe-, Rücknahme- und Depotgebühren.

Besonders auffällig bei der Auswertung durch moneyland: Die teuersten Fonds kosten dreimal mehr als die günstigsten. Tendenziell sind Fonds teurer, je höher der Aktienanteil ist. Zudem sind die Kosten im Durchschnitt tiefer, wenn passive Anlagelösungen wie ETF zum Einsatz kommen.

Günstige Schweizer Vorsorgefonds

Anbieter Name Aktienanteil Strategie Gesamtkosten in CHF* ISIN
Zurich Target Investment Fund Geldmarkt 0% aktiv 5300 CH0038340615
ZKB Swisscanto BVG 3 Index 45 R 45% passiv 7900 CH0238046459
Reichmuth&Co Reichmuth Alpin S 15-50% aktiv 8020 CH0238828153
LUKB LUKB Expert-Vorsorge 25 25% aktiv 8100 CH0352060427
Migros Bank Migros Bank (CH) Fonds 25 V 25% aktiv 8600 CH0023406496
Postfinance Postfinance Pension 25 25% passiv 8700 CH0012056260
CS CSA Mixta-BVG Index 45 45% passiv 9210 CH0103826761
BCV Swisscanto LPP 3 Portfolio 10 10% aktiv 9300 CH0011315881
BEKB Swisscanto BVG 3 Index 45 R 45% passiv 9600 CH0238046459

Quelle: moneyland.ch *einmalige Einzahlung von 100'000 CHF, Laufzeit von zehn Jahren

4. Gelder nachzahlen

Geht es nach dem Verein Vorsorge Schweiz (VVS), gibt es in Zukunft noch ein viertes Steuerungsinstrument in der Säule 3a: Die Möglichkeit, alle fünf Jahre Gelder nachzuzahlen. Und zwar dann, wenn der Maximalbetrag nicht ausgeschöpft wurde. Die Einkaufssumme berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Maximalbetrag und den persönlichen 3a-Einzahlungen der letzten fünf Jahre, wird aber bei 33'840 Franken (5 mal 6768 Franken) gedeckelt.

Der VVS vertritt die Interessen der Säule-3a-Anbieter, weshalb es nicht erstaunt, dass er zusätzliche Vorsorgegelder anziehen möchte. Doch die Option des Nachzahlens könnte gerade für jüngere Personen oder Teilzeitarbeitende im Rahmen der Selbstvorsorge Sinn machen. "Realistischerweise ist die Einführung eines Einkaufs in die Säule 3a aber erst in zwei bis fünf Jahren denkbar, weil noch diverse politische Hürden zu nehmen sind", sagt VVS-Geschäftsführer Robert-Jan Bumbacher. Die bisherigen Reaktionen aus Politik und Bevölkerung auf den Vorschlag seien aber positiv, weshalb er die Erfolgschancen als gross einschätze.

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Pensionskasse: Warum ich die

Pensionskasse: Warum ich die Rente nehme

Soll man sich das Pensionskassengeld auszahlen lassen oder eine Rente beziehen? Claude Chatelain hat auf die schwierige Frage eine relativ einfache Antwort.

26.08.2018 23:06

Von Claude Chatelain

«Berufliche Vorsorge: Kapital oder Rente?» Unter diesem Titel lud die Credit Suisse letzte Woche zu einer Medienkonferenz. Ob man sich das Pensionskassenkapital auszahlen oder auf eine lebenslängliche Rente setzen soll, ist zweifellos ein folgenschwerer Entscheid und beschäftigt viele Leute.

Ich hatte befürchtet, die Grossbank würde ein Plädoyer für den Kapitalbezug halten. Banken haben ein ureigenes Interesse daran, dass sich Kunden die Pensionskasse auszahlen lassen, damit sie es gewinnbringend anlegen können. Ob gewinnbringend für die Bank oder für die Kunden, sei dahingestellt. Idealerweise gewinnbringend für beide.

Meine Befürchtung war unbegründet. Der Studienautor stellte nüchtern Zahlen und Fakten auf den Tisch und zeigte auf, wann sich der Kapitalbezug, wann sich die Rente lohnt. Logischerweise basieren solche Berechnungen auf Annahmen.

Die CS rechnete beim Kapitalbezug mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 2 Prozent und einer Lebensdauer von noch 25 Jahren. Zudem muss man wissen, dass beim einmaligen Kapitalbezug eine Sondersteuer fällig wird. Diese ist von Gemeinde und Gemeinde verschieden. Je höher diese Steuer, desto weniger bleibt für die Vorsorge.

Ich kann mit solchen Berechnungen wenig anfangen. Es handelt sich stets um Durchschnittswerte. Sobald man vom Durchschnitt abweicht, sieht die Situation anders aus. Und wenn die CS eine Studie vorstellt oder ein Berater einen Finanzplan erstellt, geht es stets um die einzige Frage, welche Variante mehr rentiert. Also um die Frage: Ob ich pro Monat mit der Rente oder mit dem Kapital mehr Geld zur Verfügung habe.

Mich interessiert eine andere Frage: Welche Variante macht mich glücklicher? Schlafe ich besser mit der Rente oder mit dem Kapital? Ich sags offen: Ich werde mein ganzes Guthaben der 2. Säule als Rente beziehen, obschon ich mir durchaus zutrauen würde, das Geld mit einer positiven Rendite anzulegen. Unter dem Strich käme ich mit dem Kapital wohl besser davon wenn man bedenkt, dass ich die Rente als Einkommen versteuern muss.

Doch wie werde ich in 10 oder zwanzig Jahren ticken? Etwa wie mein Vater, der als ehemaliger Bundesbeamter eine ansehnliche  Rente erhielt und im hohen Alter trotzdem völlig unbegründete Existenzängste bekam? Meine Eltern haben mich zum Sparen erzogen. Das habe ich meinen Lebtag gemacht. Werde ich in der Lage sein, Jahr für Jahr das Vermögen zu verzehren und zusehen, wie der Kontostand abnimmt? Ich bewundere Leute, die das können. Wohlverstanden: Was für mich gut ist, muss für andere nicht automatisch auch gut sein.

Jüngst stellte mich ein Nationalrat auf die Probe und fragte mich in der Wandelhalle: Herr Chatelain, in einem Satz, was ist besser: die Rente oder das Kapital? Meine Antwort: Das Kapital für die Rendite, die Rente fürs Wohlbefinden.

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AHV ist laut dem CS

AHV ist laut dem CS-Jugendbarometer die grösste Sorge der Jungen

Die Altersvorsorge ist gemäss dem CS-Jugendbarometer neu die Hauptsorge der Jugendlichen in der Schweiz. Die Themen Zuwanderung und Asyl werden demgegenüber als bedeutend weniger wichtiges Problem wahrgenommen.

27.08.2018 13:07

Die Altersvorsorge hat es in keinem der untersuchten Länder ausserhalb der Schweiz in die Top 10 geschafft, wie die Credit Suisse (CS) am Montag mitteilte. Die grössten Sorgen der Jugendlichen sind beispielsweise in den USA und in Singapur die Arbeitslosigkeit oder in Brasilien die Korruption.

Dass die Jugendlichen die Altersvorsorge neu als Hauptsorge wahrnehmen, bestätige den Trend aus der letztjährigen Ausgabe des CS-Sorgenbarometers, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Abstimmung über die Altersvorsorge beziehungsweise die Debatte darüber scheine die Problematik verstärkt ins Bewusstsein der Jugendlichen gerufen zu haben. Die neue Hauptsorge sei somit wohl auch Ausdruck dafür, dass die Jugendlichen von der Politik nun dringend Lösungen erwarteten.

Als weniger wichtiges Problem wahrgenommen werden die Themen Zuwanderung und Asylfragen. Seit 2010 würden die Schweizer Jugendlichen das Verhältnis zu jungen Ausländern als immer harmonischer beschreiben. Vor acht Jahren seien es lediglich elf Prozent gewesen, heute seien es 33 Prozent.

Es zeichne sich auch ein neues Wertebild ab, was wiederum neue Organisations- und Wirtschaftsformen fördere. Unter dem Motto "Teilen statt Besitzen" habe sich die Sharing Economy in den letzten Jahren rasant verbreitet. Diese und Plattformen wie Airbnb und Car-Sharing-Angebote seien auch bei den Jugendlichen beliebt und rund die Hälfte der Befragten würde davon Gebrauch machen.

Weniger Angst vor Jobverlust

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage bei Jugendlichen ist, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Berufsleben auch bei Jugendlichen Verunsicherung auslöse. Allerdings sei dies in der Schweiz weniger ausgeprägt aus im Ausland, weil in der Schweiz das duale Bildungssystem eine gewisse Sicherheit biete.

So befürchteten in der Schweiz lediglich ein Drittel der befragten Jugendlichen, dass ihr Job verschwinden werde. Die IT- und Techbranche gelte ausser in der Schweiz (43 Prozent) mit Abstand als beliebtester Arbeitssektor (je 75 Prozent in den USA und Singapur und 72 Prozent in Brasilien).

Die Schweizer Jugendlichen würden dagegen lieber im Bildungswesen (56 Prozent), den Medien (53 Prozent) , im Tourismus (50 Prozent) oder in der Verwaltung (47 Prozent) arbeiten.

Die Digitalisierung wirke sich nicht nur auf die Art und Weise respektive Häufigkeit aus, wie die Jugendlichen News konsumierten, sondern schaffe an sich ganz neue Themen. Die digitale Verbreitung von Fake News werde von relevanten Anteilen junger Menschen in allen vier befragten Ländern als eines von fünf der wichtigsten Probleme des Landes angehen. Die Informationsschere scheine dabei immer weiter aufzugehen.

Für den Jugendbarometer wurden im laufenden Jahr rund 1000 Jugendliche in der Schweiz, Brasilien, den USA und Singapur im Alter von 16 bis 25 Jahren befragt. Die Umfrage wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen April und Mai 2018 online durchgeführt.

(AWP)

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Initiative für einheitliche

Initiative für einheitliche Pensionskassenbeiträge gescheitert

Eine Volksinitiative für unabhängig vom Alter gleichbleibende Pensionskassenbeiträge für alle Versicherten ist gescheitert. Für die eidgenössische Volksinitiative "Berufliche Vorsorge - Arbeit statt Armut" ist die Sammelfrist am Freitag abgelaufen.

10.01.2020 08:30

Hinter dem Begehren steht der Verein Workfair 50+. Es verlangte eine Änderung von Artikel 113 Absatz 3bis der Bundesverfassung. Der Artikel soll neu lauten: "Für die Bemessung der Altersgutschriften gilt für alle Versicherten unabhängig vom Alter der gleiche Ansatz. Erwerbstätige Personen sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig."

Workfair 50+ hat das Begehren bereits am 30. September zurückgezogen, wie Vereinspräsident Pierre Bayerdörfer gegenüber Radio SRF sagte. Grund sei, dass der Nationalrat eine Motion der BDP mit derselben Forderung angenommen habe. Er gehe davon aus, dass auch der Ständerat diese Motion gutheisse.

Überweist die kleine Kammer den Vorstoss, muss der Bundesrat einen Gesetzesvorschlag dazu ausarbeiten. Zum Zeitpunkt, da der Nationalrat die Motion unterstützt habe, habe der Verein "ein paar Tausend" der 100'000 für das Zustandekommen nötigen Unterschriften beisammen gehabt, sagte Bayerdörfer.

Der Verein setzt nun auf eine Kundgebung gegen Armut im Alter im Mai, wie Bayerdörfer im Radiobeitrag sagte. Workfair 50+ ist laut eigenen Aussagen ein politisch und weltanschaulich unabhängiger gemeinnütziger Verein. Er setzt sich vorrangig für erwerbslose und von der Erwerbslosigkeit bedrohte Menschen über 50 Jahre ein.

(AWP)

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Schweizer Pensionskassen

Schweizer Pensionskassen profitieren 2019 von guter Anlageperformance

(Mit Angaben von Willis Towers Watson ausgebaut) - Für die zweite Säule war 2019 ein gutes Anlagejahr. Die Schweizer Pensionskassen profitierten vor allem von stark steigenden Aktienkursen. Die Dividendenpapiere waren der wichtigste Renditelieferant. Das hat auch zu einer Verbesserung in den Pensionsplänen der Schweizer Firmen geführt.

15.01.2020 12:04

Über das gesamte Jahr 2019 erzielten die von der Grossbank UBS beobachteten Vorsorgeeinrichtungen im Durchschnitt eine Anlageperformance von 11,1 Prozent, dies nachdem das Jahr davor mit einem Minus von 3,3 Prozent beendet wurde. Blickt man zehn Jahre zurück, dann ergibt sich im Sample der UBS eine durchschnittliche Jahresperformance von 4,8 Prozent.

Von Messbeginn im Januar 2006 bis heute erwirtschafteten die Vorsorgeeinrichtungen laut UBS kumuliert eine Performance von 57,6 Prozent.

Starke Aktien

Aufgeschlüsselt nach Grösse schnitten kleine Pensionskassen mit verwalteten Vermögen von weniger als 300 Millionen Franken mit einer Rendite von 11,4 Prozent 2019 am besten ab, gefolgt von den mittelgrossen Kassen mit Vermögen zwischen 300 Millionen und einer Milliarde (+11,1%). Das Schlusslicht bildeten mit 10,5 Prozent die grossen Kassen mit über einer Milliarde Vermögen.

Haupttreiber der guten Entwicklung im letzten Jahr waren mit Abstand die Aktien. Schweizer Titel lieferten den Pensionskassen mit +30,5 Prozent die beste Performance und mit ausländischen Aktien wurden +22,9 Prozent erwirtschaftet. Rückenwind habe den Aktienmärkten insbesondere die expansivere Geldpolitik der grossen Zentralbanken gegeben, schreibt die UBS.

Einen soliden Beitrag leisteten die Immobilien mit einem Plus von 7,5 Prozent. Auf der anderen Seite haben die Pensionskassen mit Anlagen in Hedgefonds (+2,3%) und Schweizer Anleihen (+2,9%) im vergangenen Jahr nur wenig Geld verdient.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im Monat Dezember. Da steuerten die Kategorien "Aktien Schweiz" und "Aktien global" laut UBS-Berechnungen ein Plus von 1,3 beziehungsweise 0,9 Prozent zur Performance bei. Gar rückläufig entwickelten sich Hedgefonds (-1,9%), andere Anleihen (-1,8%) oder auch die Schweizer Anleihen (-0,8%).

Deckungsgrad steigt über 100%

Das gute Anlagejahr wirkt sich in den Bilanzen der Firmen auf den Pensionspositionen positiv aus. Das zeigt die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte Analyse des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson (WTW). Gründe dafür seien die leichte Erholung der technischen Zinssätze, die zur Berechnung künftiger Vorsorgekapitale und -leistungen herangezogen werden, sowie die hohen Anlageerträge.

Im vierten Quartal 2019 kletterte der im "Swiss Pension Finance Watch" berechnete Deckungsgrad, der das Verhältnis von Pensionsvermögen zu den entsprechenden Verpflichtungen anzeigt, um rund 6 Prozentpunkte auf 105,2 Prozent. Der Wert liegt somit wieder über 100 Prozent. Auf diesem Niveau können Firmen ihren Pensionsverpflichtungen nachkommen und die künftig fälligen Renten bezahlen.

Unter dem Strich sei 2019 für die Pensionspositionen der Firmen ein positives Jahr gewesen, wird WTW-Pensionskassen-Experte Adam Casey in der Mitteilung zitiert. Sollte aber eine Korrektur an den Aktienmärkten ohne einen entsprechenden Anstieg bei den Renditen von Unternehmensanleihen erfolgen, dann könnte es beim Deckungsgrad zu einem empfindlichen Rückschlag kommen.

Willis Towers Watson veröffentlicht seine Studie "Swiss Pension Finance Watch" jeweils vierteljährlich. Darin untersucht das Unternehmen die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Finanzierung von Vorsorgeplänen in der Schweiz nach dem Rechnungslegungsstandard IAS 19, insbesondere auf das Anlagevermögen und die Verpflichtungen.

mk/ys

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Schweizer Pensionskassen

Schweizer Pensionskassen verbuchen erneut starkes Quartal

Die Schweizer Pensionskassen haben gemäss CS-Index erneut ein starkes Quartal verzeichnet. Aktieninvestitionen trugen hauptsächlich zu diesem positiven Resultat bei.

16.01.2020 14:04

Der Pensionskassenindex der Credit Suisse stieg im Schlussquartal 2019 um 2,08 Prozent. Aktuell steht der Index per 30. Dezember 2019 bei 186,06 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000.

Nach dem Anstieg in den drei Vorquartalen entwickelten sich die Pensionskassen laut einer Mitteilung vom Donnerstag auch im vierten Quartal sehr erfreulich. Der November (+1,27 Prozent) war dabei der stärkste Monat, gefolgt vom Oktober (+0,49 Prozent) und Dezember (+0,31 Prozent).

Den Löwenanteil zur positiven Entwicklung im Berichtsquartal trugen Aktien (+1,82 Prozent) bei. Aktien von Schweizer Unternehmen erzielten dabei einen Renditebeitrag von 0,71 Prozent und ausländische Aktien steuerten ein Plus von 1,11 Prozent zum Ergebnis bei.

Rendite über BVG-Vorgabe

Aber auch die Investitionen in Immobilien haben sich ausgezahlt. Mit einem Beitrag von plus 0,54 Prozent zogen sie das Resultat nach oben. Obligationen entwickelte sich laut der Grossbank indes negativ (-0,37 Prozent). Weitere Werte wie alternative Anlagen hätten sich zwar nur unauffällig gezeigt, seien trotzdem im Plus gelandet.

Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung (seit 1. Januar 2017 auf 1 Prozent p.a.) stieg derweil im Berichtsquartal um 0,38 Punkte (resp. 0,25 Prozent) auf den Stand von 155,16 Punkten, ebenfalls ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index liege somit im vierten Quartal 2019 1,83 Prozent über der BVG-Vorgabe, wie es weiter hiess.

Annualisiert weist der Pensionskassen-Index der CS per 31. Dezember 2019 eine Rendite von 3,15 Prozent aus. Demgegenüber stehe eine annualisierte BVG-Mindestverzinsung von 2,22 Prozent.

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Finanzielle Lage der

Finanzielle Lage der Pensionskassen hat sich 2019 deutlich verbessert

Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr 2019 von den starken Aktienmärkten profitiert. Mit einer Gesamtrendite von 11,5 Prozent sei 2019 das beste Anlagejahr seit der Finanzkrise gewesen, schreibt Swisscanto in seinem Pensionskassen-Monitor vom Freitag. Das habe positiv auf die Deckungsgrade und Reserven per Jahresende gewirkt.

24.01.2020 12:30

Durch Kursgewinne erhöhten sich die Reserven der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen im Durchschnitt auf 18,7 von 8,7 Prozent vor Jahresfrist. Die Deckungsgrade notieren mit 118,7 Prozent auf einem Allzeithoch, wie es weiter heisst.

Knapp 70 Prozent der privatrechtlichen hatten per Ende Jahr eine Deckung von über 115 Prozent erreicht, ebenso wie rund 40 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung. Schätzungsweise 5 Prozent der privatrechtlichen Kassen befanden sich zum Jahresende in Unterdeckung.

Stärkstes Anlagejahr seit der Finanzkrise

Das Jahr 2019 sei seit der Finanzkrise 2009 das stärkste Anlagejahre gewesen, heisst es weiter. Den Schätzungen von Swisscanto zufolge lag die vermögensgewichtete Rendite der Pensionskassen bei 11,5 Prozent. Dabei stachen bei den Anlageklassen Aktien Schweiz (+30,6%) und Welt (+24,3%) deutlich heraus, gefolgt von Immobilien Schweiz (+13,4%). Auch alle übrigen Anlageklasse wiesen positive Renditen auf.

Swisscanto stützt sich bei den Angaben im Pensionskassen-Monitor auf Hochrechnungen, die auf den von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2019 gewählten Anlagestrategie basieren. An der Umfrage nahmen 531 Vorsorgeeinrichtung mit einem Vermögen von insgesamt 660 Milliarden Franken teil. Entscheidend für die Berechnungen sind die Marktentwicklungen.

yr/uh

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Kann eine Säule 3a vererbt

Kann eine Säule 3a vererbt werden?

Säule-3a-Sparen ist eine beliebte Form der Altersvorsorge. Unerwartete Lebensereignisse werfen aber auch bei dieser Sparform immer wieder Unsicherheit aus. Antworten auf Situationen, die unerwartet eintreten können.

29.01.2020 22:10

Von Marc Forster

Angestellte können in der Säule 3a im Jahr 6828 Franken, Selbständige ohne Pensionskasse bis zu 34'128 Franken im Jahr einzahlen. Und langfristiges Sparen mit der Säule 3a lohnt sich: Die Säule 3a wird tendenziell besser verzinst als Sparguthaben und wirkt steueroptimierend. Ausserdem zwingt diese Sparform zu einem disziplinierten Umgang mit Geld. Frauen können die Guthaben ab dem Alter 59 Jahre, Männer ab 60 Jahre beziehen. Am besten ist, man legt mehrere Konten an und bezieht diese aus steuerlichen Gründen gestaffelt.

So viel ist den meisten über diese Spar- und Vorsorgeform bekannt. Und doch, so klar und an sich einfach die Säule 3a ausgestaltet ist: Es gibt immer offene Fragen. Was ist, wenn Lebenswege nicht linear verlaufen? Wie geht man damit um, dass das Geld "gebunden", also nur bei genauen Regeln beziehbar ist? Kann man Geld vielleicht auf Umwegen früher beziehen, wenn es unbedingt sein muss?

Was in speziellen oder nicht unbedingt vorgesehenen Situationen passiert, beantworten folgende Punkte.

Wie werden Säule-3a-Vermögen vererbt?

Wenn die Besitzerin oder der Besitzer eines Säule-3a-Guthaben das Bezugsalter nicht erreicht, werden die Gelder an Angehörige und Nachkommen verteilt. Für diejenigen, denen diese Vermögenswerte zukommen, gilt ein reduzierter Steuersatz. Ein solcher wird ja auch angewandt, wenn Säule-3a-Sparer ihr Guthaben selbst beziehen.

Allerdings sind Vorsorgekonten und Vorsorgefonds rechtlich nicht Teil des Nachlasses, sondern Gelder, die separat und direkt an begünstigte Personen ausbezahlt werden. Nach Auskunft des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) soll die laufende Erbrechtsreform nun abschliessend klären, inwiefern 3a-Guthaben dem Erbrecht unterworfen sein sollen. 

Wer das Geld bekommt, regelt im Moment eine "Begünstigtenordnung". Die Details sind enthalten in den Vorsorgereglementen der Banken und Finanzunternehmen, die das 3a-Sparen anbieten.

Kann man für die Säule 3a ein «Testament» machen?

Gemäss der Begünstigtenordnung gehen die Auszahlungen einer Reihenfolge nach. Die Rangfolge lautet:

  1. Ehe- und eingetragene Partner
  2. Direkte Nachkommen, Personen, die vom Besitzer der Säule 3a "erheblich" unterstützt worden sind und Personen, mit denen mindestens fünf Jahre vor dem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft bestand
  3. Eltern, dann Geschwister, dann übrige Erben

Die Reihenfolge ist vorgegeben, Inhaber von Säule 3a-Konten können sie aber zu einem gewissen Grad beeinflussen. Wie etwa die Credit Suisse auf ihrer Website schreibt, können einzelne Personen aus der Kategorie 2 spezifisch begünstigt werden.

Auch bei Eltern, Geschwistern und übrigen Erben kann die Reihenfolge geändert werden. Laut Experten und Banken, die 3a-Produkte anbieten, können Kinder auch bei Säule-3a-Geldern Klage erheben, wenn Pflichtteile nicht berücksichtigt werden. Nach Angaben des BSV ist die Behandlung solcher Ansprüche nach geltendem Recht aber zum aktuellen Zeitpunkt umstritten. 

Mehr zum Thema:

Zum Dossier Säule 3a von cash.ch geht es hier

Es empfiehlt sich in jedem Falle, bei Fragen mit dem Anbieter der Säule 3a Kontakt aufzunehmen. Änderungen der Begünstigtenordnung müssen der Vorsorgestiftung mitgeteilt werden.

Gibt es bei akuter Geldnot Möglichkeiten, Säule-3a-Gelder vorzeitig zu beziehen?

Geldnot allein ist kein Grund für einen vorzeitigen Bezug. An der Idee, dass Säule-3a-Guthaben bis wenige Jahre vor dem Pensionsalter unangetastet bleiben sollen, will der Gesetzgeber bewusst nicht rütteln. Es herrscht ein "unausgesprochener" Deal: Der Schweizer Staat ermuntert zum Sparen, indem er die Säule 3a steuerlich begünstigt, dafür gewährt er nur wenige Ausnahmen für einen ausserplanmässigen Bezug. 

Ausnahmen für den vorzeitigen Bezug sind:

  1. Kauf von selbst bewohntem Wohneigentum, Rückzahlung von Hypotheken, und Renovationen von selbst bewohntem Wohneigentum. Auch die Verpfändung von Wohneigentum mithilfe von Säule-3a-Mitteln ist möglich, wobei dies genau genommen kein vorzeitiger Bezug ist.
  2. Einkauf in die zweite Säule
  3. Berufliche Selbständigkeit
  4. Auswanderung

Berechtigt zu einem vorzeitigen Bezug sind auch volle IV-Bezüger, bei denen das Invaliditätsrisiko nicht durch eine Zusatzversicherung abgedeckt ist.

Bei Finanz- und Vorsorgeberatern hört man immer wieder, dass bei Säule-3a-Sparern durchaus einmal der Wunsch aufkommt, Geld vorzeitig zu beziehen. Die sehr strenge Regelung der Ausnahmen lassen dies laut den Experten aber nicht zu.

Versuche, zum Schein eine Selbständigkeit oder einen Wohnsitz im Ausland zu errichten, dürften in den meisten Fällen scheitern. Selbständigkeit muss von der AHV anerkannt werden, und Auslandswohnsitze müssen nachgewiesen werden. Es sind nicht nur die Behörden, sondern auch die Vorsorgestiftungen selber, die solche Nachweise verlangen.

Kann man bei Arbeitslosigkeit weiter in die Säule 3a einbezahlen?

Zu Einzahlungen in ein Säule-3a-Konto berechtigt sind alle, die ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen haben, wie es im Schweizer Amtsdeutsch heisst. Auch bei Arbeitslosen sind es 6826 Franken, die im Jahr einbezahlt werden können. Dies gilt, solange jemand Taggelder bezieht, denn diese werden wie AHV-pflichtiges Einkommen betrachtet.

Können Ausgesteuerte Säule 3a-Gelder vorzeitig beziehen?

Obwohl die Situation als Ausgesteuerte oder Ausgesteuerter in manchen Fällen für die Betroffenen eine finanziell schwierige Lage mit sich bringt, ist der Bezug von Säule-3a-Geldern nicht vorgesehen.

Auch hier gilt: Der Bezug ist vor 59 oder 60 Jahren nur bei den genannten Ausnahmen möglich. Zudem stufen die Schweizer Behörden Vorsorgegelder vorrangig vor der Sozialhilfe ein: Das heisst, aus der zweiten und dritten Säule bezogenes Geld ist Vermögen, das zum Bestreiten des Lebensunterhalts verwendet werden soll.

Deshalb sollten auch Ausgesteuerte Vorsorgegelder einen Plan haben, wie und in welchem Zeitraum das Geld sinnvollerweise zu beziehen ist. Geld aus der zweiten Säule, das in diesem Fall meist auf einem Freizügigkeitskonto liegt, muss aufs Mal bezogen werden. Bestehen mehrere Säule-3a-Konten, sollte man sich diese gestaffelt auszahlen lassen. 

Kann man aus Auslandschweizer in die Säule 3a einzahlen?

Man muss, um Geld in die Säule 3a einbezahlen zu können, in der Schweiz angemeldet sein. Wer mit Sack und Pack ins Ausland gezogen ist, kann keine Gelder in die Säule 3a mehr einbezahlen.

Wer sich in der Schweiz abmeldet, kann sich das Vorsorgegeld auszahlen lassen. Möglich ist aber auch, ein Säule-3a-Konto in der Schweiz ruhen zu lassen.

Wenn das Geld dann im Umfeld des Pensionsalters zur Auszahlung kommt, wird es zunächst von der Schweiz besteuert, möglicherweise aber auch von einem anderen Land. Ausschlaggebend ist, ob Sozialversicherungsabkommen wie mit den EU- und EFTA-Ländern bestehen, oder ob die Schweiz ausserhalb dieser Länder Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat oder nicht.

Können in der Schweiz lebende Ausländer eine Säule 3a eröffnen? 

Wer in der Schweiz arbeitet und ein AHV-pflichtiges Einkommen hat, kann einzahlen, unabhängig vom Pass. Wenn ausländische Arbeitnehmer mit C-Ausweis quellenbesteuert sind, müssen sie zwecks Steueroptimierung daran denken, ihre Einzahlungen den zuständigen Stellen mitzuteilen. Ein Steuerrückerstattungsgesuch der kantonalen Steuerbehörden ist im Internet auffindbar (für den Kanton Zürich hier).

Ausländer, welche die Schweiz wieder verlassen, können sich ihr Vorsorgegeld auszahlen lassen und die Auszahlung fällt dann unter die Quellensteuer. Folgendes ist sinnvoll: Spätestens vor der Auszahlung soll das Geld in eine Vorsorgestiftung in einem steuergünstigen Kanton überwiesen werden (meistens wird Schwyz empfohlen), wodurch am wenigsten Steuern anfallen. 

Können auf Säule-3a-Konten Negativzinsen erhoben werden?

Der Negativzins von -0,75 Prozent der Schweizerischen Nationalbank erreicht mehr und mehr auch normale Banksparer: Einzelne Reteilbanken und Vermögensverwalter erheben diesen Zins bereits (cash berichtete). Bei Säule-3a-Konten ist bei bestimmten Anbietern der Zins inzwischen auf Null gesunken, Negativverzinsungen wurden inzwischen aber noch nicht eingeführt. 

Laut dem BSV wäre dies möglich. Die Säule 3a kennt nicht wie etwa die berufliche Vorsorge eine gesetzlich geregelte Mindestverzinsung. Allerdings kämen Negativzinsen in der Säule 3a einem besonders heftigen Tabubruch gleich: Geldabzügen wäre wohl die Folge, denn Säule-3a-Konten können ohne grossen Aufwand von Bank zu Bank transferiert werden.

Auch ein möglicher grundlegender Vertrauensverlust in die Finanzindustrie ist wohl ein Grund, weswegen die Anbieter von Säule-3a-Sparprodukten bisher von Negativzinsen abgesehen haben. 

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Schweizerinnen und Schweizer

Schweizerinnen und Schweizer erwarten weniger von der Vorsorge

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer senken ihre Erwartungen an die eigene Altersvorsorge. Insbesondere die berufliche Vorsorge verliert weiter an Vertrauen, wie das am Donnerstag von Raiffeisen veröffentlichte Vorsorgebarometer zeigt.

10.09.2020 09:15

Im Vergleich zur letztjährigen Umfrage planen zudem deutlich weniger Arbeitnehmende eine Frühpensionierung. Eine Mehrheit könne sich sogar vorstellen, über das Rentenalter hinaus zu arbeiten - allerdings vorwiegend in einem Teilzeitpensum.

Wenig Zuspruch erhielt in der Befragung das derzeit unterschiedliche Rentenalter von Mann und Frau. Ein Drittel befürwortet das Rentenalter 65 für alle.

Wenig Vertrauen in zweite Säule

In der aus drei Säulen zusammengesetzten Vorsorge hat die zweite Säule (BVG) Vertrauen verloren. Nur noch rund 15 Prozent der im Rahmen des Vorsorgebarometers Befragten glauben an die Zukunftsfähigkeit und die Finanzkraft der beruflichen Vorsorge. Im Jahr davor lag dieser Wert noch anderthalb Prozentpunkte höher.

Der Vertrauensverlust zeige sich auch daran, dass immer mehr Personen eine Auszahlung des Pensionskassenkapitals einer Rente vorziehen würden. Die öffentliche Diskussion rund um die zunehmende Lebenserwartung und zu den sehr tiefen Zinsen hinterlasse Spuren. Die Umfrageteilnehmer rechneten bei der eigenen Pensionierung mit Leistungskürzungen.

Eine leichte Zunahme auf gut 16 Prozent verbuchte in der "Vertrauensfrage" die AHV, während das Vertrauen in die private Vorsorge der dritten Säule innert Jahresfrist ebenfalls zurückgegangen ist. Allerdings sind nach wie vor mehr als 43 Prozent von der finanziellen Stabilität der selbst alimentierten 3a/3b-Vorsorgegefässen überzeugt.

Das Raiffeisen-Vorsorgebarometer basiert auf einer vom 17. bis 26. Juni 2020 durch das Link-Institut bei 1'028 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren durchgeführten Befragung. Die Studie dazu wurde in Zusammenarbeit mit der School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellt.

mk/ra

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Zur Finanzierung der AHV

Zur Finanzierung der AHV braucht es laut UBS progressive Reformen

Das Schweizer Vorsorgesystem hat an mehreren Fronten mit Problemen zu kämpfen, etwa auch mit der steigenden Lebenserwartung. Grossfamilien beziehungsweise hohe Geburtenraten seien aber unrealistisch, um die Finanzierung der AHV ins Lot zu bringen, kommt eine Studie der UBS zum Schluss. Es brauche neue Denkansätze.

15.09.2020 09:45

Die Finanzierung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) hänge stark von den Jüngeren ab, heisst es in einem am Dienstag von der UBS publizierten Bericht. Allerdings wachse derzeit die Zahl der Pensionierten schneller als die Erwerbsbevölkerung, und das bringe die AHV-Finanzen in Schieflage.

Eine Kluft tut sich laut den UBS-Experten nicht nur zwischen Jung und Alt auf, sondern auch zwischen kinderlosen Erwachsenen und Eltern. Dabei sei die staatliche Altersvorsorge hierzulande auf Eltern angewiesen, welche die nächste Generation von Beitragszahlern grossziehe. Doch das koste Geld und hemme die Vermögensbildung.

Die Autoren machen klar: Bezüglich Rettung der umlagefinanzierten 1. Säule kann sich die Schweiz nicht auf einen Babyboom verlassen. Selbst mit bestenfalls moderat steigenden Geburtenraten oder einer Zunahme der Migration wären fünf Kinder pro Frau nötig, um den AHV-Fonds bis 2070 wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Dynamischeres Umverteilungsmodell

Vielmehr brauche es progressive Reformen, fordern die Experten. Dabei soll die Finanzierung unabhängig von der Anzahl Kinder funktionieren. Sie solle auf die heutige gesellschaftliche Realität und die realen Geburtenraten ausgerichtet werden, indem schrittweise zu einem anderen Umverteilungsmodell übergegangen werde.

So liessen sich beispielsweise Rentenalter, Beiträge und Leistungen auf der Grundlage demografischer und wirtschaftlicher Entwicklungen dynamisch und regelbasiert anpassen, schlägt die UBS vor. Die Herausforderung bestehe darin, das richtige Gleichgewicht zwischen verschiedenen Massnahmen zu finden. Etwa wenn es um Themen wie Beitragszahlungen, Steuern oder den Anstieg der Geburten geht.

mk/rw

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Heiraten gerät aus der Mode -

Heiraten gerät aus der Mode - was das für die Vorsorge heisst

Eheähnliche Beziehungen wie das Konkubinat gehören immer mehr zum Schweizer Alltag. Bei der Altersvorsoge drohen Paaren aber schnell finanzielle Nachteile: Heisst dies etwa, dass doch gescheiter geheiratet wird?

04.10.2020 06:00

Von Manuel Boeck

Obwohl in der Schweiz die Bevölkerung wächst, hat sich die Zahl der Eheschliessungen seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr verändert. Das heisst: Heiraten kommt etwas aus der Mode. Im Konkubinat leben ist Alltag, was den sozialen Wandel deutlich unterstreicht. Vor einigen Jahrzehnten gab es noch sittengestreng das "Konkubinatsverbot". Im Wallis wurde dieses gar erst vor 25 Jahren offiziell aufgehoben. 

Der Begriff "Konkubinat" bedeutet dabei eine auf Dauer angelegte Wohn-, Tisch- und Bettgemeinschaft. Allerdings: Wer im Konkubinat lebt, geniesst nicht den gleichen sozialen oder juristischen Schutz wie ein verheiratetes Paar oder ein Paar in eingetragener Partnerschaft – dieses höhere Risiko ist vielen nicht bewusst.

Folgende Punkte spielen im Drei-Säulen-System der Schweiz eine besondere Rolle: 

  • Gewichtige Nachteile bei der AHV: Konkubinatspartner erhalten während der gemeinsamen Lebenszeit AHV-Einzelrenten. Sie geniessen zusammen maximal einen Zuschuss von aktuell 4740 Franken – Ehepartner kommen hingegen auf höchstens 3555 Franken. Der Unterschied macht, wenn beide den maximalen Anspruch haben, 14'220 Franken im Jahr aus. Arbeitet einer der Konkubinatspartner nicht, zahlt sie oder er allerdings nicht in die AHV ein. Die Sachlage wird beim Todesfall der Partnerin oder des Partners ernüchternder: Konkubinatspartner erhalten weder von der AHV noch von der Unfallversicherung eine Witwen- beziehungsweise Witwerrente. Zudem können Konkubinatspartner bei der Trennung keine Teilung der AHV-Gutschriften verlangen.

Unter die AHV-Gutschriften subsumiert man die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften. Erziehungsgutschriften sind eine Kompensation für die Erziehungsarbeit von Eltern. Mit den Gutschriften wird einst die AHV-Rente erhöht, ohne dass Beiträge bezahlt werden müssen.

Während in der Ehe den Eltern automatisch jeweils die Hälfte angerechnet wird gestaltet sich dies im Konkubinat komplizierter. Falls nur ein Elternteil die elterliche Sorge hat, erhält ausschliesslich er die Gutschrift. Bei gemeinsamer Sorge müssen die Eltern schriftlich festhalten, wem die Gutschriften zustehen. Falls keine Vereinbarung besteht oder keine Einigung erzielt werden kann, wird die Gutschrift aktuell voll der Mutter angerechnet. Die Erziehungsgutschriften können erst bei der Pensionierung geltend gemacht werden.

Die Betreuungsgutschriften werden dem AHV-Konto gutgeschrieben, wenn jemand Verwandte, Personen in auf- und absteigender Linie sowie Schwiegereltern und Stiefkinder, pflegt. Dabei können Betreuungs- und Erziehungsgutschriften nicht zur gleichen Zeit angerechnet werden. Die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften sind maximal so hoch wie die dreifache jährliche AHV-Minmalrente zum Zeitpunkt der Pensionierung - 2020 sind das immerhin 42'660 Franken.

  • Einhol- und Informationspflicht bei den Pensionskassen: Bei vielen Pensionskassen hat der Partner beim Tod der Partnerin oder des Partners nur einen beschränkten Anspruch auf Hinterlassenenleistung – denn das Bundesgesetz sieht dies schlichtweg nicht vor. Die Information, ob eine Partnerrente möglich ist, muss jeder Versicherungsnehmer selbst bei der eigenen Pensionskasse einholen. Entscheidend ist das jeweilige Pensionskassen-Reglement. Vielfach müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden: Zum Beispiel, dass die Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes mindestens fünf Jahre bestanden hat. Bei den Freizügigkeitsgeldern haben Konkubinatspartner jedoch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu begünstigen. Die Kapitalleistungen des Freizügigkeitskontos werden im Todesfall an die Partnerin oder den Partner ausbezahlt. Den Wunsch muss der Versicherte jedoch der Freizügigkeitseinrichtung schriftlich mitteilen. Die Begünstigung im Testament genügt dafür nicht.
  • Nachteile bei der Säule 3a: Bei der dritten Säule sieht es nicht viel besser aus: Grundsätzlich haben Unverheiratete keinen Anspruch auf das in der gebundenen Vorsorge angesparte Kapital des Partners oder der Partnerin. Es gibt jedoch bestimmte Voraussetzungen, unter denen der überlebende Partner Ansprüche geltend machen kann. Eine Voraussetzung für die Ansprüche besteht darin, dass dieser in den letzten fünf Jahren vor dem Tod mit dem Partner zusammenlebte. Ebenfalls können Ansprüche geltend gemacht werden, wenn der Verbliebene für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss. In diesem Fall steht der Konkubinatspartner auf der gleichen Stufe wie die Nachkommen. Auf jeden Fall muss dies schriftlich der Versicherung gemeldet werden.

Nachteile beim Erben, Vorteile bei den Steuern

Bei Erbschaften haben Konkubinatspaare massive Nachteile. So erbt beispielsweise der zurückbleibende Partner nicht automatisch. Und auch beim Testament kann dieser nur beschränkt begünstigt werden, sofern die sogenannten Pflichtteile von Nachkommen oder Eltern zu beachten sind. Der in den meisten Kantonen existente begünstigte Erbschaftssteuersatz ist auch nur für nah verwandte Personen vorgesehen. So zahlen im Kanton Zug Nichtverwandte für eine Erbschaft von 500'000 Franken rund 71'000 Franken -  im Kanton Genf muss sogar 270'000 Franken berappt werden.

Bessergestellt sind unverheiratete Paare allerdings bei den Steuern. Fällt doch die Steuerprogression bei getrennt besteuertem Einkommen und Vermögen weniger ins Gewicht – dies gilt insbesondere bei der direkten Bundessteuer. So zahlen Verheiratete, die je 50 Prozent zu einem Gesamteinkommen von 180'000 beisteuern, 75 Prozent mehr Steuern als Unverheiratete mit derselben Ausgangslage.

Heirat als mögliche Lösung?

Eine mögliche Lösung für die unverheirateten Paare besteht darin, ihren Partner oder die Partnerin in einer Lebensversicherung der freien Vorsorge zu berücksichtigen. Dort kann nämlich die Reihenfolge der Begünstigung frei gewählt werden. Bei anderen Vermögenswerten wie Aktien, Obligationen oder Wohneigentum kommt wieder das Erbschaftsrecht ins Spiel - gesetzliche Pflichtteile müssen berücksichtigt werden.

Im Konkubinatsvertrag werden hauptsächlich die Eigentums- und Wohnverhältnisse, Vollmachten betreffend eines Krankheitsfalls, die Kostenverteilung während der Partnerschaft und die Unterhaltsbeiträge für die Zeit nach der Trennung geregelt. Betreffend der Vorsorge kann abgemacht werden, inwiefern die Einbussen bei der AHV- oder Pensionskasse abgefedert werden können - wenn eine Person wegen der Kinderbetreuung reduziert oder gar nicht arbeitet.

Das Fazit: Unverheiratete Paare müssen sich wegen den beschriebenen Risiken gut überlegen, ob eine Heirat oder eine eingetragene Partnerschaft hinsichtlich der Altersvorsorge nicht in Frage kommt – rein aus pragmatischen Gründen. Klar profitieren Sie als unverheiratetes Paar von den Vorteilen hinsichtlich AHV und Steuern. Doch ein möglicher Tod eines Partners kann die finanzielle Ausgangslage für die Zeit nach dem Arbeitsleben schlagartig ändern.

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«Wir haben im März richtige

«Wir haben im März richtige Entscheide getroffen - vor allem sind wir nicht aus Aktien ausgestiegen»

Der AHV-Ausgleichsfonds hat 2020 um rund 3 Prozent zugelegt. Compenswiss-Präsident Manuel Leuthold äussert sich im Interview über die Anlagepolitik des AHV-Ausgleichsfonds in turbulenten Zeiten.

https://www.cash.ch/news/politik/compenswiss-praesident-wir-haben-im-mae...

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Sparen und Vorsorge unter 40:

Sparen und Vorsorge unter 40: Darauf kommt es an

Jüngere Menschen haben beim Sparen und Vorsorgen den Vorteil eines langen Horizonts. cash.ch sagt, wie man diesen im Schweizer Drei-Säulen-System richtig nutzt und hat gibt Tipps, wie man finanziell stabil bleibt.

06.01.2021 22:00

Von Marc Forster

Die Erfahrung zeigt, dass sich Menschen in der Schweiz ab etwa 45 Jahren verstärkt für die Altersvorsorge interessieren. Das ist an sich logisch, denn dann wird die Zeit bis zur Pensionierung langsam überschaubar. Doch wer deutlich jünger ist, hat genau genommen die grösseren Möglichkeiten, die finanzielle Lage für die Zukunft zu bestimmen. Je weiter die Pensionierung entfernt ist, desto länger ist der Horizont beim Sparen, Planen und Anlegen.  

Die Schweizer Vorsorge besteht aus drei Säulen: Die erste Säule ist die obligatorische staatliche Rente der AHV, in der die Guthaben umverteilt werden. In der zweiten Säule, der für Angestellte ebenfalls vorgeschriebenen Pensionskasse oder beruflichen Vorsorge, spart jede und jeder im eigenen Topf und bekommt das Geld im Alter nach bestimmten Regeln ausbezahlt. Unter der dritten Säule versteht man das private, freiwillige und eigenverantwortliche Sparen.

In den drei Säulen sind die wichtigsten Langfrist-Aspekte folgende:

AHV – Mögliche Lücken auffüllen

Nur wer praktisch das ganze Berufsleben lang Beiträge in die AHV einbezahlt, hat Anrecht auf die volle Rente. Frauen wird während 43 Jahren, Männern während 44 Jahren ein Betrag vom Lohn abzogen. Derzeit ist der Arbeitnehmerbeitrag in der AHV 5,3 Prozent, wobei darin auch die Invalidenversicherung (IV) und die Erwerbsausfallentschädigung (EO) enthalten sind. Die Höhe der AHV hängt vom Einkommen ab.

  • Die AHV-Rente aufgrund des aktuellen Lohns ungefähr ausrechnen kann man hier.
  • Ob man Beitragslücken hat, lässt sich ganz einfach bei kantonalen Stellen erfragen: Eine Übersicht gibt es hier.

Wegen eines Studiums, Ausbildungen, Minijobs, Berufspausen oder Reisen entstehen für allem bei vielen in jüngeren Jahren schnell Beitragslücken. In die AHV nachzahlungen kann man auf bis zu fünf Jahre rückwirkend. Wer nicht mehr nachzahlen kann, dem wird die Rente tatsächlich lebenslang gekürzt.

Im Moment liegt die jährliche Rente für eine einzelne Person zwischen 14'220 und 28'440 Franken. Ein fehlendes Beitragsjahr führt zu mindestens 2,3 Prozent weniger Rente. Bei Verheirateten allerdings gilt ein Beitragsjahr für beide als erfüllt, ein nur ein Partner in die AHV einbezahlt.

Pensionskasse – Bei der beruflichen Vorsorge gibt’s Unsicherheiten

Die Pensionskasse (PK) ist für die Mehrheit die grösste Stütze der Altersvorsorge. Für viele vor allem mit kleineren und mittleren Einkommen ist das PK-Vermögen im Moment der Pensionierung der grösste Vermögensanteil. PK-Geld kann nach den heute gültigen Gesetzen als Kapital, als Rente oder als Mischung aus beidem bezogen werden. Zudem ist die PK auch eine Versicherung respektive eine Vorsorge für Invalidität und Hinterbliebene.

In die PK leisten Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Jahreslöhnen ab 21'510 Franken gemeinsam Beiträge. Wie genau die PK-Einzahlungen und -Leistungen ausgestaltet sind, sagt das Pensionskassenreglement, das die Abteilung für Human Resources jedes Unternehmens den Angestellten auf Anfrage aushändigen muss.

Die Arbeitgeberbeiträge sind nach Alter gestaffelt:

Altersjahr Prozentsatz des koordinierten Lohnes*
Männer Frauen
25-34 25-34 7 Prozent 
35-44 35-44 10 Prozent 
45-54 45-54 15 Prozent 
55-65 55-64 18 Prozent 

Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen BSV / *Lohnanteile von 21'250 bis 60'945 Franken, seit 1.1. 2021.

Manche Firmen ermöglichen es Mitarbeitern, in der PK freiwillig einen Sparplan mit höheren Beiträgen auszuwählen. Es ist auch möglich, gezielte Einzahlungen in die zweite Säule zu machen. Diese werden aber fast nur PK-Versicherten ab etwa 55 Jahren zwecks Vorsorge- und Steueroptimierung empfohlen. Auch höhere monatliche Beiträge im Sparplan zu leisten, sollte man sich gut überlegen.

Die berufliche Vorsorge ist für jene, die erst in 30 oder 40 Jahren das Rentenalter erreichen, etwas unberechenbar. Das als Grundlage für die PKs geltende Gesetz zur Beruflichen Vorsorge (BVG) ist politisch heiss umkämpft. In den nächsten Jahrzehnten dürften sich die Regeln noch ändern.

Zur Lage der PKs: So reagieren die Schweizer Pensionskassen auf die Coronakrise

Das Problem ist: Weil die Bevölkerung altert, die Zinsen tief sind und Renditevorstellungen immer schwieriger zu erfüllen sind – und auch weil in der Berufsvorsorge Reformstau herrscht – sinken die Leistungen der PK. Altersguthaben werden immer schlechter verzinst, und auch die Auszahlung der Altersguthaben anhand des so genannen Umwandlungssatzes wird restriktiver.

Eine Studie von 2020 besagt, dass sich die Rentenguthaben wegen der anhaltenden Tiefzinsen halbieren könnten. Wären die Zinsen bei 4 Prozent, käme mit einem Jahreslohn von 80'000 Franken über die Jahre ein Altersguthaben von 617'000 Franken zusammen. Bei 1 Prozent Zins erreicht man nur noch 340'000 Franken. 1 Prozent beträgt seit 2017 der so genannte BVG-Mindestzins, zu dem die Altersguthaben jährlich mindestens verzinst werden müssen. 

Säule 3a – Zinseszins und Steuern sparen

AHV soll in der Theorie die Existenz sichern,  die berufliche Vorsorge im Alter die gewohnte Lebensweise ermöglichen. Doch langfristig ist fraglich, ob dies reicht: Nur mit AHV und PK könnte es einmal so sein, dass Menschen in eine Art Altersarmut fallen. Daher ist die dritte Säule extrem wichtig.  

"Dritte Säule" und "Säule 3a" werden oft gleichgesetzt. Tatsache ist aber, dass die dritte Säule das Sparen allgemein meint, 3a aber ein spezifisches Produkt ist. Politisch definiert ist, dass in die Säule 3a jährlich ein Maximalbetrag einbezahlt werden kann: Seit 1. Januar sind dies 6883 Franken. Dafür kann der Betrag in der Steuererklärung als Abzug angegeben werden. 3a-Gelder sind bis fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung gesperrt (64 Jahre bei Frauen, 65 bei Männern) und können nur für wenige Ausnahmen – berufliche Selbständigkeit, Wegzug ins Ausland oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung – früher bezogen werden.

Die Säule 3a kann bei vielen Banken und Versicherungen eingerichtet werden, online und bei immer mehr Anbietern auch mit einem App verwaltet werden. Wie Bankkonten oder Krankenkassen können auch Säule-3a-Konten auch von Anbieter zu Anbieter verschoben werden.

Dass das Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden ist, schreckt gerade jüngere Menschen bei der Säule 3a manchmal ab. Doch wer 45 Jahre lang den aktuell gültigen Maximalbetrag von 6883 Franken einbezahlt, hat am Ende knapp 310'000 Franken gespart. Gut 38'000 Franken davon entfallen allein auf die Zinsen, wenn man von einem Zins von 0,5 Prozent ausgeht. Dies liegt am so genannten Zinseszinseffekt: Zinsgutschriften werden Teil des Guthabens und verzinsen sich damit Jahr für Jahr wieder.

Zum Säule-3a- und Steuer-Rechner von cash.ch geht es hier

Bei dieser Rechnung, die für den Kanton Zürich gilt und davon ausgeht, dass die Sparerin oder der Sparer 90'000 Franken Bruttoeinkommen hat und konfessionslos ist, fällt zudem ein Steuerersparnis von 1800 Franken im Jahr an, das summiert sich auf über 81'000 Franken über die Laufzeit. Ausbezahlt würde das Geld dann mit einem Vorzugsteuersatz bei 31'000 Franken. Unter dem Strich werden also deutlich Steuern gespart.

Realistischerweise können nur etwa 15 bis 20 Prozent den Maximalbetrag für die Säule 3a aufbringen. Daher noch ein Zahlenbeispiel: Wenn nur 3000 Franken im Jahr einbezahlt werden, kommen immer noch 143'500 Franken zusammen. Auch dann spart man fast 800 Franken Steuern im Jahr. Und wenn nur 30 Jahre lang einbezahlt wird, kommen 210'000 Franken zusammen. 

Anlegen – Langfristig geben Wertpapiere Rendite

Gespartes Geld anlegen bringt die Chancen auf gute Rendite. In den vergangenen zehn Jahren sind zwei Anlageklassen lukrativ gewesen: Aktien und Immobilien. Für Investitionen in letztere braucht es in der Regel einiges an Kapital. Bei Aktien hingegen kann man schon mit kleinen Beträgen anfangen. Zwei Dinge sind aber zentral: Man muss bei Aktien und Wertschriften generell das Risiko streuen und dabei auch auf die Kosten achten. 

Risiko streuen heisst, in mehr als nur eine Aktie oder Anlageklasse zu investieren. Banken bieten dafür klassische Anlageprodukte oder Fonds an, doch diese sind in der Regel etwas teurer. Alternativ bieten sich einfach strukturierte Aktien- und Wertschriftenfonds wie Exchange Traded Funds (ETF) an, die zum Teil sehr tiefe Gebühren haben - beispielsweise nur 0,2 Prozent des angelegten Vermögens. Robo-Advisors bieten breit gestreute Wertschriftenstratiegen an, die automatisiert verwaltet werden und auch günstig sind. Möglich ist auch, Geld in der Säule 3a in Wertschriften anzulegen. 

Um mit Aktien zu sparen, muss langfristig und diversifizert angelegt werden. Wer zeitlich gestaffelt anlegt, minimiert zudem weitere Risiken (wie dies geht, erklärt cash.ch hier). Mit Aktien zu spekulieren - also häufig kaufen, auf steigende Kurse hoffen und dann verkaufen - macht einige zwar auch reich, ist aber keine nachhaltige Strategie fürs Sparen und Vermögen aufbauen. Leider, muss man fast sagen, gehören auch Bitcoin und andere Kryptowährungen noch nicht zu den langfristig stabilen Anlagen. 

Nominale Performance von Aktien, annualisiert

Zeitraum Performance Zeitraum Performance
2018-2019 9,52 Prozent 2000-2019 4,83 Prozent
2015-2019 7,8 Prozent 1980-2019 9,04 Prozent
2010-2019 8,65 Prozent 1926-2019 7,87 Prozent

Quelle: Privatbank Pictet & Cie, Dezember 2019

Im ausserordentlich guten Aktienjahrzehnt 2010 bis 2019 haben Aktien aufs Jahr gerechnet 8,65 Prozent Rendite ergeben. Ob dies weiter so bleibt, kann bei Aktien nie so sicher vorausgesagt werden. Aber es spricht vieles dafür, dass auch in den nächsten zehn oder 20 Jahren noch gute Renditen mit Aktien und Wertpapierstrategien möglich sind. 

Ein Tipp zum Schluss – Liquidität ist wichtig

Das Fazit aus den Regeln und Möglichkeiten des Drei-Säulen-Systems für junge Menschen ist: Ums Sparen kommt man nicht herum. Privat vorsorgen wird im Moment immer wichtiger. Man spart im Lauf eines Lebens aber nicht alleine für das Alter. Auch mitten in der Zeit des Berufslebens – "Erwerbstätigkeit", wie es amtlich so schön heisst – braucht man Geldpolster.

Deswegen raten seriöse Finanzplaner auch dazu, Liquidität zu halten. Das heisst: Bargeld oder leicht verfügbare Mittel auf dem Konto zu haben, um zwischendrin höhere Kosten stemmen zu können. Liquidität sichern lässt sich folgendermassen:

  • Bei der Pensionskasse sollte man nur nachzahlen, wenn dies aus Sicht eines Beraters unbedingt Sinn ergibt. Geld, was nicht in der PK ist, kann anderweitig gespart oder angelegt werden. Im Moment wohl auch lukrativer. 
  • Es muss nicht unbedingt die volle Säule-3a-Möglichkeit von 6883 Franken einbezahlt werden, vor allem, wenn das Einkommen nicht so hoch ist. Zum 3a-Maximalbetrag wird zwar oft fast schon mit erhobenem Zeigefinger geraten. Aber auch mit tieferen Beträgen erzielt man über die Zeit noch hohe Sparvermögen. Wichtig ist, dass regelmässig, konstant und mit Diszplin gespart wird.
  • Durch die Steuerersparnis der Säule 3a behält man auch Geld auf dem Konto. Der einbezahlte Betrag entspricht also dank tieferer Steuern nicht genau dem, was letztlich als 3a-Vermögen langfristig gesperrt ist. 
  • Anlagen mit Aktien und Wertpapieren sollte man zwar möglichst lange halten und wenig anrühren, wenn man mit ihnen Vermögen aufbauen will. Aber hie und da einen wohlüberlegten Teilverkauf zu machen, ist nicht verboten. Mit Anlagen ist man flexibel. 
  • Teure oder lange Zeit bindende Finanzprodukte wie klassische Lebensversicherungen oder fondsgebundene Lebensversicherungen sind nicht unbedingt der richtige Weg. Sparen sollte man wenn möglich von Versicherungen trennen. Einfachere und flexiblere Sparprodukte reichen aus. 
  • Und schliesslich: Zwar gibt ein Bankkonto derzeit so gut wie keinen Zins. Doch auch bescheidenere Bargeld-Sparbeträge lohnen sich langfristig, wenn man sie regelmässig und diszipliniert einbehält. Wer jeden Monat 300 Franken zur Seite legt, hat, wenn man mal Zinsen und Teuerung wegrechnet, nach 45 Jahren 162'000 Franken. Und das ist eine ganze Stange Geld!

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Zyndicate
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Gute Anlageresultate für

Gute Anlageresultate für Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO

Compenswiss, der Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO, schliesst das Jahr 2020 mit einer erfreulichen Performance ab.

11.02.2021 11:35

Die Nettorendite beträgt 5.22 Prozent. Das Vermögen beläuft sich insgesamt auf 38'543 Millionen Franken, verglichen mit 36'440 Millionen Franken Ende 2019.

Das Jahr 2020 war geprägt von starken Turbulenzen an den Finanzmärkten, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden, wie Compenswiss am Donnerstag mitteilte. Trotzdem konnte Compenswiss das Jahr mit einem positiven Anlageresultat abschliessen.

Die Ungewissheit über die Mittelzuflüsse führten dazu, dass die Anstalt den Liquiditätsanteil erhöhte. Dadurch verfügte Compenswiss stets über genügend flüssige Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

(AWP)

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