Bayer

Bayer N 

Valor: 10367293 / Symbol: BAYN
  • 75.82 EUR
  • -0.13% -0.100
  • 18.02.2020 15:55:33
102 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer will deutsche Standorte

Bayer will deutsche Standorte mit Milliardeninvestitionen stärken

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine deutschen Standorte mit Milliardeninvestitionen stärken. Bis 2022 sollen dafür etwa 1,5 bis 2 Milliarden Euro ausgegeben werden, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Investitionszusage ist Teil einer Vereinbarung der Unternehmensführung mit dem Betriebsrat. Darin werden auch die Bedingungen für den Abbau von 4500 Stellen bei Bayer in Deutschland abschliessend geregelt.

02.10.2019 12:28

Die Vereinbarung "bekräftigt und präzisiert" nach Bayer-Angaben die Inhalte einer gemeinsamen Erklärung vom November 2018. Bayer will bis Ende 2021 weltweit etwa 12 000 seiner rund 117 000 Arbeitsplätze streichen, davon 4500 in Deutschland. Für die grossen Konzerngesellschaften in Deutschland sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2025 ausgeschlossen. Das gilt auch für die deutschen Mitarbeiter der von Bayer verkauften Tiermedizinsparte. Der Stellenabbau in Deutschland soll unter anderem über Abfindungen erfolgen.

Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats sind im Bereich Pharma für die Werke Wuppertal, Leverkusen, Berlin, Bergkamen und Weimar jährliche Investitionen von 300 bis 350 Millionen Euro geplant. Das Geld solle in den Erhalt, die Erweiterung und den Neubau von Anlagen fliessen. Dass Bayer in Deutschland auch in die Digitalisierung und in Biotechnologien investieren wolle, sei ein "ganz wichtiges Signal" für die Mitarbeiter, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Oliver Zühlke laut Mitteilung. Insgesamt will Bayer bis 2022 weltweit rund 35 Milliarden Euro vor allem in Forschung und Entwicklung investieren, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

In der Vereinbarung ist den Arbeitnehmervertretern zufolge auch festgeschrieben, dass die Steuerung des Konzerns, seiner Divisionen und der globalen Funktionen weiterhin aus Deutschland erfolgt. Damit seien alle deutschen Standorte der Bayer AG gesichert./hff/DP/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer-Mediator: Nächster US

Bayer-Mediator: Nächster US-Glyphosat-Prozess wird verschoben

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer muss sich nun doch nicht schon in der übernächsten Woche in den nächsten US-Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat stürzen. "Nach Vereinbarung beider Seiten wird der Prozess auf ein Datum Anfang 2020 vertagt werden", sagte der Chef-Verhandler im Mediationsverfahren zwischen Bayer und den Klägeranwälten, Kenneth Feinberg, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Bisher war geplant, dass sich beide Seiten ab dem 15. Oktober vor einem Gericht in St. Louis/US-Bundesstaat Missouri ein weiteres Gefecht um das glyphosathaltige Mittel Roundup von Monsanto liefern werden.

06.10.2019 18:06

Die Vertagung eines weiteren Prozesses gilt dem Bericht zufolge als Beleg dafür, dass Bayer und die Anwälte der Kläger auf einen aussergerichtlichen Vergleich zusteuern und dabei vorankommen. Dieser Vergleich soll in dem Mediationsverfahren unter Leitung des erfahrenen Anwalts Feinberg ausgehandelt werden. Zum Stand der Gespräche im Fall Glyphosat wollte sich der Jurist nicht konkret äussern. "Die globalen Vergleichsverhandlungen laufen weiter", sagte er lediglich. In Kreisen der beteiligten Parteien hiess es dem Bericht zufolge aber, ein Termin für eine Einigung stehe nicht fest, es könnte jedoch schon Ende Oktober in der Vergleichssache Neuigkeiten geben

Parallel zu den Verhandlungen führen die Klägeranwälte ihre Marketingausgaben zum Einwerben weiterer Klagen hoch, um den Druck zu erhöhen und die Vergleichssumme nach oben zu treiben. In den Kreisen heisse es, die Zahl der anhängigen Klagen wegen Roundup dürften mittlerweile bei deutlich mehr als 20 000 liegen. Bayer hatte zuletzt mit Stand 11. Juli von 18 400 Klagen berichtet./he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Wdh/Bayer: Zahl der Glyphosat

Wdh/Bayer: Zahl der Glyphosat-Klagen binnen drei Monaten mehr als verdoppelt

(Monat im letzten Satz des ersten Absatzes berichtigt) - Die Klagewelle in den USA gegen den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter hat wie erwartet nochmals deutlich an Wucht gewonnen. Bis zum 11. Oktober wurden etwa 42 700 Klagen zugestellt, wie Bayer am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal mitteilte. Das sind mehr als doppelt soviel als die 18 400 von Mitte Juli.

30.10.2019 08:30

Die Klagezahl schnellt seit August 2018 immer weiter nach oben. Bayer hat mittlerweile drei Prozessniederlagen in den USA hinnehmen müssen und war in erster Instanz zu hohen Strafen verdonnert worden. Zuletzt hatten die Klägeranwälte nochmal kräftig die Werbetrommel gerührt, um weitere Mandanten zu gewinnen. Der Druck auf Bayer, sich in einem gross angelegten Vergleich mit der Gegenseite zu einigen, dürfte damit steigen.

Bayer verweist indes unter Berufung auf wissenschaftliche Studien zwar auf die Sicherheit von Glyphosat bei richtiger Anwendung, zeigt aber auch Bereitschaft für einen Vergleich. Hier haben die Leverkusener aber klare Vorstellungen. So stellte Agrarchemiechef Liam Condon zuletzt klar, dass neben der finanziellen Angemessenheit eine aussergerichtliche Beilegung auch einen finalen Abschluss der Glyphosat-Streitigkeiten darstellen müsse.

Abwarten bleibt, ob Bayer zumindest eine Berufungsverhandlung zu den bisher verlorenen Fällen abwartet. Denn: Sollten die Berufsrichter die Sache in der dann anders einschätzen könnten als die Geschworenen in erster Instanz, würde das Bayer in die Karten spielen./mis/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer sieht sich nach

Bayer sieht sich nach Zuwächsen im dritten Quartal auf Kurs

Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im dritten Quartal von der Nachfrage nach Medikamenten wie dem Gerinnungshemmer Xarelto und dem Augenmittel Eylea profitiert. Das Agrar-Geschäft, in dem der 2018 übernommene US-Saatgutkonzern Monsanto aufging, legte ebenfalls zu.

30.10.2019 07:52

Der Konzernumsatz stieg in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent auf 9,83 Milliarden Euro, wie Bayer am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 7,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Beide Werte lagen leicht über den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Der Überschuss fiel zwar um 64 Prozent auf rund eine Milliarde Euro, Allerdings hatte der Verkauf von Teilen des Saatgutgeschäfts an die BASF dem Dax -Konzern im Vorjahr einen Sondergewinn beschert. Bei den Jahreszielen sieht sich Bayer auf Kurs./mis/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer legt Berufung in

Bayer legt Berufung in weiterem US-Glyphosat-Verfahren ein

Bayer hat wie angekündigt Berufung gegen ein weiteres Urteil in einem US-Verfahren um angebliche Krebsrisiken von Unkrautvernichtern eingelegt. Ein entsprechender Antrag sei beim zuständigen Gericht in San Francisco eingereicht worden, teilte der Konzern am Montag mit.

16.12.2019 18:37

Die zunächst von einer Jury verhängte Strafzahlung vom März war bereits von gut 80 Millionen Dollar auf 25,3 Millionen (22,7 Mio Euro) reduziert worden. Trotzdem hatte Bayer rasch mitgeteilt, die Entscheidung anzufechten, um den Schuldspruch aufheben zu lassen.

Der Kläger Edwin Hardeman hatte den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup des von Bayer übernommenen US-Saatgutriesen Monsanto für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht. Die Geschworenen entschieden, dass der Konzern haftbar sei.

Bayer hat mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Monsanto-Kauf 2018 erhebliche Rechtsrisiken übernommen. Zuletzt gab es in den USA rund 42 700 Glyphosat-Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren. Die ersten drei Prozesse hat Bayer verloren, aber jeweils Berufung angekündigt.

Alle weiteren Verfahren in diesem Jahr wurden verschoben. Die meisten Analysten erwarten, dass sich das Unternehmen über kurz oder lang auf einen milliardenschweren Vergleich mit den zahlreichen Klägern in den USA einigt. Darauf dringen auch die zuständigen Gerichte./hbr/DP/stw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer erhält in Glyphosat

Bayer erhält in Glyphosat-Prozess Unterstützung der US-Regierung

Das Justizministerium rief dazu auf, ein Urteil aus Kalifornien aufzuheben, in dem ein Mann den Unkrautvernichter für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht hatte.

22.12.2019 08:15

Bayer hat in einem Glyphosat-Prozess die Unterstützung der US-Regierung erhalten. Das Justizministerium und die Umweltschutzbehörde EPA riefen ein Bundesberufungsgericht dazu auf, ein Urteil aus Kalifornien aufzuheben, in dem ein Mann den Unkrautvernichter für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht hatte. Glyphosat sei nicht krebserregend, hieß es in dem Schreiben an das Gericht, das dort am Freitag eingegangen war.

Bayer sieht sich allein in den USA mit 42.700 Klagen zu Glyphosat konfrontiert. In den ersten Urteilen dort war der Chemiekonzern jeweils zur Zahlung von zweistelligen Millionen-Beträgen verurteilt worden. Es wird erwartet, dass sich Bayer am Ende auf einen Vergleich einlässt. Die Klagewelle hat sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. 

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Glyphosat-Klagen gegen Bayer:

Glyphosat-Klagen gegen Bayer: Mediator hofft auf raschen Vergleich

(Neu: Weitere Details) - Die US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat reisst nicht ab, doch es könnte offenbar schon bald einen Vergleich geben. Der im Rechtskonflikt vermittelnde Mediator Ken Feinberg sagte dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag (Ortszeit), er sei "verhalten optimistisch", dass innerhalb etwa eines Monats eine Einigung zwischen Bayer und den Klägern erzielt werden könnte. Zu den Bedingungen eines möglichen Vergleichs wollte der US-Staranwalt, der im Juni als Verhandlungsführer verpflichtet wurde, sich nicht äussern.

17.01.2020 06:44

Nach Angaben Feinbergs ist die Anzahl der Klagen inzwischen auf 75 000 bis 85 000 oder sogar noch mehr angestiegen. Dem widersprach Bayer jedoch in einer Stellungnahme. Bei der Zahl handele es sich um eine "spekulative Schätzung", die potenzielle Kläger umfasse, die ein möglicher Vergleich umfassen könnte. Die Bayer bislang tatsächlich zugestellten Klagen hatte der Konzern zuletzt im Oktober mit etwa 42 700 angegeben, was bereits mehr als eine Verdopplung gegenüber Juli entsprach. Nun teilte das Unternehmen mit, dass die Anzahl zwar weiter gestiegen sei, aber "deutlich unter 50 000" liege.

Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Die ersten drei US-Prozesse wegen angeblich krebserregender Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatz-Urteile kassiert. Der Konzern hat die Schuldsprüche jedoch angefochten und erhielt in einem Berufungsverfahren zuletzt Unterstützung von der US-Regierung, deren Umweltbehörde EPA das umstrittene Pflanzengift Glyphosat nicht als krebserregend einstuft.

Die meisten Analysten erwarten, dass sich das Unternehmen über kurz oder lang auf einen milliardenschweren Vergleich mit den zahlreichen Klägern in den USA einigt. Darauf dringen auch die zuständigen Gerichte. Nach dem letzten Prozess im Mai waren alle weiteren geplanten Gerichtsverhandlungen im vergangenen Jahr verschoben worden. Trotz der laut Mediator Feinberg offenbar voranschreitenden Gespräche über einen Vergleich stehen noch vereinzelt Prozesse auf der Agenda. Laut Bloomberg soll bereits an diesem Freitag einer in Kalifornien und ein weiterer in St. Louis beginnen./hbr/DP/zb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Prostatakrebs-Mittel

Prostatakrebs-Mittel Darolutamid von Bayer in Japan zugelassen

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer darf sein Krebsmedikament Darolutamid nun auch in Japan verkaufen. Das japanische Gesundheitsministerium habe die Behandlung von Patienten mit nicht metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC) genehmigt, teilte Bayer am Donnerstag in Berlin mit. Die Zulassung basiere auf Daten der Aramis-Studie, die eine signifikante Verbesserung des metastasenfreies Überleben gezeigt habe.

23.01.2020 07:51

Darolutamid ist bereits in den USA und in Brasilien unter dem Markennamen Nubeqa zugelassen. Analyst Wimal Kapadia von Bernstein Research hatte schon vor gut einem Jahr nach einer Vorstellung von Studienergebnissen insbesondere die relativ gute Verträglichkeit des Mittels hervorgehoben. Gerade das könnte im harten Konkurrenzkampf gegen bereits etablierte Medikamente von Vorteil sein, hatte der Experte erklärt./mis/jha/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Bayer könnte Glyphosat-Streit

Bayer könnte Glyphosat-Streit für zehn Milliarden US-Dollar beilegen (Kreise)

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer könnte den Streit um angebliche Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat in den Vereinigten Staaten Kreisen zufolge möglicherweise für zehn Milliarden US-Dollar beilegen. Anwälte einiger Kläger diskutierten mit dem Unternehmen über Vereinbarungen, die zu einer solchen Gesamtsumme führen könnten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis der Verhandlungen.

23.01.2020 22:11

In einigen Diskussionen hätten Bayer-Anwälte gesagt, das Unternehmen werde acht Milliarden für die Lösung der aktuellen Fälle beiseite legen und zwei Milliarden für künftige Klagen reservieren. Den Kreisen zufolge steht die Summe aber noch nicht fest und kann sich im Zuge der Gespräche ändern. Laut Agentur wollte sich Bayer zu den Zahlen oder den verhandelten Bedingungen nicht äussern.

An der Börse sorgten die Neuigkeiten dennoch für gute Stimmung. In einer ersten Reaktion legte die Bayer-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate um fast sechs Prozent zu im Vergleich zum Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft.

Zuletzt hatte der im Rechtskonflikt vermittelnde Mediator Ken Feinberg Bloomberg gesagt, er sei "verhalten optimistisch", dass innerhalb etwa eines Monats eine Einigung zwischen Bayer und den Klägern erzielt werden könnte. Zu den Bedingungen eines möglichen Vergleichs wollte der US-Staranwalt, der im Juni als Verhandlungsführer verpflichtet wurde, sich nicht äussern.

Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Die ersten drei US-Prozesse wegen angeblich krebserregender Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatz-Urteile kassiert. Der Konzern hat die Schuldsprüche jedoch angefochten und erhielt in einem Berufungsverfahren zuletzt Unterstützung von der US-Regierung, deren Umweltbehörde EPA das umstrittene Pflanzengift Glyphosat nicht als krebserregend einstuft.

Die meisten Analysten erwarten, dass sich das Unternehmen über kurz oder lang auf einen milliardenschweren Vergleich mit den zahlreichen Klägern in den USA einigt. Darauf dringen auch die zuständigen Gerichte. Nach dem letzten Prozess im Mai waren alle weiteren geplanten Gerichtsverhandlungen im vergangenen Jahr verschoben worden.

Die Hoffnung auf einen baldigen Vergleich sowie die indirekte Unterstützung der US-Regierung hatten dem wegen der Glyphosat-Klagen arg gebeutelten Aktienkurs zuletzt Auftrieb verliehen.

Im Falle einer Einigung sehen zahlreiche Analysten - je nach Höhe der Entschädigungssumme an die Kläger - noch deutlich Luft für den Aktienkurs. So schätzte Alistair Campbell vom Investmenthaus Liberum vor einer Woche, dass immer noch eine Belastung von rund 25 Milliarden Euro in den Aktienkurs eingepreist sei, was mehr sein dürfte als Bayer am Ende wohl zahlen wolle und vielleicht werde./he/bek

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
US-Umweltbehörde stützt Bayer

US-Umweltbehörde stützt Bayer weiter im Glyphosat-Konflikt

(Ausführliche Fassung) - Die US-Umweltbehörde EPA hält das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Gegensatz zu einigen Gerichtsurteilen weiterhin nicht für krebserregend. Die Behörde teilte am Donnerstag (Ortszeit) mit, eine neue Überprüfung abgeschlossen zu haben und das Pestizid bei vorschriftsgemässem Gebrauch nicht als Gesundheitsrisiko für Menschen einzustufen.

31.01.2020 06:39

Damit hält die EPA trotz der hitzigen öffentlichen Debatte um Glyphosat an ihrer Linie fest, die den bisherigen US-Gerichtsurteilen bei Klagen gegen Bayer wegen angeblicher Krebsgefahren entgegensteht. Der Konzern begrüsste die Entscheidung in einem Statement. Bayer kann Unterstützung in Sachen Glyphosat derzeit gut gebrauchen - der Konzern ist in den USA mit über 42 700 Klägern konfrontiert.

Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Glyphosat ins Haus geholt. Die ersten drei US-Prozesse wegen angeblich krebserregender Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatz-Urteile kassiert.

Der Konzern hat die Schuldsprüche jedoch angefochten und erhielt in einem Berufungsverfahren zuletzt Unterstützung von der US-Regierung, die einen sogenannten Amicus-Schriftsatz zugunsten von Bayer bei Gericht einreichte. Analysten erwarten, dass sich Bayer über kurz oder lang auf einen milliardenschweren Vergleich mit den Klägern in den USA einigt. Darauf dringen auch die zuständigen Gerichte./hbr/DP/zb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 25'166
Wichtiger Glyphosat-Prozess

Wichtiger Glyphosat-Prozess gegen Bayer vertagt - Vergleichsspekulation

Im Streit um mögliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter zwischen Bayer und tausenden US-Klägern mehren sich die Anzeichen für einen möglichen Vergleich. Richter Vince Chhabria verschob auf Anfrage des Mediators Ken Feinberg im Massenverfahren in San Francisco mehrere Fristen um 28 Tage, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Neben der Verschiebung diverser Anhörungstermine in verschiedenen Verfahren wurde damit auch der Beginn des nächsten Prozesses mit der Klägerin Elaine Stevick auf den 23. März verschoben.

10.02.2020 08:09

Die Vertagung des Stevick-Prozesses soll beiden Seiten Zeit verschaffen, die Mediation unter Feinberg fortzusetzen, sagte ein Sprecher für Bayer auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Bayer bringe sich konstruktiv in die Mediation ein, ein Deal sei aber nicht erreicht. Auch gebe es diesbezüglich weder einen Zeitplan noch Gewissheit. Bei den Investoren kommen die jüngsten Entwicklungen offenbar weiterhin gut an. Für die Aktien zeichneten sich am Montag im vorbörslichen Handel Gewinne ab.

Bundesrichter Chhabria, bei dem zahlreiche Klagen gebündelt sind, hatte die Streitparteien im Frühjahr 2019 zu einer einvernehmlichen Lösung aufgefordert und anschliessend mit dem US-Staranwalt einen hochkarätigen Experten in Entschädigungsfragen bestellt.

Zuletzt waren bereits Prozesse bei anderen Gerichten vertagt oder ausgesetzt worden. Analysten hatten das als positives Signal für einen umfassenden Vergleich gewertet. So hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet, dass die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten möglicherweise für zehn Milliarden US-Dollar beigelegt werden könnten.

Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto die Rechtsrisiken ins Haus geholt, die zu zehntausenden Klagen führten. Der Dax-Konzern könnte die Causa Glyphosat zwar auch mit Berufungsverfahren durch die Instanzen bringen, am Ende vielleicht Recht bekommen und straffrei ausgehen. Allerdings wäre das riskant und langwierig. Mit einem gross angelegten Vergleich wäre das Thema hingegen vom Tisch.

Vor diesem Hintergrund richten sie die Blicke auf die Veröffentlichung der Bilanz für 2019 am 27. Februar sowie auf die Hauptversammlung am 28. April. Am Markt wird spekuliert, dass Konzernchef Werner Baumann das Thema Glyphosat spätestens bis zur Aktionärsversammlung geklärt haben will. So hatten die Investoren 2019 wegen der Monsanto-Übernahme scharfe Kritik geäussert und Baumann die Entlastung verweigert. Ob der Vorstandschef im Falle einer erneuten Nicht-Entlastung zu halten wäre, ist offen./mis/nas/niw/jha/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten