Diverse Aktien Ausland

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Lichtkonzern Signify spürt

Lichtkonzern Signify spürt Gegenwind - Beleuchtungsgeschäft bleibt schwierig

Die anhaltende Schwäche im klassischen Beleuchtungsgeschäft hat den Lichtkonzern Signify auch im Schlussquartal belastet. Weil es aber im LED-Geschäft dank eines Zukaufs besser lief, stiegen die Umsätze im letzten Jahresviertel konzernweit um 1,4 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro an, wie das Unternehmen am Freitag in Eindhoven mitteilte.

31.01.2020 08:25

Auf vergleichbarer Basis - also um Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte bereinigt - wären die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 4,2 Prozent zurückgegangen. Die ehemalige Philips-Tochter Signify profitierte vor allem davon, dass der Zukauf des chinesischen LED-Herstellers Klite im vierten Quartal in der Bilanz konsolidiert wurde und konnte zudem im Geschäft mit Beleuchtung für Privathaushalte deutlich zulegen. Dagegen lief bei Beleuchtungen für Geschäftskunden weniger rund. Das klassische Beleuchtungsgeschäft erwies sich mit deutlichen Umsatzrückgängen erneut als grösstes Problemfeld für den Osram -Konkurrenten.

Mit Blick auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) hatte Signify Positives zu vermelden: Die Kennziffer stieg im letzten Jahresviertel um 8,4 Prozent auf 232 Millionen Euro, die entsprechende Marge lag bei 13,2 Prozent und damit 0,8 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn sank jedoch vor allem wegen hoher Umbaukosten um 17,3 Prozent auf 98 Millionen Euro. Konzernchef Eric Rondolat zeigte sich mit der Verbesserung der Ebita-Marge zufrieden, verwies aber auch darauf, dass weiter mit einem schwierigen Marktumfeld zu rechnen sei. Im Gesamtjahr legte der Gewinn um 2,3 Prozent auf 267 Millionen Euro zu. Den Aktionären winkt eine um 3,8 Prozent erhöhte Dividende von 1,35 Euro je Aktie.

Für das laufende Jahr peilt Signify eine weitere Verbesserung der bereinigten Ebita-Marge an. Zudem soll der freie Barmittelzufluss wenigstens 6 Prozent des Umsatzes betragen. Der Ausblick schliesst laut Unternehmensangaben aber nicht die beabsichtigte Übernahme von Cooper Lighting Solutions mit ein. Signify will den US-amerikanischen Beleuchtungshersteller kaufen und geht davon aus, dass der Deal im ersten Quartal abgeschlossen wird. Danach soll eine entsprechend angepasste Prognose ausgegeben werden, hiess es./eas/men/jha/

(AWP)

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BBVA verdient mehr als

BBVA verdient mehr als erwartet - Geschäft in Mexiko stark

Die spanische Grossbank BBVA hat 2019 trotz roter Zahlen im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Über das Jahr gesehen sei der Überschuss um 35 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro gesunken, teilte der Santander-Konkurrent am Freitag in Madrid mit.

31.01.2020 08:14

Da die Bank im Dezember bereits mitgeteilt hatte, dass sie auf das amerikanische Geschäft 1,3 Milliarden Euro abschreiben muss, kam der geringere Gewinn nicht überraschend - im Gegenteil: Die von Bloomberg befragten Experten hatten einen stärkeren Rückgang erwartet. Die operativen Geschäfte liefen gut. Bereinigt um die Abschreibung wäre der Gewinn um knapp drei Prozent auf 4,83 Milliarden Euro gestiegen. Besonders gut lief es einmal mehr in Mexiko, wo die Bank 2,7 Milliarden Euro und damit 14 Prozent mehr als vor einem Jahr verdiente./zb/knd/jha/

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US-Konsumgüterkonzern

US-Konsumgüterkonzern Reynolds erlöst aus IPO über eine Milliarde Dollar

Der US-Konsumgüterkonzern Reynolds Consumer Products hat bei seinem Börsengang in New York mehr als eine Milliarde US-Dollar eingenommen. Das Unternehmen verkaufte 47,2 Millionen Aktien zu je 26 Dollar, wie Reynolds in der Nacht zum Freitag in Lake Forest (US-Bundesstaat Illinois) mitteilte. Die Angebotsspanne hatte zwischen 25 und 28 Dollar gelegen. Mit den insgesamt 1,23 Milliarden Dollar Bruttoerlös will das Unternehmen unter anderem Schulden zurückzahlen.

31.01.2020 08:13

Reynolds Consumer Products verkauft vor allem in den USA Aluminiumfolie, Müllsäcke und andere Haushaltswaren wie Pappteller und Plastikbecher. Bisher ist das Unternehmen vollständig im Besitz des neuseeländischen Milliardärs Graeme Hart, der nun rund 23 Prozent der Anteile abgibt. Der Anteil kann sich mit der sogenannten Mehrzuteilungsoption für Anleger noch ändern./men/eas/jha/

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Lego will in Indien

Lego will in Indien expandieren

Der Spiele-Hersteller Lego will sein Engagement auf dem indischen Markt ausbauen. "Dort leben 400 Millionen Kinder", sagte Lego-Chef Niels Christiansen der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Spielwarenmesse in Nürnberg. Das Unternehmen gehe davon aus, dass der Lebensstandard vieler Familien weiter steigen werde und so die Nachfrage nach Lego zunehme. Auf dem Subkontinent entstehe derzeit eine Niederlassung in Mumbai.

31.01.2020 06:40

Das schnellste Wachstum verzeichne Lego derzeit in China, sagte Christiansen. In inzwischen 140 Läden seien im Reich der Mitte die bunten Bausteine zu haben. 80 weitere Läden sollen in diesem Jahr hinzukommen. Von der im vergangenen Jahr eröffneten Niederlassung in Dubai aus sollen die Märkte im Nahen Osten und mittelfristig in Afrika betreut werden.

Christiansen bekräftigte das Ziel, bis 2030 alle Legosteine und Umverpackungen im Konzern aus nachhaltig produziertem Kunststoff wie dem nicht essbaren Teil der Zuckerrohrpflanze herzustellen.

Der dänische Bauklötzchen-Riese erzielte 2019 in Deutschland einen Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und beruft sich auf Zahlen von Marktforschern. Der Marktanteil in Deutschland lag demnach mit 16,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Die genauen Zahlen gibt der Konzern Anfang März bekannt./mac/DP/zb

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Milliardengrab: E

Milliardengrab: E-Zigarettenfirma Juul belastet Marlboro-Konzern

Die Beteiligung an der umstrittenen E-Zigarettenfirma Juul wird für den US-Tabakriesen Altria (Marlboro) zu einem immer teureren Debakel.

31.01.2020 06:38

Im vierten Quartal schrieb der Konzern laut Mitteilung vom Donnerstag weitere 4,1 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) auf das Investment ab. Zuvor hatte Altria den Wert der Beteiligung bereits um 4,5 Milliarden Dollar nach unten korrigiert.

Der Marlboro-Hersteller war im Dezember 2018 für 12,8 Milliarden Dollar mit 35 Prozent bei Juul eingestiegen, der finanzielle Kraftakt war die grösste Investition in der Geschichte des Konzerns. Juul steht wegen einer E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen in den USA schon länger heftig in der Kritik und ist mit vielen Klagen konfrontiert.

E-Zigaretten werden in den USA mit einer Reihe von Todesfällen in Verbindung gebracht, in diesem Zusammenhang gibt es auch ein Gerichtsverfahren gegen Juul. Das Unternehmen betont jedoch, dass die US-Gesundheitsbehörde CDC bislang ausschliesslich illegale Schwarzmarktprodukte für die Todesfälle verantwortlich macht.

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Börsenboom treibt

Börsenboom treibt Fondsvermögen in Deutschland auf Rekordhoch

Der Boom an den Börsen hat der deutschen Fondsbranche in Summe das beste Jahr ihrer Geschichte beschert. Ende 2019 verwalteten die Fondsgesellschaften den Rekordwert von fast 3,4 Billionen Euro. Das waren 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2,95 Billionen Euro), wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Binnen zehn Jahren habe sich das Fondsvermögen fast verdoppelt.

11.02.2020 12:21

Unter dem Strich flossen im vergangenen Jahr gut 120 Milliarden Euro frische Gelder in offene Investmentfonds und damit etwas mehr als ein Jahr zuvor (118 Mrd Euro). Treiber im Neugeschäft waren erneut Spezialfonds, in die vor allem Versicherer und Pensionskassen investieren, mit 102,7 Milliarden Euro Zuflüssen.

Publikumsfonds, die sich an breitere Anlegerschichten richten, sammelten 17,5 Milliarden frische Gelder ein - und damit weniger als ein Jahr zuvor (22,5 Mrd Euro). Klima- und Umweltschutz spielen dabei für Anleger zunehmend eine Rolle: 40 Prozent der 17,5 Milliarden Euro wurden in sogenannte nachhaltige Fonds gesteckt.

In reine Aktienfonds flossen mit 4,4 Milliarden Euro deutlich mehr neue Gelder als 2018 (0,7 Mrd Euro) - auch getrieben von der boomenden Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds (ETF).

"Man könnte eigentlich meinen, endlich setzen die deutschen Sparer auf die richtigen Pferde", sagte BVI-Präsident Tobias C. Pross. Allerdings wandere nach wie vor der grössere Teil der Spargelder in Deutschland in renditeschwache Anlagen.

Um die private Altersvorsorge zu fördern, forderte die Branche, Pläne zu einer Besteuerung von Aktienkäufen zu begraben. Seit 2011 wird auf EU-Ebene über eine Finanztransaktionssteuer diskutiert, bislang ohne Ergebnis. Mitte Dezember hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einen neuen Entwurf für eine solche Steuer vorgestellt./ben/DP/jha

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Thomas-Cook-Aus treibt

Thomas-Cook-Aus treibt Reiseverkauf bei Tui an - Aktie hebt ab

Wenige Monate nach der Pleite von Thomas Cook sprudeln beim weltgrössten Reisekonzern Tui die Buchungen. "Der Reisemarkt in Deutschland und Grossbritannien wird voraussichtlich schrumpfen, aber wir werden Marktanteile gewinnen", sagte Tui-Chef Fritz Joussen am Dienstag vor Beginn der Hauptversammlung in Hannover. Er könne sich an keinen so dynamischen Jahresstart wie diesmal erinnern. Daher sieht der Manager gute Chancen, trotz des Flugverbots für die Boeing 737 Max im Geschäftsjahr bis Ende September den oberen Rand seiner bisherigen Gewinnprognose zu erreichen.

11.02.2020 11:24

Damit würde der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) bis zu 1,05 Milliarden Euro erreichen. Allerdings könnten es - wenn es schlecht läuft - auch nur 850 Millionen Euro sein. Damit liegt die Untergrenze zwar 100 Millionen niedriger als zuvor. Allerdings hat Joussen nun erstmals die Mehrkosten für eine über den gesamten Sommer verlängerte 737-Max-Krise eingerechnet. Mit bis zu 375 Millionen Euro sollen sie etwas geringer ausfallen als zuletzt befürchtet - aber immer noch teurer werden als im vergangenen Jahr.

An der Börse in London kamen die Nachrichten hervorragend an. Der Kurs der Tui-Aktie, der sich seit seinem Rekordhoch im Mai 2018 zeitweise mehr als halbiert hatte, legte am Vormittag um rund 12 Prozent auf 960 britische Pence zu.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember wuchs der saisontypische operative Verlust (bereinigtes Ebit) bei Tui im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent auf rund 147 Millionen Euro. Die Miete und die Mehrkosten für Ersatzflugzeuge summierten sich auf 45 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust allerdings um fast acht Prozent auf 129 Millionen Euro. Reiseanbieter schreiben in der reiseschwachen Wintersaison in der Regel rote Zahlen, weil sie ihre Fixkosten nicht decken können. Ihre Gewinne fahren sie vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Doch Tui muss jetzt möglicherweise auch in der heissen Jahreszeit ein weiteres Mal auf ältere und daher spritdurstigere Ersatzflugzeuge setzen. Denn Boeing rechnet inzwischen erst für Mitte des Jahres mit einem Ende des Startverbots für die "Max". Tui hat bisher 15 Maschinen des Typs in der Flotte und hätte schon vergangenen Sommer weitere acht Exemplare erhalten sollen. Dass diese neuen Maschinen bis Ende September eintreffen, hält Joussen für unwahrscheinlich. In seine Gewinnprognose hat er nun auch erste Schadenersatzzahlungen von Boeing einkalkuliert.

Dabei läuft das Reisegeschäft des Konzerns im Kern glänzend. In der Wintersaison lägen die Buchungen mit Stand Anfang Februar drei Prozent höher als im Vorjahr, berichtete Tui, und das bei sechs Prozent höheren Preisen. Für den Sommer seien bereits 36 Prozent des Angebots verkauft. Die Buchungen hätten um 14 Prozent angezogen. Die Reisepreise lägen im Schnitt um drei Prozent höher als ein Jahr zuvor.

"Wir haben nach der Insolvenz von Thomas Cook praktisch sofort deren Hotels in unser Programm aufgenommen", sagte Joussen. Er zeigte sich sicher, dass Tui gegenüber allen Wettbewerbern Marktanteile gewinnen werde. Unterdessen stimmen die Buchungszahlen den Tui-Chef auch zuversichtlicher für die kommenden Monate. Nach Erlösen von 18,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2018/19 soll der Tui-Umsatz im laufenden Jahr nun um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen. Bisher hatte er ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich angepeilt.

Dabei scheint das Wachstum auf dem Reisemarkt an sich kein Selbstläufer mehr zu sein. Zwar ist der grösste Tui-Wettbewerber Thomas Cook vom Markt verschwunden. Doch Joussen zeigte sich überzeugt, dass die Menschen in den wichtigsten Absatzmärkten Deutschland und Grossbritannien in diesem Jahr weniger in Urlaub fliegen werden. Darauf deuteten die bisherigen Buchungszahlen am Markt hin. Ganz sicher könne man sich dabei aber nicht sein: "Vielleicht buchen die Menschen doch noch im Last-Minute-Geschäft." Er könne das Phänomen noch nicht erklären.

Die Coronavirus-Epidemie wirke sich jedenfalls noch nicht spürbar auf das Buchungsverhalten der Kunden aus. China ist für Tui bisher ohnehin kein wichtiger Markt. Zudem sei derzeit keine Hochsaison für Asienreisen, sagte Joussen.

Mit der Pleite von Thomas Cook sortiert sich der Reisemarkt in Deutschland und vielen Ländern Europas neu. Der Konzern mit Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute und Öger Tours hatte Ende September Insolvenz angemeldet. Während in Grossbritannien auch die konzerneigene Fluggesellschaft die Flügel streckte, flog die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor dank eines Staatskredits weiter weiter und steht nun vor der Übernahme durch die polnische Fluggesellschaft LOT./stw/eas/fba

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Probleme im Nahen Osten

Probleme im Nahen Osten belasten Hochtief stärker als erwartet

Der Essener Baukonzern Hochtief ist 2019 wegen einer milliardenschweren Abschreibung bei der australischen Tochter Cimic tiefer in die roten Zahlen gerutscht als von Analysten erwartet. Der Nettoverlust habe im vergangenen Jahr 206,2 Millionen Euro betragen, wie Hochtief am Dienstag bei Vorlage der endgültigen Jahresbilanz 2019 in Düsseldorf mitteilte.

11.02.2020 14:05

2018 hatte der MDax -Konzern noch einen Gewinn von 543 Millionen Euro ausgewiesen. Bereinigt um die Abschreibung bei Cimic machte Hochtief einen Nettogewinn von 627 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte bereits Ende Januar vorläufige Zahlen vorgelegt und einen Verlust angekündigt.

Für das laufende Jahr zeigte sich Unternehmenschef Marcelino Fernandez Verdes zuversichtlich. Für 2020 peilt er einen um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn von 690 bis 730 Millionen Euro an. Das wären bis zu rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zuversichtlich machen Fernandez Verdes die prall gefüllten Auftragsbücher und gute Aussichten auf noch mehr. Hochtief habe für 2020 und darüber hinaus in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und Europa Zielobjekte im Wert von rund 600 Milliarden Euro identifiziert, hiess es in einem Brief an die Aktionäre.

Zum Gewinnzuwachs soll aber auch der spanische Autobahnbetreiber Abertis beitragen. Mit der Übernahme von Abertis stieg 2018 auch der zur italienischen Unternehmerfamilie Benetton gehörende Mautstrassenbetreiber Atlantia mit knapp 24 Prozent bei Hochtief ein. Mittlerweile haben die Italiener ihren Anteil auf 18 Prozent reduziert. Grossaktionär ist nach wie vor die spanische Mutter ACS mit einem Anteil von 50,4 Prozent.

Im Tagesgeschäft lief es für Hochtief 2019 rund. Der operativen Konzerngewinn, in dem weitere Sondereffekte ausgeklammert werden, betrug knapp 669 Millionen Euro, was im Rahmen der Prognose von 640 bis 680 Millionen Euro liegt. Zudem kann Hochtief auf ein gutes finanzielles Polster bauen. Aktionäre sollen daher trotzdem mit 5,80 Euro je Aktie eine deutlich höhere Dividende erhalten.

Cimic will sich wegen erheblich verschlechternder Marktbedingungen aus dem Geschäft im Nahen Osten zurückziehen. Ihre 45-prozentige Beteiligung an dem in der Region tätigen Unternehmen BIC Contracting (BICC) mit Sitz in Dubai wollen die Australier verkaufen. In diesem Zusammenhang nahm Cimic Abschreibungen auf den Wert der Beteiligung vor. Die Ergebnisbelastung nach Steuern bezifferte das Unternehmen auf umgerechnet 1,1 Milliarden Euro. Cimic gehört zu fast 73 Prozent zu Hochtief und trägt den Löwenanteil zum Gewinn vor Steuern bei./mne/fba

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Mehr Bier und höhere Preise:

Mehr Bier und höhere Preise: Heineken steigert Gewinn

Der niederländische Bierbrauer Heineken hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn um rund 13 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro gesteigert. Es wurde mehr Bier zu höheren Preisen verkauft, wie aus den Jahreszahlen hervorgeht, die das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam vorlegte. Auch in diesem Jahr setzt der zweitgrösste Bierbrauer der Welt auf Wachstum.

12.02.2020 08:51

Heineken schloss das vergangene Jahr mit einem Umsatz von rund 28,5 Milliarden Euro ab, das waren etwa 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein bei der Heineken-Marke sah das Unternehmen Zuwächse von 8,3 Prozent. Der Vormarsch des alkoholfreien Bieres setzte sich nach Angaben des Unternehmens fort. Von den rund 241 Millionen Hektolitern Bier waren rund 14 Millionen alkoholfrei oder -arm.

Unternehmenschef Jean-François van Boxmeer erwartet für 2020 erneut steigende Erlöse. Allerdings wies er darauf hin, dass etwa die Auswirkungen des Coronavirus in Asien noch nicht einzuschätzen seien. Gerade in Asien hatte Heineken im vergangenen Jahr 12 Prozent mehr Bier verkauft. Auch in anderen Kontinenten mit Ausnahme von Europa stieg der Umsatz. Der Belgier van Boxmeer hatte am Vortag seinen Rücktritt für diesen Sommer angekündigt./ab/DP/jha

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Nissan verklagt Ex-Boss

Nissan verklagt Ex-Boss Carlos Ghosn

Der japanische Renault -Partner Nissan hat seinen in den Libanon geflohenen früheren Chef Carlos Ghosn auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab, wurde beim Bezirksgericht in Yokohama eine Zivilklage über 10 Milliarden Yen (83 Mio Euro) eingereicht.

12.02.2020 08:51

Damit solle ein Teil der finanziellen Schäden ausgeglichen werden, die Ghosn Nissan durch sein jahrelanges "betrügerisches" und "korruptes" Verhalten zugefügt habe. Dazu gehörten der Privatgebrauch von Firmen-Jets, Gelder an Ghosns Schwester, Zahlungen an seinen privaten Anwalt im Libanon und der Gebrauch von Immobilien im Ausland ohne Zahlung von Miete. Hinzu kämen Kosten für die internen Ermittlungen gegen ihn, hiess es.

Der ehemalige Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi hatte in Japan wegen Verstosses gegen Börsenauflagen unter Anklage gestanden, war aber gegen eine Kaution auf freiem Fuss, als er im vergangenen Dezember die Flucht in den Libanon ergriff./ln/DP/mis

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Lyft-Umsatz knackt

Lyft-Umsatz knackt Milliardenmarke - trotzdem hoher Verlust

Der Uber-Konkurrent Lyft hat zum Jahresende starke Geschäftszuwächse verbucht, aber tiefrote Zahlen geschrieben.

12.02.2020 06:32

Verglichen mit dem Vorjahreswert nahm der Verlust im vierten Quartal von 249 Millionen auf 356 Millionen Dollar (326 Mio Euro) zu, wie der Fahrdienstvermittler am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Bilanz litt jedoch stark unter hohen Sonderkosten, das bereinigte Ergebnis lag nur mit 121 Millionen Dollar im Minus. Die Erlöse stiegen um 52 Prozent auf den Rekordwert von 1,0 Milliarden Dollar.

Die Zahl der aktiven Nutzer wuchs um 23 Prozent auf 22,9 Millionen. Damit liegt Lyft - dessen Geschäft sich bislang auf die USA und Kanada beschränkt - weit abgeschlagen hinter dem Rivalen Uber, der allerdings auch in viel mehr Ländern vertreten ist. Obwohl die Quartalszahlen besser als von Analysten erwartet ausfielen, reagierte die Aktie nachbörslich mit deutlichen Kursverlusten. Das Wachstum liess im zweiten Halbjahr 2019 bereits deutlich nach und Lyft geht davon aus, dass es im aktuellen Geschäftsjahr weiter abflaut.

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App-Bank N26 verlässt nach

App-Bank N26 verlässt nach Brexit britischen Markt

Die App-Bank N26 gibt nach dem Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union den britischen Markt auf. Die Konten der dortigen Nutzer werden zum 15. April auslaufen, wie das Berliner Unternehmen am Dienstag ankündigte. N26 hat eine europäische Vollbanklinzenz, die nach dem Brexit in Grossbritannien gemäss dem Austrittsvertrag nicht mehr gilt.

11.02.2020 21:29

Die Firma hätte auch eine Lizenz für Grossbritannien beantragen können - dies wäre aber "mit einem erheblichen betrieblichen Aufwand und regulatorischer Komplexität verbunden", erklärte N26. "Das Wachstumspotenzial ist dabei bei vergleichbarem Aufwand in anderen, grösseren Märkten wie zum Beispiel der EU und den USA, höher."

N26 hat nach eigenen Angaben "mehrere hunderttausend" Kunden in Grossbritannien, dem Sender BBC zufolge sind es rund 200 000. N26 fokussiere sich nun auf das Wachstum in 24 weiteren europäischen Ländern und den USA sowie der Vorbereitung des Eintritts neuen Märkten, erklärte die Firma. Die Kunden in Grossbritannien sollen in den kommenden Wochen aufgefordert werden, eventuelles Guthaben auf andere Konten zu überweisen. Die Mehrheit der Mitarbeiter in Grossbritannien solle in neue Rollen innerhalb des Unternehmens wechseln./so/DP/he

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Handelskonzern Ahold Delhaize

Handelskonzern Ahold Delhaize schneidet besser als erwartet ab

Der niederländisch-belgische Handelskonzern Ahold Delhaize hat im vierten Quartal wegen guter Geschäfte in den USA besser als erwartet abgeschnitten. Im Zeitraum Oktober bis Dezember kletterte der Umsatz um 5 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

12.02.2020 09:08

Zu konstanten Wechselkursen lag das Wachstum bei 3,1 Prozent. In den USA, im grössten Markt für Ahold Delhaize, legte der Konzern zu gleichen Wechselkursen um 2,7 Prozent zu. Der bereinigte operative Gewinn erreichte im vierten Quartal insgesamt 765 Millionen Euro nach 743 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten bei Umsatz und operativem Ergebnis mit etwas weniger gerechnet.

Für das neue Geschäftsjahr erwarte Ahold Delhaize eine bereinigte operative Marge mehr oder weniger auf dem Niveau von 2019. Beim bereinigten Gewinn je Aktie geht der Konzern von einem Plus im mittleren einstelligen Bereich aus. Sein Sparziel hat Ahold Delhaize angehoben: Bis zum Jahr 2021 sollen 1,9 Milliarden Euro eingespart werden, zuvor lag das Ziel bei 1,8 Milliarden.

Im Plan sieht sich der Konzern bei seinem Vorhaben, die Online-Erlöse zu steigern. Bis 2021 sollen diese aufs Jahr gesehen bei 7 Milliarden Euro liegen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre des im EuroStoxx50 notierten Unternehmens eine um 8,6 Prozent höhere Dividende von 0,76 Euro je Aktie erhalten./stk/eas/jha/

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Presse: Starker Kostenanstieg

Presse: Starker Kostenanstieg drückt Airbnb ins Minus

(Ausführliche Fassung) - Der Wohnraum-Vermittler Airbnb ist in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres laut einem Zeitungsbericht in die roten Zahlen geraten. Das Unternehmen aus San Francisco habe in diesem Zeitraum einen Verlust von 322 Millionen Dollar (295 Mio Euro) gemacht, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum habe es noch einen Gewinn von 200 Millionen Dollar gegeben. Ein starker Kostenanstieg habe die Bilanz erheblich belastet, heisst es in dem Bericht.

12.02.2020 11:54

So gebe Airbnb etwa viel Geld aus, um Sicherheitslücken seiner Plattform zu schliessen. Die roten Zahlen kämen angesichts des für 2020 geplanten Börsengangs ungelegen, da sie den Aktienpreis drücken könnten. Zuletzt war Airbnb mit 31 Milliarden Dollar bewertet worden. Ohnehin sei mit dem Börsendebüt wohl nicht vor dem dritten Quartal zu rechnen, zitierte die Zeitung Quellen aus dem nahen Umfeld des Unternehmens. Das Timing hänge auch von den Folgen des Coronavirus ab, der Airbnb im wichtigen Wachstumsmarkt China massiv belaste.

Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass Tech-Unternehmen mit roten Zahlen an die Börse gehen. Doch die Anleger sind skeptischer geworden, unter anderem nachdem die Aktienplatzierungen der Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft enttäuschend verliefen.

Im dritten Quartal vergangenen Jahres habe Airbnb zwar den Umsatz auf 1,65 Milliarden Dollar gesteigert, schrieb die Zeitung weiter. Das seien 400 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch zugleich hätten die steigenden Kosten den Quartalsgewinn von 337 auf 266 Millionen Dollar gedrückt. Diese schwarzen Zahlen hätten bei weitem nicht ausgereicht, um die Verluste aus dem ersten Halbjahr wieder wettzumachen. Airbnb gebe unter anderem viel Geld für die Technik seiner Plattform sowie für Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Nutzer aus.

Zugleich hat Airbnb ein gut laufendendes Kerngeschäft, wie aus dem Bericht hervorgeht: Im Schnitt hätten täglich zwei Millionen Nutzer eine Ferienwohnung oder ein Haus über die Plattform gebucht./hbr/DP/jha

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Orange wächst dank Afrika -

Orange wächst dank Afrika - Spaniengeschäft weiter unter Druck

Der französische Telekommunikationskonzern Orange bleibt in seinem schwächelnden Spaniengeschäft weiter unter Druck. Der zweitwichtigste Einzelmarkt musste auch im vierten Quartal deutliche Umsatzeinbussen hinnehmen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Im Gesamtjahr legten die Erlöse beim ehemaligen französischen Staatsmonopolisten vor allem dank der stark wachsenden Geschäfte in Afrika und dem Nahen Osten um 2,1 Prozent auf 42,2 Milliarden Euro zu. Auf vergleichbarer Basis ohne Zu- wie Verkäufe und Wechselkurseffekte wären die Erlöse aber nur um 0,6 Prozent geklettert. In Spanien kämpft das Unternehmen mit Billigkonkurrenz, auch in Frankreich gingen die Erlöse leicht zurück.

13.02.2020 08:03

Das um die Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung und andere Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern stieg auf vergleichbarer Basis um 0,8 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Mit den Werten bei Umsatz und Ergebnis schnitt Orange wie erwartet ab. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um die Hälfte auf 3 Milliarden Euro. 2018 hatte das Unternehmen für ein Altersteilzeitprogramm hohe Kosten verbuchen müssen. Zudem sanken die Zinszahlungen mit dem Schuldenabbau.

Die Prognose für dieses Jahr bestätigte das Management um Vorstandschef Stephane Richard. Der Konzern hatte die Anleger bereits auf einer Kapitalmarktveranstaltung Anfang Dezember darauf vertröstet, dass es erst 2021 wieder zu bedeutend steigenden Ergebnissen kommen dürfte./men/jha/

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Bilfinger will beim Umsatz

Bilfinger will beim Umsatz bis 2024 Fünf-Milliarden-Marke knacken

Der Industriedienstleister Bilfinger will in den kommenden Jahren seinen Umsatz kräftig steigern. Bis zum Jahr 2024 soll der Konzernumsatz auf mehr als fünf Milliarden Euro steigen, wie Bilfinger am Donnerstag in Mannheim am Tag seines Kapitalmarktes mitteilte. 2019 kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um vier Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft legten die Erlöse um sechs Prozent zu. Der Zufluss an liquiden Mitteln aus dem laufenden Betrieb (Free Cashflow) soll sich bis 2024 auf über 200 Millionen Euro erhöhen. Damit könne das Unternehmen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses nachhaltig an die Aktionäre ausschütten, hiess es weiter. Zudem zielt Bilfinger darauf ab, wieder ein Investment-Grade-Rating zu erlangen.

13.02.2020 07:59

Gleichzeitig will das Unternehmen wieder profitabler werden. Bereits ab 2021 soll die bereinigte operative Marge (Ebita-Marge) 5 Prozent betragen und in den Folgejahren auch auf berichteter Basis diesen Wert erreichen. 2019 betrug die bereinigte Ebita-Marge 2,4 Prozent und die berichtete Ebita-Marge 0,7 Prozent.

Bereits bei Vorlage der Neunmonatszahlen im November hatte Unternehmenschef Tom Blades angekündigt, mit Hilfe einer strafferen Organisation und einem Abbau von 200 Stellen die jährlichen Vertriebs- und Verwaltungskosten auf unter 300 Millionen senken. Dazu beitragen soll auch die Verkleinerung des Vorstands von vier auf drei Mitglieder. Zudem will Blades weitere Unternehmen verkaufen, die nicht profitabel genug sind. Darunter fielen Firmen, die auch auf längerer Sicht keine Ebita-Marge von fünf Prozent erreichen können, hatte der Bilfinger-Chef erläutert.

Der seit Mitte 2016 an der Bilfinger-Spitze stehende Brite hatte nach dem Verkauf des Tafelsilbers, den Immobiliendienstleistungen, einen tiefgreifenden Umbau eingeläutet. Seitdem konzentriert sich der Konzern auf zwei Geschäftsbereiche und trennte sich von verlustbringenden Geschäften./mne/fba

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Rote Zahlen -

Rote Zahlen - Milliardenstrafe verhageln Airbus Rekordjahr

(neu: mehr Details und Hintergrund) - Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus ist nach den milliardenschweren Strafzahlungen wegen Korruptionsvorwürfen ins Minus gerutscht. Wie der Konzern am Donnerstag in Toulouse bekanntgab, fiel im Geschäftsjahr 2019 ein Fehlbetrag von knapp 1,4 Milliarden Euro an. Zusätzlich wird die Bilanz von Sonderbelastungen für den Militärtransporter A400M belastet. Im Jahr 2018 hatte der Gewinn noch bei gut 3 Milliarden Euro gelegen. Eigentlich war 2019 ein Rekordjahr für Airbus.

13.02.2020 07:46

Nach einer Einigung mit Behörden wegen Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen hatte der europäische Flugzeugbauer eingewilligt, zusammen 3,6 Milliarden Euro in Frankreich, Grossbritannien und den USA zahlen. Die schon seit Jahren laufenden Untersuchungen hatten den Luftfahrtkonzern mit Schaltzentrale im französischen Toulouse unter Druck gesetzt. Ihr übriges taten nun schlechte Exportaussichten für den Militärtransporter A400M an - Sonderbelastungen von 1,2 Milliarden fielen an.

Beides überschattet nun das erfolgreiche Jahr 2019. Im Rennen um die Marktführerschaft konnte Airbus erstmals seit Jahren dem US-Erzrivalen Boeing den Titel abjagen. Insgesamt lieferte Airbus 863 Verkehrsflugzeuge aus und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr. Boeing steckt seit März 2019 in einer schweren Krise. Nach den zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten hatten Behörden in aller Welt Passagierflüge mit der 737 Max untersagt. Das Flugzeug ist das meistgefragte Modell des US-Konzerns.

In Frankreich ist der Löwenanteil der Strafe in der Korruptionsaffäre fällig geworden - nämlich 2,1 Milliarden Euro. In Grossbritannien beläuft sich die Geldbusse auf knapp 984 Millionen Euro, die USA sollen knapp 526 Millionen Euro bekommen. Der frühere deutsche Konzernchef Thomas Enders hatte bereits die Mitarbeiter des Luft- und Raumfahrtkonzerns auf die Möglichkeit "erheblicher Strafen" eingestimmt. Auslöser der Ermittlungen war eine Selbstanzeige des Unternehmens. Die Behörden untersuchten unter anderem Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit Verträgen beim Verkauf von Zivilflugzeugen und Satelliten.

Der neue Airbus-Chef Guillaume Faury nimmt sich nun für sein erstes komplettes Jahr an der Konzernspitze nur vorsichtige Steigerungen bei Produktion und Gewinn vor. So soll der Konzern im Jahr 2020 etwa 880 Verkehrsflugzeuge an die Kunden ausliefern und damit nur 17 mehr als im Vorjahr. Ursprünglich hatte sich das Management für 2019 bereits bis zu 890 Maschinen zum Ziel gesetzt.

Gleichzeitig verkündete Airbus am Donnerstag, dass sich der in eine Finanzkrise geratene Bombardier -Konzern von seinem letzten grossen Flugzeugprogramm trennt. Airbus und die kanadische Provinz Québec übernehmen Bombardiers verbliebenen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen für den Kurz- und Mittelstreckenjet A220. Der Airbus-Anteil steigt damit von gut 50 auf 75 Prozent. Airbus zahlt Bombardier dafür 591 Millionen US-Dollar (rund 543 Millionen Euro). Québec stockt seinen Anteil auf 25 Prozent auf, ohne weiteres Geld zu zahlen.

Der kanadische Bombardier-Konzern hatte sein Engagement bei dem Jet schon infrage gestellt. Das Flugzeug vom Typ A220 war ursprünglich als Bombardier C-Serie entwickelt worden. Nachdem der Hersteller in finanzielle Schieflage geraten war, übernahm Airbus die Mehrheit der Anteile an dem Flugzeugprogramm und vermarktet das Modell seither unter dem Namen A220. Es ist der bisher kleinste Flugzeugtyp in der Airbus-Modellpalette.

Bombardier befindet sich in einer Krise. Die Kanadier hatten im vorigen Monat den Kapitalmarkt mit einer Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft. Der nun bekanntgegebene Verkauf an Airbus kommt nicht überraschend. Der Zug- und Flugzeugbauer scheut die Kosten für das Hochlaufen der Produktion. Die Airbus-Strategie sieht vor, das Volumen deutlich hochzufahren - und dann auch deutlich günstiger produzieren zu können.

Medienberichte und Marktspekulationen über einen angeblichen Verkauf des Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom hatten dem Bombardier-Konzern am Mittwoch kräftig Auftrieb an der Börse gegeben. Nach Informationen des "Handelsblatts" will Alstom für sieben Milliarden Euro das gesamte Eisenbahngeschäft der Kanadier übernehmen./nau/stw/jha

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Aurubis mit etwas schwächerem

Aurubis mit etwas schwächerem Jahresstart als gedacht - Jahresprognose steht

Niedrigere Erlöse mit Schwefelsäure und eine träge Nachfrage nach Flachwalzprodukten haben den Kupferhersteller Aurubis zum Start ins neue Geschäftsjahr etwas stärker belastet als erwartet. Den Jahresausblick bestätigte Konzernchef Roland Harings aber trotz "derzeit herausfordernder Bedingungen" sowie derzeit nicht zu prognostizierenden Auswirkungen des Coronavirus. Der Manager peilt damit 2019/20 weiterhin ein operatives Vorsteuerergebnis von 185 bis 250 Millionen Euro an.

13.02.2020 07:46

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres fiel der operative Gewinn (Earnings before Taxes, kurz EBT) um 23 Prozent auf 31 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Das war etwas weniger als Analysten laut vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Daten im Mittel geschätzt hatten. Unter dem Strich verdiente Aurubis 24 Millionen Euro und damit ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Dabei belastete - wie bereits bekannt - auch ein Wartungsstillstand im Hamburger Werk. Der Umsatz legte derweil vor allem dank höherer Edelmetallpreise um 4 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. So werden bei der Verarbeitung von Kupferschrott auch Edelmetalle gewonnen. Zudem ist Schwefelsäure ein Nebenprodukt der Kupferproduktion./mis/fba

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Abschreibungen auf Real

Abschreibungen auf Real drücken Metro in die Verlustzone

Abschreibungen auf die kurz vor dem Verkauf stehende Supermarktkette Real haben den Handelskonzern Metro im ersten Quartal ins Minus gedrückt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Die Wertberichtigungen auf Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro. Metro hatte sich vor wenigen Tagen grundsätzlich mit einem Konsortium um den Immobilieninvestor X-Bricks über den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette geeinigt.

13.02.2020 07:45

Im fortgeführten Geschäft - also ohne Real und das ebenfalls vor einem Verkauf stehende chinesische Geschäft sank der Gewinn in den drei Monaten per Ende Dezember um knapp 30 Prozent auf 121 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Immobilienverkäufe nahm leicht um 0,6 Prozent auf 526 Millionen Euro ab. Die Jahresprognose wurde bestätigt./nas/jha/

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Aussicht auf Milliarden-Deal

Aussicht auf Milliarden-Deal mit Alstom beflügelt Bombardier-Aktie

Medienberichte und Marktspekulationen über einen angeblichen Verkauf des Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom haben dem Bombardier-Konzern kräftig Auftrieb an der Börse gegeben. Die Aktien des angeschlagenen kanadischen Unternehmens gingen in Toronto am Mittwoch (Ortszeit) mit einem Kursplus von mehr als zehn Prozent aus dem Handel.

13.02.2020 06:34

Nach "Handelsblatt"-Informationen aus Industriekreisen will Alstom für sieben Milliarden Euro die gesamte Zugsparte der Kanadier übernehmen. Bombardier Transportation hat nach Angaben des Unternehmens rund 40 650 Beschäftigte, Hauptsitz der Sparte ist Berlin. Insgesamt hat der Bombardier-Konzern, dessen zweites Standbein der Flugzeugbau ist, mehr als 68 000 Mitarbeiter.

Zuvor hatten bereits der Finanznachrichtendienst Bloomberg und französische Medien über Gespräche zwischen den Konzernen berichtet. Anleger spekulieren ohnehin schon länger über Spartenverkäufe. Sprecher von Bombardier und Alstom sagten am Mittwochabend auf Nachfrage, dass sie Marktgerüchte nicht kommentieren würden.

Dem "Handelsblatt" zufolge soll die Übernahme bereits am Donnerstagmorgen bekanntgegeben werden. Zwischenzeitlich sei auch der japanische Zugbauer Hitachi interessiert gewesen. Durch den Deal zwischen Alstom und Bombardier entstehe ein neuer grosser Eisenbahntechnikkonzern mit etwa 15 Milliarden Euro Umsatz.

Die Transaktion könnte allerdings auf Widerstand der Kartellbehörden stossen. Alstom war erst vor einem Jahr an Bedenken der europäischen Wettbewerbskommission mit dem Versuch gescheitert, mit Siemens Mobility zu fusionieren. Die Aufseher stoppten den Zusammenschluss trotz Warnungen vor einer zunehmenden Bedrohung durch chinesische Konkurrenz. 2017 hatte es auch schon Spekulationen gegeben, dass Bombardier und Siemens ihre Zugsparten zusammenlegen könnten.

Bombardier tut sich schon länger schwer. Die Kanadier hatten im vorigen Monat den Kapitalmarkt mit einer Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft. Dem französischen Finanzsender BFM zufolge verhandeln Alstom und Bombardier schon seit Wochen über einen Deal.

Alstom hatte zuletzt Aufträge für 3,6 Milliarden Euro erhalten, darunter ein Grossauftrag für das Schienennetz der australischen Metropole Perth, wie der Konzern Mitte Januar in Paris mitteilte. Damit verzeichnete das Unternehmen den höchsten Wert in einem Quartal im laufenden Geschäftsjahr. Alstom hat derzeit nach eigenen Angaben rund 36 300 Mitarbeiter in 60 Ländern./hbr/DP/zb

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Pernod Ricard kappt Prognose

Pernod Ricard kappt Prognose wegen des Coronavirus

Der französische Whiskey- und Wodka-Hersteller Pernod Ricard bekommt die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren und hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gekappt. Der operative Gewinn vor Sonderereffekten soll demnach organisch nur noch zwischen 2 und 4 Prozent wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Ursprünglich waren zwischen 5 und 7 Prozent Wachstum angepeilt. Auch beim Umsatz rechnet der Hersteller von Marken wie Absolut Vodka, Havana Club Rum und Jameson Whiskey mit rund 2 Prozent weniger.

13.02.2020 08:31

Das Coronavirus schade der Nachfrage in China, einem Kernmarkt für Pernod Ricard, hiess es. Dabei lief das Geschäft mit Spirituosen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2019/20 (bis Ende Juni) insgesamt sogar besser als erwartet. Der Umsatz stieg um fast 6 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro, aus eigener Kraft betrug das Wachstum 2,7 Prozent. Das operative Ergebnis vor Sonderposten legte 8 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro zu. Organisch lag das Plus bei 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und übertraf damit die Analystenschätzungen nach einem schwachen Start ins neue Geschäftsjahr deutlich. Vor allem in den USA konnte sich Pernod Ricard zulegen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit knapp 1,1 Milliarden Euro ein Prozent mehr.

Im vergangenen Geschäftsjahr lief es beim Spirituosenhersteller vor allem dank einer hohen Nachfrage in China aussergewöhnlich gut. Die Gewinne stiegen so stark wie seit Jahren nicht mehr. Konkurrent Remy Cointreau hatte bereits im Januar seine Prognose wegen des Coronavirus gekürzt./niw/nas/jha/

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Australischer Rohstoffkonzern

Australischer Rohstoffkonzern BHP mit deutlichem Gewinnplus im ersten Halbjahr

Der australische Rohstoffkonzern BHP hat im ersten Halbjahr (per 31. Dezember) besser abgeschnitten als erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn nach Steuern kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar (rund 4,8 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Melbourne mitteilte. Damit lag BHP über den Erwartungen der Analysten.

18.02.2020 08:08

Konzernchef Mike Henry zeigte sich mit dem Verlauf der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs zufrieden. Trotz der Ungewissheit über die möglichen Folgen des Coronavirus sowie der Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten und geopolitischer Unsicherheiten bleibe er zuversichtlich, dass sich der Konzern weiterhin positiv entwickeln werde.

Mit Blick auf das Coronavirus werde man die weiteren Entwicklungen genau beobachten, hiess es weiter. Sollte es bis März nicht gelingen, die Epidemie in den Griff zu bekommen, müsse der Konzern seine Erwartungen hinsichtlich der Nachfrage nach Rohstoffen wohl nach unten korrigieren.

Die Ziele für 2020 und 2021 bestätigte BHP zunächst dennoch. Innerhalb der kommenden zwölf Monate soll bei zwei Grossprojekten die Produktion beginnen. Zudem erhielt BHP im ersten Halbjahr die Genehmigung für Investitionen in ein Öl- und Gasprojekt in Trinidad & Tobago

Die Aktionäre sollen eine Zwischendividende von 65 Cent je Aktie erhalten und damit rund 10 Cent mehr als ein Jahr zuvor./eas/mne/jha/

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Studie: Aktiengesellschaften

Studie: Aktiengesellschaften mussten Prognosen häufig korrigieren

Deutsche Aktiengesellschaften lagen im vergangenen Jahr besonders häufig daneben, wenn es um die Einschätzung ihrer künftigen Erlöse und Gewinne ging. Von 306 im Prime Standard gelisteten Unternehmen mussten im vergangenen Jahr 171 so genannte Gewinn- oder Umsatzwarnungen veröffentlichen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Das bedeutet, dass die Firmen ihre selbst gesetzten Ziele nicht mehr für erreichbar hielten.

18.02.2020 08:08

Die 171 Negativ-Fälle bedeuteten einen neuen Rekord und eine Steigerung um 25 Prozent zum Vorjahr. Im Schnitt wurde der erwartete Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 37 Prozent abgesenkt. Umgekehrt gab es auch 125 Aktiengesellschaften, die ihre Prognosen im Lauf des Geschäftsjahres nach oben schraubten, beim Ebit im Schnitt um 18 Prozent. Sie wurden an den Börsen mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 4 Prozent am Veröffentlichungstag belohnt, während es bei negativen Änderungen durchschnittliche Kurs-Abschläge von 7 Prozent setzte. Diese hatten auch noch eine Woche später Bestand.

Besonders häufig verfehlten Unternehmen aus der Autobranche die eigenen Ziele: Zehn der zwölf börsennotierten Autohersteller und Zulieferer mussten die Zahlen nach unten korrigieren. "Die weltweite Autokonjunktur entwickelt sich schwach, die technologischen Herausforderungen sind enorm", erläuterte EY-Partner Marc Förstemann die schwierige Lage. Auf der anderen Seite machten beispielsweise Immobilienunternehmen, Pharmakonzerne und spezialisierte Technologieunternehmen nach wie vor gute Geschäfte und überträfen bisweilen ihre Prognosen. Nur 88 AGs und damit 29 Prozent kamen 2019 ohne Änderung ihrer Prognosen aus./ceb/DP/stw

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Phoenix Mecano erzielt 2019

Phoenix Mecano erzielt 2019 weniger Gewinn

Dem Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano (PM) weht ein rauer konjunktureller Wind entgegen. Wachstum ergab sich im Geschäftsjahr 2019 nur dank Zukäufen.

18.02.2020 08:06

Der Gewinn brach wegen des bereits im August angekündigten Optimierungsprogramms deutlich ein. Auf die schon im ersten Semester schwache Marktlage hatte PM bereits reagiert. So wurde ein "Massnahmenpaket zur gezielten Anpassung der Strukturen" verabschiedet. Die Schwerpunkte liegen in den Sparten Mechanische Komponenten und Elcom/Ems. Sie umfassen Kapazitätsanpassungen, Produktportfoliobereinigungen, Standortoptimierungen sowie Reaktionen auf den Handelskonflikt. Das Management erwartet in den Folgejahren nachhaltige Kostenentlastungen aus diesem Paket in der Höhe von rund 10 Millionen pro Jahr ab 2021.

Das Programm liege "voll im Plan", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Allerdings waren damit Einmalaufwendungen von rund 16 Millionen Euro verbunden. Entsprechend fiel das Betriebsergebnis um 55 Prozent auf 23 Millionen Euro zurück. Bereinigt um diese Kosten und um einen Sonderertrag im Vorjahr reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 21 Prozent auf rund 39 Millionen. Der Reingewinn brach gemäss den provisorischen Zahlen gar um über 60 Prozent auf rund 14 Millionen ein.

Der Bruttoumsatz erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 680,0 Millionen Euro. Bereinigt um die Zukäufe und Währungseffekte ergab sich hingegen ein Minus von 2,2 Prozent.

Immerhin zogen die Verkäufe im vierten Quartal wieder an. Sowohl Umsatz als auch Bestellungseingang erhöhten sich im Schlussquartal im zweistelligen Prozentbereich. Am besten lief es dabei der Sparte Mechanische Komponenten im Bereich Antriebs- und Beschlagstechnik für Komfortmöbel in Amerika und Asien. Die Sparten Gehäusetechnik und Elcom/Ems legten im Zeitraum von Oktober bis Dezember ebenfalls zu. Laut Phoenix Mecano deutet das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Rechnungsstellung von über 100 auf eine Fortsetzung der Dynamik hin.

Coronavirus bremst

Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen trotz des Lichtblicks im vierten Quartal vorsichtig. Die weltweite Konjunkturlage ergebe Anfang 2020 ein gemischtes Bild, heisst es im Ausblick.

Kurzfristig wird eine Abschwächung erwartet, nicht zuletzt wegen der Belastungen durch den von der Covid-19-Epidemie ausgelösten Schock auf die Produktionskapazitäten und Logistikketten. Die chinesischen Fertigungsstätten von Phoenix Mecano werden in den kommenden Wochen ihre Tätigkeit aufgrund eingeschränkter Transport- und Reisemöglichkeiten sowie der Auflagen zur Einschränkung der Ansteckungsgefahr nur schrittweise wieder aufnehmen können.

Positive Faktoren seien dagegen die weiter lockere Geldpolitik, eine erste Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie nachlassende Sorgen vor einem ungeregelten Austritt Grossbritanniens aus der EU.

Eine konkrete Prognose für 2020 soll aber erst später genannt werden. Die geprüften Ergebnisse werden anlässlich der Bilanzmedienkonferenz und der Präsentation der Erstquartalszahlen am 23. April vorgelegt.

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Italienische Grossbank Intesa

Italienische Grossbank Intesa Sanpaolo will Rivalin UBI übernehmen

Die lange erwartete Konsolidierung im italienischen Bankensektor kommt in Gang. Die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo will ihre kleinere Rivalin Unione di Banche Italiane (UBI) übernehmen, wie das Geldhaus aus Turin in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Intesa will 4,9 Milliarden Euro für UBI bezahlen - und zwar nicht in bar, sondern in neuen eigenen Aktien. Der Deal soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

18.02.2020 07:33

Die UBI-Aktionäre sollen für je 10 ihrer Papiere 17 neue Intesa-Aktien erhalten. Basierend auf den Schlusskursen vom Freitag entspricht dies den Angaben zufolge einer Prämie von 27,6 Prozent. Intesa erwartet, dass die Übernahme ihren Gewinn je Aktie um sechs Prozent steigert.

UBI kam zuletzt auf eine Marktkapitalisierung von knapp vier Milliarden Euro. Erst am Montag hatte das Institut angekündigt, bis zum Jahr 2022 mehr als 2000 Stellen zu streichen und 175 Filialen zu schliessen.

Intesa will im Zuge der Übernahme einen Teil des Filialnetzes verkaufen, um mögliche Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen. Der Kurs der UBI-Aktie hatte am Montag um 5,5 Prozent zugelegt. Seit dem Jahreswechsel steht damit ein Kursgewinn von fast 19 Prozent zu Buche. Für die Intesa-Aktien ging es um 1,3 Prozent nach oben./stw/zb/stk

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HSBC will bis zu 35 000

HSBC will bis zu 35 000 Stellen streichen

Die britische Grossbank HSBC prüft innerhalb des neuen Sparprogramms den Abbau von bis zu 35 000 Stellen. Die Zahl der Mitarbeiter könnte von rund 235 000 auf etwa 200 000 sinken, sagte Interims-Konzernchef Noel Quinn der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag in einem Telefoninterview. Zuvor hatte die Bank mitgeteilt, die Kosten wegen der niedrigen Profitabilität in einigen Bereichen weiter drücken zu wollen.

18.02.2020 07:33

Quinn hatte den Posten als Konzernchef im vergangenen Jahr nach dem überraschenden Rücktritt von John Flint im Sommer kommissarisch übernommen. Verwaltungsratschef Mark Tucker hatte damals gesagt, dass die Suche nach einem neuen Chef sechs bis zwölf Monate dauern könne. In der Mitteilung zu den Jahreszahlen hiess es nur, dass es nichts Neues zur Chefsuche gebe und der Zeitplan weiter stehe./zb/stw

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LafargeHolcim-Konkurrent

LafargeHolcim-Konkurrent rechnet mit einer guten Baustoffnachfrage

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement, Mitbewerber von LafargeHolcim, zeigt sich nach einem Umsatz- und Ergebniszuwachs 2019 zuversichtlich für das laufende Jahr.

18.02.2020 07:04

HeidelbergCement rechne damit, dass sich die Baustoffnachfrage 2020 in vielen Märkten insbesondere weiter positiv entwickeln wird, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag in Heidelberg mitteilte. Dies gelte auch insbesondere für die Wachstumsmärkte.

Entscheidend für das tatsächliche Ausmass des Wachstums seien jedoch die lokale wirtschaftliche Entwicklung, der Umfang der öffentlichen Investitionen und die Entwicklung der Kreditkosten für die Immobilienfinanzierung.

Im Februar hatte HeidelbergCement wegen einer schwächeren Umsatzentwicklung bereits früher als geplant Eckdaten für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Der Umsatz legte 2019 dank des Baubooms in Deutschland und weltweiten Infrastrukturprogrammen um vier Prozent auf knapp 18,9 Milliarden Euro zu.

Bereinigt um Wechselkurse, Zu- und Verkäufe sowie Effekte aus der neuen Bilanzierungsrichtlinie betrug der Anstieg zwei Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 15 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei zwei Prozent.

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Otto Group will bis 2030

Otto Group will bis 2030 klimaneutral werden

Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto will bis 2030 klimaneutral werden. Dieses Ziel habe der Vorstand für die Standorte, Transporte, Mitarbeitermobilität und die externen Rechenzentren und Cloud-Dienstleistungen ausgegeben, teilte Otto am Dienstag in Hamburg mit. Die Otto Group hebe damit ihren jahrzehntelangen systematischen Einsatz für den Klimaschutz auf ein neues Level, nachdem es gelungen sei, 50 Prozent der CO2-Emissionen des Jahres 2006 einzusparen.

18.02.2020 06:49

Im Gegensatz zu etlichen anderen Unternehmens will Otto das Ziel erreichen, ohne in grossem Stil Zertifikate zum Ausgleich der eigenen Emissionen an anderer Stelle zu kaufen. "Wir sehen Kompensation aus Klimaschutz- und Kostensicht immer als das letzte Mittel an beim Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele", sagte Vorstandsvorsitzender Alexander Birken. Otto werde an den eigenen Standorten erneuerbare Energien ausbauen und zu 100 Prozent Ökostrom einsetzen, soweit verfügbar.

Bei den Transporten will die Otto Group den Anteil der Luftfracht weiter reduzieren und setzt auf der "letzten Meile" verstärkt auf Elektro-Mobilität. Die Konzerntochter Hermes werde in den 80 grössten Städten bis 2025 die Sendungen emissionsfrei zustellen. Intelligente Transport- und Tourensoftware soll die gesamte Logistik und die Zustellung effizienter machen. Weiteres CO2-Einsparpotenzial sehe der Vorstand im Bereich der Mitarbeitermobilität durch die vermehrte Nutzung der Bahn an Stelle des Flugzeugs und einen Wechsel auf Elektro-Mobilität./egi/DP/zb

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Minenkonzern BHP warnt vor

Minenkonzern BHP warnt vor Preisdruck - Zeit bis Ende März entscheidend

Die Rohstoffbranche muss sich nach Einschätzung des weltgrössten Minenkonzerns BHP wegen des Coronavirus auf eine niedrigere Nachfrage und sinkende Preise einstellen. Wenn es bis Ende März nicht gelingt, die Epidemie in den Griff zu bekommen, werde die Branche die Auswirkungen das Ganze Jahr spüren, schrieb der für die Analyse der Märkte und Volkswirtschaften zuständige Manager, Huw McKay, am Dienstag in einem Beitrag auf der Internetseite des Konzerns.

18.02.2020 06:48

Die Aktivität in Chinas Baubranche und die Industrieproduktion müssten spätestens im April wieder normal laufen, damit die Ausfälle im Laufe des Jahres kompensiert werden können. Unterdessen hat in der Nacht auf Dienstag ein führender chinesischer Experte gesagt, dass sich die Epidemie der neuen Lungenkrankheit in China erst Ende April stabilisieren könnte.

"Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, in einem Video von einer Schalte mit Medizinern aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung "Nanfang Dushibao" (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. "Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt", mahnte der renommierte Mediziner zur Vorsicht. Er sagte allerdings, dass die radikalen Massnahmen in China zur Eindämmung des Sars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten./zb/jha/

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Osrams Hauptversammlung im

Osrams Hauptversammlung im Zeichen der Übernahme

...

18.02.2020 06:34

Die entscheidende, dann wohl ausserordentliche Hauptversammlung zur Übernahme steht Osram also noch bevor, wenn das Übernahmeangebot voraussichtlich im Sommer abgewickelt ist. Dann braucht AMS 75 Prozent der anwesenden Stimmen, um den angestrebten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu beschliessen. Die fehlenden Aktien werden zu grossen Teilen von Hedgefonds gehalten. Diese setzen darauf, deutlich mehr als die bei der Übernahme gebotenen 41 Euro je Anteil zu bekommen. Dass die Hedgefonds auf der Hauptversammlung aktiv auftreten gilt allerdings eher als unwahrscheinlich./ruc/DP/he

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