CH-relevante Börsenthemen Jahr 2020

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«Heutiger Markt nicht mit

«Heutiger Markt nicht mit Dotcom-Blase vergleichbar»

Dotcom-Milliardär Mark Cuban erklärt in einem Interview, warum die Rekord-Rally an den Märkten vorerst weitergehen wird – und was sie eines Tages doch stoppen könnte.

https://www.cash.ch/news/top-news/boersenausblick-heutiger-markt-nicht-mit-dotcom-blase-vergleichbar-1466667

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SNB-Jordan betont

SNB-Jordan betont Notwendigkeit von Negativzinsen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihren Negativzinsen fest. Diese seien in der Schweiz eine Notwendigkeit, sagte SNB-Chef Thomas Jordan am Donnerstag in einem Interview mit CNBC am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

23.01.2020 10:21

Die Zinsdifferenz zum Euro-Raum sei wichtig und die Zentralbank könnte die Zinsen bei Bedarf weiter senken, erklärte er. Die SNB stemmt sich seit fünf Jahren mit Negativzinsen und Eingriffen am Devisenmarkt gegen eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens.

rw/

(AWP)

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Schweizer Immobilienmarkt mit

Schweizer Immobilienmarkt mit stärkstem Preisanstieg seit 2014

Wohnimmobilien werden in der Schweiz immer teurer. 2019 sind die Preise für Wohneigentum so stark gestiegen wie seit 2014 nicht mehr. Wohnungen und Einfamilienhäuser verteuerten sich um jeweils rund zwei Prozent. Und auch im laufenden Jahr dürften die Preise für Eigenheime leicht steigen, dies geht aus der jüngsten Studie der UBS "Real Estate Focus 2020" hervor.

23.01.2020 10:20

Nach wie vor sind demnach die rekordtiefen Zinsen und die damit verbundene Jagd der Investoren nach Rendite die Haupttreiber für die steigenden Preise von Wohnimmobilien. Dabei sind die Zentrumslagen mehr betroffen als die Peripherie.

Dass die Preise weiter steigen, liegt auch daran, dass das Angebot an Eigenheimen tief ist im Vergleich zu Mietwohnungen. Aktuell betreffen nur 40 Prozent der Baugesuche Eigenheime.

Die Preise für Mehrfamilienhäuser treten dagegen seit 2016 auf der Stelle. Einzig an Spitzenlagen steigen die Preise. Andernorts dämpften Leerstände die Zahlungsbereitschaft der Investoren. Daher dürften die Angebotsmieten auch 2020 insgesamt um rund 1 Prozent sinken, heisst es in der Studie.

Bei den Geschäftsimmobilien geraten Büroflächen an Zentrumslagen unter Druck. Vor allem in Zentrumslagen seien Konjunkturrisiken zu wenig eingepreist, heisst es. Das Beschäftigungswachstum gehe zurück und die schwächeren Wirtschaftsaussichten drückten auf die Nachfrage. Damit dürften höhere Mieten nur in Ausnahmefällen durchsetzbar sein und gesamtschweizerisch könnten die Mieten sogar leicht nachgeben.

Belastet wird der Markt für Geschäftsflächen auch vom Onlinehandel, der auch dieses Jahr um 10 Prozent wachsen dürfte. Dem stationären Handel stehe im besten Fall wachstumsmässig eine Nullrunde bevor, schreibt die UBS. Trotz eines steigenden Überangebots seien die Mieten in Innenstädten im Durchschnitt weiterhin zu hoch. "Ein Rückgang ist unumgänglich", sagt Claudio Saputelli, CIO von UBS Real Estate.

pre/uh

(AWP)

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Richard Quest: «Die Schweiz

Richard Quest: «Die Schweiz ist in einer unkomfortablen Situation»

Für den CNN-Moderator ist die Schweiz in einer schwierigeren Situation in Europa als Grossbritannien, wie er im cash-Interview am WEF sagt. Er äussert sich auch zu den US-Wahlen, Trump, Greta und zum Börsenverlauf.

https://www.cash.ch/news/politik/cnn-kultmoderator-richard-quest-die-schweiz-ist-einer-unkomfortablen-situation-1467143

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SMI: Alarmsignal mahnt zur Vorsicht

Im Kursverlauf des Swiss Market Index ist ein unter Markttechnikern gefürchtetes Trendumkehr-Muster aufgetaucht.

Der SMI (SMI 10863.9 0.46%) zeigte in den vergangenen drei Handelstagen eine Abfolge von Kursbewegungen, die Analysten als «Evening Star» kennen. Dieser ergibt sich, wenn der Index zuerst steigt, am Folgetag dann intraday eine 180-Grad-Wende nach unten vollzieht und am dritten Tag der Formation anhaltend fällt. Letztendlich handelt es sich dabei um nichts weiter als eine mehrtägige Trendwende, die mit überdurchschnittlich hoher Wahrscheinlichkeit eine Hand voll weiterer Verlusttage ankündigt. Anleger sollten sich daher die ersten Kursziele auf der Unterseite wieder in Erinnerung rufen – sie verlaufen um 10’700 am Monatsdurchschnittspreis (blau) und 10’550 an einer horizontalen, bereits bewährten Stabilisierungszone.

 

 

Grundsätzlich zeigen die Trends des SMI auf allen analysierten Zeitebenen nach oben, doch kurze Atempausen sind auch in diesem Umfeld üblich. Da frische Käufe unmittelbar vor solch einer drohenden Korrektur nicht optimal sind, müssen Anleger in steigenden Märkten auf Anzeichen einer Überhitzung achten. So zeigt beispielsweise der langfristige Trend-Indikator des Zuger Analystenhauses iquant, dasss die aktuelle Rally bereits relativ weit fortgeschritten ist: Wenn man sie mit den vergangenen beiden Aufwärtswellen im letzten Jahrzehnt vergleicht, bleibt nur noch ein überschaubares Restpotenzial. Dies spricht nicht gegen einen weiteren Aufwärtstrend, jedoch könnten bald schon günstigere Einstiegskurse zu sehen sein

https://www.fuw.ch/article/smi-alarmsignal-mahnt-zur-vorsicht/

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Benjamin Franklin

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«Konjunktursensitive Aktien

«Konjunktursensitive Aktien werden besser laufen als Nestlé, Roche und Novartis»

Valiant-CIO Renato Flückiger steht skeptisch zu einen weiteren Anstieg des SMI. Er sagt, was bei den Schweizer Börsen, auf dem Schweizer Immobilienmarkt und bei den amerikanischen Techwerten zu erwarten ist.

https://www.cash.ch/news/boersenticker

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Für diese Firmen könnte das

Für diese Firmen könnte das China-Virus ein Problem werden

Die Angst vor negativen Folgen der Corona-Virus-Pandemie auf die Gewinnentwicklung einiger Unternehmen aus der Schweiz geht um. Das setzt den Aktien der betroffenen Firmen zu Wochenbeginn zu.

27.01.2020 08:21

Von Lorenz Burkhalter

Innerhalb von wenigen Tagen haben sich – von China ausgehend – weltweit mehr als 2700 Personen mit dem Corona-Virus "2019-nCoV" infiziert. Für 80 Personen endete dies bis jetzt tödlich. Mittlerweile gibt es auch in der Schweiz erste Verdachtsfälle.

Die Regierung in Peking stellte bereits mehrere Millionen-Metropolen unter Quarantäne und versucht der Pandemie mit Reiseverboten Herr zu werden. Auch in Hongkong wurde der Ausnahmezustand ausgesprochen.

Beim Anblick dieser Zahlen werden Erinnerungen an die Lungenkrankheit Sars in den Jahren 2002/03 wach. Damals kam die Reisetätigkeit im asiatischen Raum nahezu zum Erliegen, auch die Konsumfreudigkeit litt darunter.

Grossbank warnt vor Folgen für Swatch und Richemont

Es überrascht deshalb nicht, dass am frühen Montagmorgen im vorbörslichen Handel von Julius Bär vor allem die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont sowie die des Detailhandelskonzerns Dufry unter Verkaufsdruck geraten. Sie alle verlieren zur Stunde rund 2,2 Prozent. Die Aktie von Flughafen Zürich wird hingegen um 0,5 Prozent tiefer gehandelt.

Wie RBC Capital Markets schreibt, hat sich die Welt seit 2002/03 deutlich verändert. Aufgrund der Urbanisierung sei die Bevölkerungsdichte in China heute deutlich höher und auch das Reiseaufkommen viel grösser, so die kanadische Grossbank. Ihres Erachtens könnten Swatch und Richemont am stärksten betroffen sein, sollte der Corona-Virus "2019-nCoV" weiter um sich greifen. Auf die damaligen Folgen der SARS-Pandemie abgestützt, rechnet RBC Capital Markets mit negativen Folgen für die Gewinnentwicklung der beiden Luxusgüterhersteller von bis zu 8 Prozent.

Bloss ein Sturm im Wasserglas?

Die UBS stellt ähnliche Berechnungen für den Flughafen Zürich an. Der Grossbank zufolge sind Flüge von und nach Hongkong und China bei der Flughafenbetreiberfirma für gut 2 Prozent des Jahresumsatzes, Flüge von und nach Asien für gut 7 Prozent, verantwortlich. Allerdings sind asiatische Passagiere am Flughafen Zürich für bis zu 15 Prozent der Detailhandelsumsätze verantwortlich. In diesem Bereich ortet die UBS denn auch die eigentlichen finanziellen Risiken für das Unternehmen.

Beobachter ziehen davon negative Rückschlüsse auf Dufry. Der Basler Detailhandelskonzern betreibt auch in Asien an zahlreichen Flughäfen Verkaufsstellen.

Händler geben allerdings zu bedenken, dass die Börse auf kurze Sicht gerne zu Übertreibungen neigt und sich schon so manche Ängste rückblickend bloss als ein "Sturm im Wasserglas" erwiesen habe. Auch nach der Sars-Pandemie der Jahre 2002/03 sei bei den betroffenen Aktien rasch wieder Normalität eingekehrt. Das könnte auch diesmal der Fall sein. Nun gelte es erst einmal, die Nerven nicht zu verlieren und die weitere Entwicklung im Auge zu behalten.

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Elias
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DJ wird tiefrot eröffnen - Mundschutz-Hersteller auf Mehrjahresh

Die Ausbreitung des Coronavirus in China und weltweit wird den US-Börsen den Wochenauftakt kräftig verhageln.

https://www.cash.ch/news/top-news/boersen-ticker-dow-jones-wird-tiefrot-...

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Corona-Virus ist ansteckender als bisher bekannt

Die Lage in China spitzt sich zu. Wegen des Coronavirus wurde in Wuhan Autofahren verboten. Die Folgen für die Wirtschaft sind fatal.

Am Sonntag trat Ma Xiaowei, Leiter der nationalen Gesundheitskommission, gleich mit zwei Hiobsbotschaften vor die internationale Presse in Peking: Zum einen würde die Übertragungsfähigkeit des mysteriösen Coronavirus derzeit weiter ansteigen. Und im Gegensatz zu Sars sei der neuartige Erreger aus Wuhan auch während der Inkubationszeit ansteckend. Dies macht eine Eindämmung ungleich schwerer, schliesslich dauert es bis zu zwei Wochen, dass unwissentlich Infizierte erste Symptome der Lungenkrankheit zeigen. Die Anzahl an Infizierten könnte also weiter steigen, fügte der Leiter der chinesischen Gesundheitsexperten an.

Dabei hat sich allein übers Wochenende die Verbreitung des Coronavirus erneut vervielfacht: Mit Stand vom Sonntag haben die Behörden knapp 2000 Infizierte bestätigt, 56 Tote und mehrere hundert Patienten in kritischem Zustand.

Maskenpflicht und Semesterstart verschoben

Die jüngsten Erkenntnisse der Gesundheitskommission erklären die radikalen Eindämmungsmassnahmen der chinesischen Zentralregierung. Allein am Sonntag wurden über ein Dutzend solcher erlassen: So hat Peking etwa den Start des kommenden Sommersemesters für sämtliche Schulen und Universitäten auf unbestimmte Zeit verschoben. Die südchinesische Provinz Guangdong hat eine Atemschutzmasken-Pflicht für all seine Bürger im öffentlichen Raum eingeführt. Sämtliche Gruppenreisen von Ausländern ins Land wurden gestoppt, auch Chinesen dürfen keine Pauschalreisen mehr buchen – sowohl im In- als auch Ausland. Die Zentralregierung hat zudem den Handel von Wildtieren verboten, schliesslich soll der Erreger von einem Markt für exotische Tiere in Wuhan stammen.

Dort ist das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gekommen. Die 11-Millionen-Metropole hat am Sonntag nun auch sämtlichen Autoverkehr auf den Strassen verboten. Das US-Konsulat in Wuhan hat unterdessen die Evakuierung seiner Angestellten sowie einer begrenzten Anzahl an Zivilisten für Dienstag angekündigt. Auch die japanische, russische und französische Regierung plant eine Evakuierung seiner Staatsbürger aus der sechstgrössten Stadt des Landes.

Die Lage der medizinischen Versorgung vor Ort ist prekär. Das belegen Videos, die auf den sozialen Netzwerken kursieren. Darauf zu sehen sind überfüllte Notaufnahmen, in denen Krankenschwestern verzweifelte Menschen nach Hause schicken müssen. In einem von Patienten gefilmten Video schreit ein Arzt in ein Telefon-Headset: «Feuern Sie mich einfach!»

Laut offiziellen Angaben haben sich mindestens 15 Mediziner in Wuhan mit dem Coronavirus angesteckt, ein Arzt ist ­bereits verstorben. Die Dunkelziffer liege jedoch viel höher, erzählte ein Arzt der Hongkonger Zeitung «South China Morning Post». Demnach seien die Spitalangestellten ursprünglich nicht darüber informiert worden, dass sich das Virus auch über menschlichen Kontakt verbreiten könne. Zudem fehlten weiterhin Schutzausrüstung und Testkits.

Die Behörden arbeiten unter Hochdruck daran, den Ansturm der Patienten zu bewältigen. Bis in zehn Tagen soll in Wuhan ein riesiges neues Spital mit über 1000 Betten bereitstehen. Am Samstag beschloss die Gesundheitskommission in Peking, über 1200 Experten in die Stadt zu entsenden und 24 allgemeine Spitäler zu Virusbekämpfungszentren umzufunktionieren.

Auf sozialen Netzwerken berichten Leute in Wuhan und der umliegenden Hubei-Provinz von leeren Ladenregalen und Preisaufschlägen bei Lebensmitteln. Eine Nutzerin auf Twitter etwa postete Fotos von einem Gemüseladen, der nur mehr vereinzelte Salatköpfe führte, für umgerechnet fünf Euro das Stück. Die «New York Times» berichtet, dass viele Märkte und Läden geschlossen seien. Chinesische Botschaften im Ausland posteten in den sozialen Netzwerken Videos, auf denen unzählige Lastwagen auf den Einfahrtstrassen nach Wuhan zu sehen sind – angeblich mit Lebensmitteln beladen.

Einbruch des Wirtschaftswachstums

Wirtschaftlich wird die Epidemie wohl harte Folgen. Über ein Dutzend Städte in der Hubei-Provinz wurden abgeschottet und lahmgelegt. Zudem ­werden die Konsumausgaben während der chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten, die am Samstag begonnen haben, wohl massiv einbrechen. Das wird die angeschlagene Wirtschaft weiter schwächen. Derzeit wächst diese nur mit ­ 6,1 Prozent, so langsam wie seit 30 Jahren nicht mehr. In einer ersten Einschätzung geht der Analysedienst Economist Intelligence Unit von einem Einbruch des Wachstums von bis zu einem Prozentpunkt aus.

Im Ausland reagieren die Leute zum Teil hysterisch. In Südkorea ruft eine Petition dazu auf, chinesische Staatsbürger aus dem Land zu verbannen – obwohl zwei der insgesamt drei Infizierten auch südkoreanische Staatsbürger sind.

 

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jiroen
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Ich bin dumm, aber kann mir

Ich bin dumm, aber kann mir das jemand erklären? Wie wirkt sich das Coronavirus auf die Biotechs aus?

Okay, die (chinesische) Wirtschaft ist angeschlagen, es gibt Befürchtungen einer globalen Epidemie. Dies belastet die Ausgaben der Haushalte und bremst die Wirtschaft. Aber warum wirkt sie sich auf die Finanzierung z.B. von Biotechs aus? 

DISCLAIMER I'm long with Cassiopea, Acacia Pharma, Exro Technologies, Flexion Therapeutics, AC Immune.

Elias
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Beim Coronavirus zeichnen sich zwei mögliche Szenarien ab

Wie sich die in China grassierende Seuche weiterentwickeln wird, hängt massgeblich von zwei Faktoren ab: von der Übertragbarkeit des Virus und dem Schweregrad der verursachten Erkrankung. Vieles deutet darauf hin, dass es nicht so dramatisch wird.

Je mehr Zeit seit dem Ausbruch des neuen Coronavirus in China verstreicht, desto mehr Informationen gibt es über den Erreger. Damit lässt sich auch immer besser die weitere Entwicklung der Seuche abschätzen. Dabei sind zwei epidemiologische Kenngrössen matchentscheidend: die Übertragbarkeit des Virus und seine Gefährlichkeit (Pathogenität) für den Menschen.

Wenn man davon ausgeht, dass Übertragbarkeit und Pathogenität gering oder hoch sein können, dann gibt es vier mögliche Kombinationen für das neue Coronavirus. Von diesen dürften nach derzeitiger Datenlage zwei im Vordergrund stehen:

Szenario 1: milde Erkrankung, aber einfache Übertragung

Bei diesem Szenario gibt es deutlich mehr Infizierte als bisher angenommen. Denn viele Personen haben keine oder nur milde Symptome und gehen deshalb nicht zum Arzt. Die Eindämmung einer solchen Seuche ist naturgemäss schwierig, da «unsichtbare» Übertragungsketten kaum zu unterbinden sind. Ein Beispiel für dieses Szenario ist die letzte Grippepandemie von 2009/10. Trotz weltweiten Anstrengungen gelang die Eindämmung nicht; das pandemische Virus taucht seither jedes Jahr als saisonaler Grippe-Erreger auf.

Wie wir heute wissen, verlief die Grippepandemie vergleichsweise mild. So lag die Sterblichkeitsrate unter 0,5 Prozent. Zu Beginn des Ausbruchs gingen Fachleute von einer sehr viel höheren Mortalitätsrate aus. Später realisierte man, dass sie den Anteil der Personen mit mildem Krankheitsverlauf völlig unterschätzt hatten. Dieser Anteil lässt sich erst beziffern, wenn serologische Tests bereitstehen, mit denen man im Blut einen Kontakt mit dem Virus nachweisen kann.

Für Szenario eins spricht die Berechnung einer britisch-amerikanischen Forschergruppe. Sie geht davon aus, dass derzeit nur 5 Prozent der tatsächlichen Infektionsfälle bekannt sind. Was unheimlich klingen mag, hat auch eine gute Seite: dass nämlich die derzeit vermutete Mortalitätsrate beim neuen Coronavirus von rund 3 Prozent stark überschätzt sein könnte.

Wie der Seuchenexperte und Berater des Robert-Koch-Instituts Clemens Wendtner gegenüber dem Deutschen Science Media Center vorrechnet, würde die Mortalitätsrate bei der 5-Prozent-Annahme auf unter 1 Prozent sinken. Das neue Coronavirus wäre dann gleich pathogen wie ein mildes Grippevirus. Dafür spricht, dass bisher die meisten Todesfälle bei älteren Patienten mit vorbestehenden Erkrankungen aufgetreten sind.

Ein weiteres Argument für Szenario eins ist die sogenannte Basisreproduktionszahl R0. Sie gibt an, wie viele Personen von einem Infizierten angesteckt werden. Auch wenn zu Beginn der Epidemie vieles gegen eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung sprach, sind inzwischen solche Fälle dokumentiert. Laut chinesischen Forschern soll R0 mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 2,7 und 4 liegen. Dieser Wert kann sich im Verlauf der Epidemie allerdings noch ändern – zum Beispiel sinken, wenn sich die Menschen besser vor einer Ansteckung schützen, oder aber steigen, wenn sich das Virus durch Mutationen besser an seinen menschlichen Wirt anpassen kann.

Szenario 2: schwerere Erkrankung, aber geringe Übertragung

Bei diesem Szenario stehen die Chancen auf eine Eindämmung besser, denn die erkrankten Personen und ihre Kontakte lassen sich identifizieren und isolieren. In diese Kategorie gehören Sars oder Ebola mit einer Sterblichkeitsrate von 10 beziehungsweise mindestens 50 Prozent.

Die Sequenzierung des neuen Coronavirus hat laut Wissenschaftern gezeigt, dass der Erreger drei Viertel seiner Erbgutinformation mit dem Sars-Erreger teilt. Noch ähnlicher ist das neue Virus einem Coronavirus, das bei bestimmten Fledermäusen vorkommt. Das könnte ein Hinweis auf das tierische Reservoir des neuen Erregers sein. Noch ist allerdings unklar, ob das Virus tatsächlich von Fledermäusen direkt oder wie bei Sars über ein anderes Tier als Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen ist.

Die Ähnlichkeit zwischen Sars-Erreger und neuem Coronavirus betrifft auch den Ort, wo sie den Menschen infizieren. Beide Erreger binden offenbar an Rezeptoren im unteren Atemtrakt. Bei Sars hatte das zur Folge, dass der Erreger vor allem von schwer erkrankten Patienten mit Lungenentzündung übertragen wurde. Ob das auch für das neue Coronavirus zutrifft, ist noch nicht geklärt.

Trotz weiterhin bestehenden Informationslücken deutet vieles darauf hin, dass das Schicksal des neuen Coronavirus zwischen den beiden geschilderten Szenarien liegen dürfte. Im Vergleich zum Sars-Erreger scheint es weniger pathogen, dafür aber leichter übertragbar zu sein. Bei Szenario zwei sollte es eingedämmt werden können. Bei Szenario eins könnte das Virus wie die Grippeviren längerfristig beim Menschen in Zirkulation bleiben. In beiden Fällen dürfte das, was der deutsche Seuchenexperte Wendtner für Deutschland sagt, auch auf die Schweiz zutreffen: dass das neue Coronavirus für die Bürger mit hoher Wahrscheinlichkeit keine signifikante Gefährdung darstellt. Zum Vergleich nennt der Experte die über 20 000 Personen, die jährlich in Deutschland an der Grippe sterben.

 

https://www.nzz.ch/wissenschaft/neues-coronavirus-zwei-szenarien-zeichne...

 

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Bund richtet eine Task Force ein

Eine Frage interessiert brennend: Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Eckerle erklärt, vor allem Personen im fortgeschrittenen Alter gehörten zur Risikogruppe. Jüngere seien weniger betroffen. Scratch one-s head Die Daten seien jedoch mit grosser Vorsicht zu betrachten, warnt die Expertin. Die Erkrankungszahl ändere sich stündlich. Auch Eckerle geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/jetzt-informiert-der-bund-ueber-d...

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«Die Korrektur bietet Chance

«Die Korrektur bietet Chance zum Kauf»

Warum der Einbruch an den Börsen eine Chance bietet, was der Coronavirus für China bedeutet und wie Gold gehandelt werden soll: Anastassios Frangulidis von Pictet Asset Management nimmt im cash-Interview Stellung.

https://www.cash.ch/news/top-news/coronavirus-die-korrektur-bietet-chance-zum-kauf-1469535

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«Eines ist klar: Die Märkte

«Eines ist klar: Die Märkte hassen Unsicherheit»

Die Angst vor dem Coronavirus lastet immer mehr auf den Märkten. Aktienstratege Cédric Spahr von der Bank J. Safra Sarasin analysiert im cash-Interview die Lage. Und er sagt, welche Firmen gefährdet sind.

https://www.cash.ch/news/top-news/schweizer-aktien-eines-ist-klar-die-maerkte-hassen-unsicherheit-1471473

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UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- SGS: Grossaktionärsfamilie von Finck verkauft 960'000 Aktien
       Familie stösst Anteil von 12,7% ab und ist noch mit rund 3% beteiligt
       Titel wurden zu je 2'425 Fr. das Stück verkauft
       GBL hat Beteiligung auf 18,9% aufgestockt

- Swatch sagt "Time to Move"-Messe ab

- Aluflexpack 2019: Umsatz 207,9 Mio EUR (VJ 181,7 Mio)
                    Bereinigte EBITDA-Marge ähnlich wie H1 (13,8%)
              2020: Umsatz zwischen 220 Mio und 230 Mio EUR erwartet

- LUKB 2019: Konzerngewinn 204,9 Mio Fr. (VJ 200,4 Mio)
             Geschäftserfolg 238,9 Mio Fr. (VJ 225,4 Mio)
             Geschäftsertrag 504,3 Mio Fr. (VJ 482,3 Mio)
             Netto-Neugeldzufluss 603,2 Mio Fr. (VJ 605,7 Mio)
             Dividende 12,50 Fr. (VJ 12,50 Fr.) als Nennwertrückzahlung
       2020: Resultat in der Grössenordnung von 2019 angestrebt
- LUKB tilgt 2,25% Tier-1-Bond über 130 Mio Fr. per 06. März 2020 Fr vorzeitig

- Alpine Select rechnet 2019 mit Gewinn von rund 13 Mio Fr.
- DKSH vermarktet Prüfgeräte für TA Instruments in Thailand
- Orascom DH: Samih Sawiris  übernimmt vorübergehend die Leitung
- Rieter gewinnt in Ägypten weitere Aufträge im Volumen von rund 30 Mio Fr.

NEWS VON WICHTIGEN NICHT SIX-KOTIERTEN UNTERNEHMEN:
- Migros verkauft Globus an Thai Central Group und Investor Benko
- Schweizer Börse SIX: Handelsumsatz Januar 128,1 Mrd. Fr. (+7,6% gg. VJ)

- Glencore 2019: Kupferproduktion sinkt um 6% auf 1,37 Mio Tonnen     
                 Kohleproduktion steigt um 8% auf 139,5 Mio Tonnen         

BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- AMS: BlackRock meldet Anteil von 5,13%, Norges Bank von 4,6%
- Arbonia: Morgan Stanley meldet Anteil von 5,06%
- Mobimo: Norges Bank meldet Anteil von 2,99%
- Poenina: Diverse Meldungen nach Auflösung Lock-up Gruppe
- Rapid Nutrition meldet Eigenanteil von <3%
- VAT Group: BlackRock meldet Anteil von 2,998%
- Vifor: BNP Paribas erhöht Anteil auf 5,15%

PRESSE DIENSTAG
-

ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
  Dienstag:
- LUKB: BMK 2019

  Mittwoch:
- ABB: Ergebnis 2019 (Webcast 09.00 Uhr)
- Conzzeta: Umsatz 2019 
 
  Donnerstag:
- Dätwyler: Ergebnis 2019 + BMK
- Glarner KB: Ergebnis 2019 + BMK
- Idorsia: Ergebnis 2019 (Conf. Call 14.00 Uhr)
- Molecular Partners: Ergebnis 2019 (Conf. Call 14.00 Uhr)
- Swisscom: Ergebnis 2019 + BMK
- Perrot Duval: aoGV (15.00 Uhr), Genf

WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSTERMINE
- EZ: Erzeugerpreise 12/19 (11.00 Uhr)
      EZB Monatsbericht 01/20 (15.45 Uhr)
- US: Auftragseingang Industrie 12/19 (16.00 Uhr)
      Auftragseingang langlebige Güter 12/19 (endgültig)
      API Ölbericht (Woche) (22.30 Uhr)

- CH: Seco Konsumentenstimmungsindex Januar (Mittwoch)
      KOF Konjunkturumfragen vom Januar (MK)

WIRTSCHAFTSDATEN

SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 21.02.

- Übernahmeangebote:
  BFW Liegenschaften (Nachfrist 27.01.-07.02.)

- IPO/Neukotierungen an SIX (angekündigt):
 
- Dekotierungen:
  LumX: per 30.06.2020 (letzter Handelstag 29.6.)

- Kapitalerhöhungen, Aktiensplit etc.:
   

EX-DIVIDENDE DATEN:

per 10.2.:
- Perrot Duval (15,00 Fr.)
- Varia US (0,25 Fr.)

DEVISEN/ZINSEN (08.20 Uhr)
- EUR/CHF: 1,0695
- USD/CHF: 0,9677
- Conf-Future: -11 BP auf 160,23% (Montag)
- SNB: Kassazinssatz -0,719% (Montag)

BÖRSENINDIZES
- SMI vorbörslich: +0,33% auf 10'700 Punkte (08.20 Uhr)
- SMI (Montag): +0,35% auf 10'665 Punkte
- SLI (Montag): +0,31% auf 1'633 Punkte
- SPI (Montag): +0,35% auf 12'916 Punkte
- Dow Jones (Montag): +0,51% auf 28'400 Punkte
- Nasdaq Comp (Montag): +1,34% auf 9'273 Punkte
- Dax (Montag): +0,49% auf 13'045 Punkte
- Nikkei 225 (Dienstag): +0,49% auf 23'085 Punkte

STIMMUNG
- Erholungstendenz dürfte anhalten
- SGS nach Aktienplatzierung massiv unter Druck

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Grossbank UBS setzt auf die

Grossbank UBS setzt auf die diesjährigen SMI-Gewinner

Aktien von Firmen, deren Tagesgeschäft nicht von der Wirtschaftsentwicklung abhängig ist, führen die SMI-Gewinnerliste an. Die UBS erhöht gleich für zwei dieser Aktien ihre Kursziele.

04.02.2020 08:15

"Defensiv bleibt Trumpf", so liesse sich die letzten Wochen am Schweizer Aktienmarkt wohl am passendsten umschreiben. Auch in den ersten fünf Wochen sind bei den Aktien aus dem Swiss Market Index (SMI) vor allem solche von Unternehmen auf der Gewinnerliste zu finden, deren Tagesgeschäft nicht von der Wirtschaftsentwicklung abhängig ist. Die Liste wird angeführt von Lonza (+ 12,3 Prozent) und Givaudan (+ 5,2 Prozent) (cash berichtete).

Intakte Wachstumsaussichten

Das dürfte insbesondere die UBS freuen. Sie empfiehlt beide Aktien zum Kauf. Jene von Lonza seit dem frühen Dienstagmorgen neuerdings sogar mit einem 12-Monats-Kursziel von 440 (zuvor 370) Franken. Die Grossbank traut dem Pharmazulieferer aus Basel weiterhin ein überdurchschnittlich hohes Wachstumstempo zu. Sie ist sich sicher, dass sich die hohen Investitionen der letzten Jahre künftig bezahlt machen werden. Die von Lonza angestrebte Steigerung der operativen Marge (EBITDA) um 300 Basispunkte bis in drei Jahren erachtet die UBS als realistisch und die Ausschüttung einer Sonderdividende an die Aktionäre als wahrscheinlich.

Doch auch der Aktie von Givaudan traut man bei der UBS noch einmal höhere Notierungen zu. Die Grossbank bekräftigt ihre Kaufempfehlung und veranschlagt neuerdings ein 12-Monats-Kursziel in Höhe von 3500 (zuvor 3300) Franken. Der Genfer Aromen- und Duftstoffhersteller wachse auch im laufenden Jahr wieder schneller als der Markt, so schreibt sie und rechnet dank eines vom Schlussquartal letzten Jahres ins erste Quartal verschobenen Grossauftrags mit einem starken Start ins neue Jahr. Auch den Raum für  Margenverbesserungen hält die UBS für grundlegend unterschätzt.

Anleger sind bereit, für defensive Eigenschaften zu bezahlen

Erst kürzlich zeigten sich Firmenvertreter von Givaudan anlässlich der Jahresergebnisveröffentlichung optimistisch, was die zukünftige Entwicklung der Rohmaterialpreise anbetrifft. Sie rechnen bis Ende Jahr mit einer stabilen Entwicklung letzterer.

Allerdings haben die beiden Aktien mit all ihren defensiven Eigenschaften mittlerweile ihren Preis. Selbst auf Basis der optimistischen Gewinnschätzungen der UBS errechnet sich bei Lonza für das kommende Jahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 24,5. Bei Givaudan beträgt das KGV sogar fast 27. Auch an hohen Dividendenrenditen kommen bei diesen Aktien nicht länger auf ihre Kosten. Die von Lonza weist eine Dividendenrendite von 0,7 Prozent, jene von Givaudan eine Rendite von 1,9 Prozent auf. Zum Vergleich: Die 20 Titel aus dem SMI rentieren durchschnittlich noch immer knapp 3 Prozent.

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Die Schnellstarter und die

Die Schnellstarter und die lahmen Enten im Schweizer Börsenjahr 2020

Das Coronavirus und die Berichtssaison gaben am Schweizer Aktienmarkt im 2020 die Richtung vor. Während Zykliker einmal mehr unter die Räder kommen, sorgen Biotech-Firmen für eine Überraschung. Eine erste Jahresbilanz.

https://www.cash.ch/news/top-news/aktien-die-schnellstarter-und-die-lahmen-enten-im-schweizer-boersenjahr-2020-1473119

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Handelsumsatz der Schweizer

Handelsumsatz der Schweizer Börse steigt im Januar kräftig

Die Schweizer Börse SIX hat einen aktiven Jahresauftakt erlebt. Die Handelsumsätze im Januar stiegen im Vergleich zum Vormonat um 15,2 Prozent auf 128,1 Milliarden Franken. Die Anzahl Abschlüsse hat um 24,8 Prozent auf 6,15 Millionen zugenommen. Der SMI ist um 0,1% gestiegen und stand per Ende Januar bei 10'627,9 Punkten.

03.02.2020 19:15

Gegenüber der Vorjahresperiode beträgt das Plus beim Handelsumsatz 7,6 Prozent und bei der Anzahl Abschlüssen gar 26,1 Prozent, wie die SIX am Montag mitteilte. Der Januar hatte mit 21 drei Handelstage mehr als der Dezember aber gleich viele wie der Januar 2019.

Der Handelstag mit dem höchsten Umsatz war der 17. Januar, als Wertschriften im Umfang von 7,8 Milliarden Franken die Besitzer wechselten. Die meisten Abschlüsse gab es am 27. Januar: Es wurden 346'934 Abschlüsse getätigt.

Die umsatzstärkste Wertschrift im Berichtsmonat war Novartis, auf die 13,5 Milliarden Franken entfielen. Zudem war sie mit 362'306 Abschlüssen auch die meistgehandelte Wertschrift.

Reger Handel mit Kryptowährungen

In Produkten mit Kryptowährungen als Basiswert erreichte der Handelsumsatz im Januar insgesamt 56,9 Millionen Franken, was einer Zunahmen um 256 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Anzahl Abschlüsse lag im Januar bei 2'252 und um 145 Prozent höher als im Vormonat.

Aktuell stehen Anlegern an der Schweizer Börse Produkte auf sieben Kryptowährungen zur Auswahl sowie verschiedene Produkte auf einen Korb von mehreren Kryptowährungen. Das umsatzstärkste Produkt ZXBTAV hat Bitcoin als Basiswert.

Hoher Umsatz in Aktien - Rückgang bei Obligationen

Aktien (inklusive Fonds und ETPs) waren wiederum die umsatzstärksten Wertschriften. Insgesamt wurden im Januar Beteiligungspapiere im Wert von 108 Milliarden Franken gehandelt. Das ist ein Plus um gut einen Fünftel gegenüber dem Vorjahresmonat.

Dagegen ging der Umsatz mit Obligationen um 16,8 Prozent auf 9,51 Milliarden Franken zurück. Der Umsatzanteil der ETFs sank um 19,4 Prozent auf 7,01 Milliarden und der der Fremdwährungsanleihen um fast drei Viertel auf noch 2,12 Milliarden Franken. Dagegen stieg der Handelswert bei den Strukturierten Produkten und Warrants um 44,3 Prozent auf 1,50 Milliarden Franken.

pre/mk

(AWP)

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Coronavirus: Diese fünf

Coronavirus: Diese fünf Schweizer Aktien bei Kurszerfall kaufen

Der Coronavirus-Ausbruch in China wird viele kleinere und mittelgrosse Schweizer Unternehmen im ersten Quartal ausbremsen. Bei fünf Aktien sind tiefere Kurse jedoch eine Kaufgelegenheit.

10.02.2020 08:13

Von Lorenz Burkhalter

Berichte aus China sprechen mittlerweile von mehr als 40'000 am Coronavirus erkrankten Personen. Gut 900 Menschen sind bereits am Virus gestorben. Noch immer nimmt die Zahl der Neuerkrankungen Tag für Tag zu (cash berichtete). In den betroffenen Regionen bleiben die Produktionsbetriebe geschlossen.

Letzteres könnten früher oder später auch viele Schweizer Unternehmen zu spüren bekommen, egal ob sie nun selber vor Ort produzieren oder von chinesischen Zulieferfirmen abhängig sind. Die Folge könnten Lieferengpässe sein.

Burckhardt, OC Oerlikon und Meyer Burger am stärksten betroffen

Während sich der breite Schweizer Aktienmarkt bisweilen als überraschend robust erweist, bekunden die Aktien betroffener kleinerer und mittelgrosser Unternehmen zusehends Mühe.

In einem Strategiepapier zu diesem Thema räumt die UBS denn auch ein, dass die Kursausschläge in diesem Titelsegment zuletzt grösser geworden sind. Wie die grösste Schweizer Bank schreibt, erzielen die von ihr mitverfolgten kleinen und mittelgrossen Unternehmen aus der Schweiz im Durchschnitt 10 Prozent des Jahresumsatzes in China. Am stärksten betroffen sein dürften Burckhardt Compression, OC Oerlikon und Meyer Burger mit einem jeweiligen Umsatzanteil von gut 30 Prozent. Firmen wie Sonova, Straumann und Dätwyler produzieren hingegen in China und DKSH oder SGS sind von dortigen Unternehmen abhängig.

Es drohen schwache Erstquartalszahlen

Wie die UBS vorrechnet, könnten diesen Firmen unter negativen Annahmen zwischen 20 und 50 Prozent des Umsatzes aus China wegbrechen und den Umsatz im ersten Quartal um bis zu 5 Prozent schmälern.

Längerfristig zahle sich für die betroffenen Unternehmen das starke Standbein in China allerdings weiterhin aus, so die Grossbank weiter. Denn die dortigen Wachstumsaussichten bleiben auf mittlere bis lange Sicht gut. Insbesondere bei den Aktien von OC Oerlikon, Tecan, Dätwyler, Georg Fischer und Inficon erachtet sie mögliche Kursschwächen als günstige Einstiegsgelegenheiten. Diese fünf Titel werden von der UBS auch offiziell zum Kauf empfohlen.

Grundsätzlich sehen Banken bei den vom Coronavirus "befallenen" Aktien eher Kaufgelegenheiten. Vor der UBS schrieben erst vor wenigen Tagen schon Goldman Sachs, die Citigroup und Merrill Lynch, bei welchen Titeln sie zugreifen würden (cash berichtete).

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Machen Sie den Crashtest:

Machen Sie den Crashtest: Sind Ihre Aktien krisenfest?

Die Börsen-Hausse hält weiter an. Wann der nächste Absturz kommt, weiss niemand. Doch irgendwann wird er kommen. cash zeigt, wie Anleger ihre Aktien einem Crashtest unterziehen können.

10.02.2020 08:07

Von Henning Hölder

Zuallererst eines: Wir warnen hier weder vor einem bevorstehenden Börsen-Crash noch vor einem Zerfall der Euro-Zone. Derzeit gibt es sogar durchaus Gründe, für die Aktienmärkte vorsichtig optimistisch zu sein. Das tiefbleibende Zinsniveau sowie eine vorsichtige Stabilisierung der Weltwirtschaft deuten darauf hin, dass die lange Börsen-Hausse tatsächlich noch eine Weile andauern könnte. Auch die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump vor den Präsidentschaftswahlen im November keinen Börsen-Crash will, spricht für dieses Szenario.

Trotzdem kann eine grössere Korrektur an den Märkten jederzeit kommen. Wenn Börsen-Crashs prognostizierbar wären, gäbe es sie nicht. Daher bietet es sich für Anleger jederzeit an, ihre Aktien im Depot auf Krisenfestigkeit zu überprüfen. cash zeigt die wichtigsten Punkte, anhand derer Anleger testen können, ob ihre Aktien die nächste Krise einigermassen schadlos überstehen können.

1. Blick zurück: Gewinnentwicklung während der letzten Krise

Der erste Punkt klingt so naheliegend wie einfach, gibt aber grossen Aufschluss über die Krisenfestigkeit von Unternehmen. Überprüfen Sie, wie sich der operative Gewinn des Unternehmens während der grossen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 entwickelt hat. Dabei bietet es sich besonders an, den Vorsteuergewinn (EBIT) heranzuziehen. Wie viel der Staat vom Gewinn eines Unternehmens haben will, sagt erstmal wenig über das Unternehmen selbst aus.

Die Krise von 2008 war die heftigste seit der Weltwirtschaftskrise von 1929. Wer diese Periode bilanztechnisch einigermassen unbeschadet überstehen konnte, hat quasi den ultimativen Lackmustest bestanden. Ein Unternehmen, welches sich in der Krisenphase von 2008 als besonders standfest erwies, ist McDonald’s.

Vergleich der Aktien-Performance von McDonald's (gelb) und Richemont (weiss) zwischen 2006 und 2010, Quelle: Bloomberg. 

Ein Blick auf die Bilanz-Abschlüsse der weltgrössten Fastfood-Kette zeigt, dass der Konzern von der Krise praktisch völlig verschont blieb. Im Gegenteil: Der EBIT konnte im Jahr 2008 um 11 Prozent gesteigert werden, der Umsatz immerhin um 6 Prozent. Die eigentlich altbacken daherkommende Börsenweisheit "Gegessen wird immer" scheint zumindest hier zuzutreffen.

Negativbeispiele wären Luxusgüterkonzerne wie etwa Richemont. Die Genfer haben die Krise voll zu spüren bekommen, der Gewinn brach im Jahr 2008 um rund 31 Prozent ein. An der Börse lässt sich die unterschiedliche Krisenfestigkeit von Richemont und McDonald’s gut ablesen. Während der Luxustitel während der Finanzkrise stark korrigiert, könnte man beim Blick auf den McDonald’s-Kurs glauben, es hätte nie eine Finanzkrise gegeben.

2. Blick zurück 2: Schwankungen im operativen Geschäft während der letzten 15 Jahre

Wie Unternehmen die Finanzkrise von 2008 verkraften konnten, ist ein wichtiger Indikator für deren Stabilität. Doch neben dem absoluten Härtefall sollten Anleger auch schauen, wie sich das operative Geschäft des Unternehmens über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. Die letzten 15 Jahre etwa geben Aufschluss über die Abhängigkeit von Wirtschaftszyklen, aber auch darüber, wie sensitiv das Unternehmen auf Ölpreisschwankungen, veränderte Zinsniveaus oder etwa Rohstoffpreisentwicklungen reagiert.

Der Zeitraum der letzten 15 Jahre schliesst die grosse Krise von 2008, den Börsenboom von 2006/2007, erhebliche Schwankungen im Ölmarkt sowie extreme Veränderungen der Zinsniveaus mit ein. Hat ein Unternehmen diese Zeitperiode gut überstanden, stehen die Chancen gut, dass die Firma auch künftige Krisen stemmen kann.

3. Gegenwart: Verschuldungsgrad, Unternehmensgrösse und Sitz

Klar ist, die Vergangenheit sagt viel über die Stabilität und Kontinuität eines Unternehmens aus. Klar ist aber auch: Natürlich darf die Gegenwart nicht völlig ausser Acht gelassen werden. Auch wenn die Aktie die Widrigkeiten der letzten Jahre gut überstehen konnte, ist es unabdingbar, sich auch die aktuelle Konstitution des Unternehmens anzuschauen. Wichtig für künftige Krisen ist etwa, dass das Unternehmen eine möglichst geringe Verschuldung aufweist und am besten eine hohe Eigenkapitalquote aufweist. Ist die Bilanz eines Unternehmens stark, ist es in Krisen handlungsfähiger.

Zudem gilt: je grösser das Unternehmen, desto krisenfester. Ab wann ein Unternehmen als gross bezeichnet werden kann, ist freilich Interpretationssache. Die Benchmark bei einem Umsatz von einer Milliarde Franken im Jahr zu setzen, wäre eine Möglichkeit.

Auch der Firmensitz bzw. der Markt, in dem das Unternehmen überwiegend operiert, ist ein wichtiger Faktor. Wer bei Unternehmen Wert auf Kontinuität und Krisenfestigkeit legt, sollte sich auf die hochentwickelten Industrieländer konzentrieren. Zwar locken hier weniger Wachstumschancen wie etwa in den sogenannten Emerging Markets. Dafür sind Anleger bei Firmen in Industrieländern weitaus weniger Risiken und einer geringen Volatilität ausgesetzt, Stichwort Rechtssicherheit.

4. Zukunft: Ist das Unternehmen verzichtbar?

Zuletzt kann es neben der Analyse und Bewertungen von nackten Zahlen auch helfen, sich bei dem Unternehmen folgende – zugegebenermassen etwas hypothetische – Frage zu stellen: Sind die Produkte des Unternehmens für mich oder einen Grossteil der Gesellschaft problemlos verzichtbar? Die Antwort auf die Frage ist zwar kaum quantifizierbar, dessen Erörterung kann aber dennoch einen gewissen Aufschluss über die Stärke und die Stellung des Unternehmens geben.

Als relativ "sichere Nummern" gelten etwa Pharmafirmen wie Roche oder Novartis. Egal wie stark eine Rezession ausfällt, Medikamente gehören zu den letzten Dingen, woran die Leute sparen. Ähnliches sagt man über Nahrungsmittelunternehmen. Doch man kann auch jenseits der Maslowschen Bedürfnispyramide überlegen, warum eine Firma auch noch morgen gut dastehen wird.

Sportausrüster wie Nike oder Adidas etwa haben ein derart starken Brand, dass sie seit Jahrzehnten omnipräsent sind und eine treue Kundengruppe hinter sich haben. Selbstverständlich gibt es andere Sportartikelhersteller, auf die Kunden ausweichen könnten. Doch Kunden gewöhnen sich an eine Marke und sind schon rein aus Bequemlichkeit oft wechselfaul. Würde Nike morgen dicht machen, wäre die Aufregung weltweit gross. Würden konkurrierende Hersteller wie Under Armour oder Asics von heute auf morgen keine Produkte mehr verkaufen, würden es die allermeisten in ihrem Alltag wohl gar nicht merken.

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Arbeitslosenquote steigt im

Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 2,6 Prozent

In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn leicht eingetrübt. Nach dem Anstieg im Dezember hat die Zahl der Arbeitssuchenden im Januar erneut minim angezogen.

10.02.2020 08:15

Die Arbeitslosenquote zog im Januar auf 2,6 nach 2,5 Prozent im Dezember an, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Um saisonale Faktoren bereinigt, verharrte sie bei 2,3 Prozent. Ökonomen hatten im Vorfeld in etwa mit diesen Quoten gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 2'944 Personen, die Quote lag damals bei 2,7 Prozent.

Insgesamt waren Ende Januar 121'018 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das sind 3'741 bzw. mehr als noch im Vormonat. Bei den Jugendlichen (15 bis 24 Jahre) und bei den älteren Arbeitslosen blieben die Quoten mit 2,4 bzw. 2,5 Prozent unverändert, bei der mittleren Alterskategorie (25 bis 49 Jahre) stieg sie auf 2,8 von 2,7 Prozent.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 194'233 Stellensuchende gezählt, das sind 1'278 mehr als im Vormonat. Derweil erhöhte sich die Zahl der als offen gemeldeten Stellen um 8'832 auf 38'552. Davon unterlagen 23'594 Stellen der im Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer bestimmten Arbeitslosenquote. Seit Januar 2020 gilt neu ein Schwellenwert von 5 Prozent, zuvor lag er noch bei 8 Prozent.

Von Kurzarbeit waren im November 2019 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - 3'650 Personen betroffen, was gegenüber dem Vormonat Oktober mehr als einer Verdoppelung entspricht. Die Zahl der betroffenen Betriebe stieg gleichzeitig um über 50 Prozent auf 58 Einheiten und die Zahl der ausgefallenen Arbeitsstunden um über 70 Prozent auf gut 221'000 Stunden. Im November 2018 waren lediglich knapp 53'000 Arbeitsstunden ausgefallen.

Die Zahl der Menschen, welche im Verlauf des Monats November 2019 ihr Recht aus Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten und ausgesteuert wurden beliefe sich auf 2'261.

cf/uh

(AWP)

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«Solche Übertreibungen nehmen in der Regel ein böses Ende»

William Browne, Geschäftsführer der amerikanischen Value-Investmentboutique Tweedy Browne, warnt davor, die hohen Aktienbewertungen zu missachten.

Value-Anleger haben derzeit einen schweren Stand. Das spürt auch die US-Investmentboutique Tweedy Browne, die sich seit ihren Anfängen voll dem Ansatz von Value-Übervater Benjamin Graham verschrieben hat und etwas mehr als 15 Mrd. $ verwaltet. «Finanz und Wirtschaft» hat William Browne getroffen, den Sohn des Firmengründers Howard Browne. Der 75-Jährige ist einer der vier Geschäftsführer und sieht sich vor allem in der Rolle des «Chief Cultural Officer», der dafür sorgt, dass die Anlagephilosophie gelebt und umgesetzt wird.

Herr Browne, Sie haben schon manchen Börsenzyklus erlebt. Wie lange wird der ­aktuelle Zyklus noch dauern?
Ich mache keine Prognosen, sondern operiere mit Wahrscheinlichkeiten und suche Variablen, die die Gewinnchancen erhöhen. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass die Finanzmärkte einen Wahnsinnslauf hinter sich haben. Die niedrigen Kapitalkosten haben dazu ihren Beitrag geleistet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die nächsten zehn Jahre für Anleger so gut werden wie die vergangenen zehn.

https://www.fuw.ch/article/solche-uebertreibungen-nehmen-in-der-regel-ei...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Schweizer Börse vor einem

Schweizer Börse vor einem völlig verrücktem Donnerstag

In den nächsten 24 Stunden legen gleich fünf Schweizer Grosskonzerne ihre Jahresergebnisse vor. Diese geballte Zahlen-Ladung dürfte für viel Hektik und Bewegung sorgen. cash wagt einen Ausblick.

12.02.2020 08:30

Von Lorenz Burkhalter

Es ist der Albtraum einer jeden Wirtschaftsredaktion: Mit Credit Suisse, Nestlé, Clariant und Zurich Insurance legen am morgigen Donnerstag gleich vier Schweizer Grosskonzerne ihre Jahresergebnisse vor. Hinzu kommt jenes von Temenos. Der Bankensoftwarehersteller aus Genf informiert die Öffentlichkeit schon am Mittwoch nach Börsenschluss über den Geschäftsverlauf im Schlussquartal letzten Jahres.

Und wie das so ist, wollen alle diese Zahlenkränze im Detail analysiert und kommentiert werden, bevor am Donnerstag die Schweizer Börse ihren Handel aufnimmt. Mit anderen Worten: Die Wirtschaftsredaktorinnen und -redaktoren stehen vor dem wohl stressigsten Tag des Jahres.

Ein Grund mehr, quasi in letzter Minute einen Blick darauf zu werfen, was am Donnerstag früh ins Haus steht:

Nestlé (Donnerstag, 7.15 Uhr)

Wie auch immer das letztjährige Jahresergebnis von Nestlé ausfällt, es wird zusammen mit den Zielvorgaben für 2020 den Swiss Market Index (SMI) bewegen. Denn schliesslich ist der Nahrungsmittelkonzern dasjenige Unternehmen mit dem grössten Gewicht im renommierten Börsenbarometer.

Die Erwartungen an Nestlé sind hoch. Darf man dem Broker Kepler Cheuvreux Glauben schenken, dann dürfte sich das organische Umsatzwachstum im Schlussquartal auf 3,9 Prozent beschleunigt haben. Dieser Meinung ist auch die US-Investmentbank J.P. Morgan. Auf das Gesamtjahr betrachtet läge das organische Umsatzwachstum dann bei 3,7 Prozent. Nestlé selbst gibt sich etwas bescheidener.

Nicht weniger ambitioniert sind die Erwartungen für das laufende Jahr. Den diesjährigen Zielvorgaben wird deshalb eine ungleich grössere Bedeutung als dem letztjährigen Ergebnis zuteil. Beim organischen Umsatzwachstum liegen die durchschnittlichen Schätzungen bei 3,9 Prozent, bei der operativen Marge (EBIT) hingegen bei 17 Prozent. Das entspricht einer Margenverbesserung um nicht weniger als 60 Basispunkte.

Nestlé hat erst vor wenigen Wochen ein mit 20 Milliarden Franken dotiertes neues Aktienrückkaufprogramm in Angriff genommen.

Credit Suisse (Donnerstag, 7 Uhr)

Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses ist bei der Credit Suisse auch gleich die Abschiedsvorstellung von Firmenchef Tidjane Thiam. Um 8.15 Uhr stellt er sich ein letztes Mal den Medien, bevor er tags darauf an seinen Nachfolger Thomas Gottstein übergibt.

Thiam wird für 2019 das wohl beste Ergebnis seiner vierjährigen Amtszeit vorweisen können. Alleine im vierten Quartal dürfte die Credit Suisse fast eine Milliarde Franken verdient haben. Darin enthalten sind allerdings eine Beteiligungsaufwertung in Höhe von mindestens 450 Millionen Franken sowie ein einmaliger Erlös aus einem Liegenschaftenverkauf in geschätzter Höhe von 100 Millionen Franken.

Da diese einmaligen Erträge in unterschiedlichen Geschäftsbereichen anfallen, dürfte der Zahlenkranz nicht ganz einfach zu deuten sein. Das Interesse gilt dabei vor allem dem Gewinnbeitrag aus dem Wealth Management. In diesem Geschäftszweig wusste die Rivalin UBS im Schlussquartal nur mässig zu glänzen.

Die Bank Vontobel geht von einer Jahresdividende in Höhe von 0,2756 Franken je Aktie aus. Die durchschnittlichen Schätzungen liegen mit 0,28 Franken etwas darüber. Womöglich gibt die Credit Suisse ein neues Aktienrückkaufprogramm bekannt. Seit Firmenchef Thiam seinen Rücktritt bekanntgegeben hat, liegt die CS-Aktie sehr gut im Markt.

Clariant (Donnerstag, 7 Uhr)

Clariant blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück. Nach einer überraschend schwachen ersten Jahreshälfte erzielte der Baselbieter Spezialitätenchemiekonzern im dritten Quartal deutliche Verbesserungen. Ob das auch im Schlussquartal der Fall ist, bleibt fraglich. Denn die Situation in den Absatzmärkten gestaltet sich alles andere als einfach. Zudem muss Clariant den Beweis antreten, im Geschäftsbereich Care Chemicals wieder Tritt gefunden zu haben.

In Analystenkreisen ist man sich uneinig, ob Clariant so früh im Jahr bereits konkrete Aussagen zur diesjährigen Umsatz- und Margenentwicklung machen wird. Vermutlich bekräftigt das Unternehmen stattdessen die bis Ende 2021 vordefinierten Mittelfristziele. Diese Ziele gelten nach dem schwierigen letzten Jahr allerdings als zu optimistisch.

Der am frühen Mittwochmorgen bekanntgewordene Rücktritt von Finanzchef Patrick Jany dürfte keine hohen Wellen werfen. Er wechselt in derselben Funktion zum dänischen Transportunternehmen A.P. Moeller Maersk. Jany war gerade bei angelsächsischen Analysten sehr beliebt.

Zurich Insurance (Donnerstag, 6.45 Uhr)

Mit grosser Spannung wird das Jahresergebnis der Zurich Insurance Group erwartet. Für das dritte Quartal legte der Versicherungskonzern nämlich bloss einen knapp gehaltenen Zwischenbericht vor. Erst jetzt dürfte sich zeigen, wie sich der Gewinn in der zweiten Jahreshälfte entwickelt hat. Auf das Gesamtjahr betrachtet gehen Analysten beim sogenannten Business Operating Profit (BOP) von einem Zuwachs in Höhe von 13 Prozent, beim den Aktionären zurechenbaren Reingewinn hingegen von einem moderateren Plus von 3 Prozent aus. Grössere Überraschungen sind wohl nicht zu erwarten.

Die Dividende dürfte im Vergleich zum Vorjahr sogar um 5 Prozent auf 20 Franken erhöht werden. Noch unklar ist, ob der Versicherungskonzern auch heuer wieder ein Aktienrückkaufprogramm zur Abfederung des Verwässerungseffekts aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ins Leben rufen wird.

Zuletzt kostete die Zurich-Aktie mit fast 423 Franken so viel wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Die SMI-Dividendenkrone musste die Aktie mittlerweile an jene der UBS abgeben.

Temenos (Mittwoch, 17.30 Uhr)

Nach einem enttäuschenden dritten Quartal muss Temenos den Beweis antreten, im Schlussquartal wieder zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Den Aktionären des Bankensoftwareherstellers dürften die Kursturbulenzen am Tag der Ergebnisenttäuschung noch immer in den Knochen stecken. Damals sackte der Aktienkurs mal eben schnell um 20 Prozent ab.

Zuletzt verlautete aus Analystenkreisen, dass die hausgemachten Probleme des dritten Quartals noch immer nicht ganz aus dem Weg geräumt werden konnten und sich diese ins vierte Quartal hinein gezogen hätten.

Erst vor wenigen Tagen reduzierte die Deutsche Bank vorsorglich ihre Gewinnschätzungen um bis zu 7 Prozent. Die Grossbank schliesst nicht aus, dass das Schlussquartal bei Temenos etwas schwächer als erhofft ausgefallen ist. Sollte es erneut zu einer Überreaktion der Börse kommen, erachtet die Deutsche Bank tiefere Kurse jedoch als günstige Kaufgelegenheit. Wenig überraschend empfiehlt sie die Aktie mit einem Kursziel von 190 Franken zum Kauf.

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Schweizer Werbemarkt

Schweizer Werbemarkt generiert Wertschöpfung von 3,3 Milliarden

Ob in der Zeitung, im Fernsehen oder auch im Internet: Schweizer Konsumenten sind beständig den unterschiedlichsten Formen von Werbung ausgesetzt. Die Branche hat daher eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung für das Land, wie eine am Mittwoch publiziert Studie aufzeigt.

12.02.2020 10:29

Die Untersuchung, die vom Forschungsinstitut BAK Economics im Auftrag von KS/CS Kommunikation Schweiz durchgeführt wurde, hat für das Jahr 2018 einen Netto-Kundenumsatz von rund 6,6 Milliarden Franken für den hiesigen Werbemarkt errechnet. Miteingerechnet sind in diesem Wert allerdings die hiesigen Umsätze von Internetgiganten wie Apple, Google, Facebook oder auch dem Onlineversandhändler Amazon.

Die Werbewirtschaft im engeren Sinn - lediglich Werbeagenturen und -vermarkter - habe eine direkte Wertschöpfung in der Höhe von rund 1,6 Milliarden erzielt. Jeder Werbefranken habe ausserdem einen weiteren Franken Wertschöpfung in anderen Branchen generiert, sodass die gesamte Wertschöpfung etwa 3,3 Milliarden Franken betragen habe.

Insgesamt beschäftigt die Branche in der Schweiz gemäss den Angaben etwas mehr als 22'000 Arbeitnehmer und bezahlt Löhne im Gesamtwert von gegen einer Milliarde Schweizer Franken. Die gesamte kommerzielle Kommunikationsbranche - also unter Einbezug von Stellen in Bereichen wie Marketing oder Sponsoring - beschäftigt demnach in der Schweiz gar 38'000 Personen.

kw/uh

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Suva meldet für 2019 Anstieg

Suva meldet für 2019 Anstieg von Unfällen

Rund 480'000 Unfälle sind im vergangenen Jahr beim Unfallversicherer Suva gemeldet worden. Das sind 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der sonnige und schneereiche Winter führte zu einem starken Anstieg von Skiunfällen, weil mehr Skifahrer auf den Pisten unterwegs waren.

12.02.2020 09:30

Der Anstieg der Skiunfälle betrug 6,9 Prozent, wie die Suva in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt. Ein Viertel der insgesamt 14'870 Skiunfälle ereignete sich im Februar.

Zu den meisten Freizeitunfälle kommt es allerdings in den Sommermonaten zwischen Juni und August. Über das ganze Jahr betrachtet registrierte die Suva denn auch die meisten Unfälle beim Fussballspielen (über 27'000), beim Wandern und Spazieren (rund 23'000) sowie beim Velofahren und Biken (über 18'000).

Sportliche Seniorinnen und Senioren

Seniorinnen und Senioren sind aktiver als früher und treiben mehr Sport in ihrer Freizeit. Die stärkste Zunahme aller Freizeitunfälle verzeichneten im vergangenen Jahr denn auch die über 60-Jährigen (+4,0 Prozent). Bei allen anderen Altersklassen haben sich die Unfallzahlen moderat oder kaum verändert.

In absoluten Zahlen sind die 20- bis 29-Jährigen (über 65'000) und die 30- bis 39-Jährigen (über 63'000) aber immer noch häufiger von Freizeitunfällen betroffen.

Seit Mitte der 1980er Jahre ereignen sich in der Schweiz mehr Freizeitunfälle als Berufsunfälle. Das Verhältnis liegt aktuell bei 60 Prozent Unfälle in der Freizeit und 40 Prozent bei der Arbeit.

Die Zahl der Berufsunfälle stieg im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent. Dies deckt sich laut Suva mit der Zunahme der Zahl der Beschäftigten. Die Zahl der Freizeitunfälle stieg um 0,9 Prozent. Bezogen auf die versicherten Personen bedeutet dies eine leichte Abnahme der Freizeitunfälle gegenüber dem Vorjahr.

Die Suva versichert nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Berufstätigen in der Schweiz (rund 2 Millionen Versicherte) und gut ein Fünftel aller Betriebe (129'000 Unternehmen) gegen Unfälle und Berufskrankheiten.

(AWP)

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Auffällige Schweizer Aktien

Auffällige Schweizer Aktien Mitte Februar

Der Schweizer Aktienmarkt jagt von Rekord zu Rekord. Daneben entwickeln sich Einzelaktien besonders gut, andere weniger. Fünf Gewinner und ein Verlierer in den vergangenen Handelstagen.

17.02.2020 22:05

Von Marc Forster und Manuel Boeck

Über den bisherigen Börsen-Februar kann man als Anlegerin oder Anleger nicht klagen. Die Kurse laufen nach einem bereits guten Januar zum grossen Teil weiterhin prächtig. Der SMI ist in den vergangenen zwei Wochen um 4,35 Prozent gestiegen, der SPI um 3,9 Prozent. 

Eine Rolle dabei spielen Jahresresulate, die dieser Tage zuhauf vorgelegt werden. Eine Credit Suisse, die vergangene Woche relativ gute Zahlen und einen Chefwechsel erlebte, hat innerhalb nur einer Woche um 4,5 Prozent zugelegt. Aber auch anderswo im SMI und im breiten Markt gibt es auffällige Kursverläufe. 

Folgende sechs Aktien stechen besonders ins Auge. Aber erst das grössere Bild dieser Firmen gibt Aufschluss darüber, wie verlässlich diese Kursentwicklungen für die weitere Performance sind.  

Basilea

Wochenperformance: +7 Prozent

Allein in der letzten Handelswoche verzeichnet Basilea an der Börse ein Plus von 7 Prozent. Das von Roche abgespaltene Biotechnologieunternehmen konnte seit dem Mehrjahrestief vom Juni 2019 um 75 Prozent zulegen. Auch technisch gesehen verzeichnete die Aktie seitdem eine positive Tendenz mit drei "higher highs":

Kursentwicklung der Basilea-Aktien seit Januar 2018 mit den «three highs» (Quelle: cash.ch).

Die Aktien profitieren einerseits von der guten Performance des gesamten Biotechnologiesektors. Andererseits steht Basilea für die Zukunft dank robuster Bargeldbestände und stetigen Fortschritten in der Krebsforschung gut da. Ebenso konnte 2019 der Umsatz erhöht und der Verlust verringert werden.

Vor kurzem hat die Offenlegung, dass der Financier René Braginsky 3,03 Prozent an Basilea hält, für Spekulationen gesorgt. Braginsky, der sich vor rund 20 Jahren einen Namen als Firmenjäger gemacht hat, ist seit letztem Jahr auch an Siegfried beteiligt. Über sein Family Office ist Braginsky auch in verschiedene, meist kleinere Schweizer Unternehmen investiert, wie die Handelszeitung berichtete. Auch in der Zusammenarbeit mit Roche gibt es Fortschritte bei Basilea. Die Analystenmeinungen zu Basilea sind überwiegend positiv. Mit einem durchschnittlichen Preisziel von 79,17 ist noch viel Luft nach oben vorhanden. 

DKSH

Wochenperformance: +4 Prozent

Die Jahreszahlen vom 10. Februar brachten leichte operative Verbesserungen beim Handelshaus. Mehr nicht. Dennoch reichte der Zahlenkranz aus, um die DKSH-Aktie in den vergangenen Handelstagen anzuschieben. Das Unternehmen, das in Asien mit Waren handelt und für andere Unternehmen Markteintritte und Marktexpansionen organisiert, hat seit Anfang 2018 an der Börse fast nur verloren.

DKSH hat in den letzten Jahren beim Wachstum enttäuscht. Die Luxusgütersparte ist zu wenig profitabel, die Märkte Hongkong und Thailand belasten, und nun noch kommt das Coronavirus dazu. Am Montag verzeichnete die Aktie bereits wieder Abgaben. Ein Investment in DKSH ist mit einigen Risiken behaftet. Anleger hoffen auf den neuen Präsidenten Marco Gadola, der seine Stelle bei DKSH im März antritt und der bei Straumann über Jahre äusserst erfolgreich war. Damit wird sich der Druck auf den bislang wenig erfolgreichen CEO Stefan Butz erhöhen. Auf einen weiteren DKSH-Kursanstieg kann man derzeit trotzdem nicht setzen. 

Leonteq

Wochenperformance: +20 Prozent

Das auf Derivate spezialisierte Finanzunternehmen Leonteq gehört zu den besten Aktien der letzten Handelswoche. Das Unternehmen plant erstmals seit 2016 wieder mit Dividenden und übertraf mit seinem Ergebnis die Erwartungen der Analysten. Das Handelsvolumen verzehnfachte sich am Tag nach der Dividendenankündigung gegenüber dem Durchschnittswert. Vom Höchstwert im August 2015 von 225 Franken ist die Aktie mit einem aktuellen Wert von 46,30 Franken jedoch noch weit entfernt. Das Unternehmen will 2020 weiterwachsen und die Plattform für Absicherungsgeschäfte SHIP soll im Sommer live gehen. Die guten Zukunftsaussichten lassen eine Trendumkehr realistisch erscheinen. Ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt ist daher nicht verwegen.

Alcon

Wochenperformance: +3 Prozent

Nach der Credit Suisse und dem Versicherer Zurich, die vergangene Woche beide Zahlen vorgelegt haben, ist Alcon innert Wochenfrist die drittbeste SMI-Aktie. Seit Anfang Jahr beträgt das Plus bereits 12 Prozent. Die Aktie steht offenbar stärker als früher in der Gunst internationaler Investoren.

Seit der Abspaltung von Novartis und dem Börsengang im April 2019 hat sich der Kurs des Augenpflegekonzerns hauptsächlich zwischen knapp 54 und knapp 64 Franken bewegt, ohne eine klare Tendenz zu zeigen. Nun bewegt sich der Kurs wieder nahe bisherigen Höchststand von 63,85 Franken, der etwa einen Monat nach dem IPO erreicht wurde.

Die Aktie von Alcon seit dem Börsengang. 

Alcon ist eine Turnaround-Geschichte: Der Börsengang stand unter der Idee, dass ein eigenständiges Unternehmen besser wachsen kann. Das Abwägen von Chancen und Risiken bei solchen Unternehmen ist traditionell nicht einfach. Bei den Ratings sind es vor allem US-Banken, die den Kauf der Alcon-Aktie empfehlen. In diesem Punkt kann man durchaus dem Rat der Amerikaner folgen.

Tornos

Wochenperformance: -10 Prozent

Zu den Verlierern der letzten Handelswoche gehören die Aktien des Maschinenproduzenten Tornos. Seit Beginn des Jahres beträgt der Verlust schon 13 Prozent, nachdem 2019 immerhin ein Plus von 9 Prozent verzeichnet worden war. Das Unternehmen stellt Werkzeugmaschinen her, auf denen hauptsächlich Metallteile für die Automobilindustrie gedreht werden. Die Krise in der Autobranche geht nicht am Unternehmen aus Moutier vorbei.

Der Auftragseingang hat sich 2019 nahezu halbiert. Und nachdem im ersten Halbjahr der Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 66 Prozent zunahm, geht Tornos für das Gesamtjahr von einem tieferen Gewinn und einer tieferen Profitabilität als im Vorjahr aus. Zu dieser negativen Entwicklung passt, dass ein Antrag auf Kurzarbeit ab März 2020 eingereicht wurde.

Kann Grossaktionär Walter Fust das Ruder herumreissen oder ist das Unternehmen der Krise in der Automobilindustrie ausgeliefert? Die Reaktion des Marktes deutet auf das letztere hin. Die momentane Dividendenrendite von 4,9 Prozent darf daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch mit weiteren Kursverlusten zu rechnen ist.

TX Group

Wochenperformance: +9 Prozent

Der jüngste Kurssprung hebt die TX-Media-Aktie lediglich auf das Niveau vom vergangenen August. Mit 104 Franken ist der Preis weit vom letzten Mehrjahreshoch bei 183,90 Franken entfernt. Diesen Stand hatte die Aktie Mitte 2016.

Der Zürcher Medien- und Digitalkonzern, der sich vor kurzem von Tamedia in TX Group umbenannt hat, verfügt an der Börse eine nicht sehr liquide Aktie. Der Free Float ist gering. Damit können einzelne Transaktionen den Kurs deutlich bewegen. Am 6. Februar fand tatsächlich auch ein grösserer Kauf von TX-Media-Aktien statt, zudem legte ein Investor dem Medienkonzern ein Börsenrückzug nahe. Mit dem kleinen Free Float und einer weiterhin starken Abhängigkeit vom Printmediengeschäft ist TX Media kein empfehlenswertes Investment. Ausser man spekuliert auf ein "Going Private". Dann müsste der Konzern den Aktionären ein Kaufangebot unterbreiten.

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Elias
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Aktien kaufen ist so riskant wie lange nicht mehr

Die Gier greift um sich

Ein bekannter Aktienstratege macht beunruhigende Beobachtungen. Er wähnt die rekordverdächtige Aufwärtsbewegung der Börsen in den letzten Zügen.

Die Aktienkurse wollen nach oben, während die Gewinnerwartungen fallen. Die Bewertungen steigen und steigen. Und das in völlig neue Sphären. Man braucht kein eingefleischter Börsenprofi zu sein, um zu erkennen, dass diese Entwicklung wohl kaum gesund ist.

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wie sich diese Schere wieder schliesst. Entweder es stellt sich bei den Unternehmensgewinnen eine Belebung ein, oder die Aktienkurse fallen auf ein etwas vernünftigeres Niveau. Der Coronavirus-Ausbruch in China und die damit verbundenen Folgen für die Weltwirtschaft lassen vermuten, dass viele Analysten bei ihren Gewinnerwartungen eher noch einmal den dicken Rotstift ansetzen müssen.

Es dürfte kein Zufall sein, dass mächtige angloamerikanische Grossinvestoren schon vor Wochen damit begonnen haben, in Deckung zu gehen. So flossen auch hierzulande Milliarden von Franken in die als weitestgehend konjunkturresistent geltenden Valoren von Roche, Givaudan oder Nestlé. Auch beliebte Wachstumsaktien wie jene von Straumann, Lonza oder Sonova waren schwer "en vogue". Zu welchem Preis, war eigentlich völlig egal.

Eines haben diese Unternehmen übrigens gemeinsam: Ihnen verzeiht die Börse momentan fast alles - egal ob enttäuschende Zahlenkränze oder von Vorsicht geprägte Zielvorgaben. Ich war auch am gestrigen Dienstag wieder beeindruckt, wie locker die Börse momentan Enttäuschungen wie etwa bei Straumann einfach so wegsteckt...

Christopher Potts von Kepler Cheuvreux sieht in dieser geballten Kapitalkonzentration eine nicht ungefährliche Entwicklung. Die Schlüsselbotschaft des bekannten Aktienstrategen: Das Handelsgeschehen ist spekulationsgetrieben und Aktien kaufen so riskant wie lange nicht mehr.

Die Straumann-Aktien haben die jüngste Kursdelle mehr als wettgemacht (Quelle: www.cash.ch)

Auch Potts weiss zu berichten, dass immer öfter Gier um sich greift - etwas das ich durchaus bestätigen kann. Seit die amerikanische Notenbank vor gut einem Jahr eine geradezu spektakuläre geldpolitische Kehrtwende vollzog und ihre Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf nicht weniger als dreimal senkte, geniessen die Marktakteure - zumindest gefühlt - völlige Narrenfreiheit.

So etwas wie den Wirtschaftszyklus oder Börsenkorrekturen scheint es nicht länger zu geben - der "Politik des billigen Geldes" sei Dank. So schmerzhaft Rezessionen und Börseneinbrüche auch sein mögen: Sie sind bereinigend und schaffen eine gesunde Basis für die Zukunft.

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Die unheilvolle Konvergenz ist zurück

Die Renditen auf Staatsanleihen, vorab in Europa, sind teilweise grotesk niedrig. Bondanleger wetten auf Kursgewinne, der Coupon ist unwichtig geworden.

Die Börsen spielen verrückt: Kaum etwas vermag die Aktienmärkte  nachhaltig zu bremsen, und den Bondhändlern wird alles aus den Händen gerissen, was positiven Nominalzins bietet. Selbst Emissionen mit Negativverzinsung sind überzeichnet.

Der griechische Staat muss den Anlegern erstmals in der Geschichte des Landes weniger als 1% Rendite bieten, um die zehnjährige Staatsanleihe zu platzieren. Doch das Land ächzt noch immer unter einer öffentlichen Schuldenlast von mehr als 180% des Bruttoinlandprodukts. Anleihen, die bei hohem Risiko kaum mehr Rendite abwerfen. Das macht Angst und stellt die Rationalität des Markts infrage.

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Zyndicate
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«Akzeptieren wir den

«Akzeptieren wir den Negativzins endlich als Faktum. Punkt.»

Der in Hamburg tätige Schweizer Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar äussert sich im cash-Interview über die neue Handelsordnung unter Donald Trump, über Niedrigzinsen und Börsen-Trends in den nächsten zehn Jahren.

https://www.cash.ch/news/politik/oekonom-thomas-straubhaar-akzeptieren-wir-den-negativzins-endlich-als-faktum-punkt-1484321

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Zyndicate
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Das sind die zehn

Das sind die zehn wertvollsten Milliarden-Startups der Welt

Die Zahl der Startups mit Milliardenbewertung erreicht einen Rekordwert. Dabei dominieren die USA und China – Europa fällt unter ferner liefen.

https://www.cash.ch/news/top-news/unicorns-das-sind-die-zehn-wertvollsten-milliarden-startups-der-welt-1484385

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