Sulzer

984 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Spekulationen um Ausstieg von

Spekulationen um Ausstieg von Viktor Vekselberg bei Sulzer

Wegen der Sanktionen der USA gegen Viktor Vekselberg und weitere russische Bürger könnte Vekselberg die Kontrolle über seine Beteiligungen verlieren.

29.04.2018 17:26

So zumindest lauten die Gedankenspiele in einem Artikel der "Schweiz am Sonntag". Demnach hat Vekselberg Schwierigkeiten, den Kredit über rund 1 Milliarde Franken, den er zur Übernahme des Mehrheitspakets an Sulzer aufnehmen musste, zu bedienen.

Bisher habe er die Zinsen aus den Dividenden seiner Beteiligungen an Sulzer und Oerlikon zahlen können. Mit den Sanktionen der USA ist dieser Geldstrom aber unterbrochen, was auch das Banken-Konsortium weiss, an dem unter anderem die Credit Suisse oder JP Morgan beteiligt sind.

In dieser Gruppe von fünf Banken würden nun Planspiele gewälzt, was im Fall eines Zahlungsverzugs zu tun sei, so die Zeitung, welche sich dabei auf "gut informierte Kreise" stützt. Zwei Szenarien stünden dabei im Vordergrund. Im einen würde die Sberbank, welche mit 700 Millionen Franken den Grossteil des Kredites gewährt, auch den Rest auf die eigenen Bücher nehmen, was einer Rettung von Vekselberg durch den russischen Staat gleichkäme. Die Sberbank könnte dann im Fall eines Zahlungsverzugs das Sulzer-Aktienpaket von 63% verkaufen.

Im zweiten Szenario könnten die internationalen Banken die verpfändeten Sulzer-Papiere am freien Markt zu Geld machen. Die Aktien würden dabei während 90 Tagen gemeinsam angeboten, misslänge auf diese Art ein Verkauf, würde das weitere Vorgehen unter den Banken beraten. Auf diese Art bekämen neue Investoren die rund 21 Prozent aller Sulzer-Aktien, welche der Bankengruppe im ersten Rang verpfändet seien und Vekselbergs Anteil an Sulzer würde entsprechend sinken.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 10.07.2020
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 108
Vekselberg

Vielleicht erinnert sich noch jemand, mit welchen Tricks Vekselberg sich die Aktienmehrheit an Sulzer heimlich aneignen konnte (mit gütiger Hilfe der Zürcher Kantonalbank). Sollte ihm dieses Aktienpaket durch die US-Sanktionen abhanden kommen, würde sich mein Mitleid in engen Grenzen halten.

Für den Aktienkurs von Sulzer könnten sich Änderungen abzeichnen, falls rund die Hälfte aller Aktien auf dem Markt versilbert werden müsste.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer sammelt bei den Kunden

Sulzer sammelt bei den Kunden mehr Bestellungen ein

Beim Industriekonzern Sulzer haben sich die Bestellungen, der Umsatz und die Gewinnzahlen erhöht.

Aktualisiert um 07:48

Der Industriekonzern Sulzer befindet sich weiter in guter Form und hat im ersten Semester 2018 deutlich mehr Bestellungen erhalten und auch mehr Umsatz erzielt. Die Gewinnziffern verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls markant, und die Prognosen für den Auftragseingang und den Umsatz im Gesamtjahr wurden zudem erhöht.

Insgesamt nahmen die Bestellungen in der Berichtsperiode um 13 Prozent auf 1,80 Milliarden Franken zu. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich ein organisches Plus von 6,5 Prozent. Damit hat sich das Wachstumstempo im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal (+12,8%) wie angekündigt etwas verlangsamt, allerdings ist es auf weiter gutem Niveau. Der Umsatz legte organisch um 5,4 Prozent auf 1,60 Milliarden zu, wie Sulzer am Mittwoch mitteilte.

IFRS 15 mit positivem Einfluss

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITA) verbesserte sich um knapp 28 Prozent auf 148,2 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 180 Basispunkte auf 9,2 Prozent. Hier ist allerdings noch ein positiver Effekt aus der Umstellung der Rechnungslegung nach IFRS 15 von 0,7 Prozentpunkten enthalten.

Das Betriebsergebnis war positiv beeinflusst von den höheren Volumen und von Einsparungen. Der Reingewinn der Aktionäre kletterte um knapp 48 Prozent auf 64,3 Millionen Franken, wobei auch hier der positive Effekt aus der Umstellung der Rechnungslegung mitspielt. Insgesamt hat Sulzer die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Zugenommen haben die Bestellungen in allen Divisionen und in allen Marktsegmenten mit Ausnahme des Energiemarktes. "Im ersten Halbjahr 2018 war unsere Geschäftsdynamik sehr positiv, und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird", lässt sich in der Mitteilung CEO Greg Poux-Guillaume zitieren.

Anhaltender Preisdruck erwartet

Im Bereich Verarbeitung im Öl- und Gasmarkt (Downstream-Segment) sei schon früh im letzten Jahr der Beginn einer Erholung zu erkennen gewesen, welche dieses Jahr auch das Upstream-Segment erfasst habe, schrieb Sulzer. Die Volumen dürfte damit zwar wieder anziehen, der Preisdruck dürfte aber bis ins Jahr 2019 hinein hoch bleiben. Auch den Energiemarkt sieht das Unternehmen "mittelfristig anspruchsvoll".

Weiter bestätigte Sulzer frühere Angaben, wonach die temporären Sanktionen der USA ohne langfristige Auswirkungen geblieben seien. Die einmaligen Kosten seien signifikant unter 10 Millionen Franken geblieben und der Bestellungseingang legte in den USA im zweiten Quartal organisch um 15 Prozent zu. Dies zeige, dass Sulzer nicht beeinträchtigt worden sei.

Höheres Sparziel für 2018

Gut auf Kurs befindet sich das Sulzer Full Potential-Programm (SFP). Das Sparziel bis Ende Jahr wird auf 35 Millionen erhöht, denn die angepeilten 25 Millionen wurden im ersten Semester bereits erreicht. Bis Ende 2019 soll das Programm die Kosten weiterhin um insgesamt 230 Millionen Franken drücken.

Mit Blick nach vorne erwartet das Unternehmen eine weitere schrittweise Erholung des Öl- und Gasmarkts und anhaltenden Druck auf dem Energiemarkt. Die übrigen Märkte sollten ihren Wachstumstrend fortsetzen.

Für das Gesamtjahr 2018 werden die Prognosen für Umsatz und Bestellungen erhöht. Der Bestellungseingang soll demnach um 7 bis 10 Prozent wachsen, bisher galt eine Prognose von 5 bis 7 Prozent. Das Umsatzwachstum wird neu auf 6 bis 8 Prozent veranschlagt, zuvor galt ein Wert von 4 bis 6 Prozent. Die Prognose für die EBITA-Marge liegt weiter bei 9,5 Prozent.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer platziert eigene

Sulzer platziert eigene Aktien zu je 112 Franken - 15 Mio Kapitalgewinn

Der Industriekonzern Sulzer hat die am Vorabend angekündigte Platzierung von bis zu 5 Millionen eigenen Aktien bereits abgeschlossen. Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens hat der Konzern die Titel zu 112 Franken je Stück bei institutionellen Investoren in der Schweiz und im Ausland platziert. Den Kapitalgewinn beziffert der Konzern auf 15 Millionen Franken. Im Zuge der Platzierung erhöhe sich der Streubesitz auf 51 Prozent, teilt Sulzer am Mittwoch mit.

19.09.2018 08:00

Die Aktien hatte Sulzer im April in einer Notfallübung von Renova zurückgekauft, nachdem die USA Sanktionen gegen Russland wegen der Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf verhängt hatten. In der Folge musste die Beteiligungsgesellschaft Renova, die zum Imperium vom Investor Viktor Vekselberg gehört, ihren Anteil an Sulzer reduzieren, da auch der Oligarch selber und seine Renova-Gruppe von den Strafmassnahmen der Amerikaner betroffen waren.

Vekselberg war einst mit einer Beteiligung von über 63 Prozent Mehrheitsbesitzer von Sulzer gewesen. Nach dem Notverkauf fiel der Anteil des Milliardärs auf unter 50 Prozent. Damit befreiten die US-Behörden Sulzer von den Sanktionen. Renova hält nun noch 48,8 Prozent an Sulzer.

hr/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer hebt die

Sulzer hebt die Jahresprognose an

Sulzer hat in den ersten neun Monaten deutlich mehr neue Aufträge an Land gezogen - etwas mehr als von Analysten erwartet wurde. Zudem rechnet der Technologiekonzern mit mehr Bestellungen im Gesamtjahr.

25.10.2018 07:42

Sulzer hat in den ersten neun Monaten 2018 neue Aufträge im Wert von 2,68 Milliarden Franken an Land gezogen. Das sind 12,2 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Besonders im Öl- und Gasgeschäft gaben die Kunden fleissig neue Bestellungen auf. Laut Sulzer dürften die Aufträge zum Jahresende hin weiter anziehen - der Konzern erhöht deshalb die Jahresprognose für den Bestellungseingang.

Zum Wachstum beim Bestellungseingang trugen auch Übernahmen kräftig bei, wie Sulzer am Donnerstag mitteilte. Aus eigener Kraft - also Akquisitionen und Währungseffekte ausgeklammert - schaffte Sulzer ein Plus von 7,2 Prozent. Alleine im dritten Quartal sammelte Sulzer neue Bestellungen über 874 Millionen Franken ein - ein organischer Zuwachs von 8,7 Prozent.

Öl- und Gasgeschäft sprudelt

Der grösste Wachstumstreiber war das Öl- und Gasgeschäft, dank dem steigenden Ölpreis sind die Kunden von Sulzer, die Ölunternehmen - wieder in Investitionslaune. Das zeigt sich etwa im Pumpengeschäft, wo der Auftragseingang um fast 19 Prozent auf 1,04 Milliarden Franken anzog.

Das Pumpengeschäft ist der grösste Umsatzpfeiler von Sulzer. In der Sparte trugen aber auch andere Märkte wie Wasser zum Wachstum bei, einzig der Energiemarkt schwächelte.

Bei der Division Chemtech ging es mit einem Plus von gegen 22 Prozent noch kräftiger vorwärts. In dieser Sparte bietet Sulzer für die Öl- und Gasindustrie, die kohlenwasserstoffverarbeitende Industrie sowie die chemische Prozessindustrie Produkte und Dienstleistungen für Trenn-, Reaktions- und Mischtechnologien an.

Die noch junge Gesundheits- und Kosmetikmarktsparte (Applicator Systems) wuchs um 8,4 Prozent. Das Servicegeschäft legte um 2,5 Prozent zu.

Jahresprognose angehoben

Mit den Zahlen übertraf Sulzer die Erwartungen der Analysten, die von der Nachrichtenagentur AWP befragt worden waren (AWP-Konsens). Diese hatten im Schnitt einen Bestellungseingang für die ersten neun Monate von 2,65 Milliarden Franken vorausgesagt.

Angesichts des flotten Bestellungswachstums, das laut Sulzer im vierten Quartal noch an Tempo gewinnen dürfte, schraubte Sulzer seine Zielvorgaben für das Gesamtjahr 2018 nach oben: Neu rechnet der Konzern mit einem Wachstum des Bestellungseingangs von 10 bis 12 Prozent.

Zuvor war er noch von 7 bis 10 Prozent ausgegangen. Erst anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen hat das Management die Prognosen angehoben. Unverändert bleibt der Ausblick für den Umsatz und die Marge.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer-CEO bereitet Ölpreis

Sulzer-CEO bereitet Ölpreis keine Sorgen - Vekselberg ist passiver Investor

Der Industriekonzern Sulzer ist laut CEO Greg Poux-Guillaume trotz der jüngsten Bewegungen beim Ölpreis gut unterwegs. Auch wenn es zuletzt zu einem deutlichen Preisrückgang kam und Sulzer nach wie vor einen Grossteil seiner Umsätze in der Ölindustrie erwirtschaftet, besteht kein Grund zu Sorge, wie er im Interview mit der "Schweiz am Wochenende" erklärt.

18.11.2018 15:17

Denn auch wenn Sulzer weiterhin etwa 45 Prozent seiner Umsätze in der Ölindustrie erwirtschafte, hänge das Unternehmen nicht direkt vom Ölpreis ab. "Es gibt eine Preisschwelle, wird diese überschritten, können die meisten unserer Kunden rentabel investieren, und wir bekommen neue Aufträge". Diese Schwelle liege derzeit bei etwa 60 US-Dollar pro Fass. "Dagegen ist es zweitrangig, ob Öl nun 75 oder 80 Dollar kostet."

Gleichzeitig macht der Manager deutlich, dass er davon ausgeht, dass der Preis auch in den kommenden Jahren oberhalb der 60-Dollar-Grenze bleiben werde.

Aktienkurs von vielen Faktoren beeinflusst

Mit Blick auf die Diskrepanz zwischen einer guten Auftragslage und einem weniger guten Verlauf des Aktienkurses, stellt Poux-Guillaume heraus, dass der Aktienkurs nicht nur durch die Auftragslage alleine bestimmt werde, sondern auch durch Faktoren wie etwa die Markstimmung. Und da dominiere derzeit die Sorge, die globale Konjunktur könne ihren Höhepunkt überschritten haben.

Für Sulzer selbst könne er keine Verlangsamung feststellen. Im Gegenteil, wenn er sich die kommerzielle Pipeline oder die Kundennachfrage anschaue, dann gehe es aufwärts.

Vekselberg mittlerweile eher passiver Investor

Auf die Frage, ob der russische Milliardär Viktor Vekselberg nach wie vor ein Ankeraktionär für Sulzer sei, erklärt der Manager, er würde eher davon sprechen, dass die Tiwel Holding eine grosse zumeist passive Investorin sei, an der Vekselberg die wirtschaftlich berechtigte Person sei.

Dabei führt Poux-Guillaume weiter aus: "Passiv, weil sie unsere Aktien weder kaufen noch verkaufen kann". Die Holding habe eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach sie nicht zukaufen wird. Diese sei mit Sulzer und der US-Sanktionsbehörde Ofac unterschrieben worden. Verkaufen könne die Holding nicht, da sie sanktioniert sei, so der Manager weitere.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer legt 2018 bei

Sulzer legt 2018 bei Bestellungen zweistellig zu - Dividende stabil

(Ausführliche Fassung) - Der Winterthurer Traditionskonzern Sulzer bleibt auf Wachstumskurs. Damit legt das Industrieunternehmen bereits zum zweiten Mal in Folge bei Umsatz und Aufträgen deutlich zu.

14.02.2019 07:19

Zum Wachstum von Umsatz und Bestellungseingang haben alle vier Divisionen beigetragen, wie Sulzer am Donnerstag mitteilte. Mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten lief es insbesondere in den Divisionen Pumpen und Chemtech gut. Das Pumpengeschäft profitierte insbesondere von höheren Ölpreisen und der damit verbundenen Erholung im Öl- & Gasmarkt.

Etwas geringer war das Wachstum in der Service-Division sowie in der noch jungen Division Applicator Systems, wo der Teilbereich Beauty zurückging, was das Wachstum in den anderen Bereichen aufhob. Im Bereich Beauty, der unter anderem Geräte zum Auftragen von Mascara-Produkten herstellt, kam es zu einer Produkteumstellung bei einem Grosskunden. Dieser bestellt zwar weiterhin bei Sulzer, aber nicht mehr so viel wie zuvor.

Konkret erhöhten sich Bestellungseingang und Umsatz um je rund 12 Prozent. Der Bestellungseingang erreichte 3,53 Milliarden Franken, während der Umsatz auf 3,36 Milliarden Franken kletterte. Dazu haben allerdings verschiedene Akquisitionen einen guten Teil beigetragen.

Bereinigt um diese Zukäufe und auch um negative Währungseffekte resultierte beim Auftragseingang ein organisches Plus von 8,4 Prozent. "Wir haben die gesetzten Ziele erreicht und 2018 starke Ergebnisse erzielt", zeigte sich Konzernchef Greg Poux-Guillaume in der Mitteilung zufrieden.

Gewinn noch stärker gestiegen

Geografisch betrachtet nahmen die Bestellungen in den Regionen Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Europa, Naher Osten und Afrika, während das Geschäft in der Region Asien-Pazifik stabil blieb. Dort stieg dagegen der Umsatz mehr als in anderen Regionen.

Noch besser sah es beim Gewinn aus. Das operative Ergebnis (EBITA) zog gegenüber dem Vorjahreswert um über 26 Prozent auf 322,5 Millionen Franken an. Geholfen haben einerseits die höheren Umsätze und die anhaltenden Sparbemühungen im Rahmen des SFP-Programms (Sulzer Full Potential), andererseits war das Vorjahresergebnis von einmaligen Kosten in der Division Chemtech belastet, die nun wegfielen.

Im Betriebsergebnis sind zudem zwei gegenläufige Buchungen enthalten, einerseits eine Belastung von 30 Millionen Franken für aufgegebene Aktivitäten und andererseits ein Gewinn von knapp 29 Millionen aus dem Verkauf von nicht kotierten Immobilien-Eigenkapitalinstrumenten.

So verbesserte sich auch der Reingewinn um über einen Drittel auf 183,8 Millionen Franken markant. Der Kerngewinn ohne Berücksichtigung steuerbereinigter Effekte aus nicht operativen Positionen erreichte knapp 223 Millionen und damit etwa 45 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll dennoch stabil bei 3,50 Fr. bleiben. Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten ausser mit dem Reingewinn leicht übertroffen.

Noch keine Zeichen konjunktureller Abkühlung

Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und erwartet für 2019 eine Fortsetzung der Dynamik im Öl- und Gasmarkt. Auch alle anderen Zielmärkte von Sulzer mit Ausnahme des Bereichs Energie sollten weiter wachsen. Es gebe noch keine Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung in den wichtigsten Märkten, heisst es.

Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert Sulzer eine währungsbereinigte Zunahme des Umsatzes (ohne Zukäufe) von 3 bis 5 Prozent. Auch der Betriebsgewinn soll weiter steigen.

cf/tt

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer mit deutlich mehr

Sulzer mit deutlich mehr Bestellungen im ersten Quartal

Der Winterthurer Industriekonzern Sulzer ist solide ins Geschäftsjahr 2019 gestartet. Der Bestellungseingang legte im ersten Quartal weiter zu, womit der Wachstumskurs des vergangenen Jahres fortgesetzt wurde.

17.04.2019 07:35

Der Bestellungseingang zog um 9,3 Prozent auf 984,1 Millionen Franken an. Akquisitionen leisteten einen Beitrag von 11 Millionen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Bestellungseingang wuchs den Angaben zufolge in fast allen Endmärkten von Sulzer.

In der grössten Sparte Pumpen kletterten die Bestellungen um 12 Prozent auf 391,2 Millionen Franken. In der Sparte Rotating Equipment Services (RES), welche Servicelösungen für rotierende Maschinen anbietet, zogen die Aufträge um 5,7 Prozent auf 300,8 Millionen Franken an.

Die Sparte Chemtech steigerte den Umsatz sogar um fast 16 Prozent auf 170,6 Millionen Franken. Die jüngste Sparte Applicator Systems, welche Geräte zum Auftragen von Flüssigkeiten etwa im Kosmetikbereich oder auch in der Chemie herstellt, verzeichnete ein Plus von 9,3 Prozent auf 121,5 Millionen.

Die von Sulzer ausgewiesenen Zahlen lagen deutlich über den Erwartungen der Analysten. In der Tat seien einige erst im zweiten Quartal erwarteten grösseren Aufträge bereits im ersten Jahresviertel verbucht worden, schreibt Sulzer.

Marktbedingungen bleiben günstig

Die Marktbedingungen sind nach Ansicht von Sulzer weiterhin günstig. Daher bleibe die Prognose für 2019 unverändert: Bereinigt um Währungseffekte erwartet die Gesellschaft ein organisches Wachstum des Bestellungseingangs von 2 bis 5 Prozent und ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent. Die operative Marge soll sich in den Bereich von 10 Prozent weiter verbessern.

ra/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Blaues Hufeisen
Bild des Benutzers Blaues Hufeisen
Offline
Zuletzt online: 08.06.2020
Mitglied seit: 19.05.2014
Kommentare: 940
HSBC erhöht Kursziel

18.04.2019 | 08:49

#SULZER – HSBC erhöht Kursziel!

(wirtschaftsinformation.ch) – Die britische Bank HSBC hat heute Morgen das Kursziel von SULZER (CHF 109.70) von CHF 121 auf CHF 140 erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Das gute Auftragswachstum im ersten Quartal bestätige, dass SULZER nach der erfolgten Restrukturierung nun operativ wieder auf einem guten Weg sei, schreibt der zuständige Branchenexperte. Der fundamentale Ausblick über 2021 hinaus sei gut. Vor diesem Hintergrund würden die aktuelle Jahresprognose und die durchschnittliche Markterwartung zunehmend konservativ aussehen, heisst es weiter.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer übernimmt britisches

Sulzer übernimmt britisches Unternehmen

Der Industriekonzern Sulzer befindet sich weiterhin auf Einkaufstour. Mit der Übernahme der schottischen Alba Power wird das Gasturbinen-Geschäft diversifiziert.

02.07.2019 08:01

Alba Power erwirtschaftet mit 80 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 34 Millionen britischen Pfund, wie Sulzer am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen bietet Wartung und Unterhalt für aeroderivative Gasturbinen an. Es erzielt dabei eine überdurchschnittliche Gewinnmarge von 20 Prozent.

Das Gasturbinenservicegeschäft werde damit in die Bereiche dezentrale Stromversorgung wie auch Offshore- und Marineanwendungen diversifiziert, so Sulzer. Und in diesen Bereichen herrsche eine hohe Nachfrage. Ausserdem ergäben sich Synergien im Verkauf mit bestehenden Kunden in den Bereichen Pumpen, Motoren, Generatoren und Turboservices.

Alba hat Niederlassungen im schottischen Aberdeen, in Houston (USA) und in Ontario (Kanada). Erst im Mai hatte Sulzer die Akquisition der texanischen Firma GTC Technology mit einem Jahresumsatz von rund 50 Millionen US-Dollar bekanntgegeben, einen Hersteller von Petrochemikalien, welcher in die Sulzer-Sparte Chemtech eingegliedert wird.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer verkauft mehr und wird

Sulzer verkauft mehr und wird bei Zielen optimistischer

Kunden im Öl- und Gasgeschäft sorgen bei Sulzer für mehr Umsatz.

24.07.2019 06:37

Dem Industriekonzern Sulzer lief es im ersten Semester 2019 gut. Zwar hat sich das Wachstumstempo beim Auftragseingang vom ersten zum zweiten Quartal etwas verlangsamt, die Zahlen über sechs Monate sind aber immer noch solide - und der Ausblick für 2019 wurde erhöht.

Insgesamt stiegen die Bestellungen in der Berichtsperiode um 8,7 Prozent auf 1,93 Milliarden Franken. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich ein Wachstum aus eigener Kraft, also organisch, von 7,5 Prozent. Damit hat sich das Wachstumstempo im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal etwas verlangsamt. Der Umsatz legte organisch um gut 12 Prozent auf 1,77 Milliarden zu, wie Sulzer am Mittwoch mitteilte.

Gut gelaufen ist es Sulzer vor allem im Öl- und Gasmarkt, wo die Bestellungen wieder zu höheren Margen abgeschlossen werden konnten. Von den Divisionen verzeichnete insbesondere Chemtech eine hohen zweistellige Wachstumsrate im Bestellungseingang.

Erwartungen getroffen

Dank des höheren Umsatzes gab es auch beim Gewinn weitere Fortschritte. Der Betriebsgewinn vor Amortisationen (EBITA) verbesserte sich um gut 15 Prozent auf 158,8 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 20 Basispunkte auf 9,0 Prozent. Der Reingewinn der Aktionäre kletterte um knapp 9 Prozent auf 65,3 Millionen Franken.

Damit hat Sulzer die Erwartungen der Analysten bis auf den Reingewinn ziemlich exakt getroffen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 1,93 Milliarden Franken, für den Umsatz bei 1,75 Milliarden, für den EBITA bei 159 Millionen und für den Reingewinn bei 73 Millionen.

Für das Gesamtjahr 2019 werden die Prognosen für Umsatz und Bestellungen wenig überraschend erhöht, denn Sulzer-CEO Greg Poux-Guillaume hatte bereits Anfang des Monats in einem Interview angekündigt, dass die bisherige Guidance wohl zu konservativ gewesen sei und die Prognose wohl erhöht werde. Neu wird demnach eine Steigerung des Auftragseingangs im Gesamtjahr im Bereich von 6 bis 9 Prozent sowie des Umsatzes im Bereich von 7 bis 9 Prozent vorhergesagt. Die operative Marge soll sich in den Bereich von 10 Prozent weiter verbessern.

(AWP/cash)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Schang_Hai
Bild des Benutzers Schang_Hai
Offline
Zuletzt online: 25.11.2019
Mitglied seit: 13.01.2016
Kommentare: 53
Höherer Oelpreis gut für Sulzer

Sulzer hingegen fallen bei den Industriewerten mit ihrer leichten Kursavance positiv auf. Das Winterthurer Unternehmen dürfte eine direkte Gewinnerin einer Ölpreishausse sein, da dadurch Investitionen in den Ölsektor gesteigert werden, heisst es im Handel. "Nach der Restrukturierung wäre der Rückenwind durch eine Ölpreisstärke ein willkommener neuer positiver Schlüsselimpuls", meinte einer. Entsprechende Mittelzuflüsse in Sulzer können der Aktie eine Avance von mehreren Prozenten bescheren, glauben Optimisten. "Wird die Aktie in breiten Anlegerkreisen wieder entdeckt, kann der Kurs in die Region von 110 - 120 Franken anziehen", sagte einer.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer steigert

Sulzer steigert Bestellungseingang kräfitg

Der Technologiekonzern Sulzer hat in den ersten neun Monaten des Jahres von einer robusten Kundennachfrage profitiert und neue Aufträge im Wert von 2,86 Milliarden Franken an Land gezogen.

23.10.2019 07:55

Das sind 6,8 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Guidance für das Gesamtjahr wird bestätigt. Organisch - also Akquisitionen und Währungseffekte ausgeklammert - schaffte Sulzer ein Plus von 7,2 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Alleine im dritten Quartal sammelte Sulzer neue Bestellungen über 925 Millionen Franken ein. Das entsprach einem organischen Zuwachs von 6,7 Prozent. Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) getroffen.

Die meisten Absatzmärkte von Sulzer konnten ein Wachstum ausweisen. Besonders stark war der Orderzuwachs im Wassermarkt (+20 Prozent) sowie bei Zellstoff und Papier (+16 Prozent). Aus den Märkten Öl, Gas und Petrochemie stieg der Auftragseingang organisch um 15 Prozent. Dabei habe sich im Up- und Downstream-Segment der Aufschwung fortgesetzt, während Midstream weniger Bestellungen verbuchte. Die Aufträge aus dem Energiemarkt lagen um 3 Prozent höher. Die Märkte der Division Applicator Systems stiegen an, ausser der Bereich Beauty (-11 Prozent).

Entsprechend fallen auch die Veränderungen nach Segmenten aus. Während das Pumpengeschäft (+8,7 Prozent), Rotating Equipment (+9,7 Prozent) und Chemtech (+7,1 Prozent) im Neunmonatszeitraum organisch zulegten, verbuchte die Division Gesundheits- und Kosmetikmarktsparte (Applicator Systems) ein Minus von 3,2 Prozent.

Jahresprognose bestätigt

Die Kundenanfragen in den meisten Endmärkten von Sulzer sei nach wie vor robust, hiess es weiter. Das Unternehmen bestätigt seinen Jahresausblick und rechnet weiter mit einem Plus beim Bestellungseingang von rund 6 bis 9 Prozent und beim Umsatz von rund 7 bis 9 Prozent. Die operative EBITA-Marge wird bei rund 10 Prozent erwartet, bereinigt jedoch um Währungseffekte und einen Akquisitionseffekt von rund 2 Prozent.

Nach Einschätzung von Sulzer dürfte dies, in Verbindung mit tieferen nicht operativen Aufwendungen, beim Reingewinn zu einer deutlich höheren Wachstumsrate als beim EBITA führen, wie es weiter hiess.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer Chemtech erhält

Sulzer Chemtech erhält Auftrag von ExxonMobil für neuartige Gastrocknungsanlage

Sulzer hat einen Aufrag von ExxonMobil in den USA erhalten. Die Sparte Chemtech baut eine neue Art von Gastrocknungsanlage zur Verarbeitung von Erdgas an einem "On-Shore"-Standort in den USA, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Angaben zum Auftragsvolumen wurden keine gemacht.

23.01.2020 10:40

Die Dehydrierungsanlage arbeite mit einer neuartigen Technik, die von ExxonMobil mit Unterstützug von Sulzer entwickelt worden sei, heisst es. Dabei komme ein "cMIST"-genannter Tröpfchengenerator zum Einsatz anstelle der üblichen Glykol-Konsendatoren. Für diese Technik habe Sulzer die exklusiven Lizensrechte erhalten, zudem würden von Sulzer patentierte HiPer-Abscheider verwendet. Durch diese Bauweise seien geringere Abmessungen der Anlage möglich, als bei konventionellen Trocknungsanlagen.

Ausgeführt wird das Projekt von den Sulzer Engeneering-Zentren in Tulsa, Arnheim, und Pune und die Anlage soll im zweiten Halbjahr 2020 den Betrieb aufnehmen.

yr/uh

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer übertrifft Erwartungen

Sulzer übertrifft Erwartungen beim Umsatz, aber nicht beim Reingewinn

Der Winterthurer Traditionskonzern Sulzer war auch 2019 auf Wachstumskurs.

19.02.2020 06:49

Mit dem Umsatz gelang erneut ein zweistelliges Plus und dank eines Sparprogramms nahm der Gewinn überproportional zu. Den Aktionären winkt eine höhere Dividende.

Der Auftragseingang stieg um 6,1 Prozent auf 3,75 Milliarden Franken, während der Umsatz um 10,8 Prozent auf 3,73 Milliarden anzog. Zum höheren Umsatz und Bestellungseingang hätten die Divisionen Pumps Equipment, Rotating Equipment Services und Chemtech beigetragen, teilte Sulzer am Mittwoch mit. Die noch junge Division Applicator Systems sei hingegen leicht geschrumpft.

Beim Gewinn sah es noch besser aus. Das operative Ergebnis (EBITA) zog gegenüber dem Vorjahreswert um 15,1 Prozent auf 371,3 Millionen Franken an und die entsprechende Marge um 40 Basispunkte auf 10,0 Prozent. So verbesserte sich auch der den Aktionären zustehende Reingewinn um 35,4 Prozent auf 154,0 Millionen markant. Die Dividende soll denn auch um 50 Rappen auf 4,00 Franken erhöht werden.

Aussichten für 2020 solide

Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten mit Umsatz und operativem Gewinn übertroffen, mit dem Reingewinn dagegen nicht.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Sulzer eine währungsbereinigte, organische Zunahme des Bestellungseingangs zwischen 2 und 4 Prozent und des Umsatzes von 1 bis 3 Prozent sowie eine EBITA-Marge im Bereich von 10,2 bis 10,5 Prozent.

"In einem unveränderten Preisumfeld führten höhere Volumen und eine solide operative Ausführung zu einer gesteigerten Profitabilität und einem Rekord-Free-Cash-Flow", liess sich in der Mitteilung CEO Greg Poux-Guillaume zitieren. "Die Aussichten für 2020 sind solide, und wir erwarten daher, auf diesen Erfolgen weiter aufzubauen."

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Ölpreis-Einbruch schickt

Ölpreis-Einbruch schickt Sulzer- und Burckhardt-Aktien auf Talfahrt

Der Preissturz beim Öl zum Wochenauftakt schlägt auch auf die Aktien der Industriekonzerne Sulzer und Burckhardt Compression (BC) durch. Nach gescheiterten Verhandlungen führender Ölstaaten über eine Drosselung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise gab es den stärksten Einbruch seit fast 30 Jahren. Am Montagmorgen büssten Rohöl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA um jeweils mehr als ein Viertel ein.

09.03.2020 10:17

Das weckt Sorgen bei den Anlegern um das Ölgeschäft von Sulzer und BC. Die Sulzer-Papiere verloren kurz nach Handelsbeginn rund einen Viertel an Wert und markierten bei 58 Franken ein neues Mehrjahrestief. Sie mussten zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt werden. Bei Sulzer stammten 2019 mehr als ein Viertel der Umsätze aus dem Öl- und Gasgeschäft.

Die Papiere des Kolbenkompressorenherstellers Burckhardt Compression verloren um 10 Uhr 4,4 Prozent auf 206,5 Franken. Auch der Gesamtmarkt gemessen am SPI zeigt sich mit einem Minus 4,4 Prozent von tiefrot.

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen. In der Spitze rutschte der US-Ölpreis bis auf 27,34 Dollar und der für Brent-Öl auf 31,02 Dollar ab.

Als Ursache für den Einbruch gelten die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den in der sogenannten Opec+ zusammengefassten Förderländern wie Russland. Die Opec hatte, auch als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des neuen Coronavirus, am Donnerstag eine Verschärfung des derzeit geltenden Förderlimits um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag gefordert.

Doch der Versuch, mit dem Vorstoss Druck auf Russland und die weiteren Partner auszuüben, scheiterte. Da es auch nicht gelang, die derzeit geltende Förderbeschränkung zu verlängern, müssen sich die 14 Opec-Mitglieder und die 10 Kooperationspartner ab dem 1. April nicht mehr an irgendwelche Limits halten. Darüber hinaus scheint der Streit zwischen Saudi-Arabien und Russland über die künftige Fördermenge weiter zu eskalieren.

tt/hr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Per
Bild des Benutzers Per
Offline
Zuletzt online: 06.08.2020
Mitglied seit: 05.03.2010
Kommentare: 1'617
cocktail

ich frage mich warum sulzer so überdurchschnittlich fällt, ist die ölkriese kombiniert mit corona solch ein gift cocktail?

year today bereis mehr als die hälfte verloren. ist es nun zeit hier zu investieren?

Per
Bild des Benutzers Per
Offline
Zuletzt online: 06.08.2020
Mitglied seit: 05.03.2010
Kommentare: 1'617
volatilität

einfach nur schön Yes 3

gorlim81
Bild des Benutzers gorlim81
Offline
Zuletzt online: 16.07.2020
Mitglied seit: 13.03.2014
Kommentare: 37
Ich für meinen Teil habe vor

Ich für meinen Teil habe vor einer Woche mit einem schrittweisen Einstieg bei Sulzer begonnen. Ich mag einfach schweizer Qualitätsfirmen Smile

nummelin
Bild des Benutzers nummelin
Online
Zuletzt online: 07.08.2020
Mitglied seit: 10.05.2010
Kommentare: 1'439
Gestern bei 41.20 mit 500

Gestern bei 41.20 mit 500 Stück eingestiegen. Mal schauen ..... 

One day you lose,and another day another win!!

Per
Bild des Benutzers Per
Offline
Zuletzt online: 06.08.2020
Mitglied seit: 05.03.2010
Kommentare: 1'617
weg

mehr als 30% innerhalb einem tag, das genügt, da bin ich wieder weg......man braucht ja auch mal ein erfolgserlebnis

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer erhält mehr

Sulzer erhält mehr Bestellungen - setzt aber Prognose aus

Der Industriekonzern Sulzer hat dank eines starken Servicegeschäfts den Bestellungseingang im ersten Quartal 2020 leicht gesteigert.

21.04.2020 07:49

Für das zweite Quartal geht das Unternehmen von einem stärkeren Einfluss der Covid-19-Pandemie aus. Deshalb werden die bisherigen Prognosen für 2020 ausgesetzt und Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet.

Konkret nahm der Auftragseingang um 1 Prozent auf 993,8 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Werden Veränderungen im Portfolio sowie die Währungseffekte ausgeklammert lag das Plus gar bei 3,2 Prozent. In drei von vier Divisionen lagen die eingegangenen Bestellungen allerdings unter den Werten des Vorjahres.

Trotz des Covid-19-Lockdowns in China im Februar und einer hohen Vergleichsbasis im ersten Quartal 2019 sei das erste Quartal stark ausgefallen, schreibt Sulzer.

In der grössten Sparte Pumpen fielen die Bestellungen um 2,4 Prozent auf 381,7 Millionen Franken zurück, wobei organisch ein solides Plus von 4,5 Prozent resultierte. Stark war aber vor allem die Sparte Rotating Equipment Services (RES), welche Servicelösungen für rotierende Maschinen anbietet; diese legte bei den Aufträgen um gut 10 Prozent auf 331,7 Millionen zu.

Die Sparte Chemtech holte mit 166,1 Millionen 2,6 Prozent weniger Aufträge herein, während die jüngste Sparte Applicator Systems, welche Geräte zum Auftragen von Flüssigkeiten etwa im Kosmetikbereich oder auch in der Chemie herstellt, ein Minus von 5,9 Prozent auf 114,4 Millionen verzeichnete.

Die von Sulzer ausgewiesenen Zahlen lagen klar über den Erwartungen der Analysten.

Prognose ausgesetzt und Kostenschere angesetzt

Sulzer muss sich aber mit Blick auf die Corona-Krise auf eine schwierigere Zeit einstellen. Die bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2020 wurde denn auch ausgesetzt. Man gehe davon aus, dass die Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal grössere Auswirkungen auf das Geschäft haben werde - verursacht durch weitere Massnahmen, die die Kunden ergriffen hätten, um die Ausbreitung der Pandemie einzugrenzen, wegen Investitionskürzungen im Ölbereich und den Gesamtauswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs.

Sulzer hat denn auch Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet. Sowohl im operativen Bereich als auch bei den Investitionen will das Unternehmen im Laufe des Jahres je 60 Millionen Franken einsparen. Die Kapazitäten im Bereich Energie sollen zudem um rund einen Drittel heruntergefahren werden.

cf/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 31.07.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'053
Sulzer konkretisiert

Sulzer konkretisiert Sparmassnahmen nach schwierigem Semester

(Ausführliche Fassung) - Dem Industriekonzern Sulzer ist es im ersten Semester 2020 ähnlich wie anderen Unternehmen ergangen. Einem soliden ersten Quartal folgte ein schwächeres zweites. Entsprechend der Vorankündigung von Ende Juni ging der Gewinn zurück. Die eingeleiteten Sparmassnahmen kosten Stellen in der Schweiz.

24.07.2020 07:22

Der Bestellungseingang rutschte im ersten Semester im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,8 Prozent auf 1,84 Milliarden Franken ab. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich allerdings ein Wachstum aus eigener Kraft, also organisch, von lediglich minus 0,6 Prozent, wie Sulzer am Freitag mitteilte.

Damit hat sich die Corona-Krise im zweiten Quartal - moderater als erwartet - auch auf die Zahlen von Sulzer ausgewirkt, entsprechend der Vorhersagen von CEO Greg Poux-Guillaume. Denn in den ersten drei Monaten war dem Konzern noch ein organisches Wachstum der Bestellungen von 3,2 Prozent gelungen. Der Umsatz fiel im Halbjahresvergleich um 5,5 Prozent auf 1,60 Milliarden zurück.

Sparmassnahmen kosten Stellen in der Schweiz

Sulzer hatte bereits bei der Zahlenvorlage zum ersten Quartal im April "eine Kombination von temporären und strukturellen Massnahmen" angekündigt, um auf die Covid-bedingten Marktveränderungen zu reagieren. Im Juni wurde zudem über eine Gewinnwarnung bekanntgegeben, dass für die entsprechenden Sparmassnahmen im Energiegeschäft Rückstellungen in der Höhe von rund 60 Millionen Franken gebildet würden und der Reingewinn entsprechend im ersten Halbjahr deutlich zurückgehen werde.

Am Vortag wurde bekannt, dass den Sparplänen von Sulzer in der Schweiz 55 Arbeitsplätze an den Standorten Winterthur, Oberwinterthur und Allschwil der Division Chemtech zum Opfer fallen. "Der durch die Pandemie verursachte globale Konjunktureinbruch und die damit einhergehenden Marktverzerrungen haben dazu geführt, dass wir in zwei Konzerngesellschaften in der Schweiz unsere Kapazitäten anpassen mussten, was zu rund 50 Entlassungen geführt hat", hiess es seitens Sulzer dazu.

Einmalkosten von 80 Millionen

Für das Programm fallen nun Kosten von 80 Millionen an, wie es in der aktuellen Mitteilung heisst. Davon wurden 53 Millionen im ersten Semester verbucht. Dies soll insgesamt strukturelle Einsparungen bei den Energie-bezogenen Aktivitäten von 70 Millionen bringen. Davon sollen 50 Millionen bis 2021 erreicht werden.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITA fiel nun um gut einen Viertel auf 120,2 Millionen Franken zurück, während der Reingewinn für die Aktionäre um drei Viertel auf 15,4 Millionen Franken absackte. Damit hat Sulzer die Erwartungen der Analysten allerdings klar übertroffen.

Einigermassen zufrieden zeigte sich auch CEO Greg Poux-Guillaume. "Wir haben unsere Widerstandsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt", lässt er sich in der Mitteilung zitieren. Die Aftermarket-Aktivitäten führten das Auftragswachstum an und der Auftragsbestand habe einen Höchststand erreicht. Mit den eingeleiteten Massnahmen sei Sulzer gut aufgestellt, wenn sich der Markt wieder erhole.

Für das Gesamtjahr 2020 bleibt Sulzer aber zurückhaltend. Das aktuelle Geschäftsumfeld sei mit einer hohen Unsicherheit behaftet, die durch Covid-19 und seine wirtschaftlichen Auswirkungen verursacht werde, heisst es. Wegen der eingeleiteten Massnahmen sei man aber optimistisch, für eine weiterhin gute Leistung. Sulzer stellt für das Gesamtjahr eine EBITA-Marge im Bereich von 8,5 bis 9 Prozent in Aussicht. Ab 2021 soll das Margenniveau wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie liegen.

cf/tp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten