Feintool

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Feintool leidet weiterhin

Feintool leidet weiterhin unter Marktflaute

Die Lysser Industriegruppe Feintool leidet unter der Flaute in der Automobilindustrie und die Umsätze sind im dritten Quartal des laufenden Jahres weiter geschrumpft.

29.10.2019 08:02

Auf die Abgabe einer Prognose zum Gesamtjahr verzichtet das Unternehmen mit Blick auf das raue Marktumfeld nach wie vor. Für die Monate Juli bis September weist Feintool laut einer Mitteilung vom Dienstag einen Gruppenumsatz in Höhe von 154,6 Millionen Franken aus. Das sind 11 Prozent weniger als im Vorjahr und liegt auch unterhalb den von Analysten im Vorfeld der Publikation im Durchschnitt erwarteten 158,5 Millionen (AWP-Konsens).

Zu schaffen machen Feintool die anhaltenden politischen und zunehmend wirtschaftlichen Unsicherheiten, wie es hiess. Dies belaste die Umsatzentwicklung in allen Regionen und Märkten.

Nur leicht aufhalten liess sich der Umsatzschwund durch den Zukauf der deutschen Stanz- und LaserTechnik Jessen im letzten Jahr. Ohne den Jessen-Effekt, der nur noch im Monat Juli ins Gewicht fiel, wäre der Umsatz von Feintool organisch um knapp 13 Prozent zurückgefallen.

Teilefertigung unter Druck

Der Jessen-Zukauf kam in der Teilefertigung zum Tragen: So hielt sich der Umsatzrückgang im Segment System Parts mit 4,2 Prozent auf 141,2 Millionen Franken einigermassen in Grenzen. Um die Akquisition bereinigt resultierte ein Abschlag von 6,4 Prozent.

System Parts stellt in grossen Mengen Präzisionsteile vor allem für Autohersteller und -zulieferer her und war in den vergangenen Jahren der Treiber des Wachstums von Feintool. Die Teile werden beispielsweise in Getrieben oder Sitzverstellern verbaut. Die für die nächsten sechs Monate erwarteten Abrufe liegen mit 267,7 Millionen Franken mit 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Stark zu leiden unter der zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden hatte der kleinere Bereich für den Bau von Pressen und Anlagen, das Segment Fineblanking Technology. Da brach der Umsatz im dritten Quartal um 39 Prozent auf noch 17,0 Millionen Franken ein.

Auch der Auftragseingang ging in diesem Geschäft zurück und zwar um 23 Prozent, während der Auftragsbestand mit 28,8 Millionen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls 23 Prozent tiefer liegt.

Weiterhin kein Ausblick

Der Blick auf die ersten neun Monaten des laufenden Jahres zeigt derweil einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf 486,4 Millionen Franken. Währungsbereinigt betrug das Minus 3,7 Prozent nachdem der Rückgang im Halbjahr nur 0,9 Prozent betragen hatte. Ohne die Jessen-Akquisition wäre das Umsatzminus aber auch hier höher ausgefallen.

Feintool geht davon aus, dass die Wolken am Markt nicht so rasch wegziehen werden. Das Ausmass und die Dauer der aktuell vorherrschenden negativen Einflüsse seien derzeit schwer abschätzbar, hiess es. Daher verzichtet die Gruppe weiterhin auf einen quantitativen Ausblick für das ganze Geschäftsjahr 2019.

Trotz der schwierigen Marktlage, erwartet Feintool nach wie vor ein "nachhaltig positives Nettoergebnis" für 2019. Und in den kommenden Jahren wolle man mit neuen Kundenprojekten Marktanteile dazugewinnen und wieder wachsen.

(AWP)

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Feintool halbiert die

Feintool halbiert die Dividende

Feintool hat im Geschäftsjahr 2019 weniger verkauft und einen Gewinneinbruch erlitten. Darunter leidet die Dividende.

03.03.2020 07:47

Der Automobilzulieferer leidet unter dem rauen Umfeld im Automobilmarkt. Und nun dürften die Sorgen um das Coronavirus die unsichere Lage noch zusätzlich belasten. Den Aktionären wird weniger Dividende ausbezahlt.

Der Umsatz ging um 6,9 Prozent auf 632,7 Millionen Franken zurück, wie die Gruppe am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen gerechnet sanken die Verkäufe um 5,8 Prozent. Ohne die 2019 erfolgte Akquisition der deutschen Stanz- und LaserTechnik Jessen wäre das Minus mit 9,2 Prozent deutlicher ausgefallen.

Stark rückläufig waren die Ergebnisse. Der Betriebsgewinn (EBIT) brach um 60 Prozent auf 18,9 Millionen und der Reingewinn um 65 Prozent auf 10,7 Millionen Franken ein. Die EBIT-Marge entwickelte sich um satte 4 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent zurück. Nebst den tieferen Umsätzen, drückten damit einhergehende Überkapazitäten sowie Vorlaufkosten für Neuanläufe auf die Profitabilität, beschreibt Feintool. Zudem habe man Investitionen in die Zukunft in der aktuell schwierigen Lage bewusst nicht reduziert.

Mit den Geschäftszahlen hat die auf das Feinschneiden und Umformen von Metallteilen spezialisierte Gruppe die Schätzungen von Analysten auf allen Ebenen leicht verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 639,2 Millionen, für den EBIT bei 19,9 Millionen und für den Reingewinn bei 11,0 Millionen Franken. Die Marge wurde im Durchschnitt bei 3,1 Prozent erwartet.

Dividende halbiert

Auch die Aktionäre bekommen die für Feintool schwierigeren Zeiten zu spüren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 30. April die Zahlung einer gegenüber dem Vorjahr auf einen Franken je Aktie halbierten Dividende. Hier hatten Analysten mit einer stärkeren Senkung gerechnet (AWP-Konsens: 0,63 Fr.).

An der Generalversammlung sollen zudem Marcus Bollig und Christian Mäder neu in den Verwaltungsrat gewählt werden. Bollig sei Führungskraft bei BMW und Experte im Bereich Antriebstechnologie. Bei Mäder handelt es sich um den Finanzchef der Grossaktionärin Artemis. Zudem präsidiert er den Verwaltungsrat der ebenfalls zum Portfolio von Investor Michael Pieper gehörenden Franke. Aus dem Verwaltungsrat ausscheiden werden Michael Soormann und Thomas Erb.

Zuversicht im Ausblick

Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf dürften die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten das Geschäft von Feintool weiterhin regional unterschiedlich belasten, heisst es im Ausblick. Die Marktsituation bleibe komplex. Hinzu kommen nun die Einflüsse rund um den Ausbruch des Coronavirus. Diese liessen sich für Feintool aus heutiger Sicht nicht beurteilen.

Allerdings hat Feintool den Angaben zufolge eine zunehmende Nachfrage nach Serienteilen, die vor allem in Autos verbaut werden, gespürt. Im Bau von grossen Anlagen belastet die unsichere Marktlage dagegen nach wie vor das Investitionsverhalten der Kunden, heisst es.

Feintool rechnet über die gesamte Gruppe gesehen für 2020 mit einem Umsatz, der auf dem Vorjahresniveau zu liegen kommen soll. Dagegen werde sich die Profitabilität verbessern. Dazu habe man entsprechende Massnahmen eingeleitet, so die Mitteilung weiter.

(AWP)

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Feintool erwartet vorläufig

Feintool erwartet vorläufig Produktionsrückgang und setzt Prognose aus

Die Lysser Industriegruppe Feintool rechnet mit einem temporären Produktionsrückgang infolge der Coronavirus-Krise.

20.03.2020 08:11

Daher wird die Guidance für das laufende Jahr erst einmal auf Eis gelegt. Die Massnahmen der nationalen Gesundheitsbehörden zur Eindämmung des Coronavirus würden bei Automobilherstellern in Europa und in den USA zu vorübergehenden Schliessungen der Werke führen, hiess es am Freitag in einer Mitteilung des Zulieferers. Feintool sehe sich "unter Umständen" ebenfalls gezwungen diesen Schritt zu gehen, "sollten die Abrufe der Kunden entsprechend zurückgehen".

Wegen der belasteten Nachfragesituation bei den Kunden erwarte man in Europa und in den USA vorübergehende Liefer- und Umsatzausfälle. Die eigenen Kapazitäten sollen wiederum den Kundenabrufen flexibel angepasst werden.

Die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis seien zum heutigen Zeitpunkt jedoch nicht abschätzbar, hiess es weiter. Deshalb verzichte Feintool bis auf Weiteres auf eine Guidance für das laufende Geschäftsjahr.

Anfang März hatte Feintool für 2020 noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau gerechnet. Und die Profitabilität sollte sich dank Massnahmen - etwa die Anfang Jahr am Presseanlagenwerk in Jona eingeführte Kurzarbeit - verbessern, wie es damals hiess.

(AWP)

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Feintool beantragt

Feintool beantragt Dividendenaussetzung

Die Aktionäre der Lysser Industriegruppe Feintool sollen aufgrund der Coronavirus-Krise auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

02.04.2020 07:57

Dies schlägt der Verwaltungsrat in der am Donnerstag veröffentlichen Einladung zur Generalsversammlung vor. Diese findet ohne physische Präsenz der Aktionäre am 30. April 2020 statt.

Am 3. März 2020 anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses 2019 hatte Feintool noch die Zahlung einer auf einen Franken halbierten Dividende in Aussicht gestellt. Aus aktuellem Anlass infolge der Covid-19-Krise schlage der Verwaltungsrat der Generalversammlung nun einen Verzicht auf die Dividendenzahlung aus dem Geschäftsjahr 2019 vor, heisst es weiter.

Neben den bereits umgesetzten Massnahmen wie die umfassende Einführung von Kurzarbeit an den europäischen Standorten sei dies ein weiterer Schritt als Reaktion auf den weitgehenden Nachfragerückgang, so die Gesellschaft.

(AWP)

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Feintool erhöht Kreditvertrag

Feintool erhöht Kreditvertrag mit den sechs Hausbanken

Feintool verschafft sich mehr finanziellen Spielraum. Die Industriegruppe hat den Kreditvertrag mit ihren sechs Hausbanken aus der Schweiz und Deutschland erhöht und verlängert.

30.06.2020 11:08

Der bis Sommer 2023 laufende Vertrag soll die operative Flexibilität im herausfordenden Umfeld sichern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. "Die Folgen der Covid-19 Pandemie mit mehrwöchigen Betriebs-Stillständen bei unseren wichtigsten Kunden haben erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft. Darauf haben wir unter anderem mit Kostenanpassungen reagieren", wird Konzernchef Knut Zimmer in der Mitteilung zitiert.

Unternehmenssprecherin Karin Labhart verwies gegenüber AWP auf die Frage, wie gross die Umsatzausfälle durch die Werkschliessungen der Automobilhersteller sind und in welchem Umfang die Kosten gesenkt werden sollen, auf die Publikation der Halbjahreszahlen am 14. August.

Feintool selber schloss bereits im März die Stilllegung eigener Werke zumindest nicht aus. Und Ende April anlässlich der Generalversammlung wurde mitgeteilt, dass mit einem temporären Produktionsrückgang infolge der Coronavirus-Krise zu rechnen sei. Damals wurde die Guidance für das laufende Jahr ausgesetzt und der Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende kommuniziert.

Alle Werke wieder in Betrieb

Labhart bestätigte nun, dass verschiedene Werke vorübergehend geschlossen waren, mittlerweile aber wieder offen seien. Die Situation sei international sehr unterschiedlich. So hätten etwa in den USA einzelne Staaten eine vollständige Einstellung der Produktion verordnet, welche aber für die als systemrelevant geltenden Teile von Feintool für den Medizinalbereich nicht gegolten habe. Und in China, dem wichtigsten asiatischen Markt, laufe es "soweit wieder recht gut". In Europa wiederum, werde aufgrund der nach wie vor sehr tiefen Nachfrage weiterhin das Instrument der Kurzarbeit genutzt.

In welchem Umfang Stellen abgebaut worden sind, ist gemäss Labhart nicht abzuschätzen. Sie räumte aber ein, dass Feintool, insbesondere in den USA - aufgrund fehlender Kurzarbeitsmöglichkeiten - derzeit weniger Mitarbeiter beschäftige als zuvor. Bei anziehender Nachfrage führe das aber in den USA zu laufenden Wiedereinstellungen.

Mit dem Ausbau der Kreditvereinbarung mit den Hausbanken will Feintool "für die kommende Zeit vorsorgen und sich zusätzlich finanziell absichern". Der bisherige Kreditrahmen hatte einen Umfang von 90 Millionen Franken. Dieser sei nun um 30 auf 120 Millionen Franken erhöht worden, so die Sprecherin.

An der Börse führt die Nachricht zu leichtem Abgabedruck. Die Aktie steht im Vormittagsgeschäft in einem knapp negativen Gesamtmarkt 1,6 Prozent tiefer.

(AWP)

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