Siemens AG (723610)

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aebi89
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Siemens AG (723610)

Tag auch zusammen,

Mal eine kurze Analyse von Siemens AG, habe kein Posting in der Vergangenheit gefunden.

Monatliche Aussichten:

Sehen eigentlich vielversprechend aus, haben viel Platz gegen oben.

Wöchentliche Aussichten:

Kurse befinden sich in einer starken Konsolidierung. Sollte der Kurs oben ausbrechen, sehe ich weitere Käufer.

Täglicher Chart:

Man sieht schön, dass sich der Chart am 100GD orientiert. Zusätzlich sehe ich ein aufsteigendes Dreieck. Luft wird eng oben, ein Ausbruch sollte bald stattfinden. Wink

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yzf
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Siemens AG (723610)

könntest du noch einen Korruptionschart zu Siemens rein stellen?

Ist bei dieser Firma zwingend notwendig...

LolLolLolLolLol

Geht mit Gott, aber geht!

albru
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Stägeli uf, stägeli ab

Der Kursverlauf der Siemens Aktie gleicht einem Sägezahn. Wenn es so weiter geht dann sind noch einige Minus Prozente drin bis zum nächsten Anstieg. Es braucht dazu aber wirklich gute Positiv Meldungen. Die letzte Pos Meldung von Ende Juli ist schon etwas verpufft.

Carpe Diem
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Siemens AG (723610)

Zu Siemens wird kaum gepostet - woran liegst? Der Titel scheint momentan attraktiv bewertet. Erachtet ihr einen Einstieg generell und zum jetztigen Zeitpunkt als sinnvoll? Oder ist die heimische ABB zu bevorzugen?

Zyndicate
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Rund 7000 Siemens-Jobs vor dem Aus
 

Nach den Beratungen mit Arbeitnehmervertretern informiert der Elektrokonzern Siemens am Freitag über die Auswirkungen des radikalen Konzernumbaus. Weltweit dürften 7000 Jobs wegfallen.

Bereits am Vortag waren erste Zahlen durchgesickert: Weltweit rund 7000 Jobs dürften der Neuausrichtung zum Opfer fallen, davon etwa 3000 in Deutschland, wie aus informierten Kreisen verlautete. Siemens hatte sich zunächst nicht dazu äussern wollen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei dem Konzern wegen einer geltenden Beschäftigungssicherung ausgeschlossen.

Siemens-Chef Joe Kaeser will den Elektrokonzern mit dem Umbau auf Trab bringen und kundennäher machen. Dafür hat er die Sektoreneinteilung des Geschäfts abgeschafft und die Zahl der Divisionen von 16 auf neun gekappt. Zu dem Umbau gehört auch die Verselbstständigung der Medizintechnik und der Verkauf von Randaktivitäten wie der Hörgerätesparte.

Geschäftlich lief es für den Elektroriesen zuletzt nicht rund: Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres (30. September) hatte Kaeser einen Gewinneinbruch vorlegen müssen. Grund dafür waren unter anderem Zinseffekte. Siemens kämpft aber auch mit Problemen im wichtigen Energiegeschäft.

Die IG Metall hatte die Stellenabbau-Pläne zunächst nicht kommentiert. Arbeitnehmervertreter sehen die Einschnitte aber schon lange kritisch. "Ich habe es satt, dass immer wieder Personalabbau als alternativlose Lösung propagiert wird", sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn.

(AWP)

 

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Gewerkschaft fürchtet noch grösseren Stellenabbau bei Siemens

09.06.2015 11:42

(Ausführliche Fassung)

BERLIN (awp international) - Der geplante Siemens -Stellenabbau könnte Berlin nach Gewerkschaftsangaben bundesweit am stärksten treffen. Bis zu 1500 der 12 000 Arbeitsplätze seien gefährdet, wie die IG Metall am Dienstag mitteilte. Zuletzt war sie von 800 ausgegangen. Im Stadtteil Siemensstadt protestierten nach Veranstalterangaben 1500 Beschäftigte gegen die Kürzungspläne des Vorstands. Zudem war im Gasturbinenwerk in Moabit eine Betriebsversammlung geplant.

Auf Transparenten der Beschäftigten hiess es "Wir lassen uns nicht vertreiben", "Margenwahn stoppen" und "Seid schlau: Lasst und unseren Turbinenbau." Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Birgit Steinborn, rief der Belegschaft in Siemensstadt zu: "Wir brauchen Innovation und Motivation statt Kosteneinsparungen und Personalabbau. Darum werden wir kämpfen wie die Bären." Siemens sei kein Sanierungsfall, sondern mache solide Gewinne.

Vorstandschef Joe Kaeser hält einen Stellenabbau jedoch für unvermeidlich, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er reagiert damit auf Probleme im Stromerzeugungsgeschäft und Ertragsschwäche in einigen Einheiten. Wie viele Stellen an den einzelnen Standorten wegfallen sollen, hat die Zentrale noch nicht mitgeteilt. Wie in Berlin gingen am Dienstag Beschäftigte an zahlreichen deutschen Standorten auf die Strasse.

In Berlin sollen laut IG Metall 800 Arbeitsplätze im Gasturbinenwerk wegfallen. Zudem stünden 600 Arbeitsplätze im Schaltwerk auf dem Prüfstand sowie kleinere Zahlen in anderen Bereichen. "Das geht auf 1500 oder mehr am Ende raus", summierte Olaf Bolduan, der Sprecher der Berliner Siemens-Betriebsräte und Aufsichtsratsmitglied der Siemens AG.

Die Arbeitnehmerseite forderte eine "Phase des Nachdenkens" über eine Deutschland- und Berlin-Strategie für Siemens. Sie verwies auf den Rekordauftrag aus Ägypten. Siemens baut dort neue Gas- und Windkraftwerke im Wert von rund acht Milliarden Euro, wie vor wenigen Tagen bekanntgegeben wurde. "Das ist doch gewonnene Zeit", sagte Bolduan.

Der Berliner Wirtschaftsstaatssekretär Boris Velter sagte den Beschäftigten zu, auch der Senat werde um ihre Arbeitsplätze kämpfen. "Es geht hier nicht um ein paar Industrie-Arbeitsplätze, nicht nur um Siemens - es geht um Berlin." In Berlin wurde Siemens gegründet, es ist der grösste Produktionsstandort des Konzerns./bf/DP/das

(AWP)

 

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Siemens fährt überraschend viel Gewinn ein - Prognose hochgeschraubt
31.01.2017 21:21

(Ausführliche Fassung)

MÜNCHEN (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens hat zu Beginn des neuen Geschäftsjahres auch dank Sondereffekten überraschend viel Gewinn eingefahren und erhöht seine Gewinnprognose kräftig. Auf Jahressicht soll je Aktie nun ein Gewinn von 7,20 Euro bis 7,70 herauskommen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Vorher hatten lediglich 6,80 Euro bis 7,20 Euro im Plan gestanden. Nun strebt das Dax -Unternehmen damit einen Überschuss von bis zu 6,55 Milliarden Euro an. Das wäre gut ein Sechstel mehr als ein Jahr zuvor.

Im operativen Geschäft war das Ergebnis des Industriegeschäfts im ersten Geschäftsquartal begünstigt von einem Portfoliogewinn um 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen, die vielbeachtete entsprechende Marge kletterte auf 13 Prozent. Auch hier ist Siemens-Chef Joe Kaeser nun optimistischer: Im gesamten Jahr soll mit 11 bis 12 Prozent rund ein halber Prozentpunkt mehr übrig bleiben als bisher angepeilt. Unter dem Strich wuchs der Überschuss um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Euro. Mit den Zahlen schlug Siemens die Erwartungen von Experten deutlich, die Aktie gewann nachbörslich auf Tradegate rund zwei Prozent.

SONDEREFFEKTE BEGÜNSTIGEN ERGEBNIS

Insbesondere kamen dem Unternehmen auch Sondereffekte zugute. In der Sparte mit Industriesoftware (Digital Factory) sorgte das Einbringen von Anteilen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Autozulieferer Valeo für 172 Millionen Euro Sondergewinn. In dem Geschäft will Siemens zusammen mit den Franzosen Antriebe für Elektrofahrzeuge entwickeln. Zudem spielten Kaeser und seinem Finanzchef Ralf Thomas in den zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten - wie der Verwaltung von Immobilien und Konzernverpflichtungen - Zinseffekte in die Hände. In dem Bereich fiel ein Gewinn von 0,4 Milliarden Euro an. Allerdings dürften die Ergebnisse hier auch künftig spürbar schwanken, hiess es.

Gut lief es weiter in der Medizintechniksparte, die der Konzern "unter dem Dach von Siemens" an die Börse bringen will. Die Umsatzrendite der "Healthineers" getauften Geschäftseinheit stieg deutlich - seit geraumer Zeit macht Siemens mit medizinischen Geräten wie Tomographen gute Geschäfte.

KONZERNUMSATZ UND AUFTRÄGE UNTER ERWARTUNGEN

Bei Umsatz und Auftragseingang schnitten die Münchener allerdings schwächer ab als gedacht. Der Erlös stieg um ein Prozent auf 19,1 Milliarden Euro, ohne Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe gerechnet wäre er um 3 Prozent geklettert. Der Auftragseingang ging um 14 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro zurück. Hier fehlten die grossen Kraftwerksaufträge aus Ägypten aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Allerdings sorgte die Abarbeitung der Grossaufträge für Umsatzzuwachs in der Energieerzeugung. Auch die Windkraftsparte konnte mit einem deutlichen Plus bei den Erlösen aufwarten, insbesondere wegen guter Geschäfte mit Windparks auf hoher See in Europa. In der Problemsparte mit grossen Antrieben gingen die Erlöse und Aufträge weiter zurück, weil die rohstoffnahen Branchen sich mit Investitionen nach wie vor zurückhalten.

VORSICHT BLEIBT

Auch insgesamt bleibt Kaeser beim Umsatz vorsichtig beim Blick nach vorn. Es gebe weiter Gegenwind für das Wirtschaftswachstum und das Investitionsklima. Die Erlöse sollen im Gesamtjahr aus eigener Kraft weiter nur gering zulegen.

Auf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch dürfte der Gewinnschub zum Jahresstart für gute Stimmung bei den Aktionären sorgen. Aller Voraussicht nach wird Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme dabei auch Jim Hagemann Snabe zu seinem Nachfolger küren. Der ehemalige SAP-Co-Chef ist bereits seit gut drei Jahren Mitglied des Siemens-Kontrollgremiums./men/csc/he

(AWP)

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Siemens-Medizinsparte ergattert Milliardenauftrag in den USA
29.03.2017 06:33

VIRGINIA (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens hat für seine Gesundheitssparte in den USA einen Milliarden-Auftrag von der Regierung an Land gezogen. Das US-Verteidigungsministerium habe mit Siemens Medical Solutions einen über fünf Jahre laufenden und bis zu 4,1 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag geschlossen, teilte das Ministerium am Dienstag in Virginia mit. Demnach sollen die Land-, Luft, Seestreit- und zivilen US-Kräfte von Siemens mit radiologischen Systemen, passendem Zubehör und den dazugehörigen Schulungen versorgt werden./stb

(AWP)

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alpenland
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Siemens feiert grossen Kraftwerksauftrag, Mainfirst 130€ outperf
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Siemens verdient trotz mauem

Siemens verdient trotz mauem Kraftwerksgeschäft mehr

(Ausführliche Fassung) - Die schwächelnde Kraftwerkssparte hat die Ergebnisse des Elektrokonzern Siemens im zweiten Quartal erneut belastet. Eine starke Entwicklung bei den digitalen Geschäften sowie der Bahnsparte konnte die Rückgänge nicht vollständig ausgleichen. Unter dem Strich verdiente Siemens jedoch deutlich mehr - auch dank eines Buchwerteffektes. Die Gewinnprognose erhöhte der Konzern.

09.05.2018 07:57

Der Gewinn des Industriegeschäfts sank in den Monaten Januar bis März um 8 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Darin enthalten sind auch höhere Kosten für den Personalabbau. Der Umsatz stagnierte bei 20,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang sank leicht um 2 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro. Dabei schlug Siemens ein starker Gegenwind durch Währungseffekte entgegen. Dennoch schnitt Siemens besser ab als von Analysten erwartet.

Dabei konnte Siemens vor allem bei seinen Digitalgeschäften glänzen. Die Sparte steigerte Umsätze und Ergebnisse im zweistelligen Prozentbereich. Die Umsätze erhöhten sich um ein Fünftel auf knapp 3,3 Milliarden Euro, die Ergebnisse um 40 Prozent 682 Millionen Euro. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Bahnsparte, die vor dem Zusammenschluss mit dem französischen Konkurrenten Alstom steht und Umsatz und Ergebnis ebenfalls massgeblich verbessern konnte.

Dagegen zeichnet sich im Kraftwerksgeschäft weiterhin keine Entspannung ab. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis brachen im zweistelligen Prozentbereich ein. Siemens will mit Einsparungen dagegen steuern und 6100 Stellen abbauen, davon die Hälfte in Deutschland. Erst am Vortag hatte sich der Konzern mit der Gewerkschaft IG Metall auf einen Sanierungsplan geeinigt, der Werksschliessungen in Deutschland weitgehend vermeiden soll. Siemens erwartet in der Sparte bis zum Ende des Geschäftsjahres beträchtliche Kosten für den Personalabbau, hiess es aus München.

Beim Gewinn nach Steuern konnte Siemens im zweiten Quartal deutlich zulegen. Dabei profitierte der Konzern auch von einem Buchwerteffekt. So brachte Siemens seine Anteile an dem IT-Unternehmen Atos in den Siemens Pensionsfonds ein und erzielte dadurch einen Gewinn von 900 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern stieg daher von knapp 1,5 Milliarden auf 2 Milliarden Euro.

Für das Jahresergebnis zeigte sich Siemens optimistischer und erhöhte seine Prognose für das Ergebnis je Aktie. So erwartet der Konzern nun für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2017/18 bereinigt 7,70 Euro bis 8,00 Euro, nach zuvor 7,20 bis 7,70 Euro. Die Ergebnismarge im industriellen Geschäft soll weiterhin bei 11 bis 12 Prozent liegen, nach 11,1 Prozent im Vorjahr. Die Ergebnisprognosen sind dabei um Kosten für den geplanten Personalabbau bereinigt. Der Umsatz soll bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen leicht steigen./nas/kro/fba

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Siemens Healthineers

Siemens Healthineers verzeichnet im dritten Quartal weniger Gewinn

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat im dritten Quartal (per Ende Juni) weniger verdient als im Vorjahr. Negative Währungseffekte, Anlaufkosten für das Diagnostiksystem Atellica sowie Aufwendungen für einen kürzlich an Land gezogenen Automatisierungsauftrag lasteten auf dem Ergebnis. Nach Steuern sank der Gewinn daher im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 293 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Erlangen mitteilte. Bereinigt um Sondereffekte sank der Gewinn um 7 Prozent auf 334 Millionen Euro. Der Umsatz stagnierte wegen negativer Währungseffekte bei 3,3 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis erzielte Siemens Healthineers ein Plus von 5 Prozent.

30.07.2018 07:22

Die Jahresprognose für das bis 30. September laufende Geschäftsjahr bekräftigte die Siemens-Tochter, die im März an die Börse gegangen und vor Kurzem in den Technologiewerteindex TecDax aufgenommen worden war. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis um drei bis vier Prozent wachsen, die bereinigte Ergebnismarge zwischen 17 und 18 Prozent liegen. Im dritten Quartal betrug sie 16 Prozent./nas/jha/

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Siemens verdient operativ

Siemens verdient operativ mehr und blickt auf volle Auftragsbücher

(Ausführliche Fassung) - Der Elektrokonzern Siemens hat im dritten Quartal operativ mehr verdient. Das Ergebnis der industriellen Geschäfte stieg in den Monaten April bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Gedämpft wurde die Entwicklung von einem anhaltenden Gewinnrückgang im Kraftwerksgeschäft. Treiber bleibt hingegen die Digitalisierung.

02.08.2018 07:52

Unter dem Strich verdiente Siemens hingegen mit 1,2 Milliarden Euro 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Höhere Steuern sowie Kosten für den Personalabbau bei den Töchtern Siemens Gamesa und Siemens Healthineers waren unter anderem die Gründe dafür. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Vorbörslich stand die Aktie dennoch leicht unter Druck.

Der starke Euro bremste das Wachstum und belastete Auftragseingang und Umsatz. Der Umsatz sank daher um 4 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro, vergleichbar lag er auf Vorjahresniveau. Hier machten sich vor allem die Erlösrückgänge in der Kraftwerkssparte sowie bei der Windanlagentochter Siemens Gamesa, die unter einem anhaltenden Preisdruck leidet, bemerkbar.

Dagegen kann Siemens auf volle Auftragsbücher blicken: Die Auftragseingänge stiegen um 16 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro, was etwas mehr war, als Analysten geschätzt hatten. Dabei konnte die schwächelnde Kraftwerkssparte den Abwärtstrend stoppen und erstmals seit längerer Zeit wieder mehr Aufträge an Land ziehen.

Die Prognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr bekräftigte Siemens. So erwartet der Konzern bereinigt einen Gewinn je Aktie von 7,70 bis 8,00 Euro. Die Ergebnismarge im industriellen Geschäft soll weiter bei 11 bis 12 Prozent liegen, nach 11,1 Prozent im Vorjahr. Die Ergebnisprognosen sind dabei um Kosten für den geplanten Personalabbau bereinigt. Der Umsatz soll bereinigt um Währungseffekte und Zu- und Verkäufe leicht steigen.

Für das vierte Quartal erwartet Finanzvorstand Ralf Thomas höhere Kosten - unter anderem für die laufende Abspaltung des Zuggeschäfts, das mit der französischen Alstom zusammengelegt werden soll. Weiter geht der Manager von höheren Restrukturierungskosten aus. Siemens hatte für die schwächelnde Sparte einen Abbau von 6100 Stellen angekündigt und erwartet früheren Aussagen zufolge bis zum Ende des Geschäftsjahres beträchtliche Kosten dafür.

Bereits am Vorabend hatte der Konzern seine neue Strategie vorgelegt, mit der Siemens das Wachstum mittelfristig beschleunigen will. Das Unternehmen will Sparten zusammenlegen und sich künftig auf drei operative Bereiche konzentrieren. Den einzelnen Geschäften soll deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der Marke Siemens gegeben werden. Zudem setzte der Konzern den neuen Bereichen ehrgeizige Margenziele. In den drei neuen Sparten Gas & Power, Smart Infrastructure sowie Digital Industries sollen die bisherigen Bereiche Gebäudetechnik, Energiemanagement, das Kraftwerksgeschäft, grosse Teile des Bereichs Prozessindustrie und Antriebe sowie die Digitale Fabrik aufgehen.

Durch den Umbau ändern sich auch die Zuständigkeiten im Vorstand. Der bisherige Forschungsvorstand Roland Busch übernimmt künftig die Funktion eines Chief Operating Officers und zeichnet für Siemens Alstom verantwortlich. Die drei Chefs der neuen Sparten - Lisa Davies (Gas & Power), Cedrik Neike (Smart Infrastructure) sowie Klaus Helmrich (Digial Industries) sollen unverändert Mitglieder des Konzernvorstandes bleiben. Dabei hat der Siemens-Aufsichtsrat seine Absicht erklärt, den Vertrag mit Davis zu verlängern, der bis Ende Juli 2019 läuft. Entschieden wird darüber in der nächsten Sitzung im Herbst. Die Zuständigkeiten von Chef Joe Kaeser, Finanzvorstand Thomas sowie Michael Sen (Siemens Gamesa, Healthineers) bleiben unverändert./nas/zb/jha/

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Siemens-Chef dringt auf

Siemens-Chef dringt auf anhaltende Erneuerung des Konzerns

Siemens -Chef Joe Kaeser sieht den Industriekonzern weiter auf dem Weg der Wandlung. "Bei der Verbindung der realen mit der digitalen Welt sind wir heute die klare Nummer 1. Wir dürfen uns aber darauf nicht ausruhen, sondern müssen weitergehen und künftige Trends antizipieren", sagte der Manager "Euro am Sonntag". "Wir haben deshalb 14 Schlüsseltechnologien identifiziert, die wir für unser Geschäft in Zukunft als entscheidend erachten. Das geht von Blockchain über Robotik bis hin zu Simulationstechnologien."

14.10.2018 16:34

Angesichts des strauchelnden Erzrivalen General Electric (GE) sagte Kaeser, es sei "irritierend, eine Industrieikone so schnell in einer solchen Lage zu sehen". GE sei lange ein wichtiger Wettbewerber gewesen, aber die Situation habe sich gedreht. "Unsere Hauptwettbewerber sehen wir heute eher in hochspezialisierten Unternehmen etwa aus Asien, aber auch aus den USA."

Zu den aktuellen Problemen im Gasturbinengeschäft ergänzte Kaeser, sie hätten strukturelle Ursachen, die den gesamten Markt beträfen. "Um das in den Griff zu bekommen, sind harte Einschnitte und Anpassungen nötig."/he

(AWP)

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Kraftwerkssparte lässt

Kraftwerkssparte lässt Siemens-Gewinn sinken

(Ausführliche Fassung) - Die schwächelnde Kraftwerkssparte hat den Elektrokonzern Siemens auch im Schlussquartal belastet. Millionenschwere Kosten für den geplanten Personalabbau sowie ein anhaltender Ergebnisrückgang in dem Geschäft liessen die Gewinne bei Siemens zusammenschmelzen. Im Gesamtjahr (per 30. September) verdiente Siemens hingegen auch dank des Verkaufs seines Osram-Aktienpakets etwas mehr und will den Aktionären daher erneut eine höhere Dividende zahlen. Für das neue Geschäftsjahr kündigte Siemens mehr Gewinn an. Die operative Marge dürfte sich hingegen kaum vorwärts bewegen.

08.11.2018 09:10

Die Aktie stiegen zum Handelsstart rund 1 Prozent. Die Analysten von Barclays schrieben in einer ersten Reaktion: Die Geschäfte rund um die Digitalisierung entwickelten sich weiter gut, die Unternehmensprognosen für das neue Geschäftsjahr lägen aber unter der Konsensschätzung.

So erwartet Siemens für 2018/19 bereinigt um Kosten für Personalabbau eine Marge für das Industriegeschäft von 11 Prozent bis 12 Prozent und behält damit die Prognose aus dem Vorjahr bei. Im vergangenen Geschäftsjahr (per 30. September) hatte Siemens 11,3 Prozent erreicht, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der um Währungseffekte und Zu- und Verkäufe bereinigte Umsatz soll moderat zulegen. Beim Gewinn je Aktie erwartet das Management um Chef Joe Kaeser eine Zunahme auf 6,30 bis 7,00 Euro. Auch hier sind Kosten für Stellenabbau ausgeklammert. Im Vorjahr hatte Siemens auf vergleichbarer Basis 6,01 Euro verdient. Die geopolitischen Risiken hält der Konzern für "begrenzt" und erwartet ein günstiges Marktumfeld insbesondere für die kurzzyklischen Geschäfte.

Im Gesamtjahr erreichte der Konzern seine Ziele. Das Ergebnis des Industriegeschäfts sank dabei von 9,3 auf 8,8 Milliarden Euro, hauptverantwortlich waren die drastischen Gewinnrückgänge im Kraftwerksgeschäft, die durch steigende Ergebnisbeiträge in anderen Bereichen nicht aufgefangen werden konnten. Nach Steuern erhöhte sich der Gewinn geringfügig auf 6,1 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen auch vom Verkauf seines restlichen Aktienpakets an dem Lichtkonzern Osram.

Das Unternehmen will seinen Aktionären daher mit 3,80 Euro je Aktie eine um 0,10 Euro höhere Dividende zahlen. Zudem kündigte der Konzern mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Milliarden Euro bis 2021 ein weiteres Bonbon für die Aktionäre an.

Das vierte Quartal (per 30. September) war erheblich von Sonderbelastungen geprägt. Wie bereits von Finanzvorstand Ralf Thomas angekündigt, verbuchte Siemens hier mit gut 300 Millionen Euro einen Grossteil der Kosten für den angekündigten Stellenabbau in der Kraftwerkssparte. Siemens will wegen der schwachen Geschäfte tausende Arbeitsplätze streichen. Dazu fielen noch einmal 85 Millionen Euro für den Abbau von Arbeitsplätzen in der Antriebssparte an. Hinzu kamen mehr als doppelt so hohe Steuerzahlungen, die vor allem im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Zugsparte stehen. Der Konzerngewinn nach Steuern sank daher von gut 1,2 Milliarden auf 681 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis der Industriegeschäfte stagnierte bei gut 2,1 Milliarden Euro. Die Kraftwerkssparte rutschte durch die Sonderkosten in die Verlustzone. Aber auch ohne diese setzte sich der Gewinnrückgang in dem Geschäft fort. Etwas Licht zeigte sich dagegen bei den Auftragseingängen, die im Quartal zulegen konnten. Zweistellige Ergebniszuwächse erzielten hingegen die Zug- sowie die Digitalsparte.

Negative Währungseffekte bremsten das Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz des Konzerns. Das Neugeschäft stagnierte daher bei 23,7 Milliarden Euro, bereinigt um Wechselkurseffekte wäre es um 5 Prozent gewachsen. Der Umsatz legte um 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro zu. Die Zahlen lagen in etwa im Rahmen der Analystenerwartungen./nas/stk/mis

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Siemens-Chef Kaeser:

Siemens-Chef Kaeser: Zugfusion mit Alstom nicht um jeden Preis

Bei der geplanten Bahnfusion mit dem französischen Alstom -Konzern sieht Siemens -Chef Joe Kaeser nun die Wettbewerbsbehörden am Zug. Die Teams hätten ein "sehr ausgewogenes Konzept" vorgelegt, sagte der Manager am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal in München laut Redetext. Nun müssten die Wettbewerbsbehörden entscheiden. Es sei für alle Beteiligten gut, wenn die Fusion gelänge. "Wir werden sie aber nicht um jeden Preis suchen", sagte Kaeser.

30.01.2019 07:35

Die eigene Zugsparte sei wettbewerbsfähig. Und Siemens habe Optionen. Die EU-Kommission steht der geplanten Fusion äusserst kritisch gegenüber. Siemens und Alstom hatten Ende vergangener Woche weitere Zugeständnisse gemacht, um ihr Vorhaben doch noch durchzubringen. Allerdings verlautete aus Brüsseler Kreisen, dass auch dies der Wettbewerbsbehörde wohl nicht ausreicht.

Den Start in das neue Geschäftsjahr nannte Kaeser "gemischt". Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft sei "eher am unteren Rand unserer Planungen" ausgefallen./nas/jha/

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Siemens baut Kraftwerk für

Siemens baut Kraftwerk für Flüssiggasprojekt in Brasilien

Die angeschlagene Kraftwerksparte von Siemens hat ein Grossprojekt in Brasilien gewonnen. Der Münchner Technologiekonzern baut, betreibt und wartet im Bundesstaat Rio de Janeiro ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 1,3 Gigawatt, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Damit könne eine Stadt mit bis zu vier Millionen Einwohnern mit Energie versorgt werden. Mit dem Bau sei bereits im vergangenen Jahr begonnen worden. Die Anlage soll Anfang 2021 in Betrieb gehen.

03.04.2019 15:39

Das Kraftwerk ist Teil eines Gesamtprojekts, bei dem im Hafen von Acu Flüssiggas in Energie umgewandelt wird. Siemens ist neben dem brasilianischen Logistikunternehmen Pruma und dem Mineralölkonzern BP mit einem Drittel an der Projektgesellschaft GNA beteiligt. Das gesamte Projektvolumen umfasse eine Milliarde Euro, von denen rund die Hälfte an Siemens gehe, hiess es.

Das Geschäftsmodell, bestehend aus der Beteiligung sowie dem Bau- und Wartungsauftrag, soll dazu beitragen, die Probleme der Kraftwerksparte anzugehen. "Unser Engagement bei GNA unterstreicht unser Bekenntnis zu neuen Geschäftsstrategien, mit denen wir die sich weiter entwickelnden Anforderungen eines herausfordernden Energiemarktes adressieren", teilte die Chefin der Kraftwerksparte, Lisa Davis, mit. Wegen Überkapazitäten und dem Trend hin zu erneuerbaren Energien steckt der Bereich derzeit in der Krise./maa/DP/fba

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Siemens + General Electric im Irak (15 Milliarden USD-Auftrag)

Siemens + General Electric kämpfen um einen riesigen Grossauftrag im Irak (ca. 15 Milliarden (!) US-Dollar):

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wie-siemens-und-ge-um-den-irak-kaempfen

Da werden wohl beide stark profitieren...

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Siemens erhält Auftrag für 20

Siemens erhält Auftrag für 20 Lokomotiven von SBB Cargo

Das Güterverkehrsunternehmen SBB Cargo International hat zusammen mit der SüdLeasing GmbH bei Siemens 20 Lokomotiven bestellt. Die Zugmaschinen vom Typ Vectron MS werden von SBB Cargo International bei SüdLeasing über ein langfristiges Mietkonzept mit flexibler Laufzeit angemietet. Finanzielle Details werden keine genannt.

22.07.2019 15:20

Die Lokomotiven seien für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor vorgesehen, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Gebaut werden die Lokomotiven den Angaben nach im Siemens-Mobility-Werk in München-Allach. Der geplante Auslieferungszeitraum erstrecke sich von Ende 2019 bis Mitte 2020.

Damit sollen der SBB Cargo die Lokomotiven zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels (CBT) im Dezember 2020 zur Verfügung stehen, hiess es weiter. Ferner habe SBB Cargo bei Siemens Mobility eine Option für 20 weitere Fahrzeuge erworben.

sta/cf

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Zyndicate
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Konflikt um Kohlemine:

Konflikt um Kohlemine: Fridays for Future protestiert gegen Siemens

Aktivisten von Fridays for Future wollen am Freitag auch in Hannover gegen die umstrittene Lieferung von Siemens -Technik für ein Kohlebergwerk in Australien demonstrieren. Die Organisatoren schliessen sich damit Protesten in zahlreichen anderen Städten an. Vor der Konzernzentrale in München sind ebenfalls Kundgebungen geplant, in Niedersachsen unter anderem am Opernplatz in Hannovers Zentrum und später vor dem Siemens-Standort in Laatzen. "Siemens rühmt sich damit, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen, und unterstützt im selben Atemzug den Bau einer Kohlemine", hiess es in einer Mitteilung von Fridays for Future Hannover. "Wir fordern Siemens-Chef Joe Kaeser auf, die Beteiligung zu beenden."

10.01.2020 11:47

Am Freitag wollte sich Kaeser mit Luisa Neubauer von der Klimaschutzbewegung treffen. Hintergrund der Debatte ist ein Auftrag zur Lieferung einer Zugsignal-Anlage für eine geplante riesige Kohlemine in Australien. Klimaschützer fordern von Siemens, auf das Geschäft zu verzichten. Nach Protesten hatte Konzernchef Kaeser im Dezember angekündigt, den Auftrag prüfen zu wollen. Aus dem Unternehmen hiess es zu dem bevorstehenden Gespräch mit Neubauer: "Wir nehmen das Thema sehr ernst und nehmen uns die notwendige Zeit, unterschiedliche Perspektiven zu hören und zu diskutieren."/jap/DP/mis

(AWP)

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Siemens hält trotz Kritik an

Siemens hält trotz Kritik an Kohlegeschäft in Australien fest

Siemens hält trotz heftiger Kritik von Umweltverbänden und Umweltschützern an einem Signaltechnik-Auftrag für eine umstrittene Kohlemine in Australien fest.

13.01.2020 06:44

"Wir müssen unsere vertraglichen Verpflichtungen erfüllen", schrieb Vorstandschef Joe Kaeser nach einer ausserordentlichen Vorstandssitzung am Sonntagabend auf Twitter. "Wir dürfen kein Unternehmen sein, auf das sich die Kunden nicht verlassen können." Zudem würde die Mine auch ohne Siemens-Technik gebaut.

Der Industriekonzern aus München liefert dem indischen Energiekonzern Adani damit wie bestellt Signaltechnik für die Bahnstrecke, auf der die Kohle aus der "Carmichael"-Mine über Hunderte Meilen zum Hafen transportiert werden soll.

Siemens-CEO trifft Klimaaktivistin

Kaeser hatte sich am Freitag mit der deutschen Klima-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen und danach erklärt, die Entscheidung für den Auftrag über das Wochenende noch einmal zu überdenken. "Wir sind weit davon weg, perfekt zu sein. Und wir hätten im Vorhinein klüger sein sollen, was dieses Projekt betrifft", schrieb Kaeser in einer ausführlichen Stellungnahme, die Siemens am Sonntag im Internet veröffentlichte. "Wenn das mein Unternehmen wäre, hätte ich womöglich anders gehandelt, obwohl klar ist, dass es nicht von der Installation unseres Signalsystems - das die bestehende Strecke sicherer macht - abhängt, ob die Kohlemine gebaut wird oder nicht."

Schliesslich hätten sich auch andere Firmen um den Auftrag beworben. Adani will die dort gewonnene Kohle nutzen, um Kraftwerke in Indien zu befeuern. Der Auftrag bringt Siemens 18 Millionen Euro.

Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" hatte Siemens aufgefordert, den Auftrag zu stornieren. Auch die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg appellierte am Wochenende an Siemens, "die einzig richtige Entscheidung zu treffen". Die seit Wochen tobenden Buschbrände in Australien hatten die Debatte um die Kohlemine verschärft. Die Feuer werden auch auf die globale Erwärmung zurückgeführt, für die der Ausstoss von Kohlendioxid (CO2) mitverantwortlich gemacht wird. Kohlekraftwerke gelten deshalb als besonders umweltschädlich.

Kaeser will Vetorecht gegen Umweltsünden

Als Konsequenz aus dem Sturm der Entrüstung will Siemens künftig grösseres Augenmerk auf die Folgen seines Tuns für die Umwelt legen. Der existierende Nachhaltigkeits-Ausschuss des Konzerns soll dazu ein Vetorecht gegen die Beteiligung von Siemens an Projekten wie dem in Australien bekommen. Erstmals sollen auch externe Mitglieder in das Gremium einziehen.

Kaeser hatte Neubauer am Freitag einen Posten im Aufsichtsrat der Energie-Sparte von Siemens oder einem anderen Gremium angeboten - doch die Aktivistin lehnte ab: "Ich wäre in dieser Position nicht mehr in der Lage, Siemens unabhängig zu kommentieren."

Kaeser verwies in seiner Stellungnahme darauf, dass nicht nur die australischen Wähler und die Regierung, sondern auch die höchsten Gerichte des Landes und die indigenen Völker in der Region das Carmichael-Projekt befürwortet hätten. Der Siemens-Chef zitierte aus einem Brief des zuständigen Ministers Matthew Canavan: "Sich dem Druck der Anti-Adani-Protestierer zu beugen, wäre eine Beleidigung für die arbeitenden Bürger Australiens und für die wachsenden Bedürfnisse Indiens." 

(Reuters)

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Proteste in einem guten

Proteste in einem guten Dutzend Städten gegen Siemens geplant

Nach der Entscheidung von Siemens , an der Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien festzuhalten, plant Fridays for Future für diesen Montag Proteste in zahlreichen deutschen Städten. Am Morgen fanden sich auf der deutschen Homepage der Klimabewegung zwölf Veranstaltungen. Eine weitere war am Hauptsitz des Konzerns in München geplant, wie eine lokale Sprecherin von Fridays for Future sagte.

13.01.2020 09:49

Die Liste könnte sich noch um einzelne Veranstaltungen verlängern, sagte eine andere Sprecherin von Fridays for Future Deutschland. Sie rechnete allerdings nicht damit, dass die einzelnen Proteste sehr gross ausfallen würden. Dafür seien sie zu spontan geplant worden.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am späten Sonntagabend via Twitter mitgeteilt, dass der Konzern an der Lieferung der Zugsignalanlage festhalten werde. Er begründete dies unter anderem damit, dass Siemens zu seinen vertraglichen Pflichten stehen müsse. Noch am Freitag hatte sich der Manager mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Diese kritisierte die Entscheidung am Sonntagabend als "unentschuldbaren Fehler".

Ihr Mitstreiter Nick Heubeck kündigte im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk an: "Der Protest wird auf jeden Fall weitergehen." Auch bei der Hauptversammlung von Siemens am 5. Februar in München werde es Demonstrationen geben. "Siemens muss sich bewusst sein, und das soll auch ein Zeichen an die anderen Unternehmen in Deutschland sein, dass man eben nicht öffentlich zu Klimaschutz stehen kann und dann trotzdem Entscheidungen treffen kann, die nicht in dieses Jahrhundert passen", sagte er./ruc/DP/eas

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Siemens Gamesa enttäuscht mit

Siemens Gamesa enttäuscht mit Umsatzrückgang und Verlust im ersten Quartal

Der Windenergieanlagenbauer Siemens Gamesa hat im ersten Quartal schlechter abgeschnitten als Experten erwartet hatten. Der Umsatz sei vorläufigen Berechnungen zufolge um 12 Prozent zum entsprechenden Vorjahreswert auf 2 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am späten Mittwochabend in Zamudio mit. Unter dem Strich stand ein Verlust von 174 Millionen Euro (Vorjahr: +18). Auch operativ verzeichnete das Unternehmen ein Minus nach einem Plus im Jahr zuvor.

30.01.2020 06:39

Siemens Gamesa machte für die Entwicklung spürbare und unvorhersehbare einmalige Abschreibungen von 150 Millionen Euro bei fünf Onshore-Projekten vor allem in Norwegen verantwortlich. Ungünstige Strassenverhältnisse und ein früher Wintereinbruch hätten zu Verzögerungen bei den Projekten geführt.

Das Unternehmen senkte seine Erwartungen an die bereinigte Ebit-Marge im laufenden Jahr von zuvor 5,5 bis 7 Prozent auf 4,5 bis 6 Prozent. Das vollständige Zahlenwerk soll am 4. Februar vorgestellt werden./he

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Siemens Healthineers will

Siemens Healthineers will noch profitabler werden

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers will im laufenden Geschäftsjahr deutlich profitabler werden. Der Gewinn pro Aktie, bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte, solle um sechs bis zwölf Prozent im Vergleich zu 2019 steigen, kündigte Siemens Healthineers anlässlich der Hauptversammlung am Mittwoch in München an.

12.02.2020 11:27

2021 und 2022 sollen der Umsatz um jeweils mehr als fünf Prozent und das Ergebnis je Aktie um jeweils rund zehn Prozent zulegen. Der Vorstand hatte der Hauptversammlung vorgeschlagen, schon für 2019 die Dividende um 14 Prozent auf 0,80 Euro pro Aktie zu erhöhen.

Siemens Healthineers erzielte im Geschäftsjahr 2019 (30. September) mit weltweit 52 000 Beschäftigten einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr beschloss das Unternehmen Investitionen von 400 Millionen Euro, schwerpunktmässig am Standort Deutschland.

Siemens Healthineers hatte sich durch einen Börsengang im Frühjahr 2018 teilweise vom Siemens-Konzern gelöst. Die Siemens AG ist aber weiter Hauptaktionär mit 85 Prozent der Anteile. Das Unternehmen stellt technische Geräte und Lösungen für Ärzte und Krankenhäuser her - vom Röntgenapparat bis zu hochkomplexen Anlagen für OP-Säle./dm/DP/fba

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Stühlerücken bei Siemens -

Stühlerücken bei Siemens - Energie-Chef geht

Paukenschlag bei Siemens: Gut ein halbes Jahr vor dem geplanten Börsengang der Energie-Sparte muss deren designierter Chef gehen.

20.03.2020 06:18

Michael Sen werde das Unternehmen ebenso wie sein Finanzvorstand Klaus Patzak "im gegenseitigen Einvernehmen" verlassen, teilte der Konzern am Donnerstagabend überraschend mit. Hintergrund ist laut Unternehmenskreisen ein seit längerem schwelender Streit über die Umstände der Abspaltung von Siemens Energy. Zugleich wird der Abschied von Joe Kaeser von der Spitze des Münchner Industriekonzerns konkreter: Sein Stellvertreter Roland Busch soll den Chefposten spätestens zur Hauptversammlung am 3. Februar 2021 übernehmen. Er übernimmt schon im Oktober die wichtigsten Zuständigkeiten von Kaeser und wird dann der neue starke Mann bei Siemens.

Kaeser soll Aufsichtsratschef von Siemens Energy werden. Anstelle von Sen übernimmt dort zum 1. Mai der Linde-Manager Christian Bruch die Führung. Am Zeitplan für die Abspaltung des Energiegeschäfts ändere sich dadurch nichts, betonte der Konzern: Siemens Energy soll im September an die Börse gehen.

Eigentlich sollte die endgültige Entscheidung über Kaesers Nachfolge erst im Sommer fallen. "Ich bin sehr froh, dass der Siemens-Aufsichtsrat mit den heute getroffenen Entscheidungen sowohl das Leadership Team der Siemens Energy massgeblich stärken wird als auch den Nachfolgeprozess an der Spitze der Siemens AG noch schneller als ursprünglich geplant entschieden hat", sagte Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe. Kaeser hatte lange damit geliebäugelt, seinen Anfang 2021 auslaufenden Vertrag doch noch zu verlängern, und damit Busch auf die Folter gespannt.

Snabe machte klar, dass Busch, bisher Technologie-Vorstand, der Richtige für einen Konzern sei, der sich auf die Industrie-Automatisierung (Digital Industries) und die Bautechnik (Smart Infrastructure) konzentrieren will. "Er vereint unternehmerische Weitsicht, Nähe zu den Kunden und ein tiefes Verständnis all der Technologien, die Siemens erfolgreich gemacht haben und auf die es in Zukunft ankommen wird", sagte der ehemalige SAP-Chef.

Suche nach Alternative

Warum Sen und Patzak abrupt gehen, liess Snabe offen. Dass Bruch bereits in sechs Wochen anfängt, deutet darauf hin, dass man sich schon länger um einen Ersatz für Sen bemüht hatte. Der Streit um die Bedingungen für die Abnabelung der riesigen, aber renditeschwachen Energiesparte war zuletzt immer stärker nach aussen gedrungen. Reuters hatte von Insidern erfahren, dass der Konzern seinen Anteil bereits zum Börsengang nur noch rund 30 Prozent an Siemens Energy halten sollte. "Sen wollte möglichst viel Beinfreiheit", sagte einer der Insider. Kaeser und Busch hätten dagegen zunächst weniger Anteile abgeben wollen. Uneins war man sich auch darüber, wie viel die renditeschwache Energie-Sparte für die Nutzung der Markenrechte und der Konzern-IT pro Jahr bezahlen sollte.

Der 50-jährige Bruch ist beim Industriegase-Konzern Linde bisher für die Anlagenbau-Sparte verantwortlich, die nach der Fusion mit dem US-Rivalen Praxair an Bedeutung verloren hat. Er gehört zugleich dem obersten Führungsgremium von Linde an. Der promovierte Maschinenbauer arbeitet seit 2004 für den Konzern. Um die Finanzen von Siemens Energy kümmert sich ab 1. Mai Maria Ferraro. Die 46-Jährige hat den gleichen Posten bisher in der erfolgreichen Sparte Digital Industries inne.

Kaesers Berufung zum Aufsichtsratschef von Siemens Energy hatte sich abgezeichnet. Der 62-Jährige, der Siemens seit 2013 führt, hatte eigentlich geplant, nach der vorgeschriebenen Wartezeit von zwei Jahren den Aufsichtsratsvorsitz der Siemens AG zu übernehmen. Doch daran stiessen sich wichtige Investoren in zunehmendem Masse. Für Siemens Energy gilt die Wartefrist nicht. 

(Reuters)

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