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Amazon baut in Leipzig

Amazon baut in Leipzig befristete Stellen ab

Beim Internetversandhändler Amazon in Leipzig sollen künftig weniger als 1500 Menschen arbeiten. Das habe der Arbeitgeber am vergangenen Freitag bei einer Betriebsversammlung verkündet, sagte Thomas Schneider von der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" über den Stellenabbau berichtet.

04.04.2019 12:25

Verdi beobachte bereits seit zwei Jahren, dass der Konzern seine Belegschaft reduziert, sagte Schneider. Anfang 2017 hätten 1950 Menschen beim Versandhändler gearbeitet, zu Beginn dieses Jahres seien es noch 1580 gewesen. Teilweise werde Druck auf Beschäftigte ausgeübt zu kündigen, so der Gewerkschaftssekretär. Amazon dementierte dies.

Von einem Personalabbau könne keine Rede sein, sagte Amazon-Sprecher Michael Schneider. "Das Logistikzentrum in Leipzig hat ein festes und eingespieltes Team von rund 1500 Mitarbeitern. Daran wird sich nichts ändern." Allerdings liefen befristete Verträge teilweise aus.

Derzeit investiere Amazon mehr als fünf Millionen Euro in ein neues Hochregallager, sagte der Unternehmenssprecher. Die damit verbundene Erweiterung des Sortiments ziehe aber keine Zunahme von Kündigungen oder Aufhebungsverträgen nach sich./trh/DP/fba

(AWP)

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Amazon gibt Marktplatz

Amazon gibt Marktplatz-Angebot in China auf

Der Online-Händler Amazon will sein Angebot in China einschränken.

18.04.2019 04:07

Amazon werde den sogenannten Marktplatz aufgeben, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Damit werden Kunden in China nicht mehr über Amazon Waren von Drittanbietern beziehen können.

Der US-Konzern werde in den kommenden 90 Tagen Dienstleistungszentren schließen und die Zusammenarbeit mit chinesischen Verkäufern verringern, die ihre Waren in China anbieten. Amazon weicht damit offenbar der Dominanz der chinesischen Online-Händler Alibaba und JD.com. Nach einer Untersuchung der Verbraucher-Analysten von iResearch Global beherrschen die chinesischen Firmen knapp 82 Prozent des Online-Handels in der Volksrepublik.

(Reuters)

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Korr: Amazon-Beschäftigte

Korr: Amazon-Beschäftigte erneut zu Warnstreik in Leipzig aufgerufen

(Warnstreik statt Streik an mehreren Stellen.) - Die Gewerkschaft Verdi hat Amazon -Beschäftigte in Leipzig erneut zum Warnstreik aufgerufen. Beginnend um Mitternacht sollen Beschäftigte am Dienstag für 24 Stunden ihre Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte. "Das Geschäft von Amazon funktioniert, weil wir eine gute Infrastruktur haben. Amazon nutzt alle Vorteile auch zu Lasten der Beschäftigten. Denn branchenübliche Tarifbedingen werden den Beschäftigten von Amazon verweigert", teilte der Verdi-Verhandlungsführer für den Einzel- und Versandhandel, Jörg Lauenroth-Mago, mit. Amazon war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

11.06.2019 07:04

Verdi versucht seit rund sechs Jahren, Tarifverhandlungen beim US-Versandriesen durchzusetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der Online-Händler hat in Deutschland rund ein Dutzend Warenlager und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13 000 Festangestellte.//mni/awr/DP/stk

(AWP)

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Greenpeace protestiert gegen

Greenpeace protestiert gegen Vernichtung von Online-Retouren

Die Umweltorganisation Greenpeace hat beim Online-Händler Amazon in Winsen (Landkreis Harburg) gegen die Vernichtung zurückgesendeter neuer Waren protestiert. Die Aktivisten seien am Sonntagabend auf das Gebäude geklettert und hätten aus Versandkartons einen 27 Meter langen Schriftzug "Für die Tonne" errichtet.

14.07.2019 20:39

Anlass für den Protest ist die Aktion "Prime-Day" am Montag und Dienstag mit Sonderangeboten für Amazon-Kunden, sagte Viola Wohlgemuth von Greenpeace. "Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen."

Greenpeace zufolge gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder würde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet./ken/DP/fba

(AWP)

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Amazon will in Deutschland

Amazon will in Deutschland mehr als 2800 Stellen schaffen

Amazon will in seinen bundesweit über 35 Standorten in Deutschland bis Ende 2019 mehr als 2800 neue, unbefristete Arbeitsplätze schaffen. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter auf deutlich über 20 000, kündigte der amerikanische Online-Händler am Sonntag an. Ebenfalls für dieses Jahr sei die Eröffnung des 13. Logistikzentrums in Mönchengladbach geplant. Deutschland-Chef Ralf Kleber wirbt mit "exzellenter Bezahlung, hervorragenden Karrieremöglichkeiten und attraktiven Zusatzleistungen". Das Unternehmen liegt seit Jahren im Clinch mit der Gewerkschaft Verdi, die eine Tarifbindung bei Amazon erstreiten will.

14.07.2019 14:25

Amazon suche "Menschen, die sich für digitale Innovationen begeistern und Neues erfinden möchten". Ansprechen möchte das Unternehmen sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fachkräfte, etwa Software-Entwickler, Sprachwissenschaftler und IT-Spezialisten. Die Arbeitsplätze entstünden vor allem an bestehenden und neuen Logistikstandorten, wo Mitarbeiter mid modernster Technologie arbeiten, hiess es.

Seit Jahren befindet sich der Online-Riese im Streit mit der Gewerkschaft Verdi, die erst vor rund vier Wochen in Leipzig wieder zum Streik aufgerufen hatte. Die Gewerkschaft fordert in zähen Kämpfen Tarifverhandlungen, denen sich das US-Unternehmen strikt verweigert - und auf seine "gute Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen" verweist.

Während Verdi von dem Online-Händler die Bezahlung nach den Tarifen des Einzelhandels einfordert, sieht sich Amazon dagegen als reiner Logistiker. Amazon bezahlt seinen Mitarbeitern in den Logistikzentren in Deutschland nach eigenen Angaben mindestens 10,78 Euro brutto die Stunde. Nach zwei Jahren gebe es im Schnitt ein Monatsgehalt von 2397 Euro inklusive weiterer Extras wie betriebliche Altersversorgung und subventionierte Kantinen. Laut Lohnspiegel der Hans Böckler Stiftung verdient eine Verkäuferin im Einzelhandel mit Tarifbindung im Schnitt 2050 Euro./gri/DP/fba

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Ortlieb setzt sich im Streit

Ortlieb setzt sich im Streit mit Amazon um Markennutzung durch

Markenhersteller müssen die irreführende Verwendung ihres Namens in Anzeigen des Internet-Händlers Amazon bei Google nicht hinnehmen. Der Anbieter von wasserdichten Fahrradtaschen, Ortlieb, setzte sich jetzt im Rechtsstreit mit Amazon in letzter Instanz durch. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies am Donnerstag die Revision des Internet-Riesen gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München zurück. (Az. I ZR 29/18).

25.07.2019 12:36

Der Mittelständler aus dem fränkischen Heilsbronn sieht in der Verlinkung von Anzeigen mit gemischten Angebotslisten auch anderer Hersteller zu Recht eine Verletzung der Marke Ortlieb, entschied der für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat. Die Marke werde irreführend verwendet, denn die Kunden erwarteten nach Überzeugung des Gerichts beim Anklicken der Anzeige ausschliesslich Angebote von Ortlieb, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Koch.

Ortlieb-Vertriebsleiter Martin Esslinger äusserte sich zufrieden über das Urteil. "Das ist allgemein für Marken eine richtungsweisende Entscheidung", sagte er. "Es geht für uns darum, unsere Markenhoheit in der Hand zu behalten."

Amazon teilte mit, die Entscheidung des BGH anzuerkennen. "Wie andere Unternehmen auch, nutzen wir unser Anzeigenmarketing, um die relevantesten Produkte zu präsentieren, die wir in unseren Stores anbieten - damit unsere Kunden die Produkte finden, die sie begeistern."

Der Sportartikelhersteller Ortlieb bietet wasserdichte Fahrradtaschen, Rucksäcke und andere Freizeitausrüstung an. Das Unternehmen setzt auf ein selektives Vertriebssystem im Fachhandel. Die autorisierten Fachhandelspartner dürfen Ortlieb-Produkte nicht über allgemeine Internet-Marktplätze verkaufen.

Der Mittelständler wehrte sich mit der Klage dagegen, dass bei Eingabe der Suchbegriffe "Ortlieb Fahrradtasche", "Ortlieb Gepäcktasche" oder "Ortlieb Outlet" eine Amazon-Anzeige bei Google erscheint, die auf eine "Riesenauswahl an Sportartikeln" verweist. Beim Anklicken gelangt der Internetnutzer auf eine Angebotsliste mit Artikel von Ortlieb und zahlreichen Konkurrenten.

Nach der BGH-Entscheidung darf ein Händler eine Marke in der Werbung für ein Produktsortiment verwenden, auch wenn er Konkurrenzprodukte anbietet. Nicht erlaubt sei aber die irreführende Gestaltung einer Anzeige, so dass Kunden durch eine ausgebeutete Werbewirkung der Marke auch zu Fremdprodukten geleitet werden, sagte Koch.

In der Verhandlung hatte der Amazon-Anwalt vergeblich mit einem Kaufhausvergleich argumentiert. Wenn dort jemand nach Schuhen etwa von Adidas frage, schicke der Verkäufer ihn auch zu einem Regal, in dem Schuhe verschiedener Hersteller stehen.

Ortlieb und Amazon hatten sich bereits vor einigen Monaten vor dem BGH gegenübergestanden. Damals ging es um die Suche nach Produkten direkt auf der Internetseite von Amazon. Auch da wollten die Franken nicht gemeinsam in Angebotslisten mit Konkurrenten erscheinen. Der BGH verwies die Sache zurück zum OLG nach München, wo Ortlieb unterlag. Anders als im aktuellen Fall war keine Werbeanzeige bei Google dazwischengeschaltet. "Das ist der entscheidende Unterschied", sagte Koch./moe/DP/jha

(AWP)

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Amazon steigert Gewinn -

Amazon steigert Gewinn - enttäuscht aber die Erwartungen

(Ausführliche Fassung) - Der brummende Internethandel und florierende Cloud-Dienste haben Amazon erneut zu mehr Gewinn verholfen. Ein starker Anstieg der Ausgaben sorgte im zweiten Quartal allerdings dafür, dass der grösste Online-Händler der Welt nicht an die glänzenden Zahlen der Vorquartale anknüpfen konnte. Verglichen mit dem Vorjahreswert nahm der Überschuss um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) zu. Das teilte der Konzern von Tech-Milliardär Jeff Bezos am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

26.07.2019 06:32

Damit blieb das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen der Finanzexperten. Nach einer Serie von vier Quartalen mit Rekordgewinnen reagierten Anleger zunächst enttäuscht und liessen die Aktie nachbörslich um gut zwei Prozent fallen. Der Kurs hat seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 30 Prozent zugelegt, so dass die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen günstig wäre.

Amazon verzeichnete einen kräftigen Kostenanstieg um 21 Prozent auf 60,3 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits angekündigt, im zweiten Quartal 800 Millionen Dollar für den Ausbau der Lieferlogistik in die Hand zu nehmen. Amazon will Zustellungen innerhalb von 24 Stunden für Kunden seines "Prime"-Services zum Standard machen - zunächst in Nordamerika und dann weltweit. Für diesen logistischen Kraftakt sind allerdings erst einmal hohe Investitionen erforderlich.

Auch der Ausblick auf das laufende Quartal liess aus Sicht der Aktionäre zu wünschen übrig. Amazon stellte einen Betriebsgewinn zwischen 2,1 Milliarden und 3,1 Milliarden Dollar in Aussicht - Analysten hatten mit deutlich mehr gerechnet. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 3,7 Milliarden Dollar betragen. Beim Umsatz peilt Amazon im laufenden Vierteljahr einen Anstieg auf 66 Milliarden bis 70 Milliarden Dollar an.

Im abgelaufenen Quartal kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 63,4 Milliarden Dollar. Das lukrative Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Netz läuft rund, allerdings flaut das Wachstum weiter ab. Amazons gefragte Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, steigerte die Einnahmen um 38 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Auch das war jedoch trotz des starken Anstiegs deutlich weniger als von Experten erwartet./hbr/DP/zb

(AWP)

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Amazon klemmt bald 'Dash'

Amazon klemmt bald 'Dash'-Bestellknöpfe ab

(Ausführliche Fassung) - Amazons "Dash"-Bestellknöpfe zum schnellen Nachordern von Alltagsartikeln werden in wenigen Wochen zu einem wertlosen Stück Plastik. Der Online-Händler klemmt sie zum 31. August weltweit ab. Dagegen bleiben die virtuellen "Dash"-Buttons, die man sich auf der Amazon -Website oder in der App einrichten kann, oder der automatische "Dash"-Nachbestelldienst in Geräten weiterhin aktiv, betonte der Konzern am Donnerstag.

02.08.2019 06:36

Amazon hatte den Verkauf neuer Bestell-Knöpfe bereits im März eingestellt. Damals hiess es noch: "Wenn man jetzt einen "Dash"-Button zu Hause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig." Nun erklärte Amazon aber, seit dem Verkaufsstopp habe die Nutzung der Hardware-Buttons "signifikant nachgelassen". Die Abschaltung der physischen Knöpfe sei die "natürliche Weiterentwicklung" des "Dash"-Programms: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen."

Für Deutschland hat die Entscheidung eine zusätzliche Brisanz. Amazon hatte im Januar in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen um die Knöpfe verloren. Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Online-Handel verstosse, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten. Die Buttons, die an eine Türklingel erinnern, haben nur das Logo des Anbieters eines Produkts und den Knopf, der eine Bestellung auslöst.

Amazon hatte die Buttons 2016 nach Deutschland gebracht. Zum Stopp des Verkaufs waren es rund 70 für diverse Artikel wie Waschmittel, Windeln, Kondome, Kaffee oder Kosmetik. Bastler funktionierten die Knöpfe aber zum Teil auch um, so dass sie damit zum Beispiel vernetzte Lampen im smarten Zuhause steuern konnten. Die speziell für solche Anwendungsfälle gedachte Version des Knopfs für Entwickler - der "AWS IoT Button" - wird weiter angeboten./so/DP/zb

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Amazon setzt stärker auf TV

Amazon setzt stärker auf TV-Bedienung per Sprache

Amazon macht den nächsten Schritt im Kampf der Tech-Schwergewichte um die Schlüsselrolle auf dem heimischen Fernseher und will in mehr Fällen die TV-Fernbedienung durch Sprachbefehle ablösen. Am Rande der Technik-Messe IFA in Berlin wurde ein erstes TV-Gerät der Marke Grundig vorgestellt, bei dem die Mikrofone für Amazons Sprachassistentin Alexa direkt integriert sind.

05.09.2019 06:36

Von Amazon selbst gibt es die Streaming-Box Fire TV Cube mit eingebauten Mikrofonen. Sie kommt im Oktober in Deutschland auf den Markt. "Wir glauben, dass der Stimme die Zukunft im Wohnzimmer gehört", sagte der zuständige Amazon-Manager Marc Whitten.

Zugleich schränkte er ein, dass Amazon die Fernbedienung nicht komplett abschaffen wolle - in einigen Situationen werde sie die bessere Lösung sein. Man könne zwar auch durch Menüs oder Listen mit Kommandos wie "Alexa, weiter nach rechts" kommen - "aber in dieser Situation würde ich empfehlen, nach der Fernbedienung zu greifen".

Die deutsche Traditionsmarke Grundig, die dem türkischen Arçelik-Konzern gehört, wurde zum weltweit ersten Anbieter eines Fernsehers mit eingebauten Alexa-Mikrofonen. Bei Grundig habe man sich zwar auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Marke schneller austauschbarer wird, wenn die Bedienung eines Fernsehers an Alexa und Amazon abgetreten wird, sagte der zuständige Manager Mario Vogl. "Aber die Geschwindigkeit, die wir uns mit einem globalen digitalen Player holen, war für uns entscheidend." Diese Abwägung könne zwar bei einzelnen Firmen unterschiedlich ausfallen. "Aber ich denke, viele mittelgrosse Hersteller, wie wir einer sind, haben die Frage so beantwortet."

Grundig setzte die unverbindliche Preisempfehlung für den Alexa-Fernseher mit OLED-Display bei rund 1300 Euro an - und für 100 Euro weniger gibt es eine Version ohne die eingebauten Mikrofone. Zugleich hat die Marke auch diverse Hausgeräte im Angebot, in denen Alexa ebenfalls zum Einsatz kommen könnte.

Ein weiterer neuer TV-Partner in Deutschland ist Media Saturn - als Betreiber der Elektronik-Märkte Media-Markt und Saturn eigentlich ein erbitterter Wettbewerber des Amazon-Konzerns. Die Media-Saturn-Eigenmarke ok. wird aber Anfang kommenden Jahres einen Fernseher mit integrierter Fire-TV-Plattform auf den Markt bringen. Die Kunden fragten danach, sagte Eigenmarken-Chef Karsten Sommer.

Amazon hat mit der Kombination aus seinen vernetzten Echo-Lautsprechern und Alexa eine neue Gerätekategorie etabliert. Inzwischen sind unter anderem auch Google mit seinem Assistant und Apple mit Siri auf Aufholjagd. Bei den meisten Fire-TV-Geräten kann Alexa bisher meist über ein Mikrofon auf der Amazon-Fernbedienung ausgelöst werden. Ein grosser Konkurrent ist Apple. Der iPhone-Konzern hat schon seit mehr als zehn Jahren die Streaming-Box Apple TV im Angebot und bringt inzwischen seine Inhalte-Plattform auch in TV-Geräte mehrerer grosser Hersteller.

Amazon habe kein Problem damit, wenn die Fire-TV-Funktionalität in in Fernsehgeräte wandert und der Konzern damit weniger eigene Streaming-Boxen und -Sticks verkauft, sagte Whitten. "Ich betrachte Fire TV inzwischen mehr als einen Service." Bedienung per Sprache sei zum Beispiel sinnvoll, damit man sich nicht mehr merken müsse, auf welchem Kanal ein Fernsehsender einprogrammiert wurde oder welche Staffel einer Serie bei welchem Streaming-Anbieter verfügbar ist. Fire TV wähle dabei immer die günstigste Option für den Kunden, auch wenn der Inhalt dann nicht von Amazons hauseigener Plattform komme, versicherte Whitten./so/DP/zb

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Amazon startet

Amazon startet Klimainitiative - 100 000 Elektro-Lieferwagen bestellt

Der US-Konzern Amazon hat sich zu ambitionierten Klimazielen verpflichtet und die Bestellung von 100 000 Elektro-Lieferwagen für die Paketzustellung bekanntgegeben. Mit der Initiative "Climate Pledge" will das Unternehmen seine Emissionen abbauen oder kompensieren, um bis 2040 klimaneutral zu sein, erklärte Amazon-Gründer Jeff Bezos am Donnerstag in Washington. Bezos will dafür werben, dass sich auch andere Grossunternehmen der Initiative abschliessen. Wenn Amazon mit viel Infrastruktur und der Auslieferung von rund zehn Milliarden Paketen im Jahr solche Klimaziele erreichen könne, "dann kann es jede Firma", sagte Bezos.

19.09.2019 18:13

Ab 2030 soll zum Beispiel Amazons gesamter Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen gespeist werden. Amazon werde zudem 100 Millionen US-Dollar in Wiederaufforstungsprojekte investieren, kündigt der Vorstandsvorsitzende an.

Die ersten Elektro-Lieferwagen sollen ab 2021 im Einsatz sein, bis 2030 sollen alle 100 000 ausgeliefert sein. Amazon sprach von der grössten jemals gemachten Bestellung elektrischer Fahrzeuge. Sie werden von der Firma Rivian im US-Bundesstaat Michigan produziert, in die Amazon nach eigenen Angaben 440 Millionen Dollar investiert hat./jbz/DP/stw

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Amazon schmiedet

Amazon schmiedet Sprachassistenten-Allianz

Eine neue Unternehmensallianz von mehr als 30 Firmen rund um Amazon will dafür sorgen, dass in Zukunft auf vielen Geräten mehrere Sprachassistenten nebeneinander laufen können. Apple und Google sind nicht dabei.

25.09.2019 06:51

Zu den mehr als 30 Firmen gehören unter anderem BMW und Spotify , die Hifi-Spezialisten Bose, Sony und Sonos sowie Chip-Konzerne wie Intel , Qualcomm und NXP. Apple und Google, deren Sprachassistenten mit Amazons Alexa konkurrieren, sind auffälligerweise nicht dabei. Microsoft dagegen schon, obwohl der Windows-Gigant mit Cortana ebenfalls eine eigene Assistenz-Software hat. Interessant ist, dass auch die grossen chinesischen Player Baidu und Tencent sich der am Dienstag vorgestellten Amazon-Allianz anschlossen. Der Smartphone-Marktführer Samsung , der den eigenen Sprachassistenten Bixby etablieren will, blieb ihr dagegen fern.

Die Idee, dass mehrere Sprachassistenten parallel auf einem Gerät installiert werden und dann mit ihrem jeweiligen Weckwort wie etwa "Alexa" aktiviert werden, gibt es schon seit einiger Zeit. So zeigte etwa Harman bereits vor einigen Jahren, wie verschiedene Assistenten im Auto gleichzeitig laufen könnten. Amazon und Microsoft probierten das Zusammenspiel von Alexa und Cortana aus. Chipkonzerne wie Intel und Qualcomm wollen mit ihren neuen Prozessoren die technische Grundlage dafür schaffen. 

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Erneut mehrtägige Streiks bei

Erneut mehrtägige Streiks bei Amazon in Deutschland

(Ausführliche Fassung) - Mit bundesweit mehrtägigen Streiks beim Online-Händler Amazon will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erneut Druck machen im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag. Während der umsatzstarken Einkaufstage "Black Friday" und "Cyber Monday" legen Beschäftigte an allen Standorten an diesem Freitag, Samstag und Montag die Arbeit nieder, wie Verdi am Freitag in Berlin mitteilte.

29.11.2019 08:42

Amazon-Kunden werden nach Angaben eines Unternehmenssprechers davon nichts spüren: "Die Pakete kommen pünktlich an." Der Grossteil der Mitarbeiter kümmere sich "ganz normal um Kundenbestellungen".

Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf - etwa im Weihnachtsgeschäft oder am Schnäppchen-Tag "Black Friday". Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon lehnt das strikt ab.

Der Konzern argumentiert, dass die Mitarbeiter Tätigkeiten der Logistikbranche ausüben und nicht des Einzelhandels. Das Unternehmen biete eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik, zudem gebe es Karriere-Chancen und viele Extras, argumentiert Amazon.

Die aktuellen Streiks haben laut Verdi in der Nacht zu Freitag begonnen und betreffen die Standorte Rheinberg, Werne (beide NRW), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen) und Graben (Bayern). In Koblenz, Leipzig und Bad Hersfeld dauere der Streik bis in den frühen Dienstagmorgen (3. Dezember) an.

In Deutschland ist Amazon seit mehr als 20 Jahren aktiv und betreibt mittlerweile 13 Logistikzentren mit 13 000 Festangestellten./sl/DP/jha

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Kurz vor Weihnachten - Verdi

Kurz vor Weihnachten - Verdi will Streiks bei Amazon fortsetzen

Wenige Tage vor Weihnachten will die Gewerkschaft Verdi die Streiks beim Versandhändler Amazon fortsetzen. Von Sonntagnacht bis nächsten Samstag seien die Beschäftigten zum "Adventsstreik" aufgerufen, teilte Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago am Sonntag in Leipzig mit. Gerade in der Vorweihnachtszeit steige die Belastung für die Mitarbeiter deutlich an, hiess es. "Es müssen Tausende Päckchen und Pakete gepickt und gepackt werden. Hinzu kommen eine enorme Taktung und der dadurch steigende Zeitdruck", so Lauenroth-Mago.

15.12.2019 17:26

Verdi verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen wie im Einzelhandel. Amazon lehnt das bisher ab. Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Der Konzern argumentiert, dass die Mitarbeiter Tätigkeiten der Logistikbranche ausüben und nicht des Einzelhandels. Das Unternehmen biete zudem eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik, argumentiert Amazon. Erst Ende November hatten Mitarbeiter des Online-Händlers in Leipzig ihre Arbeit niedergelegt. Amazon betont, die Arbeitsniederlegungen hätten keine Auswirkungen auf den Versand, da ein Grossteil der Mitarbeiter sich nicht an den Streiks beteilige./raz/DP/he

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Amazon, Apple und Google

Amazon, Apple und Google streben gemeinsame Standards für ihre Alexas an

Die Technologie-Riesen Amazon, Apple und Google tun sich zusammen, um gemeinsame Standards für ihre Smart-Home-Produkte festzulegen.

18.12.2019 20:12

Dies soll Geräte-Herstellern die Entwicklung von Produkten erleichtern, die mit Smart-Home-Helfern wie Alexa, Siri und Google Assistant nutzbar sind. Dies kündigten die Unternehmen am Mittwoch an.

Auch das Firmenbündnis Zigbee Alliance, zu dessen Mitgliedern Ikea und der Halbleiterproduzent NXP zählen, soll der Gruppe angehören. 

(Reuters)

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Jeff Bezos hat 2019 am

Jeff Bezos hat 2019 am meisten Geld verloren

Die massive Börsen-Hausse 2019 hat auch das Vermögen der Superreichen wachsen lassen. Mit Ausnahme von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Er verlor Milliarden.

23.12.2019 14:55

Jeff Bezos hat in diesem Jahr aufgrund seiner Scheidung von MacKenzie Bezos wohl mehr an Reichtum eingebüsst als irgendjemand sonst auf dem Planeten. Das Nettovermögen des Chief Executive Officer von Amazon ist nach der Trennung um 13,6 Milliarden Dollar auf 111,4 Milliarden Dollar gesunken.

Ein Viertel seiner Positionen an dem Online-Händler ging auf seine Frau über, mit der er 25 Jahre verheiratet war. Die Amazon-Aktien haben seitdem zugelegt, wodurch sich der Rückgang verringert hat. Allerdings haben sich die Titel des Onlinehandel-Riesen dieses Jahr schlechter als der Markt – seit Sommer sind sie sogar um 11 Prozent zurückgefallen. Vor allem der geplatzte "JEDI-Deal" hat der Aktie zuletzt zugesetzt. Im Wettstreit mit Microsoft um einen lukrativen Cloud-Auftrag für das US-Pentagon unterlag Amazon.

Immer noch Platz 2

Allerding müssen für Bezos keine Spenden gesammelt werden. Laut dem Bloomberg Billionaires Index ist er per 20. Dezember noch immer der zweitreichste Mann der Welt. Dabei liefert er sich seit Jahren einen Zweikampf um die Spitzenposition mit Microsoft-Gründer Bill Gates. Dieser kommt derzeit auf ein Vermögen von 113 Milliarden Dollar. Der langjährige Primus der Superreichen steigerte sein Vermögen dieses Jahr um satte 20 Milliarden Dollar.

Ansonsten tummeln sich seit längerem die führenden Köpfe der Tech-Szene im Bloomberg-Milliardärs-Ranking. Unter den Top-10 der Milliardäre sind allein fünf im Tech-Sektor verwurzelt. Neben Jeff Bezos und Bill Gates gesellen sich noch Facebook-Chef Mark Zuckerberg (Platz 5: 78 Milliarden), Google-Gründer Larry Page (Platz 7: 65 Milliarden) und Sergey Brin (Platz 8: 63 Milliarden), Gründer des Software-Konzern Oracle, hinzu.

(cash/Bloomberg)

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Amazon-Technikchef: Es wird

Amazon-Technikchef: Es wird noch lange Jobs für Menschen geben

Amazons Technikchef Werner Vogels geht davon aus, dass lernende Computer noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen sein werden. Das gelte sowohl für die Spracherkennung als auch maschinelles Lernen insgesamt, sagte Vogels der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Innovationskonferenz DLD in München. So gebe es in der Industrieproduktion viel Wissen rund um verschiedene Prozesse, das nur Menschen hätten. "Auf Menschen wird man noch lange nicht verzichten können."

19.01.2020 14:54

Um Computersysteme anzulernen, müssten Menschen zunächst 20 oder 30 Prozent der Daten für sie beschreiben - und dann analysierten die Maschinen, auf dieser Basis den Rest. "Dieses Verhältnis kann sich mit der Zeit verschieben. Das Ziel ist natürlich, so viel wie möglich von diesem Prozess zu automatisieren." Die Menschen müssten trotzdem viele Fähigkeiten behalten: "Wenn die Autobatterie aufgibt und die Roboterwagen-Software sich abschaltet, sollte man besser in der Lage sein, selber zu fahren."

Bei Amazon hätten zugleich einige Teile des Geschäfts als Online-Händler eine Dimension, in der sie nicht mehr von Menschen allein betrieben werden könnten. Ein Beispiel sei, bei jeder Bestellung zu prüfen, ob ein Betrüger dahinterstecken könnte. Deshalb schätze die Maschine das Risiko auf Basis verschiedener Faktoren und schalte bei hoher Wahrscheinlichkeit den Menschen zur Prüfung ein.

Vogels verteidigte Amazons Gesichtserkennungs-Software Rekognition, die der Konzern unter anderem US-Behörden zur Verfügung stellt, gegen Kritik, sie funktioniere vor allem bei Menschen mit weisser Haut. Schlechte Ergebnisse lägen nicht am Lernmodell, sondern an der Auswahl der Daten, mit denen man es trainiere, sagte er. Grundsätzlich arbeite Amazon mit Regulierern in verschiedenen Ländern, um einen verantwortungsvollen Einsatz der Technik zu erreichen. Auf der DLD-Konferenz sprach zuvor die Forscherin Joy Boulamwini, deren Studie ergab, dass Systeme zur Gesichtserkennung am schlechtesten bei schwarzen Frauen funktionieren. Anders als einige andere Anbieter habe Amazon versucht, die Ergebnisse ihrer Forschung zu diskreditieren, sagte sie.

In Quantencomputern, um die es aktuell viel Aufsehen gibt, sieht Vogels keine Technologie für die nächste Zukunft. "Die verheissungsvollen Werkzeuge sind noch nicht da. Bis wir komplexe Anwendungen auf Quantencomputern laufen haben, wird noch einige Zeit vergehen." Aber da die Software-Entwicklung dann radikal anders laufen werde, müsse man sich jetzt schon Gedanken darüber machen, was und wie man machen wolle. Amazon habe deswegen Quantenprogramm mit ausgewählten Kunden. Ziel des Konzerns werde sein, den Zugang zu Quantencomputern - wie heute bei seinen heutigen Cloud-Diensten - für alle anzubieten.

Von Quantencomputern wird ein drastischer Leistungsschub erwartet, sie sind aber erst in einem frühen Entwicklungsstadium mit vielen noch ungelösten Problemen.

Vogels gilt als Architekt von Amazons Cloud-Service AWS, der Rechenleistung und Speicher für viele Start-ups und etablierte Unternehmen liefert./so/DP/he

(AWP)

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Amazon glänzt im

Amazon glänzt im Weihnachtsquartal - 'Prime'-Service boomt

Ein starkes Weihnachtsgeschäft und florierende Cloud-Dienste haben Amazon einen glänzenden Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal 2019 kletterte der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um rund acht Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar (3,0 Mrd. Euro), wie der weltgrösste Online-Händler am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um 21 Prozent auf 87,4 Milliarden Dollar. Die Aktie setzte nachbörslich zum Höhenflug an.

31.01.2020 06:36

Der Konzern von US-Starunternehmer Jeff Bezos, dem mit einem geschätzten Vermögen von 116 Milliarden Dollar laut "Forbes" reichsten Menschen der Welt, hatte bereits das beste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte verkündet. Der Finanzbericht unterstrich dies nun. So gewann der "Prime"-Service, der unter anderem schnelleren Versand und Zugang zu Amazons Streaming-Angebot verspricht, laut Bezos so viele neue Kunden hinzu wie noch nie zuvor.

Amazon investierte dieses Jahr massiv in seine Versandlogistik, um möglichst vielen "Prime"-Kunden das Versprechen von Lieferungen innerhalb von 24 Stunden zu erfüllen. Die Ausgabeoffensive scheint sich bereits ausgezahlt zu haben. Mittlerweile habe Amazon weltweit über 150 Millionen zahlende "Prime"-Abonnenten, so Bezos. "Wir haben Prime schneller gemacht", führte der Konzernchef aus - die Anzahl von Artikeln, die US-Kunden innerhalb von einem Tag oder noch am Tag der Bestellung erhielten, habe sich im vergangenen Jahr vervierfacht.

Zudem kann der Konzern sich weiter auf sein lukratives Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet bauen. Die Web-Plattform AWS, Amazons Ertragsperle, die Cloud-Services an Unternehmen verkauft und in diesem Bereich Marktführer ist, steigerte die Einnahmen um 40 Prozent auf 10 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn der Sparte kletterte um 19 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Amazon steht im Cloud-Geschäft unter Konkurrenzdruck durch Microsoft und Google , die ebenfalls starkes Wachstum vorweisen können.

Mit dem Quartalsbericht übertraf Amazon die Markterwartungen bei Weitem. Analysten hatten angesichts der hohen Investitionen in die Liefer- und IT-Infrastruktur mit deutlich schlechteren Zahlen gerechnet. Anleger liessen die Aktie nachbörslich zweistellig steigen. Zeitweise legte der Kurs um über zwölf Prozent zu, was einem Zuwachs von mehr als 100 Milliarden Dollar an Börsenwert entspricht. Sollte sich der Trend am Freitag im regulären Handel bestätigen, würde auch das Vermögen von Bezos kräftig zulegen, da er Grossaktionär ist.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 steigerte Amazon den Gewinn von 10,1 Milliarden auf 11,6 Milliarden Dollar. Die Erlöse des Konzerns kletterten von 232,9 Milliarden auf 280,5 Milliarden Dollar. Damit verzeichnet der Online-Shopping-Gigant zwar nach wie vor ein sehr starkes Wachstum, bleibt jedoch noch immer weit entfernt vom weltgrössten Einzelhändler Walmart . Dessen Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 zwar nur um knapp drei Prozent, lag mit 514,4 Milliarden Dollar aber weiter deutlich über dem von Amazon./hbr/DP/zb

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Amazon-Chef will zehn

Amazon-Chef will zehn Milliarden Dollar für Klimaschutz spenden

Amazon-Chef Jeff Bezos will zehn Milliarden Dollar für den Umweltschutz spenden. Der reichste Mann der Welt erklärte am Montag auf Instagram, mit dem Geld sollten Forscher, Aktivisten, Nichtregierungsorganisationen und andere Gruppen unterstützt werden.

18.02.2020 06:31

"Der Klimawandel ist die grösste Bedrohung unseres Planeten." Dagegen müssten grosse und kleine Unternehmen, Staaten, internationale Organisationen und Einzelpersonen gemeinsam angehen, so Bezos. Vor dem Amazon-Chef hatten bereits andere US-Milliardäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates Umweltstiftungen gegründet.

Zuletzt waren auch aus der Amazon-Belegschaft verstärkt Forderungen an das Management laut geworden, sich im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren. Vergangenes Jahr hatte Bezos in Aussicht gestellt, im Amazon-Geschäft bis 2040 CO2-Neutralität zu erzielen.

Allerdings dürfte die Begrenzung klimaschädlicher Gase für den Konzern eine Herausforderung darstellen. Schliesslich stellt Amazon seinen Kunden jährlich zehn Milliarden Artikel zu, unterhält dafür weitläufige Liefernetze und betreibt riesige Datenzentren.

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Amazon bietet Technik für

Amazon bietet Technik für Supermärkte ohne Kassen anderen Händlern an

Amazon bietet seine Technik für Supermärkte ohne Kassen nun auch anderen Einzelhändlern an. Mit mehreren Unternehmen gebe es bereits Vereinbarungen, sagte ein Amazon-Sprecher dem US-Sender CNBC, ohne jedoch Namen zu nennen. Er machte auch keine Angaben dazu, wie viel der Konzern für die Installation der Technik verlange. Zugleich schaltete Amazon am Montag auch eine Website mit Informationen für interessierte Einzelhändler frei. Dort heisst es unter anderem, die Technik könne zum Teil binnen weniger Wochen in einem Geschäft installiert werden.

09.03.2020 16:36

Der weltgrösste Online-Händler nutzt die Technologie bisher in gut zwei Dutzend seiner hauseigenen Läden mit den Namen Amazon Go. In ihnen nehmen die Kunden einfach Artikel aus dem Regal und verlassen das Geschäft. Kameras und andere Sensoren wie Waagen in den Regalböden registrieren, wer welche Waren mitgenommen hat. Der Preis wird nachträglich per App abgebucht.

In den Amazon-Go-Läden muss man am Eingang einen QR-Code aus der App des Konzerns einscannen, bei anderen Einzelhändlern soll es mit der Kreditkarte funktionieren. Nachdem die ersten Geschäfte eher übersichtlich waren, setzte Amazon die Technologie jüngst erstmals auch auf einer grösseren Fläche um./so/DP/zb

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Amazon schreibt 100'000

Amazon schreibt 100'000 Stellen in den USA aus

Der weltgrösste Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen.

17.03.2020 07:10

Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100 000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

In einem Firmenblog stellt das Unternehmen die Stellenausschreibungen wie eine Art Hilfsaktion in der Coronavirus-Krise dar. Während die Pandemie anhalte, helfe Amazon mit seinem Partnernetzwerk Gemeinden weltweit "wie wenige andere es können" - durch die Versorgung mit wichtigen Lieferungen bis an die Haustüren bedürftiger Menschen. Dies sei in Zeiten sozialer Abgrenzung aufgrund des Virus besonders für Ältere und Schwache wichtig. Dass die vielen Bestellungen Amazon gute Geschäfte bescheren dürften, wird in dem Blog nicht thematisiert.

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Amazon schafft in Corona

Amazon schafft in Corona-Krise 350 neue Logistik-Jobs in Deutschland

Amazon braucht in der Coronavirus-Krise mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland. Um der Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, seien 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik geplant, bestätigte ein Amazon-Sprecher am Donnerstag. Die 350 neuen Stellen würden bundesweit geschaffen und die Zahl lasse sich nicht auf einzelne Standorte runterbrechen. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über den Stellenaufbau berichtet.

26.03.2020 08:48

In den USA hatte Amazon vor zehn Tagen die Schaffung von 100 000 Vollzeit- und Teilzeitstellen in Logistikzentren und dem Zusteller-Netzwerk angekündigt. Zudem wurde der Stundenlohn bis Ende April in den USA um zwei US-Dollar und in Euro-Ländern um zwei Euro angehoben. In Deutschland liegt er bei mindestens 11,10 Euro brutto. Für diese Lohnerhöhung veranschlagte Amazon damals 350 Millionen Dollar weltweit.

Seit dieser Woche werden in Deutschland wichtige Waren des täglichen Bedarfs nicht nur im Wareneingang der Amazon-Logistikzentren, sondern auch beim Versand an die Kunden priorisiert, wie ein Sprecher der "Mitteldeutschen Zeitung" sagte. In Frankreich und Italien unterdessen nimmt Amazon gar keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, hiess es am Wochenende./so/DP/fba

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