MeyerBurger MBTN

Meyer Burger Aktie 

Valor: 10850379 / Symbol: MBTN
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SassoCorbaro
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Die Energiewende steht erst

Die Energiewende steht erst am Anfang und inzwischen ist die Solarenergie die günstigste Primärenergiequelle und unabhängig von Subventionen. Das ist für die gesamte Branche der Gamechanger. Zusätzlich scheinen mit dem alten technologische Pfad mit Perc/Topcon keine grösseren Effizienzsteigerungen mehr möglich zu sein. Dementsprechend dürften die Karten neu gemischt werden. Ähnlich wie im Mobilfunk mit dem Wechsel von 4G zu 5G. 

Meyer Burger ist in der Branche (Recherchen lohnen sich) mit Oxford PV der absolut führende Player bei Heterjunction und Perovskite. Verbunden mit Smartwire sind deutlichere Effizienzsteigerungen möglich. Dies wurde nicht nur im Labor bewiesen, sondern durch den Produktionsstart der Singapur-Fab von REC auch in der industriellen Massenproduktion. 

Wenn Meyer Burger, wie aktuell geprüft wird, die Technologie proprietär hält und selber in die Zell- und Modulproduktion einsteigt, bin ich sehr zuversichtlich, dass nachhaltig höhere Margen verdient werden, als zuvor mit PERC-Equipment, welches zu schlechten Margen an jeden in der Branche verkauft wurde. 

Die Absatzmärkte für Hocheffizienzmodule sind riesig. Und ich kann mir gut vorstellen, dass KfW & Co. gerne so ein Projekt mit Finanzierungen unterstützen. Immerhin ist die Rückverlagerung der Produktion von China nach Europa eine der Top-Prioritäten der Politik. Wenn ich die Meldungen der letzten Tage richtig interpretiere, kann man davon ausgehen, dass entsprechende Gespräche schon laufen.

Die Chinesen sehen ohne Technologie- und Knowhow-Transfer künftig alt aus. Auch spart man sich die Transportkosten. Diese dürften immerhin 5-7% der Verkaufspreises ausmachen. Aber ohnehin sind Chinesen ohne Zugang zu westlicher Hochtechnologie auf den Weltmärkten nicht mehr wettbewerbsfähig. 

Redi
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SassoCorbaro hat am 06.05

SassoCorbaro hat am 06.05.2020 11:30 geschrieben:

Wenn Meyer Burger, wie aktuell geprüft wird, die Technologie proprietär hält und selber in die Zell- und Modulproduktion einsteigt, bin ich sehr zuversichtlich, dass nachhaltig höhere Margen verdient werden, als zuvor mit PERC-Equipment, welches zu schlechten Margen an jeden in der Branche verkauft wurde. 

Die Absatzmärkte für Hocheffizienzmodule sind riesig. Und ich kann mir gut vorstellen, dass KfW & Co. gerne so ein Projekt mit Finanzierungen unterstützen. Immerhin ist die Rückverlagerung der Produktion von China nach Europa eine der Top-Prioritäten der Politik. Wenn ich die Meldungen der letzten Tage richtig interpretiere, kann man davon ausgehen, dass entsprechende Gespräche schon laufen.

Die Chinesen sehen ohne Technologie- und Knowhow-Transfer künftig alt aus. Auch spart man sich die Transportkosten. Diese dürften immerhin 5-7% der Verkaufspreises ausmachen. Aber ohnehin sind Chinesen ohne Zugang zu westlicher Hochtechnologie auf den Weltmärkten nicht mehr wettbewerbsfähig. 

Eine eigene Modulproduktion heisst auch, dass ich meine aktuellen Kunden konkurrenziere, was sicherlich nicht gerne gesehen wird und den Umsatz bei ungünstigen Bedinungen weiter fallen lässt. Zudem heisst das auch, dass man einen personalintensiven Vertrieb weltweit aufbauen muss, um die Module überhaupt zu verkaufen, was nicht von heute auf morgen bewerkstelligt werden kann. Bei vollständiger Implementation dieses Setups wird sicherlich eine sehr starke MBTN dastehen, nur ist die Frage, ob man es überhaupt bis dahin schafft (Dauer, Finanzen, Investoren, etc.)

Wenigsten trägt diese Änderung zurecht den Namen Strategiewechsel Wink

 

Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch fähig sein, ihn umzusetzen

SassoCorbaro
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Ja, Meyer Burger wird vom

Ja, Meyer Burger wird vom ehemaligen Kunden zum Konkurrenten. Und die Kunden waren immer abhängig von der Technologie von Meyer Burger. Dürfte für die sehr problematisch werden. 

Wenn Meyer Burger sich für diesen Weg entscheidet, werden sie aktiv darauf verzichten Equipment zu verkaufen. MBT will die Technologie ja im Eigenbesitz behalten. Nur wo bekommen die Wettbewerber HJT-Equipment her? Das dürfte für selbst heute noch grosse Player nicht gut ausgehen. 

Vertrieb sehe ich keine grossen Probleme. Da kann man sich sehr schnell Vertriebspartner ins Boot holen. Oder liefert seine Zellen an Modulhersteller. 

Klar die Finanzierung ist die Voraussetzung. Denke, wenn der Businessplan überzeugt, diese keine grosse Herausforderung sein dürfte. Wenn ich beobachte welche windigen Start-ups ohne Kunden, ohne fertiges Produkt mit oft drei-stelligen Millionebeträgen zugeschüttet werden.

tolggoe28
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Landrat gefällt die Idee
Domtom01
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unrealistische Dimensionen

Als Bergbaufolgelandschaft ist ein Tagebausee mit einer Fläche von 4200 ha, einer Tiefe bis 400 m und einem Volumen von 3,6 Mrd. m³ geplant. Größe und Volumen hängen davon ab, ob der westlich gelegene Tagebau Indennach dessen Auskohlung ebenso wie der Tagebau Bergheim durch Material aus dem Tagebau Hambach verfüllt oder offen gelassen wird. Der See Hambach wäre dann der tiefste und (nach Volumen) nach dem Bodensee der zweitgrößte See Deutschlands. Wie der Tagebau befüllt werden soll, ist noch umstritten. Einige Stimmen schlagen vor, Wasser aus der Rur und/oder der Erft zu entnehmen oder gar den Tagebau über eine Pipeline mit Rheinwasser zu füllen. Wie dies auch geschieht, die Füllung des Tagebaus wird voraussichtlich einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Somit ist mit einer Fertigstellung dieses künstlichen Gewässers nicht vor dem Jahr 2100 zu rechnen.

Ob es da noch mbtn geben wird?

ursinho007
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nicht richtig verstanden

Domtom01 hat am 06.05.2020 09:37 geschrieben:

Als Bergbaufolgelandschaft ist ein Tagebausee mit einer Fläche von 4200 ha, einer Tiefe bis 400 m und einem Volumen von 3,6 Mrd. m³ geplant. Größe und Volumen hängen davon ab, ob der westlich gelegene Tagebau Indennach dessen Auskohlung ebenso wie der Tagebau Bergheim durch Material aus dem Tagebau Hambach verfüllt oder offen gelassen wird. Der See Hambach wäre dann der tiefste und (nach Volumen) nach dem Bodensee der zweitgrößte See Deutschlands. Wie der Tagebau befüllt werden soll, ist noch umstritten. Einige Stimmen schlagen vor, Wasser aus der Rur und/oder der Erft zu entnehmen oder gar den Tagebau über eine Pipeline mit Rheinwasser zu füllen. Wie dies auch geschieht, die Füllung des Tagebaus wird voraussichtlich einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Somit ist mit einer Fertigstellung dieses künstlichen Gewässers nicht vor dem Jahr 2100 zu rechnen.

Ob es da noch mbtn geben wird?

Liebster Domtom01, ich glaube, du hast das nicht richtig verstanden.

Auszug aus dem Artikel: Ein hocheffizientes Solarmodul halte mindestens 30 Jahre. Genauso lange dauere es, das Loch mit Wasser zu füllen bis der größte See in Nordrhein-Westfalen entstanden ist.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

Domtom01
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Wer weiss?

Der Mega-Solarpark im Tagebauloch Hambach soll auf dem volllaufenden Restsee schwimmend installiert werden.

Soll ja schwimmend installiert werden, das geht nicht ohne Wasser. Und wer schon mal den Tagebau dort gesehen hat, kann so einen ungefähren Eindruck davon gewinnen, wie lange es dauert, bis da auch nur mal 10% Wasser drin sind. 

mbtn braucht dringend jetzt, heute, dieses Jahr Folgeaufträge. Das Projekt dort ist nicht vor 20 Jahren realisierbar. Ob ich es falsch verstanden habe? Auch wenn ich es nur 10% richtig verstanden habe, ist es nicht die Rettung für mbtn, doch gerade darum geht es. Im Gegensatz zum See, steht mbtn das Wasser bereits bis zum Kinn!

ursinho007
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Zeitdruck

Domtom01 hat am 06.05.2020 16:05 geschrieben:

 Im Gegensatz zum See, steht Mbtn das Wasser bereits bis zum Kinn!

Da hast du vollkommen recht.

Aber es ist so, dass der See nicht zuerst voll sein muss, bis die schwimmenden Solaranlagen installiert werden können. Es muss also nicht das Jahr 2100 abgewartet werden (im Gegenteil, dann ist die Sache bereits Geschichte, weil die 30 Betriebsjahre der Panels abgelaufen sind und auf dem vollen See vielleicht gar keine Panels mehr zugelassen werden), wie du zuerst geschrieben hast. Sobald eine Wasserfläche mit einer kleinen Tiefe 1m, 2m oder so vorhanden ist, kann mit den Installationen begonnen werden. Das sind doch gute Aussichten und findet sicher noch mehr Nachahmer im Kohletagabbau. Also ein grosses Potenzial weltweit. Wer weiss, vielleicht gibt es irgendwo auf diesem Planeten einen solchen See, bei dem man jetzt sofot beginnen könnte.

Klar nützt dieses deutsche Projekt im heutigen Zeitpunkt (noch) nichts, aber es zeigt doch ein Zukunftspotenzial auf.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

Domtom01
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Mehr Probleme als Lösungen

ursinho007 hat am 06.05.2020 22:24 geschrieben:

Domtom01 hat am 06.05.2020 16:05 geschrieben:

 Im Gegensatz zum See, steht Mbtn das Wasser bereits bis zum Kinn!

Da hast du vollkommen recht.

Aber es ist so, dass der See nicht zuerst voll sein muss, bis die schwimmenden Solaranlagen installiert werden können. Es muss also nicht das Jahr 2100 abgewartet werden (im Gegenteil, dann ist die Sache bereits Geschichte, weil die 30 Betriebsjahre der Panels abgelaufen sind und auf dem vollen See vielleicht gar keine Panels mehr zugelassen werden), wie du zuerst geschrieben hast. Sobald eine Wasserfläche mit einer kleinen Tiefe 1m, 2m oder so vorhanden ist, kann mit den Installationen begonnen werden. Das sind doch gute Aussichten und findet sicher noch mehr Nachahmer im Kohletagabbau. Also ein grosses Potenzial weltweit. Wer weiss, vielleicht gibt es irgendwo auf diesem Planeten einen solchen See, bei dem man jetzt sofot beginnen könnte.

Klar nützt dieses deutsche Projekt im heutigen Zeitpunkt (noch) nichts, aber es zeigt doch ein Zukunftspotenzial auf.

Installationen auf Dächern oder erdigen Flächen sind kostengünstiger in der Montage. Der Vorteil einer Installation auf einem See wären die möglicherweise günstigeren Bodenpreise, wobei ich umweltrechtliche Fragen einmal ausklammere.

Weitere Probleme bestehen in der Topographie. Die Auskohlung hinterlässt keinen gleichförmigen Aushub, wie man es bei einem Schwimmbecken macht. Vielmehr ist es eine zerklüftete Landschaft mit vielen Metern Höhendifferenz. Bis da eine grössere zusammenhängende Wasserfläche entsteht, vergehen viele Jahre, Jahre die mbtn nicht hat. 

Und das vielleicht grösste Problem ist die Skalierbarkeit der Module. In Europa kann nicht kostengünstiger produziert werden als in China oder Fernost. Ein höherer Wirkungsgrad, der immer mit höheren Produktionskosten verbunden ist, ist im Vergleich mit grossflächigen Anlagen mit Billigware nicht konkurrenzfähig.

Das ganze kommt mir vor wie ein Kind, das von der Eroberung des Weltalls träumt. Ja, vielleicht, aber zunächst muss es mal die Hausaufgaben machen und zusehen, dass es in die nächste Klasse versetzt wird. mbtn ist gefährdet und sollte aufhören zu träumen und endlich Leistung bringen.

Damit schliesse ich für mich das Kapitel mbtn, denn ich bin nicht mehr investiert. Viel Erfolg!

 

tolggoe28
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Vielen Dank domtom für Deine

Vielen Dank domtom für Deine Ausführungen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die neue Führung die Hausaufgaben macht und die Qualität/Werte der MBT auch endlich  hausintern speichern kann. Denn letztendlich sind die Erfolge des PV-Marktes massgeblich durch das Zutun von MBT entstanden.

tolggoe28
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Die Idee von Meyer Burger schlägt immer grössere Wellen.

Die Idee von Meyer Burger schlägt immer grössere Wellen.

Nach meinen Recherchen haben auch andere Rundfunksender das Thema aufgegriffen welche mittlerweile mindestens schon 4 Millionen Hörer erreicht hat. 

MBT wird langsam auch in Deutschland bekannt. Die Werbung stimmt schon mal. 

 

https://www.cleanthinking.de/tagebau-hambach-bald-schwimmender-solarpark/

 

 

Efeu73
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Ja, weniger gut ..... 

Ja, weniger gut ..... 

Goldi
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Kein Auftrag

...und plötzlich bin ich weniger unglücklich damit, meine MBTN zu früh verkauft zu haben...

Goldi

BanKing
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Mitteilung 07.05.2020

Medienmitteilung

Thun, 7. Mai 2020

 
Meyer Burger informiert über den hängigen Grossauftrag für ihr Heterojunction-Schlüsselequipment
 

Am 22. Juli 2019 hatte Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) bekannt gegeben, dass ein bedeutender Rahmenvertrag mit einem nordamerikanischen Start-up-Unternehmen für die Solarzellenproduktion mit Meyer Burgers Heterojunction (HJT)-Schlüsselequipment unterschrieben wurde. Gemäss dieser Rahmenvereinbarung ist die Auftragsvergabe an den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde durch das Start-up Unternehmen gebunden. Meyer Burger hatte bereits am 4. November 2019 und 13. Februar 2020 über Verzögerungen bei der Auftragserteilung infomiert.

 

Das Start-up Unternehmen teilte Meyer Burger mit, dass es nicht mehr beabsichtigt, Aufträge gemäss Rahmenvertrag zu platzieren und hat den Rahmenvertrag mit Meyer Burger mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Link
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Morgen -30%?

Morgen -30%?

tolggoe28
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Liebes Cash-Team

Liebes Cash-Team

Das ist kein Rückschlag sondern die logische Konsequenz eine neue Strategie ohne fremde Störfeuer zu positionieren. Es ist jetzt extrem wichtig den technischen Vorsprung und ökonomischen Vorteil für sich einbehalten zu können. 

Es ist gut, dass dieser Auftrag nicht kommt. Und ehrlich gesagt, hat tatsächlich noch jemand an diesen Auftrag geglaubt?

 

 

tolggoe28
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Link hat am 07.05.2020 19:52

Link hat am 07.05.2020 19:52 geschrieben:

Morgen -30%?

Wer wegen dieser Nachricht verkauft hat vom PV-Markt überhaupt keine Ahnung.

Aber die Börsen handeln nicht immer rational. 

 

ursinho007
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Reaktion morgen

tolggoe28 hat am 07.05.2020 14:55 geschrieben:

Link hat am 07.05.2020 19:52 geschrieben:

Morgen -30%?

Wer wegen dieser Nachricht verkauft hat vom PV-Markt überhaupt keine Ahnung.

Aber die Börsen handeln nicht immer rational. 

 

Es wird wahrscheinlich ein Minus sein, aber ich muss dir recht geben, dieser  Handel stand auf wackeligen Füssen, diese Absage musste einkalkuliert werden. Tatsächlich, wie du schreibst, kann man das sogar positiv sehen. Aber der Markt wird in der ersten Reaktion emotional reagieren "ui, Grossauftrag weg = schlecht= sofort verkaufen".

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

BanKing
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War doch bereits Insidern bekannt

Ich denke, dass dies doch sicherlich schon länger innerhalb der Firma klar war, dass dieser Auftrag nicht zustande kommt. Wenn dieser Auftrag sehr wichtig für die zukünftige strategische Ausrichtung gewesen wäre, hätte Gunther Ehrfurt nicht ein so entspanntes Interview gegeben. Zudem sollte Sentis dies auch schon längst gewusst haben und die haben (noch) nichts von sich gegeben. Scheint für mich so, als ein altes Kapitel jetzt nun endgültig geschlossen wurde.

Redi
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BanKing hat am 07.05.2020 20

BanKing hat am 07.05.2020 20:36 geschrieben:

Ich denke, dass dies doch sicherlich schon länger innerhalb der Firma klar war, dass dieser Auftrag nicht zustande kommt. Wenn dieser Auftrag sehr wichtig für die zukünftige strategische Ausrichtung gewesen wäre, hätte Gunther Ehrfurt nicht ein so entspanntes Interview gegeben. Zudem sollte Sentis dies auch schon längst gewusst haben und die haben (noch) nichts von sich gegeben. Scheint für mich so, als ein altes Kapitel jetzt nun endgültig geschlossen wurde.

Ich glaube, dass dies eine Reaktion auf die neue strategische Ausrichtung von MBTN ist, denn wer will schon vom Lieferanten konkurrenziert werden. Allerdings denke ich auch, dass der Deal von Anfang an auf wackligen Beinen stand. Zudem wissen wir nicht, ob das Startup die Finanzierung hingekriegt hat/hätte oder nicht. Ja, das wird wohl ein sattes Minus geben, denn die Börse lebt von solchen Hiobsbotschaften.

Blöd wäre nur, wenn Sentis dann kräfrig bei 0.12-0.15 dazukauft und dann bei 0.20-0.30 wieder aussteigt, dann wären alle Kleinaktionäre die beschissenen...

Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch fähig sein, ihn umzusetzen

Domtom01
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Kann man nicht Schönreden

Es ist ein Rückschlag. Eröffnung tiefrot ist sicher. 

Für mich positiv: Volatilität wird riesig, vielleicht gibt's was zum Traden. Das ist alles.

SassoCorbaro
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Wer hat denn überhaupt noch

Wer hat denn überhaupt noch mit dem Auftrag des Start-ups gerechnet? Der Markt hat Brändle doch ausgelacht, als er im August 2019 den Aufgrag präsentierte. Der Aktienkurs hat an dem Tag der Auftragsverkündung einen richtigen Taucher gemacht. Im Oktober sollte die Finanzierungsrunde des Start-ups abgeschlossen sein. Jetzt haben wir Mai und die haben kein Geld. Also ich habe schon lange nicht mehr damit gerechnet.
Ausserdem ist in der Zwischenzeit viel geschehen und MBT will die Technologie doch gar nicht mehr an Dritte verkaufen. Wie hätte das funktionieren sollen? MBT verkauft denen Maschinen und ein Jahr später tritt MBT in dem Markt mit besserem Equipment an. Kein Wunder, dass das Start-up keine Finanzierung bekommen hat.
Mich überzeugt die Captive-Strategie (Eigenproduktion der Zellen und der Module) absolut und Sentis hatte diese schon 2018 gefordert. Halte ich die Technologie exklusiv und bestimme Menge und Preis kann ich meine Marge optimieren. Haben zuviele Anbieter das gleiche Produkt geht die Marge gegen null. Eine Spitzentechnologie muss exklusiv gehalten werden.

 Aber würde mich natürlich freuen, wenn der Kurs morgen noch mal unter Druck gerät. Gibt dann die Chance zum Nachkaufen.

Redi
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Schön wäre jetzt nur, wenn

Schön wäre jetzt nur, wenn das Mgmt sich in nächster Zeit zu der Absage äussern würde und dann evtl. eine Karte ihrer neuen Strategie der Finanzierung auf den Tisch legt, um das Vertrauen der Aktionäre nicht zu verspielen.

Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch fähig sein, ihn umzusetzen

Redi
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Hoffentlich hat MBTN im

Hoffentlich hat MBTN im Rahmenvertrag noch einen Ausstiegspenalty implementiert, welcher wenigsten die Unkosten decken könnte. Denn Rahmenverträgen haben für mich schon eine etwas grössere Verbindlichkeit als Absichtserklärungen. Normalerweise beginnt man nach der Unterzeichnung von Rahmenverträgen bereits Ressourcen (Personal, Material, etc.) aufzubauen, damit dann die Lieferungen rechtzeitig erfolgen können.

Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch fähig sein, ihn umzusetzen

tolggoe28
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Was gibt es darüber zu

Was gibt es darüber zu äussern? Das Management wird wohl kaum herausposauen wie froh sie eigentlich darüber sind, dass das Start-up von sich aus den Vertrag gekündigt hat und sie nicht in der Pflicht stehen ihre Technologie für einmalige läppische 100 Mio noch weiteren Konkurrenten zuspielen zu müssen. Was wäre überhaupt von den 100 Mio. hängen geblieben? Klingt nach viel, ist nichts wert. 

Das Management wird sich sicherlich sehr bald äussern. Allerdings würde ich mich hüten etwas zu kommunizieren bevor die GV nicht die den neuen VR, den Präsidenten und den CEO bestätigt haben. 

 

Zyndicate
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Meyer Burger: So kommentieren

Meyer Burger: So kommentieren Experten das Auftrags-Aus

Der Solarzulieferer Meyer Burger verliert den 100 Millionen Franken schweren Grossauftrag aus den USA. Während firmennahe Kreise den Rückschlag herunterspielen, dürfte die Börse unterkühlt darauf reagieren.

Aktualisiert um 08:35

Von Lorenz Burkhalter

Aus dem 100 Millionen Franken schweren Grossauftrag aus den USA für Heterojunction-Schlüsselequipment wird nichts. Das räumt der Solarzulieferer Meyer Burger in einer Medienmitteilung ein (cash berichtete).

Für Beobachter kommt dieses Auftrags-Aus nicht überraschend, musste das Unternehmen die Aktionäre seit der Unterzeichnung des Rahmenvertrags vom Juli 2019 doch mehr als einmal um Geduld bitten.

Wie die Zürcher Kantonalbank in einer ersten Stellungnahme schreibt, haben die Verzögerungen schon den Verdacht aufkommen lassen, dass sich die Finanzierung des Grossauftrags deutlich schwieriger als angenommen gestalteten würde. Angesichts der momentan bevorzugten strategischen Optionen könnte die Kündigung des Rahmenvertrags ihres Erachtens nicht als unwillkommen angesehen werden. Die Zürcher Kantonalbank stuft die Aktie denn auch wie bis anhin mit "Marktgewichten" ein.

Muss Meyer Burger die Aktionäre um Geld bitten?

Auch unternehmensnahen Kreisen zufolge ist das Auftrags-Aus nichts weiter als eine logische Konsequenz des neuen Geschäftsmodells. Meyer Burger will den technologischen Vorsprung nutzen und selber in die Produktion von Solarzellen und -module einsteigen. Dieser Schritt gilt allerdings als kapitalintensiv, setzt er doch hohe Vorabinvestitionen voraus.

Noch liegen keine vorbörslichen Kursindikationen für die Meyer-Burger-Aktie vor. Am Donnerstag ging sie um 2,8 Prozent tiefer bei 0,243 Franken aus dem Handel. Seit Jahresbeginn errechnet sich gar ein Minus in Höhe von gut 35 Prozent. In den Handelsräumen hiesiger Banken erklärt man sich dieses Minus zum einen mit dem geringeren Risikoappetit der Anleger, zum anderen aber auch mit der Ungewissheit rund um die strategische Neuausrichtung. Es sei wahrscheinlich, dass der Einstieg in die Produktion von Solarzellen und -module eine Kapitalerhöhung nach sich ziehe. Das wiederum könnte auf die Kursentwicklung drücken.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

SassoCorbaro
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Die Sache ist doch klar. Der

Die Sache ist doch klar. Der Auftrag stand unter Finanzierungsvorbehalt. In fast einem Jahr hat dieses Start-up keine Finanzierung bekommen. Dann hat MBT noch angekündigt die Technologie  zukünftig exklusiv nutzen zu wollen. Damit dürften die Finanzierungschancen für das Start-up auf null gegangen sein. MBT gehört die Technologie und sie wollen selber produzieren. Dann investiert doch lieber gleich jeder in MBT. 

Denke MBT hatte vermutlich wenig Interesse und hätte wahrscheinlich eh versucht nicht liefern zu müssen. Es macht absolut Sinn für MBT Menge und Preis selber kontrollieren zu können. Denn so optimieren sie ihre Marge bei einem Produkt, welches technisch führend ist. Wenn zuviele Player im Markt vergleichbare Module auf MBT-Basis vertreiben würde die Marge kontinuierlich sinken. Deshalb wollte man ja schon mit REC Exklusivität vereinbaren. Aber MBT hat die Technologie und daher ist es nur im Aktionärsinteresse selber zu produzieren, um mit niemanden die Marge teilen zu müssen und die volle Kontrolle zu haben.

Gehe davon aus, dass im Hintergrund mit Hochdruck an der Umsetzung der Strategie gearbeitet wird und laut Meldung von MBT Sentis schon seit Monaten aktiv eingebunden ist. Mark Kerekes würde sicherlich nicht ins Board gehen, wenn es keine umsetzbare Strategie gäbe.

Bin auf jeden Fall froh, dass jetzt endlich Bewegung reinkommt.

tolggoe28
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Was will man herunterspielen

Was will man herunterspielen was in Tat und Wahrheit nie greifbar war?

tolggoe28
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Es verstehen auch einige Experte um was es geht.

Meyer Burger: So kommentieren Experten das Auftrags-Aus

Der Solarzulieferer Meyer Burger verliert den 100 Millionen Franken schweren Grossauftrag aus den USA. Während firmennahe Kreise den Rückschlag herunterspielen, regiert die Börse unterkühlt darauf.

Aktualisiert um 09:09

Von Lorenz Burkhalter

Der Hautpsitz von Meyer Burger.

Der Hautpsitz von Meyer Burger.

Bild: ZVG

Aus dem 100 Millionen Franken schweren Grossauftrag aus den USA für Heterojunction-Schlüsselequipment wird nichts. Das räumt der Solarzulieferer Meyer Burger in einer Medienmitteilung ein (cash berichtete).

 

Für Beobachter kommt dieses Auftrags-Aus nicht überraschend, musste das Unternehmen die Aktionäre seit der Unterzeichnung des Rahmenvertrags vom Juli 2019 doch mehr als einmal um Geduld bitten.

Wie die Zürcher Kantonalbank in einer ersten Stellungnahme schreibt, haben die Verzögerungen schon den Verdacht aufkommen lassen, dass sich die Finanzierung des Grossauftrags deutlich schwieriger als angenommen gestalteten würde. Angesichts der momentan bevorzugten strategischen Optionen könnte die Kündigung des Rahmenvertrags ihres Erachtens nicht als unwillkommen angesehen werden. Die Zürcher Kantonalbank stuft die Aktie denn auch wie bis anhin mit "Marktgewichten" ein.

Muss Meyer Burger die Aktionäre um Geld bitten?

Auch unternehmensnahen Kreisen zufolge ist das Auftrags-Aus nichts weiter als eine logische Konsequenz des neuen Geschäftsmodells. Meyer Burger will den technologischen Vorsprung nutzen und selber in die Produktion von Solarzellen und -module einsteigen. Dieser Schritt gilt allerdings als kapitalintensiv, setzt er doch hohe Vorabinvestitionen voraus.

Dementsprechend unterkühlt reagiert die Börse. Nach einem frühen Rücksetzer auf 0,2042 Franken wird die Meyer-Burger-Aktie zur Stunde noch mit einem Minus von 13,6 Prozent auf 0,21 Franken abgestraft. Seit Jahresbeginn errechnet sich gar ein Minus in Höhe von fast 44 Prozent. In den Handelsräumen hiesiger Banken erklärt man sich dieses Minus zum einen mit dem geringeren Risikoappetit der Anleger, zum anderen aber auch mit der Ungewissheit rund um die strategische Neuausrichtung. Es sei wahrscheinlich, dass der Einstieg in die Produktion von Solarzellen und -module eine Kapitalerhöhung nach sich ziehe. Das wiederum könnte auf die Kursentwicklung drücken.

Gilli
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Strategiewechel bei MB?

Immer wieder dasselbe Trauerspiel, wie ich es schon einmal erleben musste bei einer anderen Firma, ein Verwaltungsrat spielte der Konkurrenz zu. Verwaltungsräte verdienen für ca. vier Sietzungen jährlich 1/2 bis 3/4 Millionen, fahren die Firma aus Eigennutz fast oder ganz an die Wand, und wechseln dann ohne jegliche Kosequenzen befürchten zu müssen ihre Stellung. Wieso denn das immer wieder möglich ist, verstehe ich nicht ganz?.  Vielfach noch mit goldenem Fallschirm versehen. Wirtschaftliches Denken und Innovationsfreude sollten doch minimalste Voraussetzungen sein für eine Führungsposition in einem erfolgreich sein wollenden Betriebe?

So wie es heute ausschaut ist zumindest die Strategie bei MB jetzt etwas besser aufgelistet. Aber zuvor, hatte man sich da nicht die spezielle (anscheindend weltweit führende) Technologie von den Chinesen noch abluchsen lassen? Ich befürchte die werden jetz noch günstiger dasselbe produzieren, damit MB also konkurenzieren. Was muss man denn davon halten?

Bei uns ist ein wunderbar sonniger Tag, da wünschte ich MB in Zukunft auch wirklich endlich mal etwas mehr "Sonnenschein".

Schönen Tag noch

cool

 

 

 

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