Schweizer Fonds

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Schweizer Fondsmarkt stabil

Schweizer Fondsmarkt stabil auf hohem Niveau

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2017 974.7 Mrd. CHF. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einer minimen Zunahme um 47 Mio. CHF oder 0.005%. Die Nettomittelzuflüsse betrugen im Mai 2017 knapp 390 Mio. CHF.

19.06.2017 22:36

Die Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz vertrauten der Fondsindustrie im Mai 2017 974.7 Mrd. CHF (April 2017: 974.6 Mrd. CHF) an. "Einige relevante Börsen tendierten im Berichtsmonat eher seitwärts. Entsprechend stabilisierte sich das Volumen des Schweizer Fondsmarktes auf hohem Niveau. Bei den Nettomittelzuflüssen war eine Abflachung zu verzeichnen. Im Mai wurden markant Neugelder in Obligationenfonds investiert, in fast gleicher Höhe jedoch Gelder aus Aktienfonds abgezogen, so dass nur ein leicht positiver Saldo resultierte. Die Skepsis der Schweizer Investorinnen und Investoren gegenüber den hohen Aktienbewertungen blieb bestehen“, erklärte Markus Fuchs, Geschäftsführer der Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA. Zum Vergleich ausgewählte Indizes im Mai 2017 (Vormonat in Klammern): Dow Jones 0.33% (1.34%), S&P 500 1.16% (0.91%), EURO STOXX 50 -­0.14% (1.68%) und SMI 2.31% (1.78%). Gegenüber dem Euro verlor der Schweizer Franken um 0.36%, gegenüber dem US-­Dollar legte er um 2.69% zu.

Die Nettomittelzuflüsse betrugen im Mai 2017 386.8 Mio. CHF. Dabei lagen Obligationenfonds mit 2.9 Mrd. CHF an der Spitze, gefolgt von Anlagestrategiefonds (510.5 Mio. CHF) und Alternativen Anlagen (158.1 Mio. CHF). Gelder abgezogen wurden hauptsächlich aus Aktienfonds (-­2’254.5 Mio. CHF) und Geldmarktfonds (-867.7 Mio. CHF). In der Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien gab es keine Veränderungen: Aktienfonds 42.22%, Obligationenfonds 31.60%, Anlagestrategiefonds 11.61%, Geldmarktfonds 7.24%.

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Elias
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Branchen-ETFs und deren Klassifizierung

Was Sie über Branchen-ETFs und deren Klassifizierung wissen sollten

Wie bei jedem ETF ist es gerade bei Branchen-ETFs wichtig, den Index zu verstehen, um genau zu wissen, in was Sie eigentlich investieren.

 

Es gibt viele Gründe, Branchen-ETFs einem Portfolio beizumischen. Neben dem eher traditionellen Ansatz, das Depot geographisch auszurichten, versuchen einige Anleger durch die Über- und Untergewichtung einzelner Branchen vom Konjunktur-Zyklus zu profitieren.
 
Was auch immer Ihre Gründe für die Wahl eines Branchen-ETFs sind, Sie sollten wissen, in was Sie investieren. Bei ETFs bedeutet das immer, genau zu verstehen, wie der zugrundeliegende Index funktioniert: Wie werden die investierten Aktien ausgewählt, einer bestimmten Branche zugeordnet und anschließend im Index gewichtet? In diesem Artikel fokussieren wir uns auf die Aktienauswahl.

 

Zwei internationale Branchen-Klassifikationsschemata

Es gibt zwei Klassifikationsschemata für Branchen, die Sie kennen sollten. Das sind „GICS“ und „ICB“. Diese sind die Grundlagen für die Branchen-Indizes der wichtigsten Anbieter:
 

  •  „Global Industry Classification Scheme“ (GICS): Dieses Klassifikationsschema basiert auf 51.000 Wertpapieren, welches diese in 11 Sektoren, 24 Industriegruppen, 68 Industrien und 157 Teil-Industrien unterteilt.
  • „Industry Classification Benchmark“ (ICB): Dieses Klassifikationsschema basiert auf 75.000 Wertpapieren, welches diese in 10 Industrien, 19 Supersektoren, 41 Sektoren und 114 Teilsektoren klassifiziert.

 

GICS- vs. ICB-Klassifizierung im Vergleich

GICS vs. ICB Klassifizierung im Vergleich
Quelle: MSCI; ICB Benchmark; März 2018    
 
Die Index-Anbieter STOXX Limited und FTSE verwenden das ICB-System als Grundlage für ihre Branchen-Indizes, während die Indizes von MSCI und S&P auf GICS basieren.
 
 

So funktionieren die Branchen-Klassifikationsschemata

Beide Ansätze verfolgen die gleiche Logik. Die Hierarchie basiert auf breiten Branchen-Gruppierungen, die dann immer weiter bis hin zu kleinen Nischen-Bereichenunterteilt werden.
 
Beispielsweise werden Unternehmen (also Aktien), die den Großteil ihrer Einnahmen aus der Luft- und Raumfahrt erwirtschaften, vom ICB-Schema in der Kategorie „Verkehr“ eingeordnet, ...
 

  • welche zum Luft- und Raumfahrt-Untersektor gehört.
  • welche wiederum Teil des Aerospace und Verteidigungssektors ist.
  • welche zum Super-Sektor Industriegüter und -dienstleistungen zählt.
  • welche sich innerhalb der Industriegruppe „Industrie“ befindet.

Obwohl das GICS-System ähnlich wie ICB aufgebaut ist, ist bereits die Bezeichnung der Hierarchie-Ebenen und auch die einiger übergeordneter Kategorien unterschiedlich. Die Einordnung einiger Sektoren und Nischen ist ebenfalls teilweise anders. Das stiftet so manche Verwirrung bei Anlegern.
 
Ein Beispiel dafür ist die Bezeichnung des Top-Levels bei GICS als „Sektor“. Unter ICB ist das die Bezeichnung der dritten Stufe. Betrachten Sie diese Bezeichnungen nur als Etiketten. Die „Industrie“-Ebene unter ICB ist funktionell gleich mit der „Sektor“-Ebene bei GICS.
 
Auch die Wörter „Sektor“ oder „Branche“ können Sie universell betrachten. Wir und auch andere Autoren verwenden diese Wörter, um auf alle Arten der verschiedenen Unternehmensgruppen zu verweisen und nicht explizit auf eine besondere Bedeutung in Bezug auf die GICS oder ICB-Klassifizierung. 

 

Top-Level-Branchen von GICS und ICB im Vergleich

GICS ICB Filter for ETFs
Energie Erdöl und Erdgas ETFs anzeigen
Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffe Grundstoffe ETFs anzeigen
Gesundheitswesen Gesundheitswesen ETFs anzeigen
Industrie Industrieunternehmen ETFs anzeigen
Finanzwesen Finanzdienstleistungen ETFs anzeigen
IT Technologie ETFs anzeigen
Kommunikationsdienstleistungen Telekommunikation ETFs anzeigen
Versorgungsbetriebe Versorger ETFs anzeigen
Basiskonsumgüter Verbrauchsgüter ETFs anzeigen
Nicht-Basiskonsumgüter Verbraucherservice ETFs anzeigen
Immobilien ETFs anzeigen

Quelle: GICS Struktur, ICB Struktur und Definition  

 

Unterschiede zwischen den Branchen-Klassifikationsschemata

Oberflächlich scheinen die beiden Klassifikationsschemata ziemlich ähnlich. Es gibt jedoch einige Unterschiede, wenn Sie sich die Eingruppierung bestimmter Branchen genauer ansehen.
 
Zum Beispiel sind im ICB-System Fluggesellschaften unter „Reise und Freizeit” im Verbraucherservice-Sektor eingruppiert. Im Gegensatz dazu sind Fluggesellschaften im GICS-System unter „Transportwesen” im Industrie-Sektor einsortiert.
 
Keine der beiden Kategorisierungen ist besser oder richtiger ist als die andere. Für Sie ist es wichtig zu wissen, dass es durchaus Unterschiede zwischen beiden Systemen gibt, auch wenn wir hier nicht alle im Detail darstellen können.
 
Vielmehr möchten wir hervorheben, warum sich vor dem Kauf eines Branchen-ETFs ein Blick auf die Funktionsweise des Index und zugrundeliegenden Klassifikationsschemata lohnt, damit Sie am Ende auch wirklich in die Branche investieren, die Sie ausgewählt haben.
 
 

Branchen-ETFs in der Praxis

In der Praxis ist es zwar wichtig, die tiefere Branchen-Zuordnung zu kennen, jedoch können Anleger über ETFs tatsächlich nur in die höheren Ebenen der GICS- und ICB-Klassifizierung investieren.
 
In der Tabelle unten finden Sie eine Übersicht über alle Branchen, für die ETFs aktuell verfügbar sind. Auch ist es wichtig zu wissen, dass sowohl regionale als auch globale Branchen-ETFs verfügbar sind.
  
So hat zum Beispiel Xtrackers Branchen-ETFs auf Basis des Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets und Industrieländer-Index MSCI World aufgelegt. Weitere Details hierzu finden Sie ebenfalls in der Tabelle unten.
 
Daneben gibt es Branchen-ETFs, die den Zusatz „optimized“ (also optimiert) oder „capped“ (deutsch: gedeckelt) tragen. Hierzu zählen die optimierten Branchen-ETFs vom Anbieter Source auf den STOXX Europe 600 Index. Diese ETFs auf optimierte Indizes bieten ein zusätzliches Risikomanagement, indem der maximale Anteil eines Unternehmens im Index begrenzt wird. Darüber hinaus ist es möglich, dass Anleger diese Indizes aufgrund ihrer potenziell höheren Liquidität bevorzugen.
 
 

Finden Sie den richtigen Branchen-ETF

Ihre Suche nach Branchen-ETFs starten Sie am besten im Auswahlfilter „Aktien“ mit den unterschiedlichen Branchen. Nach der Wahl einer Branche können Sie Ihre Suche weiter nach Region oder Land eingrenzen.
 
Anschließend vergleichen Sie die verschiedenen ETFs und werfen einen Blick auf die Funktionsweise des zugrundeliegenden Branchen-Index. Eine Aufstellung der aktuellen Branchenverteilung finden Sie in der Regel im Factsheet, welches auf jedem ETF-Profil verlinkt ist. In diesem finden Sie meist auch eine Liste der am stärksten gewichteten Unternehmen.
 
Nur wenn Sie wissen, in was Sie eigentlich investieren, können Sie am Ende die richtige Entscheidung für das richtige Produkt treffen.

 

Auswahl eines Branchen-ETFs

Auswahl eines Branchen-ETFs
Quelle: justETF.com/find-etf.html

Tipps für die ETF Suche

Wählen Sie „Alle Sektoren“, um sich alle Branchen-ETFs auf die verschiedenen Sektoren anzeigen zu lassen. Nutzen Sie den Filter „Keine Sektoren“, um alle Indizes ohne Fokus auf eine einzelne Branche zu erhalten.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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So setzen sich die Kosten für

So setzen sich die Kosten für Fonds zusammen

ETF sind für Anleger billiger als aktiv gemanagte Fonds, das ist allgemein bekannt. Aber: Wie setzten sich Fondskosten eigentlich genau zusammen?

12.09.2018 01:00

Von Marc Forster

Angenommen, Sie kaufen für 20'000 Franken Anteile eines aktiv gemanagten Aktienfonds, der die Gewinne ausbezahlt. Die Rendite beträgt 4 Prozent im Jahr, was heisst, dass Sie nach vier Jahren 3200 Franken verdient haben.

Theoretisch, denn: Beim Kauf des Fond haben sie 3 Prozent des Kaufwerts als Ausgabegebühr bezahlt, also fallen 600 Franken weg. Auch laufende Fondskosten belasten die Rendite. Betragen sie 1 Prozent, so fallen in vier Jahren also weitere 800 Franken von der Rendite weg. Hätten Sie in einen Fonds investiert, der 2 Prozent jährliche Kosten aufweist, hätten Sie 1600 Franken an Gebühren bezahlt. Von der Rendite bleibt dann nicht mehr viel übrig.

Direkte und indirekte Kosten

Das vereinfachte Beispiel macht deutlich, dass die Kosten bei Fonds ein Thema ist, das Anleger beachten sollten. Zur Ausgabegebühr kommt je nach dem noch die Stempelsteuer von 0,15 Prozent des Kaufpreises und, falls die Bank diese erhebt, eine Depotgebühr für die Aufbewahrung von Wertschriften, die in etwa gleich hoch ist. Manche Fonds enthalten gar auch noch eine  Rücknahmegebühr, wenn die Anteile wieder verkauft werden. Dies alles summiert sich zu den direkten Fondskosten.

Den Löwenanteil von Fondskosten fallen allerdings auf die so genannten indirekten Kosten. Eine Angabe zu den indirekten Kosten schafft die Kennzahl "Total Expense Ratio" (TER). Die TER berechnet sich, wenn man das Fondsvermögen ins Verhältnis zu den Kosten setzt. Diese sind: Verwaltungskosten und Vergütung der Depotbank, Vertriebskosten, Veröffentlichungs- und Prüfungskosten, Kosten für weitere Dienstleistungen wie die Revision oder Rechtskosten.

Im Detail heisst dies, dass der Fondsmanager seine "Zulieferer" und Dienstleister bezahlt und diverse Kosten begleicht, welche aus regulatorischen Gründen anfallen. Die Kosten für Zulieferer und Dienstleister werden auch als Managementgebühren bezeichnet. Laut der Branchenorganisation SFAMA (Swiss Funds and Asset Management Association) bestehen diese zu 10 Prozent aus Kosten für den Asset Manager, zu 30 Prozent für die Administration und zu 60 Prozent für den Vertrieb.

Ein Knackpunkt bilden dabei die Vertriebskosten. Diese fallen oft intern bei den Banken und Fondsgesellschaften an. Bei den Vertriebskosten und dem Umgang damit geht es teilweise um bankinterne Machtfragen. Wie die Gebühren zustande kommen, ist relativ intransparent. Ein Weg, wie Fonds billiger werden, ist eine genauere Aufschlüsselung der Vertriebskosten: So können Kunden wählen, für welche Beratung sie wie viel bezahlen wollen. Dieser Trend zu mehr Transparenz kommt aber erst langsam in Gang.

Aktiv gemanagte Fonds, die heute noch eine TER von über 1,5 Prozent ausweisen, müssen dies gut und im besten Falle mit einer ansehnlichen Rendite begründen. Allerdings gibt es aktiv gemanagte Fonds, die ihre internen Kosten gesenkt haben: Eine TER von 0,5 Prozent ist auch dort möglich.

TER weist nicht die «Gesamtquote» aus

Die TER entspricht einer regulatorischen Richtlinie der EU. Durch sie können die Kosten von einzelnen Produkten relativ genau verglichen werden. Bei Swiss Fund Data oder bei Morningstar können die TER in den Factsheets der Fonds nachgesehen werden.

Die TER umfasst allerdings in aller Regel immer noch nicht alle indirekten Kosten. Die deutsche Übersetzung "Gesamtkostenquote" für die TER ist daher nicht präzise. Die Kennzahl "Ongoing Charges", die beispielsweise Morningstar verwendet, ist der TER recht ähnlich und deckt auch nicht alle Kosten ab. Die Fondsindustrie könnte anstelle der TER eine "All-in-fee" als Angabe einführen, doch eine solche hat sich bisher nicht durchgesetzt.

Die TER umfasst in der Regel nicht die Transaktionskosten und Transaktionssteuern, die beim Kauf und beim Verkauf von Wertpapieren anfallen. Auch Performancegebühren sind in der TER nicht enthalten. Gewisse Fonds erheben diese, um die Fondsmanager für besonders gute Leistungen zu belohnen. Insofern bedeutet eine höhere Performancegebühr, dass auch die Rendite für den Anleger gestiegen ist. Kritisiert worden sind diese Gebühren aber auch schon deswegen, weil sie die Fondleitungen zu riskanteren Anlagemanövern verleiten können.

Auch bei ETF gibt es Kosten

Bei ETF oder Exchange Traded Funds fällt ein grosser Teil der Verwaltungsgebühren weg, weil diese Fonds, die Indices nachbilden, viel weniger Kosten für Fondsmanager oder Researchspezialisten aufwenden müssen. Der umstrittene Kostenblock Vertrieb fällt bei ETF weg. ETF sind passiv gemanagte Fonds, die starr von den Kursentwicklungen der darunterliegenden Indices abhängig sind und daher handelt es sich auch um anders ausgerichtete Anlageprodukte als die aktiv gemanagten Fonds.

Wer einen ETF kauft, bezahlt eine Courtage, die Stempelsteuer und die Differenz von Geld- und Briefkurs: Der so genannte Spread fällt an, wenn die Fonds Aktien kaufen. Es ist der Unterschied zwischen nachgefragtem und angebotenem Kurs, der als Teil des Aktienhandels zum Alltag gehört. Bei grosskapitalisierten, sehr liquiden Aktien ist der Spread in aller Regel klein (beispielsweise bei Aktien wie Nestlé, Roche oder Novartis). Bei weniger liquiden Investments wie Nebenwerten oder Schwellenland-Aktien kann der Spread hoch sein.

Es gibt noch einen Unterschied zu beachten: ETF sind börsennotierte Fonds, für die eine Gebühr für die Kotierung anfällt. Bei Indexfonds hingegen, die nicht kotiert sind, fällt diese Gebühr weg. Alles in allem sind ETF und Indexfonds deutlich billiger als aktiv gemanagte Fonds. Die TER liegt zum Teil weit unter 0,1 Prozent. Gewisse Anbieter legen gar Null-Gebühren-ETF auf – cash.ch hat kürzlich darüber berichtet, was es damit auf sich hat.

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Schweizer Fondsmarkt sinkt im

Schweizer Fondsmarkt sinkt im Dezember

Das Gesamtvermögen der Anlagefonds in der Schweiz ist im Dezember erneut gesunken. Im Dezember wurden rund 2 Milliarden Franken aus Anlagefonds abgezogen. Angesicht der markanten Einbrüchen an den Aktienmärkten sei dies aber erstaunlich wenig gewesen, schrieb die Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA am Montag in einer Mitteilung.

21.01.2019 12:36

Konkret betrug das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data AG und Morningstar erfassten Anlagefonds im Dezember 1'041,3 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vormonat, in dem es ebenfalls geschrumpft war, entspricht dies einem Rückgang von 42,2 Milliarden oder 3,9 Prozent.

Die Mehrzahl der Fondskategorien verzeichneten Abflüsse, allen voran die Obligationenfonds mit ­2,3 Milliarden. Auf der Gegenseite verbuchten Geldmarktfonds die grössten Zuflüsse mit +1,7 Milliarden Franken.

Gerade umgekehrt sieht gemäss SFAMA die Rangliste im Jahresvergleich aus: Obligationenfonds zogen mit 7,2 Milliarden am meisten Neugeld an, während Geldmarktfonds mit ­3,3 Milliarden Franken die höchsten Abflüsse verzeichneten. Auf Jahresbasis ergab sich insgesamt ein Neugeldzufluss von 8,1 Milliarden.

In der Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien gab es im Dezember im Vormonatsvergleich keine Veränderungen. Auf dem ersten Platz in der Beliebtheitsskala standen Aktienfonds mit 39,7 Prozent. Den zweiten Platz belegten die Obligationenfonds (+32,8%), gefolgt von den Anlagestrategiefonds (11,5%) und Geldmarktfonds (8,8%).

Bei den Top-10-Anbietern liegen unverändert die UBS mit einem Marktanteil von mehr als 26 Prozent und die Credit Suisse mit einem Anteil von gut 15 Prozent an der Spitze. Swisscanto auf dem dritten Platz kommt auf einen Anteil von 8 Prozent.

sig/rw

(AWP)

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Schweizer Fondsmarkt legt im

Schweizer Fondsmarkt legt im Januar wieder zu

Der Schweizer Fondsmarkt hat im Zuge der Erholung an den Aktienmärkten im Januar zugelegt. Nach drei Monaten mit Rückgängen erhöhte sich das Gesamtvermögen der Anlagefonds erstmals wieder. Es stieg um 4,4 Prozent auf 1'096 Milliarden Franken.

19.02.2019 11:33

Die Anleger vertrauten der Fondsindustrie netto zusätzlich 6,43 Milliarden Franken an Neugeldern an, wie die Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA am Dienstag mitteilte. In fast alle Fondskategorien seien Neugelder investiert worden, wobei die Obligationenfonds klar die Nase vorn gehabt hätten. Sie konnten 6,12 Milliarden Franken an Neugeldern anziehen.

Mit grossem Abstand folgten die Aktienfonds mit 552 Millionen und die Geldmarktfonds mit 228 Millionen Franken. Gelder abgezogen worden seien nur aus zwei Kategorien und die auch nur in geringem Ausmass, schrieb die SFAMA weiter. So flossen aus den Alternativen Anlagen 372 Millionen und aus den Rohstofffonds 195 Millionen Franken ab.

Nach wie vor führen die Aktienfonds die Liste der beliebtesten Fonds an: Über 40 Prozent der Gelder im Schweizer Fondsmarkt stecken in Aktienfonds. Der Marktanteil der Obligationenfonds beträgt fast ein Drittel, die Anlagestrategiefonds kommen auf rund 11 Prozent, die Geldmarktfonds auf knapp 9 Prozent.

Bei den Top-10-Anbietern liegen unverändert die UBS mit einem Marktanteil von mehr als 26 Prozent und die Credit Suisse mit einem Anteil von gut 15 Prozent an der Spitze. Swisscanto auf dem dritten Platz kommt auf einen Anteil von 8 Prozent.

tt/uh

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Schweizer Fondsmarkt mit

Schweizer Fondsmarkt mit Anstieg im Februar

Der Schweizer Fondsmarkt hat im Zuge der Erholung an den Aktienmärkten auch im Februar weiter zugelegt, wenn auch mit geringerer Dynamik. Nachdem in den letzten drei Monaten des Vorjahres 2018 noch Rückgänge verbucht wurden, konnten in den ersten beiden Monaten 2019 Zuwächse ausgewiesen werden.

20.03.2019 11:30

Das Gesamtvermögen der Anlagefonds stieg im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent auf 1'120 Milliarden Franken, wie die Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA am Mittwoch mitteilte. Im Januar hatte das Plus 4,4 Prozent betragen.

Dass die Anleger und Anlegerinnen gewillt seien, wieder mehr Risiko einzugehen, würden die markanten Mittelzuflüsse in Aktienfonds zeigen, hiess es weiter. Diese wurden jedoch durch die Abflüsse aus Obligationenfonds mehr als kompensiert. Insgesamt vertrauten die Anleger der Fondsindustrie netto 0,7 Milliarden Franken weniger an Neugeldern an.

Am meisten Gelder abgezogen wurden aus Obligationenfonds (­5,6 Mrd Fr.). Neugelder investiert wurden vor allem in Aktienfonds (+3,7 Mrd) und Geldmarktfonds (+1,5 Mrd). In der Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien gab es hingegen keine Veränderungen: Hier waren weiter Aktienfonds (42%) führend, gefolgt von Obligationenfonds (31%), Anlagestrategiefonds (11%) und Geldmarktfonds (8,9%), schrieb die SFAMA weiter.

Bei den Top-10-Anbietern liegen unverändert die UBS mit einem Marktanteil von mehr als 26 Prozent und die Credit Suisse mit einem Anteil von gut 15 Prozent an der Spitze. Swisscanto auf dem dritten Platz kommt auf einen Anteil von 8 Prozent.

yr/rw

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Schweizer Startup-Fonds

Schweizer Startup-Fonds beginnt mit 190 Mio Fr. zu investieren

Der im vergangenen Februar von der Stiftung Swiss Entrepreneurs Foundation lancierte Startup-Fonds hat in einer ersten Geldsammelphase 190 Millionen Franken zusammenbekommen. Damit beginnt der Fonds ab August in Schweizer Jungunternehmen und innovative KMUs in der Wachstumsphase zu investieren.

02.07.2019 08:16

Die 190 Millionen Franken stammten vom Versicherer Mobiliar (76 Mio Franken), von Pensionskassen und qualifizierten privaten Anlegern, teilte die Stiftung am Dienstag in einem Communiqué mit. Die von Privatwirtschaft und Politik getragene Swiss Entrepreneurs Foundation war im Dezember 2017 unter dem Patronat des damaligen Bundesrats Johann Schneider-Ammann ins Leben gerufen worden, um die "Herausforderungen für den Innovations- und Startup-Standort Schweiz" anzugehen.

Die Stiftung mit Sitz in Bern steht seit Anfang 2019 unter dem Patronat von Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Johann Schneider-Ammann bleibt als Ehrenpräsident der Stiftung verbunden, die den Fonds zusammen mit dem Versicherer Mobiliar und den Grossbanken UBS und Credit Suisse lanciert hat.

Von den 190 Millionen sollen konkret rund 120 Millionen in das breite Ökosystem für Startups und innovative KMUs via Investitionen in bestehende Fonds (Fund-of-Funds-Ansatz) fliessen, wie es weiter hiess. Investitionen von maximal 70 Millionen tätigt der Fonds mittels Direktinvestitionen in ausgewählte Unternehmen, die einen Finanzierungsbedarf zwischen 5 und 15 Millionen Franken haben. Die Unternehmen müssen ihren Hauptsitz oder einen signifikanten Anteil ihrer Wertschöpfung in der Schweiz haben und eine internationale Strategie verfolgen.

Die für den Fonds Verantwortlichen zeigten sich laut Communiqué mit dem Fortschritt sehr zufrieden und vom grossen Interesse am Fonds positiv überrascht. Das Fundraising werde in den nächsten Monaten fortgesetzt, um das Ziel von 500 Millionen Franken zu erreichen.

jb/tt

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Schweizer Fondsmarkt legt im

Schweizer Fondsmarkt legt im September wieder zu

Die Schweizer Anlagefonds haben im September von der positiven Entwicklung an den Märkten profitiert. Die Kunden vertrauten den Fonds wieder neue Gelder an, wobei sie verstärkt in Aktienfonds investierten.

17.10.2019 11:01

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds nahm im September gegenüber dem Vormonat um knapp 12 Milliarden Franken auf insgesamt 1'181,25 Milliarden Franken zu, wie die Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA am Donnerstag mitteilte.

Die Nettomittelzuflüsse betrugen dabei 0,8 Milliarden Franken. Damit habe der Trend der Nettomittelzuflüsse angehalten, habe sich aber im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt, schreibt SFAMA. Im August hatten die Fonds noch Neugelder im Umfang von netto 4,5 Milliarden akquirieren können.

Am meisten Neugelder wurden im September in Aktienfonds (5,8 Milliarden) investiert, nachdem diese Fondskategorie im laufenden Jahr meistens Mittelabflüsse verzeichnet hatte. Mit einigem Abstand folgten die Anlagestrategiefonds (291 Millionen).

Mittelabflüsse gab es bei fünf Fondskategorien, dabei lagen Obligationenfonds mit -3,8 Milliarden klar an der Spitze vor Geldmarktfonds mit -1,3 Milliarden.

In der Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien gab es hingegen keine Veränderungen: Die grössten Volumen entfielen auf Aktienfonds (41,3%), dahinter folgen Obligationenfonds (32,0%), Anlagestrategiefonds (11,2%) und Geldmarktfonds (9,0%).

Bei den Top-10-Anbietern liegen unverändert die UBS mit einem Marktanteil von mehr knapp 26 Prozent und die Credit Suisse mit einem Anteil von gut 16 Prozent an der Spitze. Swisscanto auf dem dritten Platz kommt auf einen Anteil von 8,1 Prozent.

sig/rw

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Schweizer Fondsmarkt legt im

Schweizer Fondsmarkt legt im Oktober erneut zu

Die Schweizer Anlagefonds haben im Oktober von der positiven Entwicklung an den Börsen profitiert. Die Kunden vertrauten den Fonds im Vergleich zum Vormonat rund 12,5 Milliarden Franken mehr an.

19.11.2019 11:34

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds nahm damit im Oktober um 1,05 Prozent auf insgesamt 1'195 Milliarden Franken zu, wie die Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA am Dienstag mitteilte.

Die Nettomittelzuflüsse betrugen dabei 3,9 Milliarden Franken. Damit hat sich der Trend der positiven Nettomittelzuflüsse im Vergleich zum September nochmals verstärkt.

Am meisten Neugelder wurden im September in Aktienfonds (2,0 Mrd.) investiert. Gefolgt von Obligationenfonds (1,2 Mrd.) und Anlagestrategiefonds (291 Millionen).

Die Reihenfolge der beliebtesten Anlagekategorien blieb derweil unverändert: Aktienfonds (41,79%), Obligationenfonds (31,71%), Anlagestrategiefonds (11,07%) und Geldmarktfonds (8,84%).

Unter den Top-10-Anbietern finden sich ebenfalls unverändert die UBS mit einem Marktanteil von knapp 26 Prozent und die Credit Suisse mit einem Anteil von gut 16 Prozent an der Spitze. Swisscanto auf dem dritten Platz kommt auf einen Anteil von 8,1 Prozent.

sta/tt

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Das sind die besten Schweizer

Das sind die besten Schweizer Aktien-Fonds 2019

Mit Aktien Geld verdienen, das war für viele Privatanleger 2019 relativ einfache Sache. Doch wie schnitten Profi-Investoren ab? Konnten sie den Markt schlagen? Teil III der cash.ch-Jahresendserie «Aktien-Boom 2019».

18.12.2019 08:00

Von Henning Hölder

Wer von Ihnen hat Anfang des Jahres des Jahres erahnt, dass die SMI-Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis derart gut performen würden? Falls Sie zur Kaste der aktiven Fondmanager gehören sollten, ist es Ihnen zu wünschen, dass Sie diesbezüglich den Braten gerochen haben. Denn wer 2019 bei Schweizer Standartwerten wählerisch war und dabei die SMI-Schwergewichte untergewichtete, der hat heute die Zwei auf dem Rücken.

Traditionell orientieren sich grosse Banken und Vermögensverwalter mit ihren grossen Fondsprodukten auf die Nachbildung von Indizes. Das heisst, sie investieren so genannt "indexnah". Was oft Anlass zur Kritik gibt, Stichworte: Mutlosigkeit, hohe Kosten im Vergleich zu ETF und so weiter. Doch das Nichtstun hat sich in diesem Jahr gelohnt. Die SMI-Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis waren 2019 mit einer Jahresperformance zwischen 24 und 29 Prozent eine sichere Bank.

Schwieriger war es demzufolge für aktive Fondsmanager, die mit etwas mehr Umschichtungen im Fonds eine grössere Performance erzielen wollen. Vor allem "im ersten Halbjahr war es sehr schwierig für aktive Fondsmanager. Der Index war sehr stark getrieben von Nestlé. Wenn man dort untergewichtet oder gar nicht investiert ist, dann wird es schwierig nachzufolgen", sagte Fondsmanager Urs Beck von EFG Asset Management vor zwei Wochen im cash-Börsen-Talk.

So verwundert es nicht, dass auf Platz 1 der bestperformenden Aktien-Fonds im "Large-Caps-Segment" (grosskapitalisierte Aktien) das Produkt eines grossen Finanzplayers landet. Dass es sich dabei ausgerechnet um die arg gebeutelte GAM-Vermögensverwaltung handelt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Angaben in der Tabelle unten stützen sich auf Daten des Fondsanalysehauses Morningstar.

2019: Top 10 Anlagefonds Schweizer Large Caps

Fondsname Performance 2019, in %
1. GAM Multistock - Swiss Equity CHF R +35,5
2. AXA World Funds - Framlington Switzerland M Capitalisation CHF +32,32
3. Deka-Schweiz +32
4. UBAM - Swiss Equity ID CHF +31,12
5. DWS Zürich Invest Aktien Schweiz +30,87
6. State Street Switzerland Index Equity Fund P EUR +30,7
7. Allianz Fonds Schweiz R EUR +30,51
8. AXA World Funds - Framlington Switzerland A Capitalisation CHF +30,30
9. UBS (Lux) Equity SICAV - Swiss Opportunity (CHF) (EUR) P-acc +29,81
10. Julius Baer Edelweiss Fund Equity (CHF) K +29,04

Quelle: Morningstar

Die Nummer eins, der "Multistock-Swiss-Equity"-Fonds von GAM, ist natürlich stark ausgerichtet auf Nestlé, Roche und Novartis, die insgesamt knapp 30 Prozent des Portfolios ausmachen. Der Grund, weshalb der Fonds die Goldmedaille holte, macht aber die Auswahl der restlichen Positionen aus: So waren die viert- und fünftgrösste Position mit Logitech (+55 Prozent) und Sika (+44 Prozent) mit absoluten Highflyern besetzt. Insgesamt kommt der GAM-Fonds auf eine Jahresrendite von 35,5 Prozent, womit er den Swiss Market Index (+23,5 Prozent) deutlich schlägt.

Dass sich Stock Picking dieses Jahr meist weniger gelohnt hat, zeigt das Beispieldes EFG-Fonds "New Capital Swiss Select Equity". Anders als die meisten der grossen Fondshäuser war dieser Fonds bei den Schwergewichten untergewichtet. Lediglich Roche gehört mit etwa 5 Prozent zu den grösseren Positionen.

Stattdessen setzte man als grösste Position etwa auf die Titel der Bank Valiant, die seit Anfang Jahr um etwa 10 Prozent abgeschmierten. Insgesamt sprang für den Fonds "lediglich" eine Rendite von 20,59 Prozent heraus. Was hinter dem Gesamtmarkt liegt.

2019: Top 10 Anlagefonds Schweizer Small und Midcaps

Fondsname Performance 2019, in %
1. GAM Multistock - Swiss Small & Mid Cap Equity CHF R +37,98
2. BlackRock Global Funds - Swiss Small & MidCap Opportunities I2 CHF +32,24
3. Mirabaud - Equities Swiss Small & Mid N EUR Acc +31,14
4. UBAM - Swiss Small And Mid Cap Equity IPC CHF +30,79
5. Vontobel Fund - Swiss Mid and Small Cap Equity N CHF +28,46
6. zCapital Swiss Small &Mid Cap ZA CHF +28,45
7. 3V Invest Swiss Small & Mid Cap B +27,71
8. CIC CH Equity CHF Primus B +27,11
9. LLB Alpha - Bank Linth Regiofonds Zürichsee +24,68
10. Bellevue Funds (Lux) BB Entrepreneur Swiss Small&Mid B CHF +23,95

Quelle: Morningstar

Während der SMI 2019 bisher um 23,5 Prozent zulegen konnte, weisst der breitere Swiss Performance Index (SPI) ein noch deutlicheres Wachstum von 29 Prozent aus. Heisst: Theoretisch war dieses Jahr bei den Nebenwerten noch mehr zu holen, wenn man denn auf die richtigen Titel setzte. Trotzdem schaffte es hier punkto Performance nur ein Fonds, den besten Large-Caps-Fonds zu überflügeln.

Und auch hier war es die Vermögensgesellschaft GAM, die sich positiv hervortat. Ihr Fonds "Swiss Small & Mid Cap Equity" schlägt mit einer Performance von knapp +38 Prozent den breit angelegten Swiss Performance Index (+29 Prozent) deutlich. Seine Top-Positionen hält der Fonds in dem Hörgeräte-Hersteller Sonova (+36 Prozent im 2019), dem Bankensoftware-Hersteller Temenos (+30 Prozent), dem Computerzubehör-Hersteller Logitech und in dem Zahnimplantat-Hersteller Straumann (+53 Prozent).

Ein Fonds von Union Bancaire Privée (UBP), nämlich der "UBAM - Swiss Small And Mid Cap Equity", zeigt, dass sich ein gewisses Klumpenrisiko loht. Der Fonds, der Position vier einnimmt, setzte knapp 10 Prozent des Portfolios auf den Zuger Vermögensverwalter Partners Group (+47 Prozent im 2019). Insgesamt steht dann für 2019 bisher eine Rendite von knapp 31 Prozent - womit auch hier der Markt geschlagen wurde.

Dass die Aktienfonds ihre teils massiven Wertsteigerungen im nächsten Jahr wiederholen können, muss angezweifelt werden. Böse Zungen würden sagen, im Börsenjahr 2019 konnte man als Fondmanager kaum etwas falsch machen. Das wären dann wieder gute Vorzeichen für Stock Picker und eher schlechte Vorzeichen für grosse Fondhäuser, die ihre Fondsprodukte vorwiegend indexbasiert konstruieren.

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Fonds erleiden Rekordverlust

Fonds erleiden Rekordverlust von bis zu 30 Prozent an einem Tag

H2O Asset Management, die zum Boutiquenkranz von Natixis gehört, hat während des Markteinbruchs am Montag schwere Verluste von bis zu 30 Prozent erlitten.

Aktualisiert um 15:38

Das von Natixis unterstütze und in London ansässige Unternehmen verzeichnete in mindestens vier seiner Anlagepools einen untertägigen Rekordrückgang, während Coronavirus-Ängste und ein Ölpreisverfall die Märkte erschütterten. Der Multiequities-Fonds von H2O verlor etwa 30% und radierte damit etwa sechs Jahre an Gewinnen aus. Seine Vivace-Strategie brach um 26% ein, der Multibonds-Fonds rutschte 20% ab und der Flaggschiff-Fonds Allegro verlor 18%.

Ein Sprecher von H2O aus London lehnte eine Stellungnahme ab. Die Aktien von Natixis, dem Mehrheitseigner von H2O, lagen um 14.15 Uhr in Paris um 8,4% im Minus.

“Bei Aktien haben unsere Strategien unterdurchschnittlich abgeschnitten”, erklärte H2O in einem Brief an die Investoren, in den Bloomberg am Montag Einsicht hatte. “Innerhalb von drei Wochen wurde was teuer war unerschwinglich, und was erschwinglich war zu einem Schnäppchen.”

"Den Exit gut managen"

Bereits vor dem Ausverkauf am Montag waren drei der leistungsstärksten H2O-Strategien, darunter Allegro, an das untere Ende einer Rangliste von Kepler Partners mit 500 Fonds gerutscht, die mit Hedgefonds-ähnlichen Taktiken Geld verdienen. Vivace, ein globaler Makro-Fonds, brach im bisherigen Monatsverlauf vor dem Montags-Crash um etwa 29% ein, während der MultiReturn-Fonds fast 17% verlor.

“Eine weitere Ursache für unsere Underperformance waren italienische Staatsanleihen, die aufgrund des Virus aggressiv verkauft wurden”, hieß es weiter in dem Schreiben. Die Verluste bilden einen Kontrast zum Blockbuster-Jahr 2019, als einige der H2O-Fonds um mehr als 40% zulegt hatten.

Die Natixis-Boutique, geführt von Bruno Crastes und Vincent Chailley, war im vergangenen Jahr ins Rampenlicht gerückt wegen Investitionen in illiquide Anleihen, die im Zusammenhang mit dem deutschen Investor Lars Windhorst standen. Als Morningstar das Rating für einen der Fonds des Unternehmens aussetze, zogen die Kunden innerhalb von zwei Wochen 8 Milliarden Dollar ab.

Die jüngsten Marktbewegungen entsprachen nicht der makroökonomischen Realität, schrieb das Unternehmen am Montag seinen Anlegern. Dem Brief zufolge ist es wichtig, “nicht zu bereuen, wenn es einen erwischt - im Fall von Coved-19 fast unmöglich -, sondern den Exit gut zu managen”.

(Bloomberg)

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So schlagen sich Exchange

So schlagen sich Exchange Traded Funds in der Coronavirus-Krise

Passive Fonds mit Aktien haben Anlegern dieses Jahr wegen der Corona-Krise unter dem Strich moderate Verluste gebracht. Bei Exchange Traded Funds (ETF) auf Basis von Rohstoffen zeigt sich hingegen eine Welt der Extreme.

14.05.2020 20:30

Von Marc Forster

Die besten in der Schweiz erhältlichen ETF (zur Definition von ETF, siehe unten) in diesem Jahr haben alle mit dem Goldpreis zu tun. Wer kein physisches Gold in Form von Barren kaufen will, investiert am besten über ETF in die Anlageklasse Gold. Die Feinunze, in Dollar gemessen, hat seit Jahresanfang um 13,2 Prozent an Wert gewonnen. In Krisen ist Gold oft gefragt - so auch diesmal.

Beim performancebesten ETF, den der Informationsdienst "Swiss Fund Data" auflistet, handelt es sich um einen Gold-ETF der Zürcher Kantonalbank (siehe Tabelle). Er hat um rund 20 Prozent an Wert gewonnen, auch weil er in der britischen Währung denominiert ist. Anleger profitieren indirekt von der coronabedingten Abwertung des Pfunds: Die Feinunze Gold ist seit Januar von 1150 auf gut 1400 Pfund und etwa 21 Prozent angestiegen. Die Wertentwickung eines ETF ist mit den Basiswert fast, aber aus verschiedenen Gründen meistens nicht exakt identisch. 

Was ist ein ETF?

Exchange Traded Funds sind Fonds, die eine breite Marktentwicklung spiegeln. Ein ETF bildet beispielsweise die Entwicklung eines Aktienindex wie dem Swiss Market Index (SMI) ab, der die Kursentwicklung der 20 wichtigsten Aktien der Schweiz misst. Als Basis können aber auch Obligationen-Indizes, Rohstoffe, Immobilien oder andere Fonds dienen.

Die Performance eines ETF verläuft ziemlich exakt so wie die Wertentwicklung der zugrundeliegenden Anlagen oder Anlageklassen. ETF können täglich an der Börse ge- und verkauft werden. Die ähnlich gelagerten Indexprodukte sind hingegen nicht börsengehandelt. Einen Einfluss auf den Kurs hat die Währung, in der ein ETF läuft. In der Schweiz gehandelte ETF verfügen teilweise über eine Währungsabsicherung.

Der Anlageprozess läuft automatisiert, weswegen ETF auch als "passive" Fonds bezeichnet werden. Eine Folge davon ist, dass ETF-Gebühren in aller Regel deutlich tiefer sind als jene bei so genannten aktiv gemangten Fonds, wo eine Fondleitung laufend Analysen vornimmt und Anlageentscheide trifft.

ETF werden nicht zuletzt wegen der tiefen Gebühren immer beliebter. Wichtig ist aber auch: Mit ETF in Indizes zu investieren, schränkt Anleger etwas ein. Bei fallenden Märkten haben aktive Fonds tendenziell einen Vorteil, weil dort das angelegte Vermögen jederzeit umgeschichtet werden kann. (cash/mfo.)

Zwei weitere Gold-ETF von der UBS und Raiffeisen spiegeln den Goldpreisansteig in Franken, der bei etwa 12 Prozent liegt. Einen Rohstoff-ETF findet man freilich am anderen Ende der Tabelle: Mit einem Minus von gut 50 Prozent ist ein Öl-ETF der UBS der schlechteste passive Fonds, den Swiss Fund Data ausfindig macht.

Auch Öl ist eine Anlageklasse, die sich für Privatanleger am besten über ETF tätigen lässt. In diesem Jahr allerdings mit enormen Einbussen: So handelte die von der Krise besonders getroffene US-Sorte WTI Anfang Januar noch bei 61 Dollar pro Fass, aktuell sind es gut 25 Dollar. Im April war der Preis, bedingt durch einen Crash bei den Terminkontrakten, gar ins Minus gefallen. Die Aussichten für den Ölpreis bleiben wegen der um sich greifenden Rezession gedämpft.

Auswahl ETF mit Domizilland Schweiz (Auswahl)

ETF-Name Kurs seit
1.1. 2020
Basis/Währung
ZKB Gold ETF AA GBP +20,6 Prozent Gold,
Britisches Pfund
UBS ETF - Bloomberg Barclays
US 10+ Year Treasury Bond 
UCITS ETF (hedged to EUR) A-dis
+20,4 Prozent Amerikanische
Staatsanleihen,
währungsabgesichert, Euro
Raiffeisen ETF - Solid Gold Ounces
A CHF
+12 Prozent Physisches Gold,
Franken
UBS ETF (CH) -
Gold (CHF) hedged (CHF) A-dis
+11,2 Prozent Gold, währungsabgesichert,
Franken
SPDR S&P U.S. Technology 
Sector UCITS ETF Acc
+0,4 Prozent US-Technologie-
Aktien wie Microsoft,
Apple, Visa, Intel; Dollar
UBS ETF (CH) -
SBI Domestic Government 3-7 A-dis
-0,5 Prozent CH-Bundes-
obligationen, Franken
UBS ETF (CH) -
SBI Foreign AAA-BBB 1-5
UCITS ETF (CHF) A-dis
-2,3 Prozent Unternehmens-Anleihen, z.B.
KfW, Coca Cola, Nestlé, Shell;
Franken
UBS ETF (CH) -
SXI Real Estate Funds 
(CHF) A-dis
-3,5 Prozent SXI Real Estate Funds Index:
Diverse Schweizer
Immobilienfonds, Franken
Swisscanto ETF Precious Metal 
Physical Palladium A USD
-4 Prozent Palladium-Barren,
Dollar
UBS ETF (CH) -
MSCI Switzerland (CHF) A-dis
-5,2 Prozent Index MSCI Switzerland,
Franken
UBS ETF (CH) - SMI (CHF) A-dis -5,6 Prozent SMI, Franken
UBS ETF (CH) - SPI (CHF) A-dis -5,6 Prozent SPI, Franken
UBS ETF (CH) - 
MSCI Switzerland IMI
Socially Responsible (CHF)
-8,1 Prozent Nachhaltige Schweizer Aktien
wie Logitech, Lonza, Roche
Givaudan, Nestlé; Franken
UBS ETF  (CH) - 
CMCI Oil SF (CHF) hedged (CHF)
A-dis
-50,4 Rohöl, währungsabgesichert,
Franken

Daten: Swiss Fund Data, cash.ch, SIX Group

Krisentypische Anzeichen zeigen sich auch bei Aktien und Obligationen. ETF mit Schweizer Aktien liegen alle im Minus: Vier verbreitete UBS-Produkte, die entweder auf dem Blue-Chip-Index SMI, dem breiten Markt SPI, dem MSCI Switzerland mit 39 grosskapitalisierten Titeln oder einer Auswahl von als nachhaltig eingestuften Aktien basieren, verdeutlichen dies: Sie liegen um etwa fünf bis acht Prozent im Minus. 

Knapp im Plus hingegen halten sich amerikanische Technologie-Titel, wie sie etwa der U.S. Technology Sector ETF von SPDR enthält, einer Gesellschaft des weltweit drittgrössten Vermögensverwalters State Street. ETF-Aktienanleger stehen insgesamt vor einem Dilemma: Steigen die Kurse weiter wie seit Ende März, werden sie automatisch profitieren. Kommt es aber zur befürchteten Korrektur, machen sie den Downturn mit Indexprodukten konstruktionsbedingt mit.

Staatsanleihen-ETF läuft gut

Die leicht negative Performance von Schweizer Immobilienaktien zeigt sich im ETF, der auf dem SXI Real Estate Funds Index gründet - also einer Basis, wie sie die Finanzdienstleistungruppe und Börsenbetreiberin SIX Group bereitgestellt hat. Besser als Aktien stehen Anleihen-ETF da. In Krisenzeiten profitieren Anleihen in der Regel wegen ihres konservativen Charakters. In der Corona-Krise haben allerdings nicht alle Anleihenklassen gut performt.

Kursgewinne hat es etwa bei US-Staatsanleihen gegeben: Während die Rendite seit Anfang Jahr von 1,8 auf 0,6 Prozent gesunken ist, sind die Kurse spiegelbildlich – wie dies bei Anleihen üblich ist – nach oben gegangen. Ein UBS-ETF, der US-Staatspapiere in Indexform abbildet, kommt auf eine Performance von gut 20 Prozent.

Schwieriger hat sich die Situation bei Unternehmensanleihen gezeigt. Ein ETF -  ebenfalls von der UBS – der ausländische Unternehmenanleihen mit verschiedenen Bonitätsklassen enthält, verliert 2,3 Prozent. Schuldtitel von Unternehmen haben auch unter der coronabedingten Marktunsicherheit tendenziell gelitten.

Die ungewissen Aussichten bei Aktien-ETF dürften für Privatanleger aber das grössere Thema sein. Anleihen-ETF hingegen werden eher zur Diversifizeriung von Portfolios genutzt.

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