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CS Aktie - Credit Suisse Aktie 

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Ethos lehnt CS-Vergütungen ab

Ethos lehnt CS-Vergütungen ab und stellt sich gegen Wiederwahl von VRP Rohner

Der Aktionärsvertreter Ethos bringt sich im Vorfeld der am 30. April stattfindenden Generalversammlung der Credit Suisse in Stellung. Ethos empfiehlt den CS-Aktionären, der Bankleitung die Décharge zu verweigern und den Vergütungsbericht abzulehnen. Zudem sollen sie den amtierenden Präsidenten Urs Rohner nicht mehr wählen und auf die Ausrichtung einer Dividende verzichten.

21.04.2020 13:54

Angesichts der schwerwiegenden Führungsmängel, die während der Beschattungsaffäre rund um ehemalige Kadermitglieder ans Licht gekommen sind, sei es noch zu früh um der Führung der Bank die Décharge zu erteilen, schreibt Ethos am Dienstag in einer Medienmitteilung. Die Affäre insbesondere um die Beschattung des vormaligen "CS-Starbankers" Iqbal Khan, der zur Konkurrentin UBS gewechselt war, habe dem Ruf der Bank sehr geschadet.

Vergütungen zu hoch

Dem wird nach Meinung von Ethos auch bei den Vergütungen ans Management zu wenig Rechnung getragen. Vor allem der Jahresbonus, der dem im Februar 2020 zurückgetretenen CS-Chef Tidjane Thiam gewährt wurde, sei viel zu hoch. Daher sei der Vergütungsbericht an der GV zurückzuweisen, empfiehlt der Aktionärsvertreter.

Ethos stellt sich überdies gegen die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten Urs Rohner. Seit 2017 halte man angesichts der zahlreichen Affären einen Wechsel des Präsidiums für unumgänglich, um das Vertrauen der Aktionäre wiederherzustellen.

Finanzielle Unsicherheiten

Zu guter Letzt sollen die Aktionäre laut Ethos auf die Zahlung einer Dividende in diesem Jahr verzichten. Aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten, sei dies angebracht. Die CS hatte vorgeschlagen, die Dividende in zwei Schritten von je 0,1388 Franken je Aktie auszubezahlen.

Bereits vergangene Woche hatte der Stimmrechtsberater Glass Lewis die Ablehnung des Vergütungsberichts der Grossbank empfohlen. Glass Lewis sprach sich mit Blick auf den erlittenen Reputationsschaden ebenfalls gegen die Entlastung der Unternehmensspitze aus.

Der Stimmrechtsberater ISS hingegen hat den Aktionären empfohlen, die entsprechenden Anträge anzunehmen.

mk/tp

(AWP)

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US-Klage gegen Credit Suisse

US-Klage gegen Credit Suisse wegen Manipulation bei Firmenbonds

Eine US-Klage wirft zehn der weltgrössten Banken eine Manipulation am Markt für Unternehmensanleihen vor. Demnach sollen die Grossbanken - darunter die Credit Suisse - fast 14 Jahre lang zu hohe Preise verlangt haben.

22.04.2020 06:46

Dadurch seien Investoren finanziell geschädigt worden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht worden sind. Zu den beschuldigten Finanzinstituten zählen neben der Credit Suisse JPMorgan Chase, Bank of America, Barclays, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland und Wells Fargo.

Die meisten Grossbanken, darunter auch die Credit Suisse, lehnten eine Stellungnahme ab.

ra/

(AWP)

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Credit Suisse steigert

Credit Suisse steigert Reingewinn um 75 Prozent

Die Credit Suisse hat im ersten Quartal deutlich verdient mehr als im Vorjahr. Wegen der Coronakrise musste die Grossbank allerdings Rückstellungen bilden.

Aktualisiert um 07:15

Der Reingewinn stieg im Startquartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent auf 1,31 Milliarden Franken, wie die Credit Suisse am Donnerstag mitteilte. Die Bank profitierte dabei von einem negativen Steuersatz.

Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1,20 Milliarden Franken. Ohne den Gewinn aus dem Abschluss des Verkaufs der Fonds-Plattform Investlab an Allfunds in Höhe von 268 Millionen Franken und kleineren Rückstellungen für bedeutende Rechtsstreitigkeiten hätte der Vorsteuergewinn 951 Millionen betragen.

Die Erträge stiegen auf 5,78 Milliarden Franken nach 5,49 Milliarden im Vorjahr. Dank der Marktturbulenzen handelten die Kunden häufiger und spülten der Handelsparte Global Markets Erträge von 1,7 Milliarden Franken in die Kasse. 

"Das erste Quartal unter meiner Leitung als CEO der Gruppe war durch ein sehr schwieriges Umfeld mit einschneidenden Auswirkungen infolge der COVID-19-Pandemie geprägt", liess sich Thomas Gottstein zitieren, der erstmals als Gruppenchef die Zahlen präsentiert. Obwohl eine in bedeutendem Umfang gebildete Reserve von über 1 Milliarde Franken absorbiert worden sei, habe die Bank ein solides Ergebnis erzielt.

Wegen Corona wurden zudem Rückstellungen für Kreditrisiken in der Höhe von 568 Millionen gebildet. Das Ausmass der Corona-Auswirkungen sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, hiess es. In den kommenden Quartalen könnte es nötig sein, weitere Reserven zu bilden und Wertberichtigungen vorzunehmen, insbesondere im Corporate-Banking-Geschäft und bei sonstigen Darlehen ausserhalb der Schweiz und im Hinblick auf unsere Anlagen im Asset Management.

Zudem könne die Erholung bei Beratungs- und Emissionsgebühren verhalten sein - wenigstens kurzfristig, bis die Covid-19-Pandemie nachlässt und die Erholung der globalen Wirtschaft einsetzt. Man sei aber überzeugt, auch während dieser Krise solide Finanzergebnisse zu erzielen, so die CS mit Blick in die Zukunft.

Mit den Ergebnissen wurden die Schätzungen von Analysten auf Stufe Ertrag und Reingewinn übertroffen. Es hatte aber im Vorfeld eine hohe Unsicherheit gegeben - entsprechend gross waren die Schätzungsbandbreiten. Laut AWP-Konsens gingen die Experten im Durchschnitt von einem Gesamtertrag von 5,44 Milliarden sowie von einem Vorsteuergewinn von 1,25 Milliarden und einem Konzerngewinn von 910 Millionen Franken aus.

(AWP/Reuters)

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CS hat schon 14'000 Covid

CS hat schon 14'000 Covid-Kredite im Umfang von 2,4 Mrd Fr. gewährt

Die Grossbank Credit Suisse hat im Rahmen des laufenden Überbrückungskreditprogrammes für Schweizer Unternehmen bereits rund 14'000 Kredite im Umfang von insgesamt 2,4 Milliarden Franken gesprochen. Die Bank sei in diesen schwierigen Zeiten für die eigenen Kunden da und stehe diesen angesichts der beispiellosen Herausforderungen zur Seite, heisst es in der Medienmitteilung zum Abschluss des ersten Quartals.

23.04.2020 07:55

Spendenaktion von Mitarbeitenden und Bank

Zur Unterstützung der Gemeinschaften sei zudem eine bankweite Spendenaktion lanciert worden, um Spenden von Mitarbeitenden zugunsten von wohltätigen Organisationen zu fördern. Die Bank selbst verdoppelt anschliessend die von ihren Mitarbeitenden geleisteten Spenden.

Und auch die Geschäftsleitung engagiert sich: Alle Mitglieder hätten sich verpflichtet, im Rahmen des Spendenprogramms mindestens 20 Prozent ihres Basissalärs der nächsten sechs Monate zu spenden. Einen vergleichbaren Beitrag werde zudem auch der Verwaltungsratspräsident leisten.

gab/kw

(AWP)

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CS-Immofonds investiert in

CS-Immofonds investiert in Luzerner Entwicklungsprojekt

Credit Suisse Asset Management investiert via ihren Immobilienfonds 1a Immo PK in das städtebauliche Entwicklungsgebiet LuzernNord. Der Kauf umfasst laut Mitteilung vom Mittwoch ein Neubauprojekt mit zwei Gebäudekomplexen, das als multifunktionales Zentrum etabliert werden soll.

29.04.2020 08:25

LuzernNord stehe für ein innovatives städtebauliches Konzept mit dem Ziel, "ein durchmischtes und vielseitiges neues Zentrum zu erschaffen, das durch seine architektonische und planerische Strahlkraft regional und überregional wirkt", heisst es.

Durch den Projektkauf werde ein entstehender Neubau mit zwei Gebäudekomplexen von der Viscosuisse Immobilien AG übernommen und in eine gesamtheitliche Arealentwicklung des genannten CS-Immobilienfonds integriert.

uh/jr

(AWP)

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Credit-Suisse

Credit-Suisse-Generalversammlung stimmt VR-Anträgen zu

Die diesjährige Generalversammlung der Credit Suisse ist in vielerlei Hinsicht aussergewöhnlich gewesen. Zum einen musste sie ohne Anwesenheit der Aktionäre stattfinden und dauerte lediglich eine Stunde. Zum anderen war es die erste für den neuen Bankchef Thomas Gottstein und zugleich die letzte von Präsident Urs Rohner. Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden derweil angenommen.

30.04.2020 13:32

Der Anlass fand am Donnerstag wegen des Coronavirus nicht wie üblich im Zürcher Hallenstadion statt, sondern in einem Konferenzzentrum der Grossbank in Horgen bei Zürich. Die Aktionäre mussten sich deswegen alle durch einen Stimmrechtsvertreter vertreten lassen, wobei sich die Grossaktionäre der zweitgrössten Schweizer Bank üblicherweise sowieso vertreten lassen. Zu ihnen gehören etwa die Qatar Holding, die Olayan Group, Harris Associates, Blackrock oder der Norwegische Staatsfonds.

Insgesamt waren mit 1,65 Milliarden rund 65 Prozent der Aktienstimmen vertreten.

Beschattungsaffäre hinterlässt Spuren bei Rohner

Die Aktionäre und Aktionärinnen segneten unter anderem den Vergütungsbericht 2019 konsultativ ab und erteilten der Konzernspitze Entlastung. Diese Punkte waren umstritten, hatten doch der US-Stimmrechtsberater Glass Lewis sowie der Westschweizer Aktionärsvertreter Ethos die entsprechende Traktanden zur Ablehnung empfohlen. Von Ethos hiess es etwa, im Zuge der Beschattungsaffäre sei es zu schwerwiegenden Führungsmängeln gekommen.

Des Weiteren wurde auch die - wegen der Coronakrise auf Druck der Finma - gegenüber dem ursprünglichen Antrag halbierte Dividende von 0,1388 Franken je Aktie genehmigt. Die zweite Hälfte sollen die Aktionäre erst im vierten Quartal erhalten. "Eine umfassendere Auswertung des Ausmasses der wirtschaftlichen Folgen dieser Krise wird hoffentlich im weiteren Jahresverlauf möglich", sagte Verwaltungsratspräsident Rohner. Dann könne man an einer ausserordentliche Generalversammlung im Herbst über die Auszahlung des zweiten Teils entscheiden.

Derweil wurden am Donnerstag alle bisherigen Verwaltungsräte mit grosser Mehrheit (jeweils über 90 Prozent) für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Einzige Ausnahme war dabei Rohner selbst, der zwar auch wiedergewählt wurde - dies allerdings mit lediglich 77,5 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 93,2 Prozent gewesen.

Präsidentensuche kommt gut voran

Der Schweizer tritt im kommenden Jahr nach zwölf Jahren im Verwaltungsrat und zehn Jahren als Präsident nicht mehr zur Wiederwahl an. Die Suche nach einem Nachfolger für ihn sei "gut unterwegs" und komme "planmässig" voran, sagte Rohner.

Mit Blick auf die Coronakrise sagte er zudem: Die Pandemie sei eine grosse Bewährungsprobe für die Credit Suisse und den Schweizer Finanzplatz. Die getroffenen Massnahmen seien für den Schutz des Gesundheitssystems zwar unvermeidlich. Sie könnten aber in der Schweiz und weltweit länger anhaltenden Schaden an den Marktstrukturen verursachen.

Die Bank begrüsse daher eine pragmatische aber zügige Öffnung des Regimes, um die wirtschaftlichen Folgen so gut wie möglich zu begrenzen.

Aktienkurs "nicht zufriedenstellend"

Während es für Rohner ein Abschied war, war es für Gottstein vor den Aktionären der Einstand als CEO. "Es ist mir eine besondere Ehre, seit dem 14. Februar 2020 das Amt des Group Chief Executive Officers ausüben zu dürfen", sagte dieser. Er arbeite seit 21 Jahren bei der Credit Suisse und habe die Bank in dieser Zeit in all ihren Facetten kennengelernt und mit ihr Höhen und Tiefen durchschritten.

Ihm sei bewusst, dass die Bank in den vergangenen Monaten für die Aktionäre nicht immer nur Anlass zur Freude war. Der Ruf habe insbesondere in den Wintermonaten gelitten, und auch der Aktienkurs sei "für uns alle nicht zufriedenstellend". Seine oberste Priorität sei es, nachhaltigen Wert für die Investoren und die weiteren "Anspruchsgruppen" zu schaffen, sagte Gottstein.

Der Aktienkurs der Credit Suisse war im Zuge der Marktverwerfungen wegen der Corona-Pandemie auf bis zu 6,18 Franken gefallen, hat sich zeitweise aber wieder auf über 9 Franken erholt. So konnte die Aktie etwa auch nach der Publikation der Ergebnisse zum ersten Quartal vor einer Woche klar zulegen.

ys/uh

(AWP)

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Credit-Suisse-«Traumkunde»

Credit-Suisse-«Traumkunde» Luckin Coffee wird zum Albtraum

Vor dem Bilanzskandal, dem Aktiencrash und den Kreditausfällen war Lu Zhengyao, Milliardär und Gründer von Luckin Coffee, der ideale Kunde für den früheren Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam.

30.04.2020 17:01

"Ich hatte wer weiss wie viele Dinner mit ihm in Peking, und er ist absolut das Aushängeschild für das, was wir tun wollen", sagte Tidjane Thiam auf einer Konferenz im letzten Jahr, als er noch Chef der Bank war. Er lobte Lus Beziehung zur Credit suisse, die von Private Banking bis zu Aktienemissionen reichten: "Er ist ein Traumkunde." 

Luckins dramatischer Absturz in diesem Monat hat einige der Top-Namen im globalen Finanzwesen auf dem falschen Fuss erwischt, aber für nur wenige sind die Auswirkungen so stark wie für Credit Suisse. Die Grossbank verlor nach dem Skandal einen hochkarätigen Börsengang in Hongkong und meldete eine Verfünffachung der Risikovorsorge im asiatisch-pazifischen Raum, hauptsächlich aufgrund eines Zahlungsausfalls von Lu.

Die Bank führt eine interne Überprüfung des Falls durch, und die Prüfung von Krediten an chinesische Unternehmen hat zugenommen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten.

Risiko von China-Geschäften

Leitende Angestellte von Luckin Coffee haben möglicherweise 310 Millionen Dollar an Umsatz erfunden. Auch wenn Lu selbst kein Fehlverhalten zur Last gelegt wird, unterstreicht Luckins Enthüllung das Risiko für China-Geschäfte von Investmentbanken. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ist das Kernstück der Strategie der Credit Suisse, Geschäfte mit wohlhabenden Unternehmern in ganz Asien an Land zu ziehen.

"Luckin ist ein Mikrokosmos dessen, was passieren kann, wenn schwache Underwriting-Standards im Streben nach schnellem Wachstum zugelassen werden", sagte Mark Williams, Professor an der Boston University und ehemaliger Bankprüfer der US-Notenbank. "Bei Luckin gab es viele Anzeichen für ein wachstumsstarkes und risikoreiches Geschäft."

Keine Änderung

CS-Chef Thomas Gottstein, der im Februar die Nachfolge von Thiam angetreten hatte, wollte sich in einem Interview mit Bloomberg Television in der vergangenen Woche zu Luckin nicht äussern. Das Kreditinstitut befinde sich noch am Anfang der Ermittlungen, an denen Wirtschaftsprüfer und Anwälte beteiligt seien, sagte er. Es seien "zu viele Beteiligte, um frühzeitig eine Schlussfolgerung zu ziehen".

Gottstein signalisierte, dass der Absturz der Luckin-Aktie keine strategischen Kurswechsel auslösen und die Bank weiterhin wohlhabende Unternehmer in China ins Visier nehmen werde.

"Es ist eine Strategie, an die unser Unternehmen glaubt, weil sie unsere Stärke im Private Banking und im Investment Banking vereint und wir weltweit so viele Erfolge verzeichnen konnten", sagte Gottstein.

Illustre Investoren

Die Credit Suisse war nicht das einzige Unternehmen, das vom Skandal bei Luckin betroffen war, dessen Büros diese Woche von chinesischen Aufsichtsbehörden durchsucht wurden. Zu den ersten Investoren von Luckin gehörten globale Giganten wie GIC, der Staatsfonds von Singapur.

Morgan Stanley war Teil der IPO-Gruppe und stellte Lu einen Teil der Margenkredite zur Verfügung, ebenso wie Barclays. Morgan Stanley, Credit Suisse und die anderen IPO-Banken sehen sich nach dem 91-Prozent-Absturz seit Luckins Hoch im Januar mit einer Anlegerklage konfrontiert.

Die engsten Beziehungen zu dem Unternehmen hatte jedoch die Credit Suisse. Beim Börsengang von Luckin im vergangenen Jahr in New York und beim Sekundärverkauf im Januar war sie der Lead Underwriter, der 60 Prozent der Bankgebühren einnahm. Diese beliefen sich auf rund 30 Millionen Dollar für zwei Deals, die nach Angaben von Bloomberg mehr als 1,2 Milliarden Dollar für die Kaffeekette und einen Aktionär einbrachten.

Die Bank leitete im Januar auch den Verkauf einer Wandelanleihe in Höhe von 460 Millionen Dollar und ist für einen Teil der 518 Millionen Dollar an Margenkrediten an Lu am Haken, die jetzt in Verzug sind. Die Firma arbeitet mit dem Gründer zusammen, seit er vor sechs Jahren seine Autovermietungsfirma an die Börse brachte.

Weitreichende Verbindungen

Abgesehen von den Geschäften hat die Bank auch andere Verbindungen zum Einzelhändler. Der Finanzvorstand von Luckin, Reinout Hendrik Schakel, arbeitete bis 2016 acht Jahre als Analyst und Investmentbanker für die Credit Suisse in Hongkong. Und Lus Tochter Nancy arbeitet für die Credit Suisse in Hongkong in einer Rolle, die nicht mit den Luckin-Verbindungen zusammenhängt. Sie antwortete nicht auf Anrufe und Textnachrichten, während die Bank sich weigerte, Kommentare abzugeben.

Angesichts dieser Verbindungen hat Luckins Sturz die Credit Suisse stärker getroffen als andere. Aufgrund des Skandals wurde die Bank nach Angaben informierter Personen von einem Börsengang in Höhe von 500 Millionen Dollar in Hongkong für WeDoctor, dem von Tencent Holdings Ltd. unterstützten Startup im Gesundheitswesen, ausgeschlossen.

Modell-Kunde

Helman Sitohang, der bei der Credit Suisse das Asia-Pacific-Geschäft leitet, sagte, seine Konkurrenten hätten zwar "grössere Muskeln und Bilanzen", doch die Konzentration auf die 1000 Milliardäre in ganz Asien zahle sich aus. "Wir wollen nicht die Grössten sein", sagte er auf einem Investorentag im Dezember. "Wir wollen die profitabelsten sein."

Sitohang lobte Lu als eine der Erfolgsgeschichten der Bank. Lu gründete 2007 die Car Inc. und baute sie zu Chinas grösstem Auto-Vermietungsunternehmen aus. Die Credit Suisse war von Anfang an dabei, brachte sie 2014 zusammen mit Morgan Stanley in Hongkong an die Börse und leitete drei Verkäufe von US-Anleihen im Gesamtwert von fast 1,2 Milliarden Dollar.

Starbucks-Konkurrent

Lu machte sich dann daran, Starbucks in China herauszufordern und baute Luckin in nur zwei Jahren auf 4500 Geschäfte aus. Eine Zeit lang war Luckin ein Liebling der US-Investoren, die Aktie verdreifachte sich in den ersten acht Handelsmonaten.

Die Aktie bleibt an der Nasdaq bis zur Überprüfung ausgesetzt, wobei der letzte Handel am 6. April bei 4,39 Dollar lag, nach einem Januar-Hoch von 51,38 Dollar. Die Wandelanleihen des Unternehmens werden inzwischen zu nur 24 Cent je Dollar gehandelt, ein klares Signal der Not.

Am Ende wird die Credit Suisse den Fall Luckin hinter sich lassen, auch wenn es zu kurzfristigen Verlusten führt, sagte Ismail Ertürk, Dozent für Bankwesen an der Alliance Manchester Business School in Grossbritannien. Die Bank wird es als "Kosten der Geschäftstätigkeit" verbuchen.

(Bloomberg/cash)

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So läuft bei Credit Suisse

So läuft bei Credit Suisse die Rückkehr zur Büro-Normalität

Wenn die Zeit der Corona-bedingten Heimarbeit vorbei ist, geht es wieder ins Büro. Bei der Credit Suisse wird die Rückkehr zur Arbeitsnormalität in vier Schritten erfolgen.

Aktualisiert um 07:48

In der ersten Phase soll nur eine sehr begrenzte Zahl von Beschäftigten in Schlüsselfunktionen wieder ins Büro kommen, wie aus einem Memo an die Beschäftigten hervorgeht. In Phase zwei folgen dann weitere Mitarbeiter in alternierenden Gruppen.

Phase drei sieht die Aufstockung der Beschäftigtenzahl vor, die wieder am Schreibtisch vor Ort sind, wobei das Modell der gesplitteten Anwesenheit beibehalten wird. Erst danach soll es zur vierten Phase kommen: der vollen Rückkehr an den Arbeitsplatz und der Wiederaufnahme aller Dienste.

In den ersten Wochen und Monaten sei damit zu rechnen, dass viele Mitarbeiter weiter von Zuhause aus oder in geteilten Gruppen arbeiten werden, heißt es in dem Memo der zweitgrößten Schweizer Bank. Der Übergang zwischen den Phasen soll vom Management auf Regionalbasis entschieden werden, in Abstimmung mit regionalen Krisenmanagern.

Wann die Rückkehr in die Büros beginnen soll, wurde in der Mitteilung an die Beschäftigten nicht erwähnt. Ein Banksprecher lehnte einen Kommentar ab.

Mitarbeiter der UBS in New York City erhielten die Ansage, nicht vor Juni mit einer Rückkehr an den Arbeitsplatz zu rechnen, womöglich auch erst mitten im Sommer.

(Bloomberg)

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Credit Suisse: Weiterhin

Credit Suisse: Weiterhin Unsicherheit über Corona-Auswirkungen auf Geschäftsziele

Für die Credit Suisse sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das eigene Geschäft weiter mit hohen Unsicherheiten behaftet.

07.05.2020 08:03

Die Bank hoffe weiterhin, dass die gesetzten Ziele mittelfristig erreicht werden könnten. Wie stark die Effekte der Krise auf die für die CS als Zielgrösse zentrale Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (RoTE) im laufenden Jahr seien, sei zum aktuellen Zeitpunkt indes nicht abschätzbar, schreibt die Bank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zum ersten Quartal.

Ursprünglich hatte sich die CS für 2020 einen Anstieg der Rendite auf dem materiellen Eigenkapital auf mindestens 10 Prozent vorgenommen. Mittelfristig wird ein Wert von über 12 Prozent angestrebt.

(AWP)

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nummelin
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Nummelin ist bei CS " gross "

Nummelin ist bei CS " gross " eingestiegen!!!  7.20.- gekauft!!! Wir werden sehen!!!!  

One day you lose,and another day another win!!

nachtfalter
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Nummelin warum bist du nicht bereits am 17.3.20 gross eingestiegen?

nachtfalter
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Paul Singer

Lieber Nummelin, wenn ich solche Artikel lese, halte ich mein Pulver lieber im Trockenen. Aber eben, den Mutigen gehört die Welt!

Und Paul Singer, der Gründer des Hedgefonds Elliott Management, sagte seinen Kunden schon Mitte April, dass die Aussichten für Aktien schlecht seien. Die globalen Aktienmärkte könnten von ihrem Februar-Höchststand um 50 Prozent oder mehr fallen.

Mit Paul Singer habe ich mich näher befasst, weil ich zufälligerweise gleichzeitig wie er in bb biotech investiert war. Eine beeindruckende Persönlichkeit!

Viel Glück und bleib gesund.

 

tng054
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CS Dividende

Hallo Zusammen

ich habe eine Frage betreffend CS Dividendenauszahlung 2020. ich habe heute von der Hausbank eine schrifliche Abrechnung von der Auszahlung erhalten. Darauf habe ich festgestellt, dass der 1. Teil der CS Dividende "nur" chf 0.0694 pro Aktie beträgt?, nach meinem Wissen sollte es etwa 13.5 Rappen sein...was habe ich falsch hier.

Besten Dank fürs feedback

 

AnhangGröße
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Tinh Nguyen

Domtom01
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Dividendenauszahlung in 2 Raten

tng054 hat am 15.05.2020 15:37 geschrieben:

Hallo Zusammen

ich habe eine Frage betreffend CS Dividendenauszahlung 2020. ich habe heute von der Hausbank eine schrifliche Abrechnung von der Auszahlung erhalten. Darauf habe ich festgestellt, dass der 1. Teil der CS Dividende "nur" chf 0.0694 pro Aktie beträgt?, nach meinem Wissen sollte es etwa 13.5 Rappen sein...was habe ich falsch hier.

Besten Dank fürs feedback

 

Wurde auf Anraten der Finma so beschlossen.

kirschbaum
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GV 30.4.2020

Des Weiteren wurde auch die - wegen der Coronakrise auf Druck der Finma - gegenüber dem ursprünglichen Antrag halbierte Dividende von 0,1388 Franken je Aktie genehmigt. Die zweite Hälfte sollen die Aktionäre erst im vierten Quartal erhalten. "Eine umfassendere Auswertung des Ausmasses der wirtschaftlichen Folgen dieser Krise wird hoffentlich im weiteren Jahresverlauf möglich", sagte Verwaltungsratspräsident Rohner. Dann könne man an einer ausserordentliche Generalversammlung im Herbst über die Auszahlung des zweiten Teils entscheiden.

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Greenpeace tadelt Schweizer

Greenpeace tadelt Schweizer Grossbanken für ihre Klimapolitik

UBS und Credit Suisse werden von Greenpeace kritisiert. Der Vorwurf: Die beiden Banken würden mit ihrer Geschäftspolitik den Klimawandel begünstigen. Die beiden Institute wehren sich.

27.05.2020 07:07

Zwischen 2016 und 2019 stellten die Schweizer Grossbanken gemäss einer am Mittwoch von Greenpeace veröffentlichten Studie 101 "problematischen" Unternehmen insgesamt mindestens 70 Milliarden Dollar zur Verfügung, um fossile Brennstoffe nutzbar zu machen.

Durch die Finanzierung dieser Unternehmen hätten in diesem Zeitraum insgesamt 290 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen resultieren können, wie die im Auftrag von Greenpeace von Nextra Consulting ausgewerteten Angaben des Banking on Climate Change (BoCC) Reports zeigten.

Spitze des Eisbergs

Greenpeace vermutet, dass die im BoCC-Report ermittelten Finanzierungen bei weitem nicht alle Transaktionen erfasst. Es handle sich vielmehr wohl nur um die berühmte "Spitze des Eisbergs".

Vor allem Credit Suisse steht am Pranger von Greenpeace. Die kleinere der beiden Grossbanken sei für rund 70 Prozent der genannten Geldflüsse verantwortlich. Im Spitzenjahr habe die CS alleine mehr als doppelt so viele Emissionen finanziert, wie innerhalb der Schweizer Grenzen verursacht worden sein.

Damit der Schweizer Finanzplatz von einem Teil des Problems zu einem Teil der Lösung wird, müssen nach Ansicht von Greenpeace verschiedene Massnahmen ergriffen werden. Am dringlichsten sei der sofortige Ausstieg aus extrem schädlichen Brennstoffen und ein sukzessiver Ausstieg aus allen fossilen Brennstoffen.

Und damit das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden könne, seien von der Politik und den Regulierungsbehörden klare Vorgaben nötig.

CS ist sich «der Verantwortung bewusst»

Die Credit Suisse schreibt in einer Stellungnahme, sie anerkenne ihren Teil der Verantwortung bei der Bekämpfung des Klimawandels und sei sich bewusst, dass auch die Finanzströme mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang gebracht werden müssten.

Man wolle die Kunden beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft unterstützen und habe daher 2019 eine gruppenweite Klimarisikostrategie eingeführt. Die Credit Suisse habe darüber hinaus innert zehn Jahren Finanzierungen von über 100 Milliarden US-Dollar für erneuerbare Energien durchgeführt.

Die UBS wiederum erklärte, sie unterstütze sehr wohl mit ihrer Klimastrategie einen geregelten Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft, wie ihn das Pariser Klimaschutzabkommen vorsehe. Das Engagement der Bank bei Unternehmen im fossilen Sektor etwa sinke weiter und mache mittlerweile weniger als 1 Prozent des gesamten Kreditgeschäfts aus.

Und die Kunden der UBS hätten ihre nachhaltigen und klima-bezogenen Anlagen bei der Bank im letzten Jahr um 56 Prozent auf knapp 490 Milliarden US-Dollar erhöht, erklärte das Institut weiter.

(AWP)

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Credit Suisse will im

Credit Suisse will im Geschäft mit Milliardären Gas geben

Die von der Grossbank Credit Suisse betreuten Milliardäre wagen sich nach dem Abflauen der Coronavirus-Krise als erste wieder aus der Deckung. "Wir, ich selbst eingeschlossen, führen jetzt mehr Gespräche mit Kunden darüber, wie man an den Märkten investiert oder reinvestiert," sagte Philipp Wehle, Leiter der internationalen Vermögensverwaltung (IWM) der CS, in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

08.06.2020 08:38

Während die breite Kundschaft weiterhin sehr vorsichtig agiere und sich absichere oder viel Barmittel halte, hätten die ersten der im Segment "Strategische Kunden" zusammengefassten Milliardäre den Vorwärtsgang eingelegt, sagte Wehle weiter. "Einige unserer strategischen Kunden wollen nun in risikoreichere Anlagen investieren, nachdem sie vorher Risiken abgebaut hatten."

Im Geschäft mit den Milliardären will Wehle das Ertragswachstum beschleunigen. "Mein Ziel für strategische Kunden ist es, den Wachstumsbeitrag in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln", kündigte der Manager an.

Die Gesamteinnahmen der Division im Geschäft mit vermögenden Privatkunden waren von 3,4 Milliarden Franken im Jahr 2016 bis 2018 auf 3,9 Milliarden geklettert. 200 Millionen des Anstiegs entfielen auf die Milliardäre. Dieser Beitrag soll für die Dreijahresperiode bis 2022 auf rund 400 Millionen Franken steigen. IWM betreut Kunden in Europa ausserhalb der Schweiz, in Afrika, dem Nahen Osten sowie in Südamerika.

Ein Treiber dieses überdurchschnittlichen Wachstums ist die enge Verzahnung der Vermögensverwaltung mit dem Investmentbanking der zweitgrössten Schweizer Bank. Damit kann die Credit Suisse diesen anspruchsvollen Kunden - viele davon Unternehmer - Dienstleistungen aus einer Hand anbieten. So hätten die Superreichen zunehmend kleinere Übernahmen oder strategische Beteiligungen an Firmen im Visier. Bei der Planung solcher Transaktionen würden dann jeweils nicht nur die Kundenberater, sondern auch Investmentbanker am Tisch sitzen und etwa verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen.

Risikomanagement greift

Wehle übernahm die Leitung der Division vor rund elf Monaten von Iqbal Khan, der später zum Erzrivalen UBS wechselte. Der frühere Finanzchef der Sparte hat inzwischen unter anderem das Geschäft in Schwellenländern wie Saudi-Arabien oder Brasilien gestärkt, jeweils für einen Kunden entwickelte Produkte einem breiteren Kreis zur Verfügung gestellt und die Kunden in drei neue Gruppen unterteilte. "Mehr Fokus war mir sehr wichtig", erklärte Wehle.

Im turbulenten ersten Quartal 2020 steigerte die Division den Ertrag um sechs Prozent auf 1,5 Milliarden Franken. IWM profitierte dabei von einem Handelsboom, der mehr Geld in die Kassen spülte. Auch zu Beginn des zweiten Quartals blieben die Kunden überdurchschnittlich aktiv: "Das Level der Transaktionen lag im April immer noch über dem Vorkrisenlevel", sagte der Deutsche, der seit 2005 für Credit Suisse arbeitet.

Das gute Wachstum der Division in den vergangenen Jahren hatte Befürchtungen geweckt, dass dieses mit erhöhten Risiken erkauft worden sein könnte. Dafür gibt es bisher kaum Anzeichen. Die Rückstellungen für Kreditrisiken beliefen sich im ersten Quartal auf überschaubare 39 Millionen Franken. "Wir verbringen viel Zeit mit der Auswahl und dem Management von Risiken, und die Investitionen in das Risikomanagement haben sich für uns ausgezahlt", sagte Wehle. Auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise kam es angesichts des Einbruchs der Vermögenswerte zu Unterdeckungen, sodass Kunden Geld nachschiessen mussten. "Diese (Unterdeckungen) wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt fast auf Null reduziert, ohne dass es zu materiellen Verlusten gekommen wäre".

mk/

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Aktie der Credit Suisse für

Aktie der Credit Suisse für Erzrivalin UBS kein Kauf mehr

Für die UBS war in den letzten Jahren klar: Die Credit-Suisse-Aktie ist ein klarer Kauf. Doch nun preist sie die Aktie kurz vor der Zahlenveröffentlichung nicht länger als solchen an. Aus weiser Vorahnung?

07.07.2020 07:59

Von Lorenz Burkhalter

Das Hauptgebäude der UBS trennen am Paradeplatz in Zürich nur wenige Meter von jenem der Credit Suisse. Möglicherweise verbindet die beiden Grossbanken auch deshalb eine ewige Rivalität.

Doch selbst bei aller Rivalität liess die UBS in den letzten Jahren keine Gelegenheit aus, um ihren Anlagekunden die Credit-Suisse-Aktie zum Kauf anzupreisen. Damit ist nun allerdings Schluss. Die grösste Schweizer Bank stuft die Aktie am frühen Dienstagmorgen überraschend von "Buy" auf "Neutral" herunter. Dank einer Erhöhung der künftigen Gewinnschätzungen um bis zu 13 Prozent lautet das 12-Monats-Kursziel neuerdings 10,90 (zuvor 10,40) Franken.

Wenn eine Aktie nur wenige Wochen vor der Quartalsberichterstattung heruntergestuft wird, weckt das zwangsläufig Ergebnisängste. Im vorliegenden Fall sind solche Ängste jedoch völlig fehl am Platz. Denn die UBS traut ihrer Erzrivalin für das zurückliegende zweite Quartal einen Reingewinn in Höhe von 814 Millionen Franken zu. Das liegt 13 Prozent über den durchschnittlichen Gewinnerwartungen anderer Banken. Einziger Unterschied: Die UBS geht bei der Credit Suisse von einer schwierigeren zweiten Jahreshälfte aus.

UBS-Aktie für die Credit Suisse hingegen weiterhin ein Kauf

Hinzu kommen gewisse Vorbehalte in Bezug auf die Eigenkapitalausstattung. Die UBS geht weiterhin von einer schrittweisen Erhöhung der Dividende um jährlich fünf Prozent aus. Mit Aktienrückkäufen rechnet sie darüber hinaus aber nicht mehr länger.

Für die Credit Suisse ist die UBS-Aktie hingegen auch weiterhin ein Kauf. Sie stuft die Aktie mit "Outperform" ein und beziffert das Kursziel neuerdings auf 14 (zuvor 13,50) Franken. Dank einem nur geringen Kreditrisiko und starken Transaktionseinnahmen sei die UBS inmitten der Coronavirus-Krise die am besten positionierte Bank in ganz Europa, so schreibt die Credit Suisse über ihre Erzrivalin.

Während das Minus gegenüber dem Stand von Anfang Januar bei der UBS-Aktie auf nunmehr acht Prozent geschmolzen ist, errechnet sich bei jener der Credit Suisse noch immer eines von gut 23 Prozent (cash berichtete).

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Credit Suisse will sich

Credit Suisse will sich chinesisches Joint Venture einverleiben

Die Grossbank Credit Suisse peilt einen weiteren Ausbau des Geschäfts in China an. Als einen der Wachstumsmotoren sieht der Chef der Region Asien Pazifik, Helman Sitohang, das im Handel und der Platzierung von Wertpapieren aktive Gemeinschaftsunternehmen Credit Suisse Founder Securities (CSFS). "Wir beabsichtigen, unsere Beteiligung auf 100 Prozent zu erhöhen", sagte der Manager in einem Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Anfang Juni hatte Credit Suisse ihre Beteiligung an der zusammen mit der chinesischen Founder Securities betriebenen Gesellschaft auf 51 Prozent aufgestockt.

08.07.2020 07:36

In Asien ist Credit Suisse schon länger vor allem in Ländern im Südosten des Kontinents stark. "Wir arbeiten weiterhin hart daran, diese Position zu verteidigen, und in den letzten Jahren haben wir parallel dazu unsere Position im Grossraum China deutlich verbessert", erklärte Sitohang. "Die Region ist für uns jetzt von zunehmender Bedeutung." Das kommt nicht von ungefähr; die Berater von Oliver Wyman prognostizieren für China in den kommenden Jahren weltweit den mit Abstand stärksten Vermögenszuwachs.

Neben Investmentbanking bietet Credit Suisse in China auch Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden (Private Banking) sowie für Profi-Anleger (Asset Management) an. "Wir werden weiterhin in unsere Plattformen in China investieren und unsere Aktivitäten auf dem Festland eng mit unseren Geschäften in Hongkong und in der gesamten Region verzahnen", sagte der Singapurer. In den kommenden Monaten werde die Bank weitere Schlüsselposten besetzen. "Es wird weitere Neueinstellungen geben, von denen wir einige in Kürze bekannt geben werden."

Keine Vermögensabflüsse in Hongkong

Neben Standorten in Peking, Shanghai, Shenzhen und Guangzhou auf dem chinesischen Festland ist das zweitgrösste Schweizer Institut auch in Hongkong präsent. Trotz des vom chinesischen Parlament verabschiedeten Sicherheitsgesetzes, das die Autonomie der Sonderverwaltungszone beschneidet, erachte Credit Suisse Hongkong weiterhin als wichtigen Teil des China-Geschäfts. "An unserer Präsenz wird sich nichts ändern", so Sitohang.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Unruhen Kunden von Vermögensverwaltern, zu denen etwa auch die UBS oder Julius Bär gehören, dazu veranlasst, nach alternativen Standorten für ihre Vermögen Ausschau zu halten, wie Experten sagen. Doch die Credit Suisse habe bisher nicht beobachtet, dass die Kunden Vermögen auch tatsächlich verschoben hätten. "Wir haben keine grösseren Kapitalströme aus Hongkong in andere Staaten registriert", sagte Sitohang.

Zu der in einen Betrugsfall verwickelten chinesischen Kaffeehaus-Kette Luckin Coffee, die Credit Suisse zusammen mit anderen Banken 2019 an die US-Börse gebracht hatte, wollte sich Sitohang mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht weiter äussern. "Es ist zu früh, irgendwelche Schlüsse zu ziehen."

Börsengänge sind eine wichtige Dienstleistung für die Credit Suisse in Asien. Denn oft werden die Erlöse aus solchen Aktienverkäufen einem Vermögensverwalter anvertraut. Im Zuge des vom ehemaligen Unternehmenschef Tidjane Thiam 2015 angestossenen Konzernumbaus hat die Grossbank die Vermögensverwaltung auch in Asien kräftig ausgebaut, während der Handel gestutzt wurde. Der Vorsteuergewinn kletterte seit 2016 um ein Viertel auf 902 Millionen Franken. Auch in Zukunft will Sitohang auf das Geschäft mit Reichen setzen. "Die Region bietet die grösste Chance für Vermögenswachstum, das steht ausserfrage."

cf/

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Credit Suisse legt Streit mit

Credit Suisse legt Streit mit US-Aktionären mit Vergleich bei

Die Credit Suisse hat sich in den USA in einem Rechtsstreit mit Aktionären auf eine Vergleichszahlung von 15,5 Millionen Dollar geeinigt.

12.07.2020 18:54

Dies geht aus am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Gerichtsakten hervor. In dem Streit ging es um Abschreibungen über insgesamt eine Milliarde Dollar, die die Bank Anfang 2016 auf Risikokredite vorgenommen hatte. Die von vier Pensionsfonds angeführten Kläger sahen sich durch das damalige CS-Management irregeführt, da dieses vor den Abschreibungen noch von "umfassenden" Risikokontrollen bei notleidenden Krediten gesprochen hatte.

Die CS hatte Täuschungsvorwürfe von sich gewiesen. Mit dem Vergleich ist kein Schuldeingeständnis verbunden. Er muss noch von einem Bundesgericht in Manhattan gebilligt werden.

In einer am Wochenende veröffentlichten Stellungnahme zeigt sich die CS erfreut darüber, dass im Rechtsstreit eine Einigung erzielt werden konnte. Damit seien alle in dieser Sache gegen die Bank und gegen aktuelle oder frühere Führungskräfte hängige Ansprüche beigelegt worden.

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Credit Suisse plant eine

Credit Suisse plant eine Sparrunde

Bei der Credit Suisse stehen Hunderte Jobs auf der Kippe. Wie die «Sonntagszeitung» schreibt, plant CS-Chef Thomas Gottstein eine Sparrunde.

12.07.2020 13:10

Beschlossen sei zwar noch nichts, schreibt die Zeitung mit Verweis auf Personen mit Kenntnissen zu den Vorgängen. Doch liegen der Zeitung Skizzen zu verschiedenen Sparinitiativen vor. Stellen dürften bei der CS auch in der Schweiz zum Opfer fallen. So soll das Netz der 120 Geschäftsstellen hierzulande weiter gestrafft werden. Das hatte Gottstein bereits im Mai im Interview mit der "NZZ" angedeutet, als er die wachsende Bedeutung des Onlinebankings ansprach. Auf die Frage der "Sonntagszeitung", auf wie viele Filialen und Jobs der dort rund 1'200 tätigen Kundenberater die Bank verzichten will, verweist die CS auf die Aussagen Gottsteins im Mai.

Weiter prüft die CS laut Insidern die Zusammenlegung der Bereiche Risk und Compliance, mit dem Ziel, Kosten und damit Arbeitsplätze zu sparen. Diese Bereiche baute die Bank im Zuge der Finanzkrise 2008 massiv aus, nun gebe es eine Reihe Doppelspurigkeiten. So habe beispielsweise jede der fünf Bankdivisionen jeweils eigene Chefs für Risk und Compliance, so der Bericht.

Eine weitere Sparidee betreffe die Struktur der Bank. Gottstein prüfe, ob die von seinem Vorgänger Thiam eingeführte Aufteilung des Investmentbankings in zwei Divisionen wieder rückgängig gemacht werden soll. Thiam hatte das Geschäft mit Aktien- und Anleihenhandel in die Division Global Markets und die Beratung für Fusionen und Übernahmen in die zweite Division Investment Banking & Capital Markets gepackt. Letztere schreibt seit einige Quartalen Verluste.

Die CS dementierte gegenüber der Zeitung die Sparüberlegungen nicht: "Wir prüfen regelmässig Möglichkeiten, wie wir unsere Kunden noch besser beraten und unsere strategischen Ziele regelkonform und profitabel erreichen können", erklärte die Bank.

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