Wie während / nach einer Korrektur einsteigen?

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slesar
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Wie während / nach einer Korrektur einsteigen?

Hallo zusammen

Aus aktuellem Anlass:

zurzeit sehen wir eine Korrektur und niemand weiss, wie weit es noch runter gehen wird.

Interessant wäre es in diesem Zusammenhang zu wissen, wie man die Korrektur für Zukäufe nützen kann resp. wie sich Foristen hier im Forum verhalten.
Aus diesem Grund erlaube ich mir folgende Fragen zu stellen:

- es wird immer von der Bodenbildung gesprochen, was sind die Kriteren resp. wie erkennt man die Bodenbildung?

- macht es Sinn, für sich persönliche "Einstiegskurse auf Grundlage von Verluste in Prozenten" zu definieren, bspw. wenn der SMI Jahreshoch 11'270 um 25% Prozent korrigiert und bei 8'452 notiert, dann steige ich mit einer Tranche ein,, Dufry kaufe ich erst bei - 30%, den ETF S&P 500 bei - 20 % etc.

- in der Literatur / Internet findet man Angabe, dass eine Korektur mindestens 12 bis 18 Monate dauert und den Spruch "never catch a falling knife"

- wie entscheidet ihr, wenn ihr Zukäufe bei einer Korrektur tätigt

Ich bin mir bewusst, dass market timing nicht funktioniert, aber es wäre sicher hilfreich, mehr zu wissen.

selber habe ich vorletzte Woche LafargeHolcim, Swisslife und SwissRe gekauft; werde aber mit weiteren Zukäufen noch zuwarten und mal die nächsten Wochen abwarten, weil m.E. befinden wir uns am Anfang eines Bärenmarktes

über Postings in diesem Thread würde ich mich freuen.

Beste Grüsse
Slesar 

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gertrud
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Börsenweisheiten

Jetzt lass ich mal die mütterlich besorgte vorsichtige Hausfrau allgemeine Börsenweisheiten zitieren:

Für die vielen hier im Forum, die ihre Zeit und ihr Geld mit Spekulationen in Titeln wie Evolva, Kuros, Newron, WISeKey, Obseva und anderen Exoten totschlagen, ändert sich eigentlich gar nichts, ausser, dass die Schwankungen zunehmen. Alle diese Firmen haben kaum Umsätze und werden auch in der Krise das tun, was sie vor der Krise gemacht haben: Investorengelder verbraten. Wenn eine dieser Firmen einen Durchbruch erzielt, werden auch die Kurse steigen.

Für die, die in investierbare Einzeltitel wie Temenos, AMS, Sika, Aryzta, Oerlikon, GAM, also meist Titel aus dem SMIM investieren, könnte es an die Nerven gehen. Falls die Krise wirklich kommt, werden einige dieser Titel nicht mehr die sein, die sie vorher waren.

Du Slesar, hast in beste SMI Buechips investiert und möchtest weiter zukaufen, wenn ich Dich richtig verstehe.

Jetzt kommt meine mütterliche Weisheit, die aber genausogut von einem 30jährigen Migrosbank-Berater (schätze ich sehr) kommen könnte:

Entwirf eine grobe Asset Allocation für Dein Anlagevermögen die Du mittelfristig erreichen willst. Je nach Alter und Situation, aber im momentanen negativ-Zinsumfeld wirst Du auf mindestens 50% Aktien kommen.
Du hältst über die nächsten 18 Monaten einen Bärenmarkt für möglich bis wahrscheinlich, wie viele hier im Forum. Also teilst Du den anzulegenden Betrag in 18 oder 9 Teilbeträge und investierst  alle 1-2 Monate eine Tranche.
Dazu würde ich in der Schweiz allerdings nicht Einzeltitel, sondern einen ETF auf SLI und einen ETF auf SMIM wählen. Ich bin ziemlich sicher, es wird Dir mit Einzeltiteln nicht gelingen, diese beiden Indices zu übertreffen.
Und wenn der Dollar mit den Börsen fällt, sollte noch etwas wie ETF UBS MSCI World und ETF Vanguard FTSE EmMa dazukommen. Damit Du mitreden kannst, wenn andere von Tesla, Apple oder Alibaba schwärmen.

 

Was meinen die "alten Weisen" marabu, sarastro zum richtigen Verhalten in echten oder vermeintlichen Krisen?

Carpe Diem
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Was nun?

Wow, unglaublich, die Weltbörsen im freien Fall...

Ich habe jahrelang auf dieses Szenario gewartet, um mal nachhaltig einen grösseren Betrag zu investieren. Ist jetzt der Moment gekommen? Ich weiss, nicht in ein fallendes Messer greifen...

Wie tief kann es denn noch gehen? Wir verhaltet ihr euch? Wo seht ihr Einstiegschancen? 

Danke für eure Einschätzungen 

Pleitegeier
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Nachkaufen wenn es dann einmal gekehrt hat

habe nach 2-3 schlechten Tagen nachgekauft. War definitv zu früh. Werde weiter nachkaufen aber erst wenn ich den Eindruck habe, es hat gekehrt, werde da gerne den tiefsten Einstiegspunkt verpassen. Schwer zu sagen wie weit dass noch fällt. Warte nur mal den morgigen Freitag ab: da werden jene Leute aus Angst vor dem Wochenende noch Aktien rausschmeissen.

ursinho007
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@Carpe Diem

Aktien kaufen von soliden Firmen, die mit den momentanen Kursen extrem hohe Dividendenrenditen abwerfen.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

Elias
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Es kommt auf die Strategie an

Ich musste eben einen Rollover (Close/Open Short-Put) auf  UBS machen, sonst hätte ich sie kaufen müssen. Mit einem Spread von 57 Rappen pro Titel habe ich mehr bekommen als die Dividende.

Der WSMGRV-Warrant läuft am 20.3. aus. Gemäss Prospekt kann ich ihn bis am 27.3. stehen lassen. Dann wird abgerechnet. Oder ich verkaufe vorher.

Heute werde ich einen weiteren Short-Put auf  UBS schreiben. Verfall April, kurz vor der Dividende.

Letztes Jahr musste ich viele Titel liefern, weil ich mit meinen Short-Calls danaben lag. Habe mich geärgert, jetzt bin ich froh darüber.

 

Der lange Rede kurzer Sinn: bei mir läuft immer was. Mal besser, mal schlechter.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
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Stufenweise Rückkehr ist das richtige Rezept

Was heisst das zusammengefasst? Ja, es gibt durchaus ermutigende Signale, und eine stufenweise Rückkehr in Aktien ist das richtige Rezept. Doch wer denkt, dass es nur noch aufwärtsgeht und die ­Lockerungen der Grund dafür sind, der bewegt sich auf ganz dünnem Eis.

https://www.fuw.ch/article/vorschnelle-rally/

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Domtom01
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2. Welle

Elias hat am 15.04.2020 09:52 geschrieben:

Was heisst das zusammengefasst? Ja, es gibt durchaus ermutigende Signale, und eine stufenweise Rückkehr in Aktien ist das richtige Rezept. Doch wer denkt, dass es nur noch aufwärtsgeht und die ­Lockerungen der Grund dafür sind, der bewegt sich auf ganz dünnem Eis.

https://www.fuw.ch/article/vorschnelle-rally/

War die erste Welle die Corona-Welle, so ist die zweite die Fundamental-Welle. Es dämmert wohl, dass die Fed-Entscheidung gestern kein Zeichen der Zuversicht und Stärke war, sondern der Auftakt zur Einpreisung der lang anhaltenden Krise, Stagflation.