Dow Jones & several US-Indexes

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Wall Street drohen wegen Fed

Wall Street drohen wegen Fed-Politik weitere Verluste

Lässt Jerome Powell die Bären auf die Wall Street los? Mit seinem Ausblick für die Geldpolitik schürt der Fed-Chef die Furcht, dass die Notenbank die US-Wirtschaft abwürgt und den Börsen weitere Verluste einbrockt.

20.12.2018 20:03

Davor warnt Bucky Hellwig, Manager beim Vermögensverwalter BB&T. Der Bär steht für fallende Kurse. Ab einem Minus von 20 Prozent sprechen Händler von einem Bärenmarkt.

Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notieren derzeit zwischen 13 und 19 Prozent unter ihren jeweiligen Hochs der vorangegangenen zwölf Monate. Im S&P 500 haben bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen mehr als 20 Prozent eingebüsst. Auch Werte aus der zweiten und dritten Reihe befinden sich in einem Bärenmarkt. Der deutsche Dax liegt aktuell etwa 22 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Januar 2018.

Powell signalisierte für die weltgrösste Volkswirtschaft nur noch zwei statt drei weitere Zinserhöhungen im kommenden Jahr. Er sagte ein US-Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent voraus. "Das Problem: Der Markt glaubt offensichtlich nicht an das Szenario der Fed", sagt Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. Stattdessen hätten Anleger Rezessionsängste.

Anleihemarkt deutet auf mögliche Rezession hin

Genährt werden diese Spekulationen von der Annäherung der Renditen bei kurz- und langlaufenden Staatsanleihen. So werfen die zehnjährigen Treasury Bonds mit knapp 2,8 Prozent derzeit nur wenig mehr ab als die zweijährigen, die bei etwa 2,7 Prozent rentieren. Rutschen die Renditen der längerlaufenden Papiere unter diejenigen der Kurzläufer, sprechen Börsianer von einer "inversen Zinskurve". "Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich diese Zinsstrukturkurve in den USA achtmal invertiert und jedes Mal folgte darauf eine Rezession", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Drahtseilakt Notenbank-Kommunikation

Ein weiterer Ausverkauf an der Wall Street sei aber nicht zwingend, betont Megan Greene, Chef-Ökonomin des Vermögensverwalters Manulife. "Für Powell war es extrem schwierig, die Märkte nicht zu verschrecken, nachdem sie auf seine vorangegangenen Äusserungen überreagiert hatten." Ende November hatte der Fed-Chef gesagt, das aktuelle Zinsniveau liege "knapp unter" dem geschätzten neutralen Niveau, mit dem die Wirtschaft weder gefördert noch gebremst werde. Anleger hätten unrealistischerweise anschliessend nur noch mit einer Zinserhöhung 2019 gerechnet, fügt Greene hinzu. Auch die Commerzbank-Expertin Reichelt teilt die Einschätzung der Fed zur Konjunktur. Schliesslich zeige die US-Wirtschaft bislang keine Anzeichen für einen nachhaltigen Abschwung.

(Reuters)

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Kleinere US-Aktien haben

Kleinere US-Aktien haben besten Jahresstart seit 1987

Nach zwölf Handelstagen ist der Russell 2000 so gut gestartet wie seit 32 Jahren nicht mehr. Das ist ein gutes Zeichen für die Aktienmärkte. Denn der US-Index gilt als Vorlaufindikator.

18.01.2019 13:51

Von Pascal Züger

Ganze 8,8 Prozent hat der amerikanische Russell-2000-Index seit Jahresbeginn zulegen können. Auch viele andere Börsen haben das Jahr gut begonnen, in den USA, der Schweiz und anderswo. Doch hinken sie alle dem Russell hinterher, der so gut aus den Startlöchern gekommen ist wie seit demJahr 1987 nicht mehr:

Kursperformance seit Jahresbeginn der Indices Russell 2000 (hellgrün), Nasdaq (rot), S&P 500 (dunkelgrün) und Dow Jones (blau), Quelle: marketwatch.com und Dow Jones Market Data

Der Russell 2000 umfasst die 2000 kleinsten US-Unternehmen punkto Marktkapitalisierung, ist also ein klassischer Index für Nebenwerte. Viele der darin enthaltenen Titel dürften hiesigen Anlegern kaum ein Begriff sein: Da wären etwa Acxiom, Farmers Bros, Istar oder Sientra. Nichtsdestotrotz besitzt der Index als Ganzes eine grosse Bedeutung für viele Investoren. Er wird häufig als sensibles Börsenbarometer angesehen, das Entwicklungen an den grossen Börsen vorwegnimmt.

Die Überlegung dahinter: Zeigen sich bei den KMU Bremsspuren, so werden dies mit einer Verzögerung bald auch die grösseren Firmen - und damit auch die grösseren Aktienindices - zu spüren bekommen.

Die Kursperformance des Russell 2000 glich im vergangenen Jahr noch einer Achterbahnfahrt: Im August wurde ein neues Allzeithoch markiert, danach ging es steil abwärts. Die Entwicklung im Gesamtjahr 2018 fiel mit minus 15 Prozent dann niederschmetternd aus.

Nebenwerte mit hoher Verschuldung

Und nun also der deutliche Aufwärtsdrang. Dieser kann zu einem gewissen Grade als eine Gegenbewegung zum (zu) deutlichen Absturz Ende 2018 angesehen werden. Entscheidend für die weitere Kursperformance werden die Unternehmenszahlen in den nächsten Wochen sein. Diese können zeigen, wie gut oder eben wie schlecht es um die Gewinne in der US-Wirtschaft tatsächlich steht. Für zusätzlichen Kurs-Schub könnte auch eine plötzliche Einigung zwischen USA und China im Handelsstreit sorgen. Derzeit erwägt US-Finanzminister Steven Mnuchin eine Aufhebung der Zölle (cash berichtete).

Verschiedene Strategen warnen jedoch davor, dass die Kursgewinne bei den US-Nebenwerten nicht anhalten werden, wie auch die US-Finanzwebsite Marketwatch schreibt. Die französische Grossbank Société Générale glaubt gar, dass US-Small-Caps im Zentrum des nächsten Börsensturms stehen könnten, da diese Firmen in der Tendenz eine höhere Verschuldung als die grossen Konzerne aufweisen und so sensitiver auf Zinsveränderungen reagieren.

Ein schlechtes Omen ist auch der Blick zurück in das Jahr 1987, als der Russell 2000 mit plus 12 Prozent nach zwölf Handelstagen letztmals besser ins Jahr startete als 2019: Im Oktober 1987 folgte nach einem letzten Aufbäumen der Märkte dann der grosse Börsencrash.

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S&P 500 vor letzter Hürde

S&P 500 vor letzter Hürde oder kommt der freie Fall?

Die technische Analyse hat ihre Kritiker. Doch immer noch folgen zahlreiche Investoren dem Chartmuster. Der S&P 500 könnte nun eine wichtige Widerstandslinie durchbrechen.

24.01.2020 07:55

Von Manuel Boeck

Der steil ansteigende Aktienmarkt konnte die Sorgen bezüglich einer Überbewertung und dem glanzlosem Gewinnwachstum der Unternehmen im noch jungen Jahr 2020 bislang abschütteln.

So steht der breite US-amerikanische S&P 500-Index dieses Jahr schon rund 3 Prozent im Plus. Andrew Adams von Saut Strategy schreibt in einem Bericht von Mittwoch, dass eine Trendlinie von "grosser Bedeutung", von dem Tiefpunkt des S&P 500 im März 2009 herkommend, als einziges Widerstandslevel übrigbleibt. Die Linie verbindet die wichtigen Höhepunkte der vergangenen Jahre, startend mit dem Tiefpunkt von 2009. Wird diese überschritten, könnten Investoren endgültig Gewinne einstreichen.

Der Markt ist nach Adams momentan zwar theoretisch fähig, diese Widerstandslinie zu überschreiten – sie liegt derzeit ca. 1-2 Prozent über dem Handelsschluss vom Mittwoch. Er selbst glaubt allerdings nicht daran. 

Grund: Für Adams ist der Umstand, dass der S&P 500 sowohl weit über seinem 50-Wochen als auch über seinem 200-Wochen gleitenden Durchschnitt liegt (siehe Chart) ein Alarm-Zeichen. Würde es zu einer Rückkehr zu diesen Levels kommen, hätte dies einen Abfall von 10 beziehungsweise 22 Prozent zur Folge, so Adams. Zwar sei nicht auszuschliessen, dass der Index die nächste Widerstandslinie durchbrechen kann. Doch für die nahe Zukunft lässt ihn die technische Analyse zum Schluss kommen: "Eine defensivere Spielweise ist gefragt."

Kursverlauf des S+P 500 seit 2008. Zudem Widerstandslinie (rot, oben), Gleitdurchschnitt 50-Wochen (mittlere, grün) und Gleitdurchschnitt 200-Wochen (untere, gelb), Quelle: Bloomberg. 

(Mit Material der Nachrichtenagentur Bloomber)

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Vorsicht bei diesen US-Aktien

Vorsicht bei diesen US-Aktien

Die US-Bank Morgan Stanley hat eine Schwarze Liste mit Aktien veröffentlicht, vor denen Anleger die Finger lassen sollten. Geschäftsmodelle ohne Zukunft sind speziell gefährlich.

28.05.2020 14:27

Von Henning Hölder

Aktien lassen sich in viele Kategorien einteilen. Manche taugen als kurzfristige Anlage, mit denen Trader schnelles Geld machen können. Andere Titel sind als Turnaround-Kandidaten für langfristige Anleger eine gute Wahl (Beispiele finden Sie hier). Wiederum andere eignen sich für solide Investments im höheren Alter (wie etwa diese), oder man setzt auf starke Dividenden-Titel (Beispiele hier), die Anlegern relativ stabile Erträge sichern.

Dann gibt es aber Aktien, die sich wahrscheinlich für keinen Anleger-Typ eignen. Morgan Stanley hat eine Schwarze Liste von Aktien erstellt, von denen die US-Bank strengstens abrät. Sämtliche Namen auf der Liste haben zwei negative Eigenschaften, welche gegen ein Investment sprechen.

Einerseits stören sich die Analysten bei allen Unternehmen "an deren Geschäftsmodellen und Branchen, welche durch disruptive Entwicklungen stark gefährdet sind." Zweitens sei bei diesen Aktien das Chance-Risiko-Verhältnis auf Sicht von 12 bis 18 Monaten schlicht unattraktiv.

Vor diesen Aktien warnt Morgan Stanley (alphabetisch sortiert):

Abercrombie & Fitch (ANF): Eine schwindende Kundenfrequenz sowie tendenziell sinkende Preise bei Kleidern werden das US-Modehaus weiter belasten.

Alcoa (AA): Der 2013 aus dem Dow-Jones-Index entfernte US-amerikanische Aluminiumhersteller bewegt sich in einem gesättigten Markt mit wenig Wachstumspotenzial.

AMC Networks (AMCX): Morgan Stanley kritisiert die starke Abhängigkeit des US-amerikanischen Medienunternehmens von der Erfolgsserie "The Walking Dead". Vor allem im Werbegeschäft hat der Konzern zunehmend Probleme.

CenturyLink (CTL): Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen hat als reiner Festnetzbetreiber keine Zukunft.

The Cheesecake Factory (CAKE): Beim US-amerikanischen Gastronomieunternehmen sehen die Analysten die starke Ausrichtung auf Einkaufscenter äusserst kritisch. Shopping Malls büssen an Beliebtheit ein – und das bereits vor der Corona-Krise.

Juniper Networks (JNPR): Der weltweit zweitgrösste Netzwerkausrüster hat wegen steigender Konkurrenz von Billiganbietern – etwa im Markt für Router - kaum Zukunft.

Macerich (MAC): Die Immobilien-Investmentgesellschaft ist auch einer der grössten Betreiber von Einkaufscentern in den USA – für Morgan Stanley im Zeitalter des immer beliebter werdenden Onlinehandels kein Geschäftsmodell für die Zukunft

The Michaels Companies (MIK): Das grösste US-Einrichtungshaus hat ein grosses Margenproblem und mache kontinuierlich Verluste. Die Analysten trauen dem Unternehmen keinen Turnaround zu.

Molson Coors Beverage (TAP): Die fünftgrösste Brauereigruppe der Welt ist im Biermarkt stark auf US-Premiummarken ausgerichtet – das ist kein wachstumsträchtiges Geschäftsfeld. Hinzu kommen hohe Schulden und eine seit Jahren unterdurchschnittliche Ertragsbilanz.

NetApp (NTAP) und Hewlett-Packard Enterprise (HPE): Morgan Stanley sieht vor allem den beschleunigten Trend hin zu öffentlichen Cloud-Lösungen als Problem für die beiden IT-Unternehmen, die noch immer stark auf lokale Speicherlösungen konzentriert seien.

ON Semiconductor (ON): Der US-amerikanische Halbleiterhersteller könnte besonders stark unter der konjunkturellen Abschwächung leiden. Zudem belaste der US-chinesische Handelsstreit das Geschäft des Unternehmens, welches stark auf China ausgerichtet sei.

United Parcel Service (UPS): Die Zukunft des Paketdienstleisters UPS ist stärker gefährdet als die des Konkurrenten FedEx. UPS ist stark auf das "Business-to-Consumer-Geschäft" ausgerichtet, welches unter Druck gerät, da Unternehmen wie etwa Amazon ihre Pakete zunehmend selbst zu den Kunden bringen.

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Warum Apple und Co. noch

Warum Apple und Co. noch lange Potenzial haben

Trotz des jüngsten Einbruchs an den US-Börsen: Die US-Big-Techs, die dem Markt lange davongeeilt waren, werden auch bei einer erneuten Börsenerholung die Nase vorn haben und den Markt antreiben.

11.06.2020 22:44

Von Henning Hölder

Die Aktien-Hausse der letzten Monate verwunderte Privatanleger und professionelle Investoren gleichermassen. Dass die Märkte aktuell einen Schwächeanfall erleben, erscheint dabei als überfällige Korrektur und logische Konsequenz der Aufholrally. Ob aus der Korrektur mehr wird, bleibt abzuwarten. Ein Index war lange erstaunlich resistent gegen grössere Rücksetzer: der Nasdaq-Composite.

Der US-Technologie-Index hat das Coronavirus lange in die Tasche gesteckt und erreichte diese Woche ein neues Allzeithoch. Am Mittwoch durchbrach der Nasdaq erstmals in seiner Geschichte die 10'000-Punkte-Marke. Von der allgemeinen Korrektur der letzten Tage im breiten Markt war bei den US-Tech-Aktien lange weniger zu spüren. 

Kursentwicklung des Nasdaq-100 (rot) und des SMI (grün) in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch.

Die Aktienkurse von Amazon, Apple, Microsoft oder auch Tesla (ebenfalls im Nasdaq enthalten) erzielten im Laufe dieser Woche neue Rekordstände. Aber auch Facebook oder Netflix bescherte die Corona-Krise Höhenflüge an der Börse.

Coronavirus als Treiber der Digitalisierung

Gerade in Bezug auf die Big Techs wird derzeit zunehmend von Irrationalität, von Phantasiekäufen oder gar von Wahnsinn gesprochen. Und in der Tat kann einem bei derartigen Kursexplosionen ein wenig angst und bange werden. Doch dass in der Corona-Krise ausgerechnet Amazon und Co. mal wieder zu neuen Höhenflügen ansetzten, ist durchaus erklärbar.

Erstens war bereits früh klar, dass Technologie-Konzerne weitaus weniger bis gar nicht von der Corona-Krise betroffen sind. Vielmehr haben einige sogar offensichtlich von ihr profitiert. Die Krise erwies sich vor allem bei Firmen, aber auch im privaten Bereich als grösster Treiber der Digitalisierung. Corona löste einen massiven Nachfrageanstieg nach IT- und Softwareausrüstung aus. Folgerichtig setzten Anleger noch mehr als ohnehin schon auf den Digitalisierungs-Trend.

Big Techs als Qualitätsaktien

Zweitens wird immer mehr klar, dass Titel wie Amazon, Alphabet oder Apple – obwohl noch immer Wachstumsunternehmen – zunehmend als Qualitätstitel angesehen werden. Heisst, bei Unsicherheit am Markt leiden diese Titel weniger oder profitieren gar davon, weil man ihnen weiter steigende Erträge zutraut.

Freilich ist nicht von der Hand zu weisen, dass der inmitten der Corona-Krise einsetzende Kaufrausch an den Börsen auch an der Nasdaq für gefährlich hohe Bewertungen gesorgt haben dürfte. Hier ist insbesondere Tesla zu nennen. Die Aktie des Elektroautopioniers durchbrach diese Woche erstmals die 1000-Dollar-Marke.

Kursentwicklung der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch.

Das Missverhältnis zwischen Börsenwert und wirtschaftlichem Ertrag bei Tesla ist hinlänglich bekannt. Im Aktienkurs steckt eine geballte Ladung an Erwartungen, was naturgemäss ein grosses Enttäuschungspotenzial birgt. Allerdings ist Tesla nun einmal Platzhirsch im zukunftsträchtigen E-Auto-Markt und seit einigen Quartalen sogar profitabel.

Die Erwartungen kommen also nicht von ungefähr. Wenn Tesla das liefern wird, was Elon Musk verspricht, ist die Aktie langfristig gesehen wahrscheinlich sogar noch günstig. Sollte die Wachstumsstory allerdings einen Knick bekommen, kann die Wette auf Tesla für Anleger eine ganz teure werden.

Mehr zur Tesla-Aktie hier: «Tesla 1000»: Was Anleger jetzt vor dem Kauf der Aktie wissen müssen

Amazon weiter im Höhenflug

In ähnlich schwindelerregenden Höhen, aber dabei weitaus gefestigter, bewegt sich die Aktie von Amazon. Während andere Firmen wegen Corona mit Kurzarbeit kämpfen oder mangels Aufträge zwischenzeitlich schliessen mussten, suchte der Online-Gigant händeringend nach neuen Mitarbeitern. Der Onlineversand-Riese profitierte von den weltweiten Lockdowns, die dem Home Shopping weiter Auftrieb verliehen.

Trotzdem fällt auf, dass der Aktienkurs seit Anfang Mai etwas an Schwung verloren hat. Der Grund für die Verschnaufpause ist jedoch gleichzeitig ein langfristiges Kaufargument: Amazon verkündete Anfang Mai, erneut massiv zu investieren, was kurzfristig das Ergebnis drückt. Einen Vorgang, den Amazon-Aktionäre bereits gewöhnt sind und der sich bald wieder in Form von steigenden Erträgen und einer noch gefestigteren Marktstellung auszahlen dürfte.

Apple wider Erwarten auf Rekordhoch

Apple ist derzeit unter den Big-Techs die vielleicht grösste Überraschung. Zur Erinnerung: Noch im Februar, also am Anfang der Corona-Krise, sprach der iPhone-Hersteller eine Virus-bedingte Umsatzwarnung aus – und gab dem Markt damit einen ersten Vorgeschmack auf den allgemeinen Nachfrage-Einbruch, den noch viele Firmen zu spüren bekommen sollten.

Doch diese Woche – vier Monate und einen Corona-Schock später – erreichte auch die Apple-Aktie ein neues Rekordhoch. Bereits Anfang Mai überraschte Apple mit unerwartet starken Zahlen. Vor allem das Geschäft mit Servicediensten wie Apps und Streaming-Abos sowie mit Wearables lief deutlich besser als was erwartet. Auch die hohe Nettoliquidität des Unternehmens spricht weiter für die Aktie. Apples sprudelnder Cash-Bestand macht weitere Aktienrückkäufe in Zukunft nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.

Microsoft

Microsoft ist das dritte Big Tech aus den USA, das diese Woche ein Allzeithoch feiern konnte. Dass auch der Software-Gigant von währned der Corona-Krise ausgeweiteten Heimarbeit profitiert, ist selbstredend. Der Home-Office-Trend lässt nicht nur die Nachfrage nach Software-Lösungen ansteigen, sondern auch jene für Cloud-Services.

In diesem Bereich ist Microsoft zwar noch klar in der Rolle des Jägers, vor allem gegenüber Amazon. Doch der Software-Pionier konnte zuletzt eine kräftig ansteigende Nachfrage nach seine Cloud-Computing Plattform Azure verzeichnen. Angesichts starker Wachstumsaussichten im Cloud-Geschäft sowie in anderen Segmenten wie etwa der Kommunikations-Software Teams, ist nicht davon auszugehen, dass der Lauf in naher Zukunft ein Ende findet.

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Bei diesen US-Aktien krachte

Bei diesen US-Aktien krachte es am meisten

Die US-Börsen sind am Donnerstag so stark wie seit Mitte März nicht mehr eingebrochen. Vor allem der Energie-Sektor und Reise-Aktien kamen massiv unter die Räder.

12.06.2020 11:47

Von Henning Hölder

Der US-Aktienmarkt erlebte am Donnerstag den grössten Ausverkauf seit dem Corona-Schock Mitte März. Der Dow Jones verlor 6,9 Prozent auf 25'128 Punkte und damit so viel wie seit dem 16. März nicht mehr. Insgesamt war es der viertgrösste Tagesverlust in der Geschichte des Dow Jones. Der S+P korrigierte um 5,9 Prozent, während der Nasdaq Composite mit einem Verlust von 5,2 Prozent noch am "glimpflichsten" davonkam.

Grund für den Einbruch ist einerseits der düstere Wirtschaftsausblick der US-Notenbank Fed. Deren Chef Jerome Powell warnte, dass ein "erheblicher Teil" der Menschen auf längere Zeit arbeitslos bleiben werde. Andererseits verunsicherte neue Angst vor einer zweiten Corona-Welle die Anleger. So meldete Texas an drei aufeinanderfolgenden Tagen rekordverdächtige Krankenhausaufenthalte mit Covid-19-Verdachtsfällen.

Tops und Flops im Dow Jones (11. Juni 2020)

Quelle: Bloomberg

Die grössten Verlierer nach Sektoren

Da am Donnerstag auch der Ölpreis wegen der getrübten Nachfrageaussichten stark an Wert verlor, kam der S+P Energie-Sektor am meisten unter die Räder, dicht gefolt vom Finanz-Sektor. Am wenigsten büssten klasssich defensive Branchen wie Versorger und Hersteller von Basiskonsumgütern ein. 

Performance der einzelnen S+P-500-Sektoren: 

Sektor

Performance, 11. Juni, in Prozent

Energie -9,5
Finanzen -8,2
Materialsektor -7,7
Industrie -7,0
Immobilien -6,3
IT -5,8
Health Care -5,6
Nicht-Basiskonsumgüter -4,9
Telekommunikation -4,6
Versorger -4,0
Basiskonsumgüter -3,8

 

Die grössten Verlierer im S+P 500 waren Reise-Aktien, welche in den Tagen zuvor noch stark zulegen konnten. Absoluter Tagesverlierer waren Norwegian Cruise Line mit einem Minus von 16,46 Prozent. Auch andere Kreuzfahrt-Anbieter wie Carnival oder Royal Caribbean büssten über 14 Prozent ein.

Die Aussicht, dass das Coronavirus die Wirtschaft noch länger beschäftigen könnte als gedacht, liess auch die Aktien von Fluggesellschaften abstürzen. United Airlines und American Airlines büssten jeweils rund 16 Prozent ein. Die Aktie des Flugzeugbauers Boeing war mit einem Minus von 16,42 gar der zweitschlechteste Titel im S+P 500.

Die Flop-20-Aktien im S+P 500

Auch die Finanzwerte korrigierten stark nach unten. Vor allem Die Ankündigung von FED-Chef Jerome Powell, dass Zinsen bis mindestens 2022 tief bleiben würden, lastete auf den Banken-Aktien. Tiefere Zinsen schmälern die Gewinnmargen im klassischen Kreditgeschäft der Banken. Die Aktien von Bank of America, Citigroup und JP Morgan fielen um bis zu 13 Prozent.

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