Schuldenkrise Europa

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Deutscher Export bricht im

Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte./mar/DP/jha

09.06.2020 08:11

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Konjunkturerholung in

Konjunkturerholung in Deutschland wird sich bis weit ins Jahr 2022 erstrecken

Die deutsche Industrie rechnet trotz des milliardenschweren Konjunkturpaketes der Bundesregierung in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in Deutschland.

09.06.2020 06:49

"Die Wirtschaftsleistung dürfte um real 6,5 Prozent sinken. Die Erholung wird sich bis weit ins Jahr 2022 erstrecken", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang. Das Konjunktur- und Wachstumspaket der grossen Koalition kommt nach Einschätzung des BDI zur rechten Zeit. Ein Grossteil der beschlossenen Massnahmen werde noch in diesem Jahr Wirkung entfalten. Vor allem die Stützung der privaten Konsumausgaben solle den Konjunktureinbruch deutlich abmildern.

Das Paket der schwarz-roten Koalition soll für 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Die Mehrwertsteuer wird vorübergehend gesenkt, zudem gibt es unter anderem Finanzspritzen für Familien und Kommunen sowie eine höhere Kaufprämie für Elektroautos. Union und SPD wollen so die von der Corona-Pandemie ausgebremste Wirtschaft und den Konsum der Bürger wieder ankurbeln. Die Bundesregierung rechnete zuletzt mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6,3 Prozent im Gesamtjahr.

Grosser Rückgang bei den Exporten

Einen massiven Rückgang von preisbereinigt (real) 15 Prozent erwartet der BDI beim Export von Waren und Dienstleistungen in diesem Jahr. Da das wirtschaftliche Wachstum bei nahezu allen Handelspartnern dramatisch einbreche, werde auch die Nachfrage nach "Made in Germany" deutlich sinken. Die Importe dürften um ungefähr 12 Prozent zurückgehen.

Zugleich belasten dem BDI zufolge Einkommenseinbussen aufgrund von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sowie die Sorge um den Job massiv die Konsumlaune der Verbraucher. Erwartet wird ein Rückgang des Privatkonsums von 7 Prozent. Ohne das Konjunkturpaket der Bundesregierung würden die privaten Konsumausgaben aber wohl um 8,5 bis zehn Prozent einbrechen, hiess es in dem BDI-Quartalsbericht.

Über das aktuelle Paket hinaus fordert der Industrieverband ein Investitionsprogramm von etwa 1 bis 1,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, strukturelle Reformen und die Senkung der Unternehmensteuern auf 25 Prozent. Damit solle der absehbar mehrjährigen Schwäche der weltwirtschaftlichen Nachfrage, der Investitionstätigkeit und des Aussenhandels entgegengesteuert werden.

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Frankreich will

Frankreich will Luftfahrtindustrie mit 15 Milliarden Euro retten

Mit einem 15 Milliarden Euro schweren Rettungspaket will Frankreich seine wegen Corona in eine schwere Krise geratene Luftfahrtindustrie stützen.

09.06.2020 12:01

"Heute Morgen rufen wir also den Ausnahmezustand aus, um unsere Luftfahrtindustrie zu retten", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Dienstag. In den kommenden Monaten seien 100'000 Arbeitsplätze in Gefahr. "100'000 Arbeitsplätze, die verschwinden könnten, wenn wir jetzt nicht handeln", warnte der Minister. An den Hilfen für die gebeutelte Industrie hängen auch ehrgeizige Pläne für umweltfreundlichere Flugzeuge.

Nach 8 Milliarden Euro für die Autoindustrie und 18 Milliarden für die Tourismusbranche ist in Frankreich nun die Luftfahrt an der Reihe. "Sie ist ein Nationalstolz und einer der grössten industriellen Erfolge unserer Nation im 20 Jahrhundert", so der Minister. In den vergangenen Jahrzehnten sei sie kontinuierlich gewachsen, die Auftragsbücher von Airbus seien gefüllt gewesen. Allein bei dem Luft- und Raumfahrtkonzern mit Schaltzentrale in Toulouse arbeiten rund 48'000 Menschen. In der ganzen Branche gehe um 300'000 direkte und indirekte Arbeitsplätze, so der Minister.

"Die Krise hat dieses Wachstum abrupt zum Stillstand gebracht", sagte Le Maire. Es werde erwartet, dass Luftverkehr erst in zwei oder drei Jahren wieder das Niveau vom Dezember 2019 erreicht. "Wir müssen unsere Luftfahrtindustrie retten." In dem 15-Milliarden-Euro-Plan stecken bereits angekündigte sieben Milliarden Euro Kredithilfen für Air France. Die Regierung hat ausserdem beschlossen, den Fluggesellschaften ein zwölfmonatiges Moratorium für die Rückzahlung ihrer Exportkredite gewähren. Das schlägt mit 1,5 Milliarden Euro zu Buche.

Gelder für Forschung und Entwicklung

In den kommenden drei Jahren sollen ausserdem 1,5 Milliarden Euro für die Forschung und Entwicklung in umweltfreundliche Technologien investiert werden. Das Ziel sei ein kohlenstoffneutrales Flugzeug bis 2035. Man werde die nächsten Generationen von Verkehrsflugzeugen, Hubschraubern und Geschäftsflugzeugen entwickeln, so Le Maire. Sie seien mit neuen Antriebssystemen ausgestattet und würden weniger CO2 ausstossen. "Was auf dem Spiel steht, ist Europas Platz in der Weltindustrie im kommenden Jahrhundert", warnteder Minister. Man werde nicht zulassen, dass der weltweite Luftfahrt-Markt zwischen China und den USA aufgeteilt werde, Frankreich und Europa würden dort ihren Platz behalten.

Es sei das erste Mal, dass Industriegiganten wie Airbus, Safran , Dassault Aviation und Thalès sich darauf geeinigt hätten, Gelder zusammenzulegen, um die französische Industriestruktur zu stützen. Ausserdem sollen kleine und mittlere Luftfahrtunternehmen modernisiert werden, um wettbewerbsfähiger zu sein. Man hinke bei der Digitalisierung hinterher und wolle nicht hinter Deutschland oder Italien zurückfallen.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte zuvor angesichts der Corona-Krise und ihrer Folgen von einer existenziellen Bedrohung für die Branche gesprochen. Ein grosses Thema ist auch die Lage der Zulieferer. Éric Trappier, Chef von Dassault Aviation und Vorsitzender des französischen Branchenverbandes GIFAS, hatte von rund 400 Zulieferern gesprochen, die betroffen seien.

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Frankreichs Notenbank

Frankreichs Notenbank erwartet Konjunkturabsturz und hohe Arbeitslosigkeit

Die französische Notenbank rechnet mit einem massiven Schaden durch die Corona-Krise für die konjunkturelle Entwicklung in Frankreich.

09.06.2020 11:49

Aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Zentralbank geht hervor, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um mehr als zehn Prozent einbrechen dürfte. Nach diesem Rückschlag werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich erst Mitte 2022 wieder das Niveau erreichen, das Frankreich im Jahr 2019 erzielen konnte. Es ist die erste Prognose zur konjunkturellen Entwicklung durch die Notenbank seit Beginn der Krise.

"Die französische Wirtschaft erholt sich recht schnell von dem scharfen Einbruch im März", sagte Notenbank-Präsident Francois Villeroy de Galhau darüber hinaus in einem Interview mit dem Radiosender France Info Radio. Dennoch werde es lange dauern, bis man die Krise überstanden habe.

Der französische Arbeitsmarkt wird nach Einschätzung der Notenbanker weiter unter den Folgen der Corona-Krise leiden. In der ersten Hälfte des Jahres 2021 dürfte die Arbeitslosenquote in der Spitze bis nahezu 12 Prozent steigen und damit auf ein Rekordniveau. Bis zum Ende des Jahres 2022 sei nur mit einem Rückgang auf 9,7 Prozent zu rechnen.

Die konjunkturellen Folgen könnten sich im Fall einer zweiten Welle der Corona-Pandemie verschlimmern. Wie aus dem Bericht hervorgeht, rechnet die Notenbank in diesem Fall mit einer noch längeren Erholungsphase der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone.

Nachdem die französische Wirtschaft zu weiten Teilen heruntergefahren wurde, hat die Wirtschaftstätigkeit nach Einschätzung der Notenbank auf dem Höhepunkt der Krise bei rund zwei Dritteln der normalen Werte gelegen. Ende Mai habe die wirtschaftliche Aktivität etwa 17 Prozent unter dem normalen Niveau gelegen. Bis zum Jahresende geht die Notenbank immer noch von einer Lücke von etwa sieben Prozent aus.

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Corona-Krise bremst deutsche

Corona-Krise bremst deutsche Elektroindustrie

Die Corona-Krise hat deutliche Spuren bei den Geschäften der deutschen Elektroindustrie hinterlassen. Im April gingen die Bestellungen und die Umsätze gemessen am Vorjahresmonat deutlich zurück, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag mitteilte.

09.06.2020 11:10

Die Auftragseingänge verringerten sich um 20,8 Prozent. Vor allem betroffen waren die Bestellungen aus der Eurozone (minus 31,1 Prozent). ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann sprach von einem insgesamt heftigen Rückgang, der aber nicht überraschend sei. "Schliesslich war der April nicht nur in Deutschland und Europa der Lockdown-Monat schlechthin."

Der Umsatz verringerte sich dem Verband zufolge im April um 17,5 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Den stärksten Rückgang gab es im Geschäft mit Kunden im Euroraum (minus 23,7 Prozent). In den ersten vier Monaten verbuchte die Branche insgesamt ein Umsatzminus von 6,3 Prozent auf 58,2 Milliarden Euro.

Nach ersten Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen im Mai hat sich die Stimmung der Unternehmen etwas erholt. So schätzten die Firmen die Geschäftserwartung besser ein als noch im April. Die Beurteilung der aktuellen Lage habe sich allerdings nochmals verschlechtert, teilte der Branchenverband mit./dba/DP/fba

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Weniger Arbeitsstunden in

Weniger Arbeitsstunden in Deutschland wegen Corona schon im ersten Quartal

Die Beschäftigten in Deutschland haben im ersten Quartal 2020 - und damit schon vor dem eigentlichen Beginn der Corona-Krise - deutlich weniger gearbeitet als im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen haben in den ersten drei Monaten 2020 bei 349,8 gelegen, ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Dienstag bekanntgewordenen Studie.

09.06.2020 11:05

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus von 1,7 Prozent. "Im ersten Quartal 2020 wurde pro Erwerbstätigen so wenig gearbeitet wie noch nie in einem ersten Quartal seit der Wiedervereinigung", sagte IAB-Experte Enzo Weber.

Die Zahl der Erwerbstätigen sei zwischen Januar und Ende März 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 0,3 Prozent nur noch wenig gestiegen und habe bei rund 45 Millionen Personen gelegen. Das sei der niedrigste Zuwachs gegenüber dem Vorjahr seit zehn Jahren gewesen.

Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im ersten Quartal 2020 dem IAB zufolge 15,76 Milliarden Stunden. Das bedeutet ein Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. "Weniger Überstunden, Abbau der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten, Freistellungen, vorgezogene Urlaubstage und Kurzarbeit - die Covid-19-Pandemie wirkte sich bereits im ersten Quartal massiv auf das Arbeitsvolumen in Deutschland aus", sagte Weber.

Die eigentlichen Auswirkungen stehen aber noch bevor. "Da der wirtschaftliche Shutdown erst in den letzten zwei März-Wochen begann und sich Erwerbstätigkeit wie Arbeitsvolumen in Deutschland vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie auf einem Rekordhoch befanden, wird sich die volle Wucht der wirtschaftlichen Einschränkungen erst in den Zahlen für das zweite Quartal zeigen", sagte Weber./dm/DP/jha

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Eurozone: Wirtschaft bricht

Eurozone: Wirtschaft bricht etwas weniger ein als gedacht

Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise eingebrochen, allerdings etwas weniger als bisher bekannt. Nach Angaben des Statistkamts Eurostat vom Dienstag schrumpfte die Wirtschaftsleistung (BIP) in den 19 Euroländern von Januar bis einschliesslich März um 3,6 Prozent. Das ist etwas weniger als der bisher genannte Rückgang von 3,8 Prozent.

09.06.2020 11:00

Allerdings bleibt es dabei, dass der Einbruch der stärkste ist seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. In den 27 EU-Staaten lag der Rückgang bei 3,2 Prozent. Auch hier war zunächst ein etwas stärkerer Einbruch um 3,3 Prozent ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die Eurozone um 3,1 Prozent und die EU um 2,6 Prozent.

In der gesamten EU wuchsen im ersten Quartal lediglich vier Länder, nämlich Irland, Rumänien, Bulgarien und Schweden. Dagegen brach die Wirtschaft am stärksten in Frankreich, Italien und Spanien ein. Diese Länder wurden durch die Corona-Pandemie mit am stärksten getroffen.

Der Einbruch trat sowohl im Euroraum als auch der EU auf breiter Front auf. Es schrumpften sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte als auch die Investitionen der Unternehmen und der Aussenhandel. Etwas unterstützend wirkte lediglich die Produktion der Unternehmen auf Halde. Dieser Lageraufbau dürfte in erster Linie Resultat einer fehlenden Nachfrage sein./bgf/jkr/jha/

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IWF hilft Ukraine mit

IWF hilft Ukraine mit Darlehen in Höhe von 5 Milliarden Dollar

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hilft der Ukraine im Kampf gegen die Corona-Krise mit Darlehen in Höhe von insgesamt 5 Milliarden Dollar. Das Exekutivdirektorium der Finanzinstitution gab am Dienstag grünes Licht für das Hilfspaket.

10.06.2020 06:31

Der Hilfsplan hat eine Dauer von 18 Monaten. Ein Teil der Darlehen in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar soll sofort ausgezahlt werden, wie der IWF in Washington mitteilte.

Die Darlehen sollten neben der Bekämpfung der Pandemie dazu beitragen, dass die Ukraine "gut aufgestellt" sei, damit die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Krise wieder wachsen könne, erklärte der IWF.

Zuverlässiger Partner

Der IWF habe sich als zuverlässiger Partner für einen Freund in Not erwiesen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf seinem offiziellen Twitter-Account.

Als eines der ärmsten Länder Europas verfügt die Ukraine nicht über die finanziellen Mittel für grössere Konjunkturmassnahmen, um ihre Wirtschaft nach den landesweiten Geschäftbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus-Ausbruchs über Wasser zu halten.

Analysten gehen davon aus, dass die ukrainische Wirtschaft in diesem Jahr um rund 5 Prozent einbricht, allein im zweiten Quartal wird mit einem Rückgang um 12 Prozent gerechnet.

Paket ist nun auf dem Weg

Eine Grundsatzvereinbarung über das Hilfsprogramm hatten der IWF und die Ukraine bereits vor zweieinhalb Wochen erzielt. Mit der Billigung durch das Gremium der Direktoren ist das Paket nun auf den Weg gebracht.

Die Darlehen sind an die Umsetzung von Reformen gekoppelt. Die Ukraine müsse wichtige strukturelle Reformen vorantreiben, um entscheidende Schwächen zu reduzieren, hatte bereits im Mai die IWF-Expertin Ivanna Vladkova Hollar erklärt, welche die Vereinbarung mit Kiew ausgehandelt hatte. Dies werde wiederum das Vertrauen potenzieller Kreditgeber stärken.

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Talsohle beim deutschen

Talsohle beim deutschen Export erreicht

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht im starken Einbruch der deutschen Exporte im April den Tiefpunkt der aktuellen Wirtschaftskrise erreicht.

10.06.2020 06:31

Deutschland ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Schweiz. "Der Absturz im April war die Talsohle, einen weiteren Rückgang im weiteren Jahresverlauf erwarten wir nicht, sondern eine allmähliche Erholung", sagte der IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Mittwochsausgaben) in einem Vorabbericht.

Die deutschen Exporte sind in der Coronakrise so stark eingebrochen wie noch nie. Ein rascher Aufstieg aus dem Corona-Tal ist nicht in Sicht: Für das Gesamtjahr erwarten die Forscher derzeit einen Rückgang der Exporte um 13 Prozent.

Eine Rückkehr zu den Vorkrisenwerten im Export dürfte es erst gegen Ende des kommenden Jahres geben, erklärte Kooths in dem Bericht. Die Entwicklung zeige, dass das Exportgeschäft in der gegenwärtigen Krise die eigentliche Achillesferse der deutschen Konjunktur sei.

Der Arbeitsmarkt werde sich nach Einschätzung des Kieler Instituts jedoch nur langsam erholen. "Entlassungen ist bislang noch nicht das grosse Thema. Der Arbeitsmarkt leidet insbesondere daran, dass Neueinstellungen ausbleiben", sagte Kooths. Auch bis Ende des kommenden Jahres werde die Erwerbstätigkeit das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht haben.

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Frankreich:

Frankreich: Industrieproduktion bricht weiter drastisch ein

In Frankreich hat sich der drastische Einbruch der Industrieproduktion im April fortgesetzt und neue Hinweise auf die konjunkturellen Verwerfungen durch die Corona-Krise geliefert. Die Fertigung sei im Monatsvergleich um 20,1 Prozent zum Vormonat eingebrochen, teilte das französische Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mit. Volkswirte hatten im Schnitt einen massiven Rückschlag erwartet und waren von einem Rückgang um 20,0 Prozent ausgegangen. Im März war die Produktion bereits um 16,2 Prozent geschrumpft.

10.06.2020 08:51

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sackte die Produktion im April um 34,2 Prozent ab. In dieser Betrachtung war ein Rückgang um 33,1 Prozent erwartet worden./jkr/fba

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Conti-Chef: Pleitewelle in

Conti-Chef: Pleitewelle in Autobranche droht, Politik muss nachlegen

Continental -Chef Elmar Degenhart erwartet für den Fall eines anhaltenden Nachfrageeinbruchs wegen der Corona-Krise drastische Folgen für die gesamte Autobranche. Die Politik müsse daher gegensteuern.

12.06.2020 07:29

Der Vorstandsvorsitzende des Dax -Konzerns aus Hannover sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX, schon der schwierige Strukturwandel aus Digitalisierung, E-Mobilität und Assistenzsystemen sei für viele kleine Firmen kaum zu schaffen. "Obendrauf kommt eine Marktkrise, die so seit 1930 nicht mehr da war. Wenn sich im Sommer keine deutliche Belebung des Marktes in Europa abzeichnet, befürchten wir trotz aller Stützungsmassnahmen eine Reihe von Konkursen."

Bei Continental selbst war in einer internen Videokonferenz jüngst von einer möglichen Verschärfung des Sparkurses die Rede. "Auch bei Continental ist eine Garantie für den Fortbestand mancher Jobs nicht mehr möglich", sagte Degenhart. "Es dürfte dazu kommen, dass wir über Kündigungen verhandeln müssen." Er sorge sich aber auch um andere.

"Viele Unternehmen haben im Vergleich zum gesunkenen Umsatz jetzt zu hohe Kosten. Bei einer nur langsamen Erholung können wir das mit Massnahmen wie Kurzarbeit nicht aussitzen." Man tue alles, um Ausgaben "intelligent" zu senken und Stellenstreichungen zu minimieren. Hätten die Massnahmen keinen Erfolg, könnten zahlreiche Jobs wegfallen - "in Deutschland und Europa sowie in Hochlohnländern rund um die Welt".

Der deutschen Schlüsselbranche machen ausbleibende Autokäufe und Probleme in den Lieferketten zu schaffen. Bei Herstellern stauen sich die Fahrzeuge in den Lagern, bei Zulieferern gehen die Bestellungen in den Keller.

"Das zweite Quartal wird wohl wirtschaftlich das schwierigste der Nachkriegszeit werden", meinte Degenhart mit Blick auf grosse Lieferanten ganzer Ausstattungssysteme wie Conti. Auch gesamtwirtschaftlich sei die Lage dramatisch: "Das Ausmass der Krise ist ungleich höher als das, was wir 2009 durchlebt haben. Das zeigen die Arbeitslosenzahlen in Amerika sowie die Kurzarbeit in Europa."

Das bisherige Konjunkturprogramm des Bundes sieht der Manager mit gemischten Gefühlen. "Dieses 130-Milliarden-Paket beinhaltet eine Vielzahl positiver Elemente für die Gesamtwirtschaft." Die Absenkung der Mehrwertsteuer bis zum Jahresende werde zwar "einen gewissen Effekt" haben. Aber der Ausschluss moderner Verbrenner aus den Autokaufprämien sei für ihn enttäuschend, so Degenhart: "Man muss sich vergegenwärtigen, dass E- und Hybridautos in Deutschland einen Marktanteil von 8 Prozent haben. Das zeigt, dass die Wirkung begrenzt bleiben wird." Sehr gut seien dagegen die aufgestockte Förderung der Ladeinfrastruktur sowie der Ausbau von Forschung und Entwicklung.

"Unsere Branche hat in Europa einen Herzstillstand erlitten", betonte Degehart. "Ein solcher lässt sich nicht mit einer hohen Dosis Vitamin C beheben - es bedarf vielmehr eines Defibrillators." Es hätte kräftigerer Konjunkturimpulse bedurft. "Diese Chance wurde verpasst." Wichtig sei Unterstützung aus der Politik nun vor allem beim Thema Energiekosten: "Sie bleiben in Deutschland mit am höchsten, die EEG-Umlage könnte 2021 einen erheblichen Sprung machen." Das Finanzierungskonzept der Energiewende müsse auf den Prüfstand.

Einen kompletten Wechsel von Verbrennern auf alternative Antriebe hält Degenhart in der Autoindustrie erst bis 2040 für möglich. Die Geschwindigkeit des US-Elektroauto-Pioniers Tesla könne man mit deutschen Anbietern nur schwer vergleichen. "Das Unternehmen hat nicht dieselbe Produktbasis wie ein traditioneller Hersteller mit einem Volumen von fünf bis zehn Millionen Fahrzeugen pro Jahr, die transformiert werden müssen. Der Ansatz war der einer Neugründung auf der grünen Wiese und Nischenproduktion." Besonders wertvoll sei Tesla wegen seiner Kompetenz bei Elektronik, Programmierung und Vernetzung./jap/men/DP/jha

--- Von Jan Petermann, dpa und Marco Engemann, dpa-AFX ---

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Streit der EU-Staaten nimmt

Streit der EU-Staaten nimmt Fahrt auf

Angesichts der dramatischen Corona-Wirtschaftskrise ringen die EU-Staaten um die richtige Strategie für den Wiederaufbau.

12.06.2020 07:10

Eurogruppen-Chef Mario Centeno forderte am Donnerstag, auch den Schutz der gemeinsamen Währung im Blick zu behalten. Die vier östlichen Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei verlangten Korrekturen am vorgesehenen Wiederaufbauplan - vor allem eine geänderte Verteilung der Mittel. Auch andere Staaten sind unzufrieden.

Die EU-Kommission hatte Ende Mai ein schuldenfinanziertes Programm im Umfang von 750 Milliarden Euro vorgeschlagen, das mit dem nächsten siebenjährigen EU-Haushaltsplan verknüpft werden soll. Erwartet werden schwierige Verhandlungen. Dazu soll es am 19. Juni einen Videogipfel der Staats- und Regierungschefs geben.

Doch auch die Eurogruppe - die 19 Staaten mit der gemeinsamen europäischen Währung - will bei der Gestaltung mitreden, wie Centeno deutlich machte. "Der Schutz des Euro ist genauso wichtig wie die Verteidigung des gemeinsamen EU-Binnenmarkts", bekräftigte der portugiesische Finanzminister nach einer Videokonferenz mit seinen Ministerkollegen am Donnerstagabend.

Die Eurogruppe will genau prüfen, welche Investitionen zur Erholung nötig sind. Zudem soll sichergestellt werden, dass EU-Hilfen nationale Pläne ergänzen und die Strategien der Länder nicht auseinanderklaffen. Die Euro-Staaten hatten zu der Schalte auch die übrigen EU-Staaten geladen, um über die düsteren Konjunkturprognosen und Auswege aus der Rezession zu beraten.

Centeno sagte dazu, die "Sichtverhältnisse sind schlecht". Die Lage verändere sich ständig. Doch seien die wirtschaftlichen Risiken erheblich. "In jedem Fall sind wir in einer tiefen Rezession." Die Entwicklung in den EU-Staaten sei unterschiedlich, ergänzte EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni. Umso wichtiger sei das Wiederaufbaupaket. Die Gespräche dazu verliefen konstruktiv.

Die Interessen gehen weit auseinander

Allerdings gehen die Interessen weit auseinander. Zwar unterstützen nach Darstellung von Diplomaten die meisten der 27 EU-Staaten den Vorschlag grundsätzlich, darunter Deutschland. Doch haben viele Länder Änderungswünsche. Die Niederlande, Schweden, Dänemark, Österreich und Finnland stellen zudem weiter das Prinzip in Frage, schuldenfinanziertes Geld als Zuschüsse an EU-Staaten zu verteilen.

Die Regierungschefs der vier östlichen "Visegrad-Staaten" trafen sich auf dem tschechischen Schloss Lednice, um ihre Linie abzustimmen. "Es darf nicht sein, dass arme Länder für die reichen zahlen müssen", sagte Tschechiens Regierungschef Andrej Babis dem Sender CT. Sehr wichtig sei eine hohe Flexibilität bei den Vergabekriterien, ergänzte Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Ungarns Regierungschef Viktor Orban sagte, am Entwurf müsse noch viel gearbeitet werden.

In der Eurogruppe ging es auch um eine wichtige Personalie: Centeno will den Vorsitz nach nur einer Amtszeit am 12. Juli aufgeben. Er sagte, er wolle über seine Nachfolge nicht spekulieren. Die Wahl sei Anfang Juli. Gehandelt wird dafür die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calviño. Doch wird erwartet, dass weitere Bewerber hinzukommen.

Zu seiner Bilanz sagte Centeno, er sei stolz auf die in der Eurogruppe ausgehandelten ersten Krisenhilfen im Umfang von 540 Milliarden Euro. "Die Eurogruppe hat die Rolle des Feuerwehrmanns im Moment der Krise übernommen."

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IAB: Konjunkturpaket der

IAB: Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt positiv auf Konjunktur

Das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Krise hat nach Ansicht von Experten unmittelbar positive Auswirkungen auf die Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum werde dank des Pakets im laufenden Jahr um 1,4 Punkte und im nächsten Jahr um 1,7 Punkte besser ausfallen, als in einem Szenario ohne staatliche Hilfe, heisst es in einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB), die am Freitag bekannt wurde. Die Zahl der Erwerbstätigen werde im laufenden Jahr um 200 000 und im nächsten Jahr um 240 000 höher liegen als ohne Konjunkturspritze.

12.06.2020 11:26

Im Jahr 2020 profitierten vor allem die öffentliche Verwaltung, die Branche Erziehung und Unterricht sowie das arbeitskräfteintensive Baugewerbe, das durch einen Investitionsschub vor allem im nächsten Jahr einen Schub erhalten werde. Im Jahr 2021 seien daneben auch das Gesundheitswesen, die Architektur- und Ingenieurbüros, der Landverkehr sowie die Branche Heime und Sozialwesen Nutzniesser des Pakets. Der Konsum der privaten Haushalte werde 2020 und 2021 um jeweils 20 Milliarden Euro mit der staatlichen Hilfe nach oben getrieben.

Inwieweit das Konjunkturpaket eine langfristigen Wirkung entfalten kann, etwa im Hinblick auf Ziele wie den Klimaschutz, sei noch nicht klar. Beispielsweise geklärt werden, ob und wie die Forschungsförderungen oder die Innovationsprämie das Verhalten der Unternehmen aber auch der Verbraucher - etwa bezüglich der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen - beeinflussen werde./dm/DP/jha

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Industrieproduktion in der

Industrieproduktion in der Eurozone bricht ein

Die Industrieproduktion im Euroraum ist in der Corona-Krise in bisher ungekanntem Ausmass eingebrochen.

12.06.2020 11:12

Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat vom Freitag lag die Herstellung der Betriebe im April 17,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat brach die Produktion sogar um 28,0 Prozent ein. Das sind die stärksten jemals gemessenen Rückgänge. In der Europäischen Union war die Entwicklung ähnlich heftig.

"Insgesamt ist die Industrieproduktion im Euroraum und in der EU auf ein Niveau gesunken wie zuletzt Mitte der 1990er Jahre gesehen", erklärte Eurostat. Der Produktionseinbruch trat auf breiter Front auf und betraf sowohl Vorleistungs- wie auch Investitions- und Gebrauchsgüter. Lediglich der Energieausstoss ging etwas moderater zurück.

Unter den erfassten EU-Mitgliedern verzeichnete kein einziges Land einen Produktionszuwachs gegenüber dem Vormonat. Für zwei Länder - Österreich und Zypern - waren keine Daten verfügbar. Die stärksten Rückgänge gab es in Ungarn, Rumänien und der Slowakei. Deutschland musste den achtgrössten Rückgang hinnehmen. Am wenigsten brach die Herstellung in Finnland, Malta und Dänemark ein.

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Spaniens Verbraucherpreise

Spaniens Verbraucherpreise fallen deutlich

Die Verbraucherpreise in Spanien sind im Mai deutlich gefallen. Wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte, lag das nach europäischem Standard berechnete Preisniveau (HVPI) 0,9 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Eine erste Erhebung wurde bestätigt. Dagegen stieg der HVPI auf Monatssicht um 0,1 Prozent, wohingegen die Erstschätzung eine Stagnation ergeben hatte. Analysten hatten mit einer Bestätigung der vorläufigen Daten gerechnet./bgf/jha

12.06.2020 09:15

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Frankreichs Inflation

Frankreichs Inflation stagniert überraschend

In Frankreich hat sich die Inflation im Mai nicht verändert. Wie das Statistikamt Insee am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte, lagen die nach europäischer Methode ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) 0,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dies entspricht der Preisentwicklung im Vormonat. Eine erste Schätzung hatte für Mai einen Rückgang auf 0,2 Prozent ergeben. Analysten hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.

12.06.2020 08:59

Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die Erstschätzung hatte eine Stagnation ergeben. Auch hier waren Experten von einer Bestätigung der Erstschätzung ausgegangen./bgf/jha/

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Leben in Deutschland teurer

Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt

Das Leben in Deutschland bleibt teurer als im EU-Schnitt. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag auch im Jahr 2019 über dem Mittel der - ohne Grossbritannien berechnet - 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) - und zwar um 6,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

22.06.2020 08:31

Allerdings bekamen Verbraucher nach Angaben der Wiesbadener Behörde in den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands nach wie vor weniger für ihr Geld als in der Heimat. Lediglich in den Nachbarländern Polen und Tschechien waren die Lebenshaltungskosten, zu denen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, deutlich niedriger.

Mit Abstand teuerstes Land für Verbraucher innerhalb der EU ist seit Jahren Dänemark: Dort lag das Preisniveau im vergangenen Jahr um 41,3 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Mit einigem Abstand folgen Irland (33,7 Prozent über dem Schnitt), Luxemburg (31,1 Prozent), Finnland (26,7 Prozent) und Schweden (20,6 Prozent).

Am günstigsten innerhalb der EU war es erneut in Bulgarien: Dort mussten Verbraucher für ihre Lebenshaltungskosten nur rund halb so viel zahlen wie im Schnitt aller Mitgliedstaaten (47,2 Prozent unter dem Durchschnitt). Auch in Rumänien lag das Preisniveau um 45,1 Prozent unter dem EU-Schnitt. Allerdings ist auch der Wohlstand innerhalb Europas extrem ungleich verteilt./ben/DP/jha

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Inflation in Deutschland

Inflation in Deutschland zieht unerwartet stark an

(Ausführliche Fassung) - Die allgemeine Teuerung in Deutschland hat im Juni auf vergleichsweise niedrigem Niveau wieder angezogen. Die Verbraucherpreise lagen um 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Mai war die jährliche Inflationsrate mit 0,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gesunken - vor allem wegen eines massiven Rückgangs der Energiepreise in der Corona-Krise. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten für Juni ebenfalls eine Inflationsrate von 0,6 Prozent erwartet.

29.06.2020 15:09

Auch im Juni 2020 mussten Verbraucher deutlich weniger für Haushaltsenergie und Sprit zahlen als vor Jahresfrist. Insgesamt verbilligte sich Energie in dem Monat um 6,2 Prozent. Im Mai jedoch hatten die Energiepreise mit minus 8,5 Prozent noch deutlicher unter dem Vorjahreswert gelegen. Mit dem weitgehenden Stillstand der Wirtschaft in vielen Ländern infolge der Corona-Pandemie war auch die Nachfrage nach Rohöl gesunken. Die Preise für den Rohstoff brachen ein, erholten sich zuletzt aber wieder etwas.

Nahrungsmittel verteuerten sich in Deutschland im Juni zum Vorjahresmonat den vorläufigen Daten zufolge um 4,4 Prozent. Hier waren die Preissteigerungen in den beiden Vormonaten noch etwas höher gewesen. Insgesamt zog das Preisniveau von Mai auf Juni 2020 um 0,6 Prozent an.

Nach Einschätzung von Ökonomen dürfte sich die Inflationsrate in den nächsten Monaten wieder der Nullmarke annähern - getrieben auch von der vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Als "letzten Sprung nach oben" wertete Commerzbank-Volkswirt Marco Wagner die Juni-Zahl. Seine Einschätzung: "Die Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008/2009 zeigen, dass die Firmen die niedrigere Umsatzsteuer zwar nur zum Teil an die Verbraucher weitergeben. Dies dürfte allerdings ausreichen, die Teuerungsrate im Juli nahe an die Nulllinie zu drücken."

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

Im Euroraum rutschte die Inflation nach jüngsten Daten des Statistikamtes Eurostat im Mai Richtung Nulllinie: Die Verbraucherpreise lagen nur um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit Juni 2016.

In Deutschland lag der für die EZB-Geldpolitik massgebliche harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI nach Angaben des Bundesamtes im Juni um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und um 0,7 Prozent über dem Stand von Mai 2020. Die EZB prognostiziert für das Gesamtjahr 2020 einen drastischen Konjunktureinbruch im Euroraum infolge der Corona-Krise und eine Teuerung von gerade einmal 0,3 Prozent im Währungsraum./ben/DP/jkr

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Stimmung auf dem Arbeitsmarkt

Stimmung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hellt sich etwas auf

Die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird langsam wieder besser. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich im Juni im Vergleich zum Mai um 0,8 Punkte auf 94,6 Punkte verbessert, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Nürnberg mit.

29.06.2020 13:58

"Die Erwartungen der Arbeitsagenturen hellen sich langsam wieder auf", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Allerdings liegt der gemessene Wert nach dem coronabedingten Absturz im April noch immer deutlich unter der neutralen Marke von 100.

Kurzfristig seien weitere Verschlechterungen, sowohl bei der Arbeitslosigkeit als auch bei der Beschäftigung zu erwarten, sagte Weber. "Angesichts der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte bleibt die Arbeitsmarktentwicklung noch vergleichsweise robust, auch durch Kurzarbeit", erklärte Weber. Nun müsse der Arbeitsmarkt aus der Krise gebracht werden, bevor schlechte Jobchancen für Arbeitslose und Berufseinsteiger zu bleibenden Nachteilen führten.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer gilt als Frühindikator für den Arbeitsmarkt. Bei einer Umfrage bei den Arbeitsagenturen werden die Aussichten für die nächsten drei Monate abgefragt. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Die Bundesagentur für Arbeit wird an diesem Mittwoch ihre Statistik für Juni bekanntgeben. Dann werden auch Aufschlüsse über die jüngsten Entwicklungen bei der Kurzarbeit erwartet./dm/DP/jha

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Eurozone: Wirtschaftsstimmung

Eurozone: Wirtschaftsstimmung erholt sich stark

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juni deutlich von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Der von der EU-Kommission erhobene Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 8,2 Punkte auf 75,7 Zähler. Das sei der stärkste jemals gemessene Anstieg, erklärte die Behörde am Montag in Brüssel. Die Erwartungen von Analysten wurden jedoch verfehlt, sie hatten im Schnitt mit 80 Punkten gerechnet. In der Europäischen Union verbesserte sich der Indikator ebenfalls erheblich.

29.06.2020 11:03

Mit den jüngsten Zuwächsen seien die Einbrüche vom März und April um etwa 30 Prozent aufgeholt worden, teilte die Kommission mit. Bereits im Mai hatte sich die Stimmung etwas aufgehellt. Der ESI ist ein breit angelegter Indikator, der die Stimmung der Unternehmen und privaten Haushalte misst.

Der separat ausgewiesene Indikator für die Beschäftigungsperspektiven stieg im Juni ebenfalls stark, nachdem er in der Krise eingebrochen war. Er bewegt sich aber immer noch klar unter seinem Vorkrisenniveau./bgf/jkr/stk

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Frankreichs Notenbankchef

Frankreichs Notenbankchef erwartet baldige Lösung im EZB-Konflikt mit Karlsruhe

In dem Konflikt zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Bundesverfassungsgericht sieht Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau Chancen für ein schnelles Ende der Auseinandersetzung. "Es gibt jetzt gute Aussichten dafür, dass eine Lösung nahe ist, um auf Karlsruhe zu antworten", sagte das EZB-Ratsmitglied im Interview mit dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

29.06.2020 10:14

In der Sache seien die Entscheidungen der Notenbank "offensichtlich verhältnismässig" und der Europäische Gerichtshof habe dies bestätigt. Der EZB-Rat hatte in der vergangenen Woche Dokumente für die Bundesregierung und den Bundestag freigegeben, die die Verhältnismässigkeit der Käufe belegen sollen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang Mai die milliardenschweren Staatsanleihenkäufe der EZB im Rahmen des sogenannten PSPP-Programms beanstandet. Die Verfassungsrichter gaben der Bundesregierung drei Monate Zeit, die EZB zu einer Überprüfung zu bewegen. Erstmals stellte sich Karlsruhe mit seiner Entscheidung gegen ein Urteil des EuGH. Der Gerichtshof hatte Staatsanleihenkäufen Ende 2018 seinen Segen erteilt.

Wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch die Coronakrise hält Villeroy es kurzfristig für normal, dass die europäischen Staaten die Wirtschaft stützen und ihre Staatsverschuldung steigt. "Die Euro-Länder sollten die Schulden aber zu gegebener Zeit reduzieren." Das Vorgehen dabei könne von Land zu Land unterschiedlich sein. In Frankreich werde es auch darum gehen, die Ausgaben besser zu kontrollieren. "Wir müssen effizienter mit öffentlichen Mitteln umgehen, wie es Deutschland zuvor getan hat. Es wird wichtig sein, dass eine mittelfristige Politik zum Schuldenabbau klar kommuniziert und vertreten wird."

Wegen der schwachen Preisentwicklung in der Eurozone stellte der Notenbanker weiter eine extrem lockere Geldpolitik der EZB in Aussicht. Für das Gesamtjahr werde in der Eurozone mit einer Inflationsrate von durchschnittlich 0,3 Prozent gerechnet, sagte Villeroy. Er machte deutlich, dass dieser Wert weit unter dem angepeilten Inflationsziel von knapp zwei Prozent liege. "Wenn wir unser Mandat ernst nehmen, brauchen wir eine sehr flexible Geldpolitik, bis das Ziel klar erreichbar erscheint", sagte der Währungshüter.

Hinsichtlich der Laufzeit des Anleihekaufprogramms der EZB in der Corona-Krise (PEPP) sagte Villeroy: "Wir könnten die Kriterien in Bezug auf die wirtschaftliche Lage präzisieren (state dependent), bei deren Erreichen wir das Programm einstellen." Zudem zeigte er sich offen für eine stärkere Entlastung der Banken bei den Minuszinsen durch höhere Freibeträge.

Eine Debatte über den möglichen Kauf von Ramschanleihen durch die EZB hält Frankreichs Notenbankchef für "wahrscheinlich nicht dringend". Ausgeschlossen sei, dass die Notenbank Anleihen kauft, die vor der Krise mit dem Ramsch-Status bewertet wurden./jkr/ssc/stk

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Eurozone: Inflation steigt

Eurozone: Inflation steigt leicht an

Die Inflation in der Eurozone ist im Juni leicht angestiegen. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen die Verbraucherpreise 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Analysten hatten einen etwas schwächeren Zuwachs auf 0,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau wie im Jahresvergleich um 0,3 Prozent.

30.06.2020 11:00

Entscheidend für den etwas stärkeren Preisanstieg waren die Energiepreise. Zum Vormonat erhöhten sie sich um 1,7 Prozent, im Jahresvergleich sind sie etwas weniger stark als im Monat zuvor gesunken. Der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln schwächte sich etwas ab, wenngleich sich diese Güter stärker als andere Waren verteuerten. Dienstleistungen und erst recht Industriegüter verteuerten sich verglichen mit Lebensmitteln schwächer.

Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel fiel im Gegensatz zum Gesamtindex leicht zurück. Sie ging von 0,9 auf 0,8 Prozent zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Gesamtteuerung von knapp zwei Prozent an. Diese Rate hat sie seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht, was neben der Corona-Pandemie ein Grund für ihre extrem lockere Geldpolitik ist./bgf/jkr/stk

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Spaniens Wirtschaft bricht

Spaniens Wirtschaft bricht wegen Corona-Krise ein

Spaniens Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres wegen den Folgen der Corona-Krise drastisch eingebrochen. Im ersten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft, teilte das nationale Statistikinstitut am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.

30.06.2020 09:11

Im Jahresvergleich meldeten die Statistiker ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 4,1 Prozent. Auch in dieser Betrachtung wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Als Grund für den schweren konjunkturellen Rückschlag in der viertgrössten Volkswirtschaft der Eurozone gelten harte Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Mitte März traten drastische Beschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus in Kraft. Die spanische Wirtschaft wurde massiv heruntergefahren./jkr/stk

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Frankreich: Inflation

Frankreich: Inflation schwächt sich überraschend ab

In Frankreich hat sich die Inflation überraschend abgeschwächt und ist bis knapp über die Null-Marke gefallen. Im Juni seien die nach europäischer Methode ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) um 0,1 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag nach einer ersten Schätzung mit. Damit ist die Preisentwicklung in Frankreich so schwach wie seit dem Frühjahr 2016 nicht mehr. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 0,4 Prozent gelegen.

30.06.2020 09:03

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten für Juni mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 0,5 Prozent gerechnet.

Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Auch in dieser Betrachtung wurden die Erwartungen deutlich verfehlt. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet./jkr/stk

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Ifo Institut: Zahl der

Ifo Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt - Entspannung im Gastgewerbe

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter nach Berechnungen des Ifo-Instituts im Juni gesunken. Nach 7,3 Millionen Kurzarbeitern im Mai seien es im Juni noch 6,7 Millionen gewesen, hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei damit von zuvor 22 Prozent auf nur noch 20 Prozent geschrumpft. Die Berechnung basiert auf den Ergebnissen von Unternehmensbefragungen des Münchener Forschungsinstituts.

30.06.2020 08:52

"Der Rückgang ist recht zögerlich, und in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu", sagt ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Nach der Ifo-Schätzung erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie von 2,2 Millionen auf 2,3 Millionen Menschen und damit von 31 auf 33 Prozent der Beschäftigten in den Industriebetrieben.

In der Autobranche stieg die Zahl der Kurzarbeiter laut ifo-Berechnungen leicht von 513 000 auf 516 000, der Anteil blieb bei 46 Prozent. Im Maschinenbau nahm die Zahl von 316 000 auf 354 000 zu, der Anteil wuchs von 29 auf 33 Prozent.

Eine Verbesserung der Lage zeigte sich hingegen im Gastgewerbe. Hier sank die Zahl der Kurzarbeiter laut Ifo-Berechnungen von 796 000 auf 672 000. Allerdings liegt der Anteil der Kurzarbeiter im Gastgewerbe immer noch bei 61 Prozent sind nach 72 Prozent im Mai./jkr/mis

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Deutscher Einzelhandel findet

Deutscher Einzelhandel findet unerwartet schnell zu Stärke zurück

Der deutsche Einzelhandel hat sich nach dem Einbruch im Zuge der Corona-Krise unerwartet schnell erholt. Im Mai seien die Umsätze im Monatsvergleich real (preisbereinigt) um 13,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dies war der stärkste Zuwachs seit Beginn der Erhebung im Jahr 1994. Analysten wurden vom Ausmass des Anstiegs überrascht. Sie waren nur von einem Plus von 3,5 Prozent ausgegangen.

01.07.2020 08:26

"Damit konnte der Einzelhandel die Corona-bedingten Umsatzeinbussen der Vormonate wieder ausgleichen", hiess es in der Mitteilung des Bundesamtes. Im Jahresvergleich legten die Umsätze im Mai real um 3,8 Prozent zu. Hier hatten Analysten einen Rückgang um 3,2 Prozent erwartet.

Bei den nominalen Umsatzdaten meldete das Bundesamt einen Anstieg um 13,4 Prozent im Monatsvergleich und um 4,6 Prozent im Jahresvergleich.

Im April war der Umsatz noch real um 6,5 Prozent im Monatsvergleich und nominal um 6,2 Prozent gesunken. Hier hatten noch Geschäftsschliessungen wegen der Furcht vor einer Corona-Ausbreitung belastet./jkr/mis

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Wirtschaftsklima in der EU

Wirtschaftsklima in der EU wird wieder freundlicher

Das Wirtschaftsklima in der Europäischen Union hat sich mit den Lockerungen der Corona-Einschränkungen im Juni erkennbar aufgehellt. Nach dem historischen Einbruch im April werde die wirtschaftliche Lage wieder deutlich positiver eingeschätzt, referierte das Statistische Bundesamt am Freitag unter Verweis auf europäische Daten. Der im Auftrag der EU-Kommission erhobene "Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung" liege allerdings noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie.

03.07.2020 08:51

Den Angaben zufolge stieg der Indikator im Juni 2020 gegenüber dem Vormonat um 8,1 Punkte auf 74,8 Punkte. Im vom "Lockdown" voll getroffenen Monat April war der Indikator um 30,8 Punkte auf 63,8 Punkte eingebrochen - und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1985.

Die Berechnungen basieren auf einer EU-weiten Befragung bei Unternehmen in Industrie, Dienstleistungsbranche, Einzelhandel und Baugewerbe sowie bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Daten werden gewichtet. Indikatorwerte über 100 deuten auf ein überdurchschnittlich gutes wirtschaftliches Klima hin und umgekehrt.

In 25 der 27 EU-Staaten hat sich demnach im Juni 2020 das Wirtschaftsklima verbessert. In Europas grösster Volkswirtschaft Deutschland stieg der Indikator in dem Monat um 6,6 Punkte auf 81,9 Zähler, nachdem er im April um knapp 20 Punkte eingebrochen war und sich im Mai leicht erholt hatte. Im Jahr 2019 lag der Wert für Deutschland durchgängig zwischen 98 und 108 Punkten./ben/DP/jkr

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Im Juni rund 40 Prozent

Im Juni rund 40 Prozent weniger Pkw-Neuzulassungen in Deutschland

Der deutsche Automarkt ist im Juni nach Angaben des Verbands der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erneut stark eingebrochen.

03.07.2020 06:51

"Im Juni wurden - wenn man zwei zusätzliche Arbeitstage abzieht - rund 40 Prozent weniger Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel dem Fachdienst "Tagesspiegel Background Mobilität & Transport" (Freitag). Absolut wurden demnach im Juni 220 000 Neuwagen registriert. Am (heutigen) Freitag veröffentlichen das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der VDIK die offiziellen Juni-Zahlen zu den Neuzulassungen.

"Wir erleben einen massiven Einbruch, der deutlich grösser ist als in der Finanzkrise", sagte Zirpel. "Wir erwarten, dass 2020 in Deutschland 2,8 Millionen Neuwagen zugelassen werden - ein Minus von über 20 Prozent zum Vorjahr." Zuletzt wurden den Angaben zufolge 1989 in Deutschland gut 2,8 Millionen neue Autos angemeldet. Kumuliert liege das Minus bis Ende Juni bei 35 Prozent. "Die Erholung im zweiten Halbjahr muss also sehr kräftig ausfallen, wenn es am Ende minus 20 Prozent sein sollen", sagte der VDIK-Präsident.

Gewachsen sei die Nachfrage nach Elektroautos. Der VDIK rechne für das erste Halbjahr mit mehr als 90 000 neu zugelassenen Elektrofahrzeugen, ein Zuwachs von circa 90 Prozent. Darunter seien mehr als 43 000 Pkw mit batterieelektrischem Antrieb (plus 40 Prozent) und gut 47 000 Plug-In-Hybride (plus 190 Prozent).

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Der deutsche Bundestag

Der deutsche Bundestag akzeptiert EZB-Anleihekäufe

Eine breite Allianz hat der Europäischen Zentralbank bei den Staatsanleihekäufen den Rücken gestärkt und damit eine Pattsituation beendet, die Deutschlands Beteiligung infrage gestellt hatte.

03.07.2020 06:10

"Der Deutsche Bundestag hält die Darlegung der EZB zur Durchführung einer Verhältnismässigkeitsprüfung für nachvollziehbar und die Vorgaben des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Mai 2020 somit für erfüllt," heisst es in der Bundestagserklärung, die am Donnerstag mit den Stimmen der Abgeordneten der Grossen Koalition, der Grünen und Liberalen verabschiedet wurde. Damit ist der Weg frei, dass die Bundesbank weiterhin am Anleihekaufprogramm teilnehmen kann.

Deutschlands oberstes Gericht entschied im Mai, dass das 2,2 Billionen Euro umfassende Kaufprogramm in Teilen nicht verfassungskonform ist. Der deutsche Bundestag hätte darauf dringen müssen, dass die EZB die Verhältnismässigkeit des Public Sector Purchase Programme (PSPP) nachweise, urteilten die Karlsruher. Laut Bundesverfassungsgericht müsste sich die Bundesbank aus dem Programm zurückziehen, wenn nicht innerhalb von drei Monaten nachgewiesen werde, dass die Massnahmen im Verhältnis zu den Risiken stehen.

Der stellvertretende parlamentarische Fraktionsführer Andreas Jung wertet das Votum der Abgeordneten als starkes Signal für Frankfurt und Brüssel, da die Bundesbank nun weiterhin am EZB-Program teilnehmen könne. Der Dialog zwischen Bundestag und Bundesbank solle künftig intensiviert werden.

"Die Geldpolitik der EZB leistet seit Jahren einen grossen Beitrag zur Stabilisierung der Währungsunion", erklärte der SPD-Abgeordnete Christian Petry. Europa müsse weiter vorangebracht und die EU-Finanzpolitik stärker integriert werden, sagte er.

(Bloomberg)

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