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Coronavirus-Streit: Amazon

Coronavirus-Streit: Amazon zieht vor höchstes Gericht Frankreichs

Der Online-Versandhändler Amazon hat angekündigt, in einem Rechtsstreit um Coronavirus-Schutzmassnahmen in Logistikzentren vor das höchste Gericht Frankreichs zu ziehen. Amazon habe beschlossen, die Entscheidung eines Berufungsgerichts in Versailles Ende April nun vor dem Kassationsgerichtshof Frankreichs anzufechten, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Die Gründe dafür würden den betroffenen Parteien vor Gericht dargelegt, so der Konzern. Amazon setzte nach eigenen Angaben die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern fort.

08.05.2020 06:37

Die französischen Logistikzentren werden wahrscheinlich bis einschliesslich 13. Mai geschlossen bleiben, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die endgültige Entscheidung darüber werde am Freitag bei einem Treffen des zentralen Betriebsrates fallen. Sollte dieser den Plan bestätigen, blieben die Angestellten bis zu dem Datum zu Hause und erhielten ihr volles Gehalt, so Amazon.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit des Online-Händlers über Coronavirus-Schutzmassnahmen für die Angestellten. Das Berufungsgericht hatte im April entschieden, dass Amazon weiterhin nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen darf. Diese Auflage gelte solange, bis der Konzern seine Schutzmassnahmen verbessert habe. Es bestätigte damit weitgehend eine vorangegangene Entscheidung eines Gerichts im Pariser Vorort Nanterre. Die Gerichtsentscheidung war von der Gewerkschaftsgruppe Union Syndicale Solidaires erwirkt worden.

Amazon hatte nach der ersten Gerichtsentscheidung seine Logistikzentren in Frankreich vorerst geschlossen, da dem Konzern bei Nichteinhaltung der Vorgaben eine Geldstrafe droht. Das Unternehmen betonte stets, alle Schutzvorgaben gegen das Coronavirus eingehalten zu haben./ari/DP/he

(AWP)

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Coronavirus-Streit: Amazons

Coronavirus-Streit: Amazons Logistikzentren in Frankreich bleiben zu

Die französischen Logistikzentren des Online-Versandhändlers Amazon bleiben nach Streitigkeiten vor Gericht bis einschliesslich 18. Mai geschlossen. Das kündigte Amazon am Mittwoch an. Die Mitarbeiter sollen bis dahin zu Hause bleiben - erhielten aber volles Gehalt, so der Versandhändler. Man rechne allerdings mit einer weiteren Verlängerung der vorübergehenden Schliessung, hiess es weiter. Hintergrund ist ein Rechtsstreit des Online-Händlers über Coronavirus-Schutzmassnahmen für die Angestellten.

13.05.2020 11:09

Ein Berufungsgericht hatte im April entschieden, dass Amazon weiterhin nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen darf. Diese Auflage gelte solange, bis der Konzern seine Schutzmassnahmen verbessert habe. Es bestätigte damit weitgehend eine vorangegangene Entscheidung eines Gerichts im Pariser Vorort Nanterre. Dem Konzern droht bei Nichteinhaltung der Vorgaben eine Geldstrafe. Amazon hatte bereits nach der ersten Gerichtsentscheidung seine Logistikzentren in Frankreich vorerst geschlossen.

Amazon rechtfertigt die Schliessung der Logistikzentren damit, dass selbst wenn versehentlich nur eine niedrige Zahl der nicht erlaubten Artikel versandt würde, dem Konzern eine Milliardenstrafe drohe. Das Berufungsgericht hatte im Gegensatz zu dem Gericht in Nanterre exakt aufgeschlüsselt, welche Produkte versendet werden dürfen. Der Konzern hatte zuletzt angekündigt, vor das höchste Gericht Frankreichs, den Kassationsgerichtshof, zu ziehen und die Entscheidung anzufechten. "Unsere Logistikzentren sind sicher", betonte Amazon nun erneut./nau/DP/mis

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Amazon vergrössert

Amazon vergrössert Frachtflugzeug-Flotte

Der US-Internet-Riese Amazon least zwölf zusätzliche Frachtflugzeuge. In einer Mitteilung vom Mittwoch (Ortszeit) verwies der Konzern auf die in Zeiten der Corona-Pandemie in den USA landesweit gestiegene Nachfrage nach Lieferungen an die Haustür.

04.06.2020 07:17

Mit den neuen Maschinen vom Typ Boeing 767-300 vergrössere sich die Amazon-Flotte auf mehr als 80 Flugzeuge. Eine sei bereits im Mai übernommen worden, die übrigen elf würden 2021 ausgeliefert. Geleast würden sie bei der Luftfahrtholdinggesellschaft ATSG.

Amazon Air habe während der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle beim Transport von Schutzausrüstungen für Amazon-Geschäftspartner, das Personal im Gesundheitswesen und Hilfsorganisationen in den ganzen USA gespielt, hiess es weiter./rjo/DP/fba

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Lurch
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eine Kaufchance

Wochenlang ging es für Amazon nur nach oben. Nun korrigiert die Aktie. Für den AKTIONÄR bedeutet dies vor allem eines: eine Kaufchance, denn das Wachstumspotenzial des Konzerns rechtfertigt noch deutlich höhere Kurse. Das trifft auch auf Paypal zu. Der Zahlungsabwickler profitiert vor allem vom Megatrend E-Commerce.

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird

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Amazon, Alphabet, Apple,

Amazon, Alphabet, Apple, Facebook: Tech-Riesen trotzen der Corona-Krise mit Milliardengewinnen

Das Geschäft der grossen Tech-Konzerne beweist enorme Widerstandskraft in der Corona-Krise, wie die neuen Quartalszahlen zeigen.

31.07.2020 06:33

Inmitten des schlimmsten US-Wirtschaftsabschwungs seit der Großen Depression der 1930er Jahre wies der Internet-Gigant Amazon gar den höchsten Gewinn seiner 26-jährigen Firmengeschichte aus. Auch die anderen Großen der Branche schnitten überraschend gut ab: Der Smartphone-Hersteller Apple übertraf mit seinen Zahlen für das zweite Quartal ebenso die Markterwartungen wie das "soziale Netzwerk" Facebook und Alphabet, die Muttergesellschaft des Internet-Riesen Google.

"Das war wieder ein sehr ungewöhnliches Quartal", sagte Jeff Bezos, reichster Mensch der Welt und Gründer und Großaktionär von Amazon. Der weltgrößte Onlineversand schnitt im Zuge des Corona-Lockdowns mit seinen massenhaften Geschäftsschließungen deutlich besser ab als von Experten erwartet. Die Netterlöse stiegen um etwa 40 Prozent auf 88,91 Milliarden Dollar, der Gewinn verdoppelte sich auf 5,2 Milliarden Dollar.

Auch Apple ließ die Prognosen der Marktbeobachter weit hinter sich. Der Technologiekonzern meldete dank der im Corona-Lockdown gestiegenen Nachfrage nach Kommunikationsgeräten Wachstum in allen Sparten und allen Regionen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um elf Prozent auf 59,69 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 52,25 Milliarden. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,58 Dollar, verglichen mit einer Schätzung von 2,04 Dollar.

Alphabet, die Obergesellschaft des Internet-Riesen Google, übertraf mit ihrem Quartalsumsatz ebenfalls die Erwartungen: Das Unternehmen setzte im zweiten Quartal mit 38,3 (38,94) Milliarden Dollar geringfügig weniger um als ein Jahr zuvor, blieb aber klar dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 37,37 Milliarden. Zwar gewann die Google-Suchmaschine und andere zumeist kostenlose Tools etwa für Konferenzen in der Corona-Krise viele neue Nutzer. Allerdings hielten die Werbeeinnahmen damit nicht Schritt, weil große Kunden etwa aus der Reisebranche von der Corona-Krise zum Sparen gezwungen wurden.

Facebook steigerte die Erlöse im zweiten Quartal deutlich auf 18,69 Milliarden Dollar von 16,89 Milliarden ein Jahr zuvor - und lag damit ebenfalls deutlich über der mittleren Analystenprognose von 17,4 Milliarden Dollar. Trotz eines Boykotts einiger großer Markenartikler wegen des Umgangs des Konzerns mit Hass-Mitteilungen sprangen die Werbeeinnahmen im Quartal um zehn Prozent auf 18,4 Milliarden in die Höhe. 

(Reuters)

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Deutsches Kartellamt

Deutsches Kartellamt untersucht Amazon-Praktiken in Corona-Pandemie

Das deutsche Bundeskartellamt geht einem Zeitungsbericht zufolge dem Vorwurf nach, dass Amazon während der Corona-Pandemie eine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe.

16.08.2020 19:09

"Wir untersuchen derzeit, ob und wie Amazon die Preissetzung der Händler auf dem Marketplace beeinflusst", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Während der ersten Monate der Corona-Pandemie habe es Beschwerden darüber gegeben, dass Amazon Händler wegen angeblich überhöhter Preise gesperrt habe. "Amazon darf kein Preiskontrolleur sein. Das gilt auch jetzt", sagte Mundt.

Amazon habe inzwischen auf erste Auskunftsersuchen geantwortet. Diese Stellungnahmen würden jetzt ausgewertet. Der mögliche Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung sei "natürlich der Ansatz bei solchen Untersuchungen". Amazon sei für sehr viele Händler eine unverzichtbare Plattform. "Andererseits haben wir eine Marktbeherrschung bisher nicht formell festgestellt", sagte Mundt.

Bei Amazon war zunächst keine Stellungnahme zu zu bekommen. Deutschland ist für den US-Online-Riesen der zweitgörsste Markt nach den USA. In den ersten Monaten der Infektionswelle blieben viele Geschäfte geschlossen und Kunden kauften verstärkt im Internet ein.

(Reuters)

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Presse: Indischer Milliardär

Presse: Indischer Milliardär bietet Amazon 20-Milliarden-Anteil an Handelssparte

Der indische Milliardär Mukesh Ambani bietet dem US-Riesen Amazon laut Kreisen den milliardenschweren Einstieg in die Einzelhandelssparte seines Konzerns Reliance an. Der Mischkonzern sei bereit, bis zu rund 40 Prozent der Anteile an seinem Handelsgeschäft an Amazon zu verkaufen und will damit rund 20 Milliarden US-Dollar einstreichen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eine eingeweihte Person berichtete. Amazon habe Interesse bekundet, aber noch nicht endgültig über die Grösse seines Investments entschieden, hiess es in dem Bericht. Sprecher von Amazon und Reliance wollten sich gegenüber Bloomberg nicht zu den Informationen äussern.

10.09.2020 10:59

Ein Deal dieser Grösse wäre sowohl auf dem schnell wachsenden indischen Markt als auch für Amazon nach Bloomberg-Daten der bisher grösste. Amazon würde damit in Indien auch in das Geschäft mit Läden vor Ort einsteigen. In Indien kaufen Verbraucher häufig noch in kleineren Geschäften an der Strassenecke ein. Der Anteil des Onlinehandels am geschätzten Handelsvolumen von einer Billion Dollar jährlich ist in dem bevölkerungsreichen Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern noch relativ klein.

Ambani gilt als reichster Mann Asiens, sein Mischkonglomerat Reliance Industries ist sowohl in der Öl-, Chemie- und Textilindustrie als auch in Telekommunikation und Handel aktiv. Die Handelssparte Reliance Retail betreibt Supermärkte, Indiens grösste Elektronikmarktkette, Grosshandelsmärkte sowie Modeläden und einen Online-Händler. Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) betrug der Umsatz von fast 12 000 Geschäften in nahezu 7000 Städten rund 1,6 Billionen indische Rupien (18,5 Mrd Euro).

Die Aktie von Reliance Industries an der Börse in Mumbai legte um über 6 Prozent zu. Ambani hatte zuletzt mehrfach Anteile von Töchtern an US-Techriesen verkauft, er will das Konzerngeflecht zu einem Technologiegiganten umbauen. So steckt Google umgerechnet knapp 4 Milliarden Euro in die Digitalplattform Jio Platforms und will weitere Milliarden in dem Land investieren. Auch Facebook hatte sich bereits für rund 5,7 Milliarden Dollar bei Jio Platforms eingekauft. Ausländische Unternehmen tun sich in Indien aber auch oft schwer - so wurde vor einigen Jahren etwa ein von Facebook geplanter kostenloser Internetzugang von den Behörden blockiert./men/eas/stk

(AWP)

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Overflow
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Blickt da noch einer durch

Blickt da noch einer durch was da abgeht?

Sprechen sie zuerst von einer überfälligen Korrektur der Tech Titel. Dann heissts die sind so angezogen wegen Delta-Hedging durch Calls die im August abgelaufen sind.

 

Für das ziehen die gerade wieder etwas arg stark an. Wo bleibt dann hier noch die Korrektur?

Hauptsache Gewinn...

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Siemens tritt Amazon

Siemens tritt Amazon-Klimainitiative bei

Der US-Konzern Amazon hat Siemens als Verbündeten für seine Klimainitiative gewonnen. Gemeinsam mit dem Fussballclub Betis Sevilla, dem französischen Unternehmen Schneider Electric und zwei weiteren Firmen aus den USA ist Siemens nun neues Mitglied des "Climate Pledge", wie die deutsche Amazon-Niederlassung am Donnerstag in München mitteilte.

24.09.2020 12:23

Amazon hatte die Klimainitiative 2019 zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Global Optimism gegründet. Alle teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zehn Jahre früher zu erfüllen und bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu wirtschaften. Amazon will dafür unter anderem 100 000 elektrische Lieferautos für seine Paketboten anschaffen. "Jedes Unternehmen muss eine Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen", erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos laut Pressemitteilung.

Für Siemens ist der Beitritt eher ein symbolisches Zeichen an die Öffentlichkeit, denn unabhängig von Amazon hatte sich der Münchner Konzern schon früh noch ehrgeizigere Ziele auferlegt. "Im September 2015 hat sich Siemens als erstes globales Industrieunternehmen dazu verpflichtet, bis 2030 die Klimaneutralität für unseren weltweiten Geschäftsbetrieb zu erreichen", sagte Vorstandschef Joe Kaeser. Siemens will bis 2030 alle Fabriken und sämtliche Gebäude auf klimaneutrale Energieversorgung umstellen./cho/DP/nas

(AWP)

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Amazon verbessert

Amazon verbessert Sprachassistentin Alexa

(Meldung vom Donnerstag ergänzt) - Amazon will natürlichere Unterhaltungen mit seiner Sprachassistentin Alexa ermöglichen. Zum einen soll die Software mehr wie ein Mensch klingen, sagte Amazon-Manager Rohit Prasad am Donnerstag. Ausserdem soll Alexa in einfache Gespräche im Haushalt eingebunden werden können. Als Beispiel demonstrierte Amazon die Situation, in der eine Pizza ausgewählt und bestellt wird - Alexa listete die Optionen auf und reagierte auf Entscheidungen der Nutzer. Die Neuerungen werden zunächst auf Englisch verfügbar sein.

25.09.2020 06:32

Amazon stellte in einer Online-Präsentation auch neue Modelle seiner vernetzten "Echo"-Lautsprecher vor. Die gesamte Modellreihe ist jetzt rund wie eine Kugel. Bisher hatten die meisten "Echo"-Modelle seit der ersten Generation die Form eines Zylinders. Die Idee kugelförmiger Lautsprecher sei gut bei Verbrauchern angekommen, sagte Geräte-Chef Dave Limp. Ausserdem könne Amazon damit besseren Sound umsetzen.

Das Diplay des Modells "Echo Show" kann sich jetzt drehen, damit der Nutzer es im Blick behalten kann, auch wenn er sich im Raum bewegt. Dafür erkenne die Kamera die Form eines Menschen, aber es gebe keine Gesichtserkennung, betonte Limp. Amazon habe dabei besonderen Wert auf einen lautlosen Motor gelegt. Durch die Drehfunktion könne man den "Echo Show" von unterwegs jetzt auch besser als Sicherheitskamera nutzen.

Die "Echo"-Geräte haben jetzt einen bei Amazon entwickelten zusätzlichen Chip, der auf maschinelles Lernen unter anderem zur besseren Spracherkennung zugeschnitten ist. Der Chip mit der Bezeichnung AZ1 werde mit dem Hauptprozessor kombiniert und solle auch in künftige Amazon-Geräte kommen, sagte Limp.

Das Ungewöhnlichste an dem am Donnerstag vorgestellten neuen Gerät ist eine Sicherheitskamera der Tochterfirma Ring, die als Mini-Drohne durch den Haushalt fliegen kann, um verschiedene Räume abzudecken. Sie ist laut Limp etwa für Kunden gedacht, die nicht mehrere Kameras in verschiedenen Räumen platzieren wollen oder können. Mit Ring will Amazon auch stärker ins Auto vorstossen. Als Nachrüstgerät gibt es eine Ring-Autoalarmanlage mit Sensoren und Sirene. Eine Kamera soll den Auto-Innenraum schützen. Ausserdem bietet Amazon aber auch eine Schnittstelle für Autohersteller an, damit sie Ring-Sicherheitsfunktionen direkt integrieren können.

Nach Konkurrenten wie Google und Microsoft startet auch Amazon ein Online-Angebot von Videospielen. Die Games laufen dabei eigentlich auf den Servern des Konzerns und nicht auf den Geräten des Nutzers und werden über eine schnelle Internet-Verbindung auf seinen Bildschirm gestreamt. Amazons Geschäftsidee für den Dienst mit dem Namen "Luna" sind dabei Kanäle verschiedener Spieleanbieter, die Kunden abonnieren können.

Amazon macht es Alexa-Nutzern auch einfacher, ihre Daten zu löschen. Beispielsweise wird man der Sprachassistentin befehlen können: "Alexa, lösche alles, was ich jemals gesagt habe." Vorgesehen sei auch eine Einstellung, mit der frische Sprachaufnahmen gleich gelöscht werden. Amazon war - wie auch andere Anbieter von Sprachassistenten - im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil anonymisierte Fragmente von Mitschnitten zum Teil von Mitarbeitern angehört wurden, um die Spracherkennung zu verbessern.

Den Stromverbrauch seiner Echo-Geräte will Amazon künftig - auf Basis von Schätzungen - mit erneuerbaren Energien ausgleichen. Die Geräte sollen zudem einen Modus mit niedrigerem Energieverbrauch bekommen./so/DP/zb

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Bei Amazon soll man künftig

Bei Amazon soll man künftig mit der Handfläche zahlen können

Der Online-Riese Amazon lanciert eine neue Technologie zum Bezahlen mit der Handfläche.

30.09.2020 06:51

Das Amazon One genannte biometrische Erkennungssystem wird zunächst in Lebensmittelgeschäften des Konzerns in seiner Heimatstadt Seattle eingeführt. Kunden halten ihre Hand über einen Scanner, der die Handinnenfläche ähnlich wie einen Fingerabdruck abliest und identifiziert.

"Keine zwei Handinnenflächen sind gleich", erklärte Amazon-Vizepräsident Dili Kumar. Die Technologie erlaube eine "schnelle, praktische und kontaktlose" Identifizierung und könne zum Bezahlen von Einkäufen, aber auch als Zugangskontrolle für Stadien oder Büros genutzt werden. Amazon will Amazon One deswegen nicht nur selbst nutzen, sondern auch an andere Unternehmen verkaufen. Es gibt anscheinend bereits mehrere Interessenten.

Im Einzelhandel könne Amazon One eine Alternative zum Bezahlen oder zum Vorzeigen einer Treuekarte an der Kasse sein, erklärte Amazon-Spitzenmanager Kumar. Die Kundendaten würde nicht vor Ort, sondern in einer hoch gesicherten Daten-Cloud gespeichert.

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Amazon verlängert Homeoffice

Amazon verlängert Homeoffice-Option bis Ende Juni 2021

Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon, deren Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann, dürfen bis Ende Juni 2021 im Homeoffice bleiben. Dies gab das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) aufgrund der Coronavirus-Pandemie bekannt.

21.10.2020 06:35

Die Verlängerung sei eine Richtlinie für alle Länder, in denen Amazon tätig sei, erklärte eine Unternehmenssprecherin diesbezüglich. Zuvor war bei Amazon das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bis Januar 2021 bewilligt gewesen.

(AWP)

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Amazon startet Angebot nun

Amazon startet Angebot nun auch in Schweden

Der weltgrösste Onlinehändler weitet sein Angebot mit Schweden auf das erste Land im Norden Europas aus.

28.10.2020 11:03

Mit dem Start am Mittwoch würden mehr als 150 Millionen Produkte offeriert - darunter Zehntausende von schwedischen Geschäften, kündigte der US-Konzern an.

Bisher konnten Schweden nur über Amazon-Internetseiten in anderen Ländern wie Deutschland bestellen und mussten deswegen in der Regel höhere Liefergebühren zahlen. Seit Anfang August sind die Pläne von Amazon bekannt.

Die Aktien vom schwedischen Einzelhändler Clas Ohlson, Modeanbieter Boozt und der Hörbuch-Plattform Storytel tendieren seither schwächer.

(Reuters)

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Amazon verdreifacht Gewinn

Amazon verdreifacht Gewinn dank Online-Shopping-Boom in Corona-Krise

Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrössten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften.

29.10.2020 22:04

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar (82,3 Mrd Euro), wie das Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar.

Auch das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet florierte weiter, Amazons Flaggschiff AWS erhöhte den Umsatz hier um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen klar, dennoch reagierte die Aktie nachbörslich zunächst verhalten. Der Kurs ist seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 70 Prozent gestiegen.

(AWP)

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Amazon-Tochter AWS eröffnet

Amazon-Tochter AWS eröffnet Rechenzentrum in der Schweiz

Das zum Internetgiganten Amazon gehörende Amazon Web Services (AWS) plant die Eröffnung eines Rechenzentrums in der Schweiz.

02.11.2020 10:36

Die neue Infrastrukturregion mit drei "Verfügbarkeitszonen" soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 in Betrieb genommen werden. Mit der AWS-Europe-Region "Zurich" seien mehr Nutzer in der Lage, ihre Anwendungen in Rechenzentren in der Schweiz zu betreiben, heisst es in einer Mitteilung der Amazon-Tochter vom Montag.

AWS-Regionen bestehen aus sogenannten Verfügbarkeitszonen, also technische Infrastrukturen, die physisch und geografisch voneinander getrennt sind. Jede Verfügbarkeitszone verfüge über eine unabhängige Stromversorgung, Kühlung, eigene physische Sicherheit und sei über ein redundantes Netzwerk mit niedriger Latenz verbunden, heisst es weiter.

(AWP)

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Rekordumsätze bei Amazon und

Rekordumsätze bei Amazon und Apple erwartet - Geht Aktien-Rally weiter?

Trotz oder gerade wegen Corona erwarten Analysten für die beiden US-Technologiekonzerne Amazon und Apple Rekordumsätze im aktuellen Quartal. Tritt dies ein, dürften die Aktien einen neuen Schub bekommen.

03.11.2020 15:17

Die Weihnachtszeit ist in eineinhalb Monaten. Wie jedes Jahr bedeutet dies für viele Unternehmen eine sehr geschäftige Zeit. Insbesondere die zwei US-Giganten Apple und Amazon könnten dieses Jahr stark davon profitieren.

Die Analysten gehen im Durchschnitt davon aus, dass beide Unternehmen im vierten Quartal beim Umsatz die Marke von 100 Milliarden Dollar überqueren werden. Eine Marke, die selten von einem Unternehmen überschritten wird.

Amazon gewinnt nicht nur beim Umsatz

Die Aktien von Amazon haben zwar in den letzten fünf Handelstagen Verluste von 6 Prozent verzeichnet. Doch insgesamt zeigt die Kursentwicklung immer noch aufwärts. Seit Jahresbeginn haben die Wertschriften 63 Prozent an Wert gewonnen und handeln bei über 3000 Dollar pro Aktie.

Performance der Amazon-Aktien seit Jahresbeginn (Quelle: cash.ch).

Amazon kommt zugute, dass die fortwährende Corona-Pandemie den Trend zum Online-Shopping weiter verstärkt. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Konzern am selbstgewählten Prime-Shopping-Tag am 13. und 14. Oktober einen starken Umsatz erzielte. Der Glaube, dass Amazon die 100-Milliarden-Dollar-Marke knackt, wird zusätzlich dadurch bestärkt, dass schon im dritten Quartal ein Umsatz von 96 Milliarden Dollar erreicht wurde.

Die von Bloomberg befragten Analysten empfehlen zu 96 Prozent ein "Buy"-Rating. Kein Analyst empfiehlt einen Verkauf der Amazon-Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3793,55 Dollar, was einen Kursgewinn von über 26 Prozent verspricht. Es ist nicht verkehrt, sich Amazon-Aktien in Erwartung eines starken Weihnachtsgeschäfts in das Depot zu legen.

Apple ist abhängig vom iPhone-Geschäft

Auch die Apple-Aktien performen im Corona-Jahr 2020 sehr gut. Satte 48 Prozent haben die Wertpapiere zugelegt. Dass die Aktie nicht noch besser performte, hängt mit grosser Wahrscheinlichkeit damit zusammen, dass der Konzern stark auf das iPhone-Geschäft angewiesen ist. Knapp 41 Prozent seines Umsatzes erzielte Apple im letzten Quartal mit den iPhones.

Performance der Apple-Aktien seit Jahresbeginn (Quelle: cash.ch).

Apple hat erst kürzlich den Verkauf des neuen iPhone 12 lanciert. Analysten gehen davon aus, dass dies als Katalysator für den Umsatz im aktuellen Quartal dienen könnte. 2019 erzielte Apple in der gleichen Zeitperiode einen Umsatz von 90 Milliarden Dollar. 

Wegen der Bedeutung des iPhone-Geschäfts erstaunt es nicht, dass der Konzern andere Geschäftsbereiche mehr pushen will. Apple hat für kommende Woche eine Neuheiten-Vorstellung angekündigt. Von dem Online-Event am 10. November werden die ersten Mac-Computer erwartet, die mit Prozessoren aus eigener Entwicklung statt mit Intel-Chips laufen.

Im Gegensatz zu Amazon sind die von Bloomberg befragten Analysten bei Apple vorsichtiger. 30 Prozent empfehlen ein "Hold"-Rating, 62 Prozent stehen zu einem Kauf. Das durchschnittliche Kursziel - 124,62 Dollar - verspricht trotzdem einen Return von 14,6 Prozent. Doch die eher vorsichtige Haltung der Analysten ist begründet, ein Kauf von Apple-Aktien ist mit dem erwähnten iPhone-Risiko verbunden.

(Bloomberg/cash)

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EU-Wettbewerbshüter werfen

EU-Wettbewerbshüter werfen Amazon Missbrauch von Marktmacht vor

Der weltgrösste Online-Händler Amazon verstösst nach Einschätzung der EU-Wettbewerbshüter gegen Kartellvorschriften. Dem Unternehmen werde vorgeworfen, nicht-öffentliche Geschäftsdaten von unabhängigen Händlern systematisch für das eigene Einzelhandelsgeschäft zu nutzen, teilte die zuständige EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit.

10.11.2020 13:16

Nach Angaben der Behörde hat Amazon nun die Möglichkeit, sich zu den Beschwerdepunkten zu äussern. Bleiben die Wettbewerbshüter danach bei ihrer Einschätzung, könnte auf Amazon eine milliardenschwere Strafzahlung zukommen. Wenn Unternehmen gegen die Wettbewerbsvorschriften der EU verstossen, riskieren sie Geldbussen in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Die Erlöse von Amazon beliefen sich 2019 auf rund 280,5 Milliarden US-Dollar.

Die Wettbewerbshüter der EU hatten im Juli 2019 eine Untersuchung wegen möglicherweise illegaler Geschäftspraktiken eingeleitet. Dabei gehen sie vor allem der Frage nach, ob der Konzern auf unfaire Weise mit anderen Händlern konkurriert, die seine Plattform nutzen.

Dies ist möglich, weil Amazon nicht nur selbst als Einzelhändler Waren verkauft, sondern seine Internetseite auch als Plattform für andere Händler zur Verfügung stellt.

Zu den Beschwerdepunkten schreibt die EU-Kommission nun, die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass den Mitarbeitern des Einzelhandelsgeschäfts von Amazon sehr grosse Mengen nicht-öffentlicher Verkäuferdaten zur Verfügung stünden, die direkt in die automatisierten Systeme des Geschäfts fliessen, wo sie aggregiert und genutzt werden, um Endkundenangebote und strategische Geschäftsentscheidungen von Amazon auszutarieren. Dies sei zum Nachteil der anderen Verkäufer auf dem Marktplatz.

Amazon könne so beispielsweise seine Angebote auf diejenigen Produkte einer Kategorie konzentrieren, die sich am besten verkauften und seine Angebote auf der Grundlage nicht-öffentlicher Daten konkurrierender Verkäufer anpassen.

"Daten über die Tätigkeit unabhängiger Verkäufer sollten von Amazon nicht zum eigenen Vorteil genutzt werden, wenn das Unternehmen mit diesen Verkäufern konkurriert", kommentierte die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager. Die Wettbewerbsbedingungen auf der Amazon- Plattform müssten fair sein./aha/DP/fba

(AWP)

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Verdi: Erneut Streiks bei

Verdi: Erneut Streiks bei Amazon in Deutschland - Online-Händler gelassen

Mit mehrtägigen Streiks beim Online-Händler Amazon will die Gewerkschaft Verdi im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag erneut Druck machen. Rund um den umsatzstarken Einkaufstag "Black Friday" hat die Gewerkschaft an sieben deutschen Versandzentren zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

26.11.2020 06:38

Mit Beginn der Nachtschicht von Mittwoch auf Donnerstag seien Beschäftigte in Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen/zwei Standorte), Rheinberg, Werne (beide NRW), Graben bei Augsburg (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) zu einem dreitägigen Streik aufgerufen worden, teilte Verdi mit. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels durch Amazon sowie der Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit.

Bei Amazon hiess es zu ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit stets, Kunden würden nichts davon spüren. Pakete kämen pünktlich an, der Grossteil der Mitarbeiter kümmere sich wie üblich um Kundenbestellungen. Mit Blick auf die geplanten neuen Verdi-Proteste sagte ein Amazon-Sprecher in Koblenz, die Teams konzentrierten sich ach aktuell "darauf, die Pakete zum Kunden zu bringen". Auswirkungen auf Kundenlieferungen hätten die Aktionen in der Vergangenheit nicht gehabt.

Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen gekommen wäre. Verdi ruft regelmässig zu Arbeitsniederlegungen auf - etwa im Weihnachtsgeschäft oder an Schnäppchen-Tagen wie "Black Friday" und "Cyber Monday". Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon lehnt das mit dem Argument ab, dass das Unternehmen eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik anbiete, zudem gebe es Karriere-Chancen und viele Extras.

Seit Jahren werde die geforderte tarifvertragliche und existenzsichernde Entlohnung abgelehnt, kritisiert Verdi-Vertreter Orhan Akman: "Gleichzeitig macht der Konzern mit dem reichsten Mann der Welt an der Spitze durch Coronavirus-Pandemie, "Black Friday", "Cyber Monday" und im Weihnachtsgeschäft riesige zusätzliche Milliardengewinne."

Amazon betreibt in Deutschland nach eigenen Angaben 15 Logistikzentren an 14 Standorten mit rund 16 000 festangestellten Beschäftigten. Amazon sei ein fairer Arbeitgeber, macht der Online-Händler geltend. Die Logistikmitarbeiter erhielten "ein sehr wettbewerbsfähiges Lohnpaket".

Der Konzern des US-Milliardärs Jeff Bezos hat seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren vervielfacht. Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften gibt es nicht nur in Deutschland. Das Unternehmen lehnt Tarifverträge grundsätzlich ab. Bezos gilt nach verschiedenen Vermögensschätzungen als der reichste Mensch der Welt./sl/DP/he

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Amazon AWS will auch ohne

Amazon AWS will auch ohne Cloud wachsen

AWS, die Tochter für Cloudcomputing des Onlineriesen Amazon , verändert ihre Geschäftsstrategie: Statt reiner Online-Dienste wird in Zukunft nicht nur zusätzlich Hardware an die Kunden verkauft, sondern auch Software, die diese in ihren eigenen Rechenzentren betreiben können. Das kündigte AWS-Chef Andy Jassy am Dienstag (Ortszeit) auf der Hausmesse re:invent an, die dieses Jahr erstmals ausschliesslich online stattfindet.

02.12.2020 09:54

Dazu wird AWS zwei Offline-Dienste einführen ("ECS Anywhere" und "EKS Anywhere"). Mit den neuen Services lassen sich nun Anwendungen für Cloud und Rechenzentrum gleichzeitig verwalten und betreiben. "AWS wird immer mehr zu einem klassischen IT-Anbieter wie IBM , Oracle oder HP Inc -Enterprise", fasst Analyst Holger Müller von Constellation die Entwicklung zusammen.

Damit räumt AWS-Chef Jassy auch ein, dass IBM, Google und Microsoft Recht hatten, als sie ihre Entwicklungen frühzeitig auf eine neue "Multicloud" und "Hybridcloud"-Welt ausgerichtet haben. Hier verteilt ein Kunde seine gesamte IT auf die Dienste vieler Cloudanbieter, statt nur einen zu beauftragen. Jassy war diesen Weg nur zögerlich gegangen. AWS wollte seine Kunden gerne allein haben.

Da aber vor allem IBM mit dem Konzept erfolgreich war, musste AWS handeln. Die Corona-Pandemie hat nicht nur insgesamt die Abwanderung von Unternehmen und Institutionen weltweit in die Cloud beschleunigt, sondern zugleich in die Multi- und Hybridcloud-Welt. In diesen Markt will Jassy jetzt mit Macht vorstossen.

Auch wenn AWS mit 45 Prozent Marktanteil mit Abstand Cloud-Weltmarktführer ist, waren die Wachstumsraten von zuletzt 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar im dritten Quartal eher ernüchternd. Das war, trotz Corona-Boom, das geringste Wachstum seit 2015. Die Verfolger können aufholen, Microsoft, die Nummer zwei, wuchs im selben Quartal um 45 Prozent, wenn auch auf geringerer Basis. Amazon-Chef Jeff Bezos zählt auf die Gewinne von AWS. Jassy liefert über 50 Prozent des operativen Ergebnisses des Amazon-Konzerns. Er finanziert die ehrgeizigen Wachstumspläne von Bezos./fm/DP/eas

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Streaming-Riese Amazon und

Streaming-Riese Amazon und Sky rücken enger zusammen

Der Trend von Kooperationen auf dem weltweit boomenden Streaming-Markt setzt sich weiter fort. Am Montag verkündeten das Pay-TV-Unternehmen Sky und die Streaming-Sparte Amazon Prime Video eine Partnerschaft.

14.12.2020 11:29

Sie wollen das jeweils andere Angebot auf ihren Plattformen verfügbar machen. Kunden müssen aber weiterhin beide Streaming-Dienste getrennt voneinander beziehen. Sky und auch Amazon haben bereits ähnliche Partnerschaften mit anderen Anbietern.

Ab 14. Dezember ist die App Prime Video von Amazon auf den Sky-Ausspielwegen Sky Q und Sky Ticket zu sehen, wie es weiter hiess. Die Sky Ticket App ist ab 2021 auf kompatiblen Fire TV-Geräten und Fire TV Edition Smart-TVs von Amazon integriert.

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Amazon-Beschäftigte legen

Amazon-Beschäftigte legen Arbeit in Bad Hersfeld nieder

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon in Bad Hersfeld haben am frühen Montag ihre Arbeit niedergelegt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi rechnete mit etwa 500 Beteiligten. Der Ausstand begann mit der Nachtschicht und soll bis einschliesslich Heiligabend andauern. Verdi hatte an den beiden Standorten in Bad Hersfeld zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

21.12.2020 06:20

Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit. Amazon lehnt dies ab, da die Tätigkeiten an den verschiedenen Standorten nicht dem Einzelhandel, sondern der Logistik zuzurechnen seien.

Bei Amazon hiess es zu ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit stets, Kunden spürten nichts davon. Pakete kämen pünktlich an, der Grossteil der Mitarbeiter kümmere sich wie üblich um Kundenbestellungen./svv/DP/zb

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Amazon plant bei Trump

Amazon plant bei Trump-Anhängern beliebte App Parler auszuschalten

(Ergänzung: Mit Amazon, Reaktion Gründer) - Die bei Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump beliebte Social-Media-Plattform Parler könnte laut Medienberichten ab Sonntag Nacht offline sein. Amazon wolle ab 23.59 Ortszeit (0900 Montag MEZ) die Parler zur Verfügung gestellten Server abschalten, meldeten Buzzfeednews und CNN übereinstimmend am Sonntag. Der Geschäftsführer von Parler, John Matze, soll demnach bestätigt haben, dass die Plattform für mindestens eine Woche nicht mehr zur Verfügung stehen werde, bis man einen neuen Host gefunden habe.

10.01.2021 15:31

Zuvor hatten die Internetkonzerne Google und Apple Parler bis auf Weiteres aus ihren App-Stores verbannt. Die Plattform habe gegen die App-Store-Bedingungen verstossen, hiess es in einer Nachricht von Apple an Parler, über die der Sender CNN am Samstagabend (Ortszeit) berichtete. "Die Prozesse, die Parler eingerichtet hat, um die Verbreitung von gefährlichen und illegalen Inhalten zu moderieren oder zu verhindern, haben sich als unzureichend erwiesen", bemängelte Apple. Insbesondere habe man weiterhin direkte Gewaltandrohungen und Aufrufe zur Anstiftung zu gesetzwidrigen Handlungen gefunden, die gegen die Richtlinien verstiessen. Parler sei aus dem App Store entfernt worden, bis die Probleme gelöst seien.

Ein Google-Sprecher hatte sich am Freitag ähnlich geäussert. Die Richtlinien von Google verlangten, dass Apps mit nutzergenerierten Inhalten über eigene Richtlinien verfügten, um "ungeheuerliche Inhalte wie Beiträge, die zu Gewalt aufrufen, (zu) entfernen", hiess es. Angesichts der anhaltenden und akuten Bedrohung der öffentlichen Sicherheit werde Parler nicht mehr bei Google Play verfügbar sein, bis diese Probleme behoben seien.

Matze soll laut CNN auf der eigenen Plattform die Entscheidung der drei Unternehmen als "koordinierten Angriff" bezeichnet haben. Parler beschreibt sich selbst als "unvoreingenommenes" Medium, das die Redefreiheit unterstützt und sich auf den Schutz der Rechte der Nutzer konzentriert. Es ist unter Unterstützern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump verbreitet und gewann im Zuge der US-Wahl an Popularität hinzu. US-Medienberichten zufolge wurden die gewalttätigen Proteste von Trump-Anhängern am Mittwoch, die in der Erstürmung des Kapitols in Washington gipfelten, massgeblich über Apps wie Parler organisiert.

Personen in Trumps Umfeld hatten Parler immer wieder als Alternative zu Twitter oder Facebook beworben, die angeblich konservative Ansichten unterdrückten. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, erklärte Ende Juni auf Twitter, sie habe sich ein Konto bei Parler eingerichtet, weil sie die Nase voll davon gehabt habe, dass Konservative auf diesen Plattformen "zensiert" würden.

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Amazon weist Vorwürfe

Amazon weist Vorwürfe gekappter Twitter-Alternative Parler zurück

Amazon hat die Entscheidung verteidigt, die bei Trump-Anhängern beliebte Twitter-Alternative Parler von seinen Servern zu werfen. Parler ist seit Montag vom Netz, und es ist bisher unklar, ob der Dienst einen neuen Infrastruktur-Dienstleister finden kann. Die Plattform zog vor Gericht mit der Forderung, Amazon per einstweiliger Verfügung zur Rücknahme der Kündigung zu zwingen. Der weltgrösste Online-Händler ist auch ein führender Anbieter von Infrastruktur im Netz, auf die viele Start-ups und etablierte Unternehmen zurückgreifen.

13.01.2021 11:37

Der Tech-Konzern konterte in seiner Antwort auf die Klage, er sei durchaus berechtigt gewesen, Parler den Zugang zu seinen Servern zu entziehen. Der Vertrag habe vorgesehen, dass der Dienst Beiträge mit rechtswidrigen Inhalten wie etwa Aufrufen zu Gewalt, unverzüglich löschen müsse, wenn er von ihnen erfahre. Parler habe das wiederholt versäumt.

Amazon führte als Beispiel eine Reihe von Beiträgen auf, in denen unter anderem zum "Bürgerkrieg" und der Ermordung von Politiker nach der Übergabe des Präsidentenamts von Donald Trump an Joe Biden am 20. Januar aufgerufen wurde. Firmenchef John Matze habe in Gesprächen mit Amazon Anfang Januar eingeräumt, dass der Dienst einen Rückstau von 26 000 unbearbeiteten Hinweisen auf fragwürdige Inhalte habe. Zudem sei Parler genutzt worden, um den Sturm von Trump-Anhängern auf das US-Kapitol in Washington zu organisieren.

Parler bezeichnete sich als auf Redefreiheit fokussierte Online-Plattform. In der Realität war es eine Art Twitter, wo alles erlaubt ist. Angesichts eines zunehmend härteren Vorgehens von Twitter und Facebook gegen Gewaltaufrufe und Verschwörungstheorien wanderten schon in den vergangenen Monaten Trump-Anhänger zu Parler ab. Der bei Twitter und Facebook bis auf Weiteres gesperrte Trump verliert mit Parler eine weitere Plattform zur direkten Kommunikation.

Parler argumentierte in der Klage gegen Amazon, die Entscheidung des Technologiekonzerns sei politisch motiviert. Amazon greife mit seinem Vorgehen in den Wettbewerb zwischen Parler und Twitter ein und verstosse damit gegen US-Kartellrecht, hiess es weiter. Amazon wies auch das zurück und betonte, dass Parler keine Verletzung der Wettbewerbsregeln nachweisen könne./so/DP/fba

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Richter lässt Twitter

Richter lässt Twitter-Alternative Parler in Amazon-Streit abblitzen

Die bei Trump-Anhängern beliebte Twitter-Alternative Parler ist mit ihrem Versuch gescheitert, per Gerichtsbeschluss auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon zurückzukehren. Parler habe nicht die Voraussetzungen für eine einstweilige Verfügung erfüllt, urteilte ein Richter im US-Bundesstaat Washington am Donnerstag.

21.01.2021 22:10

Amazons Cloud-Tochter AWS war der technische Dienstleister von Parler, kündigte den Vertrag aber nach der Attacke der Anhänger von Präsident Donald Trump auf das Kapitol. Parler ging daraufhin vom Netz und hat den Dienst immer noch nicht wiederhergestellt. Mit anderen Anbietern brachte Parler inzwischen zumindest seine Webseite online. Amazon begründete den Rauswurf damit, dass bei Parler Aufrufe zur Gewalt auch nach Hinweisen auf der Plattform geblieben seien.

Parler behauptete in der Klage, Amazon habe sich mit dem Konkurrenten Twitter abgesprochen und damit Wettbewerbsrecht verletzt. Zudem habe Amazon mit der schnellen Kündigung Vertragsbedingungen verletzt. Der Richter kam jedoch zu dem Schluss, dass Parler keine überzeugenden Argumente vorlegen konnte, die eine einstweilige Verfügung rechtfertigen würden. So habe es keine Beweise für eine Absprache zwischen Amazon und Twitter gegeben - und Parler habe selbst gegen den Vertrag mit Amazon verstossen, weil Gewaltaufrufe online geblieben seien.

Für eine einstweilige Verfügung muss ein Kläger in den USA unter anderem zeigen, dass er Aussichten auf einen Erfolg in der Sache habe, ihm ein nicht wiedergutzumachender Schaden entstehen könne und eine solche Entscheidung im öffentlichen Interesse sei. Der Richter räumte ein, dass Parler durch Amazons Vorgehen das Aus drohe - das allein reiche aber nicht für eine einstweilige Verfügung aus.

Parler bezeichnete sich als eine auf Redefreiheit fokussierte Online-Plattform. In der Realität war es eine Art Twitter, wo alles erlaubt ist. Amazon hatte vor Gericht auf Parler-Beiträge verwiesen, in denen unter anderem zum "Bürgerkrieg" und zur Ermordung von Politikern nach der Übergabe des Präsidentenamts von Donald Trump an Joe Biden am 20. Januar aufgerufen wurde.

Angesichts eines zunehmend härteren Vorgehens von Twitter und Facebook gegen Gewaltaufrufe und Verschwörungstheorien wanderten schon in den vergangenen Monaten Trump-Anhänger zu Parler ab. Der bei Twitter und Facebook bis auf Weiteres gesperrte Trump verlor mit Parler eine weitere Plattform zur direkten Kommunikation./so/DP/he

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Amazon-Chef Bezos gibt

Amazon-Chef Bezos gibt Vorstandsvorsitz ab - Rekordzahlen für 2020

(Meldung vom Vorabend ergänzt) - Vor rund 27 Jahren gründete Jeff Bezos in einer Garage bei Seattle einen Online-Buchladen. Aus seiner Faszination für das Internet und einer grossen Vision entstand einer der wertvollsten Konzerne der Welt: Amazon . Nach über einem Vierteljahrhundert leitet der weltgrösste Onlinehändler nun den Wechsel an seiner Vorstandsspitze ein - Bezos wird den Vorsitz im dritten Quartal 2021 an Andy Jassy abgeben, den Leiter des boomenden Cloud-Geschäfts. Eine Ära endet damit aber noch nicht, Bezos will weiter mitmischen. Amazons am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlichter Geschäftsbericht für 2020 wurde angesichts der grossen Personalie zur Nebensache.

03.02.2021 06:35

Bezos dürfte als geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats, der dem Vorstand übergeordnet ist, auch künftig viel Einfluss bei Amazon ausüben. In einem Memo an die Mitarbeiter erklärte der 57-Jährige, dass es bei seiner Entscheidung nicht darum gehe, sich in den Ruhestand zu verabschieden. "Ich hatte noch nie mehr Energie", betonte Bezos. In seiner zukünftigen Rolle als Verwaltungsratschef wolle er seine Energie und Aufmerksamkeit auf neue Produkte und Initiativen ausrichten. Ausserdem gewinne er so mehr Zeit für andere Projekte wie seine Stiftungen, seine Raumfahrtfirma Blue Origin oder die Zeitung "The Washington Post", die in seinem Privatbesitz ist.

Am 5. Juli 1994 gründeten Jeff und seine damalige Ehefrau MacKenzie Bezos in Bellevue bei Seattle einen Online-Buchhandel. Das Unternehmen hiess zunächst Cadabra, wurde jedoch rasch in Amazon umbenannt. Laut der Bezos-Biographie "Der Allesverkäufer" von 2013 klang Cadabra zu sehr nach Kadaver. Was mit Büchern begann, entwickelte sich zum grössten Internetkaufhaus der Welt. Heute ist Amazon noch viel mehr als das und hält mit seinen Cloud-Services, die etwa Start-ups IT-Anwendungen und Speicherplatz im Netz bieten, unzählige Firmen am Laufen. Mit Whole Foods betreibt Amazon zudem eine eigene US-Supermarktkette.

Damit noch nicht genug: Im Streaming-Geschäft versucht Amazon mit seinem Prime-Dienst Marktführer Netflix Konkurrenz zu machen; mit dem Aufbau einer eigenen Lieferlogistik setzt der Konzern Paketzusteller wie UPS , Fedex und DHL unter Druck. Und niemand weiss so recht, welche Branchen Amazon als nächstes aufmischen wird. Bezos machte der Erfolgszug seines Unternehmens als Grossaktionär steinreich. Mit einem geschätzten Vermögen von 188 Milliarden Dollar (155,4 Mrd Euro) ist er dem "Bloomberg Billionaires Index" zufolge derzeit der zweitwohlhabendste Mensch der Welt hinter Tesla -Chef Elon Musk.

An der Börse hatte der rasant expandierende Bezos-Konzern wegen chronisch roter Zahlen indes lange Zeit einen schweren Stand. Doch seit Bezos zuverlässig Gewinne liefert, ist er zum Liebling der Wall Street geworden. Im September 2018 gelang es Amazon als zweiter Aktiengesellschaft nach dem iPhone-Riesen Apple , die magische Marke von einer Billion Dollar beim Börsenwert zu knacken. Seitdem ging es weiter kräftig bergauf - die Marktkapitalisierung von Amazon lag zuletzt bei enormen 1,7 Billionen Dollar. Auch die Nachricht von Bezos' Rücktritt konnte Anleger am Dienstagabend nicht schocken - die Aktie hielt sich im nachbörslichen Handel weiter im Plus.

Denn das Geschäft lief auch im Schlussquartal glänzend: In den drei Monaten bis Ende Dezember knackte Amazon beim Umsatz dank des Bestell-Booms in der Corona-Krise und eines starken Weihnachtsgeschäfts erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legten die Erlöse um 44 Prozent auf 125,6 Milliarden Dollar zu. Den Nettogewinn konnte Amazon auf 7,2 Milliarden Dollar (6,0 Mrd Euro) deutlich mehr als verdoppeln. Im Geschäftsjahr 2020 verdiente der Konzern 21,3 Milliarden Dollar, was einem Anstieg um 84 Prozent und einer neuen Bestmarke entspricht.

Amazons grösster Profittreiber ist derweil nicht der Onlinehandel, sondern das Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet. Insofern ist es auch nur logisch, dass mit Andy Jassy der Leiter dieser Sparte zum künftigen Vorstandschef befördert wurde. Amazons Cloud-Plattform AWS, die von vielen Unternehmen und Apps genutzt wird, erhöhte den Quartalsumsatz um 28 Prozent 12,7 Milliarden Dollar. Trotz des starken Wachstums blieb das Geschäft etwas unter den Erwartungen. Das Betriebsergebnis kletterte derweil um 37 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, woran klar zu erkennen ist, was für ein attraktiver Gewinnbringer Amazons Cloud-Flaggschiff weiterhin ist.

Durch seinen Erfolg mit Amazon hat sich Bezos bei Weitem nicht nur Freunde gemacht. Dem Konzern wird vorgeworfen, mit seiner grossen Marktmacht und seinen Niedrigpreisen den Einzelhandel zu zerstören. Auch wegen umstrittener Arbeitsbedingungen gibt es häufig Kritik an Amazon. Der mächtigste Feind von Bezos aber sass bis vor kurzem noch im Weissen Haus: Ex-US-Präsident Donald Trump und ihn verband eine erbitterte Dauerfehde. Als Hauptgrund galt indes weniger das Geschäftliche, sondern vor allem Trumps Abneigung gegenüber der "Washington Post", die häufig kritisch über ihn berichtet./hbr/DP/stk

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Amazon zahlt 62 Millionen

Amazon zahlt 62 Millionen Dollar wegen Trinkgeldunterschlagung

Der Onlinehändler Amazon zahlt wegen des Vorwurfs der Trinkgeldunterschlagung 61,7 Millionen Dollar (51,3 Mio Euro) bei einem Vergleich. Der Konzern habe Lieferfahrern über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren nicht ihre vereinbarten Bezüge voll ausgezahlt, teilte die Verbraucherschutzbehörde FTC am Dienstag mit.

02.02.2021 20:05

Amazon habe die Beschäftigten vorsätzlich im Unklaren gelassen, so die Behörde. Erst nachdem der Konzern von Ermittlungen der Aufseher erfahren habe, sei die Praxis 2019 eingestellt worden. Die FTC-Spitzen Rebecca Kelly Slaughter und Noah Phillips bezeichneten das Verhalten des Unternehmens in einem Statement als ungeheuerlich.

Die Vergleichssumme von knapp 62 Millionen Dollar entspreche der Behörde zufolge dem Betrag, den Amazon Fahrern seines Lieferdienstes "Flex" vorenthalten habe. Der Konzern habe versprochen, Trinkgelder zu 100 Prozent auszuzahlen. Dies sei aber ab Ende 2016 nicht mehr geschehen, was zu Hunderten von Beschwerden geführt habe.

Mit der Vergleichssumme sollen die betroffenen Amazon-Fahrer nun entschädigt werden. Der Konzern wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme gegenüber US-Medien nicht grundsätzlich zurück, stritt aber ab, die Fahrer hinsichtlich der Trinkgeldpraxis getäuscht zu haben. Ausserdem betonte Amazon, Fahrern mit durchschnittlich über 25 Dollar pro Stunde branchenweit einen der höchsten Löhne zu zahlen./hbr/DP/he

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Re: Amazon zahlt 62 Millionen

....was ist das für ein schäbiges Verhalten - ich habe noch nie über Amazon bestellt. Leider gibt es für manche Menschen keine andere Möglichkeit.

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New York klagt gegen Amazon -

New York klagt gegen Amazon - mangelnder Arbeitsschutz in Pandemie

Der US-Bundesstaat New York hat Klage gegen Amazon eingereicht wegen angeblich unzureichender Schutzmassnahmen für Mitarbeiter in der Coronavirus-Pandemie. Der weltgrösste Online-Händler habe durch das Versäumnis, für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen, gegen Arbeitsrecht im Bundesstaat verstossen, teilte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James am Mittwoch mit.

17.02.2021 15:08

Die Vorwürfe gehen noch weiter. Der Konzern von Multimilliardär Jeff Bezos wird in der Klage auch beschuldigt, Mitarbeiter widerrechtlich gefeuert und diszipliniert zu haben, die gegen die Arbeitsbedingungen protestiert hatten. "Amazon hat den Profit über die Menschen gestellt", sagte James. Während der Konzern in der Krise Milliarden gemacht habe, hätten Mitarbeiter Sicherheitsrisiken ertragen müssen.

Das Unternehmen wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme gegenüber US-Medien zurück. Der Konzern kümmere sich "zutiefst" um die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter. Amazon war vergangene Woche bereits seinerseits gegen James vor Gericht gezogen, um ihre Klage zu verhindern. Die Staatsanwältin überschreite ihre Befugnisse, die Regulierung der Arbeitsplatzsicherheit stehe ihr nicht zu.

Amazon war unter anderem im April 2020 wegen der Kündigung eines Mitarbeiters in die Kritik geraten, der eine Protestaktion mit gestartet hatte, weil der Konzern Beschäftigte in Staten Island angeblich unzureichend vor dem Coronavirus geschützt habe. Dem Mann sei gekündigt worden, weil er gegen Quarantäne-Auflagen verstossen und dadurch Kollegen gefährdet habe, hielt Amazon dagegen./hbr/DP/mis

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Amazon zu Herkunftsangabe bei

Amazon zu Herkunftsangabe bei Obst und Gemüse verurteilt

Der Online-Händler Amazon muss seinen Kunden bei der Bestellung von frischem Obst und Gemüse das Herkunftsland angeben. Das hat das Oberlandesgericht München am Donnerstag entschieden und damit ein entsprechendes Urteil des Landgerichts München bestätigt.

18.02.2021 13:25

Laut EU-Verordnung müsse den Verbrauchern das Land angegeben werden, in dem das Obst und Gemüse geerntet wurde. Eine Angabe von 13 möglichen Herkunftsländern für Weintrauben oder die Lieferung von Mangos aus Israel statt bestellter Mangos aus dem Senegal verstosse gegen diese Vorgaben, erklärte der Senatsvorsitzende Andreas Müller. Mit transparenten Produktinformationen wolle der Gesetzgeber den Verbraucher schützen.

Mit dem Urteil wies das OLG die Berufung von Amazon gegen das Urteil des Landgerichts von 2020 zurück, das einer Klage des Verbraucherschutzvereins Foodwatch stattgegeben und Amazon verurteilt hatte, die bisherige Praxis zu unterlassen. Eine Amazon-Anwältin sagte vor Gericht, das Geschäftsmodell sei bereits entsprechend angepasst worden. Das Angebot sei dadurch kleiner geworden, die Verkaufsmenge sei um über 20 Prozent gesunken./rol/DP/nas

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Streik bei Amazon in Leipzig

Streik bei Amazon in Leipzig - Unternehmen sieht keine Auswirkungen

Mit Beginn der Nachtschicht hat am Sonntagabend beim Versandhändler Amazon in Leipzig ein viertägiger Streik vor Ostern begonnen. Wie Streikleiter Thomas Schneider am Montagmorgen sagte, sei nach seinen Informationen ein grosser Teil der Kollegen dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt. Wegen der Corona-Pandemie finde der Ausstand in "stiller Form" statt. Die Streikteilnehmer blieben einfach zu Hause.

29.03.2021 08:20

Streikposten verteilten seinen Angaben zufolge an den Zugängen zum Firmengelände Informationsmaterial an Kollegen, die nicht mitmachten. Am Morgen sollen am Zaun des Geländes Transparente und Fahnen angebracht werden. Er gehe davon aus, dass sich etwa 400 von rund 1200 Beschäftigten an dem Ausstand beteiligen, sagte Schneider. Der Streik soll bis zur Spätschicht am Donnerstagabend dauern.

Laut einem Unternehmenssprecher sei die Beteiligung an dem Streik "sehr gering". Die Nachtschicht sei "normal angelaufen". Amazon erwartet keine Auswirkungen. Der Versandhändler verwies auf frühere Aktionen. Bei vergangenen Streikaufrufen hätten mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter in den Logistikzentren "ganz normal gearbeitet", hiess es. Laut Amazon liegt der Einstiegslohn (brutto) für Beschäftigte je nach Standort zwischen 11,30 Euro und 12,70 Euro. Nach 12 und 24 Monaten steige er automatisch. Nach zwei Jahren verdienten Mitarbeiter im Schnitt etwa 2600 Euro brutto pro Monat.

Die Gewerkschaft Verdi kämpft in Leipzig seit acht Jahren für den Abschluss eines Tarifvertrages. Amazon sieht sich zu Unrecht kritisiert. "Wir sind zu einer Projektionsfläche für Gruppen geworden, die Aufmerksamkeit für ihre Themen suchen", hiess es in einer Stellungnahme. Man arbeite eng mit den Betriebsräten in den Logistikzentren zusammen. Die Beschäftigen würden von "exzellenten Löhnen, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen" profitieren: "Wir beweisen jeden Tag, dass wir auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber sind."/jos/rah/DP/men

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