Bobst Grp N

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Bobst liegt mit

Bobst liegt mit Betriebsgewinn 2019 leicht über den Erwartungen

Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2019 zurück.

02.03.2020 07:09

Der Umsatz wurde zwar mit 1,64 Milliarden Franken wie Mitte Januar angekündigt knapp gehalten, der Gewinn ging aber zurück. Und 2020 dürfte nicht einfacher werden.

Der operative Gewinn (EBIT) ging um 6,4 Prozent auf 81,0 Millionen Franken zurück und die entsprechende Marge um 30 Basispunkte auf 5,0 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mittteilte. Die Marge lag damit etwas über der vom Unternehmen im Januar in Aussicht gestellten Richtgrösse. Im Vergleich zum AWP-Konsens lag der Betriebsgewinn denn auch leicht über den Erwartungen.

Das in der zweiten Jahreshälfte erzielte Betriebsergebnis habe auf einem guten Niveau gelegen. Die negativen Auswirkungen des ungünstigen Produktemixes, der geringeren Produktionsauslastung und des erhöhten Drucks auf die Margen im ersten Halbjahr hätten aber nicht kompensiert werden können. Alle drei Geschäftsbereiche seien zudem von den höheren Kosten im Zusammenhang mit dem Anlauf der digitalen Aktivitäten der Gruppe betroffen gewesen.

Der Reingewinn erhöhte sich dagegen um 4,4 Prozent auf 52,6 Millionen Franken. Das niedrigere Betriebsergebnis wurde durch einen geringeren Finanzaufwand sowie tiefere Steuern mehr als ausgeglichen. Die Dividende soll wie im Vorjahr bei 1,50 Franken je Aktie liegen.

Umsatzplus in Amerika und Afrika

Bereits bekannt war der Umsatz: Er legte um 0,1 Prozent auf 1,64 Milliarden minim zu, bereinigt um die negativen Währungseffekte ergab sich dabei ein organisches Plus von 2,0 Prozent. Geografisch gesehen setzte das Unternehmen in den Regionen Amerika und Afrika je rund 10 Prozent mehr um, wogegen die Verkäufe in Europa und Asien zurückgingen.

Mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 810 Millionen Franken wuchs der grösste Bereich ("Sheet-fed-Produkte") leicht. Die Nachfrage nach Produkten für die Wellpappenindustrie sei dabei etwas stärker gewesen als diejenige aus der Faltschachtelindustrie. Die Geschäftseinheit "Web-fed" setzte dagegen mit 338 Millionen 1,6 Prozent weniger um als im Vorjahr, vor allem wegen einer geringeren Nachfrage nach Beschichtungsmaschinen. Der mit Service-Dienstleistungen und Ersatzteilen erzielte Umsatz stieg um 0,4 Prozent auf 488 Millionen Franken.

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet die Gruppe mit einem Umsatzrückgang von 6 Prozent und einer erneut tieferen operativen Gewinnmarge (EBIT). Denn 2020 finde mit der "Drupa" die wichtigste Messe der Druck- und Verpackungsbranche statt; das werde die Marketing-Kosten in die Höhe treiben. Es wäre das dritte Jahr in Folge mit einer sinkenden Marge. Die Prognosen vom Januar werden damit bestätigt.

Coronavirus nimmt Einfluss

Angesichts des Brexits, der politischen Krisen in vielen Ländern, des längerfristigen Trends zur Parität zwischen dem Euro und dem Franken, des Handelskrieges zwischen den USA und China sowie der Abschwächung der Dynamik im Auftragseingang seit Mitte 2018 müsse man sich auf die wichtigsten Prioritäten konzentrieren, heisst es im Ausblick weiter. Sollte es zu einem Abschwung kommen, werde man kurzfristig auf schwächere Aktivitäten vorbereitet sein, dies werde allerdings eine Anpassung der Strategie erfordern.

Das Coronavirus werde sich zudem in gewissem Umfang auf die Geschäftstätigkeit von Bobst auswirken, abhängig von der Dauer des Ausbruchs.

Gleichzeitig werden die bisherigen Mittel- und Langfristziele für den Gewinn bestätigt: Demnach wird eine EBIT-Marge von mindestens 8 Prozent sowie eine Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 20 Prozent angestrebt. Das Umsatzziel wurde vor einem Jahr auf 1,7 bis 1,8 Milliarden Franken festgelegt.

(AWP)

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Bobst reduziert Produktion an

Bobst reduziert Produktion an mehreren Standorten

Die Westschweizer Bobst Gruppe fährt an mehreren Standorten ihre Produktion auf ein Minim zurück. Die Firma wolle in allen Ländern die Sicherheitsempfehlungen einhalten und sich auf die Gesundheitsprävention für die Mitarbeiter und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für die Kunden konzentrieren.

20.03.2020 10:19

Daher werde die Produktion auf ein Niveau reduziert, das es noch erlaubt, Teile und Dienstleistungen bereitzustellen, ohne die Sicherheit der Mitarbeiter zu gefährden, schreibt der Hersteller von Kartonverpackungsmaschinen am Freitag in einer Mitteilung. Bobst überwache die technischen Servicezentren weiterhin genauestens Land für Land, um die Geschäftskontinuität der Kunden auf dem höchstmöglichen Niveau zu gewährleisten.

Der Standort Bobst Lyon habe am Vortag um 08:00 Uhr sein minimales Produktionsniveau erreicht. Die Standorte Bobst Mex und Bobst Grenchen würden heute Freitag, 20. März 2020, um 16.00 Uhr in die Mindestproduktion übergehen. Dies gelte für mindestens zwei Wochen. Die Entwicklung werde in allen Ländern täglich bewertet.

pre/kw

(AWP)

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Bobst übernimmt Mehrheit an

Bobst übernimmt Mehrheit an deutscher Cito-System

Der Maschinenhersteller Bobst hat eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am deutschen Industrieunternehmen Cito-System erworben.

09.04.2020 06:43

Bereits im Januar hatte Bobst vermeldet, mit den Eignern von Cito-System über eine Übernahme zu verhandeln.

Cito-System werde unter der gleichen Leitung mit seinem bestehenden Marken- und Vertreternetz weitergeführt, heisst es in einer Mitteilung von Bobst vom Donnerstag. Das Management des Unternehmens werden denn auch die übrigen 49 Prozent an Cito-System halten. Gemäss Bobst beschäftigt das deutsche Unternehmen 240 Mitarbeiter. Zu Umsatz oder Kaufpreis der Beteiligungen wurden keine Angaben gemacht.

Die Akquisition steht im Zusammenhang mit der Strategie von Bobst, alle Schlüsselkomponenten, die zur Verpackungsherstellung beitragen, zu integrieren. Cito-System bietet Komponenten für Verpackungshersteller und den Stanzformenbau an und ist auf Papier, Karton und Wellpappe spezialisiert. Bobst hat mit Cito-System nun offenbar einen Partner gefunden, der Komponenten für den Stanzformenbau schnell entwickeln und auf den Markt bringen kann.

(AWP)

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Bobst zieht wegen Corona

Bobst zieht wegen Corona-Unsicherheit Jahresprognose zurück

(Ergänzt um mehr Details in den Abschnitten vier, fünf, sechs und acht) - Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst setzt wegen der Coronakrise seinen Jahresausblick aus. Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten auf dem Weltmarkt könne die Finanzprognose für das Jahr 2020 nicht beibehalten werden, teilte die Westschweizer Gesellschaft am Montag mit.

11.05.2020 07:59

Weitere Informationen würden mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 27. Juli 2020 bekanntgegeben.

"Die neue geschäftliche Realität" habe Bobst dazu gezwungen, die Kosten, die Prioritäten bei Projekten und Investitionen für 2020 sowie für die kommenden Jahre neu zu bewerten. Alle Möglichkeiten staatlicher Fördermassnahmen - wie beispielsweise Kurzarbeit für einen Teil der Mitarbeiter in Deutschland, Italien, Frankreich und in der Schweiz - würden genutzt.

Anfang März hatte Bobst Prognosen vom Januar bestätigt: Die Gruppe rechnete für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang von 6 Prozent und einer erneut tieferen operativen Gewinnmarge (EBIT). Denn die "Drupa", die wichtigste Messe der Druck- und Verpackungsbranche, werde die Marketing-Kosten in die Höhe treiben, hiess es damals.

Die weltgrösste Fachmesse, die alle vier Jahre stattfindet, wurde nun von Juni 2020 auf April 2021 verschoben, wie Bobst am Montag schrieb. Man wolle aber online über neue Lösungen und Produkte informieren.

Produktion wird schrittweise hochgefahren

Die Gruppe müsse wegen der Unsicherheit am Markt - wie viele andere Unternehmen - einen Auftragsrückgang hinnehmen. Gleichzeitig gehörten die wichtigsten Branchen, die Bobst bedient, wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder generell der Online-Handel, im derzeitigen Umfeld zu den wesentlichen Branchen. Einige der Kunden verzeichneten also einen starken Nachfrageanstieg, während andere Branchensegmente negativ betroffen seien (unter anderem Elektronik, Kosmetik, Autoersatzteile). Insbesondere die Reisebeschränkungen machten Bobst zu schaffen.

Die Ausbreitung des Coronavirus habe in den letzten Wochen in den globalen Lieferketten zu beträchtlichen Störungen geführt und das internationale Handels- und Dienstleistungsgeschäft beeinträchtigt, hiess es weiter. Am 23. März hatte Bobst kommuniziert, die Produktion an mehreren Standorten auf ein Minimum zurückzufahren. Seit dem 20. April sei der Betrieb nun schrittweise wieder hochgefahren worden.

Die Betriebe in China, die im Februar geschlossen wurden, waren dann auch die ersten, die Anfang März wieder öffneten, so Bobst. In Frankreich und Indien sei später gestartet worden.

Man ergreife zudem alle Massnahmen, "um liquide Mittel zu sichern, Lagerbestände zu verwalten, langfristige Investitionen aufrechtzuerhalten und neue Geschäftsfelder zu erschliessen, um die Auswirkungen auf den Umsatz so gering wie möglich zu halten". Eine solide Liquidität und gesunde Bilanzstruktur ermöglichten es, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und die verschiedenen Investitionen zu tätigen, die für die Entwicklung der mittel- bis langfristigen Strategie erforderlich seien.

Die Mittel- und Langfristziele von Bobst sehen eine EBIT-Marge vor von mindestens 8 Prozent sowie eine Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 20 Prozent. Das Umsatzziel wurde zuletzt auf 1,7 bis 1,8 Milliarden Franken festgelegt. 2019 machte Bobst einen Umsatz von 1,64 Milliarden Franken.

ys/rw

(AWP)

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Bobst schreibt wegen

Bobst schreibt wegen Coronakrise rote Zahlen im ersten Halbjahr

Die Ausbreitung des Coronavirus und die Lockdown-Massnahmen in vielen Ländern haben in der Bilanz der Bobst Gruppe tiefe Spuren hinterlassen.

27.07.2020 07:00

Der Hersteller von Kartonverpackungsmaschinen weist für das erste Halbjahr einen Verlust aus. Das Minus beim Nettoergebnis belief sich im Semester auf 30,0 Millionen Franken, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 7,4 Millionen erzielt wurde. Der Verlust ist damit kleiner als von den Analysten erwartet. Die befragten Experten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Verlust von 41,3 Millionen Franken gerechnet.

Für Umsatz und EBIT hatte Bobst bereits Ende Juni in einer Gewinnwarnung erste Indikationen veröffentlicht. Nach den definitiven Zahlen ging der Umsatz um 29 Prozent auf 523,8 Millionen Franken zurück, und beim Betriebsgewinn (EBIT) resultierte ein Verlust von 25,1 Millionen nach einem Gewinn von 14,8 Millionen im Vorjahr.

Geringe Auslastung

Die Corona-Pandemie habe in den vergangenen Monaten zu beträchtlichen Störungen in den globalen Lieferketten geführt, schreibt Bobst bei der Vorlage der Semesterbilanz am Montag. Reisebeschränkungen und Werksschliessungen hätten die Auslieferungen von neuen Maschinen und die Wartung bei bestehenden Anlagen behindert und zu Verschiebungen geführt.

In der Folge seien die Produktionskapazitäten schlecht ausgelastet gewesen. Massnahmen wie Kurzarbeit, Einstellungs-Stopp, Kostenreduzierung und Kostendämpfung hätten die negativen Folgen verringert, sie aber "bei Weitem nicht ausgleichen" können, heisst es weiter.

Bei den Geschäftsbereichen gab es deutliche Unterschiede. Während der Umsatz beim Bogendruck (Sheet-fed) um rund 35 Prozent zurückging (245,7 Mio Fr.), verbuchte der Rollen-Druck (Web-fed) ein Minus von 57 Prozent (49,7 Mio). Beide Bereiche wiesen mit -17,4 bzw. -27,0 Millionen ein negatives Betriebsergebnis aus. Der Bereich Services verbuchte ein Umsatzminus von 6,3 Prozent (228,3 Mio Fr.) und der EBIT sank um 5,1 Prozent auf 20,2 Millionen Franken.

Maschinen-Bereiche werden zusammengelegt

Bobst nimmt nun Anpassungen in seiner Organisationsstruktur vor. Die Konzernleitung wurde auf vier von zuvor fünf Mitglieder verkleinert, und die beiden Maschinen-Geschäftsbereiche werden zusammengelegt. Die neu gebildete Geschäftseinheit wird von Stephan März geleitet, bisher Chef des Bereichs Web-fed. Services wird weiter von Julien Laran geführt.

Bobst sieht in seinen relevanten Märkten angesichts der Covid-19-Pandemie weiter eine grosse Ungewissheit. Wenn die Grenzen zwischen den Ländern geöffnet blieben und wenn der Flugverkehr seinen Betrieb wieder in grösserem Umfang aufnehme, dann werde in der zweiten Jahreshälfte mit einem erheblich höheren Niveau als in den ersten sechs Monaten 2020 gerechnet. Es werde jedoch nicht möglich sein, die gleichen Ergebnisse zu erreichen wie im zweiten Halbjahr 2019, da einige Beschränkungen durch die Pandemiesituation andauern werden.

Das Unternehmen rechnet zudem damit, dass die langfristigen finanziellen Ziele einer Marge (EBIT) von mindestens 8 Prozent und mindestens 20 Prozent Kapitalrendite (ROCE) der Entwicklung der Weltwirtschaft angepasst werden müssen.

(AWP)

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