Schuldenkrise Amerika

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Ratingagenturen stufen

Ratingagenturen stufen Argentiniens Kreditwürdigkeit herab

Mitten in den Verhandlungen über eine Lösung im Schuldenstreit haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von Argentinien weiter heruntergestuft. Fitch senkte die Bewertung einer Reihe von Staatspapieren am Dienstag auf RD - was einem begrenzten Zahlungsausfall entspricht. Standard & Poor's stufte die Anleihen auf die schlechteste Kategorie D herunter. Sie reagierten damit darauf, dass Argentinien am Freitag Zinsforderungen in Höhe von 503 Millionen US-Dollar nicht beglichen hatte.

27.05.2020 06:38

Die Regierung in Buenos Aires verhandelt mit den privaten Gläubigern derzeit über Kredite von rund 66 Milliarden US-Dollar. Die Schulden der zweitgrössten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Deshalb fordert Argentinien Zugeständnisse von den Gläubigern. Beispielsweise sollen sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Ein erstes Angebot der Regierung, das einen Schuldenschnitt und ein Zahlungsmoratorium bis 2023 vorsah, lehnten die grossen Gläubiger ab. Jetzt will die Regierung ihr Angebot nachbessern. Sollte keine Einigung gelingen, steuert Argentinien weiter auf eine neue Staatspleite zu. Es wäre der neunte Zahlungsausfall in der Geschichte des Landes./dde/DP/zb

(AWP)

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Venezuela-Krise:

Venezuela-Krise: Geberkonferenz organisiert Milliardenhilfe

Bei einer internationalen Geberkonferenz für die Leidtragenden der politischen Krise in Venezuela sind Hilfen in Höhe von insgesamt 2,5 Milliarden Euro zusammengekommen. Knapp 600 Millionen Euro davon sollten in Form von nicht zurückzahlbaren Zuschüssen fliessen, teilte die EU am Dienstagabend als Mitorganisator der Konferenz mit. Allein aus dem EU-Budget und den Haushalten der Mitgliedstaaten seien Zuschüsse von rund 232 Millionen Euro mobilisiert worden. Mit dem Geld soll zum Beispiel humanitäre Soforthilfe für die vielen Flüchtlinge in den Nachbarländern Venezuelas finanziert werden.

26.05.2020 21:26

Deutschland sagte bei der Konferenz nach eigenen Angaben 22 Millionen Euro zu. "Wir erhöhen damit unseren Beitrag zur Bewältigung der Venezuela-Krise in diesem Jahr auf insgesamt 55 Millionen Euro", erklärte Aussenminister Heiko Maas.

Mit dem frischen Geld sollten die am schwersten betroffenen Länder in der Region um Venezuela unterstützt werden. Diese erlebe die grösste Flüchtlingskrise der lateinamerikanischen Geschichte, sagte Maas.

Nach Angaben der EU haben in den vergangenen Jahren mehr als fünf Millionen Menschen Venezuela verlassen. Ein Machtkampf um die Führung des Landes, Korruption und Misswirtschaft haben die Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Der autoritär regierende sozialistische Staatschef Nicolás Maduro hält sich bislang allerdings an der Macht./aha/DP/he

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US-Notenbank: Corona-Krise

US-Notenbank: Corona-Krise belastet Wirtschaft weiter stark

Die Corona-Krise belastet die amerikanische Wirtschaft nach Einschätzung der US-Notenbank weiterhin stark.

28.05.2020 05:41

"Die wirtschaftliche Aktivität ging in allen Distrikten zurück - in den meisten stark - was die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie widerspiegelt", schreibt die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht ("Beige Book").

Erneut stark rückläufig war laut der Umfrage der private Konsum. Schliesslich hätten viele Geschäfte in der Corona-Krise im Berichtzeitraum nicht öffnen dürfen. Die Rückgänge seien im Freizeit- und Hotelsektor besonders stark gewesen. Es habe wenig Reiseverkehr gegeben. Eine leichte Verbesserung habe es in einigen Distrikten bei den Autoverkäufen gegeben.

In der Industrie sei die Abschwächung der Aktivität besonders stark gewesen. Auch der Häusermarkt und der Bausektor seien unter Druck geraten. Die Rohölförderung ist laut dem Bericht auf historische Tiefstände gefallen.

Besserung nicht in Sicht

Die Beschäftigung sei überall gesunken. Dabei sei es in den meisten Distrikten zu drastischen Einbrüchen gekommen. Die Arbeitslosigkeit hat in den USA zuletzt mit einem Rekordtempo zugenommen. Die Lohnentwicklung verlief laut dem Bericht uneinheitlich. Der Preisdruck habe etwas nachgelassen.

Eine deutliche Besserung ist laut dem Bericht nicht in Sicht. Man hoffe auf die Wiedereröffnung von Unternehmen. Der Ausblick sei aber sehr unsicher. Die meisten befragten Unternehmen seien mit Blick auf eine mögliche wirtschaftliche Erholung pessimistisch.

Das Beige Book beruht auf einer Umfrage unter Unternehmensvertretern. Zudem werden auch Ökonomen, Marktexperten und andere Geschäftskontakte befragt. Es wurden Daten berücksichtigt, die bis zum 18. Mai gesammelt wurden./jsl/he

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USA: Aufträge für langlebige

USA: Aufträge für langlebige Güter brechen erneut ein

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im April erneut eingebrochen. Der gesamte Auftragseingang sackte gegenüber dem Vormonat um 17,2 Prozent ab, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Sommer 2014. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 19,0 Prozent erwartet. Im März waren die Aufträge noch um revidierte 16,6 Prozent gefallen. Zunächst war ein Rückgang um 14,7 Prozent ermittelt worden.

28.05.2020 15:25

Ohne schwankungsanfällige Transportgüter fielen die Aufträge im April um 7,4 Prozent. Belastet wurden die Gesamtbestellungen also erneut durch den Transportsektor. Die Bestellungen von Transportgütern fielen um 47,3 Prozent. Bereits im März waren die Daten durch den Sektor stark belastet worden.

Die Aufträge für zivile Kapitalgüter (ohne Militär und Flugzeuge) fielen um 5,8 Prozent. Hier war allerdings ein deutlicherer Rückgang um 10,0 Prozent erwartet worden. Die Kapitalgüter gelten normalerweise als Indikator für die Investitionstätigkeit der Unternehmen./jsl/bgf/jha/

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US-Wirtschaft schrumpft zu

US-Wirtschaft schrumpft zu Jahresbeginn stark

(Ausführliche Fassung) - Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn wegen der Corona-Krise stark geschrumpft. Der Einbruch fiel sogar noch etwas stärker aus, als bisher bekannt. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington bekanntgab, lag die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet 5,0 Prozent unter dem Niveau des Vorquartals. In einer ersten Schätzung war ein Einbruch um 4,8 Prozent ermittelt worden. Analysten hatten mit einer Bestätigung des Werts gerechnet.

28.05.2020 15:24

Belastungen kamen in den ersten drei Monaten des Jahres von vielen Seiten. Rückläufig waren der private Verbrauch, die Investitionen der Unternehmen, die Lagerproduktion der Firmen und die Ausfuhren. Für etwas Unterstützung sorgten dagegen die Bauausgaben und die Ausgaben der öffentlichen Haushalte.

Fachleute gehen davon aus, dass der Wachstumseinbruch im zweiten Quartal wesentlich stärker ausfällt als zu Jahresbeginn. Die USA hatten erst Mitte März damit begonnen, das öffentliche Leben in Reaktion auf die Corona-Pandemie einzuschränken. Der Grossteil der Einschränkungen fällt in das zweite Quartal. Viele Ökonomen rechnen mit einer wirtschaftlichen Schrumpfung im zweistelligen Prozentbereich.

In den USA werden Wachstumszahlen auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb Wachstumsdaten aus den beiden grossen Wirtschaftsräumen nicht direkt miteinander vergleichbar sind./bgf/jsl/jha/

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USA: Erneut 2,1 Millionen

USA: Erneut 2,1 Millionen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt weiter dramatisch an.

28.05.2020 14:52

In der Woche bis zum 23. Mai haben mehr als 2,1 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie die US-Regierung am Donnerstag mitteilte. Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben nunmehr bereits fast 41 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren. Einen solchen Einbruch am Arbeitsmarkt hat es nie zuvor in der US-Geschichte gegeben.

In der Vorwoche hatte es gut 2,4 Millionen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe gegeben. Die Anträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts. Die Arbeitslosenquote für Mai, die erst Anfang Juni bekanntgegeben wird, dürfte Analysten zufolge bei mehr als 20 Prozent liegen.

(AWP)

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Internat. Turbulenzen, USA/China, US-Konjunktur

Internationale Turbulenzen - über ein verlängertes Wochenende - stehen an und dürften für Zuspruch beim Goldpreis sorgen:

"US-Präsident Donald Trump will sich am Freitag zum Konflikt mit China äussern. Der internationale Streit über das Hongkong-Gesetz Chinas dürfte an den Börsen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Darüber hinaus enttäuschte die US-Konjunktur: Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal noch stärker als erwartet geschrumpft."

Am Pfingstmontag (Westeuropäischer- / CH-Feiertag) wird an den übrigen Börsen weltweit gehandelt. Als sicherer Hafen bietet sich ein Engagement beim weltgrössten Goldproduzenten Newmont Mining (NEM) an:

https://www.newmont.com/home/default.aspx

Goldminenaktien - mit einem Hebel auf den Goldpreis - dürften meines Erachtens in nächster Zeit stark performen:

https://finance.yahoo.com/quote/NEM?p=NEM

NEM hat zudem den nächsten Mittwoch, 3. Juni 2020 als Termin für die (erstmals erhöhte) vierteljährliche Dividende festgelegt. Allen Aktieninhabern per 03.06.2020 close-of-business wird per 18.06.2020 die vierteljährliche Dividendenzahlung überwiesen.

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US-Notenbank steckt weiteren

US-Notenbank steckt weiteren Kurs in Corona-Krise ab

Die US-Notenbank Federal Reserve berät heute (Mittwoch) über den weiteren Kurs in Zeiten der Corona-Krise. US-Präsident Donald Trump drängt die Währungshüter, Negativzinsen einzuführen.

10.06.2020 07:02

Auf dem Höhepunkt der Pandemie hatte sie die Wirtschaft mit einem billionenschweren Notpaket über Wasser gehalten. Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren allein im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Aderlasses einsetzte. Trotz des jüngsten Jobaufbaus erinnert die Arbeitslosenquote von 13,3 Prozent noch immer an die Zeiten der grossen Depression. Experten erwarten für die Sitzung keine grossen Ankündigungen, zumal die Fed bereits zu Wochenbeginn die Bedingungen ihres Kreditprogramms für kleinere und mittlere Unternehmen gelockert hat.

US-Notenbankchef Jerome Powell hat vor einer langen konjunkturellen Durststrecke gewarnt, auch weil weitere Wellen der Coronavirus-Pandemie nicht auszuschliessen seien. Beobachter blicken daher mit besonderer Spannung auf die aktualisierten wirtschaftlichen Projektionen der Währungshüter, die ebenfalls am Mittwoch anstehen.

Die Fed hat ihren Leitzins bereits auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt. Negativzinsen kommen für die Notenbank aber nach dem Urteil vieler Fachleute weiterhin nicht infrage, auch wenn US-Präsident Donald Trump die Währungshüter dazu drängt. Negative Zinsen gelten in der Geldpolitik als unkonventionelles Instrument, um in Krisenzeiten die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft anzuschieben. Die Fed hat allerdings mit kräftigen Geldspritzen bereits dafür gesorgt, dass der Kreditfluss an Haushalte und Firmen nicht versiegt.

(Reuters)

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US-Notenbanker:

US-Notenbanker: Konjunkturerholung wird noch Jahre brauchen

Die vollständige Erholung der US-Wirtschaft dürfte sich nach Einschätzung eines führenden Vertreters der US-Zentralbank Fed noch Jahre hinziehen.

25.06.2020 06:17

Es werde voraussichtlich bis Ende 2022 dauern, bevor die Leistung wieder das Vorkrisen-Niveau erreiche, sagte der Präsident der Notenbank von Chicago, Charles Evans, in einer Videoschalte auf einer Konferenz des "Corridor Business Journal" am Mittwoch. Die wirtschaftlichen Folgen seien für äußerst viele Menschen und Unternehmen katastrophal gewesen. "Und traurigerweise, haben einige der verwundbarsten Teile der Bevölkerung die Kosten am schwersten zu tragen."

Konjunkturdaten vom Mai signalisierten eine überraschend starke Nachfrage, sagte Evans. Offenbar hätten sich Arbeiter und Verbraucher sicher genug gefühlt, früher als erwartet wieder in Geschäften einkaufen zu gehen. Das aber könnte negative Folgen haben. Seine Prognose gehe davon aus, dass auf zwischenzeitliche lokale Virusausbrüche reagiert werden müsse - und durch schneller als erwartete Wiedereröffnungen könnte die Lage womöglich noch schlimmer werden. 

(Reuters)

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Kanada verliert wegen Corona

Kanada verliert wegen Corona-Krise Bestnote bei Fitch

Kanada hat wegen den Folgen der Corona-Krise seine Bestnote bei der Ratingagentur Fitch verloren. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit sinke um eine Stufe auf "AA+", teilte Fitch am Mittwoch in New York mit. Der Ausblick für das Rating bleibt jedoch stabil. Es droht also zunächst keine weitere Herabstufung.

24.06.2020 20:24

"Die Herabstufung des Ratings spiegelt die Verschlechterung der öffentlichen Finanzen Kanadas im Jahr 2020 infolge der Coronavirus-Pandemie wider", erklärte Fitch die Entscheidung. Das gesamtstaatliches Defizit werde im Jahr 2020 deutlich steigen. Das Land werde zudem mit einem deutlich höheren Schuldenstand aus der Rezession herauskommen. Kanada hat seine Staatsausgaben deutlich erhöht, um die Folgen der Corona-Krise entgegen zu wirken. "Obwohl dies die Erholung unterstützen wird, stehen die Investitions- und Wachstumsaussichten der Wirtschaft vor Herausforderungen", schreibt Fitch.

Der kanadische Dollar gab nach der Entscheidung etwas nach. Die Kursausschläge hielten sich in Grenzen. Kanadische Staatsanleihen reagierten kaum auf die Entscheidung. Die beiden anderen grossen Ratingagenturen Moddy's und Standard & Poor's (S&P) bewerten Kanada derzeit noch mit der Bestnote./jsl/mis

(AWP)

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US-Notenbankchef Powell warnt

US-Notenbankchef Powell warnt vor hoher Unsicherheit für die US-Wirtschaft

Der Präsident der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat sich optimistisch zur aktuellen Konjunkturerholung in den USA gezeigt, aber gleichzeitig auch vor hohen Unsicherheiten für die grösste Volkswirtschaft der Welt gewarnt. Die weitere konjunkturelle Entwicklung sei "ausserordentlich unsicher", hiess es in einem einem vorab veröffentlichten Redetext des Notenbankchefs. Der Text enthält die Stellungnahme Powells für einen Auftritt des Notenbankers im US-Kongress, der im Laufe des Dienstags erwartet wird.

30.06.2020 10:05

Die weitere Entwicklung werde zu grossen Teilen vom Erfolg bei der Eindämmung der Corona-Pandemie abhängen, hiess es in dem Redetext. Nach Einschätzung von Powell ist eine vollständige konjunkturelle Erholung erst dann möglich, wenn die Menschen das Vertrauen haben, sich wieder ohne Gefahr in der Öffentlichkeit bewegen zu können.

Erneut warnte Powell davor, bei den Massnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur nachzulassen. Der Erfolg werde auch von den politischen Massnahmen abhängen. Der Erholung der Wirtschaft müsse so lange stützt werden wie notwendig, hiess es weiter in dem Redetext./jkr/stk

(AWP)

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Argentinien macht Gläubigern

Argentinien macht Gläubigern im Schuldenstreit letztes Angebot

Im seit Monaten andauernden Ringen um einen Schuldenschnitt für Argentinien will die Regierung in Buenos Aires den privaten Gläubigern ein letztes Angebot unterbreiten.

06.07.2020 06:33

Die neue Offerte werde am Montag offiziell bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht und gelte bis zum 4. August, teilte das argentinische Finanzministerium am Sonntag mit. Medienberichten zufolge bietet die Regierung den Gläubigern bei der Umschuldung 53,5 Cent pro Dollar an. Das Zahlungsmoratorium soll nach der neuen Offerte nur ein Jahr statt drei Jahre dauern.

Die Schulden der zweitgrössten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Deshalb fordert Argentinien von seinen Gläubigern, auf einen Teil ihrer Forderungen von rund 66 Milliarden US-Dollar (rund 59 Mrd Euro) zu verzichten. Kommt es zu keiner Einigung, droht dem Land erneut die Staatspleite.

Argentinien steckt in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Inflationsrate betrug zuletzt mehr als 50 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft von rund zehn Prozent. Ende Mai hatte Argentinien Zinsforderungen in Höhe von 503 Millionen US-Dollar nicht beglichen und war dadurch in einen begrenzten Zahlungsausfall gerutscht.

"Wir haben enorme Anstrengungen unternommen, um unser Wort zu halten", sagte Präsident Alberto Fernández. Die neue Offerte sei "das Maximum, das wir anbieten können."

(AWP)

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Börsen ziehen Biden-Sieg

Börsen ziehen Biden-Sieg gegen Trump ins Kalkül

Beim Rennen um das Weisse Haus stellen sich Investoren auf turbulente Börsenzeiten ein.

07.07.2020 09:37

Zwar kann bis zum Wahltermin Anfang November noch viel passieren, doch momentan bahnt sich eine Niederlage von US-Präsident Donald Trump gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Investoren bringen sich deswegen bereits in Stellung und schichten ihre Portfolios entsprechend um. "Die Umfragewerte des Präsidenten sind in den Keller gerauscht", sagt Aktienstratege Phil Orlando vom Investmenthaus Federated Hermes. "Die Märkte schauen sich das an und sagen, 'wenn heute gewählt würde, würde Biden gewinnen'." Ein Sieg der Demokraten würde an den Finanzmärkten voraussichtlich keine Begeisterungsstürme entfachen. Denn Trump trommelt für alles, was die Wirtschaft ankurbelt, wie etwa niedrige Steuern, während Börsianer bei den Demokraten eine strengere Regulierung erwarten.

Vier Monate vor den Wahlen ist Trump angezählt, seine Amtsführung in der Corona-Krise stösst bei immer mehr Amerikanern auf Kritik. Nur rund 38 Prozent beurteilten in einer Mitte Juni veröffentlichten Erhebung zufolge das Auftreten des US-Präsidenten positiv - das ist die geringste Zustimmung seit der Kongress-Untersuchung im November zu einer Amtsenthebung Trumps. Auch nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis und den folgenden landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt werfen Gegner ihm vor, mit seiner Rhetorik Öl ins Feuer zu giessen und kein Gespür oder Verständnis für die Anliegen der Demonstranten zu haben. Der Vorsprung des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten Biden wächst und betrug zuletzt acht Prozentpunkte vor dem Republikaner, wie aus der aktuellen Reuters/Ipsos-Erhebung hervorgeht.

Wetten gegen den Dollar

An den Börsen stellen Anleger entsprechende Weichen und verkaufen den Dollar und US-Aktien. An den Terminmärkten wurden kürzlich so viele Wetten gegen die US-Währung geschlossen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Ein Sieg Bidens sowie eine mögliche Vorherrschaft der Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat würde an den Finanzmärkten voraussichtlich nicht gut ankommen. Dort feiern Anleger Trumps als wirtschaftsfreundlich geltende Politik mit niedrigen Steuern und weniger Regulierung. Seit seiner Amtseinführung liegt der S&P 500-Aktienindex trotz der Corona-Krise immer noch 37 Prozent im Plus.

Unter Biden werde der Körperschaftssteuersatz wahrscheinlich auf 28 Prozent steigen und damit die Hälfte der von Trump und dem von den Republikanern geführten Kongress Ende 2017 beschlossenen Senkung rückgängig machen, schätzen die Experten des Vermögensverwalters Amundi Pioneer Asset Management. Das könnte die Gewinne im S&P 500 um etwa 20 Dollar pro Aktie schmälern, was Investoren aus den US-Aktien vertreiben und dem Dollar schaden könnte, sagt Amundi-Portfoliomanager Paresh Upadhyaya.

Arthur Laffer Junior, Portfoliomanager bei Laffer Tengler Investments, löste vor kurzem seine Dollar-Positionen auf. Er glaubt, ein Sieg Bidens führt zu einem langsameren Wachstum und Druck auf die US-Währung. Sein Vater hatte Trump in wirtschaftlichen Fragen beraten.

Unterschiede in Umwelt- und Klimapolitik zu erwarten

Das BlackRock Investment Institute senkte kürzlich seine Ratings für US-Aktien, da Bedenken über nachlassende fiskalische Anreize und Wahlunsicherheit bestünden. "Die beiden Parteien sind in ihrer Politik so weit voneinander entfernt wie nie zuvor, so dass sich das Ergebnis auf die Märkte auswirkt", fassen die Analysten von BlackRock zusammen. Eine mögliche neue Regulierung durch eine demokratische Regierung könnte Gegenwind für Energie- und Finanzwerte bedeuten, urteilen ihre Kollegen von UBS Global Wealth Management. "Biden würde sich wohl dem derzeitigen internationalen Mainstream anschliessen, was vermehrte Anstrengungen zum Vermeiden von Treibhausgasen angeht", heisst es bei der Helaba. "Trump verweigert sich diesem Trend ja komplett."

Portfoliomanager Orlando von Federated Hermes hat die Cash-Quote bei seinen Investments angesichts der steigenden Coronavirus-Fälle und der sinkenden Umfragewerte Trumps erhöht. Sollte der Zuspruch für Trump weiter abnehmen, will er Positionen an dividendenzahlenden Aktien abbauen, da höhere Steuern auf Gewinnausschüttungen und Kapitalgewinne drohten.

Die Fed bleibt für viele Garant für Stabilität

Doch ganz so eindeutig ist es für viele Anleger nicht, dass die Börsen auf einen Biden-Sieg negativ reagieren, zumal die US-Notenbank die Wirtschaft voraussichtlich weiter stützen wird. "Die massiven Stimuli der Fed haben wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht, dürften aber sehr hoch bleiben, insbesondere unter einer demokratischen Regierung, welche die Haushaltsdefizite womöglich sogar ausweiten wird", sagt Stratege John Vail vom Vermögensverwalter Nikko Asset Management.

Einige Investoren sind auch vorsichtig, zu viel Vertrauen in Umfragen zu setzen, nachdem viele 2016 den Brexit und den Wahlsieg von Trump nicht vorhersagen konnten. Händler auf dem Optionsmarkt wetten deswegen vor allem auf einen Anstieg der Kursschwankungen um die Wahlen herum.

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Ecuador einigt sich mit

Ecuador einigt sich mit ersten Gläubigern auf Umschuldung

Ecuador hat mit einigen seiner Gläubiger einen Vorvertrag für die Umschuldung von Staatsanleihen im Volumen von rund 17 Milliarden Dollar (etwa 15 Mrd. Euro) erzielt. Mit diesem Deal werde die Schuldenlast um 1,5 Milliarden Dollar reduziert, twitterte Staatspräsident Lenín Moreno am Montag (Ortszeit). Zudem werde unter anderem die Rendite der Anleihen von 9,3 auf dann 5,2 Prozent gesenkt, während sich die Laufzeit um zehn Jahre verlängere. Dem Plan müssen aber noch andere Gläubiger zustimmen.

07.07.2020 08:38

Das südamerikanische Land hatte die Gespräche über die Umschuldung Presseberichten zufolge Anfang Juni begonnen, weil die Corona-Pandemie und der gefallene Ölpreis der Wirtschaft stark zusetzen. Ohne eine Umschuldung müsste Ecuador diese Verbindlichkeiten von 2022 an zurückzahlen./sit/DP/stk

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USA: Kreditvergabe an

USA: Kreditvergabe an Verbraucher sinkt stärker als erwartet

In den USA sind die Verbraucherkredite im Mai stärker zurückgegangen als Experten erwartet hatten. Im Vergleich zum Vormonat sei die Kreditvergabe um 18,3 Milliarden US-Dollar gesunken, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 15,0 Milliarden Dollar erwartet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidiert 68,78 (bisher 68,77) Milliarden Dollar zurückgegangen./jsl/fba

08.07.2020 21:10

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Biden will US-Mittelschicht

Biden will US-Mittelschicht stärken - 700-Milliarden-Plan

Der designierte demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Bedeutung der Mittelschicht für die amerikanische Wirtschaft betont. "Wir müssen Arbeit genauso belohnen, wie wir Wohlstand belohnt haben", sagte Biden am Donnerstag bei einer Rede in Dunmore (Pennsylvania) zu seinen Plänen für die Wirtschaft. Er bekräftigte seine Unterstützung für eine Verdopplung des Mindestlohns auf 15 US-Dollar pro Stunde sowie einen besonderen Fokus auf systematisch benachteiligte Gesellschaftsschichten wie zum Beispiel Afroamerikaner.

10.07.2020 06:48

Biden stellte einen Investitionsplan mit einem Volumen von 700 Milliarden Dollar (etwa 620 Milliarden Euro) vor. Dieser sieht vor, die staatlichen Ausgaben für in den USA hergestellte Produkte um 400 Milliarden Dollar zu erhöhen. 300 Milliarden Dollar sollen zudem zusätzlich für Forschung und die Entwicklung von Technologien wie Elektrofahrzeuge oder 5G-Mobilfunknetzwerke ausgegeben werden, um die heimische Hightech-Branche zu stärken. Der Plan kann auch als Antwort auf Präsident Donald Trumps "America-First"-Politik gewertet werden.

Biden griff Trump bei seiner Rede auch direkt an. Zur Linderung der Corona-Krise, der wirtschaftlichen Turbulenzen und landesweiten Unruhen wegen systematischer Benachteiligung von Schwarzen brauche es Einigkeit im Land. "Wir alle wissen, dass der Wetteinsatz nicht höher sein könnte. Deshalb ist dies keine Zeit für spaltende Politik. Donald Trump mag daran glauben, Amerikaner gegen Amerikaner auszuspielen. Ich nicht."

In der Pandemie hätten vor allem Geringverdiener etwa in Krankenhäusern oder Supermärkten gezeigt, wie wichtig sie seien, sagte Biden. "Es reicht nicht, diese Leute zu loben. Es ist an der Zeit, sie zu bezahlen." Zudem will der 77-Jährige eigenen Angaben zufolge fünf Millionen neue Arbeitsplätze schaffen und sprach sich für die Besteuerung von Grosskonzernen wie den Versandhändler Amazon auf Bundesebene aus./scb/DP/stk

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Corona-Folge: US

Corona-Folge: US-Haushaltsdefizit steigt im Juni auf 864 Milliarden Dollar

Die Corona-Krise hat das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten im Juni auf bisher nie gesehene Höhen getrieben. Im Juni gab die Regierung 864 Milliarden Dollar mehr aus als sie eingenommen hat, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des der Regierung hervorgeht. Damit zog das Defizit im Vergleich zu den Vormonaten noch mal deutlich an. Im Mai hatte es bei knapp 400 Milliarden Dollar gelegen und im April bei 738 Milliarden Dollar.

13.07.2020 20:41

Der Rekordwert Anstieg im Juni war für Experten keine Überraschung. Sie hatten mit einem Defizit in dieser Grössenordnung gerechnet. Grund für das Minus in der Bundeskasse ist die Corona-Pandemie, die zum einem auf die Einnahmen durch Steuern drückt. Zum anderen hat die Regierung milliardenschwere Programme zur Stützung der Wirtschaft und Haushalte aufgelegt.

So gab die Bundesregierung in Washington alleine im Juni 1,1 Billionen Dollar aus und damit so viel wie noch nie. Fast die Hälfte davon floss in die Absicherung von Gehältern für Arbeiter und Angestellte bei kleineren und mittleren Unternehmen. Ebenfalls deutlich höher fielen die ausgezahlten Unterstützungen für Arbeitslose aus. In den USA ist die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Pandemie stark gestiegen.

Auf der anderen Seite gingen die Einnahmen unter anderem deutlich zurück, weil die Regierung die Frist für die Abgabe der Steuererklärung verlängert hat. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie um 28 Prozent auf 240,8 Milliarden Dollar./zb/he

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UN: Corona-Pandemie stürzt in

UN: Corona-Pandemie stürzt in Lateinamerika 45 Millionen in Armut

Die Corona-Pandemie könnte in Lateinamerika und der Karibik im laufenden Jahr weitere 45,4 Millionen Menschen in die Armut stürzen. Damit gäbe es in der Region 230,9 Millionen Arme, teilte die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) bei der Vorstellung des aktualisierten Sonderberichts zur Corona-Krise am Mittwoch (Ortszeit) mit.

16.07.2020 06:35

Demnach würden Ende des Jahres 37,3 Prozent der Menschen in der Region in Armut leben, 15,5 Prozent sogar in extremer Armut. Die Arbeitslosigkeit dürfte laut der Prognose um 5,4 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent steigen.

In der ganzen Region rechnet Cepal für 2020 mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft um 9,1 Prozent. Damit dürfte das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Lateinamerika und der Karibik Ende des Jahres in etwa auf dem Niveau von 2010 liegen. Für Brasilien prognostizieren die Vereinten Nationen ein Minus von 9,2 Prozent, für Mexiko von 9,0 Prozent und für Argentinien von 10,5 Prozent. Das einzige Land der Region, in dem die Wirtschaft im laufenden Jahr überhaupt wachsen dürfte, ist Guayana: Wegen der Entdeckung grosser Ölvorkommen rechnet Cepal mit einem Plus von 44,3 Prozent./dde/DP/zb

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US-Notenbank: Wirtschaft hat

US-Notenbank: Wirtschaft hat sich von Corona-Einbruch etwas erholt

(Ausführliche Fassung) - Die US-Wirtschaft hat sich laut der amerikanischen Notenbank etwas von ihrem scharfen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die wirtschaftliche Aktivität sei bis zuletzt in fast allen Notenbankbezirken gestiegen, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Fed (Beige Book). Allerdings sei die Aktivität immer noch deutlich niedriger als vor dem Übergriff der Pandemie auf die USA, heisst es einschränkend.

15.07.2020 21:26

Die Verbraucherausgaben seien jüngst etwas gestiegen, da einige der Corona-Beschränkungen weggefallen seien. Entsprechend hätten auch die Umsätze des Einzelhandels zugelegt. Ebenso hätten sich die Einnahmen des Hotel- und Gaststättengewerbes etwas erhöht, sie lägen aber immer noch klar unter dem Vorjahresstand. Die US-Industrie habe ihre Produktion steigern können, jedoch von sehr niedrigem Niveau aus. Der wirtschaftliche Ausblick wird als sehr ungewiss beschrieben, da nicht klar sei, wie lange die Corona-Pandemie andauere und wie stark die ökonomischen Folgen seien.

Der aktuelle Bericht wurde von der regionalen Notenbank von Chicago auf Basis von Informationen erstellt, die die Notenbank bis Anfang Juli von Dritten erhalten hat. Die Einschätzung stellt daher nicht die Sichtweise der Fed dar. Die Folgen der jüngsten Zuspitzung der Corona-Pandemie im Süden und Westen der USA dürften überwiegend nicht berücksichtigt worden sein. Grosse Staaten wie Kalifornien haben einige Corona-Beschränkungen wegen stark steigender Infektionszahlen wieder in Kraft gesetzt. Ökonomen gehen davon aus, dass dies die wirtschaftliche Erholung dämpfen wird./bgf/he

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Kuba schafft Steuer auf

Kuba schafft Steuer auf Dollar-Umtausch ab

Wegen fehlender Tourismuseinnahmen in der Corona-Krise schafft Kuba eine zehnprozentige Steuer auf den Ankauf von US-Dollar ab. Ausserdem sollen ab Montag in 72 Geschäften Lebensmittel und Hygieneprodukte per Karte in der Währung der USA bezahlt werden können, wie Kubas Wirtschaftsminister Alejandro Gil am Donnerstag (Ortszeit) im Staatsfernsehen erklärte. Die Massnahme werde Kubanern in und ausserhalb des Karibiklandes zugute kommen.

17.07.2020 06:39

Dessen sozialistische Regierung hatte im Jahr 2004 die Abgabe mit der Begründung eingeführt, das Embargo der USA erschwere Kuba den Gebrauch von Dollar auf dem internationalen Markt. Seit 1994 hat der Inselstaat ein System der Doppelwährung. Neben der offiziellen Landeswährung Peso (CUP) gilt im Zahlungsverkehr der Peso Cubano Convertible (CUC). Der CUC-Wert entspricht dem des US-Dollar, der Umtauschkurs zum CUP liegt bei 1 zu 25. Während der CUP von Kubanern im stark subventionierten Staatssektor verwendet wird, zahlen ausländische Touristen in CUC.

Angesichts der schweren Wirtschaftskrise im verbündeten Venezuela fehlten Kuba bereits vor der Corona-Pandemie zunehmend Devisen. Im vergangenen Jahr wurde bereits der Verkauf von Autos und Elektrogeräten in Dollar erlaubt. "Wir müssen Waren in frei konvertibler Währung verkaufen, um Geld zu haben und damit in die nationale Industrie zu investieren", sagte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Donnerstag in einer Sondersitzung des Ministerrates./gn/DP/zb

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Corona-Krise: US-Regierung

Corona-Krise: US-Regierung will Arbeitslosenhilfe erneut ausbauen

Die US-Regierung will angesichts der anhaltenden Corona-Krise eine erneute Ausweitung des regulären Arbeitslosengeldes beschliessen. Weil die im März beschlossene Regelung Ende Juli auslaufe, sei das rasche Finden einer Anschlussregelung eine "Priorität", sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNBC. Ziel sei es, dass Arbeitslose etwa 70 Prozent ihres letzten Gehalts bekommen sollten, sagte Mnuchin. Es gehe darum sicherzustellen, dass Menschen, die keinen neuen Job fänden, "einen vernünftigen Lohnersatz bekommen".

23.07.2020 21:27

Nach der bis Ende Juli gültigen Regelung bekommen Millionen Amerikaner wegen der Corona-Krise zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar pro Woche. Die im März als Teil eines grossen Konjunkturpakets beschlossenen Hilfen sind vielen Republikanern allerdings ein Dorn im Auge. Ihrer Meinung nach ist die von den Demokraten durchgesetzte Regelung so grosszügig, dass sie Menschen davon abhält, wieder zu arbeiten. Die Demokraten - und viele Ökonomen - argumentieren, dass die zusätzliche Arbeitslosenhilfe einen noch drastischeren Einbruch der US-Wirtschaft verhindert hat.

Derzeit laufen die Verhandlungen für eine Anschlussregelung. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist dabei auf einen Kompromiss mit den Demokraten angewiesen, da diese die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben. Die Republikaner kontrollieren den Senat.

Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 11,1 Prozent. Experten rechnen für 2020 in den USA mit einer Rezession und befürchten, dass die Arbeitslosenquote infolge der Corona-Krise auch Ende des Jahres noch bei knapp 10 Prozent liegen könnte. Vor der Zuspitzung der Pandemie in den USA im März hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, dem niedrigsten Wert seit Jahrzehnten./jbz/DP/he

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Rückzug aus New York treibt

Rückzug aus New York treibt Immobilienpreise in Long Island in die Höhe

New Yorker, die sich im Covid-19-Lockdown um einen Rückzug in die Hamptons bemüht haben, mussten dafür tief in die Tasche greifen.

23.07.2020 20:30

Zwar sank die Zahl der verkauften Anwesen im zweiten Quartal um 13% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aber der durchschnittliche Kaufpreis kletterte um 27% auf 1,08 Millionen Dollar - der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2007, sagten der Immobilien-Consultant Miller Samuel Inc. und der Makler Douglas Elliman Real Estate am Donnerstag.

Die Pandemie hat dazu geführt, dass wohlhabende New Yorker ihren städtischen Lebensstil aufgaben, Büros und Schulen wurden geschlossen und das Zuhause zum Mittelpunkt der Arbeit und des Lernens. Das zog Städter an, die auf der Suche nach Rückzugsorten in den Vororten und den Hamptons waren. Der Markt für Ferienwohnungen für die Schönen und Reichen wurde als Hauptwohnsitz neu erfunden.

«Zweiter Zuhause in den Hamptons»

“Alle sagten immer: ‘Ich möchte ein zweites Zuhause in den Hamptons’“, sagte Todd Bourgard, der für Douglas Elliman den Verkauf in der Region betreut. “Jetzt hören wir: ‘Ich brauche ein zweites Zuhause in den Hamptons’. Und sie zahlen vielleicht ein bisschen mehr, weil sie wissen, dass sie auf Vollzeitbasis hier draussen sein werden.“

Persönliche Besichtigungen waren während des grössten Teils des zweites Quartal nicht erlaubt, was viele Verkäufer veranlasste, ihre Häuser vom Markt zu nehmen. Ende letzten Monats wurden 1906 Immobilien zum Verkauf angeboten, 26% weniger als ein Jahr zuvor.

Luxus-Anwesen - die Top 10% des Marktes, was in dem Quartal Kaufpreise von 4,1 Million Dollar und mehr bedeutete - gingen nicht so stark zurück. Ende Juni gab es 590 derartiger Offerten, ein Rückgang von 5,6% gegenüber dem Vorjahr.

(Bloomberg)

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Hilfspaket über eine Billion

Hilfspaket über eine Billion Dollar kommt Montag in den US-Senat

Die US-Regierung will am Montag den ersten Schritt für eine Anschluss-Regelung für die kommenden Freitag auslaufende Ausweitung des Arbeitslosengeldes machen.

26.07.2020 19:39

Dann soll im Senat ein Hilfspaket im Volumen von einer Billion Dollar vorgestellt werden, das auch eine verringerte Arbeitslosenhilfe beinhalte, sagte Finanzminister Steve Mnuchin am Sonntag dem Sender Fox News. "Das Gesetz wird am Montag eingeführt und wir sind darauf vorbereitet, schnell zu handeln." Das verbesserte Arbeitslosengeld war im Frühjahr eingeführt worden, nachdem wegen der Coronakrise die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellte.

Im Senat haben die Republikaner von US-Präsident Donald Trump die Mehrheit. Die oppositionellen Demokraten dominieren das Repräsentantenhaus, das ebenfalls der Verlängerung der Hilfen zustimmen muss. Bislang haben die Demokraten Vorbehalte gegen die Pläne von Trump. Mnuchin zeigte sich trotzdem zuversichtlich, dass das Gesetzgebungsverfahren rasch vorangetrieben werden könne.

Nach der am Freitag auslaufenden Regelung erhalten Arbeitslose 600 Dollar die Woche. Die Republikaner wollen nun eine Regelung einführen, nach der Menschen ohne Job 70 Prozent des Lohn an ihrem letzten Arbeitsplatz erhalten sollen.

(Reuters)

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Argentinien lehnt

Argentinien lehnt Gegenangebot der Gläubiger im Schuldenstreit ab

Im seit Monaten andauernden Streit über einen Schuldenschnitt hat die argentinische Regierung das jüngste Gegenangebot der Gläubiger abgelehnt. Die neuen Forderungen könnten nicht erfüllt werden, teilte das Wirtschaftsministerium in Buenos Aires am Samstag mit. "Das wäre nicht nur unverantwortlich, sondern auch ungerecht", hiess es in einer Stellungnahme. "Während 50 Prozent der Kinder in Argentinien in Armut leben, können wir nicht die kurzfristigen Gewinne unserer Gläubiger erhöhen."

26.07.2020 15:09

Die Schulden der zweitgrössten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Deshalb fordert Argentinien von seinen privaten Gläubigern, auf einen Teil ihrer Forderungen von rund 66 Milliarden US-Dollar (rund 59 Mrd Euro) zu verzichten. Kommt es zu keiner Einigung, droht dem Land erneut die Staatspleite. Es wäre der neunte Zahlungsausfall in der argentinischen Geschichte.

Zuletzt hatten die Kreditgeber höhere Zinsen auf die Staatsanleihen und Änderungen an einigen Vertragsklauseln gefordert. Die argentinische Regierung hält allerdings an ihrem letzten Angebot fest und ist zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit.

Argentinien steckt in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Inflationsrate betrug zuletzt mehr als 50 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft um rund zehn Prozent. Ende Mai hatte Argentinien Zinsforderungen in Höhe von 503 Millionen US-Dollar nicht beglichen und war dadurch in einen begrenzten Zahlungsausfall gerutscht./dde/DP/nas

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Republikaner stellen eine

Republikaner stellen eine Billion schweres Corona-Hilfspaket vor

Die US-Republikaner haben ihren Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket im Umfang von rund einer Billion US-Dollar vorgestellt.

28.07.2020 06:32

"Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe", sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, am Montag (Ortszeit). Die Unterstützung müsse aber "sorgfältig zugeschnitten" sein, während das Land mit einem Fuss in der Pandemie und mit dem anderen Fuss in der Erholung der Wirtschaft stecke.

Der Plan sehe eine weitere Runde an Einmalzahlungen in Höhe von 1200 US-Dollar für "die meisten" amerikanischen Erwachsenen vor, sagte Senator Chuck Grassley. Er verteidigte die Absicht, die wöchentliche Arbeitslosenhilfe des Bundes zu kürzen. Die zum Monatsende auslaufende Unterstützung in Höhe von 600 US-Dollar, die Arbeitssuchende zusätzlich zu der von den Bundesstaaten ausgezahlter Hilfe bekommen, führe dazu, dass die Menschen sich darauf ausruhten, machte Grassley deutlich: "Die Leute werden nicht arbeiten. Und was dieses Land braucht, sind mehr Arbeiter." Es solle nun keine Wochenpauschale in Höhe von 600 Dollar mehr geben, sondern Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70 Prozent.

Über das neue Hilfspaket gibt es Streit zwischen den Republikanern und Demokraten im US-Kongress. Die Demokraten werfen den Republikanern vor, ein neues Paket verzögert zu haben. Sie plädieren für ein Hilfspaket im Umfang von drei Billionen US-Dollar, das unter anderem eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar beinhaltet.

Die Corona-Pandemie hat die US-Wirtschaft empfindlich getroffen. Millionen Menschen sind innerhalb kürzester Zeit arbeitslos geworden. Seit mehr als drei Monaten war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt wieder gestiegen. Mit bereits beschlossenen Konjunkturprogrammen sollten fast drei Billionen Dollar in die US-Wirtschaft gepumpt werden, was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht.

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US-Notenbank Fed legt

US-Notenbank Fed legt weiteren Kurs in der Corona-Krise fest

Die US-Notenbank wird am heutigen Mittwoch ihren Kurs im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise vorstellen. Analsten warten auf die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage von Fed-Chef Jerome Powell.

29.07.2020 06:34

Analysten rechneten dabei nicht mit grösseren Entscheidungen, erwarteten aber mit Spannung Zentralbankchef Jerome Powells Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Powell dürfte sich bei seiner Pressekonferenz (ab 20.30 Uhr MESZ) auch zur anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in den USA und den Bemühungen im Kongress zum Abschluss eines weiteren Konjunkturpakets äussern.

Der Geldmarktausschuss der Notenbank dürfte den Leitzins am Ende seiner zweitägigen Beratungen unverändert bei fast Null belassen. Die Fed hatte zudem bereits am Dienstag angekündigt, dass die Ende September auslaufenden Krisenprogramme zum massiven Ankauf von Anleihen bis Jahresende verlängert würden.

Wegen der Pandemie hat die Fed seit Februar bereits ihren Leitzins gesenkt, Anleihenkäufe vervielfacht und weitreichende Kreditprogramme aufgelegt, um die Finanzmärkte und die Realwirtschaft zu stabilisieren. Experten zufolge sind die Krisenmassnahmen der Fed bereits umfassender als jene nach der globalen Finanzkrise 2008/2009.

Powell hatte Ende Juni im Kongress betont, dass eine komplette wirtschaftliche Erholung trotz der anhaltenden Pandemie unwahrscheinlich sei. "Der Weg nach vorne ist aussergewöhnlich unsicher und wird zu einem grossen Teil von unserem Erfolg bei der Eindämmung des Virus abhängen", sagte Powell.

Die Zuspitzung der Pandemie im März und April hatte die USA in eine schwere Wirtschaftskrise mit Rekordarbeitslosigkeit gestürzt. Im Mai und im Juni gab es in der grössten Volkswirtschaft der Welt aber bereits wieder Zeichen einer Erholung. Seit Ende Juni hat die Zahl der Neuinfektionen allerdings wieder dramatisch zugenommen, was zu erneuten Einschränkungen des Wirtschaftslebens geführt hat. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes, in denen aber rund ein Drittel der US-Bevölkerung lebt.

Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 11,1 Prozent. Vor der Pandemie hatte sie noch bei niedrigen 3,5 Prozent gelegen. Im ersten Quartal schrumpfte die US-Wirtschaft bereits leicht, aktuelle Daten zum zweiten Quartal werden am Donnerstag erwartet. Analysten rechnen auf das Jahr hochgerechnet mit einem Einbruch von etwa 30 bis 40 Prozent. Nach der in Europa gebräuchlichen Berichtsweise im Quartalsvergleich entspräche das etwa einem Minus zwischen 9 und 12 Prozent.

Parlament und Regierung haben seit Beginn der Krise bereits Konjunkturpakete in Höhe von fast drei Billionen US-Dollar beschlossen, was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Derzeit gibt es im Kongress Verhandlungen über ein weiteres Paket. Die Vorstellungen von Republikanern und Demokraten dazu gehen aber noch weit auseinander.

(AWP)

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