Schuldenkrise Asien

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Singapur senkt

Singapur senkt Wachstumsausblick für 2020 zum dritten Mal

Singapur hat am Dienstag zum dritten Mal in Folge seine Prognose für das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Jahres 2020 herabgestuft.

26.05.2020 06:02

Nach Angaben des Handelsministerium erwartet der Stadtstaat einen Rückgang zwischen sieben bis vier Prozent. Dies geschah von einer BIP-Änderung von zuvor -1 bis -4 Prozent. Die Wirtschaftstätigkeit fiel im ersten Quartal um 0,7 Prozent im Jahresvergleich und um 4,7 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal.

Dies geht aus den Daten des Ministeriums vom Dienstag hervor. "Ungeachtet der Herabstufung besteht nach wie vor ein erhebliches Mass an Unsicherheit über die Dauer und schwere des Covid-19-Ausbruchs sowie über den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung", hiess es in einer Erklärung des Handelsministeriums.

Singapur steht vor der tiefsten Rezession seiner 55-jährigen Geschichte: Behörden warnten infolge der Krise vor steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen. Analysten erwarten, dass die handelsabhängige Wirtschaft im zweiten Quartal einen noch grösseren Einbruch erfahren könnte, da aufgrund der zweimonatigen Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die meisten Geschäfte geschlossen waren.

Der Stadtstaat leidet unter einer der höchsten Coronavirus-Infektionszahlen in Asien und kündigte daher nur eine langsame Lockerung der Beschränkungen ab dem kommenden Monat an. Die Regierung hatte im Februar erstmals die Möglichkeit einer Rezession angedeutet, als sie ihre BIP-Prognose für 2020 erstmals gesenkt hatte. Es wird zudem erwartet, dass Singapurs Finanzminister am heutigen Dienstag ein neues, milliardenschweres Wirtschaftspaket vorlegen wird, um die Belastung von Unternehmen und Haushalten durch die Pandemie abzufedern.

(SDA)

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Chinas Notenbankchef:

Chinas Notenbankchef: Geldpolitischer Kurs wird fortgesetzt

Die chinesische Notenbank will nach den Worten ihres Vorsitzenden ihren vorsichtigen geldpolitischen Kurs in der Corona-Krise fortsetzen.

26.05.2020 08:22

Die Geldpolitik werde weiterhin flexibel und mit gezielten Massnahmen auf die Krise reagieren, sagte Chinas Notenbankchef Yi Gang am Dienstag vor Journalisten. Yi warnte vor einer steigenden Zahl ausfallgefährdeter Kredite. Dies sei eine Folge des Bestrebens, die Wirtschaft in der Krise mit Bankkrediten flüssig zu halten.

Die chinesische Notenbank hat - wie auch die Regierung mit ihrer Finanzpolitik - im internationalen Vergleich moderat auf die Corona-Krise reagiert. Starke Zinssenkungen sind ebenso ausgeblieben wie massive Anleihekäufe zur Belebung der Wirtschaft. Gezielte Hilfen liess die Notenbank etwa kleinen und mittelgrossen Unternehmen zukommen. Diesen Kurs wolle man fortsetzen, sagte Yi.

(AWP)

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Chinas Volkskongress endet

Chinas Volkskongress endet mit kontroversem Beschluss zu Hongkong

Mit einem Beschluss für ein umstrittenes Sicherheitsgesetz in Hongkong geht am Donnerstag die einwöchige Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses in Peking zu Ende.

28.05.2020 06:39

Die Abgeordneten sollen nach dem Willen der kommunistischen Führung den Ständigen Ausschuss des chinesischen Parlaments beauftragen, das Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in der chinesischen Sonderverwaltungsregion zu erlassen.

Das Gesetz richtet sich gegen Aktivitäten, die als subversiv, separatistisch oder ausländische Einmischung angesehen werden. Zur Durchsetzung sollen möglicherweise chinesische Sicherheitsorgane in Hongkong eingesetzt werden. Die prodemokratischen Kräfte beklagen einen Eingriff in die Autonomie der früheren britischen Kronkolonie und fürchten, dass sie zum Ziel des Gesetzes werden.

Angesichts der zunehmenden Einmischung Pekings hält die US-Regierung einen vorteilhaften Sonderstatus für das eigentlich autonome Hongkong inzwischen nicht mehr für gerechtfertigt, wie US-Aussenminister Mike Pompeo am Mittwoch erklärte. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, er wolle sich bis Ende der Woche zum weiteren Umgang mit Hongkong äussern. Für Hongkongs Firmen und Bürger steht dabei viel auf dem Spiel - von höheren Zöllen bis zur Visa-Vergabe für die USA.

Zum Abschluss der Plenarsitzung in Peking werden auch der Haushalt mit einer überdurchschnittlich starken Steigerung des Militäretats und einer hohen Neuverschuldung angenommen. Wegen der Corona-Krise plant die Regierung höhere Staatsausgaben und eine Senkung von Steuern und Abgaben.

(AWP)

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Südkoreas Zentralbank senkt

Südkoreas Zentralbank senkt wegen Pandemie erneut Zinsen

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die Zentralbank von Südkorea wegen der Folgen der Coronavirus-Krise den Leitzins gesenkt. Der Geldmarktausschuss der Bank of Korea beschloss am Donnerstag, den Leitzins von 0,75 Prozent auf das bisherige Rekordtief von 0,5 Prozent herabzusetzen. Mit dem Schritt soll die Wirtschaft stärker angekurbelt werden, weil dadurch Kredite billiger werden.

28.05.2020 06:30

"Das Wirtschaftswachstum in Korea hat sich deutlich verlangsamt", hiess es in der Mitteilung der Bank. Der Verbrauch entwickle sich weiterhin schleppend und die Exporte seien stark zurückgegangen. Auch die Erholung der Sachinvestitionen habe sich abgeschwächt und die Bauinvestitionen durchliefen eine Korrektur. Die Bank führte die wirtschaftliche Schwächung auf die Covid-19-Pandemie zurück.

Zudem korrigierte die Bank ihre diesjährige Wachstumsprognose für Asiens viertgrösste Volkswirtschaft von 2,1 Prozent auf das Null-Prozent-Niveau nach unten. Die Unsicherheiten seien mit Blick auf die künftige Wachstumsentwicklung sehr gross, hiess es.

Im ersten Quartal 2020 war die Wirtschaft im Vergleich zum Quartal davor um 1,4 Prozent geschrumpft. Es war der stärkste Rückgang in einem Quartal seit der globalen Finanzkrise 2008. Südkorea hat bereits eine Reihe von Stützungsprogrammen für die Wirtschaft und des Arbeitsmarkts vorgelegt, um sich gegen die Folgen der Pandemie zu stemmen./dg/DP/zb

(AWP)

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China hat laut Premier Li

China hat laut Premier Li noch Spielraum für weitere Konjunkturmassnahmen

Bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat China noch Spielraum, falls sich die Lage weiter verschlechtern sollte. "Wir sind in einer starken Position, um neue Massnahmen einzuführen", sagte Ministerpräsident Li Keqiang am Donnerstag nach Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses vor der Presse in Peking.

28.05.2020 11:11

Ein Konjunkturprogramm aus der Giesskanne lehnte Li Keqiang ab, nötig seien gezielte Massnahmen. "Wir werden China nicht mit Liquidität überfluten." Als Reaktion plane China höhere Staatsausgaben, die über die Neuverschuldung und spezielle Anleihen finanziert werden. Ausserdem werde die Abgabenlast der Unternehmen reduziert, um die Betriebskosten zu senken. Ungewöhnliche Zeiten erforderten aussergewöhnliche Massnahmen, sagte er.

Die Menschen müssten mehr Geld in der Tasche haben, um den heimischen Konsum und die Vitalität des Marktes anzukurbeln. "Wir werden alles tun, um Chinas Wirtschaft stabil zu halten."

Bei der Pressekonferenz sass der Premier wie in den Vorjahren in einem grossen Saal der Grossen Halles des Volkes, während die Journalisten wegen der Lungenkrankheit Covid-19 getrennt im Medienhotel hockten und über eine Liveübertragung zugeschaltet waren. Der Premier folgte den Fragen über grosse Bildschirme, während seine Antworten in das Hotel übertragen wurden.

Die Reporter mussten am Morgen einen Corona-Test machen, um teilnehmen zu können. In der Regel müssen die Fragen allerdings vorher eingereicht werden./lw/DP/jha

(AWP)

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Japans Wirtschaft fällt

Japans Wirtschaft fällt weniger tief in die Rezession als gedacht

Japan ist im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht, allerdings nicht so tief wie zunächst berechnet.

08.06.2020 06:32

Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 2,2 Prozent. Das gab die Regierung am Montag auf Basis revidierter Daten bekannt. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker in Tokio einen BIP-Rückgang um real 3,4 Prozent ermittelt.

Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war schon im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft, aufs Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession".

(AWP)

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Jahrestag der Protestbewegung

Jahrestag der Protestbewegung: Aufruf zum Widerstand in Hongkong

Ein Jahr nach Beginn der Demonstrationen in Hongkong hat die Protestbewegung zum weiteren Widerstand gegen die Regierung und den Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung aufgerufen. Die Organisatoren der Massenproteste appellierten am Dienstag an die sieben Millionen Hongkonger, insbesondere gegen das geplante Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit anzugehen, das die Zentralregierung für die chinesische Sonderverwaltungsregion erlassen will. "Widersetzt Euch dem bösartigen Gesetz, kämpft bis zum Ende", heisst es in einer Erklärung der Civil Human Rights Front.

09.06.2020 07:26

Das Gesetz ist umstritten, weil es der bisher weitgehendste Eingriff in die Autonomie Hongkongs wäre. Es umgeht das Parlament der Metropole und richtet sich gegen Aktivitäten, die aus Pekinger Sicht subversiv sind oder auf eine Unabhängigkeit Hongkongs abzielen. Auch international stösst das Gesetz, das der Ständige Ausschuss des Volkskongresses noch diesen Monat erlassen könnte, auf heftige Kritik. Die USA haben Sanktionen angekündigt, indem Hongkong bislang gewährte Vorteile entzogen werden sollen.

Das Sicherheitsgesetz ist Pekings Reaktion auf die prodemokratische Bewegung in Hongkong, die sich am 9. Juni 2019 mit einem Massenprotest von Hunderttausenden gegen ein damals geplantes Auslieferungsgesetz neu formiert hatte. Es hätte die Auslieferung von Personen nach China ermöglicht, die von der - politisch nicht unabhängigen - chinesischen Justiz verdächtigt werden. Nach wochenlangen Protesten zog Hongkongs Regierung das Gesetzesvorhaben zurück. Doch dauerten die Demonstrationen Woche für Woche an. Erst der Ausbruch des Coronavirus dämmte die Aktionen ein.

Die Regierungen in Hongkong und Peking sollten alle Massnahmen zurückziehen, die fundamentale Rechte der Hongkonger bedrohten, forderte die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). "Über das vergangene Jahr haben die Hongkonger ihre friedlichen Forderungen nach Freiheit und Autonomie deutlich gemacht", sagte HRW-Direktor Sophie Richardson. "Aber die Behörden in Peking und Hongkong zogen es vor, mit noch grösserer Repression und Gewalt zu reagieren."

Die Demonstranten setzen sich für demokratische Mitsprache ein und protestieren gegen Polizeibrutalität und den langen Arm Pekings. Die ehemalige britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" als eigenes Territorium autonom regiert. Die Hongkonger geniessen anders als die Menschen in der Volksrepublik viele Freiheiten und Rechte, um die sie jetzt aber zunehmend fürchten. Hongkongs Polizei untersagt gegenwärtig neue Proteste mit dem Hinweis auf das weiter geltende Verbot von Versammlungen von mehr als acht Personen wegen der Corona-Pandemie./lw/DP/zb

(AWP)

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Viele Hongkonger beantragen

Viele Hongkonger beantragen ein Bankkonto im Ausland

Grossbanken registrieren in Hongkong angesichts eines umstrittenen Sicherheitsgesetzes eine deutlich zunehmende Nachfrage nach Auslandskonten.

08.06.2020 19:50

Das sagten fünf mit den Vorgängen vertraute Personen Reuters. Demnach hat unter anderem bei den britischen Geldhäusern HSBC und Standard Chartered sowie bei der amerikanischen Citigroup ein Ansturm auf Konten eingesetzt.

Allein bei HSBC und Standard Chartered seien die Anträge um 25 bis 30 Prozent angestiegen, sagten zwei der Personen Reuters. Damit werden Sorgen befeuert, der zunehmende Einfluss der Regierung in Peking könnte eine Kapitalflucht auslösen.

Das vom Volkskongress in Peking gebilligte Gesetz sieht unter anderem vor, dass Behörden der Volksrepublik auch in Hongkong aktiv werden können, falls die nationale Sicherheit bedroht wird. In Hongkong fürchten Pro-Demokratie-Aktivisten deshalb den Verlust von Freiheiten, die die ehemalige britische Kronkolonie seit ihrer Rückgabe an China 1997 geniesst. Zudem hat US-Präsident Donald Trump mit Blick auf das Sicherheitsgesetz damit gedroht, Privilegien Hongkongs in Handelsfragen zu streichen.

Noch kein Kapitalabfluss

Bislang haben die in Hongkong vertretenen internationalen Banken nach Auskunft von zwei mit der Sache vertrauten Personen noch keinen grossen Kapitalabfluss registriert. Allerdings dauert es nach ihren Worten auch mindestens einen Monat, bis ein Konto im Ausland eröffnet worden ist.

Die Hongkonger Notenbank versuchte Sorgen zu zerstreuen, indem sie versicherte, sie verfüge über alle notwendigen Mittel, um die Bindung des Hongkong-Dollar an den Dollar zu verteidigen.

"Was mich am meisten sorgt, ist, dass ich möglicherweise nicht mehr in der Lage sein werde, ungehindert Hongkong-Dollar in US-Dollar umzutauschen, falls die USA Sanktionen gegen Hongkong beschliessen", sagte die Hongkongerin May Chan der Nachrichtenagentur Reuters. Die 39-Jährige hat nach eigenen Angaben erst vor kurzem einen Antrag auf Einrichtung eines Kontos im Ausland bei der HSBC gestellt. 

(Reuters)

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China: Preisentwicklung trübt

China: Preisentwicklung trübt sich weiter ein

In China deutet eine weiter schwache Entwicklung der Preise auf eine schleppende Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Krise hin. Die Erzeugerpreise sind im Mai so stark gefallen wie seit vier Jahren nicht mehr. Sie seien im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt am Mittwoch in Peking mit. Damit beschleunigte sich der Rückgang der Preise auf Erzeugerebene weiter - das deutet auf eine schwache Nachfrage der produzierenden Unternehmen hin. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 3,3 Prozent gerechnet.

10.06.2020 06:49

Auch die Verbraucherpreise entwickelten sich erneut schlechter als erwartet. Diese legten im Mai im Jahresvergleich um 2,4 Prozent zu, während Analysten im Mittel einen Zuwachs um 2,7 Prozent prognostiziert hatten. Damit war die Teuerung in China so schwach wie seit März 2019 nicht mehr. In den vergangenen Monaten hatten die Verbraucherpreise noch deutlich stärker zugelegt. Die schwächere Inflation im April und die verstärkte Deflation der Erzeugerpreise eröffnet der chinesischen Notenbank nach Einschätzung von Analysten allerdings weitere Möglichkeiten im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise./zb/stk

(AWP)

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Corona-Krise: EU-Unternehmen

Corona-Krise: EU-Unternehmen in China kämpfen gegen Abschwung

(Ausführliche Fassung) - Europäische Unternehmen in China haben ihren Betrieb weitgehend normalisiert, kämpfen aber mit dem wirtschaftlichen Abschwung durch die Corona-Krise und den Handelskrieg mit den USA. Zudem sind grosse chinesische Staatsunternehmen wieder auf dem Vormarsch und verdrängen ausländische und private Firmen, wie aus der Mittwoch in Peking vorgelegten jährlichen Umfrage der europäischen Handelskammer in China zum Geschäftsklima hervorgeht.

10.06.2020 06:31

"Chinas Markt bewegt sich in die Richtung eines "eine Wirtschaft, zwei Systeme"-Modells", verwies die Vizepräsidentin Charlotte Roule auf einen "beunruhigenden Trend". Auf der einen Seite gebe es ein offeneres, gerechteres und gut reguliertes System - auf der anderen Seite aber Bereiche, in denen Staatsbetriebe mit "alarmierender Geschwindigkeit" Anteile übernähmen. Die chinesische Regierung stütze sich in der Krise stärker auf die Staatsunternehmen.

Am meisten Sorgen machen EU-Unternehmen der wirtschaftliche Abschwung in China, das im ersten Quartal einen Wachstumseinbruch von 6,8 Prozent hinnehmen musste. Auf Platz zwei steht der seit zwei Jahren andauernde Handelskrieg der USA mit China. Kopfschmerzen bereiten ihnen ferner der Rückgang der globalen Konjunktur, steigende Lohnkosten und zweideutige Vorschriften in China. Auch der wachsende Wettbewerbsdruck durch private Unternehmen oder Marktmitspieler, die sich nicht an die üblichen Regeln halten, wurde genannt.

Da China den Ausbruch der Lungenkrankheit weitgehend unter Kontrolle hat, habe sich der Betrieb der europäischen Unternehmen inzwischen "im Wesentlichen normalisiert", sagte Roule. Aber Lieferketten seien noch unterbrochen, was ein Problem sei. Auch die Reisebeschränkungen bereiteten weiter grosse Probleme, weil Experten kaum nach China geholt werden könnten. Aus Angst vor einer Einschleppung des Virus vergibt China gegenwärtig keine normalen Einreiseerlaubnisse für Ausländer.

Die Umfrage zum Geschäftsklima war schon im Februar gemacht worden, doch schilderten die Experten der Handelskammer, dass die Schlussfolgerungen durch weitere Erhebungen bei den Unternehmen der schnellen Krisenentwicklung angepasst worden seien. Einige Trends, besonders das Erstarken der Staatsbetriebe, hätten sich sogar noch verstärkt, sagte Roule.

Folgende Erhebungen der deutschen, italienischen, österreichischen und französischen Handelskammern in China im März hätten zudem ergeben, dass zwei Drittel bis drei Viertel der Mitgliedsunternehmen in diesem Jahr als Folge von Covid-19 einen Rückgang der Einnahmen um mehr zehn Prozent erwarten./lw/DP/zb

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Japans Regierung

Japans Regierung verabschiedet weiteres Milliardenpaket

Die japanische Regierung sieht die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft nach den Corona-bedingten Einbrüchen auf Erholungskurs.

12.06.2020 08:16

"Wie stark die Belebung ausfallen wird, hängt nicht nur von den Bedingungen im Inland, sondern auch von den Entwicklungen in Übersee ab", sagte Finanzminister Taro Aso am Freitag vor dem Parlament. Die Konjunktur habe ihren Tiefpunkt hinter sich. Es sei gelungen, den Abschwung zu stoppen.

Das Parlament stimmte einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 31,9 Billionen Yen (281 Milliarden Franken) zu. Mit dem Geld soll die Wirtschaft angeschoben werden. Ein drittes Paket lehnt der Minister vorerst ab. "Wir müssen erst einmal sehen, wie sich die Massnahmen, die wir bisher ergriffen haben, auf die Wirtschaft auswirken", sagte Aso.

Die Regierunge hatte Ende Mai den zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand aufgehoben. Dennoch erwarten Experten, dass das Bruttoinlandsprodukt im zu Ende gehenden zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um mehr als 20 Prozent abstürzen wird. Bereits im ersten Quartal ist Japan in die Rezession gerutscht.

(AWP)

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Chinas Banken halten

Chinas Banken halten Kreditzinsen konstant

Die chinesischen Banken haben ihre Zinsen für Bankkredite zunächst nicht verändert. Wie die chinesische Notenbank am Montag mitteilte, betragen die durchschnittlichen Zinssätze für Bankkredite mit ein- und fünfjähriger Laufzeit konstant 3,85 beziehungsweise 4,65 Prozent. Die beiden Zinssätze, genannt Loan Prime Rate (LPR), orientieren sich an den mittelfristigen Marktzinsen, die stark durch die Notenbank People's Bank of China beeinflusst werden.

22.06.2020 08:21

Die chinesische Notenbank hat auf die Corona-Krise bisher wesentlich moderater reagiert als andere grosse Zentralbanken. Zwar hat sie ihren mittelfristigen Leitzins verringert und die Mindestreserve für einige Banken reduziert - beides jedoch in nur moderatem Ausmass. Auf der anderen Seite hatte der chinesische Staat das öffentliche Leben in den von dem Virusausbruch betroffenen Regionen besonders drastisch eingeschränkt.

Das chinesische Zinssystem ist aufgrund des starken Einflusses des Staates weniger transparent als das System anderer Volkswirtschaften. Grundsätzlich gibt die Notenbank die Marschrichtung vor, der die meist staatlichen Banken in der Regel folgen. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren auch marktwirtschaftliche Ansätze in das System eingebaut. Dazu gehört die LPR./bgf/jha/

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China: Stimmung unter

China: Stimmung unter Dienstleistern auf Hoch seit 2010 - Corona-Krise abgehakt

In China hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen überraschend weiter aufgehellt und den besten Wert seit über zehn Jahren erreicht. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im Juni auf 58,4 Punkte, nach 55,0 Zählern im Monat zuvor. Der Juni-Wert ist der höchste seit dem April 2010. Der Indikator steht damit deutlich über dem Niveau, das er vor dem Ausbruch der Corona-Krise hatte.

03.07.2020 08:50

Ausserdem kletterte der Indexwert noch weiter über die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten. Werte oberhalb dieser Marke deuten auf Wachstum hin. Analysten wurden von dem Umfrageergebnis überrascht. Sie hatten für Juni mit einem Rückgang des Indexwertes auf 53,2 Punkte gerechnet.

Der Caixin-Index spiegelt die Stimmung in den eher kleinen und privaten Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen wider. Zuvor war der von der Regierung ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Sektor ebenfalls gestiegen. Der staatliche Indexwert für Juni, der eher die Stimmung in den grossen und staatlichen Unternehmen darstellt, betrug 54,4 Punkte./jkr/mis

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China: Preisdaten

China: Preisdaten signalisieren Fortsetzung der allmählichen Erholung

Die Preisentwicklung in China im Juni deutet auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung hin. Die Erzeugerpreise sind nicht mehr ganz so stark gefallen wie noch im Vormonat und die Verbraucherpreise zogen leicht an. Wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte, sind die Erzeugerpreise im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent gesunken. Der Rückgang der Preise auf Erzeugerebene schwächte sich damit überraschend deutlich ab. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 3,2 Prozent gerechnet.

09.07.2020 06:33

Die Verbraucherpreise legten im Juni im Jahresvergleich um 2,5 Prozent zu. Dies hatten Analysten im Mittel erwartet. Zuletzt hatte die Deflation bei den Erzeugerpreisen und der geringe Anstieg der Verbraucherpreise eine eher schleppende Erholung der Wirtschaft signalisiert. Die Corona-Krise hatte China als erstes erfasst und die Wirtschaft des Landes lahm gelegt./jha/zb

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Steinmeier kritisiert Chinas

Steinmeier kritisiert Chinas Hongkong-Politik

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat China wegen des sogenannten Sicherheitsgesetzes in Hongkong scharf kritisiert und Konsequenzen vorhergesagt. "Der völkerrechtliche Verstoss dokumentiert sich gleich zweifach", sagte er am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. China verstosse unter anderem gegen das Grundgesetz für Hongkong und ausserdem gegen selbst abgegebene internationale Vereinbarungen und Versprechungen. Deswegen habe neben anderen auch Deutschland bereits reagiert.

12.07.2020 21:52

Am Vorabend der Beratungen der EU-Aussenminister über das Thema an diesem Montag fügte Steinmeier hinzu: "Worauf es ankommt ist, dass wir China jetzt klar machen: Das ist nicht ein Zustand aktueller Empörung. Sondern wenn es dabei bleibt, dann wird es eine nachhaltige, negative Veränderung zu den europäischen, zu den westlichen Staaten geben." Daran könne China kein Interesse haben. "Deswegen hoffe ich immer noch, dass es Möglichkeiten zur Umkehr im chinesischen Denken gibt."

Bundesaussenminister Heiko Maas mahnte vor dem Treffen mit seinen EU-Kollegen eine einheitliche europäische Position an. "Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir rasch darüber beraten, welche Konsequenzen sich aus dem Gesetz für unser Verhältnis zu Hongkong und China ergeben. Am Montag wird es dazu erste Vorschläge geben", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag).

"Ich bin fest davon überzeugt, wir können gegenüber China nur dann etwas erreichen, wenn wir als EU geschlossen mit einer Stimme sprechen", betonte Maas. Andernfalls drohten den Europäern erhebliche Nachteile: "Europa muss in erster Linie aufpassen, dass es in der Grossmächterivalität zwischen den USA und China nicht unter die Räder gerät." Maas kündigte eine genaue Prüfung der Auswirkungen von Chinas Sicherheitsgesetz an. Es gehe jetzt vor allem darum, ob China sich an seine internationalen Verpflichtungen halte.

Ungeachtet massiver weltweiter Kritik hatte Peking Ende Juni ein neues sogenanntes Sicherheitsgesetz verabschiedet. Es richtet sich in Hongkong gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Kritiker befürchten ein Ende des Prinzips "ein Land, zwei Systeme", nach dem Hongkong seit der Rückgabe 1997 an China autonom und mit eigenen Freiheitsrechten verwaltet wird.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt warf der Bundesregierung zögerliches Verhalten gegenüber China vor. "Ich verstehe nicht, wie wir in so einer dramatischen Lage eine so schweigsame Bundeskanzlerin haben", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte am Wochenende davor, wegen des Vorgehens der chinesischen Regierung in Hongkong wirtschaftliche Konsequenzen zu ziehen. "Es war immer die Politik der westlichen Staatengemeinschaft, auch der EU, dass internationale Handelsbeziehungen nicht allein daran ausgerichtet werden können, wie demokratisch ein Land ist", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Altmaier betonte zugleich: "Für die Bundesregierung haben der Schutz und die Einhaltung von Menschenrechten höchste Priorität. Das machen wir auch gegenüber China deutlich." FDP-Fraktionsvize Michael Theurer bezeichnete dies als "schlicht nicht glaubwürdig"./and/DP/he

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Chinas Aussenhandel legt

Chinas Aussenhandel legt unerwartet stark zu

(Ausführliche Fassung) - Trotz der globalen Corona-Krise hat sich Chinas Aussenhandel überraschend gut erholt. Exporte und Importe der grössten Handelsnation lagen im Juni erstmals wieder im Plus, wie Chinas Zoll am Dienstag in Peking berichtete. Die Ausfuhren in US-Dollar berechnet stiegen um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren wuchsen unerwartet stark um 2,7 Prozent. Eigentlich hatten Experten mit einem starken Minus der Importe wie in den Vormonaten gerechnet.

14.07.2020 07:41

Der Aussenhandel legte im Juni um 1,5 Prozent zu, muss aber in der ersten Jahreshälfte insgesamt noch ein Minus von 6,6 Prozent wegstecken. Nach dem starken Einbruch des Wachstums der zweitgrössten Volkswirtschaft im ersten Quartal um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist Chinas Wirtschaft damit gleichwohl auf gutem Wege, im zweiten Quartal wieder zu wachsen.

Chinesische Experten halten sogar ein wirtschaftliches Wachstum von bis zu drei Prozent im zweiten Quartal für möglich. Die australische ANZ-Bank schätzt die Erholung hingegen vorsichtiger auf ein Plus von 1,7 Prozent. Das Statistikamt will die neuen Wachstumszahlen an diesem Donnerstag vorlegen.

Die deutsche Exportindustrie kann daher mit Hoffnung auf einen seiner wichtigsten Einzelmärkte blicken. Der Handel zwischen China und Deutschland legte bereits im Juni in US-Dollar berechnet wieder um 3,9 Prozent zu - angetrieben von einem Zuwachs der chinesischen Exporte um 12,8 Prozent. Chinas Importe aus Deutschland lagen noch um rund drei Prozent im Minus. Insgesamt läuft der Handel der Deutschen mit China aber wieder deutlich besser als für den Rest der Europäer.

Im Dezember waren die ersten Fälle des neuen Coronavirus in China entdeckt worden. Das bevölkerungsreichste Land dämmte die Pandemie mit strikten Massnahmen ein. Es gibt heute kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeiten wieder normalisieren. Der Aufschwung in China wird angetrieben von der heimischen Nachfrage und einer Zunahme der Industrieproduktion und Dienstleistungen.

Trotz der anhaltenden Handelsspannungen mit den USA stiegen Chinas Einfuhren amerikanischer Waren im Juni um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die chinesischen Ausfuhren in die besonders schwer von dem Virus heimgesuchte grösste Volkswirtschaft hingegen legten im Juni nur leicht um 1,4 Prozent zu.

Experten rechnen auch im zweiten Halbjahr in China mit einer Zunahme des Wirtschaftswachstums. "Die wirtschaftliche Erholung sollte nach der jüngsten Wende im zweiten Quartal andauern", sagte Wang Tao, Chef-Ökonom der Schweizer UBS-Bank, der "China Daily". "Die heimische Nachfrage wird sich mit der andauernden Unterstützung durch die Politik und der Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten wahrscheinlich verbessern."

Die Erholung macht aber unwahrscheinlich, dass die Regierung in Peking die Wirtschaft noch stärker ankurbeln wird. Wegen des jüngsten Booms an den chinesischen Börsen und dem Anstieg der Immobiliengeschäfte sind die Behörden auch besorgt über wachsende finanzielle Risiken durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

"Ein stärkeres Wachstum im zweiten Quartal wird die Erwartungen am Markt auf eine weitere Lockerung abkühlen", befand eine Analyse der ANZ-Bank. Allerdings sei auch wegen der ungewissen globalen Wirtschaftsaussichten weiter Unterstützung notwendig.

Gerade kleinere Unternehmen und Familien mit niedrigen Einkommen dürften im zweiten Halbjahr weiter leiden, sagte der Chefökonomen der chinesischen Zhongyuan Bank, Wang Jun, der "China Daily". Die Politik müsse die finanzielle Unterstützung für grosse Projekte und zur Sicherung der grundlegenden Bedürfnisse der Menschen fortsetzen. Die Geldpolitik werde gezielter eingesetzt, um die Finanzierungskosten kleiner Unternehmen zu reduzieren.

Trotz der Besserung müssen sich Chinas Exporteure auch künftig weiter auf schwer kalkulierbare Risiken einstellen. Experten nennen die Ungewissheiten durch die Streitigkeiten zwischen den USA und China im Handel und im Technologiesektor sowie einen möglichen weiteren Rückgang der Weltwirtschaft. Gewarnt wird auch vor einer möglichen neuen Ausbreitung der Corona-Pandemie, wenn sich das Wetter im dritten und vierten Quartal des Jahres abkült./lw/DP/jha

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Japans Zentralbank hält an

Japans Zentralbank hält an lockerer Geldpolitik unverändert fest

Japans Wirtschaft wird nach Einschätzung der japanischen Zentralbank in diesem Fiskaljahr wegen der Corona-Pandemie schrumpfen. Wie die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch nach zweitägigen Beratungen bekanntgab, dürfte die wirtschaftliche Leistung in dem noch bis zum 31. März 2021 laufenden Fiskaljahr um 4,7 Prozent rückläufig sein.

15.07.2020 06:34

Angesichts dieser ernsten Situation entschied die Zentralbank, an ihrem Kurs einer extrem gelockerten Geldpolitik unverändert festzuhalten. Japanische Geschäftsbanken können sich mit der Entscheidung der BoJ weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiterhin billig bleiben.

Ökonomen hatten erwartet, dass Japans Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten und vorerst keine weiteren Stimulierungsmassnahmen zur Stützung der Wirtschaft ergreifen wird. Die BoJ hatte in der Corona-Krise erst kürzlich ihre Hilfen für die Unternehmen des Landes aufgestockt, nachdem die Nummer Drei der Weltwirtschaft in eine Rezession gerutscht war. Die Wirtschaft des Landes sei wegen Corona in einer "extrem ernsten Situation", hiess es./ln/DP/zb

(AWP)

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Chinas Wirtschaft legt im

Chinas Wirtschaft legt im zweiten Quartal stärker als erwartet zu

(Neu: Juni-Daten zum Einzelhandelsumsatz, der Industrieproduktion und den Investitionen im dritten und vierten Absatz.) - Erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus ist Chinas Wirtschaft wieder gewachsen. Wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte, legte die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Damit fiel die Erholung etwas stärker aus, als Experten erwartet hatten. Wegen der Corona-Pandemie hatte die zweitgrösste Volkswirtschaft zuvor einen historischen Einbruch erlebt.

16.07.2020 07:31

Zum ersten Mal seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1992 hatte China im ersten Quartal ein negatives Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent verzeichnet. Unterm Strich ergibt sich damit ein Minus von 1,6 Prozent im ersten Halbjahr, wie das Statistikamt weiter mitteilte.

Das Wachstum im zweiten Quartal fällt für chinesische Verhältnisse noch immer zart aus. Die Wirtschaft der Volksrepublik war im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent gewachsen. Vor dem Hintergrund der globalen Corona-Pandemie werten Analysten die neuen Wachstumszahlen dennoch als klares Zeichen der Erholung.

Etwas Sorgen bereitete den Volkswirten allerdings, die zuletzt schwache Entwicklung des Einzelhandels. Dort sank der Umsatz im Juni um 1,8 Prozent, während die von Bloomberg befragten Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten. Dies zeigt nach Einschätzung von Experten, wie beschwerlich der Weg aus dem Corona-Tal ist.

Erwartungsgemäss fiel dagegen der Anstieg der Industrieproduktion aus. Diese legte um 4,8 Prozent zu und erholte sich damit weiter. Auch die Investitionen ausserhalb der Landwirtschaft entwickelten sich in etwa wie erwartet. Bis Ende Juni gingen sie um 3,1 Prozent zurück - bis Ende Mai hatte der Rückgang noch 6,3 Prozent betragen.

Chinas Wirtschaft springt wieder an, weil das Land die Corona-Pandemie weitgehend unter Kontrolle gebracht hat. Es gibt heute kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeiten wieder normalisieren. Der Aufschwung in China wird angetrieben von der heimischen Nachfrage und einer Zunahme der Industrieproduktion und Dienstleistungen. Deutlich machen sich die Stützungsmassnahmen bemerkbar, die die Regierung wegen des Corona-Ausbruchs auf den Weg gebracht hatte.

Die Wirtschaft zeige einen "stetigen Erholungstrend", sagte Liu Aihua, ein Sprecherin des Statistikbüros anlässlich der Veröffentlichung der Konjunkturdaten am Donnerstag. "Gleichzeitig müssen wir auch sehen, dass einige Indikatoren immer noch rückläufig sind", warnte die Sprecherin weiter. Auch breite sich die Epidemie global weiterhin aus. Es werde deshalb mit "enormen Auswirkungen" auf die Weltwirtschaft gerechnet. Die externen Risikofaktoren für Chinas Wirtschaft hätten erheblich zugenommen.

Dass es langsam wieder aufwärts geht, machten bereits am Dienstag die neuen Zahlen für den Aussenhandel deutlich: Exporte und Importe der grössten Handelsnation lagen im Juni erstmals wieder im Plus. Die Ausfuhren in US-Dollar berechnet stiegen um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren wuchsen unerwartet stark um 2,7 Prozent. Eigentlich hatten Experten mit einem starken Minus der Importe wie in den Vormonaten gerechnet.

Trotz der Besserung muss sich Chinas Wirtschaft weiter auf schwer kalkulierbare Risiken einstellen. Experten nennen etwas die Ungewissheiten durch die Streitigkeiten zwischen den USA und China im Handel und im Technologiesektor sowie einen möglichen weiteren Rückgang der Weltwirtschaft. Viele Unternehmen kämpfen weiter ums Überleben, Millionen Menschen sind arbeitslos. Auch besteht die Gefahr einer neuen Corona-Welle im Herbst oder Winter, wenn sich das Wetter abkühlt./jpt/DP/zb/mis

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Japans Exporte sinken im Juni

Japans Exporte sinken im Juni etwas stärker als erwartet

Die japanischen Exporte sind im Juni wegen der Corona-Pandemie den dritten Monat in Folge um mehr als ein Fünftel gefallen. Im Juni sei der Wert der Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 Prozent auf 4,9 Billionen Yen (rund 40 Mrd Euro) gesunken, teilte das japanische Finanzministerium am Montag in Tokio mit.

20.07.2020 06:34

Der Rückgang fiel damit etwas stärker aus, als Experten erwartet hatten. Im April und Mai waren die Exporte um im Jahresvergleich um 21,9 Prozent beziehungsweise 28,3 Prozent zurückgegangen. Etwas besser als erwartet waren die Importe im Juni. Sie seien im Juni im Jahresvergleich um 14,4 Prozent gesunken, während Volkswirte mit einem Minus von 17,6 Prozent gerechnet hatten. Im Mai waren die Einfuhren noch mehr als ein Viertel gefallen./zb

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Japan kurbelt Tourismus mit

Japan kurbelt Tourismus mit Staatszuschüssen trotz Corona an

Japans Regierung hat trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen eine umstrittene Tourismuskampagne mit Zuschüssen aus Steuergeldern für Reisende aufgelegt. Mit der Massnahme, die am Mittwoch vor einem langen Wochenende mit vier freien Tagen startete, will Japan die schwer von der Corona-Krise gezeichnete Reiseindustrie stützen. Bis zur Hälfte der Tourismusausgaben wie Beherbergung und Transport sollen vom Staat bezuschusst werden.

22.07.2020 12:47

Das Angebot gilt aber nur für Reisende innerhalb Japans, die Aussengrenzen des Landes sind weiterhin geschlossen. Zudem wurde die Hauptstadt Tokio wegen der dort wieder deutlich steigenden Tageszahlen an Neuinfektionen ausgeschlossen.

Bereits vor dem Start dieser Förderkampagne regte sich Widerstand: Kritiker befürchten, dass sich das Virus weiter ausbreiten könnte, wenn die Menschen wieder in andere Regionen reisen. Doch der rechtskonservative Regierungschef Shinzo Abe trat Bedenken entgegen: "Wir werden Anti-Infektionsmassnahmen gründlich umsetzen (...)", sagte er vor Reportern. "Wir werden die wirtschaftlichen Aktivitäten vorsichtig und in Zusammenarbeit mit den Menschen wieder aufnehmen."

Noch vor etwa zwei Monaten hatte Abes Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Menschen dazu aufgerufen, keine nicht absolut notwendigen Reisen über die Grenzen der Präfekturen hinweg zu unternehmen.

Japan bestätigte am Dienstag 631 neue Infektionsfälle, davon 231 in Tokio. In drei Präfekturen erreichten die Tageszahlen Höchststände seit Ausbruch der Pandemie. Etwa 27 000 Menschen infizierten sich nach Zahlen des Gesundheitsministeriums bisher mit dem Sars-CoV-2-Virus, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Etwa 1000 Menschen starben. Wegen der Pandemie wurden die Olympischen Spiele 2020, die in Tokio stattfinden sollten, auf das kommende Jahr verschoben./tk/DP/eas

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Ratingagentur Fitch senkt

Ratingagentur Fitch senkt Rating-Ausblick für Japan auf "negativ"

Die Ratingagentur Fitch hat wegen der Coonavirus-Pandemie den Ausblick für Japan auf "negativ" gesenkt. Zuvor bewerteten die Bonitätswächter die Wirtschaftslage und die Budget-Situation als "stabil".

29.07.2020 06:38

Die Bewertung der Kreditwürdigkeit liess die US-Ratingagentur am Mittwoch weiterhin bei "A". Eine Senkung des Ausblicks bedeutet, dass eine Herabstufung des Ratings in den kommenden Monaten wahrscheinlich erscheint.

Die Coronavirus-Pandemie habe zu einem starken wirtschaftlichen Einbruch geführt, erklärte Fitch in der Nacht auf Mittwoch zur Begründung der Anpassungen. Geringere Konsumausgaben und Unternehmens-Investitionen würden durch einen starken Rückgang der Exporte verschärft, der auf eine schwache Auslands-Nachfrage zurückgehe.

Eine Erholung der Wirtschaftsleistung sei nicht bis zum vierten Quartal 2021 zu erwarten, hiess es weiter. Dies seien zwei volle Jahre nach dem Beginn der Coronavirus-Krise.

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Japanische Industrie wächst

Japanische Industrie wächst im Juni um 2,7 Prozent

Japans Industrieproduktion ist nach Regierungsangaben im Juni um 2,7 Prozent zum Vormonat gestiegen. Damit ist sie zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder gewachsen.

31.07.2020 06:32

Analysten hatten nach einer Reuters-Umfrage im Schnitt ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. In den Zahlen spiegelt sich die Wiederaufnahme der Fabrikproduktion nach dem Ende des Corona-bedingten Notstandes.

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Stimmung in Chinas Industrie

Stimmung in Chinas Industrie besser als erwartet

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist besser als erwartet.

31.07.2020 06:32

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juli von 50,9 im Vormonat auf 51,1 Punkte, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete. Das wichtige Konjunkturbarometer lag damit leicht über den Vorhersagen von Experten und deutet auf eine weitere Erholung der zweitgrössten Volkswirtschaft nach der Corona-Krise hin.

Die Politik, die Eindämmung der Lungenkrankheit mit der wirtschaftlichen Entwicklung auszubalancieren, "hat weitere greifbare Ergebnisse gezeigt", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua Zhao Qinghe vom Statistikamt. Die wirtschaftliche Dynamik erhole sich weiter. Über der Marke von 50 Punkten ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion.

(AWP)

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