Narzisstische Persönlichkeitsstörung (Trump, Erdogan, Maduro & Co.)

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Elias
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Narzisstische Persönlichkeitsstörung (Trump, Erdogan, Maduro & Co.)

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus. Typisch ist, dass die betroffenen Personen übermäßig stark damit beschäftigt sind, anderen zu imponieren und um Bewunderung für sich zu werben, aber selbst nur wenig zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen besitzen und nur wenig emotionale Wärme an andere Menschen zurückgeben.

Narzisstische Persönlichkeiten weisen deutliche Probleme bei der Anpassung an ihre Lebensumstände und an ihr Lebensumfeld und in der autonomen Regulierung des Selbstwertgefühls auf. Solche Anpassungsschwierigkeiten können sich in vielfältiger Weise äußern und in verschiedenen Erscheinungsformen der NPS auftreten. Der übermäßige Geltungsdrang kann entweder selbstsicher in Szene gesetzt oder schüchtern verborgen werden. Dementsprechend können Betroffene arrogant auftreten oder sich bescheiden geben.

Pathologischer Narzissmus kann sich sowohl durch Prahlen und Hochstapelei äußern wie auch durch unersättliche Ansprüche und Erwartungen. Menschen mit einer NPS neigen dazu, Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld emotional zu missbrauchen (besonders Sexualpartner und Kinder), um dadurch den eigenen Selbstwert (ihr „Ego“) auf Kosten anderer zu erhöhen. Andere Formen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind durch ein instabiles, rasch wechselndes Selbstwertgefühl gekennzeichnet, das im Extrem zwischen Grandiosität und schamvoller Zerknirschung pendeln kann. Vorkommen kann auch eine im Inneren chronisch schwelende Wut, die schon bei geringem Anlass explodieren kann (vor allem bei Kritik oder subjektiv empfundener Kränkung).

„Die NPS ist die egozentrischste aller Persönlichkeitsstörungen“ (Sachse, 2019, S. 127). Die Personen haben den Eindruck, alles habe sich um sie zu drehen. Sie sehen sich subjektiv als „Zentrum des Universums“ (ebda.).

Persönlichkeiten mit einer NPS halten sich für etwas Besonderes. Sie leiten daraus auch das Recht ab, bestimmen zu können, wie andere Personen mit ihnen umzugehen haben und welches Verhalten anderer sie erwarten dürfen. Das heisst, sie setzen anderen Regeln. Aufgrund dieser Regeln, die meist gar nicht kommuniziert werden, entstehen ihnen oft Konflikte mit Dritten, weil sich diese solche Regeln nicht ohne Weiteres bieten lassen. (Sachse, 2019, S. 126ff, S. 131)

Im Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation (der ICD-10) wird die narzisstische Persönlichkeitsstörung nur in einer Restkategorie aufgeführt (F60.8. Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen). Im DSM-5 der American Psychiatric Association ist sie dagegen als selbständiges Störungsbild enthalten und gehört dort zum Cluster B, der die „launisch, dramatisch, emotionalen“ Persönlichkeitsstörungen umfasst. In jedem Fall muss sie von normalem Narzissmus als tatsächlicher oder zugeschriebener Charaktereigenschaft abgegrenzt werden.

Elias
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Texaner wenden sich von Trump ab

«Angewidert und beschämt»: Texaner wenden sich von Trump ab

Eigentlich ist der US-Bundesstaat Texas fest in republikanischer Hand – doch viele Wähler wenden sich angesichts des Politstils von Präsident Donald Trump von der Partei ab.

https://www.youtube.com/watch?v=bV3gqHb0hfU

 

NPS ist eine nicht therapierbare Krankheit *shok*

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

marabu
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Next President USA

So wenig sympathisch es ist, aber der nächste Präsident wird wieder der jetzt amtierende sein. Eine geschickt konzertiertes Mix aus Erpressung nach Aussen, der chaotischen Innenpolitik und die Unterstützung von Big Money, bzw. Wall Street als auch der reichsten 0.1 Prozent machen es möglich.

Da können die Medien in Europa noch so dagegen arbeiten - es wird zwecklos bleiben. Die Macht des Geldes ist (fast) grenzenlos.

Wettet jemand dagegen? 

Elias
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Gaslighting

Als Gaslighting wird in der Psychologie eine Form von psychischer Gewalt bzw. Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. zerstört wird.

Verlauf

Die Wahrnehmung der Realität wird beim Opfer in Frage gestellt. Dies geschieht nicht permanent, aber wiederholt und über einen langen Zeitraum durch eine oder mehrere Personen. Das kann durch Verleugnung von real existierenden Dingen, Verhaltensweisen oder Ereignissen geschehen, seltener auch durch eine bewusste Inszenierung derselben. Dabei ist eine Grundvoraussetzung, dass sich Täter und Opfer in einem Vertrauensverhältnis befinden, also dass das Opfer dem Täter und seinen manipulierenden Aussagen vertraut. Mit der Zeit beginnen die Opfer, an ihrem Gedächtnis, ihrer Wahrnehmung und an ihrem Verstand zu zweifeln. Einen Grund, die manipulativen Aussagen durch einen Dritten überprüfen zu lassen, gibt es nicht, weil das Opfer dem Täter ja vertraut.[2]

 

Gaslighting funktioniert häufig nach ähnlichem Schema und mit ähnlichen Techniken:

  • absprechen der Berechtigung oder uminterpretieren der Gefühle des Opfers,
  • behaupten, das Opfer hätte etwas getan oder gesagt, woran es sich selbst jedoch nicht erinnern kann,
  • behaupten bzw. leugnen, selbst etwas Bestimmtes getan oder gesagt zu haben,
  • bestreiten, dass ein bestimmtes Ereignis stattgefunden hat,
  • *shok*  manipulieren von Dingen in der Wohnung oder im Umfeld des Opfers (z. B. Gegenstände an ungewöhnliche Orte legen, Alltagsgegenstände oder Dokumente verstecken, in Abwesenheit des Opfers Kleinigkeiten in der Wohnung verändern, das Radio einschalten, die Wohnungstür nicht richtig abschließen, Auto des Opfers umparken etc.) und das Opfer beschuldigen, es sei zerstreut oder desorganisiert,
  • dem Opfer unzutreffende Realitätswahrnehmung oder falsche Realitätsbeurteilung vorwerfen,
  • dem Opfer die Schuld geben für Streit, Schwierigkeiten in der Beziehung, das Scheitern von Freundschaften, Probleme am Arbeitsplatz oder Lebensprobleme etc.,
  • dem Opfer die Worte im Mund herumdrehen oder ihm Worte in den Mund legen,
  • dem Opfer unangemessenes Verhalten, Körpersprache oder Bekleidung vorwerfen,
  • dem Opfer einreden, dass dieses etwas nicht könne, nicht gut genug sei, unqualifiziert sei,
  • andere Menschen im Umfeld des Opfers (ggf. auch durch Manipulation) instrumentalisieren in einer „Inszenierung“, sie zum Beispiel veranlassen, in Gesprächen Partei für sich selbst bzw. gegen das Opfer zu ergreifen oder Aussagen zu bestätigen,
  • der sozialen Isolation des Opfers (bzw. auch dessen Abhängigkeit oder Bindung an den Täter) Vorschub leisten, bspw. indem das Vertrauensverhältnis des Opfers zu Freunden und Verwandten untergraben wird,
  • sein wahres Gesicht als Gaslighter allenfalls dem Opfer gegenüber zeigen, jedoch nicht anderen Menschen gegenüber oder in Gesellschaft.[5][4][9]

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin