FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

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@Emil

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Es besteht Hoffnung, von heute:

 

INNENPOLITIK USA

Die Opposition im US-Kongress hat einen ersten formalen Schritt in Richtung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump genommen. Der von den Demokraten kontrollierte Justizausschuss des Repräsentantenhauses verabschiedete am Donnerstag ein Regelwerk für die Vorbereitung eines möglichen "Impeachment".

Quelle:

13.09.19, 07:51 | Von Dow Jones News

 

 

 

Emil
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FED-Entscheid

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Dirol

18.09.19, 20:36 | Von Dow Jones News

US-Notenbank senkt Leitzins um 25 Basispunkte

Von Nick Timiraos

WASHINGTON (Dow Jones) - Die Federal Reserve hat ihren Leitzins abermals gesenkt und die Tür für weitere Lockerungen offengehalten, da der Handelsstreit zwischen den USA und China die globalen Wirtschaftsaussichten eintrübt. Das von Fed-Chef Jerome Powell geleitete Federal Open Market Commitee (FOMC) reduzierte den Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf 1,75 bis 2,00 Prozent. Ökonomen und Börsianer hatten mit dieser Entscheidung gerechnet.

Der Beschluss fiel mehrheitlich mit sieben zu drei Stimmen. Wie schon im Juli stimmten zwei Mitglieder, Esther L. George und Eric S. Rosengren, für stabile Zinsen, während James Bullard für eine Senkung um 50 Basispunkte votierte.

Im Juli hatte die Fed eine Wende in der Geldpolitik eingeleitet und den Leitzins zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt gesenkt. Damit kam die unabhängige Notenbank auch ihrem prominentesten Kritiker, US-Präsident Donald Trump, entgegen, der sich davon aber keineswegs besänftigen ließ; er attackiert die Fed weiter hart und forderte zuletzt sogar negative Zinsen von der Fed.

Die Projektionen zum künftigen Zinspfad zeigten, wie weit die Meinungen im FOMC auseinanderstreben, was die Aufgabe von Powell nicht leichter macht.

Mitarbeit: Andreas Plecko

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/jhe

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

Emil

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Trump kritisiert Fed-Chef -

Trump kritisiert Fed-Chef - aber stellt ihm eine Garantie aus

US-Präsident Donald Trump stellt Notenbankpräsident Jerome Powell trotz anhaltender Unzufriedenheit mit dessen Zinskurs eine Jobgarantie aus.

19.09.2019 21:05

Trump bejahte am Donnerstag im Interview mit Fox News die Frage, ob Powell im Amt bleiben werde. "Es ist sicher", sagte er. "Ich meine, na klar, warum nicht?" Powell wurde von Trump für den Chefposten der mächtigsten Notenbank der Welt - der Fed - ausgewählt, muss sich aber seit Monaten scharfe Kritik vom Präsidenten anhören.

"Ich meine, er hat einen Job, und man weiss, dass ich enttäuscht bin von ihm", kritisierte der Republikaner in dem Interview. "Ich bin nicht begeistert von der Fed."

Die Zentralbank hatte am Mittwochabend zwar wie von Trump gefordert ihren Leitzins gesenkt, für dessen Begriffe aber nicht stark genug. Trump schreckte nicht davor zurück, die Notenbanker als "Dummköpfe" zu bezeichnen. Laut Gesetz kann ein Präsident den Fed-Vorsitzenden "aus wichtigem Grund" aus dem Amt entfernen. Gerichte interpretieren das bislang aber nicht so, dass dazu auch unterschiedliche geldpolitische Auffassungen gehören.

Hinter Trumps aggressivem Vorgehen dürfte die Sorge stecken, dass die weltgrösste Volkswirtschaft ausgerechnet 2020 - dem Jahr der angestrebten Wiederwahl Trumps - konjunkturell die Puste ausgehen könnte. Der Handelskrieg mit China und die schwächere Weltkonjunktur veranlassten die Industriestaaten-Organisation OECD dazu, ihre Prognose für das US-Wachstum im kommenden Jahr von 2,3 auf 2,0 Prozent zu senken.

Trump hatte ein Ziel von mindestens drei Prozent ausgegeben, das er demnach klar verfehlen würde. Mit billigerem Geld können Investitionen und Konsum angekurbelt werden, zugleich würde der Dollar tendenziell geschwächt und amerikanische Waren im Ausland damit preislich attraktiver. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins im Juni zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008 gesenkt.

(Reuters)

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Fed bereit für niedrigere

Fed bereit für niedrigere Zinsen und Bilanzausweitung

Die US-Notenbank Fed hat angesichts negativer Folgen des Handelsstreits und der abflauenden Weltwirtschaft ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung signalisiert.

09.10.2019 06:47

Die Zentralbank werde "angemessen handeln", um das Wachstum zu stützen.

Dies sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag (Ortszeit) auf einer Wirtschaftskonferenz in Denver. Mit ähnlichen Formulierungen hatte er die Märkte bereits auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt.

Er betonte zugleich, die Fed lege sich niemals vorab auf einen Kurs fest und entscheide nach Datenlage "von Sitzung zu Sitzung". Experten rechnen aber damit, dass die Fed bereits Ende Oktober den dritten geldpolitischen Schritt nach unten in diesem Jahr folgen lassen wird.

Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hatte zuletzt im September den Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent reduziert.

Bilanz wird möglich wieder ausgeweitet

Powell signalisierte nunmehr auch, dass die Fed ihre Bilanz wieder ausweiten und bald Massnahmen beschliessen werde, um dem Geldmarkt neue Impulse zu verleihen. Falls nötig, werde sie ihren geldpolitischen Werkzeugkasten "aggressiv nutzen", betonte er. Jüngst musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern.

Die US-Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig aufgeblähten Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Notenbank auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es auf rund 3,8 Billionen Dollar verkleinert.

(SDA)

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US-Währungshüter sind uneins

US-Währungshüter sind uneins über weiteren Kurs

In der Führung der US-Notenbank Fed herrscht Uneinigkeit über den weiteren Zinskurs.

10.10.2019 06:52

Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung vom September hervorgeht, gehen die Ansichten über die Wirtschaftsaussichten auseinander. Einige Währungshüter weisen demnach auf mittelfristig steigende Rezessionsrisiken hin. Andere sehen die mit dem Handelskonflikt und anderen Unwägbarkeiten verbundenen Risiken als nicht so gross an, dass sie den Aufschwung in den USA abwürgen könnten. Der Offenmarktausschuss der Fed hatte Mitte September mit sieben zu drei Stimmen entschieden, den Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent zu senken.

Experten rechnen damit, dass die Notenbank trotz der internen Differenzen über das weitere Vorgehen Ende Oktober den dritten geldpolitischen Schritt nach unten in diesem Jahr folgen lassen wird. Einen entsprechenden Wink gab zuletzt auch Notenbankchef Jerome Powell: Er signalisierte, die Zentralbank werde "angemessen handeln", um das Wachstum zu stützen. Mit ähnlichen Formulierungen hatte er die Märkte bereits auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt.

Wie aus den Fed-Protokollen hervorgeht, ist man sich im Führungskreis der Notenbank einig, dass bald über eine Ausweitung der eigenen Bilanz gesprochen werden muss. Powell hat bereits angekündigt, dass rasch Massnahmen beschlossenen würden, um dem Geldmarkt Impulse zu verleihen. Jüngst musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern. Die Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig aufgeblähten Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Notenbank auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es auf rund 3,8 Billionen Dollar eingedampft.

(Reuters)

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Fed Zinsentscheid

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DirolSmile

30.10.19, 19:14 | Von Dow Jones News
US-Notenbank senkt Leitzins und sendet Signal für Zinspause

Von Nick Timiraos

WASHINGTON (Dow Jones) - Die Federal Reserve hat ihre Geldpolitik weiter gelockert und zugleich das Signal gesendet, dass sie nach drei Zinssenkungen in Serie eine Pause einlegen will. Das von Fed-Chef Jerome Powell geleitete Federal Open Market Committee (FOMC) reduzierte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent. Ökonomen und Börsianer hatten mit dieser Entscheidung gerechnet.

Der Beschluss fiel mehrheitlich mit acht zu zwei Stimmen. Wie schon im Juli und September stimmten zwei Ratsmitglieder, Esther L. George und Eric S. Rosengren, für stabile Zinsen. James Bullard, der im Juli für eine Senkung um 50 Basispunkte votiert hatte, stimmte diesmal mit der Mehrheit.

Aus dem Begleittext wurde der Passus gestrichen, wonach die Fed "angemessen handeln" werde, um das Wachstum der Wirtschaft zu unterstützen. Stattdessen heißt es nun, die Notenbank werde die eingehenden Informationen für einen "angemessenen Zinspfad" prüfen.

Im Juli hatte die Fed eine Wende in der Geldpolitik eingeleitet und den Leitzins zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt gesenkt. Damit kam die unabhängige Notenbank auch ihrem prominentesten Kritiker, US-Präsident Donald Trump, entgegen, der sie aber weiter zu einer noch stärkeren Lockerung der Geldpolitik drängt.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/sha

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

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China ist nicht unser Problem, die Federal Reserve ist es

US-Präsident Donald Trump fordert von der Notenbank Fed Negativzinsen. "Wir sollten tiefere Zinsen haben als Deutschland, Japan und alle anderen," schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Die USA seien bei weitem das größte und stärkste Land. "Aber die Fed bringt uns wettbewerblich in Nachteil", twitterte er. "China ist nicht unser Problem, die Federal Reserve ist es."

In der Euro-Zone liegt der Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der Einlagensatz liegt sogar bei minus 0,5 Prozent. Das heißt, Banken müssen Strafzinsen zahlen wenn sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) überschüssige Gelder parken. Die japanische Notenbank hält ihren kurzfristigen Zinssatz derzeit bei minus 0,1 Prozent.

"Die Menschen sind sehr enttäuscht von Jay Powell und der Federal Reserve", schrieb Trump mit Blick au den Fed-Chef. Der US-Präsident hatte von der unabhängigen Notenbank in den vergangenen Monaten immer wieder drastische Zinssenkungen gefordert. Auf diese Weise sollten die Währungshüter die US-Wirtschaft unterstützen.

Die Fed hatte am Mittwoch ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge herabgesetzt und signalisiert nun eine Pause. Sie kappte wie erwartet ihren geldpolitischen Schlüsselsatz um einen weiteren Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

(Reuters)

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Trump beschwert sich bei Fed

Trump beschwert sich bei Fed-Chef über hohe Zinsen

US-Präsident Donald Trump hat sich bei dem Chef der US-Notenbank Jerome Powell über hohe US-Zinsen beschwert.

19.11.2019 06:46

Dies schrieb Trump am späten Montag (Ortszeit) auf Twitter.

"Bei meinem Treffen mit Jay Powell heute Morgen protestierte ich gegen die Tatsache, dass unser Fed-Satz im Verhältnis zu den Zinssätzen anderer konkurrierender Länder zu hoch angesetzt ist.", schrieb Trump über das Treffen im Weissen Haus.

"In der Tat sollten unsere Preise niedriger sein als alle anderen (wir sind die USA). Ein zu starker Dollar schadet den Herstellern und dem Wachstum!", twitterte Trump weiter. Bereits in der Vergangenheit kritisierte der US-Präsident immer wieder den Kurs der US-Notenbank.

(SDA)

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US-Notenbank stellt stabile

US-Notenbank stellt stabile Zinsen in Aussicht

(neu: Powell-Aussagen und Ökonomen-Stimmen) - Die US-Notenbank Fed hat angesichts einer robusten Wirtschaft eine abwartende Geldpolitik in Aussicht gestellt. Wie von Ökonomen erwartet wurde der Leitzins nicht angetastet. Das Zielband für den Leitzins "Fed Funds Rate" bleibe in einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent, teilte die Fed am Mittwoch in Washington mit. Zuvor hatte die Notenbank in diesem Jahr den Leitzins drei Mal in Folge um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Im vergangenen Jahr hatte die Fed noch vier Mal die Zinsen angehoben.

11.12.2019 22:08

Die Fed signalisiert für die nähere Zukunft unveränderte Zinsen. "Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der derzeitige geldpolitische Kurs angemessen ist, um eine nachhaltige Expansion der Wirtschaftstätigkeit, starke Arbeitsmarktbedingungen und eine Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel zu unterstützen", heisst es in einem Kommentar zur Zinsentscheidung. Zudem deuten die Prognosen der Fed-Mitglieder für 2020 auf einen unveränderten Leitzins hin. "Die Geldpolitik der US-Notenbank ist gut ausgerichtet, um den Amerikanern zu dienen", sagte Notenbankchef Powell nach der Sitzung.

Ende Oktober hatte die Fed noch davon gesprochen, dass es für den Ausblick weiterhin Unsicherheiten gebe. Diese Formulierung wurde jetzt weggelassen. Die Fed verweist auf den zuletzt robusten Arbeitsmarkt und das moderate Wirtschaftswachstum. Mit Blick auf mögliche weitere Entscheidungen werde man - neben dem Arbeitsmarkt und der Inflation - auch die internationale Entwicklung genau beobachten. "Der Ausblick bleibt trotz Risiken günstig", sagte Powell.

"Zum Abschluss des Jahres haben die US-Währungshüter auf jegliche Überraschung verzichtet", kommentierte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg. Die jüngsten starken Arbeitsmarktdaten dürften die Fed in ihrem Plan bestärkt haben, die Leitzinsen vorerst nicht weiter zu senken.

Die Sorge vor einer Rezession in den USA war zuletzt in den Hintergrund getreten, während die Hoffnung auf eine vorläufige Lösung im Handelskrieg mit China gestiegen war. Der Konflikt hatte auch das Wachstum der Weltwirtschaft ausgebremst. Zudem zeigte sich die US-Wirtschaft zuletzt robust. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte die Fed trotzdem immer wieder kritisiert und radikalere Zinssenkungen gefordert.

Die drei Zinssenkungen haben laut Powell die Wirtschaft stabilisiert. Sie habe sich trotz der Belastungsfaktoren so entwickelt wie zu Jahresbeginn erwartet. Der aktuelle Kurs stütze die Wirtschaft etwas und dürfte künftig angemessen sein. Zinserhöhungen wären laut Powell nur bei einem "signifikanten" und "nachhaltigen" Anstieg der Inflation notwendig.

Ökonomen halten jedoch Zinssenkungen im kommenden Jahr für möglich. "Verschiedene Indikatoren legen nahe, dass die guten Zeiten am US-Arbeitsmarkt ein baldiges Ende nehmen könnten", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Zudem sei nicht gesichert, dass sich die Zollstreitigkeiten nachhaltig legen werden. "Aus unserer Sicht muss die Fed im kommenden Jahr der US-Wirtschaft mit weiteren Leitzinssenkungen unter die Arme greifen", so Gitzel.

Alle Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss befürworteten die Zinsentscheidung. Der Eurokurs stieg nach den geldpolitischen Beschlüssen auf ein Tageshoch von 1,1146 US-Dollar. Die Kurse von US-Staatsanleihen stiegen an. Die Aktienmärkte legten leicht zu./jsl/fba

(AWP)

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Fed

Danke @ Zyndicate für Infos

 

Noch dies aus Cash:

Aktien Asien: Fed-Entscheid gibt Märkten teils Auftrieb - grosse Risiken bleiben

Die Aussicht auf eine robuste Verfassung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr hat den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag zum Teil etwas Schwung verliehen. Der übergeordnete Risikofaktor Handelsstreit ist damit jedoch nicht vom Tisch. Nachdem es zuletzt Spekulationen über eine Verschiebung von für den 15. Dezember geplanten neuen Zöllen gab, berichteten Medien nun, dass sich US-Präsident Donald Trump mit seinen dafür verantwortlichen Beratern treffen will.

12.12.2019 08:30

Für Analysten besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die beiden Länder noch in letzter Minute zu einer Art Teilabkommen durchringen können, mit denen die Zölle vorerst ausgesetzt würden. "Dann ist mit einer Rally zu rechnen", zitierte der Nachrichtensender "CNBC" einen Experten.

Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins wie erwartet nicht verändert und eine anhaltende Zinspause signalisiert. Erst bei einem "signifikanten" Anstieg der Teuerung werde eine Zinserhöhung notwendig, sagte der Präsident der Fed, Jerome Powell. Am Donnerstag folgt nun auch die erste Sitzung der EZB unter der neuen Chefin Christine Lagarde. Hierbei wird aber ebenfalls nicht mit grossen Veränderungen gerechnet.

In Anbetracht der bestehenden Risiken halten Experten der BayernLB die positiven Reaktionen auf den Fed-Entscheid für etwas übertrieben: "Wer die Unsicherheit leugnet, unterschätzt das Temperament des US-Präsidenten und so könnte sich die gesteigerte Zuversicht schnell als unbegründet herausstellen", schrieb die Volkswirtin Charlotte Heck-Parsch in einem Kommentar. Auch in Grossbritannien dürfte es ihr zufolge nach der Wahl noch nicht zur vollständigen Klarheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen kommen.

In Japan schloss der Nikkei mit einem leichten Aufschlag von 0,14 Prozent bei 23 424,81 Punkten. In Hongkong ging es derweil für den Hang Seng um 1,35 Prozent auf 27 006,31 Punkte bergauf. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien stand zum Handelsende dagegen mit 0,30 Prozent im Minus./kro/jha/

 

(AWP)

Emil

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Trump will nun doch Fed

Trump will nun doch Fed-Kritikerin für Notenbankgremium nominieren

(Ausführliche Fassung) - US-Präsident Donald Trump will die beiden freien Positionen im Direktorium der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) mit den Ökonomen Judy Shelton und Christopher Waller besetzen. Dies teilte das Weisse Haus am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Trump hatte die beiden Ökonomen bereits im Sommer dafür ins Spiel gebracht, offizielle Schritte dann aber nicht folgen lassen.

17.01.2020 07:41

Nun sollen Shelton und Waller dem US-Senat zur Bestätigung vorgeschlagen werden. Shelton ist eine ausgewiesene Kritikerin der US-Notenbank und hat öffentlich Zinssenkungen gefordert. Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass beide Trumps Forderungen nach Zinssenkungen unterstützen werden.

Judy Shelton arbeitete zuletzt in einer hochrangigen Position für die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Sie hat Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2016 in wirtschaftlichen Fragen beraten. Shelton ist eine prominente Kritikerin der US-Notenbank und hat öffentlich Zinssenkungen gefordert. Fachlich fällt Shelton durch Positionen auf, die abseits der herrschenden Meinung liegen. Sie vertritt etwa die Ansicht, das internationale Währungssystem solle wieder zu einem System der Golddeckung zurückkehren.

Auf den zweiten freien Platz im Führungsgremium der Fed will Trump den ehemaligen Wirtschaftsprofessor Christopher Waller setzen. Er ist gegenwärtig Chef der Forschungsabteilung der regionalen Fed in St. Louis. Geführt wird die regionale Notenbank durch James Bullard, der im geldpolitischen Gremium FOMC mit Abstand am stärksten für Zinssenkungen eintritt.

Trump hat die Fed und ihren Vorsitzenden Jerome Powell wiederholt heftig kritisiert./bgf/stk/mis

(AWP)

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US-Notenbankchef Powell:

US-Notenbankchef Powell: Geldpolitik angemessen - Coronavirus im Blick

Die US-Notenbank Fed hält ihre Geldpolitik nach wie vor für angemessen, schaut aber genau auf die Entwicklung des von China ausgehenden Coronavirus. "Wir beobachten das Auftreten des Coronavirus genau, da es zu Verwerfungen in China führen könnte, die auf die restliche Weltwirtschaft überschwappen könnten", sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag während seines halbjährlichen Auftritts vor dem Repräsentantenhaus in Washington.

11.02.2020 14:56

Die wirtschaftliche Unsicherheit im Aussenhandel sei zwar etwas geringer geworden, sagte Powell in Anspielung auf eine Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dennoch bestünden weiterhin Risiken für den konjunkturellen Ausblick. Die aus Sicht der Fed zu niedrige Inflation dürfte sich laut Powell in den kommenden Monaten dem Zwei-Prozent-Ziel annähern. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus und des geringeren Zinssenkungsspielraums der Notenbank hob Powell die Mitverantwortung der staatlichen Ausgabenpolitik im nächsten Abschwung hervor./bgf/jkr/jha/

(AWP)

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Fed bringt neue

Fed bringt neue Krisenmassnahmen für Wirtschaft auf den Weg

(Ausführliche Fassung) - Die US-Notenbank Fed stemmt sich mit neuen Krisenmassnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Die Währungshüter kündigten am Dienstag (Ortszeit) Schritte zur Stützung der kurzfristigen Finanzierung von Unternehmen an.

18.03.2020 06:46

Damit tritt sie der Furcht vor einer Pleitewelle entgegen, die in Folge des sich rasant ausbreitenden Virus aufgekommen war. Wie zu Zeiten der Finanzkrise vor gut zehn Jahren will die Federal Reserve jetzt wieder kurzlaufende Unternehmensanleihen direkt von den US-Firmen erwerben, die solche Titel ausgeben. Damals wurden Papiere im Volumen von 738 Milliarden Dollar erworben.

Erhalt von Arbeitsplätzen

Der Markt für derartige Geldmarktpapiere - sogenannte Commercial Paper (CP) - drohte zuletzt im Zuge der Viruskrise auszutrocknen.

Die Nachricht gab den Börsen weltweit Auftrieb. Der Dow-Jones-Index schloss 5,2 Prozent im Plus. Der breiter gefasste S&P 500 legte sogar sechs Prozent zu. Der Dax zog am Dienstag 2,3 Prozent an, der EuroStoxx50 gewann 3,1 Prozent.

"Ein verbesserter Markt für Geldmarktpapiere wird die Fähigkeit der Unternehmen erhöhen, Beschäftigung und Investitionen zu erhalten, während der Coronavirus-Ausbruch die Nation beschäftigt" teilte die Fed mit. Über kurzfristige Geldmarktpapiere besorgen sich Unternehmen Barmittel, etwa für Gehaltszahlungen, aber auch für unvorhergesehene Ereignisse. Im Zuge der Coronavirus-Krise war es am Markt zu Liquiditätsengpässen gekommen. Insbesondere der Risikoaufschlag für Papiere mit geringerer Bonität schoss in die Höhe.

Sorgen in der Krise

Die Marktturbulenzen stehen auch im Zusammenhang mit Sorgen über eine Ausweitung der Quarantänemassnahmen in der Coronavirus-Krise und möglicherweise erschwertem Zugang zu Bargeld. Falls massiv Geld aus dem Markt für CP abgezogen werden sollte, könnte es zu Verwerfungen bis hin zu einem panikartigen Ausverkauf kommen. Als abschreckendes Beispiel gilt ein Fall aus dem Jahr 2008, der in der Weltfinanzkrise für grosse Wellen gesorgt hatte: Der 65 Milliarden Dollar schwere "Reserve Primary Fund" erlitt im Zug der damaligen Marktpanik einen massiven Wertverfall, so dass Investoren auf heftigen Verlusten sitzenblieben.

Ein Austrocknen der Liquidität am Markt für Commercial Papers würde auch die Gefahr heraufbeschwören, dass Firmen verstärkt auf Kreditlinien von Banken zugreifen und somit Geldhäuser unter Druck geraten könnten. Zuletzt hatten bereits Unternehmen aus Bereichen, die besonders stark von der Viruskrise betroffen sind, Kredite in Anspruch genommen oder deren Umfang ausgeweitet - darunter auch Grosskonzerne wie der Flugzeugbauer Boeing.

Die Fed kündigte zudem an, den rund zwei dutzend Primärhändlern an der Wall Street kurzfristige Kredite zu günstigen Konditionen anzubieten. Diese Finanzakteure spielen eine wichtige Rolle im Geschäft mit Anleihen und anderen Vermögenswerten. Ihnen will die Fed ab dem 20. März 90-tägige Kreditspritzen anbieten. Mit dem Schritt will die Notenbank unter anderem für weiterhin funktionierende Märkte sorgen.

Asiens Börsen weitgehend positiv

Die Dollar-Wächter senkten im Kampf gegen die Folgen der Pandemie bereits in zwei Schritten ihren Leitzins auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent. Zudem wollen sie zur Stützung der Wirtschaft in den kommenden Wochen mindestens 700 Milliarden Dollar in die Hand nehmen und damit ihre Bilanz aufblähen.

Die asiatischen Börsen sind dann am Mittwoch nach unruhigem Handel gestiegen. Dennoch überschatten die Sorgen über die Coronavirus-Pandemie die Hoffnungen nach der breiten politischen Unterstützung mehrerer Länder, welche die wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs abfedern wollen. Die Märkte reagierten zwar positiv auf Nachrichten über Konjunkturimpulse der Länder, aber "es hält nicht lange an", sagte Shinichiro Kadota, Senior Currency and Rate Stratege bei Barclays.

Die Börse in Tokio hat sich am Mittwoch zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent höher bei 17'206 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 3,5 Prozent und lag bei 1313 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,5 Prozent auf 107,18 Yen und stagnierte bei 7,0088 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent niedriger bei 0,9583 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1027 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0570 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,6 Prozent auf 1,2116 Dollar.

(AWP)

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US-Notenbankerin:

US-Notenbankerin: Krisenmassnahmen der Fed greifen allmählich

Die von der US-Notenbank ergriffenen Krisenmassnahmen gegen die Auswirkungen der Corona-Krise greifen nach Einschätzung einer Fed-Vertreterin allmählich.

20.03.2020 07:19

Es sei ermutigend zu sehen, dass es deutlich mehr Kredite an Banken am sogenannten Diskont-Fenster der Fed gegeben habe, sagte die Präsidentin des Notenbank-Ablegers in San Francisco, Mary Daly, am Donnerstag am Telefon zu Reuters. In dieser Woche stiegen die Notkredite auf über 28 Milliarden Dollar verglichen mit nur elf Millionen Dollar in der Woche davor. Ausserdem nehme die Volatilität an den Märkten ab, fügte Daly hinzu. Die Instrumente entfalteten ihre Wirkung. Die Fed werde weiter die Lage beobachten, um zu sehen, ob mehr getan werden müsse.

Die Fed hatte sich in den vergangenen Tagen mit neuen Krisenmassnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gestemmt. Die Währungshüter kündigten unter anderem Schritte zur Stützung der kurzfristigen Finanzierung von Unternehmen an. Sie kündigte zudem an, den rund zwei Dutzend Primärhändlern an der Wall Street kurzfristige Kredite zu günstigen Konditionen anzubieten. Die Dollar-Wächter senkten im Kampf gegen die Folgen der Pandemie bereits in zwei Schritten ihren Leitzins auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent.

(Reuters)

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US-Notenbank Fed lockert

US-Notenbank Fed lockert Verschuldungsregeln für Banken

Angesichts der Coronakrise will die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) temporär Erleichterungen für die Bankenbranche schaffen.

02.04.2020 00:06

Die Zentralbank ändert nach eigenen Angaben vom Mittwoch vorübergehend die Kalkulation der Verschuldungsquote (SLR, supplementary leverage ratio).

Grossbanken sei es nun erlaubt, unter anderen ihre Bestände an Staatsanleihen aus der Berechnung für die Kennzahl herauszulassen. Die Massnahme solle bis Ende März 2021 gelten. Sie betreffe Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Milliarden Dollar.

Die Fed wolle damit sicherstellen, dass die Finanzinstitute während des drohenden Konjunkturabschwungs weiter Kredite vergeben könnten. Die Fed hatte ihren Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie zuletzt deutlich forciert und auch die Leitzinsen gesenkt.

(SDA)

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US-Notenbank: Testinitiative

US-Notenbank: Testinitiative könnte Wirtschaftserholung forcieren

Der US-Notenbanker Robert Kaplan plädiert für umfassende landesweite Coronavirus-Tests. Mit einer "dramatischen nationalen Testinitiative" könne eine relativ rasche Erholung der Wirtschaft von der Krise erreicht werden, sagte der Chef des Notenbank-Ablegers in Dallas am Donnerstag (Ortszeit) dem TV-Sender KERA.

15.05.2020 06:34

"Warum nicht Hunderte von Milliarden Dollar ausgeben oder Dutzende von Milliarden Dollar, um zu verhindern, das man Billionen mehr ausgeben muss?", sagte er. Dies sei ganz klar von höchster Priorität, hiess es weiter.

(AWP)

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Treffen der Notenbanker

Treffen der Notenbanker findet als virtuelle Konferenz statt

Das jährliche Treffen führender Notenbanker in Jackson Hole wird wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals seit rund 40 Jahren nicht vor Ort im US-Bundesstaat Wyoming stattfinden. Stattdessen werde am 27. und 28. August eine virtuelle Konferenz veranstaltet, teilt der gastgebende US-Notenbank-Bezirk Kansas City mit.

12.06.2020 06:31

Hintergrund sei, dass das historische Hotel Jackson Lake Lodge im Grand Teton National Park am Fusse der Rocky Mountains, in dem die Konferenz sonst ausgerichtet wird, wegen der Corona-Krise geschlossen sei.

Die von der Federal Reserve Bank of Kansas City veranstaltete Konferenz findet seit 1978 jedes Jahr statt. 1982 wurde der Veranstaltungsort nach Jackson Hole verlegt. Seitdem wurde die Konferenz zu einem der wichtigsten Treffen von Notenbankvertretern weltweit.

(AWP)

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Zyndicate
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Fed will geldpolitische

Fed will geldpolitische Strategie bald nachschärfen

Wegen grundlegender wirtschaftlicher Umbrüche halten die US-Währungshüter eine «Präzisierung» der Stellungnahme zu Langfristzielen und zur geldpolitischen Strategie für hilfreich.

20.08.2020 06:38

Inmitten der Corona-Krise steht die US-Notenbank Fed vor dem Abschluss ihres Strategiechecks, der die Basis für eine längerfristig lockere Geldpolitik legen könnte. Angesichts grundlegender wirtschaftlicher Umbrüche ist nach Ansicht der US-Währungshüter eine "Präzisierung" der Stellungnahme zu Langfristzielen und zur geldpolitischen Strategie hilfreich, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der jüngsten Zinssitzung von Ende Juli hervorgeht. Dadurch könne die Geldpolitik "transparenter und nachvollziehbarer" werden. Die Änderungen sollten "in naher Zukunft" abgeschlossen werden.

Mit der Überarbeitung könnte die Fed inmitten der weiter anhaltenden Virus-Krise ihre Bereitschaft bekräftigen, den Fuß auf dem geldpolitischen Gaspedal zu belassen und womöglich noch weitere Konjunkturhilfen auf den Weg zu bringen. Sie soll Vollbeschäftigung fördern und für Preisstabilität sorgen. Sie hatte das erste Ziel erreicht, wurde jedoch durch die Corona-Krise und die dadurch ausgelöste Welle von Entlassungen weit zurückgeworfen. Bei der Inflation strebt sie eine Jahresteuerung von zwei Prozent an, erreicht diesen Wert jedoch nicht annähernd - wohl auch, weil der Trend zur Digitalisierung und zum Online-Geschäft dem Preisauftrieb entgegenwirkt. Auf der Fed-Sitzung wurden mehrere Modelle besprochen, die eine flexiblere Auslegung des Ziels um den Inflations-Ankerpunkt von zwei Prozent ermöglichen würden.

Die Fed hatte Ende 2018 beschlossen, ihre geldpolitische Strategie, aber auch ihre Instrumente und ihre Kommunikationspraxis auf den Prüfstand zu stellen. Die Corona-Krise hat den Abschluss des Checks jedoch laut Fed-Chef Jerome Powell verzögert. Die USA sind das am schwersten von der Corona betroffene Land. Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal wegen der Beschränkungen infolge der Pandemie um 9,5 Prozent eingebrochen. Angesichts des historischen Konjunktureinbruchs hatte die Fed Ende Juli ihren sehr lockeren geldpolitischen Kurs fortgesetzt. Zahlreiche Kreditprogramme und der weiterhin in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent gehaltene Leitzins sollen dafür sorgen, dass die Wirtschaft rasch auf die Beine kommt.

Zugleich appellierte der Fed-Chef an die Politik, dabei tatkräftig mitzuwirken. Doch bei den Gesprächen zwischen den oppositionellen Demokraten und den Republikanern von US-Präsident Donald Trump hakt es: Laut einem Insider könnte es im Rahmen einer Kompromisslösung auf ein deutlich abgespecktes Hilfsprogramm im Volumen von rund 500 Milliarden Dollar hinauslaufen. 

(Reuters)

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