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Daimler-Chef: Sparprogramm ist keine Abkehr von unserer Strategie

Daimler -Chef Ola Källenius richtet den Kurs des Autobauers angesichts knapperer Kassen neu aus und sortiert die Prioritäten neu. Eine Abkehr von Zukunftsprojekten wie etwa der Entwicklung von Roboterautos oder neuen Mobilitätsdiensten sieht er darin aber nicht - auch wenn diese teilweise etwas zurückgestellt werden. "Selbstverständlich haben wir eine langfristige Innovations- und Technologiestrategie als auch Geschäftsstrategie", sagte Källenius der Deutschen Presse-Agentur. "Parallel, als Teil der Transformation, müssen wir unsere Kostenstruktur verändern", betonte er in dem Interview am Rande der Technikmesse CES in Las Vegas.

13.01.2020 06:31

"Aber das ist kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch", sagte Källenius. "Wir haben jetzt in den nächsten zwei, drei Jahren das Thema, dass wir die Kostenstruktur anpassen. Und selbstverständlich haben wir parallel dazu auch die langfristige Strategie im Blick."

Daimler hatte seine Strategie schon vor einigen Jahren, noch unter Källenius' Vorgänger Dieter Zetsche, komplett auf vier Zukunftsfelder ausgerichtet: Vernetzung, autonomes Fahren, Sharing-Angebote und Elektromobilität - abgekürzt CASE, nach den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe. Vergangenen Herbst hatte Källenius dann ein Sparprogramm angekündigt: Er will die Investitionen deckeln und bis Ende 2022 allein beim Personal 1,4 Milliarden Euro einsparen. Mehr als 10 000 Stellen sollen dadurch früheren Angaben zufolge wegfallen.

Das habe die CASE-Strategie in der öffentlichen Wahrnehmung in den vergangenen Monaten etwas überlagert. "In der Realität sind diese technischen Trends genauso stark wie vor einem Jahr oder vor zwei oder vor drei", sagte Källenius. "Was wir im Rahmen unserer Strategie gemacht haben, ist: Fokussieren. Dabei haben wir uns nochmal angeschaut: Wie entwickeln sich die technologischen Trends? Wo investieren wir das meiste Kapital? Wie sieht die Reihenfolge aus? Das wird dann möglicherweise so aufgefasst, als habe es einen anderen Stellenwert. Aber dem ist nicht so."

Daimler setze auf dem Weg zu einer CO2-freien Mobilität auf Elektro, bei Nutzfahrzeugen ergänzt um die Brennstoffzelle. "Das ist der Kern unserer Strategie", betonte Källenius. "Und der Weg zu einer komplett CO2-neutralen Flotte ist gesetzt. Das haben wir jetzt angereichert mit der Botschaft, dass es nicht nur um CO2 geht. Der Ressourcenverbrauch ist auch ein Teil davon."

Källenius hatte das Thema in den Mittelpunkt seines Auftritts bei der CES in Las Vegas vergangene Woche gestellt und ein Zukunftsfahrzeug präsentiert, das zusammen mit den Machern des Films "Avatar" entworfen wurde. Der sogenannte Vision AVTR solle Möglichkeiten der Interaktion zwischen Mensch, Maschine und Umwelt aufzeigen - ein Motiv, das auch im Film eine wichtige Rolle spielt.

Nicht mehr im Mittelpunkt, zumindest vorerst, steht dagegen die Entwicklung komplett autonom fahrender Autos. Anstatt schon bald sogenannte Robotaxis auf die Strasse zu bringen, will Daimler sich zunächst auf die Weiterentwicklung seiner Assistenzsysteme konzentrieren, die dem Fahrer zwar schon vieles abnehmen, aber das Auto nicht komplett allein steuern können.

"Für das vollautonome Fahren haben wir die Reihenfolge verändert: Wir glauben, dass es sich am schnellsten im Truck-Bereich auszahlen wird", sagte Källenius. "Das heisst nicht, dass wir mit vollautonomen Pkw aufgehört haben. Aber das Szenario von einem urbanen Robotaxi oder ähnlichem sehen wir noch weiter in der Zukunft."

Die technische Herausforderung sei grösser als noch vor einigen Jahren gedacht. Dazu kämen wirtschaftliche und operative Hürden: "Wenn man ein funktionierendes Mobilitätssystem komplett ersetzen möchte mit einer Robotaxi-Flotte von Zigtausend oder Hunderttausenden von Fahrzeugen, dann reden wir von sehr grossen Milliardeninvestitionen. Und das hat sich, unabhängig von der technischen Herausforderung, noch keiner getraut."

Grundsätzlich glaube er aber an den Nutzen und die Wirtschaftlichkeit autonom fahrender Fahrzeuge - Lastwagen sowieso, aber auch Autos. Bei Trucks machten die Kosten für den Fahrer auf langen Strecken mit Abstand den grössten Anteil aus. "Ich bin überzeugt davon, sobald man das Thema technisch im Griff hat, wird man das umsetzen", sagte Källenius.

"Im Prinzip gilt das auch für ein urbanes Szenario mit einem Robotaxi", betonte er. "Bloss: Aufgrund der technischen Komplexität durch die sehr unterschiedlichen Verkehrssituationen in Städten ist dieser Fall noch viel schwieriger zu lösen. Aber auch diese Herausforderung wird sicherlich eines Tages gemeistert werden. Und dann gilt das mit den wegfallenden Kosten für den Fahrer auch hier. Marktwirtschaft funktioniert und wird auch hier funktionieren."/eni/DP/zb

(AWP)

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Daimler rechnet mit weiteren

Daimler rechnet mit weiteren Milliardenkosten für Dieselaffäre

Die Dieselaffäre kommt den Autobauer Daimler nochmals deutlich teurer zu stehen als bisher gedacht. Für 2019 rechne man mit weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten, teilte der Konzern am Mittwoch in Stuttgart mit.

22.01.2020 09:53

Es gehe um "voraussichtliche zusätzliche Aufwendungen für laufende behördliche und gerichtliche Verfahren und Massnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen und Märkten", hiess es in der Mitteilung. Daimler hatte im vergangenen Jahr schon insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro dafür zurückgestellt.

Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Konzern für das vergangene Jahr nun mit einem operativen Ergebnis von 5,6 Milliarden Euro. Das wäre nur etwa halb so viel wie im Vorjahr, als der Gewinn ebenfalls schon deutlich gesunken war. Die zusätzlichen Aufwendungen für die Diesel-Probleme sind darin noch nicht berücksichtigt. Sie träfen im Wesentlichen die Geschäftsfelder Cars und Vans, hiess es. Die Vans liegen schon ohne die Zusatzkosten für 2019 mit dem operativen Ergebnis im Minus.

Die Daimler-Aktie notiert am Mittwochvormittag nach einigem Auf und Ab 0,81 Prozent schwächer. Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel kommentierte, dass die Eckdaten der Stuttgarter eigentlich noch schlechter ausgefallen seien als befürchtet. Das sei keine gute Basis für das neue Jahr. Zudem könnten nun auch Bedenken hinsichtlich der Dividende aufkommen.

Die komplette Bilanz legt Daimler am 11. Februar vor. Angesichts der hohen Kosten auch in anderen Bereichen, vor allem beim Anlauf der Produktion von Elektroautos und der Entwicklung des automatisierten Fahrens, hat Vorstandschef Ola Källenius dem Konzern ein Sparprogramm verordnet. Bis Ende 2022 will er allein beim Personal rund 1,4 Milliarden Euro einsparen und dafür wohl mehr als 10 000 Stellen streichen. Ausserdem sollen die Investitionen gedeckelt werden./eni/DP/fba

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Daimler-Finanzchef: Jobabbau

Daimler-Finanzchef: Jobabbau kostet insgesamt wohl rund 2 Milliarden Euro

Der Sparkurs und Personalabbau bei Daimler wird den Auto- und Lkw-Bauer zunächst Milliarden kosten. Finanzchef Harald Wilhelm bezifferte die Kosten für den Konzernumbau am Dienstag auf insgesamt rund 2 Milliarden Euro.

11.02.2020 12:38

Davon würden rund 1,2 Milliarden Euro in diesem Jahr anfallen, sagte der Manager in Stuttgart während der Bilanzpressekonferenz. Daimler-Chef Ola Källenius will mit Stellenstreichungen die jährlichen Personalkosten bis Ende des Jahres 2022 um 1,4 Milliarden Euro senken. Früheren Angaben zufolge ist dafür ein Stellenabbau im kleineren fünfstelligen Bereich verbunden. Laut dem "Handelsblatt" könnte es sich um bis zu 15 000 Jobs handeln. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau wollte Källenius nicht nennen.

Der seit Mai als Vorstandschef amtierende Schwede sieht bei Daimler im täglichen Geschäft vor allem hohe Kosten als Problem. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn war wegen zahlreicher Sonderkosten für die Dieselaffäre, Problemen bei Produktionsanläufen und hoher Kosten für neue Technik im vergangenen Jahr um zwei Drittel auf 2,4 Milliarden Euro eingebrochen./men/fba

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Daimler-Konzern mit massivem

Daimler-Konzern mit massivem Gewinneinbruch

Der deutsche Autokonzern Daimler muss wegen der Corona-Pandemie seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2020 kräftig nach unten korrigieren.

23.04.2020 06:48

Das Unternehmen legte ein vorläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern für das erste Quartal vor, das um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro eingebrochen ist.

Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie ist Daimler weiterhin der Auffassung, dass die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nicht länger haltbar sei. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Kundennachfrage, Lieferketten und die Fahrzeugproduktion könnten nicht mit üblichen Sicherheit eingeschätzt werden.

Das erschwere eine Neubewertung der Prognose für das Geschäftsjahr 2020, so der Stuttgarter Konzern. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 29. April veröffentlicht werden.

(SDA)

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Daimler will die

Daimler will die Hauptversammlung am 8. Juli online abhalten

Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler will seine Hauptversammlung nun am 8. Juli abhalten. Diese werde online stattfinden und die Aktionäre würden noch fristgerecht eingeladen, sagte ein Daimler-Sprecher auf Nachfrage am Freitag. Am bisherigen Dividendenvorschlag von 0,90 Euro pro Aktie hält der Stuttgarter Konzern demnach weiter fest. Ursprünglich hatte das Aktionärstreffen am 1. April in Berlin stattfinden sollen, musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Zuvor hatte die Branchenzeitung "Automobilwoche" über den neuen Termin berichtet.

24.04.2020 11:49

Im ersten Quartal hatte die Corona-Krise mit Produktionsstopps und wegfallender Nachfrage den Gewinn von Daimler heftig einbrechen lassen, vor Zinsen und Steuern rutschte das Ergebnis laut vorläufigen Zahlen um fast 78 Prozent auf 617 Millionen Euro ab. Bereits 2019 hatte der Dax-Konzern unter dem Strich vor allem wegen Kosten für die Dieselaffäre und Anlaufproblemen bei wichtigen Modellen nur noch 2,4 Milliarden Euro Gewinn gemacht, rund zwei Drittel weniger als ein Jahr davor./men/jha/

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Daimler rechnet im zweiten

Daimler rechnet im zweiten Quartal wegen Corona-Krise mit Verlust

Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler rechnet im laufenden zweiten Quartal mit roten Zahlen. Angesichts der Produktionsstopps und der ausbleibenden Nachfrage dürfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im laufenden Dreimonatszeitraum negativ ausfallen, sagte Daimler-Finanzchef Harald Wilhelm am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das werde sich auch bei der Entwicklung der Kassenlage im Barmittelzufluss (Cashflow) auswirken. Daimler rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr auf allen Märkten und in allen Segmenten mit deutlichen Rückgängen der Nachfrage./men/jha/

29.04.2020 08:12

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Daimler mit Milliardenverlust

Daimler mit Milliardenverlust - Aber weniger Minus als befürchtet

Das Unternehmen Daimler hat im zweiten Quartal in der Corona-Krise trotz eines operativen Milliardenverlusts nicht so schlecht abgeschnitten wie befürchtet.

17.07.2020 05:52

Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag bei 1,68 Milliarden Euro, wie das Dax -Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen in Stuttgart mitteilte. Das war auch nur etwas mehr als im Vorjahreszeitraum mit 1,56 Milliarden Euro Minus - damals hatte der Konzern aber milliardenschwer die Rückstellungen für Dieselaltlasten und Takata-Airbags erhöhen müssen.

Analysten hatten beim Betriebsergebnis zwischen April und Ende Juni mit einem noch höheren Minus gerechnet, Daimler selbst hatte bereits rote Zahlen angekündigt. Die Markterholung sei stärker ausgefallen als gedacht, hiess es nun von den Stuttgartern, im Juni habe habe es sogar eine "starke" Entwicklung gegeben. Die Aktie des Konzerns legte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um ein Prozent zu.

"Aber es bleibt viel zu tun", sagte Daimler-Chef Ola Källenius. "Wir müssen unsere systematischen Bemühungen fortsetzen, die Gewinnschwelle des Unternehmens durch Kostenreduktion und Kapazitätsanpassungen weiter zu senken." Källenius hat sich bei den Kostenstrukturen des Traditionskonzerns viel vorgenommen, nachdem er das Ruder vom langjährigen Daimler-Boss Dietmar Zetsche übernommen hatte.

In den Zahlen enthalten waren Sonderbelastungen von 687 Millionen Euro in der Pkw- und Van-Sparte für die Straffung der Produktion und das Kappen von Kapazitäten in Frankreich, den USA und Mexiko. Für rechtliche Verfahren musste Daimler zusätzlich 53 Millionen Euro ausgeben, auch das verlustbringende Carsharing-Joint-Venture Your Now mit BMW erforderte 105 Millionen Euro an Sonderkosten. Zudem gab Daimler 129 Millionen Euro für das laufende Sparprogramm aus. Bereinigt um diese Faktoren lag der operative Verlust bei 708 Millionen Euro. Die Fahrzeugsparten mit Pkw und Vans sowie die ebenfalls unter Druck stehenden Lkw und Busse fuhren jeweils rote Zahlen ein, die Finanzdienstleistungen warfen hingegen etwas Gewinn ab.

Daimler profitiert von Massnahmen zur Liquiditätserhaltung

Überraschen konnte Daimler vor allem auch beim Mittelzufluss aus dem laufenden Industriegeschäft - sprich dem Auto- und Nutzfahrzeugbau. Hier erzielte der Konzern ein Plus von 685 Millionen Euro, Analysten hatten laut Erhebungen von Daimler selbst mit milliardenschweren Abflüssen gerechnet. Die Nettoliquidität im Industriegeschäft stieg gegenüber Ende März von 9,3 auf 9,5 Milliarden Euro zur Mitte des Jahres. "Hinter uns liegt ein komplexes Quartal. Wir haben proaktiv Entscheidungen hinsichtlich der Kosten und Ausgaben getroffen und uns intensiv auf das Management unseres Working Capital fokussiert", sagte Källenius.

Daimler habe vom umfassenden Einsatz der Massnahmen zur Liquiditätserhaltung profitiert, hiess es. Zugleich habe sich das Betriebskapital mit der Nachfrage günstig entwickelt. Autobauer hatten angesichts der wochenlangen Produktions- und Verkaufspausen auf den Weltmärkten auch die Abrufe bei den Zulieferern auf Eis gelegt und für Zehntausende Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, um die Kassen zu schonen. Wenn die Nachfrage dann wieder anspringt, leeren sich die Vorräte schneller. Auch bei Daimler hatten Finanzexperten den hohen Bedarf an sogenanntem Betriebskapital in der Vergangenheit mehrfach gerügt.

Analysten und Aktionäre schauen immer wieder mit hohem Interesse auf den sogenannten Free Cashflow, also die Entwicklung der frei verfügbaren Zahlungsmittel. Letztlich geben sie Aufschluss über die aktuelle Finanzkraft, was in der Krise wichtig für die existenzielle Sicherung ist - aber eben auch über Wohl und Wehe möglicher Dividenden mitbestimmt.

Auch deshalb dreht Källenius derzeit stark an der Kostenschraube. Im November hatte der seit gut einem Jahr amtierende Schwede ein Sparprogramm aufgelegt, dass bei den jährlichen Personalkosten 1,4 Milliarden Euro bringen sollte. Personalchef Wilfried Porth legte am Wochenende die Latte aber noch einmal höher: 1,4 Milliarden Euro würden nicht ausreichen, genauso wenig die kolportierten bis zu 15 000 Stellenstreichungen. Daimler hat weltweit rund 300 000 Mitarbeiter.

Zum Umsatz und dem Gewinn unter dem Strich machte Daimler zunächst keine Angaben. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 23. Juli veröffentlicht werden.

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Milliardenverlust wegen Corona-Pandemie

Corona-Pandemie brockt Daimler Milliardenverlust ein

Mit dem Einbruch der Wirtschaft in der Corona-Krise ist Daimler im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gefahren. Unter dem Strich belief sich das Minus auf 1,9 Milliarden Euro, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz brach von April bis Juni gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro ein. «Aufgrund der beispiellosen Covid-19-Pandemie mussten wir ein herausforderndes Quartal durchstehen», erklärte Daimler-Chef Ola Källenius. Doch es gebe jetzt erste Anzeichen einer Absatzerholung, vor allem in der Personenwagen-Sparte von Mercedes-Benz.

Die Pandemie zwang die Autobauer zu wochenlangen Produktionsunterbrechungen. Die Autohäuser blieben vorübergehend zu. Die Nachfrage der Konsumenten klappte angesichts der finanziellen Unsicherheit und Beschränkungen des öffentlichen Lebens zusammen. Daimler verkaufte mit 541'800 Fahrzeugen rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. (awp/sda/reu)

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Daimlers Bussparte zieht

Daimlers Bussparte zieht Grossauftrag in Israel an Land

Der Auto- und Nutzfahrzeugbauer Daimler hat in Israel einen grossen Auftrag für die Lieferung von Bussen eingeheimst. 415 Stadt- und Überlandbusse werden an die grösste private Busgesellschaft im Land namens Egged geliefert, wie die Stuttgarter am Donnerstag mitteilten. "Der Auftrag von 415 Einheiten ist einer der grössten in der Geschichte unseres Unternehmens", sagte Daimler-Buschef Till Oberwörder. Die Fahrgestelle für die Busse werden im spanischen Samano produziert und dann im Land mit Aufbauten israelischer Hersteller ergänzt. Die Fahrzeuge will Daimler in diesem und dem kommenden Jahr ausliefern.

10.09.2020 11:25

Daimler hat im vergangenen Jahr insgesamt gut 32 600 Busse abgesetzt. Im zweiten Quartal war der Absatz in der Corona-Krise allerdings gegenüber dem Vorquartal um 63 Prozent auf nur noch knapp 3100 Stück abgesackt./men/fba

(AWP)

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