Schuldenkrise Europa

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Deutsche Wohnungswirtschaft

Deutsche Wohnungswirtschaft dringt auf beschleunigtes Bauen

Der Rückstand beim Wohnungsbau in Deutschland kann nach Ansicht der Wohnungswirtschaft mit schnellerer Planung und begrenzten Grundstückskosten behoben werden. "Das Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz muss endlich kommen", sagte der Sprecher des Buundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Andreas Schichel. Ausserdem dürften die Kommunen die Grundstücke nicht nach Höchstpreisen abgeben.

16.08.2020 14:56

Der Wohnungsneubau in Deutschland reiche immer noch nicht aus, weil die Voraussetzungen schlecht seien. "Für das laufende Jahr kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise deutlich erschwerend hinzu." Die grosse Koalition hatte vereinbart, ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz auf den Weg zu bringen.

Im Norden Potsdams ist auf einem alten Kasernengelände bis 2038 ein Wohngebiet für bis zu 10 000 Menschen geplant. Das Projekt im Staddteil Krampnitz ist längst nicht das einzige, das in Deutschland in Planung oder schon im Bau ist.

In Berlin soll bis 2030 unter anderem die Siemensstadt 2.0 entstehen - mit 3000 Wohnungen. In Frankfurt am Main wird die ehemalige Bürostadt Niederrad zum Lyoner Quartier mit Wohngebäuden umgewandelt, geplant sind bis zu 4000 Wohnungen für rund 10 000 Menschen. München baut in Freiham einen neuen Stadtteil, in dem mehr als 25 000 Menschen leben und fast 15 000 arbeiten sollen. In Mannheim entsteht in einer früheren US-Wohnsiedlung der neue Stadtteil Franklin - bis 2025 sollen rund 9000 Menschen dort wenige Kilometer nahe der Innenstadt Platz finden.

"Insgesamt reicht der Wohnungsneubau in Deutschland immer noch nicht aus", sagt Andreas Schichel, Sprecher der Wohnungswirtschaft in Deutschland. Während 320 000 neue Wohnungen pro Jahr gebraucht würden, wurden 2019 insgesamt 293 000 neue Wohnungen fertig. Bei Mietwohnungen seien statt benötigter 140 000 preisgünstiger Wohnungen weniger als 78 000 fertiggestellt worden. Und nur 25 600 neue Sozialwohnungen seien im vergangenen Jahr gebaut worden. Die Gründe dafür sind aus Sicht der Wirtschaft "langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, zu wenig und zu teures Bauland, steigende Baukosten und zu geringe Baukapazitäten"./vr/DP/men

(AWP)

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Deutscher Maschinenbau

Deutscher Maschinenbau verliert in der Krise 32 000 Jobs

Die Corona-Krise, Handelsbarrieren und der Strukturwandel in der Autoindustrie haben den Maschinenbau in Deutschland im ersten Halbjahr 32 000 Arbeitsplätze gekostet. Die Zahl der Beschäftigten sank bis Ende Juni auf rund 1,03 Millionen. "Angesichts der immensen Belastungen, denen unsere Industrie ausgesetzt ist, bleibt dies ein moderater Abbau", argumentierte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbandes VDMA am Montag. Dabei helfe vor allem das Instrument der Kurzarbeit.

17.08.2020 12:23

"Von daher ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf dem richtigen Weg, wenn er die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 24 Monate ausdehnen will", sagte Wiechers. Der SPD-Politiker und Vizekanzler hatte sich am Wochenende in einem Interview für eine Verlängerung ausgesprochen.

Gut ein Drittel der Beschäftigten in der exportorientierten Branche war den Angaben zufolge Anfang Juli in Kurzarbeit. Der Anstieg von geschätzt 354 000 Kurzarbeitern im Juni auf 378 000 im Juli sei allerdings deutlich geringer ausgefallen als in den Monaten zuvor. Bei Neueinstellungen überwiegt den Angaben zufolge derzeit die Vorsicht. "Die Zahl der gemeldeten Stellen im Maschinenbau hat sich zum Vorjahr fast halbiert", erläuterte Wiechers.

Vor allem die Corona-Krise setzt den Maschinenbauern hart zu. Im ersten Halbjahr waren deutlich weniger Bestellungen eingegangen als im Vorjahreszeitraum (minus 16 Prozent). Insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland verringerten. Internationale Handelskonflikte hatten die Maschinenbauer bereits im vergangenen Jahr belastet. Produktion und Umsatz waren gesunken./mar/DP/mis

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Deutsche Bundesbank rechnet

Deutsche Bundesbank rechnet im Sommer mit «sehr kräftigem» Wirtschaftswachstum

Die Konjunktur zieht der Deutschen Bundesbank zufolge derzeit stark an und löst sich damit vom Corona-Schock der vergangenen Monate.

17.08.2020 14:52

"Nach dem starken Einbruch im ersten Halbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft im Sommerquartal 2020 sehr kräftig wachsen", heisst es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. "Die deutliche und breit angelegte Erholung der gesamtwirtschaftlichen Leistung, die bereits nach dem Tiefpunkt im April einsetzte, wird sich aus heutiger Sicht fortsetzen." Der Weg zurück zur Normalität sei aber noch weit. "Ungeachtet der fortschreitenden Aufholbewegung wird das Vorkrisenniveau jedoch im Sommervierteljahr und darüber hinaus noch erheblich verfehlt."

Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo von 10,1 Prozent eingebrochen. Die Fachwelt sagt für das laufende Quartal wieder Wachstum voraus. Nach Einschätzung der Bundesbank dürften sich im Zuge der Erholung in der Industrie die Ausrüstungsinvestitionen beleben. Ein solider Beitrag zur Belebung insgesamt sei auch von den Ausgaben der Verbraucher zu erwarten. Ausschlaggebend dafür sei, dass die pandemiebedingten Einschränkungen erheblich gelockert worden seien. Zudem stabilisiere sich die Lage am Arbeitsmarkt etwas.

Allerdings sei die Virus-Pandemie international in vielen Ländern bislang noch nicht eingedämmt. "Dies beeinträchtigt die deutschen Exporte." Zudem dämpfe die hohe Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens die Investitionsbereitschaft der Firmen im In- und Ausland. Dies wiederum dürfte "einer umfassenden Erholung der Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen im Wege stehen", erläuterten die Bundesbank-Experten. Bis eine effektive medizinische Lösung - etwa eine Impfung - verfügbar sei, bleibe auch "die Wirtschaftsaktivität in einigen heimischen Dienstleistungsbranchen eingeschränkt".

(Reuters)

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Merkel steht Verlängerung des

Merkel steht Verlängerung des Kurzarbeitergelds positiv gegenüber

In der Corona-Krise können Unternehmen und Arbeitnehmer in Deutschland auf eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehe Vorschlägen, die Bezugsdauer auf 24 Monate zu verlängern, "grundsätzlich positiv" gegenüber, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

17.08.2020 13:38

Das Kurzarbeitergeld habe massgeblich dazu beigetragen, das Deutschland der weltweiten Krise bisher verhältnismässig gut standhalte. Es sei gelungen, Millionen von Arbeitsplätzen zu erhalten, sagte Seibert. Über eine mögliche Verlängerung der Bezugsdauer in der Corona-Krise werde innerhalb der Bundesregierung zu beraten sein. Wie konkret dies auszugestalten sei, darüber wollten die Koalitionspartner in einem Koalitionsausschuss beraten.

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, er wolle die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern. Die Corona-Krise werde in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden. "Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird."

Grundsätzlich gilt derzeit eine Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld von maximal zwölf Monaten. Als die Corona-Krise aufzog, waren allerdings die Zugangsbedingungen für Unternehmen erleichtert worden. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer zudem bereits jetzt auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich schon die Wirtschaftsminister der Länder dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

Wirtschaftsverbände begrüssten die Pläne. Scholz sei auf dem richtigen Weg, wenn er die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 24 Monate ausdehnen wolle, sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbandes VDMA, am Montag. Die Corona-Krise, Handelsbarrieren und der Strukturwandel in der Autoindustrie hatte den Maschinenbau in Deutschland im ersten Halbjahr 32 000 Arbeitsplätze gekostet. "Angesichts der immensen Belastungen, denen unsere Industrie ausgesetzt ist, bleibt dies ein moderater Abbau", sagte Wiechers. Dabei helfe vor allem das Instrument der Kurzarbeit.

Infolge der Corona-Krise ist die Wirtschaft in Deutschland eingebrochen. Erwartet wird im Gesamtjahr die bisher schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Dies hat zu einem nie gekannten Ausmass von Kurzarbeit geführt. So erhöhte sich die Zahl der Menschen in Kurzarbeit nach letzten offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit im Mai auf 6,7 (April: 6,1) Millionen.

Das Instrument Kurzarbeit gilt als einer der entscheidenden Stabilisatoren für den Arbeitsmarkt in einer ökonomischen Krisensituation. Sie verhindert Entlassungen auf breiter Front und hilft Unternehmen, ihre qualifizierten Belegschaften zusammenzuhalten, um nach Ende der Krise wieder durchstarten zu können. Auf diese Weise sind in Deutschland bislang - anders als in den USA - nicht Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit gestürzt.

Das Kurzarbeitergeld beträgt regulär 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts - für Eltern mit Kindern 67 Prozent. Nun gibt es aber ab dem vierten Monat des Bezugs 70/77 Prozent, ab dem siebten Monat 80/87 Prozent. Beiträge für die Sozialversicherungen werden von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.

Allein für Kurzarbeitergeld inklusive Sozialleistungen musste die Bundesagentur in den ersten sechs Monaten 7,85 Milliarden Euro aufwenden. Die Rücklage in Höhe von fast 26 Milliarden Euro werde nach bisherigen Szenarien noch 2020 aufgebraucht, hatte der Vorstandschef der Agentur, Detlef Scheele, gesagt. Deshalb ist ein Einspringen des Bundes notwendig./hoe/DP/jha

(AWP)

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Neue Langzeitstudie

Neue Langzeitstudie untersucht bedingungsloses Grundeinkommen

Drei Jahre lang jeden Monat 1200 Euro - was macht ein bedingungsloses Grundeinkommen mit Menschen? Das wollen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Verein Mein Grundeinkommen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern und der Universität zu Köln in einer Langzeitstudie untersuchen. Das Forschungsprojekt wurde am Dienstag mit der Freischaltung einer Bewerbungsseite im Internet gestartet.

18.08.2020 11:35

Wer seinen ersten Wohnsitz in Deutschland hat und mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich bewerben. Sobald eine Million Bewerber zusammengekommen sind, startet ein Auswahl- und Auslosungsprozess. 120 Teilnehmer sollen ab Frühjahr 2021 drei Jahre lang monatlich die 1200 Euro bekommen. Finanziert wird das Projekt über Spenden. Die Wissenschaftler wollen dann durch regelmässige Befragungen der Teilnehmer herausfinden, wie sich ihr Alltag durch das Geld verändert. Der Blick richtet sich unter anderem auf das Arbeitsleben, die Finanzen, den Bereich Familie und soziale Kontakte und auch auf mögliche psychische Veränderungen. Zur Analyse des Stresslevels würden auch Haarproben ausgewertet, heisst es.

"Wir wollen wissen, was es mit Verhalten und Einstellungen macht und ob das Grundeinkommen helfen kann, mit den gegenwärtigen Herausforderungen unserer Gesellschaft umzugehen", sagte Michael Bohmeyer, Initiator des Vereins Mein Grundeinkommen am Dienstag in Berlin./jr/DP/men

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Deutsche Bauämter erteilen im

Deutsche Bauämter erteilen im Juni deutlich mehr Baugenehmigungen

Die Bauämter in Deutschland haben im Juni deutlich mehr Wohnungen genehmigt. Die Zahl der genehmigten Einheiten stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,4 Prozent auf 34 300, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der ungewöhnlich starke Anstieg erkläre sich aus einigen Grossprojekten sowie aus Aufholeffekten nach zwischenzeitlichen Arbeitsbeschränkungen in der Corona-Pandemie. Im gesamten ersten Halbjahr seien bislang 7,0 Prozent mehr Wohnungen genehmigt worden als ein Jahr zuvor.

18.08.2020 09:05

Die Baubranche ist bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Gerade in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch. Das Statistische Bundesamt weist jedoch immer wieder darauf hin, dass Genehmigungen nicht zwangsläufig schnell zu fertiggestellten Wohnungen führen: Die Zahl der nicht begonnenen und nicht abgeschlossenen Bauvorhaben nehme seit einigen Jahren zu.

2019 wurden 293 000 Wohnungen fertig, der höchste Wert seit 2001. Die Zahl der Genehmigungen war mit 360 600 aber deutlich höher. Ende vergangenen Jahres lag der sogenannte Bau-Überhang von genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen auf dem Rekordwert von 740 400 Einheiten. Das war der höchste Stand seit 1998. Im gegenwärtigen Tempo würde die Bauwirtschaft also mehr als zwei Jahre benötigen, um den Überhang abzuarbeiten./ceb/DP/mis

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Deutschland: Erzeugerpreise

Deutschland: Erzeugerpreise sinken etwas schwächer

In Deutschland sind die Preise auf Produzentenebene im Juli etwas schwächer gefallen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag lagen die Erzeugerpreise 1,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang wie im Vormonat um 1,8 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, um 0,2 Prozent.

20.08.2020 08:17

Einmal mehr war die Entwicklung der Energiepreise ausschlaggebend für den Gesamttrend. Energie kostete durchschnittlich 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Ohne diese Komponente wären die Erzeugerpreise nicht um 1,7 Prozent, sondern nur um 0,5 Prozent gefallen./bgf/jha/

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Online-Geschäft zieht

Online-Geschäft zieht deutschen Einzelhandelsumsatz ins Plus

Der starke Versand- und Onlinehandel hat den Umsatz des deutschen Einzelhandels in der ersten Jahreshälfte zu einem Zuwachs verholfen. Die preisbereinigten Umsätze lagen in diesem Jahr um 0,8 Prozent höher als in der ersten Jahreshälfte 2019, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Einschliesslich der Preiserhöhungen legte der Umsatz nominal um 1,5 Prozent zu.

20.08.2020 08:25

In der Corona-Krise kauften die Menschen deutlich mehr im Internet ein, so dass dort die realen Umsätze um 16,0 Prozent anzogen. Ebenfalls stark lief das Geschäft von Baumärkten (+14,2 Prozent) und an Verkaufsständen unter anderem auf Märkten (+15,1 Prozent).

Herbe Verluste verzeichneten hingegen Einzelhändler mit Textilien (-29 Prozent), Schuhen (-25 Prozent), Uhren und Schmuck (-23,8 Prozent) sowie Büchern (-18,3 Prozent). Diese Sortimente werden besonders in den Innenstädten angeboten. Auch Bäcker und Geschäfte für Unterhaltungselektronik verkauften deutlich weniger Ware als im vergangenen Jahr./ceb/DP/stw

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Deutsche Wirtschaft sieht

Deutsche Wirtschaft sieht Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs

Die deutsche Wirtschaft sieht den Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs - allerdings hat es in der Corona-Krise zum Teil herbe Einbrüche gegeben. Der Tiefpunkt sei durchschritten, teilte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mit. Im ersten Halbjahr sei der Handel mit den Ländern Mittel- und Osteuropas im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent gesunken. "Wir sind zuversichtlich, dass wir im zweiten Halbjahr wirtschaftlich weitere Aufholeffekte sehen", so der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Oliver Hermes.

21.08.2020 06:41

Der wichtigste Handelspartner der Region ist Polen. Der deutsch-polnische Handel ging in den ersten sechs Monaten "nur" um 7,4 Prozent zurück. Überdurchschnittliche Einbussen bei den deutschen Importen habe es dagegen im Handel mit Russland, Kasachstan und Aserbaidschan gegeben, so der Ausschuss. In allen drei Fällen lasse sich dies eindeutig auf eine geringere Nachfrage nach Energieträgern und dem daraus folgenden starken Rückgang der Öl- und Gaspreise im zweiten Quartal zurückführen.

Der Rückgang des deutschen Handels mit Russland um 24 Prozent auf nun 22 Milliarden Euro habe dazu geführt, dass das Land im ersten Halbjahr in der Osteuropa-Tabelle an vierter Stelle lag, hinter Polen, Tschechien und Ungarn. Insgesamt handelte Deutschland den Angaben zufolge mit allen 29 Ländern des Ost-Ausschuss Waren im Wert von 197 Milliarden Euro; das waren 34 Milliarden Euro weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Anteil des Osthandels am gesamten deutschen Aussenhandel betrug demnach 18,5 Prozent./hoe/DP/stk

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Unternehmensstimmung in der

Unternehmensstimmung in der Eurozone trübt sich deutlich ein
(neu: Marktreaktion, Analystenstimmen) - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich wieder spürbar eingetrübt. Nach einer deutlichen Verbesserung im Juli fiel der Einkaufsmanagerindex im August um 3,3 Punkte auf 51,6 Zähler zurück, wie das Forschungsunternehmen IHS Markit am Freitag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem geringfügigen Anstieg gerechnet.
21.08.2020 11:43
Die Finanzmärkte reagierten negativ auf die Daten. Der Euro fiel um fast einen Cent auf gut 1,18 Dollar zurück. Sichere Anlagen wie deutsche Bundesanleihen erhielten Zulauf. Die Aktienmärkte reagierten zunächst mit Abschlägen, konnten sich aber wieder erholen.

Während sich die Stimmung in der Industrie nur leicht verschlechterte, trübte sie sich unter den Dienstleistern stark ein. Auf Länderebene fielen die Indikatoren in Frankreich in beiden Sektoren, in Deutschland trübten sie sich nur im Dienstleistungssektor ein. In den anderen Ländern der Eurozone sei das Wachstum leicht rückläufig gewesen, teilte Markit mit.

Markit begründete den aktuellen Rückschlag mit einer schwachen Nachfrage und steigenden Corona-Infektionen. Die Dienstleister hätten darunter stark gelitten, während die Industrie kräftige Zuwächse bei Aufträgen und Produktion verzeichnet habe.

"Die Eurozone steht am Scheideweg", kommentierte Markit-Direktor Andrew Harker. Entweder beschleunige sich das Wachstum nach der anfänglichen Belebung in den nächsten Monaten wieder - oder es gerate weiter ins Stocken. "Wie es sich letztlich entwickelt, hängt grösstenteils davon ab, wie erfolgreich die Corona-Pandemie bekämpft werden kann und ob die Unternehmen und deren Kunden wieder die Zuversicht gewinnen, die für weiteres Wachstum unerlässlich ist."

Bankökonomen kommentierten die Zahlen ernüchtert. Die Ergebnisse signalisierten eine stockende Konjunkturerholung, hiess es von den Ökonomen der Commerzbank. Die DZ-Bank-Analysten schrieben, die Unternehmen schauten zwar mit Zuversicht, aber ohne Euphorie auf die kommenden Monate. Das britische Analysehaus Capital Economics sah sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass es nicht zu einem starken Aufschwung kommen werde und das wirtschaftliche Vorkrisenniveau erst in einigen Jahren erreicht werden dürfte.

Region/Index August Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 51,6 55,0 54,9
Verarb. Gew. 51,7 51,7 51,8
Dienste 50,1 54,5 54,7

DEUTSCHLAND
Verarb. Gew. 53,0 52,3 51,0
Dienste 50,8 55,2 55,6

FRANKREICH
Verarb. Gew. 49,0 53,0 52,4
Dienste 51,9 56,0 57,3
(Angaben in Punkten)

/bgf/jsl/fba

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Kurzarbeitergeld und

Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen sollen in die Verlängerung

Die wirtschaftliche Erholung in der Corona-Krise hat noch längst nicht alle Branchen erfasst - und drohende neuerliche Einschränkungen sorgen weiter für Verunsicherung. Um eine riesige Pleitewelle bei den Unternehmen und einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, will die Bundesregierung bei den Corona-Hilfen nachsteuern. Im Blick stehen vor allem eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und der Überbrückungshilfen für den Mittelstand. Dabei geht es um Milliardenbeträge.

23.08.2020 14:58

Beim Koalitionsausschuss an diesem Dienstag wollen die Spitzen des Regierung unter anderem über die Verlängerung der Höchstbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes beraten. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag): "Ich werde dem Koalitionsausschuss am Dienstag vorschlagen, dass wir die Brücke der Kurzarbeit zunächst über den Jahreswechsel hinaus verlängern und sie im Jahr 2021 dann Stück für Stück zurückführen." Die Bundesregierung arbeite daran, die nötigen Rechtsänderungen im September auf den Weg zu bringen. Konkret gehe es ihm um eine Verlängerung der Laufzeit von Kurzarbeit von bisher 12 auf bis zu 24 Monate im einzelnen Betrieb.

Das Bundesarbeitsministerium schlägt laut "Bild am Sonntag" auch vor, die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes zu verlängern. Heils Ressort habe ein entsprechendes Konzept entwickelt. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, für Berufstätige mit Kindern 67 Prozent. Die Bundesregierung hatte in der Corona-Krise aber beschlossen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Ab dem vierten Monat wird es nun auf 70 beziehungsweise 77 Prozent erhöht, ab dem siebten Monat auf 80 beziehungsweise 87 Prozent.

Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate könnte zwischen 5 und 10 Milliarden Euro kosten, schrieb die "BamS". Die Höhe der Kosten sei davon abhängig, wie viele Beschäftigte 2021 und 2022 noch von Kurzarbeit betroffen sein werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) macht sich derweil für eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für den Mittelstand bis Ende des Jahres stark, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Gerade der Mittelstand und seine Beschäftigten bräuchten weiterhin dringend Hilfe, um die schwierige Zeit zu überstehen. In den von den Einschränkungen besonders betroffenen Bereichen sei die Lage weiter ernst.

Die staatlichen Überbrückungshilfen laufen bisher bis Ende August. Die Antragsfrist war bis Ende September verlängert worden, also sind Zahlungen auch rückwirkend möglich. Für die Zuschüsse an die Firmen hat der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Unterstützt werden sollen vor allem kleine und mittelständische Firmen aus Branchen wie der Reisewirtschaft, dem Hotel- und Gaststättengewerbe oder den Schaustellern, die weiter erhebliche Umsatzeinbussen haben.

Erstattet werden fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von insgesamt 150 000 Euro über drei Monate. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Bisher wurden bei den Überbrückungshilfen rund 38 000 Anträge gestellt und ein Fördervolumen von über 700 Millionen Euro beantragt, wie es im Wirtschaftsministerium hiess. Damit ist noch viel Geld aus dem Milliardentopf nicht abgeflossen.

Die Antragszahlen stiegen täglich an und würden gerade von kleinen und mittleren Unternehmen stark nachgefragt, hiess es. Rund 94 Prozent Anträge seien aktuell von Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten gestellt worden. Rund 30 Prozent der Anträge kämen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, 10 Prozent aus der Reisewirtschaft, weitere vor allem aus dem Kulturbereich sowie der Veranstaltungsbranche.

Die Bundesregierung hatte zuvor bereits milliardenschwere Rettungsprogramme beschlossen, etwa Sonderkredite und Soforthilfen für Kleinstfirmen. Damit soll verhindert werden, dass Firmen das Geld ausgeht und Jobs vernichtet werden. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland war im zweiten Quartal eingebrochen. Für das Gesamtjahr wird die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte erwartet.

Angesichts der wieder steigenden Zahl der Neuinfektionen wird in der Wirtschaft eindringlich vor der Gefahr eines zweiten Lockdowns gewarnt. Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, sagte der dpa: "Das wäre wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Es besteht dann die Gefahr einer dauerhaften Abschwächung des Wachstums." Ein zweiter Lockdown würde dazu führen, dass eine Reihe von Unternehmen, die noch überlebt haben, in die Insolvenz gehen müssten.

Der Bundesverband Freie Berufe forderte die schwarz-rote Koalition zu Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen auf. Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki sagte der dpa, gerade Solo-Selbstständige würden seit rund einem halben Jahr im Stich gelassen. "Dies befördert die Bereitschaft zur Selbstständigkeit nicht, sondern würgt sie ab." Die geplante Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sei ein geeignetes Instrument, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren, betonte Klotzki. "Allerdings fallen die Hilfsinstrumente damit weiterhin auseinander: Gerade Solo-Freiberufler und diejenigen mit wenigen Mitarbeitern werden gegenüber Arbeitnehmern weiter benachteiligt."/hgo/hoe/DP/he

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Deutsche Immobilienpreise

Deutsche Immobilienpreise steigen trotz Corona-Krise weiter

Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich trotz der Corona-Krise weiter verteuert. Im zweiten Quartal stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Schnitt um 1,4 Prozent gemessen am ersten Jahresviertel, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

26.08.2020 08:51

Zum Vorjahreszeitraum stand ein Plus von 5,6 Prozent. Damit bewegten sich die Zuwächse im Bereich der vorhergehenden Quartale, erklärten die Wiesbadener Statistiker. Jedoch handle es sich um eine Schnellschätzung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sei.

Gemäss der Analyse haben die immensen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dem Immobilienboom bislang kaum etwas anhaben könne. Im ersten Quartal hatten die Wiesbadener Statistiker noch ein Anziehen der Immobilienpreise von 6,8 Prozent binnen Jahresfrist und von 0,3 Prozent zum Schlussquartal 2019 festgestellt. Vor allem in Grossstädten, aber auch auf dem Land gab es kräftige Aufschläge.

Die Corona-Pandemie wirkt sich in Deutschland seit dem Frühjahr aus und schlug im Sommerquartal voll auf die Wirtschaft durch. Manche Ökonomen hatten daher mit einem kräftigen Dämpfer am Wohnungsmarkt gerechnet und sinkende Immobilienpreisen erwartet. Die Zahl der Wohnungsanzeigen war im Lockdown um bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Kurzarbeit, sinkende Einkommen und steigende Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise belasten die finanzielle Lage vieler Menschen, was den Spielraum für Immobilienkäufe begrenzt. Auf der anderen Seite suchen viele Investoren angesichts heftig schwankender Börsen Sicherheit in Immobilien, und die Niedrigzinsen machen Kredite weiter günstig./als/DP/stw

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Deutsche Regierung will

Deutsche Regierung will Hilfen für den Mittelstand verlängern

Die schwarz-rote Koalition will in der Corona-Krise staatliche Hilfen für besonders belastete Unternehmen verlängern. Die Koalitionsspitzen einigten sich am Dienstag darauf, dass die Überbrückungshilfen bis Ende des Jahres laufen sollen. Das sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Beratungen der Koalitionsspitzen am Abend in Berlin.

26.08.2020 06:34

Das Programm ist bisher bis Ende August befristet. Erstattet werden nach derzeitigem Stand für die Monate Juni bis August fixe Betriebskosten von insgesamt bis zu 150 000 Euro. Für die Zuschüsse hatte der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Die Auszahlung der Gelder über die Länder aber läuft schleppend, auch weil das Verfahren komplex ist - die Politik will Betrugsfälle wie bei Corona-Soforthilfen verhindern.

Die Überbrückungshilfen waren ein wichtiger Baustein des im Juni vereinbarten Konjunkturpakets der Koalition. Die Hilfen gelten für kleine und mittelständische Firmen aus Branchen wie der Reisewirtschaft, dem Hotel- und Gaststättengewerbe oder den Schaustellern, die weiter erhebliche Umsatzeinbussen haben.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich für eine Verlängerung der Überbrückungshilfen bis Ende des Jahres stark gemacht. Gerade der Mittelstand und seine Beschäftigten bräuchten weiterhin dringend Hilfe, um die schwierige Zeit zu überstehen, hiess es aus dem Wirtschaftsministerium. In den besonders von den aktuellen Einschränkungen betroffenen Bereichen sei der Bedarf weiterhin sehr hoch und die Lage ernst.

Infolge der Corona-Krise ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland eingebrochen. Im Gesamtjahr wird die bisher schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte erwartet. Nachdem die Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen waren, hatten Wirtschaftsverbände eindringlich vor einem zweiten Lockdown gewarnt. Dies könnte massive Folgen für Jobs haben, weil bei vielen Firmen die Rücklagen aufgezehrt sind./bk/rbo/DP/he

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Frankreich: Konsumklima

Frankreich: Konsumklima stabil - Verbraucher aber vorsichtig

Die Stimmung der französischen Verbraucher bleibt in der Corona-Krise angeschlagen. Wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris bekanntgab, betrug das Konsumklima im August wie im Vormonat 94 Punkte. Analysten hatten damit gerechnet. Das Verbrauchervertrauen liegt damit immer noch unter seinem Vorkrisenniveau von deutlich über 100 Punkten.

26.08.2020 09:07

Im August nahm die Angst der Verbraucher vor einem Jobverlust allerdings spürbar ab. Dennoch bleiben sie vorsichtig: Ihre Sparneigung nahm den vierten Monat in Folge zu. Frankreich wird derzeit wieder stärker vom Coronavirus getroffen./bgf/jkr/mis

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GfK: Steigende

GfK: Steigende Infektionszahlen verunsichern deutsche Verbraucher

Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen verunsichern nach Ansicht der GfK-Experten die Verbraucher in Deutschland und dämpfen die Konsumfreude wieder etwas. "Der Erholungskurs legt eine kleine Pause ein", sagte Rolf Bürkl vom Konsumforschungsunternehmen GfK in Nürnberg.

28.08.2020 08:05

In den vergangenen drei Monaten hatte sich das Konsumklima vom Schock der Corona-Krise erholt. Nach den Prognosen der GfK-Marktforscher liegt das Konsumbarometer im September bei minus 1,8 Punkten nach minus 0,2 Punkten im August. Eine Trendumkehr sieht Bürkl zurzeit aber nicht./igl/DP/mis

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Deutsche Industrie erholt

Deutsche Industrie erholt sich nur noch leicht von Corona-Einbruch

Die deutsche Industrie hat sich den dritten Monat in Folge von dem drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Allerdings fiel der Anstieg im Juli deutlich schwächer als erwartet aus. Im verarbeitenden Gewerbe habe die Fertigung im Monatsvergleich um 1,2 Prozent zugelegt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Zuwachs um 4,5 Prozent gerechnet.

07.09.2020 08:19

Allerdings war der Anstieg im Juni stärker als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Zuwachs im Monatsvergleich auf 9,3 Prozent nach oben, nachdem zuvor nur ein Anstieg um 8,9 Prozent gemeldet worden war. In den Monaten März und April war die Produktion wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie massiv gefallen. Seitdem konnte ein Teil des Einbruchs wettgemacht werden.

Dass die Krise immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juli um 10,0 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Gegenüber Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen, liegt die Gesamtproduktion 10,8 Prozent tiefer.

In der grössten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, ist die Produktion im Juli um 6,9 Prozent zum Vormonat angestiegen. Sie liegt aber nach Angaben des Bundesamts noch gut 15 Prozent unter dem Wert vom Februar./jkr/stk

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Deutsche Wirtschaft fordert

Deutsche Wirtschaft fordert Kurswechsel bei Reisebeschränkungen

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die Bundesregierung zu einem Kurswechsel bei Beschränkungen von Auslandsreisen aufgefordert. Die verlängerten und ausgeweiteten Einschränkungen hätten vielfältige negative wirtschaftliche Auswirkungen, die weit über den Tourismus hinausgingen, heisst es in einem gemeinsamen Papier der Verbände DIHK, BDA, BDI, Dehoga, DRV, HDE und ZDH. Dieses liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Es müsse zu einer "verhältnismässigen" Strategie kommen.

07.09.2020 06:31

Der weltweite Handel und Warenaustausch sowie die Investitionstätigkeit werde empfindlich getroffen. So könnten exportorientierte Unternehmen aufgrund vieler Grenzschliessungen und Quarantänemassnahmen oftmals ihre Manager, Techniker, Monteure oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren ausländischen Kunden oder Lieferanten entsenden. Ausserdem fielen internationale Fachmessen aus. Dadurch fehlten neue Aufträge.

Die Bundesregierung hatte vor kurzem die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder ausserhalb der Europäischen Union bis zum 14. September verlängert. Am Mittwoch könnte das Kabinett sich damit befassen, wie es danach weitergeht.

In der Erklärung der Verbände heisst es, die Wirtschaft sei sich bewusst, dass Reisebeschränkungen ein Instrument der Politik zur Eindämmung der Pandemie seien. "Reisebeschränkungen bergen jedoch die Gefahr, dass sie wirtschaftliche Aktivitäten wie Handel und Investitionen in grosse Mitleidenschaft ziehen."

Die Verbände fordern, dass künftig bei der Einordnung von Staaten und der Entscheidung über Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt eine wirtschaftliche Folgenabschätzung Bestandteil der Erwägungen ist. Künftig solle das Wirtschaftsministerium bei der Vorbereitung von Reisebeschränkungen durchgängig beteiligt werden. Bei den weltweiten Reisebeschränkungen müssten die sehr unterschiedlichen Situationen in verschiedenen Ländern berücksichtigt werden.

Weiter heisst es, negative Folgen träfen viele Unternehmen in einer wirtschaftlich sehr fragilen Phase. "Im Unterschied zum Beginn der Pandemie sind die Liquiditäts- und Kapitalreserven mittlerweile vielfach aufgezehrt." Viele Unternehmen seien von einer Insolvenz bedroht.

Wichtig sei die Suche nach Lösungen, die Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Aktivitäten zugleich förderten. "So setzen viele Unternehmen ihre Hoffnungen auf Schnelltests, die Reisebeschränkungen und Quarantänezeit zumindest reduzieren könnten." Um das Risiko für Urlauber und Geschäftsreisende sowie für die Allgemeinheit zu minimieren, sollten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung gestellt werden."/hoe/DP/zb

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Deutscher Aussenhandel bleibt

Deutscher Aussenhandel bleibt auf Erholungskurs nach Corona-Einbruch

Der deutsche Aussenhandel hat sich im Juli den dritten Monat von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt.

08.09.2020 08:22

Allerdings büsste der Zuwachs bei den Exporten deutlich an Stärke ein. Im Monatsvergleich seien die Ausfuhren um 4,7 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Juni waren die Exporte noch um 14,9 Prozent gestiegen. Die Importe erhöhten sich gegenüber Juni um 1,1 Prozent. Die Verbesserung beim Export fiel in etwa wie erwartet aus, bei den Importen blieb sie allerdings hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 5,0 Prozent mehr Ausfuhren und 3,5 Prozent mehr Einfuhren gerechnet.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Rückgänge mit 11,0 Prozent (Exporte) und 11,3 Prozent (Importe) weiterhin sehr hoch. Das zeigt, wie stark der Aussenhandel nach wie vor unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leidet.

In der Handelsbilanz meldete das Bundesamt für Juli einen Überschuss von 19,2 Milliarden Euro. In der Leistungsbilanz lag der Überschuss bei 20,0 Milliarden Euro.

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Industrieerholung in

Industrieerholung in Frankreich schwächt sich ab

Die französische Industrie hat ihre Erholung von der Corona-Krise im Juli fortgesetzt, allerdings mit geringerem Tempo. Die Industrieproduktion stieg zum Vormonat um 3,8 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte.

10.09.2020 09:04

Analysten hatten einen Zuwachs um 5,0 Prozent erwartet. Im Vormonat war der prozentuale Anstieg zweistellig ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Produktion im Juli um 8,3 Prozent zurück. Verglichen mit Februar, als noch keine Corona-Einschränkungen in Kraft getreten waren, lag die Gesamtproduktion 7,1 Prozent tiefer. Der schwere Rückschlag ist also noch nicht wieder aufgeholt.

bgf/zb

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Corona-Krise schlägt aufs

Corona-Krise schlägt aufs deutsche Handwerk durch

Das Handwerk in Deutschland hat in der Corona-Krise zum ersten Mal seit sieben Jahren einen Umsatzrückgang gegenüber einem Vorjahresquartal verzeichnet. Die Erlöse verringerten sich im zweiten Vierteljahr um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Grund dafür seien auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk sank um 1,7 Prozent.

10.09.2020 08:54

Fünf der sieben Gewerbegruppen setzten weniger um als im zweiten Quartal 2019. Den stärksten Rückgang gab es im Kraftfahrzeuggewerbe (minus 21,6 Prozent). Das Bauhauptgewerbe (plus 4,7 Prozent) und das Ausbaugewerbe (plus 1,1 Prozent) verzeichneten hingegen Zuwächse.

In allen sieben Gewerbegruppen waren Ende Juni weniger Menschen tätig als ein Jahr zuvor. Den stärksten Rückgang gab es im Lebensmittelgewerbe (minus 5,0 Prozent). Im Bauhauptgewerbe sank die Zahl der Mitarbeiter (minus 0,3 Prozent) am wenigsten.

Zu den Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks gehören Bau, Ausbau, Handwerke für den gewerblichen Bedarf, Kraftfahrzeuggewerbe, Lebensmittelgewerbe, Gesundheitsgewerbe sowie Handwerke für den privaten Bedarf, zu denen beispielsweise Friseure zählen./mar/DP/nas

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EZB wird Nullzins-Politik

EZB wird Nullzins-Politik noch lange beibehalten

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Ökonomen noch bis mindestens Ende 2021 an ihren ultratiefen Zinsen festhalten.

10.09.2020 07:03

Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge erwarten alle 71 Volkswirte, die auf eine entsprechende Frage antworteten, dass der Leitzins auch im vierten Quartal 2021 noch bei 0,0 Prozent liegen wird. Auf dem Niveau hält ihn die EZB bereits seit März 2016. Auch bei den Strafzinsen rechnet eine große Mehrheit damit, dass der sogenannte Einlagesatz auch im Schlussviertel 2021 noch bei minus 0,5 Prozent stehen wird. Ein Minus bedeutet, dass Institute Zinsen zahlen müssen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Die EZB hatte den Einlagesatz erstmals 2014 auf unter Null Prozent gesenkt.

In der Umfrage wurde auch eine Zusatzfrage zur aktuellen Euro-Stärke gestellt. Danach sehen die Volkswirte im Median ihrer 31 Antworten die Schmerzgrenze für die EZB bei 1,25 Euro. Die Gemeinschaftswährung hat seit Mitte Mai zum Dollar rund neun Prozent an Wert zugelegt. Für die EZB kommt der Anstieg ungelegen, da sich die Euro-Wirtschaft gerade langsam von der schweren Krise erholt, in die sie durch die Corona-Pandemie geraten war. Denn mit dem Kursanstieg verteuern sich tendenziell Produkte aus der Euro-Zone auf dem Weltmarkt. Das nagt an ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

35 Volkswirte erwarten zudem, dass die EZB ihre Anleihenkäufe weiter aufstocken wird. Sieben rechnen nicht damit. Von denen, die eine Erhöhung vorhersagen, gehen 27 davon aus, dass die Notenbank ihr Krisen-Anleihenprogramm PEPP erneut ausweiten wird. Drei Volkswirte erwarten, dass die EZB ihr älteres Programm PSPP aufstocken wird. Ein Volkswirt rechnet mit einer Erhöhung beider Kaufprogramme. Reuters befragte die Volkswirte zwischen dem 7. und 9. September. 

(Reuters)

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DIW sieht neues Wachstum -

DIW sieht neues Wachstum - und Sorgen für Mieter

(Ausführliche Fassung) - Ohne eine zweite Viruswelle könnte die deutsche Wirtschaft Ende nächsten Jahres wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen. Davon geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin aus. Die Produktion erhole sich, Exporte zögen teilweise wieder an. Kurzarbeit und andere staatliche Hilfen hätten Schlimmeres verhindert. Sorgen bereite aber der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Europa. Und auch gerade für Geringverdiener in Deutschland hat die Krise ein Problem nicht beseitigt: die steigenden Mieten.

10.09.2020 13:02

"Das ist etwas, was uns nach wie vor Sorgen machen sollte", sagte der Konjunkturexperte des Instituts, Claus Michelsen, am Donnerstag. Weil durch Jobverlust und Kurzarbeit gerade in Dienstleistungsberufen viele Menschen mit kleinen Einkommen Einbussen hinnehmen mussten, werde die Miete für sie zu einer grösseren Belastung. In rund 73 Prozent der Kreise seien die Neuvertragsmieten weiter gestiegen; vor der Krise waren es sogar 85 Prozent gewesen.

Stabile Immobilienmärkte seien gesamtwirtschaftlich jedoch gut. Denn fielen jetzt im grossen Stil Immobilienkredite aus, könnten Banken ins Straucheln geraten. Das sei das letzte, was Politik, Wirtschaft und Steuerzahler jetzt gebrauchen könnten, wie Michelsen bemerkte. Bei einer zweiten Infektionswelle sei es jedoch möglich, dass Preise sinken und Kredite ausfallen.

Die Frage einer zweiten Welle steht als grosses Fragezeichen über allen Prognosen der Konjunkturforscher. Bislang sieht es so aus, als treffe die Krise die deutsche Wirtschaft nicht so stark wie zunächst angenommen. "Wir sind optimistischer als im Sommer", sagte Michelsen. In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung zwar um sechs Prozent einbrechen. Im Sommer war das DIW aber noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt um mehr als acht Prozent geringer ausfallen werde als im vergangenen Jahr.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte vergangene Woche deutlich gemacht, aus seiner Sicht sei die Talsohle durchschritten. Er änderte seine Prognose für dieses Jahr von einen Minus von 6,3 Prozent auf minus 5,8 Prozent.

Im nächsten Jahr sei ein Plus von 4,1 Prozent zu erwarten, sagte Michelsen, im Folgejahr dann von 3 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2021, Anfang 2022 ungefähr das Vorkrisenniveau erreichen." Unklar ist, wie viele Unternehmen in die Insolvenz gehen, wenn die Regeln dafür wieder strikt angewandt werden./bf/DP/nas

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Inlandstourismus in

Inlandstourismus in Deutschland auch im Juli im Minus

Hoteliers und Co. haben im Juli trotz Sommerferien und des Trends zum Urlaub im eigenen Land schlechtere Geschäfte gemacht als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden 45,4 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlen in der Corona-Krise, der Städtetourismus hat es besonders schwer.

10.09.2020 13:02

Seit Mitte März galt wegen der Pandemie ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Das Verbot wurde je nach Bundesland seit Mai aufgehoben. "Nach dem Lockdown im Frühjahr und dem langsam anlaufenden Restart im Mai und Juni konnten Teile der Tourismusbranche im Juli und auch im August etwas aufatmen", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Norbert Kunz. Schon jetzt stehe aber fest: "Die Verluste aus dem Lockdown sind in diesem Jahr nicht mehr aufzuholen, und auch die neuen Zahlen nach dem Restart zeigen, dass wir noch weit davon entfernt sind, wieder an alte Erfolge anzuknüpfen."

Mit Sorge blickt die Branche vor allem auf die Herbst- und Wintermonate. "Aussengastronomie wird nicht mehr so möglich sein wie bisher", sagte Kunz. Das gelte auch für bestimmte Formen von Veranstaltungen oder Aktivurlaub.

Im Juli brachen die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 56,7 Prozent auf 4,8 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Besser sah es in dem Ferienmonat bei Reisenden aus dem Inland aus - mit einem Rückgang um 14,9 Prozent auf 40,6 Millionen Übernachtungen. Im Juni hatte es hier noch ein Minus von gut 34 Prozent gegeben.

Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, hatte jüngst auf den dramatischen Rückgang der Übernachtungszahlen internationaler Gäste hingewiesen. Zwar machten viele Deutsche in diesem Sommer im eigenen Land Urlaub, wovon vor allem Küstenländer wie Mecklenburg-Vorpommern profitierten. Doch selbst dort ging der Umsatz noch im August nach Dehoga-Angaben um mehr als 20 Prozent zurück.

Am schwersten hatten es mit Blick auf Übernachtungen grosse Städte wie Hamburg und Berlin, wo Messen, Konzerte und Sportveranstaltungen in grossem Stil abgesagt wurden. "Geschäftsreisende wie internationale Besucher fehlen schmerzlich. Die Situation der Stadt- und Tagungshotellerie sowie der Eventcaterer ist fatal", sagte Zöllick.

Von Januar bis Juli verbuchten Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze und andere Unterkünfte nach Angaben der Statistiker insgesamt 162,5 Millionen Übernachtungen - ein Rückgang von 42,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Daten beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten./mar/DP/nas

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Weniger Firmenpleiten im

Weniger Firmenpleiten im Halbjahr in Deutschland

(Ausführliche Fassung) - Noch ist die Pleitewelle ausgeblieben - doch je länger die Corona-Krise dauert, umso wahrscheinlicher wird es, dass etlichen Unternehmen die Puste ausgeht. Die schnelle Erholung in China allein werde die deutsche Exportwirtschaft "nicht aus dem Tal ziehen können", prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Donnerstag. Fast überall bestehe die Gefahr, "dass ein erneuter Rückschlag in den nächsten Monaten die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sprunghaft steigen lässt".

10.09.2020 13:01

In Deutschland rutschten in den ersten sechs Monaten 2020 trotz des Wirtschaftseinbruchs infolge der Pandemie weniger Firmen in die Pleite als ein Jahr zuvor. Die Amtsgerichte meldeten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 9006 Fälle. "Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider", bilanzierte die Wiesbadener Behörde.

Hauptgrund: Der Gesetzgeber hat die Insolvenzantragspflicht für Firmen seit 1. März 2020 ausgesetzt. Heisst: Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Bedrängnis geraten, sind seither nicht verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Die Bundesregierung hat vor Kurzem beschlossen, die zunächst bis Ende September geltende Sonderregelung bis Ende 2020 zu verlängern - allerdings nur für den Fall der Überschuldung eines Unternehmens und nicht bei bereits eingetretener Zahlungsunfähigkeit.

"Jetzt zu denken, die Krise sei schnell ausgestanden, wäre (...) falsch", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher am Donnerstag. "Wir müssen uns eingestehen, dass es Rückschläge geben kann und wird, beispielsweise Unternehmensinsolvenzen und auch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung viele Hilfsmassnahmen verlängert hat."

Allerdings warnen Ökonomen auch davor, dass mit staatlicher Unterstützung auch Unternehmen am Leben gehalten werden, die eigentlich nicht überlebensfähig sind - "Zombieunternehmen" gewissermassen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte jüngst zu Augenmass beim Einsatz staatlicher Hilfen wie Kurzarbeit gemahnt: "Das Kurzarbeitergeld hilft Firmen, Beschäftigte zu halten, die sie nach der Krise wieder brauchen. Es könnte aber auch Arbeitskräfte an Unternehmen binden, die keine Zukunft haben, und so Strukturen einfrieren, die obsolet sind." Weidmanns Rat: "Letztlich sollte der Staat das Risiko mindern, dass Unternehmen das Kurzarbeitergeld nutzen, um Geschäftsmodelle ohne Zukunft zu erhalten."

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es nach Angaben des Bundesamtes im ersten Halbjahr im Handel - einschliesslich Kfz-Werkstätten - mit 1485 Fällen. Firmen des Baugewerbes stellten 1462 Anträge, im Gastgewerbe wurden 1004 und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 974 Insolvenzen gemeldet. Im Schnitt waren die Betriebe grösser als vor einem Jahr, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger lagen mit 16,7 Milliarden Euro deutlich über den 10,2 Milliarden Euro des ersten Halbjahres 2019.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland nahm im August wie schon in den vorangegangenen Monaten ab. Auf Grundlage vorläufiger Angaben sank sie um 38,9 Prozent zum Vorjahresmonat.

Einer kürzlich veröffentlichten Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) zufolge hat die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im August den bisher tiefsten Stand in diesem Jahr erreicht: 697 Insolvenzanmeldungen von Unternehmen waren demnach 22 Prozent weniger als im Juli dieses Jahres sowie 26 Prozent weniger als im August 2019.

"Die von der Regierungskoalition für die Zeit ab Oktober beschlossene teilweise Rückkehr zur Insolvenzantragspflicht bei Zahlungsunfähigkeit wird zu einem moderaten Anstieg der Insolvenzantragstellungen führen", prognostizierte IWH-Experte Steffen Müller./ben/mar/DP/nas

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Fast eine halbe Milliarde

Fast eine halbe Milliarde Euro in EU missbraucht

Innerhalb der EU sind nach einem Bericht der Antibetrugsbehörde Olaf im vergangenen Jahr Fördermittel von fast einer halben Milliarde Euro missbraucht oder zweckentfremdet worden. Die Gesamtsumme bezifferte die Brüsseler Behörde am Donnerstag in ihrem Jahresbericht auf 485 Millionen Euro. Das sind 114 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Olaf hat das Ziel, Betrug mit EU-Geld zu untersuchen und aufzudecken. Die Ermittler schauen sich dabei auch die Arbeit innerhalb der europäischen Behörden an.

10.09.2020 12:59

Im neuen Jahresbericht liegt ein Schwerpunkt auf Missbrauch mit Schäden für die Umwelt und Missbrauch von Geldern für Umweltprojekte. Regelmässig gebe es etwa Betrug bei der Wasserversorgung und bei Wasseraufbereitungssystemen. So habe eine rumänische Firma ohne jegliche Erfahrung in diesem Bereich Geld erhalten. Gefälschte Dokumente sollten unter anderem eine Kooperation mit einem deutschen Unternehmen belegen. Der Schaden wird auf sechs Millionen Euro beziffert.

Olaf-Leiter Ville Itälä sagte, die Arbeit der Behörde werde im laufenden Jahr stark vom Coronavirus geprägt. Mit Blick auf den europäischen Wiederaufbauplan in Höhe von 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Krise sagte er: "Olafs Aufgabe, sicherzustellen, dass Geld ordnungsgemäss ausgegeben wird, wird wichtiger denn je sein."/rbo/DP/nas

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Industrieerholung verliert in

Industrieerholung verliert in grossen Euroländern an Schwung

(Ausführliche Fassung) - Der industriellen Erholung im Euroraum scheint etwas die Puste auszugehen. Darauf deuten Produktionsdaten aus den drei grössten Euroraum-Ländern Deutschland, Frankreich und Italien hin. Nach dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise steigern die Unternehmen ihre Herstellung zwar weiter. Das Tempo der Erholung nimmt aber in allen drei Ländern ab.

10.09.2020 10:51

Nachdem das Statistische Bundesamt Deutschland bereits am Montag Zahlen für Juli gemeldet hatte, folgten am Donnerstag die Statistiker aus Frankreich und Italien. In Frankreich, der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone, stieg die Industrieproduktion gegenüber Juni um 3,8 Prozent. Im Vormonat war der prozentuale Anstieg noch zweistellig ausgefallen. Analysten hatten aktuell einen stärkeren Zuwachs um 5,0 Prozent erwartet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Produktion in Frankreich um 8,3 Prozent zurück. Verglichen mit Februar, als noch keine Corona-Einschränkungen in Kraft getreten waren, lag die Gesamtproduktion 7,1 Prozent tiefer. Der schwere Rückschlag ist also noch nicht wieder aufgeholt.

Die italienische Industrie konnte ihre Produktion im Juli zwar stärker steigern als erwartet. Dennoch schwächte sich der Trend auch in der drittgrössten Euro-Volkswirtschaft ab. Die Herstellung erhöhte sich zum Vormonat um 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Istat in Rom mitteilte. Analysten hatten zwar einen deutlich geringeren Zuwachs erwartet. Im Juni hatte die Produktion aber noch stärker zugelegt. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag die Industrieproduktion im Juli 8,0 Prozent tiefer.

Am Montag hatte das deutsche Statistikamt Destatis für Juli einen monatlichen Produktionszuwachs von 1,2 Prozent gemeldet. Das lag nicht nur deutlich unter den Markterwartungen, sondern auch klar unter dem Anstieg im Vormonat. Bankanalysten hatten die Zahlen enttäuscht aufgenommen, den Aufholprozess nach dem Corona-Einbruch aber nicht für beendet erklärt. Deutschland ist die grösste Volkswirtschaft der Eurozone.

Produktionsdaten für den gesamten Euroraum will das europäische Statistikamt Eurostat in der kommenden Woche bekanntgeben./bgf/stk

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Italiens Industrie produziert

Italiens Industrie produziert mehr als erwartet

Die Herstellung in der italienischen Industrie erhöhte sich zum Vormonat um 7,4 Prozent.

10.09.2020 10:23

Die italienische Industrie hat ihre Produktion im Juli stärker gesteigert als erwartet. Die Herstellung erhöhte sich zum Vormonat um 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag in Rom mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlich geringeren Zuwachs um 3,5 Prozent erwartet.

Allerdings hatte die Produktion im Juni etwas stärker zugelegt. Das Erholungstempo nach dem Einbruch in der Corona-Krise hat sich also etwas verlangsamt.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag die Industrieproduktion im Juli 8,0 Prozent tiefer. Der Rückgang ist weniger stark, als Analysten mit im Schnitt minus 9,8 Prozent erwartet hatten./bgf/stk

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Italien: Verbraucherpreise

Italien: Verbraucherpreise fallen deutlich

In Italien sind die Verbraucherpreise im August deutlich gefallen. Im Jahresvergleich sanken die für europäische Zwecke ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) um 0,5 Prozent, wie das Statistikamts Istat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 0,8 Prozent betragen.

15.09.2020 10:18

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise im August um 1,3 Prozent. Das rückläufige Preisniveau dürfte zum einen Folge der schwächeren Wirtschaftsaktivität wegen der Corona-Pandemie sein. Fachleute erklären die Entwicklung aber auch mit zeitlich verschobenen Rabattaktionen, die gegenwärtig die Preise drücken./bgf/jsl/stk

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Frankreich: Inflation geht

Frankreich: Inflation geht deutlich zurück

In Frankreich ist die Inflation im August deutlich gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Verbraucherpreise nach europäischer Berechnung (HVPI) nur noch um 0,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 0,9 Prozent betragen.

15.09.2020 09:04

Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent zurück. Die Preise industriell gefertigter Güter sanken deutlich, während sich Energie und Dienstleistungen schwächer verteuerten. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Faktisch liegt die Teuerung seit langem deutlich niedriger./bgf/stk

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Deutschland: ZEW

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen überraschend

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im September überraschend aufgehellt. Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte, stieg der von ihm erhobene Indikator um 5,9 Punkte auf 77,4 Zähler. Analysten hatten hingegen im Mittel mit einem Rückgang auf 69,5 Punkte gerechnet.

15.09.2020 11:22

Überraschend deutlich verbessert hat sich die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage. Der Indikator stieg um 15,1 Punkte auf minus 66,2 Punkte. Hier war lediglich ein Anstieg auf minus 72,0 Punkte erwartet worden.

"Dies zeigt, dass die Expertinnen und Experten weiterhin von einer spürbaren Erholung der deutschen Wirtschaft ausgehen", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die ins Stocken geratenen Brexit-Verhandlungen und die steigenden Corona-Infektionszahlen konnten die positive Stimmung nicht bremsen."/jsl/bgf/men

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