Brexit: Ende einer Fehlkonstruktion?

160 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Grossbritannien: Inflation

Grossbritannien: Inflation steigt erstmals seit Jahresbeginn

In Grossbritannien ist die Inflation im Juni überraschend gestiegen. Die Inflationsrate habe auf 0,6 Prozent zugelegt, nach auf 0,5 Prozent im Mai, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mit. Analysten hatten hingegen mit dem fünften Rückgang der Teuerung in Folge gerechnet und eine Inflationsrate von 0,4 Prozent erwartet.

15.07.2020 08:28

Damit ist die Inflation in Grossbritannien erstmals in diesem Jahr gestiegen. Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei 1,8 Prozent gelegen und war vor allem in der Corona-Krise im April stark gefallen. Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie belasten die Wirtschaft und dämpften so den Preisanstieg.

Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, lag für Juni im Jahresvergleich mit 1,4 Prozent merklich höher. Im Mai hatte sie bei 1,2 Prozent gelegen und Analysten hatten einen unveränderten Wert erwartet.

Im Vergleich zum Vormonat legten die Verbraucherpreise im Juni um 0,1 Prozent zu. Experten hatten in dieser Betrachtung eine Stagnation erwartet./jkr/stk

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Grossbritanniens Inflation

Grossbritanniens Inflation zieht etwas an

Die Lebenshaltungskosten in Grossbritannien sind im Juli wieder etwas stärker gestiegen. Wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mitteilte, lagen die Verbraucherpreise durchschnittlich 1,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs wie im Vormonat um 0,6 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich legte das allgemeine Preisniveau ebenfalls zu.

19.08.2020 08:16

Verantwortlich für den stärkeren Preisauftrieb waren nach Angaben des ONS höhere Benzinpreise und steigende Preise für Bekleidung. Die Lebensmittelpreise übten dagegen einen leicht dämpfenden Effekt auf die allgemeine Teuerung aus. Trotz des Anstiegs liegt die Inflationsrate deutlich unterhalb des Inflationsziels der britischen Notenbank von zwei Prozent./bgf/jha/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Britischer Einzelhandel legt

Britischer Einzelhandel legt weiter zu - Vorkrisenniveau überschritten

Der britische Einzelhandel hat sich im Juli weiter von den heftigen Rückschlägen in der Corona-Krise erholt. Die Umsätze der Branche stiegen gegenüber dem Vormonat um 3,6 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg von im Schnitt 2,0 Prozent gerechnet.

21.08.2020 08:34

Verglichen mit Februar, als die Pandemie Grossbritannien noch nicht fest im Griff hatte, liegen die Umsätze 3,0 Prozent höher. Allerdings fällt die Entwicklung im Detail sehr unterschiedlich aus: So liegen die Erlöse aus dem Benzinverkauf immer noch 11,7 Prozent unter Vorkrisenniveau. Die Umsätze mit Bekleidung liegen sogar ein Viertel unter ihrem Niveau von Februar. Dagegen gehören die Online-Händler zu den Gewinnern, sie können derzeit gut 50 Prozent mehr umsetzen als vor der Krise./bgf/jha/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Premier Johnson droht mit

Premier Johnson droht mit hartem Bruch nach Brexit-Übergangsphase

Kurz vor der nächsten Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen hat der britische Premier Boris Johnson von der EU mehr Tempo und Entgegenkommen gefordert. Man müsse sich bis Mitte Oktober einigen, damit ein solcher Deal noch ratifiziert werden könne. Ansonsten werde es kein freies Handelsabkommen zwischen Grossbritannien und der Europäischen Union geben, teilte Johnson am Sonntagabend in London mit. Stattdessen setze London dann auf eine Vereinbarung mit der EU nach australischem Vorbild.

07.09.2020 06:32

Die EU hat mit dem fünften Kontinent bisher nur ein Rahmenabkommen, das unter anderem technische Hürden betrifft. Im Grossen und Ganzen findet der Handel zwischen Europa und Australien auf Grundlage der Welthandelsorganisation WTO statt. Auf Grossbritannien übertragen wäre das dann der gefürchtete No Deal.

Noch schärfer im Ton war am Sonntag der britische Chef-Unterhändler David Frost: Er sei sich völlig einig mit Johnson, dass Grossbritannien von einem No-Deal-Brexit nichts zu befürchten habe, sagte er der "Mail on Sunday". "Ich glaube nicht, dass uns das in irgendeiner Weise Angst einjagt", sagte Frost in einem Interview.

Am Dienstag wird EU-Unterhändler Michel Barnier in London erwartet. Grossbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsphase bis zum Jahresende gehört das Land aber noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion, so dass sich im Alltag fast noch nichts geändert hat. Gelingt kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, könnte es Anfang 2021 zum harten wirtschaftlichen Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen./si/DP/zb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Britisches Unterhaus berät

Britisches Unterhaus berät über Johnsons Abkehr vom Brexit-Abkommen

Das britische Unterhaus beginnt am Montag seine Beratungen über das umstrittene Vorhaben von Premierminister Boris Johnson, den mit der EU geschlossenen Brexit-Vertrag einseitig zu ändern.

14.09.2020 06:49

Die Debatte über den Gesetzesentwurf dürfte hitzig werden, da auch einige von Johnsons Tories auf seine Rücknahme dringen. Sie sehen in Johnsons Abkehr von dem Abkommen einen Verstoss gegen internationales Recht und fordern daher den Rücktritt von Justizminister Robert Buckland.

Die britische Regierung hatte vor einigen Tagen überraschend angekündigt, einseitig den im Januar mit der Europäischen Union (EU) verabschiedeten Brexit-Vertrag ändern zu wollen. Dabei geht es unter anderem um die Aussetzung von Zollregelungen im Warenhandel für die Provinz Nordirland. Die Forderung der EU-Kommission, das Änderungsvorhaben zurückzuziehen, wies London zurück. Dies belastet auch die laufenden Verhandlungen über die künftigen Beziehungen und ein Handelsabkommen zwischen EU und Vereinigtem Königreich.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Arbeitslosigkeit in

Arbeitslosigkeit in Grossbritannien steigt an

Die Arbeitslosigkeit in Grossbritannien ist im Juli wie erwartet angestiegen, insgesamt halten sich die Auswirkungen der Corona-Krise jedoch weiter in Grenzen. In den drei Monaten bis Juli erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 3,9 auf 4,1 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.

15.09.2020 08:38

Die Beschäftigung sank in den drei Monaten bis Juli deutlich schwächer als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich um 12 000, während Analysten im Mittel einen Abbau von 125 000 Stellen erwartet hatten. Die Löhne stiegen im selben Zeitraum ohne Bonuszahlungen um 0,2 Prozent, mit Bonuszahlungen gingen sie dagegen zurück.

Der britische Arbeitsmarkt hat sich in der Corona-Krise bislang relativ unanfällig gezeigt. Dies ist aber vor allem Folge eines staatlichen Unterstützungsprogramms, das der deutschen Kurzarbeit ähnelt.

Die drastischen Auswirkungen der Corona-Krise zeigt eine andere Messung des ONS: Neben den Zahlen nach internationalen Standards veröffentlicht das Statistikamt auch eine nationale Berechnung. Diese läuft den Zahlen nach internationaler Methode einen Monat voraus. Demnach ist die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe ("Claimant Count") im August um weitere 73 700 auf insgesamt 2,7 Millionen gestiegen. Seit März, als die Corona-Beschränkungen in Kraft getreten waren, hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt./bgf/stk

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Brexit: Zwei Tage Wartezeit

Brexit: Zwei Tage Wartezeit an britischer Grenze befürchtet

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel erwarten die britischen Behörden einem internen Papier zufolge erhebliches Chaos an den Grenzen. Man rechne bereits im Januar mit Schlangen von bis zu 6500 Lastwagen in der Grenzregion Kent, wie aus dem vertraulichen Regierungsdokument hervorgeht, über das der britische "Guardian" am Dienstag berichtete.

15.09.2020 13:48

Im Februar könnte es den Berechnungen der Experten zufolge sogar bis zu zwei Tage dauern, bis Lastwagen im Stau bis an die Grenze vordringen. Das Papier skizziert ein "Worst-Case-Szenario". Die Autoren betonen auch, dass die Staus und Verzögerungen selbst dann entstehen könnten, wenn Grossbritannien es noch schafft, einen Handelspakt mit der EU auszuhandeln.

Derzeit stocken die Verhandlungen. Gibt es keine Einigung, droht zum Jahreswechsel der harte Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Doch selbst wenn noch ein Vertrag zustande käme, wäre Grossbritannien ab 2021 nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarktes, so dass einige Kontrollen in jedem Fall notwendig würden.

Um das befürchtete Chaos zu minimieren, schlagen die Experten dem Papier zufolge vor, Service-Stationen an Autobahnen innerhalb des Landes zu errichten. Dort soll Lkw-Fahrern dabei geholfen werden, rechtzeitig vor der Grenze die notwendigen Dokumente vorzubereiten.

Ziel soll es darüber hinaus sein, ein Software-basiertes System aufzubauen, mit dem ein flüssiger Warenverkehr gewährleistet werden soll. Allerdings steht dafür noch viel Arbeit an, wie aus dem Papier hervorgeht: 26 Regierungsbehörden mit 100 IT-Systemen sollen beteiligt sein. Ein wichtiges Online-Ampelsystem soll zudem erst ab Ende November getestet werden./swe/DP/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Brexit: Londoner

Brexit: Londoner Clearinghäuser bleiben vorerst in der EU im Geschäft

Trotz des Brexits dürfen spezialisierte Finanzfirmen in Grossbritannien vorerst weiter das sogenannte Clearing im Derivatehandel für Partner in der Europäischen Union abwickeln. Dafür erteilte die EU-Kommission am Montag die Genehmigung für 18 Monate. Anderenfalls könnten Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte entstehen, erklärte Vizepräsident Valdis Dombrovskis.

21.09.2020 14:12

Die Zentralen Gegenparteien stehen im Handel mit Derivaten - das sind Finanzinstrumente auf Grundlage der erwarteten Kursentwicklung etwa von Rohstoffen oder Aktien - zwischen Käufer und Verkäufer. Sie wirken wie ein Puffer, um das Risiko dieser Geschäfte zu dämpfen. Clearing-Häuser springen ein, wenn einer der Handelspartner ausfällt. Derzeit findet die billionenschwere Abwicklung von Handelsgeschäften mit Euro-Wertpapieren, das Euro-Clearing, überwiegend in London statt.

Mit der EU-Genehmigung dürfen britische Firmen die Finanzgeschäfte auch nach Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahresende im EU-Binnenmarkt anbieten. Die Frist von 18 Monaten sollten Marktteilnehmer in der EU nutzen, um ihre "exzessive Abhängigkeit von Gegenparteien im Vereinigten Königreich zu reduzieren", mahnte Dombrovskis. In der Zeit sollten in der EU eigene Kapazitäten aufgebaut werden.

Grossbritannien ist Ende Januar aus der EU ausgetreten, bleibt aber noch bis Jahresende im Binnenmarkt. Erst dann kommt der wirtschaftliche Bruch. Derzeit wird über ein Anschlussabkommen verhandelt, aber bislang ohne greifbare Ergebnisse./vsr/DP/stk

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.09.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 28'534
Grossbritannien steckt in

Grossbritannien steckt in Entlassungswelle: 650'000 Jobs weg

Grossbritannien steckt einer Studie zufolge wegen der Corona-Rezession in der grössten Entlassungswelle seit vielen Jahren.

21.09.2020 20:00

Mindestens 650'000 Menschen dürften zwischen Juli und Dezember 2020 ihre Jobs verlieren, wie die unabhängige Forschungsorganisation Institute for Employment Studies in London mitteilte. "Leider scheint ein Grossteil dieser Umstrukturierung jetzt unvermeidlich zu sein", hiess es in der Studie. Die angekündigten Entlassungen würden mehr als doppelt so hoch ausfallen wie während der Rezession 2008/09 in der Finanzkrise.

Das Institut rät der Regierung zum Gegensteuern - etwa durch die Senkung der Beschäftigungskosten. Auch könnten Branchen und Bereiche, die längerfristig lebensfähig sind, "gezielte" Lohnzuschüsse bekommen. Finanzminister Rishi Sunak widersetzt sich bislang Forderungen nach einer Verlängerung des Corona-Programms zur Jobsicherung, das Ende Oktober auslaufen soll. Arbeitgeberverbände drängen ihn, die Sozialversicherungsbeiträge zu senken, um den erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit abzuschwächen.

Die britische Wirtschaft ist im Frühjahrsquartal um mehr als ein Fünftel abgestürzt. Zum Vergleich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank mit 9,7 Prozent weniger als halb so stark. 

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten