Richemont

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Richemont schneidet mit

Richemont schneidet mit Halbjahreszahlen besser ab als befürchtet

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont hat die Coronakrise in voller Härte zu spüren bekommen.

06.11.2020 07:19

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21, also von April bis September, verloren die Genfer massiv an Umsatz und erzielten deutlich weniger Gewinn. Der Umsatz brach um gut einen Viertel auf 5,48 Milliarden Euro ein, wie der Hersteller von Schmuck und Uhren von Marken wie Cartier, Piaget oder IWC am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlicheren Umsatzminus von 30 Prozent gerechnet.

Der Einbruch hat sich abgezeichnet, bereits fürs erste Quartal musste Richemont im Juli einen Umsatzrückgang von 47 Prozent vermelden.

Die tiefen Verkaufszahlen schlugen auch auf die Ergebnisseite durch, doch auch da schnitt Richemont besser als am Markt befürchtet ab: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 61 Prozent auf 452 Millionen Euro und so verblieb eine Marge von 8,3 Prozent nach 15,7 Prozent im Vorjahr. Die Erwartungen lagen da bei lediglich 1,4 Prozent.

Unter dem Strich gelang es Richemont, sich in der Gewinnzone zu halten. Es resultierte ein Gewinn von 159 Millionen Euro nach einem Plus von 869 Millionen im letzten Jahr.

Ausbau des Onlinehandels

Die Coronakrise brachte das Geschäft mit Luxusgütern vor allem während den Lockdown-Monaten praktisch zum Stillstand. Weltweit mussten Shops für längere Zeit schliessen und Reisebeschränkungen belasteten die für die Branche wichtigen Umsätze, die sie mit Touristen erzielen.

Bis auf China hätten alle Regionen deutliche Umsatzeinbussen verzeichnet, wird Verwaltungsratspräsident und Haupteigner Johann Rupert in der Mitteilung zitiert. In China seien die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr gar um 78 Prozent angewachsen. Zudem hätten auch die in den vergangenen Jahren in den Onlinehandel getätigten Investitionen eine gewisse Stütze geboten.

Den E-Commerce will Richemont weiter ausbauen. Bereits am Vorabend gab der Konzern bekannt, dass man mit dem chinesischen Internetriesen Alibaba in den Online-Händler Farfetch investieren will. Dafür nehmen die Genfer und die Chinesen je 300 Millionen US-Dollar in die Hand.

Zusammen will das Dreiergespann ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen, das die E-Commerce-Aktivitäten von Farfetch am chinesischen Markt umfasst. Alibaba und Richemont werden dafür jeweils weitere 250 Millionen Dollar aufwenden.

Farfetch wurde 2008 vom portugiesischen Entrepreneur José Neves ins Leben gerufen. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von anderen Online-Händlern dadurch, dass die Website als virtueller Marktplatz funktioniert, wo kleinere Boutiquen aus der ganzen Welt ihre Waren feilbieten.

(AWP)

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Dritte Kaufempfehlung für die

Dritte Kaufempfehlung für die Richemont-Aktie innerhalb weniger Tage

Die UBS preist neuerdings die Aktie von Richemont zum Kauf an. Es ist bereits die dritte neue Kaufempfehlung für den Luxusgüterkonzern innerhalb weniger Tage. Bahnt sich für Mittwoch eine Zahlenüberraschung an?

18.01.2021 08:12

Von Lorenz Burkhalter

Noch im Oktober machte die gefühlte Börsenwelt einen Bogen um die Aktie des Luxusgüterkonzerns Richemont. Gross war die Angst vor einer zweiten Pandemiewelle und damit verbunden auch die Sorge vor neuerlichen Reisebeschränkungen. Seither ist der Kurs allerdings von knapp 60 auf über 80 Franken gestiegen.

Mit steigenden Kursen scheint in Analystenkreisen auch der Appetit zurückzukehren. Die UBS stuft die Richemont-Aktie am frühen Montagmorgen von "Neutral" auf "Buy" herauf. Der Titel habe in den vergangenen fünf Jahren deutlich schlechter als andere Luxusgüteraktien abgeschnitten und verfüge nun über Nachholbedarf. Ausserdem gebe es Anhaltspunkte, wonach sich die Dynamik bei der auf Schmuck spezialisierten Tochter Cartier nachhaltig beschleunigt habe, so begründet die Grossbank ihre Kaufempfehlung. Deshalb traut sie der Aktie über die nächsten 12 Monate einen Vorstoss bis auf 94,50 (zuvor 73,60) Franken zu.

Neben Cartier geht auch von der Farfetch-Kooperation Fantasie aus

Wie Beobachter festhalten, ist die Kaufempfehlung durch die UBS bereits die Dritte solche einer Bank innerhalb nur weniger Tage. Erst am Freitag hatte die HSBC ihr Anlageurteil von "Hold" auf "Buy" erhöht und das Kursziel auf 94 (zuvor 83) Franken angehoben. Auch bei der britischen Grossbank drehte sich dabei alles um die Schmucktochter Cartier. Letzterer traut man künftig "beeindruckende Ergebnisse" zu.

Tags zuvor hatte schon BNP Paribas die Aktie in einer Branchenstudie mit einem Kursziel von 97 (zuvor 62) Franken von "Neutral" auf "Outperform" heraufgestuft. Neben den starken Wachstumsaussichten bei Cartier preist die französische Grossbank auch das kommerzielle Potenzial der Zusammenarbeit mit Farfetch an (der cash Insider berichtete).

Da Richemont der Öffentlichkeit am Mittwoch die Umsatzzahlen für das wichtige Weihnachtsquartal präsentieren wird, schliessen Beobachter von dieser geballten Ladung an Kaufempfehlungen auf einen möglicherweise starken Zahlenkranz. An diesem Tag dürfte sich zeigen, ob der kräftige Kursanstieg von 60 auf über 80 Franken eine positive Ergebnisüberraschung nicht bereits vorwegnimmt.

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Richemont mit leichtem

Richemont mit leichtem Wachstum im Weihnachtsquartal

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont ist im Weihnachtsquartal leicht gewachsen. Damit hat sich das Geschäft der Genfer vom coronabedingten Rückschlag im Frühsommer weiter erholt. Rückenwind gibt es aus China.

20.01.2021 07:32

Der Konzernumsatz stieg in den Monaten Oktober bis Dezember um 1 Prozent auf 4,19 Milliarden Euro, wie die Gruppe mit Marken wie Cartier, Piaget oder IWC am Mittwoch bekanntgab. Der Umsatz lag damit etwas höher, als dies im Vorfeld der Publikation erwartet wurde. Um Währungseffekte bereinigt beläuft sich das Plus sogar auf 5 Prozent.

Das Geschäft mit Schmuck und Uhren sei im Berichtsquartal weiterhin von der Coronakrise geprägt worden, schreibt Richemont. Dabei hätten nach wie vor die vielerorts von den Behörden zur Eindämmung der Pandemie getroffenen Reiserestriktionen sowie erneute Ladeschliessungen belastet.

Wachstumsschub aus China

Sehr gut hat sich Richemont aber in China entwickelt. Das Land hat sich rasch von den Folgen der Pandemie erholt und das hat im "Reich der Mitte" auch die Konsumlust geweckt. Im Berichtsquartal legten die Verkäufe dort währungsbereinigt um 80 Prozent zu.

In der gesamten Region Asien Pazifik kletterte der Umsatz um einen Fünftel in die Höhe auf 1,73 Milliarden Euro. Positiv stachen auch die Verkäufe im Mittleren Osten/Afrika mit einem ähnlich hohen Plus wie in Asien hervor.

Dagegen harzt das Geschäft weiterhin in Europa, wo der Umsatz von Richemont um einen Fünftel auf knapp eine Milliarde zurückfiel. Europa leidet besonders darunter, dass kauffreudige Touristen aus Asien fehlen. Das Geschäftsvolumen in Amerika sank nur leicht.

Gute Schmuck-Nachfrage

Punkten kann Richemont vor allem mit dem Schmuck von Cartier und Van Cleef & Arpels. In diesem Segment legten die Umsätze im dritten Quartal in Lokalwährungen um 14 Prozent zu. Bei den Uhren mit Marken wie IWC, Jaeger LeCoultre oder Panerai gingen sie hingegen um 4 Prozent zurück.

Das Geschäft auf den sich im Aufbau befindenden Onlinekanälen blieb mit einem zum Vorjahr kaum veränderten Umsatz stabil.

Über die gesamten ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 von April bis Dezember musste Richemont einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro hinnehmen. Ladenschliessungen, die unsichere Konjunkturlage und die Einschränkungen im Tourismus hatten die Verkäufe im Startquartal beinahe halbiert.

mk/pre/rw

(AWP)

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