Schindler

Schindler Hldg N 

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Ausblick Schindler:

Ausblick Schindler: Auftragseingang von 5,78 Milliarden Franken erwartet

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Freitag, 17. August die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2018 bekannt. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

16.08.2018 14:55

H1 2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens H1 2017A Auftragseingang 5'777 5'346 Umsatz 5'168 4'769 EBIT 600 558

FOKUS: Die Analysten rechnen auf der Umsatzseite mit einer soliden Entwicklung bei Schindler im zweiten Quartal. Auch der Auftragseingang dürfte weiter zugelegt haben. Die Marge dürfte jedoch aufgrund der steigenden Rohmaterialpreise, steigender Löhne und der Währungsentwicklung unter Druck kommen. Die Preissteigerungen könnten nur mit einer Zeitverzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Der Markt insgesamt wachse jedoch weiter und Schindler profitiere zudem von dem Wachstum bei der Wartung, aufgrund der höheren installierten Basis.

Da nicht alle Analysten in ihren Schätzungen den vom Unternehmen erst kürzlich kommunizierten positiven Effekt aus einer Steuerrückzahlung berücksichtigt hatten, kam hier kein verlässlicher AWP-Konsens zustande. (Siehe Pro Memoria) Gemäss den bereits aktualisierten Prognosen wird der Reingewinn bei etwa 500 Millionen Franken erwartet.

ZIELE: Der Ausblick für das laufende Jahr 2018 wurde mit der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal Ende April bestätigt. Die Guidance lautet weiterhin auf ein Umsatzwachstum von 3% bis 5% in Lokalwährungen. Der Ausblick für den Konzerngewinn soll mit der Publikation der Halbjahreszahlen bekannt gegeben werden.

Schindler-Chef Thomas Oetterli rechnet mit einer positiven Marktentwicklung. Neben den Wachstumsmärkten China, Indien und Südostasien würden auch Nordamerika und Europa eine stabile Wachstumsbasis bieten. Am Ziel, den EBIT und die Marge im Gesamtjahr zu steigern, hielt Oetterli fest. "Wir werden aber nicht so stark zulegen wie im Vorjahr."

PRO MEMORIA: Vor einigen Tagen hatte Schindler darauf hingewiesen, dass das Ergebnis im zweiten Quartal von einer einmaligen Steuerrückzahlung positiv mit 55 Millionen Franken beeinflusst wird. Allerdings könne der tatsächliche Betrag aus dieser Rückzahlung noch von dem nun gemeldeten Betrag abweichen, da die endgültigen Steuerveranlagungen noch nicht vorliegen würden, hiess es.

In einem Interview hat Schindler-Verwaltungsratspräsident Silvio Napoli Mitte Juli die Option eines "Going Private" für das Unternehmen ins Spiel gebracht. Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen einer Börsenkotierung stimme nicht mehr. "Die Rechnungslegung ist viel komplexer, aber deswegen nicht transparenter geworden", sagte Napoli. "Ein Going Private ist eine Option." Es würde dem Unternehmen viel Freiheit zurückgeben, wäre im Moment allerdings "extrem teuer". "Konkrete Pläne haben wir keine in der Schublade", fügte er an.

Anfang Mai hatte Schindler zwei Anleihe im Volumen von zusammen 500 Millionen Franken platziert. Der Nettoerlös aus den 0,0%/2020 (100 Mio) und 0,25%/2023 (400 Mio) Bonds soll für die Entwicklung des Geschäfts eingesetzt werden. Dabei nennt Schindler die Finanzierung des weiteren Wachstums, neue Technologien und Innovationen, mögliche Akquisitionen sowie einen allfälligen Rückkauf von eigenen Aktien und Partizipationsscheinen.

AKTIENKURS: Die Schindler-Partizipationsscheine haben sich in den vergangenen Monaten von dem bisherigen Jahrestief deutlich erholt. Bis April war der Kurs bis auf 197,90 Franken zurückgegangen, von dem im Januar markierten Allzeithoch bei 239 Franken. Aktuell notieren die Titel bei rund 224 Franken.

Homepage: www.schindler.ch

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Schindler wächst zweistellig

Schindler wächst zweistellig und hebt die Ziele an

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr Auftragseingang, Umsatz und Betriebsgewinn deutlich gesteigert.

17.08.2018 07:04

Der Konzerngewinn wurde zusätzlich durch eine Steuerrückzahlung getrieben. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wird angehoben und beim Gewinn wird ein Wert von bis zu über einer Milliarde Franken angepeilt. Der Auftragseingang und der Umsatz stiegen um je rund 10 Prozent auf 5,87 Milliarden bzw. 5,26 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Wachstum je rund 8 Prozent, wie Schindler am Freitag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 613 Millionen Franken zu liegen und damit ebenfalls rund 10 Prozent über dem Wert des Vorjahressemesters. Die EBIT-Marge blieb mit 11,7 Prozent stabil zum Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn nahm derweil um 23 Prozent auf 516 Millionen zu. Ohne die bereits zuvor kommunizierte Steuerrückzahlung in Höhe von 55 Millionen betrug das Plus ebenfalls 10 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen übertroffen. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Auftragseingang von 5,77 Milliarden Franken, einem Umsatz von 5,17 Milliarden und einem EBIT von 600 Millionen gerechnet.

Das Unternehmen zeigt sich mit dem Geschäftsgang zufrieden. Der Anteil an Grossprojekten habe dank Erfolgen im Infrastrukturbereich und dem Key Account Management für globale Kunden zugenommen. Das höchste Wachstum hat gemäss Schindler die Region Amerika erzielte, gefolgt von EMEA und Asien-Pazifik. Im chinesischen Neuanlagenmarkt hat Schindler die verkauften Stückzahlen erhöht und ist wertmässig gewachsen, wie es weiter heisst.

Für das Gesamtjahr 2018 wurde das Ziel für das Umsatzwachstum angehoben: Es wird neu ein Plus von 7 bis 5 Prozent in Lokalwährungen angepeilt, nach zuvor 3 bis 5 Prozent. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 960 Millionen und 1,01 Milliarden Franken erwartet wird. Im Vorjahr hatte dieser bei 884 Millionen gelegen.

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Schindler lanciert

Schindler lanciert kletternden Roboter

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler macht einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung: Er lanciert einen Roboter, der im Liftschacht klettern und autonom Arbeiten ausführen kann.

17.10.2018 07:35

Der Roboter mit dem Namen "R.I.S.E" (Robotics Installation System for Elevators) sei für die Automatisierung repetitiver, körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten entwickelt worden, teilte Schindler am Mittwoch mit. Dazu zählten etwa das Bohren von Löchern in Betonwände oder die Befestigung von Ankerbolzen zur präziseren Montage von Führungsschienen. Es gehe somit auch um einen "neue Dimension der Arbeitssicherheit".

Ausserdem gab Schindler bekannt, dass mit dem Council of Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) eine Partnerschaft über zwei Jahre vereinbart worden sei. CTBUH ist laut den Angaben eine Non-Profit-Organisation, die den Austausch von Know-how über den Bau von hohen Gebäuden fördert. Schindler will dank der Partnerschaft beim Thema Robotik- und Automatisierungsprozesse im Bau von hohen Gebäuden vorwärtskommen.

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Ausblick Schindler:

Ausblick Schindler: Jahresgewinn von 1'007 Millionen Franken erwartet

Der Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar das Geschäftsergebnis 2018. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zwölf Analysten beigetragen.

13.02.2019 14:00

2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens 2017A Auftragseingang 11'572 10'989 Umsatz 10'776 10'179 - Umsatzwachstum 6,2 4,6 in LW (in Wacko EBIT 1'262 1'187 Reingewinn 1'007 884 (in Fr.) Dividende je Aktie 4,59 4,00

FOKUS: Die Analysten rechnen mit einer Umsatzentwicklung in Lokalwährungen im Rahmen der vom Unternehmen gesetzten Ziele. In Franken gerechnet dürfte die Währungsentwicklung entgegengewirkt haben und auch die Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard IFRS dürfte Spuren hinterlassen haben. Die Marge wird zum Vorjahr wenig verändert erwartet. Von Interesse dürfte der Ausblick auf das laufende Jahr sein. Im Januar hatte Wettbewerber Otis aufgrund der allgemeinen Konjunkturerwartungen einen vorsichtigen Ausblick gemeldet.

ZIELE: Schindler hat für 2018 ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 5 bis 7 Prozent prognostiziert. Beim Konzerngewinn wurde ein Wert in der Bandbreite von 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Franken angepeilt.

PRO MEMORIA: Anfang Dezember hat das Unternehmen seinen neuen Hauptsitz in Ebikon bezogen. In den Um- und Neubau des Campus wurden in den vergangenen Jahren rund 130 Millionen Franken investiert. Die neue Firmenzentrale bietet rund 280 Mitarbeitern Raum.

Mit den Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2018 hatte Schindler die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Auftragseingang stieg um 7,1 Prozent auf 8,65 Milliarden Franken und der Umsatz um 7,9 Prozent auf 7,94 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 6,8 bzw. 7,6 Prozent.Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte um 7,7 Prozent auf 926 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge betrug unverändert 11,7 Prozent. Der Konzerngewinn erhöhte sich durch eine Steuerrückzahlung stärker um 15,1 Prozent auf 746 Millionen Franken. Währungen und steigende Rohmaterialkosten belasteten, das Unternehmen konnte jedoch operative Verbesserungen erzielen.

Alle Regionen legen zu, wobei Amerika am stärksten wuchs. In China wurden stabile Volumen erreicht und in Indien stiegen die Neuinstallationen. In Europa hätten sowohl der Norden als auch der Süden Wachstum gezeigt, hiess es Ende Oktober.

AKTIENKURS: Die Schindler-Partizipationsscheine haben in den vergangenen 12 Monaten eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich gebracht. Von rund 240 Franken im Januar 2018 ging es bis unter 200 Franken im vergangenen Sommer hinab. Danach folgte wiederum ein Anstieg auf ein Allzeithoch bei rund 246 Franken Anfang Oktober, worauf eine erneute Schwäche bis unter 190 Franken zum Jahreswechsel folgte. Aktuell notieren die PS bei rund 212,20 Franken.

Homepage: www.schindler.ch

jl/yl/yr

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Schindler steigert Umsatz und

Schindler steigert Umsatz und hält Profitabilität - Abschwächung erwartet

(Ausführliche Fassung) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut gewachsen und hat die Profitabilität gehalten. Der Reingewinn konnte durch einen Sondereffekt etwas stärker zulegen und die Aktionäre erhalten eine unveränderte Dividende. Im laufenden Jahr wird eine leichte Abschwächung in einigen Märkten erwartet.

14.02.2019 07:56

Der Auftragseingang legte um 6,2 Prozent auf 11,67 Milliarden Franken zu und der Umsatz um 6,9 Prozent auf 10,88 Milliarden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährung betrug das Wachstum 6,6 beziehungsweise 7,3 Prozent, womit die Umsatzerwartungen des Unternehmens selbst übertroffen wurden.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT konnte der Innerschweizer Konzern um 6,9 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken steigern, was einer unveränderten EBIT-Marge von 11,7 Prozent entspricht. Der Reingewinn wuchs um 14 Prozent auf 1,01 Milliarden. Zu diesem überproportionalen Wachstum habe das verbesserte operative Ergebnis sowie eine Einigung über die Besteuerung in Höhe von 60 Millionen Franken beigetragen. Die Analystenschätzungen (AWP-Konsens) wurden bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT knapp übertroffen, beim Reingewinn erreicht.

Nordamerika weiter stark - Wachstum in Asien

Das Wachstum sei in der Region Amerika am höchsten gewesen, gefolgt von den Regionen EMEA (Europe/Middle East/Africa) und Asien-Pazifik, schrieb das Unternehmen weiter. In China sei im Neuanlagengeschäft die Nachfrage leicht gestiegen und Indien sei zum Wachstum zurückgekehrt. Der nordamerikanische Markt sei unverändert stark geblieben und Südamerika habe von Volumenzunahmen in Brasilien profitiert. Die Region EMEA habe sowohl in Nord- als auch in Südeuropa eine robuste Nachfrage verzeichnet. Insgesamt sei der Anteil an Grossprojekten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Der Konzern setzt auf strategische Investitionen und die Beschleunigung von Innovationen. Das Projekt zur Modularisierung der Aufzüge schreite voran. Im Servicebereich seien mehr als 25 kleinere Unternehmen zugekauft worden und in China wurde die Beteiligung am dem Joint Venture "Volkslift Elevator" auf 49 Prozent erhöht. Zudem habe die Fertigstellung des Fahrtreppenwerks in Indien sowie die Eröffnung eines Werks für Fahrtreppenstufen in China die Position gestärkt. Zudem investiert Schindler in Digitalisierung, etwa in das Projekt "Digital Twin", das in der Entwicklung, Produktion und Montage zum Einsatz kommt, eine IoT-Plattform oder ein Robotersystem zu Installation von Aufzügen.

Unveränderte Dividende von 4 Franken

Der Generalversammlung wird eine unveränderte ordentliche Dividende von 4,00 Franken je Namenaktie und Partizipationsschein vorgeschlagen. An der Generalversammlung am 26. März stellt sich Michael Nilles auf eigenen Wunsch nicht mehr für eine Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung, wie es weiter hiess.

Für das laufende Jahr 2019 peilt das Schindler-Management eine Umsatzsteigerung in einer Spanne von 4 bis 6 Prozent in Lokalwährungen an. Einige wichtige Aufzugs- und Fahrtreppenmärkte würden sich abschwächen, so die Erwartung. Schindler sei aber aufgrund der breiten geografischen Diversifikation bestens positioniert, um von den Entwicklungen in Bereichen zu profitieren, wo die Märkte weiterhin wachsen. Langfristig würden die globalen Megatrends den Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt weiterhin begünstigen.

yr/tt

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Schindler, der defensive

Schindler, der defensive Zykliker

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler fährt an der Börse immer wieder Zickzack - trotz defensiver Qualitäten. Für höhere Kurse müssen sich Anleger langfristig orientieren.

03.04.2019 16:16

Von Ivo Ruch

Mit der Schindler-Aktie kann es schon mal kräftig nach oben oder unten gehen. Zuletzt schlug der Kurs um 3 Prozent nach oben aus wegen ermutigender Zeichen im Zollstreit. Wenige Tage davor ging es im selben Ausmass abwärts, als ein Analyst sein Rating änderte. Aktuell steht die Schindler-Aktie mit 209 Franken 10 Prozent höher als zu Jahresbeginn und 8 Prozent höher als vor einem Jahr. Beide Werte liegen unter jenen des breiten Marktes.

Kursverlauf von Schindler (rot), vom Konkurrenten Kone (violett) und des SPI (grün) in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch

Bei dieser Sensitivität stellt sich für Anleger die Frage, wie die langfristigen Perspektiven aussehen. Schindler reagiert an der Börse immer wieder auf konjunkturelle News, was typisch ist für zyklische Titel. Kein Wunder: Als Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen ist Schindler abhängig von der Bautätigkeit und somit vom Konjunkturverlauf. So formulierte das Management seinen Ausblick jüngst etwas vorsichtiger. CEO Thomas Oetterli sagte gegenüber cash, der für Neuanlagen wichtigste Markt China werde sich im laufenden Jahr flach entwickeln und in Nordamerika könnte mit der Zeit "ein Ende des Zyklus" kommen.

Die zyklische Seite

Schindler hat aber auch eine weniger zyklische Seite: das Servicegeschäft. Dieses macht rund die Hälfte des Umsatzes aus. Die Reparaturen und Modernisierungen von Anlagen hängen stark mit den Neuanlagen zusammen: Je mehr Installationen, desto mehr Servicekontrakte. Doch laut Marktbeobachtern ist es vorstellbar, dass der Service-Anteil innerhalb von zehn Jahren bis auf 60 Prozent steigt.

Im Vergleich zu anderen Industrietiteln gibt es noch weitere Merkmale, die Schindler weniger schwankungsanfällig machen. Einerseits ist das Geschäftsmodell wenig kapitalintensiv. Das heisst, die Einzelteile für Schindler-Produkte werden grundsätzlich bei Bedarf eingekauft und von der Firma zusammengebaut. Andererseits sitzt der Konzern auf einem hohen Bargeldbestand. Das gibt Flexibilität in verschiedene Richtungen.

Die Netto-Cash-Position von etwa zwei Milliarden Franken könnte zum Kurstreiber werden, wenn sie den Aktionären zugute käme. Das kann mittels Aktienrückkauf oder Dividendenerhöhung geschehen. Gerade bei der Dividende hat Schindler bereits an Dynamik zugelegt: Mit knapp 13 Prozent durchschnittlichem jährlichem Dividendenwachstum in den letzten fünf Jahren (2013 bis 2018) gehört der Titel hier zur Spitzengruppe in der Schweiz (cash berichtete).

Trotzdem besteht immer noch Luft nach oben. Verglichen mit anderen Industrieunternehmen ist die aktuelle Dividendenrendite von 1,9 Prozent eher ein tiefer Wert. Auch der finnische Konkurrent Kone (3,5 Prozent) bietet seinen Aktionären eine deutlich höhere Gewinnbeteiligung. Der hohe Cash-Bestand kann aber auch für Investitionen und Zukäufe genutzt werden. Etwas, das Schindler derzeit in den Vordergrund stellt, wie mit der Gründung des Startups "Building Minds" klar wurde. Es soll die Verwaltung und den Betrieb von Immobilien mit digitalen Mitteln optimieren.

Aktie ist kein Schnäppchen

Bei all diesen Möglichkeiten – Aktienrückkauf, Dividendenerhöhung, Zukäufe – ist jedoch die Agenda der Grossaktionäre entscheidend. Die Familien Schindler und Bonnard kontrollieren rund 70 Prozent der Stimmen, und ohne ihre Zustimmung wird der Titel nicht zur Dividendenperle. Somit rücken für Anleger andere Aspekte in den Mittelpunkt.

Da ist zum einen die EBIT-Marge, die im Vergleich zur Konkurrenz stabil geblieben ist. Einen Margen-Ausblick macht Schindler erst aus Anlass der Halbjahreszahlen. Beobachter rechnen aber weiterhin mit einer stabilen und positiven Entwicklung. Die Zürcher Kantonalbank schreibt in diesem Zusammenhang von einer "umsichtigen, auf Kontinuität bedachten Wachstumsstrategie". Der folgende Chart zeigt, wie Schindler in den letzten Jahren bei den EBIT-Margen einen stetigen Aufwärtstrend schaffte, während die Konkurrenz immer wieder Schwankungen hinnehmen mussten.

Aus der Bewertungsperspektive ist Schindler bestimmt nicht günstig. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die kommenden zwölf Monate beträgt 23, was klar über dem Industriesektor liegt. Die Prämie kann allerdings mit der hohen Qualität gerechtfertigt werden. Dazu gehören ein bewährtes Geschäftsmodell, eine gesunde Bilanz sowie ein hoher Auftragsbestand. Zudem profitiert Schindler vom Zukunftstrend der Urbanisierung in die Vertikale.

Die Analysten sind mit einem durchschnittlichen Kursziel von 216 Franken nicht besonders euphorisch. Solange die Zollstreitereien zwischen China und den USA nicht abgeschlossen sind, besteht für die Schindler eine ständige Rückschlagsgefahr. Die Qualitäten von Schindler – ein Mix aus zyklischen und defensiven Merkmalen – dürften eher langfristig zum Tragen kommen.

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Schindler setzt bei

Schindler setzt bei intelligenten Liften auf Dienste von Telefónica

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler und der spanische Telekomkonzern Telefónica spannen im Bereich der digitalen Netzwerkkonnektivität zusammen. Im Rahmen der weltweiten Partnerschaft rüstet Telefónica die intelligenten Aufzüge und Fahrtreppen von Schindler mit Konnektivitätslösungen aus.

27.05.2019 19:08

Auf der Schindler Ahead-Plattform für Wartungs-, Notruf- und Informationsdienste werde Telefónica ihre "Kite Platform" zur Verfügung stellen, teilte Schindler am Montag mit. Diese biete in Echtzeit eine transparente Übersicht und Verwaltung der Konnektivität aller Aufzüge und Fahrtreppen an.

mk/jb

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Schindler mit mehr Umsatz und

Schindler mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn - Prognose bestätigt

(Meldung um weitere Angaben ergänzt) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2019 Auftragseingang und Umsatz gesteigert. Höhere Kosten und Investitionen belasteten den Betriebsgewinn und der Reingewinn war nach einer Steuerrückzahlung im Vorjahr deutlich tiefer. Im Gesamtjahr wird weiter Wachstum erwartet, beim Gewinn jedoch ein leichter Rückgang.

14.08.2019 07:35

Der Auftragseingang verbesserter sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 6,09 Milliarden Franken, wie Schindler am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz wuchs um 3,3 Prozent auf 5,43 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 5,8 bzw. 5,4 Prozent. Alle Geschäftsfelder und Regionen erzielten Wachstum, wie das Unternehmen betonte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 596 Millionen Franken zu liegen und damit 2,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die EBIT-Marge betrug 11,0 nach zuvor 11,7 Prozent.

Die Preisanpassungen, Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen hätten die negativen Währungseinflüsse, steigende Lohn- und Materialkosten sowie geplante höhere Ausgaben für strategische Projekte wie erwartet nicht vollständig kompensieren können, schrieb das Unternehmen weiter. Schindler verbuchte Restrukturierungskosten in Höhe von 7 Millionen (VJ 5 Mio) und Ausgaben für das strategische Projekt "BuildingMinds" in der Höhe von 5 Millionen.

Der Konzerngewinn lag mit 436 Millionen Franken rund 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um die im zweiten Quartal des Vorjahres verbuchte Steuerrückzahlung in Höhe von 55 Millionen belief sich das Minus auf 5,4 Prozent. Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten knapp erreicht.

Hohe Anzahl an Grossprojekten

Das Unternehmen zeigt sich mit dem Geschäftsgang angesichts des Marktumfeldes zufrieden. In einem insgesamt hart umkämpften Markt habe man die Wachstumsdynamik beibehalten können.

Die Anzahl an Grossprojekten sei "bemerkenswert" gewesen, insbesondere in Nordamerika und in China im Bereich des öffentlichen Verkehrs, hiess es weiter. Die Region Asien-Pazifik habe das grösste Wachstum erzielte, gefolgt von den Regionen Amerika und EMEA. Im chinesischen Neuanlagenmarkt sei Schindler wertmässig deutlich gewachsen und habe im Vergleich zum Vorjahr die abgesetzten Stückzahlen "substanziell" erhöht.

Die strategischen Projekte würden planmässig voranschreiten. Dazu zählen die Modularisierung des Produktportfolios, die Entwicklung von digitalen Kundenlösungen auf der Basis des Programms "Schindler Ahead" sowie die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Das im März gegründete Berliner Start-Up "BuildingMinds", eine Serviceplattform für die Immobilienbewirtschaftung, habe sein Kernteam gefunden und konzentriere sich auf die Entwicklung erster Kundenlösungen.

Leichte Marktabschwächung erwartet

Die Märkte könnten sich im Verlauf des Jahres leicht abschwächen, heisst es im Ausblick. Schindler erwartet jedoch, dass der Konzern weiteres Wachstum erzielen wird und bestätigt seine Umsatzguidance für 2019 mit einem Plus von 4 bis 6 Prozent in Lokalwährungen. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 900 Millionen und 940 Millionen Franken erwartet wird. Im Vorjahr hatte dieser Wert 1,01 Milliarden erreicht.

yr/rw

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Schindler nimmt

Schindler nimmt Verschiebungen in der Geschäftsleitung vor

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler gibt Änderungen in der Geschäftsleitung bekannt.

30.09.2019 06:41

Carlos Guembe werde nach 30 Jahren Tätigkeit für Schindler per Ende Jahr im Vorfeld seiner für 2020 geplanten Pensionierung aus der Geschäftsleitung zurücktreten, teilte Schindler am Montag mit. Die Änderungen treten per 1. Januar 2020 in Kraft.

Seine Aufgabe als Verantwortlicher für Südeuropa übernimmt Julio Arce, welche bisher für den Bereich Qualität ("Field Quality & Excellence) zuständig war. Die Position von Arce wiederum wird von Robert Seakins übernommen, welcher derzeit noch die Region Asien/Pazifik leitet.

Seakins wird ersetzt durch Jujudhan Jena, welcher aktuell noch als CEO von Jardine Schindler aktiv ist, einem Joint Venture von Schindler in Hong Kong, Taiwan und Südostasien.

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Schindler steigert Umsatz in

Schindler steigert Umsatz in den ersten neun Monaten - weniger Gewinn

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten 2019 zwar mehr umgesetzt, der Gewinn fiel jedoch gegenüber dem Vorjahr klar tiefer aus.

24.10.2019 06:57

Grossprojekte in Nordamerika und Asien trieben das Wachstum. Die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr wird bestätigt. Der Auftragseingang stieg um 4,1 Prozent auf 9,01 Milliarden Franken und der Umsatz um 4,0 Prozent auf 8,26 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 5,9 bzw. 5,8 Prozent, wie Schindler am Donnerstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT ging hingegen in den Monaten Januar bis September leicht um 0,3 Prozent auf 923 Millionen Franken zurück, in Lokalwährungen hätte ein Plus von 1,6 Prozent resultiert. Die entsprechende Marge ging auf 11,2 von 11,7 Prozent im Vorjahr zurück. Der Konzerngewinn betrug 680 Millionen Franken, verglichen mit 746 Millionen im Vorjahr, als der Konzern eine einmalige Steuerrückerstattung in Höhe von 55 Millionen enthalten hatte.

Grossprojekte im Infrastruktur- und Geschäftshausbereich in Nordamerika und Asien-Pazifik seien als wesentliche Treiber hervorzuheben, schrieb Schindler weiter. Alle Geschäftsfelder und Regionen hätten Wachstum generiert. Die Region Asien-Pazifik habe - unterstützt durch die Entwicklung in China - den grössten Anstieg erzielt.

Beim Betriebsergebnis hätten die Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen die steigenden Lohn- und Materialkosten sowie geplante höhere Ausgaben für strategische Projekte nicht vollständig kompensieren können, schrieb das Unternehmen weiter.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen übertroffen. Die Experten hatten gemessen am AWP-Konsens mit einem Auftragseingang von 8,98 Milliarden Franken, einem Umsatz von 8,21 Milliarden, einem EBIT von 911 Millionen und einem Reingewinn von 668 Millionen gerechnet.

Die Zahlen zum dritten Quartals zeigen eine Beschleunigung des Wachstums in Vergleich zum ersten Halbjahr. Der Auftragseingang konnte um 4,8 Prozent und der Umsatz um 5,2 Prozent gesteigert werden (H1 3,8% bzw. 3,3%).

An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Gruppe dennoch fest: Schindler geht für 2019 weiter von einem Umsatzwachstum (in Lokalwährungen gerechnet) von 4 bis 6 Prozent aus. Und beim Konzerngewinn wird weiterhin ein Wert in der Bandbreite von 900 bis 940 Millionen angepeilt.

yr/rw

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Auf Höchstkursen: Schindler

Auf Höchstkursen: Schindler-Verwaltungsrat verkauft weitere Aktien-Anteile

Höchstkurse beim Liftbauer Schindler verleiten offenbar zu Gewinnrealisierungen.

18.12.2019 20:45

Am Mittwoch hat ein nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied 25'635 Namenaktien im Wert von 6,1 Millionen Franken veräussert. Also zu 238,56 Franken das Stück. Bereits zu Wochenbeginn hatte ein grosser Blockverkauf zu reden gegeben.

Beim Verkäufer könnte es sich erneut um den Firmenpatron, früheren Konzernchef und heutigen Verwaltungsrat Alfred N. Schindler handeln. Denn nur dieser besass aus dem Kreis der nicht-exekutiven Verwaltungsräte über eine ausreichende Zahl Schindler-Namenaktien. Zumindest - laut dem jüngsten Geschäftsbericht - per Ende 2018.

Alfred Schindler hatte sich bereits am Montag von 43'330 Partizipationsscheinen im Wert von 10,9 Millionen Franken getrennt. Er hatte damit sein gesamtes PS-Paket auf einmal abgestossen.

Die Schindler-Papiere so hoch bewertet sind wie nie zuvor. Am Montag hatten sie mit 253,50 Franken noch ein Rekordhoch verbucht.

(AWP)

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Schindler-Familie schichtet

Schindler-Familie schichtet Anteile zwischen den Generationen um

Bei Schindler wird es in den kommenden zwei Jahren zu einer Reihe von grossvolumigen ausserbörslichen Aktien-Transaktionen kommen.

08.01.2020 07:21

Die durch einen Aktionärsbindungsvertrag (ABV) verbundenen Familien würden Umschichtungen zwischen der vierten und fünften Generation vornehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

In den kommenden zwei Jahren seien deshalb aus heutiger Sicht bis zu 15 Transaktionen zu erwarten. Deren Wert werde je zwischen 20 Millionen und 350 Millionen Franken liegen. Eine erste Tranche im Umfang von rund 317 Millionen erfolgte am 27. Dezember 2019.

Ziel der Umschichtung sei, dass der Schindler-Konzern langfristig als Familienunternehmen in Schweizer Hand bleiben soll, wie es weiter heisst. Die durch den ABV verbundenen Familien halten zusammen 71 Prozent der Stimm- und 44 Prozent der Kapitalanteile.

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Schindler droht Konkurrent

Schindler droht Konkurrent Kone mit Klagewelle

Kurz vor der Entscheidung zum Verkauf der Aufzugssparte von Thyssenkrupp hat der Schindler-Konzern die Übernahmepläne des Konkurrenten Kone scharf kritisiert und mit einer Klagewelle gedroht.

12.02.2020 10:20

"Wir nehmen die Bestrebungen von Kone sehr ernst", sagte Verwaltungsratsmitglied Alfred Schindler in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir gehen davon aus, dass weitere Wettbewerber Klagen einreichen würden, weil ein Zusammenschluss von Kone mit Thyssenkrupp Elevator zu gross wäre. Da können wir kein Auge zudrücken", fügte er hinzu. "Wir würden voraussichtlich Klagen in Europa, den USA, Kanada, China und möglicherweise auch Australien einreichen." Diese Verfahren würden mindestens drei bis vier Jahre dauern.

Alfred Schindler hatte den Konzern von 1985 bis 2011 geführt. Die Familien Schindler, Bonnard und ihnen nahestehende Parteien kontrollieren 71,1 Prozent der Stimmen. Thyssenkrupp will bis Ende des Monats entscheiden, wie die Ertragsperle des Konzerns versilbert werden soll.

Börsengang als Option

Neben einem kompletten oder teilweisen Verkauf hält sich der kriselnde Thyssenkrupp-Konzern einen Börsengang offen. Kone hat Insidern zufolge ein Bündnis mit dem Finanzinvestor CVC geschlossen und bestätigt, ein Angebot in der Grössenordnung von in etwa 17 Milliarden Euro vorgelegt zu haben. Durch einen Zusammenschluss der Aufzugsgeschäfte von Thyssenkrupp und Kone könnte ein neuer Weltmarktführer entstehen.

"Otis ist seit rund 100 Jahren die Nummer Eins. Wir sind seit über 30 Jahren die Nummer Zwei", sagte Schindler. "Man darf ruhig davon ausgehen, dass weder Otis noch Schindler sich damit abfinden, verdrängt zu werden."

Details noch geheim

Schindler würde im Fall eines Zusammenschlusses auf zwei Wegen vorgehen: "Wir werden kartellrechtliche Klagen einreichen und im operativen Tagesgeschäft reagieren." Schindler würde sich grosse Mühe geben, eine Übernahme von Thyssenkrupp Elevator durch Kone zu stoppen, denn die Aufzugsbranche sei schon jetzt extrem konsolidiert. "Wir haben gar keine Wahl." Details wolle er nicht nennen. Überraschung sei Kern jeder Abwehr-Strategie. "Eine Strategie, die man im Voraus bekannt gibt, würde jeder Regel der Kriegsführung widersprechen."

Thyssenkrupp will mit dem Verkauf Mittel für den Umbau des seit Jahren kriselnden Konzerns gewinnen. Im Rennen ist Insidern zufolge auch ein Konsortium aus den Finanzinvestoren Advent, Cinven und der Abu Dhabi Investment Authority, das von der Essener RAG-Stiftung unterstützt wird. Eine weitere Bieter-Gruppe besteht aus Carlyle, Blackstone und dem Canada Pension Plan Investment Board. Hinzu kommt der kanadische Investor Brookfield, der sich mit Temasek aus Singapur verbündet hat.

(AWP)

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Schindler führt

Schindler führt Generalversammlung 2020 unter strikten Auflagen durch

Der Lift und Fahrtreppenhersteller Schindler hat für die Generalversammlung am 19. März strikte Auflagen verhängt. dies sei nötig, um den Vorgaben des Bundesrats bezogen auf die COVID-19-Pandemie zu entsprechen, heisst es in einer Mitteilung am Montagabend.

16.03.2020 21:31

Aktionärinnen und Aktionäre werden an der GV nicht vor Ort teilnehmen können. Sie werden aufgefordert, den unabhängigen Stimmrechtsvertreter zu instruieren. Die Abstimmungsfrist wird bis zum 18. März 2020 verlängert.

yr/

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Schindler liefert Aufzüge und

Schindler liefert Aufzüge und Fahrtreppen für Melbourne Metro

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat einen Auftrag für 103 Fahrtreppen und 73 Aufzüge für das Metro-Tunnel-Projekt im australischen Melbourne erhalten.

31.03.2020 07:33

Zum finanziellen Umfang des Auftrags machte der Konzern in einer Mitteilung von Dienstag keine Angaben. Bei dem Projekt handle es sich um das grösste je realisierte öffentliche Verkehrsinfrastrukturprojekt des australischen Bundesstaats Victoria, hiess es weiter. Es werde voraussichtlich 2025 abgeschlossen sein

(AWP)

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Ausblick Schindler:

Ausblick Schindler: Quartalsgewinn von 127 Millionen Franken erwartet

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Mittwoch 22. April, die Resultate für das erste Quartal 2020 bekannt. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

21.04.2020 12:23

Q1 2020E (in Mio Fr.) AWP-Konsens Q1 2019A Auftragseingang 2'621 2'968 Umsatz 2'315 2'582 - Wachstum in Lokalwährungen (in Wacko -6,2 5,8 EBIT 175 274 Reingewinn 127 7

FOKUS: Die Analysten gehen bei Schindler durch die Corona-Krise von einem deutlichen Umsatzrückgang aus und auch der Auftragseingang in Lokalwährungen dürfte tiefer ausfallen. Das Ergebnis dürfte überproportional belastet worden sein. Im ersten Quartal werden dabei vor allen die negativen Effekte aus China zum tragen kommen. Die negativen Auswirkungen in Europa und den USA werden erst später im zweiten Quartal durchschlagen. Aufgrund der uneinheitlichen Beeinträchtigungen nach Ländern sei die Unsicherheit in der Prognose deutlich grösser als üblich, merkt ein Analyst an.

ZIELE: Ende März hatte Schindler wegen der Auswirkungen der Corona-Krise den bisherigen Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der Umsatz in Lokalwährungen könnte im schlechtesten Fall um 10 Prozent schrumpfen, im besten bliebe er stabil, hiess es. Das sei abhängig von Dauer und Ausmass der behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Zuvor war das Management von einem Wachstum von 0 bis +5 Prozent ausgegangen.

PRO MEMORIA: Bereits Mitte Februar hatte Schindler mit den Jahreszahlen angekündigt, dass die Coronakrise spürbare Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal und ersten Halbjahr haben würden. Ein Ausblick für den Konzerngewinn soll erst mit den Halbjahreszahlen genannt werden.

Anfang April äusserte sich dann CEO Thomas Oetterli in einem Presse-Interview zuversichtlich in Bezug auf China. "China ist der erste Markt, der wieder zurückkommt, und er boomt. Unsere Produktionskapazitäten in China sind wieder zu 100 Prozent ausgelastet."

Bei der Beschaffung von Komponenten gebe es keine Engpässe. "Alle unsere Lieferanten sind wieder zurück", sagte Oetterli weiter. Die Zulieferer seien mit Anschubfinanzierungen und Vorauszahlungen unterstützt worden und auch den Kunden sei man bei den Zahlungsfristen entgegengekommen und habe bei einigen Rabatte gewährt.

Zudem habe Schindler in den vergangenen Wochen in China bereits wieder einige grössere Aufträge gewonnen. "Es zahlt sich aus, dass wir als Familienunternehmen nicht den letzten Zehntel der Marge herausquetschen", so der CEO weiter. Die Wiederaufnahme der Bautätigkeit in China stottere jedoch noch etwas.

Schindler hat Werke in den chinesischen Städten Schanghai, Suzhou und Xuchang und erzielte dort im vergangenen Jahr rund 1,55 Milliarden Franken Umsatz, was 14 Prozent des Gruppenumsatzes entsprach.

In Australien hat Schindler Ende März den Zuschlag für ein Metro-Projekt in Melbourne erhalten. Die Order umfasst 103 Fahrtreppen und 73 Aufzüge. Zum finanziellen Volumen wurden keine Angaben gemacht.

AKTIENKURS: Der Schindler-Kurs hatte einen deftigen Corona-Einbruch zu verzeichnen. Von rund 240 Franken im Februar ging es im Tief bis auf 175 Franken hinab. Seitdem haben sich die Namenaktien wieder bis auf aktuell rund 215 Franken erholt.

jg/yr/an

(AWP)

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Schindler-Geschäft durch

Schindler-Geschäft durch Covid-19-Pandemie belastet

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Das Geschäft des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler hat im ersten Quartal 2020 durch die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie gelitten. Umsatz und Auftragseingang waren klar rückläufig, belastet vor allem durch Einbussen in Asien. Durch Zusatzkosten und Währungseinflüsse gingen Betriebsergebnis und Gewinn überproportional zurück.

22.04.2020 08:11

Die Bauindustrie war im ersten Quartal zunächst vor allem in der Region Asien-Pazifik und später weltweit von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen, schreibt Schindler am Mittwoch. Es habe zeitweise Fabrikschliessungen gegeben und auch Baustellen seien teilweise stillgelegt worden. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit hätten zudem die Abschlüsse neuer Projekte und die Abwicklung von Aufträgen erschwert.

Der Umsatz gab gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent auf 2,45 Milliarden Franken nach. In Lokalwährungen betrug das Minus jedoch nur 0,2 Prozent. Der Bestellungseingang schwächte sich derweil um deutliche 8,4 Prozent (LW -3,2%) auf 2,72 Milliarden ab und der Auftragsbestand belief sich per Ende März auf 8,98 Milliarden, ein Minus von 1,7 Prozent zum Vorjahr.

Neuinstallationen und Modernisierung besonders betroffen

Der geringe Umsatzrückgang in Lokalwährungen erkläre sich aus dem weiter robusten Servicegeschäft, wie es weiter heisst. Das Neuanlagengeschäft und Modernisierungen gingen stärker zurück. Asien-Pazifik, und hier vor allem China, sei am stärksten von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen gewesen. Hier ging auch der Umsatz zurück, während sich Amerika sowie EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) positiv entwickelten, so das Unternehmen weiter.

Beim Auftragseingang wurde einzig in der Region EMEA eine Steigerung erzielt. Das Auftragsvolumen mit Grossprojekten sei robust geblieben.

Sondereffekte belasten Gewinn

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 166 Millionen Franken 39 Prozent unter dem Vorjahreswert (LW -34%). Die entsprechende Marge ging auf 6,8 von 10,6 Prozent zurück. Der Konzerngewinn des Innerschweizer Konzerns fiel mit 125 Millionen um 37 Prozent tiefer aus.

Das Ergebnis sei durch Sondereffekte deutlich beeinflusst worden, schreibt der Konzern. Dazu zählen etwa hohe Restrukturierungskosten von 51 Millionen Franken durch eine Fabrikschliessung in Spanien und Initiativen zur Effizienzsteigerung in anderen Ländern. Auch Fremdwährungseinflüsse sowie die Zusatzkosten für Schutzmassnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hätten das Ergebnis belastet. Das Unternehmen habe Massnahmen getroffen, um negativen Effekten so wirksam wie möglich gegenzusteuern, heisst es weiter.

Gewinnrückgang von 20 Prozent erwartet

Der erst im Februar gesenkte Umsatzausblick für das laufende Jahr wird bestätigt. Der Umsatz in Lokalwährungen könnte im schlechtesten Fall um 10 Prozent schrumpfen, im besten bliebe er stabil, hiess es. Das sei Abhängig von Dauer und Ausmass der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie.

Der Konzerngewinn werde voraussichtlich durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, der negativen Fremdwährungseinflüsse und der höheren Restrukturierungskosten um etwa 20 Prozent tiefer ausfallen. Der Gewinn-Ausblick soll mit den Halbjahreszahlen im Juli bekannt gegeben werden.

Die Erwartungen der Analysten wurden mit den Zahlen bei Auftragseingang und Umsatz leicht übertroffen, während das Ergebnis tiefer lag.

yr/rw

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Schindler rüstet neues

Schindler rüstet neues Terminal am Flughafen Frankfurt aus

Der Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler hat in Deutschland einen grösseren Auftrag an Land gezogen. Für das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wird Schindler insgesamt 164 Aufzüge, Rolltreppen und Fahrsteige einrichten.

29.04.2020 07:37

Schindler selbst wird dabei 73 Rolltreppen und Fahrsteige am neuen Terminal installieren. Die 91 Aufzüge für die sieben Stockwerke liefert die Tochtergesellschaft Haushahn, wie Schindler am Mittwoch mitteilte. Die Montage der Anlagen soll im dritten Quartal 2020 beginnen.

cf/ys

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Schindler bringt

Schindler bringt «coronakompatible» Lifte auf den Markt

Schindler bringt Aufzüge und Rolltreppen auf den Markt, die in Coronazeiten mehr Sicherheit gewähren sollen.

Aktualisiert um 07:45

Die Produkte der Linie "CleanMobility" ermöglichen etwa eine kontaktlose Nutzung, teilten die Innerschweizer am Donnerstag mit.

Die neuen Lösungen umfassen den Angaben zufolge Smartphone-Apps, die das Drücken von Aufzugstasten ersetzen, ein fortschrittliches Transitmanagement, Luftreinigungssysteme und UV-Licht-Desinfektion sowie Optionen zur Begrenzung der Passagierzahlen. Damit mache man die Lifte und Rolltreppen hygienischer und sicherer, erklärte Schindler.

(AWP)

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Schindler-Aktien erhalten

Schindler-Aktien erhalten Auftrieb von Aufstufungen

Die Aktien des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler sind am Dienstag im frühen Geschäft gegen den schwachen Gesamttrend gesucht und belegen den Spitzenplatz unter der SMI/SLI-Titeln. Der Titel erhält Auftrieb von gleich zwei Aufstufungen, nämlich durch die UBS und durch Berenberg. Beide Institute empfehlen die Aktien neu zum Kauf.

07.07.2020 09:38

Die Schindler-Aktien haben sich seit dem Jahrestief von Mitte März zwar wie andere Titel deutlich erholt, mit einem Plus seither von etwas über 20 Prozent fiel diese Erholung im Vergleich zu Gesamtmarkt, welcher um über einen Drittel zugelegt hat, bescheiden aus. So gesehen haben Schindler ein gewisses Aufholpotential.

Bis um 09.15 Uhr ziehen Schindler um 3,5 Prozent auf 234,40 Franken an. Der Gesamtmarkt (SPI) steht dagegen 0,27 Prozent tiefer.

Berenberg hat nicht nur das Rating auf "Buy" von "Hold" geändert, sondern auch das Kursziel auf 275 von 215 Franken deutlich erhöht. Er sei zunehmend optimistisch, was die Widerstandsfähigkeit von Schindlers Geschäftsmodell angehe, schreibt der zuständige Analyst dazu. Dies betreffe sowohl die Corona-bedingten Herausforderungen als auch die längerfristigen Aussichten. Gerade mit Blick auf das Coronavirus bestehe derzeit ein grosses Interesse daran, Aufzüge sicherer zu machen. Schindler habe kürzlich eine Reihe von Produkten auf den Markt gebracht, die genau diese Ansprüche erfüllten.

Auch die UBS hat die Einstufung für die Partizipationsscheine von Schindler auf "Buy" von "Neutral" hochgenommen und die Kurszielerhöhung auf 270 von 230 Franken fällt ebenfalls klar aus. Es sei nun ein guter Zeitpunkt, den Qualitäts-Titel zu kaufen, hiess es zur Begründung. Schindler dürfte weiterhin mit einer attraktiven historischen Wachstumsrate von fast 5 Prozent wachsen. Unterstützt werde dies von den strukturellen Entwicklungen der Urbanisierung sowie der alternden Bevölkerung. Das Unternehmen verfüge zudem über eine überdurchschnittliche Service-Umwandlungsspanne und Kostenpotenzial.

cf/kw

(AWP)

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Schindler will Kosten senken

Schindler will Kosten senken und plant Stellenabbau - Gewinneinbruch im Halbjahr

(Ausführliche Fassung) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler leidet unter der von der Covid-19-Pandemie ausgelösten Rezession und hat im Halbjahr einen tieferen Umsatz und einen Gewinneinbruch verbucht. Der Konzern will mit einer Restrukturierung und Kostenmassnahmen auf die tiefere Nachfrage reagieren. In den nächsten zwei Jahren sollen dabei auch rund 2'000 Stellen gestrichen werden, was rund 3 Prozent der derzeitigen Mitarbeiterzahl entspricht.

24.07.2020 08:05

"Die Bedingungen haben sich in den letzten Monaten weiter verschlechtert", wird Schindler CEO Thomas Oetterli in der Mitteilung zitiert. "Wir müssen nun handeln und Kosten entlang der kompletten Wertschöpfungskette reduzieren."

Beim geplanten Stellenabbau wird auch die Konzernzentrale nicht ausgenommen. Man wolle wettbewerbsfähig bleiben, um die Wachstumsstrategie weiter verfolgen zu können. Nur mit angepasster Kostenstruktur werde es gelingen das Unternehmen langfristig gesund zu erhalten.

Hohes Mass an Unsicherheit

Die Corona-Pandemie habe zu einem hohen Mass an Unsicherheit bezüglich wirtschaftlicher Entwicklungen geführt und weltweit würden alle Indikatoren rückläufige Wirtschaftsleistungen anzeigen. Entsprechend rechnet das Management mit negativen Auswirkungen auf die Märkte für Aufzüge und Fahrtreppen.

Eine Erholung auf das Niveau von 2019 wird frühestens 2022 erwartet. Zudem wird die weitere Aufwertung des Schweizer Franken als Faktor beim Konzernumsatz und bei den Kosten genannt. In einzelnen Märkten werde es jedoch weiter Wachstumschancen geben.

Trotz des starken Frankens und den negativen Effekten für Umsatz und Ergebnis sei Schindler in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen und die Zahl der Mitarbeiter sei um rund 24'000 auf derzeit 65'000 gestiegen, betont der Konzern. Die geplanten Massnahmen sollen über die nächsten zwei Jahre umgesetzt werden und die Kosten hierfür werden auf 150 Millionen Franken beziffert.

Tieferer Umsatz und Gewinneinbruch im Halbjahr

Die tiefere Nachfrage hat sich auch in den Zahlen zum ersten Halbjahr niedergeschlagen, wobei die Einbussen jedoch etwas weniger gravierend ausfielen als von den Analysten befürchtet. So sank der Auftragseingang in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 5,36 Milliarden Franken, und der Umsatz um 8,7 Prozent auf 4,96 Milliarden. Die Rückgänge in Lokalwährungen betrugen nur 6,6 bzw. 3,1 Prozent, woran der starke Franken-Effekt abzulesen ist.

Die Regionen Amerika und Asien-Pazifik waren am stärksten von der globalen Rezession betroffen, schreibt das Unternehmen weiter. In der Region EMEA und in China sei der Auftragseingang im Neuanlagengeschäft auf dem Niveau des Jahres 2019 gehalten worden.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT ging zum Vorjahr um 29 Prozent auf 421 Millionen Franken zurück und die Marge auf 8,5 von 11,0 Prozent. Der Konzerngewinn lag mit 313 Millionen um 28 Prozent tiefer.

Der Umsatz- und Margenrückgang sei auf Lockdown-bedingte temporäre Fabrikschliessungen sowie stillstehende Baustellen in mehreren Ländern zurückzuführen, schreibt Schindler. Zudem haben bereits in den ersten sechs Monaten hohe Restrukturierungskosten von 77 Millionen Franken (VJ 11 Mio) das Ergebnis belastet. Der Konzern nennt hier etwa die Fabrikschliessung in Spanien und Initiativen zur Effizienzsteigerung in ausgewählten Ländern als Kostentreiber.

Ausblick leicht angepasst

Der bisherige Ausblick für das Gesamtjahr wurde leicht angepasst und fällt etwas optimistischer aus als zuvor. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das Management nun mit einer Umsatzentwicklung in Lokalwährung in einer Spanne von unverändert bis -6 Prozent (zuvor -10%). Bei Restrukturierungskosten im Gesamtjahr von 130 Millionen wird ein Konzerngewinn in einer Spanne zwischen 680 und 720 Millionen erwartet.

yr/kw

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Schindler ernennt Sabine

Schindler ernennt Sabine Simeon-Aissaoui zum neuen Mitglied der Konzernleitung

Bei Schindler kommt es zu einem Wechsel in der Konzernleitung.

25.09.2020 06:53

Sabine Simeon-Aissaoui, derzeit Head Supply Chain Europa, folgt zum 1. Januar 2021 auf Egbert Weishaar als Verantwortliche für den Bereich Escalators and Supply Chain.

Weishaar tritt nach mehr als 27 Jahren beim Aufzug- und Fahrtreppenbauer in den Ruhestand, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

(AWP)

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Schindler mit Umsatzrückgang

Schindler mit Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten - Verbesserung im Q3

(Meldung ausgebaut) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten des Jahres unter der Covid-19-Pandemie gelitten. Zuletzt erholten sich die Märkte aber wieder etwas, insbesondere in China. Die Innerschweizer heben nun ihre Prognose für 2020 an.

23.10.2020 07:45

Der Auftragseingang sank im Zeitraum Januar bis September um rund 11 Prozent auf 8,07 Milliarden Franken und der Umsatz um 6,6 Prozent auf 7,71 Milliarden. Neben der Pandemie hatte auch der starke Schweizer Franken einen negativen Einfluss. In Lokalwährungen gingen die Werte nur um 4,7 bzw. 0,7 Prozent zurück, wie Schindler am Freitag mitteilte.

Zögerliche Markterholung

Schindler spricht von einer "zögerlichen Markterholung" im dritten Quartal. Gegenüber dem ersten Halbjahr zeigen die Zahlen jedoch eine deutliche Verbesserung. Der Umsatz ging in Franken um 2,5 Prozent auf 2,75 Milliarden zurück und verbuchte in Lokalwährung gar ein Plus um 4,0 Prozent.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT fiel in den Monaten Januar bis September um 21 Prozent auf 734 Millionen Franken, in Lokalwährungen war das ein Rückgang um 13 Prozent. Die entsprechende Marge sank auf 9,5 von 11,2 Prozent. Der Konzerngewinn sank um 19 Prozent auf 548 Millionen.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen übertroffen.

Restrukturierung kostet bisher 96 Mio Franken

Das Ergebnis wurde zusätzlich durch die Kosten der laufenden Restrukturierung und des geplanten Arbeitsplatzabbaus gedrückt. Für die Fabrikschliessung in Spanien und das globale Programm zur Kostenoptimierung wurden bisher 96 Millionen Franken aufgewendet, wie es heisst. Im Gesamtjahr rechnet Schindler hier mit Kosten von bis zu 130 Millionen.

Im Juli hatte Schindler im Rahmen des Programms einen Stellenabbau von rund 10 Prozent oder weltweit 2'000 Arbeitsplätzen angekündigt. Auf die Schweiz könnten davon rund 200 entfallen, wie es damals hiess.

Wachstum in China

Die Märkte in Asien-Pazifik und Amerika seien weiterhin stark von der globalen Rezession betroffen, heisst es in der Mitteilung weiter. Eine Ausnahme bilde China, wo sich eine V-förmige Erholung der Wirtschaft zeige. In der Region Amerika sank der Umsatz. Die Märkte in Europa hätten sich als robuster erwiesen als erwartet und erreichten Vorjahresniveau, so das Unternehmen.

Die Pandemie wirke sich auch weiterhin negativ auf die Weltwirtschaft und auf die Märkte für Aufzüge und Fahrtreppen aus. "Wir fokussieren uns auch in diesen herausfordernden Zeiten auf das, was wir beeinflussen können: für unsere Kunden ein verlässlicher Partner zu sein", wird CEO Thomas Oetterli in der Mitteilung zitiert.

Gleichzeitig beobachte man die sich weltweit dynamisch entwickelnde Situation genau, um bestmöglich agieren zu können. "Mehr und mehr Länder sehen sich einer zweiten Pandemiewelle gegenüber", betont der Konzernchef.

Prognose angehoben

Die Ziele für das Gesamtjahr werden angehoben: Schindler geht für 2020 nun von einem Rückgang beim Umsatz in Lokalwährung um bis zu 3 Prozent aus. Zuvor wurde ein Minus von bis zu 6 Prozent erwartet. Beim Konzerngewinn wird ein Wert in der Bandbreite von 720 bis 760 Millionen Franken angepeilt, was 40 Millionen über der bisherigen Guidance liegt.

yr/ra

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Schindler gewinnt Auftrag für

Schindler gewinnt Auftrag für die Modernisierung des Flughafens Riad

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in Saudi-Arabien einen weiteren Auftrag an Land gezogen.

27.10.2020 07:54

Schindler liefert insgesamt 74 Rolltreppen des Typs "Schindler 9300" für die Modernisierung der Terminals 1 und 2 des Flughafens in der Hauptstadt Riad. Der Auftrag am Royal Terminal des King Khalid International Airport (KKIA) soll bis 2022 abgeschlossen werden. Angaben zum Auftragsvolumen macht Schindler in der Mitteilung vom Dienstag keine.

Schindler sei seit 1957 in Saudi-Arabien tätig und habe die Präsenz im letzten Jahrzehnt erheblich erweitert, heisst es weiter. So wurde Saudi Elevator übernommen und mit der Olayan Group eine Partnerschaft eingegangen. Und kürzlich habe Schindler einen Auftrag für die Lieferung von vertikalen Mobilitätslösungen in der Pilgerstadt Mekka gewonnen.

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Schindler beruft Tobias

Schindler beruft Tobias Staehelin als Personalchef in Konzernleitung

Beim Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler wird Tobias Staehelin am 1. April 2021 neuer Personalchef.

15.12.2020 06:47

Staehelin folgt auf David Clymo, der nach 20 Jahren im Konzern Ende März in den Ruhestand treten werde, teilte Schindler am Dienstag mit.

Staehelin wechselt operativ von der Haushahn Gruppe Deutschland zu Schindler. Er sitzt allerdings bereits heute im Verwaltungsrat des Schindler-Konzerns. Diesen Sitz werde er auch in Zukunft behalten, so die Mitteilung.

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Schindler mit Umsatzrückgang

Schindler mit Umsatzrückgang und tieferem Gewinn - Analystenerwartungen aber erfüllt

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im Geschäftsjahr 2020 wegen der Covid-19-Pandemie einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen.

17.02.2021 08:04

Das Optimierungsprogramm hat das Ergebnis zusätzlich belastet. Im vierten Quartal hat sich das Minus indes abgeschwächt und der Ausblick fällt vorsichtig optimistisch aus. 

Der Auftragseingang lag verglichen zum Vorjahr 9,1 Prozent tiefer auf 11,02 Milliarden Franken und der Umsatz war mit 10,64 Milliarden um 5,6 Prozent schwächer, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch der starke Schweizer Franken belastete die Zahlen. In Lokalwährungen wurde ein Umsatzwachstum von 0,4 Prozent erreicht.

Im Schlussquartal zeigte sich wie in vielen anderen Branchen ein besseres Bild. So betrug das Minus beim Auftragseingang hier nur noch 5,2 Prozent und war in Lokalwährung positiv. Der Auftragsbestand lag per Ende Jahr in Franken gerechnet rund 3,9 Prozent unter dem Vorjahr, in Lokalwährung jedoch 2,4 Prozent höher.

Erholung frühestens 2022

Mit Ausnahme von China sind derzeit alle Märkte rund um den Globus von der Covid-19-Pandemie negativ betroffen, schrieb der Konzern weiter. In der Baubranche - und damit im Markt für Neuinstallationen und Modernisierungen - habe es einen abrupten Einbruch gegeben. Die Branche dürfte sich nach Ansicht von Schindler frühestens im Jahr 2022 wieder auf das Niveau von 2019 erholen.

In den Regionen Amerika und Asien-Pazifik ohne China sank der Auftragseingang. Das grösste Wachstum verzeichnete China, gefolgt von der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Beim Umsatz war Amerika negativ, Europa konnte eine stabile Entwicklung verbuchen. Asien-Pazifik konnte dank der starken Performance in China Wachstum verzeichnen, erklärte Schindler.

Restrukturierungskosten belasten Ergebnis

Beim Betriebsergebnis (EBIT) musste der Innerschweizer Konzern einen Rückgang um 11 Prozent auf 1,03 Milliarden Franken hinnehmen, was einer tieferen EBIT-Marge von 9,7 (VJ 11,2) Prozent entspricht. Darin sind Restrukturierungskosten von 135 Millionen enthalten.

Die sind 100 Millionen Franken mehr, als im Vorjahr verbucht wurden. Als Gründe für den höheren Wert wurden die Schliessung eines Werks in Spanien und das globale Kostenoptimierungsprogramm genannt. Der Konzern will wie bekannt weltweit rund 2'000 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa 200 in der Schweiz.

Der Reingewinn schwächte sich um deutliche 17 Prozent auf 774 Millionen ab. Der Generalversammlung wird dennoch eine unveränderte ordentliche Dividende von 4 Franken je Namenaktie und Partizipationsschein vorgeschlagen. Mit den Zahlen wurden die Analystenerwartungen erfüllt.

Wachstum von bis zu 5 Prozent erwartet

Für das laufende Jahr 2021 peilt das Schindler-Management ein Umsatzwachstum zwischen 0 und 5 Prozent in Lokalwährungen an. Eine Guidance zum Gewinn soll wie üblich mit den Halbjahreszahlen folgen.

Durch die Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen werden weiterhin Auswirkungen auf die Märkte und ein volatiles wirtschaftliches Umfeld erwartet. Als weitere Faktoren werden die politischen Spannungen, die höhere Staatsverschuldung, der rückläufige globale Handel in das historisch tiefe Zinsumfeld genannt.

(AWP)

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Schindler: VR Luc Bonnard

Schindler: VR Luc Bonnard erhält Ausnahme von der Alterslimite

Bei Schindler wird es zu einem Wechsel im Verwaltungsrat kommen. Für Rudolf Fischer, der sich im März an der Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl stellt, sollen Adam Keswick und Günter Schäuble Einsitz in dem Gremium nehmen. Alle übrigen Mitglieder stehen für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.

17.02.2021 07:54

Dies gelte auch für Luc Bonnard, teilte Schindler am Mittwoch mit. Für das Mitglied der Besitzerfamilie mit Jahrgang 1946 habe der Verwaltungsrat entschieden - in Übereinstimmung mit der Ausnahmebestimmung im Geschäftsleitungsreglement - das Alterslimit hinauszuschieben.

Etwas tiefere Managerlöhne

Höchstbezahlter Verwaltungsrat war in 2020 Präsident Silvio Napoli mit total 3,90 Millionen Franken. Das waren etwas weniger als die 3,99 Millionen im Jahr zuvor. Der gesamte Schinder-VR hat im letzten Jahr 10,81 Millionen Franken bezogen.

VR-Präsident Napoli verdiente damit fast so viel wie sein Konzernchef Thomas Oetterli, der total 4,08 Millionen Franken erhalten hat. Oetterli musste nach 4,16 Millionen im Vorjahr ebenfalls eine kleine Einbusse hinnehmen.

Der gesamten Schindler-Geschäftsleitung wurde im vergangenen Jahr eine Gesamtentschädigung von 21,53 Millionen Franken zugesprochen nach 21,23 Millionen in 2019.

ra/yr

(AWP)

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