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Preise für teure

Preise für teure Eigentumswohnungen ziehen weiter an

Für Wohneigentum in der Schweiz musste man im vierten Quartal 2019 erneut tiefer in die Tasche greifen. Allerdings waren weiterhin die Luxuswohnungen die Preistreiber, während durchschnittlichen Wohnungen zuletzt gar etwas günstiger waren als in der Periode von Juli bis September.

10.01.2020 12:27

Wie die am Freitag veröffentlichten Zahlen des Beratungsunternehmens Fahrländer zeigen, sind Eigentumswohnungen des gehobenen Segmentes im vierten Quartal um 5,0 Prozent teurer geworden. Gegenüber dem Vorjahresquartal lag der Preisanstieg gar bei über 13 Prozent. Zu diesem Segment zählen luxuriös ausgebaute Wohnung mit mindestens 180 Quadratmeter Wohnfläche an sehr guter Lage.

Demgegenüber wechselten Wohnungen im mittleren und unteren Preissegment die Hand zu einem nur knapp 3 Prozent höheren Preis als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorquartal sind diese beiden Segmente gar etwas günstiger geworden.

Einfachere "Hüsli" stagnieren

Etwas moderater war die Entwicklung bei den Einfamilienhäusern. Deren Preise seien im Schlussquartal auf landesweiter Ebene leicht angestiegen, heisst es bei Fahrländer. Aber auch hier war es das oberste Preissegment, das sich preislich am meisten nach oben bewegte, sowohl auf Jahressicht als auch im Schlussquartal. Das günstigste Segment hat die Preise vom Oktober bis Dezember im Vergleich zum dritten Quartal lediglich gehalten.

Fahrländer wirft in der aktuellen Mitteilung auch einen Blick zurück. Ende 2019 sei eine Dekade der Konsolidierung an den Wohneigentumsmärkten ausgelaufen. Während von 2000 bis 2009 die Preise noch um 43 Prozent angezogen hätten, seien es über die vergangenen zehn Jahr "nur" noch 24 Prozent gewesen. Und in den letzten sieben Jahren lag die Teuerung der Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser gar nur bei knapp 3 Prozent.

cf/ra

(AWP)

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Warum das Risiko in der Immo

Warum das Risiko in der Immo-Branche überschaubar ist

Investor Jost Schumacher stellt reihenweise neue Wohnungen ins Land. Eine mögliche Immobilienblase schreckt ihn überhaupt nicht.

19.01.2020 17:45

Von Ralph Pöhner

Eigentlich sieht er gar nicht so gefährlich aus. Oft lächelt er sogar milde, und mit grösster Geduld breitet er aus, was er plant, was es kostet und was es bringt. Doch Jost Schumacher gehört zu den Männern, vor denen uns die ­Nationalbank, die Finma und viele Immobilien-Analytiker warnen. Denn Jost Schumacher baut. Er baut Wohnungen. Er stellt Mehrfamilienhäuser ins Land, er verkauft einen Teil davon im Stockwerkeigentum, er vermietet – und das macht er in grossem Stil. «Ich habe etwa 300 Wohnungen im Bau», hat er vor dem Treffen am Telefon gesagt, als ob nichts dabei wäre.

Wenn man ihn also in seinem Büro in Luzern trifft, stellt sich eine Frage zuerst: Herr Schumacher, schlafen Sie noch gut?

«Natürlich», sagt er. «Das Risiko ist überschaubar.»

In Wauwil LU zieht er 22 Wohnungen hoch; sie sind zu 60 Prozent verkauft. In Attinghausen UR sind es derzeit 30 Heime (zu 50 Prozent verkauft). In Unterkulm AG werden es 38 neue Wohnungen sein (zu 50 Prozent verkauft). In Kriens wurden soeben zwei Dutzend Wohnungen fertig.

Mindestens vier Offerten

Streng nach Handbuch müsste man hier ernsthaft zweifeln an Jost Schu­macher. Schliesslich weiss auch er, dass in der Schweiz jeden Monat mehr Wohnungen leer stehen. Nach letztem Stand sind es 75'000 Stück, das entspricht dem ganzen Bestand in der Stadt Bern. Die Immobilienfirmen, die Anleger, die Pensionskassen, die Versicherer machen trotzdem eifrig weiter, was sollen sie auch sonst tun bei diesen Zinsen? Bei den sogenannten Rendite-Wohnliegenschaften – also Häusern, wie sie Jost Schumacher plant – scheint sich eine ausgewachsene Blase aufzupumpen und was das heisst, wissen die Ökonomen und die Finanzmarkt-Überwacher nur allzu gut.

Das letzte Mal, als solch eine Immobilienblase platzte, geriet erst das Bankensystem ins Wanken und dann das ganze Land in die Krise.

Doch befragt man heute Jost Schu­macher nach seinen Risiken, so erzählt er höchstens von Scherereien auf der Baustelle. «Man muss hart verhandeln», sagt er. «Ich baue nichts, ohne dass ich eine Handvoll Offerten eingeholt habe, mindestens vier.»

Mit seinem Flanellblazer, dem offenen Hemd, dem Schuhwerk samt Klettverschluss wirkt er tatsächlich wie der währschafte Verwalter, der täglich in der Siedlung zum Rechten sieht. Schon bei seiner Mutter konnte er beobachten, wie Häuser verfallen und dann wieder an Wert gewinnen. Als Präsidentin des Frauenvereins betreute sie in den siebziger Jahren einige alte Liegenschaften und begann dann, das eine oder an­dere Haus in Luzern zu renovieren.

Versprechen an die Bank

Bald machte es ihr der Sohn nach. Als junger Anwalt und Notar steckte er sein Einkommen in Beton und liess Mehrfamilienhäuser erstellen. Die Zeiten wurden wilder, Schumacher segelte in die Spe­kulationswelle der späten 1980er Jahre. Als die Nationalbank 1990 und 1991 den Diskontsatz innert weniger Monate von 2 auf 7 Prozent hochsetzte und die Preise einbrachen, geriet auch er unter Wasser. Doch die Luzerner Kantonalbank ver­zichtete darauf, den Bestand zu zwangsverwerten. «Damals gab es ja noch keine Belehnungsgrenzen», sagt Schumacher.

Den Banken schwemmte die Krise Problemhäuser zuhauf in die Bücher – wohin also damit? –, während Schumacher ein Versprechen abgab: Er werde die Zinsen zuverlässig bedienen und sich durch­sparen. «Damals schlief ich wirklich nicht gut», erinnert er sich. «Aber am Ende habe ich fast alles durch die Krise gebracht.» Dass er einen bekannten Namen hat im Kanton, dass die Patrizierfamilie der Schumachers mächtig war seit dem 16. Jahrhundert: Es wird geholfen haben.

Eigenkapitalrendite von 7,5 Prozent

Heute, zwei Jahrzehnte und drei Konjunkturzyklen später, besitzt er immer noch viele Wohnungen, im Schnitt sind sie zu rund 60 Prozent belehnt. «Schauen Sie», sagt er, «man kann mit Immobilien immer noch eine Eigenkapitalrendite von 7,5 Prozent erzielen.» Seine Marktanalysen bauen auf den Detailzahlen seiner Erfahrung: «Nehmen wir einmal an, die Mieten einer Liegenschaft bringen 600 000 Franken ein», nennt er ein Beispiel, dann rechnet er weiter: Man ziehe 20 Prozent für Verwaltung und laufende Kosten ab, bleiben also 480 000, «dann bezahlen Sie den Zins, legen etwas zur Seite für Renovationen», und schliesslich zieht Jost Schumacher einen imagi­nären Strich durch die Luft. «Am Ende ­haben Sie 150 000 Franken netto.»

Doch was ist, wenn seine Wohnungen leer stehen? Vor allem: Was wird, wenn überall mehr Wohnungen leer bleiben?

«Schauen Sie», sagt Jost Schumacher und setzt zur nächsten Rechnung an: «Bei uns sind im Schnitt etwa dreissig Wohnungen gerade unvermietet oder in gekündigtem Zustand.» Vier von fünf Wohnungen seien dann bereits bis zum Ablauf der Kündigungsfrist wieder weg. «Da habe ich doch kein Problem.» Seine Devise dabei ist simpel – günstige Wohnungen, kein Schnickschnack: «Es wird viel zu viel für das höhere Segment gebaut.»

In der Zentralschweiz kennt man Jost Schumacher denn auch als Vermieter, der hart ins Detail gehen kann. «Es kostet nicht allzu viel, es gibt nicht allzu viel, das ist der Deal»: So resümiert ein Liegenschaftenverwalter aus der Region das Prinzip von Schumachers Lubag AG.

«Nach unserer Erfahrung gehört er nicht zu den Vorreitern», sagt Cyrill Studer Korevaar, der Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbands Luzern. «Reparaturen, die klar zulasten des Vermieters gehen, werden als ‹kleiner Unterhalt› auch mal an die Mieter weitergereicht. Auch werden Referenzzinssenkungen nicht automatisch an die Mietenden weitergegeben.»

«Unser Vorgehen wird geschätzt»

Daraus macht Jost Schumacher gar kein Geheimnis: Die Mieter, die keine Senkungen verlangen, könnten erwarten, dass es später keine Aufschläge gibt – und dies womöglich über Jahrzehnte. «Ich habe das Gefühl, dass unser Vorgehen ­geschätzt wird», sagt er. In den letzten ­Jahren, als erst die Zinsen und dann die Referenzsätze auf Rekordtiefen abtauchten, liess sich mit der Zurückhaltung freilich ein hübscher Schnitt machen.

Für Wirbel in Luzern sorgte Schu­macher mit seiner Forderung, die Stadt müsse auch Private berücksichtigen, wenn sie Land für günstige Wohnungen vergibt, nicht nur gemeinnützige Träger. Er selber sei in der Lage, tiefere Mieten anzubieten als die Genossenschaften. «Ich habe Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen in der Stadt für 2100 Franken pro Monat», sagt er. «In Horw lagen die Anfangsmieten in einer Genossenschaftssiedlung kürzlich bei 2450 Franken.»

Am Ende beweisen all seine Kalkula­tionen, dass Wohnung nicht gleich Wohnung ist: «Es kommt drauf an», antwortet Schumacher nur, wenn man ihn nach all den Warnungen vor einer Blase befragt. «Wenn einer mit Liborhypotheken arbeitet und seine Häuser hoch belehnt: Ja, dann wird es eng, falls die Zinsen einmal auf 4 oder 5 Prozent klettern.» Heikel sei die Lage wohl für jene Besitzer, die eher teure Wohnungen am Rande der Agglomerationen errichtet haben. Denn da ­werde man, wenn die Zinswende kommt, die Mieten nie im Tempo der Kosten hochsetzen können.

«Dann baue ich halt weniger»

Aber was betrifft das ihn? Jost Schu­macher setzt voll auf Festhypotheken. «Sollten die Zinsen wieder steigen, bleiben mir immer noch ein paar Jahre, um Geld zur Seite zu legen. Dann baue ich in dieser Phase halt etwas weniger.» Ohnehin herrscht in der Zentralschweiz eher wenig Leerstand – und ausserhalb der ­Region baut er nicht: «Ich muss die Verhältnisse und die Menschen kennen.»

Aus der Luftperspektive erscheint der Immobilienmarkt zunehmend unsicher. Die Preise haben an vielen Orten ihren Höhepunkt überschritten. Die Zuwanderung flacht ab. Die Mieten kommen unter Druck. Aber auf dem Boden der Realität steht Jost Schumacher und sagt: «Wenn Sie Wohnungen für den Mittelstand haben, kann in der Schweiz eigentlich wenig schiefgehen.» Man müsse bloss vorbe­reitet sein und Reserven gebildet haben.

Dieser Text erschien zuerst in der "Handelszeitung" unter dem Titel "Investieren in Immobilien: «Das Risiko ist überschaubar»".

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Referenzzinssatz für

Referenzzinssatz für Wohnungsmieten sinkt

Der Referenzzinssatz für Wohnungsmieten sinkt auf 1,25 Prozent. Viele Mieterinnen und Mieter haben nun deshalb einen Anspruch auf eine Senkung ihrer Mieten.

02.03.2020 08:05

Wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Montag auf ihrer Webseite mitteilte, beläuft sich dem Referenzzinssatz zugrundliegende Durchschnittszinssatz aktuell auf 1,37 Prozent. Dies führt dazu, dass auf ein Viertelprozentpunkt gerundet ein Zinssatz von 1,25 Prozent resultiert.

Bei der letzten Publikation des hypothekarischen Referenzzinssatzes im Dezember lag der Durchschnittswert noch bei 1,39 Prozent. Berechnet wird der Wert von der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Grundlage der Berechnung sind die Zinssätze aller inländischer Hypothekarforderungen von Schweizer Banken.

Die Senkung des Referenzzinssatz wird Auswirkungen auf die Höhe der Miete haben. Mieterinnen und Mieter haben nun nämlich Anspruch auf eine Mietzinsreduktion. Konkret können sie damit rechnen, dass der monatliche Mietzins, den sie für ihre Wohnung oder ihr Haus bezahlen, um rund 2,9 Prozent gesenkt wird.

Einzelne Vermieter gewähren die Senkung sogar automatisch. Oft müssen die Mieter aber von sich aus aktiv werden und eine Mietzinssenkung beantragen. Die Vermieter kann zudem gestiegene Betriebs- und Unterhaltskosten der Liegenschaft geltend machen und diese mit den gesunkenen Hypothekarkosten verrechnen.

Der Referenzzinssatz des BWO ist für die Mehrzahl der Wohnungen in der Schweiz massgebend. Keine Gültigkeit hat er einzig für gewisse über eine staatliche Förderung finanzierte Liegenschaften sowie für Genossenschaftswohnungen, deren Mietzinse einer staatlichen Kontrolle unterliegen.

(AWP)

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Nur leichter Anstieg der

Nur leichter Anstieg der Mietpreise im Februar

Die Preise für Wohnungsmieten sind im Februar in der Schweiz nur wenig gestiegen.

03.03.2020 08:23

Längerfristig ist jedoch ein leichter Anstieg der Mieten zu beobachten. Wer bereits eine Wohnung mietet, kann aufgrund der erneuten Senkung des Referenzzinses auf eine sinkende Miete hoffen.

Die in Inseraten ausgeschriebenen Mietpreise haben sich im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent erhöht. Über die vergangenen zwölf Monate beträgt der Preisanstieg 0,8 Prozent, wie aus dem von Onlineportal ImmoScout24 und dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhobenen und am Dienstag veröffentlichten Swiss Real Estate Offer Index hervorgeht.

Anspruch auf Mietzinsreduktion

Dabei haben sich die einzelnen Regionen unterschiedlich entwickelt. Im Grossraum Zürich sind die Angebotsmietpreise um 0,7 Prozent, in der Nordwestschweiz um 0,6 Prozent, im Mittelland um 0,3 Prozent und in der Genferseeregion um 0,2 Prozent gestiegen. Dagegen sind die Mietpreise in der Zentralschweiz unverändert geblieben. Im Tessin dürfen sich Wohnungssuchende gar über einen Rückgang von 0,9 Prozent und in der Ostschweiz von 0,6 Prozent freuen.

Im Gegensatz zu den ausgeschriebenen Preisen für neue Mietverhältnisse sind die Mieten bestehender Verträge an die mietrechtlichen Vorgaben geknüpft. Deren Entwicklung stützt sich vor allem auf den hypothekarischen Durchschnittszinssatz der Banken.

Dieser wurde am Montag nach rund zwei Jahren erstmals wieder gesenkt und beträgt neu 1,25 Prozent. Mieterinnen und Mieter haben nun Anspruch auf eine Mietzinsreduktion. Konkret können sie damit rechnen, dass der monatliche Mietzins, den sie für ihre Wohnung oder ihr Haus bezahlen, um rund 2,9 Prozent gesenkt wird.

Teurere Eigentumswohnungen

Während die verlangten Kaufpreise für Einfamilienhäuser sich kaum verändert haben, sind Eigentumswohnungen im Februar um 1,2 Prozent teurer geworden. Dies liege im Rahmen der Steigerung über die letzten zwölf Monate von 1,4 Prozent. Der geforderte Quadratmeterpreis beträgt im Schweizer Durchschnitt aktuell 7'245 Franken.

Gleichzeitig zeigt sich bei den Preisen für Einfamilienhäuser keine Dynamik. Mit 0,1 Prozent verharren diese auf dem Niveau des Vormonats. Auch im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Angebotspreise nicht verändert und lägen bei rund 6'317 Franken pro Quadratmeter.

(AWP)

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Drohende Rezession wegen

Drohende Rezession wegen Coronavirus dürfte Schweizer Immobilienmarkt treffen

Die Auswirkungen des Coronavirus dürften auch an der Schweizer Wirtschaft und am heimischen Immobilienmarkt nicht spurlos vorüber gehen. Die Ökonomen der UBS erwarten, dass es bei einer ähnlich schweren Rezession wie 2009 teils zu substantiellen Wertkorrekturen bei Immobilien kommen dürfte. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Arten von Immobilien.

09.03.2020 10:27

Grundsätzlich gilt für den Immobilienmarkt gemäss UBS, dass er sich derzeit deutlich von der Situation im Jahr 2009 unterscheidet. Damals lösten massive Zinssenkungen der Schweizer Nationalbank (SNB) und eine Zunahme der Einwanderung einen starken Nachfrageschub bei Immobilien aus. Beide Faktoren dürften dem Markt diesmal nicht erneut zu Hilfe eilen. Denn das Zinsniveau kann laut UBS nicht nochmals so stark nachgeben wie zu Zeiten der Finanzkrise und auch das Bevölkerungswachstum habe sich seit damals halbiert.

Tiefere Zinsen dürften Eigenheimmarkt zunächst stützen

Sollten die langfristigen Zinsen sich über eine längere Zeit zwischen -0,75 und -1,00 Prozent festsetzen und sich die Beschäftigung und die Wirtschaft nicht massiv eintrüben, würden die tieferen Finanzierungskosten den breiten Eigenheimmarkt in einer ersten Phase allerdings sogar stützen. Somit wären im Durchschnitt über den ganzen Immobilienmarkt wohl nur moderate Preisrückgänge zu erwarten.

Im Luxussegment, wo die Nachfrage stärker an die Entwicklung der höchsten Einkommen und Vermögen gekoppelt ist, drückten hingegen schon moderate Preisrückgänge auf die Transaktionsvolumen. Hier dürfte es somit bei einer starken Rezession zu einem merklichen Rückgang der Marktliquidität kommen.

Bei Renditeliegenschaften wie Mehrfamilienhäusern dürften laut den UBS-Experten die Cashflows relativ stabil bleiben. Tiefere Zinsen stützen die Bewertungen. Führe das Coronavirus allerdings zu einer längeren wirtschaftlichen Schwächephase würden die Leerstände noch weiter ansteigen, heisst es in der Analyse.

Büroflächen und Geschäftsimmobilien stärker betroffen

Sollte es im Zuge der Abschwächung zu einem Rückgang der Beschäftigung kommen, dürften ausserdem auch die Büroflächen wieder höhere Leerstände aufweisen. Denn die Bautätigkeit sei relativ konstant, so die UBS weiter. Zudem generiere das sehr zyklische Shared-Office-Geschäft mittlerweile einen nennenswerten Teil der Nachfrage nach Büroflächen. Ein Anstieg der Risikoprämie und sinkende Mieten hätten deutliche Wertberichtigungen zur Folge.

Druck dürfte es auch für die Verkaufsflächen geben. Denn bereits mit guter Konjunktur verharrten die Umsätze in Shopping-Centern laut der UBS bestenfalls an Ort und Stelle. In einem Rezessionsszenario mit stagnierenden Haushaltsausgaben und einer weiteren Frankeaufwertung dürften die Umsätze um bis zu 5 Prozent nachgeben.

dm/kw

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Preise für privates

Preise für privates Wohneigentum im ersten Quartal weiter angestiegen

Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind im ersten Quartal trotz des "Lockdowns" im März weiter angestiegen.

14.04.2020 22:19

Der SWX IAZI Real Estate Index ist im ersten Jahresviertel um weitere 0,8 Prozent angestiegen, nachdem er im Vorquartal um 0,9 Prozent anzog, wie der Immobiliendienstleister IAZI am Dienstagabend mitteilte. Die Zeitperiode des "Lockdowns" wegen der Coronavirus-Pandemie sei wohl mit 14 Tagen viel zu kurz gewesen um sich die Quartalszahlen auszuwirken, wird IAZI-CEO Donato Scognamiglio in der Mitteilung zitiert. Anders sehe dies bei indirekten Immobilienanlagen aus, also bei Immobilienfonds und Immobilienaktien. Dort kam es zu grossen Wertverlusten vor allem bei Fonds, die mehrheitlich Immobilien mit kommerziell verwendeten Liegenschaften halten.

Die Einfamilienhäuser verzeichneten im ersten Quartal ein Preiswachstum von +0,8 Prozent (Vorquartal: 1,1 Prozent). Es bleibe nun abzuwarten, ob die Schweizer nun wegen Rezessionsängsten vorsichtiger würden und den Traum vom Eigenheim etwas aufschöben, so das IAZI.

Eigentumswohnungen wiesen im ersten Quartal des Jahres mit +0,9 Prozent sogar ein minim höheres Preiswachstum im Vorquartalsvergleich auf (Vorquartal: +0,7 Prozent). Ob sich diese Hausse fortsetze, sei aber "alles andere als gegeben", so IAZI-Chef Scognamiglio. Die Käuferschicht von Eigentumswohnungen dürfte in diesem Jahr mit Lohneinbussen oder mit einem Wertverlust des Anlagevermögens rechnen, was die Nachfrage verringern werde, glaubt er.

Auch bei den Mehrfamilienhäusern gab es laut IAZI ein Preiswachstum von 0,8 Prozent (Vorquartal +0,3 Prozent). Ein Preiswachstum wie im Jahr 2019, als die Wachstumsrate in drei Quartalen über 2 Prozent lag, dürfte für dieses Jahr aber kaum mehr zu erwarten sein, heisst es.

(AWP)

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Risiko auf dem

Risiko auf dem Wohneigentumsmarkt leicht gestiegen

Die Eintrübung der Wirtschaft im Zuge der Coronakrise erhöht auch die Risiken am Schweizer Wohneigentumsmarkt. Laut der Onlineplattform Moneypark steht der Wohneigentumsmarkt dennoch weiterhin auf einem stabilen Fundament.

21.07.2020 07:59

Der von Moneypark errechnete Real Estate Risk Index (RERI) ist im zweiten Quartal um 0,2 auf 4,1 Indexpunkte angestiegen. Er erreichte damit einen neuen Höchststand seit dem Start seiner Ermittlung im Jahre 2014.

Das impliziere ein erhöhtes Risiko mit leicht steigender Tendenz, schrieb Moneypark in einer Mitteilung vom Dienstag. Ein Wert von 0 steht dabei für kein Risiko, 6 für akute Blasengefahr. Die Erhöhung sei vor allem im Zeichen der äusserst düsteren Wirtschaftsaussichten zu sehen.

Dennoch: Eigentümerinnen und Eigentümer sollten die allfälligen, temporären Einkommenseinbussen aufgrund von Reserven mehrheitlich verkraften können, hiess es in dem Bericht. Ergänzend wirkten sich die sehr strengen Finanzierungsregeln, darunter vor allem die Tragbarkeitsregeln, positiv aus.

Positiv wertet Moneypark auch, dass Wohneigentum in der Coronakrise noch mehr an Wert und damit an Stabilität gewinne. So zeige sich, dass die Nachfrage nach Eigenheimen das Angebot bereits wieder deutlich übersteige. Das im April und Mai temporär stark reduzierte Transaktionsvolumen sei im Juni wieder angestiegen und dürfte einen grossen Schritt Richtung Normalität darstellen.

tt/gab

(AWP)

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Preise für Wohneigentum

Preise für Wohneigentum steigen im ersten Halbjahr trotz Corona

Die Corona-Krise hinterlässt auf dem Schweizer Immobilienmarkt bisher kaum Spuren. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind auch im ersten Halbjahr 2020 teurer geworden.

18.08.2020 11:57

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im ersten Halbjahr 2020 schweizweit um 0,90 Prozentpunkte und diejenigen für Einfamilienhäuser um 1,20 Prozentpunkte gestiegen, wie einer von Moneypark und dem auf Immobiliendaten spezialisierten Unternehmen PriceHubble veröffentlichten Auswertung vom Dienstag hervorgeht.

Dabei war der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern in der Deutschschweiz mit 1,30 Prozentpunkte höher als in der Westschweiz mit 1,10 Prozentpunkten. Auch bei den Eigentumswohnungen haben sich die Preise in der Deutschschweiz um 1,10 Prozentpunkte erhöht. In der Westschweiz sind Eigentumswohnungen dagegen um 0,10 Prozentpunkte günstiger geworden.

Immobilienkäufer setzen dabei vermehrt auf lange laufende Festhypotheken. Im ersten Halbjahr 2020 nahm der Anteil an Laufzeiten von 10 Jahren und länger gemäss der Studie weiter zu, während mittelfristige Laufzeiten weniger nachgefragt waren. Auch die Libor-Hypothek habe an Beliebtheit verloren, was aber auch mit der baldigen Einstellung des Libors und der Umstellung auf die Saron-Hypothek zu tun haben dürfte.

(SDA)

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Mietwohnungen werden

Mietwohnungen werden günstiger angeboten - Wohneigentum bleibt begehrt

Im Monat September haben Schweizerinnen und Schweizer auf der Suche nach einer neuen Wohnung von leicht tieferen Mieten profitiert. Wohneigentum wird noch begehrter.

02.10.2020 09:56

Aufgrund steigender Leerstände dürften die Angebotsmieten weiter sinken, hingegen wird Wohneigentum noch begehrter. Die in Inseraten im September ausgeschriebenen Mietpreise sind gemäss dem von Immoscout24 und der Immobilienberatungsfirma IAZI am Freitag veröffentlichten Swiss Real Estate Offer Index im Durchschnitt um 0,3 Prozent gesunken. Über die vergangenen zwölf Monate gingen die Angebotsmieten um leichte 0,1 Prozent zurück.

Je nach Region haben sich die Mieten in den Inseraten unterschiedlich entwickelt. Am deutlichsten gingen sie im September in der Genferseeregion und im Mittelland (-0,5%) zurück. Und auch in der Zentralschweiz (-0,2%) zeigt der Trend nach unten.

Demgegenüber wurden Wohnungen im Tessin teurer ausgeschrieben. Die Angebotsmieten legten dort um 1,6 Prozent zu. Steigende Angebotsmieten wurden auch im Grossraum Zürich (+0,8%) und in der Nordwestschweiz (+0,3%) gemessen, während sie sich in der Ostschweiz stabil entwickelten.

Leerstände nehmen zu

"Für das Jahr 2020 zeichnet sich erneut ein deutlicher Anstieg der Leerwohnungszahl ab", wird Martin Waeber, Immobilienexperte bei ImmoScout24, in der Mitteilung zitiert. Damit dürfte die Verhandlungsmacht der Mieter in den kommenden Monaten zunehmen.

Im Kanton Zürich beispielsweise stehen den Angaben zufolge rund 6'850 Wohneinheiten leer, was knapp 200 mehr sind als noch vor einem Jahr. Und auch in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Luzern steigen die Leerstände. Den grössten Sprung machte aber der Kanton Waadt mit 1'182 zusätzlich leerstehenden Einheiten.

Nach wie vor begehrt sind Wohnlagen in den Städten. So zählen die Stadtkantone Basel und Genf gemäss der Studie weniger Leerwohnungen als im Vorjahr, und in den Städten Zürich und Bern verharre der Wert auf tiefem Niveau.

Steigende Nachfrage nach Wohneigentum

Während die Mieten unter Druck kommen steigen die Preise für Wohneigentum. Im September seien Einfamilienhäuser zu 0,7 Prozent höheren Werten ausgeschrieben worden, heisst es. Anbieter von Eigentumswohnungen hätten ihre Preisforderungen mit 1,0 Prozent sogar noch stärker erhöht.

Noch deutlicher wird der Run auf Eigenheime mit Blick auf die letzten zwölf Monate: In diesem Zeitraum sind die Angebotspreise für Einfamilienhäuser gemäss der Studie um 4,7 Prozent gestiegen und jene für Eigentumswohnungen um 4,5 Prozent.

(AWP)

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UBS erwartet auch im

UBS erwartet auch im kommenden Jahr mehr leere Wohnungen

In der Schweiz wird trotz vieler bereits leerstehender Wohnungen weiterhin rege gebaut. Auch im kommenden Jahr dürften Wohnungen auf Halde produziert werden.

07.10.2020 10:28

Die Bautätigkeit dürfte sich zwar verlangsamen, heisst es in einer am Mittwoch publizierten Studie der Grossbank UBS zum Schweizer Immobilienmarkt. In den vergangenen vier Quartalen seien insgesamt weniger als 45'000 Baugesuche für Wohnungen eingereicht worden, was einem Rückgang von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Abnahme zeichne sich praktisch landesweit ab, wobei diese in den Bergkantonen, in der West- und der Ostschweiz am stärksten sein dürfte, so die UBS.

Aber trotz des Rückgangs der Baugesuchen dürften die Leerstände in der Schweiz auch nächstes Jahr erneut leicht zunehmen. Denn die Neubautätigkeit reagiere auf die Veränderungen der Baugesuche erst mit einer Verzögerung von mindestens sechs Quartalen, begründet die Bank ihre Prognose.

Zudem dürften aufgrund der Corona-Krise vermehrt touristisch vermietete Wohnungen zur Dauermiete ausgeschrieben werden. Auch dürften sich die gesunkenen Perspektiven bei touristischer Vermietung negativ auf die Nachfrage nach Zweitwohnungen auswirken.

Sinkende Mietpreise

Der sich fortsetzende Anstieg der Leerstände dürfte aber die Mieterschaft freuen, scheibt die Bank. Die Angebotsmieten lägen bereits rund 7 Prozent tiefer als vor fünf Jahren. Für 2020 Jahr erwarte die UBS aufgrund des aktuellen Überangebots nochmals einen Rückgang der Angebotsmieten um etwa 2 Prozent - bei Neubaumieten gar um 3 Prozent.

Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) standen per 1. Juni in der Schweiz 78'832 Wohnungen leer. Dies entspricht 1,72 Prozent des Gesamtwohnungsbestands (einschliesslich der Einfamilienhäuser). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 4,6 Prozent bzw. um 3'449 Wohnungen, wie aus der am Montag veröffentlichten Leerwohnungszählung des BFS ersichtlich wird.

(AWP)

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In der Schweiz kommen wegen

In der Schweiz kommen wegen Covid-19 weniger Immobilien auf den Markt

In der Schweiz hat das Angebot von zum Verkauf stehenden Immobilien während der Sommermonate 2020 abgenommen. Die Nachfrage ist weiterhin rege, aber es kommen weniger neue Objekte auf den Markt.

28.10.2020 11:13

In der Zeit zwischen Juli und Oktober ist das Angebot an zum Verkauf ausgeschriebenen Liegenschaften um ein Viertel auf 20'620 geschrumpft. Ein Grund dafür sei, dass viele Liegenschaften verkauft wurden, weil mit dem Trend zu mehr Homeoffice der Fokus auf das eigene Zuhause grösser geworden sei, schreibt der Vermittler von Immobilienmaklern, Bestag, in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Zudem hätten sich die Präferenzen verschoben. So wollten Eltern ein Haus mit Garten für ihre Kinder und würden daher auch längere Wege zum Pendeln in Kauf nehmen. Ein weiterer Grund für die rege Nachfrage sind die rekordtiefen Zinssätze für Hypotheken.

Weniger Liegenschaften angeboten

Ein anderer Grund ist laut Bestag, dass weniger Liegenschaften angeboten werden und oder einige gar wieder aus dem Verkauf gezogen wurden. So würden Ferienwohnungen vermehrt behalten und nicht verkauft. So wurden im Wallis, Tessin und in Graubünden, den typischen Ferienregionen, 3'200 Liegenschaften weniger zum Verkauf angeboten, was 47 Prozent des Rückganges erkläre.

Dazu komme, dass Eigentümer keine potenziell mit Covid-19 infizierte Besucher durch ihre Häuser führen wollten. Auch schätzten die potenziellen Verkäufer das Umfeld vor allem bezüglich des Preises als ungünstig ein.

Nur gerade bei 13,1 Prozent aller Immobilienverkäufe komme einer der drei am besten für das jeweilige Objekt qualifizierten Makler zum Zuge, schreibt Bestag. Das bedeute, dass bei fast 87 Prozent aller Immobilien nicht der ideale Makler verkaufe, was sich auf den Verkaufserlös negativ auswirken könne.

Das zeige, fasst Bestag die Studie zusammen, dass bisher Covid-19 noch keine negativen Folgen auf die Immobilienpreise gehabt hat. Da das Angebot knapp sei, könne man vielleicht sogar eine kurzfristige Preissteigerung erwarten.

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waspch
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Soeben habe ich von einem

Soeben habe ich von einem Insider eine Warnung für den Immobiliensektor erhalten.

Genau das Gegeteil ist der Fall. Es kommen immer mehr Immobilien auf den Markt und die Nachfrage wird kleiner.
Verkäufer werden schon zu Preisnachlässen gezwungen.

Also glaubt einfach nicht jeden Scheiss was geschrieben wird !

5G Sucks !

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UBS-Immobilienindex tritt

UBS-Immobilienindex tritt wegen Corona in die Blasenzone

Die Lage auf dem Schweizer Eigenheimmarkt hat sich wegen der Corona-Krise zugespitzt.

06.11.2020 11:16

Der Immobilienblasenindex der UBS ist deutlich gestiegen und notiert damit im Blasenbereich. Konkret stieg der sogenannte Swiss Real Estate Bubble Index im dritten Quartal 2020 auf 2,05 von 1,48 Punkten im Quartal davor. Bei einem Indexpunkt beginnt der Risikobereich, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die  Rede.

Der Anstieg sei zwar durch den Wirtschaftsschock der Corona-Krise getrieben und sei somit zu relativieren, schreibt die UBS in ihrer Mitteilung vom Freitag. Allerdings hätten auch die starken Preisanstiege zum  Ungleichgewicht beigetragen.

Regionen rund um Stadt Zürich

Die Ungleichgewichte konzentrieren sich laut der Studie mittlerweile sehr stark auf die Regionen rund um die Stadt Zürich und auf die Zentralschweiz. In diesen Regionen liege sowohl das Verhältnis der Eigenheimpreise zu den  Jahresmieten als auch zu den Haushaltseinkommen deutlich höher als im Schweizer Mittelwert.

Auch seien die Preissteigerungen in den letzten zehn Jahren klar überdurchschnittlich gewesen. Nicht mehr im Gefahrenbereich liegen gemäss der Studie hingegen die Regionen Pays d'Enhaut, Lugano und Saanen-Obersimmental.

Nicht nachhaltig

Für die UBS-Immobilienspezialisten sind zwar sowohl das aktuelle Preisniveau als auch die Dynamik der Hypothekarvergabe auf dem Eigenheimmarkt nicht nachhaltig. Doch parallel zur erwarteten wirtschaftlichen Erholung dürfte der Immobilienblasenindex ab 2021 die Blasenrisikozone wieder deutlich verlassen, wird beruhigt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 wäre der Index gemäss der Prognose wieder klar unter 1,50.

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index setzt sich aus sechs Subindizes zusammen. Es sind dies "Eigenheimpreise zu Jahresmieten", "Eigenheimpreise zu Haushaltseinkommen", "Bautätigkeit zu Bruttoinlandprodukt (BIP)", "Eigenheimpreise zu Konsumentenpreisen", "Hypothekarvolumen zu  Haushaltseinkommen" und "Kreditanträge für Buy-to-let (Rendite-Immobilien)".

(AWP)

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Eigenheime werden während

Eigenheime werden während Corona-Krise immer teurer

Der Traum vom eigenen Haus wird für viele immer unerschwinglicher.

01.12.2020 10:55

In der Schweiz haben die Eigenheimpreise im ersten Halbjahr 2020 nochmals deutlich angezogen. Laut den Immobilienexperten der Zürcher Kantonalbank waren vor allem viele teure Wohnobjekte auf dem Markt, die sich gut und ohne grosse Preisnachlässe verkaufen liessen.

Die Gründe dafür: Viele, die es sich bereits zuvor hätten leisten konnten, kauften erst in der Corona-Krise Wohneigentum. Gleichzeitig würden ältere Personen den Umzug ins Altersheim verschieben. Das verknappe das Angebot und stütze die Preise, wie die ZKB am Dienstag mitteilte.

Bemerkenswert sei, dass vor allem das Hochpreissegment floriere. Diese Entwicklung macht die Bank an den Inseraten fest: "In der Schweiz wurden im ersten Halbjahr 2020 so viele Einfamilienhäuser in einer Preislage über 3 Millionen Franken und Eigentumswohnungen über 2 Millionen inseriert wie schon seit über drei Jahren nicht mehr."

Und die hochpreisigen Objekte fänden zudem reissenden Absatz: "Trotz hoher Preise fanden die Verkäufer in der Regel problemlos Abnehmer", heisst es dazu. Der Grund dafür ist laut Ursina Kubli, Leiterin Immobilien-Research der Zürcher Kantonalbank, in einer neuen Entwicklung zu suchen: "Verkäufer von Einfamilienhäusern geben beim Preis in der Regel etwas nach. Dieser Preisabschlag ist in der aktuellen Situation praktisch verschwunden."

Ältere bleiben im Eigenheim

Eine weitere mögliche Erklärung liefere der sogenannte "Cocooning-Effekt". Gemeint ist damit, dass Personen freie Mittel vermehrt für Anschaffungen ausgeben, die das Wohlbefinden zu Hause steigern: "Kunden, die sich schon früher ein Eigenheim leisten konnten, bisher aber bewusst auf die eigenen vier Wände verzichtet haben, entscheiden sich plötzlich für einen Eigenheimkauf", heisst es dazu.

Und die Preise dürften weiter anziehen: Konkret rechnen die Immobilienexperten der Zürcher Kantonalbank für 2020 mit einem Preiswachstum von 4 Prozent. Im nächsten Jahr gehen sie von einem Wachstum von 3 Prozent aus. Hier spiele auch der Effekt, dass infolge der Pandemie die 65- bis 80-Jährigen seltener umziehen und den Einzug ins Altersheim hinauszögern würden.

Dies habe dazu geführt, dass zwischen April und Ende September im Kanton Zürich gemäss der ZKB über 120 Eigenheime weniger auf den Markt gekommen sind. Auch weil die Eigenheimquote in dieser Altersgruppe über 40 Prozent betrage. Diese Effekte hätten zur Folge gehabt, dass das Angebot an verfügbaren Eigenheimen um 10 Prozent geringer ausfiel und damit die hohen Preise stütze.

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Immobilienkäufer ziehts raus

Immobilienkäufer ziehts raus aus den Zentren

Einfamilienhäuser bleiben auch während Corona beliebt und teuer. Der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern dürfte hingegen laut einer Studie langsam ein Ende finden.

17.12.2020 10:34

Die eigenen vier Wände bleiben trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie ein rares und begehrtes Gut. Die robuste Nachfrage nach Wohneigentum spreche daher für ein weiterhin hohes Preisniveau, wie es im "Immobilien-Almanach Schweiz 2021" des Raumplaners Fahrländer Partner heisst. Der am Donnerstag publizierte Bericht hält zur starken Preisentwicklung fest, dass bei der aktuellen Wirtschaftslage "Immobilien weiterhin beinahe die einzige Möglichkeit sind, eine adäquate Rendite zu erzielen."

Zu spüren sei die Preistreiberei vor allem bei Einfamilienhäusern. Die Erwartung, dass sich der Markt aufgrund der aktuellen Situation abkühle, habe sich nicht bestätigt. Im Gegenteil hätten sich die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser im Corona-Jahr 2020 nach oben entwickelt. In den kommenden Monaten sei daher mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Der Aufwärtstrend dürfte sich aber gemächlicher entwickeln als auch schon.

Trendwende bei Mehrfamilienhäusern

Ein anderes Bild präsentiere sich derweil bei der Preisentwicklung von Mehrfamilienhäusern. Hier habe die Corona-Krise bereits Spuren hinterlassen und der lange Jahre anhaltende Anstieg der Preise dürfte gemäss dem Bericht langsam ein Ende finden. Denn die weiterhin steigende Quote an leerstehenden Wohnungen habe sich seit 2013 verdoppelt und drücke auf die Renditeerwartungen. Betroffen davon seien vor allem die Agglomerationsgemeinden.

In den stark nachgefragten Regionen, sprich den städtischen Zentren, hätten die Transaktionspreise von Mehrfamilienhäusern aber immer noch etwas Spielraum nach oben. "Es ist aber fraglich, ob dieser im kommenden Jahr ausgereizt wird", heisst es dazu.

Wohnung in der Stadt - Haus auf dem Land

Eine ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Inserat-Plattform Immoscout24 kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Während Wohneigentum vor allem ab von den Zentren gekauft werde, sei das Interesse an Mietwohnungen in Städten seit April erneut angestiegen: "Lange nicht alle Menschen können von zuhause arbeiten. Die Nähe zum Arbeitsort ist für diese Bevölkerungsgruppe nach wie vor sehr wichtig", sagt Martin Waeber von ImmoScout24.

Personen, die sich trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie für eine Eigenheim interessieren würden, seien hingegen flexibler geworden in Sachen Standortwahl. Gemäss den Suchanfragen falle auf, dass öfter in einem ganzen Kanton oder in einem grösseren Umkreis nach den geeigneten vier Wänden gesucht werde.

Im Verlauf des letzten Jahres seien zudem die inserierten Preise für Eigentumswohnungen um durchschnittlich 4,4 Prozent gestiegen. Diejenigen für Einfamilienhäuser sogar um 6,7 Prozent. Wer sich nun doch noch den Traum vom eigenen Heim erfüllen wolle, sei daher oft gezwungen, aufs Land auszuweichen.

(AWP)

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Milliardärs-Brüder wetten auf

Milliardärs-Brüder wetten auf krisengeplagte Manhattan-Immobilien

Simon und David Reuben haben es auf von der Krise belastete Immobilien in New York abgesehen. Mit 2,5 Milliarden Dollar Investionen in Manhattan setzen sie auf die Zukunft des dortigen Immobilienmarkts.

23.12.2020 20:30

Die Milliardärsbrüder, bekannte Immobilieninvestoren mit Sitz in Grossbritannien, haben unterrichteten Kreisen zufolge in diesem Jahr fast 2,5 Milliarden Dollar für US-Akquisitionen und Finanzierungsgeschäfte ausgegeben.

Dazu gehören Büro-, Einzelhandels- und Hotelimmobilien in Manhattan, wo die Investments gesunken sind, da Büroangestellte und Touristen angesichts der Pandemie zu Hause bleiben. Die Brüder, die zusammen auf ein Vermögen von mehr als 12 Milliarden Dollar kommen, erwarben ein Einzelhandelsobjekt in der Fifth Avenue sowie das Fünf-Sterne-Hotel Surrey auf der Upper East Side.

Sie stellten auch die Finanzierung für die US-Zentrale der Grossbank HSBC in der Fifth Avenue und das Park Lane Hotel, das an den Central Park grenzt, zur Verfügung, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

"Wenn jemand jetzt Kapital in Manhattan steckt, wettet er auf die Zukunft der Stadt", sagte Jim Costello, Senior Vice President bei der Researchfirma Real Capital Analytics. "Es kann für einen Investor hilfreich sein, sich ins Feuer zu wagen, wenn sich niemand anderes dorthin bewegt." Eine Sprecherin der Reuben-Brüder lehnte eine Stellungnahme ab.

(Bloomberg)

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Wohnen wird in der Schweiz

Wohnen wird in der Schweiz immer teurer

Das Wohnen hat 2020, im Jahr der Coronakrise, an Bedeutung gewonnen. Die Zahlungsbereitschaft hat zugenommen. Dies zeigt sich sowohl in teureren Mieten als auch in höheren Preisen für Wohneigentum.

05.01.2021 08:04

Die in Inseraten ausgeschriebenen Preise für Einfamilienhäuser sind per Ende 2020 gegenüber dem Jahresanfang um 5,6 Prozent gestiegen, wie dem neuesten Swiss Real Estate Offer Index zu entnehmen ist. Dieser wurde vom Immobilienportal Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben und am Dienstag publiziert. Bei den Eigentumswohnungen liegt die Steigerung mit 5,5 Prozent praktisch ebenso hoch.

Mieten sinken einzig im Tessin

Die im Mieterland Schweiz so wichtigen Wohnungsmieten haben ebenfalls zugenommen und sind im Verlauf des Jahres 2020 im Schnitt um 1,1 Prozent gestiegen. Besonders stark ist der Anstieg in der Genferseeregion, in der die Angebotsmieten im Jahresverlauf um 2,5 Prozent zugelegt haben.

Auch die Grossregion Zürich (+1,2%) beeinflusst das Resultat aufgrund ihrer Bevölkerungszahl stark. Steigende Mieten zeigen sich zudem in der Ostschweiz (+1,3%), in der Nordwestschweiz (+0,8%) und in der Zentralschweiz (+0,3%).

Nicht betroffen ist das Mittelland, wo die Angebotsmieten 2020 stagniert haben. Im Tessin sind sie gar um 2,6 Prozent gesunken.

Preise dürften weiter steigen

Das Corona-Virus wird laut Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24, den Immobilienmarkt auch 2021 prägen. "Die Aufmerksamkeit dürfte sich aber hin zu den Folgen allfälliger wirtschaftlicher Nachwirkungen wie Arbeitslosigkeit und Lohnrückgang verschieben".

Corona habe viele Menschen dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken. "In den meisten Fällen mit eindeutigem Resultat: Der Wunsch nach mehr Raum, mehr Wohnfläche, wenn möglich im Eigentum". Die Preise zeigten sowohl bei den Mieten als auch bei den Eigenheimpreisen entsprechend Aufwärtsdruck.

pre/ra

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Angebotsmieten im Dezember

Angebotsmieten im Dezember weiter gestiegen

In der Schweiz sind die Mieten für angebotene Wohnungen im Monat Dezember weiter leicht gestiegen. In Bezug auf die Kantone stach vor allem Zug mit einem deutlichen Anstieg hervor.

06.01.2021 11:00

Konkret stieg der Homegate.ch-Angebotsmietindex laut Mitteilung vom Mittwoch im letzten Monat 2020 um 0,2 Prozent auf 115,2 Punkte. Im Vergleich zum Dezember 2019 liegt das Plus bei 0,9 Prozent.

Städte Genf und Zürich deutlich teurer

Mit steigenden Mieten waren im Dezember insbesondere Wohnungssuchende in den Kantonen Zug (+1,9%), Genf (+0,6%), Luzern (+0,5%), Zürich (+0,5%) und Graubünden (+0,4%) konfrontiert. Hingegen verzeichneten besonders die Kantone Obwalden (-0,6%) und Nidwalden (-0,6%) einen Rückgang der Mieten. In den Kantonen Bern, Aargau und Waadt blieb der Mietindex unverändert.

In Bezug auf die grössten Städte waren dem Index zufolge im Berichtsmonat vor allem Genf (+0,7%) und Zürich (+0,6%) mit steigenden Angebotsmieten konfrontiert. Die Stadt Lausanne verzeichnete derweil einen Rückgang von 1,1 Prozent. Auch Wohnungssuchende in den Städten Bern (-0,4%) und St. Gallen (-0,4%) konnten sich über günstigere Mietpreise freuen.

Tessin und Freiburg im Jahresvergleich günstiger

Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr sind die Mietepreise laut den Angabe aktuell vor allem in den Kantonen Genf (+2,6%), Zug (+2,5%), Graubünden (+2,4%) und Zürich (+2,3%) klar höher. Obenaus schwingt allerdings Appenzell (AI/AR) mit einem Plus von 2,7 Prozent. Klar billiger geworden sind die Mieten derweil in den Kantonen Tessin (-1,2%) und Freiburg (-1,2%).

Bei den Städten wurden Genf (+2,6%) und Zürich (+2,3%) deutlich höher, während in Lugano (-2,0%) und Bern (-0,1%) das Mieten günstiger wurde.

Der Index wird vom Immobilienmarktplatz homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

uh/rw

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Wohneigentum in der Schweiz

Wohneigentum in der Schweiz wird auch im vierten Quartal teurer

Trotz Corona sind in der Schweiz die Preise für Wohneigentum auch im vierten Quartal 2020 gestiegen. Über das Gesamtjahr sind insbesondere Einfamilienhäuser deutlich teurer geworden. Bei den Eigentumswohnungen verzeichnet einzig das gehobene Segment leicht rückläufige Preise.

13.01.2021 10:41

Ängste, wonach die Krise den Immobilienmarkt bremsen würde, haben sich damit nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Im Schlussquartal legten die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 Prozent zu, wie eine Studie des Raumplaners Fahrländer Partner vom Mittwoch zeigt. Besonders hervorzuheben sei dabei der Anstieg von 1,9 Prozent im Luxussegment, zumal es dort in den beiden Vorquartalen zu einem Preisrückgang von insgesamt 5,9 Prozent gekommen war.

Insgesamt legen Eigentumswohnungen im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozent zu. Dabei zeigt die Studie im Segment der gehobenen Eigentumswohnungen eine praktisch stabile Preisentwicklung (-0,5% zum Vorjahresquartal), während das untere (+5,4%) und das mittlere Segment (+5,9%) klare Preisanstiege aufweisen.

Einfamilienhäuser trotz Krise deutlich teurer

Noch deutlicher fällt derweil der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern aus. Diese legen gemäss Index von Fahrländer Partner verglichen zum Vorjahresquartal um 7,1 Prozent zu und verzeichnen zudem allein im vierten Quartal einen Anstieg von 2,0 Prozent.

Im mittleren Preissegment verzeichnen alle acht Grossregionen der Schweiz steigende Preise für Einfamilienhäuser. Am deutlichsten ist der Anstieg in den Regionen Zürich (+9,3%), gefolgt vom Mittelland (+8,6%) und der Genfersee-Region (+7,4%), während der Zuwachs in der Südschweiz (+3,0) und im Alpenraum (+4,8%) moderater ausfällt.

So haben die Wohneigentumspreise 2020 trotz Corona-Krise ihren Anstieg weiter fortgesetzt, wie die Studie zeigt. "Auch die zweite Corona-Welle hat den Wohneigentumsmarkt in der Schweiz nicht zum Erliegen gebracht", lautet die Bilanz von Fahrländer-Chef Stefan Fahrländer.

jl/pre

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Logistikgebäude versprechen

Logistikgebäude versprechen höhere Renditen

Weil Wohnimmobilien so teuer sind, suchen Investoren in den Nischen: Logistikgebäude oder Mikroapartements ziehen neue Interessenten an.

18.01.2021 18:30

Von Marc Bürgi

In der Schweiz geht die Hausse im Immobilienmarkt in ein weiteres Jahr. Seit langem steigen die Preise für Wohneigentum fast ununterbrochen, und Mehrfamilienhäuser ziehen immer mehr Investoren an, obwohl Zehntausende Mietwohnungen leer stehen.

Dennoch: Auch 2021 sind Wohnimmobilien das mit Abstand attraktivste Investment im Immobilienmarkt. Das besagt eine Umfrage des Beratungsunternehmens EY unter 75 Expertinnen.

Spezialimmobilien versprechen höhere Renditen

Weil die Preise für Mietwohnungen oder Wohneigentum an guter Lage aber mittlerweile so hoch sind, schauen sich die Profis vermehrt nach Nischen im Markt um, sogenannten Spezialimmobilien – beispielsweise nach Logistikgebäuden und Mikroapartements.

Logistikimmobilien: In diese Kategorie fallen die unzähligen Gebäude, die es uns ermöglichen, online zu shoppen – Lagerhallen, Verteilcenter und Logistik-Hubs. Wir kaufen immer mehr im Internet ein, und damit wird immer mehr Boden und Beton benötigt, um die vielen Pakete auf den Weg zu bringen.

Zalando liefert vom Ausland aus

Jährlich wächst der Bedarf an Logistikfläche wegen des Onlinehandels in der Schweiz um 40'000 Quadratmeter – das entspricht der Grösse von fünfeinhalb Fussballfeldern.

Die Zahl könnte sogar noch höher sein: Zalando, Amazon und andere grosse ausländische Anbieter beliefern die Schweiz mehrheitlich aus riesigen Centern im grenznahen Ausland. Verteilt werden die Einkäufe dann von der Schweizerischen Post, von DHL und weiteren Transportunternehmen.

Dass Investoren da hellhörig werden, liegt auf der Hand. Zumal die Spitzenrenditen für solche Objekte gemäss dem Immobiliendienstleister CBRE oft höher sind als bei Büros und Wohngebäuden. «Viele Immobilieninvestoren sind aufgrund des anhaltenden Onlinebooms auf Logistikimmobilien aufmerksam geworden und prüfen Investitionen in diesem Segment», heisst es bei CBRE.

Mini-Wohnungen für das Stadtleben

Logistikimmobilien sind nicht die einzige Nische, die für Immobilienprofis interessant geworden sind. Auch Mikroapartements gehören laut der Umfrage von EY dazu.

Mikroapartements, maximal 30 Quadratmeter gross und meist mit Bad und Küche ausgestattet, entstanden in den letzten Jahren vor allem in den Städten.

Dass diese städtischen Kleinwohnungen nun mittelfristig wieder beliebt werden sollen, überrascht auf den ersten Blick. Schliesslich wünschen sich aktuell viele Mieter wohl mehr Platz und eine Sicht ins Grüne, weil sie im Home Office arbeiten müssen.

Ideal für Pendler und Studierende

Doch offensichtlich vertrauen Immobilienprofis auf eine gesellschaftliche Entwicklung, die für Kleinwohnungen spricht: Ein Drittel der Bevölkerung lebt alleine und viele Menschen sind mobil, wenn sie nicht eine Pandemie zum Daheimbleiben zwingt.

Gerade für Pendler, Geschäftsreisende oder Studierende sind städtische Mini-Wohnungen attraktiv.

Baufirmen wie Mobimo und Halter haben die kleinen Wohneinheiten als Geschäft entdeckt, Mobimo baut derzeit beispielsweise 100 Kleinstwohnungen mit rund 27 Quadratmetern beim Zürcher Bahnhof Hardbrücke.

Die Zuger Immobilienfirma Artisa hat sich gar auf Mikroapartements spezialisiert und will Tausende Mini-Apartments in ganz Europa bauen – in den grossen Schweizer Städten betreibt sie schon mehrere solche Liegenschaften unter der Marke Citypop.

Aus einem Business Hotel werden Miniwohnungen

Das neuste Projekt für kleine Wohnung wurde Anfang letzte Woche bekannt: Die Credit Suisse will aus einem Teil der Hotelzimmer des ehemaligen Swisshôtels Zürich-Oerlikon Mikroapartements machen. Das ehemals grösste Hotel der Stadt Zürich schloss letztes Jahr wegen der Corona-Krise.

Aus einem Business-Hotel werden – auch – Mikroapartements: Diese Meldung spiegelt die Einschätzung der Experten in der EY-Umfrage. Denn sie zählen Hotels für Geschäftsleute zu jenen Immobilien, für die sie langfristig sinkende Preisen erwarten – wie auch für Büros in der Agglomeration, Shoppingcenter und viele Ladenlokale.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei handelszeitung.ch unter dem Titel: «Der Onlineboom macht Lagerhallen zu Betongold»

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Wohneigentumspreise dürften

Wohneigentumspreise dürften trotz Corona-Krise weiter steigen

Die Risiken auf dem Schweizer Immobilienmarkt haben sich im vierten Quartal 2020 etwas entspannt. Doch die Preise auf dem Immobilienmarkt dürften in den kommenden Monaten weiter steigen. Vor allem bei Einfamilienhäusern an peripheren Lagen dürften überdurchschnittliche Preisanstiege zu sehen sein.

22.01.2021 08:35

Der von 0 bis 6 Punkte reichende Real Estate Risk Index (RERI) sei im 4. Quartal 2020 um weitere 0,3 auf 3,5 Indexpunkte gesunken. Dies sei ein Rückgang auf ein "mittleres Risiko" von einem "leicht erhöhten Risiko", schreibt der Hypotheken-Vergleichsdienst Moneypark in einer Mitteilung vom Freitag. Dies sei der tiefste Stand seit Mitte 2019.

Für die Abschwächung der Risiken sind laut Moneypark die stark verbesserten Zahlen und Aussichten der Schweizer Export-Wirtschaft sowie der stabile Inlandkonsum hauptverantwortlich. Allerdings dürfte der weitgehende Shutdown ab dem 18. Januar den Privatkonsum schwächen. Auch dürfte der Industriesektor die weltweit grassierende dritte Covid-19-Welle zu spüren bekommen.

Zunehmende Nachfrage in der Peripherie

Doch der Schweizer Eigenheimmarkt profitiere weiter vom anhaltend stabilen Niedrigzinsumfeld und stehe auf einem sehr soliden Fundament. Wegen der Pandemie habe das Wohnen an Bedeutung gewonnen, was sich auch in einer erhöhten Nachfrage nach Eigenheimen zeige. Vor allem an Orten mit tieferen Preisen zeige sich eine anziehende Nachfrage.

Im vierten Quartal 2020 legte der konsolidierte Angebots-Preisindex für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen mit einem Plus von 1,7 Prozent in einem Quartal so kräftig zu wie seit 2012 nicht mehr und erreichte dabei auf 166,2 Punkten ein Allzeithoch.

Da das Angebot gegenüber 2019 leicht zurückgegangen sei und Verkaufswellen aufgrund von Einkommenseinbussen oder Arbeitslosigkeit bisher ausgeblieben seien, dürften die Preise weiter steigen. Vor allem Einfamilienhäusern an peripheren Lagen dürften überdurchschnittliche Preisanstiege sehen, ist Moneypark überzeugt. In grösseren Städten wie Zürich oder Genf könnte das sehr hohe Preisniveau stagnieren oder leicht sinken. "Damit dürfte in diesen Hotspots eine weitere Zuspitzung der Preissituation ausbleiben."

Risiken bei Rendite- und Gewerbeliegenschaften

Bei Renditeliegenschaften sei die Lage etwas kritischer, so Moneypark. Das Preisniveau sei an vielen Orten in den letzten Jahren auf ein ungesundes Niveau gestiegen und die Mietnachfrage sei teils nur sehr beschränkt vorhanden. Damit bestehe ein erhöhtes Leerstandsrisiko.

Der Büromarkt habe eine Nachfrageeinbusse aufgrund von vermehrtem Home Office zu verkraften und bei Gewerbeobjekten zwängen die Umsatzeinbussen der stationären Geschäfte zu Lasten des Onlinehandels zu weiteren Kostenoptimieren bzw. Schliessungen von Filialen.

Zinsen dürften tief bleiben

Der Wettbewerbsdruck unter den Hypothekaranbietern dürfte sich in den nächsten Monaten wieder verstärken. Zudem forcierten die Banken das Finanzierungsgeschäft. Diese Situation dürfte die "historisch üppigen Margen" der Hypothekar-Investoren weiter moderat unter Druck setzen und tendenziell für tiefere Hypothekarzinsen sorgen.

Kein Problem sei die Verschuldung der Haushalte, die mit 59 Prozent zwar höher sei als im Vorquartal (46%). Daraus ergäben sich keine ausgeprägten Zusatzrisiken. Der Grenzwert dafür liege bei 66 Prozent.

pre/tt

(AWP)

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