CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

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Elias
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Ausverkauf bei «Junk Bonds» irritiert Anleger

Der Preiszerfall bei «Ramschanleihen» sorgt an den US-Aktienmärkten für Verunsicherung. Denn die Entwicklung dieser «Junk Bonds» gilt als Frühindikator für die Börsenkurse. Wird nun Europa von der Verunsicherung erfasst?

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Ansteckungsgefahr machen die Strategen bestenfalls bei den europäischen Automobilherstellern und den Rohstoffproduzenten aus. Gerade bei letzteren drücke der Schuh bei der vergleichsweise hohen Fremdverschuldung. Ausserdem hätten diese beiden Wirtschaftszweige in der Vergangenheit die grösste Anfälligkeit aufgewiesen, nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Abhängigkeit von den Schwellenländern. Diese gelten nämlich seit je her ebenfalls als verletzlich für von Amerika ausgehenden Schockwellen.

http://www.cash.ch/news/front/ausverkauf_bei_junk_bonds_irritiert_anlege...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Ungewöhnliche Wette gegen den Franken

Von wegen besinnliche Adventszeit: Unter den führenden Wirtschaftsnationen tobt weiterhin ein unerbittlicher Abwertungswettlauf. Seit wenigen Wochen hat dieser mit China einen neuen aber nicht weniger bedeutenden Teilnehmer.

Obwohl es die Amerikaner waren, welche den Startschuss für den Abwertungswettlauf gaben, verfolgen diese das Schauspiel mittlerweile von der Zuschauertribüne aus. Das überrascht, wird der starke Dollar für die dortige Wirtschaft doch immer mehr zur Hypothek.

Offiziell gibt es so etwas wie den Abwertungswettlauf unter den führenden Wirtschaftsnationen übrigens gar nicht. Man will schliesslich keine schlafenden Hunde wecken, schon gar nicht den Bürger auf der Strasse. Denn dieser hegt noch immer blindes Vertrauen in die Werthaltigkeit des Papiergeldes. Erst dieses Vertrauen macht einen solch heftigen Streit überhaupt möglich.

Gerade Japan zieht alle Register, um die heimische Währung künstlich zu schwächen. Egal ob Nullzinsen, Anleihen- oder Aktienkäufe – der Zweck heiligt die Mittel. Allerdings stösst die japanische Zentralbank immer mehr an die Grenzen ihrer Geldpolitik. Längst laufen die im Keller stehenden Notenpressen im Grenzbereich. Bei einer noch grösseren Betriebsgeschwindigkeit drohen sie zu überhitzen. Dennoch ist der Yen zuletzt wieder stärker und nicht mehr schwächer geworden, und selbst der japanische Aktienmarkt zeigt Anzeichen einer Ermüdung.

Umso mehr überrascht eine Empfehlung von Morgan Stanley an die eigene Devisenkundschaft. Die mächtige amerikanische Grossbank rät nämlich nicht nur zu Wetten gegen unseren Franken, sondern gar zum Kauf von Yen gegen Franken.

Bisweilen beschränkte man sich bei Morgan Stanley auf den Verkauf von Franken gegen Dollar. Auch diese Empfehlung bekräftigen die Amerikaner nach dem jüngsten Rücksetzer beim Greenback. Dass der Franken nun sogar schlechter als der künstlich tief gehaltene Yen sein soll, überrascht schon sehr.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) das Zielband für den 3-Monats-Libor-Zins in den negativen Bereich senkte. Mittlerweile wird den Geschäftsbanken sogar ein Negativzins von 0,75 Prozent in Rechnung gestellt.

Den Währungsstrategen von Morgan Stanley zufolge greift dieser Negativzins hierzulande immer stärker um sich, fallen bisherige Ausnahmeregelungen doch nach und nach weg. Mit steigendem Risikoappetit der Akteure an den Devisenmärkten werde der Franken an Wert verlieren, so sind sich die Experten sicher.

Nicht nur den Euro, auch den Dollar sehen sie bis Ende nächsten Jahres auf 1,15 Franken klettern. In Anbetracht des Aufwärtspotenzials von gut 16 Prozent innerhalb der nächsten 12 Monate müsste man eigentlich blindlings Dollar kaufen. Wäre da nicht der Yen, welchem die Strategen sogar einen Anstieg um mehr als 22 Prozent zutrauen.

Nachdem Micronas eine Übernahmeofferte der japanischen TDK vorliegt, gibt es zumindest aus Sicht eines Schweizer Aktienanlegers keine Wettmöglichkeiten auf einen festeren Yen mehr. Die Möglichkeit eines Devisentermingeschäfts oder einer Währungsoption bleibt - sofern Morgan Stanley denn richtig liegt.

CASH INSIDER

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Aktien Tokio Schluss: Nikkei beendet 2015 auf 19-Jahres-Schlusshoch
30.12.2015 08:39

TOKIO (awp international) - Die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach Gewinnen der Wall Street zugelegt und den Leitindex Nikkei auf den höchsten Jahres-Endstand seit 1996 getrieben. Der Auswahlindex für 225 führende Werte stieg um 51,48 Punkte oder 0,27 Prozent auf 19 033,71 Zähler. Damit kletterte das wichtigste japanische Börsenbarometer erstmals seit zwei Wochen auch wieder über die 19 000-Punkte-Marke. Der breit gefasste Topix legte um 3,91 Punkte oder 0,25 Prozent zu und endete beim Stand von 1547,3 Zählern.

Händler begründeten die Zuwächse mit der guten Marktentwicklung in den USA und den zwischenzeitlich wieder leicht gestiegenen Rohöl-Preisen, die am Mittwoch jedoch wieder nachgaben. Im Dezember war die Bilanz der Tokioter Börse durchwachsen: Der Nikkei büsste auf Monatssicht um 3,6 Prozent, der Topix um knapp 2,1 Prozent ein. Demgegenüber steht im Rückblick auf das Gesamtjahr aber ein grosses Plus von 9,07 Prozent beim Nikkei und 9,93 Prozent beim Topix.

Ein wichtiger Treiber für die unterm Strich gute Börsenbilanz Japans 2015 waren bessere Chancen für die traditionell starken Exporteure des Landes. Der Yen verlor an Aussenwert, wodurch ausgeführte Produkte auf dem Weltmarkt günstiger angeboten werden konnten. Zudem wirkte die aggressive Lockerung der Geldpolitik der japanischen Zentralbank, die bereits im April 2013 begonnen hatte, weiter nach.

Von Donnerstag bis Sonntag bleibt die Börse in Tokio geschlossen. Nach Silvester und den kurzen Neujahrs-Ferien beginnt der Handel am japanischen Aktienmarkt dann wieder am Montag./tk/jap/DP/das

(AWP)

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UBS-Konsumindikator steigt im November leicht
30.12.2015 08:30

Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im November 2015 um 0,03 auf 1,66 Punkte gestiegen, wobei der Vormonatswert um 0,03 Punkte nach oben revidiert wurde. Damit setze sich der positive Trend der letzten Monate fort und indiziere damit weiteres Wachstum des Privatkonsums in den kommenden Monaten, schreiben die Ökonomen der Grossbank in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Grundlage dafür bilden die weniger pessimistischen Erwartungen des Detailhandels sowie die gestiegenen Immatrikulationen von Neuwagen. Die monatliche Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) weise auf eine erfreuliche Tendenz im Detailhandel hin, heisst es: Der im November erhobene Indexwert für den Geschäftsgang nähert sich langsam den Werten vor der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses an.

Auch Neuwagen verkaufen sich wieder besser. So seien im November 11% mehr neue Personenwagen in Verkehr gesetzt worden als noch im selben Monat letztes Jahr. Verhalten entwickelt sich dagegen der Tourismus. Die Hoteliers spürten vermehrt den Druck der relativ günstiger gewordenen ausländischen Konkurrenz, heisst es dazu.

Der Privatkonsum wuchs im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal real um 1,2%. Im vierten Quartal könne das Wachstum - unterstützt durch fallende Konsumentenpreise - sogar noch an Dynamik gewinnen, glauben die Spezialisten der Grossbank. Die Bremsspuren der Frankenstärke würden jedoch langsam sichtbar: Die weiter steigende Arbeitslosenquote dürfte das verfügbare Haushaltseinkommen und damit auch das Wachstum des Privatkonsums mittelfristig limitieren.

Der Konsumindikator zeigt laut UBS mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

uh

(AWP)

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