Daimler

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Europas Spediteure wollen

Europas Spediteure wollen wegen Lkw-Kartells 160 Millionen Euro von Daimler

Daimler ist wegen der Beteiligung am sogenannten Lkw-Kartell mit weiteren Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe konfrontiert. Der Spediteursverbund Elvis will am Landgericht Stuttgart inklusive Zinsen rund 160 Millionen Euro erstreiten, wie Rechtsanwalt Moritz Lorenz von der Berliner Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein, der Elvis vertritt, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Klage war ursprünglich schon Ende 2019 eingereicht worden, der konkrete Betrag wurde aber erst kürzlich nachträglich beziffert. Das Gericht bestätigte den Eingang. Daimler hält die Forderungen für unbegründet.

04.03.2021 06:31

Die EU-Kommission hatte 2016 Kartellstrafen über insgesamt knapp drei Milliarden Euro gegen Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault verhängt, weil diese sich über Jahre hinweg über Preislisten ausgetauscht hatten. MAN musste als Kronzeuge nichts zahlen. Später bekam Scania noch eine Strafe von rund 900 Millionen Euro aufgebrummt. Die Frage, ob den Käufern der Lastwagen ein Schaden entstanden ist, liess die Kommission allerdings offen. Und so laufen dazu schon seit einigen Jahren vor deutschen Gerichten zahlreiche Verfahren.

Auch für den Europäischen Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (Elvis) ist es schon die zweite Klage gegen Daimler. Schon 2017 hatte Elvis Schadenersatzforderungen in Höhe von rund 176 Millionen Euro erhoben. Darüber verhandelt wurde bisher nicht. Damals ging es um die Zeit zwischen 1997 und 2011, in der das Kartell bestand. Die jetzige Klage (Az. 30 O 435/19) ist auf die Zeit nach der Aufdeckung gerichtet und umfasst laut Gericht zudem in der Schweiz getätigte Lkw-Käufe - insgesamt geht es um mehr als 10 000 Fahrzeuge. Laut Gericht füllen die Aktenordner mehr als 50 Umzugskisten.

Daimler erklärte, man werde die Klageänderung sorgfältig prüfen und sich gegen unberechtigte Ansprüche entschieden zur Wehr setzen. "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass unseren Kunden kein Schaden entstanden ist", sagte ein Sprecher. Formell richtet sich die Klage gegen Daimler. Der Konzern wird aber quasi stellvertretend auch für andere Hersteller in Anspruch genommen.

Als Klägerin tritt in beiden Elvis-Fällen die Themis Schaden GmbH auf, eine eigens dafür gegründete Tochterfirma des Verbundes, an die die Kläger ihre Forderungen abgetreten haben. Ein ähnliches Konstrukt in einem anderen Fall hatte das Landgericht München im vergangenen Jahr als unzulässig betrachtet - und die mit Abstand grösste Schadenersatz-Klage gegen das Lkw-Kartell über 867 Millionen Euro abgewiesen. Die Kläger haben dagegen Berufung eingelegt.

Es sei noch unklar, ob das Landgericht Stuttgart die Rechtsauffassung der Münchner Kollegen teile, sagte Elvis-Anwalt Lorenz. Vorsichtshalber habe man aber die eigenen Abtretungsvereinbarungen mit Themis angepasst, um die monierten Punkte auszuräumen.

Den ersten Fall, der es zum Bundesgerichtshof geschafft hatte, haben die Karlsruher Richter im vergangenen Herbst an das Oberlandesgericht Stuttgart zurückverwiesen - im Wesentlichen, weil sie die Feststellungen der EU-Kommission nicht ausreichend gewürdigt sahen.

Daimler sieht sich durch das BGH-Urteil in seiner Auffassung bestätigt, dass jeder Kläger für jeden Einzelfall einen konkreten Schaden nachweisen müsse. "Das ist sehr aufwendig und wird den Kunden im Ergebnis auch nicht gelingen", sagte der Sprecher.

Verhandlungen über Vergleiche hat Daimler nach Elvis-Angaben abgelehnt. Der Konzern selbst wollte sich dazu nicht äussern./eni/DP/zb

(AWP)

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Daimler zieht wegen Diesel

Daimler zieht wegen Diesel-Rückrufen vor Gericht

Nach seinen erfolglosen Widersprüchen gegen die Diesel-Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zieht der Autobauer Daimler vor Gericht. Es lägen drei Klagen der Mercedes-Benz AG vor, bestätigte das Verwaltungsgericht Schleswig auf Anfrage. Zwei seien Ende Februar eingegangen, die dritte am vergangenen Dienstag. "Wie bereits seit 2018 angekündigt, legen wir Rechtsmittel ein, um strittige Fragen vor Gericht klären zu lassen", erklärte ein Daimler-Sprecher.

18.03.2021 06:34

Nach Auffassung der Behörden hat Daimler in Hunderttausenden Diesel-Fahrzeugen von Mercedes-Benz eine unzulässige Abgastechnik verwendet. Von den deswegen verhängten Rückrufen sind nach Angaben des Konzerns EU-weit etwa 1,4 Millionen produzierte Fahrzeuge betroffen, davon etwa 600 000 in Deutschland.

Daimler hält die Funktionen für zulässig und ruft zwar die Fahrzeuge zurück, hatte aber Widersprüche gegen die Bescheide eingelegt - ohne Erfolg. Das KBA wies die Widersprüche zurück. Nur einer ist nicht abschliessend bearbeitet, weil Daimlers Begründung noch fehlte.

Der nächste Schritt sind nun die Klagen. Daimler hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, an einer grundsätzlichen Klärung der strittigen Fragen interessiert zu sein. "Wir befinden uns in einem kontinuierlichen Austausch mit den Behörden und kooperieren vollumfänglich", betonte der Sprecher.

Die notwendigen Akten sowie ausführliche Klagebegründungen liegen dem Verwaltungsgericht nach eigenen Angaben bisher nicht vor. Angesichts der Komplexität der Verfahren und einer auch sonst hohen Belastung der zuständigen 3. Kammer dürfte vor Mitte 2022 nicht mit einer mündlichen Verhandlung zu rechnen sein, hiess es./eni/DP/zb

(AWP)

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Daimler will umstrittene

Daimler will umstrittene Dividendenerhöhung beschliessen lassen

Ungeachtet grosser Kritik will der Autobauer Daimler am Mittwoch die umstrittene Erhöhung der Dividende für das Jahr 2020 beschliessen lassen. Der Vorschlag des Vorstands um Konzernchef Ola Källenius für die digitale Hauptversammlung (ab 10.00 Uhr) in Stuttgart sieht die Ausschüttung von 1,35 Euro pro Aktie vor - die Hälfte mehr als im Vorjahr. Der Antrag dürfte angesichts der Mehrheitsverhältnisse unter den Anteilseignern durchgehen, auch wenn vor allem Nichtregierungsorganisationen vor der Veranstaltung lautstark ihren Unmut kundgetan hatten.

31.03.2021 06:31

Kritik entzündet sich vor allem daran, dass Daimler im Vorjahr durch Kurzarbeitergeld konzernweit rund 700 Millionen Euro sparte - und nun dennoch die Ausschüttungen erhöht. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre befand, durch dieses Vorgehen mitten in der Pandemie zeige sich Daimler "ignorant für die gesamtgesellschaftliche Stimmung".

Die Interessenvertretung Bürgerbewegung Finanzwende bezeichnete das Vorgehen als "moralisch verwerflich". Im Ergebnis würden so Steuergelder, die Beschäftigung sichern und Pleiten verhindern sollten, als Gewinnausschüttungen an Aktionäre weitergeleitet. Mehrere Organisationen kündigten für Mittwochvormittag Protestkundgebungen an - sowohl in Stuttgart als auch in Berlin.

Bei der Hauptversammlung selbst wird die zu erwartende Kritik an der Dividendenerhöhung die Vorstände nur in schriftlicher Form oder via aufgezeichneten Videos erreichen. Wegen der Corona-Beschränkungen sind keine Live-Redebeiträge von Aktionären zugelassen.

Källenius hatte zuletzt darauf verwiesen, dass man für die Leistungen aus der Arbeitslosenkasse auch viele Jahre lang viel Geld in die Sozialversicherung eingezahlt habe. Daimler hatte im Corona-Jahr 2020 vor allem dank einer Erholung im zweiten Halbjahr überraschend starke Gewinnkennzahlen präsentiert.

Für den scheidenden Aufsichtsratschef Manfred Bischoff wird es am Mittwoch die letzte Hauptversammlung im Amt sein. Er soll vom ehemaligen Volkswagen - und BMW -Chef Bernd Pischetsrieder ersetzt werden. Geplant ist, dass Pischetsrieder direkt nach der Hauptversammlung in einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung zum neuen Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt wird.

Über die anvisierte Abspaltung der Truck-Sparte aus dem Daimler-Konzern fällt noch keine Entscheidung. Hierzu soll im dritten Quartal eine ausserordentliche Hauptversammlung stattfinden./mbr/DP/stk

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Daimler startet mit hohem

Daimler startet mit hohem operativen Gewinn glänzend ins Jahr

(Ausführliche Fassung) - Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler ist vor allem dank eines starken China-Geschäfts und Kostensenkungen deutlich besser ins Jahr gestartet als erwartet. Mit einem bereinigten operativen Gewinn von knapp fünf Milliarden Euro verdiente der Konzern nicht nur mehr als von Experten erwartet, sondern auch mehr als vor der Corona-Pandemie. Selbst im Rekordjahr 2017 war das operative Ergebnis zum Jahresauftakt nicht so hoch. Experten hatten nach Angaben des Unternehmens knapp vier Milliarden Euro erwartet, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Die Aktie war auf die Nachrichten vorbörslich bei Anlegern gefragt.

16.04.2021 08:25

Im ersten Quartal habe sich vor allem der Absatz in der Autosparte in allen wichtigen Regionen und hier insbesondere China vorteilhaft entwickelt, hiess es weiter. Dies habe den Produktmix und die Preisdurchsetzung stark unterstützt. Verbunden mit erheblichen Senkungen der Fixkosten führte dies zu einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis.

In der Autosparte betrug der bereinigte operative Gewinn im ersten Quartal rund 3,8 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite der Sparte habe in den ersten drei Monaten bei 14,3 Prozent gelegen - ein für die Branche sehr guter Wert. Zum Vergleich: Anfang 2019 hatte Daimler in dem Bereich operativ knapp 1,4 Milliarden Euro verdient. 2020 war das Ergebnis dann zum Jahresstart auf rund 600 Millionen eingebrochen.

Konzernweit verbuchte Daimler inklusive der Sondereffekte im vergangenen Quartal einen operativen Gewinn von knapp 5,8 Milliarden Euro. Hier hatte die durchschnittliche Analystenprognose den Angaben des Unternehmens zufolge bei knapp fünf Milliarden Euro gelegen. Angaben zum Umsatz und Überschuss machte Daimler nicht. Detaillierte Zahlen für das erste Quartal will der Konzern am 23. April veröffentlichen.

Das gute Ergebnis hatte sich bereits angedeutet, da Daimler-Chef Ola Källenius zuletzt immer wieder von einer Fortsetzung des positiven Trends gesprochen hatte. Die Höhe des Ergebnisses kommt aber für die meisten Analysten überraschend. Dies könnte den jüngsten Aufwärtstrend der Aktie weiter beflügeln.

Das Daimler-Papier legte in diesem Jahr unter anderem getrieben von dem wieder rund laufenden Geschäft und der angekündigten Aufspaltung bereits um rund 30 Prozent zu. Zuletzt kostete das Papier wieder rund 75 Euro und lag damit rund 250 Prozent über dem Tief im Corona-Crash des vergangenen Frühjahrs.

Källenius hatte im Februar einen radikalen Umbau des Traditionsunternehmens angekündigt. Er will den Konzern aufspalten, was die Daimler AG auf lange Sicht verschwinden lassen wird. Nur zwei eigenständige, dafür jeweils börsennotierte Unternehmen soll es künftig noch geben: Mercedes-Benz für die Autos und Vans und Daimler Truck für Lastwagen und Busse.

"Dies ist ein historischer Moment für Daimler und der Anfang für eine tiefgreifende Umgestaltung des Unternehmens", hatte der Manager Anfang Februar gesagt. Noch keine zwei Jahre im Amt, ist es für den Schweden schon der zweite Konzernumbau. Nach Källenius' Amtsantritt im Mai 2019 hatte sich Daimler die jetzige Struktur gegeben: drei eigenständige Sparten unter dem Dach und in komplettem Besitz der Daimler AG.

Damit soll nun schon wieder Schluss sein. Die Daimler Mobility AG verschwindet, die Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen gehen in den beiden anderen Sparten auf. Und auch die Holding wird auf lange Sicht nicht mehr gebraucht. Dafür bringt Daimler die Truck-Sparte wohl noch in diesem Jahr an die Börse. Die Mehrheit der Anteile soll in die Hände der heutigen Aktionäre gegeben werden - zu welchen Konditionen, steht noch nicht fest. Daimler selbst will nur eine Minderheit behalten./zb/tav/jha/

(AWP)

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