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Cannabis-Boom ruft Investoren

Cannabis-Boom ruft Investoren auf den Plan

In der Corona-Pandemie ist der Konsum von Cannabis in den USA sprunghaft gestiegen. Das lockt auch immer mehr Investoren in die Branche.

24.03.2021 20:30

Geld fliesst vor allem in Technologie-Startups, die etwa den Verkauf von Marihuana über Plattformen oder die Lieferung nach Hause organisieren. Mit der breiten Legalisierung des Rauschmittels in den USA locken rosige Wachsumsaussichten. Allein in Nordamerika gibt es bereis mehr als 90 private und börsennotierte Cannabis-Tech-Firmen.

Die privaten Investitionen im ersten Quartal kletterten auf den höchsten Stand seit 18 Monaten, wie aus den Daten der Anbieter PitchBook und Crunchbase hervorgeht. Insgesamt steckten Investoren demnach seit 2018 mehr als 2,5 Milliarden Dollar in Tech-Startups der Cannabis-Branche.

Auch Zweckgesellschaften für einen schnellen Börsengang (sogenannte SPACs), die auf die breitere Cannabisbranche abzielen, erleben Zulauf. Sie haben bis Anfang 2021 mindestens 4,3 Milliarden Dollar eingesammelt, wie der auf die Branche ausgerichtete Marktforscher BDSA ermittelte. Etwa 1,7 Milliarden Dollar des Geldes warteten noch darauf, eingesetzt zu werden. "Wir befinden uns bei den Investments noch in den Anfängen", sagte Harrison Aaron, Investmentanalyst bei Gotham Green Partners, einer in New York ansässigen Private-Equity-Firma mit einem auf Cannabis ausgerichteten Portfolio.

Corona befeuert Cannabis-Verkäufe

In den USA sind die legalen Cannabisverkäufe für medizinische Zwecke und den Freizeitgebrauch während der Pandemie im vergangen Jahr um 45 Prozent gestiegen, wie aus Daten von BDSA hervorgeht. Bislang haben nach Angaben der National Conference of State Legislatures (NCSL) 36 US-Staaten den medizinischen Einsatz von Marihuana genehmigt. In 15 Bundesstaaten ist auch der Freizeitgebrauch gestattet. Vor einer breiten Legalisierung in den USA wollen die Unternehmen in der Cannabis-Branche nun noch zügig ihr Feld bestellen und sich in Position bringen.

In einer der bisher grössten Venture-Capital-Transaktionen in der Branche sammelte etwa die Online-Handels-Plattform Dutchie in einer Finanzierungsrunde 200 Millionen Dollar ein. Der Internet-Marktplatz, der Cannabis Abgabestellen mit Konsumenten verbindet, die eine Lieferung nach Hause bestellen wollen, wird insgesamt mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet.

Bekannte Investoren zusammengeführt

Das Geschäft mit dem Hanfgewächs hat US-Stars mit bekannten Investoren zusammengeführt. Bei der Finanzierung von Cannabis-Startups engagieren sich etwa der ehemalige NFL-Quarterback Joe Montana, der Entertainer Snoop Dogg, der Rapper Jay-Z sowie Stanley Tang, der den Essenslieferservice Doordash mitgegründet hat. Auch der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz und NBA-Star Kevin Durant gehören zu den Investoren.

Neben dem Geschäft mit dem Rausch sind die Daten der brandneuen Branche ein Anreiz für Investoren. Die von der Cannabisindustrie entwickelte Technologie könnte auch für den Einzelhandel in weiteren Sektoren neue Wege eröffnen, sagen Branchenexperten. "Für ein Tech-Unternehmen ist das eine einmalige Gelegenheit, mit den Anbietern in diesem Bereich zusammenzuarbeiten", Socrates Rosenfeld, Gründer und Chef von Jane Technologies, einem Betreiber einer E-Commerce-Plattform für Cannabis. 

(Reuters)

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Flixbus fährt wieder

Flixbus fährt wieder

Der Fernbusbetreiber Flixbus nimmt seinen Betrieb wieder auf. Ab Donnerstag veranstaltet das in München ansässige Unternehmen wie zuvor angekündigt erstmals seit Anfang November wieder innerdeutsche Fernreisen, wie Flixbus mitteilte. Zunächst ist aber nur ein reduziertes Netzwerk im Angebot. Für die Sicherheit der Fahrgäste setzt das Unternehmen unter anderem auf Luftfilteranlagen. Dennoch gilt während der gesamten Reise Maskenpflicht.

25.03.2021 08:12

Flixbus hatte aufgrund der Corona-Krise die Fahrten in Deutschland zum November vollständig eingestellt. Ein geplanter Neustart zu Weihnachten wurde abgesagt. Das Unternehmen ist in Deutschland der grösste Fernbus-Reiseanbieter./ruc/DP/jha

(AWP)

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Tiefrote Zahlen: Die LM Group

Tiefrote Zahlen: Die LM Group schliesst Jahr mit grossem Verlust ab

Der Online-Reiseanbieter LM Group hat 2020 infolge der Coronapandemie wie angekündigt einen herben Verlust erlitten. Auch der Start ins laufende Jahre ist von der Pandemie geprägt.

26.03.2021 08:02

Seit der letzten Februarwoche sieht der Konzern aber erste Anzeichen einer Aufhellung bei den Buchungen.

Konkret resultierte 2020 ein Verlust von 62,0 Millionen Euro, wie die Gruppe am Freitag mitteilte. Im Vorjahr 2019 stand noch ein Gewinn von 23,9 Millionen zu Buche. Überraschend kam der hohe Verlust allerdings nicht, da das Unternehmen bereits im Februar fast alle wichtigen Kennzahlen bekanntgegeben und einen Verlust in dieser Grössenordnung angekündigt hatte.

Die Gruppe meldete damals für 2020 einen Umsatzeinbruch im Kerngeschäft um 61,8 Prozent auf 128,9 Millionen Euro, während der Betriebsgewinn (EBITDA) mit 2,3 Millionen nur noch ein Bruchteil der 71,2 Millionen aus dem Vorjahr betrug.

Cash-Position solide

Nach einem zunächst erfolgreichen Start ins Jahr 2020, hat die Pandemie im Februar erneut ihren Tribut gefordert. Die LM Group war gezwungen, sich von da an in erster Linie auf die Stärkung ihrer Finanzposition zu konzentrieren.

Trotz der beispiellosen Situation sieht sich die Gruppe aber ausreichend finanziert. Dank Sparmassnahmen und einer verbesserten operativen Leistung im zweiten Semester 2020 sei es gelungen, das Jahr mit einer "soliden" Cash-Position von 137,6 Millionen abzuschliessen.

Zudem geht die LM Group davon aus, dass sie 2021 und darüber hinaus nun von der geringeren Kostenbasis infolge der 2020 ungesetzten Sparmassnahmen profitieren wird.

Besserung seit letzter Februarwoche

Der Blick in die Zukunft fällt derweil verhalten positiv aus. Seit letzter Februarwoche bis heute sei ein leichter Anstieg bei den Buchungen zu verzeichnen. Dieser sei vor allem durch die positiven Nachrichten zur Impfkampagne in Grossbritannien begünstigt worden.

Zudem geht die Gruppe von einer weiteren Besserung der Lage bis zur Sommersaison aus. "Der Himmel klart rechtzeitig zur diesjährigen Sommersaison auf", wird Holding-CEO Fabio Cannavale im Communiqué zitiert. Und man sei bereit die erwartete Nachfrage zu bedienen.

Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass die Entwicklung in den kommenden Monaten linear verlaufe, so Cannavale weiter. Dank einem flexiblen, mit wenig fixem Kapital unterlegten Geschäftsmodell sei der Online-Reiseanbieter aber in der Lage, sich verändernden Umständen schnell anzupassen.

(AWP)

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Greensill stellt auch in den

Greensill stellt auch in den USA Insolvenzantrag

Das britisch-australische Finanzkonglomerat Greensill hat auch für sein US-Geschäft Insolvenz angemeldet. Die Tochter Greensill Capital Inc. stellte am Donnerstag (Ortszeit) in New York einen Antrag auf Gläubigerschutz, wie aus Gerichtsunterlagen hervorging. Im Vergleich zur britischen Mutter sowie der australischen Holding und der ebenfalls zum Konglomerat gehörenden Bremer Greensill Bank, bei deren Insolvenzen es um Milliarden geht, sind in den USA relativ geringe Summen betroffen. Greensill gab im Insolvenzantrag Vermögenswerte zwischen 10 Millionen und 50 Millionen Dollar und Schulden zwischen 50 Millionen und 100 Millionen an./hbr/DP/zb

26.03.2021 06:42

(AWP)

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Bosch-Personalchefin hält

Bosch-Personalchefin hält nichts von Frauenquote

Die neue Personalchefin des Technologiekonzerns Bosch, Filiz Albrecht, kann einer Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen nicht viel abgewinnen. "Mit einer Quotenregelung für Unternehmen alleine ist das Thema nicht zu lösen", sagte Albrecht der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). "Und mit einer Quote erweist man den Frauen nicht immer einen Gefallen. Mehr Frauen in Führungspositionen ist das Ziel - und zwar ohne gesetzliche Regelungen." Es gehe aber ohnehin vielmehr um Vielfalt im Sinne von Gleichstellung, um Teilhabe aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft. "Das hilft auch beim Thema Frauen in Führungspositionen", sagte sie.

29.03.2021 07:45

Als Arbeitsdirektorin verantwortet Albrecht seit Anfang des Jahres in der Bosch-Geschäftsführung den Personalbereich. Bei Bosch liege der Anteil von Frauen in Führungspositionen aktuell bei 18 Prozent, sagte sie. Das sei fast doppelt so hoch wie im Jahr 2010./eni/DP/jha

(AWP)

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Telefonica Deutschland sieht

Telefonica Deutschland sieht sich beim Aufbau seines 5G-Netzes auf Kurs

Beim Ausbau seines Mobilfunknetzes in dem neuen Funkstandard 5G macht Telefonica Deutschland Fortschritte. Es seien inzwischen 1000 Antennen in mehr als 30 deutschen Städten aktiviert, teilte das Unternehmen mit seiner Marke O2 am Montag in München mit. Jeder Standort hat üblicherweise drei Antennen. In den kommenden Monaten will die Firma das Ausbautempo deutlich anziehen. "Wir wollen bis Jahresende mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit 5G versorgen", sagt Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas. Ein Jahr später sollen es mindestens 50 Prozent und Ende 2025 99 Prozent der Haushalte sein. Wie viel Prozent der Bevölkerung schon jetzt 5G von O2 zu Hause empfangen könnte, dazu sagt Telefónica nichts. Die 5G-Antennen stehen zum Beispiel in Berlin-Mitte und in Düsseldorf bei der Uni-Klinik - also an Standorten mit viel Publikumsverkehr.

29.03.2021 06:36

Die Konkurrenz ist beim Ausbau deutlich weiter: Vodafone kommt auf etwa 8500 5G-Antennen und die Deutsche Telekom sogar auf mehr als 50 000. Allerdings sind diese Zahlen nicht gut vergleichbar, weil der Löwenanteil dieser Antennen in relativ niedrigen Frequenzbändern funkt und diese zwischen 4G und 5G hin- und herschalten. Die Zahlen von Telefónica beziehen sich hingegen nur auf die recht hohe Frequenz von 3,6 Gigahertz, die für 5G sehr gut geeignet ist. Die Reichweite der Antennen ist zwar gering, das Downloadtempo ist aber sehr hoch und es stehen grosse Kapazitäten zur Verfügung: Es können also sehr viele Menschen gleichzeitig über einen Sendemast verbunden sein, ohne dass es deutliche Leistungseinbrüche gibt.

Die Telekom hat bisher nach eigenen Angaben 1400 5G-Antennen in der Frequenz 3,5 bis 3,6 Gigahertz (GHz) aktiviert, Vodafone etwa 1000. "Wenn nach der Coronapandemie wieder einmal Musikkonzerte und andere Events stattfinden, können Tausende Besucher Fotos und Videos dank 5G während der Veranstaltung ruckzuck verschicken", erklärt Haas die Vorteile des neuen Standards für den Normalnutzer. Der Mobilfunk ist ein "Shared Medium" - je mehr Nutzer eine Funkzelle gerade hat, desto geringer ist die Leistung pro Nutzer. "Durch 5G kommt dieses "Shared Medium" auf ein ganz neues Level", sagt der Manager. Es werde keine grossen Abstriche mehr geben in Menschenansammlungen.

Im Jahresverlauf will Telefónica etwa 5000 weitere 5G-Antennen in Betrieb nehmen im Bereich 3,6 Gigahertz, ausserdem sollen Antennen in niedrigeren Frequenzbereichen hinzukommen - die hätten eine grössere Reichweite, aber keine so hohen Netzkapazitäten. Zudem setzt Telefónica auf "Carrier Aggregation", bei dem verschiedene Funkbänder kombiniert werden und höhere Datenraten und mehr Kapazität erreicht werden. Hierbei ist man noch in den Anfängen: Diese Technik wird an einem Standort in München genutzt, weitere sollen hinzukommen.

Spricht man derzeit von 5G, so ist letztlich nur eine abgespeckte Version des ultraschnellen Übertragungsstandards gemeint. Denn die Telekommunikationsdienstleister nutzen nur Antennen für 5G, beim Kernnetz hingegen - also den zentralen Servern - setzen sie noch auf 4G, um die neue Technologie zu realisieren.

Die ersten Standorte mit "reinem" 5G, bei dem sowohl im Antennennetz als auch im Kernnetz der Standard genutzt wird, soll es bei Telefónica im Jahresverlauf geben. Der Vorteil von "Standalone-5G", wie es auch genannt wird, ist noch eine höhere Kapazität und eine extrem geringe Latenz - statt wie bisher in der jetzigen "5G light"-Version 10 bis 20 Millisekunden zwischen einem Befehl und einer ausgelösten Reaktion wären laut Telefónica künftig nur 1 bis 2 Millisekunden möglich. Eine niedrige Latenz ist für Online-Games oder für "Augmented Reality" wichtig. So können zum Beispiel "Virtual Reality"-Brillen viel besser genutzt werden und das virtuelle Abbild, was der Nutzer zu sehen bekommt, wird realitätsnäher.

Der Nachteil an "Standalone 5G": Die Nutzer brauchen neue Smartphones. Ist ihr Smartphone schon 5G-fähig, so reicht ein Firmware-Update. "5G Standalone" ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Anwendungen, etwa für das "Network Slicing". Hierbei wird ein Teil des Spektrums gewissermassen rausgeschnitten - daher das Wort - und für einen Kunden reserviert, der etwa eine ultraschnelle Echtzeit-Übertragung garantiert bekommt. Für Industriekunden kann das interessant sein, etwa wenn ihre Spezialisten bestimmte Maschinen aus der Ferne steuern und nicht mehr auf die Baustelle müssen./wdw/DP/stk

(AWP)

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Kreditversicherer Euler

Kreditversicherer Euler Hermes rechnet 2021 nicht mit grosser Pleitewelle

Trotz des verlängerten Lockdown rechnet der Kreditversicherer Euler Hermes in diesem Jahr nicht mit einem drastischen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Voraussichtlich werde die Zahl der Firmenpleiten lediglich um 6 Prozent steigen und damit weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019 bleiben, prognostizierte Euler Hermes in einer am Montag veröffentlichten Studie. Grund dafür sei die Verlängerung und Ausweitung der Massnahmenpakete der Bundesregierung, die die Folgen der Covid-19-Pandemie für die Unternehmen teilweise abfederten.

29.03.2021 06:35

Mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen rechnet der Kreditversicherer deshalb erst im Laufe des Jahres 2022. Dann dürften die Pleiten um rund 15 Prozent zunehmen, prognostizierte Euler Hermes. Damit stehe Deutschland im internationalen Vergleich aber gut da. Denn es bedeute, dass die Zahl der Insolvenzen auch 2022 nur um etwa vier Prozent höher liegen werde als im Vorkrisenjahr 2019. Dies entspreche in etwa dem Niveau von 2017.

Die Insolvenzentwicklung sei derzeit nicht von Marktmechanismen, sondern von der weiteren Entwicklung und dem Fortbestand von Unterstützungsmassnahmen abhängig, sagte der Euler-Hermes-Chef für Deutschland, Ron van het Hof. Sie habe sich vom tatsächlichen Zustand der Unternehmen abgekoppelt. "Das wird nicht ewig so weitergehen. Aber auch mit der sukzessiven Rückkehr in eine neue Normalität ist ein umgehender oder sprunghafter Anstieg dadurch erst einmal nicht in Sicht."

Trotz des erneuten und verlängerten Lockdown, der viele Branchen empfindlich trifft, seien mit zunehmendem Impffortschritt die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für 2021 relativ gut und am Horizont winke voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr ein "Nachhol-Boom" sowie eine deutliche wirtschaftliche Erholung.

Die Einschätzung von Euler Hermes fällt damit insgesamt deutlich optimistischer aus, als jüngste Prognosen der Wirtschaftsauskunfteien Creditreform und Crifbürgel. Beide hatten für dieses Jahr eine Pleitewelle in Deutschland vorausgesagt./rea/DP/stk

(AWP)

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Pierer rechnet mit

Pierer rechnet mit herausfordernde Situation bei Lieferketten

Der Zweiradbauer Pierer Mobility hat das Rekordergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 mit den definitiven Zahlen bestätigt und rechnet im laufenden Jahr mit weiterem Wachstum. Im ersten Semester wird jedoch eine herausfordernde Situation bei den internationalen Lieferketten erwartet. Die Guidance wird beibehalten.

30.03.2021 08:05

Für 2021 wird demnach weiter ein Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro erwartet. Das wäre auf Jahressicht ein Plus von bis zu 24 Prozent. Die EBIT-Marge soll zwischen 8 bis 9 Prozent betragen und die EBITDA-Marge über 15 Prozent liegen.

Das österreichische Unternehmen hatte bereits zuvor die Eckdaten 2020 veröffentlicht. Die Gruppe hat im vergangenen Jahr rund 326'500 Zweiräder verkauft und damit einen 1 Prozent höheren Umsatz von 1,53 Milliarden Euro erzielt. In der zweiten Jahreshälfte ist es damit gelungen, die verlorenen Produktions- und Absatzmengen aus dem Covid-Lockdown im Frühjahr aufzuholen.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA (233,5 Mio) und die entsprechende Marge (15,3%) lagen leicht unter dem Vorjahr. Auf Stufe EBIT nahm er jedoch um 19 Prozent auf 107,2 Millionen ab (Marge 7,0%). Und unter dem Strich steht in der Folge ein 27 Prozent tieferer Gewinn nach Steuern von 69,5 Millionen.

Nachdem im Vorjahr die Dividende nach zunächst angekündigten 0,30 Euro pro Aktie wegen der Coronakrise gestrichen wurde, sollen in diesem Jahr 0,50 Euro pro Anteilsschein an die Aktionäre fliessen.

Mit den Töffmarken KTM, Husqvarna und Gasgas sei in den Schlüsselmärkten Europa, Nordamerika und Australien ein rekordhoher Marktanteil von 12,7 Prozent erreicht worden, heisst es weiter. Gesteigert worden sei der Anteil dank einer Übernahme insbesondere in Australien, aber auch in Nordamerika. In Indien baut Pierer Motorräder in Kooperation mit Bajaj.

E-Töffs und -Bikes im Trend

Auch im laufenden Jahr 2021 will das Unternehmen den Marktanteil ausbauen. Ziel sei es, in Europa Marktführer zu werden. In den kommenden Jahren werde zudem ein verstärkter Fokus auf Elektromobilität im Scooter-Segment gelegt. Hier ist eine gemeinsamen Elektro-Zweiradplattform mit der indischen Bajaj geplant. Zudem investiert Pierer in ein Elektromobilitätszentrum in Anif bei Salzburg mit bis zu bis zu 300 Mitarbeitenden.

Auch im Bereich E-Bikes will die Gruppe in den kommenden Jahren stark wachsen. Es sei geplant, mit diesem Segment bis 2025 einen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro zu erzielen, hiess es. 2020 steuerten E-Bikes erst 112,5 Millionen zum Umsatz bei, jedoch mit stark steigendem Trend.

2021 werde der Fokus weiterhin auf der Absicherung der Supply Chain sowie auf Effizienz- und Produktivitätssteigerungen liegen, heisst es weiter. Pierer erwartet Kapazitäts- und Lieferengpässe bei einzelnen Zulieferern und in der internationalen Transportlogistik im ersten Halbjahr.

Mit Blick auf die Pandemie würden laufend Vorsichtsmassnahmen getroffen, weiterentwickelt und in Arbeitsprozess integriert. So werde etwa an der Einrichtung einer Impfstrasse im Unternehmen gearbeitet.

yr/ra

(AWP)

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Varia US Properties verdient

Varia US Properties verdient 2020 wegen Sonderaufwand weniger - Ausblick positiv

Varia US Properties hat 2020 trotz Corona-Krise den Wachstumskurs fortgesetzt und den Ertrag gesteigert.

30.03.2021 07:58

Unter dem Strich resultierte indes vor allem auf Grund eines ausserordentlichen Aufwands ein tieferer Gewinn. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich und rechnet damit, das Geschäft und das Immobilienportfolio weiter auszubauen zu können. Die Immobiliengesellschaft steigerte den Gesamtertrag um 9,2 Prozent auf 152,4 Millionen US-Dollar, wie Varia am Dienstag mitteilte: Die Gesellschaft ist ausschliesslich in Mehrfamilienhäusern für mittlere bis untere Einkommen in der peripheren Lage von Grossagglomerationen in den USA investiert.

Gestiegen sind aber auch die Gesamtbetriebskosten. Diese wuchsen auf 69,4 Millionen von 59,4 Millionen im Vorjahr aufgrund höherer Betriebsausgaben und aussergewöhnlicher Transaktionskosten der im Jahr 2020 abgewickelten Immobilienverkäufe. Infolge des Verkaufserlöses nahm der EBITDA um 47,4 Prozent auf 60,3 Millionen zu. Die EBITDA-Marge stieg somit auf 46,5 Prozent (VJ 40,8%).

Nach Abzug der Finanzierungskosten und der Rückstellungen für Ertragssteuern beträgt der Gewinn für die Berichtsperiode 35,5 Millionen nach 42,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Rückgang des Gewinns wird unter anderem durch einen aussergewöhnlichen Aufwand für die Schuldentilgung in Höhe von 6,7 Millionen im Zusammenhang mit den Immobilienverkäufen im Jahr 2020 und einen Währungsverlust in Höhe von 6,3 Millionen verursacht.

Höhere Dividende

Dennoch beabsichtigt der Verwaltungsrat die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auf 2,70 Franken je Aktie von 2,60 Franken im Vorjahr zu erhöhen.

Das Portfolio des Unternehmens bestand zum 31. Dezember 2020 aus 44 Objekten mit insgesamt 10'269 Wohneinheiten in 19 Bundesstaaten und einem von Colliers bewerteten Immobilienwert 928,2 Millionen (VJ 915,1 Mio.). Die Vermietungsquote betrug 95,4 Prozent nach 95,3 Prozent im Vorjahr.

Das Portfolio generierte 2020 einen jährlichen effektiven Bruttoertrag von 109,8 Millionen nach 99,4 Millionen. Der Anstieg ist den Angaben zufolge vor allem auf effizienterer Abläufe während der Pandemiezeit und des Portfoliowachstums zurückzuführen.

Ins laufende Jahr sei das Unternehmen stabil gestartet, heisst es weiter. Angesichts dessen gehe er davon aus, "dass wir auch im Laufe des Jahres weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten in unseren Zielmärkten sehen werden", wird Patrick Richard, Delegierter des Verwaltungsrates, in der Mitteilung zitiert. Insgesamt sei Varia für das Jahr 2021 "sehr optimistisch gestimmt", insbesondere für den Mehrfamilienhäusersektor für Arbeitskräfte in den Aussenbezirken von US-Grossstädten.

(AWP)

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US-Repräsentantenhauses prüft

US-Repräsentantenhauses prüft mögliche SpaceX-Sicherheitsverstösse

Das Weltraumunternehmen des Tesla-Gründers Elon Musk ist wegen möglicher Sicherheitsverstösse ins Visier eines Untersuchungsausschusses des US-Repräsentantenhauses geraten.

30.03.2021 07:00

In einem Schreiben an die US-Flugaufsichtsbehörde FAA heißt es, dass die Mitarbeiter des Ausschusses seit zwei Monaten "SpaceX-Startaktivitäten untersuchen, die in ihrer Gesamtheit ernsthafte Fragen aufwerfen". Die FAA hatte zuvor festgestellt, dass der Start von Starship SN8 im Dezember stattfand, ohne dass das Unternehmen nachweisen konnte, dass das Risiko für die Öffentlichkeit durch eine Schockwelle bei einer Explosion der Trägerrakete innerhalb der regulatorischen Grenzen liege.

SpaceX reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme und die FAA lehnte einen Kommentar zunächst ab.

(Reuters)

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Telefonica Deutschland: Keine

Telefonica Deutschland: Keine Preissenkung für 1&1-Bestandskunden

Dem grossen Buch der Rechtsstreitigkeiten zwischen den deutschen Mobilfunkanbietern Telefonica Deutschland und der United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch ist ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden. Der unabhängige Sachverständige beabsichtige das von letzterer initiierte so genannte Price-Review-2-Verfahren als unbegründet zurückzuweisen, teilte die Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns am Montag in München mit. Damit könnten die 1&1-Drillisch-Bestandskunden (per 1. Juli 2018) nicht mit rückwirkenden Preissenkungen rechnen.

29.03.2021 20:57

Die United-Internet-Tochter zeigte sich enttäuscht. Man halte das Ergebnis für "falsch", hiess es in einer Mitteilung. 1&1 kündigte an, zum Gutachtenentwurf Stellung zu nehmen.

Telefonica Deutschland bekräftigte zugleich den Ausblick für das laufende Jahr und die mittelfristige Unternehmensprognose. Am Aktienmarkt sorgten die Mitteilungen zunächst nicht für spürbare Bewegung bei den entsprechenden Einzelwerten./he/ck

(AWP)

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Montana Tech-Tochter Varta

Montana Tech-Tochter Varta verdoppelt den Gewinn fast

Der deutschen Montana Tech-Tochter Varta hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr unter dem Strich ein dickes Gewinnplus beschert.

31.03.2021 07:38

Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn kletterte um rund 90 Prozent auf 95,4 Millionen Euro, wie der im MDax kotierte Batteriekonzern am Mittwoch mitteilte. Varta profitiert insbesondere vom Boom bei kabellosen Kopfhörern - bei den dafür verwendeten Lithium-Ionen-Akku-Knopfzellen ist der Konzern nach eigenen Angaben Weltmarktführer und baut die Produktion dafür weiter aus.

Zudem hat Varta im vergangenen Jahr wieder die Haushaltsbatterien für Endverbraucher unter anderem mit dem Markennamen Varta übernommen. Der Umsatz stieg 2020 wie bereits bekannt um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte mit 147 Prozent auf 241 Millionen Euro noch etwas stärker zu als im Februar mitgeteilt (239 Mio). Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das Management.

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Honda ruft weltweit 761'000

Honda ruft weltweit 761'000 Autos zurück

Der japanische Autobauer Honda muss weltweit rund 761'000 Acura- und Honda-Fahrzeuge der Modelljahre 2018 bis 2020 wegen Problemen mit Kraftstoffpumpen zurückrufen.

31.03.2021 06:37

Diese müssten ausgetauscht werden, da es ansonsten möglich sei, dass Motorprobleme auftreten, teilte das Unternehmen mit. Honda habe bislang keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt erhalten. Der Rückruf betreffe Fahrzeuge der Modelle Accord, Civic, CR-V, Fit, Pilot, Ridgeline, MDX, RDX und TLX.

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Deutsches Kartellamt sieht Marktmacht-Missbrauch durch Lufthansa

Im Streit mit der Lufthansa um gekündigte Zubringerflüge stellt sich nach der EU-Kommission auch das Bundeskartellamt auf die Seite des Ferienfliegers Condor.

30.03.2021 20:20

"Wir sind nach vorläufiger Prüfung der Auffassung, dass die Kündigung einen Missbrauch von Marktmacht darstellt", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Dienstag. Deutschlands grösste Airline hatte einen Vertrag mit Condor über Lufthansa-Zubringerflüge zu Langstreckenverbindungen des Ferienfliegers mit Wirkung zum 1. Juni gekündigt. Condor hatte sich beim Bundeskartellamt beschwert und beim EU-Gericht in Luxemburg geklagt. Das Kartellamt führe Gespräche mit der Lufthansa über die weiteren Schritte. "Es wäre natürlich zu begrüssen, wenn die Lufthansa den Vertrag mit der Condor nun doch weiter laufen lassen würde", ergänzte Mundt.

Die Lufthansa verwies darauf, dass noch keine finale Entscheidung des Kartellamts vorliege und sie bis 7. April Zeit für eine Stellungnahme dazu habe. Vergangene Woche hatte die Lufthansa der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, sie ziehe einen Verzicht auf die Kündigung "in Erwägung". Der Konzern reagierte damit auf einen Bericht im "Spiegel", nach dem EU-Kommissarin Margrethe Vestager mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland gedroht habe, wenn die Regierung das Vorgehen der Lufthansa nicht unterbinden sollte.

Die EU überwacht mit Argusaugen das Geschäftsgebaren der Lufthansa, weil diese mit bis zu neun Milliarden Euro Staatshilfen in der Corona-Krise vor der Pleite gerettet werden musste. Auch Condor kann sich nur mit staatlichem Kredit in der Luft halten und könnte nach Medienberichten weitere Hilfe benötigen.

Das Bundeskartellamt hatte das Verfahren gegen die Lufthansa im Januar begonnen. Die Behörde erklärte, nach vorläufiger Bewertung sei die Lufthansa bei Inlandszubringerflügen marktbeherrschend. Sie habe auf zahlreichen Strecken ein Monopol und verfüge am Flughafen Frankfurt über zwei Drittel der Start- und Landerechte. Circa ein Viertel der Passagiere der Condor-Langstrecken nutzten die Lufthansa-Zubringerflüge nach Frankfurt, um dort in einen Condor-Flieger umzusteigen. "Ohne diese Zubringerpassagiere kann die Langstrecke der Condor nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen nicht wirtschaftlich betrieben werden", erklärte das Kartellamt weiter. Für Condor sei es nicht zumutbar, auf alternative Zubringermöglichkeiten zurückzugreifen. Die von der Lufthansa angeführten verbliebenen Buchungsmöglichkeiten ermöglichten Condor keine planbaren, verbindlich kombinierbaren Angebote an Reiseveranstalter und Reisebüros.

Die Lufthansa baut selbst ihr Langstreckenprogramm zu Urlaubzielen aus, um durch die Corona-Krise zu kommen. Das sei dem Unternehmen unbenommen, erklärte das Kartellamt. Allerdings dürfe die Lufthansa als marktbeherrschende Fluggesellschaft die Konkurrenz nicht von einer Vorleistung abschneiden, um ihre eigene Wettbewerbsposition zu stärken. 

(Reuters)

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Hitachi kauft US

Hitachi kauft US-Softwareanbieter GlobalLogic

Der japanische Industriekonzern Hitachi will das US-Softunternehmen GlobalLogic übernehmen. Der Kaufpreis beträgt insgesamt 9,6 Milliarden Dollar (8,2 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Hitachi will so sein Geschäft mit Informationstechnologie in ausländischen Märkten ausbauen. Der japanische Konzern konzentriert sich auf Geschäftsfelder im IT- und Infrakstrukturbereich. So übernahm Hitachi im vergangenen Jahr die Mehrheit des Stromnetzgeschäfts des Schweizer Konzerns ABB ./ln/DP/eas

31.03.2021 09:01

(AWP)

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Stada verlängert mit Chef

Stada verlängert mit Chef Goldschmidt - grösserer Vorstand

Der Arzneihersteller Stada setzt an der Führungsspitze auf Kontinuität. Der Vertrag mit Vorstandschef Peter Goldschmidt werde vorzeitig um drei Jahre bis 2024 verlängert, teilte der Pharmakonzern am Mittwoch in Bad Vilbel mit. Der 56-Jährige führt den Hersteller von Nachahmermedikamenten, Spezialpharmazeutika und rezeptfreien Arzneien wie Grippostad seit 2018. Unter seinem Management war Stada zuletzt vor allem durch Übernahmen stark gewachsen. Aus eigener Kraft wuchs der Umsatz der Hessen im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro.

31.03.2021 13:09

Neu aufgerückt in den Vorstand des Konzerns, der 2017 von den Finanzinvestoren Bain und Cinven übernommen wurde, ist Personalchefin Simone Berger. Im erweiterten Führungsgremium von Stada mit rund 12 500 Beschäftigten soll sie ab April einen Kulturwandel vorantreiben. Auch Produktionschef Miguel Pagan verlängerte um drei Jahre bis 2024./als/DP/fba

(AWP)

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H&M reagiert auf Boykott

H&M reagiert auf Boykott-Probleme in China

Der schwedische Moderiese Hennes & Mauritz hat mit einem Bekenntnis zum chinesischen Markt auf die anhaltenden Boykott-Probleme in der Volksrepublik reagiert.

31.03.2021 12:57

Man arbeite mit Kollegen in China zusammen, um die derzeitigen Herausforderungen zu bewältigen und einen Weg voran zu finden, teilte der Konzern am Mittwoch in Stockholm mit. "China ist ein sehr wichtiger Markt für uns und unser langfristiges Engagement für das Land bleibt stark."

Dabei unterstrich das Unternehmen, seit mehr als 30 Jahren in dem Land aktiv zu sein und dabei bemerkenswerte Fortschritte innerhalb der chinesischen Textilindustrie beobachtet zu haben. H&M strebe danach, das Vertrauen von Verbrauchern, Kollegen und Geschäftspartnern in China wiederzugewinnen.

Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr verkündet, keine Baumwolle mehr aus der chinesischen Region Xinjiang beziehen zu wollen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach die muslimische Minderheit der Uiguren dort Zwangsarbeit verrichten müsse.

Damals hatte es zunächst keine schärfere Reaktion aus Peking gegeben. Nachdem die EU aber Anfang vergangener Woche erstmals seit über 30 Jahren wieder Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen gegen China verhängt hatte, ist H&M wie andere Mode- und Sportmarken in China massiv in die Kritik geraten. Chinesische Verbraucher würden "mit den Füssen abstimmen und widerspenstige Unternehmen boykottieren", hiess es vor wenigen Tagen etwa beim Staatssender CCTV.

Auch in den sozialen Netzwerken kursieren vielfach geteilte Boykott-Aufrufe gegen das Unternehmen. Auf mehreren grossen Online-Einkaufsplattformen waren Produkte von H&M nicht mehr zu finden. Eine Reihe chinesischer Stars kündigte öffentlich die Zusammenarbeit mit westlichen Konzernen auf.

China drittgrösster Markt

Auf die Boykott-Probleme ging H&M in seinem ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht nicht näher ein. Im von Dezember bis Februar laufenden ersten Quartal 2021 rutschte der Konzern wegen der coronabedingten Zwangsschliessungen seiner Läden in die roten Zahlen. Mit rund 1800 Geschäften seien zeitweise mehr als ein Drittel aller Filialen des Konzerns geschlossen gewesen, erklärten die Schweden.

An der Börse in Stockholm ging es für die H&M-Papiere zuletzt um mehr als zwei Prozent abwärts. Bereits seit Mitte März ist das Papier auf dem Rückzug. Einige Analysten reagierten hingegen positiv: Im ersten Quartal habe sich der Modehändler solide gezeigt trotz grosser Belastungen durch die pandemiebedingten Restriktionen, schrieb Analyst Cédric Rossi vom Analysehaus Bryan Garnier. Ungünstig hätten sich die Fixkosten ausgewirkt angesichts des Umsatzeinbruchs, dem habe aber eine gute Kontrolle der operativen Kosten gegenübergestanden.

Unter dem Strich wies H&M in dem Quartal einen Verlust von 1,07 Milliarden schwedischen Kronen aus (rund 105 Mio Euro). Im gleichen Quartal ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 1,9 Milliarden Kronen Gewinn gemacht. Wie bereits bekannt hatten die Ladenschliessungen H&M zum Start ins Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um mehr als ein Viertel auf knapp 40,1 Milliarden Kronen eingebrockt.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, war China am Nettoumsatz gemessen in dem Zeitraum, also noch vor dem Boykott, der drittgrösste H&M-Markt hinter den USA und Deutschland. Vor einem Jahr lag die Volksrepublik noch hinter Grossbritannien, Frankreich und Schweden auf Rang sechs. Im Gegensatz zu den anderen grossen Märkten ist der Umsatz in China im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht deutlich gesunken, sondern um einen zweistelligen Prozentsatz gestiegen.

Einen Lichtblick gab es für H&M im März immerhin gegenüber dem besonders schwer vom Lockdown geprägten Vorjahreszeitraum: Von Monatsbeginn bis zum 28. März seien die Erlöse gerechnet in lokalen Währungen um 55 Prozent angestiegen, erklärte der Konzern.

(AWP)

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Media Markt und Saturn

Media Markt und Saturn streichen in Deutschland bis zu 1000 Stellen

Deutschlands grösster Elektronikhändler Media-Markt-Saturn will in der Bundesrepublik bis zum Herbst 2022 bis zu 1000 Arbeitsplätze streichen. 13 der 419 Märkte würden voraussichtlich geschlossen, berichtete die Deutschland-Geschäftsführung des Unternehmens in einem Brief an die Mitarbeiter. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" über den Schritt berichtet.

31.03.2021 11:41

Die Pandemie habe das Einkaufsverhalten nachhaltig verändert, begründete die Geschäftsleitung die Einschnitte in das Filialnetz. Immer mehr Kunden erledigten ihre Einkäufe online. Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz habe sich im laufenden Geschäftsjahr mehr als verdoppelt. Dies zwinge das Unternehmen, Anzahl und Grösse der stationären Märkte auf die neuen Gegebenheiten auszurichten.

"Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht der Geschäftsführung unumgänglich, von den derzeit 419 Märkten in Deutschland voraussichtlich 13 Märkte zu schliessen", hiess es in dem Schreiben. Die betroffenen Filialen liessen sich nach sorgfältiger Analyse nicht dauerhaft wirtschaftlich betreiben. Durch die Schliessungen, aber auch durch eine neue Organisationsstruktur in den Märkten würden bis Ende September 2022 "voraussichtlich bis zu 1000 Arbeitsplätze wegfallen". Doch würden an anderer Stelle neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Stellenabbau in Deutschland ist Bestandteil eines konzernweiten Sparprogramms, das der Elektronikhändler bereits im August vergangenen Jahres angekündigt hatte. Europaweit könnten nach früheren Angaben sogar bis zu 3500 Stellen wegfallen./rea/DP/stk

(AWP)

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Smartphone-Spezialist Xiaomi

Smartphone-Spezialist Xiaomi will Elektroauto bauen

Der im Westen vor allem als Smartphone-Anbieter bekannte chinesische Xiaomi-Konzern geht unter die Autobauer.

01.04.2021 06:50

In den kommenden zehn Jahren sollen dafür zehn Milliarden Dollar (rund 8,5 Mrd Euro) investiert werden. Gründer und Konzernchef Lei Jun will die Führung der neuen Auto-Tochter selbst übernehmen, wie Xiaomi am Mittwoch mitteilte.

Xiaomi wurde vor allem als Smartphone-Anbieter gross, baut inzwischen aber alle möglichen Elektronik-Produkte von vernetzten Luftreinigern bis hin zu Elektro-Tretrollern. Im Smartphone-Markt profitierte Xiaomi besonders stark von dem Absturz des Konkurrenten Huawei nach US-Sanktionen. Im Schlussquartal 2020 stiegen die Verkäufe von Xiaomi-Smartphones nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC im Jahresvergleich um fast ein Drittel.

Xiaomi ist nicht der erste Elektronik-Anbieter, den es in die Autobranche zieht. Sony stellte bereits Anfang 2020 den Prototypen eines Elektroautos vor. Nach wie vor ist unklar, ob der japanische Konzern eine Serienproduktion plant, aber Sony entwickelt das Fahrzeug weiter. Dyson, der britische Spezialist für Staubsager und Luftreiniger, wollte ebenfalls ein Elektroauto auf den Markt bringen. Gründer James Dyson gab das Projekt jedoch nach Milliardeninvestitionen auf. Schon seit Jahren wird auch über Pläne von Apple für ein eigenes Auto spekuliert.

China ist unter anderem dank Klima-Anreizen der weltgrösste Markt für Elektrofahrzeuge mit vielen einheimischen Anbietern. Erst vor kurzem kündigte der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannte Auftragsfertiger Foxconn an, er werde für seine Kunden künftig auch Elektroautos bauen.

(AWP)

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US-Finanzministerin will

US-Finanzministerin will Risiken durch Hedgefonds untersuchen

US-Finanzministerin Janet Yellen will die Risiken für das Finanzsystem durch Hedgefonds stärker untersuchen lassen. Dazu soll eine eigens dafür geschaffene Expertengruppe wiederbelebt werden.

01.04.2021 06:45

Das kündigte Yellen am Mittwoch vor dem Aufsichtsgremium FSOC an, das die Finanzstabilität überwacht. Die Hedgefonds-Arbeitsgruppe ist beim FSOC angesiedelt und wurde von der Regierung des früheren Präsidenten Donald Trump auf Eis gelegt.

Yellen sagte laut Redetext, die Pandemie zeige, dass Hedgefonds die Finanzmärkte bisweilen unter Stress setzen können. Zuletzt hatte die Schieflage des US-Hedgefonds Archegos für Turbulenzen gesorgt. Der Credit Suisse und der japanischen Investmentbank Nomura drohen deswegen Milliardenverluste.

tv/

(AWP)

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Biontech, Moderna und andere:

Biontech, Moderna und andere: Was bringt die Zukunft für Aktien von Covid-Impfstoffproduzenten?

Fünf Monate nach dem Durchbruch bei Impfstoffen gegen das Coronavirus ist bei Biotech-Aktien viel Luft gewichen. Das müssen Investoren zu Biontech, Novavax & Co wissen.

07.04.2021 21:45

Von Daniel Hügli

Anfang November 2020: Das deutsche Biotech-Unternehmen Biontech gibt den eigentlichen Durchbruch bei der Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Covid-19 bekannt. Die Meldung kam für die Börsen, die damals deutliche Ermüdungserscheinungen zeigten, zur richtigen Zeit. Sie setzen zur Corona-Rallye 2.0 an.

Bei vielen Aktien von Unternehmen, welche in der Erforschung (und später Produktion) von Covid-Impfstoffen tätig sind, waren die Kurse allerdings schon im Lauf des Jahres 2020 kräftig angestiegen. Bei Biontech zum Beispiel stieg der Kurs in Erwartung der positiven Ereignisse bis Ende Oktober bereits um fast das Vierfache. Der Kursverlauf insgesamt ist aber von einiger Volatilität geprägt.

Kursverlauf der Biontech-Aktie in den letzten zwölf Monaten (Quelle: cash.ch).

Das deutliche Auf und Ab der Aktie der letzten Monate widerspiegelt nicht bloss die gestiegene Konkurrenz im Corona-Impf-Business, sondern auch die erhöhte Verunsicherung der Investoren. Sie stellen sich Fragen wie: Wie lange können die Firmen von den Impfstoffen profitieren? Wie sieht die langfristige Zukunft der Covid-Impfhersteller aus?

Die Fragen sind bei allen Unternehmen berechtigt, auch bei Biontech. Und die Antworten gleichen einer Nebelstocherei, wie vieles in der Pandemie. Fest steht: Die Gebrüder Strüngmann, die rund die Hälfte an Biontech besitzen, haben grösseres vor mit der Firma. Aus dem Mainzer Unternehmen soll "erstmals seit Jahrzehnten wieder ein eigenständiger, forschender Pharmakonzern in Deutschland" entstehen, wie Thomas Strüngmann das "Manager Magazin" wissen liess. Der Hauptfokus bleibe auch in Zukunft auf Krebstherapien sowie Infektionskrankheiten, den ursprünglichen Forschungsgebieten von Biontech.  Firmengründer Ugur Sahin, der fast ein Viertel des Biontech-Kapitals besitzt und dem Bescheidenheit und Demut nachgesagt wird, will aus der Firma nichts anderes als ein neues Amgen oder Genentech machen.

Bis die 22 Kandidaten in der Produkte-Pipeline von Biontech Marktreife erreichen, könnte es allerdings eine ganze Weile dauern. Denn Leute, welche Biontech nicht genauer angeschaut hätten, könnten "geschockt" sein darüber, in welch frühem Stadium sich die Produkte-Kandidaten des Unternehmens befänden, sagt etwa Daina Graybosch, Analystin bei der US-Investmentbank SVB Leerink, zu Barrons. Sie erwartet, dass - abgesehen vom Covid-Impfstoff - kein Produkt von Biontech vor dem Jahr 2025 Umsätze generieren werde.

Bei der Aktie von Moderna ist viel Luft raus

Da könnte eine grosse Lücke aufgehen, wenn man bedenkt, dass gerade die Impfumsätze beim Biontech-Partner und Pharmagiganten Pfizer von rund 15 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 1,1 Milliarden Dollar im Jahr 2023 fallen werden, wie Analystenschätzungen ergeben haben. Analystin Graybosch hält Biontech zwar für ein "grosses Setup", dies aber auf langfristige Sicht. Fazit: Investoren könnten die Biontech-Aktie wegen möglicher Umsatzdellen in ein oder zwei Jahren womöglich einiges billiger erwerben als heute.

Bei den anderen Unternehmen, die zur Hauptsache Covid-Impfstoffe herstellen, wie das US-Biotech-Unternehmen Moderna, sind die langfristigen Aussichten ebenso ungewiss. Wohl könnte Moderna wie Biontech von Auffrisch-, Dritt- oder gar langfristig regelmässigen Impfungen gegen das Coronavirus profitieren. Und wie bei Biontech besteht bei Moderna die Langfrist-Hoffnung, dass die Erkenntnisse aus der mRNA-basierten Impfstofftechnologie auch gegen andere Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose helfen. Moderna hat mehr Medikamente-Kandidaten in Entwicklung als Biontech, nämlich 27.

Nicht überraschend ist daher auch bei der Aktie von Moderna recht viel Luft rausgegangen. Zwar weist sie in diesem Jahr wieder einen Anstieg von 25 Prozent aus (siehe Tabelle), nach einem Zuwachs von bereits 434 Prozent im letzten Jahr (siehe Tabelle am Ende des Artikels). Doch dies täuscht darüber hinweg, dass der Titel vom Rekordhoch von 189 Dollar im Februar nun bei 130 Dollar gelandet ist. 

Kursverlauf der Moderna-Aktie in den letzten zwölf Monaten (Quelle: cash.ch).

Investoren stört die hohe Bewertung von Moderna. Ein Vergleich zeigt das "Missverhältnis": Moderna hat bloss ein Medikament auf dem Markt, schrieb 2020 einen Verlust von 747 Millionen Dollar und weist derzeit eine Börsenkapitalisierung von 51 Millarden Dollar auf. Der US-Pharmakonzern Biogen hat seit längerem diverse Medikamente auf dem Markt, schrieb 2020 vier Milliarden Dollar Gewinn und hat einen Marktwert von bloss 41 Milliarden Dollar.

Obwohl auch bei Moderna in diesem Jahr ein Gewinn von etwa vier Milliarden Dollar erwartet wird, drohen der Aktie kurz- und mittelfristig weitere Kursverluste. Denn zusammen mit dem ebenfalls reinen US-Impfstoffhersteller Novavax, dessen Titel letztes Jahr nicht weniger als 2700 Prozent angesteigen ist, gehört Moderna laut JPMorgan zu den Bio-Tech-Aktien, die 2021 durch rund 80 Hedge-Fonds am meisten "geshortet", also leer verkauft werden. Wie Biontech dürfte die Aktie von Moderna auf Mittelfrist-Sicht billiger zu haben sein als heute.

Novavax und Curevac: "Sell on good News"?

Der proteinbasierte Impfstoff des Börsen-Highflyers Novavax ist noch nirgendwo zugelassen, ebensowenig wie der Covid-Impfstoff-Kandidat des deutschen Unternehmens Curevac (die Schweiz hat bei beiden Herstellern 11 Millionen Impfdosen bestellt). Der Curevac-Impfstoff basiert wie die Vakzine von Moderna und Biontech auf der mRNA-Impfstofftechnologie. Als Partner für das Covid-Vakzin wurden Bayer (Marketing) und Novartis (Produktion) verpflichtet. Die EU-Zulassung erwartet das Unternehmen auf Anfang Juni.

Das Tübinger Unternehmen Curevac gibt es seit über 20 Jahren, ist aber erst seit August an der Nasdaq. Curevac ist auch bei Krebsprojekten und proteinbasierten Therapien gegen Augen- und Atemwegkrankheiten tätig. Die Aktien von Curevac und insbesondere jene von Novovax werden kaum deutlich zulegen, wenn die Impfstoffe das Ok erhalten. Wohl eher werden Gewinnmitnahmen eintreten, getreu dem Börsenmotto "Sell on good News". Die Aktie von Curevac hat seit Börsengang relativ moderate 73 Prozent zugelegt. Die Volatilität ist auch hier deutlich, das Risiko eines Investments ebenfalls hoch. 

Kursverlauf der Curevac-Aktie seit dem Börsengang Mitte August 2020 (Quelle: cash.ch).

Ob Moderna, Biontech, Curevac oder Novavax: Bei den Unternehmen und ihren Aktien gelten die Risiko-Überlegungen, die Anleger vor einem Engagement in alle Biotech-Titel im Kopf haben müssen: Produkte-Misserfolge, Kapitalerhöhungen oder Übernahme-Offerten nach abgestürztem Aktienkurs. Zutaten also, die zu schmerzhaften Verlusten führen können.

Wer sich als Anleger mit dem Impfstoff-Thema auf der sichereren Seite fühlen will, kann auf Grosskonzerne wie Johnson&Johnson oder Pfizer (Partner von Biontech) setzen. Dort sind allerdings auch die Kursbewegungen und potenziellen Gewinne kleiner. Für viele Marktteilnehmer ist Astrazeneca nach diversen Kontroversen und Misserfolgen beim Covid-Vakzin hinsichtlich Corona-Impfungen kein Investment-Case mehr. 

Firma/Aktie Performance seit Anfang 2021 (in Prozent) Performance letzte 12 Monate (in Prozent)
Astrazeneca -3 Prozent 3 Prozent
Biontech 41 Prozent 157 Prozent
Curevac 15 Prozent 53 Prozent
Johnson&Johnson 4 Prozent 14 Prozent
Moderna 25 Prozent 301 Prozent
Novavax 59 Prozent 932 Prozent
Pfizer -1 Prozent 5 Prozent

Quelle: cash.ch

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Biden will E-Autos aus US

Biden will E-Autos aus US-Produktion mit massiven Rabatten fördern

US-Präsident Joe Biden will mit kräftigen Rabatten die Elektro-Mobilität in den USA ankurbeln.

08.04.2021 00:38

In seinem 2,3 Milliarden Dollar schweren Infrastruktur-Programm seien 100 Milliarden Dollar für Verbraucherrabatte sowie 15 Milliarden Dollar für den Ausbau von 500'000 neuen Ladestationen für Elektrofahrzeuge (EV) vorgesehen, wie aus einer E-Mail des US-Verkehrsministeriums an Kongressmitarbeiter hervorging, die von der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch eingesehen wurde. Die Zuschüsse könnten bei US-Automobilherstellern - insbesondere bei den führenden Anbietern Tesla und General Motors - für einen großen Schub beim Absatz der E-Autos sorgen.

Der Entwurf sehe ausserdem 20 Milliarden Dollar für elektrische Schulbusse und 25 Milliarden Dollar für emissionsfreien Nahverkehr vor. Die vorgeschlagenen Anreize sollen "die Menschen ermutigen, auf Elektrofahrzeuge und effiziente Elektrogeräte umzusteigen", sagte das Finanzministerium. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme ab. 

(Reuters)

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Vodafone startet Live-Betrieb

Vodafone startet Live-Betrieb für nächste Entwicklungsstufe bei 5G

Vodafone hat in Deutschland wichtige Teile seines 5G-Mobilfunknetzes auf die nächste Entwicklungsstufe umgestellt, die ohne die Vorgängertechnik LTE auskommt. "Als erster Netzbetreiber legen wir bei 5G die LTE-Stützräder beiseite und starten mit einem 5G-Kernnetz", sagte der Deutschland-Chef von Vodafone, Hannes Ametsreiter, am Montag.

12.04.2021 06:45

Die neue Version "5G Standalone", die ohne einen LTE-Anker auskommt, zeichnet sich vor allem durch äusserst kurze Datenlaufzeiten aus. Diese geringe Latenz ist zum einen für kommerzielle Anwender interessant, die damit beispielsweise aus der Ferne technische Geräte ohne jeden Zeitverzug steuern können. Damit könnten etwa Bagger aus der Ferne quasi in Echtzeit gesteuert werden.

Private Nutzer profitieren etwa bei Online-Computerspielen von den kurzen Datenlaufzeiten, weil sie ohne Zeitverzug reagieren können. Mit einer geringen Latenz werden auch Anwendungen der "Augmented Reality" erleichtert, bei der virtuelle Inhalte in eine reale Umgebung in Echtzeit eingeblendet werden.

Vodafone ist nicht der einzige Provider, der sich mit dem Thema auseinandersetzt: Die Deutsche Telekom testet "5G Standalone" bereits seit Februar in Garching bei München, hat bislang aber noch keinen grösseren Live-Betrieb in der Fläche angekündigt. Der Wettbewerber Telefónica (O2) hat den Start des "reinen" 5G-Betriebs für dieses Jahr in Aussicht gestellt./chd/DP/zb

(AWP)

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Batterie-Hersteller SK und LG

Batterie-Hersteller SK und LG beenden Rechtsstreit - VW begrüsst Deal

(Ausführliche Fassung) - Die beiden südkoreanischen Autobatterie-Hersteller SK Innovation und LG Energy Solution haben in den USA einen potenziell folgenschweren Rechtsstreit für die Elektroauto-Produktion beigelegt. Die Einigung in dem zwei Jahre langen Disput verkündeten beide Unternehmen am Sonntag. Die Muttergesellschaft von LG Energy Solution, LG Chem, hatte SK Innovation (SKI) im April 2019 in den USA wegen des Vorwurfs verklagt, Mitarbeiter abgeworben und Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben.

11.04.2021 18:46

Durch den Streit geriet zuletzt auch die Erfüllung von Lieferverträgen von Volkswagen und Ford mit SKI in Gefahr. Volkswagen hatte im November 2018 mit SKI einen weiteren Zulieferer für die Akkus von E-Autos gefunden. Volkswagen begrüsste die Einigung, auch US-Präsident Joe Biden äusserte sich erfreut.

Beide südkoreanischen Unternehmen wollen den Angaben zufolge sämtliche Rechtsverfahren in Südkorea und anderen Ländern in Verbindung mit E-Auto-Batterien zurückziehen und die nächsten zehn Jahre auf gegenseitige Klagen verzichten. SKI erklärte sich bereit, zwei Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro) in bar und an Lizenzgebühren an LG zu zahlen. Beide Unternehmen hatten sich ausserdem gegenseitig mit Patentklagen überzogen.

Südkoreas Handelsministerium begrüsste die Einigung beider Unternehmen, die kurz vor dem Inkrafttreten eines Importverbots in den USA für SKI-Produkte erfolgte. Der Chef der Volkswagen Group of America, Scott Keogh, zeigte sich erfreut, dass beide Batterielieferanten ihre Differenzen beigelegt haben. Nachdem die strittigen Fragen geklärt seien, konzentriere sich VW nun auf den Beginn der US-Produktion des vollelektrischen SUV ID.4 im Jahr 2022.

Die Internationale Handelskommission (ITC) in den USA hatte im Februar in dem Fall zugunsten von LG entschieden. Die Einfuhr von Lithium-Ionen-Batterien durch SKI sollte demnach zehn Jahre verboten werden. Doch sollte SKI Batterien und Teile für die E-Auto-Produktion von Ford vier Jahre lang und für E-Fahrzeuge von Volkswagen zwei Jahre importieren können.

Der Kompromiss zwischen LG und SKI sei ein "Gewinn für amerikanische Arbeiter und die amerikanische Autoindustrie", hiess es in der vom Weissen Haus veröffentlichten Erklärung Bidens. Die USA bräuchten "eine starke, breitgefächerte und belastbare Lieferkette mit US-Basis für E-Fahrzeug-Batterien". Die Einigung verschaffe auch Arbeitern im Georgia einige Erleichterung und neue Chancen für Arbeiter im ganzen Land, sagte Biden in Anspielung auf die Investitionen von SKI in dem US-Bundesstaat.

Im vergangenen Jahr hatte SKI in Georgia seine erste Batterie-Fabrik fertiggestellt, im nächsten Jahr soll von dort die Auslieferung starten. Eine zweite Fabrik befindet sich in Georgia im Bau. Das Unternehmen hatte damit gedroht, die 2,7 Milliarden Dollar teuren Anlagen (2,27 Mrd Euro) aufzugeben, sollte das Importverbot nicht gekippt werden./dg/DP/mis

(AWP)

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Deutsche Bafin prüft

Deutsche Bafin prüft Mitarbeitergeschäfte mit Gamestop- und AMC-Aktien

Die Finanzaufsicht Bafin untersucht in zwei Fällen, ob Mitarbeiter unerlaubt spekulative Aktiengeschäfte getätigt haben.

11.04.2021 18:09

Die Geschäfte waren bei einer Untersuchung von Mitarbeitergeschäften mit Aktien der US-Unternehmen Gamestop und AMC Entertainment aufgefallen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Finanzexperten der Linken im Bundestag, Fabio de Masi, hervor. Darüber hatte zuvor das "Handelsblatt" berichtet.

Die Kurskapriolen des US-Videospielehändlers Gamstop hielten die Börsen über Wochen in Atem, ebenso die Spekulationen um Papiere der Kinokette AMC. Der Wert der Aktien hatte sich teils deutlich erhöht. Bei Gamestop etwa hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds gezwungen, ihre Wetten auf einen Kursverfall der Papiere aufzulösen. Dies bescherte der Aktie teils deutliche Kursgewinne.

Die Bundesregierung verwies darauf, dass es sich bei Gamestop und AMC um US-amerikanische Unternehmen handele und Aktien dieser Unternehmen nicht dem Handelsverbot der Bafin für private Finanzgeschäfte unterliegen. Diese Unternehmen unterstünden auch nicht der Unternehmensaufsicht der Bafin.

In insgesamt zwei Fällen (zwei Personen) prüfe die Bafin, ob angezeigte private Finanzgeschäfte als spekulativ einzuordnen seien, heisst es in der Antwort des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies wäre aus Sicht der Bafin und des Ministeriums nicht hinnehmbar. Spekulative Privatgeschäfte seien seit 16. Oktober 2020 für Bafin-Mitarbeiter nicht mehr erlaubt.

In der Zeit zwischen 1. September 2020 und 10. Februar 2021 hatten der Regierungsantwort zufolge vier Mitarbeiter 23 mal Gamestop-Aktien ge- oder verkauft. Vier Mitarbeiter handelten ausserdem sechsmal AMC-Aktien (Stand jeweils 22. März 2021). Die Geschäfte seien von Beschäftigten angezeigt worden. Die Prüfung sei noch nicht vollständig abgeschlossen, "nach derzeitigem Stand liegen keine Anzeichen für Insidergeschäfte vor", hiess es.

In den untersuchten Zeitraum fällt die erste Welle des spektakulären Schlagabtauschs zwischen gut organisierten Kleinanlegern und Hedgefonds an den Börsen, die die Kurse dieser Aktien zunächst jäh in die Höhe trieben.

(AWP)

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GameStop sucht offenbar einen

GameStop sucht offenbar einen neuen Chef

Der US-Videospielehändler leitet nach Informationen von Insidern die Suche nach einem neuen Chef ein.

13.04.2021 07:08

Das Unternehmen habe bereits eine Personalberatungsfirma damit beauftragt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es seien auch schon Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt worden. GameStop-Chef George Sherman solle im Zuge einer Neuausrichtung ersetzt werden. Ein GameStop-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.

GameStop setzt verstärkt auf den Umbau hin zu einem Technologieunternehmen mit Fokus auf Online-Gamer. Das Unternehmen war in diesem Jahr mehrfach in den Schlagzeilen, weil Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds dazu gezwungen hatten, ihre Wetten auf einen Kursverfall der Papiere aufzulösen. Dies bescherte der Aktie zeitweise astronomische Kursgewinne.

(Reuters)

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Schöllhorn löst Hoke als Chef

Schöllhorn löst Hoke als Chef der Airbus-Rüstungssparte ab

Der Chef der Airbus -Rüstungssparte, Dirk Hoke, verlässt den Konzern Mitte des Jahres. Sein Nachfolger in München wird im Juli der Airbus-Manager Michael Schöllhorn, der seit zwei Jahren in Toulouse als Chief Operations Officer für das Tagesgeschäft beim Bau von Verkehrsflugzeugen verantwortlich ist. Das teilte Airbus am Montag zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Personalien mit.

12.04.2021 19:01

Airbus-Vorstandschef Guillaume Faury dankte Hoke, der 2015 von Siemens gekommen war, für seine Erfolge an der Spitze der Rüstungs- und Raumfahrtsparte. Unter anderem hatte er den Ärger um den verspäteten Militärtransporter A400 ausgeräumt, die Eurofighter- und Radarverträge unter Dach und Fach gebracht und die Eurodrohne und das künftige europäische Luftkampfsystem FCAS vorangebracht. Laut Airbus sucht er nun eine neue Herausforderung anderswo.

Schöllhorn ist Maschinenbauingenieur und hat an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg über Regelungstechnik promoviert. Von 1984 bis 1994 war er Offizier und Hubschrauberpilot der Bundeswehr. Schöllhorns Nachfolger in Toulouse wird Alberto Gutiérrez, derzeit Executive Vice President Military Aircraft./rol/DP/fba

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Carlo Gavazzi signalisiert

Carlo Gavazzi signalisiert deutlichen Gewinnsprung in 2020/21

Die Elektrotechnikgruppe Carlo Gavazzi ist gut durch das Coronajahr gekommen.

12.04.2021 19:01

Die Zuger haben ihren Gewinn in dem am 31. März endenden Geschäftsjahr 2020/21 mit rund 11 Millionen Franken fast verdoppelt.

2019/2020 hatte noch ein Überschuss von 6,1 Millionen Franken resultiert, teilte Carlo Gavazzi am Montagabend aufgrund vorläufiger, noch nicht testierter Ergebnisse mit. Dabei hatte der Umsatz mit rund 148 Millionen Franken ungefähr auf Vorjahreshöhe gelegen. Im März seien die Umsätze "besonders hoch" gewesen.

Gavazzi begründete den Gewinnsprung mit einem deutlich tieferen Betriebsaufwand im Berichtsjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kletterte den Angaben zufolge auf rund 17 Millionen Franken, nach 10,8 Millionen im Geschäftsjahr zuvor.

Den endgültigen Jahresabschluss wird Carlo Gavazzi am 24. Juni 2021 vorlegen.

(AWP)

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Pierer Mobility erhöht nach

Pierer Mobility erhöht nach gutem Jahresstart die Prognose

Pierer Mobility profitiert während der Coronakrise von einer hohen Nachfrage nach Zweirädern. Im ersten Quartal 2021 erwirtschafteten die Österreicher mit Marken wie KTM oder Husqvarna einen Umsatz von 509 Millionen Euro. Das sind satte 82 Prozent mehr als ersten Quartal 2020, teilte Pierer am Montagabend mit.

12.04.2021 18:45

Im Frühjahr 2020 hatte das Unternehmen noch unter Produktionsunterbrüchen und Ladenschliessungen gelitten. Seither boomt die Nachfrage nach Individualverkehr. Konkret hat das Unternehmen von Januar bis März 106'453 Motorräder und E-Bikes verkauft - 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen habe damit seine globalen Marktanteile deutlich ausgebaut.

Mit den guten Geschäften geht ein Personalaufbau bei Pierer einher. Das Unternehmen habe seit Jahresbeginn die Belegschaft um 130 auf 4'730 Mitarbeitende ausgebaut, heisst es weiter. Und Pierer sei weiterhin auf der Suche nach Mitarbeitern in allen Bereichen.

Der Ausblick bleibe trotz der anhaltenden Herausforderungen in den Lieferketten weiterhin positiv, betont Pierer und erhöht die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. Neu peilt das Unternehmen Verkäufe im Bereich von 1,85 bis 1,95 Milliarden Euro an. Damit wurde die Bandbreite um 50 Millionen Euro angehoben.

ra/pre

(AWP)

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Asiens Mitfahrdienst Grab

Asiens Mitfahrdienst Grab kurz vor 40-Milliarden-Spac-Deal

Südostasiens grösster Fahr- und Essenslieferdienst Grab steht Insidern zufolge kurz vor der Bekanntgabe eines Börsengangs in den USA durch Verschmelzung mit einer Börsenhülle (Spac).

13.04.2021 08:22

Bei der Fusion mit Altimeter werde Grab mit fast 40 Milliarden Dollar bewertet, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Sie könnte noch am Dienstag angekündigt werden. Damit würde es sich um den größten jemals getätigten Spac-Deal handeln. Grab wollte keine Stellung nehmen. Altimeter war zunächst nicht erreichbar.

Grab, an dem Softbank und Mitsubishi UFJ Financial Group beteiligt sind, startete 2012 in Malaysia als Mitfahrdienst und wurde bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit mehr als 16 Milliarden Dollar bewertet. Mittlerweile ist Grab in acht Ländern aktiv und liefert auch Essen aus und bietet Bezahldienste an. In Indonesien, dem wichtigsten Markt für Grab, strebt Konkurrent Gojek eine Fusion mit dem führenden Onlinehändler Tokopedia an. Grab, dessen Umsätze im vergangenen Jahr um 70 Prozent anzogen, schreibt rote Zahlen. 

(Reuters)

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