Schuldenkrise Amerika

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USA: Häuserpreise steigen

USA: Häuserpreise steigen Ende 2020 etwas stärker als erwartet - FHFA

In den USA setzt sich der Aufwärtstrend der Häuserpreise fort. Der FHFA-Hauspreisindex ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent gestiegen, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Dies ist der siebte Anstieg in Folge. Ausserdem fallen die Preiszuwächse stärker aus als in der Zeit vor der Corona-Krise.

23.02.2021 15:26

Am Markt war für Dezember im Schnitt nur mit einem Zuwachs um 1,0 Prozent gerechnet worden. Im Vormonat waren die Hauspreise in diesem Ausmass gestiegen.

In der Corona-Krise haben sich viele Menschen entschieden, die Zentren grösserer Städten wie New York zu verlassen und Häuser im Umland zu kaufen. Zudem stützen die in der Krise deutlich gefallenen Hypothekenzinsen den Häusermarkt. Die Corona-Pandemie hat die Preisentwicklung auf dem amerikanischen Hausmarkt demnach eher gestützt als belastet.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde für die in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind./jkr/bgf/fba

(AWP)

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Fed-Chef Powell sieht US

Fed-Chef Powell sieht US-Wirtschaft noch für geraume Zeit am Hilfe-Tropf

Die von der Corona-Pandemie schwer getroffene US-Wirtschaft ist nach Einschätzung von Notenbankchef Jerome Powell noch für geraume Zeit auf Hilfen der Währungshüter angewiesen.

23.02.2021 21:05

Die konjunkturelle Erholung sei weiterhin "uneinheitlich und noch längst nicht abgeschlossen", sagte Powell am Dienstag bei seiner halbjährigen Anhörung im Bankenausschuss des US-Senats.

Es werde noch dauern, bevor die Federal Reserve erwägen werde, ihre Geldpolitik zu verändern, mit der sie dem Land helfe, wieder Vollbeschäftigung zu erreichen. "Die Entwicklung der Wirtschaft hängt weiterhin erheblich vom Verlauf des Virus und der ergriffenen Massnahmen ab, seine Verbreitung zu kontrollieren."

Powell sei überzeugt, dass die Geldpolitik unterstützend bleiben müsse, sagte der Investment-Stratege Michael Arone von State Street Global Advisors. Deshalb sei in absehbarer Zeit nicht mit Veränderungen der Geldpolitik zu rechnen. Die Fed greift der US-Konjunktur derzeit unter anderem mit ultratiefen Zinsen und monatlichen Wertpapierkäufen im Volumen von 120 Milliarden Dollar unter die Arme.

Erster Auftritt im US-Kongress seit Wahl

Diese Massnahmen "haben die Finanzierungsbedingungen erheblich gelockert und geben der Wirtschaft substanzielle Unterstützung", sagte Powell. Es ist sein erster Auftritt im US-Kongress seit dem Wahlsieg der Demokraten, der ihnen die Kontrolle über beide Kammern des Hauses sicherte. "Die Wirtschaft ist noch weit entfernt von unseren Vollbeschäftigungs- und Inflationszielen, und es braucht wahrscheinlich noch einige Zeit, bis weitere deutliche Fortschritte erreicht sein werden", sagte der Fed-Chef.

Die Notenbank hatte zuletzt signalisiert, dass sie ihre Anleihenkäufe erst zurückfahren wird, wenn sich die Bedingungen am Jobmarkt und die Inflation durchgreifend verbessern. Fed werde die Käufe solange mit mindestens der aktuellen Geschwindigkeit fortsetzen, bis sie deutliche Fortschritte in Richtung ihrer Ziele sehe, sagte Powell. Sie werde zudem weit im voraus mitteilen, ob dies der Fall sei, bevor sie die Käufe verändere.

Die Arbeitslosenquote lag in den USA zuletzt bei 6,3 Prozent - das liegt weit entfernt vom Ziel Vollbeschäftigung. Auf dem US-Arbeitsmarkt fehlen noch immer etwa zehn Millionen Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau. "Wir müssen unseren Job mit der Pandemie erledigen, sie unter Kontrolle bringen, so dass sich die US-Wirtschaft wirklich wieder öffnen kann," sagte Powell.

Wachstum von 6 Prozent möglich

Die US-Wirtschaft könne angesichts der angelaufenen Impfkampagnen im laufenden Jahr um etwa sechs Prozent wachsen. Im zweiten Halbjahr werde der Konsum womöglich kräftig anziehen, was aber auch die Preise anschieben könne. Es sei aber nicht sehr wahrscheinlich, dass der Preisanstieg stark ausfallen werde oder nachhaltig sei.

Powell wird am Mittwoch auch vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses sprechen. Von seiner dann zweitägigen Anhörung dürften auch seine Aussichten für eine weitere Amtszeit abhängen. Anfang 2021 läuft seine vierjährige Amtszeit ab. US-Präsident Joe Biden muss in den nächsten Monaten entscheiden, ob er Powell, der von seinem Vorgänger Donald Trump für den Posten vorgeschlagen wurde, für eine zweite Amtszeit vorsehen will.

(AWP)

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Biden kann Mindestlohn in den

Biden kann Mindestlohn in den USA nicht über Konjunkturpaket erhöhen

US-Präsident Joe Biden und seine Demokraten können den landesweiten Mindestlohn nicht wie erhofft mit dem nächsten Corona-Konjunkturpaket auf 15 US-Dollar pro Stunde (rund 12,50 Euro) erhöhen.

26.02.2021 06:47

"Wir sind über diese Entscheidung tief enttäuscht", sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Donnerstagabend (Ortszeit). Auch Biden zeigte sich enttäuscht. Der Grund ist eine Entscheidung der für die Verfahrensregeln des Senats zuständigen Beamtin, Elizabeth MacDonough.

Die Demokraten wollten die Erhöhung über ein Vermittlungsverfahren zwischen Repräsentantenhaus und Senat durchsetzen. Das Verfahren ist jedoch ursprünglich nur für Belange des Haushalts vorgesehen, weswegen MacDonough die Erhöhung des Mindestlohns nicht zuliess. Für einen regulären Gesetzgebungsprozess im Senat wären die Demokraten, die dort 50 Stimmen haben, auf die Zustimmung von zehn Republikanern angewiesen, was nicht absehbar erscheint.

Die Demokraten wollen den landesweiten Mindestlohn bis 2025 stufenweise auf 15 Dollar erhöhen. Derzeit liegt er bei 7,25 Dollar. Daneben gibt es in vielen Bundesstaaten aber auch höhere Grenzen.

In Bezug auf den Mindestlohn versprach Schumer: "Wir werden den Kampf nicht aufgeben, den Mindestlohn auf 15 Dollar zu erhöhen, um Millionen amerikanischen Arbeitern, die sich abrackern, und deren Familien zu helfen." Bidens Sprecherin Jen Psaki erklärte, der Präsident werde nun mit dem Kongress zusammenarbeiten, um einen Weg für die Erhöhung zu finden, "weil niemand in diesem Land vollzeit arbeiten und in Armut leben sollte".

Das von Biden angestrebte Konjunkturpaket gegen die Corona-Krise in Höhe von rund 1,9 Billionen Dollar kann im Prinzip über das Vermittlungsverfahren durchgesetzt werden. Biden will mit dem Paket die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen.

(AWP)

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Biden fordert schnelle

Biden fordert schnelle Zustimmung des Senats zu Konjunkturpaket

Nach der Zustimmung des Repräsentantenhauses hat US-Präsident Biden den Senat zu einer schnellen Verabschiedung des von ihm vorgeschlagenen Konjunkturpakets gegen die Corona-Krise aufgerufen. "Wir haben keine Zeit zu verlieren", sagte Biden am Samstag (Ortszeit) bei einer kurzen Ansprache im Weissen Haus. "Die Menschen in diesem Land haben schon viel zu lange zu viel gelitten." Sein "amerikanischer Rettungsplan" lindere dieses Leid, sagte der Präsident. Biden dankte dem Repräsentantenhaus, das dem Konjunkturpaket im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) in der Nacht zu Samstag zugestimmt hatte.

28.02.2021 15:04

Das von Bidens Demokraten dominierte Repräsentantenhaus hatte den Gesetzesentwurf mit einer knappen Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen gebilligt. In einem nächsten Schritt muss nun der Senat zustimmen, wo ein Teil von Bidens Plan vorab einen Rückschlag erlitt: Die für die Verfahrensregeln in dieser Kammer zuständige Beamtin entschied, dass der landesweite Mindestlohn nicht im Rahmen des Konjunkturpakets auf 15 US-Dollar pro Stunde erhöht werden kann.

Der Umfang der von Biden vorgesehenen Massnahmen entspräche fast zehn Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Die Republikaner lehnen ein so umfangreiches Paket ab. Biden will mit dem Paket die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen. Es sieht unter anderem Direktzahlungen an private Haushalte, Finanzierungshilfen für Coronavirus-Tests und für die Verteilung von Impfstoff sowie zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose vor.

Biden sagte mit Blick auf die Zustimmung im Repräsentantenhaus: "Wir sind einen Schritt näher dran, die Nation zu impfen." Auch die Hilfe für notleidende Familien sei damit näher gerückt.

Biden und die Demokraten drängen zur Eile, weil am 14. März die verlängerte und erhöhte Arbeitslosenhilfe für Millionen Amerikaner ausläuft, wenn der Präsident das Gesetz davor nicht unterzeichnet. Im Senat haben Demokraten und Republikaner jeweils 50 Sitze, Vizepräsidentin Kamala Harris - die zugleich Präsidentin der Kammer ist - kann bei einem Patt aber die ausschlaggebende Stimme abgeben.

Der Kongress hatte erst Ende Dezember ein Hilfspaket in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar verabschiedet. Nach der Zuspitzung der Pandemie in den USA hatte der Kongress im vergangenen Frühjahr ausserdem schon Konjunkturpakete in Höhe von fast drei Billionen Dollar beschlossen. Der Schuldenberg der US-Regierung ist seither schnell angestiegen./cy/DP/men

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USA: Etwas mehr Erstanträge

USA: Etwas mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

In den USA haben in der vergangenen Woche etwas mehr Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt.

04.03.2021 14:58

In der Woche bis zum 27. Februar wurden 745'000 Erstanträge gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 9000 Anträge mehr als in der Woche zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 750'000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde leicht nach oben korrigiert.

Laut Ministerium nehmen derzeit knapp 4,3 Millionen Personen Arbeitslosenhilfe in Anspruch. Die Zahl liegt wesentlich höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Vor einem Jahr betrug die Zahl 1,7 Millionen.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am US-Arbeitsmarkt. Der Jobmarkt wurde durch die Corona-Krise hart getroffen. Noch immer sind viele Millionen mehr arbeitslos als vor der Krise. An diesem Freitag veröffentlicht die Regierung ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht, der einen umfassenderen Eindruck vermittelt.

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USA: Produktivität sinkt

USA: Produktivität sinkt weniger als erwartet

Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2020 weniger als erwartet gefallen. Das Verhältnis von Produktion und Arbeitszeit fiel auf das Jahr hochgerechnet um 4,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlicheren Rückgang um 4,7 Prozent erwartet. In einer ersten Schätzung war ein Rückgang von 4,8 Prozent ermittelt worden. Im dritten Quartal war die Produktivität noch um 4,4 Prozent gestiegen.

04.03.2021 14:52

Die Lohnstückkosten stiegen im vierten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 6,0 Prozent. Volkswirte hatten mit 6,6 Prozent gerechnet, nachdem zunächst ein Anstieg von 6,8 Prozent ermittelt worden war. Im dritten Quartal waren sie noch um 9,6 Prozent gefallen./jsl/bgf/jha/

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USA: Industrieaufträge

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

Die Aufträge an US-Industrieunternehmen sind zu Jahresbeginn stärker als erwartet gestiegen. Die Betriebe erhielten im Januar 2,6 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten nur mit einem Zuwachs um 2,1 Prozent gerechnet.

04.03.2021 16:15

Zudem wurde der Anstieg im Dezember auf 1,6 Prozent (zunächst 1,1 Prozent) nach oben revidiert. Ohne Transportgüter stiegen die Aufträge im Januar um 1,7 Prozent.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter legten im Januar laut einer zweiten Schätzung wie erwartet zu. Sie kletterten um 3,4 Prozent zum Vormonat. Dies war bereits in einer ersten Schätzung ermittelt worden./jsl/he

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$1,9 Billionen US-Hilfspaket + Inflation + Gold

Das $1,9 Billionen schwere US-Hilfspaket ist auf der Zielgeraden und befeuert aufkeimende Inflationsängste. Die US-Notenbank FED hat bereits signalisiert, dass ein zeitweises Überschiessen der Inflation toleriert wird (ein Schelm, wer Böses denkt => Inflation würde die riesigen Staatsdefizite weg-inflationieren). Inflationsgefahr lauert nach dem Abflauen der Pandemie auch durch das krasse Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in diversen Bereichen (Reisen, Ausgehen, Hotels, Restaurants, Erdöl, Fahrzeuge, Nachschub/Lieferungen von Produkten/Dienstleistungen durch Nachholbedarf der Kundschaft vs. geringerer Produktion/Zur-Verfügung-Stellen).

Spannende Präsentation des weltgrössten Goldproduzenten Newmont Mining (NEM):

Newmont Corporation - Investors - Events & Presentations

Der Goldpreis scheint in Stimmung für einen neuen Aufwärtstrend zu sein:-) Und bekanntlich profitieren die Goldminen-Aktien mit einem Hebel auf den Goldpreis, zzgl. vierteljährliche Dividenden, Aktienrückkaufprogrammen und starkem Free Cashflow:

https://finance.yahoo.com/quote/NEM?p=NEM

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US-Inflation zieht wie

US-Inflation zieht wie erwartet an - Bondrenditen sinken

In den USA hat die Inflation im Februar erwartungsgemäss angezogen.

10.03.2021 15:04

Die auf Jahressicht gemessene Inflationsrate stieg von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,7 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg in diesem Ausmass gerechnet. Zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,4 Prozent, nach 0,3 Prozent im Januar.

Die Kerninflation ohne stark im Preis schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel sank hingegen von 1,4 auf 1,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg der Kernindex jedoch um 0,1 Prozent.

Das Inflationsziel der US-Notenbank Fed von rund zwei Prozent wird nach wie vor unterschritten. Allerdings sind die Inflationserwartungen an den Finanzmärkten in den vergangenen Wochen gestiegen. Hauptgrund ist das geplante Konjunkturpaket der Regierung in Billionenhöhe. Einige Ökonomen befürchten, dass dadurch nicht nur das Wachstum, sondern auch die Inflation angefacht wird. Die Fed sieht derartige Gefahren bisher nicht.

Die Anleger reagieren erleichtert auf die im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Inflationsdaten. Sie decken sich mit Staatsanleihen des Landes ein und drücken die Rendite der zehnjährigen T-Bonds auf plus 1,542 von zuvor 1,561 Prozent. Vergleichbare Bundestitel sind ebenfalls gefragt und rentieren bei minus 0,314 Prozent.

(AWP/Reuters)

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Kongress gibt grünes Licht

Kongress gibt grünes Licht für Joe Bidens Billionen-Paket

Der Weg für das 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Biden ist frei. Das Konjunkturprogramm, das zu den grössten aller Zeiten zählt, nahm die letzte parlamentarische Hürde im Kongress.

11.03.2021 06:24

"Hilfe ist hier", schrieb Biden auf Twitter nach der Verabschiedung seines "Amerikanischen Rettungsplans". Experten erwarten, dass die Massnahmen die US-Wirtschaft nach dem dramatischen Einbruch im vergangenen Jahr kräftig anschieben werden. Das Weisse Haus versprach, das Vorhaben "mit voller Kraft voraus" umzusetzen. Der Plan werde das Blatt im Kampf gegen die Virus-Pandemie wenden.

Für Biden ist es sieben Wochen nach seinem Amtsantritt der erste grosse politische Erfolg als Präsident. "Dies ist ein historischer Tag", sagte die demokratische Abgeordnete Jan Schakowsky. Bidens Parteifreunde setzten das Paket dank ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus gegen den erbitterten Widerstand der Republikaner mit 220 zu 211 Stimmen durch. Der Senat, in dem die Demokraten ebenfalls ein knappes Übergewicht haben, hatte bereits am Wochenende grünes Licht gegeben. Das Präsidialamt kündigte an, dass Biden das Gesetz voraussichtlich am Freitag unterzeichnen werde.

Vorgesehen sind unter anderem Einmal-Schecks in Höhe von 1400 Dollar für nahezu alle Amerikaner ausser Besserverdiener. Das allein lässt sich der Bund 400 Milliarden Dollar kosten - in der Hoffnung, so vor allem den Konsum anzukurbeln, eine zentrale Säule der amerikanischen Konjunktur. Ausserdem sind Finanzspritzen für die Bundesstaaten und Kommunen, für Schulen und Kindergärten geplant. Familien mit Kindern bekommen Steuernachlässe. Die Arbeitslosenhilfe wird bis September aufgestockt. Und es soll mehr Geld in die Corona-Impfkampagne fliessen, in Impfstoffe und Tests, um schneller noch mehr Amerikaner gegen das Virus zu schützen und so wieder mehr Sicherheit und Normalität im Geschäfts- und privaten Alltag einkehren zu lassen.

Biden will auch anderen Ländern helfen

Kurz nach der Verabschiedung des Pakets im Kongress kündigte Biden mit den Chefs der US-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson und Merck eine Initiative zur Steigerung der Produktion von Vakzinen an. Zuerst werde sichergestellt, dass Amerikaner versorgt würden. "Aber dann werden wir dem Rest der Welt helfen. Wenn wir einen Überschuss haben, werden wir ihn mit dem Rest der Welt teilen", sagte Biden vor Journalisten.

Biden hat die Bekämpfung der Corona-Pandemie zur absoluten Priorität in der ersten Phase seiner Präsidentschaft erklärt. Die USA sind weltweit mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffen. Mehr als 528.000 Menschen starben dort inzwischen an oder mit dem Virus. In den vergangenen Wochen machte Biden zum einen Druck, die Impfkampagne auf Touren zu bringen. Parallel drang er auf eine rasche Verabschiedung des Konjunkturpakets, das nach Ansicht der Republikaner viel zu hoch ausfällt und auch vereinzelt bei einigen Demokraten auf Kritik stiess.

Biden entgegnete, die Hilfen seien unumgänglich, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen. Sein stärkstes Argument: die Millionen Menschen, die seit dem Corona-Ausbruch vor etwas mehr als einem Jahr ihre Jobs verloren haben. Und der drastischste Konjunktureinbruch seit 1946.

"Mit dem Gesetz werden Ungleichheit und Armut in einer Weise bekämpft, wie wir das seit Generationen nicht erlebt haben", warb der Abgeordnete Jim McGovern vor der Abstimmung im Repräsentantenhaus für das Paket. Lediglich ein demokratischer Abgeordneter lehnte es ab. Jared Golden warnte, die hohen Ausgaben könnten die wirtschaftliche Erholung gefährden.

Die Republikaner, von denen viele massive Hilfsprogramme unter Bidens Vorgänger Donald Trump unterstützt hatten, stemmten sich geschlossen gegen Bidens Vorhaben. "Das ist der falsche Plan zu einer falschen Zeit aus so vielen falschen Gründen", sagte der Abgeordnete Jason Smith. Seine Kollegin Marjorie Taylor Greene nannte das Paket "eine Verschwendung von Geld und Zeit". Viel besser wäre es, die Corona-Einschränkungen wieder aufzuheben. Die Republikaner befürchten eine weitere Aufblähung des Schuldenbergs der USA und verweisen darauf, dass sich die Corona-Lage zuletzt gebessert und die Wirtschaft einen Erholungskurs eingeschlagen habe.

Doch selbst unter Anhängern der Republikaner ist die Unterstützung für Bidens Corona-Paket gross, wie Umfragen zeigen. Insgesamt befürworten 70 Prozent der Amerikaner den Plan, wie eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos diese Woche zeigte.

Wirtschaftsexperten erwarten sich von den Hilfen in Kombination mit den Fortschritten bei der Impfkampagne erhebliche Wachstumsimpulse. Die OECD etwa hob ihre Prognose für 2021 diese Woche deutlich an. Sie geht jetzt von einem Wachstum von mehr als sechs Prozent in den USA aus, nachdem sie vor drei Monaten lediglich um die drei Prozent für möglich gehalten hatte. Manche Volkswirte sind sogar noch optimistischer als die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

(Reuters)

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USA: Zahl der Erstanträge auf

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinkt stärker als erwartet

In den USA ist die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken. In der Woche bis zum 6. März wurden 712 000 Erstanträge gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 42 000 Anträge weniger als in der Woche zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 725 000 Anträgen gerechnet.

11.03.2021 14:46

Allerdings korrigierte das Ministerium den Wert der Vorwoche etwas nach oben. Demnach wurden in der Woche zum 27. Februar 754 000 Hilfsanträge gestellt, nachdem zuvor nur 745 000 Anträge gemeldet worden waren. Laut Ministerium nehmen derzeit rund 4,1 Millionen Personen Arbeitslosenhilfe in Anspruch.

Trotz des Rückgangs bleibt die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt weiter angespannt. In der Zeit vor dem Ausbruch der Corona-Krise waren in den USA nur etwa 200 000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe pro Woche gestellt worden.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am US-Arbeitsmarkt. Der Jobmarkt wurde durch die Corona-Krise hart getroffen. Noch immer sind viele Millionen mehr arbeitslos als vor der Krise./jkr/jha/

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US-Hilfspaket befeuert Inflation

Das $1,9 Billionen US-Hilfspaket dürfte über kurz oder lang die Inflation befeuern. NEM bietet sich als perfekter Hedge an (Hebel auf den Goldpreis, erhöhte vierteljährliche Dividenden, riesiges Aktienrückkaufprogramm und starker Free Cash-Flow).

Gold: Die Nummer 1 eröffnet das Übernahme-Rennen - DER AKTIONÄR (deraktionaer.de)

NEM 58.53 0.08 0.14% : Newmont Corporation - Yahoo Finance

Digitalisierung unterstützt den weltgrössten Goldproduzenten Newmont Mining (NEM):

Infosys Limited (NASDAQ:INFY), Newmont Mining Corporation (NYSE:NEM) - Infosys, Newmont Extend Partnership For Digitizing Delivery Models Across Mine Sites | Benzinga

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Stimmung in New Yorker

Stimmung in New Yorker Industrie hellt sich überraschend deutlich auf

Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen hat sich im März überraschend deutlich aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg im Vergleich zum Vormonat um 5,3 Punkte auf 17,4 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg des Indikators auf 15,0 Punkte gerechnet.

15.03.2021 13:48

Mit einem Stand über der Nulllinie wird wirtschaftliches Wachstum angezeigt. Mittlerweile liegt der Stimmungsindikator den neunte Monat in Folge im positiven Bereich, nachdem er im April wegen der Corona-Krise bis auf ein Rekordtief von minus 78,2 Punkten abgestürzt war./jsl/jkr/mis

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S&P bestätigt US-Rating mit

S&P bestätigt US-Rating mit "AA+" - Ausblick weiter stabil

Die Ratingagentur S&P bestätigt die Bonitätsbewertung der USA mit "AA+". Der Ausblick bleibe trotz der hohen Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise stabil, teilte die Agentur am Dienstag mit.

17.03.2021 06:30

Grund sei die Erwartung, dass die US-Wirtschaft in diesem und nächsten Jahr nach dem Abflauen der Corona-Pandemie deutlich wachsen werde. Die USA haben damit weiter beste Voraussetzungen, um zu günstigen Bedingungen Geld am Finanzmarkt aufzunehmen.

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USA: Baubeginne und

USA: Baubeginne und Genehmigungen geben stark nach

Die US-Bauwirtschaft hat sich im Februar schwach entwickelt. Sowohl die Zahl der neu begonnenen Bauten als auch der genehmigten Häuser ging kräftig zurück. Die Baubeginne fielen zum Vormonat um 10,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten einen viel schwächeren Rückgang um im Schnitt 1,3 Prozent erwartet.

17.03.2021 13:52

Die Baugenehmigungen, die den Baubeginnen zeitlich vorauslaufen, sackten um 10,8 Prozent ab. Auch hier wurden die Erwartungen verfehlt, wenn auch nicht ganz so klar wie bei den Baubeginnen. Analysten hatten mit einem Minus von 7,2 Prozent gerechnet.

Ein Grund für den heftigen Rücksetzer könnte das kalte Winterwetter mit starkem Schneefall und Bodenfrost gewesen sein. Zumindest die Baubeginne dürften davon belastet worden sein./bgf/jkr/jha/

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Brasiliens Notenbank erhöht

Brasiliens Notenbank erhöht Leitzins

Die brasilianische Notenbank hat den Leitzins erhöht. Der Schlüsselsatz sei im Kampf gegen eine zu hohe Inflation auf 2,75 Prozent von einem Rekordtief von 2,00 Prozent heraufgesetzt worden, teilte die Notenbank des südamerikanischen Landes am Mittwoch mit.

18.03.2021 06:31

Es ist die erste Erhöhung seit fast sechs Jahren. Die meisten Analysten hatten nur mit einer Anhebung auf 2,50 Prozent gerechnet. Die Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses war einstimmig. Für die nächste Sitzung signalisierte das Gremium bei einem gleichbleibenden Ausblick einen ebenso grossen Zinsschritt.

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US-Frühindikatoren steigen

US-Frühindikatoren steigen weniger als erwartet

Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Februar weniger als erwartet aufgehellt. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Januar waren sie noch um 0,5 Prozent gestiegen.

18.03.2021 15:14

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Indikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen. Die Indikatoren geben einen Eindruck über den Zustand der US-Wirtschaft./jsl/jkr/jha/

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Zahl der Arbeitslosenanträge

Zahl der Arbeitslosenanträge in USA überraschend wieder gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gestiegen.

18.03.2021 13:55

Insgesamt stellten vergangene Woche 770'000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. In den sieben Tagen zuvor waren es 725'000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche lediglich mit 700'000 Anträgen gerechnet.

In der Corona-Pandemie gingen in den USA bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. Mit dem 1,9 Billionen Dollar schweren Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden soll die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden.

Die US-Währungshüter von der Notenbank Fed erwarten im Mittel, dass die Arbeitslosenquote bis zum Jahresende auf 4,5 Prozent sinken und 2022 auf 3,9 Prozent zurückgehen wird. Zugleich soll das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr um satte 6,5 Prozent zulegen, womit sogar das Wachstumsziel Chinas von über sechs Prozent in den Schatten gestellt würde.

(Reuters)

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USA: Philly-Fed-Index steigt

USA: Philly-Fed-Index steigt auf den höchsten Stand seit fast 50 Jahren

Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia ist im März auf den höchsten Stand seit fast 50 Jahren gestiegen. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) stieg von 23,1 Punkten im Vormonat auf 51,8 Punkte, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem minimalen Anstieg auf 23,3 Punkte gerechnet.

18.03.2021 13:53

Der Philly-Fed-Index misst wirtschaftliche Aktivitäten in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf einen Anstieg der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null Punkten signalisiert einen Rückgang./jsl/jkr/jha/

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Bidens nächster Billionen

Bidens nächster Billionen-Plan: Frische Infrastruktur für neue Jobs

(Ausführliche Fassung) - US-Präsident Joe Biden will die "stärkste, widerstandsfähigste und innovativste Volkswirtschaft der Welt schaffen". An Bescheidenheit mangelt es seinem jüngsten Vorschlag jedenfalls nicht: Er will in den kommenden acht Jahren mit Ausgaben in Höhe von rund zwei Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) die Infrastruktur des Landes erneuern und damit Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die gewaltigen Investitionen entsprächen etwa 10 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Bidens Devise dabei scheint klar zu sein: Klotzen statt kleckern. "Es ist kein Plan, der Kleinigkeiten ändern soll", betonte Biden.

01.04.2021 06:32

"Es ist eine Investition für Amerika, die nur einmal pro Generation vorkommt - ungleich allem, was wir seit dem Bau des Systems der Autobahnen und dem Wettrennen um den Weltraum vor Jahrzehnten erlebt haben", sagte Biden am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bei einem Besuch in der Stadt Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania. Der Kongress müsse das Paket beschliessen, forderte er. "Wir müssen das schaffen."

Der US-Präsident setzt dabei auf den Rückenwind, der mit seiner erst zwei Monate alten Amtszeit verbunden ist. Denn die Erfahrung zeigt: Ihre wichtigsten Projekte müssen Präsidenten häufig schon in den ersten Monaten anstossen. Das gilt besonders für Amtsinhaber wie den Demokraten Biden, dessen Partei derzeit in beiden Kammern des Kongresses über eine Mehrheit verfügt.

Bidens Plan sieht unter anderem die Modernisierung von mehr als 30 000 Kilometer Strassen, 10 000 Brücken, mehreren Flughäfen sowie Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Elektromobilität vor. Teil des Programms sei auch der Breitbandausbau und die Sanierung des Wasserversorgungssystems, sagte Biden. Finanziert werden soll es vor allem durch eine Erhöhung der Unternehmenssteuer.

Der Plan werde "Millionen Jobs" schaffen und den USA helfen, sich im Wettlauf mit China durchzusetzen. Die Vereinigten Staaten seien eines der wohlhabendsten Länder der Welt, doch die "zerbröckelnde" Infrastruktur des Landes komme nach Jahrzehnten unzureichender Investitionen in einem Ranking nur auf Platz 13, klagte Biden. Das sei auch eine Gefahr für die nationale Sicherheit. "Einfach gesagt: Dies sind Investitionen, die wir machen müssen - wir können es uns nicht leisten, es nicht zu tun", sagte Biden.

Biden hatte sich bereits im Wahlkampf für ein Paket zur Verbesserung der Infrastruktur ausgesprochen. Für eine Verabschiedung dürfte er im Senat jedoch auf die Zustimmung von etwa zehn Republikanern angewiesen sein, was mindestens ungewiss ist. Nach Umfragen unterstützt eine Mehrheit der Amerikaner ein Investitionspaket. Das will Biden nun nutzen, um einige Republikaner umzustimmen.

Der republikanische Minderheitsführer in der Kongresskammer, Mitch McConnell, erteilte Bidens Plan umgehend eine Absage. "Diese neue demokratische Regierung bewegt sich in die falsche Richtung." Die geplanten Ausgaben seien zu hoch und die Wirtschaft erhole sich von der durch die Corona-Pandemie verursachten Krise "von selbst". McConnell kritisierte auch Bidens Plan, dafür die Steuern zu erhöhen.

Bidens Demokraten hatten zur Bekämpfung der Corona-Krise erst Anfang des Monats ein rund 1,9 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket im Kongress durchgesetzt. Sie bedienten sich dabei eines Vermittlungsverfahrens für Haushaltsgesetze, damit das Paket im Senat mit der knappen Mehrheit der Demokraten beschlossen werden konnte.

Die Regierung sieht einen klaren Unterschied zwischen diesem "Rettungsplan" und dem "Amerikanischen Jobs-Plan", dem Infrastrukturpaket. Während die Corona-Hilfen darauf abzielten, die Erholung der Wirtschaft zu beschleunigen, würden die Investitionen in die Infrastruktur dazu beitragen, die Produktivität langfristig zu steigern und die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels abzufedern, indem die Infrastruktur robuster werde, hiess es.

Allein der Blick auf die schieren Zahlen schindet Eindruck: 621 Milliarden US-Dollar sollen in die Verkehrsinfrastruktur fliessen, 115 Milliarden davon in die Modernisierung von Autobahnen und anderen Strassen. Von 100 Milliarden US-Dollar soll das Stromnetz profitieren, und genauso viel soll in den Breitbandausbau fliessen. Für die Förderung von Elektroautofahrzeugen und rund 500 000 Aufladestationen sind 174 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Höhere Steuern sollen die Kosten über 15 Jahre ausgleichen: Biden will die Unternehmenssteuer dafür von 21 Prozent auf 28 Prozent anheben und multinationale Unternehmen stärker besteuern. Den Konzern Amazon nannte er dabei sogar namentlich als Ziel für höhere Abgaben.

Sein Vorschlag sei "ehrlich und haushaltspolitisch verantwortungsbewusst", warb Biden. Langfristig werde der Plan die Konjunktur so nachhaltig anschieben, dass sich der Schuldenstand der Regierung verringern würde, argumentierte er. Die US-Regierung, deren Schuldenstand bei etwa 100 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung liegt, kann sich derzeit angesichts niedriger Zinsen extrem günstig verschulden. Biden appellierte an die Republikaner, nun eigene Vorschläge zu machen, um gemeinsam einen Kompromiss zu erzielen.

Bidens Vorgänger, der Republikaner Donald Trump, reagierte mit vernichtender Kritik auf Bidens Plan, insbesondere mit Blick auf die Steuererhöhung. Der Plan sei "radikal", ein "herzloser Angriff auf den Amerikanischen Traum" und ein Geschenk an China, erklärte Trump in einer Mitteilung. Den Demokraten am linken Rand der Partei wiederum waren Bidens Pläne zu bescheiden. "Das ist nicht annähernd genug", schrieb die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez auf Twitter. Man müsse bedenken, dass sich die Ausgaben auf etwa ein Jahrzehnt beziehen. "Es muss viel mehr sein", forderte sie./lkl/DP/stk

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Armut in Argentinien steigt

Armut in Argentinien steigt in Corona-Krise kräftig an

In der Corona-Pandemie hat die Armut in Argentinien deutlich zugenommen. In dem einst reichen Land leben inzwischen 42 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde Indec bei der Vorstellung der Daten für das zweite Halbjahr 2020 am Mittwoch mitteilte. Das sind 6,5 Prozentpunkte mehr als im Vergleichzeitraum ein Jahr zuvor. 10,5 Prozent der Menschen leben demnach in extremer Armut - 2,5 Prozentpunkte mehr als im zweiten Semester 2019.

01.04.2021 06:31

Mit 57,7 Prozent leben mehr als die Hälfte der Kinder bis 14 Jahren in Armut. "Fast zwei Millionen Kinder leben in extremer Armut. Das bedeutet, sie leiden immer wieder Hunger", sagte Ianina Tuñon von der Päpstlichen Katholischen Universität Argentiniens (UCA) im Fernsehen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hatte die Regierung im vergangenen Jahr über Monate hinweg strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen. Die harten Restriktionen trafen auch die Wirtschaft, vor allem informell Beschäftigte konnten lange Zeit nicht ihrer Arbeit nachgehen.

Das wirtschaftlich stark angeschlagene Land steckt seit 2018 in einer Rezession. Die Inflationsrate lag in der zweitgrössten Volkswirtschaft Südamerikas im vergangenen Jahr bei 36,1 Prozent. Das Land leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer grossen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig./dde/DP/stk

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US-Arbeitsmarkt setzt

US-Arbeitsmarkt setzt Erholung fort - Biden mahnt

Der US-Arbeitsmarkt hat im März seine Erholung nach dem schweren Corona-Einbruch mit grossen Schritten fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote ging weiter zurück - die Beschäftigung stieg so stark wie seit gut einem halben Jahr nicht mehr, wie aus Angaben des Arbeitsministeriums von Freitag hervorging. US-Präsident Joe Biden führte die positiven Entwicklungen auf ein im März verabschiedetes massives Corona-Hilfspaket und die erfolgreiche Impfkampagne zurück. Zugleich sagte er im Weissen Haus: "Wir haben noch einen langen Weg vor uns."

06.04.2021 06:33

Denn von einer vollständigen Erholung am Jobmarkt kann keine Rede sein, noch immer sind viele Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der Corona-Pandemie. "Der heutige Bericht erinnert uns auch daran, wie tief das Loch ist, bei dem wir angefangen haben", sagte Biden. "Nach einem Jahr der Verwüstung gibt es heute noch immer 8,4 Millionen weniger Arbeitsplätze als im März vergangenen Jahres."

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6 Prozent zurück. Die Beschäftigung stieg deutlich stärker als von Analysten erwartet: Ausserhalb der Landwirtschaft kamen im März 916 000 neue Stellen hinzu. Das war wesentlich mehr als in den Monaten zuvor. Gerechnet worden war mit einem Zuwachs von im Schnitt 660 000 Jobs.

Besonders viele Stellen kamen im März in den Sektoren hinzu, die zuvor stark von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen waren. Im Freizeitbereich und Gastgewerbe wurden 280 000 Jobs aufgebaut. Allerdings liegt die Beschäftigung dort immer noch 3,1 Millionen Jobs oder 18,5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020.

An den Finanzmärkten, die wegen Karfreitag teils geschlossen waren, legte der US-Dollar nach den Daten etwas zu. US-Staatsanleihen, die als sichere Anlage gelten, gerieten unter Druck.

Beflügelt haben dürften den Arbeitsmarkt auch die von Biden kritisierten Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bundesstaaten wie Texas und Mississippi. Biden appellierte an die Amerikaner, sich noch wenige Monate zusammenzureissen und auf der "Zielgeraden" im Kampf gegen die Pandemie auf der Hut zu bleiben. "Zu viele Amerikaner tun so, als wäre der Kampf vorbei. Das ist er nicht", sagte Biden und erinnerte daran, dass noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft werden müsse.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC haben 30 Prozent der Bevölkerung bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als 153,6 Millionen Impfdosen wurden verabreicht. Bidens Expertenteam zeigte sich diese Woche allerdings alarmiert aufgrund der wieder steigenden Zahl der täglich nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen./lkl/DP/he

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US-Finanzministerin Yellen

US-Finanzministerin Yellen fordert für Konzerne globale Mindeststeuer

US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich für die Einführung einer globalen Mindeststeuer für international tätige Unternehmen ausgesprochen. Die USA arbeiteten mit der G20-Gruppe führender Volkswirtschaften zusammen, um einen dahingehenden Konsens zu finden, sagte Yellen am Montag. Das Ziel sei es, sich im Umgang mit den Konzernen nicht gegenseitig zu unterbieten.

05.04.2021 19:25

"Zusammen können wir eine globale Mindeststeuer nutzen, um sicherzustellen, dass die Weltwirtschaft basierend auf gleichen Wettbewerbsbedingungen für internationale Unternehmen floriert und Innovation, Wachstum und Wohlstand ankurbelt", sagte Yellen in einem Vortrag. Die frühere US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte Bemühungen um eine globalen Mindeststeuer für internationale Konzerne abgelehnt. Sie fürchtete, dass international tätige US-Konzerne dadurch schlechter gestellt würden.

Trump war auch gegen eine vor allem in Europa geforderte Digitalsteuer für Internet-Konzerne wie Amazon , Google oder Apple . Die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden zeigt sich auch dafür offen und setzt auf eine Kompromisslösung im Rahmen der Verhandlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Nach Ansicht europäischer Kritiker zahlen die US-Konzerne zu wenig Abgaben in den von ihnen bedienten Märkten./jbz/DP/he

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USA: Kreditvergabe an

USA: Kreditvergabe an Verbraucher steigt deutlich stärker als erwartet

In den USA sind die Verbraucherkredite im Februar überraschend deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 27,6 Milliarden US-Dollar zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel lediglich einen Anstieg um 2,8 Milliarden Dollar erwartet. Im Januar war das Kreditvolumen um revidiert 0,1 Milliarden Dollar gestiegen. Zunächst war ein Rückgang um 1,3 Milliarden Dollar ermittelt worden./jsl/he

07.04.2021 21:14

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US-Notenbankchef sieht

US-Notenbankchef sieht Wirtschaft an einem Wendepunkt

Die US-Wirtschaft hat nach Einschätzung von Notenbankchef Jerome Powell einen Wendepunkt in der Corona-Krise erreicht.

12.04.2021 06:33

Er erwartete, dass die Wirtschaft sich belebe und Arbeitsplätze entstünden, sagte der Fed-Vorsitzende dem Sender CBS in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. Allerdings bestehe das Risiko, dass die Corona-Pandemie erneut aufflamme.

"Wir haben den Eindruck, dass wir an einer Stelle sind, an der die Wirtschaft vor einem viel schnelleren Wachstum steht und die Schaffung von Arbeitsplätzen viel schneller erfolgt", sagte Powell.

"Das Hauptrisiko für unsere Wirtschaft ist derzeit wirklich, dass das das Coronavirus sich erneut ausbreiten könnte." Es sei ratsam, dass die Bevölkerung die Abstandsgebote weiterhin einhalte und Schutzmasken trage.

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Inflation in den USA steigt unerwartet stark an

Konjunktur - Inflationsrate: US-Preise ziehen so kräftig an wie seit gut achteinhalb Jahren nicht mehr | cash

Da bietet sich als Inflationsschutz Gold und insbesondere der weltgrösste Goldproduzent Newmont Mining (NEM) - mit einem Hebel auf den Goldpreis, vierteljährlichen Dividenden und laufendem Aktien-Rückkauf-Programm an:

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