AUSTRIAMICROSYS (AMS)

ams I 

Valor: 24924656 / Symbol: AMS
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  • 30.07.2021 17:19:59
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ursinho007
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Spirit

Klar kann man Swissair und AMS nicht 1:1 (andere Branche, andere Zeit usw.) vergleichen. Aber es ist eben der gleiche Spirit des CEO. Bei Swissair wissen wir, wo das geendet hat. Die AMS-Story ist noch offen.

Aber dass es noch Jahre dauern wird, falls überhaupt, bis der Kurs wieder dort ist, wo er vor dem Niedergang (seit ca. 3 Jahren) war, scheint mir hoch wahrscheinlich zu sein.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

chuchhi
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Bewertung

AMS kauft möchte zusätzlich bis zu 10% der Aktien zurückkaufen (27.4 Mio. Stk) und hat derzeit 5% bereits. Ergibt nach meinen Berechnungen einen totalen Wert der Firma von 4.4 Milliarden.

Wieviel Wert hatte eigentlich die Osram vor der Uebernahme in etwa ?

Ob der Kurs jemals wieder stark anzieht weiss ich nicht. Vor Jahren hatte ich mal einen ähnlich grossen Verlust mit OC Oerlikon. Diese Aktie hat sich nach diesem Crash nie nie mehr erhohlt - bis heute nicht.

 

 

Alperose
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Dominus hat am 20.05.2021 11

Dominus hat am 20.05.2021 11:24 geschrieben:

ursinho007 hat am 20.05.2021 11:00 geschrieben:

Hari75 hat am 20.05.2021 10:32 geschrieben:

Ein Unternehmen zu kaufen ist eine Sache, aber dieses ins Eigene zu integrieren eine ganz andere. Ich glaube, dass viele das etwas zu rosarot sehen.

Bekanntlich kommt Grössenwahn vor dem Fall. Ich erinnere hier an das Ende von Swissair.

Osram ist ein Riesenbrocken für AMS. Falls es AMS schaffen sollte, dann nicht in der Zeit, die sich viele vorstellen. Ein "buy and hold" hat bei dieser Aktie ganz eindeutig nur gewaltige Verluste beschert, wer vor 3 oder mehr Jahren mit dieser Strategie eingestiegen ist und ein Ende ist nicht abzusehen. In all diesen Jahren verpasst man so die zahlreichen anderen Investitionsmöglichkeiten.

Es ist bedauerlich, wie durch die falsche Wahl des CEO (genau wie bei der Swissair) ein Spitzenunternehmen an die Wand gefahren wird.

Die Swissair hat auch lange Zeit nur Verluste erzielt und schlechte Übernahmen (überteuerte) getätigt. Das Unternehmen ging schliesslich in Luft auf, da sie schlicht und einfach kein Cash mehr hatten und für deren Geschäft war ein hoher Cashbestand sehr wichtig. Bereits zuvor war das Unternehmen überschuldet (negatives Eigenkapital) und musste immer wieder Kapital aufnehmen. Der Film Grounding beschreibt das ganze relativ gut. Die AMS AG ist sicherlich nicht vergleichbar, die grosse Übernahme ist wohl die einzige Gemeinsamkeit. Wenn momentan ein Unternehmen mit Swissair verglichen werden könnte, das jeder kennt, dann wäre es wohl Dufry oder auch Boeing. Dufry: Hohe Fixkosten und kaum Einnahmen aufgrund der Kriese. Swissair hatte enorm Probleme mit den hohen Treibstoffkosten, der 11. September stellte die Kriese dar... Wenn man Osram mal mit der Übernahme (verhältnissmässig) vergleicht, welche bspw. Heinz vor fünf Jahren gemacht hat, ist Osram fast nur ein kleiner Kaffeeladen.

@Dominius

Könntest du mal dem Tiefenbacher anrufen und herausfinden warum seine AMS so tief fährt. Opportunitätskosten regen mich langsam auf. Dachte im Feb heute wären wir bei 30.

Vielen Dank

Andrea2020
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Ams

Das letzte Jahr hat ams nach einer Übertreibung gegen unten inkl. "Enteignung" der alten Aktionäre rund drei Monate (Juni bis September2020)zwischen 15 und 18 gehandelt. In dieser Zeit waren viel mehr Unbekannte als zZ offen. Nicht nur Übernahme- und Sektorbezogen sondern auch wegen eines kleinen ungezähmten Lebewesens.

Die Zeiten waren wirklich ganz andere vor 12 Monaten!

Es müssen wirklich sehr schlechte News kommen, dass die 15 auf Wochen/Monatsschlusskurs unterboten werden. So wie sich die Aktie unten bei 15 und oben bei 18 abgestossen hat, sehe ich eine längere Preisfindung in dieser Range als am wahrscheinlichsten.

@Hari75>>>>Traumkurse von 10.80 sind mM nach auch im Sommerschlussverkauf eher unwahrscheinlich. Gaps werden zeitnaher geschlossen. Da muss ich Dich leider enttäuschen*shok*

 

"Die Kreditvergabe ist verboten, falls sie zur Überschuldung führt"

Dominus
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ursinho007 hat am 20.05.2021

ursinho007 hat am 20.05.2021 11:20 geschrieben:

Klar kann man Swissair und AMS nicht 1:1 (andere Branche, andere Zeit usw.) vergleichen. Aber es ist eben der gleiche Spirit des CEO. Bei Swissair wissen wir, wo das geendet hat. Die AMS-Story ist noch offen.

Aber dass es noch Jahre dauern wird, falls überhaupt, bis der Kurs wieder dort ist, wo er vor dem Niedergang (seit ca. 3 Jahren) war, scheint mir hoch wahrscheinlich zu sein.

Die Übernahmen der Swiss haben allerdings nur Verluste erzielt, dies ist bei AMS (jedenfalls derzeit) nicht der Fall, auch wurden die Übernahmen in einem ganz anderen Ausmass getätigt. Ausserdem ist AMS deutlich besser finanziert und hat nicht solch hohe Fixkosten wie damals Swissair und wie heute Dufry. Klar, es könnte sicherlich eine Kriese geben, die die AMS AG trifft, aber die AMS AG ist deutlich besser finanziert und momentan sieht es nicht nach einer Kriese aus in der Branche, eher im Gegenteil. Ich hoffe sogar, dass die Aktie noch etwas tief bleibt, damit die Aktien zu einem günstigen Preis zurück gekauft werden können (15-20 CHF), um die Wandelanleihen gar mit Profit zu bedienen, was übrigens auch das Eigenkapital wieder stärken würde.

@chuchhi: Osram kostete vor der Übernahme ca. 4000 Mio. Euro (4400 CHF Mio.), mal mehr mal weniger, aber im Schnitt etwa so viel.

@Alperose: Ich denke nicht, dass der eine Antwort darauf gibt. Aber ich persönlich hätte eigentlich auch mit einem Preis um die 30.- gerechnet. Aber bei Aktien braucht man manchmal halt einfach Geduld, der faire Wert wird dann schon irgendwann mal erreicht.

Andrea2020
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Dominus hat am 20.05.2021 11

Dominus hat am 20.05.2021 11:03 geschrieben:

Ich denke auch, dass es schlimmstenfalls bis ca. 12.- runter gehen könnte. Tiefer sollte es nicht gehen, da dies gerade dem Nettovermögen des Unternehmens entsprechen würde.

Das wären nochmals fast 30 % Wertverminderung des heutigen Kurses. Ich sehe das als eher unwahrscheinlich. Es ist für die AMS unglaublich, aber die 15 könnten wirklich das (Zwischen)Tief gewesen sein.

 

Hyperinflation, Krieg und Gewinnwarnungen ausgeschlossen.

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Hari75
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@ Andrea2020: Natürlich kann

@ Andrea2020: Natürlich kann auch bei 15 Schluss sein. Ich weiss auch nicht wo die Leerverkäufer den Kurs gerne hätten. Wenn man so denkt wie ursinho, sollte man die Aktie nicht mal mehr anschauen. Ich bin nur etwas vorsichtig, weil bei Übernahmen nicht nur Technologie gekauft wird, sondern auch Mitarbeiter mit all ihren Gewerkschaften und Gesetzen des jewiligen Landes übernommen werden. Das kostet Zeit und meistens auch Geld. Zudem enden viele Übernahmen nicht als Erfolg. Wir werden sehen, ich meinerseits warte mit einem Kauf, bis ich entsprechende Signale sehe. Auch Wellenreiten darf man, sofern man nicht die nach unten erwischt.Als sie das 2.mal die 24 überschritten hat dachte ich auch kurz, dass sie es schaffen könnte. Als sie das 2, mal den Aufwärtstrend unterschritten hat, habe ich die Reissleine gezogen. Jetzt möchte ich gerne zuerst positive Signale in der Charttechnik sehen bevor ich an ein längerfristiges Investment denke.

Dominus
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Ich denke auch, dass bei 15

Ich denke auch, dass bei 15 Schluss sein wird. 11-12 Franken wären nach den "allgemeinen Regeln" einfach der absolute Tiefpunkt. Statistisch gesehen ist die Aktie sowieso total unterbewertet und auch von der wirklichen Bewertung her. Dabei sind max 30% nach unten relativ wenig, bei den meisten anderen Unternehmen in der Branche, gerade in den USA, wären es eher 85-90% bis zum absoluten Tiefpunkt. Den Punkt, dass viele Übernahmen schlecht verlaufen sehe ich bei AMS nicht, was auch die Vergangenheit bei AMS und Everke gezeigt hat. 

brudissd
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ams quo vadis?

Eine Swissair mit AMS zu vergleichen ist schwierig. Eine Swissair ist in der Basis ein absoluter Dienstleistungsbetrieb! Uns hat man gelernt das Aktien von Herstellern (Produktion) die besseren sind. Klar können diese ebenfalls hoher Risiken ausgesetzt sein, aber ein Hersteller kann, wenn er denn eine Nachfrage befriedigen kann und einer von wenigen Lieferanten ist, entsprechend hohe Margen erzielen!

Ein Dienstleistungsbetrieb unterliegt wie im besonderen eine Swissair, unter hohem Konkurenzdruck und daraus resultierenden tiefen Margen, würde behaupten ohne SR-Techniks wäre das Ende damals schon früher gekommen.

Nicht vergleichbar...

Die AMS hat aus heutiger sicht vieleicht einen Wettlauf mit der Zeit, die Finanzen u. Firma in geordnete Bahnen zu bringen, ..und gleichzeitig Margenreiche Produckte zu entwickeln. Wenn Sie nun Designs verliert dann ist das Produkt keine Inovation mehr, es ist fast so wie ein Medikament das nun frei wird und Generikas davon hergestellt werden, es macht ein anderer...!

AMS hat aber Recoursen neues zu erfinden, Bedürfnisse zu schaffen, wenn Sie das nicht schafft, ja dann hätte eine AMS langfristig keine Existenzberechtigung! Wir wissen aber dass heute neue Bedürfnisse durch AMS bereits geschaffen werden...

 

Alperose
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brudissd hat am 20.05.2021 13

brudissd hat am 20.05.2021 13:15 geschrieben:

Eine Swissair mit AMS zu vergleichen ist schwierig. Eine Swissair ist in der Basis ein absoluter Dienstleistungsbetrieb! Uns hat man gelernt das Aktien von Herstellern (Produktion) die besseren sind. Klar können diese ebenfalls hoher Risiken ausgesetzt sein, aber ein Hersteller kann, wenn er denn eine Nachfrage befriedigen kann und einer von wenigen Lieferanten ist, entsprechend hohe Margen erzielen!

Ein Dienstleistungsbetrieb unterliegt wie im besonderen eine Swissair, unter hohem Konkurenzdruck und daraus resultierenden tiefen Margen, würde behaupten ohne SR-Techniks wäre das Ende damals schon früher gekommen.

Nicht vergleichbar...

Die AMS hat aus heutiger sicht vieleicht einen Wettlauf mit der Zeit, die Finanzen u. Firma in geordnete Bahnen zu bringen, ..und gleichzeitig Margenreiche Produckte zu entwickeln. Wenn Sie nun Designs verliert dann ist das Produkt keine Inovation mehr, es ist fast so wie ein Medikament das nun frei wird und Generikas davon hergestellt werden, es macht ein anderer...!

AMS hat aber Recoursen neues zu erfinden, Bedürfnisse zu schaffen, wenn Sie das nicht schafft, ja dann hätte eine AMS langfristig keine Existenzberechtigung! Wir wissen aber dass heute neue Bedürfnisse durch AMS bereits geschaffen werden...

 

Top Formuliert, Experte schlechthin. Da muss ich den Hut ziehen. 

Pesche
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NUN kann AMS die restlichen

NUN kann AMS die restlichen OSRAM übernehmen. Der Kurs stimmt. Etwa 20 % der OSRAM sind noch  bei Banken und Fonds. (Schätzung) Die müssen die Aktien verkaufen da diese sicher nicht Aktien welche gelistet sind halten dürfen. Also  der Rest ca 8 % werden sicher bei Kleinaktionär sein, welche zum Teil nicht wissen dass sie OSRAM Aktien im Depot haben. Die Depotbanken müssen jeder Aktie hochspringen.

Somit hat AMS am Schluss 95% der Aktien.  

 

 

Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos 

pageup
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Mehrheit

Pesche hat am 21.05.2021 11:44 geschrieben:

NUN kann AMS die restlichen OSRAM übernehmen. Der Kurs stimmt. Etwa 20 % der OSRAM sind noch  bei Banken und Fonds. (Schätzung) Die müssen die Aktien verkaufen da diese sicher nicht Aktien welche gelistet sind halten dürfen. Also  der Rest ca 8 % werden sicher bei Kleinaktionär sein, welche zum Teil nicht wissen dass sie OSRAM Aktien im Depot haben. Die Depotbanken müssen jeder Aktie hochspringen.

Somit hat AMS am Schluss 95% der Aktien.  

 

 

AMS hat ja bereits ca70%. Welchen Vorteil bringen die restlichen Anteile?

Dominus
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@DLG

Habe jetzt einige Zeit nicht mehr ins Ariva Forum geschaut, deswegen schreibe ich erst jetzt.

200 Mio Ebit weniger wegen Apple; Insgesamt vielleicht schon ja, pro Jahr sicherlich nicht, habe das glaub ich früher schon mal beschrieben. 

Osram Aktien: Die AMS AG geht davon aus, dass das maximale Volumen des Osram-Aktienkaufs 750 Mio USD betragen wird. Die Einmalkosten durch die Übernahme werden voraussichtlich nur noch bis Ende 2022 belasten. 

Die 2000-2500 Mio $ Ebit wurden intern kommuniziert und nicht veröffentlicht. Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass dies erreicht werden könnte. Die AMS AG hat ihre mittelfristigen Prognosen in der Vergangenheit jedenfalls erreicht. 

Buchwert: Ausgenommen Börsenkrach, habe ich bereits geschrieben. Bei einer Kapitalerhöhung wird die Aktie zusätlich gedrückt. Der Buchwert der Banken konnte damals in der Kriese kaum berechnet werden. Im Falle eines Börsenkrachs, kracht auch der Buchwert der Banken zusammen. In der Finanzkriese konnten nicht einmal Experten, welche vom Staat engagiert wurden, die Vermögenswerte einzelner Banken bewerten. Deshalb ist mM nach eine Bank auch das komplizierteste Investment, wie ich bereits mehrfach beschrieben habe. Der ausgewiesene Buchwert von Lehman oder v.a. Bear Stearns, war damals auch deutlich höher als in Wirklichkeit, real war er sogar negativ. Ist dasselbe wie wenn du ein Haus für eine Million CHF mit 0.2 Mio. "Eigenkapital" kaufst, und die Immobilienpreise dann 25% einbrechen würden, dann hast du auch ein negatives Eigenkapital. Wenn man im Internet nach "Chronologie der Finanzkriese" o.ä. sucht, wird dies dort sehr gut beschrieben. Auch bei den hiesigen Banken, wenn etwas passiert dann ist das Eigenkapital relativ schnell futsch. Kann man sicherlich nicht mit AMS vergleichen.

ARP: Die "Schnäppchenkurse" stellen Schnäppchenkurse in Bezug auf die Aktienkurse für die Wandlung der Anleihen dar. Im Falle einer Wandlung, werden die zum derzeitigen Preis gekauften Aktien bei einem Kurs von 30/60/90 CHF getauscht, wodurch zusätzlich das Eigenkapital gestärkt wird. Dies ist auch ein Mitgrund der Aktienrückkäufe. Cash hat die AMS AG genug, zumal sicherlich zusätzlich 400 Millionen $ Cash generiert werden dieses Jahr. Das Aktienrückkaufprogramm macht also definitiv Sinn. 

Die Kurse sind auch allgemein ein Schnäppchen, kannst ja den Unternehmenswert mal ausrechnen, würde mich interessieren wie du darauf kommen würdest, dass der derzeitige Kurs nicht eher günstig ist. Da spielt es bei den derzeitgen Kursen eigentlich keine Rolle ob im 2025 2000-2500 oder nur 800 Millionen $ Ebit erwirtschaftet werden. Bspw. STMicroelectronics ist deutlich höher bewertet als AMS (ca. 3x so hoch), dennoch ist sie meiner Meinung nach eher günstig, STMicroel. kenne ich allerdings nicht so gut wie die AMS AG.

IR: Die IR, welche die AMS AG heute veröffentlicht hat, ist so üblich und ist grösstenteils sogar vorgegeben. Auch die zu zahlenden Preise für die restlichen Osram-Aktien sind reguliert. Dass die nicht beherrschenden Anteile in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, ist ebenfalls vorgegeben. Inwiefern die Osram-Aktien nach der Übernahme noch gehandelt werden können etc., ist ebenfalls vorgegeben. Selbst der Zeitrahmen für den Kauf der restlichen Anteile ist reguliert. 

Mich wundert bei deiner ganzen Skeptik ehrlichgesagt ein bisschen, dass du bis zum Schluss eher positiv zur Wirecard AG eingestellt warst, wenn ich dies richtig interpretiert habe. 

PS: Automotive: Die erste Generation der Miniaturprojektoren wird seit 2020 in Autos verbaut. Ab 2023 wird dann die zweite Generation der Miniaturprojektoren in Autos verbaut. Viele weitere, schöne Technologien sind übrigens bereits auf der Website von AMS bzw. Osram aufgeschaltet.

AMS hat ja bereits ca70%. Welchen Vorteil bringen die restlichen Anteile?

Der Vorteil liegt natürlich darin, dass die Garantiedividende nicht mehr bezahlt werden muss auf die gekauften Anteile. Der Hauptgrund liegt jedoch darin, dass die AMS AG dazu verpflichtet ist ein neues Angebot für die restlichen Anteile zu machen, auch um überhaupt erst das Delisting durchzuführen, was wiederum Kosten spart.

Colundro
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@Dominus

Lieber Dominus

Ich lese deine doch sehr leicht verständlichen und meiner Meinung nach auch wertvollen Beiträge sehr gern und bitte versteh mich nicht falsch, aber deine Erklärungen und Sichtweisen zu AMS klingen zu 100% logisch und nachvollziehbar, stehen aber trotzdem zu 180° verkehrt zum Kurs und Verlauf. Wie erklärst du dies...?

Wünsche allen trockene Pfingsten

Dominus
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Colundro hat am 21.05.2021 15

Colundro hat am 21.05.2021 15:02 geschrieben:

Lieber Dominus

Ich lese deine doch sehr leicht verständlichen und meiner Meinung nach auch wertvollen Beiträge sehr gern und bitte versteh mich nicht falsch, aber deine Erklärungen und Sichtweisen zu AMS klingen zu 100% logisch und nachvollziehbar, stehen aber trotzdem zu 180° verkehrt zum Kurs und Verlauf. Wie erklärst du dies...?

Wünsche allen trockene Pfingsten

Hoi Colundro

Dies ist in der Tat eine sehr gute und interessante Frage. Ich vermute, dass die ganzen Apple Gerüchte verantwortlich für den Kursverlauf sind. Derzeit versuche ich gegen diese Gerüchte vorzugehen, ob es funktioniert wird sich zeigen, was ich natürlich sehr hoffe und auch fair wäre. Wenn keine Gerüchte über Apple mehr kommen bzw. wirken aufgrund der geringeren Abhängigkeit, sollte die Aktie eigentlich nicht mehr davon beeinflusst werden. Man muss bedenken, dass die Aktie bereits drei mal innerhalb der letzten 12 Monate durch Apple-Gerüchte heruntergedrückt wurde und zwar mit beachtlichen Kursrutschen. Dies wird wohl auch andere, potentielle Investoren vor einem Investment abhalten.

 

Dominus
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@DLG

Ebit Verlust: Du hast doch selber geschrieben, dass im ersten Jahr nach dem Design-Out ca. 80 Millionen weniger iPhones mit Face-ID von AMS produziert würden und sich dies dann über drei Jahre hinweg zieht. Denkst du ernsthaft AMS stünde nur dumm rum und würde nicht nach neuen Aufträgen suchen, sie hätten ja immerhin drei Jahre Zeit? 

Die Umsätze im Bereich Consumer werden im 2021 höchstens um 300 $ Mio. abnehmen, der Gesamtumsatz wird allerdings leicht wachsen. Lustigerweise hat der Umsatz im Bereich Consumer letztes Jahr um 275 $ Mio. zugenommen...

Irgendwelche Multiples spielen bei der Bewertung überhaupt keine Rolle, das Unternehmen ist das Wert, was es in Zukunft generieren wird, abgezinst auf den heutigen Wert. Dabei ist das Wachstum, Zinskosten etc. in den Cashflows enthalten, der Trick dabei ist nur diese Cashflows korrekt vorauszusagen.

Wie ich bereits geschrieben habe, werden die Einmalkosten für die Osram-Übernahme voraussichtlich nur noch bis Ende 2022 belasten. 

Börsenerfahrung: Meine Börsenerfahrung ist, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann. Deshalb habe ich bspw. auch geschrieben, dass ich nicht von den 2500 $ Mio Ebit ausgehe, sondern von 1300 $ Mio., die ich auch einigermassen sicher voraussagen kann. Man bedenke bspw. die Lidarumsätze, welche ab 2022 greifen werden durch Great Wall oder die 1100 $ Mio. durch weitere Lidarverträge, die Umsätze durch Miniaturprojektoren ab 2023 etc...Mit dem Marketscreener habe ich in der Vergangenheit übrigens keine guten Erfahrungen gemacht. 

Wandlung: Ich habe nicht geschrieben, dass die AMS AG mit dem ARP den Kurs bis auf den Wandlungspreis schieben will. Die AMS AG will bloss, dass sie die Aktien im Falle einer Wandlung besitzen, um diese Bedienen zu können, was ich auch so geschrieben habe. Das Eigenkapital würde dadurch gestärkt, was Fakt ist. Die 400 $ Mio. Cash stellen das frei verfügbare Cash dar und ausserdem nicht p.a., da dies in Zukunft zunehmen wird. Operativ wird AMS dieses Jahr wohl eher 800-1000 $ Mio. Cash generieren. Wer das Unternehmen versteht, versteht auch warum bei den tiefen Preisen lieber Aktien zurück gekauft werden, der grösste Teil kann immerhin bereits bei 30 CHF gewandelt werden. Und die Kurse werden wahrscheinlich früher oder später auch erreicht, ob das jetzt 2021, 2022 oder 2023 sein wird spielt nicht mal eine so grosse Rolle, hauptsache die Aktien werden vorher gekauft.

Mittelfristiger Ausblick: Die AMS AG hat 2016 gesagt, dass sie bis 2019 eine Milliarde Umsatz erreichen wollen, was erreicht wurde. 

"Kurs mit Apple Gerüchten begründen": Doch kann man (klar, man weiss nicht wo der Kurs ohne die Gerüchte stehen würde). Stell dir mal vor es hätte nie Gerüchte gegeben. Zur Vereinfachung nehmen wir die letzten 12 Monate. Der Kurs brach drei mal an einem Tag sehr stark ein, einmal um 12.93 %, einmal um 15,5% und einmal um 7%, wobei die Aktie darauf noch weiter fiel. Wenn man die weiteren Tage noch nimmt dann -> zwei mal ca. 24% und einmal ca. 14%. Es gab in der Vergangenheit übrigens auch Gerüchte von einzelnen Wirtschaftsblättern. Dabei wurde im Jahr 2015 bis 2016 so stark übertrieben, dass sogar AMS selbst die Gerüchte dementiert hat, was sie normalerweise nicht tun, und wohl auch weitere Massnahmen ergriffen haben, welche wohl nicht sehr schön für die Verantwortlichen gewesen sein werden... Danach war wenigstens für eine Weile Ruhe. Der Hauptverantwortliche von damals ist verwunderlicherweise immer noch als Redakteur tätig. 

Hätte es keine Gerüchte gegeben, wäre die Aktie bei den Q-Zahlen einmal gefallen (ca. 10%) und das wärs dann gewesen. 

Dass es einige Zeit/Quartale dauern kann, bis der Kurs wieder anzieht stimme ich dir zu, aber ich bin kein Hellseher.

PS: Um Fixkosten zu begrenzen lässt AMS immer noch einen Teil bei TSMC fertigen. Dies wird allerdings einigen Konkurrenten, welche teilweise gar ausschliesslich bei TSMC produzieren lassen, Probleme bereiten, da die Nachfrage nach Halbleiterprodukten momentan kaum zu bändigen ist und dadurch und auch durch Umwelteinflüsse die Preise bei TSMC stark steigen. TSMC ist mein "Lieblingsunternehmen". Die kaufen übrigens jedes Jahr den halben Markt für Halbleiter-Fertigungsmaschinen weg^^

Die besten Unternehmen sind meiner Meinung nach Konsumgüterunternehmen für Lebensmittel wie bspw. Coca Cola, Monster Beverage, See's Candies... Derzeit besitze ich einen Teil an einem Start Up Unternehmen, welches ein neuartiges "Bubble Tea" Getränk entwickelt. Wenn ein Produkt von der Masse geliebt wird hat man nur ein Risiko: Lebensmittelskandale

Alperose
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Dominus hat am 22.05.2021 13

Dominus hat am 22.05.2021 13:00 geschrieben:

Ebit Verlust: Du hast doch selber geschrieben, dass im ersten Jahr nach dem Design-Out ca. 80 Millionen weniger iPhones mit Face-ID von AMS produziert würden und sich dies dann über drei Jahre hinweg zieht. Denkst du ernsthaft AMS stünde nur dumm rum und würde nicht nach neuen Aufträgen suchen, sie hätten ja immerhin drei Jahre Zeit? 

Die Umsätze im Bereich Consumer werden im 2021 höchstens um 300 $ Mio. abnehmen, der Gesamtumsatz wird allerdings leicht wachsen. Lustigerweise hat der Umsatz im Bereich Consumer letztes Jahr um 275 $ Mio. zugenommen...

Irgendwelche Multiples spielen bei der Bewertung überhaupt keine Rolle, das Unternehmen ist das Wert, was es in Zukunft generieren wird, abgezinst auf den heutigen Wert. Dabei ist das Wachstum, Zinskosten etc. in den Cashflows enthalten, der Trick dabei ist nur diese Cashflows korrekt vorauszusagen.

Wie ich bereits geschrieben habe, werden die Einmalkosten für die Osram-Übernahme voraussichtlich nur noch bis Ende 2022 belasten. 

Börsenerfahrung: Meine Börsenerfahrung ist, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann. Deshalb habe ich bspw. auch geschrieben, dass ich nicht von den 2500 $ Mio Ebit ausgehe, sondern von 1300 $ Mio., die ich auch einigermassen sicher voraussagen kann. Man bedenke bspw. die Lidarumsätze, welche ab 2022 greifen werden durch Great Wall oder die 1100 $ Mio. durch weitere Lidarverträge, die Umsätze durch Miniaturprojektoren ab 2023 etc...Mit dem Marketscreener habe ich in der Vergangenheit übrigens keine guten Erfahrungen gemacht. 

Wandlung: Ich habe nicht geschrieben, dass die AMS AG mit dem ARP den Kurs bis auf den Wandlungspreis schieben will. Die AMS AG will bloss, dass sie die Aktien im Falle einer Wandlung besitzen, um diese Bedienen zu können, was ich auch so geschrieben habe. Das Eigenkapital würde dadurch gestärkt, was Fakt ist. Die 400 $ Mio. Cash stellen das frei verfügbare Cash dar und ausserdem nicht p.a., da dies in Zukunft zunehmen wird. Operativ wird AMS dieses Jahr wohl eher 800-1000 $ Mio. Cash generieren. Wer das Unternehmen versteht, versteht auch warum bei den tiefen Preisen lieber Aktien zurück gekauft werden, der grösste Teil kann immerhin bereits bei 30 CHF gewandelt werden. Und die Kurse werden wahrscheinlich früher oder später auch erreicht, ob das jetzt 2021, 2022 oder 2023 sein wird spielt nicht mal eine so grosse Rolle, hauptsache die Aktien werden vorher gekauft.

Mittelfristiger Ausblick: Die AMS AG hat 2016 gesagt, dass sie bis 2019 eine Milliarde Umsatz erreichen wollen, was erreicht wurde. 

"Kurs mit Apple Gerüchten begründen": Doch kann man (klar, man weiss nicht wo der Kurs ohne die Gerüchte stehen würde). Stell dir mal vor es hätte nie Gerüchte gegeben. Zur Vereinfachung nehmen wir die letzten 12 Monate. Der Kurs brach drei mal an einem Tag sehr stark ein, einmal um 12.93 %, einmal um 15,5% und einmal um 7%, wobei die Aktie darauf noch weiter fiel. Wenn man die weiteren Tage noch nimmt dann -> zwei mal ca. 24% und einmal ca. 14%. Es gab in der Vergangenheit übrigens auch Gerüchte von einzelnen Wirtschaftsblättern. Dabei wurde im Jahr 2015 bis 2016 so stark übertrieben, dass sogar AMS selbst die Gerüchte dementiert hat, was sie normalerweise nicht tun, und wohl auch weitere Massnahmen ergriffen haben, welche wohl nicht sehr schön für die Verantwortlichen gewesen sein werden... Danach war wenigstens für eine Weile Ruhe. Der Hauptverantwortliche von damals ist verwunderlicherweise immer noch als Redakteur tätig. 

Hätte es keine Gerüchte gegeben, wäre die Aktie bei den Q-Zahlen einmal gefallen (ca. 10%) und das wärs dann gewesen. 

Dass es einige Zeit/Quartale dauern kann, bis der Kurs wieder anzieht stimme ich dir zu, aber ich bin kein Hellseher.

PS: Um Fixkosten zu begrenzen lässt AMS immer noch einen Teil bei TSMC fertigen. Dies wird allerdings einigen Konkurrenten, welche teilweise gar ausschliesslich bei TSMC produzieren lassen, Probleme bereiten, da die Nachfrage nach Halbleiterprodukten momentan kaum zu bändigen ist und dadurch die Preise bei TSMC stark steigen. TSMC ist mein "Lieblingsunternehmen". Die kaufen übrigens jedes Jahr den halben Markt für Halbleiter-Fertigungsmaschinen weg^^

Die besten Unternehmen sind meiner Meinung nach Konsumgüterunternehmen für Lebensmittel wie bspw. Coca Cola, Monster Beverage, See's Candies... Derzeit besitze ich einen Teil an einem Start Up Unternehmen, welches ein neuartiges "Bubble Tea" Getränk entwickelt. Wenn ein Produkt von der Masse geliebt wird hat man nur ein Risiko: Lebensmittelskandale

Dieser Satz, welcher nach den Zahlen gemeldet wurde, sagt doch alles.

Ein Gerücht liess sie in die Höhe schnellen. Denn nach dem Ausbleiben der Apple-Aufträge könnten die Überkapazitäten mit Android-Aufträgen kompensiert werden. 

Kommt wieder klar höher.

Dominus
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@DLG

Ja, habe auch geschrieben dass sich der Ebit Verlust durch den Verlust der Face-ID erhöht über die Jahre, aber AMS wird sicherlich zumindest einen Teil des Umsatzes kompensieren können, zumal ja drei Jahre Zeit zur Verfügung stehen. Sorry, so viel Realitätssinn sollte vorhanden sein.^^ Wink Nein, dass AMS sich zusätzliche Aufträge hätte holen können ohne Design-out würde ich so nicht unterschreiben, es müssten auch zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, was wiederum Fixkosten und Risiken bedeuten würde. Man muss bedenken, dass die Kapazitäten voll ausgelastet waren (v.a. in Singapur) im Jahr 2020.

Dass ein Design-Out stattgefunden hat habe ich nie bezweitfelt, ich habe es sogar gehofft, wie aus meinen Beiträgen hervorgeht. Dennoch ist es nicht sicher, dass ein Design-Out stattgefunden hat. 

Nein das ARP ist Eigenkapitalstärkend, wenn die Wandlung der zurückgekauften Aktien bei 30/60/90 stattfindet. Warum das jetzt genau so ist, will ich dir nicht wieder erklären müssen wie damals mit den sonstigen Verbindlichkeiten, dafür ist mir die Zeit ehrlichgesagt zu schade. Bis du es dann akzeptierst bzw. verstehst dauert es meistens eine halbe Ewigkeit. Dies versteht allerdings sogar mein kleiner Cousin, der sich im 2. Lehrjahr einer KV Lehre befindet. Übrigens rechnet die AMS AG immer noch mit maximal 750 $ Mio. Volumen für den Kauf der restlichen Aktien.

Der Verlust des Face-ID Slots wurde übrigens nie offiziell bestätigt. Wahrscheinlich geht kaum Ebit verloren, der Umsatz wächst ja. AMS produziert derzeit übrigens sogar Chips für die Automobilindustrie, um diese zu unterstützen. Im 2022 kommen dann Umsätze durch die Lidarprojekte. Dazu werden zeitnah auch noch Informationen kommen. Es konnten auch neue Aufträge im Bereich Consumer gewonnen werden, u.a. ANC für JBL, sowie B&O. 

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Mit der Aussage „Irgendwelche Multiples spielen bei der Bewertung überhaupt keine Rolle“ stehst Du ziemlich exklusiv da. 

Eigentlich nicht nein, frag mal Warren Buffett oder lies dessen Geschäftsberichte durch. Irgendwelche Multiples sind vielleicht gut um Unternehmen miteinander zu vergleichen, aber sicherlich nicht um ein Unternehmen angemessen zu bewerten. Kleines Beispiel: Unternehmen X erwirtschaftet 100 mio Gewinn und hat ein Nettovermögen von 1200 Mio. Das Unternehmen kostet 1500 Mio, hat ein KGV von 15, was nicht zu teuer zu sein scheint. In den nächsten zwei Jahren erzielt das Unternehmen einen Gewinn von 3 Mio., da hohe Entwicklungskosten für ein neues Produkt entstehen, wodurch das Unternehmen plötzlich ein KGV von 500 hat. Das Unternehmen ist aber nicht teuer.

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Und Dein letzter Absatz belegt das ganze Problem: Du schreibst immer noch, dass der Kurs durch Gerüchte nach unten ging, Du akzeptierst selbst jetzt immer noch nicht, dass der Kurs gesunken ist, weil man den Face-ID Slot verloren hat - selbst nach „offizieller“ Bestätigung durch AMS. Dass der Kurs lediglich einmalig 10% verloren hätte wenn vorher nichts durchgesickert wäre und man Anfang Mai davon überrascht worden wäre, dass man 40% des 2020er EBITs verliert, ist für mich realitätsfremd. Und auch nicht belegbar durch Beispiele aus den letzten Jahren:

Der Kurs wäre niemals so stark nach unten gegangen, hätte es keine Gerüchte gegeben, das würde ich sogar so unterschreiben. So ein Blödsinn mit den 40% weniger Ebit. Ich wette viel Geld, dass AMS niemals 40% weniger Ebit haben wird als im 2020, wenn deine vollen -200 Mio. $ und mehr Ebit im Jahr 2023 greifen sollen. Und wer sagt, dass AMS 40% weniger Ebit haben wird? 

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Den Ausblick mit 60% Umsatzwachstum von 2016-2019 haben sie ja nahezu erreicht. Die Ebit-Marge war im 2019 ja auch relativ hoch (21%). Logischerweise war dies im 2020 aufgrund der Übernahme von Osram nicht möglich. Aber 60% Umsatzwachstum zu prognostizieren ist schon etwas heikel, ich hätte anstelle von Everke eher 30% angekündigt, was auch schon ordentlich ist und es hätte noch positive Überraschungen gegeben.

PS: Warum schreibst du eigentlich die ganze Zeit über den Face-ID Verlust und nicht über andere Dinge wie bspw. die Lidar oder UV-C Technologien. Es wäre doch viel interessanter die Zukunft unter die Lupe zu nehmen. Die Face-ID ist nur eines von vielen. Man könnte dann überschlagen wie viel Umsatz dadurch entstehen könnte.

Energous ist übrigens ein Unternehmen in der Art wie Nel ASA, Plug Power, Nikola Motors... Wird einfach in den Himmel Promoted mit schön geredeten Verträgen mit irgendwelchen bekannten Unternehmen, um dann wieder Kapital beschaffen zu können. War bei Wirecard auch so, deren Geschäftsziel war es 100 Milliarden Marktkapital zu erreichen, mit dem Unterschied das tatsächlich massiv Betrogen wurde. 

 

@Alperose: Genau, den habe ich auch gelesen. Gibt sogar mal ein positives Gerücht 

Dominus
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@DLG

Die Aktie hat sich verdreifacht auf 80 CHF. Nun steht sie bei 16.8 CHF. Die Aktie ist 79% gefallen. Das Unternehmen kostet 4500 CHF Millionen und hat ein Nettovermögen von 3300 Mio CHF (ausgewiesen 3540 Mio CHF). Denkst du ernsthaft das Unternehmen fällt jetzt nochmal um 75% auf 1130 Mio? Deine Beispiele sind nicht schlecht, jedoch war Dialog deutlich höher bewertet. Den mit Imagination Technologies ist allerdings ein schlechter Vergleich. War zuvor schon teuer und v.a. hatten Intel und Apple einen grossen Anteil am Unternehmen, ausserdem ging es bei Imagination nur um geistiges Eigentum. Meiner Meinung nach wird durch das Design-Out nur das Wachstum verlangsamt, dennoch hat AMS den mittelfristigen Ausblick bestätigt. 

Blödsinn: Ja, die 200 Mio Ebit weniger durch die Face ID. Wenn davon ausgegangen wird, dass dieser Umsatz nicht ersetzt werden kann. Dieser wird allerdings zumindest teilweise ersetzt werden. Alleine mit den paar Dingen die ich unten aufgelistet habe, kann die Kapazität zumindest teilweise in Singapur im sechs stöckigen Produktionsblock genutzt werden.

Jetzt halt doch noch zur Wandelanleihe; Beispiel: AMS gibt eine Wandelanleihe über 100 Mio. aus und erhält 100 Mio. Diese kann in Aktien gewandelt werden zu einem Preis von 50.- pro Aktie, was 2 Mio. Stk entspricht. Nun kauft AMS 2 Mio Aktien zu einem Preis von 20.-, was einem Gesamtbetrag von 40 Mio entspricht. Die Aktie steigt nun auf 50.-. Die Wandelanleihe wird gewandelt, worauf AMS die zuvor gekauften, 2 Mio Aktien verwendet. Die 100 Mio. werden zu Eigenkapital, während die 40 Mio rausfliessen. Die Differenz dazwischen von 60 Mio. steigert das Eigenkapital. 

Beispiele Designwins für 2021/2022:

JBL, ANC in over ear ab 2021/2022, Jbl produziert 100 Mio Kopfhörer pro Jahr.

1100 Mio. CHF Gesamtumsatz durch Lidarverträge zwischen 2022-2025 (275 $ Mio pro Jahr)

Design-Win bei Great Wall ab 2022 (Produziert 1.2 Mio Fahrzeuge pro Jahr). -> will nach und nach Lidar in jedem Auto verbauen. Wird zusätzlich noch eine Produktionsstätte von GM kaufen, um 2 Mio. Fahrzeuge pro Jahr bis 2025 herstellen zu können. Wenn ich mich nicht irre, kostet ein derartiges System zwischen 300-400 $.

Spekulation, jedoch wahrscheinlich: Lidar für Toyota, da ZF derzeit Systeme für Toyota entwickelt, die Autonomes Fahren ermöglichen sollen, die so gebaut sind, damit später "laser basiertes Lidar" integriert werden kann. ZF entwickelt laser Basiertes Lidar mit AMS, bzw. ist bereits ziemlich fortgeschritten.

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/mobileye-zf-team-a...

Apple Mini-LED: 600-800 Mio Stk. im 2. Hj 2021, 1200 Mio Stk. ab 2022.

Ab 2021/2022: AMS Miniaturprojektoren

Ab 2023: Osram Eviyos 2, wobei mir dazu noch keine spezifischen Aufträge bekannt sind. Eviyos 1 wird allerdings bereits von einigen Herstellern verbaut, ist jedoch verhältnissmässig gering. Eviyos 2 ermöglicht Projektionen in HD Qualität, wie bspw. Baustellensymbole oder Blinklichter auf der Fahrbahn. Dies stellt direkt das Autolicht dar, welches wiederum hochpräzise Ausleuchtungen bestimmter Bereiche ermöglicht.

Ich könnte jetzt noch diverse weiter Dinge aufzählen, aber ich denke das reicht fürs erste. 

 

 

Alperose
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Dominus hat am 23.05.2021 13

Dominus hat am 23.05.2021 13:08 geschrieben:

Die Aktie hat sich verdreifacht auf 80 CHF. Nun steht sie bei 16.8 CHF. Die Aktie ist 79% gefallen. Das Unternehmen kostet 4500 CHF Millionen und hat ein Nettovermögen von 3300 Mio CHF (ausgewiesen 3540 Mio CHF). Denkst du ernsthaft das Unternehmen fällt jetzt nochmal um 75% auf 1130 Mio? Deine Beispiele sind nicht schlecht, jedoch war Dialog deutlich höher bewertet. Den mit Imagination Technologies ist allerdings ein schlechter Vergleich. War zuvor schon teuer und v.a. hatten Intel und Apple einen grossen Anteil am Unternehmen, ausserdem ging es bei Imagination nur um geistiges Eigentum. Meiner Meinung nach wird durch das Design-Out nur das Wachstum verlangsamt, dennoch hat AMS den mittelfristigen Ausblick bestätigt. 

Blödsinn: Ja, die 200 Mio Ebit weniger durch die Face ID. Wenn davon ausgegangen wird, dass dieser Umsatz nicht ersetzt werden kann. Dieser wird allerdings zumindest teilweise ersetzt werden. Alleine mit den paar Dingen die ich unten aufgelistet habe, kann die Kapazität zumindest teilweise in Singapur im sechs stöckigen Produktionsblock genutzt werden.

Jetzt halt doch noch zur Wandelanleihe; Beispiel: AMS gibt eine Wandelanleihe über 100 Mio. aus und erhält 100 Mio. Diese kann in Aktien gewandelt werden zu einem Preis von 50.- pro Aktie, was 2 Mio. Stk entspricht. Nun kauft AMS 2 Mio Aktien zu einem Preis von 20.-, was einem Gesamtbetrag von 40 Mio entspricht. Die Aktie steigt nun auf 50.-. Die Wandelanleihe wird gewandelt, worauf AMS die zuvor gekauften, 2 Mio Aktien verwendet. Die 100 Mio. werden zu Eigenkapital, während die 40 Mio rausfliessen. Die Differenz dazwischen von 60 Mio. steigert das Eigenkapital. 

Beispiele Designwins für 2021/2022:

JBL, ANC in over ear ab 2021/2022, Jbl produziert 100 Mio Kopfhörer pro Jahr.

1100 Mio. CHF Gesamtumsatz durch Lidarverträge zwischen 2022-2025 (275 $ Mio pro Jahr)

Design-Win bei Great Wall ab 2022 (Produziert 1.2 Mio Fahrzeuge pro Jahr). -> will nach und nach Lidar in jedem Auto verbauen. Wird zusätzlich noch eine Produktionsstätte von GM kaufen, um 2 Mio. Fahrzeuge pro Jahr bis 2025 herstellen zu können. Wenn ich mich nicht irre, kostet ein derartiges System zwischen 300-400 $.

Spekulation, jedoch wahrscheinlich: Lidar für Toyota, da ZF derzeit Systeme für Toyota entwickelt, die Autonomes Fahren ermöglichen sollen, die so gebaut sind, damit später "laser basiertes Lidar" integriert werden kann. ZF entwickelt laser Basiertes Lidar mit AMS, bzw. ist bereits ziemlich fortgeschritten.

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/mobileye-zf-team-a...

Apple Mini-LED: 600-800 Mio Stk. im 2. Hj 2021, 1200 Mio Stk. ab 2022.

Ab 2021/2022: AMS Miniaturprojektoren

Ab 2023: Osram Eviyos 2, wobei mir dazu noch keine spezifischen Aufträge bekannt sind. Eviyos 1 wird allerdings bereits von einigen Herstellern verbaut, ist jedoch verhältnissmässig gering. Eviyos 2 ermöglicht Projektionen in HD Qualität, wie bspw. Baustellensymbole oder Blinklichter auf der Fahrbahn. Dies stellt direkt das Autolicht dar, welches wiederum hochpräzise Ausleuchtungen bestimmter Bereiche ermöglicht.

Ich könnte jetzt noch diverse weiter Dinge aufzählen, aber ich denke das reicht fürs erste. 

 

 

Vielen Dank für diese detaillierten Infos. Denke du bist besser informiert als Everke himself. Bei der nächsten GV sollst du seinen gut dotierten Posten bekommen. 

Pesche
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@Dominus

Und warum steht der Kurs bei 17 und nicht bei 25?

Sind alle gaga und sehen sie die Goldgrube nicht?

Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos 

Düse5.0
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Auf den Kopf

Du triffst den Nagel auf den Kopf. So ist das und nicht anders.

 

Wenn Zeit wirklich Geld ist, warum sitzen wir dann nicht einfach solange hier, bis wir reich sind?

Kekkomachine
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Sinnlos

Im Grunde ergibt es keinen Sinn sich jetzt aufzuregen oder meckern, da der Kurs nicht da steht, wo er stehen könnte bzw. müsste, je nach subjektiver Einschätzung. Der Kurs steht genau da wo Nachfrage und Angebot sich kreuzen und den aktuellen Marktpreis bilden. Wer langfristig investiert ist, sollte sich nicht ewig um jede % Schwankungen kümmern und hier kommentieren, das hilft erstens euch selber nicht und bringt hier niemanden einen Mehrwert; wer kurzfristig handelt und auf der falschen Seite liegt, der sollte vielleicht mal seine Strategie, seine Fähigkeiten, seine Psychologie und seine Tools überdenken - denn wir liegen eben alle irgendwann falsch, die Gewinner lernen jedoch daraus und machen den Fehler nicht mehr, oder zumindest reduzieren dessen Wahrscheinlichkeit.

Bei AMS fehlt es vor allem an folgenden Elementen:

1. Vertrauen in das Management bzw. das Unternehmen.

2. Interesse der institutionellen Investoren (das Interesse ist wohl da, aber eben in Short-Positionen)

3. Visibilität wo die Reise mit AMS hingeht.

Punkt 3 erklärt teilweise auch die beiden anderen Punkte. Wer hier nun über Verschuldung, KGV und weitere Metriken schriebt, der sollte sich bewusst sein, dass das ganze sich morgen wieder ändern kann (und wahrscheinlich wird) denn Alex wird wieder irgendwo zugreifen wollen, das hat er ja auch schon zu verstehen gegeben. Dann vergisst bitte nicht das Jo-Jo mit dem Listing in Hong-Kong. Aktien werden ausgegeben und dann wieder (zu höheren Kursen) zurückgekauft. Das ist keine durchsichtige Strategie, das ist ein Baukasten ohne Anleitung. Dafür ist das Geld viel besser in andere Unternehmen angelegt wo eben die 3 Punkte kein Problem sind. Ohne das Interesse institutioneller Investoren werden wir nie hohe Kurse bei AMS sehen, und den Zeitpunkt werdet ihr wohl bemerken.

Vergesst bitte auch nicht den Gesamtmarkt zu betrachten. Wenn jetzt AMS günstig oder teuer ist, dass ist dem Markt egal wenn's zum Sell-Off kommt. Kauft dann jedoch den Tennisball welcher wieder nach oben springt, nicht das Ei, welches am Boden zerquetscht bleibt.

Ich bin weiterhin der Meinung dass sich die Chip- bzw. Sensorenindustrie in den kommenden Jahren stark polarisieren wird. Entweder durch Regulierungen oder durch eine strukturelle Änderung der Supply-Chain wird man vermehrt national als international produzieren bzw. einkaufen. In-House Produktion wird auch ein grosses Thema, das Outsourcing ist mit dieser Geldmasse, den niedrigen Zinsen, sowie das viel einfachere Sourcing bzw. Know-How Learning nicht mehr so aktuell. AMS sitzt da auf zwei Stühlen zwischen den USA und Asien. Die Automobilindustrie in Europa soll sie retten, aber nun von einem Sektor in den anderen Übergewichten, mit noch stärker fokussierter geografischer Abhängigkeit, dass sollte man sich auch überdenken.

Für mich ganz klar: mit AMS mache ich mehrmals im Jahr Geld, aber ich bleibe nie wirklich lange in der Aktie, dafür sind mir die Opportunitätskosten und die Risiken zu hoch.

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@Kekko

Und nicht zu vergessen, AMS bring seit langen nichts Neues technisches. Nur Verbesserungen und Update

Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos 

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Pesche hat am 24.05.2021 09

Pesche hat am 24.05.2021 09:34 geschrieben:

Und nicht zu vergessen, AMS bring seit langen nichts Neues technisches. Nur Verbesserungen und Update

Ja, das verstehe ich auch unter Punkt 3. Lidar, MicroLED usw. sind zwar interessante Produkte, aber die Konkurrenz schläft auch nicht, ganz im Gegenteil hat AMS hier verschlafen, und wie Du es korrekt erwähnst, fehlt es eindeutig an Innovation. AMS hat übrigens wenig In-House entwickelt, die grossen Umsatzbeiträger wurden zugekauft.

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@Alperose: Danke, ich wäre

@Alperose: Danke, ich wäre sofort dabei Wink Aber Everke weiss natürlich deutlich mehr. Die Geschäftsgeheimnisse zu Apple bspw., die kennt fast niemand.

@Pesche: Ich weiss es auch nicht, möchte aber nicht wieder den selben Fehler machen wie damals bei AMD. Relief Therapeutics war auch deutlich mehr Wert als sie gekostet hat, dennoch blieb die Aktie lange auf enorm tiefem Niveau. Dort war allerdings wohl auch das Problem, dass niemand "wusste" dass es das Unternehmen überhaupt (noch) gibt.

@Kekkomachine:

einige Bsp. für "in House" Entwicklung:

BOLED, Blood Oxygen, ANC, Miniaturprojektoren...

Institutionelle Anleger bei AMS (muss allerdings erst ab 3% offengelegt werden)

  • Temasek Holdings Private Limited (5.4%)
  • Black Rock (4.67%)
  • UBS fund Management (3.94%)
  • Bestinver (2%), hat im Q4 2020 allerdings nochmal nachgekauft,

sowie noch Diverse weitere, zumeist irgendwelche Fonds bzw. Hedge Fonds, bei denen ich allerdings keine Bestätigung habe. Die Aufgelisteten stellen 16% der Aktien dar. Die weiteren würden nochmal 19% der Aktien besitzen, dabei habe ich allerdings keine Bestätigung, lediglich für die 16%. 5% der Aktien liegen auch noch bei AMS selber. Insgesamt könnten so bis zu 40% der Aktien zusammenkommen. Ein Fonds (Sylebra) hat 2% der Aktien Leerverkauft.

Beim ersten Punkt stimme ich dir zu, denke aber dass das Vertrauen im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen deutlich grösser sein müsste, hierzu ein paar Beispiele:

Coinbase: CEO nimmt 1 Mio $ pro Tag. Er ratet gar selbst von einem Investment ab. Everke hat letztes Jahr 2 Mio Euro für das gesamte Jahr erhalten...

Palantir: Cash flows werden durch enorme Aktienbasierte Vergütungen (750 Mio $) geschönigt. Das Unternehmen hat 2500 Mitarbeiter...

Plug Power: Die selben Promotionen wie vor 20 Jahren funktionieren immer noch (bzw. wieder). Forschungsverträge, welche vielleicht gar eingekauft waren werden schön geredet, dass einem das Gefühl vermittelt wird das Unternehmen wird jetzt dann bald Milliardenumsätze generieren, damit dann wieder Kapitalerhöhungen durchgeführt werden können und die nächsten Jahre überlebt werden können. (4 Mio Aktien 2001, 500 Mio Aktien Heute, was in einem Kursverfall von 99% resultierte). 

Wegen in-sourcing: Man muss im Hinterkopf behalten, dass die Technologien geschützt sind. Bspw. der Umgebungslichsensor oder v.a. der Bloodoxygen Sensor bei AMS. TSMC bspw. hat vor kurzem eine neue Technologie für Chips entwickelt, welche 1nm Technologie unter Verwendung von Bismut ermöglicht. Kein Unternehmen, auch nicht Apple, kann sich jetzt einfach sagen, so das produzieren wir jetzt selber. AMS hat bspw. vor ein paar Jahren mal einen Patentrechtsstreit gewonnen, weiss aber auch nicht mehr um was es da genau ging.

Ein sehr interessantes Unternehmen ist übrigens die Innolith GmbH. Diese hat eine neuartige Batterie entwickelt, welche 1000 Wh pro kg liefern kann. Das Unternehmen gehört, wenn ich mich nicht irre, einem russischen Oligarch. Meiner Meinung nach liegen die Zukunftsmärkte in Energie und Halbleiter Chips / Sensoren. 

 

 

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Äpfel, Birnen und Fruchtsalat

Dominus hat am 24.05.2021 11:56 geschrieben:

@Kekkomachine:

einige Bsp. für "in House" Entwicklung:

BOLED, Blood Oxygen, ANC, Miniaturprojektoren...

Institutionelle Anleger bei AMS (muss allerdings erst ab 3% offengelegt werden)

  • Temasek Holdings Private Limited (5.4%)
  • Black Rock (4.67%)
  • UBS fund Management (3.94%)
  • Bestinver (2%), hat im Q4 2020 allerdings nochmal nachgekauft,

sowie noch Diverse weitere, zumeist irgendwelche Fonds bzw. Hedge Fonds, bei denen ich allerdings keine Bestätigung habe. Die Aufgelisteten stellen 16% der Aktien dar. Die weiteren würden nochmal 19% der Aktien besitzen, dabei habe ich allerdings keine Bestätigung, lediglich für die 16%. 5% der Aktien liegen auch noch bei AMS selber. Insgesamt könnten so bis zu 40% der Aktien zusammenkommen. Ein Fonds (Sylebra) hat 2% der Aktien Leerverkauft.

Dass es institutionelle Anleger bei einem Mid-Cap gibt ist ja klar, aber "Interesse der institutionelle Investoren" sieht anders aus, das müsste man im Kauf-Volumen erkennen, und das sieht nun seit Jahren wirklich nicht danach aus, eher das Gegenteil!

Zu deinen Zahlen:

Temasek: Der Grund der Partizipation war damals im 2018 "Dissolution of lock-up group"; heute ist Temasek nicht mehr zu sehen in den >1.97% Shareholder.

BlackRock: 3.5% von jemandem ausgeliehen (hat die Aktien nicht gekauft) und ist womöglich mit diesen Aktien short; 0.53% sind in deren Händen als Absicherung, der Rest unter Form von Convertible Bonds. Ist heute nicht mehr zu sehen in den >1.97% Shareholder.

UBS: liegt nun bei 3.28%

Bestinver hat sich das ganze vielleicht nochmals überlegt und liegt nun bei 1.97%

Hier noch die aktuellen Zahlen (Marketscreener):

ams AG 13,642,978 4.97%
UBS Asset Management Switzerland AG  8,996,547 3.28%
Norges Bank Investment Management  8,537,782 3.11%
Allianz Global Investors GmbH  8,363,420 3.05%
Letko, Brosseau & Associates Inc.  8,201,249 2.99%
DWS Investment GmbH  8,201,249 2.99%
The Vanguard Group, Inc.  6,871,739 2.51%
Zürcher Kantonalbank (Investment Management)  5,645,887 2.06%
Pictet Asset Management SA  5,485,336 2.00%
Bestinver Gestión SA SGIIC  5,397,837 1.97%

 

Beim ersten Punkt stimme ich dir zu, denke aber dass das Vertrauen im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen deutlich grösser sein müsste, hierzu ein paar Beispiele:

Coinbase: CEO nimmt 1 Mio $ pro Tag. Er ratet gar selbst von einem Investment ab. Everke hat letztes Jahr 2 Mio Euro für das gesamte Jahr erhalten...

Palantir: Cash flows werden durch enorme Aktienbasierte Vergütungen (750 Mio $) geschönigt. Das Unternehmen hat 2500 Mitarbeiter...

Plug Power: Die selben Promotionen wie vor 20 Jahren funktionieren immer noch (bzw. wieder). Forschungsverträge, welche vielleicht gar eingekauft waren werden schön geredet, dass einem das Gefühl vermittelt wird das Unternehmen wird jetzt dann bald Milliardenumsätze generieren, damit dann wieder Kapitalerhöhungen durchgeführt werden können und die nächsten Jahre überlebt werden können. (4 Mio Aktien 2001, 500 Mio Aktien Heute, was in einem Kursverfall von 99% resultierte). 

Ich denke diese Vergleiche sind genau soviel Wert wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. USA bzw. EU Firmen sind schon mal diametral entgegengesetzt in was der Management Style, die Firmenkultur, die Entlohnung betrifft und dazu kommt das Listing an der Nasdaq (Übertreibungen) und das total unterschiedliche Geschäftsfeld.

Everke hat sich im 2019 den Lohn 3x vergrössert, in dem Jahr wo irrsinnig viel Wert für die Aktionäre vernichtet wurde, im 2020 ging der Lohn dann nochmals hoch, dabei viel der Aktienkurs so tief wie im 2012 nicht mehr. Kapitalerhöhungen, Aktienrückkäufe zu schlechten Konditionen, Listing in HK, Hin- und Her mit dem Aktionärsgeld um sich eine Osram zu einem viel zu hohen Preis zu kaufen. Der Aktienkurs sagt es klar aus: es fahlt an Vertrauen; das Selbstbewusstein des CEO kommt lächerlich über die Bühne bei dieser Aktienperformance.

AMS hat das grosse Geschäft bei Apple verloren und steuert auf eine sehr lange und kostspielige Integration hin, stiegender Konkurrenz- bzw. Margendruck, 

Wegen in-sourcing: Man muss im Hinterkopf behalten, dass die Technologien geschützt sind. Bspw. der Umgebungslichsensor oder v.a. der Bloodoxygen Sensor bei AMS. TSMC bspw. hat vor kurzem eine neue Technologie für Chips entwickelt, welche 1nm Technologie unter Verwendung von Bismut ermöglicht. Kein Unternehmen, auch nicht Apple, kann sich jetzt einfach sagen, so das produzieren wir jetzt selber. AMS hat bspw. vor ein paar Jahren mal einen Patentrechtsstreit gewonnen, weiss aber auch nicht mehr um was es da genau ging.

Der Schutz eines Produktes ist 1. bspw. den Chinesen vollkommend egal, 2. kann sich eine Apple heutzutage bei Bedarf, jede Technologie zukaufen und ist seit Jahren fleissig selber am Entwickeln. Die M-Serie Prozessoren sind das beste Beispiel wie schnell es geht um einen Riesen bzw. Spezialisten seit über 50 Jahren wie Intel mit der ersten Serie an Chips zu überholen und in den Schatten zu stellen. Patente? was möchtest du damit behaupten... im 2017 nach einem langen Streit seit 2009 hat AMS einen Patentrechtsstreit gegen Melexis verloren...Rechtsstreite gibt es immer wieder und wird es acuh immer geben...

Ein sehr interessantes Unternehmen ist übrigens die Innolith GmbH. Diese hat eine neuartige Batterie entwickelt, welche 1000 Wh pro kg liefern kann. Das Unternehmen gehört, wenn ich mich nicht irre, einem russischen Oligarch. Meiner Meinung nach liegen die Zukunftsmärkte in Energie und Halbleiter Chips / Sensoren. 

Gut für den Oligarchen...bleiben wir jedoch bei AMS.

 

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@Kekko: Die Zahlen, welche

@Kekko: Die Zahlen, welche ich bestätigt habe sind aktuell und stammen von AMS^^ ;), diese sollten also stimmen... Die Zahlen bei Marketscreener habe ich natürlich auch gesehen, diese sind aber nicht immer korrekt, bzw. oft nicht. Bestinver habe noch mal Aktien gekauft, dies ist wahrscheinlich in den 1,97% nicht enthalten, weiss es aber nicht mit Sicherheit. Bestinver (Hedge Fund) hat für den Grund des Kaufs der AMS Aktien übrigens gesagt: "AMS is trading at a significant discount".

Everke hat übrigens im 2020 weniger Lohn ausgezahlt bekommen als 2019. 2019 war vielleicht ein schlechtes Jahr für die Aktie, jedoch nicht für das Unternehmen. Im Jahr 2019 hat AMS Rekordumsätze und Gewinne erzielt. Ein gutes Beispiel ist Amazon. Um 2000 krachte die Aktie von ca. 100$ auf ca. 6$, während das Unternehmen Rekordwachstum verzeichnete. Jeff Bezos hat dazu mal in einem Interview gesagt "Aktie ist nicht gleich Unternehmen". Bei 60-120.- hätte ich die AMS Aktie sicherlich auch nicht gekauft, da bei der hohen Bewertung wahrscheinlich sehr viel Euphorie im Kurs gewesen sein muss.

Hätte Black Rock Aktien leerverkauft, hätte dies veröffentlicht werden müssen (ab 0.5%)

Die Kapitalerhöhung musste durchgeführt werden, da wahrscheinlich bereits konkrete Pläne und v.a. Verträge mit Kunden bestanden. Ich verstehe natürlich, dass dies für die Altaktionäre ziemlich unschön war, die Coronakriese hat zusätzlich noch einen drauf gesetzt.

Alperose
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Am besten AMS jeweils ab 1200 von der Börse nehmen

Heute etwa wieder daily business???????

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Dominus hat am 25.05.2021 11

Dominus hat am 25.05.2021 11:57 geschrieben:

@Kekko: Die Zahlen, welche ich bestätigt habe sind aktuell und stammen von AMS^^ ;), diese sollten also stimmen... 

Wenn du diese dem Geschäftsbericht entnommen hast, dann sind sie "aktuell" vom Bilanzstichtag, der liegt jedoch schon knapp 5 Monate in der Vergangenheit...

Hätte Black Rock Aktien leerverkauft, hätte dies veröffentlicht werden müssen (ab 0.5%)

Seit wann müssen an der SIX Leerverkäufer ihre Position angeben?

 

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