Richemont

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Richemont schneidet mit

Richemont schneidet mit Halbjahreszahlen besser ab als befürchtet

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont hat die Coronakrise in voller Härte zu spüren bekommen.

06.11.2020 07:19

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21, also von April bis September, verloren die Genfer massiv an Umsatz und erzielten deutlich weniger Gewinn. Der Umsatz brach um gut einen Viertel auf 5,48 Milliarden Euro ein, wie der Hersteller von Schmuck und Uhren von Marken wie Cartier, Piaget oder IWC am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlicheren Umsatzminus von 30 Prozent gerechnet.

Der Einbruch hat sich abgezeichnet, bereits fürs erste Quartal musste Richemont im Juli einen Umsatzrückgang von 47 Prozent vermelden.

Die tiefen Verkaufszahlen schlugen auch auf die Ergebnisseite durch, doch auch da schnitt Richemont besser als am Markt befürchtet ab: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 61 Prozent auf 452 Millionen Euro und so verblieb eine Marge von 8,3 Prozent nach 15,7 Prozent im Vorjahr. Die Erwartungen lagen da bei lediglich 1,4 Prozent.

Unter dem Strich gelang es Richemont, sich in der Gewinnzone zu halten. Es resultierte ein Gewinn von 159 Millionen Euro nach einem Plus von 869 Millionen im letzten Jahr.

Ausbau des Onlinehandels

Die Coronakrise brachte das Geschäft mit Luxusgütern vor allem während den Lockdown-Monaten praktisch zum Stillstand. Weltweit mussten Shops für längere Zeit schliessen und Reisebeschränkungen belasteten die für die Branche wichtigen Umsätze, die sie mit Touristen erzielen.

Bis auf China hätten alle Regionen deutliche Umsatzeinbussen verzeichnet, wird Verwaltungsratspräsident und Haupteigner Johann Rupert in der Mitteilung zitiert. In China seien die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr gar um 78 Prozent angewachsen. Zudem hätten auch die in den vergangenen Jahren in den Onlinehandel getätigten Investitionen eine gewisse Stütze geboten.

Den E-Commerce will Richemont weiter ausbauen. Bereits am Vorabend gab der Konzern bekannt, dass man mit dem chinesischen Internetriesen Alibaba in den Online-Händler Farfetch investieren will. Dafür nehmen die Genfer und die Chinesen je 300 Millionen US-Dollar in die Hand.

Zusammen will das Dreiergespann ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen, das die E-Commerce-Aktivitäten von Farfetch am chinesischen Markt umfasst. Alibaba und Richemont werden dafür jeweils weitere 250 Millionen Dollar aufwenden.

Farfetch wurde 2008 vom portugiesischen Entrepreneur José Neves ins Leben gerufen. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von anderen Online-Händlern dadurch, dass die Website als virtueller Marktplatz funktioniert, wo kleinere Boutiquen aus der ganzen Welt ihre Waren feilbieten.

(AWP)

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Dritte Kaufempfehlung für die

Dritte Kaufempfehlung für die Richemont-Aktie innerhalb weniger Tage

Die UBS preist neuerdings die Aktie von Richemont zum Kauf an. Es ist bereits die dritte neue Kaufempfehlung für den Luxusgüterkonzern innerhalb weniger Tage. Bahnt sich für Mittwoch eine Zahlenüberraschung an?

18.01.2021 08:12

Von Lorenz Burkhalter

Noch im Oktober machte die gefühlte Börsenwelt einen Bogen um die Aktie des Luxusgüterkonzerns Richemont. Gross war die Angst vor einer zweiten Pandemiewelle und damit verbunden auch die Sorge vor neuerlichen Reisebeschränkungen. Seither ist der Kurs allerdings von knapp 60 auf über 80 Franken gestiegen.

Mit steigenden Kursen scheint in Analystenkreisen auch der Appetit zurückzukehren. Die UBS stuft die Richemont-Aktie am frühen Montagmorgen von "Neutral" auf "Buy" herauf. Der Titel habe in den vergangenen fünf Jahren deutlich schlechter als andere Luxusgüteraktien abgeschnitten und verfüge nun über Nachholbedarf. Ausserdem gebe es Anhaltspunkte, wonach sich die Dynamik bei der auf Schmuck spezialisierten Tochter Cartier nachhaltig beschleunigt habe, so begründet die Grossbank ihre Kaufempfehlung. Deshalb traut sie der Aktie über die nächsten 12 Monate einen Vorstoss bis auf 94,50 (zuvor 73,60) Franken zu.

Neben Cartier geht auch von der Farfetch-Kooperation Fantasie aus

Wie Beobachter festhalten, ist die Kaufempfehlung durch die UBS bereits die Dritte solche einer Bank innerhalb nur weniger Tage. Erst am Freitag hatte die HSBC ihr Anlageurteil von "Hold" auf "Buy" erhöht und das Kursziel auf 94 (zuvor 83) Franken angehoben. Auch bei der britischen Grossbank drehte sich dabei alles um die Schmucktochter Cartier. Letzterer traut man künftig "beeindruckende Ergebnisse" zu.

Tags zuvor hatte schon BNP Paribas die Aktie in einer Branchenstudie mit einem Kursziel von 97 (zuvor 62) Franken von "Neutral" auf "Outperform" heraufgestuft. Neben den starken Wachstumsaussichten bei Cartier preist die französische Grossbank auch das kommerzielle Potenzial der Zusammenarbeit mit Farfetch an (der cash Insider berichtete).

Da Richemont der Öffentlichkeit am Mittwoch die Umsatzzahlen für das wichtige Weihnachtsquartal präsentieren wird, schliessen Beobachter von dieser geballten Ladung an Kaufempfehlungen auf einen möglicherweise starken Zahlenkranz. An diesem Tag dürfte sich zeigen, ob der kräftige Kursanstieg von 60 auf über 80 Franken eine positive Ergebnisüberraschung nicht bereits vorwegnimmt.

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Richemont mit leichtem

Richemont mit leichtem Wachstum im Weihnachtsquartal

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont ist im Weihnachtsquartal leicht gewachsen. Damit hat sich das Geschäft der Genfer vom coronabedingten Rückschlag im Frühsommer weiter erholt. Rückenwind gibt es aus China.

20.01.2021 07:32

Der Konzernumsatz stieg in den Monaten Oktober bis Dezember um 1 Prozent auf 4,19 Milliarden Euro, wie die Gruppe mit Marken wie Cartier, Piaget oder IWC am Mittwoch bekanntgab. Der Umsatz lag damit etwas höher, als dies im Vorfeld der Publikation erwartet wurde. Um Währungseffekte bereinigt beläuft sich das Plus sogar auf 5 Prozent.

Das Geschäft mit Schmuck und Uhren sei im Berichtsquartal weiterhin von der Coronakrise geprägt worden, schreibt Richemont. Dabei hätten nach wie vor die vielerorts von den Behörden zur Eindämmung der Pandemie getroffenen Reiserestriktionen sowie erneute Ladeschliessungen belastet.

Wachstumsschub aus China

Sehr gut hat sich Richemont aber in China entwickelt. Das Land hat sich rasch von den Folgen der Pandemie erholt und das hat im "Reich der Mitte" auch die Konsumlust geweckt. Im Berichtsquartal legten die Verkäufe dort währungsbereinigt um 80 Prozent zu.

In der gesamten Region Asien Pazifik kletterte der Umsatz um einen Fünftel in die Höhe auf 1,73 Milliarden Euro. Positiv stachen auch die Verkäufe im Mittleren Osten/Afrika mit einem ähnlich hohen Plus wie in Asien hervor.

Dagegen harzt das Geschäft weiterhin in Europa, wo der Umsatz von Richemont um einen Fünftel auf knapp eine Milliarde zurückfiel. Europa leidet besonders darunter, dass kauffreudige Touristen aus Asien fehlen. Das Geschäftsvolumen in Amerika sank nur leicht.

Gute Schmuck-Nachfrage

Punkten kann Richemont vor allem mit dem Schmuck von Cartier und Van Cleef & Arpels. In diesem Segment legten die Umsätze im dritten Quartal in Lokalwährungen um 14 Prozent zu. Bei den Uhren mit Marken wie IWC, Jaeger LeCoultre oder Panerai gingen sie hingegen um 4 Prozent zurück.

Das Geschäft auf den sich im Aufbau befindenden Onlinekanälen blieb mit einem zum Vorjahr kaum veränderten Umsatz stabil.

Über die gesamten ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 von April bis Dezember musste Richemont einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro hinnehmen. Ladenschliessungen, die unsichere Konjunkturlage und die Einschränkungen im Tourismus hatten die Verkäufe im Startquartal beinahe halbiert.

mk/pre/rw

(AWP)

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Richemont-Aktien zu

Richemont-Aktien zu Wochenbeginn dank Übernahmefantasien gesucht

Eine positive Branchenstudie aus dem Hause Bernstein und erneut aufkeimende Übernahmefantasien treiben den Kurs des Uhren- und Schmuckkonzerns Richemont.

22.03.2021 10:53

Die Aktien des Uhren- und Schmuckkonzerns Richemont sind gut in die neue Börsenwoche gestartet. Eine positive Branchenstudie aus dem Hause Bernstein und erneut aufkeimende Übernahmefantasien treiben den Kurs in einem seitwärts tendierenden Gesamtmarkt nach oben. Swatch tendieren dagegen etwas schwächer.

Gegen 10.40 Uhr rücken die Papiere der Genfer Richemont-Gruppe um 2,1 Prozent auf 91,20 Franken in die Höhe, während jene von Swatch um 0,2 Prozent auf 276 Franken nachgeben. Der Gesamtmarkt notiert derweil gemessen am Leitindex SMI mit 0,1 Prozent tiefer.

Rückenwind dürften den Richemont-Aktien aufkeimende Übernahmefantasien geben. Laut einem Artikel auf dem Branchenblog "Miss Tweed" habe der französische Luxusgüterriese Kering mit der Vorzeigemarke Gucci im Januar eine informelle Übernahmeofferte an die Adresse von Richemont gerichtet. Laut Insidern sei dieser Antrag jedoch abgelehnt worden, heisst es im Blog-Beitrag weiter.

Im Handel wird seit längerem darüber spekuliert, ob Richemont in einem grossen Gruppenverbund wie Kering oder der weltweit grössten Luxusgruppe LVMH Anschluss finden könnte. Seit LVMH den US-Juwelier Tiffany übernommen hat, steht Kering den Experten zufolge in der Pole-Position. Allerdings hatte sich Richemont-Präsident und Haupteigner Johann Rupert noch im November an einer Medienkonferenz klar gegen einen Verkauf der Gruppe ausgesprochen.

Positiv dürfte am Markt auch eine Studie des Instituts Bernstein aufgenommen werden. Der in Branchenkreisen bekannte Analyst Luca Solca hat sowohl die Titel von Richemont als auch jene von Swatch auf "Outperform" von zuvor "Marketperform" hochgestuft. Dabei gilt für Richemont neu ein Kursziel von 116 Franken (bisher: 90 Fr.) und für die Inhaberpapiere von Swatch von 353 Franken (260 Fr.).

Solca begründet den Meinungsumschwung mit der aufgehellten Situation am Luxusgütermarkt. Mit dem Ausrollen der Impfprogramme rund um den Globus sehe die Branche in der Coronakrise langsam Licht am Ende des Tunnels, schreibt Solca. Auch hätten sich die schlimmsten Befürchtungen der Anleger nicht bewahrheitet und die Luxusgüter hätten sich in der Krise relativ robust gezeigt.

Tatsächlich scheint sich der Uhrenmarkt vom Einbruch vor rund einem Jahr Schritt für Schritt zu erholen. Damals hatten Shop-Schliessungen, der Einbruch im für die Branche wichtigen Tourismus und die Sorge vor einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise die Umsätze mit Uhren schrumpfen lassen. Doch davon haben sich ab Mitte des letzten Jahres zunächst die asiatischen Märkte angeführt von China und zuletzt auch das Geschäft in den USA erholt gezeigt.

Das aktuell günstige Umfeld dürfte bis weit ins 2022 anhalten und damit sollten sich auch die operativen Gewinnmargen sowohl bei Richemont als auch bei Swatch wieder erholen, glaubt Solca. Eine Belebung des Uhrengeschäfts erwartet er vor allem im Grosshandelskanal, wo eine Erholung üblicherweise erst zeitverzögert eintrete.

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Richemont übertrifft mit

Richemont übertrifft mit starker Gewinnsteigerung die Erwartungen

Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont hat im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 wie erwartet wegen der Coronapandemie weniger Umsatz erzielt. Unter dem Strich verblieb allerdings ein deutlich höherer Gewinn.

21.05.2021 07:55

Der Konzernumsatz ging 2020/21 (per Ende März) um 8 Prozent auf 13,14 Milliarden Euro zurück, wie die Gruppe am Freitag bekanntgab. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um drei Prozent auf 1,478 Milliarden Euro und so verblieb eine höhere Marge von 11,2 Prozent nach 10,7 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich verbuchte Richemont einen Gewinn von 1,289 Milliarden Euro - ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat Richemont die Erwartungen der Analysten beim Reingewinn klar übertroffen.

Der Gewinnanstieg erklärt sich laut Richemont mit der Umkehrung von nicht realisierten Nettofremdwährungsverlusten und einem höheren Zeitwert bei Finanzinstrumenten. Beide Positionen seien zum 31. März 2021 unrealisiert und nicht zahlungswirksam, heisst es in der Mitteilung.

Corona hatte Richemont mit Marken wie Cartier, Piaget oder IWC im Vorjahr hart getroffen. Ladenschliessungen, die unsichere Konjunkturlage und Einschränkungen in dem für die Branche wichtigen Reiseverkehr belasteten.

Richemont ist weiteren Angaben zufolge stark ins neue Geschäftsjahr gestartet, Das Unternehmen stellt in allen Geschäftsbereichen sich beschleunigende Trends fest.

(AWP)

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Richemont wächst stärker als

Richemont wächst stärker als erwartet

Die Lockerungen der zur Bekämpfung der Coronapandemie getroffenen Massnahmen in vielen Teilen der Welt haben Richemont zu einer Erholung verholfen und die Kassen wieder stärker klingeln lassen.

16.07.2021 07:45

Der Luxusgüterhersteller ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (per Ende Juli) stärker als erwartet gewachsen. Der Umsatz stieg vor allem dank des starken Schmuckgeschäfts im Vergleich zum Vorjahresquartal um 121 Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Luxusuhren wie Vacheron Constantin, Jaeger Le Coultre oder IWC, teurem Schmuck von Cartier und Van Cleef & Arpels, edlen Schreibgeräten von Montblanc und feinem Tuch und Taschen von Dunhill am Freitag mitteilte.

Während im Schmuckbereich die Verkäufe um 132 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zulegten, wuchsen sie bei den Uhren gar um 136 Prozent auf 849 Millionen Euro. Im Onlinegeschäft stieg der Umsatz um 79 Prozent auf 637 Millionen Euro.

In allen Regionen und Geschäftsbereichen seien die Verkäufe gestiegen, heisst es weiter. Besonders gut liefen die Regionen Americas, Japan und der Nahe Osten/Afrika.

Im Vorjahresquartal waren die Verkäufe im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus massiv eingebrochen. Einen konkreten Ausblick für den weiteren Verlauf gibt Richemont wie üblich nicht ab.

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Richemont im Fokus des

Richemont im Fokus des aktivistischen Hedgefonds Third Point

Der Genfer Luxusgüter-Konzern Richemont ist offenbar in den Fokus des aktivistischen Hedgefonds Third Point geraten.

08.11.2021 07:14

Wie das Branchenmagazin "Miss Tweed" mit Berufung auf Kreise berichtet, hat der Fonds eine "signifikante Position" in Richemont aufgebaut. Auch die "Financial Times" und die Nachrichtenagentur "Bloomberg" haben darüber berichtet.

Er soll zusammen mit einem anderen Fonds, dem ebenfalls in den USA basierten Fonds Artisan Partners, Druck auf den Richemont-Präsidenten Johann Rupert ausüben, damit dieser Massnahmen zur besseren Entwicklung des Börsenkurses ergreife, heisst es. Artisan ist bereits seit längerem ein Aktionär von Richemont und hält gemäss "FT" einen Anteil von rund 1,2 Prozent.

Der Fonds des US-Investors Dan Loeb gilt derweil als einer der aggressivsten Hedgefonds und ist bekannt dafür, Druck auf das Management und Verwaltungsrat auszuüben und Massnahmen zur Steigerung Aktienkurses zu erzwingen. Er war vor ein paar Jahren auch beim Schweizer Nahrungsmitte-Hersteller Nestlé eingestiegen und forderte damals, die Beteiligung am Kosmetikhersteller L'Oréal zu verkaufen und den Erlös für den Rückkauf von Aktien zu verwenden.

Nicht Schritt gehalten

Ob Loeb bereits konkrete Forderungen angemeldet hat, ist gemäss den Berichten nicht bekannt. Kritiker bemängeln bei Richemont aber etwa, dass der Konzern während des jahrzehntelangen Booms der Luxusindustrie, der vor allem von den chinesischen Konsumenten angetrieben wurde, nicht mit der Konkurrenz Schritt gehalten habe. Gemäss "FT" ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens in den letzten fünf Jahren lediglich um knapp 80 Prozent gestiegen, während sich diejenige der Konkurrenten LVMH und Hermes etwa vervierfacht habe.

Analysten kritisieren etwa auch, dass es Richemont nicht schaffe, die Verluste bei ihrer E-Commerce-Einheit Yoox Net-a-Porter einzudämmen. Diese hat Marktanteile an neuere Konkurrenten wie Farfetch verloren und den lange versprochenen Turnaround bisher nicht geschafft.

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Richemont will Farfetch an

Richemont will Farfetch an Yoox Net-a-Porter beteiligen

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont und der virtuelle Marktplatz Farfetch befinden sich in fortgeschrittenen Gesprächen über den Ausbau ihrer bisherigen Partnerschaft.

12.11.2021 07:27

Diskutiert wird dabei über verschiedene Optionen zur gemeinsamen Zusammenarbeit, wie Richemont am Freitag parallel zur Publikation seiner Halbjahreszahlen mitteilte.

Konkret stünden vier Optionen zur Debatte: Erstens plane man ein direktes Investment von Farfetch in den Onlinehändler Yoox Net-a-Porter mit Richemont als Minderheitsaktionär. Auch weitere Investoren sollen gemäss Communiqué eingeladen werden, sich zu beteiligen. Einige hätten dabei ihr Interesse bereits signalisiert.

Letztlich gehe es darum, Yoox Net-a-Porter zu einer neutralen Plattform ohne kontrollierende Aktionäre zu machen, heisst es weiter. Diese Ankündigung kommt einigermassen überraschend, hatte sich Richemont doch erst im Mai 2018 den italienischen Online-Händler, den man davor zur Hälfte besass, ganz einverleibt.

Nutzung der Plattformlösungen

Zweitens soll die Richemont-Tochter die Plattformlösungen von Farfetch nutzen, um ihren bereits laufenden Umbau zu einem hybriden Geschäftsmodell zu unterstützen. Drittens könne man sich vorstellen, mit Farfetchs Technologien die Entwicklungen im Bereich Luxury New Retail beschleunigen. Und viertens stehe zur Debatte, dass Richemont mit den eigenen Produkten dem Farfetch-Online-Marktplatz beitrete.

Richemont arbeite derzeit mit Farfetch an einer endgültigen Vereinbarung und werde zu gegebener Zeit erneut darüber berichten. Noch gebe es aber auch keine Gewissheit, dass man sich wirklich einigen werde. Und jegliche Transaktion wäre dann sowieso noch von der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden abhängig, betont das Richemont-Management in dem Communiqué.

(AWP)

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Richemont klettert zurück

Richemont klettert zurück über das Vorkrisenniveau - Kein Wort zu Third Point

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont ist auf Erholungskurs.

Aktualisiert um 08:05

Nach dem stark von der Coronakrise belasteten letzten Jahr haben die Genfer im ersten Halbjahr 2021/22 sowohl die Umsätze als auch die Profitabilität über das Vorkrisenniveau gesteigert. 

Von April bis September kletterte der Umsatz von Richemont gegenüber der von Lockdowns und dem Einbruch im Tourismus-Geschäft stark belasteten Vorjahresperiode um 63 Prozent auf 8,91 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Damit sind die Verkäufe auch um ein Fünftel über den Vergleichswert aus dem ersten Halbjahr 2019/20 gestiegen.

Tragend für diese Entwicklung war das Wachstum in der Geschäftsregion Amerikas, wo Richemont gegenüber dem letzten Jahr eine Verdreifachung des Umsatzes gelang. Doch auch in Asien oder Nahen Osten/Afrika habe man das Vorkrisenniveau erreicht, was in Europa und Japan wegen der noch immer schwachen Touristenströme hingegen nicht gelang.

Schmuck brilliert weiter

Die guten Zahlen an der Verkaufsfront schlagen sich auch in den Ergebnissen der Gruppe nieder: Den operativen Gewinn hat Richemont mit 1,95 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als vervierfacht und die operative Marge ist mit 21,9 Prozent klar über dem Vorkrisenniveau. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn in Höhe von 1,25 Milliarden nach nur 160 Millionen im Vorjahr.

Die Säule des Erfolgs von Richemont ist das Schmuckgeschäft. Mit einem Umsatz von 5,10 Milliarden Euro erreichte die Sparte um die Marken Cartier und Van Cleef & Arpels eine operative Marge von 38 Prozent. Zum Vergleich: Im letzten Jahr rutschte sie trotz Corona lediglich auf 30 Prozent ab und vor zwei Jahren lag die Marge bei 33 Prozent. Der Schmuckumsatz stieg auch mit Unterstützung von Übernahmen stark an.

Dem hinkt das Uhrensparte, mit Marken wie IWC, Jaeger LeCoultre oder Panerai hinterher. In der Berichtsperiode belief sich der Umsatz auf 1,68 Milliarden Euro nach 1,57 Milliarden vor der Krise und die Marge kam bei 22 Prozent zu liegen.

Keine Angaben zum Aktivisten Third Point

Nach wie vor rote Zahlen schreibt Richemont derweil im Onlinegeschäft, mit ihren Verkaufsportalen Yoox Net-a-Porter oder Watchfinder.com. Am Ende des ersten Halbjahres verblieb ein operativer Verlust von 141 Millionen Euro. Demgegenüber kletterte der Umsatz um 37 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro in die Höhe.

Dem Onlinegeschäft will man nun mit Unterstützung des Online-Marktplatzes Farfetch auf die Sprünge helfen. Wie Richemont am Freitag in einem separaten Communiqué mitteilte, werden mit Farfetch Gespräche über einen Ausbau der bisherigen Partnerschaft geführt. Farefetch könnte sich allenfalls mit anderen Investoren massgeblich an Yoox Net-a-Porter beteiligen. Die Öffnung der Plattform für andere Investoren hatte Richemont seit langem angestrebt.

Keine Erwähnung findet im Communiqué der mögliche Einstieg der aktivistischen Investmentgesellschaft Third Point bei Richemont, über den Anfang Woche in den Medien berichtet wurde. Den Berichten zufolge hat die Gesellschaft des US-Investors Dan Loeb eine "signifikante Beteiligung" erworben und er werde nun Veränderungen anstossen, die zur Steigerung des Börsenwerts führen sollen.

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Ausblick Richemont: Q3-Umsatz

Ausblick Richemont: Q3-Umsatz von 5,02 Milliarden Euro erwartet
Der Luxusgüterkonzern Richemont präsentiert am Mittwoch, 19. Januar, die Umsatzzahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (Oktober bis Dezember). Zum AWP-Konsens haben insgesamt neun Analysten beigetragen.
18.01.2022 14:13
Q3 2021/22
(in Mio EUR) AWP-Konsens Q3 20/21

Gruppenumsatz 5024 4186
- Schmuck 2910 2366
- Uhren 910 758
- Online-Vertrieb 744 668
- Andere 579 436

In % Q3 20/21

Org. Wachstum* 17,9 5,0

* währungsbereinigt
FOKUS: Analysten rechnen für das für Richemont wichtige Weihnachtsquartal mit einem erneut starken Wachstum. Der Luxusgüterkonzern dürfte sich weiter vom Coronaeinbruch erholt haben. Dabei läuft das Schmucksegment, angeführt von der wichtigsten Marke Cartier, deutlich besser als das Geschäft mit den Uhren von Marken wie IWC, Piaget oder Jaeger-LeCoultre.

ZIELE: Richemont gibt traditionell weder zur Umsatz- noch zur Gewinnentwicklung Prognosen ab. Immerhin liess Grossaktionär und Verwaltungsratspräsident Johann Rupert an der Halbjahresmedienkonferenz im November durchblicken, dass die Nachfrage nach Luxusgütern insbesondere in China und den USA sehr gut sei. Zugleich warnte Finanzchef Burkhart Grund davor, dass die Coronapandemie noch nicht zu Ende sei und die Luxusgüterindustrie weiter beschäftigen dürfte.

PRO MEMORIA: Nachdem von der Coronakrise stark belasteten Vorjahr haben unter anderem Aufholeffekte das Geschäft von Richemont im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 belebt. Das erste Halbjahr 2021/22 schloss der Konzern mit einem Umsatz von 8,91 Milliarden Euro ab und übertraf damit sogar das Vorkrisenniveau um rund einen Fünftel.

Auch die Uhrenexporte lagen im November mit einem Gesamtwert von 2,17 Milliarden Franken über dem Niveau von vor der Krise. Von Januar bis November 2021 Jahres wurden aus der Schweiz Uhren im Wert von 20,4 Milliarden Franken ins Ausland exportiert. Zum Vergleich: Im 2019 waren es nach elf Monaten Uhren im Wert von 19,9 Milliarden.

Unklar ist, wie es mit Richemonts Online-Marktplatz in Zusammenarbeit mit Farfetch weitergeht. Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen hiess es, man suche für den gemeinsamen Absatzkanal weitere Interessenten und Geldgeber. Just im Vorfeld dazu wurde bekannt, dass sich der aktivistische Investor Dan Loeb an Richemont beteiligt hat und zum Onlinegeschäft Forderungen stellt.

Letzten Juni übernahm Richemont das belgische Luxuslederhaus Delvaux zu einem unbekannten Preis und erweiterte das Portfolio so um eine zusätzliche Marke.

AKTIENKURS: Innerhalb eines Jahres hat die Aktie um 71 Prozent zugelegt und steigt somit deutlich mehr als der am SMI gemessene Gesamtmarkt (+20%). Seit Anfang Jahr geriet die Aktie leicht unter Druck.

Zudem wurden die Richemont-Aktien in die beiden wichtigen europäischen Indizes Euro Stoxx 50 und Stoxx Europe 50 aufgenommen und nehmen dabei den Platz des britischen Telekomkonzerns Vodafone ein.

www.richemont.com

jg/an/kae

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Richemont übertrifft die

Richemont übertrifft die Erwartungen deutlich

Der Luxusgüterhersteller Richemont ist im Weihnachtsquartal stark gewachsen und hat mit dem Umsatz erneut das Vorkrisenniveau und auch die Schätzungen von Analysten klar übertroffen.

Aktualisiert um 08:18

Insbesondere im Schmuck-Geschäft konnte der Genfer Konzern deutlich zulegen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22, das von Oktober bis Dezember lief, stieg der Umsatz von Richemont um 35 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro an, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Um Währungseffekte bereinigt beläuft sich das Plus auf 32 Prozent. Die Analystenschätzungen wurden auch diesmal klar übertroffen. Zahlen zum Gewinn publiziert Richemont zum dritten Quartal nicht.

Die Verkäufe liegen wie bereits im ersten Halbjahr weit über dem Vorkrisenniveau von vor zwei Jahren. Damals belief sich der Umsatz im Weihnachtsquartal auf 4,16 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs (April bis Dezember) ist der Umsatz im Vergleich zum Vorkrisenniveau um knapp 30 Prozent in die Höhe geklettert.

Schmuck ist am stärksten gefragt

Insbesondere das Schmucksegment, angeführt von der wichtigsten Marke Cartier, profitierte von einer hohen Nachfrage und verzeichnete ein Wachstum in Lokalwährung von 41 Prozent. Aber auch bei Uhren mit Marken wie Piaget und IWC legte Richemont um rund 30 Prozent zu.

Bei den Märkten zogen die Verkäufe in Amerika am stärksten an: Das Wachstum betrug währungsbereinigt 55 Prozent. Aber auch alle anderen Regionen verzeichneten zweistelliges Prozentwachstum. Nach Amerika ist Europa mit einem Plus von 42 Prozent die zweitstärkste Verkaufsregion und in Asien wuchs das Geschäft mit 18 Prozent.

Auch online zogen die Verkäufe um rund einen Fünftel an. Dazu habe der starke Handel des Onlinemarktplatzes "Yoox und the outnet" massgebend beigetragen. Am stärksten wuchs jedoch der Umsatz jedoch mit 45 Prozent im Retailbereich.

Vorkrisenniveau übertroffen

Im dritten Quartal hat sich Richemont weiter von der Coronakrise aus dem vergangenen Jahr erholt, als Lockdowns und Reisebeschränkungen das Geschäft der Luxusgüterverkäufer im Frühjahr 2020 praktisch zum Stillstand brachten. Dabei kletterten die Umsätze von Richemont in allen Regionen und Geschäftsbereichen über das Niveau von vor der Krise.

Im Vergleich mit den Umsatzzahlen von vor zwei Jahren haben sich die Regionen Mittlerer Osten & Afrika (+65 Prozent), Amerika (+59 Prozent) und Asien-Pazifik (+47 Prozent) stark erholt. Dabei haben sich laut Richemont in den USA die lokalen Verkäufe stark entwickelt, während in Asien das Geschäft insbesondere in Australien, China und Südkorea sehr gut lief.

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Ausblick Richemont:

Ausblick Richemont: Jahresumsatz von 19 Milliarden Euro erwartet
Der Luxusgüterkonzern Richemont publiziert am Freitag, 20. Mai, das Geschäftsergebnis 2021/22 (per 31. März). Zum AWP-Konsens haben insgesamt zehn Analysten beigetragen.
19.05.2022 14:00
2021/22E
(in Mio EUR) AWP-Konsens 2020/21A

Umsatz 18'995 13'144
- Org. Wachstum (in %, LC) 42,4 -5,0
EBIT 3'810 1478
- Marge (in Wacko 20,1 11,2
Reingewinn 2'747 1289

(in Fr.)
Dividende je Aktie 2,32 2,00
FOKUS: Richemont wird bei der Vorlage der Jahreszahlen 2021/22 mit einer deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerung aufwarten. Das überrascht angesichts des durch die Corona-Krise stark belasteten Vorjahres nicht, doch dürfte der Umsatz auch klar über dem Niveau liegen, welches Richemont im Vorkrisen-Geschäftsjahr 2019/20 (14,2 Mrd EUR) erreicht hatte.

Spannend wird sein, wie stark sich die Corona-Lockdowns in chinesischen Grossstädten auf das Geschäft von Richemont ausgewirkt haben. Schliesslich setzte der Konzern zuletzt gut 30 Prozent des Umsatzes in China um. Dagegen dürfte der Ukraine-Krieg nur einen beschränkten Einfluss auf die Geschäftszahlen ausüben.

ZIELE: Richemont gibt traditionell weder zur Umsatz- noch zur Gewinnentwicklung Prognosen ab. Grundsätzlich sieht sich die Gruppe mit Schmuckmarken wie Cartier und Van Cleef & Arpels sowie mit luxuriösen Uhrenmarken wie IWC, Piaget oder Jaeger LeCoultre gut positioniert, um von den langfristig positiven Trends am Luxusgütermarkt zu profitieren.

PRO MEMORIA: Die Schweizer Uhrenindustrie ist gut ins Jahr 2022 gestartet und hat damit nahtlos an die gute Entwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft. Im ersten Quartal sind die Ausfuhren von Schweizer Uhren ins Ausland um 14 Prozent auf 5,8 Milliarden Franken gestiegen. Im Gesamtjahr 2021 kletterten sie um 31 Prozent auf einen neuen Rekord von 22,3 Milliarden.

Stark gestiegen sind im Startquartal die Uhrenexporte in den nun grössten Absatzmarkt USA (+34%), nach Grossbritannien (+35%) oder Deutschland (+31%). Dagegen gingen sie nach China (-10%), wo das Geschäft in den beiden letzten Jahren anzog und wo nun strenge Corona-Massnahmen belasten, zurück.

Die Lockdowns in chinesischen Grossstädten hat auch das Geschäft von Richemont beeinträchtigt. Rund 50 Boutiquen des Luxusgüterkonzerns waren Ende März geschlossen, wie Konzernchef Jérôme Lambert am Rande der Uhrenmesse Watches and Wonders erklärte. Das seien etwa 10 Prozent aller Geschäfte in diesem wichtigen Absatzmarkt.

In Bezug auf den Ukraine-Krieg erinnerte der Richemont-Manager daran, dass die Aktivitäten in und die Exporte nach Russland Anfang März eingestellt wurden. Das Genfer Unternehmen beschäftigte vor dem Krieg in Russland 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus wurde auch der Import von Diamanten aus Russland gestoppt und nach Alternativen gesucht.

Ebenfalls im März hat Richemont seine 20%-Beteiligung an der Luxusuhrenmarke Greubel Forsey mit Sitz in La Chaux-de-Fonds abgestossen. Käufer waren die Firmengründer von Greubel Forsey sowie Firmenchef Antonio Calce. Sie besitzen die Firma nun ganz.

In den ersten neun Monaten 2021/22, also von April bis Dezember, kletterte der Umsatz von Richemont gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Und auch im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019/20 gelang Richemont ein Umsatzsprung von knapp 30 Prozent.

Keine News gab es zuletzt zu dem mit Farfetch geplanten Onlinemarktplatz. Zusammen mit der erfolgreichen E-Commerce-Firma will Richemont rund um ihre Tochter Yoox Net-a-Porter (YNAP) einen unabhängigen Online-Marktplatz für Luxusgüter aufbauen. Dazu werden weitere Interessenten und Geldgeber gesucht, wenn möglich aus der Luxusgüterindustrie.

AKTIENKURS: An der Börse haben in den vergangenen Wochen Zins- und Rezessionsängste sowie die für das Geschäft in China abträglichen Corona-Lockdowns stark auf den Kurs der Richemont-Aktien gedrückt. Dieser rutschte von rund 124 Franken Ende März bis Mitte Mai auf 100 Franken zurück. Mittlerweile hat sich das Papier davon wieder etwas erholt.

Homepage: www.richemont.com

ab/an/mk

(AWP)

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Richemont erholt sich vom Corona-Einbruch - verfehlt aber die Erwartungen

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont hat die Coronakrise abgeschüttelt und im Geschäftsjahr 2021/22 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

20.05.2022 07:45

Am Ende kletterte der Umsatz in dem im März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 46 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, wie Richemont am Freitag mitteilte. Um Währungseffekte bereinigt legten die Verkäufe um 44 Prozent zu. Nach neun Monaten, also von April bis Dezember, hatte noch ein Wachstum von 50 Prozent resultiert.

Die Luxusgütergruppe zu der Marken wie Cartier, IWC oder Piaget zählen übertraf mit dem Umsatz den Wert aus dem Jahr 2019/20 um deutliche 35 Prozent. Damals hatten die Corona-Folgen das Geschäft noch kaum belastet. Zudem liegen die Verkäufe über den Erwartungen der Analysten, die mit einem Umsatz von knapp 19 Milliarden Euro rechneten.

Die kräftige Erholung im letzten Jahr wirkte sich auch positiv auf die Ergebnisseite aus: Der Betriebsgewinn rückte um 129 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro vor mit einer Marge von 17,7 Prozent (VJ 11,2 Prozent). Und der Reingewinn stieg um 61 Prozent auf 2,08 Milliarden. Mit diesen Werten hat Richemont die Erwartungen der Analysten dennoch klar verfehlt.

Die Gewinnsteigerung kommt auch den Aktionärinnen und Aktionären zugute. Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer Dividende von 2,25 Franken je Titel vor. Im letzten Jahr waren es 2,00 Franken.

Im Ausblick bleibt der Konzern mit Aussagen wie immer zurückhaltend. Das Umfeld bleibe unsicher, doch sei Richemont für künftiges Wachstum gut positioniert, wird Verwaltungsratspräsident Johan Rupert in der Mitteilung etwa zitiert.

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Richemont mit einigen

Richemont mit einigen Veränderungen im Verwaltungsrat

Bei Richemont kommt es an der im September anstehenden Generalversammlung zu einigen Änderungen im Verwaltungsrat. So stösst unter anderem der ehemalige CEO von Hermès, Patrick Thomas, zum Gremium.

20.05.2022 07:55

Zudem wird Jasmine Whitbread zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Derweil verlassen Alan Quasha und Gary Saage das Gremium und auch Jan Rupert und Ruggero Magnoni stehen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Mit Zustimmung der Generalversammlung soll das Gremium dann auch auf 16 Mitglieder reduziert werden.

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Richemont-Chef Lambert erhält

Richemont-Chef Lambert erhält wieder mehr Lohn

Beim Luxusgüterkonzern Richemont hat das Management in dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2021/22 wieder deutlich mehr verdient. Das Niveau von vor zwei Jahren wurde damit aber nicht ganz erreicht.

02.06.2022 09:28

Richemont-CEO Jérôme Lambert etwa erhielt fürs Jahr 2021/22 ein Salär in Höhe von 7,43 Millionen Franken nach 4,59 Millionen Franken, wie aus dem am Donnerstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Für das Jahr 2019/20 hatte der Manager gar 8,06 Millionen erhalten.

Die Entlöhnung für die gesamte Geschäftsleitung (Senior Executive Committee) erhöhte sich auf 34,94 Millionen Franken nach zuvor 23,51 Millionen. Dabei fällt auf, dass vor allem Nicolas Bos und Cyrille Vigneron nur wenig mehr verdienten als im Vorjahr.

Die Chefs von Van Cleef & Arpels und Cartier schieden allerdings per Generalversammlung vom 8. September 2021 aus der Geschäftsleitung aus. Ihr Lohn wurde daher nur bis zu diesem Datum und nicht für die gesamte Periode aufgeführt, was auch die Vergleichbarkeit der Gesamtvergütung mit dem Vorjahr einschränkt.

Nebst Bos und Vigneron waren im Rahmen einer Umstrukturierung auch Philippe Fortunato (Chef von Fashion and Accessories), Emmanuel Perrin (Chef des Uhrengeschäfts) sowie Frank Vivier (Chief Transformation Officer) im September aus der Geschäftsleitung ausgeschieden.

Im Verwaltungsrat verdiente Präsident und Mehrheitsaktionär Johann Rupert im vergangenen Geschäftsjahr mit 3,06 Millionen Franken am meisten. Im Jahr davor waren es 1,50 Millionen. Der gesamte rund Verwaltungsrat wurde mit insgesamt 7,26 Millionen Franken nach zuvor 5,70 Millionen entschädigt.

(AWP)

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