Kühne & Nagel

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Kühne+Nagel spannt mit

Kühne+Nagel spannt mit chinesischer Firma Jointown bei Impfstoffen zusammen

Kühne+Nagel verstärkt sich in der Distribution von Impfstoffen. Zu diesem Zweck hat das Logistikunternehmen mit der chinesischen Jointown eine strategische Zusammenarbeit vereinbart.

24.02.2021 07:02

Wie Kühne+Nagel am Mittwoch mitteilte, erhält das Unternehmen damit den Zugang zu Jointowns Lager- und Distributionsnetzwerk im Reich der Mitte. Das sei wichtig im hochregulierten chinesischen Pharma- und Gesundheitssektor.

Jointown und Kühne+Nagel würden zusammenarbeiten, um die Impfstoffdistribution auf sichere und zeitnahe Weise zu managen, erklärten die Innerschweizer. Dabei würden sie ihre jeweiligen Stärken in der Impfstofflagerung und -distribution sowohl in China als auch in anderen Teilen der Welt nutzen.

Jointown ist den Angaben zufolge das grösste nicht-staatliche Pharmadistributionsunternehmen Chinas.

Kühne+Nagel hatte am Vortag den Kauf des chinesischen Mitbewerbers Apex angekündigt. Es ist die grösste Akquisition der Firmengeschichte.

ra/jb

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Kühne+Nagel zahlt für Apex 1

Kühne+Nagel zahlt für Apex 1,1 bis 1,2 Milliarden Franken

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat am Mittwoch finanzielle Details zu der vergangene Woche angekündigten Akquisition der chinesischen Apex International Corporation genannt. Kühne+Nagel kostet der Anteil von 87,3 Prozent an Apex 1,1 bis 1,2 Milliarden Franken.

03.03.2021 07:38

Wie aus dem nun publizierten Geschäftsbericht weiter hervorgeht, wird der Kaufpreis aus liquiden Mitteln und - falls erforderlich - aus bestehenden Kreditlinien finanziert. Der Abschluss des Deals werde im dritten Quartal 2021 erwartet.

Wie ferner aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht, ist die Apex-Akquisition unmittelbar nach Abschluss erfolgswirksam.

ra/uh

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Kühne+Nagel verlängert

Kühne+Nagel verlängert Partnerschaft mit Danone in Polen

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel verlängert seine Logistik-Partnerschaft mit Danone in Polen um weitere sieben Jahre. In diesem Zusammenhang sei auch ein neues Verteilzentrum mit über 11'000 Quadratmetern neu eröffnet worden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Beide Unternehmen arbeiten in Polen bereits seit 13 Jahren zusammen.

17.03.2021 06:59

dm/cf

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Kühne+Nagel liefert erste 215

Kühne+Nagel liefert erste 215'000 Impfdosen in die Ukraine

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat 215'000 Dosen des chinesischen Covid-Impfstoffs CoronaVac in die Ukraine geliefert. Es ist die erste Impfstofflieferung des chinesischen Pharmaunternehmens Sionvac Biotech in das osteuropäische Land, wie Kühne+Nagel am Mittwoch mitteilte. Die letzte dürfte es aber nicht sein, denn die Ukraine hat laut der Mitteilung insgesamt 1,9 Millionen Impfstoffdosen von Sinovac bestellt.

31.03.2021 07:35

Gemäss den Angaben lieferte Kühne+Nagel das Vakzin per Luftkraft von China in die Ukraine und transportiere es in speziellen aktiven Kühlbehältern, um während der gesamten Reise die Temperatur von 2 bis 8 Grad Celsius zu halten. Ende Februar habe Kühne+Nagel zudem bereits die erste Impfstofflieferung von Sinovac in die Dominikanische Republik abgewickelt, heisst es weiter.

tv/gab

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Kühne+Nagel und Leonardo

Kühne+Nagel und Leonardo Helicopters verlängern Zusammenarbeit

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat ein bestehendes Logistik-Abkommen mit der britischen Leonardo Helicopters um 10 Jahre verlängert und errichtet für diese eine grosse Lagerhalle. Der Vertrag sehe eine Investition von mehreren Millionen britischen Pfund in die Installation von Anlagen und Ausrüstungen vor, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit.

16.06.2021 07:06

Der Bau der fast 20'000 m2 grossen Halle in Yeovil beginnt im Sommer dieses Jahres und wird voraussichtlich im Jahr 2023 voll betriebsbereit sein.

sig/rw

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Kühne+Nagel-Hauptaktionär:

Kühne+Nagel-Hauptaktionär: Lieferketten waren nicht beeinträchtigt

Das operative Geschäft des Logistikkonzerns Kühne+Nagel ist während der gesamten Coronapandemie praktisch ohne Beeinträchtigungen weitergelaufen. Zum Erstaunen von Hauptaktionär Klaus-Michael Kühne, wie er im Interview mit der "NZZ" vom Freitag sagte.

18.06.2021 07:58

Das Niveau war laut Kühne allerdings tiefer, was für Einbrüche im Jahresergebnis sorgte, "die aber weniger dramatisch ausfielen als befürchtet". Zu Beginn der Pandemie, von März bis Mai 2020, sei das Geschäftsvolumen aber erheblich zurückgegangen, sagte er.

Ab Juni 2020 habe das Geschäft dann wieder angezogen. "Und im Herbst ging es in einen Boom über", erklärte Kühne. Während der zweiten Pandemiephase seien vor allem der Seeverkehr und das Luftfrachtgeschäft sehr stark gewesen, weil viel medizinisches Zubehör und Pharmazeutika transportiert wurden.

"Passagierflüge, die normalerweise Fracht mittransportieren, gab es kaum mehr, alles musste über Frachtflugzeuge bewältigt werden", sagte Kühne. Und die Kunden hätten für den Transport auch gut bezahlt, weil es wichtig gewesen sei, dass überhaupt Ware transportiert werden konnte. Dadurch habe das aktuelle Jahr mit einem "beachtlichen Ergebnis im ersten Quartal sehr gut begonnen", so Kühne.

Schweiz soll sich in Richtung EU orientieren

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China wirken sich laut Kühne nicht negativ auf das Geschäft des Logistikkonzerns aus. Der Transport zwischen Asien und Amerika sei nach wie vor umfangreich, erklärte Kühne. "Ich verstehe manchmal selbst nicht, warum die Handelshemmnisse keine grösseren Auswirkungen haben", räumte er ein. Sie würden wohl Branchen betreffen, die für Kühne+Nagel weniger relevant seien.

Ausserdem werde mehr darüber gesprochen als wirklich agiert, sagte Kühne. "Es wird sehr viel gedroht, aber in der Praxis läuft das Geschäft weiter."

Negativ bewertet er allerdings die vom Bundesrat abgebrochenen Verhandlungen mit der EU über das Rahmenabkommen. Geht es laut Kühne, so solle die Schweiz zwar ihren eigenständigen Status bewahren, sich aber in Richtung Europa orientieren. "Europa muss ein Block sein, der mit Amerika und China einigermassen mithalten kann", sagte er.

Für das Geschäft von Kühne+Nagel erwartet er durch die abgebrochenen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU allerdings keine negativen Auswirkungen. Es sei zu vermuten, dass es auch ohne Rahmenabkommen bilateral weitergeht. "Schlecht für uns wäre, wenn es Restriktionen für ausländische Arbeitskräfte geben würde", sagte Kühne.

Der in der Schweiz lebende deutsche Unternehmer fühlt sich als laut eigener Aussage als Europäer. Die Schweizer Staatsbürgerschaft hat er aber trotz langjährigem Wohnsitz im Kanton Schwyz nie angenommen.

Nachfolge geregelt

Der 84-Jährige Kühne, der nach langen Jahren als Geschäftsführer und Verwaltungsrat bei Kühne+Nagel noch als Ehrenpräsident im Verwaltungsrat sitzt, ist kinderlos. Wenn er einmal wegfalle, sei jedoch alles geregelt. Dann werden die Anteile seiner Holding, über die er eine Aktienmehrheit am Unternehmen hält, an eine Stiftung übergehen.

tv/kw/jb

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Kühne+Nagel verkauft Anteil

Kühne+Nagel verkauft Anteil an Apex an Partners Group

Kühne+Nagel verkauft einen Anteil von 24,9 Prozent am chinesischen Logistikkonzern Apex an Partners Group. Ein Verkaufspreis wurde im Communiqué vom Donnerstag nicht genannt.

01.07.2021 07:29

Kühne+Nagel hat erst Mitte Mai die Übernahme der Mehrheit an der Apex International Corporation abgeschlossen, die im Februar angekündigt worden war. Der Kaufpreis für die Mehrheit lag gemäss damaligen Angaben bei 1,1 Milliarden Franken. Eine Minderheitsbeteiligung verblieb beim Apex-Management.

Nun holt der Schweizer Logistikkonzern die auf Privatmarktanlagen spezialisierte Partners Group ins Boot, die eine Beteiligung von einem Viertel im Auftrag ihrer Kunden übernimmt. Zudem werde das Zuger Unternehmen einen Sitz im Verwaltungsrat von Apex erhalten, hiess es weiter.

Das chinesische Unternehmen ist der weltweit siebtgrösste Luftfrachtanbieter und hatte 2020 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Franken erzielt. Der Bruttogewinn belief sich auf 296 Millionen Franken und der Gewinn vor Steuern auf 126 Millionen Franken.

Kühne+Nagel und Partners Group wollen zusammenarbeiten, um einen Wertschöpfungsplan für Apex umzusetzen. Zu Kernpunkten gehören der Aufbau neuer Speditionsrouten, die Identifizierung neuer Wachstumsbereiche wie zum Beispiel das Gesundheitswesen oder Fusionen und Akquisitionen (M&A), hiess es am Donnerstag.

Potential für weiteres Wachstum

Apex sei ein führender Akteur auf dem chinesischen Markt für grenzüberschreitende Speditionsdienstleistungen mit einer wachsenden internationalen Präsenz und erheblichem Potenzial für weitere Expansionen, erklärte Partners Group-Mitgründer und -Verwaltungsrat Marcel Erni. Das chinesische Unternehmen profitiert vom Boom des E-Commerce, der durch die Coronapandemie beschleunigt wurde.

Apex werde als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Kühne+Nagel-Gruppe weitergeführt, schrieben beide Unternehmen.

(AWP)

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Kühne+Nagel legt

Kühne+Nagel legt Rekordergebnis hin

Für den Schwyzer Logistiker Kühne+Nagel lief es im zweiten Quartal wieder sehr gut. Nach dem Einbruch in der Vorjahresperiode erzielte das Unternehmen ein starkes Ergebnis trotz der aktuell schwer planbaren Lieferketten.

20.07.2021 07:05

Konkret stieg der Nettoumsatz in den Monaten April bis Juni um satte 48 Prozent auf 7,24 Milliarden Franken, wie Kühne+Nagel am Dienstag mitteilte.

Aussagekräftiger als der Umsatz ist der sogenannte Rohertrag. Mit dieser Zahl wird ausgedrückt, wie viel Geld bei Kühne+Nagel bleibt, nachdem die Frachttarife der Reeder und Fluggesellschaften beglichen wurden. Dieser Rohertrag stieg im zweiten Quartal um 30 Prozent auf 2,31 Milliarden Franken.

Wie sich an den Gewinnzahlen ablesen lässt, hatte Kühne+Nagel die Kosten erneut überaus gut im Griff. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich mit 605 Millionen Franken mehr als verdoppelt.

Am Ende der Erfolgsrechnung steht ein ebenfalls mehr als doppelt so hoher Reingewinn von 446 Millionen Franken (VJ 170 Mio). Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.

Im aktuellen Zahlenkranz bereits teilweise enthalten sind die Zahlen von Apex. Kühne+Nagel hat Mitte Mai den Zukauf des weltweit siebtgrössten Luftfrachtanbieters abgeschlossen. Die neue Kühne-Tochter ist besonders stark im transpazifischen Raum.

Schwer planbare Lieferketten

Das Unternehmen selbst erklärt, dass es im zweiten Quartal vor allem von der hohen Nachfrage profitiert habe. "Wir erleben in diesem Jahr eine einzigartig hohe Konsumnachfrage bei gleichzeitig schwer planbaren Lieferketten", wird CEO Detlef Trefzger in der Mitteilung zitiert.

Doch sei man zufrieden, im zweiten Quartal 2021 mit einem "absoluten Rekordergebnis" abgeschlossen zu haben, so Verwaltungsratspräsident Jörg Wolle. Punkto Ausblick gibt sich das Unternehmen wie meistens bedeckt. Man erwarte weiterhin eine starke Nachfrage und blicke mit Zuversicht auf eine anhaltend positive Entwicklung, heisst es.

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Kühne+Nagel stellt Logistik

Kühne+Nagel stellt Logistik bei Siemens-Projekt für synthetische Kraftstoffe

Kühne+Nagel übernimmt die Offshore-Logistik bei einem Projekt von Siemens Energy in Chile.

14.09.2021 08:07

Im Rahmen dieses Projekts würden klimaneutral synthetische Kraftstoffe produziert, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Dies soll zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors beitragen.

In einer Pilotphase bis 2022 sollen 130'000 Liter E-Kraftstoff produziert werden, heisst es weiter. Kühne+Nagel werde den Transport der Hauptkomponenten von China in die chilenische Stadt Punta Arenas übernehmen.

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Kühne+Nagel: Engpässe im

Kühne+Nagel: Engpässe im globalen Lieferverkehr dauern noch lange

Die Engpässe im globalen Lieferverkehr werden nach Einschätzung eines Logistikriesen noch weit bis in das nächste Jahr andauern.

26.09.2021 13:03

Mindestens bis zum chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar könne sich das Risiko verstopfter Häfen und Terminals noch erhöhen, sagte der Chef des Logistikkonzerns Kühne+Nagel, Detlef Trefzger, dem "Spiegel". Auch danach seien die Engpässe wohl noch nicht überwunden, erst im Sommer oder Herbst 2022 sei wohl mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen. Damit das so kommt, müsse aber die Impfrate steigen und Häfen müssten effizienter werden.

Verbraucher werden die angespannte Lage bei Warenbestellungen nicht immer zu spüren bekommen, da viele Einzelhändler ihr Lager nach den Worten von Trefzger deutlich stärker gefüllt haben als noch vor zwei Jahren. Wer aber nichtsaisonale Ware bestelle, wie etwa ein Elektrofahrrad als Weihnachtsgeschenk, der müsse sich wohl auf längere Wartezeiten einstellen.

Kühne+Nagel gehört zu den grössten Logistikkonzernen der Welt. Die in Bremen gegründete Firma hat ihre Zentrale seit langem in der Schweiz. Der globale Lieferverkehr ist schon seit längerem angespannt, was unter anderem an Folgen der Corona-Krise liegt.

(AWP)

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Kühne+Nagel sieht grosses

Kühne+Nagel sieht grosses Potenzial in Afrika aus und will weiter expandieren

(Um Kursentwicklung ergänzt) - Der Logistiker Kühne+Nagel richtet sein Interesse verstärkt auf Afrika. Um die Präsenz auf dem Kontinent zu erhöhen, sei das Netzwerk deutlich ausgebaut worden. Und das Unternehmen will weiter expandieren.

05.01.2022 10:03

Die verschiedenen Geschäftsstellen in Afrika würden nun von einem Hauptsitz in Durban in Südafrika geleitet, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Damit sollen unter anderem auch die globalen Service-Standards des Unternehmens gesichert werden. Es werde die volle Bandbreite inklusive Luft-, See-, Strassen- und Kontraktlogistik angeboten. Mit der Expansion sei Kühne+Nagel nun in insgesamt 18 afrikanischen Ländern präsent, darunter Südafrika, Kenia, Ägypten oder Nigeria.

Weitere Expansion

Bis zum Ende des ersten Quartals 2022 soll ein zweiter Expansionsschritt erfolgen. "Dieser dürfte einen ähnlichen Umfang haben wie der jetzige Schritt", ergänzt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von AWP. Akquisitionen in diesem Zusammenhang seien aber nicht geplant.

Afrika südlich der Sahara spiele eine immer wichtigere Rolle im internationalen Handel, die Hälfte der eine Milliarde starken Bevölkerung werde 2050 unter 25 Jahre alt sein, erklärt das Unternehmen. Kühne+Nagel ist seit 1954 auf dem Kontinent präsent. "Afrika ist gesegnet mit natürlichen Ressourcen und einer jungen, unternehmerischen Bevölkerung. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Potenzial zu erschliessen", wird Lee I'Ons, Leiter für den Nahen Osten und Afrika im Communiqué zitiert.

An der Börse kamen die Pläne gut an. Im frühen Handel bis kurz vor 10 Uhr legten die Titel gegen einen schwächeren Gesamtmarkt um 1,6 Prozent auf 297,30 Franken zu. Damit erholte sich die Aktie weiter von ihrem Tief Anfang Dezember bei rund 260 Franken, hat allerdings auch noch ein gutes Stück zurückzulegen bis zum Rekordhoch aus dem September 2021 bei gut 360 Franken.

dm/hr

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Kühne+Nagel lanciert

Kühne+Nagel lanciert Indikator für Wartezeiten von Containerschiffen

Der Logistiker Kühne+Nagel hat den "Seaexplorer Disruption Indicator" eingeführt. Dieser gibt Auskunft über die Effizienz des weltweiten Containerverkehrs mit Schiffen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

20.01.2022 07:58

Im Indikator erfasst werden die Wartezeiten an den neun Häfen Prince Rupert, Vancouver/Seattle, Oakland, Los Angeles/Long Beach, New York, Savannah, Hong Kong, Shanghai/Ningbo und Rotterdam/Antwerpen. Als Basis des Indikators dient dabei die Kapazität eines wartenden Schiffs in Standardcontainer-Einheiten (TEU) und die Wartezeit bis zur Abfertigung. Ein Schiff mit einer Kapazität von 10'000 TEU, das 12 Tage vor dem Hafen warten muss, verursacht einen Wert von 120'000 TEU-Wartetagen.

Der Index soll den Kunden von Kühne+Nagel dabei helfen, Engpässe im globalen Handel vorherzusehen und ihre Lieferketten entsprechend zu optimieren. Aktuell seien die Wartezeiten an den Häfen mit 11,6 Millionen TEU-Wartetage vergleichsweise hoch. Rund 80 Prozent entfallen auf die Häfen in Nordamerika. Normal wäre ein Wert von rund 1 Million TEU-Wartetagen, heisst es weiter.

cg/rw

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Ausblick Kühne+Nagel: EBIT

Ausblick Kühne+Nagel: EBIT von 2,68 Milliarden Franken erwartet
Das Transport- und Logistikunternehmen Kühn+Nagel publiziert am Dienstag, 2. März die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2021. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
01.03.2022 13:23
2021E
(in Mio Fr.) AWP-Konsens 2020A

Nettoumsatz 30'264 20'382
Rohertrag 9515 7475
EBITDA 3397 1920
EBIT 2681 1070
Reingewinn* 1874 788

(in Fr.)
Dividende je Aktie 9,21 4,50

* den Aktionären zurechenbar
FOKUS: Der Logistikkonzern Kühne+Nagel dürfte ein gutes Jahr 2021 hinter sich haben. Analysten erwarten bei allen Kennzahlen einen Sprung, getrieben durch die Übernahme der Firma Apex (siehe Pro Memoria), einer hohen Nachfrage und stattlichen Margen infolge begrenzter Kapazitäten.

Konkret wird beim Umsatz im Schnitt ein Wachstum von fast 50 Prozent vorhergesagt und beim aussagekräftigeren Rohertrag (bereinigt um die volatilen Frachttarife der Reeder und Airlines) von über einem Viertel. Und bei der Konversionsmarge, die das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag beschreibt und eine wichtige Kennzahl für die Profitabilität ist, wird im Schnitt ein Wert von 28 Prozent erwartet. Nach neun Monaten hatte diese Marge bei 26,5 Prozent gelegen. Unter dem Strich könnte sich der Gewinn verdoppelt haben. Entsprechend wird unisono auch eine höhere Dividende erwartet.

Analysten wird aber vor allem interessieren, wie sich der Konzern im Schlussquartal schlug. Dies könnte Aufschluss über den weiteren Geschäftsverlauf geben.

Erwartet wird ausserdem, dass sich das Unternehmen bald neue Mittelfristziele setzt. Analysten warnen davor, die Margenerwartungen zu hoch anzusetzen. Denn 2021 sei für die Branche wegen der verstopften Häten und Lieferkettenprobleme ein spezielles Jahr gewesen.

ZIELE: Kühne+Nagel gibt für die einzelnen Gesamtjahre keine Prognosen ab. Bis im Jahr 2022 möchte das Unternehmen jedoch eine Konversionsmarge von 16 Prozent erreichen. CFO Markus Blanke-Graff hatte jedoch im Spätherbst gegenüber AWP erklärt: "Wir rechnen für 2021 auf nachhaltiger Basis mit einer Konversionsmarge zwischen 20 und 25 Prozent."

PRO MEMORIA: An der Spitze des Unternehmens kommt es im August zu einem Wechsel. Der langjährige CEO Detlef Trefzger tritt dann zurück, soll aber Verwaltungsrat werden. Seine Nachfolge übernimmt das Geschäftsleistungsmitglied Stefan Paul. Paul begann seine Karriere 1990 bei Kühne+Nagel. Zwischen 1997 und 2013 war er bei verschiedenen Logistikunternehmen in Führungspositionen tätig. 2013 kehrte Paul dann zu Kühne+Nagel zurück und war in der Geschäftsleitung zunächst verantwortlich für die Landverkehrsaktivitäten.

Anfang Jahr kündigte Kühne+Nagel an, sich stärker auf Afrika zu fokussieren. Um die Präsenz auf dem Kontinent zu erhöhen, sei das Netzwerk deutlich ausgebaut worden.

Noch immer hallt beim Logistiker die Grossübernahme des chinesischen Luftfrachtanbieter Apex nach. Die Akquisition wurde Mitte Mai 2021 abgeschlossen und ist seither erfolgswirksam. Apex ist der weltweit siebtgrösste Luftfrachtanbieter und hatte 2020 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Franken erzielt. Der Bruttogewinn belief sich auf 296 Millionen und der Gewinn vor Steuern auf 126 Millionen. Im Juli wurde bekannt, dass Kühne+Nagel einen Anteil von 24,9 Prozent am chinesischen Logistikkonzern an Partners Group verkauft hat.

Anfang Jahr gab Mehrheitsaktionär Klaus-Michael Kühne ein grosses Interview. Die Anteile des kinderlosen Patrons gehen nach dessen Tod bekanntlich an eine Stiftung über. Er hinterlasse in diesem Zusammenhang zwar "Richtlinien und Wünsche", sagte der Ehrenpräsident der "SonntagsZeitung". "Aber es gibt da keine absolute Weisung, denn spätere Generationen müssen flexibel sein, um auf neue Situationen zu reagieren." Er äusserte sich im Interview ausserdem über die Verstrickung des Unternehmens und seiner Familie mit dem Nazi-Staat.

AKTIENKURS: Nach einem satten Plus von knapp 47 Prozent im Vorjahr mussten die Kühne+Nagel-Aktien im laufenden Jahr bislang Federn lassen. Sie gaben um rund 14 Prozent nach. Vom Allzeithoch von über 360 Franken, das im letzten September erreicht wurde, sind sie aktuell mit rund 250 Franken schon meilenweit entfernt.

Homepage: www.kuehne-nagel.com

jg/jl/rw

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Kühne+Nagel übertrifft mit

Kühne+Nagel übertrifft mit Geschäftszahlen die Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat ein gutes Jahr 2021 hinter sich. Es gelang bei allen wichtigen Kennzahlen ein Sprung.

02.03.2022 07:05

Konkret stieg der Nettoumsatz im Berichtsjahr um satte 61 Prozent auf 32,80 Milliarden Franken, wie Kühne+Nagel am Mittwoch mitteilte. Im vierten Quartal kletterte er gar um 98 Prozent. Damit wurde das Vor-Corona-Niveau bei weitem übertroffen.

Dies galt auch für den Rohertrag. Mit dieser Zahl wird ausgedrückt, wie viel Geld bei Kühne+Nagel bleibt, nachdem die oft schwankenden Frachttarife der Reeder und Fluggesellschaften beglichen wurden. Dieser Rohertrag stieg um 32 Prozent auf 9,90 Milliarden.

In der Folge verbesserten sich auch die Gewinnzahlen massiv. Der operative Gewinn (EBIT) kam bei 2,95 nach 1,07 Milliarden zu liegen, der Reingewinn bei 2,16 nach 0,79 Milliarden. Und die Konversionsrate, die das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag der Gruppe beschreibt, lag mit 30 Prozent weit über dem langfristig gesetzten Durchschnittsziel von 16 Prozent. Mit den Zahlen wurden die Analystenerwartungen auf allen Stufen klar übertroffen.

Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 10 Franken je Aktie vor, nach 4,50 Franken im Vorjahr. Etwas mehr als die Hälfte des Gesamtbetrags geht an den Firmengründer und Mehrheitsaktionär Klaus-Michael Kühne.

Die guten Zahlen waren zum Teil die Folge der Grossübernahme des asiatischen Unternehmens Apex, das erfolgreich konsolidiert worden sei. Abgesehen davon hätten sämtliche Geschäftsbereiche zum Erfolg beigetragen, heisst es.

In der Luftfracht seien insbesondere Angebote für Pharma- und systemrelevante Güter sowie E-Commerce gefragt gewesen, so dass der Geschäftsbereich deutlich Marktanteile gewonnen habe. In der Seefracht habe das angespannte Marktumfeld - mit Engpässen in den Häfen sowie aus dem Takt geratenen Lieferketten - derweil zu einem ausgesprochen hohen Bearbeitungsaufwand geführt.

Punkto Ausblick gibt sich das Unternehmen wie meistens bedeckt. Für das laufende Jahr seien die Geschäftsaussichten bisher günstig gewesen. Die Kriegshandlungen Russlands hätten aber "die Unwägbarkeiten weltpolitischer Entwicklungen" aufgezeigt, deren Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen noch nicht zu überblicken seien. In diesem Zusammenhang kündigte das Unternehmen in der Nacht auf Mittwoch an, sämtliche Lieferungen nach Russland zu stoppen - abgesehen von Pharmaprodukten und Hilfsgütern.

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Kühne+Nagel entwickelt mit

Kühne+Nagel entwickelt mit Google-Firma Chorus Digitalisierungsprojekt

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel und das zum Alphabet-Universum gehörende sogenannte Moonshoot-Projekt Chorus spannen zusammen.

16.03.2022 07:06

Gemeinsam wollen die Partner für ausgewählte Kunden in der Strassenlogistik Echtzeitlösungen entwickeln, welche präzise Einblicke in die aktuelle Lage ihrer globalen Lieferketten und Logistikprozesse ermöglichen, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung heisst.

Im Rahmen des Projekts werde Chorus neue Sensoren und eine Steuerungstechnologie entwickeln, die noch besser aufzeigen, wo exakt und in welchem Zustand sich die physischen Waren befinden, wo sie gebraucht und erwartet werden. Die Technologien von Chorus sollen in das digitale Strassenlogistikangebot "eTrucknow" von Kühne+Nagel integriert werden. Der Logistiker erhofft sich den Gewinn von Know-how zum besseren Verständnis der Lieferketten, wo die Firmen derzeit grosse Herausforderungen zu bewältigen hätten.

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Aktie von Kühne+Nagel nach

Aktie von Kühne+Nagel nach Abstufung unter Druck

Die Aktien des Logistikunternehmens Kühne+Nagel sind am Dienstagmorgen mit Verlusten in den Handel gestartet.

29.03.2022 10:15

Grund dafür dürfte eine Rückstufung und eine massive Kurszielreduktion durch die Deutsche Bank sowie Sorgen um den Lockdown in der chinesischen Stadt Shanghai sein.

Die Aktien vonKühne+Nagel werden mit 276,60 Franken und damit 2,7 Prozent tiefer als am Vortag gehandelt. Der Gesamtmarkt SPI liegt derweil leicht im Plus.

Der Ukraine-Krieg habe zwar einen geringen direkten Einfluss auf die Geschäfte der Logistiker, schreiben die Deutsche Bank-Experten in einer Studie vom Dienstag. So dürfte das Wachstum im ersten Halbjahr 2022 noch anhalten und die Zahlen stark ausfallen. Allerdings könnte sich die Eintrübung der globalen Konjunktur als indirekte Folge des Konflikts ab dem zweiten Semester auch negativ auf die Logistik-Branche auswirken.

Einem Umfeld mit höheren Lohn- und Treibstoffkosten und einer verschlechterten Konsumentenstimmung könnten sich nämlich auch die grossen Transportunternehmen nicht entziehen, so die Studie. Trotz der kurzfristig noch starken Perspektiven lohne es sich deshalb, bei den Titeln eine abwartende Haltung einzunehmen. Für Kühne+Nagel wird deshalb das Kursziel auf 300 von 400 Franken reduziert und das Rating auf Hold von Buy zurückgenommen.

Der US-Broker Stifel greift in einer anderen tagesaktuellen Studie mit dem coronabedingten Lock-Down in Shanghai noch einen weiteren belastenden Aspekt auf. So könnte der Warendurchfluss am grössten Hafen der Welt um 40 Prozent abnehmen, was eine noch grössere Störung auslösen könnte, als die Blockade des Suez-Kanals im vergangenen Jahr, heisst es.

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Ausblick Kühne+Nagel: Q1

Ausblick Kühne+Nagel: Q1-Rohertrag von 2,85 Milliarden Franken erwartet
Das Logistikunternehmen Kühne+Nagel veröffentlicht am Dienstag, 26. April, die Zahlen zum ersten Quartal 2022. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
25.04.2022 14:30
Q1 2022E
(in Mio Fr.) AWP-Konsens Q1 2021A

Rohertrag 2850 2019
EBITDA 1177 611
EBIT 949 431
Reingewinn 682 318
FOKUS: Der Welthandel ist nach wie vor geprägt von globalen Lieferkettenproblemen. Das macht sich mit Sicherheit auch beim Geschäft von Kühne+Nagel bemerkbar. Dabei dürfte das Unternehmen aus Schindellegi hiervon allerdings gar profitiert haben, wie Analysten schreiben. Und das nach 2021 auch im ersten Quartal 2022.

Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Denn Warenströme zu organisieren, ist in diesem Umfeld aufwändiger und damit für die Kunden teurer. Die Mitarbeiter von Kühne+Nagel müssen kurzfristig alternative Routen finden und die Waren öfter umladen. Das Unternehmen spricht von einem zum Teil "vier bis fünffachen Aufwand" pro einzelne Sendung. Die Einnahmen von Kühne+Nagel steigen entsprechend.

Und das dürfte somit auch im ersten Quartal 2022 der Fall gewesen sein. Konkret dürfte dieses wiederum von einer hohen Nachfrage nach Konsumgütern einerseits und der Kombination dieser Nachfrage mit Unsicherheitsfaktoren wie begrenzter "Belly"-Kapazität (Flugzeug-Laderaum) und begrenzter Container-Kapazität andererseits geprägt gewesen sein.

Gut ist für Kühne+Nagel hier auch die eigene, bereits starke Marktposition. Denn in turbulenten Zeiten halten sich die Kunden öfters an grosse, stabile Partner, die zuverlässig mehrere Kanäle betrieben. Dadurch gelinge es dem Unternehmen auch, seinen Marktanteil immer weiter zu steigern, heisst es von Analyten.

Mit Blick auf die Sparten ist das Umfeld in der Luftfracht aktuell vom Ukraine-Krieg geprägt, in der Seefracht von den Lockdowns in China. Der Stau am weltweit grössten Schiffshafen Shanghai, der wegen des Lockdowns nur mit stark reduzierter Kapazität betrieben wird, hat sich noch nicht aufgelöst. Ausserdem spüre die Branche derzeit einen Mangel an Logistikpersonal, da es viele nun nicht mehr abkömmliche ukrainische Seeleute gebe.

In der Luftfracht präsentiert sich die Geschichte ähnlich, nur dass die Sperrung des russischen Luftraums zu sinkenden Volumina und steigenden Renditen bei den Logistikern führt. Die Luftfrachtraten haben unlängst einen stärkeren vierteljährlichen Anstieg als in der Seefracht verzeichnet. Die Luftfrachtrenditen von Kühne+Nagel dürften in dem Umfeld also gestiegen sein.

ZIELE: Kühne+Nagel ist oft sehr zurückhaltend, was den Ausblick anbelangt. Für 2022 gab man sich bei Bekanntgabe der Jahreszahlen für 2021 denn auch bedeckt. Die Kriegshandlungen Russlands hätten aber "die Unwägbarkeiten weltpolitischer Entwicklungen" aufgezeigt, deren Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen noch nicht zu überblicken seien, hatte es geheissen.

Bis im Jahr 2022 hatte das Unternehmen sich ausserdem schon vor Jahren eine Konversionsmarge von 16 Prozent zum Ziel gesetzt. Diese Marge drückt das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag aus. Diesen Wert hat der Logistiker allerdings längst übertroffen. Analysten erhoffen sich daher von den Zahlen für das erste Quartal wieder etwas mehr "Fleisch am Knochen", was den Blick nach vorne anbelangt. Er erwarte eine Guidance sowohl für das Marktumfeld im Jahr 2022 als auch für die strategischen Ziele von Kühne+Nagel nach der Pandemie, schreibt ein Analyst in seinem Ausblick.

PRO MEMORIA: Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf Kühne+Nagel nicht nur wegen des gesperrten Luftraumes aus, der Logistikkonzern selbst hat wegen des Konflikts auch alle Lieferungen nach Russland gestoppt - abgesehen von Pharmaprodukten und Hilfsgütern. Die russische Landesorganisation trägt allerdings weniger als 2 Prozent zum Umsatz bei. Es wurden dort vor Kriegsausbruch rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in der Ukraine waren es rund 400. Insgesamt beschäftigt der Konzern 78'000 Mitarbeiter.

AKTIENKURS: Die Kühne+Nagel-Aktie hat sich seit Anfang Jahr seitwärts bewegt und steht aktuell mit 272,70 Franken etwas unter ihren Höchstwerten von bei knapp 300 Franken, aber auch solide über ihrem Tiefstwert von rund 235 Franken im Februar. Werte bei über 350 Franken wie im Herbst 2021 scheinen zumindest kurzfristig aber unerreichbar.

Homepage: www.kuehne-nagel.com

jl/ab/kw

(AWP)

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Kühne+Nagel steigert Umsatz

Kühne+Nagel steigert Umsatz und Gewinn dank Lieferkettenproblemen

(Ausführliche Fassung mit Angaben zu den Sparten nach dem zweiten Zwischentitel) - Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat auch im ersten Quartal 2022 von den globalen Lieferkettenproblemen profitiert. Es gelang bei allen wichtigen Kennzahlen eine markante Verbesserung, insbesondere galt dies für die See- und Luftfracht.

26.04.2022 07:32

Konkret stieg der Nettoumsatz im Startquartal um satte 68 Prozent auf 10,16 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Und der Rohertrag nahm um 46 Prozent auf 2,94 Milliarden zu. Mit dieser Zahl wird ausgedrückt, wie viel Geld bei Kühne+Nagel bleibt, nachdem die oft schwankenden Frachttarife der Reeder und Fluggesellschaften beglichen wurden.

In der Folge verbesserten sich auch die Gewinnzahlen massiv. Der operative Gewinn (EBIT) kam bei 1,12 Milliarden nach 431 Millionen zu liegen, der Reingewinn bei 832 nach 318 Millionen. Und die Konversionsrate, die das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag beschreibt, lag mit 38,1 Prozent weit über dem langfristig gesetzten Durchschnittsziel von 16 Prozent. Mit den Zahlen wurden die Analystenerwartungen auf allen Stufen klar übertroffen.

Situation nochmals angespannter

Die guten Zahlen waren zum Teil die Folge der Grossübernahme des asiatischen Unternehmens Apex, das im Vorjahr noch nicht Teil des Unternehmens war. Zudem profitierte das Unternehmen von den aktuellen Lieferkettenproblemen.

Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Denn Warenströme zu organisieren, ist in diesem Umfeld aufwändiger und damit für die Kunden teurer. Die Mitarbeiter von Kühne+Nagel müssen kurzfristig alternative Routen finden und die Waren öfter umladen. Das Unternehmen sprach zuletzt von einem zum Teil "vier- bis fünffachen Aufwand" pro einzelne Sendung. Die Einnahmen steigen entsprechend.

Im ersten Quartal habe sich die bereits angespannte Lage bei den Lieferketten nochmals verschlechtert, so die aktuelle Mitteilung. "Wir waren darauf gut vorbereitet und konnten den Bedarf unserer Kunden nach qualitativ hochwertigen Logistikdienstleistungen zuverlässig erfüllen", liess sich CEO Detlef Trefzger zitieren.

Seefracht verdreifacht EBIT

In der Seefracht vermochte das Unternehmen konkret den Umsatz und Rohertrag zu verdoppeln und den EBIT gar zu verdreifachen. Die anhaltende Überlastung vieler internationaler Häfen habe zu einem "sehr hohen Bearbeitungsaufwand" der einzelnen Transporte geführt.

In der Luftfracht, welche sich in ähnlichem Umfang steigerte, wirkte sich zudem die Schliessung des russischen Luftraums infolge des Ukraine-Kriegs aus. Deshalb hätten Luftfrachtrouten zwischen Asien und Europa geändert werden müssen, was ebenfalls zu einem deutlich höheren Bearbeitungsaufwand geführt habe.

Vergleichsweise unspektakulär war die Geschäftsentwicklung der beiden Sparten Landverkehre (Umsatz +13%; EBIT +25%) und Kontraktlogistik (Umsatz +5%; EBIT +16%).

Einen konkreten Ausblick auf die nächsten Monate gab das Unternehmen wie üblich nicht - ausser dass man sich unter anderem mit digitalen Lösungen gegen die aktuellen Schwierigkeiten stemme.

rw/kae

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Kühne+Nagel ernennt Hansjörg

Kühne+Nagel ernennt Hansjörg Rodi zum Chef des Bereichs Landverkehre

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat einen neuen Chef für den Bereich Landverkehre gefunden. Hansjörg Rodi übernimmt die Aufgabe per 1. August 2022 und wird dann auch Mitglied der Geschäftsleitung, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

10.05.2022 06:59

Rodi tritt in seiner neuen Funktion die Nachfolge von Stefan Paul an, der zum gleichen Zeitpunkt neuer CEO von Kühne+Nagel wird. Der 1966 geborene Rodi ist laut den Angaben seit 2016 bei Kühne+Nagel in leitenden Funktionen tätig, zuletzt als Verantwortlicher für die Region Europa mit fast 44'000 Mitarbeitenden. Diese Funktion übernehme nun Jens Drewes, der zuletzt Verantwortlicher für die Region Asien-Pazifik war.

Der Bereich Landverkehre erzielte im letzten Jahr mit rund 9700 Mitarbeitenden einen Umsatz von 3,7 Milliarden Franken.

rw/ys

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Kühne+Nagel plant mit Adidas

Kühne+Nagel plant mit Adidas neues Logistikzentrum in Norditalien

Kühne+Nagel plant zusammen mit dem Sportartikel-Hersteller Adidas ein neues Logistikzentrum in Norditalien.

24.05.2022 07:09

Das hochautomatisierte Zentrum im Mantua soll den Betrieb im Jahr 2024 aufnehmen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Von dort aus sollen Einzelhandelsgeschäfte, Grosshändler und E-Commerce-Kunden in Süd- und Osteuropa mit Adidas-Produkten beliefert werden.

Die Anzahl der neu zu schaffenden Arbeitsplätze wird in der Mitteilung auf 700 beziffert. Insgesamt sollen im neuen Zentrum 18'000 Pakete pro Stunde verarbeitet werden. Finanzielle Details zur Zusammenarbeit werden nicht genannt.

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