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Geberit-Aktien werden für

Geberit-Aktien werden für vorsichtigen Ausblick abgestraft

Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns Geberit verlieren am Dienstagmorgen trotz über den Erwartungen liegenden Jahreszahlen an Boden. Der eher konservative Ausblick des Unternehmens zeigt laut Analysten den ansteigenden Druck auf das organische Wachstum.

12.03.2019 10:08

Geberit Namen büssen um 9.55 Uhr 2,7 Prozent auf 396,70 Franken ein. Damit ist der Titel zum Berichtszeitpunkt der grösste SMI-Verlierer. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI tendiert leicht tiefer (-0,04%).

Die über den Erwartungen ausgefallen Jahreszahlen kommen in der Finanzgemeinde zwar gut an, das organische Wachstumsziel des Managements von 4 bis 6 Prozent dürfte aber 2019 erstmals nicht erreicht werden, meinen etwa die Analysten von Goldman Sachs in einem ersten Kommentar. "Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Geberit seine Wachstums- und Margenziele in den nächsten drei Jahren erreichen wird", heisst es. Daher bleibe man bei der Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von 339 Franken.

Bei Vontobel tönt es ähnlich. Die Bank hält dem Unternehmen zwar zu Gute, dass aufgrund des hohen Margenprofils auch in Zeiten des geringeren Wachstums und hohen Kostendrucks Wert generiert werde. Allerdings bedinge der schwächelnde Neubaumarkt mehr Investitionen, um das mittelfristige Wachstumsziel zu erreichen. Das "Halten"-Rating bleibt aber bei einem Kursziel von 410 Franken unangetastet.

Etwas optimistischer gibt sich die ZKB: "2019 dürfte Geberit in einem anspruchsvollen Marktumfeld die defensiven Stärken ausspielen", so die Kantonalbank. Daher sehe man wenig Revisionsbedarf bei den Schätzungen und stufe die Aktie weiterhin mit "Marktgewichten" ein, heisst es im Kommentar.

sta/uh

(AWP)

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Geberit: Wird die

Geberit: Wird die Abhängigkeit von Europa zum Bumerang?

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit blickt auf eine solide erste Jahreshälfte zurück. Eine Aussage des Managements macht die Analysten der DZ Bank jedoch stutzig. Deshalb wird die Aktie neu zum Verkauf empfohlen.

19.08.2019 07:56

Von Lorenz Burkhalter

In den letzten Wochen ist die Geberit-Aktie zwar etwas vom Jahreshoch zurückgefallen. Mit einem Plus von fast 14 Prozent zählt sie seit Januar allerdings weiterhin zum besten Drittel unter den Titeln aus dem Swiss Market Index (SMI).

Und das nicht ohne Grund, wie das Halbjahresergebnis vom vergangenen Donnerstag zeigt. Dem Sanitärtechnikkonzern gelang an diesem Tag sowohl beim operativen Gewinn (EBITDA) als auch beim Reingewinn eine Punktlandung auf den Markterwartungen. Die von einigen Analysten im Vorfeld befürchtete Zahlenenttäuschung blieb aus (cash berichtete).

Dasselbe liesse sich von den jeweils erst mit dem Halbjahresergebnis kommunizierten Wachstums- und Margenzielen für das gesamte Jahr sagen.

Hohe Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen und Europa

Dennoch stufen die Analysten der DZ Bank, die Dachorganisation deutscher Volks- und Raiffeisenbanken, die Aktie nun von "Hold" auf "Sell" herunter. Gleichzeitig nehmen sie den rechnerischen fairen Wert auf 380 (zuvor 440) Franken zurück. Das liegt gut 12 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Kursentwicklung der Geberit-Aktie seit Jahresbeginn (Quelle: www.cash.ch)

Insbesondere eine Aussage des Geberit-Managements vom Donnerstag macht die DZ-Analysten stutzig: Das Management sieht Risiken bei der Dynamik der Rohstoffpreisentwicklung. Steigende Rohstoffpreise hätten negative Folgen für die Margen.

Mit der Verkaufsempfehlung in guter Gesellschaft

Nicht weniger Sorgen bereitet den Analysten die hohe Abhängigkeit des Sanitärtechnikkonzerns von Europa. Diese Region trägt mehr als 90 Prozent zum Jahresumsatz bei. Schwächelt Europa, schwächelt auch Geberit.

Die Analysten der DZ Bank befinden sich mit ihrer Verkaufsempfehlung in guter Gesellschaft. Die Erhebungen der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP zeigen, raten vier weitere Banken zum Verkauf der Geberit-Aktie. Das mit Abstand tiefste Kursziel hat die Berenberg Bank ausstehend. Sie sieht den Kurs aus heutiger Sicht um fast 50 Prozent auf 230 Franken tauchen. Diese Verkaufsempfehlung geht jedoch auf Mitte Januar zurück, als sich die Aktie in einem Stimmungstief befand.

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Geberit-Aktionäre sind nun

Geberit-Aktionäre sind nun zum Warten verdammt

Geberit erleidet im Schlussquartal einen leichten Umsatzrückgang. Analysten hatten sich rückblickend mehr erhofft. Vorbörslich gerät die Aktie des Sanitärtechnikspezialisten unter Verkaufsdruck.

Aktualisiert um 08:39

Von Lorenz Burkhalter

Was die Spatzen am Hauptsitz von Geberit in Rapperswil-Jona schon seit Wochen von den Dächern pfeifen (cash berichtete), ist seit dem frühen Donnerstagmorgen Gewissheit: Das Umsatzwachstum beim Sanitärtechnikkonzern hat sich im Schlussquartal 2019 weiter verlangsamt.

Gegenüber der Vorjahresperiode stieg der Umsatz zwischen Oktober und Dezember zu konstanten Wechselkursen um gerade einmal 1,9 Prozent. In Franken betrachtet war der Umsatz sogar um 1,1 Prozent rückläufig. Damit werden die jeweiligen Analystenerwartungen verfehlt.

Wenig überraschend hält das Unternehmen am letztjährigen Ziel einer operativen Gewinnmarge (EBITDA) von "rund" 29 Prozent fest. Folglich könnten sich auch die bei 29,3 Prozent liegenden Analystenerwartungen als zu optimistisch erweisen.

Verlangsamung im Kerngeschäft

Im vorbörslichen Handel von Julius Bär wird die Geberit-Aktie denn auch mit einem Minus von 1,7 Prozent auf einen Mittelkurs von 532,50 Franken abgestraft.

Wie die UBS schreibt, erfuhr vor allem das Kerngeschäft zuletzt eine Wachstumsverlangsamung. Nur ein überraschend starkes Wachstum im Bereich Piping Systems habe ein noch schwächeres Abschneiden über alle Geschäftsbereiche hinweg zu verhindern gewusst, so die Grossbank weiter. Sorgen bereitet ihr auch die Stagnation im Schlüsselmarkt Deutschland. Das Anlageurteil lautet deshalb weiterhin "Sell" mit einem Kursziel von 385 Franken.

Auch bei der britischen Barclays erklärt man sich das verhaltene Abschneiden im Schlussquartal mit der Verlangsamung im Bereich Flushing Systems sowie der ausbleibenden Belebung im Bereich Bathroom Systems. Die Grossbank stuft die Aktie wie bis anhin mit "Underweight" und einem Kursziel von 420 Franken ein.

Versöhnlicher gibt sich die Zürcher Kantonalbank. Ihres Erachtens ist die langsamere Dynamik zwischen Oktober und Dezember auch auf einen fehlenden Arbeitstag gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Sie will ihre Gewinnschätzungen auf Basis des vorliegenden Jahresumsatzes und der beibehaltenen Margenvorgaben um höchstens ein Prozent nach unten revidieren. An der "Marktgewichten" lautenden Einschätzung der Aktie hält die Zürcher Kantonalbank hingegen fest.

Detailliertes Jahresergebnis erst im März

Wie Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zeigen, empfehlen nicht weniger als sieben von 16 Analysten zum Verkauf der Geberit-Aktie. Sie erachten die Unternehmensbewertung als zu hoch und rechnen aufgrund der verhaltenen Baukonjunktur in der Schlüsselregion Europa mit einer weiteren Wachstumsverlangsamung. Dem stehen bloss zwei Kaufempfehlungen gegenüber.

Das tiefste Kursziel hat mit 355 Franken die UBS ausstehend, gefolgt von Jefferies mit 360 Franken und Goldman Sachs mit 397 Franken. Mit 452 Franken liegt das durchschnittliche Kursziel über alle 16 Analysten hinweg mehr als 16 Prozent unter dem Schlussstand vom gestrigen Mittwoch.

Welches der beiden Analystenlager letztendlich richtig liegt, entscheidet sich am 10. März. Erst dann legt Geberit das auch die Gewinnentwicklung umfassende Jahresergebnis vor.

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Geberit steigert 2019 Gewinn

Geberit steigert 2019 Gewinn und zahlt erneut mehr Dividende

(Ausführliche Fassung) - Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat sich mit dem operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2019 erneut auf ein neues Niveau gehievt. Wie immer in den vergangenen Jahren wird entsprechend auch die Dividende angehoben. Mit dem Ausblick zeigt sich das Unternehmen gewohnt zurückhaltend.

10.03.2020 07:46

Der operative Gewinn (EBITDA) legte um 4,2 Prozent auf 904 Millionen Franken zu, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Damit übertraf Geberit das Rekordergebnis vom Vorjahr noch einmal. Die entsprechende Marge verbesserte sich um über einen Prozentpunkt auf 29,3 Prozent.

Geholfen haben dabei tiefere Rohmaterialpreise, der höhere Umsatz, ein verbesserter Produktmix, Preiserhöhungen sowie Effizienzsteigerungen und die Kostendisziplin. Auch eine Änderung im IFRS-Rechnungslegungsstandard hat den EBITDA gestützt. Gebremst haben dagegen die tarifbedingt weiter gestiegenen Personalkosten und Einmalkosten im Zusammenhang mit der Markenharmonisierung im Keramikbereich.

Der Reingewinn erhöhte sich gleichzeitig um 3,3 Prozent auf 647 Millionen Franken. Die Dividende soll in der Folge um 50 Rappen auf 11,30 Franken erhöht werden. Das wäre seit 2011 die neunte Dividendenerhöhung in Folge. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten mit dem operativen Ergebnis genau und mit dem Reingewinn knapp erreicht.

Umsatzwachstum von Währungsverlusten weggefressen

Bereits im Januar wurde der Umsatz bekanntgegeben: In Franken nahm er um 0,1 Prozent auf 3,08 Milliarden minim zu. Das in praktisch allen Ländern und Regionen erarbeitete organische Wachstum wurde dabei von negativen Währungseffekten in der Höhe von 102 Millionen mehr oder weniger aufgehoben.

Das vierte Quartal von Geberit fiel mit einem Umsatz von 702 Millionen Franken weniger gut aus als gedacht. Wegen der Weihnachtsferien ist es in der Regel das schwächste des Unternehmens. Vom organischen Wachstum von 1,9 Prozent zeigten sich die Kommentatoren im Januar dennoch einigermassen enttäuscht, im dritten Quartal schaute immerhin noch ein beachtliches Plus von über 5 Prozent heraus.

Weniger Sorgen machte sich diesbezüglich CEO Christian Buhl. Der Wegfall eines Werktages im Vergleich zum Vorjahr, habe im Schlussquartal allein einen negativen Effekt von rund 1,5 Prozent gehabt, betonte er.

Nach Produktebereichen betrachtet entwickelten sich die Rohrleitungssysteme (+5,3%) im vierten Quartal am besten, während die Installations- und Spülsysteme (+0,2%) sowie der Bereich Badezimmer (+0,5%) nur leichte Zuwachsraten erreichten.

Zurückhaltender Ausblick

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 zeigt sich Geberit wie üblich vorsichtig. Zwar hätten die geopolitischen Risiken deutlich zugenommen, trotzdem hätten sich die Einschätzungen für die Bauindustrie für 2020 im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Das Coronavirus sei schwierig einzuschätzen, dürfte aber die Weltwirtschaft sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite beeinflussen. Ein Marktausblick insbesondere für Märkte wie China oder Italien sei deshalb sehr schwierig.

In Europa sei mit einem insgesamt weiterhin positiven, aber uneinheitlichen Marktumfeld zu rechnen, hiess es, dies unter Ausklammerung allfälliger negativer Effekte auf die Bauindustrie durch das Coronavirus. Entsprechend den seit 2013 erstmals wieder rückläufigen Baugenehmigungen im Wohnungsbau, dürfte sich das Wachstum in einigen Märkten aber verlangsamen und in Deutschland werde das Wachstumspotential trotz gesunder Nachfrage aufgrund der limitierten Installationskapazitäten eingeschränkt bleiben. Für die Schweiz rechnet Geberit mit einem leicht rückläufiger Markt.

cf/rw

(AWP)

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Franken-Umsatz bei Geberit

Franken-Umsatz bei Geberit sinkt - Corona-Pandemie verunmöglicht Ausblick

Der Sanitärkonzern Geberit will Coronavirus-Pandemie an seinen Prioritäten festhalten.

Aktualisiert um 07:29

Geberit ist im ersten Quartal beim Umsatz um 1,5 Prozent gewachsen. In Franken gerechnet resultierte allerdings ein Rückgang um 3,9 Prozent auf 798 Millionen Franken. In der zweiten Märzhälfte hätten sich die Folgen der Pandemie bemerkbar gemacht, teilt Geberit mit. 

Der währungsbereinigte Nettoumsatz wuchs in Europa um 2,7 Prozent und in Amerika um 0,8 Prozent. Dagegen ging er in der Region Nahost/Afrika um 15,3 Prozent und in der Region Fernost-Pazifik um 21,6 Prozent zurück. 

Die Krise treffe die europäische Bauindustrie schwer, teilt Geberit weiter mit. Diese ist ein wichtiger Markt für Geberit. Aufgrund der volatilen Situation sei kein Ausblick für die Industrie möglich. 

Geberit will die künftige Marktposition aber nicht schwächen und hält an Entwicklungsprogrammen fest. "Aufgrund des starken Fundaments und der sehr soliden Bilanz wird Geberit jedoch die strategischen und die operativen Prioritäten unverändert weiterverfolgen", heisst es in der Mitteilung. 

Folgt mehr.

(cash)

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Geberit verzeichnet im ersten

Geberit verzeichnet im ersten Quartal geringen Gewinnrückgang und steigert Marge

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal 2020 nur einen minimen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und damit besser abgeschnitten als erwartet. Die operativen Margen wurden dabei auf hohem Niveau noch einmal gesteigert, unter anderem dank der tiefen Rohmaterialpreise.

30.04.2020 07:30

Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA reduzierte sich um 0,7 Prozent auf 260 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Marge legte dabei um 100 Basispunkte auf 32,6 Prozent zu.

Die operativen Ergebnisse seien durch geringere Rohmaterialpreise, Effizienzsteigerungen, Kostendisziplin sowie Preiserhöhungen positiv beeinflusst worden, heisst es dazu. Negativ zu Buche geschlagen hätten hingegen die tariflich bedingt höheren Personalkosten sowie gestiegene Abschreibungen wegen der höheren Investitionen im Vorjahr .

Der Reingewinn ging gleichzeitig um 4,4 Prozent auf 184 Millionen Franken zurück. Für den im Vergleich zum operativen Ergebnis überproportionalen Rückgang macht Geberit das als Folge der Fremdwährungsentwicklung tiefere Finanzergebnis sowie eine leicht höhere Steuerquote verantwortlich.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den EBITDA lag bei 248,9 Millionen und für den Reingewinn bei 180,5 Millionen Franken.

Umsatz leidet unter Währungseffekten

Bereits vor gut drei Wochen wurde ausnahmsweise vorab der Umsatz bekanntgegeben. Trotz erster Auswirkungen der Corona-Pandemie in einigen Märkten hat Geberit in Landeswährung gerechnet ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent erzielt. In Schweizer Franken betrachtet resultierte indes ein Rückgang von 3,9 Prozent. Konkret wurde für die ersten drei Monate ein Umsatz von 798 Millionen Franken rapportiert. Darin enthalten waren negative Währungseffekte in der Höhe von 45 Millionen Franken.

Für den Monat März allein hatte Geberit allerdings einen Umsatzrückgang im "tiefen zweistelligen Prozentbereich" gemeldet.

Für das Gesamtjahr 2020 sei weiterhin nicht möglich, einen Ausblick auf die Bauindustrie zu geben, schreibt Geberit zum Ausblick. Gegenüber der Information von Anfang April habe sich die Entwicklung der Bauindustrie, die seit Mitte März durch die Auswirkungen der COVID-19-Restriktionen negativ betroffen sei, nicht wesentlich verändert.

Ausserdem teilte Geberit mit, dass das im Juni 2017 begonnene Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen worden sei. Es seien knapp 1,03 Millionen Namenaktien zurückgekauft worden, was 2,77 Prozent des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals entspreche. Diese sollen vernichtet werden, sofern die Generalversammlung im kommenden Jahr dem zustimmt.

cf/uh

(AWP)

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Geberit kommt mit blauem Auge

Geberit kommt mit blauem Auge davon - Aktie gesucht

Geberit schlägt sich im ersten Halbjahr besser als gedacht. Der Sanitärtechnikkonzern meldet einen Umsatz am oberen Ende der Erwartungsbandbreite. Der Aktienkurs zieht vorbörslich an.

Aktualisiert um 08:18

Von Lorenz Burkhalter

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit prescht nach vorn und läutet am Schweizer Aktienmarkt früher als ursprünglich geplant die Halbjahresberichterstattung ein. Mit 1,47 Milliarden Franken liegt der Umsatz zwar um knapp 10 Prozent unter jenem der ersten sechs Monate letzten Jahres, gleichzeitig aber am oberen Ende der Analystenerwartungen.

In Lokalwährungen betrachtet ging der Umsatz bloss um 4,5 Prozent und damit weniger stark als gedacht zurück. Das Unternehmen habe sich angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Covid19-Pandemie wacker geschlagen, so sagen Experten.

Die Anleger scheinen diese Meinung zu teilen, gewinnt die Geberit-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär doch 1,5 Prozent auf einen Mittelkurs von 487,25 Franken.

Analystenschätzungen gingen weit auseinander

In Analystenkreisen ging man im Vorfeld von einem Halbjahresumsatz zwischen 1,356 und 1,495 Milliarden Franken aus. Das entspricht einer Spanne von gut 10 Prozent. So breit gestreut waren die Schätzungen beim Sanitärtechnikkonzern noch selten.

Als Folge der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Covid-Pandemie sei es derzeit nach wie vor nicht möglich, einen Ausblick für die Bauindustrie zu geben, heisst es in Bezug auf das gesamte Geschäftsjahr 2020. Noch ist deshalb völlig unklar, ob das Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung des detaillierten Halbjahresergebnisses von Mitte August mit konkreten Wachstums- und Margenvorgaben aufwarten wird. Momentan gehen Analysten für das Gesamtjahr von einem Umsatzrückgang von 7 Prozent und einem um gut 12 Prozent tieferen Reingewinn aus.

Mit einem Minus von etwas mehr als 11 Prozent seit Jahresbeginn bewegt sich die Geberit-Aktie im unteren Drittel der Titel aus dem Swiss Market Index (SMI).

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Geberit-Aktien weiten Avancen

Geberit-Aktien weiten Avancen nach Quartalszahlen aus

Die Aktien von Geberit verzeichnen am Dienstag in einem insgesamt schwächeren Gesamtmarkt klare Avancen. Damit bauen die Titel ihre Kursgewinne des Vortags aus, die nach der Veröffentlichung von Semesterresultaten eingesetzt hatten. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele nach oben angepasst, bleiben aber für die Zukunft vorsichtig eingestellt.

07.07.2020 10:16

Gegen 10.05 Uhr gewinnen Geberit 2,2 Prozent auf 494,20 Franken, und führen damit die Liste der Kursgewinner im SMI an. Am Vortag waren sie bereits mit +0,7 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI steht dagegen 0,33 Prozent im Minus.

Das Sanitärtechnikunternehmen musste am gestrigen Montag zwar einen Umsatzrückgang für das erste Semester 2020 ausweisen. Doch zeigte sich, dass sich die Geschäftslage ab Mai wieder erholt hat, was für das dritte Quartal eine Verbesserung zumindest erhoffen lässt.

Mehrere Analysten haben im Anschluss an die Veröffentlichung ihre Kursziele für die Geberit-Valoren angehoben. So auch Bernd Pomrehn von der Bank Vontobel. Allerdings hat er seine Anlageempfehlung auf Hold belassen. Pomrehn sieht in den Titeln nicht zuletzt deshalb weiteres Aufwärtspotenzial, weil die Aktien im bisherigen Jahresverlauf schlechter als die Vergleichswerte abgeschnitten haben und die Konsenserwartungen seiner Ansicht nach zu tief sind.

Für Geberit spreche ausserdem die hohe operative Effizienz des Unternehmens, der starke Exposure zum Wohnungsmarkt und die limitierte Ausbreitung in die Emerging Markets, was der Gesellschaft im laufenden Jahr helfen sollte, bessere Resultate als viele andere Branchennachbarn zu erzielen, so Pomrehn.

Dass es nun Raum für Anpassungen der Schätzungen gibt, vermerken auch die Analysten von Mirabaud. Wie die Kollegen der Bank Vontobel bestätigen aber auch sie ihre Empfehlung Hold, denn ihrer Ansicht nach ist die Bewertung der Aktien bereits hoch.

Auch den Experten der DZ Bank, die das Kursziel allerdings ebenfalls angehoben haben, erscheinen die Gebereit-Valoren nicht mehr preiswert. Ihrer Meinung nach besteht immer noch das Risiko, dass es in den kommenden Quartalen zu Stornierungen bei den Bestellungen kommen könnte.

Geberit sei eine Cash-cow, halten die Experten von Morgan Stanley fest. Bewertungspotenzial gebe es aber keines mehr. Entsprechend lautet ihr Anlagerating unverändert Underweight. Auch die Analysten von Morgan Stanley sehen Geberit mit Risiken behaften und zwar seitens des "Vor-der-Wand-Geschäfts" (Badezimmer-Systeme). Dieses sei einer stärkeren Konkurrenz ausgesetzt und könnte das Wachstumspotenzial mittelfristig verwässern.

sig/cf

(AWP)

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Ausblick Geberit:

Ausblick Geberit: Halbjahresgewinn von 310 Millionen Franken erwartet
Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit veröffentlicht am Dienstag, 18. August, die Ergebnisse zum ersten Semester 2020. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
17.08.2020 13:00
H1 2020E
(in Mio Fr.) AWP-Konsens Bandbreite H1 2019A Schätzungen

EBITDA 446 424 - 464 501 7
EBIT 377 352 - 391 431 7
Reingewinn 310 286 - 328 365 9
FOKUS: Nachdem Geberit den Umsatz schon Anfang Juli bekanntgegeben hat, konzentrieren sich die Marktteilnehmer insbesondere auf die Entwicklung der Gewinnmarge sowie auf Aussagen zu den Erwartungen für die kommenden Monate. Mit Blick auf die Marge geht die Mehrheit der Beobachter davon aus, dass diese weiterhin auf einem hohen Niveau zu erwarten ist, allerdings nicht mehr ganz so hoch wie noch in der Vorjahresperiode oder auch im ersten Quartal.

ZIELE: Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr hatte Geberit im Juli noch nicht abgegeben.

PRO MEMORIA: Geberit schaut wegen der temporären Baustellenschliessungen in Teilen Europas wie erwartet auf ein schwaches zweites Quartal zurück. Innerhalb des Quartals hat sich die Lage ab Mai aber wieder erholt, was für das dritte Quartal eine Verbesserung zumindest erhoffen lässt.

Nach dem Einbruch von Mitte März habe die Nachfrage ab Mitte Mai und bis Ende Juni stetig angezogen, sagte CEO Christian Buhl anlässlich einer Telefonkonferenz zum Halbjahresumsatz. "Die Nachfrage befindet sich beinahe wieder auf Vorkrisenniveau."

Dass sich daraus die Annahme ableiten lasse, dass das dritte Quartal besser als das zweite ausfallen werde, wollte er aber nicht bestätigen. "Die Nachfrage bleibt volatil, wir machen deshalb für das neue Quartal keine Prognosen", erklärte er.

Vorsichtig machte ihn der Umstand, dass in verschiedenen Ländern Europas derzeit grössere Bauprojekte verschoben oder gar abgesagt werden. Als grösstes Risiko bezeichnet er allerdings die Möglichkeit eines zweiten Shutdowns.

AKTIENKURS: Geberit sind vom Jahrestief von Mitte März wie der Gesamtmarkt deutlich weggekommen, notieren aber noch immer knapp unter dem Stand von Ende 2019.

AKTIENEINSTUFUNG: Gemäss AWP-Analyser bewerten Analysten den Titel folgendermassen:

Homepage: www.geberit.com

jg/cf

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Geberit steigert Marge bei

Geberit steigert Marge bei rückläufigem Gewinn

(Ergänzt insbesondere um Angaben zum Ausblick) - Geberit hat im ersten Semester 2020 weniger Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahr. Nach dem bereits kommunizierten Umsatzrückgang überrascht das Minus allerdings nicht. Die operative Gewinnmarge konnte indes dank Sparmassnahmen und tieferen Rohmaterialpreisen gesteigert werden.

18.08.2020 07:58

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA fiel um 7,8 Prozent auf 462 Millionen Franken, wogegen die entsprechende Marge um 70 Basispunkte auf 31,5 Prozent anzog, wie der Sanitärtechnikkonzern am Dienstag mitteilte. Der Reingewinn sank um 13,9 Prozent auf 315 Millionen Franken. Mit den vorgelegten Zahlen hat Geberit die Erwartungen von Analysten laut AWP-Konsens übertroffen. Dieser lag für den EBITDA lag bei 446 Millionen und für das Reinergebnis bei 310 Millionen Franken.

Sparmassnahmen, Rohmaterialpreise und Aufschläge stützen

Der Umsatz war bereits Anfang Juli bekanntgegeben worden. Er reduzierte sich um 9,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Franken, in Lokalwährungen belief sich das Minus auf 4,5 Prozent. Da sich die Lage mit Blick auf die Corona-Pandemie in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern erst ab Mitte März zuspitzte, waren die Umsätze vor allem im zweiten Quartal - unter anderem wegen der Schliessung von Baustellen - betroffen. So sank der Nettoumsatz von April bis Juni um 10,7 Prozent (in Lokalwährungen), während im ersten Quartal gar noch ein kleines Plus erwirtschaftet wurde.

Die Ergebnisse seien durch negative Währungseffekte und die Covid-bedingten Umsatzausfälle auf allen Stufen der Erfolgsrechnung negativ beeinflusst, so Geberit. Dass die Marge dennoch gesteigert werden konnte, führt das Unternehmen auf Sparmassnahmen, die hohe Flexibilität in der Produktion und Logistik, auf tiefere Rohmaterialpreise, die natürliche Währungsabsicherung sowie Preiserhöhungen zurück. Dadurch seien die deutlichen Tariferhöhungen bei den Personalkosten sowie die zusätzlichen Investitionen in Digitalisierungsinitiativen kompensiert worden.

Der im Vergleich zum operativen Ergebnis überproportionale Rückgang des Reingewinns erklärt sich mit den Währungseffekten im Finanzergebnis sowie mit einer höheren Steuerquote.

Normalisierung im zweiten Semester erwartet

Zum Ausblick macht Geberit erstmals mehr oder weniger konkrete Angaben: Demnach rechnet das Unternehmen für das zweite Semester mit einem währungsbereinigten Nettoumsatz leicht unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr 2020 wird zudem mit einer EBITDA-Marge leicht unter Vorjahr gerechnet. Wegen der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Covid-Pandemie sei ein Ausblick aber "sehr schwierig", heisst es.

Geberit geht allerdings von einer weiteren Normalisierung der Bauindustrie im Verlauf der zweiten Jahreshälfte aus, dies unter der Voraussetzung, dass es zu keiner weiteren Lockdown-Welle komme. Verzögerte oder gestoppte Projekte insbesondere im Nicht-Wohnungsbau sowie die zeitweiligen Schliessungen der Ausstellungsräume im zweiten Quartal dürften sich hingegen negativ auf die Nachfrage im zweiten Halbjahr auswirken.

Die strategischen und die operativen Prioritäten sollen dennoch unverändert weiterverfolgt werden und auch die Ausgaben für Forschung & Entwicklung will Geberit nicht kürzen. Insgesamt sieht sich das Unternehmen weiterhin "gut positioniert, um gestärkt aus der Pandemie-bedingten, globalen Wirtschaftskrise hervorzugehen".

cf/uh

(AWP)

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Geberit profitiert von

Geberit profitiert von Nachholeffekten im dritten Quartal - Ausblick vorsichtig

(Zusammenfassung) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im dritten Quartal von Nachholeffekten profitiert und den Umsatz deutlich gesteigert. Der Effekt dürfte aber im vierten Quartal nachlassen und der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt aufgrund der Unsicherheiten vorsichtig.

29.10.2020 12:13

Im dritten Quartal steigerte Geberit den Umsatz in Franken um 5,3 Prozent und in Lokalwährungen sogar um 8,5 Prozent. Auf neun Monate gesehen sank der Absatz jedoch um 5,0 Prozent auf 2,26 Milliarden Franken.

"Wir haben in den ersten neun Monaten Marktanteile hinzugewonnen", sagte CEO Christian Buhl am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Das erklärte er etwa mit dem hohen Anteil hygiene-bezogener Produkte oder den Lieferproblemen bei einigen Wettbewerbern. In Deutschland habe zudem die Mehrwertsteuersenkung die Nachfrage angetrieben.

Gewinnmarge gesteigert

Das Wachstum liess im Quartal auch den Betriebsgewinn (EBITDA) um 14 Prozent auf 264 Millionen anschwellen und die Marge stieg auf 33,2 von zuvor 30,7 Prozent. Tiefere Rohstoffpreise und Kosten für Marketing und Verwaltung wurden hier als Faktoren genannt.

Seit Jahresbeginn resultierte auch beim EBITDA ein Minus von 0,9 Prozent auf 726 Millionen. Der Neun-Monats-Reingewinn schliesslich verringerte sich aufgrund einer höheren Steuerquote deutlicher um 6,0 Prozent auf 504 Millionen Franken.

Unterschiede im Grad der Betroffenheit

Die Bauindustrie in Europa wurde durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie von Mitte März bis Mai negativ beeinflusst. Im dritten Quartal hätten dann aber Nachholeffekte zu einem starken Umsatzwachstum in nahezu allen europäischen Märkten geführt. Zweistellig legten Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich zu.

Die unterschiedliche Betroffenheit der Länder von der Coronakrise sei auch an den Zahlen nach neun Monaten abzulesen, heisst es weiter. So konnten Deutschland (+5,8%), Österreich (+4,8%), Osteuropa (+3,7%), die nordischen Länder (+3,3%) und die Schweiz (+2,7%) währungsbereinigt zulegen.

Demgegenüber waren Grossbritannien/Irland (-22%), die Iberische Halbinsel (-13%), Italien (-11%) und Frankreich (-10%) am stärksten von den Baustellenstopps betroffen. Auch ausserhalb Europas waren die negativen Einflüsse von Covid-19 zu spüren. Nahost/Afrika (-19%), Fernost/Pazifik (-15) und Amerika (-1,5%) zeigten sich allesamt schwächer.

Fehlende Visibilität erschwert Ausblick

Mit Blick nach vorne erschwerten die Covid-19-Pandemie und die fehlende Visibilität eine verlässliche Prognose. Die Nachfrage habe sich im Oktober wieder abgeschwächt, sagte der CEO. Buhl rechnet im Schlussquartal mit einer substantiell tieferen EBITDA-Marge. "Das vierte Quartal wird insgesamt schwächer sein als im Vorjahr."

Für das Gesamtjahr wird ein währungsbereinigter Nettoumsatz leicht unter Vorjahr in Aussicht gestellt. Die operative Cashflow-Marge (EBITDA-Marge) soll aber jene aus dem Vorjahr übertreffen.

In vielen europäischen Ländern werden nun in der zweiten Infektionswelle die Massnahmen und Einschränkungen wieder verschärft, etwa im wichtigen Markt Deutschland. "Welchen Einfluss das auf das Geschäft haben wird, können wir derzeit nicht einschätzen", sagte der Geberit-Chef.

Die Erwartungen der Analysten hat Geberit mit den Zahlen zum dritten Quartal klar übertroffen. Die Aktien notieren am Donnerstagmittag in einem knapp gehaltenen Gesamtmarkt 0,5 Prozent fester auf 527,20 Franken.

yr/kw

(AWP)

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Geberit schlägt sich 2020

Geberit schlägt sich 2020 trotz Corona mehr als achtbar

(Ausführliche Fassung; Datum der BMK angepasst) - Geberit hat im Geschäftsjahr 2020 den Vorjahresumsatz nur knapp verpasst. Ohne die negativen Währungseinflüsse ergab sich trotz der coronabedingten Baustellenschliessungen im Frühjahr gar ein leichtes Wachstum. Zu einem Wechsel kommt es auf der Position des Finanzchefs.

14.01.2021 07:57

Der Konzernumsatz nahm um 3,1 Prozent auf 2,99 Milliarden Franken ab, wie der Sanitärtechnikkonzern am Donnerstag mitteilte. Dabei wurden die Verkäufe von negativen Währungseffekten in der Höhe von 136 Millionen gemindert. In lokalen Währungen ergab sich somit gar ein leichtes organisches Wachstum von 1,3 Prozent.

Der Umsatz lag damit im oberen Bereich der Erwartungen der Analysten. Geberit selber hatte Ende Oktober für das Gesamtjahr einen währungsbereinigten Umsatz leicht unter Vorjahr in Aussicht gestellt, ohne konkreter zu werden.

Die Covid-bedingten Restriktionen hätten vor allem im zweiten Quartal zu einem deutlichen Rückgang geführt, so Geberit. Dies habe aber im zweiten Semester kompensiert werden können. Trotz der Krise seien damit weitere Marktanteile gewonnen worden. Geberit führt dies auf den Verzicht von Kurzarbeit zurück sowie auf ein "umsichtiges Krisenmanagement" und eine starke Marktposition.

Wachstum im viertes Quartal bleibt robust

Das Wachstumstempo hat sich im vierten Quartal nach einem starken dritten aber wie angekündigt wieder verlangsamt, wenn auch nur minim. Der Umsatz erreichte von Oktober bis Dezember 724 Millionen Franken, entsprechend einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 6,8 Prozent. Im dritten Quartal hatte dieser Wert noch bei +8,5 Prozent gelegen.

In der Hauptregion Europa entwickelten sich die Märkte im vierten Quartal unterschiedlich. Im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland, wo Geberit knapp ein Drittel der Produkte absetzt, zogen die Verkäufe organisch um über 13 Prozent an und im ebenfalls wichtigen Heimmarkt Schweiz um 8,6 Prozent.

Geberit profitierte dabei im zweiten Semester von Nachholeffekten, einem wieder zunehmenden Lageraufbau beim Grosshandel sowie von den staatlichen Konjunkturprogrammen. Der wichtigste Einfluss in Deutschland sei die temporäre Reduktion der Mehrwertsteuer gewesen.

In den übrigen Regionen und Ländern Europas lagen die Wachstumsraten im Schlussquartal mehrheitlich im tiefen einstelligen Prozentbereich, geschrumpft ist lediglich der

Markt auf der Iberischen Halbinsel. In den Regionen America und Asien/Pazifik wuchs Geberit zweistellig.

Von den drei Produktbereichen lief es im Bereich Installationen & Spülsysteme mit einem zweistelligen Wachstum am besten. Der Bereich Badezimmer-Systeme zog im hohen einstelligen Prozentbereich an und der Bereich Rohrsysteme im tiefen.

Marge steigt auf hohem Niveau weiter

Mit Blick auf das Ergebnis wurden die Aussagen vom vergangenen Oktober, wonach die operative Cashflow-Marge (EBITDA) jene aus dem Vorjahr (29,3%) übertreffen werde, präzisiert. Es wird nun eine Marge von rund 31 Prozent erwartet. Die Gewinnzahlen sowie den vollständigen Geschäftsbericht wird Geberit allerdings erst am 10. März veröffentlichen.

Weiter gab das Unternehmen den Rücktritt des langjährigen Finanzchefs Roland Iff auf Ende 2021 bekannt. Er startete seine Laufbahn bei Geberit bereits 1993. Im Jahr 2005 übernahm er die Finanzen und seither ist er auch Teil der Konzernleitung.

cf/rw

(AWP)

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Geberit-CFO Roland Iff tritt

Geberit-CFO Roland Iff tritt Ende 2021 in den Ruhestand

Beim Sanitärtechniker Geberit wird der langjährige Finanzchef Roland Iff am Ende des laufenden Jahres in den Ruhestand treten. Die Suche nach einem Nachfolger laufe bereits, schreibt der Konzern am Donnerstag.

14.01.2021 07:20

Roland Iff startete seine Laufbahn bei der Geberit bereits im Jahr 1993 als Leiter der Konzernentwicklung und war später für das Controlling und das Treasury der Gruppe zuständig. Im Jahr 2005 übernahm er die Finanzen und seither ist er auch Teil der Konzernleitung.

Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung danken in der Mitteilung Roland Iff für den bedeutenden Beitrag, den er zum Erfolg der Geberit Gruppe geleistet habe. Iff werde sich ab 2022 auf nicht-exekutive Aufgaben ausserhalb von Geberit konzentrieren.

mk/cf

(AWP)

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Ausblick Geberit:

Ausblick Geberit: Jahresgewinn von 636 Millionen Franken erwartet
Der Sanitärtechnikkonzern Geberit veröffentlicht am Mittwoch, 10. März, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2020. Insgesamt 14 Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen:
09.03.2021 13:21
(in Mio Fr.) AWP-Konsens 2019

EBITDA 916 904
Reingewinn 636 647

(in Fr.)
Dividende je Aktie 11,80 11,30

FOKUS: Geberit hat im Januar bereits den Umsatz bekanntgegeben sowie eine relativ genaue Erwartung für die operative Gewinnmarge im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020. Daher sind keine grossen Überraschungen mehr zu erwarten.

Die Kommentare der Analysten sind bereits auf die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr fokussiert. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sich Geberit wie im Vorjahr weiterhin relativ widerstandsfähig zeigen wird gegen die Unbill der Covid-Pandemie, konnte doch das Unternehmen auch im vergangenen Jahr trotz der temporären Schliessungen von Baustellen in zahlreichen Ländern den Umsatz organisch steigern. Von Geberit selber sind zu diesem Zeitpunkt im Jahr in der Regel noch keine zahlenmässig konkreten Erwartungen für das Gesamtjahr zu erwarten.

ZIELE: Im Januar hatte Geberit für 2020 eine operative Cashflow-Marge (EBITDA) von rund 31 Prozent angekündigt. "Dieses Profitabilitäts-Level ist nicht nachhaltig", sagte damals CEO Christian Buhl allerdings auch. Konkret wird also dieser Wert im laufenden Jahr wieder zurückgehen.

Über die Zyklen strebt Geberit ein jährliches organisches Wachstum von 4 bis 6 Prozent an und für die operative Marge auf Stufe EBITDA einen Wert im Bereich von 28 bis 30 Prozent.

PRO MEMORIA: Der Konzernumsatz nahm 2020 um 3,1 Prozent auf 2,99 Milliarden Franken ab. Dabei wurden die Verkäufe von negativen Währungseffekten in der Höhe von 136 Millionen gemindert. In lokalen Währungen ergab sich somit gar ein leichtes organisches Wachstum von 1,3 Prozent.

Sehr stark war das Wachstum im vierten Quartal in den wichtigsten Märkten Deutschland mit einem organischen Plus von über 13 Prozent und in der Schweiz mit einem Wachstum von beinahe 9 Prozent. Beide Märkte haben laut Buhl von einem Trend zur Modernisierung von bestehenden Wohnungen profitiert sowie von einem starken Wachstum der Dusch-WCs.

Er werde keinerlei Aussagen zu den Erwartungen für das laufende Jahr machen, sagte Buhl im Januar. "Dafür sind die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid zu hoch. Es ist auch noch überhaupt nicht abschätzbar, wann das Leben wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehrt." Und mit einem Arbeitsvorrat von etwa zwei Wochen sei die Visibilität überhaupt sehr tief, dafür die Volatilität im Auftragseingang sehr hoch.

Buhl verwies dennoch mit Blick auf die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Margen auf die im vergangenen Jahr rekordtiefen Rohmaterialpreise. Einfache und Spezial-Kunststoffe oder auch Stahl kosteten gemäss Buhl im Januar aber zwischen 10 und 20 Prozent mehr als noch im vierten Quartal.

Darüber hinaus sollen die Marketing-Kosten im laufenden Jahr wieder ansteigen, je nach Entwicklung der Beschränkungen auch die Reisekosten. Und Geberit will im laufenden Jahr auch die Ausgaben für das Vorantreiben der Digitalisierung um weitere 15 Millionen aufstocken.

AKTIENKURS: Die Geberit-Aktien haben sich vom Kurssturz im März infolge der Corona-Pandemie längst wieder erholt. Damals ging es bis fast 360 Franken hinunter. Im Januar 2021 erreichten die Titel dann aber sogar ein Allzeithoch bei 599,60 Franken. Seither ging es aber wieder etwas abwärts und die Titel notieren aktuell um die 556 Franken. Seit Anfang 2021 sind die Titel wie der Gesamtmarkt damit nur ganz knapp im Plus.

jg/cf/jl

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Geberit steigert 2020

Geberit steigert 2020 operativen Gewinn erneut

(Ausführliche Fassung) - Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat im Geschäftsjahr 2020 den operativen Gewinn erneut gesteigert. Der Reingewinn wurde hingegen wegen des Finanzergebnisses nur knapp gehalten. Die Dividende wird dennoch erhöht.

10.03.2021 07:41

Der operative Gewinn (EBITDA) legte trotz negativer Währungseinflüsse um 2,4 Prozent auf 925 Millionen Franken zu, womit das Rekordergebnis vom Vorjahr noch einmal übertroffen wurde, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 170 Basispunkte auf 31,0 Prozent und entsprach damit der Vorhersage vom Januar.

Positiv auf die Margen ausgewirkt haben sich die Covid-bedingten Kosteneinsparungen, insbesondere bei den Marketing- und Reisekosten, die Flexibilität in der Produktion und Logistik, tiefere Rohmaterialpreise, die natürliche Währungsabsicherung sowie Preiserhöhungen. Deutliche Tariferhöhungen bei den Personalkosten sowie zusätzliche Investitionen in Digitalisierungsinitiativen wurden damit kompensiert.

Reinergebnis knapp gehalten

Der Reingewinn ging hingegen um 0,7 Prozent auf 642 Millionen Franken minim zurück. Hier wirkten sich eine gestiegene Steuerquote sowie ein tieferes Finanzergebnis belastend aus. Die Dividende soll dennoch um 10 Rappen auf 11,40 Franken erhöht werden. Das wäre seit 2011 die zehnte Dividendenerhöhung in Folge. Mit den vorgelegten Zahlen hat Geberit die Erwartungen der Analysten übertroffen, einzig bei der Dividende hätten sich einige noch etwas mehr erhofft.

Dank eines mit 717 Millionen Franken rekordhohen freien Cashflows reduzierten sich die Netto-Schulden um knapp 100 auf noch 310 Millionen.

Bereits im Januar wurde der Umsatz bekanntgegeben: Er nahm um 3,1 Prozent auf 2,99 Milliarden Franken ab. Dabei wurden die Verkäufe allerdings von negativen Währungseffekten in der Höhe von 136 Millionen gemindert. In lokalen Währungen ergab sich somit gar ein leichtes organisches Wachstum von 1,3 Prozent.

Die Covid-bedingten Restriktionen hatten vor allem im zweiten Quartal zu einem deutlichen Rückgang geführt. Dies wurde aber im zweiten Semester kompensiert. Trotz der Krise seien damit weitere Marktanteile gewonnen worden, hiess es. Geberit führte diese unter anderem auch darauf zurück, dass auf Kurzarbeit verzichtet worden sei.

Das Wachstumstempo hat sich im vierten Quartal nach einem starken dritten wie angekündigt wieder verlangsamt, allerdings nur minim. Der Umsatz erreichte von Oktober bis Dezember 724 Millionen Franken, entsprechend einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 6,8 Prozent.

Starkes Wachstum in Hauptmärkten Deutschland und Schweiz

In der Hauptregion Europa entwickelten sich die Märkte im vierten Quartal unterschiedlich. Im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland zogen die Verkäufe organisch um über 13 Prozent an und im ebenfalls wichtigen Heimmarkt Schweiz um 8,6 Prozent.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 zeigt sich Geberit noch zurückhaltend. Die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Pandemie und die fehlende Visibilität machten einen Ausblick sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, heisst es dazu. Ziel sei es auch im laufenden Jahr, in allen Märkten überzeugende Leistungen zu erbringen und wie in den Vorjahren weitere Marktanteile zu gewinnen.

Weiter zeigt sich Geberit "überzeugt", für die aktuellen und bevorstehenden Chancen und Herausforderungen sehr gut gerüstet und positioniert zu sein, um gestärkt aus dieser durch die Pandemie ausgelösten, globalen Wirtschaftskrise hervorzugehen.

Geberit gibt ausserdem eine Änderung im Verwaltungsrat bekannt. Thomas Bachmann soll an der kommenden GV für den nach 13 Jahren zurücktretenden Hartmut Reuter in das Gremium gewählt werden. Bachmann ist seit 2020 als unabhängiger Verwaltungsrat und Management-Berater tätig. Ab 2002 war er als CEO und Verwaltungsrat in verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau, Bauzulieferindustrie und Labortechnik/Life Science aktiv.

cf/tv

(AWP)

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Geberit: Tobias Knechtle

Geberit: Tobias Knechtle ersetzt zurücktretenden Roland Iff als Finanzchef

Jona (awp) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit ist bei der Suche nach einem neuen Finanzchef fündig geworden. Tobias Knechtle wird am 1. November zum Unternehmen stossen und per 1. Januar 2022 Roland Iff als CFO ersetzen, wie Geberit am Montag mitteilte. Gleichzeitig wird Knechtle Mitglied der Konzernleitung.

12.07.2021 18:10

Der Rücktritt Iffs per Ende 2021 war schon länger kommuniziert. Knechtle war unter anderem CFO und Mitglied der Konzernleitung bei der Valora Group. Seit 2020 ist er Investor, Partner und CFO a.i. der Innoterra AG in Zug.

cf/tv

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Geberit profitiert vom Trend

Geberit profitiert vom Trend zu schönerem Wohnen

(Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt) - Geberit bewegt sich in neuen Höhen. Das hohe Umsatzwachstum im ersten Semester hat war zwar auch mit der coronabedingt schwachen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr zu tun, getrieben wurde das Geschäft aber insbesondere vom Bedürfnis der Menschen nach einem komfortablen Zuhause. Im zweiten Semester dürfte es gemächlicher zu und her gehen.

19.08.2021 17:49

Nicht nur ist der Sanitärtechnikkonzern im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 stark gewachsen, sondern er setzt heute gar deutlich mehr um als im Vor-Ccorona-Jahr 2019. So legte der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um knapp einen Viertel auf 1833 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne die positiven Währungseffekte ergab sich ein Plus von immer noch über 22 Prozent.

Im Vergleich mit dem Vor-Corona-Semester von 2019 lag das Umsatzniveau unter Ausklammerung der Währungseffekte knapp 17 Prozent höher.

Trend zu Home-Improvement stützt

Das "ausserordentliche" Umsatzwachstum sei hauptsächlich auf den positiven Basiseffekt durch den Covid-bedingten Umsatzrückgang im Vorjahr, den anhaltenden Trend zur Verschönerung des eigenen Heims sowie auf einen Lageraufbau zurückzuführen, hiess es dazu. Der Lageraufbau bei den Grossverteilern wurde dabei auch von der Anfang Juli vorgenommenen ausserordentlichen Preiserhöhung gestützt.

So weitergehen wird es im weiteren Jahresverlauf allerdings nicht. "Wir werden im zweiten Semester eine substantiell tiefere Wachstumsrate erreichen als im ersten", sagte CEO Christian Buhl an einer Telefonkonferenz. Konkret hat Geberit für das Gesamtjahr ein Wachstum des Nettoumsatzes im "niedrigen zweistelligen" Bereich in lokalen Währungen in Aussicht gestellt.

Er verwies dabei einerseits auf die höhere Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Denn die zweite Jahreshälfte 2020 war nicht mehr so stark von Corona-Einschränkungen geprägt wie die erste. Ausserdem falle im dritten Quartal der Vorkaufseffekt wegen der Preiserhöhung vom Juli weg.

"Nach einem ausserordentlich hohen Wachstum über die vergangenen zwölf Monate wird sich die Bauindustrie im zweiten Halbjahr normalisieren", so Buhl. Zudem sei nicht vorhersehbar, wann der Trend zu vermehrten Investitionen in das eigene Heim, von dem man in den letzten Monaten profitiert habe, abflaue.

Marge wird wieder sinken

Der Gewinn erhöhte sich im Vergleich zum Umsatz gar überproportional. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA legte in den ersten sechs Monaten um 35,5 Prozent auf 626 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge um 2,7 Prozentpunkte auf rekordverdächtige 34,2 Prozent. Der Reingewinn stieg dank einem verbesserten Finanzergebnis gar um gut 46 Prozent auf 460 Millionen Franken.

Hauptverantwortlich für die Zunahme der Marge sei das Volumenwachstum, so Geberit. Die seit Ende 2020 massiv angestiegenen Rohmaterialpreise hätten sich aber trotz der Preiserhöhungen deutlich negativ auf die Margen ausgewirkt.

Und dieser Effekt dürfte noch zunehmen. Die Materialkosten werden sich laut Buhl im zweiten Halbjahr noch stärker auf die Margen auswirken als bisher, weshalb diese gegenüber dem ersten ebenfalls deutlich sinken dürften. Die EBITDA-Marge soll im Gesamtjahr denn auch "nur" den oberen Bereich der Zielspanne von 28 bis 30 Prozent erreichen.

Einen negativen Einfluss auf die Marge haben zudem weiter steigende Lohnkosten sowie auch höhere Ausgaben für das Marketing. In die Werbung will Buhl in nächster Zeit wegen des derzeit noch anhaltenden Home-Improvement-Trend etwas mehr Geld stecken als bisher.

An der Börse kam es in der seit Jahresbeginn mit einem Plus von beinahe 40 Prozent sehr gut gelaufenen Aktie zu Gewinnmitnahmen. Bis Handelsende gaben Geberit um 1,7 Prozent nach, während der Gesamtmarkt ein gutes Prozent verloren hat.

cf/

(AWP)

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