Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Datenschützer für

Datenschützer für Veröffentlichung der Verträge für Impfstoffe

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) muss die Verträge mit den Herstellern der an die Schweiz gelieferten Impfstoffe öffentlich machen, aber die betroffenen Unternehmen dazu anhören. Das empfiehlt der Eidgenössische Datenschützer.

20.01.2022 13:32

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) gab seine Empfehlung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens ab. Ein Rechtsanwalt hatte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Impfstoff-Lieferverträgen ersucht. Die CH-Media-Zeitungen hatten am Donnerstag zuerst darüber berichtet.

Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte der Edöb seine Empfehlung. Gemäss dem Papier wollte der Rechtsanwalt vom BAG unter anderem wissen, was die Impfstoffe bisher gekostet haben und wie viel Geld für die Zukunft dafür budgetiert ist. Das BAG ist angehalten, bei der Veröffentlichung das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten.

Das BAG stellte sich bisher gegen die Veröffentlichung, wie in der Empfehlung zu lesen ist. Die Impfstoff-Beschaffung sei noch nicht abgeschlossen, machte es dazu geltend. Die verlangte Offenlegung würde die Interessen der Schweiz für laufende und künftige Verhandlungen schwächen.

BAG prüft weiteres Vorgehen

Das BAG habe Kenntnis genommen von der Empfehlung, hiess es beim Bundesamt am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das weitere Vorgehen werde geprüft. Innerhalb von 20 Tagen kann das Bundesamt eine Verfügung gegen die Veröffentlichung erlassen, wenn es sich weiterhin dagegen stellt. Tut es dies, muss sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Frage befassen.

Über die Veröffentlichung der Verträge hatte das Parlament bei der letzten Revision des Covid-19-Gesetzes im vergangenen Winter debattiert. Der Nationalrat hätte die Veröffentlichung gewünscht, mit Rücksicht auf den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen. Der Ständerat war jedoch dagegen und setzte sich in der Einigungskonferenz durch.

(AWP)

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Österreich führt allgemeine

Österreich führt allgemeine Corona-Impfpflicht ein

Österreich führt eine allgemeine Impfpflicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein. Das hat der Nationalrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit beschlossen. Der Bundesrat, also die Länderkammer, muss dem Gesetz noch zustimmen./mrd/DP/stw

20.01.2022 19:07

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Frankreich lockert Corona

Frankreich lockert Corona-Massnahmen - Härtere Regeln für Ungeimpfte

Frankreich lockert die Corona-Beschränkungen im Februar schrittweise und verschärft zugleich die Regeln für Ungeimpfte von Montag an erheblich. Sie haben dann mit der Einführung des landesweiten Impf- und Genesungsnachweises keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kulturstätten, Sportveranstaltungen und zum Fernverkehr, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend ankündigte. Für alle Menschen ab 16 Jahren wird eine vollständige Impfung damit zur Voraussetzung zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben. Menschen, die sich bis Mitte Februar für eine erste Impfung entscheiden, dürfen danach vorübergehend weiter einen zusätzlichen negativen Test als Zugangsvoraussetzung vorlegen.

20.01.2022 20:21

Trotz aktuell hoher Infektionszahlen schütze die hohe Impfquote die Kliniken vor einer Überlastung, sagte Castex. 93 Prozent der Erwachsenen seien geimpft und eine Million Menschen hätten sich nach Ankündigung der 2G-Regeln noch für die Immunisierung entschieden. Ab dem 2. Februar könnten daher die Kapazitätsbeschränkungen für Sport- und Kultureinrichtungen aufgehoben werden - ebenso wie Maskenregelungen im Freien. Die Homeoffice-Verpflichtung werde in eine Empfehlung umgewandelt. Am 16. Februar dürfen Diskotheken wieder öffnen, auch das Essen und Trinken in Zügen ist dann wieder erlaubt.

Der Premierminister kündigte für den Februar auch eine Lockerung der Masken- und Testregelungen an Schulen an. Diese seien umständlich, räumte Castex ein, hätten aber ein Offenhalten der Schulen mit nur wenigen geschlossenen Klassen ermöglicht.

Der Impf- und Genesungsnachweis braucht noch die Zustimmung des Verfassungsrates, der sich am Freitag mit dem "Passe vaccinal" beschäftigen will. Die Regierung rechnet nicht mit Einwänden. Gesetzlich ist die Anwendung der 2G-Regelung bis Juli abgesegnet. Sie werde aber aufgehoben, sobald sich die Lage entspannt und der Zustrom neuer Corona-Patienten in die Kliniken versiegt, sagte Castex./evs/DP/he

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Omikron und Corona

Omikron und Corona-Medikamente: Was hilft gegen die neue Variante?

Zwei Jahre nach den ersten Corona-Fällen entwickelt die Pandemie mit Omikron erneut eine dramatische Dynamik. Viele hatten auf die Impfung gesetzt - und auf die neu entwickelten Medikamente. Wirken sie auch gegen Omikron?

21.01.2022 08:05

Die neue Variante Omikron verbreitet sich besonders schnell. Sie ist so verändert, dass sich Geimpfte und Genesene häufiger anstecken als bei der Delta-Variante. Zudem versagen bei Omikron bestimmte, aufwendig entwickelte Medikamente. Doch einige neuere Präparate machen durchaus Hoffnung.

Nach einer im Fachmagazin "Cell" veröffentlichten Studie, scheinen mehrere Präparate bei Omikron ihre Wirksamkeit einzubüssen. Dabei geht es um die meisten der zugelassenen und gegen frühere Varianten wirksamen Medikamente auf Antikörper-Basis.

Antikörper bildet der Körper nach einer Impfung oder Infektion. Sie können an das Virus binden und es ausschalten. Antikörper können auch biotechnologisch hergestellt werden, um damit Infizierte zu behandeln. Weil das Omikron-Virus gegenüber früheren Varianten deutlich verändert ist, können Antikörper - körpereigene oder arls Medikament hergestellte - die Infektion aber nicht mehr so gut bekämpfen.

Casirivimab und Imdevimab, Etesevimab und Bamlanivimab: Auf diesen Antikörper-Präparaten ruhte zunächst Hoffnung. Bei früher Gabe sollten sie schwere Verläufe verhindern. Bei Omikron gilt die Wirkung nun als reduziert. Gemäss Studien hemmt aber das neue Antikörper-Präparat Sotrovimab Omikron. Dieses empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Wirksam: Dexamethason, Tocilizumab, Baricitinib

Während die Antikörper-Gabe nur in einer frühen Phase der Krankheit hilft, bleibt das entzündungshemmende Dexamethason später bei schwerem Verlauf die Standard-Behandlung. Weiter verabreicht werden auch Interleukin-6-Antagonisten wie Tocilizumab, die auch die Entzündungsreaktion blockieren und die ursprünglich für rheumatische Erkrankungen entwickelt wurden.

Auch sogenannte Januskinase-Inhibitoren wie Baricitinib werden als wirksam betrachtet. Dieses Mittel wird schon länger auch bei Covid-19 angewendet und wird nun auch von der WHO empfohlen. Zudem werden weiter Blutverdünner verabreicht, um Thrombosen, Schlaganfällen und Infarkten vorzubeugen.

Paxlovid und Molnupiravir in der Warteschlaufe

Hoffnungen ruhen auf neuen antiviralen Arzneimitteln wie Paxlovid und Molnupiravir - die ersten Pillen gegen Corona. Paxlovid wird derzeit von Swissmedic überprüft. "Molnupiravir wird voraussichtlich spätestens bis im Januar 2022 zur Verfügung stehen", teilte das BAG im November 2021 mit.

Remdesivir, ursprünglich gegen das Ebolavirus entwickelt und in der Schweiz seit Ende 2020 befristet gegen Corona zugelassen, wird weiter eingesetzt. Es wirkt ebenso gegen Omikron und zeigte in Studien einen etwa 80-prozentigen Schutz vor schweren Verläufen. Anders als die orale Therapie mit Paxlovid und Molnupiravir muss Remdesivir weiter intravenös als Kurzinfusion gegeben werden. Das geht aber ambulant.

Evusheld teuer, Ronapreve reduziert wirksam

Vor allem vorbeugend soll das (in der Schweiz noch nicht zugelassene) Antikörper-Präparat Evusheld eingesetzt werden - das laut Hersteller Astrazeneca auch gegen Omikron wirksam ist. Es muss nicht wie bisherige Antikörper im Spital über die Vene verabreicht werden, sondern kann einmalig in den Muskel gespritzt werden und soll sechs bis zwölf Monate wirken.

Das Medikament ist aber erheblich teurer als die Impfung, vor allem aber regt es den Körper nicht dazu an, eigene Antikörper zu bilden. Es sei nur geeignet für Menschen, die eine Impfung nicht vertragen oder keine Antikörper bilden können. Die Impfung bleibe das wirksamste Mittel, betonen Experten immer wieder.

Das Antikörper-Medikament Ronapreve (Casirivimab und Imdevimab) von Roche hat am 23. Dezember 2021 eine Zulassung von Swissmedic erhalten. Es ist gemäss Mitteilung Swiss National Covid-19 Science Task Force vom 6. Januar 2022 "der mAk der Wahl bei Infektionen mit der Omicron-Variante" bei ambulanten Patienten, die nicht oder schon vor längerem geimpft worden sind und einen milden Verlauf zeigen. Auch bei über 80-Jährige und Risikopatienten sei es zu empfehlen.

In Deutschland hat man dagegen eine reduzierte Wirkung von Ronapreve gegen Omikron festgestellt. "Dieser Antikörper ist ein Auslaufmodell, er wird bei Omikron nicht mehr verwendet werden können", sagt der Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing, Clemens Wendtner, der 2020 die ersten Corona-Patienten in Deutschland behandelt hatte.

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Deutsche Regierung will

Deutsche Regierung will Bevölkerung auf hohe Corona-Zahlen vorbereiten

Die Bundesregierung will Deutschland organisatorisch auf das rasante Wachstum der Omikron-Welle mit erwarteten Hunderttausenden Infizierten pro Tag vorbereiten. Neben einer Priorisierung der besonders sicheren PCR-Tests wird dafür auch eine weitere Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf wichtige gesellschaftliche Bereiche erwogen, wie ein Sprecher von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag in Berlin mit Blick auf die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz sagte. Bund und Länder wollen an diesem Montag weitere Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

21.01.2022 12:32

"Wir müssen mit diesen steigenden Infektionszahlen rechnen und müssen uns organisatorisch darauf einstellen", sagte der Sprecher. Geänderte Quarantäne- und Testregeln sorgten dafür, dass das öffentliche Leben noch sicher stattfinden könne, besonders in der kritischen Infrastruktur. Dazu zählen etwa das Gesundheitswesen, die Versorgungseinrichtungen und die Sicherheitsbehörden. Ein "Nadelöhr bei den PCR-Tests jedenfalls für die kritische Infrastruktur" solle verhindert werden. "Und deswegen konzentrieren wir wahrscheinlich auch die Kontaktnachverfolgung auf wichtige Bereiche, wie es heute schon passiert", so der Sprecher.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann äusserte sich nicht auf die Frage, ob der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag erneut Beratungen des Corona-Expertenrats der Bundesregierung vorausgehen. Der Sprecher des Gesundheitsressorts bekräftigte die Einschätzung, dass Mitte Februar mit mehreren hunderttausend Corona-Neuinfektionen pro Tag zu rechnen sei. Die Beurteilung der Lage und die Schlussfolgerungen seien Thema der Bund-Länder-Runde./bw/sam/DP/eas

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BAG empfiehlt Booster für

BAG empfiehlt Booster für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren

Neu empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren die Auffrischungsimpfung, wenn diese den Schutz vor einer milden Infektion erhöht und das Risiko der Virusübertragung auf enge Kontakte reduziert werden soll.

21.01.2022 14:00

Falls bei Jugendlichen nach der zweiten Impfdosis eine Infektion vier Monate oder später nach Abschluss der Grundimmunisierung auftrat, wird keine Auffrischungsimpfung empfohlen, wie das BAG am Freitag in seiner Empfehlung festhielt. In diesem Fall zähle die Infektion als Booster.

Für die Auffrischungsimpfung der Jugendlichen werde der mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech frühestens vier Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen.

Bei 12- bis 15-Jährigen ohne einschränkende chronische Erkrankung erfolge die Auffrischungsimpfung ausserhalb der Zulassung durch Swissmedic. Beim Abstand von weniger als sechs Monate zur Grundimmunisierung handle es sich um eine off-label-Anwendung. Es stünden aktuell nur sehr begrenzt Daten zur Sicherheit einer Auffrischungsimpfung mit dem mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech in dieser Altersgruppe zur Verfügung.

Zudem sei die Wirksamkeit von zwei wie drei Impfdosen von Pfizer/Biontech gegen eine Infektion mit der Omikron-Variante bei 12 bis 15-Jährigen unbekannt. Man nehme an, dass er Schutz vor einer Omikron-Infektion vier Monate nach der zweiten Dosis im Vergleich zur Delta-Variante ebenfalls stärker abnehme und dass eine Auffrischungsimpfung diesen Schutz kurzfristig erhöhen könne.

Die Häufigkeit von seltenen schweren unerwünschten Impferscheinungen nach einer dritten Dosis sei unbekannt, so das BAG weiter. Neue Erkenntnisse aus Beobachtungsstudien würden eng verfolgt, insbesondere zu Myokarditis (Herzmuskelentzündung).

Auch für Schwangere

Weiter empfiehlt das BAG eine Auffrischungsimpfung auch in der Schwangerschaft ab dem 2. Trimenon und der Stillzeit, auch wenn die Verfügbarkeit von Daten für diese Indikation angesichts der sehr kurzen Beobachtungszeit beschränkt sei.

Schwer immundefizienten Personen ab dem Alter von 12 Jahren wird im Hinblick auf die erwartete starke Ausbreitung der Omikron Variante nach der Gabe von drei mRNA-Impfdosen zur Grundimmunisierung off-label eine Auffrischungsimpfung empfohlen, wie es weiter hiess.

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EPFL-Forscher entschlüsseln

EPFL-Forscher entschlüsseln Entstehung von Entzündungen nach Covid

Lausanner Forschende haben den biologischen Mechanismus entschlüsselt, der nach Covid-19-Infektionen spezifische Entzündungen auslöst. Das eröffnet neue Wege für die Therapie.

21.01.2022 15:00

Die Gruppen von Andrea Ablasser an der ETH Lausanne (EPFL) und Michel Gilliet am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) haben einen Signalweg entdeckt, der an den Entzündungen bei COVID-19-Patienten beteiligt ist.

Der Signalweg wird als cGAS-STING bezeichnet. Er hat in der Zelle die Aufgabe, fremde DNA, etwa von Bakterien oder Viren, zu erkennen, die in das Zytosol der Zelle gelangt ist. Beim Zytosol handelt es sich um die Flüssigkeit im Inneren der Zelle, die alle Organellen enthält.

Beim Aufspüren fremder DNA löst der cGAS-STING-Signalweg eine Kaskade von molekularen Reaktionen aus, die schliesslich Entzündungsgene aktivieren. Die Gene setzen danach ihre eigenen Kaskaden in Gang, um die Abwehrmechanismen zur Bekämpfung der Infektion zu aktivieren. Der Signalweg kann jedoch auch auf die zelleigene DNA reagieren - ein Prozess, der im Laufe der Jahre mit verschiedenen Entzündungskrankheiten in Verbindung gebracht wurde.

Ein kleiner Tipp von der Fledermaus

Ablassers Gruppe beschäftigte sich schon vor der Pandemie mit dem cGAS-STING-Signalweg. Es lag deshalb nahe, zu untersuchen, ob der Signalweg auch an den Entzündungen beteiligt ist, die nach Covid-19-Infektionen auftreten. Ein erster Hinweis präsentierten die Fledermäuse: Bei diesen - gegen Covid-19 resistenten - Tieren ist der Signalweg beeinträchtigt.

CHUV-Forschende untersuchten Haut- und Lungengewebe von COVID-19-Patientinnen und Patienten, da die Krankheit bekanntermassen Haut- und Lungenentzündungen hervorruft. Sowohl in der Haut der Erkrankten wie in der Lunge wurde cGAS-STING-Aktivität entdeckt.

Lösung: Signalweg blockieren

Die Nagelprobe in vivo bestätigte den Verdacht: Die Forschenden testeten Mäuse, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und verabreichten Medikamente, die den cGAS-STING-Signalweg blockieren. In der Folge zeigten die Mäuse einen Rückgang der schweren Lungenentzündung und einen günstigeren Verlauf der Krankheit.

"Unsere Studie entschlüsselt neue Prinzipien für die Entwicklung von Therapeutika, die diesen pathologischen Entzündungsprozess bei schweren Erkrankungen gezielt blockieren", fasst Michel Gilliet in einer Mitteilung vom Freitag zusammen.

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Epidemiologe Marcel Tanner:

Epidemiologe Marcel Tanner: Testen oder Masken wohl ab Sommer nur noch punktuell nötig

Epidemiologe und Ex-Taskforce-Mitglied Marcel Tanner hält Corona-Massnahmen wie Testen und Masken ab Sommer nur noch punktuell für nötig.

23.01.2022 06:19

Hielten die Menschen in bestimmten Situationen freiwillig Schutzmassnahmen ein, könnten die staatlichen Einschränkungen wegfallen. Seiner Meinung nach sind nach der Omikron-Welle flächendeckende Massnahmen wie Maskenpflicht und 2G-Zertifikatspflicht nicht mehr nötig, "wenn wir uns weiterhin genügend impfen und boostern", wie Tanner in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" sagte. Voraussetzung dafür sei, dass die Gesellschaft und jeder einzelne Verantwortung übernehme.

Das Virus werde nicht einfach verschwinden, erklärte der 69-jährige Basler Forscher. Es werde "weiterhin Corona-Ausbrüche geben, vielleicht sogar kleinere Wellen". Aber solche Ausbrüche könne man künftig mit "gezielten punktuellen und freiwilligen Massnahmen beherrschen und eindämmen".

Tanner glaubt, dass wenn der Staat aufhöre, harte Massnahmen zu erlassen, und damit stattdessen eine Perspektive aufzeige, wie die Menschen mit einfachen und freiwilligen Massnahmen wieder Normalität herstellen könnten, werde die Gesellschaft das tun. "Das hat sich bisher in allen Epidemien gezeigt."

Der Epidemiologe forderte auch ein Ende der Massentests und umfangreichen Datensammlung. Nach der Omikron-Welle müsse man aufhören, "breit zu testen und massenweise Daten zu sammeln", sagte Tanner. "Die Prognosen werden mit den riesigen Datenmengen nicht besser, sie provozieren nur neue Ängste". Tanner schlug vor, künftig die Verbreitung des Coronavirus nur noch mit Stichproben ähnlich wie bei der Grippe zu überwachen. Testen lassen sollte sich "grundsätzlich nur noch, wer Symptome hat, die auf Corona hindeuten".

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Zehntausende demonstrieren in

Zehntausende demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Massnahmen

Tausende Menschen demonstrieren in Brüssel gegen die Corona-Auflagen. Laut ersten Schätzungen versammelten sich mehrere Zehntausend am Sonntag in der Brüsseler Innenstadt, wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sechs Personen seien bereits vor Beginn der Demonstration festgenommen worden wegen Besitz von gefährlichen oder verbotenen Gegenständen, sagte die Sprecherin.

23.01.2022 14:45

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga hielten die Demonstranten Fahnen aus verschiedenen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Polen, viele trugen keine Gesichtsmasken. Auf Schildern standen den Angaben zufolge Parolen gegen die Corona-Impfung und Aufrufe, Kinder zu "schützen". Die Demonstration wurde laut Belga von verschiedenen europäischen Gruppen organisiert./dub/DP/edh

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Deutsche Corona-Inzidenz über

Deutsche Corona-Inzidenz über 800 - Expertenrat: Weitere Schritte vorbereiten

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter steil an. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 800 überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab sie am Sonntagmorgen mit 806,8 an. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 772,7 gelegen, vor einer Woche bei 515,7. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 85 440 Corona-Neuinfektionen. Der Expertenrat der Bundesregierung fordert angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante Vorbereitungen für weitere Schritte. Bund und Länder wollen an diesem Montag über die weitere Strategie beraten.

23.01.2022 14:56

Experten rechnen damit, dass immer mehr Infektionen nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind. In Krankenhäusern und anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur drohen infolge eines hohen Krankenstandes und Quarantäne bereits erhebliche Personalengpässe, zum Teil sind diese bereits eingetreten. Omikron gilt als besonders ansteckend, die Krankheitsverläufe sind nach Einschätzung vieler Experten aber milder.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Montag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über die weiteren Schritten beraten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, die bestehenden Massnahmen derzeit beizubehalten. Der Expertenrat der Bundesregierung stellt sich hinter diese Linie, plädiert aber dafür, sich für einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu wappnen.

"Das hochdynamische Infektionsgeschehen erfordert aktuell eine Beibehaltung und strikte Umsetzung der bisherigen Massnahmen", heisst es in einer am Samstagabend veröffentlichten Stellungnahme des Gremiums. Wenn infolge weiter steigender Inzidenzen kritische Marken etwa bei Klinikeinweisungen erreicht würden, könnten weitergehende Massnahmen zur Infektionskontrolle nötig werden. "Diese sollten daher jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können."

Sowohl Kontaktbeschränkungen als auch Booster-Impfungen seien notwendig, um die Dynamik der aktuellen Welle zu bremsen und das Gesundheitssystem und die kritische Infrastruktur zu schützen, heisst es in der einstimmig gefassten Empfehlung der 19 Ratsmitglieder. Auf eine Intensivierung der Booster-Kampagne sei daher Wert zu legen.

Durch die bestehende Kontaktreduktionen und das besonnene Verhalten der Bürger sei der international beobachtete steile Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland zunächst verlangsamt worden. Der Expertenrat erwartet aber einen weiteren Anstieg. In der Spitze könnten Sieben-Tages-Inzidenzen "von mehreren Tausend regional erreicht werden". Das Ausmass der Klinikbelastung werde entscheidend von den Inzidenzen bei ungeimpften Erwachsenen und den über 50-Jährigen abhängen. Noch seien diese vergleichsweise niedrig, es seien aber Infektionen in die Gruppe der Älteren eingetragen worden.

Mit Zunahme der Grundimmunität in der Bevölkerung und Abnahme der Neuinfektionszahlen und Hospitalisierungsinzidenzen sollten die Kontaktbeschränkungen wieder stufenweise zurückgefahren werden. Langfristig sei es dringend erforderlich, "die verbliebenen Immunitätslücken in der Gesellschaft durch Impfungen zu schliessen, da ansonsten zyklisch mit erneuten starken Infektions- und Erkrankungswellen zu rechnen ist."

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mahnte zur Geduld. "Ein Signal zu grossflächigen, pauschalen Lockerungen käme im Moment noch zu früh", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz dem "Tagesspiegel" (Sonntag). "Immer noch sterben rund 1500 Menschen pro Woche an Corona, das Personal in den Krankenhäusern ist komplett ausgelaugt - das kann uns doch nicht kalt lassen." In Handel und Gastronomie stehe eine Lockerung der 2G- und 2G-Plus-Regeln für ihn derzeit nicht zur Debatte.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte, einen Stufenplan für Lockerungen zu entwickeln. Es müsse "bereits jetzt eine Exitstrategie vorbereitet werden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "In den Nachbarländern können wir verfolgen, dass die Pandemie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht haben wird und dann die Zahlen drastisch und schnell wieder sinken."/wn/DP/edh

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Institut: Corona hat riesige

Institut: Corona hat riesige wirtschaftliche Schäden in Deutschland verursacht

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren zu riesigen wirtschaftlichen Schäden geführt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kommt in einer Analyse zum Ergebnis, dass der Wertschöpfungsausfall bei rund 350 Milliarden Euro liegt. Ein Grossteil davon gehe auf Ausfälle beim privaten Konsum zurück, unter anderem wegen Lockdown-Massnahmen.

23.01.2022 15:07

Selbst wenn zum Jahresende 2022 beim Bruttoinlandsprodukt das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden sollte, bestehe auch dann noch eine "markante Lücke" zur Wirtschaftsleistung im Vergleich dazu, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, heisst es in einem IW-Kurzbericht. Dieser lag der Deutschen Presse-Agentur vor. "Erst mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren können Stück für Stück die Wertschöpfungs- und Einkommenslücken infolge der Pandemie wieder geschlossen werden."

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Deutschland. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfahren hatte, erwartet die Regierung nun noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent. Die Vorgängerregierung war im Herbst noch von 4,1 Prozent Wachstum in diesem Jahr ausgegangen. Die Prognose ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts, der am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll.

2021 legte die deutsche Wirtschaft mit 2,7 Prozent Wachstum zwar wieder zu. Allerdings fiel der vom Statistischen Bundesamt anhand erster Zahlen vermeldete Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts geringer aus als lange erhofft.

Im Krisenjahr 2020 war die Wirtschaftsleistung nach jüngsten Daten um 4,6 Prozent eingebrochen. Vor allem wegen eines flächendeckenden Lockdowns sowie unterbrochener Lieferketten und Produktionsausfälle im Frühjahr 2020 nach dem Ausbruch der Pandemie war die Konjunktur eingebrochen. Die Politik hatte milliardenschwere Hilfsmassnahmen beschlossen, um die Folgen für Jobs und Firmen abzumildern.

Laut der IW-Modellrechnung dürften über die vergangenen acht Quartale hinweg Ausfälle beim privaten Konsum in Deutschland von insgesamt 270 Milliarden Euro eingetreten sein. Beim privaten Konsum sei es auch zu "Verhaltensänderungen" gekommen, erläuterte der Autor der Analyse, Michael Grömling. Das bedeute: Auch wenn Kinos, Theater und Restaurants wieder offen waren, hätten sich viele Bürgerinnen und Bürger trotzdem aus Vorsichtsgründen zurückgehalten und auf einen Kino- oder Restaurantbesuch verzichtet.

Während der Pandemie hat sich die Sparquote der privaten Haushalte deutlich erhöht - sprich: die Verbraucher legten Geld auf die hohe Kante. Im Jahresgutachten der "Wirtschaftsweisen" hiess es, wenn pandemiebedingte Einschränkungen oder länger anhaltende Liefer- und Kapazitätsengpässe schneller überwunden werden, könne die "aufgestaute" Konsum- und Investitionsnachfrage für einen dynamischeren Aufschwung sorgen.

Denn während der Pandemie wurde auch deutlich weniger investiert. Laut IW-Studie gab es bei den sogenannten Bruttoanlageinvestitionen zum Beispiel in Maschinen "merkliche Ausfälle". Hätte es die Pandemie nicht gegeben, wären die gesamten Investitionen in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren in preisbereinigter Betrachtung um rund 60 Milliarden Euro höher ausgefallen. Dies wirke langfristig bremsend auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Zwar stehen laut IW den Einbussen beim privaten Konsum und bei den Investitionen kräftige Impulse vonseiten des Staatskonsums entgegen - infolge von Konjunkturpaketen und pandemiebedingter Zusatzausgaben. Auch vom Export kamen merklich positive Konjunkturimpulse. Dennoch ergebe sich ein Wertschöpfungsausfall in Höhe von fast 350 Milliarden Euro. Auch in den kommenden Quartalen werde es zu beträchtlichen Einbussen kommen - im Vergleich zu einer pandemiefreien Zeit. Die Einbussen könnten sich allein im ersten Quartal 2022 auf weitere 50 Milliarden Euro belaufen, wenn es infolge der Omikron-Welle zu deutlichen Beeinträchtigungen im Wirtschaftsleben komme./hoe/DP/edh

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In der Pandemie leiden mehr

In der Pandemie leiden mehr Jugendliche an Suizidgedanken

Im Zuge der Pandemie brauchen mehr Kinder und Jugendliche in einer akuten psychischen Krise medizinische Hilfe. Zahlen aus dem Kanton Zürich zeigen, dass Patientinnen und Patienten häufiger von Suizidgedanken berichten.

23.01.2022 15:10

Verzeichnete das Krisen-, Abklärungs-, Notfall- und Triagezentrum (KANT) der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich im ersten Halbjahr 2019 noch 321 Notfalluntersuchungen, waren es zwischen Januar und Juni 2021 bereits 450. Dies teilte Gregor Berger, leitender Arzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit

Berger bestätigte damit einen Bericht der "Sonntagszeitung". Während bei den Notfalluntersuchungen ein Anstieg um 40 Prozent verzeichnet wurde, verdoppelte sich die Zahl der telefonischen Notfallkontakte gemäss einer Studie eines Teams um Berger beinahe - von 880 auf 1744.

Der Anteil der Jugendlichen, die von Suizidgedanken berichteten, nahm im untersuchten Zeitraum von 69 auf 86 Prozent zu. Zugleich stieg der Anteil der Patientinnen und Patienten, die von Selbstverletzungen berichteten, von 31 auf 48 Prozent. Zum selbstverletzenden Verhalten werden namentlich Suizidversuche gezählt.

Mehr Minderjährige in der Erwachsenenpsychiatrie

Gemäss der Studie nahm im Kanton Zürich insbesondere seit den Sommerferien 2020 auch die Zahl der Minderjährigen zu, die in die Erwachsenenpsychiatrie aufgenommen wurden - und bleibt seither hoch. Zu dieser Massnahme wird laut den Studienautorinnen und -autoren nur gegriffen, wenn eine Hospitalisation unumgänglich ist und in spezialisierten Einrichtungen kein Platz mehr zur Verfügung steht.

Zürich steht mit der Entwicklung nicht allein da: Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern habe im Jahr 2021 über 50 Prozent mehr suizidale Minderjährige auf der Notfallstation betreut als im Vorjahr, berichtete am Sonntag die "Sonntagszeitung".

Leistungsdruck belastet

Man beobachte bereits seit zehn Jahren, dass das Zürcher Notfallzentrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie stärker in Anspruch genommen werde, so Berger weiter. Durch die Pandemie habe sich der Trend allerdings deutlich akzentuiert.

Aus seiner Sicht sei seit der Jahrtausendwende der Druck auf die Jugendlichen gestiegen, erklärte Berger. Zum Teil würden schon am Ende der Primarstufe erste Weichen gestellt. Viele Eltern fühlten sich unter Druck, ihre Kinder anzutreiben, damit sie es ins Langzeitgymnasium schafften.

Eine ähnliche Entwicklung sieht Berger im Sport: Dort müssten Kinder in immer mehr Sportarten schon im Primarschulalter Leitungen erbringen oder eine bestimmte Anzahl Trainingseinheiten absolvieren, um mitmachen zu dürfen. Früher sei dies nur in wenigen Disziplinen der Fall gewesen.

Mehr Zeit am Handy

Als problematisch beurteilt Berger auch die Entwicklung beim Medienkonsum: Gemäss Untersuchungen seiner Klinik ist der durchschnittliche tägliche Handykonsum in der Freizeit in der ersten Corona-Welle von vier auf sechseinhalb Stunden gestiegen - und mit der Lockerung der Massnahmen nicht mehr gesunken.

Durch die immer längere Zeit am Handy habe sich der Lebensstil der Teenager verändert, so Berger. Die Schlafdauer sei deutlich kürzer. Jugendliche auf der Notfallstation hätten häufig einen Medienkonsum von acht Stunden oder mehr am Tag. Zumindest bei den Patientinnen und Patienten beobachte man einen Rückgang bei der körperlichen Aktivität und den Interaktionen mit der realen Welt.

In der Pandemie haben es laut dem Kinder- und Jugendpsychiater insbesondere Jugendliche schwer, die vorher schon Mühe hatten, den an sie gestellten Ansprüchen zu genügen. Wenn bei der Berufswahl keine Schnupperpraktika möglich seien, erschwere dies den Einstieg in eine normale Entwicklung.

Cannabis heute sehr viel stärker

Als Risikofaktor sieht Berger auch den frühen Konsum von Drogen, insbesondere von Cannabis. In Zürich liege der THC-Gehalt von konfisziertem Gras oder Haschisch häufig über 20 Prozent, während Ende der 1960er-Jahre, zu Zeiten von Woodstock, ein THC-Gehalt von drei bis fünf Prozent üblich gewesen sei. Studien zeigten zunehmend, dass bei Personen, die in einem jungen Alter Cannabis konsumiert hätten, sowohl die Suizidrate als auch der Anteil von schweren psychischen Krankheiten Betroffener gegenüber der Gesamtbevölkerung erhöht sei.

In allen Bildungsschichten werde zudem durch die zunehmende Mobilität die Einbettung in die Grossfamilie schwächer, hob Berger hervor. Damit falle ein positiver, stabilisierender Faktor weg.

Der Experte schätzt, dass 10 bis 20 Prozent der Jugendlichen psychisch besonders verwundbar sind. Bei ihnen führten die genannten Belastungen zu einem Anstieg psychischer Probleme. Suizidalität sei dabei nur die Spitze des Eisbergs.

(AWP)

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Lockdown in chinesischer

Lockdown in chinesischer Millionenstadt nach einem Monat aufgehoben

Nach einem Monat haben die Behörden von Xi'an am Montag den Lockdown für die 13 Millionen Bewohner der zentralchinesischen Metropole aufgehoben. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde der Status der alten Kaiserstadt, die seit Dezember gut 2000 Infektionen erlebt hatte, wieder auf "niedriges Risiko" heruntergestuft. Die Ausgangssperren wurden aufgehoben.

24.01.2022 06:35

Öffentliche Verkehrsmittel sowie Taxis konnten ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen. Auch dürfen die Bewohner wieder normal reisen, müssen aber mit der Corona-App jeweils ihre Unbedenklichkeit nachweisen. Flüge und Zugverbindungen in die Provinzhauptstadt von Shaanxi wurden wieder aufgenommen. Geschäfte und Einkaufszentren dürfen auch wieder normal öffnen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Auch können Restaurants wieder Gäste bewirten, müssen aber die Zahl begrenzen und Abstandsregeln einhalten. Versammlungen von mehr als 50 Personen müssen vorher Hygienekonzepte entwickeln und genehmigen lassen. Familiäre oder private Treffen sollen auf nicht mehr als zehn Personen beschränkt werden, hiess es in der Mitteilung zwei Wochen vor dem chinesischen Neujahrsfest, dem grössten Familienfest der Chinesen, das nach dem Mondkalender in der Nacht zum 1. Februar begrüsst wird.

China, wo die ersten Coronainfektionen vor zwei Jahren entdeckt worden waren, verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie und hat das Virus besser als andere Länder im Griff. Am Sonntag wurden nur 18 lokale Infektionen berichtet, davon sechs in Peking, wo in zwei Wochen die Olympischen Winterspiele beginnen. Auch die Omikron-Variante, die sich schneller verbreitet, ist in China bereits nachgewiesen.

Die Behörden reagieren vielerorts mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Auch hat sich das Land weitgehend vom Ausland abgeschottet, indem kaum Visa vergeben werden und es nur noch ganz wenige Flugverbindungen gibt. Einreisende müssen zwei bis drei Wochen in ein Quarantänehotel./lw/DP/stk

(AWP)

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WHO erachtet Ende der Corona

WHO erachtet Ende der Corona-Pandemie in Europa nach Omikron plausibel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schliesst ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle nicht aus.

24.01.2022 06:44

"Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt", sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht.

Kluge führte aus, wenn die derzeitige Omikron-Welle in Europa abgeebbt sei, werde es für einige Wochen und Monate eine globale Immunität geben - dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion immun seien. Hinzu kämen jahreszeitliche Effekte.

Rückkehr gegen Ende Jahr?

"Also stellen wir uns darauf ein, dass es eine Zeit der Ruhe geben wird, bevor Covid-19 zurückkommen könnte gegen Ende des Jahres, aber die Pandemie kommt nicht unbedingt zurück", fasste Kluge seine Erwartungen zusammen.

Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Grossraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben. Die WHO Europa, die ihren Sitz in Kopenhagen hat, ist zuständig für 53 Länder und Gebiete nicht nur in Europa, sondern auch in Zentralasien.

Omikron ist hochansteckend, löst aber bisherigen Studien zufolge in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf aus als frühere Virusvarianten. Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie wird während der aktuellen Omikron-Welle vermehrt die Hoffnung laut, dass sich Corona von einer Pandemie zu einer endemischen Infektion entwickelt, die also wie etwa die Grippe dauerhaft und gehäuft in einer begrenzten Region oder in Teilen der Bevölkerung auftritt.

Mahnung zur Vorsicht

Kluge sagte dazu der AFP: "Es wird viel über eine Endemie geredet, aber endemisch heisst, (...) dass es möglich ist vorherzusagen, was passieren wird." Das Coronavirus Sars-CoV-2 habe "uns aber mehr als einmal überrascht, also müssen wir sehr vorsichtig sein".

EU-Binnenmarktskommissar Thierry Breton, in dessen Zuständigkeit auch die Impfstoffproduktion fällt, sagte am Sonntag, die aktuellen Corona-Impfstoffe könnten an jede neue Virusvariante angepasst werden. "Wir werden besser in der Lage sein, uns zu wehren, auch gegen neue Varianten", sagte Breton dem französischen Fernsehsender LCI.

Zur derzeit sinnvollen Strategie gegen Corona sagte Kluge, statt sich auf die Einschränkung der Ansteckungen zu konzentrieren, müsse aktuell der Schutz besonders anfälliger Menschen im Vordergrund stehen. Die Lage müsse so stabilisiert werden, dass das Gesundheitssystem nicht mehr überfordert ist wegen Covid-19.

Auf die Frage, ob eine vierte Impfdosis notwendig sei, um die Corona-Pandemie zu beenden, reagierte Kluge zurückhaltend. Fest stehe zumindest, dass die Immunität nach jeder Impfdosis ansteige".

Durch die Corona-Pandemie starben nach AFP-Berechnungen auf Grundlage offizieller Daten bislang fast 5,6 Millionen Menschen. 1,7 Millionen dieser Corona-Toten wurden aus Europa gemeldet.

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IATA-Direktor übt Kritik an

IATA-Direktor übt Kritik an hohen Preisen für PCR-Tests

Die hohen Preise für PCR-Tests, die an Flughäfen erhoben werden, sind laut dem Direktor des Weltluftfahrtverbandes IATA, Willie Walsh, ein grosses Problem für die Branche. Sie hielten viele davon ab, zu fliegen, sagte Walsh in einem Interview mit der CH-Media.

24.01.2022 06:55

Viele Passagiere würden bei den PCR-Tests abgezockt. Die Preise für PCR-Tests seien lächerlich hoch. Die IATA habe die Unterschiede untersucht. So zahle der Passagier für die gleichen Tests 27 Dollar in Kuala Lumpur, 278 Dollar in Tokio und bis zu 310 Dollar in Zürich.

Die Tests seien unnötig. Als Beispiel erwähnte Walsh Grossbritannien. Bis im November seien dort über neun Millionen Tests vorgenommen worden. Die Positivitätsrate habe in der Luftfahrt 0,8 Prozent betragen gegenüber 8,4 Prozent im ganzen Land.

Ein Dorn im Auge sind laut Walsh, ehemaliger Konzernchef von British Airways, ferner die zahlreichen Dokumente, die die Behörden bei Flügen vorschrieben. Das Dickicht sei kaum mehr zu durchschauen. "Braucht es einen PCR- oder einen Antigen-Test? Muss er 24 oder 72 Stunden gültig sein? Ich verstehe den Frust, den viele Leute haben", sagte der IATA-Chef mit irischen Wurzeln.

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Nachfrage nach

Nachfrage nach Coronaimpfungen für Kinder bisher schweizweit bescheiden

Die Nachfrage nach Kinderimpfungen gegen Covid-19 ist noch gering. Schweizweit wurden bisher rund 32'000 Kinder zwischen 5 und 11 Jahren geimpft. Die Impfquote liegt bei 5,2 Prozent. Es gibt grosse regionale Unterschiede.

24.01.2022 10:30

Seit Anfang Jahr sind Kinderimpfungen schweizweit möglich. Am niedrigsten ist die Kinder-Impfquote bisher in der Westschweiz. Dort liegt sie überall deutlich unter 2 Prozent: am tiefsten in Neuenburg mit knapp 1,4 Prozent, am höchsten in Genf mit 1,8 Prozent, wie Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu entnehmen ist. Schweizer Radio SRF hatte am Montag darüber berichtet.

Hohe Impfquoten in den beiden Basel

Am meisten Kinder wurden bisher in Basel-Landschaft und Basel-Stadt geimpft. Hier liegen die Quoten bei 11,8 respektive 12,8 Prozent. In den Kantonen Zürich und Bern sind inzwischen 7,7 respektive 7,1 Prozent dieser Altersgruppe geimpft. Numerisch am meisten Kinder haben bisher im Kanton Zürich mit mehr als 8600 Kindern und in Bern mit rund 5000 Kindern eine Covid-Impfung erhalten.

Gundekar Giebel, Sprecher der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, erklärte gegenüber SRF, dass die Nachfrage nach Kinderimpfungen anfänglich gross gewesen sei. Aber jene Eltern, die wirklich darauf gehofft hätten, ihre Kinder möglichst rasch impfen lassen zu können, seien schon am ersten Wochenende gekommen.

Mittlerweile verteile sich die Nachfrage schon wieder. "Die ganz grosse Nachfrage nach Impfungen ist das natürlich nicht", so Giebel. Dass die Impfquote bei den Kindern bisher viel tiefer liege als bei den Erwachsenen, sei nicht überraschend. "Die Covid-19-Erkrankung bei Kindern, wenn sie sie überhaupt bekommen, verläuft normalerweise sehr mild. Das hat wahrscheinlich einen grossen Einfluss", so der Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion.

Anders sieht es in Zürich aus. "Wir verspüren nach wie vor eine grosse Nachfrage und wir schalten laufend weitere Termine auf", erklärte Jérôme Weber von der Zürcher Gesundheitsdirektion gegenüber Radio SRF.

Tiefe Quote auch im Tessin

Eine sehr tiefe Impfquote von unter 3 Prozent bei Kindern gibt es laut BAG neben allen Westschweizer Kantonen auch im Tessin (2,6 Prozent), in Glarus (2,1 Prozent), St. Gallen (2,7 Prozent), Appenzell Innerrhoden (2,9 Prozent) und Obwalden (3 Prozent). Über dem schweizweiten Durchschnitt liegen neben Zürich, Bern und den beiden Basel lediglich die Kantone Aargau (7,4 Prozent), Zug (6,7 Prozent), Luzern (6,4 Prozent), Solothurn (5,8 Prozent) und Nidwalden (5,1 Prozent).

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WHO-Chef: Akutphase der

WHO-Chef: Akutphase der Pandemie kann in diesem Jahr beendet werden

Die Akutphase der Corona-Pandemie kann aus Sicht des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem internationalen Kraftakt in diesem Jahr beendet werden. Dazu müssten unter anderem die Impflücken in ärmeren Ländern geschlossen werden, und es müsste mehr getestet werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf. Gleichzeitig warnte Tedros vor voreiligem Optimismus. "Es wäre gefährlich anzunehmen, dass Omikron die letzte Variante war und dass wir schon in der Endphase sind."

24.01.2022 12:28

Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wurden der WHO vorige Woche alle drei Sekunden 100 neue Fälle aus aller Welt gemeldet, und alle zwölf Sekunden kam ein Todesfall hinzu, wie Tedros berichtete.

Der Chef der UN-Gesundheitsorganisation hatte jedoch auch gute Nachrichten für das Lenkungsgremium aus Gesundheitsministern und hochrangigen Beamten aus 34 Ländern: Der Impfstoff-Mangel sei überwunden. Die logistische Herausforderung bestehe jetzt darin, die Dosen in alle Länder zu bringen und dort zu verabreichen.

In Afrika haben laut Tedros 85 Prozent der Menschen noch keine Impfung erhalten. Nur wenn in den kommenden Monaten 70 Prozent der Bevölkerung in jedem Land geimpft werde, könne das Virus besiegt werden, sagte Tedros. Ausserdem müssten Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden, um die Sterblichkeit zu senken. "Wir können Covid-19 als globale Notfallsituation beenden, und wir können es in diesem Jahr tun", sagte Tedros./al/DP/eas

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England streicht Testpflicht

England streicht Testpflicht nach Einreise für Geimpfte

Für geimpfte Einreisende nach England gibt es künftig eine Hürde weniger. Die verpflichtenden Corona-Tests, die bislang nach der Einreise gemacht werden müssen, sollen ersatzlos entfallen, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Montag ankündigte. Wann die Änderung in Kraft tritt, war zunächst nicht bekannt.

24.01.2022 14:43

Bislang müssen alle Urlauber und Rückkehrer bei privaten, von der Regierung zertifizierten Anbietern auf eigene Kosten Tests buchen und bis spätestens zum zweiten Tag nach der Einreise durchführen. Derzeit ist dafür ein Antigen-Schnelltest ausreichend, zuvor wurde sogar ein PCR-Test verlangt. Für Ungeimpfte wird diese Pflicht weiterhin gelten - genauso wie weitere Tests vor der Einreise sowie an Tag 8 und die Pflicht zur Isolation.

Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik, orientieren sich bei Reiseregeln aber oft an England, da viele internationale Reisende ohnehin über London ins Land kommen./swe/DP/eas

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Mögliche Erklärung für

Mögliche Erklärung für mildere Verläufe bei Omikron-Variante

Frankfurter Forscher haben eine mögliche Ursache für mildere Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Coronavirus identifiziert. In Zellversuchen habe sich gezeigt, dass Omikron im Vergleich zur Vorgänger-Variante Delta besonders empfindlich gegenüber der sogenannten Interferon-Antwort des Menschen sei, teilte das Uniklinikum in Frankfurt am Montag mit. Interferone sind Teil des Immunsystems.

24.01.2022 15:36

Die Frankfurter Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse zusammen mit einem Team von der britischen University of Kent im Fachblatt "Cell Research". "Offenbar kann Omikron im Gegensatz zu Delta nicht verhindern, dass die befallenen Zellen Interferon produzieren und ausschütten", sagte Martin Michaelis von der School of Bioscience der University of Kent laut Mitteilung.

Von Viren befallene Zellen bilden bestimmte Interferone. Das sind vereinfacht gesagt Botenstoffe, die unter anderem andere Zellen über den Eindringling informieren. Interferone sind wichtig für die unspezifische Immunantwort - also eine sehr schnelle, wenn auch weniger spezifische Reaktion des Immunsystems gegen einen Erreger. Die unspezifische Immunantwort ist zu unterscheiden von der spezifischen Immunantwort, deren Aufbau mehr Zeit braucht. Dabei werden unter anderem passgenaue Antikörper gegen den Erreger gebildet./chs/DP/stw

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Bericht über Lockdown

Bericht über Lockdown-Geburtstagsfeier: Ist Boris Johnson am Ende?

Mehr Ärger für Boris Johnson: Mit Kuchen, Ständchen und 30 Gästen soll der britische Premierminister einem Bericht zufolge mitten im Lockdown im Juni 2020 seinen Geburtstag gefeiert haben. Laut dem Sender ITV hatte Johnsons Frau Carrie eine Überraschungsparty für den konservativen Politiker in dessen Amtssitz 10 Downing Street organisiert. Private Treffen in Innenräumen waren damals nicht erlaubt. Die Regierung dementierte den Bericht im Grundsatz nicht.

25.01.2022 06:38

Für den seit Wochen wegen Berichten über mutmasslich illegale Lockdown-Partys in der Kritik stehenden Johnson kommt die Enthüllung vom Montagabend zu einem prekären Zeitpunkt. Noch in dieser Woche werden die Ergebnisse einer internen Untersuchung zu einer ganzen Reihe angeblicher Lockdown-Partys in der Downing Street erwartet - inzwischen sind es zehn. Vom Ausgang dieser Untersuchung könnte Johnsons politisches Schicksal abhängen. Mehrere Mitglieder seiner eigenen Fraktion wollen ihn stürzen. Die neuen Enthüllungen dürften Wasser auf ihre Mühlen sein.

Bis zu 30 Gäste sollen ITV zufolge bei der angeblichen Feier am Nachmittag des 19. Juni 2020 zu Johnsons 56. Geburtstag dabei gewesen sein, darunter vor allem Mitarbeiter, aber auch die Designerin Lulu Lytle, die damals für viel Geld die Dienstwohnung der Johnsons renovierte. Carrie Johnson soll dem Bericht zufolge das Lied "Happy Birthday" angestimmt haben. Neben der Torte soll es auch ein Picknick mit Leckereien einer bekannten Kaufhaus- und Feinkostkette gegeben haben. Später seien mehrere Familienmitglieder in der Wohnung der Johnsons zu einer privaten Feier gewesen.

Eine Regierungssprecherin bestritt den Bericht über die Zusammenkunft der Gruppe am Nachmittag laut ITV nicht, wertete sie aber nicht als Party, sondern kurzes Treffen von Mitarbeitern im Anschluss an eine Besprechung, um dem Premier zu gratulieren. Johnson sei weniger als zehn Minuten dabei gewesen. Insgesamt habe das Event nur 20 bis 30 Minuten gedauert. Den Bericht über Gäste in der Dienstwohnung wies die Sprecherin als "komplett unwahr" zurück. Johnson habe lediglich eine kleine Gruppe von Familienmitgliedern im Freien empfangen. Die Designerin Lytle liess wissen, sie habe sich nur zum Arbeiten in der Downing Street aufgehalten und habe ausserhalb des Raums, in dem angeblich gefeiert wurde, auf ein Gespräch mit Johnson gewartet.

Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei kritisierte die Regierung als "chaotisch und steuerlos" und forderte zum wiederholten Mal Johnsons Rücktritt. "Er muss gehen", bekräftigte Starmer.

Mit einem freiwilligen Abgang Johnsons wird indes kaum gerechnet. Gefährlich werden könnte ihm aber der wachsende Unmut in der eigenen Partei. Der Chef der konservativen Tory-Partei sieht sich dabei einer Koalition aus verschiedenen Lagern gegenüber. Sollten sich 54 Mitglieder seiner Fraktion im Unterhaus schriftlich für einen Wechsel aussprechen, käme es zum Misstrauensvotum.

Bereits in der vergangenen Woche sah es brenzlig für den Premier aus. Er hatte zugegeben, bei einer Gartenparty im Mai 2020 in seinem Amtssitz dabei gewesen zu sein, behauptete aber, sie für ein Arbeitstreffen gehalten zu haben. Dabei hatte sein Privatsekretär in einer E-Mail mit dem Hinweis "bringt euren eigenen Alkohol mit" dazu eingeladen. Die E-Mail will Johnson aber genauso wenig gesehen haben wie Warnungen im Vorfeld, es handle sich um einen Regelbruch. Mit einem trotzigen Auftritt bei der Fragestunde im Parlament konnte sich Johnson am vergangenen Mittwoch wieder etwas Luft verschaffen. Doch ob ihm das noch einmal gelingen wird, gilt als zweifelhaft.

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Expertenrat in Israel

Expertenrat in Israel empfiehlt vierte Corona-Impfung für Erwachsene

Ein israelischer Expertenrat hat am Dienstag eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für über 18-Jährige empfohlen. Die Empfehlung gelte für Erwachsene, die vor mehr als fünf Monaten die Booster-Impfung erhalten haben oder die vor diesem Zeitraum genesen seien, teilte das Gesundheitsministerium mit.

25.01.2022 09:20

"Die Entscheidung wurde angesichts positiver Ergebnisse getroffen, die einen drei- bis fünfmal höheren Schutz gegen schwere Erkrankungen nach der vierten Impfdosis zeigten", hiess es in der Mitteilung. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus sei bei vierfach Geimpften zweimal höher als bei dreifach Geimpften. Die Empfehlung muss noch vom Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Nachman Asch, gebilligt werden.

In Israel haben bereits mehr als 600 000 Menschen eine vierte Impfdosis erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

Die Leiterin einer Studie zur Wirksamkeit der vierten Dosis hatte sich eher skeptisch geäussert. Sie führe zwar zu einem "schönen Anstieg" der Antiköper, schütze aber nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante, sagte die Professorin Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv vor rund einer Woche.

Israel befindet sich nach Einschätzung von Experten auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle. Mehr als 580 000 der gut neun Millionen Bürger sind gegenwärtig mit dem Virus infiziert. Am Dienstag teilte das Gesundheitsministerium mit, es seien binnen 24 Stunden erneut mehr als 83 000 weitere Fälle registriert worden.

Nur 63 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. In Israel werden dazu zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Auffrischungsimpfung gezählt. 29 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei acht Prozent ist die Gültigkeit der Impfung abgelaufen.

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Erstmals mehr als 30 000

Erstmals mehr als 30 000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien gemeldet

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Tschechien weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stieg mit 30 350 Fällen innerhalb von 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie. Das teilte das Gesundheitsministeriums in Prag am Dienstag mit. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten ging zuletzt wieder leicht zurück und lag bei 1695. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 37 000 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

25.01.2022 09:28

Die staatliche Gesundheitsbehörde SZU schätzt, dass rund 95 Prozent der neuen Fälle auf die Omikron-Variante zurückgehen. Omikron gilt als ansteckender als die bisher dominierende Delta-Variante. Zudem gibt es einen ersten definitiv nachgewiesenen Fall der Variante BA.2, die vor allem in Dänemark und Grossbritannien im Aufwind ist. Wegen des grossen Andrangs lag die Wartezeit auf einen PCR-Test mancherorts bereits bei drei Tagen.

Die Regierung in Prag hatte vor kurzem eine bereits beschlossene Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder kassiert. Das liberalkonservative Kabinett unter Petr Fiala stellte sich damit gegen einen Beschluss der Vorgängerregierung. In Tschechien haben nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC erst 31,9 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten (Deutschland: 47,2 Prozent)./hei/DP/eas

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Südkorea verzeichnet

Südkorea verzeichnet Rekordhoch bei Neuinfektionen

Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 hat Südkorea den bisher stärksten Anstieg von Neuinfektionen an einem Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 8571 Fälle nachgewiesen. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf knapp 750 000. Es war das erste Mal, dass die Zahl der Neuinfektionen die Schwelle von 8000 überschritten hat.

25.01.2022 10:54

Omikron ist inzwischen auch in Südkorea zur vorherrschenden Variante geworden. Sie gilt zwar als hochansteckend, aber milder im Verlauf. Die Behörden befürchten, dass sich in der nächsten Woche das Infektionsgeschehen, über die Feiertage zum Mondneujahr, verschärfen könnte. Die Regierung hat die Menschen daher darum gebeten, von Reisen im Inland und Familienbesuchen abzusehen.

Mitte Januar hatte Südkorea stärkere Kontaktbeschränkungen beschlossen, die zunächst drei Wochen gelten sollen. Dazu gehören auch frühere Schliesszeiten für Gastronomiebetriebe. Im internationalen Vergleich kam Südkorea bisher gut durch die Pandemie. Die Fallzahlen steigen jedoch schon seit einigen Tagen deutlich./dg/DP/eas

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Allianz fordert sofortiges

Allianz fordert sofortiges Ende der Corona-Massnahmen

Die Corona-Massnahmen seien per sofort aufzuheben. Dieser Ansicht ist eine Allianz von Branchenverbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern bürgerlicher Parteien. Die geltenden Einschränkungen seien gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.

25.01.2022 10:57

Weitere Massnahmen seien weder verhältnismässig noch geeignet, um die Situation in den Spitälern oder die epidemiologische Entwicklung positiv zu beeinflussen, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern, bei der nebst dem Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) auch Vertreterinnen und Vertreter der Parteien FDP, SVP und Die Mitte, der Fitness- und Gesundheitscenter Verband, Gastrosuisse und die EXPO EVENT Swiss LiveCom Association zugegen waren.

Quarantäne- und Isolationsmassnahmen sowie die Homeoffice-Pflicht seien aufzuheben, sagte SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler laut Redetext. Der Bundesrat solle das Heft wieder in die Hand nehmen und "die unsägliche Task Force" nach Hause schicken.

Die Zertifikatspflicht sei in der aktuellen Situation unverhältnismässig, so die Rednerinnen und Redner weiter. Zudem würden viele Branchen und die Bevölkerung massiv unter den Einschränkungen leiden. Auch sei eine Überlastung des Gesundheitswesens nicht mehr zu erkennen. Mehrere Redner plädierten deshalb für einen sogenannten "Freedom Day", wie ihn andere Länder kennen, an dem alle Massnahmen aufgehoben werden.

Am 19. Januar hatte der Bundesrat die Verlängerung der Massnahmen beschlossen. Die Regeln zur Kontaktquarantäne und die Homeoffice-Pflicht gelten bis Ende Februar; die übrigen Massnahmen provisorisch bis Ende März. Letztere umfassen die 2G- und die 2Gplus-Regel für gewisse Innenräume, die Maskenpflicht innen, die 3G-Regel für Veranstaltungen draussen sowie die Einschränkung privater Treffen. Dieses Regime war davor bis am 24. Januar befristet.

Am 2. Februar will der Bundesrat eine grössere Auslegeordnung vornehmen und über mögliche Lockerungen diskutieren.

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Flugverkehr in Europa geht

Flugverkehr in Europa geht wegen Omikron-Variante stark zurück

In den ersten Januarwochen ist der Flugverkehr in Europa laut der Europäischen Organisation zu Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. "Die Auswirkungen von Omikron sind nur allzu deutlich", schrieb der Generaldirektor der Organisation, Eamonn Brennan, am Dienstag auf Twitter. Demnach wurden im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 nur 70 Prozent des Flugverkehrs registriert, im Dezember waren es noch 78 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass dies nur von kurzer Dauer sein wird", so Brennan.

25.01.2022 12:03

Eurocontrol hatte für den Januar eigentlich mit einem Niveau von 79 Prozent im Vergleich zu vor der Pandemie gerechnet. Die Zahlen beziehen sich Eurocontrol-Angaben zufolge auf die Anzahl von Flügen in mehr als 40 europäischen Ländern, sowohl für Passagiere als auch für Fracht. Angesichts steigender Corona-Fallzahlen und der neuen Omikron-Variante des Coronavirus hatten viele Länder striktere Reisebestimmungen erlassen./mjm/DP/mis

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EU will Reisen für Geimpfte,

EU will Reisen für Geimpfte, Getestete und Genesene erleichtern

Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat für Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland sein. Die EU-Staaten einigten sich am Dienstag darauf, dass vom 1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt. Das teilten die EU-Länder am Dienstag mit. Damit folgen die Staaten weitgehend einem Vorschlag, den die EU-Kommission vor zwei Monaten präsentiert hatte.

25.01.2022 13:23

Neben in der EU zugelassenen Impfstoffen sollen der Einigung zufolge auch von der WHO oder nationalen Behörden akzeptierte Mittel ausreichen. Ein PCR-Test solle frühestens 72, ein Schnelltest 24 Stunden vor der Reise gemacht werden. Ein Genesenen-Zertifikat soll 180 Tage gültig sein. Wer kein Zertifikat hat, soll nach Ankunft einen Test machen. Für Kinder gibt es Ausnahmen. Zusätzliche Beschränkungen solle es nicht geben. Ein Sprecher der EU-Kommission betonte: "Das Mindeste, was wir alle erwarten können, ist, dass die Mitgliedstaaten diese Empfehlung auch umsetzen."

Da sich die Omikron-Variante mittlerweile in ganz Europa verbreitet habe, soll zudem geprüft werden, die angesichts der Variante in manchen Mitgliedstaaten eingeführten Reisebeschränkungen aufzuheben.

Deutschland unterscheidet für die Einreise zwischen Virusvarianten- und Hochrisikogebieten. Geimpfte und Genesene müssen nach der Einreise aus einem Hochrisikogebiet nicht in Quarantäne. Ungeimpfte können sich frühestens fünf Tage nach Einreise freitesten. Derzeit sind alle EU-Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, als Virusvariantengebiet ist derzeit kein Land eingestuft. Auch andere Länder wie Italien und Österreich verlangen derzeit teils mehr als nur ein Zertifikat. Wer etwa nur eine Grundimmunisierung hat, muss für einen Österreich-Urlaub zusätzlich einen negativen Test vorlegen./mjm/DP/eas

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Biontech und Pfizer starten

Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

25.01.2022 13:06

Die erste Gruppe umfasst gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereits zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen. Die zweite, fast ebenso grosse Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten. Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

"Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen ähnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig länger anhält", erklärte Biontech-Chef Ugur Sahin. Impfstoffe böten nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren Verläufen durch Omikron.

Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen haben. Biontech hatte erklärt, dass die beiden Unternehmen "bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen". Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält./mba/DP/eas

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Deutschland meldet erstmals

Deutschland meldet erstmals mehr als 150'000 Neuinfektionen an einem Tag

Die offiziell gemeldeten Corona-Fallzahlen erreichen in der derzeitigen Omikron-Welle einen Rekord nach dem anderen. So übermittelten die Gesundheitsämter erstmals mehr als 150 000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI). Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen die Schwelle von 900 - Tendenz stark steigend.

26.01.2022 10:13

Die Zahl der Klinikeinweisungen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung stieg zuletzt wieder, liegt aber weiterhin deutlich unter den Höchstwerten der vierten Welle. Auf den Intensivstationen hat die Omikron-Welle bislang noch nicht zu einem Anstieg der Patientenzahlen geführt.

Die Gesamtzahl der offiziell registrierten Infektionen überstieg die Marke von neun Millionen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9 035 795 nachgewiesene Ansteckungen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Um eine Überlastung zu verhindern, wollen Bund und Länder den Zugang zu PCR-Tests einschränken. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, geht davon aus, dass bereits jetzt Bürger und auch Ärzte vielfach davon ausgehen, dass die Regelungen bereits gälten - was wiederum die offiziell erfassten Fallzahlen verringere, für die bislang nur PCR-Tests berücksichtigt werden.

Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 164 000 neue Corona-Fälle in 24 Stunden. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100 000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112 323 erfasste Neuinfektionen. Zum Vergleich: In Frankreich wurden zuletzt mehr als eine halbe Million Infektionen registriert. Ob hierzulande ähnliche offizielle Zahlen denkbar sind, ist aber fraglich - auch, weil die Testkapazitäten begrenzt sind.

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 940,6. Das bedeutet rein rechnerisch einen positiven Corona-Nachweis für fast jeden 100. Menschen in Deutschland innerhalb von sieben Tagen. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Die Inzidenzen unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland. So kommt Berlin auf einen Wert von rund 1800, Schlusslicht ist Thüringen mit rund 340.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona sterben, ist weiter rückläufig. Deutschlandweit wurden RKI-Angaben zufolge zuletzt binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 Todesfälle. Insgesamt hat das RKI bislang 117 126 Corona-Todesfälle erfasst./vf/DP/mis

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Moderna startet klinische

Moderna startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Der Hersteller Moderna hat seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen.

27.01.2022 06:31

 Insgesamt 600 Freiwillige - teils mit zwei oder bereits drei Injektionen - würden daran an 24 Standorten in den USA teilnehmen, teilte Moderna am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. "In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran."

Zuletzt hatten auch Biontech und Pfizer die Erprobung ihres Impfstoffkandidaten gegen Omikron angekündigt. Dabei sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hatten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

Unterdessen veröffentlichte das Fachmagazin "New England Journal of Medicine" eine Untersuchung zur Wirksamkeit des bisher bereits zugelassenen Boosters von Moderna gegen die Omikron-Variante. Demnach ist der Antikörperspiegel gegen die hochansteckende Mutation des Coronavirus einen Monat nach der dritten Injektion 20 Mal höher als nach der zweiten - er nehme in den darauffolgenden Monaten jedoch deutlich ab. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach twitterte dazu: "Die Studie zeigt, dass der Moderna Booster-Impfstoff das Risiko einer Infektion mit Omikron massiv senkt. Das ist genau die Booster-Impfung, die wir in Deutschland neben Biontech gerade anbieten."

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Israel beginnt mit vierter

Israel beginnt mit vierter Impfung für alle Risikogruppen

Israel beginnt mit der vierten Impfung gegen das Coronavirus für Erwachsene mit Vorerkrankungen. Betroffene mit Risikofaktoren für schwere Erkrankungen bei einer Corona-Infektion sowie ihre Betreuer könnten sich nun erneut impfen lassen, teilte des Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Ausserdem berechtigt seien Erwachsene, die bei ihrer Arbeit einer besonderen Gefährdung für eine Infektion ausgesetzt sind. Dies habe Generaldirektor Nachman Asch entschieden. Voraussetzung für die vierte Impfung sei nur, dass die dritte Impfung mindestens vier Monate zurückliegt.

27.01.2022 09:00

Asch folgt damit nur teilweise einer Empfehlung eines Expertenrates, der für das Gesundheitsministerium arbeitet. Das Gremium hatte am Dienstag eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren empfohlen - ab fünf Monate nach der dritten Impfung.

Die Entscheidung Aschs sei auf Basis der positiven Erfahrungen mit der vierten Impfung für Menschen ab 60 Jahren gefällt worden, hiess es nun. Diese zeige einen Schutz vor Infektion, der doppelt so gut sei wie nach der dritten Impfung. Der Schutz vor einer schweren Erkrankung sei sogar drei- bis fünfmal so hoch.

In Israel haben bereits mehr als 610 000 Menschen eine vierte Impfdosis erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal./jak/le/DP/eas

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