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8,1 Prozent der Versicherten wechselten per 2015 die Krankenkasse

15.01.2015 07:45



Zürich (awp/sda) - Auch per 2015 ist die Zahl der Krankenkassenwechsler in der Schweiz wieder gestiegen. Rund 650'000 Personen oder 8,% hätten im vergangenen Herbst ihre Versicherung gewechselt, teilte der Internetvergleichsdienst Comparis am Donnerstag mit.

Das seien mehr Wechsel als in den beiden Vorjahren, heisst es in der Mitteilung. Im Herbst 2013 lag die Quote bei 7,5% im Jahr zuvor bei 6,8%. Die jüngsten Zahlen beruhen auf einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag von Comparis im Dezember 2014 bei 4000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren durchgeführt hat.

Im landesweiten Vergleich sind die Deutschschweizer mit 9% etwas wechselfreudiger als die Westschweizer (7 Prozent) und die Tessiner (6 Prozent). Unterschiede gibt es auch bei den Altersgruppen. Während 13% der 18- bis 30-Jährigen ihre Kasse gewechselt haben, sank der Anteil der Wechsler mit steigendem Alter bis auf 4% bei den 61- bis 75-Jährigen.

Laut Comparis lassen sich durch einen Krankenkassenwechsel pro Jahr mehrere hundert Franken sparen. Allein bei den erwachsenen Versicherten könnten 92% profitieren, wenn sie zu einer anderen Kasse mit gleichem Modell und gleicher Franchise wechselten. Trotzdem würde viele den Aufwand eines Kassenwechsels scheuen.

Laut Comparis wechseln Personen mit einer hohen Franchise ihre Kasse eher als solche mit einer tiefen Franchise: Während bei den Versicherten mit 300-er Franchise 7% einer neuen Kasse beigetreten sind, haben dies ganze 11% der Versicherten mit 2500-er Franchise getan.

tp

(AWP)

 

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Erneuter Gewinntaucher bei Helsana

04.02.2015 11:31



Dübendorf ZH (awp/sda) - Die grösste Schweizer Krankenkasse Helsana hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut weniger Gewinn erzielt. Das Ergebnis liegt mit 138 Mio CHF um 9,2% tiefer. Bereits im Jahr davor brach der Gewinn um mehr als einen Drittel ein.

Gestützt wurde der Gewinn 2014 durch das Kapitalergebnis, wie aus der Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Im Kerngeschäft drückten hingegen hohe Kosten die Ergebnisse. Zudem wollte Helsana die Prämien weniger stark erhöhen als nötig und griff dazu in die Reserven.

Das versicherungstechnische Ergebnis weist einen Verlust aus von 48 Mio CHF. Im Vorjahr resultierte noch ein Gewinn von 12 Mio. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis stieg hingegen von 193 Mio CHF auf 256 Mio. Die Kapitalanlagen warfen 309 Mio ab.

Die Prämieneinnahmen entwickelten sich mit 5,734 Mrd CHF (+0,3%) konstant, während die Versicherungsleistungen um rund 2,2% auf 5,538 Mrd anstiegen.

Das Verhältnis von Versicherungsleistungen (inklusive interne Kosten) zu den Einnahmen verschlechterte sich entsprechend von 99,8% auf 100,8%. In der Sparte Grundversicherung (KVG) verbesserte sich diese Kennzahl aber. Gemäss Helsana widerspiegelt sich darin die nachhaltige Prämienpolitik.

Helsana bezeichnet das Jahresergebnis als solide und das Geschäftsjahr insgesamt als anspruchsvoll, aber erfolgreich. Vor allem die höheren Arztkosten in der Grundversicherung machten Helsana zu schaffen. Getrieben wurden diese durch die Zunahme von Arztpraxen. Die temporäre Aufhebung des Ärztestopps habe dazu beigetragen. Zugleich gebe es Fehlanreize in der Tarifstruktur.

cf

(AWP)

 

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Sanitas steigert Gewinn nach Delle im Vorjahr

10.04.2015 11:40

Zürich (awp/sda) - Die Krankenkasse Sanitas hat 2014 wieder mehr verdient, nachdem der Gewinn im Vorjahr um fast 40% eingebrochen war: Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2013 um 4,4% auf 101,5 Mio CHF.

Insbesondere Erträge aus den Kapitalanlagen liessen den Gewinn steigen. Die Prämieneinnahmen sanken dagegen leicht auf 2,481 Mrd CHF, nach 2,484 Mrd im Vorjahr, wie die Sanitas Gruppe am Freitag mitteilte.

In der Zusatzversicherung wendete die Sanitas 2014 mehr Geld für die Versicherungen und den Versicherungsbetrieb auf, als sie durch die Prämien einnahm. Die Combined Ratio, die das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag misst, verschlechterte sich von 89,0 auf 113,8%.

EINMALEFFEKT DURCH HÖHERE ALTERUNGSRÜCKSTELLUNGEN

Die Krankenkasse erklärt diese starke Verschlechterung mit einem Einmaleffekt. Aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus sei der technische Zinssatz zum Schutz der Versicherten in der Zusatzversicherung von 3 auf 2% gesenkt worden, heisst es in der Mitteilung.

Das Unternehmen habe aus diesem Grund die Alterungsrückstellungen um 133,6 Mio CHF erhöht. Ohne diesen Einmaleffekt betrug die Combined Ratio laut der Sanitas Gruppe 94,9%. Da die Grundversicherung gemäss Krankenversicherungsgesetz nicht profitorientiert ist, bezeichnete die Sanitas Gruppe die Combined Ratio von 100,4% als eine "gewollte Punktlandung".

Zufrieden zeigte sich die Sanitas auch mit der Entwicklung bei den Versichertenzahlen: Per Ende 2014 waren mit 824'000 Versicherten 1,3% mehr Personen bei der Sanitas versichert als vor einem Jahr. Die Anzahl der Zusatzversicherten in der Sanitas Gruppe stieg um über 7000 Personen.

Diese Entwicklung sei in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie verlaufen, die einen Fokus auf das Zusatzversicherungsgeschäft lege, schreibt Sanitas.

cp

(AWP)

 

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Groupe Mutuel erzielt 2014 positive Ergebnisse

10.06.2015 12:15

Martigny (awp) - Der Krankenversicherer Groupe Mutuel hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz im Bereich Gesundheit um 2,2% auf 4,73 Mrd CHF gesteigert. Das Ergebnis kam bei 125,9 Mio CHF nach 14,9 Mio im Vorjahr zu liegen. Im Bereich KVG legte das Prämienvolumen um 3,5% auf 3,89 Mrd CHF zu. Die Versicherungsleistungen abzüglich der Kostenbeteiligungen seien um 1,3% auf 3,49 Mrd CHF gestiegen, teilt die Groupe Mutuel am Mittwoch mit.

Die Gesundheitskosten pro OKP-Versicherten (obligatorische Krankenpflege) erhöhen sich inklusive der Zahlungen für den Risikoausgleich um 1,4% auf 3'628 CHF. Nahezu 80% der Kosten zulasten der OKP entfallen auf die Ärzte, Spitäler (stationär und ambulant) und Medikamente.

Die Verwaltungskosten kamen bei 4% des Brutto-Prämienvolumens zu liegen nach 4,2% im Vorjahr. Das Eigenkapital beträgt insgesamt 1,42 Mrd CHF, was 30,2% der Netto-Prämien entspricht (im Vorjahr 28,1%). Das Eigenkapital KVG liegt bei 545 Mio CHF, entsprechend 13,8% der Netto-Prämien (14,5%).

Die Zahl der Versicherten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ist im Jahresverlauf um 1,1% zurückgegangen und kam am Bilanzstichtag bei 1'19 Mio zu liegen. Zwar ist der Versicherer SUPRA 1846 im Oktober 2014 der Groupe Mutuel beigetreten, die Verwaltung sei aber erst im Jahr 2015 übertragen worden, so dass diese Kunden nicht im Versichertenbestand 2014 berücksichtigt worden sind.

POSITIVE ERGEBNISSE AUCH IN BERUFLICHER VORSORGE UND LEBENSVERSICHERUNG

Die beiden vollständig von der Groupe Mutuel verwalteten Vorsorgestiftungen (Groupe Mutuel Vorsorge und Walliser Vorsorge) erzielten mit den verwalteten Kapitalanlagen eine Gesamtperformance von +6,7%. Auch die Versicherungstätigkeiten würden ein positives Ergebnis ausweisen, heisst es. Die Politik der Ergebnisausschüttung soll im Jahr 2015 in Form einer zusätzlichen Verzinsung von 3,25% fortgesetzt werden.

In der Lebensversicherung ist der Umsatz um 5,8% auf 82,5 Mio CHF gestiegen. Es wurden 5'496 Neukunden gewonnen und per Ende 2014 35'610 Verträge verwaltet.

NEGATIVZINS AUF DEN GIROKONTEN BEREITET SORGEN

Zudem teilt die Gruppe mit, dass sich die im Januar 2015 von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beschlossene Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Franken nur gering auf die Kapitalrendite auswirke. Der von der SNB verhängte Negativzins auf den Girokonten der Banken hingegen gebe Anlass zur Sorge. Bislang seien die Auswirkungen nicht allzu bedeutend und würden die Qualität der Finanzergebnisse nicht beeinträchtigen.

cp/tp

(AWP)

 

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Finma verhängt 18-monatiges Übernahmeverbot gegen Groupe Mutuel

02.07.2015 13:11

(Ausgebaut und mit Stellungnahme der Groupe Mutuel ergänzt)

Bern (awp/sda) - Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) geht weiter gegen die Groupe Mutuel vor. Der Krankenversicherer darf unter anderem bis Ende 2016 keine neuen Kundenportfeuilles übernehmen. Wegen Hinweisen auf mögliche Straftaten wird Strafanzeige erstattet.

Aus der Sicht der Finma hat die Groupe Mutuel über einen längeren Zeitraum in schwerer Weise gegen die Anforderungen an die Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit und damit gegen das Aufsichtsrecht verstossen, wie die Finma am Donnerstag mitteilte.

Das Verbot zur Akquisition von neuen Kundenportefeuilles bis Ende 2016 bedeutet, dass zwar Einzelkunden weiterhin zur Groupe Mutuel wechseln können, das Unternehmen aber nicht andere Gesellschaften übernehmen oder mit ihnen fusionieren darf.

Zudem müssen die im Krankenzusatzversicherungsgeschäft tätigen Gesellschaften der Gruppe der Finma bis im Februar 2016 sämtliche Tarife zur Prüfung vorlegen. Weiter drängt die Aufsichtsbehörde die Groupe Mutuel dazu, "unangemessene Abgangsentschädigungen an ehemalige Gewährsträger zu verhindern".

FINMA HAT BEREITS 2014 PERSONELLE WECHSEL BEWIRKT

Diese Massnahmen werden erlassen, nachdem die Finma bereits 2014 die Korrektur widerrechtlich erhobener Prämien angeordnet sowie personelle Wechsel im Verwaltungsrat bewirkt hatte. Das Verfahren zur Rechtsdurchsetzung (Enforcement) sei nun abgeschlossen.

Es habe ergeben, dass die im Krankenzusatzversicherungsgeschäft tätigen Gesellschaften der Gruppe über eine ungenügende Corporate Governance verfügten und sich nicht an die aufsichtsrechtlich verbindlichen Geschäftspläne hielten.

Konkret seien neben der Erhebung nicht genehmigter Prämien die einzelnen Gruppengesellschaften personell und organisatorisch so miteinander verbunden und geführt worden, dass "eine wirksame Kontrolle der Geschäftstätigkeit beeinträchtigt und ein sachgerechter Umgang mit Interessenkonflikten erschwert war".

FINMA ERSTATTET STRAFANZEIGEN

Die Finma anerkennt hingegen, dass die neue Führung der Gruppe mit Sitz in Martinach VS verschiedene Korrekturmassnahmen eingeleitet und sich während des Verfahrens kooperativ verhalten habe.

Da sich im Verfahren auch Hinweise auf mögliche Straftaten ergeben haben, wird die Finma bei den zuständigen Behörden Strafanzeige erstatten. Dies betreffe keine Organe, die aktuell für die von der Finma beaufsichtigten Gesellschaften verantwortlich seien, hält die Finma dazu fest.

Auf Anfrage sagte ein Finma-Sprecher, dass einerseits beim Eidgenössischen Finanzdepartement Strafanzeige wegen der unbewilligten Prämien eingereicht und andererseits auch Strafanzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstattet werde. Angaben dazu, welche Straftatbestände in Frage kommen und wer konkret betroffen ist, wollte der Finma-Sprecher nicht machen.

GROUPE MUTUEL PRÜFT ALLFÄLLIGE EINSPRACHE

Die Groupe Mutuel hat gemäss ihrer Mitteilung die Schlussfolgerungen und Massnahmen der Finma sowie den Abschluss der Untersuchung zur Kenntnis genommen. Die gewährte Frist soll genutzt werden, um eine allfällige Einsprache zu prüfen.

Der Vorstand, der seit dem 1. Oktober 2014 im Amt sei, führe die Umsetzung der Massnahmen fort, die notwendig seien, um die verlangte Anpassung des Unternehmens an die Vorschriften vorzunehmen. Zudem gehe der schrittweise Rücktritt der früheren Verwalter weiter.

Die nicht genehmigten Prämien in der Zusatzversicherung betrafen laut dem Krankenversicherer Prämien von Versicherungsverträgen, die Arbeitnehmer über den Rahmenvertrag ihrer Arbeitgeber mit der Groupe Mutuel abgeschlossen hatten. Insgesamt seien 24'000 Versicherte betroffen gewesen. 9000 hätten zu hohe und 15'000 zu tiefe Prämien gezahlt.

Die Betroffenen, die seit 2003 zu viel gezahlt hätten, seien identifiziert und benachrichtigt worden. Ein Gesamtbetrag von über 8,6 Mio CHF sei rückerstattet worden.

Der Krankenversicherer weist zudem darauf hin, dass die Wirkung der Qualitätsbemühungen sich auch in den Zahlen von 2014 bei der Ombudsstelle der Krankenversicherer bestätigt haben. Von den über 5'000 Fällen hätten nur gerade 6% die Groupe Mutuel betroffen, während ungefähr 15% der Bevölkerung in einer der Mitgliedsgesellschaften der Gruppe versichert seien.

cf

(AWP)

 

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Elias
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«So viel Aktenstudium gibt es gar nicht»

Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr wieder – auch, weil Ärzte mehr Geld fürs Aktenstudium berechnen. Eine Fachärztin spricht von Missbrauch.

http://www.20min.ch/finance/news/story/-So-viel-Aktenstudium-gibt-es-gar...

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Höhere Krankenkassenprämien erwartet
 

Heute Donnerstagnachmittag gibt das Bundesamt für Gesundheit die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekannt. Es wird ein starker Anstieg erwartet.

Laut Schätzungen sollen die Prämien 2016 um 5 bis 6% ansteigen - und damit noch stärker als 2015. Um 14.30 Uhr treten Bundesrat Alain Berset und BAG-Direktor Pascal Strupler vor die Medien, um die neuen Prämien zu erläutern. Um wie viel sie steigen dürften, haben Vergleichsdienste errechnet: comparis.ch schätzt einen Anstieg von 4,9% in der Grundversicherung, bonus.ch geht gar von einer durchschnittlichen Prämienerhöhung von 6,5% aus.

Für das Jahr 2015 betrug der durchschnittliche Anstieg der Krankenkassenprämien bereits 4% - dies war der stärkste Anstieg seit 2012.

Junge müssen wohl mehr zahlen

Laut den Vergleichsdiensten müssen wohl vor allem junge Erwachsene künftig tiefer in die Tasche greifen. Auf diese Altersgruppe komme laut Hochrechnung ein Plus von 5,2% zu, schrieb comparis.ch in einer Mitteilung von vergangenem Donnerstag. Bonus.ch rechnete am Dienstag sogar mit einem Anstieg von 6,7%.

Zudem gelte: Je höher die Franchise, desto höher der Aufschlag, hiess es bei comparis.ch. Beide Vergleichsdienste gehen zudem davon aus, dass die Prämien in ländlichen geprägten Kantonen der Ost- und Innerschweiz am meisten steigen. In städtischen Kantonen hingegen liege die Erhöhung unter dem Schnitt. Zudem müssten Versicherte mit alternativen Versicherungsmodellen mehr zahlen als solche mit einem Standardmodell.

Kommen all diese Faktoren zusammen, könnte der Aufschlag happig werden: "Für manche Versicherten wird es wohl auch in diesem Jahr eine Erhöhung im zweistelligen Prozentbereich geben", schrieb comparis.ch.

Die Hochrechnung von comparis.ch stützt sich auf die provisorischen Prämien von Krankenkassen, bei denen über zwei Drittel der Versicherten die Grundversicherung abgeschlossen haben. Bonus.ch berechnet seine Schätzungen aufgrund von 120'000 Prämien, welche die Versicherungen dem Portal zukommen liessen. Diese Versicherer sollen 60% der Schweizer Versicherten repräsentieren.

(AWP)

 

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Zeit, die Krankenkasse zu wechseln?
 

Alle Jahre wieder: Die Krankenkassenprämien steigen 2016 wie im aktuellen Jahr um 4 Prozent an. Der Zeitpunkt ist ideal, sich über einen Kassenwechsel gedanken zu machen. cash beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

Von Pascal Züger

Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 habe sich die Standardprämie um durchschnittlich 4,6 Prozent pro Jahr erhöht, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung. In den letzten zehn Jahren sei sie im Schnitt um 3,4 Prozent gestiegen.

Bundesrat Alain Berset betonte Ende September, dass kein Ende des Anstiegs in Sicht sei. Die Gründe, die er nannte: die Alterung der Bevölkerung und der technologische Fortschritt im Gesundheitsbereich. Es seien aber mittel- und langfristige Projekte im Gang, um die Kosten und damit die Prämien in den Griff zu kriegen. Es brauche aber Zeit, bis sich diese in den Kosten niederschlügen.

Eine Prämiensenkung ist also Zukunftsmusik. Schweizerinnen und Schweizer müssen sich zunächst einmal mit den Prämien für 2016 auseinandersetzen. Es lohnt sich - wie jedes Jahr - die Leistungen und Prämien der eigenen Krankenkasse mit der Konkurrenz zu vergleichen. Durch einen Wechsel kann teilweise viel Geld gespart werden, ohne eine Leistungseinbusse in Kauf nehmen zu müssen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Kassenwechsel:

Bis wann muss ich die bisherige Grundversicherung kündigen?

Die Kündigung der obligatorischen Versicherung muss spätestens am 30. November per eingeschriebenem Brief bei Ihrer bisherigen Krankenkasse eintreffen und erfolgt dann auf den 31. Dezember. Dieser Termin ist unbedingt einzuhalten, denn erfolgt die Kündigung zu spät, ist kein Wechsel möglich. In einem Ausnahmefall ist auch ein Wechsel auf den 1. Juli möglich, nämlich dann, wenn Sie als erwachsene Person die minimalen Franchise von 300 Franken (Kinder 0 Franken) und eine Standard-Grundversicherung abgeschlossen haben. Die Kündigung muss dann bis zum 31. März erfolgen.

Kann mich eine Krankenkasse ablehnen?

Nein. Bei der obligatorischen Grundversicherung sind alle Krankenkassen verpflichtet, Sie vorbehaltlos und ohne Wartefrist aufzunehmen. Anders verhält es sich bei der Zusatzversicherung. Diese wird auf freiwilliger Basis abgeschlossen und die Krankenkasse darf Sie ablehnen oder aufgrund von gesundheitlichen Problemen, wegen Ihres Alters oder wegen Ihres Geschlechts die Prämie entsprechend anpassen.

Sind alle obligatorischen Grundversicherungen gleich?

Im Krankenversicherungsgesetz (KGV) sind die Leistungen aus der Grundversicherung genau definiert und deshalb bei allen Krankenkassen gleich. Es gibt jedoch Unterschiede bei den Prämien und in der Serviceleistung. Wer eine günstige Krankenkasse wählt, muss möglicherweise Abstriche in der Beratung, der Geschwindigkeit der Vergütungen oder bei der Erreichbarkeit der Krankenkasse machen.

Was ist der Unterschied zwischen Franchise und Selbstbehalt?

Die Franchise ist der Betrag, welcher Sie jährlich selbst an die Behandlungskosten bezahlen müssen, bevor die Leistungen der Krankenkasse einsetzen. Für Erwachsene beträgt die Franchise 300 bis 2500 Franken, der Versicherte kann die Höhe frei wählen. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen keine Franchise. Über die Franchise hinausgehende Kosten werden Ihnen zu 10 Prozent belastet, was der sogenannte Selbstbehalt darstellt. Dieser kann pro Jahr jedoch höchstens 700 Franken betragen.

Welche Höhe der Franchise ist sinnvoll?

Je höher die gewählte Franchise, desto günstiger die Krankenkassenprämie. Eine hohe Franchise lohnt sich für Menschen, die wenig zum Arzt müssen. Wer eher hohe Arztkosten hat, fährt mit einer tiefen Franchise besser. Schlussendlich ist die Wahl der Franchise immer eine Abwägung zwischen Sparpotenzial und Risikobereitschaft.

Welche Krankenkassen-Modelle gibt es?

Neben dem Standardmodell, bei welchem Sie die freie Arztwahl für Behandlungen haben, stehen Ihnen die zusätzliche Varianten Telmed (telefonische Beratung), Hausarzt und HMO (ärztliche Gruppenpraxis) zur Verfügung. Diese drei Lösungen schränken die freie Arztwahl ein, bringen Ihnen aber auch einen Prämienrabatt ein. Beliebt sind sie bei Versicherten, welche die Koordination durch eine einzige Stelle schätzen.

Was bieten Zusatzversicherungen?

Zusatzversicherungen erfüllen Bedürfnisse, die über die gesetzliche Grundversorgung hinausgehen. Mit Zusatzversicherungen können zum Beispiel alternative ambulante Behandlungen von nichtärztlichen Therapeuten, halbprivate oder private Spitalabteilung oder Zahnbehandlungen versichert werden. Die Leistungen variieren von Kasse zu Kasse.

Muss ich für die Zusatzversicherung die gleiche Krankenkasse wie bei der Grundversicherung wählen?

Nein. Die Grund- und Zusatzversicherungen müssen nicht über denselben Anbieter laufen. Eine Krankenkasse darf die Zusatzversicherungen nicht künden, nur weil die Grundversicherung gewechselt wurde.

Brauche ich eine Unfalldeckung?

Sind Sie mehr als acht Stunden pro Woche erwerbstätig, dann sind Sie durch Ihren Arbeitgeber gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) automatisch gegen Berufs- und auch Nichtberufsunfälle versichert und können die Unfalldeckung in der Krankenversicherung ausschliessen.

Wo finde ich weitere Informationen?

Es gibt zahlreiche Portale im Internet, wo Sie die Krankenkassenprämien der verschiedenen Anbieter vergleichen können. In der Regel wird dabei auch das Sparpotenzial im Vergleich zur bestehenden Krankenkasse ausgewiesen. Die bekanntesten Portale sind: comparis.ch, krankenkasse-vergleich.ch, priminfo.ch (Prämienübersicht vom Bund) und bonus.ch. Wertvolle Informationen zu Krankenkassen stellt auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Ihrer Homepage (bag.admin.ch) zur Verfügung.

CASH

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Emil
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Eigentlich erstaunlich, dass die dauernden Prämienerhöhungen einfach so hingenommen werden. Ich habe bald den Verdacht, dass bei unserem Amt für Gesundheitswesen FIFA-ähnliche Zustände vorherrschen. Da sollte man doch eventuell etwas genauer hinschauen.

Seltsam auch, dass noch niemandem das Verursacherprinzip in den Sinn gekommen ist. Wenn man einen Autocrash macht, steigt ja die Prämie auch (ich habe Bonusschutz versichert). Dirol

Emil

waspch
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KK Protest

Ich würde gerne gegen die hohen Krankenkassenprämien protestieren und 2015 keine Prämien zahlen.
Es ist ja unglaublich, dass die Durchschnittskosten nun 8500.00 Fr Pro Person und Jahr betragen sollen.

Bei einer vierköpfigen Familien sind das dann 34.000 Fr pro Jahr, also eigentlich nicht mehr finanzierbar.

Weiss jemand ob man betrieben werden kann, wenn man die bestehende Obligatorische GV kündigt und sich weigert bei einer neuen KK sich versichern zu lassen ?

Gibt es ein Referenzfall oder ein Referenzurteil ?

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Elias
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waspch hat am 27.10.2015 - 16:35 folgendes geschrieben:

Weiss jemand ob man betrieben werden kann, wenn man die bestehende Obligatorische GV kündigt und sich weigert bei einer neuen KK sich versichern zu lassen ?

Gibt es ein Referenzfall oder ein Referenzurteil ?

Zu diesen Themen erscheinen seit Jahren in den Medien Beiträge. Kommt auch ab und zu im Blick. Hängt vom Kanton / Wohnort ab.

 

Die Sans-Papiers haben auch keine Krankenkasse.....

 

 

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Elias
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Elias hat am 11.09.2014 - 16:22 folgendes geschrieben:

Bald eine halbe Million Versicherte zahlt ihre Prämien nicht.

Die Tendenz ist steigend.

Das kostet die Steuerzahler jährlich mehr als eine Milliarde Franken.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/bag-zunehmend-saeumige-kk-praemienza...

 

http://www.cash.ch/comment/579871#comment-579871

 

Und hier noch ein Link vom K-Tipp https://www.ktipp.ch/artikel/d/150-000-in-der-schweiz-ohne-krankenkasse/

Wie im vorherigen Posting erwähnt: Es sind alte Themen, für die Lösungen, Folgen, Rechtssprechungen etc. angegeben werden

 

So gibt es z.B. ein Formular, mit dem man die Krankenkasse kündigen kann, ohne die neue Krankenkasse anzugeben ("weil man noch am abklären ist")

 

 

 

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waspch
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Elias hat am 28.10.2015 - 08:58 folgendes geschrieben:

 

Die Sans-Papiers haben auch keine Krankenkasse.....

 

 

 

Stimmt nicht, sie werden vom Staat versichert und bezahlt aus Deinen Steuern.

Ebefalls die Asylanten und Leute die sich keine GV mehr leisten können.

5G Sucks !

Elias
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waspch hat am 28.10.2015 - 17:46 folgendes geschrieben:

Elias hat am 28.10.2015 - 08:58 folgendes geschrieben:

Die Sans-Papiers haben auch keine Krankenkasse.....

Stimmt nicht, sie werden vom Staat versichert und bezahlt aus Deinen Steuern.

Ebefalls die Asylanten und Leute die sich keine GV mehr leisten können.

Typisch waspch. Kein Link, kein copy/paste, der das untermauern würde.

Darum ist es totaler Nonsens. Man kennt ja nicht mal die genaue Anzahl, geschweige deren Aufenthaltsort.

 

SANS-PAPIERS IN DER SCHWEIZ UNSICHTBAR – UNVERZICHTBAR

Laut unterschiedlichen Schätzungen leben in der Schweiz zwischen 80’000 und 300’000 Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung – so genannte Sans-Papiers. Die Ursachen, die zu einem illegalen Aufenthaltsstatus führen, sind vielfältig und so auch die Lebensumstände, in denen diese Menschen hier leben. Diese Publikation behandelt für die Sans-Papiers-frage in der Schweiz relevante Themen – u.a. die Grund- und Menschenrechte, die soziale Sicherheit, die Gesundheitsressourcen und -versorgung, die Sans-Papiers-bewegung sowie den  Frauenhandel – aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven. Durch die Aufzeichnung einzelner Lebensgeschichten von Sans-Papiers in der Schweiz werden die theoretisch behandelten Themenbereiche auf eindrückliche Weise veranschaulicht. Diese Geschichten erlauben gleichzeitig einen Einblick in unterschiedlichste Facetten der Lebenswirklichkeit von Sans-Papiers. Informationen zu rechtlichen Grundlagen und ein Verzeichnis nützlicher Adressen runden die Publikation ab

http://www.humanrights.ch/upload/pdf/061208_Sans_Papiers_Schweiz.pdf

 

 

Krankenversicherung

Sans-Papiers haben das Recht bzw. die Pflicht eine Krankenversicherung abzuschliessen. Die Krankenkassen sind deshalb verpflichtet, Sans-Papiers zu versichern. Das Bundesamt für Gesundheit BAG bestätigte im November 2008 die Weisung zur Versicherungspflicht der Sans-Papiers, die das Bundesamt für Sozialversicherung BSV Ende 2002 an die Krankenversicherer herausgegeben hatte.

Die Weisung des Bundesamtes für Sozialversicherungen von 2002 finden Sie: hier.

In einigen Kantonen kann auch eine Prämienverbilligung beantragt werden.

Vor dem Hintergrund eines Postulats von Bea Heim von 2009, gab der Bundesrat einen Bericht zur Situation von Sans-Papiers hinsichtlich der Krankenversicherung und des Zugangs zur Gesundheitsversorgung in Auftrag. Der Bericht geht auch auf die Situation in den einzelnen Kantonen ein. Sie finden den Schlussbericht aus dem Jahr 2011: hier.

http://www.sans-papiers.ch/index.php?id=154

 

 

 

 

 

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Bundesrätliche Vorschläge zu Krankenkassenprämien fallen durch
05.11.2015 08:49

Bern (awp/sda) - Höhere Krankenkassenprämien für Versicherte mit hohen Franchisen: Dieser Vorschlag des Bundesrats stösst auf breiten Widerstand. Die Jungen müssten noch mehr zahlen, und auch Familien und der Mittelstand würden stärker belastet, lautet der Tenor in der Anhörung.

Um das Gesundheitssystem zu vereinfachen, will der Bundesrat einerseits die Franchisen von 1'000 und 2'000 Franken streichen. Gleichzeitig möchte er die Höhe des maximalen Prämienrabatts senken, den die Krankenkassen für Wahlfranchisen erteilen. Bei einer Franchise von 2'500 Franken beispielsweise soll der maximale Rabatt von heute 1'540 Franken auf 1'100 Franken sinken.

Jene Versicherten, die hohe Franchisen gewählt haben, müssten damit künftig tiefer in die Tasche greifen. Betreffen würde dies vor allem junge, gesunde Menschen und Familien, geben die Krankenkassenverbände zu bedenken.

ANREIZ FÜR KOSTENBEWUSSTES VERHALTEN

Auch für den Mittelstand könnte es knapp werden, wie Barbara Züst, Co-Geschäftsführerin der Stiftung für Patientenschutz (SPO), auf Anfrage sagte. Sehr einkommensstarke Personen könnten weiterhin eine hohe Franchise wählen, für den Mittelstand werde das hingegen schwieriger.

Züst betonte die Bedeutung der Selbstverantwortung: Wer eine hohe Franchise wähle, verhalte sich entsprechend, gehe etwa weniger rasch zum Arzt oder betreibe vorsichtiger Sport. "Diese Personen sollte man belohnen."

Durch die Reduktion der Rabatte werde der Anreiz für kostenbewusstes Verhalten geschwächt, warnen auch die Krankenkassenverbände santésuisse und Curafutura sowie der Ärzteverband FMH. Das führe längerfristig zu mehr Kosten - und damit zu höheren Prämien für alle.

BELOHNUNG FÜR DAS GESUNDSEIN

Die Prämienrabatte für die Wahlfranchisen waren bereits mehrmals gesenkt worden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kam bei einer Überprüfung kürzlich jedoch zum Schluss, sie seien immer noch zu hoch.

"Das führt letztlich dazu, dass die Gesunden nicht einen Rabatt für die Eigenverantwortung, sondern fürs Gesundsein erhalten", sagte BAG-Vizedirektor Oliver Peters jüngst in einem Interview mit dem "St. Galler Tagblatt". Er verwies darauf, dass im Gegenzug fünf Millionen Versicherte entlastet werden sollen.

Unterstützung erhält das BAG vom Dachverband Schweizerischer Patientenstellen (DVSP). Zwar würden durch die Rabattreduktion gesunde Menschen stärker belastet, gibt Vizepräsident und Nationalrat (SP/FR) Jean-François Steiert zu. Es könne jedoch nicht die Lösung sein, die zu hohen Prämien für kranke Personen beizubehalten.

Der Verband unterstützt daher den Vorschlag des Bundesrats und verweist im Gegenzug auf eine Gesetzesvorlage, welche die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK) kürzlich in die Vernehmlassung schickte. Diese will Familien und junge Erwachsene bei den Krankenkassenprämien finanziell stärker entlasten.

EINSCHRÄNKUNG DER WAHLFREIHEIT

Der DVSP begrüsst auch die Reduktion der Zahl der Wahlfranchisen bei Kindern und Erwachsenen. Laut BAG wählen insgesamt weniger als zehn Prozent der Versicherten die Franchisen von 1'000 und 2'000 Franken, die nun gestrichen werden sollen.

Die Krankenkassenverbände, FMH, economiesuisse und die Stiftung SPO Patientenschutz sehen darin dennoch eine unnötige Einschränkung der Wahlfreiheit. Auch sie unterstützen jedoch eine gewisse Limitierung: Die Franchise soll nicht mehr jedes Jahr, sondern beispielsweise nur noch alle drei Jahre geändert werden können.

Damit soll verhindert werden, dass jemand die Franchise kurzfristig ändert, weil er beispielsweise weiss, dass er eine Kniespiegelung machen muss. BAG-Vizedirektor Peters bezeichnete diesen Vorschlag als durchaus prüfenswert.

Verschiedentlich wird zudem eine Erhöhung der Mindest- und der Höchstfranchise gefordert. Economiesuisse beispielsweise fordert eine Mindestfranchise von 500 Franken und eine Höchstfranchise von 5'000 Franken.

Ob der Bundesrat angesichts der Kritik an den Vorschlägen festhält, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Die Anhörung dauert noch bis zum 12. November, anschliessend werden die Stellungnahmen ausgewertet. Die Verordnungsänderung möchte der Bundesrat auf 1. Januar 2017 in Kraft setzen.

(AWP)

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Lacher des Tages.. hihi lachen ist gesund.. und am zürisee

 

aus dem Artikel im 20 Min

 

http://www.20min.ch/finance/news/story/Billettpreise-steigen-im-Schnitt-...

 

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 Discussion352 Kommentare Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 4174161514Pendler am 02.03.2016 09:28 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenGratulation

    Beim Fahrplanwechsel sagten sie noch die nächsten Jahre gäbe es kreine Erhöhungen!

      

  • 3843831514M.M. am 02.03.2016 09:27 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenSuper

    Wie soll man sich das leisten können wenn alles andere auch steigt, nur der Lohn nicht?!

      

  • 2962953433Beo Bachter am 02.03.2016 09:27 via via MobileReport Diesen Beitrag melden3% - Lieber mit dem Auto!

    Na Danke. Somit ist es fix dass ich auch in Zukunft eher mit dem Auto fahre anstatt mit ÖV - bei diesen Preisen!!

      

Die neusten Leser-Kommentare

  • 3210Katzenauge/Pendlerin am 02.03.2016 12:36Report Diesen Beitrag meldenGehts noch!!

    vor kurzem ist der zug ausgefallen. wir erhielten keine weitere informationen. im lautsprecher wurde NUR durchgegeben "zugausfall" !!!!!!!?? heute der zug hatte verspätung. der anschlusszug hat nicht eine minute gewartet. wir waren viele, wir ranten, aber wir haben nur noch das schlusslicht gesehen. in der heutigen zeit kann ich es mir schlicht nicht erlauben immer wieder zu spät zur arbeit zu erscheinen!! und dann soll es noch teurer werden?????? nein danke!

  • 1021Friedrich am 02.03.2016 12:36Report Diesen Beitrag meldenAlles für die Wirtschaft

    Der wahre Grund ist doch das man die Güterzug Preise für die Firmen senkt. Der Personenverkehr übernimmt daher nun gezwungenermassen die höhere Rechnung. Ihr glaubt das nicht? Sucht mal.

  • 3232Klaus K am 02.03.2016 12:29 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenPreis

    Wie wärs denn mal mit günstigeren Tickets und dafür mehr verkaufen . Und für Rentner ein gratis GA !

  • 6587Marco am 02.03.2016 12:23Report Diesen Beitrag meldenLustig

    Süss wie hier über die sbb geschimpft wird, die Trassenpreiserhöhung kommt doch vom Bundesrat und gilt für alle Unternehmen, sei es SBB, BLS, RHB oder MOB. Wie heist es so schön, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Smile

    • 3221Ruedi am 02.03.2016 12:33Report Diesen Beitrag meldenund zum wem gehört

      die SBB? richtig Marco, zum Bund.....also sind die Beschimpfungen absolut richtig. und wenn interessiert sich schon für die RHB oder die BLS?

       

  • 111021Rick Stark am 02.03.2016 12:22 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenSchwarz-Fahren

    Warum fahren wohl so viele Leute ohne ein gültiges Billett? Hier ist die Antwort...

    • 161543Rick Stark am 02.03.2016 12:22 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenSchwarz-Fahren

      Warum fahren wohl so viele Leute ohne ein gültiges Billett? Hier ist die Antwort...

    • 191832Chris Berger am 02.03.2016 12:16Report Diesen Beitrag meldenUnglaublich

      Gleichzeitig kürzt der Kt. Bern die Abzüge an den Steuern und die Löhne bleiben gleich! Wie soll das weitergehen? Meine Freundin bezahlt schon Heute 8% von Ihrem Lohn an das ÖV Ticket, und das für die Strecke Bern - Solothurn! Kostete vor 10 Jahren noch fast 40% weniger!

    • 161554Pendler am 02.03.2016 12:16 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenSBB will niemert neh

      Warum nicht 30% oder 300%? Die ÖV sind ja schon fast in Monopolposition. Es wird Zeit einen konkurrierenden Markt zu schaffen, damit die heutigen ÖV wiedereinmal einen Schritt in Richtung Kunden machen oder damit der Kunde die Möglichkeit hat sich für eine Alternative zu entscheiden. Go Flixbus/etc.

    • 191821Caretaker am 02.03.2016 12:15 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenZu teuer

      Bis noch vorletztes jahr habe ich den zug benutzt um in den ausgang zu fahren und dort auch mal 3-4 bier trinken zu können und legal wieder nach hause zu kommen. Inzwischen ist es aber so teuer, dass ich mir die über 50 franken lieber spare und mit dem auto in den ausgang gehe. Halt nichts trinke, dafür reichts locker für ein abendessen mit der freundin. Vor allem wenn man ihren billetpreis auch noch dazu zählt. Auch in der stadt zu parken ist bei weitem günstiger. Leider sehe ich keinen grund mehr mein geld für die sbb auszugeben. Schade, wäre es doch die umwelttechnisch bessere alternative.

    • 10954tom am 02.03.2016 12:13 via via MobileReport Diesen Beitrag meldeni 3 auto

      Macht es noch teurer zahlt den ganzen öv selbst, wie wir autofahrer und stoppt diese quersubventionierung! danke!

    • 651413Egon Waser am 02.03.2016 12:12Report Diesen Beitrag meldenFahren und bezahlen!

      Wer den ÖV benutzt soll auch dafür bezaheln. Solange der ÖV mit Steuergeldern subventtioniert wird ist jede Preiserhöhung gerechtfertigt!

    • 2322109Sinan A. am 02.03.2016 12:06Report Diesen Beitrag meldenPeinlich

      Ist jetzt aber nicht ernst gemeint von der SBB, oder? Sehr schwach von der SBB! JEDEN TAG Verspätung, keine sauberen Züge und dann so etwas?

      • 8754Cira am 02.03.2016 12:13 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Sinan A.

        Dem kann ich nur beistimmen.

         

      • 9821Pendler am 02.03.2016 12:22Report Diesen Beitrag meldenSchmutzig!

        Wer macht die Züge unsauber? auf alle Fälle nicht die SBB! Wenn sich jeder Gast so benehmen würde wie er es zu Hause macht, bräuchte es keine Wagenreiniger nach jeder Fahrt. Ich sehe ja das täglich beim Pendeln Olten-Winterthur-Olten, und das auch in der 1. Klasse. Mit den Verspätungen ist es nicht schlimm. Auf dieser Strecke in diesem Jahr gerade mal 2 Verspätungen. Aber mit der stetigen Preiserhöhung kann ich auch nichts anfangen.

         

      • 4310A.F am 02.03.2016 12:32 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Pendler

        Bravo ganz genau auch pet gleich an jeden Bahnhof selbst entsorgen und nicht wie immer liegen lassen wie immer...

         

    • 201910Dingo am 02.03.2016 12:05Report Diesen Beitrag meldenSimple Rechnung

      Also einem Bericht von 2015 entnommen, hat die SBB beim Personenverkehr eine Gewinnsteigerung von 8% gehabt. Wieso bitte müssen dann die Preise erhöht werden? Da wäre doch eher Platz nach unten, oder rechne ich falsch?

      • 3221Cira am 02.03.2016 12:15 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Dingo

        Der neu geplante Tunnel muss doch finanziert werden. Also hopp Billettpreise rauf.

         

    • 191821Marc am 02.03.2016 12:05Report Diesen Beitrag meldenUnverständlich

      Ein Ticket von Basel nach Bern kostet Hin und Zurück 80 Franken. Ich bin in der Ausbildung und kann mir solche Preise nicht leisten. Zwar besitze ich ein Halbtax, aber denoch finde ich es einfach übertrieben!

      • 9810Cira am 02.03.2016 12:16 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Marc

        Das möchte ich auch sagen. Auch mit Halbtaxsabo ist es noch zu teuer.

         

      • 3210A.F am 02.03.2016 12:24 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Marc

        WISO nicht Tageskarte lösen die Kosten nur Fr. 74.- oder nüni nur Fr.65.-

         

      • 5421Pierre Lausanne am 02.03.2016 12:27Report Diesen Beitrag meldenGonten AI-Genf = CHF 400.-

        Gonten AI nach Genf kostet CHF 400.-- 1. Klasse retour ohne Halbtax. Das ist staatlich bewilligte Abzocke...

         

      • 2110A.F am 02.03.2016 12:42 via via MobileReport Diesen Beitrag melden@Pierre Lausanne

        Warum keine GA machen? 2.klasse pro Tag Fr. 12.- und 1.klasse ca Fr. 20.- man kann auch monatlich bezahlen die Kosten nur Fr. 330.- für ganzen Schweiz und ersten Klasse Fr. 420.- pro Monat

         

    • 4310s.p am 02.03.2016 12:05 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenNews?

      Ist es eine News wert? ok es wird auch jedes Jahr geschrieben der Sommer kommt I-m so happy

    • 15141211Freudiger am 02.03.2016 12:04 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenAn all die Hater

      An alle SBB hater: macht doch endlich eure drohung war und geht mit dem auto, anstatt nur rumheulen Smile

    • 191821Krankenkasse am 02.03.2016 12:03Report Diesen Beitrag meldenIst die SBB eine Krankenkasse?

      Ist SBB eigentlich eine Krankenkasse, dass sie jedes Jahr mit den Preisen raufgeht Wink ?

 

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Noch ein Witz, der zwar mit KK nichts zu tun hat, aber das ist ja User zu User oder

 

kalt erwischt am 02.03.2016 14:11 via via MobileReport Diesen Beitrag meldenda gibt es eine ähnliche Geschichte

dazu. Ein Schweizerbauer, er hiess Jordan, trug im Winter 1963 seinen Stallmist auf dem zugefrorenen Bodensee aus. Als er gefragt wurde ob in der Mist nicht reue antwortete dieser; nein nein, weisst du, morgen kommen drei Österreicher um Boden zu kaufen.

 

aus

 

http://www.20min.ch/finance/news/story/Hat-SNB--sterreicher-hinters-Lich...

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700.000 Eidgenossen wechselten 2016 ihre Krankenkasse

Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag von Comparis. Die Experten gehen demnach von einer Wechselquote von 8,6 Prozent aus. Besonders wechselfreudig ist die junge Generation.

An der repräsentativen Umfrage im Dezember 2015 nahmen 4.000 volljährige Schweizer aller Altersklassen (18 bis 75 Jahre) teil. Schon seit 2012 erkundet Comparis die Wechselbereitschaft der Schweizer, die sich seit 2012 stets vergrößert hat.

Westschweizer wechselten am häufigsten

In diesem Jahr entschieden sich vor allem Westschweizer zu einer Kündigung ihrer Krankenkasse. Dies hängt vor allem mit den stark gestiegenen Prämien der Assura zusammen, die in der Region stark vertreten ist. Insgesamt wechselten 12 Prozent der Westschweizer ihre Krankenkasse, während Deutschschweizer und Tessiner mit 8 Prozent seltener von einer Kündigung Gebrauch machten. Dies ist in der Grundversicherung ein Mal jährlich bis zum Ablauf des Novembers möglich. Bei einer ordentlichen Franchise (300 Franken) ist ferner auch eine Kündigung zur Jahresmitte möglich – allerdings mit einer Frist von drei Monaten.

Die aktuelle Umfrage zeigt außerdem, dass Senioren ihrer Krankenkasse fast immer die Treue halten. Nur 3 Prozent aus der Altersgruppe zwischen 61 und 75 Jahren entschied sich zu einem Wechsel. Die Quote war unter den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren gleich fünf Mal so hoch (15 Prozent).

Großes Einsparpotential für alle Altersgruppen

Viele Schweizer aus allen Altersgruppen können durch einen Wechsel der Krankenkasse die Kosten deutlich reduzieren. Beispielsweise kostet die Grundversicherung für Zürcher Städter bei der Supra Lausanne 640 Franken pro Monat. Die Assura Pully berechnet für die identischen Leistungen lediglich 380 Franken. Pro Jahr können also im besten Fall 3.120 Franken pro Jahr eingespart werden.

Auch in anderen Regionen und bei den Krankenversicherungen von jungen Erwachsenen und Kindern ist das Einsparpotential keinesfalls klein. Ersparnisse von mehreren hundert Franken oder einem vierstelligen Betrag pro Jahr sind keine Seltenheit, sondern die Regel.

Hohe Franchise nicht ohne Risiko

Darüber hinaus können Schweizer die Kosten für ihre Krankenkasse durch die Franchise und das Modell selbst beeinflussen. Eine hohe Franchise von 2.500 Franken ermöglicht Ersparnisse von über einem Drittel der Prämien. Zudem können Arbeitnehmer in der Regel auf die Unfalldeckung verzichten. Wer sich für eine hohe Franchise entscheidet, trägt aber bei hohen Gesundheitsausgaben das Risiko, stärker an den Kosten beteiligt zu werden.

Alternative Modelle zur Grundversicherung können die Beiträge für die Krankenkasse weiter reduzieren. Wer auf die freie Arztwahl verzichtet, kann mit dem Hausarzt- oder HMO-Modell üblicherweise zwischen 3 und 17 Prozent sparen. Im Gegenzug verpflichten sich Mitglieder, zu Erst einen bestimmten Arzt beziehungsweise ein spezielles Gesundheitszentrum aufzusuchen.

http://www.oeffentliche-krankenkasse.ch/nachrichten/700000-eidgenossen-w...

 

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Krankenkasse Concordia 2015 mit kleinerem Jahresergebnis
26.04.2016 11:20

Luzern (awp) - Der Krankenversicherer Concordia hat im Geschäftsjahr 2015 sowohl in der Grundversicherung wie auch bei den Zusatzversicherungen weniger verdient als im Vorjahr. Dank der "ausgezeichneten finanziellen Situation" seien die Prämien 2015 weniger stark angehoben worden, als es die Gesundheitskosten notwendig gemacht hätten, teilte die Concordia am Dienstag mit. Auch 2016 seien die Prämienerhöhungen bei der Concordia um 2% tiefer gelegen als beim Rest der Branche.

Das gesamte Eigenkapital habe sich dank des erzielten Ertragsüberschusses von 99 Mio CHF auf 855,7 Mio erhöht, was einer Eigenkapitalquote von rund 34% entspreche, heisst es in der Mitteilung weiter. Die verdienten Prämien stiegen um 2,8% auf 2,5 Mrd CHF. Derweil erhöhte sich der Leistungsaufwand um 4,3% auf 2,3 Mrd CHF.

Im Bereich der Kapitalanlagen habe trotz dem anspruchsvollen Umfeld eine positive Anlageperformance erzielt werden können, schreibt die Concordia. Der Versichertenbestand in der Grundversicherung erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2% respektive um 10'000 Personen auf 576'000 Versicherte.

Die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung (Grund-, Taggeld- und Unfallversicherung Schweiz sowie Versicherungen Fürstentum Liechtenstein) erzielte im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 59,8 Mio CHF (-54%). Während sich die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% erhöhten, stiegen die ausbezahlten Leistungen mit 3,6% an.

Bei der Concordia Versicherungen, die Zusatz- und Lebensversicherungen anbietet, resultierte ein Gewinn von 39,1 Mio CHF (-45%). Hier stiegen die Prämieneinnahmen um 2,1%, während bei den Leistungsausgaben ein Anstieg von rund 7,5% zu verzeichnen war. Die Zunahme sei insbesondere auf eine überdurchschnittliche Kostensteigerung bei den Spitalzusatzversicherungen zurückzuführen, so der Versicherer. Bei den Privat- und Halbprivat-Versicherten habe sich der Kundenbestand wieder "markant" erhöht.

tp/rw

(AWP)

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Maillard rechnet bei Krankenkassen mit Prämienschüben in den nächsten Jahren
20.06.2016 06:36

Bern (awp/sda) - In den nächsten Jahren dürften die Krankenkassenprämien nach Einschätzung des Waadtländer Gesundheitsdirektors Pierre-Yves Maillard jährlich um 4 bis 5% steigen. Auf diese Entwicklung weisen aus Sicht des SP-Politikers alle Zeichen hin.

Als Ursachen solcher Prämienschübe identifiziert er im Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom Montag unter anderem die neue Spitalfinanzierung von 2012 sowie die vielen neu zugelassenen Ärzte nach der Aufhebung des Ärztestopps Ende 2011.

Obwohl ihm nach eigenen Angaben keine offiziellen Zahlen vorliegen, zeigt er sich überzeugt, dass der Prämienanstieg für das kommende Jahr jenen für 2016 (4,2% im Schnitt) übersteigen wird. Dies ergibt sich laut ihm aus den gestiegenen Gesundheitskosten und der "nicht guten" finanziellen Lage der Versicherer. "Der Anstieg der Kosten und die Defizite der Vergangenheit müssen gedeckt werden."

Im Interview spricht sich Maillard dagegen aus, das Gesundheitswesen in der Schweiz national zu organisieren. Deshalb befürwortet er auch die Bestrebungen der Westschweizer Konsumentenorganisation FRC, die mit einer Initiative liebäugelt, welche kantonale Krankenkassen ermöglichen würde. Die Idee würde den Kantonen neue Freiheiten geben, sagte Maillard.

Maillard gehörte im Abstimmungskampf 2014 zu den Vorkämpfern für eine nationale Einheitskasse, die das Volk damals zum wiederholten Male ablehnte. In vier Westschweizer Kantonen sagte die Bevölkerung indes Ja zur Volksinitiative. Das FRC-Projekt gilt als Nachfolgeprojekt für eine Reform der Krankenversicherung.

(AWP)

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Krankenkasse: Helsana-Chef rechnet mit Kostensteigerung

Der Chef der grössten Krankenkasse Helsana, Daniel Schmutz, rechnet 2016 mit einer Kostensteigerung von vier bis fünf Prozent in der Grundversicherung.

Eine Abkehr von diesem Trend sehe er für die nächsten Jahre nicht, sagte Schmutz im Interview der "SonntagsZeitung".

Es bestehe im Gegenteil sogar das Risiko, dass der Kostenanstieg in den nächsten Jahren noch höher sein könnte. Unter anderem, weil teure Kombinations- und Immuntherapien gegen Krebs auf den Markt kommen würden, sagte Schmutz weiter.

Der Helsana-Chef kritisierte, dass es Preislisten vom Bund gibt für medizinische Mittel und Gegenstände, die seit Jahren nicht angepasst wurden. Die Krankenkassen müssten für eine Krücke bis zu 81 Franken vergüten, obwohl sie auf dem freien Markt für 17.75 Franken eingekauft werden könnte. Insgesamt liessen sich in diesem Bereich 80 Millionen Franken pro Jahr einsparen, wenn der Bund die Tarife der Realität anpassen würde.

Bei den Medikamenten sei das Sparpotenzial noch höher. Mit Festbeiträgen für Generika könnte man ohne Qualitätseinbusse 400 Millionen Franken pro Jahr sparen. Der Bundesrat könnte dies sofort auf dem Verordnungsweg beschliessen. "Ich begreife nicht, wieso er das nicht schon lange getan hat. Das ist verschenktes Geld", sagte Schmutz.

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Bonus.ch rechnet mit Erhöhung der Krankenkassenprämien um 6,5%
21.09.2016 10:28

Bern (awp/sda) - Der Internetvergleichsdienst bonus.ch rechnet für 2017 mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Krankenkassenprämien um 6,5%. Die Prognose liegt damit über den ersten Schätzungen, die von einem Anstieg zwischen 4 und 5% ausgegangen waren.

Die Angaben über die wachsenden Gesundheitskosten, die finanziellen Angaben einiger Krankenkassen, die Auswirkungen der Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sowie die anlässlich einer informellen Umfrage bei Versicherungen gesammelten Daten hätten dazu geführt, dass bonus.ch seine Prognose nach oben korrigiert habe, teilte der Vergleichsdienst am Mittwoch mit.

Die durchschnittliche Erhöhung der Prämien wird auf 6,5% geschätzt. Für erwachsene Versicherungsnehmer mit einer Franchise von 300 CHF und einem traditionellen Versicherungsmodell werde die Erhöhung ein wenig tiefer ausfallen, nämlich zwischen 5 und 6%.

Für die Versicherten, die eine andere Franchise oder ein anderes Versicherungsmodell gewählt hätten, könnte die durchschnittliche Prämienerhöhung um mehr als zwei Punkte von der veröffentlichten durchschnittlichen Erhöhung abweichen, heisst es weiter.

Zu beachten sei auch, dass die Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sich negativ auf manche Prämien auswirken werde. Bonus.ch geht davon aus, dass über 20% der über 200'000 veröffentlichten Krankenkassenprämien mehr als 10% erhöht werden.

Für die sogenannten "Low-cost"- und "Satelliten"-Versicherungen werde es schwerer werden, auch weiterhin gemässigte Erhöhungen durchzuführen.

cp/

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Helsana verzichtet auf

Helsana verzichtet auf Rückforderung an Spitex und Pflegeheime

Die Helsana fordert von Spitex und Pflegeheimen kein Geld zurück. Wie viele andere Schweizer Krankenversicherer hatte sie Leistungen erbracht, für die seit 2011 eigentlich Kantone und Gemeinden hätten aufkommen sollen.

14.06.2018 14:15

Damals trat die Neuordnung der Pflegefinanzierung in Kraft. Seither befanden sich Kantone und Krankenkassen in einem Verteilkampf. Im Kern ging es um die Frage, wer Pflaster, Verbände, Spritzen, Gehhilfen und weiteres Pflegematerial zahlen muss.

Vergangenen Herbst fällte das Bundesverwaltungsgericht einen Grundsatzsatzentscheid zu Gunsten der Versicherer. Die Richter entschieden, dass Pflegematerial nicht mehr über die obligatorische Krankenversicherung abgerechnet werden darf.

Bezahlen muss es seit Januar 2018 vollumfänglich der sogenannte Restfinanzierer, also Kantone und Gemeinden. Einige Krankenkassen deuteten in der Vergangenheit an, dass sie für die geleisteten Beträge eine Rückerstattung verlangen werden.

Wie die Helsana am Donnerstag mitteilte, will sie keine Rückerstattung der seit 2013 vergüteten Beträge. Sie begründet den Verzicht mit einem "nicht zu verantwortenden Mehraufwand und möglichen Gerichtsverfahren". Auf wieviel Geld die Helsana verzichtet, konnte ein Sprecher auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA nicht sagen. Eigene Schätzungen hätten keinen verlässlichen Wert ergeben, sagte er.

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Comparis rechnet 2019 mit

Comparis rechnet 2019 mit vier Prozent höheren Krankenkassenprämien

Der Internetvergleichsdienst Comparis.ch rechnet 2019 mit vier Prozent höheren Prämien für die Grundversicherung der Krankenkassen. Gemäss seiner Prognose verpuffen die verordneten Senkungen von Medikamentenpreisen und Tarifen.

19.06.2018 08:00

Diese Eingriffe scheitern an der Mengenausweitung der Leistungen, wie Comparis am Dienstag mitteilte. Zwar ergeben die Abrechnungsdaten der Krankenkassen für das erste Quartal 2018 einen Rückgang der Leistungen um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das erweckt gemäss Comparis den Eindruck, die Kosten seien endlich gedämpft.

Das täusche aber. Die Ärzte und Spitäler nämlich seien wegen des bundesrätlichen Eingriffs in ihre Tarife mit den Abrechnungen im Rückstand. Sie hätten die neuen Tarife noch nicht im Griff, heisst es im Communiqué.

Das Strohfeuer sinkender Kosten dürfte in den drei weiteren Quartalen 2018 ersticken. Comparis befürchtet, dass die Tarifsenkungen längerfristig grösstenteils umgangen werden. Dabei verweist der Vergleichsdienst auf die erste bundesrätliche Tarifkorrektur 2014.

Damals hätten die Grundversicherungen durch Korrekturen der über 4000 Tarifpositionen 200 Millionen Franken sparen sollen. Die Korrektur erfolgten zulasten der Spezialärzte. Der Spareffekt blieb aber aus.

Spielraum im Tarifdschungel

Gemäss Comparis nutzten die Ärzte und Spitäler den "Spielraum im Tarifdschungel", um besser bezahlte Tarifpositionen auf die Rechnung zu setzen. Die schlechter entgoltenen Positionen hätten sie vermieden. Das dürfte auch bei der aktuellen Tarifkorrektur geschehen.

Auch bei Medikamenten lösen sich die Kostensenkungen in Luft auf. Der steigende Medikamentenkonsum und die neuen, teureren Medikamente machen dem Bundesamt für Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Das Amt hatte die Preise von 350 Medikamenten gesenkt und sah damit 2018 Einsparungen von 60 Millionen Franken vor.

Nicht Preise und Tarife würden die Kosten in der Grundversicherung in die Höhe treiben, sondern der Mehrverbrauch von Medikamenten und medizinischen Leistungen, schlussfolgert Comparis.

ra/

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CSS-Chefin will Anstieg der

CSS-Chefin will Anstieg der Prämien auf 2,3 Prozent beschränken

Die Chefin der grössten Schweizer Krankenkasse will den Anstieg der Gesundheitskosten auf 2,3 Prozent pro Jahr begrenzen. CSS-CEO Philomena Colatrella räumte ein, mit einem Durschnittswachstum von 3,9 Prozent seit 1996 werde die Belastung für Familien zu gross.

08.03.2019 07:03

Im Jahr 2000 habe eine Familie mit zwei Kindern zwischen 8'000 und 10'000 Franken pro Jahr für Krankenkassenprämien bezahlt, heute habe sich dieser Betrag auf fast 20'000 Franken verdoppelt, sagte Colatrella in einem am Freitag publizierten Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps".

Auch wenn die "strenge" Kontrolle der Rechnungen durch die Krankenkasse einen weiteren Anstieg um 20 Prozent verhindern könne, "müssen wir eingreifen, um den Anstieg der Kosten zu kontrollieren". Colatrella wies darauf hin, dass der Anstieg der Krankenkassenprämien derzeit höher sei als der des schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP) und fünfmal so hoch wie der der Löhne.

Ein Radar

"Es geht darum, mit Unterstützung des Bundes eine Art Radar zu definieren, der den Akteuren bei der Orientierung hilft", erklärte Colatrella. Sie schlägt daher einen Wachstumsfaktor von 2,3 Prozent vor, der den Lohnindex, die demografische Entwicklung und den medizinischen Fortschritt berücksichtigt.

Das Kostenziel wird aus Sicht der Krankenkassenchefin die Transparenz des Systems verbessern und den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen fördern. Diejenigen, "die ihr Kostenziel nicht erreichen, sollten sich rechtfertigen", sagte Colatrella und betonte, dass der Druck zu einem Wandel führen werde.

Gesundheitskosten als Wahlkampfthema

Ziel dieses Ansatzes sei es nicht, die Versorgung oder den Zugang zu medizinischen Innovationen einzuschränken, sagte die Luzerner Managerin weiter. "Die Bemühungen müssen sich auf die Begrenzung unnötiger und ineffektiver Pflege konzentrieren." Deren Kosten schätzt Colatrella auf 20 Prozent der Gesamtkosten im Gesundheitssystem.

Die Gesundheitskosten sind auch im Fokus der Parteien im Wahljahr. Die CVP sammelt Unterschriften für die Initiative "Für tiefere Prämien - Kostenbremse im Gesundheitswesen". Die Mittepartei will in der Verfassung verankern, dass der Bund Sparmassnahmen einleiten muss, sobald die Prämien überproportional steigen - verglichen mit Löhnen und Konsumentenpreisen. Die SP kündigte eine Volksinitiative an, mit der die Krankenkassenprämien gedeckelt werden sollen. Demnach sollen Versicherte nicht mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben müssen.

(AWP)

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Allianz-Manager zum neuen

Allianz-Manager zum neuen Visana-Chef ernannt

Ein halbes Jahr nach dem plötzlichen Tod von CEO Urs Roth hat die Krankenkasse Visana einen neuen Chef bestimmt. Der Verwaltungsrat habe Angelo Eggli zum neuen Vorsitzenden der Direktion gewählt, teilte die Gruppe am Donnerstag in einem Communiqué mit.

04.04.2019 09:45

Eggli ist seit 2014 Chef von Allianz Partners Schweiz, die in der Telemedizin (Medi24), der Reiseversicherung und in den Assistance-Dienstleistungen tätig ist. Er trete sein neues Amt spätestens am 1. November an und übernehme dann die Nachfolge von Valeria Trachsel, die Visana seit dem Tod von Urs Roth interimistisch führe, hiess es weiter. Roth hatte sich Mitte November das Leben genommen.

Eggli verfüge über einen ausgezeichneten Leistungsausweis in der Führung von Gesellschaften und bringe insbesondere profunde Kenntnisse in den Bereichen Markt, Vertrieb, Produktinnovationen und Digitalisierung mit, erklärte Visana-Verwaltungsratspräsident Lorenz Hess die Wahl des Berner Fürsprechers (Anwalt). Vor der Allianz sei Eggli unter anderem Mitglied der Geschäftsleitung einer Krankenversicherung und eines Versicherungsbrokers gewesen.

jb/ys

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CSS wächst und steigert den

CSS wächst und steigert den Gewinn

Der Krankenversicherer CSS hat im vergangenen Jahr Kunden dazugewonnen und trotz Gegenwind an den Finanzmärkten den Gewinn gesteigert. In der obligatorischen Grundversicherung verteidigte die CSS ihre Spitzenposition.

04.04.2019 09:40

Mit knapp 1,4 Millionen Kunden bleibe man der grösste Grundversicherer in der Schweiz, teilte die CSS am Donnerstag mit. Im vergangenen Jahr seien 17'400 neue Versicherte dazugekommen. Zählt man die Kunden der Zusatzversicherungen dazu, dann liegt die Zahl der Kunden gar bei insgesamt 1,76 Millionen nach zuvor 1,70 Millionen. Das sei für die CSS ein Rekord.

Die Prämieneinnahmen stiegen dank Kundenwachstum und höheren Prämiensätzen um 4,8 Prozent auf ebenfalls rekordhohe 6,46 Milliarden Franken. Der Gewinn legte um 6,2 Prozent auf 163,1 Millionen zu. Die Luzerner haben das Ergebnis sowohl in der Zusatz- als auch in der Grundversicherung deutlich verbessert und konnten die Reserven verstärken.

Systematische Prüfungen

Treiber im Ergebnis des Krankenversicherers waren ein nur geringer Anstieg bei den Versicherungsleistungen sowie Kostendisziplin. Je Versicherte seien die Leistungen in der Grundversicherung gar um ein halbes Prozent zurückgegangen. Den Verwaltungskostensatz, das sind die Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen, habe man ein weiteres Mal senken können, hiess es.

Zudem prüft die CSS systematisch die Rechnungen von Ärzten und Spitälern und spart so Kosten. Im vergangenen Jahr habe man dank konsequenter Prüfungen bei den rund 17 Millionen Rechnungen insgesamt 622 Millionen Franken an ungerechtfertigten Ausgaben eingespart.

Ein Dämpfer waren dagegen die schwierigen Bedingungen an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte unter Druck gekommen waren. Das hinterliess auch bei der CSS Spuren: Die Anlagerendite fiel mit minus 1,9 Prozent negativ aus nach einem Plus von 4,7 Prozent im Vorjahr.

Weitere Kunden gewinnen

Künftig will CSS-Chefin Philomena Colatrella weitere Kunden gewinnen und die finanzielle Basis des Krankenversicherers stabil halten. Zudem werde man auch weiter an der Kostendisziplin arbeiten und in digitale Projekte investieren.

Erst später im Jahr wird beschlossen, ob und wie stark die Krankenkassenprämien weiter erhöht werden. Angesichts der aktuell guten finanziellen Ausgangslage in der Branche rechnet die CSS damit, dass die Prämienanpassungen für 2020 ein weiteres Mal unter dem langjährigen Durchschnitt liegen dürften. Das langjährige Mittel liegt bei knapp 4 Prozent.

mk/tt

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Für 2020 wird ein weiterer

Für 2020 wird ein weiterer Prämienanstieg erwartet

Der Vergleichsdienst Comparis.ch erwartet, dass die Prämien für die Grundversicherung der Krankenkassen 2020 um zwei bis drei Prozent steigen.

12.06.2019 06:57

Kosten- und Prämientreiber seien nicht die Preise, sondern die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, schrieb Comparis. Gesenkte Preise oder Tarife verpufften angesichts der zunehmenden Menge an Leistungen für die Patientinnen und Patienten, hiess es in der Mitteilung vom Dienstag. Comparis kritisierte den "Tarmed-Dschungel" bei der Abrechnung von ambulanten Leistungen.

Ärzte und Spitäler könnten "die besseren Tarifpositionen bei der Fakturierung nutzen und die schlechteren vermeiden", liess sich Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von Comparis, zitieren. Die Kassen könnten nicht kontrollieren, ob die Tarifpositionen auf den Rechnungen den tatsächlichen Leistungen entsprächen.

Auch der Effekt der Preissenkungen bei Medikamenten verpufft laut Comparis. Von Jahr zu Jahr werde mehr für teure Medikamente ausgegeben. Comparis hat ausgerechnet, dass jeder fünfte Franken gegen eKrebs für Medikamente ausgelegt wird, die noch nicht zugelassen sind oder die nicht auf der Spezialitätenliste stehen.

Fallpauschalen mit nachhaltiger Wirkung

Nachhaltige Wirkung zeigen dagegen in den Augen von Schneuwly die Fallpauschalen für stationäre Behandlungen im Spital und dass bestimmte Eingriffe statt stationär ambulant vorgenommen werden.

Er hält es allerdings für unabdingbar, dass ambulante und stationäre Leistungen einheitlich finanziert werden. Heute werden ambulante Behandlungen von den Krankenkassen vergütet.

Bei stationär erbrachten Behandlungen von Spitälern übernehmen die Kantone 55 Prozent der Kosten. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat kürzlich eine Vorlage zur einheitlichen Finanzierung von stationären und ambulanten Behandlungen verabschiedet.

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Ein Viertel denkt laut Studie

Ein Viertel denkt laut Studie über Wechsel der Krankenkasse nach

Die Schweizer Bevölkerung wagt wenig Experimente, wenn es um Finanz- und Versicherungsfragen geht. Die Bereitschaft, die Bank oder Versicherung zu wechseln, ist laut einer Studie des Vergleichdienstes Moneyland gering ausgeprägt.

23.07.2019 10:32

Einen Wechsel der Krankenkasse in den nächsten Jahren zieht hingegen ein Viertel der Befragten in Betracht. Der Online-Vergleichsdienst hat untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Schweizerinnen und Schweizer ein Wechsel ihrer Bank, Versicherungen oder Telekom-Anbieter erwägen. Generell zeige man sich hierzulande wechselfaul, lautet das Fazit der am Dienstag veröffentlichten Umfrage.

Krankenkasse wird am ehesten gewechselt

Konkret betrage die Wechselwahrscheinlichkeit bei Versicherungen für Rechtsschutz oder Hausrat nur 14 Prozent. Den Säule-3a-Vorsorgefonds oder die Pensionskasse zu wechseln, ziehen sogar weniger als 10 Prozent in Betracht. Etwas anders sieht es bei Krankenkassen aus. Hier hat bis zu einem Viertel der 1'500 Befragten angegeben, ein Wechsel des Anbieters in den nächsten Jahren sei entweder "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich".

Nicht abgefragt wurde jedoch, ob dies nur für die Grundversicherung oder auch für Zusatzversicherungen gelte, wie Moneyland auf Anfrage festhielt. Hingegen habe sich gezeigt, das Romands wechselwilliger seien als Deutschschweizer. In der Westschweiz zieht über ein Drittel der Befragten in Betracht, die Krankenkasse zu wechseln.

sta/rw

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Krankenkassen sind finanziell

Krankenkassen sind finanziell für die Coronakrise gewappnet

Die Krankenkassen sind finanziell für die anfallenden Kosten der Coronakrise gerüstet. Für ausserordentliche Lagen verfügen sie über Reserven von 8 Milliarden Franken, was die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung während drei bis vier Monaten deckt.

03.04.2020 12:55

Die Reserven lagen Anfang 2019 bei allen Versicherern über dem vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgeschriebenen Minimum, wie der Krankenkassenverband Santésuisse am Freitag mitteilte. Diese Reserven garantieren unerwartete Ausgaben wegen der Pandemie. Pro Jahr betragen die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung etwa 33 Milliarden Franken.

Der finanzielle Aufwand für die Pandemie sei derzeit nicht absehbar, hiess es weiter. Einen grossen Teil der finanziellen Last werden aber die Krankenkassen übernehmen. Dazu seien sie da, schrieb Santésuisse.

Im weiteren Verlauf der Pandemie wird sich gemäss Santésuisse zeigen, ob die Reserven der Versicherer ausreichen. Sollten einzelne Krankenkassen mehr Mittel brauchen, können sie die Reserven über mehrere Jahre hinweg wieder aufbauen und so die Belastung der Prämienzahlerinnen und -zahler in Grenzen halten.

Das BAG erliess Ende März Richtlinien für die Kostenübernahme von stationär im Spital behandelten Coronavirus-Patienten. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) regelte bereits vorher die Kostenübernahme für die Tests. Dafür bezahlt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) 180 Franken.

(AWP)

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