Schiefergas / Fracking

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MarcusFabian
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Ich behaupte mal, es wird die Zeit kommen, wo Öl und Gas zu teuer zum verbrennen geworden sind.

Das spricht durchaus für Erdöl-Aktien. Plastik, Pharma, Kosmetik, Farben ... überall wird Erdöl verwendet.

Wenn man bedenkt, dass der Peak im Fracking per 2015/16 erwartet wird, die leicht zu frackenden Felder bereits bearbeitet wurden und die Kosten der weniger guten bekannten Felder auf $125 geschätzt werden, liegst du mit der Prognose von $120 in einigen Jahren wohl eher zu konservativ.

Wenn noch mehr negative Überraschungen kommen wie beim Monterey-Feld in California, wo die Schätzungen über den förderbaren Gas-Gehalt um satte 96% nach unten revidiert werden mussten, dürften wir in 2 Jahren die $125 überschreiten.

 

Elias
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Treibstoff aus Luft: Audi setzt auf Schweizer Start-up

Climeworks hat einen Kollektor entwickelt, der CO2 aus der Luft binden kann. «ECO» hat vor einem Jahr über das Spin-off der ETH berichtet. Nun kann das Start-up einen potenten Kooperationspartner vermelden. Audi will den Kollektor für die Treibstoff-Synthese verwenden.

http://www.srf.ch/news/wirtschaft/treibstoff-aus-luft-audi-setzt-auf-sch...

 

Für mich stellt sich nur die Frage, welche Technologie(en) sich durchsetzen wird.

Bis wann? Bis Ende dieses Jahrzehntes

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
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Der Fracking-König zeigt der Opec den Stinkefinger

Harold Hamm sicherte sich gegen den Ölpreis-Crash ab und sahnt nun tüchtig ab. Nun geht er aber ein hohes Risiko ein.

Harold Hamm, die treibende Kraft hinter dem Fracking-Boom in den USA, zeigt der Opec den Stinkefinger. Das Kartell sei ein «zahnloser Tiger» und werde sich dem Druck der ärmeren Förderländer für höhere Preise nicht widersetzen können, erklärte Hamm und setzte seine Worte nach der Opec-Sitzung von letzter Woche in Taten um: Er löste sämtliche Absicherungsgeschäfte auf und wettete somit auf höhere Rohölpreise.

Die von Hamm kontrollierte Continental Resources ist eine der führenden Ölförderfirmen in der Bakken-Gesteinsformation in North Dakota. Wie viele andere Unternehmer auch hatte er sich gegen sinkende Preise abgesichert, und zwar für 2015 und 2016 im Wert von mehr als 31 Millionen Fass Rohöl. Der Crash des Ölpreises machte diese Hedging-Geschäfte hochprofitabel. Offenbar so profitabel, dass Hamm nicht widerstehen konnte und sämtliche Kontrakte nach der Opec-Sitzung verkaufte. Gewinn: 433 Millionen Dollar.

Das Geschäft war aber auch politisch begründet, hatte Harold Hamm doch früher schon einmal die Opec wegen Preisabsprachen eingeklagt. Auch diesmal sieht er das Kartell in einer Ver­liererposition. «Wir betrachten den jüngsten Rückgang der Ölpreise für nicht haltbar. Deshalb haben wir praktisch alle unsere Absicherungspo­sitionen aufgelöst. Dies erlaubt uns, voll von der erwarteten Preiserholung zu profitieren.»

Hamm geht indessen ein grosses ­Risiko ein. Viel weiter darf der Ölpreis nicht fallen, wenn die kleinen bis mittelgrossen Firmen, die mit dem Fracking-Boom gross geworden sind, überleben wollen. In der Bakken-Region liegen die Selbstkosten bei 65 bis 70 Dollar je Fass, also in etwa im aktuellen Preisband. Für einigen Produzenten aber beträgt der Breakeven-Preis 110 Dollar. Besser sieht es für Firmen in der Eagle-Ford-Region in Texas aus, die noch bei 50 Dollar ­fördern können.

Saudiarabien fühlt sich bedroht

Der Opec-Entscheid, die Fördermenge des Kartells unverändert bei 30 Millionen Fass pro Tag zu halten, ist aus Sicht der USA deshalb eine Attacke auf den Fracking-Boom. Die USA produzieren mehr als neun Millionen Fass pro Tag und sind damit in eine Position aufgestiegen, die früher nur Saudiarabien innehatte. Zwar sind die USA nicht Mitglied der Opec, doch ist die Eigenversorgung derart gross geworden, dass Importe nicht länger eine geopolitische Hebelwirkung haben. Somit sehe sich Saudiarabien in seiner strategischen Führungsrolle bedroht, meint die Beratungsfirma IHS Energy.

Mit dem Verzicht auf eine Drosselung der Produktion teste die Opec nun eine neue Angriffsvariante mit der Absicht, die schwächsten Spieler in Nordamerika zu verdrängen. Bedroht ist eine beträchtliche Zahl. Die Credit Suisse schätzt, dass nur 43 Prozent aller neuen Förderanlagen im Bakken bei einem Fasspreis von 75 Dollar noch Sinn ergeben. Rund einem Drittel drohe gar, vorübergehend oder ganz stillgelegt zu werden. Das Schlimmste sei entsprechend noch nicht ausgestanden, meinen die Credit-Suisse-Experten, die selbst einen Fasspreis von 50 bis 60 Dollar nicht ausschliessen wollen.

Auch die Continental Resources von Hamm spielen nun auf Zeit und legen 2015 einige Anlagen still. Je länger der Ölpreis tief bleibt, umso mehr sind sie gezwungen, weitere Bohrungen aufzuschieben und laufende Förderungen einzustellen. Sie sparen damit zwar Geld, aber sie machen auch keinen Gewinn. Da viele Firmen stark überschuldet sind, ist dies ein gefährliches Wartespiel. Kleinfirmen wie Emerald Oil sitzen gewissermassen auf Nadeln. Das Unternehmen betreibt nur drei Förderanlagen in North Dakota und hat nach dem Opec-Entscheid beschlossen, eine Anlage stillzulegen. Die zwei anderen könnten mit dem gegenwärtigen Fasspreis bis Ende 2015 weiterlaufen, sagt Unternehmenschef McAndrew Rudisill. Zu erwarten sei nun, dass die meisten Firmen die Produktion sehr rasch zurückfahren würden. Der Vorteil ist immerhin, sagte er, dass auch die hohen Kosten sinken würden und der Fracking-Boom von einer neuen Normalität eingeholt werde. Existenzbedrohend für Emerald Oil wird gemäss Rudisill erst ein Fasspreis von 50 Dollar, also ein weiterer Preissturz von 30 Prozent.

Lohnkürzung für den Staatschef

Neben den aggressiven Ölfirmen in den USA sind auch kanadische Unternehmen bedroht, die teilweise zu Selbstkosten von 100 Dollar pro Fass ein teerartiges Gemisch aus dem Ölsand pressen und nun zu massiven Kosteneinsparungen gezwungen sind. Diese Entwicklung macht die geplante Keystone-Transportleitung von Kanada in die USA definitiv zur Pipeline nach Nirgendwo.

Weit härter getroffen als Nordamerika werden indessen die ärmeren Opec-Staaten, die sich dem Diktat der arabischen Länder beugen müssen. Venezuela, Nigeria und der Iran etwa brauchen Fasspreise von über 130 Dollar, um So­zialprogramme zahlen und ihre Budgets ausgleichen zu können. Venezuela kündete als erstes Opec-Land scharfe Einschnitte in seine Sozialleistungen an, inklusive einer symbolischen Lohnkürzung für den Staatschef.

Russland hart getroffen

Hart getroffen sieht sich zudem Russland, das 68 Prozent seiner Exporte und 50 Prozent des Staatsbudgets mit fos­silen Energien bestreitet. Russland hat dieses Jahr schon mehr als 90 Milliar-den Dollar an Währungsreserven und 4,5 Prozent seiner inländischen Wertschöpfung verloren. Präsident Wladimir Putin sei nun in einer sehr verletzlichen Lage, schreibt die Danske Banke.

Erinnert wird an den Ölpreiszerfall vom Winter 1997, der Russland im Sommer 1998 in eine tiefe Krise stürzte und eine Rubelabwertung nötig machte. Putin indessen gibt sich dieser Tage siegessicher. Und er ähnelt darin auf paradoxe Art und Weise dem amerikanischen Ölmann Harold Hamm. «Der Winter kommt», so der russische Präsident, «aber ich bin sicher, dass der Ölmarkt gegen Mitte nächsten Jahres wieder ein Gleichgewicht finden wird.»

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-Fr...

 

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Elias
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US-Frackingindustrie im Härtetest

ie Saudis erhöhen den Druck auf die US-Frackingindustrie. Doch die Amerikaner geben nicht klein bei und pumpen weiter am Limit.

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Immer effizienter

Doch Amerika hält dagegen - US-Firmen fördern inzwischen soviel Öl wie seit 1971 nicht mehr - das Land hat Saudi-Arabien und Russland als weltgrösster Energieproduzent überholt. Die Fracking-Industrie behauptet sich im Kampf um Marktanteile erstaunlich gut. Aber die Rechnung könnte noch kommen und teuer werden.

Dabei erklären einige Experten die USA bereits zum Sieger im Wettpumpen: «Statt die Schieferöl-Industrie zu killen, haben die Saudis sie nur stärker gemacht», meint Mark Perry vom American Enterprise Institute in Washington.

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http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/us-frackingindustrie-im-haertete...

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Schieferölboom gerät ins Stocken

Die Rohölproduktion in den USA wird nach Regierungsprognosen aus Washington im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2013 fallen.

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Die nachlassende Produktion sollte sich als stützend für die künftige Preisentwicklung erweisen.

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http://www.cash.ch/news/front/schieferoelboom_geraet_ins_stocken_-342781...

 

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