Swatch Group

Swatch Aktie 

Valor: 1225515 / Symbol: UHR
  • 297.90 CHF
  • -0.73% -2.200
  • 13.12.2018 10:58:35
426 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 20'180

Swatch will mit Innovationen und mehr Shops zurück auf den Wachstumspfad
10.03.2016 18:02

(Zusammenfassung; wiederholt mit Schlusskurs)

Biel (awp) - Die Swatch Group blickt auf ein schwieriges, vor allem durch die Stärke des Schweizer Frankens belastetes Jahr 2015 zurück. Konzernchef Nick Hayek vertraut auf die von Swatch seit Jahren verfolgte Strategie und bleibt trotz Unsicherheiten etwa in der EU-Politik oder aufgrund der Wahlen in den USA zuversichtlich. Die insbesondere in China intakte Konsumlaune soll den Uhrenhersteller 2016 zurück in die Wachstumsspur bringen.

"Ich habe immer gesagt, dass wir in Lokalwährungen um 5 bis 10% jährlich wachsen können. Doch entscheidend ist, was mit dem Schweizer Franken passiert", sagte Nick Hayek am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Biel. Der überbewertete Franken sei nicht nur für Swatch, sondern für die gesamte Schweizer Industrie ein Problem. Während die Notenbanken weltweit die Wirtschaft in ihren Ländern zumeist entschlossen unterstützten werde diese hierzulande von der SNB im Stich gelassen. "Die Lage könnte sich rasch verschärfen", warnte Hayek.

SCHWACHES JAHR 2015

Die Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2015 hatte Swatch bereits Anfang Februar kommuniziert: Der Umsatz nahm um 3,0% auf 8,45 Mrd CHF ab, in Lokalwährung betrug das Minus immerhin nur 0,9%. Der operative Gewinn (EBIT) der Gruppe sank um 17% auf 1,45 Mrd CHF. Die entsprechende Marge rutschte um beinahe drei Prozentpunkte auf 17,2% und damit unter die 20%-Schwelle. Hier seien nebst Währungseffekten auch höhere Aufwendungen für Marketing ins Gewicht gefallen, erklärte Finanzchef Thierry Kenel.

Der Reingewinn nahm um 21% auf 1,12 Mrd CHF ab und dennoch soll den Aktionären eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 7,50 CHF je Inhaber- und von 1,50 CHF je Namenaktie bezahlt werden. Ferner kauft Swatch seit Anfang Februar im Rahmen eines längstens drei Jahre andauernden Programms eigene Aktien im Umfang von maximal 1 Mrd CHF zurück.

INVESTITIONEN INS VERTRIEBSNETZ

Kenel sieht den Aktienrückkauf auch als Instrument, um mit Blick auf die Negativzinspolitik der SNB die Cash-Bestände optimal zu steuern. Zudem werde Swatch mit 400 bis 500 Mio CHF weiter kräftig in das operative Geschäft investiert. Während die Produktion gut aufgestellt sei, könnten markenweit insgesamt "75, 100 oder 120 neue Shops" gebaut und eröffnet werden, sagte Hayek. Dabei gelte es, je nach Touristenaufkommen oder Entwicklung der verschiedenen Regionen das Vertriebsnetz anzupassen.

Unverändert gut sei die Nachfrage nach Uhren in Festland-China, so der Konzernchef. Dagegen laufe der Absatz von Zeitmessern in Hongkong nach wie vor schleppend. Die "Hysterie" an den Börsen und die Sorge vor einer sich abschwächenden Weltwirtschaft habe ähnlich wie in den Krisenjahren 2003 und 2009 auf die Händler übergegriffen, die als Folge davon weniger Uhren bestellten. Der Durchverkauf in den markeneigenen Shops laufe demgegenüber weiterhin gut.

E-Commerce sei für die Marke Swatch nichts Neues und werde seit rund vier Jahren in den USA mit Erfolg betrieben, hielt Hayek fest. Dagegen glauben er und sein Neffe Marc Hayek, der Marken wie Blancpain oder Bréguet führt, dass im Verkauf nach wie vor der persönliche Service zählt.

HARRY WINSTON UND INNOVATIONEN

Mit Blick auf die verschiedenen Marken sieht Hayek beim Schmuckspezialisten Harry Winston, den Swatch 2013 übernommen und anschliessend dessen Uhrenportfolio vergrössert hat, grosses Potential. Die Marke könne in den kommenden Jahren die Umsatzmilliarde erreichen. Dies gehe aber nur Schritt für Schritt mit neuen Uhrenmodellen und einem ausgewählten und exklusiven Sortiment an Schmuck, hiess es.

Zudem setzt der Konzern auf innovative "Connected Watches" der Marke Swatch, wie die Bezahluhr "Bellamy", oder auch das Qualitätszertifikat "Master Chronometer", das gewissen Omega-Uhren vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (Metas) vergeben wird. Die im Januar in China lancierte "Bellamy" erfreue sich einer guten Nachfrage, sagte Nick Hayek. Demnächst folgen die "Roll-Outs" in der Schweiz, den USA oder Brasilien. Die Entwicklung der Smartwatch-Branche macht Hayek nach wie keinen Kummer.

An der Börse schlossen Swatch-Inhaber am Donnerstag 0,6% tiefer bei 362,30 CHF, während der Gesamtmarkt (SMI) 1,0% abgab.

mk/tp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'994
Hayeks Superbatterie

Die Swatch-Tochter Belenos stellt ab dem Sommer Batterien für E-Bikes, Drohnen und Elektroautos her – in der Schweiz.

Vanadium heisst das Wundermittel, das die Welt der Batterien revolutionieren soll. Nick Hayek schwärmt vom chemischen Element, als handle es sich um eine seiner Uhrenmarken. Die von der Swatch-Tocherfirma Belenos entwickelte Batterie aus Vanadium könne 50 bis 100 Prozent mehr Energie speichern als klassische Batterien gleicher Grösse. Wegen der tieferen Spannung gehe von Belenos-Batterien keine Feuergefahr aus.

Noch in der zweiten Jahreshälfte will Hayek die neuartige Batterie auf den Markt bringen. Sie soll sich für mobile Stromfresser wie Elektrovelos, Elektro­scooter oder Drohnen eignen. Zusammengesetzt zu Akkublöcken, soll die Batterie auch Elektroautos antreiben. «Wir haben schon sehr viele Interessenten», sagte der Swatch-Group-Chef am Donnerstag an der Jahresmedienkonferenz. Aus China, wo die Städte unter der Luftverschmutzung leiden, hat das Unternehmen schon Delegationen empfangen. Laut Hayek ist es möglich, dass bereits 2017 Autos mit den Vanadium-Batterien unterwegs sein werden.

Verwaltungsrat George Clooney

Weshalb hat die Swatch-Gruppe, die Uhrenmarken wie Omega, Tissot und Longines im Portfolio hat, überhaupt eine neue Batterie entwickelt? Das Projekt geht auf Nick Hayeks Vater Nicolas zurück. Dieser hat die Tochterfirma Belenos 2007 gegründet, um an ökologischen Technologien wie Brennstoffzellen und Fotovoltaik zu forschen und entsprechende Produkte zu entwickeln. Nachdem Hayek in den 90er-Jahren mit dem geplanten Elektroauto Swatchmobil gescheitert war, sollte sich Belenos auf die Energieträger beschränken. Letztes Jahr verkaufte das Unternehmen seine selbst entwickelte Brennstoffzelle (Wasserstoffantrieb) an die Freiburger Elektrizitätsgesellschaft Groupe E. Belenos wollte sich auf die Entwicklung der Superbatterie konzentrieren.

Mit der ETH Zürich und dem Paul-Scherrer-Institut konnte Belenos zwei potente Entwicklungspartner ins Boot holen. Auch der Verwaltungsrat des Unternehmens ist prominent bestückt: Der Schauspieler George Clooney und der Schweizer Astronaut Claude Nicollier sitzen darin. Verwaltungsratshonorare gibt es laut Belenos-Präsident Hayek keine.

Das Unternehmen ist mit einem Eigenkapital von 63 Millionen Franken gut ausgestattet. Die Aktien am Unternehmen sind wie folgt verteilt: 51 Prozent Swatch Group, 25 Prozent Familie Hayek, 14 Prozent Einzelaktionäre (u. a. Josef Ackermann, George Clooney, ETH Zürich), 10 Prozent Eigenbesitz Belenos.

Börsengang in Hongkong

Von Josef Ackermann stammt die Idee, Belenos an die Börse zu bringen. Hayek, der sonst keine Gelegenheit auslässt, Börsenhändler zu kritisieren, bestätigt das Vorhaben. Er geht von einem Börsenwert von 5 bis 20 Milliarden Franken aus. Die Swatch-Gruppe würde jedoch keine ihrer Aktien verkaufen, um die Kontrolle über die Gesellschaft und deren Patente nicht zu verlieren. Der Börsengang soll in Hongkong geschehen, weil Asien der grösste Markt für Batterien ist und weil Hayek bereits daran denkt, dort eine Fabrik für die Vanadium-Batterie zu bauen. Doch vorerst ist die neue Batterie ein Swiss-made-Produkt. Denn Belenos lässt sie bei einer anderen Swatch-Group-Tochter herstellen: bei der Batterienfabrik Renata in Itingen BL. Renata produziert 800'000 Batterien für Uhren und elektronische Geräte – pro Tag. Nun wird für die grösseren Belenos-Batterien eine eigene Produktionslinie aufgebaut, ab Juli soll serienmässig produziert werden. Dafür sollen 20 bis 30 Stellen geschaffen werden.

Ab nächstem Jahr wird die Swatch-Tochter Renata zudem Vanadium-Batterien im Kleinformat herstellen. Diese sind laut Renata-Chef Stefan Pfrommer ideal für kleine, energie­intensive Geräte – etwa für Bluetooth-Headsets, Fitnessbänder oder Uhren mit elektronischen Zusatzfunktionen. Auch entsprechende Uhren der Swatch-Gruppe sollen so länger ohne Batteriewechsel auskommen. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 10.03.2016, 22:45 Uhr)

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Eptinger
Bild des Benutzers Eptinger
Offline
Zuletzt online: 29.10.2018
Mitglied seit: 08.12.2006
Kommentare: 1'720

Da will ich dem Nick Hayek doch ein Kränzlein winden. Ich sah den gestrigen diesbezüglichen Beitrag in unseren Nachrichten '10vor10' und finde die Sache spannend. Auch den Börsengang in Hongkong. Das Unternehmen Swatch entlässt wenigstens keine Leute sondern schafft Arbeitsplätze und arbeitet, trotz Miesmacherei, doch profitabel. Wir bräuchten mehr so mutige Unternehmer, die sich nicht scheuen, auch mal ihre Meinung zu sagen, sofern sie eine haben. Wink

Gruss vom Eptinger

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Hier scheinen etliche leichtgläubige Leser zu sein.

Zum Start ein Vergleich: Tesla und Panasonic investieren in ihrer riesigen Batteriefabrik in Nevada im Endausbau (bis ca. 2020) etwa 4 bis 5 Milliarden USD um damit Batterien für gerade einmal 500'000 E-Autos plus noch einige stationäre Batteriespeicher pro Jahr bauen zu können. Der Bau einer solchen Fabrik dauert mehrere Jahre, hier konkret  von Herbst 2014 bis Herbst 2017 im ersten Schritt (kleinere Produktion) und dann bis 2020 für die volle Kapazität.

Swatch will nun ebenfalls Milliardenumsätze generieren mit Batterien. Wie soll das funktionieren? Swatch würde damit den momentanen Umsatz klar übertreffen wenn wir das Mittel der CEO-Schätzungen nehmen (12.5 Milliarden USD).

Konkret sind diese Ziele/Pläne alles mehr als fraglich, besonders was den Zeitrahmen angeht:

- In welchem Zeitrahmen werden diese Batteriefabriken erstellt? Wie sollen 2017 schon Autos mit diesen Batterien herumfahren (ausser Hayek meinte nur Prototypen und hat sich mit 2017 versprochen - ob unabsichtlich oder absichtlich bleibt dahingestellt)?

- Von woher kommt das Geld? Es werden Milliarden fällig um nur eine kleine Zahl Autos auszurüsten, siehe Tesla-Zahlen oben. Batterieproduzenten haben sehr tiefe Margen, es bleibt abzuwarten wie erfolgreich das IPO ist.

- Auch sollen die Batteriefabriken nun plötzlich in China erstellt werden, noch vor Wochen redete man von der Schweiz (dieser neue Standort ist schon realistischer, aber damit fallen fast keine Arbeitsplätze in der Schweiz an.)

- Die asiatischen Giganten (LG, Samsung und Panasonic, dazu noch einige lokale Player in China in BYD) dominieren das Batteriegeschäft seit Jahren und werden sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Siehe Marktanteile und Kostenanalyse USA - Asien:

http://insideevs.com/can-lithium-batteries-be-made-competitively-in-the-...

Globale Clusters für Batterieproduktion, es dominieren Anbieter aus Korea, Japan und China:

http://insideevs.com/wp-content/uploads/2016/03/lithium-batters-gb-slide...

Deshalb baut zum Beispiel Tesla die neue Fabrik nicht alleine sondern hat weiterhin Panasonic als Partner an Bord. Wo sind die industriellen Partner von Swatch?! Bis jetzt sehe ich keine, das macht den Zeitplan bis 2017 noch unrealistischer...

Swatch als Neueinsteiger hat null Skalenerträge und wird zuerst Milliarden investieren müssen. Ein Himmelfahrtskommando - besonders wenn das IPO weniger als erwartet in die Kasse spült.

Fazit: Swatch bzw. der CEO betreibt wohl Schaumschlägerei mit dieser "Super-Batterie". Besonders der Zeitplan ist mehr als unrealistisch, da es auch um Auto-Batterien geht (sehr strenge Sicherheitsanforderungen und langwierige Tests nötig).

Vorbereitung von industrieller Batterieherstellung dauert oft mehrere Jahre - wenn nicht Jahrzehnte bei grundlegenden Innovationen (Laborerfolge stellen sich oft als Rohrkrepierer heraus in der Umsetzung und Massenfertigung). Swatch will nun den heiligen Gral gefunden haben und damit vor 2020 riesige Umsätze machen?!

Ich bleibe mehr als skeptisch, besonders weil die im internationalen Vergleich winzige Belenos bis vor kurzem den Schwerpunkt auf Brennstoffzellen hatte - nun will man plötzlich eine Batterie hervorgezaubert haben die besser ist als die anderen Anstrengungen (darunter etliche Grosskonzerne mit ebenfalls vielen Top-Unis als Forschungspartnern) weltweit.

spylong
Bild des Benutzers spylong
Offline
Zuletzt online: 30.05.2018
Mitglied seit: 05.09.2012
Kommentare: 145

so spricht ein shorty

spylong

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

spylong hat am 11.03.2016 - 20:14 folgendes geschrieben:

so spricht ein shorty

Ich bin aktuell nicht mehr short. Swatch war ein interessanter Short-Kandidat vor ca. 2 Jahren bis vor ein paar Wochen.

Aber wichtiger wäre mir eine Begründung:

Kannst Du inhaltliche Fehler in meiner Argumentation finden? Wo liege ich falsch?

Oder glaubst Du blind CEO Hayeks junior Versprechungen von der "Superbatterie" mit "5-20 Mllliarden Umsatz" (!!!) in wenigen Jahren?

PS: Betonung auf junior. Dieser Mann sitzt meiner Meinung wegen seinem illustren Nachnamen und den Leistungen seines Vaters auf dem CEO-Posten.

Lorenz
Bild des Benutzers Lorenz
Offline
Zuletzt online: 09.11.2018
Mitglied seit: 16.04.2010
Kommentare: 1'405
bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

JC Biver (Hublot, LVMH), einer der wenigen Uhrenmanager, der die Zeichen der Zeit meiner Meinung nach erkannt hat:

Man hört oft, die Apple Watch sei ein Misserfolg. Was halten Sie davon?
Die Apple Watch ist ein Misserfolg? Mag sein. Aber ich weiss es nicht, denn Apple publiziert keine Zahlen. Jene, die von Misserfolg sprechen, argumentieren, Apple habe im ersten Jahr nur 5 Mio. Stück verkauft. Multipliziere ich diese Zahl mit einem Verkaufspreis von 600 $, dann sprechen wir von 3 Mrd. $ Umsatz. Wäre Apple ein Schweizer Unternehmen, wäre es die zweitgrösste Schweizer Uhrenmarke, hinter Rolex und vor Omega. Ist das ein Misserfolg? Kürzlich habe ich gelesen, dass der Konzern sogar 11 Mio. Uhren verkauft habe. Damit wäre er die Nummer eins in der Schweiz. Und was ist, wenn die Version 2.0 wasserdicht ist, wenn sie eine Kamera hat, wenn sie unabhängig vom Telefon wird? Apple muss man ernst nehmen.

 

Schläft die Schweizer Uhrenindustrie?
Nein. Marken, deren Portfolio erst ab einem Preissegment von 5000 Fr. beginnt, können keine Smart Watch lancieren. Zenith, Patek Philippe, Hublot – die würden ihre Marke schädigen, wenn sie eine elektronische Uhr bauten. Hublot kann keine Connected auf den Markt bringen, TAG Heuer hingegen schon. Smart Watches sind für das Preissegment bis 2000 Fr., doch 80% der Schweizer Uhrenexporte stammen aus höheren Segmenten.

 

Es gibt rund hundert Schweizer Uhrenmarken im Preissegment bis 2000 Fr. – sind diese alle gefährdet?
Ja, und die meisten haben nicht die Ressourcen, um eine Smart Watch auf den Markt zu bringen. Aber wer weiss, vielleicht arbeiten auch andere daran. Warten wir ab, was in Basel präsentiert wird.

 

 

 

 

 

Quelle: http://www.fuw.ch/article/apple-ware-heute-die-zweitgrosste-uhrenmarke-der-schweiz/

Umso erstaunlicher angesichts seines fortgeschrittenen Alters, er denkt innovativer (und sieht strategische Bedrohungen klarer) als der um Jahrzehnte jüngere Swatch-CEO Hayek junior!

Ich kann den oberen Teil des Interviews 1:1 unterschreiben. Alle Schweizer Uhren im Segment bis ca. 1000-2000 CHF werden durch ausländische Smartwatches in den nächsten 5-10 Jahren MASSIV unter Druck geraten.

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Nochmals zur Batteriegeschichte (siehe meinen langen Post weiter oben als Einleitung):

Die Konkurrenz schläft bei der Batterie-Entwicklung nicht, zum Beispiel Dyson:

 

 Dyson Challenges Tesla With $1.4 Billion Battery Tech Investment

(...)

 

It follows a 2015 acquisition of Sakti3, a U.S. maker of solid-state lithium-ion batteries, for $90 million. Dyson Ltd. had previously invested $15 million in the Michigan firm, which said it has found a way to produce batteries with twice the energy storage potential of standard lithium-ion models, at a half to a third of the cost.

 

http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-03-21/dyson-challenges-tesla-with-1-4-billion-battery-tech-investment

 

Nun bleibt die Frage wieviel Swatch in diesen Bereich investieren kann/will über die nächsten Jahre. Dyson ist natürlich nur ein Player, es gibt wie erwähnt mehrere weitere (in Asien etwa LG Chem, Samsung oder Panasonic).

Alle diese Firmen haben auch bereits Kundenbindung (laufende Grossaufträge) und industrielle Fertigungsanlagen - was wiederum Investitionen in Milliardenhöhe für einen Neueinsteiger benötigt.

Die bestehende Fertigung bei Renata-Swatch wird wohl nicht für mehr als für Uhren und andere Mini-Batterien reichen.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 20'180

Jüngere Kräfte kommen bei Swatch ans Ruder

Der Luxusgüterkonzern Swatch meldet verschiedene Änderungen in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat.

Hanspeter Rentsch trete nach knapp 40 Jahren als Mitglied der Konzernleitung per Ende August 2016 zurück, teilt das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Auftrag von Swatch wird er die Gruppe aber weiterhin in den Vorständen von Economiesuisse, Arbeitgeberverband, internationale Handelskammer und Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie vertreten.

Weiter tritt Stephen Urquhart kurz vor seinem 70 Geburtstag aus der erweiterten Konzernleitung von Swatch sowie als Präsident von Omega zurück. Er werde dem Unternehmen aber für spezielle Projekte und Consulting Mandate weiterhin zur Verfügung stehen. Urquhart wird ersetzt durch Raynald Aeschlimann, welcher seit 2001 bei Omega als Vice President Sales tätig ist.

Zudem soll der Verwaltungsrat um Daniela Aeschlimann-Schneider ergänzt werden. Sie ist seit 2010 Mitglied und seit 2013 Vizepräsidentin des Verwaltungsrats der Avesco-Gruppe.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'994
Nick Hayek hat einen Trumpf im Ärmel

Gegen die Swatch Group laufen Wetten wie gegen kein anderes Unternehmen aus der Schweiz. Mit nicht weniger als 24 Prozent aller ausstehenden Inhaberaktien setzen Leerverkäufer auf rückläufige Kurse. Noch vor wenigen Wochen waren es sogar über 30 Prozent – ein trauriger Rekordwert. Fast täglich treffen aufgrund der verhaltenen Nachfrage in den Schwellenländern Gewinnschätzungsreduktionen aus dem Analystenlager ein und sorgen so für Wasser auf die Mühlen ausländischer Hedgefonds. Doch die Leerverkäufer müssen auf der Hut sein. Der Grund: Die Swatch Group ist mit

50 Prozent an Belenos beteiligt.

Experten zufolge könnte dieses Start-up-Unternehmen den Markt für Batterien revolutionieren. Laut Swatch-Chef Nick Hayek sind seine Batterien bei vergleichbarem Gewicht um 30 Prozent leistungsfähiger als herkömmliche Batterien. Er rechnet bis in fünf Jahren mit einem Umsatzpotenzial von 15 Milliarden Dollar und hält einen Börsengang für denkbar. Auch wenn Hayek für seine euphorischen Aussagen bekannt ist, müssen sich die ausländischen Hedgefonds womöglich warm anziehen. Als der Elektroautohersteller Tesla vergangenen November eine Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller Duracell bekannt gab, sprang dessen Kurs innerhalb weniger Minuten um 12 Prozent nach oben. Der gleiche Effekt winkt auch der geprügelten Swatch-Aktie, sollten sich die Pläne für einen Börsengang von Belenos konkretisieren.

Mutige steigen jetzt ein

 

Sonntagszeitung

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Lorenz
Bild des Benutzers Lorenz
Offline
Zuletzt online: 09.11.2018
Mitglied seit: 16.04.2010
Kommentare: 1'405
Schang_Hai
Bild des Benutzers Schang_Hai
Offline
Zuletzt online: 12.10.2018
Mitglied seit: 13.01.2016
Kommentare: 45
Unter 300

Es ist das erste Mal seit Oktober 2011, dass Swatch unter 300 zu haben ist. Ich denke die Leerverkäufer haben sich eine goldene Nase verdient.

Am 30. Januar 2016 hat der Praktikus in der Finanz und Wirtschaft von seinem Plan gesprochen, Swatch unter 300 zu kaufen.

Bin gespannt, ober er in seiner Kolumne darauf zurückkommt.

 

 

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Lorenz hat am 14.05.2016 - 18:01 folgendes geschrieben:

Am Freitag gab es noch Dividende von Fr. 7.50.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/bundespraesidenten-tochter-jetzt-im-...

Geklüngel im Quadrat. Mit 35 Jahren in den VR.

Zum Werdegang:

Beruflich ist lediglich bekannt, dass sie nach dem Studium bei der Swatch-Marke Omega Verkaufserfahrungen sammelte. Und so erstmals Luft im Uhrenkonzern schnupperte, bei dem ihr Vater von 1998 bis 2010 im Verwaltungsrat sass, bevor er in den Bundesrat gewählt wurde. Das Baumaschinenunternehmen Ammann ist direkt sowie über die eigenen Vorsorgeeinrichtungen und die Arthur-und-Emma-Ammann-Stiftung am Swatch-Konzern beteiligt. Während Bruder Hans-Christian Schneider die Ammann-Gruppe leitet, sammelt die Tochter zielstrebig jene Verwaltungsratsmandate, die zuvor von ihrem Vater Johann Schneider-Ammann wahrgenommen worden waren.

Ob sie überhaupt den ersten Job bei Omega als No-Name Frau Müller (mit exakt gleichen Qualis) gekriegt hätte?

Vom jetzigen VR-Mandat ganz zu schweigen, der Papa hat den Stuhl warm gehalten.

Swatch schneidet sich mit solchen Nominationen (Beau Clooney* und Bundesratstöchter...) ins eigene Fleisch langfristig!

Es kommen ganz schwierige Jahre auf die Branche zu.

Dann werden wir schnell sehen wie kompetent der Swatch-VR ist (oder eben nicht).

 

_______

* Nichts gegen einen Schönling als Werbeträger für Swatch, aber warum ein VR-Mandat bei Belenos?

 

Lorenz
Bild des Benutzers Lorenz
Offline
Zuletzt online: 09.11.2018
Mitglied seit: 16.04.2010
Kommentare: 1'405

Wird man dann sehen. Es kann halt nicht jeder Matula heissen.  Pleasantry

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Lorenz hat am 17.05.2016 - 23:10 folgendes geschrieben:

Wird man dann sehen. Es kann halt nicht jeder Matula heissen.  Pleasantry

Du meinst Martullo? 

Im Gegensatz zum neuen Federgewicht bei Swatch hat sie wenigstens an einer durchaus renommierten Universität studiert (Daniela besitzt gerade einmal einen Bachelor von einer Fachhochschule), bei Drittfirmen gearbeitet/Sporen abverdient und danach etwas für Papis Firmenanteil gezahlt:

http://www.bilanz.ch/unternehmen/magdalena-martullo

(Das stelle ich als Fakten hin zum Vergleich, ich hege weder Sympathien für die Familie Blocher noch für die SVP.)

Fazit: Swatch hat mit dieser VR-Zusammensetzung ein grosses Eigentor geschossen meiner Meinung nach.

Der neue Swatch-VR? "Externe" Ja-Sager und Abnicker für die Familie Hayek sowie ein Schoggi-Unternehmer (meine ich nicht abschätzig, er hat aber wenig Kenntnis von den technologischen Wellen die auf die Uhrenbranche treffen in den nächsten Jahren).

Gluxi
Bild des Benutzers Gluxi
Offline
Zuletzt online: 09.12.2018
Mitglied seit: 14.10.2009
Kommentare: 449

bscyb hat am 18.05.2016 - 17:13 folgendes geschrieben:

Fazit: Swatch hat mit dieser VR-Zusammensetzung ein grosses Eigentor geschossen meiner Meinung nach.

 

Sei nicht so streng, bscyb. Die Vorteile dieser Wahl wurden klar erörtert:

Mit ihrer Wahl würde der Frauenanteil im Swatch-VR tatsächlich von 25 auf 33 Prozent hochschnellen.
 

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/famili...

 

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Jede hart arbeitende und gut qualifizierte Frau sollte sich doppelt ärgern über diese "Fliegengewicht"-Besetzung bei Swatch.

Eine solche Wahl verstärkt leider nur alte Vorurteile gegen Frauen in Kader- und VR-Positionen.

Letztlich schneidet sich Swatch wie erwähnt ins eigene Fleisch.

Die fetten Jahre in der Schweizer Uhrenbranche sind vorbei - besonders wenn China weiter stottert und Smartwatches im unteren Preissegment mit neuen Playern an Boden gewinnen.

 

PS: Eine Frau XY (oder ein Herr XY) mit exakt gleichem Lebenslauf aber ohne Bundesrats-Connection / Bankkontostand der Familie wäre bei einer identischen Bewerbung für den Swatch-VR ausgelacht worden.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 20'180

Swatch-Aktie taucht nach Verkaufsempfehlung

Die Swatch-Aktien sind am Montag nach einer Verkaufsempfehlung des Brokers Kepler-Cheuvreux auf Talfahrt.

Die Titel des Uhren-Weltmarktführers fallen bis 11.10 Uhr in einem festeren Markt um 3 Prozent auf 287,70 Franken. Bei 282,90 Franken erreichte der Kurs vorübergehend den tiefsten Stand seit rund sechs Jahren. Kepler-Cheuvreux nahm die Empfehlung auf "Reduce" von "Buy" zurück und senkte das Kursziel auf 260 von 390 Franken.

Die Anteile von Rivalin Richemont sinken um 2,1 Prozent auf 57,70 Franken - den tiefsten Stand seit Oktober 2012. Mehrere Analysten senkten ihre Empfehlung oder das Kursziel für die Aktien des Luxusgüterkonzerns. Das Jahresergebnis, das Richemont am Freitag veröffentlicht hat, war schlechter als von Analysten erwartet.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Selector
Bild des Benutzers Selector
Offline
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 06.06.2011
Kommentare: 681

Zuerst, ich habe keine.

 

Aber mir fällt auf über die Jahre, dass die sog. Börsenstars, insbesondere diejenigen die in Foren oft besprochen werden, besonders gern und gut runtergekauft werden. Es gibt da so einige Beispiele, die mir in Erinnerung geblieben sind.

 

Wenn dann Ruhe einkehrt und keiner mehr davon spricht, geht es plötzlich wieder nach oben und jene Firmen konnten und können wieder normal und ungestört arbeiten. Es gibt dann kein 'Fressen' mehr für die Finanz-Presse.

 

Die Gedanken sind frei...

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Die Exportstatistik lügt nicht:

http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-05-24/cartier-piaget-among-s...

 

Es gibt klare Gründe für den Rückgang bei Swatch und Co. - nur wird die Swatch Group parallel von zwei Fronten angegriffen (Umsatzrückgänge in Asien und günstige Smartwatches), andere Marken haben weniger "günstige" Uhren bis 1000 oder 2000 CHF im Angebot und konzentrieren sich rein auf das Luxussegment. Diese Marken haben wenigstens nur an einer Front zu kämpfen.

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Neues von der "Wunderbatterie".

Der gleiche NZZ-Journalist (siehe meinen Beitrag vom Januar 2016) hat wieder einen Lobesartikel in der NZZaS geschrieben. Hier zitiert in der Handelszeitung:

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/swatch-batterie-versorgt-kuenftig-china-autos-1104485

Nun ist wenigstens klarer wie die Vermarktung jenseits von Kleinstbatterien erfolgen soll: Lizenzierung an Autohersteller, in diesem Falle Geely (bei uns besser bekannt als Besitzer von Volvo).

Die Margen im Batterie-Sektor sind sehr tief und die angeblichen Vorteile ("30% besser/günstiger" zu was? Herkömmliche Lithium-Ionen? Zu welchem Zeitpunkt, Tesla und Panasonic wollen die Kosten zum Beispiel auch um 30-50% senken in ihrer neuen "Gigafactory" in den USA bis 2017?) mehr als schwammig, da die Konkurrenz nicht schläft.

robincould
Bild des Benutzers robincould
Offline
Zuletzt online: 10.12.2018
Mitglied seit: 21.11.2011
Kommentare: 602
Mhhhh

mir gefallen die Autos von Geely nicht...

Motorräder habe ich auf der WP nicht erkannt - was aber sicherlich ein grosser Markt darstellen könnte...

ich bleibe skeptisch - H. unterschätzt das Thema Smartwatch, ich traue ihm nicht - es gibt im Sektor Batterien bessere Alternativen

bscyb
Bild des Benutzers bscyb
Offline
Zuletzt online: 24.05.2016
Mitglied seit: 15.01.2009
Kommentare: 1'937

Theoretisch kann Swatch die Technologie oder das Material natürlich noch weiteren Autoherstellern lizenzieren, Geely ist "nur" ein erster Kunde. Aber man hat erst ein MoU mit Geely, abwarten wie hoch das Bestellvolumwn dann tatsächlich ist.

Hayek jr. verspricht einmal mehr sehr, sehr viel mit Belenos.

Vor einigen Monaten sprach er noch von tausenden Arbeitsplätzen in der Schweiz und eigener Batteriefertigung (jenseits von Uhren), nun ist es still geworden und man redet über Lizenzen...

Carpe Diem
Bild des Benutzers Carpe Diem
Offline
Zuletzt online: 04.12.2018
Mitglied seit: 27.04.2009
Kommentare: 536

Schon länger kein Posting hier...

Swatch ist in den letzten Tagen ganz schön gefallen. Sind das Einstiegskurse? Was meint ihr? Swatch würde am allfälligen Erfolg dieser neuen Batterie-Firma direkt partizipieren, nicht wahr?

dfx1
Bild des Benutzers dfx1
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 20.05.2015
Kommentare: 173

Yep, für mich klar ein Kauf

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 20'180

Fällt Swatch-Aktie um weitere 40 Prozent?

11.07.2016 12:30

Morgan Stanley sorgt bei der Swatch Group für Wasser auf die Mühlen ausländischer Leerverkäufer - Leonteq-Grossaktionär beweist Mut und kauft zu - Und: Bald eine weitere Kaufempfehlung für die Zurich-Aktien?

cash Insider

Das Börsenjahr 2016 ist zwar erst gute sechs Monate alt. Für die Aktionäre der Swatch Group ist es aber schon heute ein Jahr zum Vergessen. Ziemlich genau 20 Prozent hat der in Neuenburg beheimatete Luxusgüterkonzern an der Börse alleine seit Anfang Jahr an Wert verloren.

Während das den in den letzten Jahren nicht gerade erfolgsverwöhnten Anteilseignern Tränen der Verzweiflung in die Augen treibt, können die vorwiegend ausländischen Leerverkäufer die Champagnerkorken knallen lassen. Des einen Freud‘ ist des anderen Leid - nirgendwo sonst passt dieses Sprichwort besser hin als an die Börse.

Wie Erhebungen des Beratungsunternehmens Markit zeigen, wurde mit Stand von Ende Juni mit 26 Prozent der ausstehenden Inhaberaktien gegen die Swatch Group spekuliert. Zwar hatten ausländische Hedgefonds in den vergangenen Monaten sogar noch höhere Wetten laufen. Mehr gibt die Wertpapierleihe derzeit jedoch nicht her. Das macht den Luxusgüterkonzern zum am meisten leerverkauften Unternehmen an der Schweizer Börse SIX.

In einer aktuellen Studie zur europäischen Luxusgüterindustrie sorgt die für Morgan Stanley tätige Verfasserin für Wasser auf die Mühlen der Leerverkäufer. Sie unterzieht ihre Gewinnschätzungen für die Swatch Group einmal mehr einer substanziellen Abwärtsrevision. Dadurch fällt das Kursziel für die mit "Underweight" zum Verkauf empfohlenen Inhaberaktien auf 250 (300) Franken.

Die Analystin macht kein Geheimnis daraus, dass sie den Aktienkurs unter Umständen sogar auf 167 Franken fallen sieht. Vom Schlussstand vom Freitag aus betrachtet wäre das noch einmal ein Minus von ziemlich genau 40 Prozent.

Ein erster Vorgeschmack, ob diese düstere Prognose auch nur im Ansatz realistisch ist, werden die Umsatzzahlen für die erste Jahreshälfte zeigen. In der Vergangenheit haben sich Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der Swatch Group regelrecht einen Sport draus gemacht, die ungeliebten Aktienanalysten über den Zeitpunkt von Ergebnisveröffentlichungen im Unklaren zu lassen. Verhält es sich wie im Sommer letzten Jahres, stehen die Halbjahresumsatzzahlen schon in den nächsten Tagen an.

Diesbezüglich liegen mir bisweilen nur die Schätzungen der Bank Vontobel vor. Bei der Traditionsbank aus Zürich geht man von einem um 7,2 Prozent tieferen Semesterumsatz von 3,89 Milliarden Franken aus. Dabei sollte ein operativer Gewinn von 585 Millionen Franken und ein Reingewinn von 451 Millionen Franken resultieren. Die Schweizer Uhrenexportstatistiken lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Offline
Zuletzt online: 12.12.2018
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'395

Das sieht heute nach "Schlachtfeld" aus!

Auch auf lange Sicht seit Ende 2014 kontinuierlich im Downtrend.

Ich habe mich lange gefragt, ob ich da mal längerfristig rein sollte und bin jetzt froh drum, nur einmal kurz drin gewesen zu sein. Das kann jetzt durchaus weiter runter bis gegen das Jahrestief 268.60 (da bin ich mir ziemlich sicher). Aber erst gegen die 220/200 würde ich mir die Sache nochmals anschauen.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 13.12.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 20'180

Gewinnwarnung: Swatch-Aktie stürzt ab

Swatch hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Rückgang des Umsatzes und der Ergebnisse verzeichnet. Der Uhrenkonzern geht von einem rund 50 bis 60 Prozent tieferen Betriebs- und Konzerngewinn aus. Die Aktie stürzt ab.

Wie der Uhrenkonzern am Freitag in einer Gewinnwarnung bekanntgibt, sei der Nettoumsatz in den Monaten Januar bis Juni um rund 12% zurückgegangen. Der Grund dafür seien tiefere Verkäufe in wichtigen Märkten wie Hongkong und teilweise in Europa, insbesondere in Frankreich und in der Schweiz. Dagegen habe sich das Geschäft in Festland-China positiv entwickelt.

Im vorbörslichen Handel wird die Aktie mit bis zu 10 Prozent im Minus angegeben.

Das schwierige Marktumfeld belastet auch das Ergebnis. Die Gruppe gehe von einem rund 50 bis 60% tieferen Betriebs- und Konzerngewinn aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Dies habe einerseits mit dem Rückgang der Verkäufe zu tun, sei aber andererseits auch die Folge der Tradition und Philosophie der langfristigen industriellen Strategie der Swatch Group, die Mitarbeiter nicht als blossen Kostenfaktor zu betrachten sondern weiter zu beschäftigen. Dies tue man auch trotz zahlreicher Bestellungsannullierungen von Dritten.

Swatch werde weiterhin in neue Produkte und ins Marketing investieren und Preiserhöhungen sehr defensiv vornehmen, schreibt die Gruppe. Der Halbjahresbericht wird am kommenden Donnerstag, den 21. Juli vorgelegt.

Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang gerechnet, hatten diesen aber nicht ein einem solch grossen Ausmass erwartet. Analysten gingen im Durchschnitt (AWP-Konsens) von einem Umsatzrückgang von knapp 7%, einem um 27% tieferen EBIT und einem Rückgang des Reingewinns um 22% aus.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Nils2009
Bild des Benutzers Nils2009
Offline
Zuletzt online: 08.09.2016
Mitglied seit: 06.07.2012
Kommentare: 229
SWATCH

 

 

Die Shorties bekommen recht, den Titel muss man wegen deren Produkte einfach gar nie mehr haben, dieser Trend von Uhren  ist vorbei

Seiten