CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

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SNB lässt Negativzins unverändert

Die Schweizerische Nationalbank belässt die Negativzinsen in der Schweiz auf dem derzeitigen Stand. Als Reaktion auf den SNB-Entscheid wertet sich der Franken gegen den Dollar auf, gegenüber dem Euro ist er unverändert.

Von Daniel Hügli

Die Leitzinsen in der Schweiz bleiben bei minus 0,75 Prozent. Das gab die Schweizerische Nationalbank am Donnerstag anlässlich ihrer vierteljährlich stattfindenden geldpolitischen Lagebeurteilung bekannt. Der Entscheid war im Markt so erwartet worden.

Nachdem ein weiteres Massnahmenpaket der Europäische Zentralbank vor zwei Wochen keine Aufwertung des Schweizer Frankens bewirkt hatte, sah die SNB nun keinen Grund, ihren geldpolitischen Kurs zu verschärfen. Seit über einem Jahr müssen Finanzinstitute ab einem gewissen Betrag einen Strafzins von 0,75 Prozent zahlen, wenn sie Geld bei der SNB lagern.

Die Lage an den internationalen Finanzmärkten bleibe volatil, teilt die SNB am Donnerstag in einem Statement mit. Der Negativzins und die Bereitschaft der Nationalbank, am Devisenmarkt einzugreifen, dienten in diesem Umfeld dazu, den Druck auf den Franken zu verringern.

"Die SNB hat keinen Handlungsbedarf, besonders mit einem Franken bei nun 1,10 Franken zum Euro, sagte Manuel Andersch, Ökonom der bei der deutschen Bank Bayern LB, vor dem heutigen Zinsentscheid zu Bloomberg. Der Euro notiert am Donnerstag nach dem SNB-Zinsentscheid kaum verändert bei 1,0995 Franken. Gegenüber dem Dollar legt der Franken auf 97,03 Rappen zu im Vergleich zu 97,80 Rappen vor dem Zinsentscheid.

Schon im Dezember kam die SNB um eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik herum, als der Franken auf EZB-Massnahmen kaum reagierte. Denn EZB-Präsident Mario Draghi hatte damals ein Konjunkturpaket angekündigt, das hinter den Erwartungen der Investoren zurückgeblieben war.

Geänderte Inflationsprognosen

Bezüglich Konjunkturentwicklung im laufenden Jahr ist die SNB etwas pessimistischer geworden und rechnet neu lediglich noch mit rund 1 bis 1,5 Prozent, nach rund +1,5 Prozent in der alten Prognose vom Dezember. Die Inflationsprognosen wurden gegenüber Dezember nochmals nach unten angepasst und um ein Jahr erweitert. Für 2016 wird die Inflation im Durchschnitt bei minus 0,8 Prozent nach minus 0,5 Prozent und für 2017 bei 0,1 Prozent (alt: 0,3 Prozent) gesehen. Die Prognose von +0,9 Prozent für 2018 ist neu. Die bedingte Inflationsprognose beruht wie immer auf der Annahme, dass der Dreimonats-Libor über den gesamten Prognosezeitraum unverändert bleibt.

Die relative Franken-Schwäche zum Euro seit Mitte des letzten Jahres versetzte die Devisenmarktbeobachter immer wieder etwas in Erstaunen, denn das ökonomische und geopolitische Umfeld spräche eigentlich für eine starke Franken-Aufwertung. SNB-Präsident Thomas Jordan beansprucht diesbezüglich für die SNB, dass die Negativzinsen wirken und eine Franken-Aufwertung verhindern, wie er in einem cash-Video-Interview im Dezember sagte.

David Bloom, Devisenchefstratege bei HSBC, sieht dies etwas anders, es gehe nicht um Negativzinsen: "Nach den massiven Interventionen, nach der Kursuntergrenze der SNB und der Art und Weise der Aufhebung dieser Untergrenze muss man sich die Frage stellen: Hat sich der Reaktionsmechanismus der Leute gegenüber dem Franken geändert? Es scheint so", sagte Bloom, der den Franken Ende Jahr zum Euro bei 1,02 sieht, einem cash-Interview vor einem Monat. Das müsse man der SNB anrechnen. Loben müsse man sie auch dafür, dass sie die Volatilität aus dem Franken gebracht hat.

(mit Material von AWP und Reuters)

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Zahl der Firmenpleiten steigt im Februar - Gleichzeitig mehr Firmengründungen
18.03.2016 10:37

Zürich (awp) - Im Februar 2016 ist die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz gestiegen. Mit insgesamt 459 lag sie um 10% über dem Vorjahreswert. Die ist eine Verschlechterung gegenüber Januar, als die Zahl der Insolvenzen um 4% Firmenpleiten gesunken war. Kumuliert ergibt sich für den Zeitraum Januar und Februar 2016 ein Anstieg um 4% auf 774, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Freitag mitteilte.

In en ersten zwei Monaten 2016 verzeichneten die Zentralschweiz (-28%), das Tessin (-13%) sowie das Espace Mittelland einen Rückgang (-11%) bei den Insolvenzen. Besonders deutlich stieg dagegen ihre Zahl in der Südwestschweiz (+24%) und in Zürich (+18%). Laut Bisnode bestand das grösste Risiko einer Firmenpleite im Baugewerbe, im Gastgewerbe sowie bei Handwerksbetrieben.

Die Zahl der Neugründungen nahm sowohl im Februar als auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres zu. So wurden im Februar 3'602 (+10%) Firmen neu ins Handelsregister eingetragen. Für Januar und Februar zusammen stieg die Zahl um 4% auf 6'752. Dabei verzeichneten alle Regionen bis auf das Tessin ein Plus. Besonders viele Neugründungen gab es in der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Holz- und Möbelindustrie sowie im Gastgewerbe.

Wie aus der Statistik von Bisnode ebenfalls hervorgeht, hat die Zahl der sogenannten Organisationsmängel-Liquidationen (nach OR 713b) sowohl im Februar (+131%) als auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres (+47%) zugenommen.

hr/uh

(AWP)

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Schweiz erzielt Leistungsbilanzüberschuss von 15,9 CHF im vierten Quartal
21.03.2016 09:42

Zürich (awp) - Die Schweizer Volkswirtschaft hat im vierten Quartal 2015 einen Leistungsbilanzüberschuss von 15,9 Mrd CHF erwirtschaftet; dies sind 4,5 Mrd CHF weniger als im Vorjahr. Die gesamten Einnahmen erreichten 142,2 Mrd CHF (VJ 156,8 Mrd), während die Ausgaben mit 126,3 Mrd CHF (136,4 Mrd) beziffert werden. Der Saldo aus Waren und Diensten betrug 18,5 Mrd (18,1 Mrd), der Saldo aus Primäreinkommen 1,1 Mrd (6,6 Mrd) und derjenige aus Sekundäreinkommen -3,7 Mrd (-4,3 Mrd).

Der Rückgang im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr sei vor allem auf den niedrigeren Einnahmenüberschuss bei den Kapitaleinkommen zurückzuführen, teilte die Schweizerische Nationalbank am Montag mit. Dieser verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 5 Mrd CHF.

Für das Gesamtjahr 2015 betrug der Leistungsbilanzüberschuss 73 Mrd CHF und war damit um 16 Mrd höher als im Vorjahr. Die Zunahme war laut SNB in erster Linie auf die Kapitaleinkommen zurückzuführen: Ihr Einnahmenüberschuss erhöhte sich um 10 Mrd auf 36 Mrd CHF.

Im Warenhandel stieg der Einnahmenüberschuss um 4 Mrd auf 54 Mrd CHF, derjenige des Dienstleistungshandels hingegen ging um 2 Mrd auf 16 Mrd CHF zurück. Der Ausgabenüberschuss bei den Sekundäreinkommen (laufende Übertragungen) reduzierte sich um 5 Mrd auf 12 Mrd CHF.

uh/rw

(AWP)

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US-Notenbanker sieht baldige Zinsanhebung

Ein ranghoher US-Notenbanker hat sich zuversichtlich zu einer baldigen Fortsetzung der Zinswende in den USA geäussert.

Angesichts ermutigender Daten sehe er eine baldige Zinsanhebung kommen, sagte John Williams, Mitglied der US-Notenbank Fed und Chef der regionalen Notenbank von San Francisco, am Montag der Finanznachrichtenagentur Market News International (MNI). Die kommenden Zinssitzungen im April und Juni seien dafür mögliche Termine.

Bedingung für eine Fortsetzung der Zinswende sei allerdings, dass die weltwirtschaftlichen Risiken nicht zunehmen. Die US-Wirtschaft sei jedenfalls kein Hindernis. Um sie stehe es bestens, sagte Williams. Sie habe sich auch beachtlich widerstandsfähig gegenüber globalen Entwicklungen gezeigt.

Die Fed hatte im Dezember 2015 zum ersten mal seit der Finanzkrise die Zinsen wieder leicht von der Nulllinie angehoben. Seitdem ist keine weitere Zinserhöhung erfolgt. Bei der jüngsten Sitzung vergangene Woche hatten die Notenbanker ihre eigene Zinsprognose gesenkt. Demnach rechnen sie in diesem Jahr nur noch mit zwei weiteren Zinsanhebungen anstatt mit vier.

(AWP)

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Tanken im Ausland - ein neuer Trend

Der Einkaufstourismus bei Treibstoffen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert.

Während früher viele Ausländer in der Schweiz an die Zapfsäule fuhren, lohnt es sich nunmehr für Schweizer, jenseits der Landesgrenzen zu tanken.

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 wurde Benzin nämlich erstmals seit vielen Jahren in Deutschland, Frankreich und Italien günstiger als in der Schweiz. Für im Ausland wohnende Konsumenten erhöhte sich der Benzinpreis damit aber auf einen Schlag um rund 25 Rappen je Liter. Das hat sich laut einer Untersuchung der Erdöl-Vereinigung, die als repräsentativ für die ganze Branche gilt, unmittelbar auf den Absatz von Treibstoffen ausgewirkt.

Im Jahr 2008 haben ausländische Konsumenten in der Schweiz noch rund 450 bis 500 Millionen Liter an Benzin eingekauft. Bis zum Jahr 2015 ist dieser Tanktourismus aber auf nahezu Null zurückgegangen. Die Autoren der Studie weisen in einem Communiqué allerdings daraufhin, dass rund 40 bis 50 Prozent dieses Rückgangs in den Jahren 2014 und 2015 stattgefunden haben.

Es gab also eine Trendumkehr bei der Besorgung von Treibstoffen und dies manifestiert sich besonders eindrücklich bei Dieselkraftstoff. Während den Schätzungen zufolge Ausländer 2008 noch rund 75 Millionen Liter an Diesel in der Schweiz kauften, haben im Jahr 2015 die Schweizer rund 90 Millionen Liter dieses Kraftstoffes im Ausland gekauft.

Sonderfall Tessin

Ein Sonderfall liegt allerdings im Tessin gegenüber Italien vor. Benzin war in der Schweiz im Jahr 2015 laut der Eidgenössischen Zollverwaltung dennoch rund 20 bis 25 Rappen je Liter billiger als in Italien. Allerdings besteht auf italienischer Seite ein Skonto-System, dass es der Bevölkerung in Grenznähe erlaubt, Benzin zu günstigeren Konditionen zu beziehen. Daher lohnt es sich trotz der Frankenstärke einerseits etwa für Schweizer, vor der Landesgrenze an die eigenen Zapfsäulen zu fahren, und andererseits kommt es nicht direkt zu der vielerorts beobachtbaren Trendumkehr beim Einkaufsverhalten von Treibstoffen im Ausland.

Der Rückgang des Tanktourismus seit 2008 beträgt laut der Untersuchung insgesamt rund 625 Millionen Liter, was in Geld ausgedrückt bei durchschnittlichen Treibstoffpreisen von 2015 ungefähr einem Umsatzrückgang von einer Milliarde Franken entspricht. Das wird sich also in den Absatzzahlen der einzelnen Mineralölunternehmen deutlich widerspiegeln.

Diese Entwicklung impliziert gleichzeitig aber auch ein Rückgang in der Staatskasse, denn die Erträge aus der Mineralölsteuer sprudeln mit dem schrittweise Wegfall des Einkaufstourismus bei Treibstoffen in der Schweiz auch nicht mehr so üppig. Im Vergleich mit dem Jahr 2008 bezahlen Tanktouristen den Zahlen zufolge rund 460 Millionen Franken weniger an den Fiskus der Schweiz.

Der Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung Roland Bilang warnt daher auch schon mal, dass bei anhaltender Frankenstärke eine einseitige Erhöhung der Treibstoffpreise in der Schweiz zu einer weiteren Erosion des Konsums im Inland und damit zu erneuten Umsatzrückgängen sowie Steuerausfällen führen werde.

(SDA)

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Schweizer Firmen haben mehr exportiert

Nach dem schlechten letzten Exportjahr zeigt der Trend nun wieder nach oben.

Schweizer Firmen haben im Februar Waren im Wert von 17,6 Milliarden Franken exportiert. Das sind 8,8 Prozent mehr als im Februar 2015. Zwar hatte der diesjährige Februar einen Arbeitstag mehr als jener vor einem Jahr. Dies trug zu einem Teil des Anstiegs bei. Bereinigt um diesen zusätzlichen Tag hätte das Exportplus allerdings noch immer noch 3,7 Prozent betragen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag mitteilte.

Aufgrund dieses vierten positiven Ergebnisses in den letzten sechs Monaten bestätige sich der Aufwärtstrend, schreibt die Zollverwaltung. Besonders stark zu den höheren Ausfuhren trug die chemisch-pharmazeutische Industrie bei. Deutlich weniger exportiert hat demgegenüber die Uhrenindustrie.

Während die Exporte stark zulegten, sanken die Importe ebenfalls deutlich um 2,6 Prozent auf noch 13,6 Milliarden Franken. Ohne den zusätzlichen Arbeitstag wären sie noch stärker gesunken, nämlich um 7,2 Prozent. Da die Exporte stark stiegen und die Importe stark sanken, ergibt sich unter dem Strich in der Handelsbilanz ein Rekordüberschuss von 4,1 Milliarden Franken.

(SDA)

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Anleger flüchten in Gold und Franken

Die Explosionen am Brüsseler Flughafen und einer Metrostation haben Anleger am Dienstag aufgeschreckt. Sie verkauften Aktien und den Euro und nahmen Kurs auf «sichere Häfen» wie Gold, Anleihen oder Schweizer Franken.

Dagegen verloren Dax und EuroStoxx50 jeweils 0,9 Prozent auf 9854 und 3021 Punkte. Der Leitindex der belgischen Börse büsste 0,7 Prozent ein. Der Euro verbilligte sich um rund einen halben US-Cent auf 1,1201 Dollar.

"Die Ereignisse erinnerten Investoren daran, geopolitische Risiken wie Terror-Attacken genau im Auge zu behalten", sagte Lorne Baring, Geschäftsführer des Vermögensverwalters B Capital. "In einer Zeit suboptimalen Wachstums in Europa und weltweit ist der Markt anfällig für von solchen Schocks ausgelöste Kursrückgänge."

Bei einer Serie von Explosionen in Brüssel am Dienstagmorgen kamen belgischen Medienberichten zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben. 35 Personen seien schwer verletzt worden.

Fluggesellschaften leiden

Am Aktienmarkt warfen Investoren vor allem Touristik-Werte aus ihren Depots. Die Papiere von Lufthansa, Air France, die British Airways-Mutter IAG sowie der Billig-Flieger Ryanair und EasyJet fielen um bis zu 4,3 Prozent. Die Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook büssten bis zu 5,1 Prozent ein und die Hoteliers Accor und Intercontinental rutschten um bis zu 3,8 Prozent ab. Der europäische Branchenindex notierte 2,1 Prozent im Minus.

"Die tragischen Ereignisse in Brüssel haben eine Flucht in die Qualität ausgelöst", sagte Anlagestratege Nick Stamenkovic vom Brokerhaus RIA Capital Markets. "Das sehen wir am Anleihemarkt." Investoren griffen vor allem zu Bundesanleihen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Papiere auf ein Zwei-Wochen-Tief von 0,183 Prozent. Im Gegenzug stieg der Bund-Future, der auf diesen Titeln basiert, um bis zu 63 Ticks auf 163,05 Punkte.

Die "Antikrisen-Währung" Gold verteuerte sich in der Spitze um 1,3 Prozent auf 1259,60 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Am Devisenmarkt standen die Währungen der Schweiz und Japans hoch im Kurs. Der Euro fiel zeitweise auf 1,0875 Franken und 124,64 Yen - jeweils den tiefsten Stand seit etwa zwei Wochen.

(AWP)

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Lorenz
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Ich verstehe trotzdem nicht, wieso man in so einem Fall verkauft. Man sollte doch dran gwöhnt sein, schon lang, dass so Sachen wie heute halt geschehen. Ist ja übrigens nichts Neues.

Abgesehen davon, natürlich ist es tragisch, wenn Leute sterben wegen sowas. Aber deshalb verkaufe ich doch meine Aktien nicht. Ist nicht mal ein Versicherungsfall. Mit der Weltwirtschaftslage hat der heutige Vorfall auch nichts zu tun.

Man kann ihn aber benutzen, um die Anlager sowas glauben zu lassen. Aber ganz doof sind wir dann auch nicht.- WinkBlush

Der Politik und denen, die sie machen,  sollte man auf die Finger schauen, das wäre besser. Wieso hat man, trotz soviel Überwachungsstaat, diese Angelegenheit nicht verhindert? Geht es bei Überwachungen etwa gar nicht um den Terror sondern um deine paar Zerquetschten unter dem Kopfkissen vom Grosi?

Das Geld will man ja auch abschaffen wegen dem Terror und der Geldwäsche angeblich - sowas, unglaublich.

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Im Börsen-Wirrwar den Ratschlägen trotzen?

Volatile Börsen stellen Analysten-Tipps in Frage. Ist es Zeit, entgegen den Experten-Ratings zu handeln und zu kaufen, wenn alle verkaufen sollen - und umgekehrt? cash checkt SMI-Titel auf «Contrarian»-Möglichkeiten ab.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/im_boersenwirrwar_den_ratschlaegen...

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KOF senkt die BIP-Prognose für 2016 leicht

Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist in Bezug auf ihre Wachstumserwartungen für die Schweiz im laufenden Jahr etwas vorsichtiger geworden.

Neu rechnet sie für 2016 mit einem BIP-Wachstum von 1,0%, im Dezember war noch von +1,1% die Rede. Für 2017 belassen die KOF-Ökonomen die Prognosen auf +2,0%, wie sie am Mittwoch mitteilen.

Die hiesige Wirtschaft werde von der schwachen internationalen Konjunktur und den durch die Frankenaufwertung notwendigen Strukturanpassungen in der Schweiz belastet, heisst es weiter. So habe die schwächere internationale Entwicklung zum Jahresende 2015 die Absatzmöglichkeiten der Schweizer Exporteure gedämpft.

Mit der langsamen Erholung der Konjunktur in Europa werde sich die Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2016 aber allmählich wieder erhöhen, so die KOF. Insgesamt nehmen die Schweizer Exporte gemäss den KOF-Ökonomen in diesem Jahr um 2,1% zu und 2017 um 2,9%. Die Importe dürften derweil in diesem Jahr um 3,4% steigen und 2017 um noch 2,8%.

Rückläufiges Preisniveau

Das Preisniveau wird gemäss der KOF zunächst weiter rückläufig bleiben (2016: -0,7%, 2017: 0,1%), weshalb die realen Lohnzuwächse auf 1,1% im laufenden Jahr geschätzt werden. Der private Konsum werde aber mit plus 1,5% im laufenden Jahr und plus 1,6% in 2017 keinen grossen Auftrieb erhalten.

Hintergrund dafür sei die sich weiter abschwächende Arbeitsmarktsituation. Die KOF erwartet eine Arbeitslosenquote von 3,5% in diesem und 3,6% im nächsten Jahr. Die Arbeitslosenquote gemäss der International Labour Organization (ILO) dürfte 2016 sowie 2017 rund 4,8% betragen und die Zahl der Beschäftigten werde um 0,4%, resp. 0.8% zunehmen.

(AWP)

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Trump: «Eine schreckliche Zeit für Aktien»

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sieht die USA auf dem Weg in eine massive Rezession.

Dennoch glaubt er, dass er im Fall seines Wahlsieges die US-Schulden von mehr als 19 Billionen Dollar binnen acht Jahren auf Null abbauen könne. Das sind zwei Kernpunkte eines am Sonntag veröffentlichten Interviews der "Washington Post" mit dem Multimilliardär, der zurzeit das republikanische Bewerberfeld anführt.

Die Zeitung beschrieb das Gespräch als "enthüllend". Wiederholt wies sie darauf hin, dass Trumps Äusserungen etwa zur US-Wirtschaft, der Arbeitslosigkeit und Verschuldung im Widerspruch zur allgemeinen Einschätzung von volkswirtschaftlichen Experten stünden. Manche seiner Ausführungen hielten einfacher Mathematik nicht stand.

In dem Interview sprach Trump von einer gefährlichen wirtschaftlichen Lage. "Wir sitzen auf einer sehr, sehr grossen Blase" sagte er und warnte, es sei gegenwärtig "eine schreckliche Zeit", in Aktien zu investieren.

Den Schuldenberg will der Immobilienmogul unter anderem senken, indem er die "schlechten" Handelsabkommen mit Ländern wie China, Mexiko und Japan neu verhandelt - Staaten, die "uns absolut zerstören". Das daraus resultierende Wachstum werde es den USA ermöglichen, ihre Schulden zurückzuzahlen.

(AWP)

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Arbeitslosenquote sinkt im März auf 3,6% - Saisonbereinigt 3,5%
08.04.2016 08:15

Bern (awp) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz hat sich im März 2016 gegenüber dem Vormonat leicht zurückgebildet. Ende Monat waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Freitag 155'324 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das waren 6'093 weniger als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6%, der saisonbereinigte Wert erhöhte sich derweil um den gleichen Wert auf 3,5%. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 7,0% bzw. um rund 10'216 Personen.

Die vom Seco publizierten Zahlen liegen in den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für die Arbeitslosenquote einen Wert von 3,6% bis 3,7% bzw. saisonbereinigt von 3,4% bis 3,5% prognostiziert.

JUGENDARBEITSLOSIGKEIT TIEFER

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich im Berichtsmonat um 7,7% auf 18'907, wobei die Quote neu 3,4% nach 3,6% im Vormonat beträgt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg von 3,9% bzw. 706 Personen.

Insgesamt wurden im März 218'187 Stellensuchende registriert, 4'701 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl um 13'921 Personen oder um 6,8%. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich derweil um 259 auf 10'386.

Im Januar 2016 - neuere Zahlen liegen nicht vor - waren 5'676 Personen und damit 26,2% mehr als im Vormonat von Kurzarbeit betroffen. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 99 Einheiten auf 589. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 32,2% auf 342'268 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Januar 2015) waren 152'585 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 2'213 Personen in 266 Betrieben verteilt hatten.

Die Zahl der Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich - ebenfalls im Januar - auf 3'079 (Dezember: 3'883).

ra/cp

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Arbeitslosenversicherung schliesst 2015 mit Überschuss
08.04.2016 08:35

Bern (awp) - Die Lage der Arbeitslosenversicherung (ALV) hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert. Auch für das laufende Jahr rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit einem Überschuss, allerdings mit einem kleineren.

Die Jahresrechnung 2015 schliesst die ALV mit einem Überschuss von 610 Mio CHF, bei einem Gesamtertrag von 7,42 Mrd und Aufwendungen von 6,81 Mrd CHF. Dank des Überschusses konnten Darlehen von 700 Mio CHF an die Bundeskasse zurückbezahlt werden. Damit sinken die Darlehensschulden auf 2,6 Mrd CHF, wie das Seco am Freitag mitteilte.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,18 Mrd CHF an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt, etwas mehr als im Vorjahr (4,91 Mrd). Im Jahresdurchschnitt waren 142'810 Arbeitslose bei der ALV registriert. Dies entspricht einer Quote von 3,3%.

Im Jahr 2015 entfielen auf Kurzarbeitsentschädigungen rund 95 Mio, auf Schlechtwetterentschädigungen rund 50 Mio. Für Insolvenzentschädigungen gab der ALV-Fonds 35 Mio aus, 598 Mio wurden für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet. Die Aufwendungen für Verwaltungskosten beliefen sich auf 699 Mio CHF. Die Revision des Jahresabschlusses und die formelle Genehmigung durch den Bundesrat sind noch ausstehend.

Für das laufende Jahr rechnet das Seco mit einem Jahresdurchschnitt von 153'700 Arbeitslosen, was einer Arbeitslosenquote von 3,6% entspräche. Gemäss Budget würde ein Überschuss von 40 Mio CHF resultieren. Im März waren gemäss Angaben des Seco vom Freitag 155'324 Personen arbeitslos, was einer Arbeitslosenquote von 3,6% entspricht.

ra/cp

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Konsumentenpreise steigen minimal

Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist in der Schweiz im März 2016 im Vergleich zum Vormonat um 0,3% auf 100,1 Punkte gestiegen.

Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit -0,9%, teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mit. Die ausgewiesenen Werte liegen am unteren Ende der Erwartungen: Die Prognosen der von AWP befragten Ökonomen lagen für den Monatswert zwischen +0,2% bis +0,5% und für den Jahreswert zwischen -1,0% bis -0,7%.

Der Anstieg des CPI im Berichtsmonat ist laut BFS insbesondere auf das Ende des Ausverkaufs im Bekleidungssektor zurückzuführen. Höhere Preise habe man zudem bei Erdölprodukten, Luftverkehr, Pauschalreisen ins Ausland und Hotelübernachtungen gesehen. Rückläufig seien hingegen die Preise für neue Autos gewesen.

Die Preise der Inlandgüter erhöhten sich im März gegenüber dem Vormonat um 0,1%, gingen aber im Jahresvergleich noch immer um 0,2% zurück. Für die Importpreise lag das Plus im Vormonatsvergleich bei 0,8%, im Jahresvergleich sanken sie um 2,8%.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, erreichte im März einen Wert von 99,4 Punkten. Dies entspricht einer Veränderungsrate von +0,4% gegenüber dem Vormonat und von -1,0% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Nationalbank gibt ab heute die neuen 50er-Noten heraus
12.04.2016 07:35

Bern (awp/sda) - Die Schweizerische Notenbank SNB hat am heutigen Dienstag die neuen 50er-Noten in Umlauf gebracht. Bereits seit den frühen Morgenstunden konnte man die neuen Geldscheine an den Schaltern der SNB in Bern und in Zürich erhalten.

Zudem war ein Bezug der neuen Geldscheine bei 14 Kantonalbanken möglich, wo die SNB eigene Agenturen unterhält.

Die flächendeckende Auslieferung der neuen 50er-Nötli dürfte aber noch einige Tage dauern. Laut der SNB gelangen die neuen Geldscheine ab Dienstag in den Geldkreislauf und werden über die normale Infrastruktur der Bargeldverteilung zu den Geschäftsbanken sowie zur Post gebracht. Das Vorgehen sei aber je nach Kreditinstitut unterschiedlich organisiert.

ALTE SCHEINE BEHALTEN GÜLTIGKEIT

Mit der Einführung des neuen 50-Franken-Scheins werden die alten 50er-Geldscheine zwar nicht ungültig, allerdings wird die SNB die alten Noten kontinuierlich aus den Verkehr ziehen.

Bekommen Bürger die neuen Scheine nun in die Hände, müssen sie sich sofort über die neuen Sicherheitsmerkmale vergewissern. So haben die neuen Geldscheine einen schimmernden Globus aufgedruckt, der sofort ins Auge sticht. Zudem haben die neuen Papiere beispielsweise einen Sicherheitsstreifen, der seine Farbe ändert, wenn man ihn hin- und herbewegt.

Obendrein können Bürger mit den neuen Scheinen auch den sogenannten Kreuztest machen. Demnach wandelt sich oben links auf der Vorderseite des Papiers ein transparentes Schweizerkreuz in eine Schweizer Flagge, wenn man das Kreuz gegen das Licht hält.

ZAHLREICHE SICHERHEITSMERKMALE

Und schliesslich gibt es noch ein fein gelochtes Schweizerkreuz sowie zwei Wasserzeichen auf den neuen Papieren. Letztere stellen eine Schweizer Flagge und einen Globus dar. Insgesamt gibt es 15 Sicherheitsmerkmale, mit welchen die Nationalbank ihre neue Notenserie fälschungssicher machen will.

Nach der neuen 50er-Note soll in etwa einem Jahr ein weiterer Geldschein in neuem Design folgen. Die SNB plant dann, die neue 20er-Note in Umlauf bringen. Die komplette Geldserie wird bis 2019 erneuert.

(AWP)

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Sind all diese Aktienrückkäufe sinnvoll?

Die Schweizer Konzerne kaufen Aktien zurück, als gäbe es kein Morgen. Sie setzen Kapital ein, das auch für Investitionen oder den Marktausbau eingesetzt werden könnte. Anleger müssen genau hinschauen, wozu dies führt.

Von Marc Forster

Wenn ein Unternehmen den Aktionären eine Freude bereiten will, richtet es eine stattliche Dividende aus. Auch Aktienrückkaufprogramme führen dazu, dass die Anteilseigner wohlig brummen: Sie stehen im Ruf, den Kurs zu treiben. Er führt zudem in der Regel zur Gewinnverdichtung, indem die Vernichtung der zurückgekauften Aktien das Verhältnis Gewinn zu Aktie verbessert. Ausserdem lässt das Management mit dem Vorgehen erkennen, dass es sich bezüglich finanzieller Stabilität des Unternehmens ziemlich sicher ist.

Der Versicherer Bâloise hat Anfang 2015 die Absicht bekannt gegeben, bis zu einer Million Aktien zurückkaufen zu wollen. Bis Ende Februar hatte der Konzern für 69 Millionen Franken 600'000 Aktien zurückgekauft. Kombiniert mit einer Dividendenrendite von knapp 5 Prozent und 50 Prozent Ausschüttungsquote erscheint dies für den Aktionär zunächst attraktiv. Kurstreibend war das Agieren des Versicherers hingegen nicht: Innert Jahresfrist ist der Bâloise-Kurs um 7,5 Prozent gesunken. Ein höheres Verhältnis Gewinn zu Aktie heisst nicht zwangsläufig, dass der Kurs steigt.

Volle Kassen

Im Moment sieht es nicht danach aus, dass die Lust am Aktienrückkauf in der Schweiz nachlässt. Firmenleitungen greifen zu diesem Mittel, wenn ihnen kein anderer Einsatz für das Geld einfällt, und mit den Tiefzinsen sind lukrative Anlagemöglichkeiten schon lange eingeschränkt. Für Versicherer wie Bâloise sind etwa Zukäufe im In- und Ausland ein schwieriges Thema: An Möglichkeiten fehlt es, und gerade die Basler haben mit Auslandstöchtern etwa in Belgien oder Kroatien und Serbien zwischendurch auch negative Erfahrungen gemacht.

Für einen Aktienrückkauf braucht es Eigenkapital: Wenn dieses sinkt, können sich auch die Gesamtkapitalkosten reduzieren, womit der Firmenwert steigt. Bei einem Versicherer kommt hinzu, dass vom Eigenkapital die Solvenzquote abhängt, also die anrechenbaren Mittel zur Deckung der Versicherten-Ansprüche.

Die Bâloise-Gruppe gilt diesbezüglich als sehr solvent, aber sinkende Eigenmittel werden - bei allen Unternehmen - immer als Risiko gesehen, weil sie den Handlungsspielraum der Firmen einschränken. Zudem bedeutet das Rückführen von Geld an die Aktionäre auch, dass Mittel nicht anderweitig benützt werden. Die Ausgaben für den Rückkauf bei der Bâloise sind so gesehen noch relativ moderat. Die Unternehmen im Standard & Poor’s 500 Index haben Berechnungen zufolge 2014 sage und schreibe 95 Prozent ihres Gewinns in Aktienrückkäufe und Dividenden gesteckt. Die Höhe der Investitionen zog dabei deutlich weniger an.

Firmen agieren flexibel

Aktienrückkaufprogramme sind auch bei der Swiss Re immer wieder ein Thema. Sollte es nicht zu unerwartet hohen Belastungen durch Naturkatastrophen kommen, will der Rückversicherer auch 2016 bis zu eine Milliarde Franken für ein "share buyback" aufwenden. Dies zusätzlich zu einem Programm über eine Milliarde, das seit November läuft. Der Rückversicherer sitzt auf einem sehr dicken Eigenkapitalpolster, verfügt über eine hohe Solvenzquote und kann sich dies daher leisten. Dem Aktienkurs half es aber insofern nicht, als dass er 9 Prozent tiefer liegt als vor einem Jahr.

Das Vorgehen der Swiss Re zeigt aber ein weiters Merkmal der rückkaufwilligen Konzerne: Sie halten sich die Optionen offen. Ein Aktienrückkaufprogramm kann jederzeit abgebrochen werden, während Dividendenzahlungen und -erhöhungen zu definitiven Abflüssen führen. Ein weiterer Versicherer, Zurich, kam im Februar in die Kritik, weil er trotz abgeschwächter operativer Leistung die hohe Dividende von 17 Franken pro Aktie mit einer attraktiven Dividendenrendite von über 8 Prozent beibehielt.

Von Aktienrückkäufen wurde bei Zurich in den vergangenen Monaten ebenfalls gesprochen. Es ist nicht auszuschliessen, dass das Management auf diese Weise versuchen wird, den Kurs der Aktie, der innert Jahresfrist um 36,5 Prozent gesunken ist, zu pflegen. Darauf verlassen, dass der gebeutelte Kurs allein deswegen steigt, sollten sich Anleger allerdings nicht.

Stabilisierende Wirkung möglich

Daneben gibt es aber auch Beispiele, dass ein Aktienrückkaufprogramm Schlimmeres verhindert. Beim SMI-Schwergewicht Novartis ist der Kurs unter Druck: Vordergründig, weil die mögliche nächste US-Präsidentin Hillary Clinton mit einer Senkung der Medikamentenpreise droht, generell aber auch, weil beim Pharmakonzern derzeit nicht alles so rund läuft. Allein seit Jahresanfang tendieren die Valoren um 17 Prozent tiefer. Ohne Aktienrückkäufe auf der zweiten, nicht-öffentlichen Handelslinie, hört man am Markt, würde die Situation der Novartis-Aktie aber noch schlechter aussehen.

So umstritten die Wirkung von Aktienrückkäufen ist, lässt sich aber doch sagen, dass ein Abbruch einer solchen Massnahme den Anlegern auch nicht schmeckt. Ein Beispiel dazu kommt aus Deutschland, wo der Baukonzern Hochtief vor einem Monat ein seit Januar laufendes Aktienrückkaufprogramm abrupt beendete. Während der Kurs in der kurzen Phase als das Programm lief, um 20 Prozent zulegte, fiel die Aktie nach der Ankündigung von dessen Ende sofort um 5 Prozent zurück.

Allzuhohe Erwartungen an eine Aktie sollten nicht gestellt werden: Zu wenig zuverlässig ist die Beobachtung, dass Aktienrückkäufe den Kurs pushen. Konzernleitungen, die Aktienrückkäufe beschliessen, müssen sich häufig den Vorwurf der Ideenlosigkeit gefallen lassen.

Und auch wenn Geld an die Aktionäre zurückgeführt wird und dafür genügend Eigenkapital vorhanden ist: Eine Krise kann diese Situation aber schnell ändern, wie beispielsweise die Situation der UBS vor 2007 gezeigt hat, die damals viele Mittel für share buybacks verwendete und dann, von der Krise erfasst, von Kapitalerhöhung zu Kapitalerhöhung ruderte. Der Hinweis der Swiss Re, dass sie eigene Titel nur beim Ausbleiben teurer Schadenlasten zurückkauft, verdeutlicht diesen Zwiespalt auch heute noch.

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IWF sieht in 'Brexit' signifikantes Risiko für Weltwirtschaft
12.04.2016 16:07

WASHINGTON (awp international) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen möglichen Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union als signifikantes Risiko für die Weltwirtschaft bezeichnet. "Es ist schwer zu erkennen, wie das positiv werden könnte", sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld am Dienstag, als er den Weltwirtschafts-Ausblick für die nächsten Jahre vorstellte. "Ein "Brexit" könnte regional und global schweren Schaden anrichten, weil er etablierte Handelsbeziehungen unterbrechen würde", sagte Obstfeld.

Im Falle eines Austritts-Votums beim Referendum der Briten am 23. Juni würde sich ein zwei Jahre langer Neuverhandlungs-Marathon anschliessen. Der seit Beginn der 1970er Jahre andauernde Trend, dass Grossbritannien mehr und mehr mit den anderen europäischen Ländern kooperiere, würde gestoppt. Es wäre überraschend, wenn die Reduzierung europäischer Integration zu neuem Wachstum führen würde, sagte Obstfeld./dm/DP/jkr

(AWP)

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IWF senkt Ausblick für Weltwirtschaft - 'Risiken gestiegen'
12.04.2016 15:30

(Ausführliche Fassung)

WASHINGTON/FRANKFURT (awp international) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt pessimistischer als zuletzt auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. IWF-Ökonomen korrigierten ihre Wachstumsprognose gegenüber der jüngsten Schätzung vom Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent nach unten. Die Risiken seien gestiegen, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten Wirtschaftsausblick. Für Deutschland und andere wichtige Industrieländer haben sich die Aussichten eingetrübt. Unter den Schwellenländern sieht es für Russland und Brasilien besonders schlecht aus. Einzig China wird positiver gesehen. Chefökonom Maurice Obstfeld appellierte an die Staaten, gegenzusteuern.

"Abgeschwächtes Wachstum bedeutet weniger Spielraum für Verfehlungen", warnte Obstfeld anlässlich der Veröffentlichung an die Adresse der Staaten. Für 2017 rechnen die Experten nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 Prozent, nachdem sie bislang von 3,6 Prozent ausgegangen waren. Das Wachstum setzte sich "immer langsamer" fort, heisst es in dem Bericht.

DEUTSCHLAND UND DIE EUROZONE SCHWÄCHER

Die Wirtschaftskraft in den Industrieländern werde demnach nur "bescheiden" zulegen. Eine schwächelnde Nachfrage, ungelöste Probleme im Umgang mit den Folgen der Finanzkrise, eine ungünstige demographische Entwicklung und niedriges Produktivitätswachstum wirkten hemmend, so die Ökonomen. Davon bleibe auch Deutschland nicht verschont. Die Wachstumsprognose für dieses Jahr sank von 1,7 auf 1,5 Prozent und für 2017 von 1,7 auf 1,6 Prozent. Auch für Frankreich und Italien hat sich der Ausblick eingetrübt.

Die Erwartung für die Eurozone insgesamt ging für dieses Jahr von 1,7 auf 1,5 Prozent zurück und für 2017 von 1,7 auf 1,6 Prozent. Dies sei auf schwache Investitionen und eine hohe Arbeitslosigkeit zurückzuführen, heisst es in dem Bericht. Auch für Grossbritannien sieht der Ausblick für 2016 schlechter aus. Die Experten verwiesen auf Risiken angesichts eines drohenden Austritt des Landes aus der Europäischen Union.

JAPAN STEUERT AUF SCHRUMPFUNG ZU

Für die USA haben sich die Erwartungen ebenfalls verschlechtert. Die Prognose für dieses Jahr wurde von 2,6 auf 2,4 nach unten korrigiert und für 2017 um 0,1 Prozentpunkt auf 2,5 Prozent.

Unter den Industrieländern sieht es für Japan besonders mau aus. Die Wachstumsprognose hat sich für 2016 von 1,0 auf 0,5 Prozent halbiert. Für 2017 rechnen die Ökonomen jetzt sogar mit einer Schrumpfung um 0,1 Prozent. Zuletzt waren sie noch von einem Wachstum um 0,3 Prozent ausgegangen. Japan leide vor allem unter einem stark gesunkenen Konsum, so die Experten.

CHINA ÜBERRASCHT POSITIV

Dem Bericht zufolge tragen nach wie vor die Entwicklungs- und Schwellenländer "den Löwenanteil" zum globalen Wachstum bei. Hier fallen die Entwicklungen allerdings sehr unterschiedlich aus. Positive Nachrichten gibt es zu China. Die Ökonomen rechnen in diesem Jahr mit einem Wachstum um 6,5 Prozent nach bisher 6,3 Prozent und für kommendes Jahr mit 6,2 statt 6,0 Prozent. Ausserdem bleibe Indien mit starkem Wachstum und steigenden Realeinkommen ein Hoffnungsträger.

Dagegen leiden insbesondere Ölförderländer unter den niedrigen Ölpreisen. Besonders schlecht stehe es um Russland und Brasilien, so die Experten. Es sei mit einer starken Verschärfung der Rezession in Russland zu rechnen bei einer Schrumpfung um 1,8 Prozent statt, wie bislang angenommen, nur um 1,0 Prozent. Allerdings rechnen die Ökonomen weiterhin damit, dass Russland im kommenden Jahr den Weg aus der Rezession schaffen wird. Für Brasilien gehen sie von einer weiteren Verschlechterung um 0,3 Prozentpunkte in diesem Jahr aus. Demnach dürfte Brasiliens Wirtschaft um 3,8 Prozent schrumpfen.

IWF: POLITIK UND NOTENBANKEN SIND GEFRAGT

Insgesamt seien die Unsicherheiten für die Weltwirtschaft gestiegen, so die IWF-Experten. Die wichtigsten Risiken seien weitere Finanzmarktturbulenzen, dauerhaft niedrige Ölpreise, eine harte Landung in China sowie nicht-ökonomische Schocks wie geopolitische Konflikte, Terrorismus, Flüchtlingsbewegungen oder globale Epidemien. Den niedrigen Ölpreis werten die Ökonomen als Hindernis für die Weltwirtschaft, weil die positiven Effekte für die Importländer die negative Wirkung auf die Exportländer nicht kompensieren könne.

Das schwache Wachstum erfordere eine sofortige Reaktion, sagte Chefökonom Obstfeld. Gefragt sei ein Mix aus Strukturreformen sowie fiskalische und geldpolitische Massnahmen. Dabei sollten die Staaten kooperieren. Obstfeld plädierte unter anderem für Arbeitsmarktreformen und für mehr staatliche Investitionen in die Infrastruktur sowie in Forschung und Entwicklung. "Länder mit fiskalischem Spielraum sollten nicht zögern, ihn zu nutzen", sagte Obstfeld. Zudem seien die Notenbanker gefordert, ihre lockere Geldpolitik fortzusetzen, um Deflationsrisiken zu begegnen. Hierzu seien wenn nötig auch zusätzliche unkonventionelle Massnahmen zu ergreifen./tos/jsl/men

(AWP)

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SMI marschiert in Richtung 8000 Punkte

Die Schweizer Börse bewegt sich auf einen freundlichen Start zu. Zu verdanken ist dies zum Teil dem Schwergewicht Nestlé: Der Nahrungsmittelkonzern hat im ersten Quartal überraschend viel Umsatzwachstum verbucht.

Der SMI steigt vorbörslich um 0,4 Prozent auf 7963 Punkte und damit immer näher an die 8000er Grenze. Bei den meisten der 20 Titel ist der Anstieg mit bis zu 0,15 Punkten moderat. Sie profitieren von guten Vorgaben, denn Hoffnungen auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft haben schon die Börsen in New York und Tokio gestützt.

Stark nach oben bewegt sich im vorbörslichen Handen indessen Nestlé (+1,3 Prozent). Der Lebensmittelmulti aus Vevey hat im ersten Quartal bei der wichtigen Kennzahl organisches Wachstum gut abgeschnitten. Neuigkeiten gibt es auch vom SMI-Mitglied Swiss Re: Der Rückversicherer will für eine Milliarde Pfund die Deutsche-Bank-Tochter Abbey Life kaufen, heisst es.

Der Vakuumventile-Hersteller VAT feiert sein Börsendebut. Die Aktien werden wie erwartet zu 45 Franken zugeteilt. Daraus ergibt sich ein Börsenwert der Firma von 1,35 Milliarden Franken. Die Emission sei mehrfach überzeichnet gewesen, hiess es im Markt. Händler erwarteten einen über dem Ausgabepreis liegenden Eröffnungspreis an der Börse.

London mit Zinsentscheid

Im Verlauf dürften die Anleger ihr Augenmerk aber auch auf die Zinsentscheidung der Bank von England (BoE) und die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe richten, hiess es. Daraus erhoffen sie sich Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der geplanten Zinserhöhungen.

Die Aktienkurse der Banken könnten zudem von den am Nachmittag erwarteten Ergebnissen der US-Grossbanken Wells Fargo und Bank of America beeinflusst werden. Am Vortag hatte eine weniger schlecht als erwartete Quartalsbilanz von JPMorgan dem Bankaktien in Europa und den USA Auftrieb gegeben.

(cash/Reuters)

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Jobsituation in der Schweiz verbessert sich

Der Schweizer Stellenmarkt verzeichnet laut dem Adecco Swiss Job Market Index zum Jahresbeginn eine positive Trendwende.

Im ersten Quartal 2016 hat die Zahl der Stellenausschreibungen um rund 4% gegenüber dem Vorjahr zugenommen, wobei gut die Hälfte auf saisonale Effekte zurückzuführen sind.

Die Erhebung durch die Universität Zürich zeigt in fast allen Regionen der Schweiz positive Entwicklungen. Ein kleineres Stellenangebot verzeichnen einzig die Ostschweiz und die Genferseeregion, heisst es in einer Mitteilung des Personalvermittlers Adecco vom Donnerstag.

Negativtrend durchbrochen?

Nicole Burth Tschudi, CEO Adecco Schweiz, sieht in den Studienergebnissen einen möglichen Turnaround für den Schweizer Arbeitsmarkt: "Die Zunahme der Stellenausschreibungen ist hoffentlich ein erstes Zeichen, dass wir die Talsohle durchschritten haben." Falls diese Entwicklungen anhalten, könne sogar mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote gerechnet werden, heisst es weiter.

Auch könnte die Entwicklung ein Anzeichen dafür sein, dass sich der Schweizer Arbeitsmarkt langsam von den Unsicherheiten erholt, welche die Wirtschaft im letzten Jahr geprägt haben, fügt Arbeitsmarkt-Expertin Marianne Müller vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz, die den Index erhebt, hinzu.

Regional grosse Unterschiede

Allerdings gibt es zwischen den Regionen grosse Unterschiede. Deutlich weniger Stellenangebote als im Vorjahr gibt es in der Ostschweiz, wo die Region schon länger mit einer anhaltenden Negativspirale kämpft. Primär die Bereiche Handel und Verkauf, das Bau- und Ausbaugewerbe sowie der Industrie- und Transportsektor leiden unter einer negativen Stellenentwicklung.

Eine Abnahme von verfügbaren Stellen verzeichnet auch die Genferseeregion, wo ebenfalls hauptsächlich der Bereich Handel und Verkauf betroffen ist. Demgegenüber suchen die Unternehmen im Espace Mittelland mit +15% im Vergleich zum Vorjahr vermehrt zusätzliches Personal, vordergründig im Bereich Finanzen und Treuhand sowie Handel und Verkauf.

Finanzbranche erholt sich

Im Vergleich der einzelnen Berufsfelder zeichne sich in fast allen Bereichen eine positive Entwicklung ab. Einzig im Bereich Management und Organisation (-7%) ist das Stellenangebot rückläufig, während sich das Angebot für Stellen im Gastgewerbe und bei den persönlichen Dienstleistungen im Vergleich mit dem Vorquartal nicht verändert hat. Im Jahresvergleich nahm der Personalbedarf vor allem im Bereich Finanz und Treuhand (+18%) und in der Informatik (+22%) zu.

(AWP)

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Hier kaufen und verkaufen die Grossanleger

Handeln internationale Grossinvestoren mit Aktienpaketen, hat dies Signalwirkung für Anleger. Welche Schweizer Firmen davon betroffen sind.

Von Marc Forster

Wenn ein Milliardenanleger wie Blackrock mit 4,737 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen eine Aktie kauft, horchen die Märkte auf. Genauso dient es als Orientierung für Anleger, wenn so ein Grossinvestor einen Titel abstösst.

Die Offenlegungen der Beteiligungen von Investoren, wie sie für die Schweizer Börse vom Finanzdienstleister SIX publiziert werden, sind allerdings auch keine lückenlose "Tracker" der Anlageentscheide der grossen Anteilseigern. Vorschriftsmässig gemeldet werden nur Veränderungen beim Stimmrecht, nämlich wenn diese gewisse Werte über- oder unterschreiten.

Die Grenzen sind definiert bei 3, 5, 10, 15, 20, 25, 33 1/3 und 66 2/3 Prozent des Stimmrechts. Zu deuten, wie schwerreiche Asset Manager, Fonds und Beteiligungsgesellschaften zu- und verkaufen, hat immer etwas Spekulatives. Wer es genauer wissen will, muss sich auch mit Marktgerüchten auseinandersetzen.

Lieblingsaktie verliert Fans

Was sich aber mit Bestimmtheit sagen lässt ist, dass Blackrock, der grösste Vermögensverwalter der Welt, ein sehr aktiver Investor ist. Blackrock hat in den vergangenen Wochen zum Beispiel bei Logitech zugekauft, die 3-Prozent-Schwelle wurde Mitte März überschritten. Mit Meldung vom gestrigen Donnerstag liegen die Erwerbspositionen von Logitech inzwischen bei 5,15 Prozent. Die Logitech-Aktie liegt aktuell um 3 Prozent über den Niveau vom Jahresbeginn und steigt seit Ende März.

Blackrock stösst aber auch Anteile ab. So zeigen die SIX-Meldungen, dass Blackrock bei Comet Ende Januar 2015 die 5-Prozent-Schwelle und Ende März dieses Jahres die 3-Prozent-Schwelle unterschritten hat. Der Verlauf des Aktienkurses scheint Blackrock recht zu geben: Er fiel seit Anfang Jahr um 10 Prozent. Das Technologieunternehmen hat dieses Jahr den Ausblick gesenkt und von einigen Problemen berichtet.

Eine zeitlang eine Lieblingsaktie der Anleger, muss der Spezialist für Röntgen-, Hochfrequenz- und ebeam-Technologie rückläufiges Wachstum hinnehmen. Zuletzt hat gemäss SIX-Meldungen auch die Credit Suisse Funds AG den Anteil unter 3 Prozent gesenkt. Analysten weisen aber auch darauf hin, dass intakte Langfrist-Chancen ein Grund für einen Einstieg beim Comet sein können. Die Asset-Management-Abteilung von Pictet hat dazugekauft und den Anteil im März auf über 5 Prozent erhöht.

Zentralbank mischt mit

Was die Investoren genau zu Käufen und Verkäufen bewegt, steht in den Offenlegungsmeldungen auf der SIX-Website natürlich nicht. Unterschieden wird etwa, ob es sich bei den meldungsauslösenden Schritten um einen Erwerb oder eine Veräusserung handelt, oder ob Optionen ausgeübt wurden. Letzteres hat weniger Aussagekraft als ein Kauf oder Verkauf, da es sich um ein Termingeschäft handelt.

Es müssen auch andere Details beachtet werden: So taucht sehr häufig die Norges Bank, also die Zentralbank des skandinavischen Landes als "wirtschaftlich Berechtigter" auf, sprich jene, die gekauft oder verkauft haben. Die Norweger bewirtschaften aber nicht alle Investments aktiv, daher können die Meldungen durch Indexbewegungen bedingt sein.

Der Ausbau einer Beteiligung ist in den letzten Tagen unter anderem bei der Bankengruppe Bellevue Group ersichtlich gewesen. Anfang Monat und vor wenigen Tagen stieg der Anteil der Bantleon Bank erst auf über 3 Prozent und dann auf 5,6 Prozent. Im Vergleich zum Jahresanfang liegen die Titel allerdings um 5 Prozent tiefer, wobei auch seit Anfang April ein Kursrückgang stattgefunden hat. Die Tatsache, dass sich bei der Bellevue Group die Offenlegungs-Meldungen über die Monate nicht so stark häufen wie bei grösseren Unternehmen, weist aber darauf hin, dass man bei diesem Finanzinstitut eher langfristig orientiert zukauft.

Ein Beispiel, wie durch Offenlegung ein Mehrheitsaktionär erkennbar wird, gab es in diesen Monat auch: Die Gesellschaften Alpine Select und Absolute Invest gaben vor einer Woche bekannt, dass sie 50,01 Prozent der Aktien an der Beteiligungsgesellschaft Altin halten. Die letzte Meldung stammte aus dem Februar, als die 33,3-Prozent-Schwelle überschritten wurde. Die Käufer gaben die Beteilung auch per Mitteilung bekannt; Der Schritt ist insofern brisant, als dass Altin mit dem Grossaktionär Alpine Select über verschiedene Fragen etwas zu Dividenenzahlungen im Clinch liegt.

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Die Börse folgt nicht immer der Intuition

Apple macht Riesengewinne, Amazon ist kaum profitabel, hat aber einen höheren Kursgewinn. Es wird weniger Cola getrunken, doch Coca-Cola ist obenauf. Ein Aktienkauf nach gesundem Menschenverstand läuft oft schief.

Im täglichen Leben verlassen wir uns oft auf den gesunden Menschenverstand. Doch an der Börse kann das Anlegen nach einfacher Logik oft schiefgehen. Einige eindrückliche Beispiele, wie die Kursperformance in scheinbarem Widerspruch zur fundamentalen Entwicklung steht, hat Morgan Housel, Kolumnist bei der Finanzseite Motley Fool, gesammelt.

Beispiel 1: Coca-Cola

In den USA werden dramatisch weniger Soft Drinks konsumiert. Wer als Anleger 2004 diesen Chart gesehen hätte, hätte seine Anteile an Coca-Cola (KO 45.83 -0.46%) wohl sofort abgestossen.

Verzehr Soft Drinks in den USAGallonen pro Jahr und Kopf (1 Gallone = 3,8 Liter)zoomQuelle: http://juiceboxinteractive.com/ideas/in-a-market-free-fall-coke-gets-it-right/

Doch damit hätte er eine Verdoppelung des Kurses verpasst. Das Management des Unternehmens hat dem Trend beim Konsum getrotzt.

zoomQuelle: Bloomberg

Beispiel 2: Zigaretten

Seit 1981 geht der Verbrauch von Zigaretten in den USA zurück. Wer würde denn da noch in ein Tabakunternehmen einsteigen wollen? Besonders angesichts der Tatsache, dass Milliardenbussen fällig wurden.

Zigarettenkonsum USA(jährlich, in Mrd. Stück)zoomQuelle: Motley Fool

Die Aktie Altria – die frühere Philip Morris – hat aber erst in den Achtzigerjahren richtig angefangen zu performen. Seit 1981 liegt der Kursgewinn über 3000%.

zoomQuelle: Bloomberg

Beispiel 3: Tesla

Während Zigaretten von gestern sind, gehört die Zukunft der elektrischen Mobilität. Tesla ist dabei ganz vorne. Dem Unternehmen wird spätestens nach der Vorstellung eines Elektroautos der Mittelklasse ein neuer Absatzrekord prophezeit.

Doch trotz der letzten Erholung notiert die Tesla-Aktie etwa auf dem Stand von Oktober 2014.

zoomQuelle: Bloomberg

Beispiel 4: Riesige Profite

Ein Unternehmen sticht bei der Gewinnmaximierung alle anderen aus. Dank Produkten mit riesigem Absatz wurde ein Milliardenvermögen eingestrichen. Eine riesige Gewinnmarge von über 20% kann trotz aller Unkenrufen gehalten werden. Die Rede ist von Apple (AAPL 112.1 0.05%).

Dagegen schwankt der Gewinn des Versandhändlers Amazon (AMZN 620.75 0.96%) um null. In den vergangenen Jahren wurde auch immer wieder ein Quartalsverlust gemeldet – bei Apple unvorstellbar.

In der untenstehenden Grafik ist der Gewinn von Amazon im Vergleich zu dem von Apple kaum zu sehen. Doch der Kurs von Amazon hat sich seit Anfang 2012 mehr als verdreifacht. Der Gewinn von Apple hat sich dagegen nicht einmal verdoppelt.

Apple und AmazonzoomQuelle: Bloomberg

Beispiel 5: Gewinnsteigerungen

Der Einzelhändler Wal-Mart konnte seinen Gewinn seit Anfang 2000 etwa verdreifachen. Aktionären hat das wenig gebracht. Der Kurs ist nun etwa gleich wie damals.

Wal-MartzoomQuelle: Bloomberg

Beispiel 6: Wirtschaftswachstum

Auch Anleger, die auf das Wirtschaftswachstum eines Landes setzen, können enttäuscht werden. Nach der Finanzkrise schrumpfte die Wirtschaft in den USA. 2009 war aber eines der besten Jahre für den S&P 500 (SP500 2082.78 0.02%). 2015 lag das Wachstum deutlich höher. Doch der Aktienindex bewegte sich so gut wie gar nicht.

USA: Aktien und BIPzoomQuelle: Bloomberg

In Brasilien ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr um fast 6% geschrumpft. Dieses Jahr könnte es noch tiefer gehen – es wäre die schlechteste Konjunkturentwicklung des südamerikanischen Landes seit hundert Jahren, sagen Ökonomen. Und der Aktienindex Bovespa (Bovespa 52411.0165 -1.39%)? Zumindest in brasilianischen Real gerechnet hält er sich extrem stabil.

Brasilien: Aktien und BIPzoomQuelle: Bloomberg

Vom Konsens abweichen

Diese Beispiele führen den Anlegern vor Augen, dass die Einschätzung der Kursperformance nach einer einfachen Logik extrem schwierig ist. Morgan Housel erklärt, dass bei Aktienkursen nicht allein die Entwicklung der Fundamentaldaten entscheidend ist.

Denn in den Kursen sind ja schon die Erwartungen zum zukünftigen Markt eingepreist. Nur wenn der Marktkonsens falschliegt, kommt es zu grossen Schwankungen. Und es ist schwierig, vom Konsens abzuweichen. «Eine Ansicht zu haben, die der Ansicht aller anderen widerspricht, ist ein geistiger Kampf», erklärt Housel. Nicht eine von zehn Personen könnte diesen Kampf lange durchhalten.

So hat der Investor Howard Marks erklärt:
Das Problem ist, dass eine aussergewöhnliche Performance nur von korrekten Vorhersagen kommt, die vom Konsens abweichen. Aber solche Vorhersagen sind schwierig zu treffen; es ist schwierig, mit ihnen richtigzuliegen, und es ist schwierig, sich von ihnen leiten zu lassen.

Kurse in der Zukunft sind wieder Vorhersagen

Und für Housel ist die Vorhersage von Kursen noch komplizierter. Denn die Kurse in der Zukunft hängen von den Erwartungen zu dem Zeitpunkt ab. Und die sind wieder von Emotionen und Hoffnungen geprägt.

Selbst wenn man die Fakten in der Zukunft richtig vorhersagt, reicht das oft nicht – ob beim Cola- oder beim Zigarettenkonsum.  GoodDenn wer kann schon Stimmungen und Hoffnungen am Markt Jahre im Voraus abschätzen?

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Aktienhändler von Sorgen und Ängsten geplagt

Vor einem Jahr erreichten europäische Aktien ein Allzeithoch. Doch den Hochgefühlen nach den quantitativen Massnahmen von Mario Draghi folgte alsbald Skepsis.

Seit dem Rekordhoch hat der Stoxx 600 bereits 17 Prozent eingebüsst. Sollte sich Entwicklung der vergangenen beiden Dekaden wiederholen, könnte es noch weiter nach unten gehen, denn den Ausflügen über 400 Punkte folgte jedes Mal ein Absturz.

Technische Analysten der Bank of America rechnen bei einer Wiederholung des Musters mit Kursen in Richtung 200 Punkte. Voraussetzung dafür sei ein Bruch der Marke von 300 Punkten, wie es in einer Studie vom 11. April heisst.

Der wachsende Pessimismus beruht nicht zuletzt auf dem überschaubaren Erfolg von Draghis Anleihekaufprogramm. Der Konjunktur hat es bislang wenig gebracht und die Sorgen über die Gewinne der Banken sind gewachsen. Nicht einmal einer von fünf Fondsmanagern glaubt, das die EZB-Massnahmen das Wachstum in Europa ankurbeln werden, wie aus einer Übersicht der Bank of America vom 12. April hervorgeht.

Eher weitere Krise als neue Rally

Benedict Götte, Partner bei Crossbow Partners, rechnet eher mit einer weiteren Krise als mit einer Rally auf neue Höhen. "Die Rally von 2009 bis 2015 beruhte auf zwei Faktoren: massiven Stimuli und einer Kreditausweitung in China", so Götte. "Die Gewinne der europäischen Unternehmen haben nicht mitgehalten. Die Skepsis angesichts des Vorgehens der Notenbanken ist gewachsen."

Analysten, die im Januar noch von Gewinnwachstum gesprochen hatten, rechnen nun mit 2,8 Prozent Rückgang für dieses Jahr. Bereits seit neun Wochen ziehen Anleger Mittel aus Europa-Fonds ab. Dies ist die längste Phase seit Mai 2013, wie die Bank of America in einer Studie vom 7. April unter Berufung auf EPFR-Daten schrieb.

Seit dem Hoch im vergangenen Jahr haben alle Sektoren im Stoxx 600 Federn gelassen. Am stärksten von Abgaben betroffen waren Banken, Rohstoffwerte und Autohersteller mit über 25 Prozent Minus.

(Bloomberg)

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Die Abwrackprämie der EZB

Im Juni geht es los: Dann bekommen Banken im Euroraum von der Europäischen Zentralbank Geld geschenkt, wenn sie ihre Kreditausleihungen hochfahren.

http://www.fuw.ch/article/die-abwrackpraemie-der-ezb/

 

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Standortpromotion bringt weniger Firmen aber mehr Jobs
18.04.2016 12:38

Bern (awp/sda) - Im vergangenen Jahr haben sich dank der Standortförderung etwas weniger Firmen neu in der Schweiz angesiedelt als 2014. Dennoch wurden durch die neu angesiedelten Firmen 2015 mehr neue Stellen geschaffen als im Vorjahr.

Damit beurteilt die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) die Bilanz der Standortpromotion von Bund, Kantonen und Regionen "grundsätzlich positiv", wie sie am Montag mitteilte. Im Jahr 2015 fanden 264 Firmen mit einem wesentlichen Beitrag der Standortförderung ihren Weg in die Schweiz (2014: 274 Firmen).

Dadurch wurden im vergangenen Jahr 1'082 neue Jobs geschaffen. 2014 waren es 780 Arbeitsplätze gewesen, was einem Plus von 38% entspricht. Die VDK wertet dieses positive Ergebnis als Ausdruck für die Strategie der Standortförderung, die nicht etwa eine Vielzahl von neuen Firmen, "sondern die Schaffung von wirtschaftlichem Mehrwert für die Schweiz in den Vordergrund stellt".

Die neu angesiedelten Firmen strebten rasch eine lokale Verankerung an. Deswegen seien sie besonders daran interessiert, ansässige Arbeitnehmende zu rekrutieren, schreibt die VDK weiter.

Die Neuansiedlungen sind immer noch ähnlich auf die Branchen verteilt wie in den Vorjahren. Allerdings gewinnt der Bereich der Life Sciences an Bedeutung. Das sind Geschäfte rund um Gesundheit, Lebensmittel und Biotechnologie. Dies deute darauf hin, dass die Schweiz bei den Life Sciences einen wettbewerbsfähigen Standort darstelle.

Die strategische Neuausrichtung der nationalen Standortpromotion, welche Switzerland Global Enterprise (S-GE) im Auftrag des Bundes und der Kantone durchführt, werde diesem Umstand Rechnung tragen, heisst es weiter. Insgesamt werden pro Jahr von Bund und Kantonen rund 5,4 Mio CHF in die nationale Standortförderung investiert.

/uh

(AWP)

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«Märkte können sich irren, aber dumm sind sie nicht»

Herr Van Nieuwenhuijzen, wie schätzen Sie die Marktsituation ein, hat sich das Börsentief verzogen?
Für Entwarnung ist es zu früh. Die Finanzmarktgeschichte lehrt uns, bescheiden zu sein, wenn wir nicht wissen, was die Zukunft bringt. Und Fragezeichen gibt es viele, auch wenn die Angst vor einer Rezession in den USA, die die Märkte noch Anfang Jahr umgetrieben hatte, übertrieben war. Die ökonomische Sicht sagt uns, dass sich die globale Wirtschaft in einem moderaten Aufschwung befindet. Aber die Phase hoher Volatilität, die seit April letzten Jahres andauert, werden wir nicht so schnell los.

Weshalb nicht?
Die Märkte signalisieren, dass sich die Welt in einem fragilen Zustand befindet.  Wenn Regierungen und Notenbanken einen Fehler begehen oder wenn die Wachstumsschwäche der Schwellenländer die ganze Welt befällt, kann das in eine Negativspirale münden und einen Schock auslösen.

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http://www.fuw.ch/article/maerkte-koennen-sich-irren-aber-dumm-sind-sie-...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
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SIX eröffnet Vernehmlassung zur Revision der Vorschriften zur Ad hoc-Publizität
19.04.2016 21:44

Zürich (awp) - Die Börsenbetreiberin SIX plant eine Revision der Vorschriften zur Ad hoc-Publizität. Dabei geht es vor allem um die Definition über die Informationspflicht über kursrelevante Tatsachen. Damit reagiere man auf Kritik aus "Lehre und Praxis", schreibt die SIX Exchange Regulation am Dienstag.

Dabei wird bei der Informationspflicht bei kursrelevanten Tatsachen etwa das Wort "potentiell" gestrichen und durch "wahrscheinlich" ersetzt. Neu wird definiert, dass als kursrelevante Tatsachen jene gelten, "die wahrscheinlich geeignet sind, den Kurs erheblich zu beeinflussen". Erheblich ist demnach eine Kursänderung, wenn sie "das übliche Mass der Schwankungen deutlich übersteigt".

Das Schreiben richtet sich an die Vertreter von kotierten Gesellschaften und weitere interessierten Adressaten mit der Einladung zu den geplanten Änderungen Stellung zu nehmen.

yr

(AWP)

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Schweizer Finanzprofis sind optimistisch

Die Erwartungshaltung von Ökonomen und Analysten in Bezug auf den Schweizer Konjunkturverlauf in den kommenden sechs Monaten hat sich verbessert.

Der ZEW-Indikator ist im Berichtsmonat April gegenüber dem Vormonat um 9,0 Zähler gestiegen und notiert damit auf 11,5 Punkten. Auch die aktuelle Konjunkturlage wird mit -0,1 Punkten (+2,6) besser eingeschätzt als noch im Vormonat, wie einer Mitteilung der Credit Suisse und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom Mittwoch zu entnehmen ist. Die beiden Institute berechnen den Index auf monatlicher Basis.

Ausserdem rechnen die Analysten für die Schweiz und die Euro-Zone wieder ganz klar mit konstanten kurzfristigen Zinsen. In den vergangenen Monaten hatten immerhin ein Drittel der Befragten mit weiter sinkenden Zinsen in der Euro-Zone und rund 10% mit einer Zinssenkung in der Schweiz gerechnet. Der Anteil derjenigen Analysten, die sinkende kurzfristige Zinsen erwarten, ist laut Mitteilung im April derweil für beide Regionen stark gefallen. Für die USA rechnet die Mehrheit der Finanzanalysten mit einem Anstieg der kurzfristigen Zinsen.

Langfristig in Europa keine Zinsveränderungen erwartet

Auch bei den langfristigen Zinsen erwartet die Mehrheit der Analysten keine Veränderung in Europa. Hingegen geht jeweils etwa ein Drittel in der Schweiz und der Euro-Zone von einem Anstieg der langfristigen Zinsen aus. Für die USA erwartet eine Mehrheit der Finanzanalysten einen Anstieg der langfristigen Zinsen.

Die Erwartungen hinsichtlich der Wechselkursentwicklung haben sich den Angaben zufolge nur unmerklich verändert. Die Mehrheit der befragten Finanzanalysten geht weiterhin von einer konstanten Wertentwicklung des Frankens zum Euro und einer Abwertung gegenüber dem US-Dollar aus.

Die aktuelle Umfrage wurde zwischen dem 4. und 15. April durchgeführt, 36 Analysten nahmen daran teil.

(AWP)

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Lowrey70
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Labiotech REFRESH!

Der CEO von Deinove, Emmanuel Petiot wird an Labiotech Refresh am 24. Mai in Berlin teilnehmen! Er ist einer von den vielen wichtigen Leuten in der Europäischen Biotechnologie Industrie, die an dieser Konferenz sein werden. 
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Mehr Informationen zu dieser einzigartigen Konferenz hier:

http://labiotech.eu/refresh/

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Uhrenexporte sinken im März sehr stark

Während die Exporte gesamthaft angestiegen sind, gingen die Schweizer Uhrenexporte im März 2016 im Vorjahresvergleich stark zurück.

So sank das Exportvolumen gegenüber dem Vorjahr um 283 Millionen bzw. 16 Prozent auf 1,47 Mrd CHF. Real betrug das Minus gar 21 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte. Auch arbeitstagbereinigt sehen die Zahlen mit -12 Prozent bzw. -17 Prozent nur unwesentlich besser aus.

Gegenüber den beiden Vormonaten haben sich die Minusraten deutlich verschärft. Im Januar waren es nominal -8 Prozent (real -10 Prozent) und im Februar -3 Prozent (-6 Prozent) gewesen.

Im gesamten ersten Quartal gingen die Uhrenexporte um 458 Millionen oder 9 Prozent auf 4,66 Mrd CHF zurück, real lag der Rückgang bei 12 Prozent.

(AWP)

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