Aktienfonds - Die aktive Vermögensverwaltung lebt doch noch

Die Prognose, dass der Tod des aktiven Asset Managements bevorsteht, ist möglicherweise weit übertrieben.
30.09.2017 06:45
Geld wird weiter in aktive Fonds angelegt.
Geld wird weiter in aktive Fonds angelegt.
Bild: Bloomberg

Zwei neue Studien der Londoner Research-Gesellschaft ETFGI LLP stellten einen Anstieg der Investments in aktiv verwaltete börsennotierte Fonds (ETF) und Smart-Beta-Aktienfonds fest. Die Investments in beide Kategorien erreichten Rekordhöhen.

Bei globalen aktiv verwalteten ETF ist das Vermögen dieses Jahr um 41 Prozent auf 61 Mrd. Dollar per Ende August gestiegen, wie ETFGI in einer am Freitag veröffentlichten Studie schrieb. Der grösste Anteil - 39,6 Mrd. Dollar - wurde in US-Fonds investiert, so der Bericht. Die in Smart-Beta-Aktienfonds investierten Gelder nahmen um 18 Prozent auf 630 Mrd. Dollar zu, so eine separate Studie der Gesellschaft.

Die Daten sind ein weiterer Beleg, dass es immer noch einen Platz für aktives Management in einer Welt gibt, in der Investoren zunehmend passive Produkte suchen, die eine bessere Leistung für einen Bruchteil der Kosten bieten. Smart-Beta-Strategien kombinieren einige der Attribute der passiven Investments mit einigen Vorteilen des aktiven Managements.

Ein wichtiger Vorteil des aktiven Managements ist die Fähigkeit, schnell auf Risikoereignisse reagieren zu können - etwas, das die Märkte in den vergangenen Monaten beständig auf Trab hielt.

"Stürme und politische Risiken bleiben ein Fokus für Investoren", erklärte Deborah Fuhr, geschäftsführender Gesellschafter bei ETFGI, in der Studie. "Die Fähigkeit der Trump-Regierung, sich bei politischen Zielen und Anhörungen im Kapitol vorwärts zu bewegen, die Brexit-Verhandlungen und Nordkorea sind immer noch wichtige Angelegenheiten."

(Bloomberg)