Comeback der Rohstoffe: Spät zu investieren zahlt sich aus

Die jüngste Rally der Rohstoffpreise hat zu erneutem Interesse an der Anlageklasse "Rohstoffe" geführt. Anlageausschüsse versuchen derzeit zu beurteilen, ob der Zeitpunkt gekommen ist, wieder in Rohstoffe zu investieren, sagt Hans Brandt Fondmanager bei Swisscanto.
30.01.2017 12:36

Hans Brandt ist der Meinung, dass die Rohstoffpreise ihren zyklischen Boden im letzten Jahr erreicht haben und rechnet in den nächsten ein bis zwei Jahren mit positiven einstelligen Renditen für Rohstoffinvestments. Folgende Faktoren sprechen für steigende Rohstoffpreise:

Anpassungen auf der Angebotsseite
Aufgrund der  Korrektur bei den Rohstoffpreisen haben die Minengesellschaften bereits 2013 begonnen, die Investitionen in neue Projekte stark zu reduzieren. Dies führt zu weniger Angebot an Industriemetallen in den nächsten Jahren. Beim Rohöl begannen die Produktionskürzungen von High-Cost Produzenten Mitte 2015. Der Prozess der Investitionsanpassungen ist noch nicht abgeschlossen, Bei Swisscanto rechnet man als Reaktion auf eine unrentable Produktion mit weiteren Angebotskürzungen. Da das Gleichgewicht in den Rohstoffmärkten über Anpassungen auf der Angebotsseite erfolgt, und es jeweils rohstoffspezifische Faktoren sind, welche das Angebot eines einzelnen Rohstoffs beeinflussen, sollten die Korrelationen zu anderen Anlageklassen in Zukunft weiter fallen. Als Konsequenz wird der Diversifikationsnutzen von Rohstoffen in einem Balanced-Portfolio wieder verstärkt sichtbar.

Bessere Konjunkturaussichten
Die Aussichten für die globale Konjunkturentwicklung haben sich in den letzten Monaten verbessert. Die Vorlaufindikatoren deuten global auf eine Beschleunigung des Wachstums hin. In Erwartung von Fiskalprogrammen (USA, Japan, Grossbritannien, etc.) werden zudem die Wachstumsprognosen erhöht. In diesem Umfeld wird mit steigender Nachfrage für Industriemetalle und Energierohstoffe gerechnet. Zudem bieten Rohstoffe als Realwerte Schutz vor steigenden Inflationserwartungen.

Abbildung 1: Korrelation zwischen Aktien und Rohstoffen sind wieder

Quelle: Swisscanto Invest, eigene Berechnung, basierend auf der rollenden Korrelation von wöchentlichen Returns (52 Wochen) zwischen Bloomberg Commodity Index TR und S&P 500


Spät zu investieren zahlt sich aus
Viele Rohstoffe handeln nach der mehrjährigen Korrekturphase weiterhin zu Preisen unter den Grenzkosten ihrer Produktion und sind damit eher günstig. Die Rohstoffpreise werden mittelfristig vor allem durch Anpassungen auf der Angebotsseite beeinflusst. Das Angebot dürfte sich soweit verringern, dass sich die Rohstoffpreise auf das Niveau der Grenzkosten der Produktion erholen.

Ein weiterer positiver Aspekt: In der ersten Phase der Preiserholung wird der Anstieg des Spot-Preises in der Regel durch die stark negativen Roll-Renditen der Contango-Preisstruktur reduziert. Die Terminstrukturkurven sind nun nach der ersten Erholungsphase (2016) bereits wesentlich flacher, so dass die Renditeminderung durch die Roll-Verluste nicht mehr so stark ausfällt. Zur Minimierung von Rollverlusten lohnt es sich also, eher später in eine Rohstofferholung zu investieren. Ein guter Zeitpunkt könnte jetzt sein.

Für Anleger, die an der Erholung der Rohstoffmärkte teilhaben möchten, bietet Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank im Bereich "Rohstoffe" eine breite Produktpalette mit einer Performance, die sich sehen lassen kann!

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Nehmen Sie am 2. Februar 2017 am Vortrag zum Thema Rohstoffe teil: "It pays to be late in commodities!" 

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.swisscanto.ch/rohstoffe.

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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