Der globale Aktienfonds mit aktiver Verwaltung!

Anbei finden Sie den Bericht des Fondsmanagers für das 3. Quartal 2013.
03.10.2013 15:45
Beyzade Han (MBA) - Fondsmanager ARVEST Funds AG
ARVEST Funds AG

Allgemeines Marktumfeld

Die amerikanische Notenbank überraschte die Märkte mit der Ankündigung, dass sie das Volumen ihrer Anleihenkäufe im September nicht reduzieren werde, da für einen geldpolitischen Richtungswechsel die gesamtwirtschaftliche Lage noch nicht gut genug sei. Nicht überrascht dürften dagegen unsere regelmässigen Leser dieses Investor Infos sein, da wir in unserer letzten Ausgabe dieses Ergebnis recht präzise und zudem mit einer ähnlichen Begründung wie das Fed antizipiert haben.

Die realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spiegeln sich unter anderem in der Kapazitätsauslastung des Landes wieder, welche das Niveau von vor der Finanzkrise noch nicht erreicht hat. Ohne steigende Kapazitätsauslastung ist eine steigende Inflation eher unwahrscheinlich, weswegen das Fed keinen Bedarf für eine Straffung seiner Geldpolitik sah. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Früher oder später wird das Fed die expansive Geldpolitik schrittweise wieder zurückführen müssen. Ob dies noch in diesem Jahr geschehen wird oder erst im Nächsten ist aktuell noch nicht abschätzbar. Klar ist jedoch, dass dies Auswirkungen auf globaler Ebene haben wird. In nächster Zeit wird jede Veröffentlichung von US-Wirtschaftsdaten primär an ihrem Einfluss auf die Geldpolitik gemessen. Am meisten dürften die aufstrebenden Volkswirtschaften unter der damit einhergehenden Volatilität leiden, da sich die weltweiten Geldflüsse dann noch stärker als bisher zu ihren Ungunsten verschieben werden.Im Gegensatz zu den USA befindet sich Europa erst am Anfang einer zaghaften Normalisierung der Wirtschaftslage. Die zuletzt besseren Konjunkturindikatoren auch aus den peripheren Ländern lassen hoffen, dass die Wirtschaftsdynamik allmählich wieder an Fahrt gewinnen wird.

Rückblick Fonds

Im abgelaufenen Quartal wurden beim ARVEST Global Stars Fund mehrere Transaktionen  getätigt, um den Anlagefonds optimal entsprechend der von uns identifizierten Marktchancen zu positionieren.

Auf geographischer Ebene wurde die Verlagerung der Anlagen Richtung Europa und Asien (ex. Japan) fortgesetzt. Das Exposure für beide Regionen zusammen beträgt nunmehr hohe 61%, was gegenüber dem Vorquartal einer Erhöhung um 6% entspricht. Gleichzeitig wurde das Exposure für die Regionen Nordamerika (neu 10% oder QOQ -2%) und Japan (neu 12% oder QOQ -5%) reduziert. Die Reduktion in Japan erfolgte im Gegensatz zu Nordamerika nicht, weil wir den japanischen Markt für überbewertet halten. Vielmehr boten sich Chancen, das Engagements in Unternehmen zu reduzieren, die ihre Umsätze hauptsächlich im Inland erwirtschaften (Sankyo +18.5% Gewinn, Shiseido -2% Verlust, Haltedauer jeweils über 3 Jahre). Das ARVEST-Anlagekomitee favorisiert seit längerem vor allem exportorientierte Global Player aus Japan, die von einer JPY-Abwertung profitieren.

Auf Sektorebene betrachtet ergab sich vor allem eine Verschiebung zugunsten der Sektoren Energy (+3%) und Materials (+3%), während das Engagement in den Sektoren Consumer Discretionary (-2%) und Information Technology (-5%) abnahm. Die beiden erstgenannten und aktuell günstigen Sektoren zählen zu den Spätzyklikern und sollten insbesondere von einem weltweiten Wirtschaftsaufschwung spürbar profitieren.

Der ARVEST Global Stars hat das abgelaufene Quartal mit einer positiven Performance von +5.3% abgeschlossen. Der S&P 1200 als Verlgeichsindex performte in der gleichen Periode mit +2.6% etwas schlechter. Seit Lancierung im Oktober 2000 weist unser Fonds eine relative Outperformance von +80.2% und eine absolute Performance von +43.6% auf.

Ausblick

Das ARVEST-Anlagekomitee ist weiterhin davon überzeugt, dass aktuell die Aktienmärkte insgesamt attraktiver bleiben als die Obligationenmärkte. Auch ohne eine Straffung der US-Geldpolitik sind die Marktzinsen bereits spürbar gestiegen, was auf die Obligationenmärkte belastend wirkte. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird, was kurzfristige Gegenbewegungen jedoch nicht ausschliesst. Auf der Aktienseite gilt es abzuschätzen, welche Märkte ein langfristig höheres Potential bieten. Unsere Analysen zeigen weiterhin, dass das langfristige Ertragspotential für europäische und asiatische Aktienmärkte höher ist als für US-Amerikanische. Innerhalb der aufstrebenden Volkswirtschaften empfiehlt es sich, angesichts auslaufender Unterstützung der Finanzmärkte durch die US-Notenbank vor allem langfristige Investments in jenen Länder zu prüfen, die keine starken Aussenhandelsungleichgewichte aufweisen.  

Im Auftrag des Anlagekomitees

Beyzade Han, MBA

Fondsmanager

 

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