Dynamisch durch die Gezeiten manövrieren

Ein gut diversifiziertes Anleihenportfolio, das vorwiegend in variabel verzinsliche Hochzinsanleihen investiert, schützt vor steigenden Zinsen und bietet attraktives Ertragspotenzial, meinen die Experten des UBS Asset Management.
13.11.2017 22:36

Die Weltwirtschaft ist auf Erholungskurs. Dabei erhöht sich das BIP-Wachstum, was in einigen Regionen steigende Zinsen erwarten lässt. In den USA hat diese Entwicklung bereits begonnen. Dennoch bleiben die Renditen niedrig, und die Renditen der Staatsanleihen verharren aufgrund der Massnahmen der Zentralbanken weiterhin auf tiefem Niveau. Damit stellt sich die Frage, wie sich Anleger vor Zinserhöhungen schützen und gleichzeitig Erträge erzielen können. Die Experten des UBS AM haben hierauf eine einfache Antwort: durch den Aufbau und die aktive Verwaltung eines diversifizierten Anleihenportfolios, das dynamisch durch die Gezeiten der Märkte manövrieren kann.

Was das in der Praxis bedeutet
Aus Anlegersicht besteht das Hauptziel in einem inflationären Umfeld darin, sich vor steigenden Zinsen zu schützen, gleichzeitig jedoch das Potenzial zur Erzielung attraktiver Erträge zu bewahren. Eine Lösung für dieses Dilemma können nach Meinung der Experten variabel verzinsliche Anleihen sein.

Sie finden variabel verzinsliche Anleihen attraktiv, weil sie gegenüber ihren festverzinslichen Pendants einige ganz besondere Vorteile besitzen. Dies betrifft zunächst die Rendite. Die Rendite variabel verzinslicher Anleihen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Einerseits basiert die Zinszahlung bzw. der Coupon auf einem variablen Referenzzinssatz wie dem Libor. Das heisst, dass die Couponzahlung dynamisch an die Zinsentwicklung gekoppelt ist. Gehen die Zinsen hoch, steigt der Cashflow – und umgekehrt. Der Spread und damit die zweite Renditekomponente hängt dagegen von der Bonität des Emittenten ab. Konkret bedeutet dies, dass variabel verzinsliche Anleihen den Anlegern bei steigenden Zinsen einen Puffer bieten können, weil ihre Renditen und Zinsen dynamisch miteinander verzahnt sind. Variabel verzinsliche Anleihen besitzen aber noch einen weiteren Vorteil: Ihre Kurse schwanken in der Regel weniger stark als jene festverzinslicher Anleihen.

Allerdings gehören sie zu einem kleinen Anlageuniversum, denn das Volumen aller sich im Umlauf befindenden variabel verzinslichen Anleihen beträgt nur etwa USD 20 Mrd. Obwohl diese Titel recht gut diversifiziert sind und keine Branche das Universum dominiert, bleibt die Titelauswahl von zentraler Bedeutung. Ein erfahrenes, mit guten Ressourcen ausgestattetes Portfoliomanagement und ein disziplinierter Anlageprozess sind unerlässlich.

Diversifikation ist unerlässlich
Der zweite von uns genannte Faktor betrifft die Diversifikation. Variabel verzinsliche Anleihen können zwar einen Renditeschutz bieten. Doch um Ausfall- und Liquiditätsrisiken zu minimieren, halten die Experten des UBS AM nach wie vor ein Engagement in verschiedenen Anleihenkategorien für erforderlich. Beispielsweise liessen sich variabel verzinsliche Anleihen in einem Anleihenportfolio durch verbriefte Anleihen und Derivate ergänzen. Ein solcher Ansatz ist aber nicht ganz risikofrei. Bei höher verzinslichen Unternehmensanleihen ist das mit den Emittenten verbundene Ausfallrisiko grösser als bei bonitätsstarken Anleihen. Hinzu kommt, dass das Liquiditätsrisiko bei schwieriger Marktlage steigen könnte. Diese Risiken werden jedoch durch ein wirksames aktives Portfoliomanagement reduziert. Dies gilt vor allem dann, wenn erfahrene Anlagespezialisten neben einem strikten Risikomanagement eine fundierte Analyse der Marktentwicklungen und Emittentenqualität bieten können.

So sind sich die Experten des UBS Asset Management einig, dass variabel verzinsliche Anleihen in einem gut diversifizierten Portfolio bei einem makroökonomischen Gezeitenwechsel in der Lage sind, Anlegern den Schutz und die Erträge zu bieten, die sie in einer sich ständig wandelnden Welt benötigen.

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Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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