Flexibler Investmentansatz zahlt sich aus

Anleihen können heute ihre Funktion als defensiver Portfoliobaustein und Puffer gegen die Volatilität der Aktienmärkte kaum noch erfüllen, so Michael Schoenhaut, Fondsmanager von JP Morgan. Umso wichtiger sei es, flexibel zu investieren.
19.08.2016 12:20

Angesichts der aktuellen Entwicklung weisen inzwischen mehr als ein Drittel des weltweiten Staatsanleihenmarktes negative Renditen auf, so Michael Schoenhaut, Manager des Global Income Fund. Durch das erweiterte Anleihenankaufprogramm der Europäischen Zentralbank seien indessen sogar auch Unternehmensanleihen davon betroffen. „Damit können Anleihen heute ihre Funktion als defensiver Portfoliobaustein und Puffer gegen die Volatilität der Aktienmärkte kaum noch erfüllen“. Umso wichtiger sei es, flexibel zu investieren und sich an die geänderten Gegebenheiten anpassen zu können. 

Hochzinsanleihen favorisiert 
Grundsätzlich erwartet Schoenhaut, dass sich die Credit-Märkte risikoadjustiert besser als die Aktienmärkte entwickeln werden – dies gelte besonders für Hochzinsanleihen und langlaufende US-Unternehmensanleihen aus den oberen Bonitätsklassen (Investment Grade-Rating). Beide Anlageklassen sind in der Allokation des Global Income Fund auch weiterhin prägend: „Unsere Präferenz für Qualitätsmärkte wurde durch die Ereignisse der letzten Wochen bestätigt, sodass wir weiterhin ein Engagement in den USA mittels Unternehmensanleihen bevorzugen.“ Hochzinsanleihen bleiben mit aktuell 35,7 Prozent (per 30.07.2016) weiterhin die favorisierte Anlageklasse. „Zwar haben sich Risikoaufschläge erheblich verengt, wir glauben aber, dass die Anlageklasse weiterhin attraktives ‚Carry‘– also Ertrag durch laufende Zinszahlungen – bietet und im Vergleich zu Aktien ein geringeres Volatilitätsrisiko birgt“, so der Manager. Gleichzeitig, so betont er, bleiben die opportunistischen Engagements in Hybridanleihen und hypothekenbesicherten Anleihen bestehen, da diese das Portfolio diversifizieren und eine attraktive risikobereinigte Rendite bieten. „Wir bleiben im Hinblick auf Schwellenmarktaktien und -anleihen nach wie vor eher vorsichtig, reduzieren allerdings unsere Untergewichtung in den Schwellenländern weiter. Angesichts politischer und wirtschaftlicher Heraus­forderungen haben wir unsere Ausrichtung auf Europa etwas reduziert“, so Schoenhauts aktuelles Fazit. 

Hohes Ausschüttungsniveau
Trotz starker Marktkorrekturen am Jahresanfang und rund um das „Leave“-Votum der Briten konnte der JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund  mit einer positiven Entwicklung überzeugen: Der Fonds legte im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 5 Prozent zu (per 10. August 2016, Anteilklasse A (div) EUR). Zudem wurden gerade in der vierteljährlich ausschüttenden Anteilklasse 1,84 Euro pro Anteil – das sind annualisiert 5,3 Prozent – ausgeschüttet (1). Der breit diversifizierte Mischfonds mit Ertragskomponente ist inzwischen fast acht Jahre auf dem Markt und hat sich als „Income-Klassiker“ etabliert. Laut Michael Schoenhaut profitierte der Fonds erneut von seinem flexiblen Investmentansatz, der es ermöglicht, unabhängig von einem Vergleichsindex in den jeweils attraktivsten ertragstarken Anlageklassen zu investieren: „Mit unserer Streuung auf über 1.800 verschiedene Emittenten und mehr als 2.500 Titel aus den unterschiedlichen Segmenten der internationalen Kapitalmärkte kann der Fonds Schwankungen deutlich abfedern.“ 

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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