Lausanne gewinnt Länderausscheidung

Lausanne etabliert sich als Talentschmiede für Finanzanalysten: Zum vierten Mal in Folge gewinnt ein Team der Universität Lausanne die Schweizer Länderausscheidung des prestigeträchtigen CFA Institute Research Challenge Award.
29.02.2016 14:00

Mit dem CFA Institute Research Challenge Award wird jedes Jahr die beste Fallstudie eines Studententeams zu einem börsenkotierten Unternehmen gewürdigt. An der Schweizer Länderausscheidung am 25. Februar 2016 traten die sechs Finalisten in Teams von je 3-5 Masterstudenten vor eine Fachjury, die sich aus etablierten Finanzexperten zusammensetzte. Dabei galt es, die Basler Medizinaltechnikunternehmung Straumann zu analysieren.

Das Team der Universität Lausanne lieferte sowohl die beste Präsentation, als auch den besten schriftlichen Research Report und hat sich somit einen Platz im EMEA-Finale in Chicago Mitte April gesichert. Das Gewinnerteam bestand aus Claire Eichinger, Leila Rodriguez Maftah, Yvan Kirassian, Valentin Pisa und Adrien Ganninger de Botmiliau. Ausgebildet wurde das Team vom Lehrstuhl von Norman Schürhoff, Finanz-Professor an der Universität Lausanne, der auch in den Vorjahren die Gewinnerteams betreute.

Grosser Einsatz der Nachwuchsanalysten
Seit September trafen sich die jeweiligen Studententeams regelmässig, um mit der Datenbeschaffung, dem "Numbers-Crunching“ in Excel und der Erstellung eines aufschlussreichen Reports mit Kauf- bzw. Verkaufempfehlungen in die Arbeitsschritte eines Finanzanalysten einzutauchen. In ihrer Arbeit wurden sie von ihren Professoren sowie erfahrenen Finanzanalysten und Portfoliomanagern der CFA Society Switzerland unterstützt. Straumann-Finanzchef Dr. Peter Hackel und das Investor Relations-Team standen ihnen dabei persönlich Rede und Antwort.

"Der Finanzplatz Schweiz braucht gut ausgebildeten Nachwuchs. Viele Hochschulabsolventen bringen das theoretische Rüstzeug mit, der Bezug zur Berufspraxis fehlt jedoch naturgemäss. Der CFA Institute Research Challenge in Zusammenarbeit mit den Universitäten bietet den Masterstudenten die Möglichkeit, die Rolle eines Finanzprofis einzunehmen und das gelernte theoretische Finanzwissen praktisch anzuwenden“, so Olivier P. Müller, CFA, Organisator der Veranstaltung.

Ein wichtiger Faktor bei der Nachwuchsförderung ist die Schärfung des Ethikbewusstseins – ein zentraler Ausbildungsbestandteil des CFA-Programms. "Ethik ist eine wichtige Grundlage unserer Industrie, die stark auf Vertrauen basiert. Und daher ist ethisches Verhalten auch immer im Interesse des Kunden“, kommentiert Florian Esterer, CFA, Präsident der CFA Society Switzerland.

Über 4300 Studenten weltweit
Zum nun zehnten Mal veranstaltet das CFA Institute die jährlich stattfindende Research Challenge. Mit wachsendem Interesse: Weltweit nahmen dieses Jahr 865 Universitäten mit über 4300 Studenten teil – rund 400 mehr als im Vorjahr. In der Schweiz traten 23 Teams mit insgesamt über 120 Studenten an. Die jeweils besten Teams jeder Universität konnten sich dann in der Länderausscheidung an der Universität Zürich messen. Zum ersten Mal überhaupt stellte auch die Universität Liechtenstein ein Team.

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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