Mischfonds – Der Coach ist entscheidend

Ein Mischfonds-Manager sei vergleichbar mit einem Fussballtrainer. Dieser Meinung ist Kay Fischer von Helvetic Trust. So habe der Trainer die Aufgabe, die verschiedenen Anlageklassen im Sinne der Kunden perfekt aufzustellen und zum Erfolg zu bringen.
29.01.2018 22:36

Die Königsklasse im Asset Management sind Mischfonds, also Investmentfonds, die in sehr viele unterschiedliche Anlageklassen (Aktien, Obligationen, Edelmetalle, Rohstoffe, Immobilien u.a.m.) gleichzeitig investieren können. Daher werden diese Fonds oft als Multi Asset Fonds oder Balanced Fonds bezeichnet. Mischfonds seien aber nicht gleich Mischfonds, meint Kay Fischer, Senior Partner und Chief Investment Officer bei Helvetic Trust. Der Anleger tue gut daran, sich anhand des Verkaufsprospektes genau über die Flexibilität der Gewichtung der Anlageklassen zu informieren. Es gebe so viele Strategien wie Manager, und jede Strategie sei dabei anders. Hier liegt für Fischer auch ein Grund dafür, warum sich Mischfonds nicht an einer Benchmark messen lassen. Für die Auswahl eines Mischfonds sei die Flexibilität der Bandbreiten je Anlageklasse wichtig. Insbesondere die Möglichkeit, risikoreichere Anlageklassen wie Aktien gewichten zu können, sollte gemäss dem Experten so gross wie möglich sein.  

Herausforderungen für einen Mischfonds-Manager
Ein Mischfonds sei wie eine Vermögensverwaltung in einem Fonds­mantel: flexibel, breit diversifiziert und mit einem Absolut-Return-Charakter. Flexibilität allein reiche indes nicht aus, wie Fischer festhält. Der Manager müsse, je nach Marktsituation, aktiv diese Flexibilität im Sinne der Investoren ausnutzen. Wie in der Theorie mehrfach beschrieben, entscheidet die strategische Asset Allokation, die Gewichtung dieser einzelnen Anlageklassen, über Sieg oder Niederlage. Es werden die Risiko-Rendite-Profile jeder Anlageklasse miteinander kombiniert, um die höchstmögliche Rendite bei kleinstem Risiko für die Gesamtstrategie zu erzielen. Der grösste Vorteil bei einem Investment in Mischfonds liege darin, dass die Wahl der Strategie an Profis delegiert wird. Sobald sich Märkte in der vermeintlich letzten Phase ihres Zyklus befinden, sei ein aktives Umschichten entscheidend. "Die Aufgabe des Managers ist es, diese Wendepunkte der einzelnen Trends zu definieren und entsprechend zu handeln", sagt Fischer.

"Derzeit befinden wir uns in einem Marktumfeld, in dem viele Investoren glauben, dass die Bäume nicht endlos in den Himmel wachsen", meint der Chief Investment Officer. So würden die Aktienmärkte seit März 2009 nur eine Richtung kennen, die Renditen an den Obligationenmärkten sich seit 30 Jahren nur nach unten bewegen und auf der Währungsseite befinde sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken seit 2007 wieder im Aufwärtstrend. Dies seien ein paar wenige Themenfelder, in denen laut Fischer ein Manager aktiv sein muss. Denn genau hier würden sich die Stärken von Mischfonds zeigen: Gewinne am Ende solcher Trends zu realisieren und in Anlageklassen zu investieren, die am Anfang neuer Trends stehen.

Die Aufgaben eines Coach übernehmen
Ein Mischfonds-Manager sei vergleichbar mit dem Coach im Fussball. "Ein Stratege, der weiss, wann er sein Team offensiv oder defensiv positioniert. Jede Spielerposition besetzt er mit dem besten Spezialisten", erklärt der Experte. Entsprechend dieser Philosophie agiere Helvetic Trust. Hier werden das Wissen und die zahlreichen Erfahrungen der Spezialisten aus verschiedenen Anlageklassen in einem Balanced Fonds zusammengetragen. Der Coach habe die Aufgabe, die verschiedenen Anlageklassen im Sinne der Kunden perfekt aufzustellen und zum Erfolg zu bringen.

All dies mache Mischfonds so interessant. Sie stellen oft das Fundament eines diversifizierten Portfolios dar, nicht selten werde das Depot ausschliesslich aus Mischfonds zusammengesetzt. Diese Anlageform sei besonders für Langfristinvestoren von grossem Interesse und eigne sich mittels Sparplan ideal für die Altersvorsorge, so Fischer.

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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