Positiver Trend beim Goldpreis erwartet

Gegen Ende 2018 kam es bei Gold zu einer Erholung. Das gelbe Metall konnte den Grossteil seiner seit Juni 2018 erlittenen Verluste wettmachen. Wisdom Tree erwartet, dass sich der Goldpreis 2019 weiter erholen wird.
23.01.2019 22:33

Die Stimmung bei Gold befindet sich in den letzten Wochen ganz offensichtlich auf dem Weg nach oben. Den Erwartungen von Wisdom Tree zufolge wird sich diese Erholung fortsetzen, da zahlreiche Risiken, die bisher vom Markt ignoriert worden sind, nun in Gold eingepreist werden. Das Basisszenario von Wisdom Tree ist ein Goldpreis von 1370 USD/oz. bis zum Ende des Jahres. Dies sei hauptsächlich auf die Wiederherstellung der spekulativen Positionierung an den Futures-Märkten zurückzuführen.

Goldpreisprognose

 

Quelle: WisdomTree Model Forecasts, Bloomberg Historical Data, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 31. Dezember 2018. (Prognosen sind kein Indikator für die zukünftige Performance und alle Investments beinhalten Risiken und Unsicherheiten.)

 

Was die Stimmung in Bezug auf Gold heben könnte
2018 war die spekulative Positionierung kurze Zeit auf den niedrigsten Stand seit 2001 gefallen, erholte sich zu einem sehr späten Zeitpunkt im Jahr jedoch wieder. Nach den Kapitalflüssen in Gold-Exchange Traded Products zu urteilen, zeichnet sich laut Wisdom Tree bei der Stimmung bezüglich des Metalls klar eine Erholung ab. Die Volatilität auf dem Anlagenmarkt in den letzten Wochen des Jahres sei der Hauptgrund für die Erholung bei der Gold-Positionierung gewesen. Im letzten Quartal 2018 gab der S&P 500 um 14 % nach und Brent-Rohöl fiel um 35 %. Ausserdem hat die Volatilität beider dieser Benchmarks deutlich zugenommen.

Es war 2018 bereits zu mehreren Volatilitätsschüben auf dem Aktienmarkt gekommen, Aktien aus finanzstarken Ländern konnten jedoch zu ihren vorherigen Ständen zurückkehren. Dies sei aber keine Garantie dafür, dass sie auch bei der nächsten Markterschütterung standhaft bleiben werden. Wisdom Tree weist darauf hin, dass solch niedrige Stände bei der spekulativen Positionierung wie 2018 zuletzt 2001 zu beobachten gewesen sind – dem Jahr, in dem sich die argentinische Schuldenkrise abzeichnete und ein überbewerteter Technologiesektor zusammenbrach. Gold reagierte auf das Stressszenario, allerdings verspätet. Die Goldkurse stiegen 2002 um 25 % (verglichen mit den 2 % im Jahr 2001).

Die für Gold massgeblichen geldpolitischen/konjunkturellen Faktoren – leichte Zinsanstiege, eine geringfügige Aufwertung und darauffolgende Abwertung des US-Dollars sowie eine leicht steigende Inflation – werden gemäss der Prognose von Wisdom Tree keinen bedeutenden Einfluss auf Gold ausüben: "Unseres Erachtens werden die Goldpreise den Prognosezeitraum im Plus beenden, was hauptsächlich darauf zurückzuführen sein wird, dass sich die Stimmung in Bezug auf Gold weiter zum Positiven wenden wird."

 

 

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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