Swiss Life wächst kräftig

Swiss Life ist in den ersten neun Monaten des Jahres zweistellig gewachsen. Ein Treiber war das Geschäft mit der Vollversicherung in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz. Doch auch die gebührenbasierten Segmente sind stark gewachsen.
06.11.2019 22:33

Swiss Life stärkt ihre Stellung im Geschäft mit Vorsorge- und Anlagelösungen kontinuierlich.

Swiss Life stärkt ihre Stellung im Geschäft mit Vorsorge- und Anlagelösungen kontinuierlich.

In den ersten neun Monaten kletterte das Prämienvolumen der Swiss Life um beinahe einen Viertel auf 18,0 Milliarden Franken, wie die Versicherungsgruppe am Mittwoch bekanntgab. In lokaler Währung entspricht dies einem Wachstum von 25% gegenüber dem Vorjahr. Die Fee-Erträge beliefen sich auf 1,3 Milliarden Franken. Das entspricht einem Wachstum von 17% gegenüber dem Vorjahr. Im Asset Management konnte der Beitrag um 25% gesteigert werden, bei den eigenen Beraterkanälen um 24% und die Beiträge aus eigenen und fremden Produkten und Dienstleistungen erhöhten sich um 6%.

Im Heimmarkt Schweiz erzielte Swiss Life Prämieneinnahmen von 11,6 Milliarden Franken (Vorjahr: CHF 7,8 Milliarden). Im Privatkundengeschäft betrug das Wachstum 9%. Der Anstieg im Unternehmenskundengeschäft (+54%) ist primär auf den Rückzug des Mitbewerbers Axa aus der Vollversicherung im vergangenen Jahr zurückzuführen. Viele Axa-Kunden wechselten zur Swiss Life. Die Vollversicherung ist besonders bei KMU sehr beliebt, da das Angebot den Firmen einen Rundumschutz in Vorsorgefragen bietet. Im Fee-Geschäft konnten die Erträge in der Schweiz um 9% auf 198 Millionen Franken gesteigert werden.

In Frankreich nahm die Gruppe 4,22 Milliarden Franken an Prämien ein. Daraus ergibt sich währungsbereinigt ein leichtes Plus von 1 Prozent. In Deutschland erhöhten sich die Prämieneinnahmen in lokaler Währung um 4 Prozent auf 982 Millionen Franken. Und mit internationalen Kunden verzeichnete die Gruppe einen Prämienrückgang um 16 Prozent.

Mehr Neugeld bei Swiss Life Asset Managers

Swiss Life Asset Managers erzielte im Anlagegeschäft mit Drittkunden in den ersten neun Monaten 2019 Nettoneugeldzuflüsse von 6,5 Milliarden Franken (Vorjahr: CHF 5,2 Milliarden). Die für Drittkunden verwalteten Vermögen lagen per 30. September 2019 bei 79,8 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 12% gegenüber dem Jahresende 2018 entspricht. Insgesamt erwirtschaftete Swiss Life Asset Managers in den ersten drei Quartalen 2019 Fee-Erträge von 574 Millionen Franken, ein Plus von 25% gegenüber dem Vorjahr. Neben dem operativen Wachstum haben laut Medienmitteilung auch Konsolidierungseffekte und die Akquisition von Beos im vergangenen Jahr dazu beigetragen.

Die direkten Anlageerträge von Swiss Life beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf 3,3 Milliarden Franken, was dem Vorjahresniveau entspricht. Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite reduzierte sich auch aufgrund starker Aufwertungen im Anlageportfolio auf 2,0% (Vorjahr: 2,2%). Die nicht annualisierte Nettoanlagerendite sank aufgrund der Aufwertungen sowie tieferer realisierter Gewinne auf 1,9% (Vorjahr: 2,2%). Swiss Life geht per 30. September 2019 basierend auf dem regulatorischen Solvenz-Modell von einer SST-Quote von gut 200% aus.

"Der weitere Ausbau unseres Fee-Geschäfts zeigt, dass unsere Beratungs- und Dienstleistungsangebote auf grosse Nachfrage stossen", lässt sich Patrick Frost, Group CEO von Swiss Life, in der Medienmitteilung zitieren. "Wir konnten die Fee-Erträge in allen Markteinheiten steigern. Die Relevanz für die Kunden und die Nähe zum Markt ermöglichen uns, im Rahmen unseres Unternehmensprogramms 'Swiss Life 2021' unsere Stellung im Geschäft mit Vorsorge- und Anlagelösungen kontinuierlich zu stärken."

Dieser Artikel wurde cash von Investrends.ch zur Verfügung gestellt.
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