SZKB erneut an der Spitze der Kantonalbanken

In der Retail-Banking-Studie 2018 konnte sich die SZKB zum vierten Mal in Folge als beste Kantonalbank auszeichnen. Alle Schweizer Banken wiesen aber bezüglich Sparpotenzial durch Digitalisierung und Frauenanteil an der Spitze noch Luft nach oben auf.
16.11.2018 22:35

In Zeiten von weiterhin sinkenden Zinsmargen gewinnen Kosteneinsparungen bei Banken an Bedeutung. Wie die Retail-Banking-Studie 2018 des Instituts für Finanzdienstleistungen IFZ der Hochschule Luzern aber aufzeigt, ist die Heterogenität bei den befragten Banken gerade bei der Prozessgestaltung und auch der Prozesskosten im Hypothekarbereich immens. Selbst Banken mit gleichem Kernbankensystem haben verschiedene Prozesse und Effizienzwerte. Daraus kann gemäss der Studie abgeleitet werden, dass bei allen Banken ein – kleineres oder grösseres – Optimierungspotenzial besteht.

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat im Zuge dessen in ihrer Strategie 2019 - 2022 die Option "Prozesse E2E automatisieren" aufgenommen. Konkret will sie ihr Produkteangebot vereinfachen und die Prozesse von der Kundenanfrage über die interne Verarbeitung bis zum Produkteabschluss standardisieren und automatisieren. Durch den Aufbau eines Kundenwebportals sollen die Kunden in Zukunft Produkte und Dienstleistungen während sieben Tagen und 24 Stunden beziehen können.

Kleinbanken weiterhin mit den besten Kennzahlen
Für das Ranking der besten Schweizer Retail-Banken wurden in der Studie Kennzahlen von 93 Instituten analysiert. Der Fokus lag dabei auf zehn Kennzahlen, welche das Risiko, die Rentabilität sowie die Struktur von Bilanz und Erfolgsrechnung erfassten. Berücksichtigt wurden die Jahresabschlüsse 2015, 2016 und 2017. Auf den ersten vier Rängen platzierten sich drei Kleinbanken mit einer Bilanzsumme von weniger als 400 Millionen Franken. Einzig die SZKB mit der Platzierung auf Rang zwei konnte diese Gruppierung sprengen. Sie platzierte sich zum vierten Mal in Folge vor allen anderen Kantonalbanken. Gerade den Kleinbanken war es trotz Tiefzinsumfeld gelungen, weiterhin hohe Zinsmargen zu erwirtschaften. Eine weitere Stärke war die starke Eigenmittelausstattung, so die Studie.

Frauenanteil im Verwaltungsrat weiterhin tief 
Im letzten Teil der Studie wurde die Corporate Governance von 74 Banken analysiert. Wie sich zeigte, blieb der Frauenanteil im Verwaltungsrat beziehungsweise in der Geschäftsleitung weiterhin tief (19% bzw. 8%). Viele Banken haben sich daher zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in ihren Verwaltungsräten zu erhöhen. Zudem liess sich feststellen, dass die Transparenz im Bereich der Corporate Governance bei den nicht börsenkotierten Banken eher abnahm. Im Zusammenhang mit den Erleichterungen des Proportionalitätsprinzips verzichteten zum Beispiel kleinere Banken wieder auf die Publikation der Gesamtentschädigung für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung. 

Dieser Artikel wurde cash durch fondstrends.ch zur Verfügung gestellt.
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